Was ist Depression - Symptome erkennen - Depressive verstehen

Hinweis

Hallo und herzlich Willkommen im Depressionsblog von  Benno Blues!


Ich weiß heute ehrlich gesagt auch nicht mehr, was zuerst da war, die Tendenz aus der Depression heraus gehen zu wollen oder das Bedürfnis, mich in Form einer Website über meine Depression mitzuteilen. Im April 2012 war es jedenfalls soweit. Ich schrieb hier an dieser Stelle meinen ersten Beitrag über Depressionen und machte damit mich und meine Krankheit öffentlich. Ich hatte bis dahin als Webmaster keinerlei Erfahrung mit dem Internet, ja kannte das Wort "Blog" nicht einmal. Inzwischen veröffentliche ich hier regelmäßig Beiträge zum Thema Depression und bei diesem einen Blog ist es schon lange nicht mehr geblieben. Viele Leser kommen jeden Tag hier her, um sich über Depressionen, Burnout, Gefühle, Antidepressiva, Psychotherapie, Ursachen und Symptome, Schwerbehinderung, Erwerbsminderungsrente, Heilungschancen und anderes mehr zu informieren. Ich bekomme Kommentare und Zuschriften - ich bin ein Blogger geworden.
Ich freue mich, dass du hierher gefunden hast und ich hoffe, dass auf diesen Seiten etwas Passendes für dich und deine Situation dabei ist. Ich wünsche dir, dass du dich hier wiederfindest, dass du dich verstanden fühlst und dass du das eine oder andere mit hinein nehmen kannst in dein Leben. Ich wünsche dir, dass du dich und die Depression am Ende ein klein wenig besser verstehst und dass ich dir Hoffnung machen kann, weiter zu gehen, an der Depression zu wachsen und gesund zu werden.


Über mich


Mein Name hier im Blog ist Benno Blues. Meinen richtigen Namen würde ich lieber nennen, weil es das Ganze authentischer machen würde. Anfangs tat ich das auch. Aus notwendig gewordener Rücksicht auf die Privatsphäre meiner Ehefrau, meiner Kinder und all der Menschen, die ich in meinen Beiträgen persönlich erwähne, bin ich aber irgend wann dazu übergegangen, mit einem Pseudonym zu arbeiten. Ich hoffe, dies tut der Glaubwürdigkeit meiner Ausführungen keinen allzu großen Abbruch. Ich bin Jahrgang 60, verheiratet, lebe aber seit Jahren getrennt. Ich habe vier wunderbare Kinder aus erster Ehe, die mir sehr viel bedeuten, ja meine wichtigsten Ankerpunkte im Leben sind. Ich bin von Beruf Techniker, seit 2009 aber vorzeitig in Rente eben wegen meiner Depressionen. Ich lebe mit meinen Tieren zurück gezogen auf dem Land in einem kleinen Ort in der Nähe von Otterndorf (Nordsee) und genieße täglich die Ruhe und die frische Luft. Ich bin aber keineswegs nur virtuell. Ich bin ein Mensch aus Fleisch und Blut. Ein Mensch der lieben, aber auch verletzen kann. Wer mich einmal persönlich kennen lernen möchte und in der Nähe ist, ist herzlich eingeladen, auf eine Tasse Kaffee bei mir reinzusehen. Ich bin eigentlich fast immer zu Hause.
Meine Stasiakte von 1986 hatte den Titel OV "Schreiber", also operativer Vorgang "Schreiber". Irgend etwas muss wohl früher schon in mir gesteckt haben, dass es mir eher lag, mich mittels geschriebenem Wort auszudrücken. Was die Stasi mit diesem Blog zu tun hat? Das erfährst du später...


Warum ein Blog über die Depression?


Ich hätte ja auch über das Züchten von Hühnern schreiben können oder das Einrichten eines Meerwasseraquariums. Ich hätte über das Angeln schreiben können oder das Töpfern für Anfänger. All dies habe ich nicht getan, obwohl mir auch diese Themen etwas bedeuten. Zwei Gründe sehe ich im Wesentlichen, die dafür verantwortlich sind:


1. Grund: Die Depression ist mein Thema


Viel zu lange habe ich sie verdrängt, viel zu lange geschwiegen. Viel zu lange habe ich mich als Versager gefühlt und dafür geschämt. Die Depression will gefühlt, ja vielleicht sogar zelebriert werden. Die Depression will mir etwas sagen und das heißt, ich darf sie nicht weg schicken. Ich muss mir Zeit nehmen und mich auf sie einlassen. Ich muss versuchen, ihre Sprache zu erlernen und heraus finden, welche Botschaft sie an mich richtet. Die Depression ist nicht mein Feind, wie ich anfangs dachte. Sie ist nicht diejenige, die zerstört. Sie ist die Beschützerin meines Lebens. Der Destruktive war ich selbst. Ich habe es zugelassen, dass mein Leben den Bach runter ging. Ich habe verdrängt, gebilligt und akzeptiert - viel zu lange, viel zu oft, viel zu selbstlos. Ich habe mein Selbst verloren. Ich lebte angepasst. Ich war unzufrieden, aber angepasst. "Man kann ja eh nichts machen!", hieß meine Bilanz in Situationen, die mir Unbehagen bereiteten.

Irgendwann kam es dann, wie es kommen musste. Ich erlitt einen Zusammenbruch. Die meisten nennen es heute lieber Burnout. Zusammenbruch klingt so nach Schwäche, ebenso wie Depression. Aber ich nenne es lieber Zusammenbruch. Man brachte mich auf die geschlossene Station eines Psychiatrischen Krankenhauses. Dort erfuhr ich erstmals von meinen Depressionen. Das war im Januar 2007. Inzwischen habe ich die Höhen und Tiefen einer Depression mehr oder minder bewusst erlebt und weiß, wovon ich spreche. Ich habe Therapien gemacht, stationäre und ambulante, hatte Akutaufenthalte in Kliniken, aber auch immer gute Zeiten zwischendurch. Irgendwann war ich einfach müde geworden von den vielen Therapien. Ich hatte den Eindruck, nicht mehr weiter zu kommen, nichts neues mehr zu erfahren. Dies war die Zeit, in der ich begann, mich bewusst selbst mit dem Thema meiner Depression zu befassen und ohne Anstoß von außen in Form eines Therapeuten. Und so beschloss ich, die Auseinandersetzung in Form dieses Blogs hier öffentlich zu führen. Die Öffentlichkeit war mir insofern wichtig, dass ich darüber meine Scham überwinden konnte und meiner Grundstruktur des "Verdrängers" etwas entgegen zu setzen hatte. Und natürlich konnte ich so meinen narzisstischen Anteil bedienen und auch das Kind in mir, das immer noch nach Anerkennung (seines Vaters) sucht. Dieser Blog hier ist also eine Art Eigentherapie für mich geworden.



2. Grund: Ich möchte anderen Menschen helfen


Als es mir schlecht ging, machte ich mich auf die Suche nach Informationen. Was war los mit mir? Gibt es denn keinen Menschen, dem es ähnlich geht wie mir? Kann mir denn niemand einen Tipp geben? Ich suchte Anschluss, Zuspruch, Hilfe. Ich suchte Menschen, die mich verstanden. Aber da war nichts zu machen. Fehlanzeige! All meine Suchanfragen blieben ohne Ergebnis. Ich schien allein zu sein mit meinen Problemen und so fühlte ich mich auch - allein und unverstanden. In jener Zeit schwor ich mir, dass ich einmal selbst eine solche Seite einrichten würde, sollte es jemals passieren, dass es mir besser ginge.
Der Tag ist gekommen. Irgendwann ging es mir besser. Irgendwann begann ich, meine Geschichte aufzuschreiben. Und ich bekam Feedback. Ich erhielt Kommentare zu den veröffentlichten Beiträgen, aber auch Emails. Mir wurden Fragen gestellt. Manches Mal wurde mir auch einfach nur gedankt. Ich durfte erleben, dass es mir gelungen war, Menschen zu erreichen. Das war eine großartige Erfahrung für mich, denn irgendwie hatte ich mit dem Thema Menschen schon abgeschlossen. Nun aber kam frischer Wind in mein Leben. Was ich tat, war nicht nur für mich, sondern auch für meine Mitmenschen gut. Ich machte meinen ersten Schritt zurück ins Leben, zurück in die Gesellschaft. Später sollten dann noch weitere Schritte folgen.



Eine Anlaufstelle für Depressive und Angehörige


Inzwischen ist dieser Blog zu einer kleinen Institution geworden. Inzwischen ist diese Seite eine Anlaufstelle für Menschen in Not, Menschen mit Depressionen oder Angehörige von Depressiven, deren Not nicht minder groß ist. Aber auch Schüler und Studenten kommen hier her, um zu erfahren, was es bedeutet, an der Depression erkrankt zu sein. 
Es ist eine Seite gegen die Scham, gegen Stigmatisierung und Diskriminierung. Es ist eine Seite, die Vorurteile gegenüber Depressiven abbauen will, die informieren will, die Verständnis fördern will. Es gibt zahlreiche offizielle Seiten von Profis, die sich mit dem Thema Depression befassen. Es gibt aber leider viel zu wenig Seiten, die die Krankheit aus Sicht eines Betroffenen oder Angehörigen beleuchten und es gibt meiner Meinung nach immer noch zu wenig Seiten, die dies mit einfachen, leicht verständlichen Worten tun. Viel zu oft und viel zu schnell verlieren sich die Fachleute in ihrem Fachchinesisch und dann lese ich nach dem ersten Absatz nicht mehr weiter, weil es mir zu anstrengend ist. Normale Menschen habe eine andere Sprache und sie wollen auch nicht zu Psychiatern oder Psychologen werden. Sie wollen nur sich selbst und die Depression verstehen.
Dazu soll dieser Blog beitragen.


Die Reise geht weiter - Mein Weg aus der Depression


Mit der Zeit und der Arbeit an diesem Blog kam irgend wann der Tag, da begann sich mein Fokus zu verschieben. Es kamen andere Themen in mein Blickfeld, Themen, die sich mehr damit beschäftigten, wie man der Depression wieder entwachsen kann. Und so beschloss ich, einen weiteren Blog zum Thema Depression aufzumachen mit eben diesem Schwerpunkt. Endlich konnte ich auch mein Layout etwas hoffnungsvoller gestalten. Ich hatte mich entwickelt, war meinen Weg gegangen und wollte aber auch weiterhin meine Leser mitnehmen und teilhaben lassen. So manchen Beitrag hätte ich am liebsten überarbeitet, weil ich jetzt anders fühlte oder die Zusammenhänge anders sah. Dann aber wäre die Authentizität verloren gegangen. Für die Zeit, als ich es schrieb, war es richtig und wahr, für mich wahr, eben meine Wahrnehmung. Ich hätte die "neuen anderen Beiträge" unter eine neue Rubrik stellen können, aber dann war da immer noch das dunkle Layout, das mir nicht mehr gefiel. Aus meiner Sicht hätte es diesen Blog hier auf der einen Seite überfrachtet, auf der anderen Seite hätte ich so manchen Leser damit überfordert oder vielleicht sogar verletzt. Nun sind die beiden Blogs getrennt und alles hat für mich eine schöne Ordnung.


Werbung in diesem Blog


Das Betreiben dieses Blogs ist leider auch mit einigen Kosten verbunden, wie Kosten durch Internet, Domain, Lizenzen und dergleichen. Mit der geschalteten Werbung finanziere ich dieses Projekt. Ich versuche jedoch, auf aggressive Werbung zu verzichten und Werbung nur moderat einzusetzen. Dennoch geht es leider nicht ganz ohne. Wenn du meine Arbeit hier unterstützen magst, ohne dafür zusätzlich Geld auszugeben, dann wäre ich dir dankbar, wenn du die eingeblendete Werbung künftig nicht als etwas Störendes, sondern eher wohlwollend betrachten könntest. 


Beipackzettel


Ich schreibe hier, weil die Depression mein Thema ist, ich seit Jahren davon betroffen bin und sich seither mein Leben sehr geändert hat. Ich habe weder Psychologie studiert, noch bin ich Arzt, nicht einmal Krankenpfleger. Und doch sehe ich mich als "Experte" auf diesem Gebiet, jedenfalls als mein eigener Experte. Ganz am Anfang meiner "Depressionskarriere" sind wir in einer Therapiestunde darauf ausgerichtet worden: Werden sie ihr eigener Experte! Damals wusste ich nicht, was die von mir wollten, inzwischen habe ich viele Erfahrungen gemacht und eine Menge dazu gelernt.
Als mein eigener Experte trete ich heute nun hier auf und gebe meine Erfahrungen weiter. Ich erlebe täglich, dass der Bedarf für solch ein Informationsangebot groß ist und das beflügelt mich, weiter zu machen. Für den einen mag es von Nutzen sein, für den Anderen nicht. Weder kann ich irgendwelche Garantien geben, noch erhebe ich Anspruch auf Vollständigkeit und Allgemeingültigkeit meiner Ausführungen. Eines jedoch kann ich behaupten: Ich führe diesen Blog nach bestem Wissen und Gewissen und in guter Absicht. Was ich hier anbieten kann, sind meine persönlichen Ansichten, Erfahrungen und Meinungen. Es ist meine Wahrheit. Aber all dies sind nur Angebote. Such dir heraus, womit du etwas anfangen kannst. Such dir heraus, was du gebrauchen kannst, wie in einem richtigen Laden. Du musst auch gar nichts kaufen, mir gar nichts abkaufen. Es bleibt deine freie Entscheidung. Aber solltest du etwas kaufen, sag es gern weiter...

Herzlich Willkommen in meinem Depressionsblog mit Forum!




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