Informationen und Tipps für Depressive und Angehörige - Ein Blog über Depressionen von Betroffenen für Betroffene - Eine Seite gegen die Scham für eine Erkrankung, die nichts mit Schwäche zu tun hat - Ein Votum für die gesellschaftliche Akzeptanz einer Krankheit, die längst schon ein Teil der Gesellschaft geworden ist - Ein Versuch, Antworten zu finden auf die Frage: Was ist Depression?

Die Angst es nicht zu schaffen - Ein Leserbrief von Bettina

Angst es nicht zu schaffen Die Depression kommt auf leisen Pfoten, aber wenn du ihrer gewahr wirst, ist es oft wie ein Knall. Alles andere hättest du vielleicht annehmen können, aber eine Depression? Depressionen machen hilflos, sie trennen dich. Sie trennen dich von anderen Menschen, sie trennen dich von der Welt und was oft das Schlimmste ist, sie machen die Trennung von dir selbst sichtbar. Bettina wusste bis vor kurzem nicht von ihrer Depression und sinkt nun knietief darin ein, oftmals sogar noch tiefer. Alles scheint sinnlos, aussichtslos. Sie fühlt sich kraftlos, ausgeliefert und irgendwo auch verloren. So wie Bettina geht es den meisten Menschen, wenn sie das erste Mal die Diagnose Depression vor Augen haben. Überforderung macht sich breit, in dir selbst, aber auch in deinem Umfeld. Man kann nicht glauben, dass es da einen Ausweg geben kann ins Leben zurück. Bevor man in die Lage kommt, Hilfe anzunehmen, sieht man oft nur noch einen Ausweg. Und den will eigentlich keiner so wirklich. Danke, Bettina, für deine Geschichte!


Depression Burnout und Leistungsdruck - Ein Bericht von Joe

Depressionen haben sehr oft etwas mit Verlust zu tun. Das kann der Verlust eines geliebten Menschen sein, der Verlust des Arbeitsplatzes, der Verlust der Gesundheit oder die Verminderung der eigenen Leistungsfähigkeit. Immer wieder kann es passieren, dass uns Verluste überfordern oder gar hilflos machen. Der ständig zunehmende Leistungsdruck in der Gesellschaft färbt unseren Alltag zunehmend auch bis in unser privates Leben hinein.  Wir übernehmen gängige Muster und Ansichten ungewollt, einfach weil wir in diesem System von "Ich schaffe das!" verhaftet sind. Wir verlieren ein Gespür für Grenzen, für unsere eigenen und auch für die Grenzen anderer. Daran krankt unsere "moderne Leistungsgesellschaft". Immer mehr führt im Grunde genommen zu immer weniger. Obwohl wir seit Bestehen der Bundesrepuplik Deutschland unser Bruttoinlandsprodukt stetig erhöhen konnten, hat sich das empfundene Glück seit den Neunzigern nicht weiter vermehrt (Quelle: Studie zur Konstruktion eines Lebenszufriedenheitsindikators, Zentrum für angewandte Wirtschaftsforschung Münster)Und so trifft es immer wieder Menschen, die diesem Druck zum Opfer fallen, Menschen, die ihren Beitrag leisten wollen, aber einfach nicht mehr können. Ebenso erging es Joe. Joe stand viele Jahre seinen Mann, lebte ein ganz normales Leben, bis eines Tages plötzlich alles anders war. Danke Joe für deinen Bericht!


Glück und die Kunst zu leben

Glück und Depression Kann man das Glück erlernen oder findet man es zufällig? Alle Menschen sind doch immerzu irgendwie auf der Suche danach, aber nur wenigen scheint ein brauchbarer Fund beschieden zu sein. Suchen wir Menschen an den falschen Stellen oder vielleicht mit den falschen Mitteln? Was machen diejenigen anders, die fündig werden und was hat das alles mit der Depression zu tun? Eine kleine Reise in die Antike und zurück.


Tipp

Ich habe ein interessantes Buch gekauft und möchte es an dieser Stelle gern weiterempfehlen. Die Autoren Thorwald Dethlefsen (Psychologe) und der Mediziner Dr. Ruediger Dahlke verstehen jede Krankheit als Botschaft - Was steckt hinter dem einzelnen Leiden? Wo ist die Seele aus dem Gleichgewicht gekommen? Eine spannende Reise in das Reich des Unbewussten...

Benno Blues