Depression - Tipps zum Rente beantragen

Die Entscheidung zur Rente



Da du nun hier auf dieser Seite gelandet bist, gehe ich davon aus, dass du darüber nachdenkst, für dich die Rente zu beantragen. Ich will dir dabei helfen und habe deshalb alles, was ich dazu an hilfreichen Informationen habe, einmal auf einem Blatt Papier zusammen getragen. Ich erinnere mich noch gut an meine Entscheidungsphase und wie sehr sie von Unsicherheit und Selbstzweifeln geprägt war. Solange du nicht sicher bist, dass du die Rente auch wirklich willst und verdient hast, kannst du dir meines Erachtens den Weg in die Rentenantragstelle sparen. Alles fängt mit dieser Entscheidung an. Die musst du ganz allein für dich treffen! Bei mir hat die Entscheidungsphase seinerzeit etwa ein Jahr gedauert. Es galt, viele Zweifel auszuräumen, vor allem Selbstzweifel. Ich glaubte, die Rente noch nicht verdient zu haben. Andere müssten doch schließlich auch bis 67 arbeiten! Ich befürchtete, von meinen Mitmenschen als Sozialschmarotzer betrachtet zu werden. Ich hatte Angst davor, überhaupt in eine Rentenberatungsstelle zu gehen - mit erst 48 Jahren. Was wenn sie den Rentenantrag gar nicht annehmen? Was, wenn sie mich dort schief angucken? Ich denke, das sind alles ganz normale Ängste und Befangenheiten eines depressiven Menschen. Bevor die aber nicht ausgeräumt sind, bevor du nicht selbst davon überzeugt bist, die Rente zu brauchen, weil es keine andere Alternative gibt, wird dein Antrag vermutlich ins Leere laufen. Das was du von dir denkst, steht dir für alle sichtbar auf der Stirn geschrieben: "Ich verdiene die Rente nicht!" "Ich will auf Kosten Anderer leben!" "Ich bin gar nicht so schlimm krank!" Was erwartest du also? Sie müssen so entscheiden und deinen Antrag ablehnen. Du selbst "willst" es so. Darum ist es der erste und wichtigste Schritt: Setz dich mit deinen Ängsten und Vorbehalten auseinander und kläre mit dir selbst, was gegen einen Rentenantrag spricht!


Rente und Lebensleistung



Mir hat damals der Begriff einer Lebensleistung geholfen. Ich ließ das Leben vor meinem geistigen Auge vorüber ziehen und sammelte alles ein: meine beruflichen Tätigkeiten, meine bezahlten und unbezahlten Überstunden, meine Verantwortungen, die ich immer viel zu gern übernahm, meine Ehrenämter, meine Rollen als Sohn, Enkel, Neffe, Bruder, Familienvater und Ehemann, meine Zeit der Verfolgung in der DDR, mein Neuanfang bei Null hier im Westen, meine beiden Fernstudien (neben dem Job) über insgesamt 16 Semester, meine demente Oma, die viele Jahre in unserem Haushalt lebte, ein Haus, das ich für meine Familie baute ... Ich sammelte alles ein, was ich im Leben geleistet hatte. Und am Ende kam ich zu dem Schluss, dass es genug war. Ich hatte meine Lebensleistung vollbracht. Ich hatte genug getan. Dusseligerweise hatte ich mich zu sehr damit beeilt. Hätte ich mir mit allem mehr Zeit gelassen, hätte ich vermutlich auch bis zum regulären Rentenalter durch gehalten. Aber jetzt war es, wie es war. Ich musste mich nicht schämen. Ich hatte genug getan.


Das Märchen von der Sicherheit der Renten



Es wird uns seit es die Bundesrepublik gibt erzählt, die Renten seien sicher. Die Wahrheit ist aber: Die Rentenkasse gleicht einem Schneeballsystem. Sie lebt von der Hand in den Mund. Alles was du bislang eingezahlt hast, ist futsch. Das bedeutet, du bist von dem guten Willen unserer Politiker abhängig, was deine Versorgung im Alter anbetrifft. Erst hieß es, ich könne mit 65 Jahren in Rente gehen, jetzt sind es schon siebenundsechzig aber wo wird die Eintrittsschwelle 2027 liegen, wenn ich dann endlich 67 Jahre alt bin? Mit Sicherheit nicht mehr bei 67 und die Höhe der Rente wird auch nicht mehr die sein, die mir ein Leben ermöglicht, wie sie es jetzt noch vermag. Es sind einfache Rechenaufgaben. Demografisch können wir uns die Vollversorgung der Pensionäre nicht länger leisten. Siehe hierzu auch meinen Beitrag zum Thema Rentensicherheit in einem anderen Blog. 
Ich bin mir sicher, dass jeder, der heute keinen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellt, das einst bereuen wird, weil sich irgend wann heraus stellt, dass er um seine Lebensleistung und seine eingezahlten Beiträge betrogen wurde. Du musst dich also nicht schämen, einen Antrag auf Rente zu stellen, du holst dir nur, was dir zusteht. Du holst dir wieder, was du einmal verdient und eingezahlt hast.


Die Depression aktenkundig machen



Geh zum Arzt! Quäl dich nicht länger! Wenn du nicht mehr kannst, geh zum Arzt! Wenn dir deine Arbeit schwer fällt, geh zum Arzt! Geh offen mit deinen Beschwerden um und vertrau dich deinem Arzt an. Sorge auf diesem Wege dafür, dass es immer wieder aktenkundig wird. Das müssen nicht immer nur seelische Beschwerden sein. Auch Bluthochdruck, Schwindel, Rückenschmerzen, Magenprobleme ... etc. - egal was es ist, geh zum Arzt und lass es behandeln. Für deine seelischen Probleme suche bitte einen Psychiater auf. Ich weiß, das kostet Überwindung, aber es ist notwendig! Nur ein Psychiater kann später fachlich relevante Stellungnahmen und Gutachten über deine seelische Verfassung  schreiben. Im Zuge deines Rentenantragsverfahrens werden all deine behandelnden Ärzte durch dich von ihrer Schweigepflicht entbunden und berichten der Rentenkasse. Sorge also dafür, dass es auch etwas zu berichten gibt. Sprich stets offen über deine Ängste, Sorgen und Schwierigkeiten im Leben mit deinem Psychiater. Schäme dich nicht für deine Krankheit. Du hast nichts falsch gemacht, du bist nicht schuld daran, dass es ist wie es ist und du hast nichts Unrechtes getan. Du bist einfach nur krank geworden und willst nun für deine Gesundheit sorgen.


Die Motivation für den Rentenantrag



Ich hatte seinerzeit auch Schwierigkeiten damit, im Alter von nur 48 Jahren die Rente zu beantragen. Aber dann habe ich mich mit dem System befasst und heraus gefunden, dass es genau für Leute wie mich gemacht war. Es geht hier primär nämlich nicht um eine vorgezogene Altersrente, sondern um die Möglichkeit, in Ruhe eine länger andauernde Krankheit auskurieren zu können. Schwere Depressionen verschwinden gewöhnlich nicht von heute auf morgen, das braucht Zeit. Viel Zeit! Vermutlich hast du diese Erkenntnis auch schon gehabt. Und genau dafür ist die Erwerbsminderungsrente oder Erwerbsunfähigkeitsrente, wie sie davor hieß, gedacht. Deine Arbeit belastet dich zu sehr. Du bist überfordert. Wenn die Überforderung anhält, kannst du auch nicht gesund werden. Was liegt also näher, Ruhe einkehren zu lassen? Du stellst einen Antrag auf eine befristete Erwerbsminderungsrente. Erwerbsminderungsrenten sind grundsätzlich immer auf drei Jahre befristet. Drei Jahre ist ein lange Zeit. Da kann viel geschehen. Du kannst die Zeit in Ruhe nutzen, dich zu erholen, dein Leben langsam umzubauen, Therapien zu machen und Probleme, die dich belasten, aus der Welt zu schaffen. Nimm erst einmal nur diese drei Jahre ins Visier.
Du beantragst also zunächst eine Auszeit, um gesund zu werden und nicht die Altersrente! Das ist ehrenhaft und keinesfalls musst du dich dafür schämen!


Schwerbehinderung und Rente



Als ich damals mit der Entscheidungsfindung befasst war, habe ich auch im Internet nach Ratschlägen gesucht. Leider fand ich dazu nicht viel. Das ist verwunderlich, wo doch die Depression der Hauptgrund für für den vorzeitigen Renteneintritt ist? Das einzige, was ich in einschlägigen Foren an Ratschlägen dazu fand, war der Hinweis, dass es vorteilhaft wäre, wenn man  vor dem Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung einen Antrag auf Feststellung der Schwerbehinderung gestellt hätte. Mir ist nicht ganz klar, weshalb, denn ein neues Gutachten wird in jedem Fall erstellt, aber ich bin dem Rat gefolgt und zumindest hat es mir nicht geschadet. Mein Rentenantrag lief ohne Probleme durch. Deshalb will ich dir diese Empfehlung hier nicht vorenthalten. Aus ganz anderen Gründen halte ich aber so einen Antrag auf Schwerbehinderung ohnehin für sinnvoll. Aber das soll hier nicht Thema sein. Bei Interesse findest du mehr dazu in meinem Beitrag Antrag auf Schwerbehinderung.


Die Arztbesuche



Wenn du zum Psychiater gehst und es dir schwer fällt, dich aufzuraffen, aber es nun einmal sein muss, denn ohne ärztliche Begleitung wirst du nie die Rente bekommen, dann verschwende deine restliche Energie nicht darauf, dich heraus zu putzen. Zeig dich dem Psychiater so, wie du dich normalerweise kleidest und pflegst. Wenn dir die Körperpflege zu anstrengend ist, dann mach es auch nicht anders, wenn du zum Arzt gehst. Psychiater machen sich immer auch Notizen darüber, wie dein äußeres Erscheinungsbild ist. Wenn du hier mit einem Top-Outfit glänzt, dann gibst du eventuell ein falsches Bild von dir ab. Zeige dich so, wie du tatsächlich lebst. Sei authentisch! Wenn es Jogginghose und Latschen sind - dann ist es eben so. Wenn du schon lange nicht beim Friseur warst und es unbedingt sein muss, geh nach deinem Arzttermin zum Friseur. Es kommt darauf an, den richtigen Eindruck zu hinterlassen und den Fachleuten nichts vorzumachen. Zeige dich, wie du bist, wie du dich jetzt fühlst, wie es dir jetzt geht. Das ist wichtig.


Rentenantrag und Gutachter



So bitter es ist, aber ohne Gutachter geht es leider nicht. In jedem Fall wird ein Gutachter der Rentenversicherung mit in das Entscheidungsverfahren zu deiner Erwerbsminderungsrente hinzu gezogen. Aber so schlimm ist es am Ende dann auch wieder nicht. Es sind in der Regel ganz normale niedergelassene Psychiater, die für solche Gutachten mit der Rentenversicherung zusammen arbeiten. Der Gutachter bekommt von der Rentenkasse deine Daten und Befunde und wird dich dann zu einem Gutachtertermin einladen. Die Fahrtkosten hierfür übernimmt die Rentenkasse. Auch hier ist es wichtig, dass du offen über deine Beschwerden, Sorgen und Ängste sprichst. Wenn du Angst vor diesem Termin hast und aufgeregt bist, dann mach dir vorher einen kleinen Notizzettel und schreibe auf, was du sagen willst. Der Gutachter kennt dich nicht und muss sich während einer Stunde ein Bild über dich machen. Hilf ihm dabei, so gut du kannst. Schreib auf, welche Symptome und Beschwerden du hast und wie oft und reiche dem Gutachter diese Liste zu seinen Akten. Im übrigen gilt das unter vorigem Absatz Gesagte.

Im Internet habe ich noch zwei weitere Listen mit Hilfestellungen zum Thema Gutachterbesuch gefunden, die ich als Download zur Verfügung stellen möchte:



Wie es seinerzeit mit meinem Rentenantrag lief, erfährst du in einem anderen Post zum Thema Depression und Rente auf Zeit.


Duloxetin Cymbalta Xeristar - Wirkung und Nebenwirkung

 

Was ist Duloxetin



Duloxetin ist die Bezeichnung eines pharmazeutischen Wirkstoffs, der zur Behandlung von  Angststörungen, diabetischer Polyneuropathie, Inkontinenz, Angststörungen und seit 2009 auch als Antidepressivum Verwendung findet. Duloxetin ist verschreibungspflichtig und in der Apotheke unter dem Handelsnamen Cymbalta oder Xeristar erhältlich. Beide Produkte enthalten die gleichen Wirkstoffe, sind aber unterschiedlich teuer. Duloxetin ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SSNRI). Diese Medikamente hemmen im Gehirn Transportmöglichkeiten der Neurotransmitter (Botenstoffe) Serotonin und Noradrenalin. Durch diese Bindung der Transportfähigkeit wird die Wiederaufnahme der beiden Neurotransmitter verlangsamt, was schließlich zu der gewünschten höheren Konzentration im Gehirn führt.

Serontonin ist ein wichtiger Botenstoff im Zusammenhang mit Depressionen. Viele Antidepressiva zielen darauf ab, den Serotoninspiegel im Gehirnstoffwechsel depressiver Menschen anzuheben. Serotonin verleiht uns das Gefühl der Gelassenheit, Ausgeglichenheit und innerer Ruhe. Es vermittelt Zufriedenheit.

Noradrenalin erhöht die Lebendigkeit bei depressiven Patienten. Sie sind aktiver, wacher und deutlich reaktionsfreudiger. Noradrenalin verbessert gleichzeitig die Aufmerksamkeit, steigert die Motivation und hebt die Leistungsbereitschaft.


Die Wirksamkeit von Duloxetin



Die antidepressiven Wirkmechanismen von Duloxetin wurden wissenschaftlich in vier Studien nachgewiesen. Schon nach zwei Wochen sprachen viele Patienten auf das Medikament besser an als auf ein Placebo. Besonders die Angst ging deutlich zurück. Die Probanden hatten auch weniger Schmerzen. Besonders bei Rückenschmerzen war die Wirkung signifikant.
Nach Angaben der Studie bewirke eine Dosis von einmal täglich 60 mg Duloxetin nach neun Wochen Behandlungszeit ein dauerhaftes Nachlassen der Beschwerden von 44 Prozent. Im Vergleich dazu: 16 Prozent unter Placebo.
Duloxetin ist nach Angaben von chemie.de der potenteste der bisher zugelassenen Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer.


Nebenwirkungen von Duloxetin



Häufige Nebenwirkungen


Verminderter Appetit, Schlaflosigkeit, Angst, Schlafstörungen, Aufregung, Libido-Verminderung, Kopfschmerzen, Schwindel und Drehschwindel, Zittern, Lustlosigkeit, Schläfrigkeit, nervliche Missempfindungen, unscharfes Sehen, Bluthochdruck, Erröten, Durchfall, Erbrechen, Verdauungsstörungen, vermehrtes Schwitzen, Bauchschmerzen, Schwäche, Schüttelfrost.

Gelegentliche Nebenwirkungen


Rachenentzündung, Überempfindlichkeitsreaktionen, Schilddrüsenunterfunktion, Austrocknung, Verwirrtheit, abnormale Träume, Teilnahmslosigkeit, Zähneknirschen, abnormaler Orgasmus, schlechter Schlaf, Aufmerksamkeitsstörung, Nervosität, Geschmacksstörung, Sehstörungen, Pupillenerweiterung, Ohrensausen, Ohrenschmerzen, Herzklopfen, Herzrasen, Ohnmacht, Blutdruckanstieg, Gähnen, Magen-Darm-Blutungen, Magen-Darm-Entzündung, Mundschleimhautentzündung, Magenschleimhautentzündung, Blähungen, Aufstoßen, Mundgeruch, Leberentzündung, erhöhte Leber-Enzym-Werte (ALAT, ASAT, alkalische Phosphatase), akute Leberschädigung, Hautausschlag, erhöhte Neigung zu Blutergüssen, Nachtschweiß, kalter Schweiß, Kontaktdermatitis, Nesselsucht, Muskelkrämpfe, Muskelsteifigkeit, Schmerzen an Knochen und Muskeln, Krampf der Kaumuskulatur, Harnverzögerung, Harnverhalt, nächtlicher Harndrang, abnormaler Uringeruch, Wechseljahres-Beschwerden, Blutungen aus Gebärmutter oder Scheide, Brustschmerzen, Unwohlsein, Unbehagen, Kältegefühl, Hitzegefühl, Durst, Gewichtsveränderungen, erhöhter Cholesterin-Spiegel, Anstieg des Wertes an Kreatininphosphokinase im Blut.

Seltene Nebenwirkungen


Allergische Reaktion, Blutzuckerabfall (hauptsächlich bei Diabetes-Patienten), Natriummangel im Blut, gestörte hormonelle Regelung des Wasserhaushaltes im Körper, Selbstmordversuche, Selbstmordgedanken, Übersteigerung, Wahnideen, Aggression, Wut, Serotonin-Syndrom, Krampfanfälle, allgemeiner Muskelkrampf, krankhafte Bewegungsunruhe, seelische Unruhe, unwillentliche Bewegungen, Bewegungsstörungen, rastlose Beine, Grüner Star, Herzrhythmusstörungen (überwiegendVorhofflimmern), Bluthochdruck-Krise, Blutdruckabfall bei Körperlageveränderung, kalte Hände, Arme und Beine, Nasenbluten, Engegefühl im Rachen, Blut im Stuhl, Leberschwäche, Gelbsucht, Stevens-Johnson-Syndrom, Gesichtsschwellung (Angioödem), Lichtüberempfindlichkeit der Haut, Muskelzuckungen.

Quelle: Onmeda


Meine Erfahrungen mit Duloxetin



Ich nehme Duloxetin als Antidepressivum seit 2010 ein. Vorher bekam ich Remergil, Paroxetin, Solvex und Opipramol. Mit all diesen Mitteln besserten sich meine Depressionen aber nur unwesentlich bis gar nicht. Ich kann heute nicht sagen, ob das Duloxetin dafür sorgt, dass ich mit meiner Erkrankung nun ganz gut zurecht komme, oder ob es einfach die Zeit gebracht hat. Ich wage es aber auch nicht, das Medikament abzusetzen. Vielleicht später einmal. Es geht mir relativ gut und daran möchte ich nicht drehen, jedenfalls nicht in die falsche Richtung. Seit einigen Wochen nehme ich zusätzlich noch Lithium ein. Das soll die noch vorhandenen Gefühlsschwankungen etwas mehr ausgleichen. Im Großen und Ganzen bin ich also zufrieden mit dem Duloxetin und froh, dass ich es habe.
Ich bekam Duloxetin jeweils über längere Zeit als Cymbalta, aber auch als Xeristar und konnte tatsächlich keinen Unterschied bei Wirksamkeit und Nebenwirkungen feststellen. Ich nehme Duloxetin zusammen mit dem Lithium jeweils abends ein. Als Nebenwirkung kann ich gelegentliche Übelkeit ausmachen. Besonders dann, wenn ich einmal die Tabletteneinnahme vergessen habe, stellen sich Schwindel und Übelkeit ein, die bis zum Erbrechen führen kann. Vermutlich sind das dann aber eher Entzugssymptome, denn es wird bei Absetzen des Antidepressivums empfohlen, über zwei Wochen auszuschleichen.
Seit ich regelmäßig Duloxetin einnehme, habe ich durchgehend keine suizidalen Tendenzen mehr. Im allgemeinen bin ich zufrieden, habe also ein zufriedenes Grundgefühl, würde mir jedoch oftmals mehr Antrieb wünschen.

Was hast du für Erfahrungen mit Duloxetin gemacht? Kannst auch du es empfehlen oder würdest du eher davon abraten?