Rente wegen Depression – Ratgeber

Depression Rente

Renten genehmigt wegen Depression

Manchmal im Leben kommt man an einen Punkt, wo einen alle Kräfte verlassen zu haben scheinen. Selbst eine Krankschreibung vermag dies nicht zu korrigieren, auch weitere Krankschreibungen erweisen sich als unwirksam. Der Akku ist einfach leer. Oftmals kommen dann auch noch Existenzängste hinzu, Ängste, die alles nur noch schlimmer machen. Man kann eine psychische Störung wie beispielsweise die Depression eben nicht mit der Brechstange aus dem Haus treiben. Sie bleibt, solange es nötig ist und legt dich lahm, bis du begreifst, dass du etwas in deinem Leben ändern musst. Gut, dass es in unserem Sozialsystem die Möglichkeit der Beantragung einer Erwerbsunfähigkeitsrente gibt, denn genau für derart gelagerte Fälle ist sie ins Leben gerufen worden. Was aber ist alles zu beachten bei der Rente wegen psychischer Störung? Gutachter werden hinzu gezogen. Wahrscheinlich steht eine Reha an. Wie verhalte ich mich vor Antragstellung und wie bereite ich mich richtig vor? Wie lange dauert die Bearbeitung meines Rentenantrages? Muss ich unbedingt zur Reha? Die wichtigsten Fakten zum Thema Erwerbsminderungsrente wegen Depression und Antworten auf häufig gestellte Fragen…

 


Der Weg zur Frührente wegen Depression

Beitragsüberblick

Da du nun hier auf dieser Seite gelandet bist, gehe ich davon aus, dass du konkret darüber nachdenkst, für dich die EM-Rente (Erwerbsminderungsrente) zu beantragen. Ich will dir dabei helfen und habe deshalb alles, was ich dazu an hilfreichen Informationen finden konnte, einmal auf einem Blatt Papier zusammen getragen. Ich erinnere mich noch gut an meine eigene Entscheidungsphase in Bezug auf die Erwerbsminderungsrente und wie sehr sie von Unsicherheit und Selbstzweifeln geprägt war. Es hat einige Zeit gebraucht, bis ich sicher wusste, was ich wollte, wie mein Leben weitergehen sollte. Solange du nämlich unsicher bist, ob du die Rente auch wirklich schon verdient hast, kannst du dir meines Erachtens den Weg in die Rentenberatungsstelle sparen. Alles fängt mit dieser Entscheidung an. Die musst du ganz für dich allein treffen!
Bei mir hat die Entscheidungsphase seinerzeit etwa ein Jahr gedauert. Es galt, viele Zweifel auszuräumen, vor allem Selbstzweifel. Ich glaubte lange Zeit, die Rente noch nicht verdient zu haben. Andere müssten doch schließlich auch bis 67 arbeiten! Ich befürchtete, von meinen Mitmenschen als Sozialschmarotzer betrachtet zu werden. Ich hatte Angst davor, überhaupt in eine Rentenberatungsstelle zu gehen – immerhin war ich erst 48 Jahre alt. Was wenn sie den Rentenantrag gar nicht annehmen? Was, wenn sie mich dort schief angucken? Ich denke, das sind alles ganz normale Ängste und Befangenheiten eines depressiven Menschen. Bevor die aber nicht ausgeräumt sind, bevor du nicht selbst davon überzeugt bist, die Rente zu brauchen, weil es keine andere Alternative gibt, wird dein Antrag ins Leere laufen, denke ich. Das was du von dir denkst, steht dir quasi, für alle sichtbar, auf der Stirn geschrieben: „Ich verdiene die Rente nicht!“ „Ich will auf Kosten Anderer leben!“ „Ich bin gar nicht so schlimm krank!“ Was erwartest du also? Die Rentenversicherung muss so entscheiden und deinen Antrag ablehnen. Du selbst „willst“ es so. Darum ist es der erste und wichtigste Schritt: Setz dich mit deinen Ängsten und Vorbehalten auseinander und kläre mit dir selbst, was gegen einen Rentenantrag spricht und was dafür!

Erwerbsminderungsrente und Lebensleistung

Mir hat damals der Begriff einer Lebensleistung geholfen. Ich ließ das Leben vor meinem geistigen Auge vorüber ziehen und sammelte alles ein: meine beruflichen Tätigkeiten, meine bezahlten und unbezahlten Überstunden, meine Verantwortungen, die ich immer viel zu gern übernahm, meine Ehrenämter, meine Rollen als Sohn, Enkel, Neffe, Bruder, Familienvater und Ehemann, meine Zeit der Verfolgung in der DDR, mein Neuanfang bei Null hier im Westen, meine 16 Semester Fortbildung im Fernstudium, meine demente Oma, die viele Jahre in unserem Haushalt lebte, ein Haus, das ich für meine Familie baute … Ich sammelte alles ein, was ich im Leben geleistet hatte und am Ende kam ich zu dem Schluss, dass es genug war. Ich hatte eine nennenswerte Lebensleistung vollbracht. Ich hatte genug getan. Dusseliger Weise hatte ich mich zu sehr damit beeilt. Hätte ich mir mit allem mehr Zeit gelassen, hätte ich vermutlich auch bis zum regulären Rentenalter durchgehalten. Hätte ich mir mehr Zeit gelassen, hätte ich einmal öfter auch an mich selbst gedacht, meine eigenen Bedürfnisse mehr in den Fokus gerückt, wäre ich womöglich auch von der Depression verschont geblieben. Aber jetzt war es, wie es war. Und die entscheidende Erkenntnis der Stunde lautete: Ich musste mich nicht schämen. Ich hatte genug getan.

Steht mir eigentlich Rente zu?

Es wird uns ja, seit es die Bundesrepublik Deutschland gibt, erzählt, die Renten seien sicher. Die Wahrheit ist aber: Die Rentenkasse gleicht einem Schneeballsystem. Sie lebt von der Hand in den Mund. Alles was du bislang eingezahlt hast, ist längst futsch. Das bedeutet, du bist von dem guten Willen unserer Politiker abhängig, was deine Versorgung im Alter anbetrifft. Erst hieß es, ich könne mit fünfundsechszig Jahren in Rente gehen, jetzt sind es schon siebenundsechzig Jahre, aber wo wird die Eintrittsschwelle 2027 liegen, wenn ich dann endlich 67 bin? Ich vermute mal, nicht mehr bei 67 und die Höhe der Rente wird auch nicht mehr die sein, die mir ein Leben ermöglicht, wie sie es jetzt noch vermag. Es sind einfache Rechenaufgaben. Demografisch können wir uns als Gesellschaft die Vollversorgung der Pensionäre nicht länger leisten. Siehe hierzu auch meinen Beitrag zum Thema Rentensicherheit in einem anderen Blog, wenn du magst.
Ich bin mir sicher, dass jeder, der heute keinen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellt, das einst bereuen wird, weil sich irgendwann heraus stellt, dass er um seine Lebensleistung und seine eingezahlten Beiträge betrogen wurde. Du musst dich also nicht schämen, einen Antrag auf Rente zu stellen, du holst dir nur, was dir zusteht. Du holst dir wieder, was du einmal verdient und eingezahlt hast.

Was ist der Unterschied zwischen voller und teilweiser Erwerbsminderung?

Volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn ärztlich festgestellt wurde, dass du nur weniger als drei Stunden täglich arbeiten kannst. Eine teilweise Erwerbsminderung hingegen besteht, wenn ärztlich festgestellt wurde, dass du drei oder mehr Stunden am Tag arbeiten kannst, jedoch weniger als sechs Stunden täglich. Wenn du sechs oder mehr Stunden pro Tag arbeiten kannst, giltst du nicht als erwerbsgemindert. Bei voller Erwerbsminderung wird auch die volle Erwerbsminderungsrente gezahlt. Bei teilweiser Erwerbsminderung kommt nur die halbe Erwerbsminderungsrente zum Ansatz.

Voraussetzungen für die Erwerbsminderungsrente

Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente hat, wer in den letzten fünf Jahren vor Feststellen der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre lang Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung gezahlt hat. Ferner musst du auch vor Beginn der Erwerbsminderung eine Wartezeit von fünf Beitragsjahren hinter dir haben. Und natürlich muss es medizinische Gründe dafür geben, weshalb du deiner Arbeit nicht mehr in gewohnter Weise nachgehen kannst. Deshalb ist es neben allen formalen Voraussetzungen auch besonders wichtig, dass deine Depression aktenkundig ist.

Depression aktenkundig machen

Geh zum Arzt! Quäl dich nicht länger! Wenn du nicht mehr kannst, geh zum Arzt! Wenn dir deine Arbeit zu schwer fällt, geh zum Arzt! Geh offen mit deinen Beschwerden um und vertrau dich deinem Arzt an. Sorge auf diesem Wege dafür, dass dies immer wieder aktenkundig wird. Das müssen nicht immer nur seelische Beschwerden sein. Auch Bluthochdruck, Schwindel, Rückenschmerzen, Magenprobleme … etc. – egal was es ist, geh zum Arzt und lass es behandeln. Für deine seelischen Probleme suche bitte einen Psychiater auf! Ich weiß, das kostet Überwindung, aber es ist notwendig. Nur ein Psychiater kann später fachlich relevante Stellungnahmen und Gutachten über deine seelische Verfassung schreiben. Im Zuge deines Rentenantragsverfahrens werden nämlich  all deine behandelnden Ärzte durch dich von ihrer Schweigepflicht entbunden und berichten der Rentenkasse über deinen Gesundheitszustand. Auf der Grundlage der Summe dieser Stellungnahmen entscheidet dann irgendwann ein externer Gutachter darüber, ob du dein Rentenantrag genehmigt wird oder nicht. Dieser Gutachter wird dich nie persönlich kennenlernen. DIe Entscheidung wird allein nach Aktenlage gefällt. Sorge also dafür, dass es von behandelnder Stelle auch etwas zu berichten gibt. Sprich stets offen über deine Ängste, Sorgen und Schwierigkeiten im Leben mit deinem Psychiater. Schäme dich nicht für deine Krankheit! Du hast nichts falsch gemacht, du bist nicht schuld daran, dass es ist wie es ist und du hast nichts Unrechtes getan. Du bist einfach nur krank geworden und willst nun für deine Gesundheit sorgen.

Was für den Rentenantrag spricht

Wie eingangs schon erwähnt, hatte ich hatte seinerzeit Schwierigkeiten damit, im Alter von nur 48 Jahren die Rente zu beantragen. Aber dann habe ich mich mit dem System befasst und heraus gefunden, dass es genau für Leute wie mich gemacht war. Es geht hier primär nämlich nicht um eine vorgezogene Altersrente, sondern um die Möglichkeit, in Ruhe eine länger andauernde Krankheit auskurieren zu können. Schwere Depressionen verschwinden gewöhnlich nicht von heute auf morgen, das braucht Zeit. Viel Zeit! Vermutlich hast du zu dieser Erkenntnis auch schon selbst gefunden. Und genau dafür ist die Erwerbsminderungsrente oder Erwerbsunfähigkeitsrente, wie sie zuvor hieß, gedacht. Deine Arbeit belastet dich zu sehr. Du bist überfordert. Wenn die Überforderung aber anhält, kannst du auch nicht gesund werden. Was liegt also näher, Ruhe einkehren zu lassen? Du stellst einen Antrag auf eine befristete Erwerbsminderungsrente. Erwerbsminderungsrenten sind grundsätzlich immer auf drei Jahre befristet. Drei Jahre ist ein lange Zeit. Da kann viel geschehen. Du kannst die Zeit in Ruhe nutzen, dich zu erholen, dein Leben langsam umzubauen, Therapien zu machen und Probleme, die dich belasten, aus der Welt zu schaffen. Nimm vielleicht erst einmal nur diese drei Jahre ins Visier!
Du beantragst also zunächst eine Auszeit, um gesund zu werden und nicht die Altersrente! Das ist ehrenhaft, wie ich finde. Keinesfalls musst du dich dafür schämen!

Schwerbehinderung begünstigt Erwerbsminderungsrente

Als ich damals mit der Entscheidungsfindung befasst war, habe ich auch im Internet nach Ratschlägen gesucht. Leider fand ich dazu nicht allzu viel. Das ist verwunderlich, wo doch die Depression der Hauptgrund für den vorzeitigen Renteneintritt ist. Das einzige, was ich in einschlägigen Foren an Ratschlägen dazu fand, war der Hinweis, dass es vorteilhaft wäre, wenn man vor dem Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung einen Antrag auf Feststellung der Schwerbehinderung gestellt hätte. Mir ist nicht ganz klar, weshalb, denn ein neues Gutachten wird in jedem Fall erstellt, aber ich bin dem Rat gefolgt und zumindest hat es mir nicht geschadet. Mein Rentenantrag lief ohne Probleme durch. Deshalb will ich dir diese Empfehlung hier auch nicht vorenthalten. Aus ganz anderen Gründen halte ich aber so einen Antrag auf Schwerbehinderung ohnehin für sinnvoll. Aber das soll hier heute nicht Thema sein. Bei Interesse findest du die Einzelheiten dazu in dem Beitrag Depression und Vorteile bei Schwerbehinderung.

Der Psychiater

Vermutlich wird es dir schwer fallen, dich aufzuraffen und zum Pschiater zu gehen, gerade wenn es dir schlecht geht, aber es muss nun einmal sein. Ohne ärztliche Begleitung wirst du vermutlich nie die Rente bekommen. Wenn du nun zum Psychiater gehst, dann verschwende deine restliche Energie nicht darauf, dich heraus zu putzen. Zeig dich dem Psychiater so, wie du dich normalerweise kleidest und pflegst. Wenn dir die Körperpflege zu anstrengend ist, dann mach es auch nicht anders, wenn du zum Arzt gehst. Psychiater machen sich immer auch Notizen darüber, wie dein äußeres Erscheinungsbild ist. Wenn du hier mit einem Top-Outfit glänzt, dann gibst du eventuell ein falsches Bild von dir ab. Zeige dich so, wie du tatsächlich lebst. Sei authentisch! Wenn es Jogginghose und Latschen sind – dann ist es eben so. Wenn du schon lange nicht beim Friseur warst und es unbedingt sein muss, geh nach deinem Arzttermin zum Friseur. Es kommt darauf an, den richtigen Eindruck zu hinterlassen und den Fachleuten nichts vorzumachen. Zeige dich, wie du bist, wie du dich jetzt fühlst, wie es dir jetzt geht. Das ist wichtig.

Bearbeitungsdauer und Reha

Es heißt, die Bearbeitung eines Rentenantrages dauere etwa ein halbes Jahr. Ich würde nach meinen Erfahrungen aber eher von einem Dreivierteljahr ausgehen. In diese Zeit fallen dann noch dein Gutachtertermin und die Reha. Die Reha dauert vier bis sechs Wochen und findet in diesem Fall in einer Psychiatrischen oder Psychosomatischen Klinik statt. Es sind spezielle Kliniken, die mit dem Rentenversicherungsträger zusammen arbeiten. Du erhältst von dort auch deine Einladung. Die Reha ist in der Regel obligatorisch. Dort prüft man dich auf deine Arbeitsfähigkeit und Belastbarkeit hin. Nur in begründeten Ausnahmefällen wirst du dir dies ersparen können. Die Rentenkasse verfährt nämlich nach dem Grundsatz: Reha vor Rente. Und obwohl so eine bevor stehende Reha oftmals auch Angst macht, zumindest ein mulmiges Gefühl bei dem Betroffenen auslöst, kann man das Ganze auch als Chance sehen. Denn die standardmäßige Inaugenscheinnahme beim niedergelassenen Rentengutachter dauert nicht viel mehr als eine Stunde und entscheidet dann über dein weiteres Leben. Ich finde den Ansatz der Rentenkasse, sich den Antragsteller gründlich anzuschauen, deshalb durchaus sinnvoll und nah am Patienten.

Der Gutachter

Wissenswertes zur Begutachtung

So bitter es ist, aber ohne Gutachter geht es leider nicht. In jedem Fall wird ein niedergelassener Gutachter der Rentenversicherung mit in das Entscheidungsverfahren zu deiner Erwerbsminderungsrente hinzu gezogen. Aber so schlimm ist es am Ende dann auch wieder nicht. Es sind in der Regel ganz normale Psychiater, die für solche Gutachten mit der Rentenversicherung zusammen arbeiten. Der Gutachter bekommt von der Rentenkasse deine Daten und Befunde und wird dich dann zu einem Gutachtertermin einladen. Die Fahrtkosten hierfür übernimmt die Rentenkasse. Auch hier ist es wichtig, dass du offen über deine Beschwerden, Sorgen und Ängste sprichst. Wenn du Angst vor diesem Termin hast und aufgeregt bist, dann mach dir vorher einen kleinen Notizzettel und schreibe auf, was du sagen willst. Der Gutachter kennt dich nicht und muss sich während einer Stunde ein Bild über dich machen. Hilf ihm dabei, so gut du kannst. Schreib auf, welche Symptome und Beschwerden du hast und wie oft und reiche dem Gutachter diese Liste zu seinen Akten. Auch körperliche Symptome gehören in so eine Liste. Schreib alles auf, was dir Unbehagen bereitet. Wie so eine eine Symptomliste aussehen kann, siehst du hier: Depression Symptome Liste. Übrigens ist diese Liste meiner Symptome auch einmal aus Anlass eines bevorstehenden Gutachtertermines entstanden. Das Ergebnis des Termins: Meine Erwerbsminderungsrente wurde gleich beim ersten Verlängerungsantrag bis 2027 verlängert. Ich muss also nicht mehr zittern. Gute Vorbereitung lohnt sich, denke ich.

Gutachter und Fangfragen

Als  Laie durchschaut man die gestellten Fragen oftmals nicht und glaubt mitunter, wenn man die eine oder andere Antwort ankreuzt, die das Leiden noch stärker betonen könnte, würde sich die Chance auf eine Rente vergrößern. Das Gegenteil ist aber der Fall. Die Fachwelt spricht hier von Aggravation. Damit ist eine übertriebene Darstellung von Leiden gemeint. Sie kann  zu dem Schluss führen, dass der Patient gar nicht in der von ihm geschilderten Weise erkrankt ist, sondern lediglich versucht, sich eine Rente zu erschleichen. Derlei Testfragen entlarven mit ziemlich hoher Treffsicherheit Simulanten und Übertreiber, was dann höchstwahrscheinlich zu einer Ablehnung des Rentenantrages führen wird. Beispielsweise kann es sein, dass eine der folgenden Fragen gestellt wird:

Wenn meine Depression zu stark wird,
mache ich lange Spaziergänge oder
Sport, um die Spannung zu vermindern.

Richtig ist, dass Sport und Spaziergänge vorbeugend antidepressiv wirken können. Während einer schweren depressiven Episode wird es dem Betroffen aber vermutlich nicht von selbst gelingen, sich dazu aufzuraffen.

Am besten fühle ich mich morgens nach
einem guten Schlaf, obwohl ich die
meiste Zeit depressiv bin.

Zu den Symptomen der Depression zählen Schlafstörungen, Früherwachen und das sogenannte Morgentief. Wer morgens gut erholt in den Tag starten mag, macht dann wohl eher nicht den Eindruck, schwer depressiv zu sein.

Je depressiver ich bin, um so mehr
möchte ich essen.

Depressive leiden zumeist eher unter Appetitlosigkeit und verlieren sogar oftmals während schwerer depressiver Episoden an Gewicht. Ein gesunder Appetit passt eher nicht zur Depression.

Auch wenn die Situation für mich
schlecht aussieht, hoffe ich weiterhin,
dass die Dinge irgendwann besser
werden.

Depressive Menschen leiden unter Hoffnungslosigkeit. Sie können kaum daran glauben, dass die Dinge irgendwann wieder besser werden sollten.

Wenn ich niedergeschlagen bin, können
mich meine Freunde oder Hobbies
und Interessen wieder aufmuntern.

Das trifft wohl eher auf psychisch gesunde Menschen zu. Der Versuch, jemanden, der schwer depressiv ist, aufmuntern zu wollen, geht jedoch meistens nach hinten los. Interessen- und Freudlosigkeit zählen ebenfalls zu den Kernsymptomen einer Depression.

Fazit zu Gutachter bei Depression

Ich rate dazu, immer gewissenhaft und wahrheitsgemäß zu antworten. Dann läuft man auch nicht Gefahr, in die Simulatenecke gestellt zu werden. Ich denke, wer wirklich unter Depressionen leidet und sich irgendwann dazu durchringt, einen Rentenantrag zu stellen, der hat eine übertriebene Darstellung seiner Leiden auch gar nicht nötig, der leidet wahrlich schon genug.

Im Internet habe ich noch zwei weitere Listen mit Hilfestellungen zum Thema Gutachterbesuch gefunden, die ich hier als Download zur Verfügung stellen möchte:

Häufig gestellte Fragen zum Thema Erwerbsminderungsrente bei Depression

Wenn man sich gedanklich erst einmal auf den Weg gemacht hat, über eine Frühverrentung wegen Depressionen nachzudenken, dann dauert es erfahrungsgemäß nicht lange, dass sich Fragen einstellen werden, viele Fragen. Die am häufigsten gestellten Fragen sollen deshalb an dieser Stelle schon einmal zur Sprache kommen:

1. Was unterscheidet die Erwerbsminderungsrente von der Erwerbsunfähigkeitsrente (EU Rente) oder Berufsunfähigkeitsrente?

Die Begriffe  Berufsunfähigkeitsrente und Erwerbsunfähigkeitsrente (EU Rente) waren gängige Bezeichnungen für Renten infolge andauernder Arbeitsunfähigkeit bis Ende des Jahres 2000. Ab 2001 gibt es eine Neuregelung dieser Rentenarten und seither spricht man einheitlich von der Erwerbsminderungsrente. Auch heute noch werden Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsrenten (EU Renten) gezahlt, aber jeweils nur an Personen, deren Anspruch auf eine solche Rente bereits vor dem 01.01.2001 bestand. Wenn du jetzt eine Rente wegen andauernder Arbeitsunfähigkeit beantragen willst, handelt es sich also um die Erwerbsminderungsrente.

2. Wird die Rente auf Dauer oder befristet gewährt?

Ob die Erwerbsminderungsrente, kurz EM-Rente genannt, befristet oder auf Dauer gezahlt wird, hängt, wie so oft, vom Einzelfall ab. In der Regel jedoch wird die EM-Rente befristet bewilligt. Dies geschieht für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren. Vor Ablauf dieses Zeitraumes muss dann von dir ein Antrag auf Verlängerung gestellt werden. In der Regel wird eine erneute Vorstellung beim Gutachter fällig. „Die Befristung kann wiederholt werden. Wenn der Rentenanspruch unabhängig von der jeweiligen Arbeitsmarktlage besteht und es unwahrscheinlich ist, dass die Minderung der Erwerbsfähigkeit behoben werden kann, wird die Rente unbefristet als Dauerrente bewilligt.“ Zeigt sich nach 9 Jahren, dass deine Erwerbsfähigkeit nicht wiederhergestellt werden kann, wird in der Regel fortan eine unbefristete Erwerbsminderungsrente gezahlt.

3. Kann eine unbefristete Rente wegen Erwerbsminderung wieder entzogen werden?

Im Prinzip ja, ich halte dies jedoch eher für unwahrscheinlich. Zwar räumt die Deutsche Rentenversicherung die jederzeit mögliche erneute Überprüfung mit einem Passus im Rentenbescheid ein, es ist mir aber erst ein Fall bekannt geworden, wo tatsächlich Gebrauch davon gemacht wurde. In dem erwähnten Fall hatte die betroffene Person nach mehrjähriger Renteninanspruchnahme einen Antrag auf Reha gestellt. Im Zuge dieser Reha wurde ihr dann die vollständige Erwerbsminderung abgesprochen und eine teilweise Erwerbsminderung attestiert, was ihren Rentenanspruch erheblich minderte.
Ein wenig Sorge unter den Betroffenen bleibt auf diese Weise leider immer erhalten, jedoch wird die eigentliche Schwierigkeit nach wie vor sein, die Rente überhaupt erst einmal genehmigt zu bekommen. Diese Hürde steckt tatsächlich hoch, zumal sie ja in aller Regel bis zu dreimal immer nur befristet gewährt wird. Wird sie dann irgendwann unbefristet gezahlt, muss man sich, denke ich,  eher weniger Sorgen mehr machen.

4. Wo kann man die Erwerbsminderungsrente beantragen?

Zuständig für die Beantragung einer Erwerbsminderungsrente ist die Deutsche Rentenversicherung. Du kannst deinen Antrag schriftlich, aber auch mündlich in jeder Zweig- oder Außenstelle Der Deutschen Rentenversicherung einreichen. Ich empfehle die mündliche Form der Antragstellung. Mit einem vorher vereinbarten Termin dauert das Ganze etwa 30 Minuten und du weißt sofort, dass dein Antrag vollständig und ordnungsgemäß ausgefüllt wurde oder ob und welche Unterlagen oder Angaben noch fehlen.

5. Welche Unterlagen benötigt man für einen Antrag auf Erwerbsminderung?

Um eine zügige und reibungslose Abwicklung deines Antrages auf Erwerbsminderungsrente zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass du dich umfassend darauf vorbereitest. Stehen zum Antragstermin nicht alle Unterlagen vollständig zur Verfügung, kannst du jedoch einzelne Belege oder Informationen unter Angabe deines Aktenzeichens auch noch nachreichen. Manchmal dauert ja die Beschaffung einzelner Dokumente etwas Zeit. Für deine Rente gilt jedoch: Sie wird frühestens ab Antragstellung gezahlt. Folgende Unterlagen erbittet die Rentenkasse:

  • Urkunden wie z. B. Geburtsurkunde, ggf. Heiratsurkunde
  • Aufrechnungsbescheinigungen
  • Gültiger Personalausweis (bzw. Reisepass)
  • Geburtsurkunden der Kinder
  • Bankdaten, d.h. Internationale Kontonummer IBAN und internationale Bankleitzahl BIC
  • Chipkarte der Krankenkasse
  • Versicherungsnachweise
  • Steueridentifikationsnummer
  • Nachweise über Krankheitszeiten, Ausbildungszeiten und Arbeitslosigkeit
  • Auflistung, welche Gesundheitsstörungen zum Rentenantrag führen
  • Anschriften Ihrer behandelnden Ärzte und vorhandene aktuelle Arztberichte
  • alle ärztlichen Untersuchungen durch öffentliche Stellen wie beispielsweise Krankenkasse, Agentur für Arbeit oder Jobcenter
  • Daten der Krankenhaus- und Reha-Aufenthalte der letzten Jahre
  • chronologische Auflistung der bisherigen Beschäftigungen mit Angabe der Lohn oder Gehaltsgruppe

Weitere Einzelheiten zum Thema Antragstellung kannst du einer kostenlosen Broschüre „Ihr Rentenantrag – so geht’s“ der Rentenversicherung entnehmen, die ich hier zum Download anbiete.

6. Wie lange dauert die Bearbeitungszeit eines Antrages auf Erwerbsminderungsrente?

Die Angaben im Internet hierzu reichen von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Nach meinen Erfahrungen musst du mit einer Bearbeitungszeit von sechs bis neun Monaten rechnen. Dies ist auch wichtig für die Stellung des Folgeantrages. Wenn du bei laufender Erwerbsminderung nämlich später versäumst, rechtzeitig einen Antrag auf Verlängerung der Erwerbsminderungsrente zu stellen, stehst du mitunter ohne Einkommen da. Besonders, wenn noch Gutachten eingeholt werden müssen oder Unterlagen fehlen, kann die Bearbeitung länger als erwartet dauern. Für den Fall also, dass deine Rente befristet genehmigt wird, solltest du gleich im Hinterkopf behalten, ein Dreivierteljahr vor Ablauf der Befristung erneut aktiv zu werden und einen Folgeantrag zu stellen.

7. Wie viel Erwerbsminderungsrente bekommt man eigentlich?

Renten wegen voller Erwerbsminderung berechnen sich wie ganz normale Altersrenten. Jedoch werden dir sogenannte Zurechnungszeiten anerkannt, die deine Rente so aussehen lassen, als hättest du bis zur Vollendung des sechzigsten Lebensjahres eingezahlt. Im Zuge der Rentenreform und der Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 wird auch das Alter für das Ende der Zurechnungszeit schrittweise auf 62 Jahre angehoben.

8. Gibt es Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente?

Da es sich bei der EM-Rente um eine vorgezogene Rentenleistung handelt, wird die Rente generell nur mit Abschlägen gezahlt. Für jeden Monat, den du die EM-Rente vor dem 63. Lebensjahr erhältst, wird ein solcher Abschlag von 0,3 Prozent abgezogen. Gehst du also 12 Monate vor Erreichen der 63 in Rente, beträgt dein Abschlag 12 x 0,3 Prozent, also 3,6 Prozent. Der ABschlag ist allerdings gedeckelt. Der maximale Abschlag beträgt 10,8 Prozent und wird bei Rentenbeginn vor dem 60. Lebensjahr erreicht.

9. Wie wird die Erwerbsminderungsrente berechnet?

Renten wegen voller Erwerbsminderung berechnen sich wie ganz normale Altersrenten. Jedoch werden dir sogenannte Zurechnungszeiten anerkannt, die deine Rente so aussehen lassen, als hättest du bis zur Vollendung des sechzigsten Lebensjahres eingezahlt. Im Zuge der Rentenreform und der Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 wird auch das Alter für das Ende der Zurechnungszeit schrittweise auf 62 Jahre angehoben.

10. Gibt es Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente und wie hoch sind die?

Da es sich bei der EM-Rente um eine vorgezogene Rentenleistung handelt, wird die Rente nur mit Abschlägen gezahlt. Für jeden Monat, den du die EM-Rente vor dem 63. Lebensjahr erhältst, wird ein solcher Abschlag von 0,3 Prozent abgezogen. Gehst du also 12 Monate vor Erreichen der 63 in Rente, beträgt dein Abschlag 12 x 0,3 Prozent, also 3,6 Prozent. Der maximale Abschlag beträgt allerdings 10,8 Prozent und wird bei Rentenbeginn vor dem 60. Lebensjahr erreicht.

11. Ist Erwerbsminderungsrente steuerpflichtig?

Die Erwerbsminderungsrente ist seit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes sogenanntes Einkommen und wird als solches entsprechend besteuert. Man nennt dies nachgelagerte Besteuerung. Liegen die Zahlungen unterhalb des gültigen Steuerfreibetrages, fallen jedoch keine Steuern an. Die Steuerhöhe wird individuell ermittelt. Sie hängt unter anderem vom Zeitpunkt deines Renteneintritts ab. Der Freibetrag wird seit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes jährlich um einen festgelegten Betrag abgesenkt, so dass bis zum Jahr 2040 die gesamte Erwerbsminderungsrente versteuert werden muss. Entscheidend für dich ist also der Zeitpunkt deines Renteneintritts. Der zu jenem Tag festgelegte steuerpflichtige Anteil der Rente wird für die gesamte Dauer des Rentenbezugs festgeschrieben.

12. Fallen Sozialbeiträge für die Erwerbsminderungsrente an?

Was die wenigsten wissen: Auch für Rentner fallen Sozialbeiträge an. Deine Rente wird wie Einkommen behandelt und deshalb wirst du zur Zahlung von Beiträgen für alle Sozialversicherungen mit Ausnahme der Renten- und Arbeitslosenversicherung herangezogen. Das heißt, es fallen Beiträge zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung an. Hier zahlst du aber musst du nur den Arbeitnehmeranteil. Den Arbeitgeberanteil übernimmt die Rentenkasse. Ganz anders sieht das aus, wenn du noch zusätzlich eine Betriebsrente erhältst. Hier musst du den gesamten Beitrag aus deiner Tasche zahlen.

13. Muss ich als EM-Rentner auch Beiträge zur Rentenversicherung zahlen?

Nein, sobald du zum Leistungsfall wirst, also Zahlungen aus der Rentenkasse erhältst, musst du keine Beiträge mehr zur Rentenversicherung abführen.

14. Bekomme ich von meiner betrieblichen Altersvorsorge auch Erwerbsminderungsrente?

Sobald deine Erwerbsminderungsrente genehmigt wurde, kannst du deinen Rentenbescheid bei deiner betrieblichen Altersvorsorge einreichen. Auch sie zahlt rückwirkend bis zum Tage der Antragstellung zur Erwerbsminderungsrente. Eine gesonderte Gesundheitsüberprüfung ist nicht notwendig. Solange du von deiner Rentenversicherung Erwerbsminderungsrente bekommst, wird in der Regel auch dein betrieblicher Versicherungsträger seiner Zahlungspflicht nachkommen.

15. Darf ich bei Erwerbsminderungsrente noch arbeiten?

Du darfst selbst bei voller Erwerbsminderung noch bis unter drei Stunden täglich einer Arbeit nach gehen, aber nicht 15 Stunden pro Woche oder mehr. Es dürfte allerdings schwierig sein, einen solchen Job zu finden. Bist du nur teilweise erwerbsgemindert, dann darfst du täglich bis unter sechs Stunden arbeiten, insgesamt also weniger als 30 Stunden die Woche. Für diesen Fall erhältst du allerdings auch nur die halbe Erwerbsminderungsrente. Ab einer täglichen Arbeitszeit von sechs 6 Stunden und mehr oder einer wöchentlichen Arbeitszeit von mindestens 30 Stunden giltst du nicht mehr als erwerbsgemindert und dein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente entfällt.

16. Wie viel kann ich zur Erwerbsminderungsrente hinzu verdienen?

Grundsätzlich würde ich diese Frage mit Ja beantworten. Die Berechnung ist allerdings kompliziert und wird individuell vorgenommen. Als grobe Richtung kannst du davon ausgehen, dass du bei voller Erwerbsminderung einen Betrag von 450 Euro brutto monatlich hinzuverdienen kannst, ohne dass dies deine Rente schmälert. Natürlich kannst du auch mehr hinzu verdienen, hier musst du aber mit Abschlägen rechnen. Es wird jedoch so sein, dass du am Ende immer mehr Geld hast als ohne den Hinzuverdienst. Die genauen Zahlen für deinen konkreten Fall erhältst du mit deinem Rentenbescheid. Weitere Informationen zum Hinzuverdienst bei Erwerbsminderung kannst du in einer Broschüre der Rentenversicherung nachlesen, die hier kostenlos zum Download für dich bereit steht.

17. Wird die Rentenzahlung geringer, wenn die Erwerbsminderungsrente in die normale Altersrente übergeht?

Alle Abschläge sind in deine Erwerbsminderungsrente schon eingepreist. Die Rente wird in gleicher Höhe auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze fortgezahlt. Deine Rentenzahlung wird also nicht geringer. Anpassungen nach oben sind möglich und und üblich und orientieren sich an den allgemeinen Rentenanpassungen infolge der Verdienstentwicklung der Bevölkerung.

18. Wie hoch sind meine Chancen auf Bewilligung der Erwerbsminderungsrente?

Laut Auskunft der Deutschen Berufsunfähigkeitsversicherung wird etwa jeder zweite Antrag auf eine Erwerbsminderungsrente zunächst abgelehnt. Oftmals bleibt dann nur der Klageweg. Ein versierter Anwalt sollte dir in diesem Fall jedoch zur Seite stehen. Zu empfehlen ist auch eine Mitgliedschaft im VdK, dem ehemaligen Reichsbund. Die kennen sich wirklich aus in Rentensachen und die Mitgliedschaft ist erschwinglich.

19. Wie hoch wird meine Erwerbsminderungsrente ungefähr sein?

Wenn du wissen willst, wie hoch in etwa deine zu erwartende Erwerbsminderungsrente ausfallen wird, kannst du dir unter Zuhilfenahme eines Rentenrechners einen ersten Überblick verschaffen. Den genauen Wert kann dir natürlich nur deine Rentenversicherung mitteilen. In der Renteninformation, die du in der Regel einmal jährlich erhältst, ist dieser Wert auch jedesmal mit ausgewiesen. Zum Rentenrechner geht es hier: Rentenrechner Erwerbsminderungsrente

20. Wird die Erwerbsminderungsrente auch rückwirkend gezahlt?

Die EM-Rente wird rückwirkend gezahlt bis zum Tag der Antragstellung. Erhieltest du während dieser Zeit allerdings anderweitig Sozialleistungen wie Hartz4, oder AlG1, werden die Zahlungen miteinander verrechnet. Das jedoch regeln die Ämter unter sich. Darum musst du dich nicht kümmern. Du musst nur die korrekten Angaben bei Antragsabgabe machen.

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Mein Weg in die Rente – Ein Erfahrungsbericht

Quellen zu Depression und Rente
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de  Ablehnungsquote EM-Rente: Deutsche Berufsunfähigkeitsversicherung,  Steuern auf EM-Rente: cecu.de, Richtlinien der Rentenversicherung zur EM-Rente: Deutsche Rentenversicherung,  Details zur EM-Rente: Wegweiser Berufsunfähigkeitsversicherung, Unterlagen zur Antragsstellung: Deutsche Rentenversicherung
Stand: 08/2018

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279 Antworten

  1. Anonym sagt:

    Hallo, ein wirklich guter Beitrag,dasnke dafür ich bin ebenfals in einer Grenzsituation, ich habe Fibromyalgie, ständig Schmerzen, die im Moment mit starken Medikamenten einigermaßen im Griff sind. Seit über einem Jahr bin ich nun zuhause,krank geschrieben. bemerke zu meinem Entsetzen, wiesehr ich mich verändert habe, aus einer ehemals le+benslustigen Frau bin ich auf dem besten Weg in ein seelisches Wrack zu motieren. Ich habe lange gebraucht, aber ich weiß, dass ich den Tatsachen langsam ins Auge sehen muß, ich habe starke Depressionen. Nun habe ich, in einer Art Aufbäumung, beschlossen, eine Wiedereingliederung zu wagen, habe alles Erforderliche in die Wege geleitet, dachte das ist der richtige Weg und nun, zwei Wochen vor Arbeitsbeginn geht es mir so miserabel bei dem Gedanken an den Stress…ich habe Dauerdurchfall, Magenkrämpfe, meine Medikamente wirken nicht mehr richtig, habe Dauerschmerzen, Panikattaken,Angst zu versagen, zu scheitern.Überlege nun doch die Frührente zu beantragen und habe gleichzeitig soviel angst davor, dass ich es tatsächlich in der nächsten Sekunde erwäge einfach mit augen zu wieder arbeiten zu gehen.Ich weiß einfach nicht mehr weiter:-( Fluffi

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Fluffi, ich gehe einmal davon aus, dass du das gut kannst: Augen zu und durch! Ich nehme an, das hast du dein ganzes Leben schon so gemacht, wenn es eng wurde. Dass du so krank bist, wie du bist, hat doch Ursachen? Da kann man nicht einfach die Augen zu machen. Damit schadest du dir. Was soll sich dein Körper denn noch alles einfallen lassen, um dich zur Besinnung zu bringen? Sieh es einmal so: Arbeit ist toll, wenn man gesund ist! Jetzt bist du aber krank. Jetzt brauchst du Zeit für dich, um wieder gesund zu werden. Dein Körper zeigt dir das so eindrucksvoll und du willst es buchstäblich nicht sehen, willst die Augen zu machen. Erstmal gehst du jetzt zu deinem Arzt und sagst ihm, wie beschissen es dir geht und dann rufst du deinen Arbeitgeber an und bläst die Wiedereingliederung ab. Dann ist erst mal der große Druck genommen und es sollte dir besser gehen. Bei Fibromyalgie halte ich die Rente für eine gute Entscheidung, bei Depressionen ebenfalls. Mit diesen beiden Diagnosen sollte es kein Problem geben. Und dann hast du erst mal drei Jahre Zeit, dich ausschließlich um dich zu kümmern. Ich denke, du hast da etwas nachzuholen und es wird dir gut tun. Ich wünsche dir gute Besserung und die richtige Entscheidung!

    • Anonym sagt:

      Hallo Frank,
      Sorry dass ich mich solange nicht gemeldet habe,ich hatte lange Zeit einfach keine Nerven für Internet und Co,danke für Deine ausführliche Antwort.Ich habe damals die Wiedereingliederung

      angetreten, langsam mit 2 Std. angefangen und langsam mehr Stunden gearbeitet, bis ich wieder meine 40Std.-Woche absolviert habe. Es fiel mir von Tag zu tag schwerer, die Schmerzen nahmen meinen

      Alttag komplett ein, meine Konzentration war praktisch nicht mehr vorhanden und trotz dass ich viel Urlaub zwischendrin genommmen habe, zum Schluß jeden Mittwoch scheiterte ich letztendlich. Seit

      Januar bin ich nun wieder krank geschrieben und hab endlich eingesehen, dass meine Kraft weder psychisch noch physisch reicht arbeiten zu gehen.
      Im Juni hab ich dann schließlich die Entscheidung gefällt nun doch die Rente einzureichen.Das Ergebniss vorweggenommen: sie wurde abgelehnt mit dem Angebot eine psychosomatischeReha anzutreten.Was

      bedeutet das für mich?Meine letzte Reha war vor 2,5 Jahren.
      Ich habe, wie ich jetzt im Nachhinein weiß große Fehler gemacht, bin also im Prinzip zum großen Teil selbst Schuld. Als ich die Papiere vor mir liegen hatte mußte ich schnell erkennen, dass ich

      nicht alle Fragen verstehe und rief den VDK an, bei dem ich inzwischen Mitglied geworden war. Die Dame am Telefon erklärte mir, das der VDK mir beim ausfüllen der mir unverständlichen Fragen nicht

      helfen könne, aha……Ich verwies sie auf meine Mitgliedschaft und nach langem Hin und Her bekam ich einen Termin, bei dem mir ein Berater über die Papiere schauen soll. Der Berater entpuppte sich

      als Rentenberater, der mir in 15 Minuten den Antrag zur EM-Rente ausfüllte. Er bat mich ihm noch die Selbsteinschätzung zukommen zu lassen und nach Erhalt schickte er den Antrag weg.
      Irgendwann bekam ich Post, in der ich gebeten wurde zwei Gutachter aufzusuchen. Ein psychologe/Neurologe, der sich 2 Std. Zeit nahm und ein Orthopäde, bei dem ich 15 Min war.Bei Beiden konnte ich

      nicht beurteilen, was sie schreiben würden, hatte aber nicht das Gefühl große Fehler gemacht zu haben.Der Psychologe/Neurolog warf mir an den Kopf, dass ich zum Psycharter gehöre und der Orthopäde

      bescheinigte mir die Fibromyalgie, mit 18 von 18 schmerzhaften Triggerpunkten.
      Im Nachhinein wurde mir bewußt, dass der Rentenberater nur nach meinen Hauptdiagnosen gefragt hat und dass er keine Befundberichte meiner behandelnden Ärzte angefordert hat ( Ich ging davon aus,

      dass das Rentenamt diese einfordert).Meine Selbsteinschätzung war sehr ausführlich, 5 Seiten, auf denen ich schilderte, welche Einschränkungen im Beruf,Zuhause und im gesellschaftlichen Leben habe.

      Mein nächster Fehler ist wohl nach meinem heutigen Kenntnisstand, dass ich "nur" bei einer Psychotherapeutin und nicht bei einem Psychiater in Behandlung bin, mir ist allerdings rätselhaft, wie ich

      bei dieser Fachgruppe einen Termin bekommen soll. Heute Abend gehe ich nun zu einem Anwalt, aus lauter Angst noch einen weiteren Fehler zu machn, wenn ich den Widerspruch alleine formuliere, dem

      VDK traue ich nun nicht mehr.Insgesamt fühle ich mich total hilflos und alleine gelassen und habe Angst was die Zukunft bringen wird
      Gruß Konny

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Konny,
      manchmal hält uns die Angst, einen Fehler zu machen, davon ab, das Richtige zu tun. 10 Fehler sind besser, als einmal nichts zu tun, denn aus den Fehlern kannst du Erfahrungen sammeln. Für einen Widerspruch in Rentenfragen hätte ich aber auch einen Anwalt hinzu gezogen. Ich bin zwar selbst nicht Mitglied im VdK, habe aber bislang nur Gutes gehört. Das tut mir leid, dass du so schlechte Erfahrungen machen musstest.
      Dass man dich zu einer Reha schickt, deutet darauf hin, dass der Rentengutachter der Meinung war, man könne deine Gesundheit zeitnah wieder herstellen. Auf der anderen Seite ist so eine reha eine prima Gelegenheit, aktenkundig zu machen, wie es dir wirklich geht. Ein Gutachter sieht dich nur 2 Stunden, aber dort wirst du mehrere Wochen sein. So ein Bericht ist viel aussagekräftiger und bietet dir vielleicht die Chance auf die Bewilligung der Rente. Ich sehe es immer so. Wenn jemand seine Arbeit nicht mehr schafft, weil er Depressionen hat, dann ist es so. Manchmal ist das von außen nicht sofort und nicht von jedem erkennbar. Das ändert aber nichts an den Tatsachen. Also, dran bleiben! Das wird! Liebe Grüße Benno

  2. Anonym sagt:

    Hallo,ich habe von Geburt an nur eine Hand,linke Hand fehlt.Nun leide ich schon über 2 Jahre an Schlafstörungen,da ich mit meiner Einen Hand meine Arbeit nicht mehr ordnungsgemäß ausführen kann.Ich arbeite in einer Kita als Hauswirtschafterin schon nur 4 Stunden.Ich kann mit der einen Hand nicht mehr fest zu greifen und auch nicht lange putzen ohne das mir das Zeug aus den Händen fällt.Ich habe auch Schmerzen im ganzen rechten Arm.Nun habe ich mir auf Arbeit nichts groß anmerken lassen aus Scham,hab mir eben lieber die Anschisse bvon meiner Leiterin gefallen lassen,bis es nicht mehr ging.Bin dann zu meiner Hausärztin und die hat mich Krank geschrieben und zum Psychater Überwiesen,da ich dadurch schon Depressionen bekommen habe und auch zum Orthopäden,der ist der Ansicht der Arm ist total überlastet.Nun habe ich am 3.6.13 einen Antrag auf Erwerbsunfähikeitsrente gestellt,bin seid 11.3.13 krank.Ich muss ja da sicher zu einem Gutachter der RV,ich habe vor dem Termin großen Respekt,da man ja von vielen hört das die Rente eh abgelehnt wird.Ich werde im Oktober 57 Jahre und habe Einen Schwerbehinderungsgrad von 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}.Wie verhalte ich mich richtig,ich will mich eigendlich ganz so geben wie ich eben bin.Ist das der richtige Weg?Würde mich über Antworten freuen.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo und Danke für deinen Beitrag zu diesem Blog und deine Offenheit! Ich finde, du hast eine gute Entscheidung getroffen! Du hast Verantwortung für dich übernommen und willst etwas ändern. Respekt vor einem Gutachtertermin halte ich für normal. Ich hatte sogar einen Riesenschiss davor. Häng das Thema Gutachter aber nicht so hoch! Mein erster Gutachter hielt mich auch für arbeitsfähig, dennoch lief mein Rentenantrag ohne Probleme durch. Mein Tipp für den Gutachtertermin ist: Versuch nicht, ihm etwas vorzumachen, was sonst nicht da ist, aber verbirg auch nichts vor ihm, was sonst da ist. Das wird er merken und dann war es das. Er muss alles von deinen Schwierigkeiten über dich wissen, die du über dich weißt. Also schreib es am besten auf und nimm es mit zum Termin. Entscheidend wird aber am Ende aber sein, wie man dich in der Reha beurteilt. Dort bist du dann etwa 4 Wochen. Also mach dir nicht zu sehr einen Kopf, was den Gutachter anbetrifft. Zeige ihm deine kranke Seite und gut. Ganz wichtig ist noch: Du musst überzeugt davon sein, dass du die Rente wirklich willst und sie dir auch zu steht. Wenn du Zweifel an deinem Vorhaben hast, wird auch der Gutachter an der Notwendigkeit einer Frühverrentung zweifeln. Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg!

  3. Anonym sagt:

    Hallo,vielen Dank für deine Antwort,es hat mich in meinem Vorhaben bestätigt und ich weiß das ich das richtige tu.Hatte heute erst wieder einen Termin bei meiner Psychaterin,Sie ist auch der Meinung das ich den richtigen Weg für mich eingeschlagen habe,in dem ich den Rentenantrag abgegeben habe.Nein ich habe nicht vor dem Gutachter was vorzumachen,ich werde meinen gesundheitlichen Zustand ehrlich schildern ohne zu dramatisieren und aber auch nicht runter zuspielen.Ich Danke Dir noch mal ganz Herzlich.L.G.

  4. Anonym sagt:

    Ich hab da mal noch eine Frage auf den Herzen,falls der Rentenantrag abgehnt wird,wo wende ich mich dann hin um in Wiederspruch zu gehen.Ich weiß das es zum Sozialgericht geht wenn eine Ablehnung kommt,aber wie komm ich da ran?Muss ich mir selbst einen Rechtsanwalt nehmen oder stellen die einen.Könnte das kostspielig werden,denn ich habe zwar eine Rechtschutz,aber nur für Verkehrsrecht.Ach und noch eine Frage,wenn mein Krankengeld endet übernimmt ja die Agentur fürArbeit erst mal die Zahlung Oder liege ich da falsch?Muss ich da meinen Arbeitsvertrag kündigen?Das wär nicht gut denn unsere Kita gehört der Stadt,also würde ich eine 29jährige Beschäftigung im öffendlichen Dienst einfach so aufgeben müssen.Würde mich über Antworten sehr freuen.L.G.

  5. Benno Blues sagt:

    Hallo, wo du den Widerspruch einlegen musst, das steht dann im Bescheid. Ich nehme an, bei der Rentenkasse. Einen Anwalt brauchst du meiner Meinung dazu noch nicht unbedingt. Wird der Widerspruch abgelehnt, hast du die Möglichkeit vor dem Sozialgericht zu klagen. Hierfür benötigst du dann den Anwalt. Wenn dein Einkommen unter einer bestimmten Grenze liegt, kannst du Prozesskostenhilfe beantragen. Eine andere Möglichkeit ist es, in den VdK einzutreten. Das ist der frühere Reichsbund. Die haben Anwälte, die ihre Mitglieder u.a. in rentenrechtlichen Fragen unterstützen.Das kostet auch Geld, wird aber vermutlich nicht so teuer.
    Wenn dein Krankengeld endet, musst du dich beim Arbeitsamt arbeitssuchend melden. Klingt pervers, ist aber so. Du bekommst dann ALG1 bis dein Rentenantrag durch ist. Das Arbeitsamt holt sich das Geld später bei der Rentenkasse wieder. Deinen Arbeitsvertrag solltest du nicht kündigen und musst du auch nicht. Wenn man dich von Arbeitgeberseite dazu drängt, dann handele wenigstens ein Abfindung aus. Bedenke aber, dass dir das womöglich dann als Einkommen angerechnet wird. Ich würde nicht kündigen. Grüße

  6. Anonym sagt:

    Hallo Frank,ich danke Dir für deine guten und wissenswerten Aussagen.Wenn ich später noch Fragen habe werde ich mich noch mal melden und auch wenn ich meinen Termin beim Gutachter weg habe,aber das dauert sicher noch etwas.Erst mal vielen Dank an dich.L.G.

  7. Anonym sagt:

    Muss mich noch mal an Dich wenden,ich habe mich mit meinem Mann noch mal zwecks Spickzettel beim Gutachter unterhalten.Er ist der Meinung das es zu Vorbereitet ausschaut…Ich denke darüber etwas anders,denn er hilft ja einfach nur das man nichts vergißt.Sollte man immer dem Gutachter eine Kopie überreichen,oder lieber nicht.L.G.

    • Benno Blues sagt:

      Wenn du im Gespräch mit dem Gutachter Gelegenheit hast, all die Punkte auf deinem Zettel zur Sprache zu bringen, dann braucht er den Zettel nicht, dann konntest du ihm ja alle Informationen übermitteln. Doch die Fragen stellt der Gutachter. Das Gespräch bestimmt er. Wenn du am Ende der Begutachtung das Gefühl hast, du hättest ihm aber noch mehr mitzuteilen, dann halte ich so einen Zettel für sinnvoll. Und was die Vorbereitung angeht, was spricht dagegen sich vorzubereiten? In ein Bewerbungsgespräch gehst du ja auch nicht unvorbereitet hinein. Dort wirst du auch "begutachtet". Wie auch immer du es machst, du musst dich gut dabei fühlen. Von dem Zettel hängt jetzt nicht das Wohl der Welt ab und auch nicht deines. Viel Erfolg!

  8. Monika sagt:

    Ach was ich noch vergessen habe zu fragen,muss jeder Antragsteller erst mal zu einer Reha?Oder können die auch ohne dieser Maßnahme entscheiden.Ich habe zur Zeit so mit meinen Depressionen zu kämpfen,das ich nicht gern unter Leute gehe,bekomme da leichte Angstzustände.Auch meide ich den Kontakt zu Freunden,da ich mir nicht sicher bin ob sie mich verstehen können,das ich diesen Weg einschlage,muss aber auch dazu sagen ich habe es ihnen auch noch nicht erzählt.Um das zu umgehen meide ich aus Angst den Kontakt.Ach Mensch mir fällt sicher noch so vieles ein was ich dich fragen möchte,aber nun lass ich es erst mal dabei.L.G.

    • Benno Blues sagt:

      In der Regel muss jeder zur Reha. Die Rentenversicherung folgt dem Grundsatz "Reha vor Rente" Es gibt aber auch Ausnahmen. Die Reha ist eine Therapie. Deine Teilnahme setzt voraus, dass du auch therapiefähig bist. Es ist also eine gewisse psychische Stabilität notwendig. Wenn du der Meinung bist, das nicht zu schaffen, kannst du dir das von deinem Psychiater bescheinigen lassen. In seltenen Fällen wird auch von Schreibtisch aus direkt verrentet, beispielsweise wenn die Diagnosen eindeutig sind und keine Aussicht auf Besserung besteht. Im Fall von Depressionen habe ich das allerdings noch nicht erlebt.

  9. Anonym sagt:

    Ich verstehe schon was Du mir damit sagen willst,selbst wenn sie meine Depressionen in Griff bekommen,bleibt ja die Ursache weshalb sie entstanden sind.Meine linke Hand kann mir keiner ersetzen und da ich ja schon seid 40 Jahren arbeite,nur mit Unterbrechung von Schwangerschaften,ist eben mein rechter Arm und Hand total kraftlos geworden,ich kann ja kaum noch meinen eigenen Haushalt selbst in Ordnung halten.Auf deutsch gesagt der rechte Arm ist hinüber,einfach kraftlos.Hatte auch schon mehr mals Physio,aber das hat bis jetzt auch nichts gebracht.Ich bin mir eben nicht sicher und habe Angst,das sie sagen die macht das schon immer mit einer Hand also soll sie weiter arbeiten gehen.Ich wache trotz Antidepressiva und Schlafmittel Nachts schweißgebadet auf und schau erst mal ob der rechte Arm noch da ist,ich werde es einfach nicht los.L.G.Monika

    • Benno Blues sagt:

      Hallo dein Beitrag ist aus Versehen im Spamordner gelandet. Gut, dass du nachgefragt hast. Tut mir leid, aber ohne automatische Spamprüfung werde ich verrückt. Ich müsste sonst jeden Tag hunderte Kommentare durchsehen.
      Du machst dir sehr viel Gedanken um die Zukunft, wie es für eine Depressive auch typisch ist. Aber all diese Gedanken, machen dich nur verrückt. Du kannst die Zukunft nicht vorweg nehmen. Ich lese so heraus, dass du die Rente willst. Vertrau dir! Du wirst sie auch bekommen, egal welche Schritte zu welchem Zeitpunkt nötig sein werden. Wenn du sicher bist, dass du nicht mehr arbeiten willst, dann ist es deine Seele, die dich auf diese Weise beschützen will. Dann ist es jetzt einfach mal gut.

  10. Anonym sagt:

    hallo,ich weiß jetzt nicht,warum mein Beitrag nicht erschienen ist.Ich weiß jetzt eben nicht ob sie mir bei einer Reha meine Kraft im rechten Arm zurück geben können bei einer Reha,denn der Arm und die Hand sind stehts überlastet,das würde ja dann wieder passieren,wenn ich meine Arbeit wieder aufnehmen müsste.Eine linke Hand können die mir dort auch nicht ersetzen.Ich habe schon Schwierigkeiten immer diese Zeilen an Dich zu schreiben,geht nur mit Pausen und muss mich doll auf die Satzbildung konzentrieren.Da in meinen Kopf nur noch der Gedanke vorherscht,warum musste ich gerade so geboren werden,denn meine 2 Geschwister sind gesund auf die Welt gekommen.Warum ich nicht?Früher hatte ich mit meinem Hädikäp keine Probleme habe 3 Kinder erzogen und auch viel alleine gemacht da ja mein Mann beruflich oft unterwegs war.Nur jetzt geht eben nichts mehr,ich habe Angst das ich bald nichts mehr machen kann.L.G.

    • Benno Blues sagt:

      Ich empfehle dir, einen Psychiater aufzusuchen. Lass dir eine Pause verordnen und dich zu einer stationären Psychotherapie überweisen. Da sind die Wartezeiten nicht so lang. Du musst erst mal zur Ruhe kommen. Das wird dir gut tun und für deinen Rentenantrag ist es sicher auch nicht von Nachteil.

  11. Anonym sagt:

    Hallo,ich bin schon bei einer Psychiaterin in Behandlung,sie war es auch die mich dazu veranlasst hat einen Rentenantrag zu stellen.Ich danke Dir erst mal für deine guten Ratschläge und auch lieben Worte.Ich werde mich wieder bei Dir melden wenn mehr entschieden ist.Ich hoffe es ist Dir recht.L.G.

  12. Anonym sagt:

    Hallo,ich habe doch noch eine Frage an Dich.Bei mir auf der Antragsbestätigung steht:Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit:Kann ich damit auch eine volle Rente für Erwerbslosigkeit bekommen,denn ich habe ja schon nur noch 4 Stunden gearbeitet und konnte eben meine Aufgaben nicht mehr zur Zufriedenheit meiner Leiterin erfüllen.Oder verstehe ich den Begriff verminderte Erwerbsunfähigkeit fallsch.L.G.Monika

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Monika, die Erwerbsminderungsrente gibt es bei teilweiser Erwerbsminderung aber auch bei voller Erwerbsminderung. Den Grad der Erwerbsminderung entnimmst du später deinem Bescheid. Wenn du 3-6 Stunden täglich arbeiten kannst, aber nicht mehr, wirst du teilweise erwerbsgemindert. Wenn du nur weniger als 3 Stunden täglich arbeiten kannst, bekommst du die volle Erwerbsminderung zuerkannt.

  13. Anonym sagt:

    Hallo Frank,ich Danke Dir das du immer zum Antworten bereit bist,auch wenn sie manchmal überall zu lesen sind,denn ich habe auch schon so einige Seiten durchforscht,aber war mir eben jetzt so unsicher da ich ja schon nur 4 Stunden arbeite und der Gutachter da eventuell zu dem Schluss kommt,soll die mal schön weiter Arbeiten,hat es bis jetzt auch mit 1 Hand geschafft,aber gerade weil ich mit meinen rechten Arm nicht mehr kann,habe ich ja diese Depressionen.Ich hab einfach Angst das der dann denkt ich spinne und bin nur zu faul zum Arbeiten.Nun ich glaub ich mach dich auch langsam verrückt mit meinen Ängsten,bitte nimm es mir nicht übel,wenn ich so oft schreibe.L.G.Monika

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Monika, ich kenne diese Ängste nur all zu gut und leider kann ich sie dir auch nicht nehmen. Behalte immer dein Ziel im Auge und mach dir klar, dass es richtig ist, was du tust. Wenn du selbst überzeugt bist, kannst du auch andere überzeugen. Ich würde die fehlende Hand beim Gutachter gar nicht groß erwähnen. Das bemerkt er auch so. Die Depressionen machen dir jetzt dein Leben schwer. Erzähl ihm das, was er nicht sehen kann. Berichte wie sich das für dich anfühlt, wie die Depression dir dein Leben schwer macht. Aber das wichtigste ist und bleibt: Sei überzeugt davon, dass du nicht mehr arbeiten kannst. Wenn es da Zweifel gibt, kannst du gleich zu Hause bleiben…
      Hast du einmal eine Entspannungsübung ausprobiert? Kann ich sehr empfehlen! Findest du auch in meinem Blog.

      Liebe Grüße Frank

  14. Anonym sagt:

    Ich habe schon wieder ein Problem,die Aok hat mir ein Schreiben geschickt,zu einem persönlichen Gespräch.Angeblich will sie mich rund ums Krankengeld beraten,aber ich vermute da schon wieder was anderes dahinter.kann es sein das die sich mit der RV kurzgeschlossen haben?war das bei dir auch so das Du zu soeinem Gespräch musstest?Monika

  15. Benno Blues sagt:

    Hallo Monika, nein, ich musste zu keinem Beratungsgespräch der Krankenkasse. Ich finde das aber eine gute Sache. Beraten und aufgeklärt wird viel zu wenig in Deutschland. Ich denke, es geht um das Ende deines Krankengeldes und man wird dir die Beantragung einer Rente nahe legen. Aber das wirst du dann sehen. Ich gehe nicht davon aus, dass der Termin für dich negative Folgen haben wird. Grüße

  16. Anonym sagt:

    Ich bin ja erst seid dem 11.3.13 Krank und bekomme seid 22.5.Krankengeld,also habe ich noch viel Zeit bis zum Ende der Krankengeldzahlung.Ich bekomme ja regelmäßig die Auszahlscheine von der AOK und da muss ja mein Hausarzt darauf bestätigen mit Diagnosen das ich weiter hin Krank bin und ich muss ja auch darauf ausfüllen ob ich noch woanders her Geld beziehe,was ja nicht der Fall ist und auch ankreuzen ob ich Rente beantragt habe und welche was ich ja bestätigt habe.Also wissen die ja das ich schon welche beantragt habe.Nun ich werd versuchen mich nicht Verrückt zu machen und gelassen dahin zu gehen.Werde Dir Berichten,wenn es Dir Recht ist.Viele Grüße Monika

  17. Benno Blues sagt:

    Hallo, also nach meiner Erfahrung funktioniert unser Sozialsystem so, dass keiner zahlen will, aber einer zahlen muss. Die AOK will dich in Rente schicken, weil du sie zuviel Krankengeld kostest. Die Rentenkasse will dich noch nicht haben, weil du nun auch noch an den schmalen Topf willst. Das Arbeitsamt sieht dich auch lieber bei der Rente. Die Rentenversicherung argumentiert aber: Solange du deine 78 Wochen nicht ausgeschöpft hast, brauchen wir dich nicht nehmen. Ich denke, dass es darauf hinaus laufen wird. Was aber in Wahrheit passiert, das steht in den Sternen.
    Die Reha denke ich, ist eine gute Sache. Das ist besser als nur ein einstündiger Gutachtertermin. In einer Psychosomatischen Klinik arbeiten Fachleute für seelische Erkrankungen. Dort bist du gut aufgehoben und man wird sich um deine Depression kümmern. Dort ist man auch in der Lage zu entscheiden, ob du erwerbsfähig, teilweise oder vollständig erwerbsgemindert bist. Lass es auf dich zukommen. Es ist ein guter Schritt auf deinem Weg. Ein Schritt in die richtige Richtung.

  18. Anonym sagt:

    Hallo Frank,heute habe ich auch noch von der RV ein Schreiben bekommen,das ich am 19.8.13 zum Gutachter muss,es ist ein Neurologe und Psychiater.Ich weiß nun gar nicht mehr was das ganze soll,eine sagt so und der andere wieder so.Nun ich muß ja vorher noch zu meinem Orthopäden und werde ihn bitten mir einen Arztbericht zu schreiben über meinen Zustand des rechten Armes.Denn ich soll zu dem Gutachter Arztberichte mit bringen,auch von der Hausärztin,das von der Psychiaterin denke ich mal wird er haben,sonst müsste ich nicht zu einem Facharzt der Psychiatrie.Was hällst Du von der ganzenSache?Ich denke die von der KK hat das gestern noch nicht gewußt das ich ein Schreiben für einen Gutachter bekomme.Der Arzt kommt aus Schwarzenberg und ich finde aber im Netzt nichts,ausser wo er seine Praxis hat,er heißt Dr.med.Michael Schäfer,ich komme aus dem Erzgebirge aus Schneeberg deshalb dort der Termin.L.G. Monika

  19. Benno Blues sagt:

    Hallo Monika, wenn du einen Rentenantrag wegen Depressionen stellst, ist es immer ein Psychiater, der dich begutachtet. Auch die Rehaklinik ist in so einem Fall eine Psychiatrische oder Psychosomatische Klinik. Es geht vielleicht alles etwas durcheinander bei dir, aber im Grunde nimmt es den Standardverlauf. Kein Grund also, sich Sorgen zu machen. Du musst diesen Weg gehen, wenn du die rente willst. Ich glaube, das wird alles gut.

  20. Anonym sagt:

    Hallo Frank,viele Dank ich will mal hoffen das es seinen geregelten Gang geht,bin eben sehr unsicher was das ganze betrifft.Aber ich werde nicht aufgeben,ich melde mich wieder wenn ich mehr weiß,erst einmal Danke für deine Geduld mit mir.L.G.Monika

  21. Anonym sagt:

    Hallo Frank,nun habe ich einen Ablehnunsbescheid für meine Reha bekommen,mit der Begründung das ich die Vorraussetzungen ,nach §10 des sechsten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB IV) praktisch nicht erfüllt sind.Ich weiß jetzt nicht soll ich in Wiederspruch gehen oder nicht,ich bin fast der Ansicht die denken sich einfach ne Hand können sie auch nicht ersetzen.Aber das mir gerade das seelische Schwierigkeiten bereitet sehen die nicht.L.G.Monika

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Moni,
      das tut mir leid für dich! Ich hatte so gehofft, dass es klappt. Aber es ist, wie es ist und manchmal klappt es eben nicht auf Anhieb. Fakt ist aber, dass du nicht arbeiten kannst. Also gehst du wieder zum Arzt und teilst ihm das mit. Lass deine Hand außen vor und konzentriere dich auf die Depressionen, denn die sind es, die dir das Leben jetzt schwer machen. Spätestens, nach 78 Wochen Krankheit wegen derselben Diagnose innerhalb von drei Jahren steht das Thema Rente wieder auf der Tagesordnung. Wenn du aber der Meinung bist, es ist nicht mit rechten Dingen zugegangen, kannst du dich auch anwaltlich beraten lassen. Der VdK (früher Reichsbund) leistet hier kostengünstigen Beistand.
      Trotzdem alles Gute für dich, Monika!
      Liebe Grüße Frank

  22. Anonym sagt:

    Hallo Frank,ja ich habe mich schon mit dem Vdk in verbindung gesetzt,ich hoffe die können mich da gut beraten,denn selbst kennt man sich ja nicht so aus in dem Paragraphen Dschungel.Meine Hausärztin ist erst nächste Woche wahrscheinlich wieder da,sie ist selbst krank zur Zeit.Nun ich habe ja am 19.08.den Termin beim Gutachter,mal schauen was der so mit mir veranstaltet,es ist ein Arzt für Neurologie und Psychiatrie.Ich kann nur hoffen das er erkennt was mit mir los ist.Warst du damals auch bei so einem Gutachter?Auf was für Untersuchungen muss ich mich da einstellen? ich hoffe Du kannst mir da helfen.L.G. Monika

  23. Anonym sagt:

    Frank was ich noch vergessen habe,als Hinweis,schreiben sie nochSie halten eine Krankenbehandlung im Rhamen der Krankenversicherung für ausreichend. Es besteht auch aus anderen Gründen kein Rehabilitationsbedarf nach den Vorschriften des Neunten Buchs Sozialgesetzbuch(SGB IX) aber da steht eben kein Paragraphf dabei vielleicht kannst Du mir etwas weiter helfen was das zu bedeuten hat.L.G.Monika

  24. Benno Blues sagt:

    Hallo Monika,
    wenn es um Depressionen geht, führt immer ein Psychiater die Begutachtung durch. Der Kern dieser Untersuchung wird das Gespräch mit dem Psychiater sein. Möglicherweise gibt es auch eine körperliche Untersuchung mit ein paar neurologischen Tests (Finger auf die Nase, auf einem Bein stehen und so etwas). Vielleicht musst du ein paar Fragebögen ausfüllen, vielleicht auch nicht und manchmal wird auch ein EEG geschrieben. Das Wichtigste wird jedoch das Gespräch sein. Hier kannst du dem Arzt deine Schwierigkeiten schildern.
    Die Sache mit der Reha deute ich so: Eine Reha würde deine Arbeitsfähigkeit nicht verbessern. In so einem Fall wird eine Reha immer abgelehnt.

    Liebe Grüße Frank

  25. Anonym sagt:

    Hallo Frank,ich bedanke mich erst mal bei Dir,ich habe am Dienstag einen Termin beim vdk mal sehen was die zur ganzen Angelegenheit sagen.Denn die KK möchte das ich in Wiederspruch gehe wegen der Reha.Nun so ungefähr habe ich mir die Untersuchung beim Neurologenschon vorgestellt,ich danke Dir aber für deine Info.Ich hoffe das Du recht hast in Beziehung auf die Reha.Ich melde mich wieder bei Dir wenn ich mehr weiß.Ich bin froh das ich dich als Zuhörer gefunden habe.L.G.Monika

  26. Anonym sagt:

    Hallo Frank,habe heute von der KK erfahren das der MD von dehnen meine Erwerbsbsfähigkeit als gefährdet ansieht.Die Dame konnte gar nicht verstehen das mir die RV die Reha nicht genehmigt.Ich bin am Freitag bei der Rentenversicherung und werde einen Wiederspruch gegen den Bescheid einlegen.Was meinst Du ob die etwas von der Beurteilung der KK wissen,ob mir der ganze Wiederspruch wegen der Reha was bringt und die mir diese doch noch genemigen.L.G.Monika

  27. Anonym sagt:

    So ich war heute bei der Dame von der DRV und sie hat mir vom Wiederspruch abgeraten und meinte ich solle erst mal den Gutachtertermin wahrnehmen,dann könnte immer noch darüber entschieden ob Reha oder Rente,Wenn 2 Anträge gleichzeitig laufen wäre es nicht gut für die Bearbeitung.Ich habe ja am 19.8. auch noch einen Termin beim VDK und werde es mit denen noch mal besprechen,denn ich habe ja bis zum 27.8 . ja noch Zeit den Wiederspruch zu formulieren,falls die mir doch dazu Raten.Was sagst Du ich habe ja erst mal der KK genüge getan in dem ich den Rehaantrag gestellt habe,zu einem Wiederspruch können die mich ja nicht ZwingenWas sagst Du zu der ganzen Sache?L.G.Monika

    • Benno Blues sagt:

      Ich sehe die Sache so, dass du selbst nicht richtig weißt, was du willst. Du versuchst es allen Recht zu machen, aber was ist mit dir? Da wirst du am Ende irgend etwas bekommen oder auch nichts. Es wird ja nicht deutlich, was DU willst. Willst du nun eine Reha? Dann gehe in Widerspruch. Willst du die Rente? Weshalb hast du dann die Reha beantragt? Werde dir klar darüber, Moni, was du wirklich willst und dann verfolge dieses eine Ziel! Zwingen kann dich niemand zu etwas, was dich betrifft. Du triffst deine Entscheidungen, sonst keiner! Liebe Grüße Frank

  28. Anonym sagt:

    Hallo Frank,ja ich habe mich etwas Verunsichern lasseen durch die KK.Ich bin mir ganz sicher das ich die Rente möchte,die haben mich eben sehr verunsichert mit dem Spruch Reha vor Rente.Vielleicht sollte ich mich von der KK nicht so verunsichern lassen.Jedenfalls machen sie mir jetzt noch ein Schreiben fertig für den Gutachter von der RV.Das schreiben beinhaltet das der MDK der KK mich für erheblich Erwerbsgemindert hält.Soll ich dieses Schreiben dem Gutachter geben,was meinst du?Meine Hausärztin ist zur Zeit für nicht absehbare Zeit selber krank,mit ihr kann ich nicht darüber sprechen.Bei meiner Psychiaterin bin ich erst am 28.8. wiederbestellt,sie ist im Urlaub.Ich bin total fertig mit mir und meiner Welt.L.G.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Monika, gut dass du jetzt wieder weißt, was du willst. Wenn du die Rente willst, musst du keine Reha beantragen. Die Reha ist ohnehin Teil des Rentenbeantragungsprozederes. Das Gutachten des MdK würde ich dem Rentengutachter vorlegen. Was spricht sich für deine Rente aus und das kann nur gut sein. Ich denke auch, dass du die Rente kriegen wirst, aber bis dahin wird es dich wohl noch einige Nerven kosten. Ich wünsche dir viel Kraft hierfür! Alles Liebe! Frank

  29. Anonym sagt:

    VIELEN Dank für deine Unterstützung,ich weiß jetzt 100{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} das ich die Rente will,hab mich nur kurz von der KK ablenken lassen.Ich werde Dir am Montag nach dem ich beim Gutachter war mal berichten wie ich das Gespräch dann empfunden habe.L.G.

  30. Anonym sagt:

    Hallo Frank,nun war ich heute bei dem Gutachter für Psychiatrie und Neurologie.Er hat mich 1 Stunde reden lassen und dann noch einige Bögen ausfüllen lassen.Er ist der Meinung er wird der DRV empfehlen mich zu einem Orthopädischen Gutachter zu schicken,da dort meine Ursache für meine Verstimmungen liegt.Nun war ich heute beim VDK und habe mich beraten lassen wegen der abgelehnten Reha,sie haben mir gesagt ich soll die Absage ignorieren,da ich ja von der KK dazu aufgefordert wurde und eben die DRV ees abgelehnt hat.Da ich ja schon vorher den RA gestellt hatte,bräuchte die DRV den Rehaantrag nicht mehr in einen RA umwandeln.Solle nun den Termin für den Orthopädischen Gutachter abwarten,da ich da eher Erwerbsgemindert eingestuft werde,da ich ja mit meiner einen Hand nicht mehr arbeiten kann.Dies wird der besser Beurteilen können.Was macht so ein Gutachter nun mit mir,kann ja nicht längerals eine halbe Stunde was tun,dann fällt mir alles aus der Hand.Die Damme vom VDK meinte auch ich soll nur an dem Tema Rente dranbleiben ,was ich ja auch nur will.Hab ihr gesagt das ich in Rente möchte und keine Reha.Darum wollen sie jetzt mit mir Kämpfen,falls ich nach dem nächsten Gutachten eine Absage bekomme.L.G.

  31. Benno Blues sagt:

    Hallo Monika, da kommt ja Richtig Bewegung in deine Sache. Ich drück dir die Daumen, dass alles einen guten Ausgang findet. Bislang stehen die Chancen ja nicht schlecht. Alles Gute weiterhin!

  32. Anonym sagt:

    Danke,ich werde weiter Berichten,wenn es was neues gibt.L.G.

  33. Anonym sagt:

    War ja nun vor 1 Woche beim Gutachter,er hat mich verschiedene Tests machen lassen und mich bis in meine Kindheit ausgefragt,dann noch kurz Untersucht.Nun er meinte er kann sich nicht für eine Rente aussprechen,da meine Ursache für die Depressionen im Opthopädischen Bereich sind.Also wird er der DRV empfehlen das ich noch zum orthopädischen Gutachter geladen werden soll.Nun frag ich mich will er mich nur zu einem Anderen abschieben um nicht die Entscheidung treffen zu müssen.Ich will mal hoffen das mich der Orthopäde nicht auch wieder weiterschickt.Nun warte ich noch auf das Schreiben von der DRV.Was sagst Du dazu?

  34. Benno Blues sagt:

    Hallo Monika,
    er will dich nicht abschieben, um keine Entscheidung treffen zu müssen, sondern um dir noch eine Chance auf die Rente zu geben. Er hat sich bereits entschieden. Er hält dich für psychisch gesund und kann deshalb die Rente nicht befürworten. Bleibt nun abzuwarten, was der andere Gutachter über dich denkt.
    Liebe Grüße

  35. Anonym sagt:

    Hallo Frank,nun habe ich heute den Ablehnungsbescheid der DRV bekommen,sie haben einfach den Vorschlag das ich zum Orthopäden noch gehen soll ignoriert.Habe mich gleich mit dem VDK in Verbindung gesetzt,das sie das Psychiatrische Gutachten anfordern und dann den Wiederspruch formolieren.Ich hoffe die können mir weiter helfen.Nun bin ich zwar etwas platt,aber die lehnen wahrscheinlich immer erst mal ab.Sicher müsste ich meine Hand noch extra mitbringen,bis die eine Rente gewähren.L.G.Monika

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Monika, das tut mir leid, dass deine Bemühungen noch nicht von Erfolg gekrönt wurden. Aber laut Statistik wird jeder zweite Rentenantrag abgelehnt. Das du dich an den VdK hältst, finde ich richtig. Viel Erfolg und herzliche Grüße!

  36. Anonym sagt:

    Hallo Frank,ich habe nun mit dem VDK Widerspruch eingelegt,hatte Akteneinsicht bei der DRV da war nichts weiter drin ausser das Gutachten,die hatten von meinen Ärzten nichts angefordert.Das Gutachten habe ich mir in Kopie aushändigen lassen,denn wir brauchten ja das Gutachten zum Widerspruch.Ich habe auch von meinen Fachärzten neue Atteste schreiben lassen,damit wir aktuelle Sachen dazu legen können.Ich hatte ja auchan den Pettitionsausschuß des Deutschen Bundestages geschrieben und Ihnen meine Situation geschildert,wie unsauber die DRv arbeitet bei uns.Habe nun Antwort bekommen von Berlin,das sie sich darum kümmern werden.Nun bin ich mal gespannt wie die DRV darauf reagiert.So das war das neuste von mir,ich kämpfe also immer noch,nur wer nicht kämpft hat schon verloren.L.G.Monika

  37. Anonym sagt:

    Das war eine gute Idee mit dem VdK. Und du hast recht: Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Im Moment hört sich das alles sehr hoffnungsvolle für dich an. Also weiterhin alles Gute!

    Liebe Grüße

  38. Anonym sagt:

    HALLO Frank,habe nun mit dem Vdk meinen Widerspruch eingelegt und gleichzeitig neue Arztberichte vom Orthopäden und von der Psychiaterin .Denn sie sind beide der Ansicht,das ich erwerbsbemindert bin und bitten beide darum mich einem Gutachter vorzustellen,der sich in beiden Gebieten auskenn,da meine Krankheit im Zusammen hang begutachtet werden müsse.Bin nun ja gespannt wie sie auf meinen Widerspruch reagieren,natürlich weiß ich ja nun nicht wie sie auf meine Petittion reagieren werden,denn die ist von Berlin nach Dresden an den Landtag verschickt worden und die sollten es weiter bearbeiten und ihre Meinung der DRV kundtun.Denn die dürfen ja nichts anordnen,sondern nur Empfehlungen geben,wie die Sache abgeschlossen werden soll.L.G.Monika

  39. Anonym sagt:

    Habe eu rente eingereicht bin im Widerspruch Klage ist beim Sozialgericht eingereicht. Musste auch schon zum Gutachter der vom Gericht bestellt worden ist er hält mich für 8 std voll arbeitsfähig. Meine Ärzte bescheinigen mir nur halbschichtige Leistungsfähigkeit selbst aus der Kur bin ich nur als halbschichtig arbeitsfähig entlassen worden. Habe chronische Schmerzen der Gutachter mein mit 50 wär ich ja noch nicht so alt ich solle mich mehr bewegen. Was soll ich nur tun das Gericht fragt ob ich die Klage zurücknehme weil ich keine Aussichten auf Erfolg hätte. Nur dieser eine Gutachter zählt alle anderen Berichte werden ignoriert sogar von der Kurklinik. Ich bin total verzweifelt habe bald keine Kraft mehr zu kämpfen.

    • Anonym sagt:

      Hast du einen guten Anwalt, der auch mit der Materie vertraut ist? Ich kann dir die Anwälte des VdK empfehlen. Die kennen sich mit Problemen um die Rente aus. Wenn deine Ärzte der Meinung sind, du könntest nicht arbeiten und du auch dieser Meinung bist, dann wird sich auch ein Gutachter finden, der dies so bescheinigt. Ich würde ein weiteres Gutachten beantragen.

    • Anonym sagt:

      Hallo
      Ich habe einen Anwalt der Gewerkschaft aber man nimmt sich nicht die Zeit mit mir das Gutachten mal durchzugehen und nach Unstimmigkeiten zu suchen. So habe ich selbst die Arbeit gemacht und habe z.B. festgestellt das bei der Widergabe des Wortlauts durch den Gutachter aus Berichten meiner Ärzte Sätze wo ganz klar von einer halbschichtigen Leistungsfähigkeit die Rede ist diese einfach weggelassen wurden. Mein Anwalt sagt mir das die Klage wohl scheitern wird, ich könnte dann gegen das Urteil Berufung einlegen und in der Berufung ein Privatgutachten vorlegen. Auf die Frage warum meine Befundberichte von 5 Ärzten die alle eine halbschichtige Leistungsfähigkeit attestieren ignoriert werden, darauf bekomme ich nur die Antwort das dies als Gefälligkeit meiner Ärzte interpretiert wird das wäre immer so. Dieses Privatgutachten jetzt zu machen davon hat der Anwalt mir abgeraten. Er rät mir das Gutachten mit meinen Ärzten zu besprechen nur die sagen das wäre zu aufwendig das würde den Rahmen der Sprechstunde sprengen wenn ich dies wollte müsste ich einen längeren Privattermin gegen Bezahlung vereinbaren, der Arzt rät mir ich soll erst mal alles so laufen lassen. Das Sozialgericht würde sich melden wenn eine Stellungnahme gebraucht würde. Wenn ich etwas in Gutachten zu beanstanden hatte habe ich dies selbst geschrieben und der Anwalt hat es weitergeleitet. Es wird alles nur per Telefon besprochen.

      LG

    • Anonym sagt:

      Ich denke, du wirst icht gut genug vertreten von deinem Anwalt. Er setzt sich nicht ein für dich, hat keine Ideen und zeigt keine Initiative. Er nimmt ja alles, wie es kommt. Da braucht man keinen teuren Anwalt. Er soll doch für dich KÄMPFEN! Das tut er offensichtlich nicht. Vielleicht wendest du dich doch besser an einen geeigneten Anwalt. Man kann doch nicht einfach die Fachmeinung von 5 Ärzten in den Wind schießen. das darf auch ein Gericht nicht tun. Ich würde den Anwalt feuern…

    • Anonym sagt:

      Das Problem ist ich habe keine Rechtsschutzversicherung und ein freier Anwalt ist teuer. Und das Sozialgericht schreibt nach jedem Einwand von mir den Gutachter erneut an und fordert eine neue Stellungnahme und ob er seine Meinung ändert. Nur der Gutachter meint er wäre wohl Herr Gott und schreibt das es keine Änderung gibt und er auch keine Veranlassung sieht das ein weiteres Gutachten gemacht werden muss. Ich kämpfe jetzt seit 2 jahren jetzt ist seit 7 Monaten Klage eingereicht und das Gericht hat nur diesen einen Gutachter bestellt. Ich glaube ich kann auch nicht den Anwalt von der Gewerkschaft wechseln die geben mir bestimmt keinen anderen.

    • Anonym sagt:

      Die Gewerkschaft ist bestimmt geeignet, die Rechte von Arbeitnehmern durchzusetzen. das ist ihre Stärke und das ist ihr Profil. Hier geht es um deine Rente. Da ist der VdK Experte. Der VdK funktioniert ähnlich wie eine Rechtsschutzversicherung. Es gibt aber keine Wartezeiten und es ist auch nicht so teuer. Guck es dir doch einfach mal an. Ich komme mir hier schon fast vor wie ein Werber. Deshalb an dieser Stelle genug zum Thema Vdk. Es ist ja auch nur ein Tipp…

  40. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich bin 52 und konnte mich endlich aufraffen, zu eine Arzt zu gehen.
    Erst war ich beim Kreisgesundheitsamt, das hat mich an den Hausarzt weitergeleitet.
    Beide sind zu dem Ergebnis "schwere Depression" gekommen.
    Der Arzt hat mir Tabletten verschrieben – abwarten, ob die wirklich helfen.
    Des weiteren soll ich zu einem Psychiater gehen, eine Überweisung habe ich bekommen.

    Nun denke ich daran, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen.
    Das hatte ich vor 2 Jahren wegen anderer Gesundheitsprobleme schon einmal gemacht, der Antrag wurde aber abgelehnt (max. 20{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}).

    Kann ich mit der ärztlichen Diagnose "Depression" einen neuen Antrag stellen oder ist es besser, das Urteil von dem Psychiater abzuwarten?

    Wie ist es mit Erwerbsminderungsrente?
    Ich habe gelesen, dass man dazu stationär in eine Klinik müsste – das will ich auf keinen Fall.

    Gruß, der Anonyme

    • Anonym sagt:

      Besser ist es zu warten, bis du beim Psychiater warst. Wenn du es eilig mit deinem Schwerbehindertenausweis hast, kannst du Im Grunde aber auch schon jetzt den Antrag schon stellen. Es ist richtig, dass das Urteil eines Facharztes mehr wiegt als das deines Hausarztes. Im Zuge des Antrages musst du deine Ärzte dann von der Schweigepflicht entbinden. Hier müsstest du dann den Psychiater nennen, zu dem du gehen willst.
      Für die Feststellung der Arbeitsfähigkeit wird man dir eine Reha anbieten. Es gilt der Grundsatz Reha vor Rente. Das ist immer so. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Wenn dir ein Facharzt bescheinigt, dass du nicht Reha-fähig bist, dann bleibt dir das erspart. Ich selbst habe die Rente auch ohne Reha bekommen.

      Liebe Grüße

  41. Anonym sagt:

    Hallo
    Ich bin Elisabeth und bin 58 Jahre alt.
    Ich bin hier ganz zufällig auf deine Seite gestoßen, da ich in Kürze einen Gutachtertermin beim Neurologen habe und ich unbedingt wissen möchte, wie ich mich verhalten soll. du hast mir mit deinen Seiten schon ein ganzes Stück weiter geholfen. Da ich seid 2011 einen Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente gestellt habe, sie zwei mal abgelehnt wurde und ich nun beim Sozialgericht klage, habe ich Angst, das ich auch da scheitern werde, so wie es aussieht habe ich wenig Chancen den Prozess zu gewinnen. Ich leide unter mittelschwerer Depression, habe Tinnitus beidseitig, linkes mehr als rechts, links ein pulsierender Tinnitus. Bin auf beiden Ohren zu 60-70 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} Schwerhörig. mit Drehschwindel, Morbus Meniere. Habe Herzrhythmusstörung, Bandscheibenvorfall 5und 6 Halswirbel, wurde daran operiert, aber habe wenig Verbesserung dadurch bekommen, die Schmerzen sind noch da. Leide unter ständiger Hals und Nackenverspannung, ist schon Chronisch, ich kann mich nicht lange konzentrieren und werde schnell müde. Besitze einen Schwerbehindertenausweiß von 70 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}. Ich kann schon lange keine richtige Arbeit mehr nachgehen, von Arbeitsamt bekomme ich keine Leistungen. Bin im den Sinne auch nicht Krankenversichert. Nun habe ich seid ein paar Monaten eine kleine Arbeit als Haushaltshilfe angenommen, das sind zwei bis drei Stunden in der Woche, die ich kaum noch schaffe, da mir der Antrieb und die Kraft dazu fehlt, hinzu kommt, das mir immer bei Anstrengung und Angst, es nicht zu schaffen schwindlig wird. Aber ich musste es machen, damit ich bei der Krankenkasse versichert bin. Ich lebe bei meinen Freund, der schon für alles weitere aufkommt, damit kann ich ihn nicht auch noch belasten. Ich habe schon drei Gutachter durch und alle waren sie der Meinung ich könnte noch sechs Stunden und mehr arbeiten gehen. Ich neige dazu alles immer zu verschönern, und schäme mich für meine Krankheit und das ich nicht mehr belastbar bin. Ich war auch vor jedem Gutachten so aufgeregt das ich oft nicht wusste was ich gesagt habe. Ich war einfach nicht richtig darauf vorbereitet gewesen. Meine Frage ist, was muss ich tun und wie verhalte ich mich in meiner Situation richtig, denn ich habe große Angst davor und kann jetzt schon nicht mehr schlafen. Liebe grüße von mir

  42. Anonym sagt:

    Hallo Elisabeth,
    mit deiner Scham stehst du nicht allein da. Durch meinen Blog erlebe ich, wie viele Menschen unter Depressionen leiden, aber wie wenig imstande sind, offensiv damit umzugehen. Wenn du dich aber versteckst mit deinen Symptomen und Beschwerden, dann ist es nur folgerichtig, dass dich deine Mitmenschen nicht adäquat behandeln. Sie können nur auf das reagieren, was du ihnen zeigst, auch deine Ärzte. Besonders wichtig ist es, dass deine Ärzte erfahren, wenn es dir schlecht geht. Alles was du durchmachst, aber nicht aktenkundig gemacht wird, kann auch nicht mit in irgend welche Bewertungen einfließen.
    Wenn du aufgeregt bist, weil du zum Arzt musst, und befürchtest, die Hälfte zu vergessen, dann schreib dir doch alles vorher auf, was du mitzuteilen hast. Ich bin, als es mir noch richtig schlecht ging, immer mit einem Spickzettel in die Sprechstunde gegangen. Das ging gar nicht anders. Wenn du ohne Hilfsmittel in die Sprechstunde gehst, hinterlässt das am Ende womöglich den Eindruck, dass du alles im Griff hast, dich bestens konzentrieren kannst und nicht vergesslich bist. Bei der Diagnose Depression ist aber gerade dies ein wichtiges Symptom.
    Als ich zum Gutachter musste, habe ich ihm eine ausgearbeitete Symptomliste übergeben, die er dann mit in die Beurteilung einfließen ließ. Du kannst dir diese Liste beispielhaft einmal ansehen. Du findest sie hier: http://www.was-ist-depression.net/2013/01/symptome-anzeichen-und-beschwerden-der.html

    Alles Gute für Dich!

    Benno

  43. Anonym sagt:

    Hallo Benno
    Danke für deine Zeilen, ja ich weis das ich durch meiner Scham, ein falsches Bild von mir gezeigt habe, bei dem letzten Gutachter, bei dem ich war( ein Orthopäde, wo ich fehl am Platz war, ) hatte ich mir auch schon einen Spickzettel mit genommen, er wollte den überhaupt nicht haben, ich habe dann immer wenn ich eine Frage nicht genau wusste oder beantworten konnte, auf meinem Zettel gesehen, das hat ihn irgendwie gestört. Ich war am Ende nervlich so fertig, hab nur noch geweint und er meinte, was ich bei ihm zu suchen hätte, ich hätte zu einem Neurologen geschickt werden müssen, da ich Psychisch belastet bin. Das wollte er auch in seinem Gutachten berücksichtigen, aber das hat er dann doch nicht getan und hat statt dessen geschrieben, eine weiteres Gutachten müsste nicht gestellt werden, ich könnte noch mehr als sechs Stunden arbeiten. Ich habe dann meinen Rechtsanwalt beauftragt ein weiteres Gutachten beim Sozialgericht anzufordern, da warte ich jetzt drauf, genehmigt wurde es schon, leider sollte ich mich bei dem Gutachter vorstellen bei dem ich schon mal in Behandlung war, bei diesen Neurologen habe ich die Behandlung im letzten Jahr abgebrochen, er hat mich nie für voll genommen, immer gesagt, ich müsste mit dieser Behinderung leben. Nun soll ich bei ihm ein Gutachten machen lassen…… das habe ich sofort abgelehnt.
    Auf alle Fälle werde ich deinen Rat befolgen und mir eine Liste anfertigen.
    ich danke dir
    LG Elisabeth

  44. Anonym sagt:

    Hallo habe zum Glück eure Seite Gefunden. Ich bin 55 Jahre männlich verh. und habe drei Kinder.
    Über Jahre habe ich versucht mit meinen Ängsten, Krankheiten u. Depression alleine fertig zu werden bis vor 4 Wochen da hatte ich einen
    Schlaganfall auf der Autobahn beim fahren. Hatte an einem Tag alle meine Schutzengel abgerufen.
    Das volle Programm Intensiv u. 3 Wochen Krankenhaus hatte verdammtes Glück bis auf einwenig Lippen schief u. Strom im Arm
    nichts bisher zurück geblieben, natürlich die Angst so etwas könnte noch mal kommen.
    Im Krankenhaus habe ich eingesehen so geht das nicht weiter.

    Auf Empfehlung der Klinik hatte ich ein Konsilgespräch in einer Psychosomatik Klink leider bekomme ich erst in 8 Wochen
    einen Stationären oder in 3 Monaten einen ambulanten Termin. Eigentlich geht das finanziell gar nicht.
    Da ich dem Stress aber nicht mehr gewachsen bin denke ich an Rente.

    Hier haben die Beiträge von Frank mir aus meiner Seele gesprochen. So kann u. darf das nicht weiter gehen.
    Meine erste Frage an euch ich war bis 2012 fünf Jahre im Harz 4 Bezug habe aber immer noch einen Minishop gehabt.
    Seit Januar 2012 bin ich selbstständig u. arbeite dazu 2 x die Woche 8 Stunden sozialversichert.
    Mein Frage bei Antragstellung auf Erwerbslosenrente werden die letzten fünf Jahre Beitrag herangezogen,
    reichen da die Jobcenterbeiträge u. mein Minishop oder hab ich da Probleme?
    Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    Gruß friedrich 55

    • Anonym sagt:

      Aus den Richtlinien der Deutschen Rentenversicherung konnte ich folgendes ermitteln:

      Versicherungsrechtliche Voraussetzungen
      Neben den medizinischen sind außerdem folgende ver­
      sicherungsrechtliche Voraussetzungen erforderlich:
      > Sie müssen mindestens fünf Jahre versichert sein
      (sogenannte allgemeine Wartezeit).
      > In den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbs­
      minderung müssen drei Jahre mit Pflichtbeiträgen
      für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit
      belegt sein (besondere versicherungsrechtliche
      Voraussetzung).
      ­
      Für die Wartezeit zählen mit:
      > Beitragszeiten (Pflichtbeitragszeiten, unter bestimm­
      ten Voraussetzungen zum Beispiel auch Zeiten des
      Bezuges von Krankengeld, Arbeitslosengeld, Arbeits­
      losengeld II – vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember
      2010 – oder Übergangsgeld, Zeiten der Kindererzie­
      hung, Zeiten der nicht erwerbsmäßigen häuslichen
      Pflege, freiwillige Beitragszeiten),
      > Ersatzzeiten (zum Beispiel Zeiten der politischen
      Verfolgung in der DDR),
      > Zeiten aus einem Versorgungsausgleich bei Schei­
      dung,
      > Zeiten aus Zuschlägen für eine geringfügige Beschäf­
      tigung (vor 2013 versicherungsfreier 400­Euro­
      Job, ab 2013 von der Versicherungspflicht befreiter
      450­Euro­Job),
      > Zeiten aus einem Rentensplitting.

      Um es aber genau zu erfahren, würde ich an deiner Stelle einen Beratungstermin bei der Rentenversicherung vereinbaren. Dort wird man kompetent über alle Sachverhalte in Kenntnis gesetzt.

  45. Anonym sagt:

    Hallo. Ich lebe auch mit einer Depression, bin gerade deswegen krank geschrieben. Heute musste ich zum MDK, der hat mich wieder arbeitsfähig geschrieben.Der Arzt meinte, jeder hat Probleme mit Belastungs- und Prüfungssituationen und Stress sowieso. Ich weinte, ich konnte nicht anders. Er fragte mich nach meinen Symptomen, ich konnte kaum was sagen, ich war irgendwie wie abwesend. Hintergrund meiner Erkrankung ist meine Kindheit. Ich habe eine gewalttätig autoritär Erziehung genießen dürfen. Unter ständiger Angst gelebt und emotional vernachlässigt worden. Ich kannte das nicht, das Eltern Ihre Kinder in den Arm nehmen. Ich bin auch so jemand, Augen zu und durch, du schaffst das, was willst du sonst machen – ich habe halt immer Verantwortung für mich übernommen, gekämpft und überlebt – ich habe jetzt aber keine Energie mehr. Dieses Jahr, als ich nach zweijähriger Anstellung als Assi der GF gearbeitet habe und Stress, Stress Stress, Kritik und wechselnde Regeln meinen Alltag bestimmt haben –> Burnout. Ich wollte eigentlich nur noch tot sein, um dem ganzen zu entkommen. Ich komme mit Veränderungen nicht klar, komme mit Autoritätspersonen nicht klar, Habe ständig und vor allem Angst, ich verstehe bestimmte Verhaltensweisen nicht, kann kaum Entscheidungen treffen und meine psychologischen Test deuten auch auf große psychische Probleme hin. War dieses Jahr stationär auf einer Psychosomatischen – das tat gut. Endlich Menschen um mich, die nicht anders sind als ich. Denen es auch so geht. Die mit dem täglichen Leben und Druck nicht zurecht kommen. Ich komme mit Druck nicht klar. Wenn man als Kind nicht diese Liebe und Sicherheit erhalten hat, wie soll man diese als Erwachsenen spüren? Ich arbeite daran seid ich nicht mehr bei den Eltern lebe, zu denen habe ich keinen Kontakt. Heute geht es mir nicht gut. Nicht gut. Ich habe versagt, ich konnte den Arzt nicht von meinem Leidensdrucks überzeugen. Ich habe versagt, wie immer.

    Jetzt habe ich überlegt, ob ich eine solche Rente und einen Schwerbehindenausweis beantrage, um endlich mehr Ruhe zu haben. Weil ich schaffe das alles nicht mehr, dieses Hamsterrad. Das macht mich kaputt. gestern ging es mir noch einigermaßen und heute geht es mir schlecht. Ich bin halt nicht so stabil. Mal so, mal so. ich kann das aber nicht in 5 Minuten zusammenfassen und schon gar nicht vor einem FREMDEN. Ich dachte, es geht aufwärts, da grätschen die mir da rein…

    Augen zu und durch.

  46. Benno Blues sagt:

    Hallo du,
    ich möchte dich einladen, dein Motto "Augen zu und durch" an den Nagel zu hängen. Damit schädigst du dich selbst. Auf diese Weise werden deine Probleme nur größer. Deine Geschichte kommt mir sehr vertraut vor. Die könnte ich auch geschrieben haben. Wie ähnlich sich doch depressive Menschen oft sind? Ich finde die Idee gut, die Erwerbsminderungsrente zu beantragen. Du kommst doch so nicht zur Ruhe. Selbst eine Therapie wäre vermutlich jetzt zu anstrengend für dich. Und ich rate dir, zum Psychiater zu gehen, wenn du dich schlecht fühlst. Wenn du dich dreimal in der Woche so mies fühlst wie, als du deinen Kommentar hier schriebst, dann gehst du eben dreimal in der Woche dorthin. Eben nicht mehr alles aushalten nach dem Motto "Wird schon wieder!" Eben nicht mehr mehr alles mit dir allein abmachen. Hol dir Hilfe! Sag, dass du nicht mehr kannst! Niemand wird kommen und dir Hilfe anbieten. Das gibt unser System leider nicht her. Bei psychischen Beschwerden wäre dies aus meiner Sicht aber eine notwendige Unterstützung. Die gute Nachricht ist jedoch: Ich war auch mehrmals an diesem Punkt, wo du jetzt stehst – es geht vorbei, wenn du dich auf die Depression einlassen kannst, aber nicht nach dem Motto "Augen zu und durch!"

    Alles Gute für dich!

    Benno

  47. Anonym sagt:

    Hallo Frank,

    ich war 2007 zwei Jahre lang an Burn Out erkrankt und lies mich dann auch Scheiden
    ( war auch gut so ). Stieg dann 2009 von 0 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} sofort 100 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} wieder in mein Job ein in einer neuen Firma ein. Lief auch alles Bestens. Ok ich kam von Zeit zur Zeit schon an meine Grenzen ganz besonders Ende 2010 und zog mich dann so 2011 durch. Wechselte dann auch Ende 2011 meinen Job da ich am Anschlag war. 2012 erkrankte ich erneut wegen Erschöpfungszuständen und der Diagnose " Posttraummatische Belastungsstörung". Ich geh im April 5 Wochen in eine Psychosomytische Reha.
    Seit 2007 bin ich ein Mal in der Woche in psychologischer Behandlung und nehe Psychopharmika das ich über die Runden komm. Lebensfreude und Lebensenergie hab ich nur sehr wenig aber meine Frau und meine zwei Kinder halten mich am Leben und geben mir die Kraft nicht aufzugeben. Mein Arbeitgeber hat mir meine leitende Stellung im Betrieb wegen einer krankheitsbedinkten Kündigung rausgeschmissen. Er hat sogar vor Gericht recht bekommen das hat mich zusätzlich total fertig gemacht.
    Was bringt mir die Reha ???
    Wie geht es finanziell weiter ??? Aktuell bekomme ich von Arbeitsamt noch bis November Geld dann nicht mehr. Das macht mich jetzt schon fertig.
    Wenn ich in der Reha bin und sage wie sieht es mit Erwerbsminderungsrente aus dann könnte man ja meinen ich habe es nur auf die Rente abgesehen, das wäre ein falscher Eindruck. Ich brauch aber das Geld um über die Runden zu kommen als Familie.
    Ich wäre froh ich könnte in meiner leitenenden Tätigkeit weiter schaffen, dass können Sie mir glauben.
    Wie soll ich mich in er Reha verhalten und was soll ich tun damit ich Rente bekomme???? Das macht mir einfach Angst………………………….

    • Benno Blues sagt:

      Ich kann deine Sorgen gut nachvollziehen. Was passiert, wenn das Arbeitslosengeld ausläuft? Dann wirst du auf Hartz4 gesetzt. Eine Vermittlung in einen neuen Job bei dieser Vorgeschichte halte ich für unwahrscheinlich. Deshalb ist der Weg in die Rente aus meiner Sicht der beste Weg. Dann bist du finanziell erstmal für drei Jahre abgesichert und kannst in dieser Zeit schauen, wohin die Reise gehen soll.
      Sieh also zu, dass man bei der Reha auf "Rente" entscheiden wird. Das ist deine beste Chance. Wie sollst du dich verhalten? Zeig, dass du erschöpft bist. Zeig, dass du Angst vor der Zukunft hast. Zeig, dass du dich schämst, die Rente zu beantragen, sie dir aber doch sehnlichst wünscht.
      Wichtig ist, dass du dir klar wirst, was du willst und auch dafür eintrittst. Wenn es ein falscher Eindruck ist, dass du die Rente willst, was wäre dann der Eindruck, den du hinterlassen magst? Etwa, dass du die Rente nicht willst und lieber arbeiten würdest? Was glaubst du, wie man dann entscheiden wird? Oft gehen die Menschen in so eine Situation und hoffen, dass die Gegenseite schon sehen wird, was angebracht ist und dann auch das beste tun wird, auch gegen ihren vermeintlichen Willen. Das ist aber eine fatale Fehleinschätzung und oftmals nur falsche Bescheidenheit, die zu nichts führt. Wenn du die Rente willst und auch davon überzeugt bist, dass du sie haben solltest, dann bekommst du sie auch. Wenn du zweifelst, wird der Gutachter auch zweifeln und im Zweifelsfall wird er wohl eher zugunsten seines Auftraggebers entscheiden. Ist das so nachvollziehbar?

      Liebe Grüße Benno

  48. Anonym sagt:

    Hab noch vergessen dass ich 2007 und 2008 schon mal in einer psychosomatischen Kur war wegen meinem Burn Out. Hatte damals nicht so die Verantwortung wie heute mit einer Frau und zwei Kindern.
    Hab einfach Angst dass die mir die erwerbsminderungsrente nicht geben wollen obwohl ich sehr Krank bin mit der PTBS.

    Vielen Dank
    Helmut S.

  49. Anonym sagt:

    Hallo,

    ich leide seit Jahren unter chronischen Depressionen.
    Habe verschiedene Therapien hinter mir und schließlich 2011 einen sechswöchigen Klinikaufenthalt in einer psychosomatischen Klinik für Verhaltenstherapie. Ich leide unter Angst- und Panikattacken wenn ich bei der Arbeit unter Stress komme und nehme Antidepressiva seit 2006 mit Unterbrechung.
    Musste deshalb bereits 2 Jobs aufgeben weil ich es nicht mehr gepackt hatte und war knapp 2 Jahre arbeitslos. Ich wollte eigentlich keine Führungsposition mehr, aber mit 57 Jahren war ich froh, dass ich diesen Job als Abteilungsleiter bekommen habe.
    Die Arbeit machte mir Spaß und ich hatte ein gutes Team an meiner Seite. Nach einem Meeting, bei dem ich persönlich angegriffen wurde war dann alles wieder wie vorher. Keine Chance zur Gegenwehr, Herzrasen, Panik und der Wunsch nichts wie raus hier. Ich bin wieder ganz unten und krank geschrieben – jetzt reicht's mir ! Ich hab es noch einmal versucht aber mich bekommen keine 10 Pferde mehr an diesen Arbeitsplatz zurück. Das andere Problem wird wohl sein, dass ich im Fall einer Kündigung kein Arbeitslosengeld erhalte, weil ich bis November 2012 welches bezogen hatte. 2013 hatte ich dann nur 450er Jobs.
    Welche Vorgehensweise ist jetzt am besten um Erwerbsminderungsrente zu beantragen?

    Grüße
    Richi

  50. Benno Blues sagt:

    Hallo Richi,
    es tut mir leid, wie es dir erging. Diese Erfahrung hättest du nun wirklich nicht mehr gebraucht. Ich rate dir, schnellstens die Schwerbehinderung zu beantragen. Du musst deinen Arbeitgeber hiervon unterrichten. Das ist wie ein vorläufiger Kündigungsschutz, natürlich nur so lange, wie dem Antrag am Ende auch entsprochen wird. Wenn es für dich aber eh kein zurück gibt, wie du schreibst, kannst du eigentlich nur gewinnen. Ja und dann würde ich dir einen Rentenantrag empfehlen. Bei mir hat das Arbeitsamt seinerzeit Überbrückungszahlungen geleistet, bis die Rente genehmigt war. Ich wünsche dir, dass du einen für dich guten Weg findest! Liebe Grüße Benno

  51. Anonym sagt:

    Die Liste der Beschwerden ist nicht mehr aufrufbar. Schade, könnten Sie diese wieder online stellen?
    Danke

  52. Anonym sagt:

    hallo ,
    ich leide auch ständig unter panikattacken und Depressionen ,ich war 17 jahre lang alkohohlkrank habe es geschafft nicht mehr zu trinken, ich bin jetzt 47 jahre alt würde auch gerne die erwerbsminderungsrente einreichen ,aber ich wohne nicht mehr in Deutschland und bin auch nicht mehr dort krankenversichert meine frage kann ich denn trotzdem einen antrag ausfüllen?

  53. Benno Blues sagt:

    Ich glaube nicht, dass ich zu deinem Fall verlässliche und hinreichende Aussagen machen kann, weil ich a) zu wenig über dich weiß und b) der Fall kompliziert scheint. Grundsätzlich können Erwerbsminderungsrenten auch ins Ausland gezahlt werden, wenn die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. In Ländern der EU ist das problemlos möglich. In Ländern außerhalb der EU gibt es möglicherweise Einschränkungen. Bitte wende dich mit deinem Anliegen direkt an eine Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung.

    Liebe Grüße Benno

  54. Anonym sagt:

    Hallo,

    ich habe seit 1996 Depressionen mit einer Angststörung. 2 Klinikaufenthalte und seit 2001 bis 2013 hatte ich eine Psychotherapie. Ich habe 2013 eine Verlängerung beantragt, aber von der Krankenkasse abgelehnt, weil meine Kontigent erschöft war. Jetzt klage ich vor dem Sozialgericht. Zusätzlich waren Zwangsgedanken hinzugekommen. Die Gutachter der Krankenkasse sehen kein Erfolg mehr, aber mein Therapeut aber. Ich war seit 2001 arbeiten und nicht weiter krank geschrieben auf meine Krankheit. Jetzt bin ich seit Januar krank und letztes Jahr seit Juli immer mit Unterbrechung. Ich bin zu 40{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} Behindert und auch gleichgestellt. Ich bin krank weil ich aus einem Büro mit einer Person in ein Büro mit 5 weiteren Personen umziehen musste und ich mit der ständigen Anwesendheit der Personen nicht klar komme. Auf ein Attest meiner Neurologin hat mein Arbeitgeber nicht reagieren wollen. Er hätte mich nur in ein kleines anderes Büro umsetzen brauchen, dann wäre ich vielleicht mit dieser Umstellung irgendwie klar gekommen. Das Büro war auch vorhanden, man hätte halt nur die Kollegen umsetzen brauchen. Aber man wollte wohl nicht. Ich hatte mich seit Jahren stark für den Betriebsrat gemacht (war also Betriebsratsmitglied). Jetzt bin ich seit Januar krank und in ein paar Tagen gehe ich zur Reha. Ich hatte mich an eine Beraterin vom Gesundheitsamt /Psychatrischer Dienst gewandt. Ich sagte der Beraterin das ich nicht mehr weiter weiss und nicht mehr weiss wie ich wieder arbeiten gehen soll und das den ganzen Tag. Sie hat daraufhin die Reha betrangt und ist auch sofort genehmigt worden. Ich möchte nicht mehr den ganzen Tag arbeiten und irgendwie dort durchhalten. Die Beraterin meinte, dass in der Reha geschaut wird, ob ich überhaupt erwerbsfähig bin.
    Eigentlich möchte ich arbeiten, aber ich will aber auch nicht mehr jeden Tag Angst haben auf den Weg zur Arbeit und was dort wieder geschehen ist. Ich weiss auch nicht ob weniger arbeiten die Lösung ist.
    Frage: sollte man dort sagen, dass man eigentlich arbeiten möchte, oder eher nicht? Ich möchte eine Erwerbsminderungsrente beantragen, weil ich einfach den Anforderungen nicht mehr gewachsen bin. Ganz erwerbsunfähig zu sein, kann ich mir nicht vorstellen, dass man mir das gibt. Ich war einfach so blöd mich immer hinzuschleppen und zu überwinden. Das man sicher denkt es ging doch alle die Jahre. Also sollte man sagen, dass man arbeiten möchte oder eher nicht?
    Vielen Dank. Anne

  55. Anonym sagt:

    danke ,für die schnelle Beantwortung ,ich glaube auch das es sehr kompliziert werden kann ,ich wohne in der türkei ,und habe hier auch leider keine ärztliche unterlagen, aber ich werde mal mit dem Beratungsteam sprechen.lieben dank,

  56. Anonym sagt:

    Hallo, ich bin Meggie,
    ich bin 52 Jahre alt und habe schon mehrere auch schwere Depressionen hinter mir. Zur Zeit arbeite ich 62 Stunden im Monat. Habe einen epileptischen Anfall gehabt, die ich unter Antidepressiva bekommen, da mein Lamotrigin Spiegel nicht ausreichen war. Nun bin ich überhaupt nicht mehr belastbar. Wenn ich mich erwerbsunfähig melden will, wie ist es dann mir der Mitversicherung unseres Kindes? Er ist 14 Jahre und noch bei mir mitversichert, da mein Mann selbstständig ist und unter der Beitragsgrenze liegt, da er nicht so viel verdient.
    Wäre das Kind dann noch bei mir mitversichert?

  57. Anonym sagt:

    Noch mal Meggie,
    ich habe meine Erwerbsminderungsrente ausgerechnet, sie würde bei 628 € liegen, ohne Sozialabgaben…

  58. Benno Blues sagt:

    Hallo Meggie,
    aus meiner Sicht, kann dein Sohn bei dir versichert bleiben. In der Regel wird das Kind immer beim einkommensstärksten Elternteil versichert. Wenn du das bist, bleibt also vermutlich alles beim Alten. Die Voraussetzungen für eine Familienversicherung bei Rentenerhalt kannst du hier nochmal nachlesen:

    http://rentenberatung-aktuell.de/krankenversicherung/beratungsbereiche-krankenversicherung/228-familienversicherung.html

    Wenn du es aber genau wissen willst, solltest du noch einmal bei deiner Krankenkasse nachfragen.

    Liebe Grüße Benno

  59. Anonym sagt:

    hallo frank
    hats du meine E-Mail erhalten? habe dir heute geschrieben aber noch keine antwort bekommen.
    lg
    andrea

  60. Anonym sagt:

    Sorry, hab leider keine Mail erhalten 🙁

    frank

  61. Anonym sagt:

    hallo.. ich habe die berichte hier mit intresse verfolgt…ich bin seit einem
    jahre wegen depression krank geschrieben…hätte mir wahrscheinlich schon
    vorher hilfe holen sollen… kurz geschrieben suzid von ehemann ist war schon 23 jahre her,damals 2 kleine kinder 2 und 6 ,tod vater 1 jahr später
    dann 21 ehe und scheidung , oktober 2012 od der mutter und umug der firma und ich fühle mich da nicht mehr wohl…habe da nur u hören bekommen ich schaffe nicht genug und wurde auch gemeiden.ich arbeie 40 jahre in dieser klinikund bin nun 58,im mai 2013 bin ich zusammen gebrochen und hae auch nur noch ein gewich von 47 kg bei 171 cm..bin seid dem krankgeschrieben und ab sep.in psy.behandlung … bisher 5 x gruppentherapie und 22 x einzel therapie..ich war nach ablehnung durch die rv nun 7 wochen zur einer reha in einer psy.klinik.von den 7 wochen war ich 6 tage in einem normalen krankenhaus da ich aus unerklärten
    grnden umgefallen bin und bewußtlos (was mir shon öfters vor der reha und nach der reha passiert ist) ich soll je noch ins mrt weil sie am herzen qwas gefunden haben.bei der reha habe ich mich gu aufgehoben geflüllt,alle haen da ja probleme mi der psyche und keiner ha mich für
    arbeistfaul gehalten.ich wurde als krank dort entlassen da der arzt meinte ich bin zu einer eingleiderung von 2 std.noch nich geeignet bin..
    bekomme auch psychopharmaka und schlaftabletten..nein arzt will mich demnächst wieder eingliedern….ich schaffe das aber nicht und möche auch die rente einreichen.. antrag wg.schwerbehinderung habe ich schon gestellt.nach der reha habe ich wieder viele rückschritte gemacht und traue mich nich zu sagen das ich die rente beanragen möche und keine eingleiderung haben möchte …die denken dann wieder ich bin faul …ich bin total verzeifelt und weiß nicht wie ich das hin bekomme… fr eine anwort währe ich wirklich dankbar

  62. Benno Blues sagt:

    Hallo anonym vom 12.05.14 20.55,
    ich kann gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Ich fühlte einst auch so wie du, glaubte, die Rente nicht verdient zu haben. Ich fühlte mich als Schmarotzer und Sozialbetrüger. Aber all diese Gedanken sind uns nur eingeimpft worden. Die Wahrheit ist: Könnten wir arbeiten, würden wir es tun, herzlich gern.
    Ich glaube nicht, dass du in der Lage bist, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Dein Körper zeigte es dir auf eindrucksvolle Weise immer wieder: Du bist einfach umgefallen. Gönne dir diese Pause, nach der deine Seele schreit und beantrage die Rente. Du tust es für dich und du tust dir etwas Gutes damit. (Aus meiner Sicht – das einzig Richtige!) Was Andere über dich denken, sollte ihr Problem sein und nicht deines. Zudem sagt das, was Andere über dich reden, mehr über sie selbst aus, als über dich. Also lass sie reden. Sorge du für dich und kümmere dich nicht um die Sorgen deiner Mitbürger! Dazu möchte ich dich ermuten.

    Liebe Grüße Benno

  63. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    gut, dass ich Deine Seite hier entdeckt habe. Meine gesundheitlichen Probleme sind orthopädisch/neurologisch/psychisch. Und zwar: zwei operierte Bandscheibenvorfälle und Wirbelgleiten an der Halswirbelsäule von C3 zu C4 und von C4 zu C5. Versteift und Implantate. Op war Anfang 2012, seitdem bin ich mit dem Kopf und Hals sehr bewegungseingeschränkt. Habe mich dennoch knapp 3 Monate nach der Op wieder zur Arbeit geschleppt, arbeite nur halbtags – aber immer unter Schmerzen … nach der Op wurden die Probleme im Hals-Nacken-Schulterbereich immer schlimmer. Habe nun Bandscheibenvorfälle im Segment unterm operierten Bereich von C5 zu C6 und von C6 zu C7. Weitere Op mit Risiken verbunden und ohne Garantie, dass meine mittlerweile schon chronischen Schmerzen verschwinden. Ferner schwere Cervikalbrachialgien (von HWS bedingte Arm- überwiegend Unterarmschmerzen) mit sensomotorischen Ausfällen, ständige
    Kopfschmerzen (Cervikocephalgien), Verdacht auf Schmerzstörung. Neurologisch/psych: multiple Ängste, depressiver Erschöpfungssymptomatik, Panikzustände, ausgeprägte fortschreitende Agoraphobie.
    Krankgeschrieben bin ich seit Januar d. J. – ausgesteuert von der Krankenkasse werde ich Anfang März 15, weil meine ganzen Krankschreibungen wegen der HWS-Problematik abgezogen werden.
    Werde nun Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen. Was sollte ich bei der Angabe meiner Krankheiten beachten? Wie hoch schätzt Du meine Chancen ein? Ach so, bin 51 Jahre alt.Achso! Fast vergessen: War kürzlich für 13 Tage in einer ambulanten orthopädischen Reha. Musste zwei Tage vorher mit ärztlichem Einverständnis beendet werden, weil meine Schmerzen sich dort verschlimmert haben. Gegen den ärztlichen Entlassungsbericht habe ich mittlerweile Widerspruch eingelegt. Ging als arbeitsunfähig in die Reha – wurde auch als arbeitsunfähig entlassen: "
    Bei anhaltender bzw. im Reha-Verlauf zunehmender Schmerzsymptomatik besteht weiterhin eine deutlich herabgesetzte Belastbarkeit. Momentan ist eine berufliche Einsetzbarkeit nicht gegeben. Die Entlasung erfolgt unverändert arbeitsunfähig. Dabei sehen wir die Einschränkungen zum Teil aufgrund der orthop. Diagnosen begründet, zum anderen besteht der Verdacht auf eine chronische Schmerzstörung mit ebenfalls deutlicher Einschränkung der beruflichen Leistungsfähigkeit. Aus orthop. Sicht gehen wir im weiteren Verlauf von einer vollschichtigen Leistungsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bürokraft sowie für andere leichte bis mittelschwere körperliche Arbeiten aus…"
    So was Widersprüchliches …. Reha hat nicht geholfen … eher verschlimmert … und was soll ich nach Meinung des Reha-Arztes nun wohl noch tun, um seine Prognose erfüllen zu können? Seine Antwort auf meinen Widerspruch erhielt gestern sowohl die DRV als auch ich:
    er hält seine sozialmedizinische Beurteilung aufrecht, zumal ich in langen (na ja?!?) Arztgesprächen mehrfach gesagt habe, wieder als Bürokraft arbeiten zu wollen….. tatsächlich habe ich gesagt, dass ich das anstrebe (man möchte ja auch nicht als Faulenzer und Pessimist da stehen) …. de facto geht es aber nicht mehr. Habe nun vom Schreiben (und das ist mein Beruf) unerträgliche Schmerzen, die ich im übrigen auch nachts habe – habe schon Angst vor dem Schlafengehen.
    Viele Grüße und allen hier viel Kraft
    Alina

  64. Benno Blues sagt:

    Hallo Alina,
    das hört sich alles nicht so an, als ob du je wieder arbeiten könntest? Ich finde es daher richtig, konsequent und gut, dass du die Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen willst. Ich denke auch, dass deine Chancen nicht schlecht stehen. Entscheidend wird sein, was in den Arztberichten steht, denn die Personen, die am Ende über dein Begehren entscheiden, kennen dich nicht. Sie entscheiden nach Aktenlage. Darum halte ich es für wichtig, dass du authentisch bist. Wenn du die Rente willst, dann steh auch dazu! Verniedliche es nicht! Verschleiere es nicht, indem du nicht als "Faulenzer" da stehen willst! Wie sollen sich die Ärzte verhalten, wenn du ihnen verbal und nonverbal zu verstehen gibst, dass du dich schämst, die Rente zu beantragen? Sollen sie dir zu etwas raten, was du innerlich ablehnst? Das wird nur in Ausnahmefällen passieren, wenn du gleichsam den Kopf schon unter dem Arm trägst. Gehe noch einmal tief in dich und überlege dir, was du wirklich willst! Und wenn es die Rente ist, dann gönne sie dir auch! Steh dazu und sag, dass du nicht mehr kannst, dass du die Rente brauchst, um gesund zu werden! Symptome hast du ja reichlich, die dir eines deutlich zeigen: So wie bisher kann es nicht mehr weiter gehen. Mir hat die Rente sehr geholfen, mein Leben neu zu ordnen und wie du in meinen Blogs lesen kannst, bin ich immer noch dabei. Ich bin der Überzeugung, dass du die Rente bekommst, wenn du selbst zweifelsfrei davon überzeugt bist, dass sie dir auch zusteht. Sorge in Zukunft für Arztkontakte, während denen dies deutlich wird. Ebenfalls rate ich dir dazu, einen Antrag auf Schwerbehinderung zu stellen. Mit diesem Antrag machst du einmal mehr deutlich, dass du dich nur noch für sehr eingeschränkt arbeitsfähig hältst. Viel Glück für dein Vorhaben! Liebe Grüße Benno

  65. Anonym sagt:

    Hallo,
    habe mir gerade alles mit sehr viel Interesse durchgelesen und muss sagen das ich mich in vielen Situationen gefunden habe.Bin 50 Jahre alt,seit 2,5 Monaten krank geschrieben wegen mittelschwerer Depressionen.Außerdem habe ich chronische LWS Syndrom.Arbeite seit 24 Jahren schwer körperlich unter ständigem Druck,Stress und fühle mich nur noch ausgenutzt und leer.Vor 2 Jahren hatte ich schon mal das gleiche Problem,war letztes Jahr in der psychosomatischen REHA aber trotz meiner seelischer Beschwerden bin ich weiterhin schön brav auf die Arbeit gegangen,weil keine Leute da waren und ich natürlich nicht wegen bißchen Depressionen zu Hause bleiben wollte.In der REHA habe ich wenigstens erreichen können das sie mir ein A-Test ausgestellt haben das ich keine Überstunden mehr machen darf,aber das hat meine Chefin überhaupt nicht interessiert.Darauf habe ich die Filiale gewechselt(gleiche Firma,nur anderes Ort)da hat es auch keinen interessiert so das ich anstatt meiner 24 Std.wöchentlich bis zu 35-38 Std die Woche gemacht habe.Da ich sehr schwer nein sagen kann und immer da war für die FIRMA,bin ich jetzt sehr wahrscheinlich da wo ich jetzt bin,total ausgelaugt,leer,schlaflos…alles erscheint mir sinnlos.Habe alles vernachlässigt,meine Freunde,Hobbys…hocke nur noch zu Hause und hasse mich selber dafür.
    Das mit der Rente ist mir noch gar nicht so in den Sinn gekommen,aber
    ich kann es mir einfach nicht vorstellen wieder in diese Firma zurück zu gegen.
    Was soll machen,wo soll ich hin,alles hat kein Sinn mehr!!

  66. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonym vom 10.07.14 19:54
    So wie dir geht es vielen Betroffenen. Sie sehen keinen Ausweg mehr, weil die Welt so ist wie sie ist. Ich bin jedoch zu der Erkenntnis gekommen, dass es immer einen Ausweg gibt, immer ein Morgen. Es kostet vielleicht die Aufgabe einiger liebgewordener Umstände und gerade dies hindert uns oft, eine für uns richtige Entscheidung zu treffen. Wenn ich deinen Kommentar lese, fällt mir sofort auf, dass du sehr klar benennen kannst, was dich krank werden lässt. Diese Erkenntnis ist der erste und wichtigste Schritt. Von hier aus kannst du anfangen, etwas zu verändern in deinem Leben. Doch zunächst werden dir die Kräfte dafür fehlen. Zunächst musst du dich ausruhen. Lass dich krank schreiben und ruh dich aus. Dies ist bis zu 78 Wochen möglich. Wenn es dir bis dahin nicht besser geht, kannst du immer noch über die Rente nachdenken. Nur löst die auch nicht alle Probleme, denn zumeist fällt die eher gering aus. Gönne dir also erstmal Ruhe und trage einmal zusammen, was du dir alles vom Leben wünscht. Schreib es am besten auf und dann sieh, ob dir das gefällt. Es gibt immer ein Morgen. Das Leben ist voller Chancen und auch die Depression ist so eine. Es ist die Chance, ein paar wichtige Entscheidungen zu treffen. Alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

  67. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich wollte gerne fragen, ob Du eine Erfahrung oder zumindest eine Ahnung hast, wie man in Deutschland einen ER Antrag aus dem Ausland behandelt? Ich lebe in Tschechien (bin aber Deutsche, eingebürgert, in Deutschland lang genug gearbeitet usw.). Den Antrag habe ich diese Woche abgeschickt. Wird man mich nach Deutschland in Reha Klinik einladen wollen? Ich bin sicher, dass ich so etwas nicht schaffe, es geht mir gar nicht gut (Gründe will ich nicht auszählen, aber es gibt sie… zu viele…). Meine Ärzte hier wollen mich voll unterstützen, damit ich an die ER gelange. Wir wissen aber überhaupt nicht, wie so etwas in Richtung Ausland abläuft. Danke in Voraus für Deine Zeit,
    Dana

  68. Benno Blues sagt:

    Hallo Dana,
    und Danke, dass du meinen Blog besucht hast! Ich habe leider auch keine Erfahrung mit der Beantragung der Rente aus dem Ausland. Soweit ich weiß, ist der Bezug einer Erwerbsminderungsrente aber auch aus dem Ausland möglich. Da du darüber hinaus auch noch innerhalb der EU wohnst, sollte das also kein Problem sein. Natürlich wird man versuchen, dich zur Reha zu schicken, denn es gilt der Grundsatz: Reha vor Rente. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Ich selbst habe nie eine Reha besucht, wurde aber trotzdem ohne Probleme sofort verrentet. Lass dir von deinem Psychiater bescheinigen, dass du nicht imstande bist, an solch einer Maßnahme teilzunehmen, wenn es soweit ist. Das sollte genügen.
    Nun noch etwas in eigener Sache. Dieser Blog hier hilft Tausenden Menschen, als Betroffenen oder Angehörigen, mit der Depression zurecht zu kommen. Sicher gibt es noch mehr Leute in deiner Situation. Ich würde dich daher bitten, uns über deine Situation auf dem Laufenden zu halten und deine Erfahrungen mit der EM-Rente aus dem Ausland hier mitzuteilen. Du kannst dazu diese Kommentarfunktion hier nutzen oder die Rubrik "Leserberichte", zu erreichen über die Menüleiste oben unter "Inhalt".
    Ich wünsche dir von Herzen, dass dein Antrag bewilligt wird und du nicht an einer Reha teilnehmen muss. Allerdings gehe ich hiervon mittlerweile aus. Da sitzen ja keine Unmenschen. Meistens erwarten wir, dass sie uns an der Nasenspitze ansehen, wie es uns geht. Wenn wir mitteilen was ist, haben wir meines Erachtens deutlich bessere Chancen. Alles Gute für Dich, liebe Dana! Herzlichst Benno

  69. Anonym sagt:

    Lieber Beno,

    danke für deine Antwort. Selbstverständlich werde ich gerne meine Erfahnug mit Euch allen teilen – sobald es welche gibt.
    Trotzdem noch eine Frage – du schreibst wörtlich "ich wurde aber trotzdem ohne Probleme sofort verrentet". Was hiesst SOFORT in deinem Fall? Wie lange hast du gewartet, bis sich irgendetwas getan hat und wie lange, bis dir die Rente abgesegnet wurde?
    Mir ist nämlich unklar die sg. Wartezeit, die überaus erwähnt wird (2 Jahre, 5 Jahre…usw.?). Das wäre für mich zu spät, ich bin 60 und mit 65 habe ich sowieso die normale Altersrente…

    Ich danke dir noch einmal, dass du mir so schnell geantwortet hast,

    LG,
    Dana

  70. Benno Blues sagt:

    Hallo Dana,
    fein, dass du auch von deiner Seite Informationen zur Verfügung stellen willst! Mit "sofort" verrentet meinte ich, dass schon meinem ersten Antrag stattgegeben wurde. Ich brauchte also keinen Widerspruch einlegen und auch nicht klagen. Die Bearbeitungsdauer betrug etwa 8 Monate bei mir vom Antrag bis zur Bewilligung. Der Begriff "Wartezeit" ist hier ein Terminus aus dem Rentenrecht und bedeutet, dass du 5 Jahre Mitglied in der Rentenversicherung gewesen sein und mindestens die letzten drei Jahre auch Beiträge gezahlt haben musst. Siehe hierzu auch: http://goo.gl/YI0Zrm
    Ich denke, das wird bei dir kein Problem sein, oder? Liebe Grüße Benno

  71. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich leide seit über einem Jahr an einer Somatisierungsstörung mit Deppressiven Episoden. Darauf hin hat die Rentenversicherung eine psyschosomatische Reha eingeleitet in der ich mich 6 Wochen befand und arbeitsunfähig mit Wiedereingliederung entlassen wurde. Ich habe dort den Fehler gemacht meine Depressionen herunterzuspielen und den Fokus auf meine körperlichen Beschwerden gelegt. Die Wiedereingliederung musste ich erfolglos abbrechen und seitdem haben sich meine Beschwerden verschlimmert und vor allem meine Depression. Da jetzt mein Krankengeld ausläuft, habe ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt, welcher nach meinem Rehaabschlußbericht beurteilt und somit abgelehnt wurde. Wahrscheinlich habe ich mir selbst keinen gefallen getan, der Wiedereingliederung zuzustimmen und meine Depressionen herunterzuspielen, weil ich ja wieder arbeiten gehen wollte. Habe ich damit überhaupt noch eine Chance zumindest eine Teilrente zu bekommen?

    MfG Kai

  72. Benno Blues sagt:

    Hallo Kai,
    eine Chance auf die Erwerbsminderungsrente hast du aus meiner Sicht in jedem Fall. Du wolltest sie bislang nicht, du wolltest arbeiten gehen und das hast du auch erreicht. Jetzt willst du die Rente und auch die kannst du erreichen. Du musst eben deinen Fokus darauf legen und nach außen transportieren, warum du nicht mehr arbeiten kannst. Die Entscheidungsträger bei der Rentenkasse bemühen sich um Objektivität. Sie kennen dich nicht und stützen sich allein auf Gutachten und Arztberichte. Das heißt, du musst dafür Sorge tragen, dass dort auch das richtige drin steht. Wenn es dir also schlecht geht, geh zum Arzt und mache die Sache aktenkundig, immer wieder. Wenn du nicht arbeiten kannst, lass dich krank schreiben. Mache das solange, bis du ausgesteuert bist. Dann stellst du erneut einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente mit Bezug auf eine Verschlimmerung. Die Zwischenzeit kannst du nutzen, dir eine Therapie verordnen zu lassen und die Schwerbehinderung zu beantragen. Es ist so: Wenn du nicht arbeiten kannst, wirst du die Rente auch bekommen. Du hast bislang nur nicht die passenden Belege dafür liefern können und das wird sich jetzt ändern. Ich wünsche dir alles Gute für dein Vorhaben und viel Erfolg! Du musst an dich glauben und vor allem daran, dass dir diese Rente auch zusteht! Das hakte ich für wichtig. Bei mir hat es jedenfalls geholfen. Liebe Grüße Benno

  73. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    vielen Dank für deine Antwort. Ich habe bereits bei der Rentenversicherung nachgefragt, wie ich mich verhalten soll, da eine Verschlechterung bereits eingetreten ist und ich deswegen noch eine stationäre Therapie antrete. Es wurde mir gesagt, mich darauf berufen zu können und sie würden es mit bewerten wenn ich Widerspruch gegen diesen Bescheid einlege. Ich bin ja bald bei der Krankenkasse ausgesteuert und eine neuer Antrag würde sich wieder hinziehen. Ich meine, was ware sinnvoller? Einen neuen Antag stellen, oder in Widerspruch gehen?

    Lg Kai

  74. Benno Blues sagt:

    Hallo Kai,
    in diesem Fall würde ich persönlich auch Widerspruch einlegen unter Bezugnahme auf die Verschlechterung. Ob das aber schlau ist oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich empfehle dir deshalb dich von unabhängiger Stelle (nicht von der Rentenkasse) beraten zu lassen, beispielsweise beim VdK oder dem SoVD. Beide Verbände unterstützen dich auch beim Widerspruch und bei einer eventuell notwendigen Klage. Liebe Grüße Benno

  75. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    ich habe mit einem Anwalt gesprochen und er hat mir zum Widerspruch geraten, da sonst die Sache durch ist und ich dann komplett von neuem anfangen müsste. Ich habe am Montag das Vorgespräch in der Klinik, dann weiß ich auch wann ich dort aufgenommen werde und kann es so in den Widerspruch mit einbeziehen.
    LG Kai

  76. Benno Blues sagt:

    Gut Kai,
    dann mach es am besten so. Ich wünsche dir,dass es dir bald besser geht und natürlich dass du die Rente bekommst. Das allein wird dir schon eine Menge Druck nehmen. Liebe Grüße Benno

  77. Anonym sagt:

    Danke Benno,
    zur Zeit geht bei mir fast nichts und der Druck durch die Rente ist wirklich enorm, da ich mir über alles viele Gedanken mache. Ich hoffe es wird nicht zu anstrengend für mich und irgenwann wird es wieder besser.
    LG Kai

  78. Anonym sagt:

    Hallo an den tollen Bolg-Verfasser,
    endlich mal Informationen die ich nachvollziehen kann.

    Leider hab ich schon wieder einiges vergessen, aber möchte trotzdem etwas los werden bzw. einige Fragen stellen.

    Meine Diagnosen: Fibro und fast alle Symptome in schwerer Form liegen bei mir vor, so wie schwere Depressionen. Schwer Form von Allergie, Asthma….

    Also ich weiß wirklich nicht mehr weiter, ich finde einfach keinen Arzt der mir helfen kann oder will.

    meine Rheumatologin sogt zwar „es ist nicht mehr zu übersehen das ich nicht mehr arbeiten kann“ will aber keine Krankschreibung ausstellen, weigert sich somit. Sie hat auch von Termin zu Termin eine Wartezeit von 6-8 Monaten, das ist auch nicht sonderlich hilfreich.
    Neurologen haben keine Lust mir zu helfen so wie Psychiater. Das heißt ich bin immer noch am suchen.

    Seit zweieinhalb Jahren bin ich zu dem Entschluss gekommen das ich nicht mehr arbeitsfähig bin. Habe das dem Arbeitsamt mitgeteilt und Rente beantragt, diese wurde erst mal abgelehnt und befinde mich nun in (per Anwalt) Widerspruch.

    Ein Gutachter, nur Orthopäde (lächerlich), begutachtete mich gerade mal 20 Minuten. Das Ganze war sehr Wortkarg und ich war völlig überfordert und wusste mich nicht zu wehren. Nur ein Gutachter, mehr nicht!

    Komme gerade von einer REHA die dazu gedacht war meine Arbeits(un)fähigkeit zu beurteilen. Ging völlig nach hinten los, ich bin rausgeschmissen worden da man mir Leitungsverweigerung unterstelle statt mal sich mit mir auseinander zusetzten und zu hinterfragen warum ich nicht in der Lage bin Termine nach zu gehen. Ich hatte keine Chance mich zu erklären, der Arzt war von Anfang an der absoluten Meinung ich hätte die Termine nicht aus gesundheitlichen Gründen war genommen sondern aus Faulheit, mit den Worten „meine Vergangenheit und mein Erlebtes spiele hier in der „psychosomatischen“ REHA keine Rolle!“ Der Oberarzt hat mich also sozusagen in Gefahr gebracht, ich bin nach dem Rausschmiss dann gegangen und hab meine Koffer gepackt und war mit dem Zug von 12 Uhr Mittages bis 19:30 Uhr unterwegs in dem ich mich fast vor dem Zug geschmissen hätte. Ich befand mich ich einem absoluten schweren Ausnahmezustand. Für mich steht hier schwere Körperverletzung im Raum, wenn nicht sogar mehr. Ich musste mich sogar auf den Boden des Zuges setzten da keine Sitzplätze da waren und ich auch keine Zeit hatte mich richtig um eine Zugverbindung zu kümmern, und ich auch noch Gehbehindert bin, das ist wirklich das allerletzte gewesen, zumal hat das meine schmerzen am ganzen Körper nur noch sehr stark verschlimmert bis hin zur Migräne die ich dann Abends bekam.

    Aufgrund der Haltung der Ärzte komme ich weder mit meinem Schwerbehinderten Ausweis (nur 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} UND ohne G) noch mit meiner Rente weiter. Krank schreiben will mich auch keiner außer für nur ein paar Tage, ich benötige jedoch eine dauerhafte Krankmeldung. Ich hab ja bis heute keinen Facharzt finden können bei dem ich dauerhaft in Behandlung sein kann. Ich suche immer noch einen Neurologen und einen Psychiater.

    Ich habe Angst das die Rente wiederholt im Widerspruch verfahren nun endgültig abgelehnt wird und ich auch noch wegen angeblicher Verweigerung eine Sanktion vom Arbeitsamt bekomme.

    In meiner Stadt haben die Ärzte reihenweise grotten schlechte Bewertungen, diese ich nur zu gut aus eigener Erfahrung selbst bestätigen kann. Da ich auch kein Geld habe mich außerhalb meiner Stadt zu bewegen finde ich einfach keinen fähigen Arzt.

    Ich weiß wirklich nicht mehr was ich noch tun kann ich bin so dermaßen erschöpft und tot müde das ich am liebsten alles hinschmeißen möchte, aber das geht nicht dann würde ich Obdachlosigkeit riskieren. :-(((((

    Familie hatte ich noch nie gehabt und freunde hab ich schon lange nicht mehr, steh völlig alleine da.

    Daher meine Frage: Was kann ich „noch“ machen???

    Also REHA auch Tagesklinik kommt für mich nicht in frage da ich mit den Terminen und den regelmäsigkeiten völlig überfordert bin.

    LG
    DieVerzweiflung

  79. Anonym sagt:

    Ich möchte nur noch schreien… Was und wieviel kann ich noch aushalten?
    Habe ich mit einer Autoimmunkrankheit, fehlender Schilddrüse, einer Lungen-OP und mehrerer Fehlgeburten nicht schon genug? Nein, im letzten Jahr wurde mir ein Hirntumor entfernt.
    Nun warte ich täglich auf das nächste "Ereignis".
    Mein Neurologe empfahl mir einen Antrag zur Erwerbsminderung zu stellen. Das habe ich dann auch getan.
    Daraufhin hat mir die DRV diverse Formulare zugeschickt, u.a. Zwei "Befundberichte…" Der Neurologe hat ihn ausgefüllt und hingeschickt (den Inhalt kenne ich nicht). Die Psychologin hat mir vorgestern nach 8 Wochen (entlich) eine Kopie ihres Berichtes ausgehändigt, das Original ist schon per Post an die DRV unterwegs. Die Frage bzgl. Leistungseinschränkungen hat sie nicht beantwortet. Ihr Kommentar dazu war: Bei den vielen Krankheiten ist doch klar, dass sie nicht mehr arbeiten können." Sie ist zu keinen weiteren Erklärungen bereit.
    Sorry wegen der langen Vorgeschichte…
    Nun meine Frage: Habe ich überhaupt eine Chance die Rente bewilligt zu bekommen? Gibt man mir die Möglichkeit einem Gutachter meine Sorgen, Angst, Verzweiflung und auch immer die Frage "Warum schon wieder ich?" zu stellen? Was kann / sollte ich unternehmen?

  80. Anonym sagt:

    Danke, dass es diese Platform gibt und damit Menschen, die ehrlich helfen und unterstützen wollen.

  81. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonym vom 06.11.14 08:30!
    Du scheinst ja das Unglück regelrecht anzuziehen? Es tut mir leid, dass dir all dies passiert ist. Wie wäre es aber, wenn du aufhörst damit, auf den nächsten Schicksalsschlag zu warten und dir stattdessen in dieser Zeit etwas Gutes tust? Wenn du dir selbst etwas Gutes tust, dann passiert es wenigstens auch in deinem Leben. Hoffe nicht länger darauf, dass es von außen kommt! Aber nun zu deiner Frage. Mir ist noch nicht bekannt geworden, dass jemals eine Rente ohne einen von der Rentenversicherung bestellten Gutachter bewilligt wurde. Darauf kannst du also rechnen. Mit ziemlicher Sicherheit wird man dich überdies zu einer mehrwöchigen Reha einladen. Auch dort wird man deine Arbeitsfähigkeit bewerten. Eine Chance auf Bewilligung hast du allemal. Jeder der einen Antrag stellt, hat diese Chance. Statistisch gesehen werden etwa 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} der Anträge auf Erwerbsminderungsrente befürwortet. Wenn du selbst fühlst, dass du nicht mehr arbeiten kannst, dann ist die Frage nicht "Ob deine Rente bewilligt wird?" sondern eher "Wann?". Verlass dich auf dich und dein Gefühl! Niemand kennt dich so wie du. Manchmal muss man die Ämter eben erst überzeugen. Was aber soll passieren? Wenn du nicht arbeiten kannst, dann gehst du zum Arzt und lässt dich krank schreiben. Wenn dies lange und oft genug geschieht, kommt es unweigerlich zur Rente. Das ist meine Erfahrung. Parallel dazu empfehle ich dir, einen Antrag auf Schwerbehinderung zu stellen. Du findest Hinweise dazu auch hier im Blog unter der Rubrik "Depressionen Schwerbehinderung und Rente". Liebe Grüße Benno

  82. Anonym sagt:

    Lieber Benno,
    lieben Dank für Deine schnelle Antwort.
    Ich weiß, dass es mir nicht gut tut immer auf den nächsten Schicksal-Schlag zu warten. Die Realität zeigt mir jedoch etwas anderes. Sobald es mir besser geht, wartet das nächste Ereignis und schlägt brachial zu.
    Darf ich bitte noch ein paar Fragen stellen?
    Zuvor: Nach einer 4-wöchigen Widereingliederung (ich arbeite sowieso nur noch 5Std weil ich mehr nicht schaffe) habe ich 77Wochen Tumor-Blockfrist ausgeschöpft
    Da ich meinen Urlaub aus 2013 + 2014 noch nicht genommen habe, wurde ich ab Mitte Juli 2014 bis Ende Oktober 2014 beurlaubt. Seitdem bin ich bis 31.01.2015 freigestellt. Zu dieser Freistellung kam es auf Grund einer Vereinbarung mit dem Integrationsamt (habe 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} G). Danach bin ich arbeitslos.
    – Sollte es zu einer Reha kommen, wer zahlt dann Geld an mich – Krankenkasse, Arbeitsamt oder Rentenversicherung?
    – Sollte ich mich mit dem Hirn-Tumor bis zur 78. Woche weiter krankschreiben lassen und dann eine neue Krankschreibung, mit einer der vielen anderen Krankheiten die ich habe, erwägen?
    Nerve ich schon oder sind diese Fragen normal?
    Ich wünsche Dir und allen anderen im Blog, ein gutes WE und hoffe für mich…

    • Benno Blues sagt:

      Es tut mir leid, dass du jetzt so lange auf eine Antwort warten musstest. Dein Kommentar ist im automatischen Spamfilter gelandet, warum auch immer, und den sehe ich nicht sooft durch. Zum Glück aber ist nichts verloren gegangen. Aber nun zu deinen Fragen. Ich fürchte, dass ich dir hier nicht weiter helfen kann. Dein Fall scheint mir sehr speziell zu sein und ich denke, dass hier eine Sozialberatung vom Profi sinnvoll ist. Die bekommst du beim Sozialamt, dem VdK oder dem SoVD. Bei mir war es so, dass ich nach meiner 78. Woche mich arbeitslos melden musste (obwohl ich in ungekündigter Stellung war). Ich bekam dann ALG1 zur Überbrückung bis die Rente bewilligt wurde. Ich weiß gar nicht, ob man überhaupt länger als 78 Wochen Krankengeld bekommt. Ich hoffe, es findet sich eine gute Lösung für dich. Und nein, du nervst nicht. Dieser Blog soll ja auch dem Austausch dienen und ich freue mich über jeden, der dieses Angebot wahrnimmt. Liebe Grüße Benno

  83. Anonym sagt:

    Ich habe kürzlich eine Rente genehmigt bekommen wegen voller Erwerbsminderung (Mobbing). Problem – ich bin in einem laufenden Arbeitsverhältnis, das ich auch beibehalten möchte (21 Std. wöchentlich, also Teilzeit). Der Arbeitgeber (Versicherung) möchte mich nun zwingen, die Arbeit aufzugeben. Er nennt es freistellen. Ich bin aber fast 30 Jahre tätig in der Firma und möchte teilzeit weiterarbeiten. Bin 61 Jahre. Die Erwerbsminderungsrente wird vermutlich aufgrund von erhöhter Einkünfte im Vorjahr nur zu 3 Viertel festgestellt, d.h. die Entgeltpunkte wurden bei der Berechung der Rente nur zu 75 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} berücksichtigt. In den einzelnen Monaten wurde die Rente geleistet je nach dem Hinzuverdienst.
    Meine Frage: Kann mich der AG zwingen, meine Teilzeitarbeit aufzugeben nur weil ich einen Anspruch habe auf volle Erwerbsminderungsrente? Kann ich die Bewilligung der Rente ablehnen? Ich wäre sehr dankbar, wenn ich bald eine Antwort bekommen würde. Vielen herzlichen Dank.

    • Benno Blues sagt:

      Soweit ich weiß, hast du einen gesetzlichen Anspruch auf einen Teilzeitarbeitsplatz. Lass dich hierzu aber unbedingt von einem Fachanwalt beraten. Auf der anderen Seite wird hier aber deutlich, dass dein Arbeitgeber dich nicht länger bei sich haben will. Und nach meiner Erfahrung wird er Mittel und Wege finden, dir das Leben schwer zu machen. Die Frage ist, ob du das durchziehen willst? Das ist schon für psychisch Gesunde enorm belastend. Vielleicht solltest du stattdessen lieber einen Deal aushandeln, solange die Erde noch nicht verbrannt ist. Auf jeden Fall aber solltest du dir anwaltliche Unterstützung sichern. Liebe Grüße Benno und halte mich bitte auf dem Laufenden!

  84. Anonym sagt:

    Hallo, ich überlege auch, eine Erwebsminderungsrente zu beatragen.
    Ich habe bereits einen Antrag auf Feststellung einer Behinderung,
    gestellt.Ich war bereits von 2010 bis ende 2011 wegen mittelgradiger-schwerer
    Depression, Angst-und Panikattacken, Zwänge, Somatoforme Störungen,
    ausserdem habe ich Angst, ohne meinen Partner, also allein, in die
    Öffentlichkeit zu gehen.Eine Reha wurde mir durch die Rentenversicherung
    bewilligt, allerdings habe ich diese, aufgrund meiner Gruppenangst, abgebrochen.Aktuell bin ich seit anfang 2014 arbeizsunfähig, den Rehabbruch war anfang diesen Monats.

    • Benno Blues sagt:

      Die Rentenversicherung mag mich verfluchen, aber ich kann dir nur raten, bei einer chronischen Depression, wie sie bei dir vorliegt, eine Erwerbsminderungsrente zu beantragen, so du selbst merkst, dass du deine Arbeit nicht mehr wie früher schaffst. Das wird von allein leider nicht besser und selbst in 78 Wochen heilt eine chronische Depression meiner Ansicht nach eher nicht aus. Es ist nur ein Antrag, kostet dich eine halbe Stunde Zeit in der Rentenstelle und dann siehst du weiter. Du kannst eigentlich nur gewinnen dabei. Liebe Grüße Benno!

  85. Anonym sagt:

    Hallo Benno!
    Ich hoffe jetzt, dass mir ein Schwerbehindertenausweis anerkannt wird, oder zumindest ein Grad von 30 oder 40 GdB dann für die Beantragung einer Gleichstellung.
    Wenn ich das durchhabe, werde ich wahrscheinlich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen; weisst Du vielleicht, ob mein Arbeitgeber bei Bewilligung dieser Rente, meinen Arbeitsplatz freihalten muss?Ich bin Angestellter, aber nicht im öffentlichen Dienst.
    Was meinst Du, wie hoch der GdB bei folgendem Krankheitsbild ausfallen könnte…mittelschwere bis schwere Depression, Angst-und Panikattacken, Zwangshandlungen, ohne meinen Partner ist es mir nicht möglich das haus zu verlassen, er muss mich überallhin begleiten, sei es zum Arzt oder zur Psychotherapie, ich habe einen Sehfehler am linken Auge, d.h., dass ich nur auf dem rechten Auge richtig sehen kann, die linke Pupille starrt nur nach links, praktisch nutzlos.Habe eine HIV-Infektion.
    Schon mal danke dür die Antwort!

    • Benno Blues sagt:

      Also, ich denke, dass du dafür mindestens 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} kriegen müsstest. Aber die Einstufungen der Behörden sind eher uneinheitlich. Man kann es nicht vorhersagen, nur vermuten. Wenn du verrentet wirst, erfolgt die Verrentung wegen Erwerbsminderung ja befristet bis zu drei Jahren. Während dieser Zeit ruht dann dein Arbeitsverhältnis. Ich bin schon seit 2009 Rentner und immer noch in ungekündigter Stellung, auch nicht im ÖD. Wenn ich irgendwann aus der Rente entlassen werden sollte, kann ich an meinen alten Arbeitsplatz zurückkehren. Natürlich hoffe ich, dass dies nie geschieht, aber es gibt mir doch irgendwo ein gutes Gefühl der Sicherheit. Liebe Grüße Benno

  86. Anonym sagt:

    Ach ja, der letzte Artikel vom 18.12.,16:14 Uhr was auch von mir, damit Du dir ein Bild über meinen Krankheitsverlauf machen kannst.

  87. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    auf der Suche nach Info kam ich zu dir. Ich hoffe sehr du kannst mir helfen. 2012 krebs 70 Behinderung und 2 1/2 em rente die im jan 2015 endet. Aug 2014 Verlängerung beantragt, okt. Gutachter termin bei einer Psychiaterin bisher noch kein bescheid. Auf anfrage akte beim arzt der drv. Ich fragte wie die zahlung aussieht bis zum entscheid, sie meinten sie zahlen bis zum entscheid auch über den zeitpunkt hinaus. Stimmt das? Wie du dir vorstellen kannst war die diagnose krebs ein riesen schock für mich. Volles programm bekommen. Meine psycho ist seit dem im keller. Bin nicht mehr belastbar und bekomme meinen tag oft nicht mehr geregelt. Angst u depressionen sind nun mein begleiter. Ich hatte vor der diagnose auch depressionen ca. mit 28/29 jahren. Meine frage was mach ich wenn sie mir den antrag nicht weiter gewähren? ich frage deshalb weil die Psychiaterin mich so blöde behandelt und mir gesagt hat ich sei noch zu jung für rente u ich hätte es ja auch immer wieder geschafft. Das mag auch sein aber diesmal ist das eine ganz andere sache. Habe meine mutter an krebs vor 6 jahren verloren und ich hab nun immer angst. Bei jeder kleinigkeit bilde ich mir das schlimmste ein. Psychotherapie mache ich. Lg und Dankeschön

    • Benno Blues sagt:

      Hab Vertrauen! Wenn du nicht arbeiten kannst, musst du es auch nicht. Unser Sozialsystem wird dich auffangen. Es ist vielfach besser als sein Ruf. Den Spruch, du seist noch zu jung für eine Rente, siehe eher als Bedauern. Sie mag dich nicht auf ein Abstellgleis schieben, sie sieht dich lieber im Leben. Einmal Rentner immer Rentner. Wer wird dich einstellen, wenn du erst einmal wegen Depressionen in Rente bist? Aber das ist eben nur die Sicht dieser Frau. Ich hörte damals auch so einen Spruch von meinem Hausarzt und ging aus Angst, er wolle mich nicht bei der Rente unterstützen, nicht mehr hin. Aber heute denke ich, er hat es anders gemeint. Es gibt Dreißigjährige, die EM-Rente bekommen. Wie das rechtlich ist mit der Fortzahlung nach Ablauf weiß ich nicht, finde es aber eine interessante Fragestellung. Ich bin mir jedoch sicher, dass irgendein Netz greift. Wenn die Rentenstelle nicht zahlt, wird es das Arbeitsamt sein oder die das Sozialamt. Frag dort auch am besten nach oder in einer Sprechstunde der Rentenstelle. Wenn du weißt, wie es gemacht wird, wäre ich dir für eine Rückmeldung sehr dankbar, denn dieses Thema ist sicher auch für andere von Interesse. Ich verstehe deine Ängste und ich verstehe deine Depressionen. Wo die Ursachen liegen, dass musst du jetzt herausfinden. Die Psychotherapie wird dir dabei helfen. Letztlich sind alle Krankheiten doch nur Botschaften unseres Daseins, auch dein Krebs. Etwas zerfrisst dich von innen heraus, sagt man. Finde heraus, was es ist und schließe Frieden damit. Vergebung für andere, vor allem aber für dich selbst kann sehr heilsam sein. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute auf deinem Weg in ein neues, besseres Leben und Danke, dass du meinen Blog besucht hast! Liebe Grüße Benno

  88. Anonym sagt:

    Hallo,
    danke für diesen Super Beitrag.
    Mir hat er die Entscheidung abgenommen und ich habe die Rente gestellt und auch ohne Schwierigkeiten bekommen.
    Erst mal 2 Jahre befristet…bin mir noch sehr unsicher was ich dann wie wo machen muss…
    Aber warten wir mal ab evtl kann mir ja wer einen Tip geben dazu ( frank020977@yahoo.de )
    Liebe Grüße Frank

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Frank und meine Glückwunsch zur Rente! Da ist dir sicher ein Stein vom Herzen gefallen. Tipps zur Verlängerung habe ich nicht wirklich. Nur so viel: Geh weiter regelmäßig zum Arzt, damit immer aktenkundig ist, wie es dir geht. Arbeite an deiner Genesung! Bemüh dich um eine Therapie! Vielleicht legst du dir ein Stimmungstagebuch an, wo du dokumentieren kannst wie es dir geht? Ansonsten solltest du erstmal durchatmen und den Umstand genießen, für's erste zwei Jahre versorgt zu sein. Das ist schon eine lange Zeit. Liebe Grüße Benno

  89. Anonym sagt:

    durch zufall bin ich auf diese seite gestossen – und muss sagen:
    vielen dank!
    momentan weiss ich nicht, wie es bei mir weitergeht, doch es
    wurden viele meine fragen hier beantwortet und haben mich
    darin bestärkt, die erwerbsminderungsrente einzureichen!
    und zwar ohne schlechtes gewissen!
    kurz zu meiner Situation:
    ich bin 53 jahre alt, weiblich, geschieden, keine kinder.
    ich bin in meinem beruf als Bankkauffrau seit insgesamt 37 jahren
    tätig (ohne einen tag arbeitslos zu sein).
    seit 2010 leide ich immer wieder an Depressionen.
    2012 wurde Hautkrebs bei mir festgestellt.
    seit Januar 2014 bin ich nun krankgeschrieben aufgrund gelenk-
    schmerzen in beiden füssen. mittlerweile wurde fibromyalgie
    diagnostiziert. im Oktober/November 2014 war ich 6 Wochen zur
    Reha (arbeitsunfähig entlassen) und bin seitdem auf Depressionen
    krankgeschrieben.
    ich kann aufgrund meiner Gelenkschmerzen (hws, lws, beide knie,
    hüfte, beide füsse) nicht länger als 2 stunden am stück gehen, sitzen
    oder liegen – die schmerzen begleiten mich 24 stunden am tag.
    nun habe ich mich (auch aufgrund dieses Blogs hier) dazu durch-
    gerungen, die rente einzureichen.
    was mich noch beschäftigt, ist, muss ich meinem Arbeitgeber
    bescheid sagen, dass ich rente einreiche? der rentenberater meinte
    nur, es wäre fair dem Arbeitgeber gegenüber…. dann gehe ich
    davon aus, dass ich eine Kündigung bekomme. doch was passiert,
    wenn die rente abgelehnt wird? dann bin ich quasi automatisch
    arbeitslos?
    vielen dank für eine antwort,
    lg bine

    • Benno Blues sagt:

      Hallo bine,
      soweit ich informiert bin, bist du dazu nicht verpflichtet. Wenn dem so wäre, hätte dich die Rentenversicherung sicherlich schriftlich darauf hingewiesen. Ich persönlich würde wohl eher mit offenen Karten spielen, denn eine Kündigung aufgrund eines gestellten Rentenantrages ist wohl nicht besonders wahrscheinlich und juristisch auch kaum durchsetzbar. Eine Kündigung aufgrund fortdauernder Krankheit ist da schon eher realistisch, aber wenn ich mich in die Position eines Arbeitgebers versetze, dann würde ich, wenn ich von einem Rentenantrag weiß, mir eine Kündigung und mögliche rechtliche Konsequenzen ersparen und einfach abwarten. Du kannst sicher auch eher Verständnis und Entgegenkommen erwarten, wenn du mit offenen Karten spielst. Womöglich würde das dir selbst den Druck auch etwas nehmen. Aber juristisch ist das nicht abgesichert, deshalb solltest du eventuell nochmal einen Anwalt dazu befragen. Liebe Grüße Benno

  90. Anonym sagt:

    Hallo alle,
    zu mir:
    männlich, 46 Jahre alt
    arbeite im öffentlichen Dienst
    Behindertenstatus: 60{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}
    Davon 40{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} wegen Hörschwäche und Tinnitus und 20{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} wegen Depression
    Ich leide seit meinem 26 Lebensjahr an immer wiederkehrenden Depressive Schüben. War schon 4 mal in Psychosomatischen Kliniken (insgesamt über 1 Jahr meines Lebens) und habe einige Verhaltenstherapien hinter mir.
    Bin im Moment wieder krank geschrieben und bin kurz davor den Antrag für Erwerbsminderung Rente einzureichen.
    Meine Frage / Problem:
    Ich sehe viel jünger aus als ich wirklich bin, und ich bin körperlich sehr fit (schlank / muskulös). Das kommt daher, weil Sport das einzige Mittel ist, was mir hilft halbwegs normal zu funktionieren. Ohne Sport wäre ich schon längst tot.
    Wenn ich jetzt den Antrag einreiche und zum Gutachter gehe, lachen die mich dann aus? Bzw. nehmen die mich überhaupt ernst?
    Ich leide sehr unter der Depression und dem Tinnitus, nur man sieht es mir halt nicht an….soll ich mich jetzt vorher fett fressen, saufen und rauchen, damit ich richtig schlecht aussehe wenn ich zum Gutachter / Reha muss?
    LG aus Wiesbaden
    Peter

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Peter,
      ich denke dass Gutachter genug Fachmann sind, zu erkennen, ob jemand infolge seiner seelischen Verfassung in der Lage ist, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen oder nicht. Allerdings sind es auch nur Menschen und der erste, unbewusste Eindruck ist einflussreicher, als man glauben möchte. Du musst ja an jenem Tag nicht unbedingt so auftreten, als könntest du Bäume ausreißen, auch wenn du körperlich dazu in der Lage wärst. Depressive erkennt man auch an ihrer Körperhaltung, ihrem Gesichtsausdruck, ihrem Tonfall usw., vor allem doch wohl an einer eindeutigen Körpersprache. Wenn deine Fitness das überdeckt, dann musst du sie ja dann nicht unbedingt zur Schau stellen. Kleide dich entsprechend mit nicht eng anliegenden Sachen und komm nicht unbedingt sportlich daher. Fett fressen musst du dich sicher nicht, denn Fettleibigkeit ist nicht unbedingt ein Kriterium für eine Depression. Verlass dich einfach auf dich und dein Gefühl. Wenn du nicht arbeiten kannst und davon auch überzeugt bist, dann wirst du dies auch vermitteln können. Wichtig ist wohl, dass du dir selbst ganz sicher bist, dass du die Rente haben willst und auch verdient hast. Liebe Grüße und viel Erfolg! Benno

    • Anonym sagt:

      Danke für die schnelle Antwort Benno,
      ich merke wie es mir von Tag zu Tag schlechter geht und bin am überlegen ob ich wieder in eine Psychosomatische Klinik gehe weil ich einfach nicht mehr kann. Dann denk ich aber wieder, wenn ich in die Klinik gehe, "peppeln" die mich wieder auf entlassen mich dann nach 8 Wochen als "gesund" dann hab ich aber keine Chancen mehr auf die Erwerbsminderungsrente?
      LG Peter

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Peter,
      das halte ich für unwahrscheinlich, dass man dich nach acht Wochen als geheilt entlässt. So ein Klinikaufenthalt wird deinem Rentenbegehren wohl eher förderlich sein, denke ich. Wenn du den Impuls verspürst, dorthin zugehen, dann tue es auch. Es ist immer gut, wenn auch etwas in deiner Krankenakte steht.
      Dann muss es dir ja auch wirklich schlecht gehen. Wer geht sonst freiwillig in die Klinik? Ich rate dir dazu und wünsche dir baldige Besserung! Liebe Grüße Benno

  91. Anonym sagt:

    Hallo und Danke für deinen Beitrag in diesem Blog und deine Offenheit.Ich habe burnout und Depressionen und wurde wegen chronischer krankheit gekündigt super…………..

  92. Anonym sagt:

    Hallo Beno, ich leide seit Oktober 2013 an einer Depression und nehme Antidepressiva und habe eine Therapie begonnen. Ich war letztes Jahr 5 Monate krank geschrieben und bin dem Trugschluß verfallen gewesen ich könnte wieder Arbeiten. Trotz der Wahrnung meiner Therapeutin bin ich voll Durchgestartet und habe jetzt die Erkenntnis, dass ich durch hohen Arbeitsdruck und Mobbingangriffe einer Kollegin mich nicht mehr in der Lage fühle zu Arbeiten. ich denke jetzt auch an die rente

    • Benno Blues sagt:

      Es muss vielleicht nicht immer gleich die Rente sein? Ein Zurück gibt es dann kaum noch. Manchmal gelingt es auch, die Belastung zu verringern, beispielsweise über eine Teilzeitbeschäftigung. Hast du schon einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt? Dieser Status würde dir sicher helfen, deine Belastung etwas nach unten zu korrigieren. Wenn du aber fühlst, dass es die Rente sein soll, dann verlass dich auf dein Gefühl. Dann ist es jetzt soweit. Ich kam irgendwann an diesen Punkt und habe bis heute diese Entscheidung nicht bereut. Liebe Grüße Benno

  93. Anonym sagt:

    Hallo,
    erstmal tolle HP.
    Habe auch Depression bin seit Dezember 2014 krankgeschrieben.
    Beziehe Krankengeld für 39 Wochen bin im öffentlichen Dienst beschäftigt. Ich stelle mir auch die Frage wann soll ich die EM-Rente beantragen. Jetzt meine Fragen:
    Wenn ich jetzt die EM-Rente beantrage was ist mit dem Krankengeld? Bekomme ich diese weiter bezahlt? Ich vermute man bekommt es dann weiter!!! Wenn das Krankengeld ausläuft nach 39 Wochen was ist dann Sozilhilfe,Arbeitsamt ich bin ja noch beschäftigt?
    Was ist mit den Renten-Gutachter kam man die ablehnen und zum z.B. das Gutachten im Krankenhaus machen lassen? Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen. Danke Thomas

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Thomas,
      meines Wissens bekommst du solange Krankengeld, bis die Rente bewilligt ist, längstens bis du ausgesteuert bist. Danach bekommst du Arbeitslosengeld zur Überbrückung. So war es bei mir. Ob du einen Gutachter ablehnen kannst, weiß ich nicht. Aber ich denke schon, wenn du berechtigte Gründe dafür hast. Es ist sicher kein Problem, um einem anderen zugelassenen Gutachter zu bitten. Das ist aber eine Frage, die du besser deiner Rentenversicherung stellen solltest. Liebe Grüße und alles Gute für dich! Benno

    • Anonym sagt:

      Hallo Benno,

      ich habe noch mal eine Frage mein Hausarzt hat mir eine Überweisung für Psychotherapie gegen jetzt nach langen suchen habe ich einen Termin bekommen war das so richt oder?

      Danke

      Thomas

    • Benno Blues sagt:

      Eine Psychotherapie ist eine gute Sache und kann dich weiter bringen. Ja, ich denke, das war richtig so. Alles Gute für dich, Thomas, und viele gute Erkenntnisse während der Therapie! Liebe Grüße Benno

  94. Anonym sagt:

    Hallo Frank,

    schön das ich Dich und Deine Seite gefunden habe.
    Ich (weibl./47J) bin seit 1,5 Jahren w. Depression, PTBS, Panikstörungen etc. arbeitsunfähig.
    Mit meinem Arbeitgeber habe ich das Arbeitsverhältnis beendet und beziehe aktuell Krankentagegeld über die private Krankenversicherung.

    Die schicken mich in der Regel alle 6-8 Wo. zum Gutachter und zuletzt wurde ein Klinikaufenthalt "vorgeschrieben". Hier wurde ich auch arbeitsunfähig entlassen und im Entlassungsbericht steht das ein weiterer klinischer Aufenthalt angezeigt ist. Vermutlich geht das Spiel jetzt so weiter. Nur halte ich den Stress und Druck den mit die PKV macht einfach nicht mehr aus.

    In der Klinik ist mir bewusst geworden das ich mal eben schnell nicht gesund werden kann.

    Von daher habe ich mich mit dem Thema der EM-Rente, zunächst befristet angefreundet.

    Kannst Du mir einen Tipp geben wie es sich mit der privaten KK verhält. Sollte ich warten bis mir der Gutachter oder die KK auferlegen die Rente zu beantragen oder dem zuvorkommen. Kann ich dem zuvorkommen? Sollte ich die PKV um Rat fragen?

    Meinen ersten Burnout hatte ich in 2009 und war auch zurvor schon mehrfach arbeitsunfähig. Hinzukommen Herz-Kreislaufkrankheiten und musküläre Probleme und zahlreiche chronische körperliche und seelische Beschwerden.

    Ach ja, ich bin natürlich auch in psychiatrischer Behandlung und medikamentös eingestellt

    Ich bin für jede Hilfestellung dankbar.

    Liebe Grüße
    Anna

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Anna,
      ich glaube, dass es egal ist, ob du mit deinem Rentenantrag wartest bis du dazu aufgefordert wirst oder es gleich tust. Ich an deiner Stelle würde diese Entscheidung aus dem Bauch heraus treffen und nicht taktische Erwägungen ins Feld führen. Das machte alles nur komplizierter und dass du dazu jetzt die Kraft hast, bezweifle ich schlichtweg einmal. Letztlich ist es doch so, dass die Sozialkassen sich die Kosten gegenseitig zuschieben und das kann uns auch egal sein. Wenn also die Rentenkasse meint, die Krankenkasse könne noch zahlen, werden sie deinen Antrag vermutlich etwas länger bearbeiten. Ich denke, egal wie du es entscheidest, es wird das Richtige sein.
      Ich glaube, ich an deiner Stelle würde den Antrag stellen – mir wäre das alles auch zu stressig, laufend zum Gutachter zu müssen. Aber ob das tatsächlich von Vor- oder Nachteil sein kann, vermag ich leider auch nicht zu sagen. Liebe Grüße Benno

  95. Anonym sagt:

    Schade das ich keine Antwort bekomme, aber okay. Meine Anfrage war, wenn auch am 1.4. gestellt, kein Aprilscherz. Ich habe die ltz. Tage zunächst meinen Antrag auf Feststellung eines GdB gestellt. Ich war mir sehr unsicher ob ich dies tun soll, aber ich denke es kann mir auf keinen Fall schaden.
    Heute habe ich nun auch meinen Termin für meinen Rentenantrag. Meine Unterlagen habe ich vollständig und komplett hier und bin gespannt wie es sich entwickelt.

    LG; Anna

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Anna,
      es tut mir leid, dass ich nicht immer sofort antworten kann, aber manchmal sind es einfach zu viele Zuschriften, die ich bekomme. Du wirst aber noch eine Antwort auf deinen Kommentar vom 1.4. erhalten. Liebe Grüße Benno
      P.S.: Gut, dass du dich nochmal gemeldet hast, denn über deinen Kommentar vom 1.4. hat das Blogssystem mich nicht informiert. Eine Antwort hierauf erhältst du nun in Kürze.

  96. Anonym sagt:

    Hallo Benno,

    danke für Deine Zwischeninfo. Ich habe ja zwischenzeitl. den Rentenantrag gestellt und am Freitag steht von meiner privaten Krankenkasse der nächste Gutachtertermin an. Ohne Worte, die nerven ohne Ende. Wenn ich jetzt wieder nach einem evtl. Rentenantrag gefragt werde und ob ich mich als berufsunfähig ansehe muss ich das ja wohl wahrheitsgemäß beantworten. Dann vermute wird die PKV auch das Krankentagegeld einstellen. Obwohl seitens der Klinik im März im Entlassungsbericht steht das mittelfristig ein weiterer stationärer Aufenthalt erfolgen muss. Das ganze macht mich völlig fertig.

    LG; Anna

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Anna,
      ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die Aussage über dein Befinden allein schon die Einstellung des Krankentagegeldes seitens der PKV rechtfertigt. Dann müsste ja im Gegenzug so eine Aussage allein auch schon zum Bezug desselben führen können. Befürchtungen eignen sich wunderbar, noch tiefer in die Abwärtsspirale einzusteigen. Willst du das? Dann lass dir auch nichts einreden von deinem inneren Denker. Wenn Fakten da sind, kannst du reagieren. Bis dahin gilt der Grundsatz: Immer zu deinen Gunsten denken 🙂
      Liebe Grüße Benno

  97. Anonym sagt:

    Hallo Leute!
    Bin seit 2 Jahren berentet (volle Erwerbminderungsrente),nachdem ich vor 3 Jahren in einer Psychosomatischen Klinik (Münchwies,verbrachte dort 6 Wochen) als arbeitsunfähig begutachtet wurde.(wegen Depressionen,Angstzustände,Onlinespielsucht..) Allerdings mußte ich diese Erwerbminderungsrente jedes Jahr verlängern,so auch im Oktober letzen Jahres..- Im Februar kan dann ein Schreiben von der Deutschen Rentenversicherung das eine Reha zur wesentlichen Besserung oder Wiederherstellung erfolgversprechend seien.Ich solle mich innerhalb von 6 Wochen in der Psychosomatischen Klinik Heiligenfeld melden,sonst werde meine Rente gestrichen..- Nun bin ich seit 2 Wochen von meiner 5 wöchigen Aufenthalts aus Heiligenfeld zurück und ich bin vom Therapeuten erwartungsgemäß für 3-4 als arbeitsfähig eingestuft worden.(Zitate des Therapeuten: Wir werden vom Rententräger dafür bezahlt um sie ins Berufsleben zurückzuführen und nicht das sie eine Erfahrungsgruppe oder eine Sinnsuche des Lebens zu machen..Klar sind durch diese Aussagen meine Depressionen und Existenzängste und das Vertrauen zu Heiligenfeld nicht besser geworden..-Nun bin ich wieder daheim und warte auf das Antwortschreiben der Rentenversicherung pendelnd zwischen Depressionen und Angstzuständen…-Wird mich die Rentenversicherung wieder in die Harz 4 Welt zurückschmeisen und wie gehe ich weiter vor? Ein Tip wäre im VDK einzutreten,aber die vertreten mich nur vor Gericht, wenn ich 2 Jahre Mitgliedschaft nachzahle und noch für das nächste Jahr mich noch verpflichte..
    LG
    Gordon

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Gordon,
      hab mal Vertrauen in dein Leben. Vielleicht klappt das ja mit der Arbeit ganz gut und stellt sogar eine Bereicherung für dich dar? Und wenn es dir zuviel wird, steht dir doch der Weg zum Arzt jederzeit wieder offen. Bei 3-4 Stunden wirst du ja auch nicht auf Hartz4 gesetzt, sondern bleibst in der Rente. Es ist flexibel, aber eben in beide Richtungen und ich finde das gar nicht so verkehrt. Gönne dir einfach mal diesen Versuch. Du hast doch nichts zu verlieren. Entweder du packst es und gehst mit Gewinn aus der Sache hervor oder du kehrst zurück zu den alten Verhältnissen. Ich finde, einen Versuch ist das Wert. Die Fachleute trauen dir das zu. Das ist ein gutes Zeichen, finde ich. Du hast Fortschritte gemacht, was deine Erkrankung angeht. Ich würde es versuchen an deiner Stelle. Alles Gute hierfür! Liebe Grüße Benno

    • Anonym sagt:

      Danke Benno für deine aufmurtenden Worte!
      Du hast recht gechabt,ich hätte mehr Vertrauen in das Leben haben müssen!-Vor 3 Tagen habe ich Nachricht von der Rentenversicherungsanstalt erhalten und die meinte ,das aufgrund der arbeitsbedingten Entscheidung meine Rente auf weitere 3 Jahre verlängert wird.(Mit 3-6 Stunden Arbeitsfähigheit kriege ich in dieser Arbeitswelt sowieso keine Arbeit mehr und sie möchten mich nicht wieder in die Arbeitslosigkeit zurückversetzen..) -Es gibt doch nette und Verständnislose Menschen..-Da bessert sich meine Laune gleich wieder und ich plane auch schon eine ehrenamtliche Arbeit oder ähnliches zu übernehmen.. Liebe Grüße
      Gordon

    • Anonym sagt:

      P.S. :nicht verständnislose Menschen,sonder verständnisvolle Menschen!
      MfG Gordon

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Gordon, wie es scheint, wurden dein Gebete erhört 🙂 Das freut mich sehr für dich. Ich habe dich bis nach Bülkau aufatmen hören. Nun hast du erstmal wieder den Rücken frei, dich voll und ganz deiner Genesung zu widmen. Eine ehrenamtliche Tätigkeit finde ich eine Super-Idee in diesem Zusammenhang. Berichte gern einmal über deine Erfahrungen damit in einem Leserbeitrag, wenn du magst. Liebe Grüße uns alles Gute! Benno

  98. Anonym sagt:

    Hallo,
    irgendwie hat das Kommentar-Absenden eben einfach nicht geklappt. Habe wieder was verkehrt gemacht (hatte auf Google und Vorschau geklickt und alles war weg). Schreibe also noch einmal.

    Vorab: Das hier ist eine tolle Seite, vielen Dank dafür.
    Zu mir: Habe nach über 30 Jahren meine Arbeit im Dienstleistungssektor gekündigt, weil ich den Dauerdruck nicht mehr ausgehalten habe. Früher war die Arbeit mein Leben. War in der ganzen Zeit ein einziges Mal krank wegen Krebs. Als ich wieder anfing zu arbeiten, ging das mobbing gleich los. Von den Chefs und von den Kollegen, vielfach auch von den Kunden. Ich habe noch ein paar Jahre weiter geackert; kannte ja nichts Anderes. Irgendwann hatte ich Todessehnsüchte und habe in einem wachen Moment gekündigt. Meine Hausärztin – die mich kaum kannte, weil ich ja nie da war – hat mir aufgrund der körperlichen Symptome und meiner Vorgeschichte eine mittelschwere depressive Episode attestiert und mir Citalopram verordnet. Das nehme ich jetzt ein paar Monate (bin noch krankgeschrieben); einige Symptome haben sich auch etwas verbessert. Jetzt war ich noch bei einem Psychiater und bei einer Psychologin. Auf Weisung des Psychiaters wurde erst mal die Dosis Citalopram erhöht. Beide waren aber nach einem Gespräch bereits der Meinung, dass es mir gar nicht so schlecht geht und haben der Hausärztin was von Dysthymie geschrieben. Ich solle nicht rumsitzen, sondern aktiv werden. Das kann ich aber nicht. An manchen Tagen geht trotz der Pillen gar nichts. Jetzt muss ich demnächst wieder zu den beiden und bin jetzt schon fix und fertig.
    Ich bin 51 Jahre alt und noch zu 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} schwerbehindert und habe zwischenzeitlich mal überlegt, ob ich den Grad aufstocken lassen kann – aber mit dieser Diagnose? Sowas wie Erwerbsunfähigkeit (und ich fühle mich erwerbsunfähig!) kann ich dann ja wohl erst recht vergessen. Ich will auch keine Kur – schon gar nicht mit Depressiven oder Krebspatienten. Ich will nur noch meine Ruhe. Vielleicht habe ich mich dem Psychiater und der Psychologin gegenüber (obwohl ich dauernd weinen musste) viel zu sehr zusammengerissen; das war ja auch jahrzehntelang mein Beruf.

    Was soll ich bloß machen?

    Sabine

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Sabine, ich kann dich so gut verstehen. Gerade in Zeiten, wo kaum noch etwas geht, fühlt man sich gezwungen noch mehr zu tun, wohlwissend, dass man dazu gar nicht mehr in der Lage ist. Ich möchte dir den Druck da etwas nehmen. Wenn du nicht arbeiten kannst – kannst du nicht arbeiten. Punkt. Niemand kann und wird dich dazu zwingen. Wenn du nicht arbeiten wolltest, wäre dies etwas anderes. Aber darüber reden wir ja nicht. Du kannst nicht mehr. Also gehst du zu deinem Arzt und erzählst ihm genau dies. Auch deinem Psychiater und deinem Psychologen musst du mitteilen, wie du dich fühlst. Du musst dich zeigen. Wenn du dich nicht auf eine Kur einlassen kannst, dann teile auch dies mit. Sage aber nicht einfach dass du nicht willst, sondern erkläre, dass es dir gerade zuviel ist. Eine Kur ist eine probate Heilmaßnahme. Wenn du die Mitarbeit einfach verweigerst, ohne es zu begründen, könnte es schwieirig für die Rente werden. Es geht ja im Grunde auch nicht um ein Wollen oder Nichtwollen. Es geht doch darum, dass du gerade nicht kannst, dass dir gerade alles zuviel ist. Du brauchst deine Ruhe, sagst du. Dann sag auch dies deinen Behandlern. Ich glaube dir. Gehe immer wieder hin und gib dein Befinden an. Das ist wichtig.
      Nicht herum zu sitzen, kann schon auch gut sein, aber du brauchst es jetzt gerade, Ruhe zu haben. Tritt dafür ein! Wenn die Zeit für Bewegung reif ist, ist Bewegung sicherlich gut. Aber verlass dich ruhig auf deine Gefühl. Mir hat irgendwann das Joggen geholfen. Ich trieb früher nie Sport, kann aber heute bestätigen, dass Sport sehr gut helfen kann bei Depressionen.
      Ja, das mit dem Zusammenreißen kenne ich auch. Das aber solltest du jetzt sein lassen. Lerne es, in dich hinein zu fühlen und diesem Gefühl zu vertrauen. Es ist das einzig Verlässliche auf dieser Welt. Liebe Grüße Benno

  99. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    Deine Antwort hat mir gut getan, ich danke Dir. Was die Bewegung anbelangt:_ Ich war noch nie sportlich, aber ich kann es ja mal probieren, wenn ich mich dazu in der Lage fühle. Wie Du es sagst, scheint es mir im Moment aber noch nicht die Zeit dafür zu sein.
    Eine Sache liegt mir auch noch furchtbar im Magen: Der Psychiater hat mir gedroht, mich "einzuweisen", wenn ich weiterhin so "durchhänge" und keine Pläne mache. Kann er das überhaupt so einfach? Oder wollte er mich nur mal – symbolisch gesehen – durchrütteln? Ich habe jedenfalls jetzt auch deshalb Angst vor dem nächsten Termin bei ihm……
    Lieben Dank für Deine Antwort
    Sabine

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Sabine,
      dass mit der Einweisung wäre wohl eher als dringender Rat zu sehen. Zwangseinweisungen sind nach deutschen Recht zwar grundsätzlich nicht ausgeschlossen, sind aber streng limitiert und auf einen Bereich begrenzt, wo du eine Gefahr für dein eigenes oder das Leben anderer darstelltest. Du müsstest also schon deutlich machen, dass du dir das Leben nehmen wolltest…
      Ich denke, davon kann hier nicht die Rede sein. Grundsätzlich gilt, dass dir nichts gegen deinen Willen geschehen darf. Du darfst selbst mit über den Weg deiner Genesung entscheiden. Du bestimmst selbst, ob du Tabletten nimmst oder nicht, ob du arbeiten gehst oder nicht…usw. Du bestimmst selbst über dein Leben und trägst auch die Verantwortung, natürlich auch für die Konsequenzen deines Handelns. Manchmal sind wir versucht, diese Verantwortung an "Fachleute" abzugeben, aber ich glaube, mehr als Ratgeber sollten sie uns nicht sein auf unserem Weg… Liebe grüße Benno

  100. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    noch mal vielen lieben Dank für Deine umgehende Antwort. Ein Problem ist, dass ich seit langer Zeit sehr schnell weinen muss, so auch kürzlich beim Psychiater. Ich hätte allerdings nie gedacht, dass das ausreichend sein könnte für dieses "Ich lasse Sie einweisen". Zumal er von einer reaktiven Depression sprach. Bin ich wegen des Weinens denn schon eine Gefahr für mich selbst und meine Umwelt? Dass ich meiner Umwelt und mir selbst auf die Nerven gehe, das kann sein. Aber deshalb eine Einweisung? Mir geht es einfach schlecht. Aber ich bringe mich nicht um.
    Vielleicht sollte ich besser den Arzt wechseln.

    Abgesehen davon werde ich versuchen, eine Aufstockung meiner Schwerbehinderung zu erreichen. Oder was meinst Du?

    Lieben Gruß
    Sabine

    • Benno Blues sagt:

      Also ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Weinen ausreichend Anlass für deinen Arzt war, eine Einweisung in Erwägung zu ziehen. Ich habe in manchen Zeiten auch sehr oft geweint. Es wird schon eher der Gesamteindruck gewesen sein, den du hinterlassen hast. Auch würde ich an deiner Stelle die angedachte Einweisung nicht als "Maßnahme" gegen dich verstehen, sondern eher als Hilfsangebot. Manchmal hilft es, den Ort zu wechseln, die Situation zu verlassen, auf andere Menschen zu treffen… Die Bezeichnung Einweisung ist der Begriff für den formalen Vorgang, weiter nichts. Wenn du ein Magengeschwür hättest, bräuchtest du auch eine Einweisung. Dein Arzt meint es gut mit dir, denke ich. Wenn du aus eigener Kraft die Kurve nicht kriegst, kann ein Krankenhausaufenthalt tatsächlich ein guter Impuls sein. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.
      Eine Aufstockung deines Schwerbehinderungsgrades kannst du beantragen. Die Frage, die ich mir hierbei stelle ist, ob du jetzt die Energie dafür hast und wenn ja, ob es lohnend wäre, sie dafür einzusetzen? Entscheidend ist doch der Status "Schwerbehindert". Es erwachsen dir keinerlei Vorteile aus einem höheren Grad, denke ich. Das kannst du auch irgendwann einmal machen, wenn es dir besser geht… Kannst es aber natürlich auch jetzt machen, wenn du magst. Du allein entscheidest das.
      Vielleicht sagst du deinem Psychiater einfach mal, dass du dich von niemandem einweisen lässt, aber man mit dir über eine Behandlung reden könne…? Dann hast du das Ruder wieder in der Hand und der Satz deines Arztes kann aus deinem Kopf verschwinden. Liebe Grüße Benno

  101. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich bin seit2013 AU wegen Depressionen , habe eine Reha mitgemacht und ca 1/2 Jahr später die Erwerbsmiderungsrente beantragt , bin vor 1961 geboren , Der Antrag und widerspruch wurde abgelehnt -weil sich angebl nichts geändert hat ,ich voll arbeitsfähig bin ,auch nicht berufsunfähig da es mir nicht viel besser geht ,erfolgt jetzt die Klage .Zwischenzeitl war ich in einer Tagesklinik ,werde jetzt nochmal in eine Klinik gehen . Beim Psych.GA hatte ich wohl einiges falsch gemacht ,wenn ich so jetzt die Ratschläge lese. Traurig ,daß es so ausgelegt wird…. Habe einen Anwalt zur Hilfe genommen . Was kannst du mir noch raten ? Liebe Grüße

    • Benno Blues sagt:

      Spezielle Tipps kann ich dir leider nicht geben, ohne mehr über dich zu wissen und das würde diesen Rahmen hier dann wohl auch sprengen. Aber im Blog findest du eine Reihe von Ratschlägen für deine Situation. Versuche vor allen Dingen authentisch zu sein, auch zu zeigen, wie es wirklich in dir aussieht. Ich weiß, das ist schwer für dich, sonst wärst du ja jetzt auch nicht in dieser Situation. Aber sieh: Was du nicht von dir zeigst, kann auch niemand wissen… Alles Gute für dich! Benno

    • Anonym sagt:

      Danke Benno,
      das trifft den Nagel auf den Kopf , sich so zu zeigen ,wie man ist
      das habe ich verlernt , nichts preisgeben ,immer die Maske auf, ja ,der Anfang ist gemacht bei Arzt und Psychologen .

  102. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    ich habe hier schon viel gelesen…. Mich quält seit langen die Frage, ob man es mir negativ auslegen kann, wenn ich keine Tabletten für die Psyche nehmen will. Ich bin seit über 7 Monaten krank (Depressionen, Trauer, Burn-Out, PSBS) und muß jetzt in die Reha. Ich bin seit vielen Jahren eigentlich krank, war schon 3x in Kliniken, habe früher auch Tabletten genommen. Ich wünschte mir sehr die "Rente" damit der Druck endlich abfällt und ich überhaupt noch eine Chance habe – vielleicht mein Leben irgendwie in den Griff zu bekommen. Hast Du Erfahrungen mit Tablettenverweigerung ? Vielen Dank für eine Antwort.
    Grüße G.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo G.
      Erfahrungen? Das wäre wohl zu hoch gegriffen. Obschon ich habe ein Gefühl dazu. Ich weiß allerdings nicht, wie die Rentengutachter es bewerten, wenn du Psychopharmaka verweigerst. Womöglich sehen sie es als eine Verweigerung zur Genesung, eine Ablehnung von Unterstützung und womöglich schließen sie daraus, dass du noch stark genug bist, für dich selbst zu sorgen? Menschen, die ganz untern sind, greifen nach jedem Strohhalm aus meiner Erfahrung…
      Ich kenne jemanden, dem wurde der GdB seiner Schwerbehinderung entzogen, nachdem er keine Medikamente mehr einnahm, obwohl sich an seinen Diagnosen nichts geändert hatte. Ich weiß allerdings nicht, ob der Zusammenhang nur zeitlich oder tatsächlich auch kausal war. Aber ich denke mal, er war kausal. Psychiater wollen verschreiben. Sie sind Ärzte, traditionell ausgebildet. Das ist das was sie gelernt haben. Wenn du Tabletten verweigerst, können sie nichts für dich tun, glauben sie. Ich kann dir also nicht wirklich eine Hilfe sein. Du musst dich auf dein Gefühl verlassen. Es führt dich zu der für den jetzigen Zeitpunkt richtigen Entscheidung. Vertraue dir! Liebe Grüße und gute Besserung – Benno.

    • Anonym sagt:

      Hallo Benno,
      danke für Deine schnelle Antwort….
      Ich nehme an, daß ich gezwungenermaßen Tabletten nehmen muß. Das ändert mein Leben allerdings auch nicht. Aber egal…
      Dann gehe ich jetzt wieder mal in Reha und ich kann mir denken, daß sie versuchen werden, mich als Gesund und Arbeitsfähig zu entlassen. Ich werde sehen…
      Tschüß G.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo G,
      so eng würde ich das mit den rosa Pillen nun auch wieder nicht sehen, denn was du dir in den Mund steckst oder nicht, das entscheidest immer noch du…es muss ja nicht jeder wissen…
      Und gut wäre auch, du würdest davon ausgehen, dass sie erkennen, dass du nicht arbeitsfähig bist. Gut wäre, du könntest davon überzeugt sein, dass du nicht arbeitsfähig bist, könntest deinem Gefühl vertrauen…denn am Ende wird vermutlich geschehen, woran du fest glaubst, so oder so… Liebe Grüße Benno

  103. Anne-Luisa sagt:

    Hallo Benno, ich hab da mal eine Frage: Wenn man die EU-Rente bezieht und Post von der RV bekommt in Sachen Verlängerung.. Was schreibt man oder wie formuliert man das am besten? Danke und schöne Grüße

    • Benno Blues sagt:

      Am besten, du bleibst unumwunden bei dem was du willst und vor allem bei der Wahrheit. Wenn du nicht weißt, was du in den Antrag schreiben sollst, kannst du dein Verlängerungsanliegen auch mündlich in einer Filiale der Rentenversicherung vortragen. So habe ich das seinerzeit getan und der Antrag wurde bewilligt. Liebe Grüße Benno

  104. Anonym sagt:

    Hallo ich melde mich auch mal wieder.Nun sind 1 1/2 Jahre vergangen seit ich einen Rentenantrag gestellt habe ,hatte schon geschrieben das 2x eine Ablehnung erfolgte und ich daraufhin mit dem SovD zusammen Klage bei dem Sozialgericht eingereicht habe.Ich wurde zu einem psychologischen Gutachten geschickt.Dieses habe ich heute erhalten und muß sagen es ist einfach nur die Hölle.Obwohl Depressionen und Angst diagnostiziert sind und auch erwähnt wird das ich meinen Haushalt nur mit Hilfe meiner Tochter schaffe ,ich mich immer mehr zurückziehe und mein Freundeskreis kleiner wird und ich wegen Panikattacken Probleme beim Auto fahren habe, kann ich laut Gutachterin noch 6 Stunden täglich arbeiten .Das Sozialgericht schrieb mir das Sie empfehlen die Klage zurückzu nehmen .Ja das wars dann wohl ,ich habe keine Ahnung was ich jetzt machen soll .Ich habe auch jetzt keine Hoffnung mehr und vor allem keine Kraft mehr .Falls noch jemand einen Rat hat dafür wäre ich dankbar.LG Andrea

    • Benno Blues sagt:

      Ach weißt du, Gutachter sind auch nur Menschen. Wenn sich dessen Einschätzung nicht mit deiner deckt, dann stimmt sie nicht. Verlass dich auf dein Gefühl! Die Klage würde ich nicht zurück ziehen, wenn du der Meinung bist, dass du nicht arbeiten kannst, denn für genau diesen Fall muss die Rente einspringen. Notfalls muss es ein neues Gutachten geben. Was sagt denn dein Anwalt vom SovD dazu?

  105. Anonym sagt:

    Ich bin völlig "durch den Wind" und hab Panik !!!! Denn nach den Infos hier im Blog habe ich echt überlegt die Erwerbsminderungsrente bald zu beantragen. Jetzt habe ich zufällig einen Brief von Rentenanstalt bekommen und hier steht nur info-halber dass ich noch keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente habe !!!! Man muss in den letzten 3 Jahren Pflichtversichert gewesen sein als Voraussetzung und das war ich noch nicht. Erst im November 2015 sind es 3 Jahre Pflichtversicherung (mein Krankgeldanspruch läuft im Januar 2016 ab).
    Mir dreht sich gerade nur noch alles im Kopf !! Ich weiss grad echt nicht mehr weiter da es mir sowieso zur Zeit psychisch (Depressionen, Panikattacken, Zwangsgedanken/handlungen etc.) sehr schlecht geht.

    Kann mir bitte jemand sagen wann bei ihm der "Eintritt Erwerbsminderung" gewesen ist – also welcher Zeitpunkt dafür von der Rentenanstalt genommen wurde ??

    Es kann ja nicht sein dass dies z.B. der erste Tag AU ist , oder ? Denn zu dem Zeitpunkt wusste ja noch keiner wie schlimm es ist bzw. wird.

    Ich wäre euch für Hilfe echt dankbar

    LG
    Claudi

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Claudi,
      ich denke in diesem Punkt kannst du dich erstmal etwas entspannen. Üblicherweise wird der Rentenantrag erst gestellt, wenn die Zeiten möglicher Krankschreibung ausgeschöpft sind. Der Renteneintritt zählt dann jeweils rückwirkend ab Antragstellung. Du kannst das ganze also beruhigt aussitzen, bis du einen Anspruch erworben hast, denke ich. Ich empfehle dir allerdings, hierfür einmal einen Beratungstermin bei einem Rentenberater in deiner Nähe zu vereinbaren. Ich bin zu solch einer Beratung nicht autorisiert und schließlich geht es ja auch um eine Lebensentscheidung und da solltest du auf alle Fälle gut beraten sein. Liebe Grüße und gute Besserung einstweilen! Benno

  106. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    erstmal vielen Dank für diese Seite hier und Deine Mühen.
    Ich bin dabei den Antrag für Erwerbminderungsrente auszufüllen, was mir offen gestanden nicht so leicht fällt, und bin mir bei dem Punkt 8( Begründung des Rentenantrags) sehr unsicher. Da soll ich einmal den Antrag begründen und auch einschätzen, welche Arbeiten ich nach meiner Einschätzung noch verrichten kann ! Damit bin ich echt überfordert, weil ich jetzt schon seit 1,5 Jahren ohne Job bin und davor einen Teilzeitjob von 15h die Woche hatte.
    Kannst Du mir da einen Tipp geben ?
    liebe Grüße

    • Benno Blues sagt:

      Wenn du glaubst, gar keine Arbeit mehr verrichten zu können, schreib das da hin. Wenn du glaubst, leichte Büroarbeiten verrichten zu können, dann schreib das hin. Ich schätzte mich damals so ein, dass ich noch einfache Tätigkeiten hätte ausführen können, Tätigkeiten ohne Verantwortung. Es ist wichtig, dass du authentisch bist und bei der Wahrheit bleibst. Versuche nicht ein Bild zu zeichnen, wie man es eventuell von dir erwarten könnte. Es ist egal, was andere jetzt über dich denken. Es ist wichtig, dass du bekommst, was du brauchst. Und wenn das die Rente ist, dann ist es die Rente. Viel Erfolg! Benno

  107. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    ich danke dir recht herzlich für deine Info über den Beginn des "Eintritts der Erwerbsminderungsrente". Ich habe inzwischen einige Infos dazu gefunden und es kursieren scheinbar verschiedene Daten und die Rentenversicherung dreht sich den Termin angeblich so wie er für eine Ablehnung am besten ist. Ich weiß nicht wie es am besten ist – soll man jetzt erstmal sagen dass es einem besser geht (obwohl es eigentlich gar nicht stimmt) und evtl sogar versuchen zu arbeiten (keine Ahnung wie das gehen soll – aber ich könnte es ja versuchen) um irgendwie auf die Anzahl der Pflichtmonate zu kommen ?
    Ich wäre dir für jeden Rat dankbar
    LG
    Claudi

    • Benno Blues sagt:

      Wenn es um rentenrechtliche Fragen geht, solltest du dir besser professionellen Rat einholen. Das kann ich hier nicht leisten. Es tut mir leid, dass ich dir da nicht weiterhelfen kann. Liebe Grüße Benno

  108. Anonym sagt:

    Hallo Benno, ich bin 50 Jahre alt und bekomme seit drei Jahren,auf Grund des psychologischen Gutachtens eines Psychologen, der mir von der Rentenkasse zugewiesen wurde ,Rente wegen voller Erwerbsminderung. Mein Problem ist u.a. dass ich morgens Startschwierigkeiten habe und nicht alleine zu Termine fahren kann,weil ich in öffentlichen Verkehrsmittel und im Straßenverkehr Panikattacken und Angstzustände bekomme. Nun hatte ich einen Termin zu einer ärztlichen Untersuchung direkt bei der Rentenkasse bekommen, der mich so in Panik versetzt hat,dass es mir hundeelend geht.Der Termin sollte früh morgens um 8.00 sein,ich habe keine Begleitung finden können,aber leider auch keine Flat mehr gehabt um die Rentenkasse anzurufen. Zwei Tage später habe ich dies nachgeholt,mich entschuldigt und der Dame erklärt,dass ich nicht dazu in der Lage bin so früh morgens und ohne Begleitung einen Termin wahrzunehmen,zumal ich gerade auch noch einen Schub habe. Sie sagte sehr barsch und unfreundlich,dass bereits ein neuer Termin unterwegs wäre ,auch für 8.00 und ich diesen aber " antreten" müsste , sonst würde mir sofort die Rente gesperrt. Ich geriet immer mehr in Panik,bekam Atemnot und fing an zu weinen,meine Gefühle vermischten sich mit Verzweiflung und Hysterie und zum Schluss habe ich nur noch weinend geschrien,dass ich krank bin und erst ab 10.00 Uhr eine Begleitung zur Verfügung habe,die mich mit dem PKW bringen kann. Die Dame war nicht bereit dazu mir einen späteren Termin zu geben und meinte nur,dann haben Sie eben Pech gehabt und hat einfach aufgelegt. So gestern 18.7. 2015 ist nun der Termin für den 28.7.2015 um 8.00 Uhr gekommen. Ich bin fertig mit den Nerven und es geht mir schlechter denn je. Meine Frage :Darf die Rentenkasse mir einfach die Rente streichen,obwohl sie das Gutachten vor liegen hat und ich es erklärt habe ? Ich beziehe eine kleine Rente und werde vom Sozialamt mit 15 Euro und Miete aufgestockt. Ich werde auch diesen Termin nicht wahr nehmen können,ohne auf dem Weg dorthin zusammen zu brechen und ohnmächtig zu werden. Was kann ich tun ? Da ich nervlich nicht kann,hat eine liebe Nachbarin für mich im Netz gesucht und ist dabei auf deinen Block gestoßen. Sie hat für mich auch geschrieben. ich hoffe,dass du mir noch früh genug antworten kannst. lg melanie

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Melanie,
      ich kenne mich nicht hundertprozentig aus in der Rechtssprechung in Rentenfragen, aber ich denke, dass die Rentenkasse Gutachtertermine so ansetzen kann, wie sie es für richtig hält. Womöglich wäre es auch gar nicht zum Eklat gekommen, wenn du dich vorher um ein klärendes Gespräch bemüht hättest. Wie soll so ein Apparat funktionieren, der ja letztlich auch für deinen Unterhalt sorgt, wenn die Betroffenen nicht mitarbeiten? Wenn du selbst nicht in der Lage bist, für dich zu sorgen in solchen Dingen, musst du dir im Einzelfall Hilfe organisieren. Wenn dich auch dies überfordert, dann gibt es die Möglichkeit der gesetzlichen Betreuung. Hiervon würde ich aber eher abraten, da du doch einer Menge an Persönlichkeitsrechten damit an eine andere, zumeist fremde und unbeteiligte Person abtreten würdest.
      Möglicherweise kann dein Arzt dir einen Transportschein für solche Fahrten ausstellen? Besprich das am besten mal mit ihm und frage dort um Rat, wie du dich das nächste Mal in so einer Situation besser verhalten kannst. Auf Konfrontation zur Rentenkasse würde ich an deiner Stelle jedoch nicht gehen. Das kostet nur unnötig deine Kraft, die mir hierfür viel zu kostbar erscheint. Es gibt für alles eine Lösung. Man muss nur drüber reden. Alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

  109. Anonym sagt:

    Hallo an alle Mit-Leidenden,
    ich habe auch eine Frage. Es ist so, dass ich (58J) nach langer Zeit, großen familiären Herausforderungen (nach der Scheidung alleinerziehend mit 5 Söhnen, kein Unterhalt, Unfall des ältesten Sohnes seit dem schwer Behindert, dann die Diagnose einer unheilbare degenerative Erkrankung der beiden jüngsten Söhne) und sehr stressiger beruflicher Situation (arbeitslos, selbstständig um dem zu entkommen, dann ein Arbeitsplatz mit viel Stress, viel Verantwortung, viele unbezahlte Überstunden und wenig Gehalt) quasi einen Zusammenbruch hatte und nicht wieder auf die Beine kam. 2 Wiedereingliederungsversuche scheiterten. Vor etwas über einen Jahr eine EURente beantragt habe.
    Ein Gutachter in der Reha sagte zu mir: Er könne mir keine Rente zugestehen nur weil ich ein schweres Leben gehabt hätte und warum ich mir nicht einen Mann suchen würde der mich unterstützt. ????
    Der 2. Gutachter, ein Psychiater hat eine realistische Einschätzung meiner Leistungsfähigkeit abgegeben, aber die RV hat nicht anerkannt dass ich als Informatikkauffrau kein "einfachen Büroarbeiten" zu verrichten habe.
    Der Gutachter der im Widerspruchsverfahren die orthopädische Symptomatik einschätzen sollte, hat die in einer Klinik diagnostizierte Fibromyalgie als nicht vorhanden hingestellt, nur weil ich zu dem Zeitpunkt gerade relativ schmerzfrei war. Ich bin also ein Simulant. Entsprechend wieder eine Ablehnung.
    Jetzt aber meine Frage: Da ich bei der Krankenkasse schon ausgesteuert bin, werde ich vom AA finanziell gestützt. Soll ich mich ans Sozialgericht wenden? Muss oder darf ich mich vorher an meinen Arbeitgeber wenden um nach einer anderen Einsatzmöglichkeit zu fragen? Wenn ich daran denke mich in diese Tretmühle zu begeben, dann könnte ich schon wieder heulen. Leider ist mein behandelnder Psychiater zur Zeit in USA und ihn kann ich daher nicht fragen.

    Sorry dass ich soviel geschrieben habe. 🙁
    Liebe Grüße
    Zorra

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Zorra, ich empfehle dir, einen Berater des VdK oder SoVd aufzusuchen. Das sind die Fachleute in diesen Fragen. Wenn du schon im Widerspruchsverfahren bist, dann bleibt ja nur noch die Klage, davon würde ich dir aber ohne anwaltliche Unterstützung dringend abraten. Die Kraft hast du jetzt gar nicht und falls doch, führst du dein Anliegen auf diese Weise ad absurdum. Lass dir helfen!
      Natürlich darfst du dich jederzeit auch an deinen Arbeitgeber wenden und gemeinsam mit ihm nach einer Lösung suchen, aber das musst du nicht, soweit ich weiß.
      Hast du schon einmal darüber nachgedacht, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen? Der könnte dir nützlich sein bei der Lösungsfindung in deiner Firma und auch in punkto Rentenantrag.
      Alles Gute für dich und schön, dass du hier warst! Liebe Grüße Benno

  110. Anonym sagt:

    Liebe Leute ihr müsst Euch endlich wehren, seht es ein die Gutachter, die Psychiater die Amtsärzte das sind nicht die, die auf Eurer Seite stehen es sind
    Kapitalisten die nur ihr eigenes Wohl im Auge haben wie viel, verdienen die, wie viel Ihr?!
    Wenn ich mir manche Beiträge durchlese ist davon auszugehen das diese
    ganzen Behörden nur ihre macht missbrauchen und das System stützen!
    Stellt Euch vor es gäbe ein Grundeinkommen diese Typen wären selbst von heute auf morgen arbeitslos, es sind Büttel eines untergehenden Systems!
    Konfrontiert sie damit! Mancher dieser Gutachter steht einem Josef Mengele
    in nichts nach! Die denken wie zu Zeiten des Ditten Reiches!

  111. Anonym sagt:

    sorry meinte natürlich dritten Reiches!

  112. Anonym sagt:

    Hallo Benno,

    ich war gerade in einer psychosomatischen Reha. Wurde entlassen mit der Empfehlung an die Rentenkasse, dass ich nur noch 3 bis unter 6 Stunden täglich in meinem und in allen Berufen tätig sein kann. Ich muß jetzt den Antrag bei der Retenkasse auf Teilerwerbsminderungsrente stellen. Soll ich mir trotzdem noch von einem Rentenberater helfen lassen, oder kann ich das wohl auch alleine machen? Ich habe Bedenken, dass ich vielleicht etwas schreibe, was mir negativ ausgelegt wird.
    Recht herzlichen Dank im Voraus

    :-))

    • Benno Blues sagt:

      Wenn du nicht selbst Fachmann in Rentenfragen bist, empfehle ich dir, ruhig Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das vereinfacht die Sache für dich ungemein und vermeidet Verzögerungen wegen eventuell fehlender Angaben. Ich hab's so gemacht und es nicht bereut. Liebe Grüße Benno

  113. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich bin gerade stark beeindruckt von deinem tollen Artikel.

    In vielen finde ich mich wieder…. nur leider nicht "in Rente bekommen"

    Ich kämpfe seit Jahren für eine Rente, in fünf Jahren hat sich mein Krankheitsbild immer mehr verschlechtert. Aber alles wird abgelehnt. Reha… nur nach Widerspruch, Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben.. die med. Reha hier kein Problem, aber trotz Empfehlung der Reha Gutachter wieder ein nein. Jetzt habe ich erneut eine Rente eingereicht… und schon wieder geht alles von vorne los. Die ersten Gutachter winken schon wieder mit Terminen. Ich habe alles dokumentiert. Alle Arzt und Gutachterberichte mit eingereicht… aber. Ich habe durch die schweren Herzerkrankungen schon seit Jahren Depressionen, die aber vom DRV Bund nicht anerkannt werden. Hinzu kommen Schulter-Op´s, Diabetes TypII mit Insulinbehandlung, Bandscheibenvorfälle auf 4 Ebenen die wegen der Herzerkrankung nicht operiert werden können. Ich habe einen Schwerbehindertenausweis über 60{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} und dem Merkzeichen G. Ich wünschte bei mir würde es auch so einfach sein, aber ich gebe die Hoffnung langsam auf. Das ganze Gehabe tut mir gar nicht gut. Ich bin in einer so tiefen Depression, das ich mich

    • Benno Blues sagt:

      Es kann täuschen, aber ich habe immer wieder den Eindruck: Je mehr Krankheiten die Antragsteller in die Waagschale werfen umso mehr versinkt die Depression in der Bedeutungslosigkeit. Vielleicht, weil wir ihr selbst nicht die Bedeutung zukommen lassen, die sie tatsächlich in unserem Leben hat? Womöglich fällt es uns leichter, körperliche Diagnosen ins Feld zu führen, weil diese gesellschaftlich eher als akzeptiert gelten? Ich weiß es nicht, aber dieses Gefühl beschleicht mich immer wieder und ich habe inzwischen viele Berichte wie deinen hier gelesen. Es tut mir wahrhaft leid und ich fühle mit dir. Ich fühle deine Ohnmacht und Verzweiflung. Vielleicht kann es eine Hilfe sein, vom Hoffen auf eine Rente zu einem Glauben an eine Rente überzugehen? Wie sehr glaubst du daran, dass dir eine Rente aufgrund von Depressionen zusteht? Wenn du dieses Gefühl verinnerlichen kannst, dann halte es fest und geh deinen Weg! Niemand kann dich zur Arbeit zwingen, wenn du dazu nicht auch in der Lage bist. Man wird an dir zweifeln und deinen Aussagen, man wird dir die Rente nicht so einfach geben wollen, aber letztlich wird man sie dir geben müssen, wenn es keine brauchbaren Alternativen gibt. Ich wünsche dir alles Gute hierfür, die nötige Kraft und Geduld und vor allem die innere Sicherheit, dass du das Richtige für dich tust. Liebe Grüße Benno

  114. Anonym sagt:

    Hallo, meine Mutter ist 60 Jahre und hat seit 2 Jahren schwere depressionen. War deswegen auch in Behandlung und nimmt noch immer Medikamente. Sie war davor aber nur Hausfrau und hat 4 Kinder groß gezogen. Kann Sie Erwerbsminderungsrente beantragen? Wo bekommt man am besten Hilfe? Oder einfach nur Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen? Wie muss man die Depressionen nachweisen?
    Gruß Jay

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Jay, wenn deine Mutter nicht sozialversichert beschäftigt war, wird sie leider auch keinen Anspruch auf eine Rente haben. Vereinbare bezüglich Hilfen bei der Depression bitte einen Beratungstermin beim Sozialpsychiatrischen Dienst deines Landkreises. Dort wird man dir mit Informationen weiterhelfen können. Liebe Grüße Benno

  115. Anonym sagt:

    Hallo, 2013 wurde bei mir Deppresionen festgestellt. Ich hab einen Schwerbehindertenausweiss mit 50 GdB. Nach fast einem Jahr wurde ich wiedereingeliedert. Doch jetzt geht es mir wieder viel schlechter. Ich gerate immer mit einem Vorgesetzten aneinander. Laut meinem Chef bin ich immer schuld. Ich würde so gerne alles hinschmeissen, aber ich hab riesige Angst Arbeitslos zu werden und ohne Geld dazustehenn (3 Monatssperre). Ich hab Angst Verrentet zu werden. Ich weiß nicht wo ich mich gut beraten lassen kann, wer hilft durch den Dschungel. Was bekommt man. Ich komm ja schon mit dem Verdienten nicht klar.

    • Benno Blues sagt:

      Die Rente müsste ja nicht auf Dauer sein. Sie ist in der Regel ohnehin befristet. Nach meiner Erfahrung sinkt der Druck erst, wenn die Überforderung nicht mehr jeden Tag im Raum steht. Und deine Arbeit scheint dich sehr zu überfordern gerade. Zu allen sozialrechtlichen Fragen in diesem Zusammenhang empfehle ich dir, den VdK oder den SoVD zu kontaktieren. Eine Mitgliedschaft dort ist erschwinglich und bietet ggfs. auch Rechtsbeistand. Liebe Grüße Benno

    • Anonym sagt:

      Danke für die Antwort. Ich werd mich an den SoVD wenden.

  116. Anonym sagt:

    Hallo ich 51 J. weiblich muss am 01.12. zum Gutachter, welcher vom Sozialgericht bestellt wurde. Bei meinem ersten Gutachten von der RV bin ich so menschen unwürdig behandelt worden, so dass ich große Angst habe! Ich bin seit 2008 aufgrund großer beruflicher Belastung seit 20 Jahren, krank. Jetzt schon zum 2. Mal ausgesteuert. Ich musste 4 Jahre auf eine Reha warten. Habe von drei unterschiedlichen Ärzten den Befund, dass ich keine 2 Stunden mehr täglich arbeiten kann. Reha erfolgte dann Ende 2012. Was mache ich, wenn der Gutachter wieder so unmöglich ist???? lg M.B.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo,
      ich verstehe deine Ängste. So ein bevorstehender Gutachtertermin löst allgemein immer wieder unangenehme Gefühle aus. Wir fühlen uns ihnen ausgeliefert und manche von ihnen scheinen eben genau dies zu genießen. Also gib ihm die Show nicht. Bleib ganz bei dir und deinen Zielen. Ob der Gutachter seelische Probleme hat und glaub mir, die hat er sicher, soll dich an diesem Tag nicht interessieren. Bring die Informationen an den Mann, die dir wichtig sind. Bereite dich vor. Schreib am besten einen Zettel als Gedankenstütze. Schreib dort alles auf, was du über dich aktenkundig machen willst und was sich günstig auf die Entscheidung der Rentenkasse auswirken könnte. Gib diesen Zettel dann am Ende mit zu den Akten des Gutachters. Er kann sich benehmen, wie er will. Es geht nicht um ihn an diesem Tag. Es geht um dich und deine Zukunft. Gib sie nicht aus der Hand! Alles Gute für dich und schön, dass du hier warst! Liebe Grüße Benno

  117. Anonym sagt:

    Hallo, ich habe die Seite schon oft aufgerufen, aber noch nie den Fragen und Antwortenteil gelesen.Bin hier auch eher immer gelandet weil ich die Fragestellung in bestimmter Weise stellte. Nun…es geht um die volle Erwerbsminderungsrente. Die teilweise erhalte ich bereits schon seit 2007. Mir war auch lange nicht klar, dass ich ein Problem habe. Nun bin ich aber mehrfach rückfällig geworden und habe aus Scham und Angst selber eine stationäre Reha beantragt die auch für den Zeitraum von 8 Wochen genehmigt wurde. Vor gut einem Jahr machte ich bereits eine ambulante Reha aus der ich AV entlassen wurde. Nach 16 Wochen voll wieder rein. Ich habe Borderliner mit Alkohol und Drogensucht, gepaart mit Depressionen. Nun werde ich ausgesteuert, hab mich auch schon arbeitslos gemeldet. Meine Arbeit habe ich nach 30 Jahren immer noch. Ich kann aber nicht mehr und will auch nicht mehr. Ich habe ein schwerbehindertes Kind, Allein erziehend, GdB 50. Will aber jetzt die Reha nicht antreten, obwohl man alles tat, dass ich wenigstens meine beiden Hunde mitnehmen darf. Ich hab es einfach satt das Therapiekarusell. Zunächst schrieb mich meine Ärztin Rehaunfähig, aber jetzt hab ich neuen Termin. Ich will einfach meine Ruhe, die volle ErwerbsRente und mal Luft holen. Soll ich mir die Reha doch mal geben und hoffen das man dort sieht, dass ich echt nicht mehr kann oder verweigern und den Antrag auf die v. Rente stellen ?
    LG

    • Benno Blues sagt:

      Es muss nicht dies oder das sein. Du könntest auch beides haben. Du könntest die Reha antreten und sehen, ob sie dir gut tut. Wenn es dir zuviel wird, kannst du sie immer noch jederzeit abbrechen. Einen Rentenantrag kannst du dennoch stellen. Das würde ich an deiner Stelle auch machen. Es ist nicht zu erwarten, dass eine Reha dich heil macht. Bestenfalls wird sie dir gut tun. Wenn aber die Reha wie ein Berg vor dir steht und dich bedroht, dir also wirklich zuviel ist, dann ist es womöglich besser, dich nicht damit zu belasten, denn es könnte schnell zu einer Überforderung und damit zur Verstärkung deiner depressiven Symptome führen. Wie auch immer du dich entscheidest – vertrau deinem Gefühl! Liebe Grüße Benno

  118. Anonym sagt:

    HALLO,ich habe einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung am 01.09.2014 gestellt.ich leide seit Jahren unter Depression und Angstzustände und gehe seit 10 Jahren
    kontinuierlich zum psychiater.ich war 2004 im krankenhaus und danach in Tagesklink.
    meine Xfrau hat sich wegen meine Krankheit scheidenlassen.und sie hat auch damit
    begrundet,dass ich unter Depression leide und ich nehme regelmässig medikament.
    seit jahren bin ich Arbeitslos.und seit 2 jahren (unterstützt von förden und wohnen und bezahlt von Sozialamt) mache ich ambulante sozialpsychiatrisch…
    ich war vor 2 monaten bei einem Gutachter.und seit einer Woche habe ich einen Brief
    von deutsche Rentenversiherung bekommen.sie haben mir mitgeteilt,dass mein Antrag
    nicht medizinische Voraussetzungen erfüllt….und steht in der Begründung:(nicht eindeutig
    zuzuordnender depressiv getönter Erschöpfungs- und Veragenzustand.Sie sind in der lage .mittelschwere Arbeiten in der Tages-Früh- und Spätschicht unter Vermeidung eines besonderen Stressaufkommens und regelmäßigem Kundenverkehr zu verrichten…)
    ich kann gegen diesen Bescheid innerhalb eines Monat schriftlich Widerspruch erheben.
    ich weiss nicht,was ich machen soll?ich bin total verzweifelt.fur mich jeden Tag ist pure
    Kampf in meinem Geist und meiner seele…was kann ich dagegen machen?und welche
    Möglchkeiten gibt es noch für mich?und was passiert,wenn ich widerspruch erhebe?
    ich werde so dankbar sein,wenn Sie mir mit Ihr Antwort behilflich sein…bedanke mich herzlich.,,,

    • Benno Blues sagt:

      Hallo,
      dass so ein Rentenantrag abgelehnt wird, ist naturgemäß nicht die Ausnahme. Etwa jeder zweite Antrag wird zurück gewiesen. Das muss aber noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Ich weiß zu wenig über dich, dass ich dir konkret raten könnte und das würde auch meine Kompetenzen und Intentionen hier im Blog übersteigen. Aber ich rate dir dringend, deinem Gefühl zu vertrauen. Und wenn dein Gefühl dir sagt, dass du nicht arbeiten kannst, dann steh dafür ein! Hol dir Unterstützung! Es gibt Fachleute für diese Fragen Du findest sie beim VdK oder auch beim SoVD. Einfach mal googeln. Dort wird man dir gegen ein kleines Geld weiterhelfen. Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

    • Anonym sagt:

      ich bedanke mich hertzlich für deinen netten Antwort.ich bin dankbar, es gibt immer noch gute Menschen wie du.ich bin müde,sehr sehr müde.ich versuche mich irgendwie zu motivieren.ich möchte zum ersten Mal in meinem Leben kämpfen.ich habe noch eine Frage.
      ich möchte Wiederspruch nach der Ablehnung von meinem Antrag auf Rente erheben.meine
      Frage lautet,ob ich den Widerspruch ohne einen Anwalt mache?oder wenn ich meine zweite
      Ablenung von deutsche Rentenversicherung bekomme?ich werde dazwischen versuchen,Mitglied bei VDK zu werden….die allerbesten wünsche für dich.

    • Benno Blues sagt:

      Ich denke, du kannst den Widerspruch formal auch erstmal ohne Anwalt einlegen. Das würde ich aber nicht tun. Hol dir mal Hilfe! Ein anwaltliches Schreiben bringt eher zum Ausdruck, dass du auf der einen Seite nicht so einfach aufgeben wirst, auf der anderen Seite aber jetzt nicht die Kraft hast, dich mit einem Giganten anzulegen. Einfach mal einen Termin bei einem der erwähnten Sozialdienste machen dann nimmt die Sache ihren Lauf, denke ich. Das halte ich für den besten Weg. Liebe Grüße Benno

  119. Anonym sagt:

    Hallo ,
    ich möchte hier schreiben ,dass es mir aus der Seele spricht Dein Beitrag.Diese Schuldgefühle , über sowas überhaupt nachzudenken ,an Rente mit Ende 40 aus psychischen Gründen- was ist das für ein Schmarotzer , der hat ja keine Lust zum arbeiten.Was sagt die Familie , Du wirst gedisst.
    Sehr guter Beitrag.Nun zu mir , ich bin 46 Jahre alt , habe von den 30 Jahren ca. 25 Jahre gearbeitet , in den letzten Jahren hatte ich 4 Jobs.Zweimal wurde mir bereits nach der Probezeit gekündigt.Voriges Jahr hatte ich eine ganz schlimme Zeit ,es ging eine Beziehung zu Ende, die Frau sagte sich aber – er soll noch leiden.Dann kam eine Gerichtsverhandlung nach der anderen , es hat mich ca. 5000 Euro gekostet alles .
    In dieser Zeit , aber auch schon davor habe ich einen Psychiater aufgesucht wegen Depressionen.Sie verschrieb mir ein Mittel , aber ich habe es nur genommen , wenn es gepasst hat mit der Arbeit.(Bereitschaft , Fahren usw.)
    Letztes Jahr habe ich zum schlafen auch eins gebraucht und habe es über ein Jahr genommen..
    Insgesamt gesehen stehe ich auf einer Klippe und frage mich , gehe ich darüber oder habe ich die Kraft dazu.Ich habe Kontakt aufgenommen mit einer sozialpsychiatrischen Kontakt und Beratungsstelle , dort ist eine sehr angenehme Frau.
    Es tut mir gut dort, Du wirst einfach so genommen wie Du bist.Es sind 90 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} dort in einer Rente oder haben einen rechtlichen Betreuer . Das schreckt einen erstmal ab, da ich auch schon mitbekommen habe , was die Betreuer für einen Einfluss haben.Ausserdem kann man sich auch gut unterhalten mit den anderen dort.Wie spielen Skat dort und man fühlt sich angenommen.
    Mit der Arbeit , baut sich bei mir immer so ein Druck innerlich auf , diesen kann ich nicht richtig kompensieren.
    Ich weiß noch nicht , wo mein Weg mich hinführt , ich wünsche mir die Kraft eine Entscheidung zu treffen und diese auch durchzuziehen.
    Also super Beitrag!
    Mit freundlichen Grüßen
    Uwe Beier

  120. Hallo Benno ,
    wenn ich in mich hineinhöre , möchte ich Ruhe und klare Regeln.Es belastet mich darüber nachzudenken , welche Arbeit ich eventuell bekomme.
    Was Du durchgemacht hast finde ich beachtlich und ich habe diese Selbstzweifel mit diesen Gedanken jeden Tag.
    So ungefähr Du bist ein Schmarotzer ,die anderen gehen arbeiten,Du sitzt zuhause .Meine Familie würde mich dissen.
    Was würdest Du mir raten?
    Mit freundlichen Grüßen
    Uwe Beier

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Uwe, mir hat es damals geholfen, einmal anerkennend auf meine Lebensleistung zu schauen und in Gedanken all die Arbeit zusammen zu tragen, die ich bislang geleistet hatte. Da sah ich, dass das bereits sehr viel war. Mir kam damals das Wort Lebensarbeitsleistung in den Sinn. Manche menschen stehen bis an ihr Lebensende in einem Arbeitsverhältnis, ohne sonderlich viel geleistet zu haben. Allein die Jahre sind es nicht. Das war der eine Punkt. Der andere Punkt, der mir half, war zu realisieren, dass meine Rente aus meinen eigenen Beiträgen gezahlt würde und erst einmal viel Zeit vergehen müsste, bis ich tatsächlich eine Leistung erhielte, die andere erwirtschaftet hätten. Aber selbst hier griffe ja nur das Prinzip "Versicherung", im übrigen eine Versicherung um dessen Mitgliedschaft ich nie befragt wurde. Schmarotzer sind die, die nicht arbeiten wollen, obwohl sie es könnten. Aber glaube mir, Schmarotzer würden sich nicht solche Gedanken manchen, wie du. Sie hätten kein schlechtes Gewissen… Liebe Grüße Benno

    • Anonym sagt:

      sorry eine antwort hab ich nicht aber sehr große probleme. war 2004 in voller eu rente. verlängerung wurde von rv abgelehnt. seit dem quäle ich mich mit schmerzen rum und depressionen und angst/panik kamen dazu. habe dann 2012 erneut beantragt auf grund des psychiaters der sagte das wird nix mehr. bin seit 4 jahren krankgeschrieben und existiere von aufstockung alg2. mein mann arbeitet. 2013 wurde vor gericht verhandelt gegen rv. musste dann klage zurückziehen sonst hätte ich keine reha bekommen. die war dann ambulant angesetzt in einer einrichtung wo ich schon mal war – allerdings stationär- und welche die hölle für mich war.obwohl ich vor gericht erwähnte ich bin zu einer reha bereit aber nicht dort. hatte keine kraft mehr und wurde durch VDK vertreten der widerspruch einlegte und dann bekam ich eine stationäre Reha wo anders. Ich hab mir dort die größte mühe gegeben, aber leider trat keine besserung meines zustandes ein (schmerzen überall, große angts und panik und depression) starke angst vor menschen und rauszugehen)wurde als arbeitunfähig entlassen mit dem hinweis ich brauch nicht zu tun das geht an rv als neuantrag und die rente muss bewilligt werden. nachdem ein halbes jahr vergangen war wand ich mich wieder an den vdK der seit dem mit der rv im schriftwechsel und streit steht. nun ist es wieder vor gericht gelandet und ich muss zum gutachter. hatte schon zwei vorher die immer sagten ich kann noch. mitlerweile gehts mir so schlecht, dass ich nicht mehr kann und hab große angst vor dem gutachter. ich weis es sind auch nur menschen aber meine schlechte erfahrung und dass ich immer dann völlig aufgelöst bin und nicht mehr herr meine sinne lässt mich verzweifeln. ich hab leider vom psychiater nicht große hilfe hab alle medikamente ausprobiert nehme jetzt noch 2 gegen panik und angst und eins für die nacht damit ich überhaupt schlafen kann. mein man fährt mich zum gutachter der ist auserhalb und ich wüsste nicht wie ich sonst da hin kommen sollte, da ich ja auch große angst habe

    • Benno Blues sagt:

      Ja, das ist wirklich schlimm alles und es scheint, als gebe es keine Lösung, als wende sich das Leben immer wieder gegen dich. Das macht dich dann vermutlich noch hilfloser und ängstlicher. Aber wie du schon schreibst, es sind nur Menschen und Menschen können sich irren. Ich denke, wenn du arbeiten könntest, würdest du es auch tun. Also verlass dich auf dich. Wir können leider das System nicht ändern. Wir können nur versuchen, das beste daraus zu machen. Wenn man dich für arbeitsfähig hält, dann musst du eben erneut dafür einstehen. Wenn es nicht geht, gehst wieder zum Arzt, lässt dich wieder krank schreiben. Unser System drängt leider sehr viele Menschen an den Rand der Gesellschaft und viele auch darüber hinaus. Es muss sich etwas ändern, das denke ich auch. Aber ändern kann sich nur etwas, wenn Menschen wie du und ich immer wieder für sich einstehen und sagen: "Das schaffe ich nicht!"
      Aber auch einen zweiten Aspekt möchte ich noch ein wenig beleuchten. Du hast einen Mann, der dich unterstützt und der zu dir steht. Das ist so viel wert!! Viele, sehr viele Menschen in deiner Situation haben das nicht. Ich freue mich sehr für dich, dass dies bei dir nicht so ist. Vielleicht kannst du auch einmal so auf deine Situation gucken, kannst sehen, was alles gut läuft in deinem Leben? Das Wichtigste sind doch intakte Beziehungen! Beziehungen lassen uns krank werden und lassen uns heilen. Ich wünsche dir sehr, dass man dir die Rente diesmal bewilligt, aber viel mehr wünsche ich dir, dass du auch weiterhin jemanden an deiner Seite hast, auf den du zählen kannst. Liebe Grüße Benno und alles Gute für dich!

  121. Anonym sagt:

    Hallo.

    Vielen Dank für diese supertolle Seite hier. Habe durch Zufall hierher gefunden.
    Hier zu meiner Geschichte und was mit mir los ist. Anfang 2015 wurde bei das psychvegetative Erschöpfungssyndrom und Depression festgestellt. Das etwas mit mir nicht stimmte war mir schon vorher klar, doch die Diagnose hat mich umgehauen. Denn es heisst doch: Du hast versagt. Andere kommen mit den Dingen klar, aber du nicht. Zwei Bandscheibenvorfälle, Tinnitus und ständiger Kopfschmerz in Verbindung mit absoluten Schlafproblemen machen mit zu schaffen. Dazu kommt Paruresis und soziale Phobie. 29 Jahre arbeite ich bereits in der Firma. Ich war dann 7 Monate AU. Im Juli letzten Jahres machte ich eine stationäre Reha. Diese hat mir sehr gut getan und ich habe mich nach dieser langen AU + Reha wieder fit für die Arbeit gefunden. Wurde dann zwar AU entlassen, habe aber aus eigenem Willen die Wiedereingliederung begonnen. Jetzt nach 4 Monaten bin ich wieder am Ende. Ich hatte in der ganzen Zeit keinen geeigneten Therapeuten gefunden. In der Reha war der Therapeut wirklich sehr gut und es ging mir besser. Dennoch wurde bei mir soviel aufgearbeitet, dass mich dieser "Berg" noch mehr belastet. Es ist mir jetzt bewusst, in welchen Lebensbereichen ich nicht klar komme und woher das kommt. Bisher war ich noch nie bei einem Psychiater/Neurologen. Ich weiss nur selbst, dass es so nicht gehen kann. Der Gedanke an eine EU-Rente wird immer größer. Jedoch denke ich, die Vorrasusetzungen sind bei mir sehr schlecht. Kein Psychiater und aus der Reha arbeitsfähig, aber noch AU entlassen. Ich traue mir den langen Weg einfach nicht zu. Es fällt mir schon sehr schwer beim Hausarzt mein Leid zu klagen. Frage: Wäre es von Vorteil wenn man schon "Grad der Behinderung" hätte? Auch dafür habe ich nie die Kraft gehabt zu beantragen. Was würdet ihr mir raten? Habe mir heute wieder freigenommen, weil ich es nicht schaffe zur Arbeit.
    Lieben Gruß
    Andreas K.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Andreas,
      ich denke, es wäre auf jeden Fall für dich gut, einen Schwerbehindertenstatus in der Tasche zu haben. Das würde dir womöglich deinen Arbeitsplatz sichern, selbst über eine zeitweise Berentung hinaus. Mein Arbeitsverhältnis besteht noch immer. Es ruht nur. Sollte eines Tages jemand auf die Idee kommen, ich könne wieder arbeiten, dann könnte ich tatsächlich an meinen alten Arbeitsplatz zurück kehren. Aber auch beim Rentenantrag selbst ist eine Schwerbehinderung ein Argument zur Befürwortung, denke ich.
      Der Aufwand hierfür hält sich in Grenzen. Du füllst einmal einen Antrag aus und entbindest dort deine dich behandelnden Ärzte von ihrer Schweigepflicht. Das Amt holt sich dann selbstständig alle Befunde, die es braucht und entscheidet am Ende nach Aktenlage. Bei einigen Versorgungsämtern kann man die Schwerbehinderung heute sogar schon online beantragen, zumindest die Antragsunterlagen downloaden.
      Vielleicht wäre das nun ein erster Schritt für dich – du besorgst dir den Antrag. Du musst ihn ja nicht sofort ausfüllen…
      Liebe Grüße und danke für deinen Kommentar! Benno

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Andreas,
      so groß wäre der Aufwand für einen Rentenantrag gar nicht, wenn du dich denn dafür entschlössest. Was du beschreibst, wie du dich fühlst, die Scham über den Leistungsverlust, das Ankämpfen gegen die Erschöpfung… das alles kenne ich sehr gut. Aber schau mal von außen drauf! Was kann dabei herauskommen, wenn du gegen eine Erschöpfung ankämpfst…? Ich denke, du solltest die Rente beantragen. Ein Schwerbehindertenausweis wird hierbei ganz sicher nicht von Schaden sein. Ja, ich würde dir unbedingt dazu raten, die Schwerbehinderung vorher zu beantragen. Liebe Grüße Benno und alles Gute für dich!

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Andreas,
      ob ein Schwerbehindertenausweis bei der Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente von Vorteil ist, ist statistisch meines Wissens nach nicht belegt. Mein Gefühl sagt mir jedoch, dass es eigentlich nur von Nutzen sein kann. Je mehr aktenkundliche Belege auf eine deutliche Beeinträchtigung deiner Möglichkeiten zur Lebensbewältigung hinweisen, umso so besser für den Entscheidungsprozess, denke ich. Allein schon deshalb halte ich es für wichtig, vorhandene Hilfsangebote auch umfassend wahrzunehmen, d.h. zum Arzt zu gehen, eine Therapie zu machen, usw… Die Rente bedeutet zwar auch nicht die Erlösung aus der Depression, aber sie kann eine Menge Druck nehmen. Die vorhandene Kraft kann dann besser zur Genesung eingesetzt werden. Ich habe jetzt zehn Jahre mit der Depression zu tun. Ich war ganz unten. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es kein leichter Weg ist, da wieder heraus zu kommen, aber dass es machbar ist. Heute überlege ich, wieder in die Berufstätigkeit zurück zu kehren, sicher nicht per 40-Stunden-Woche, aber ein wenig Arbeit zu haben, male ich mir inzwischen schon wieder schön aus. Ich habe mich deshalb für eine Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie entschieden. Vor fünf Jahren noch hielt ich so einen Schritt für völlig abstrus… Liebe Grüße und gute Besserung! Benno

  122. Anonym sagt:

    Hallo,
    Ich habe 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} wegen depressionen bekommen.
    Jetzt will die DrV mich zu einer Reha schicken , Teilhabe am Arbeitsleben.
    Kann ich das ablehnen , da ich mich dazu überhaupt nicht in der Lage Gesundheitlich fühle.
    oder können die mir dadurch einen Strick drehen ?
    Bin 15 Mon. krank war in Reha und TK , ohne Erfolg.
    Einen EU-Rentenantrag werde ich in Kürze stellen .

    Liebe Grüße

    Tino

  123. Anonym sagt:

    Hallo,ich habe deine Seite gelesen und habe mir zum ersten mal Gedanken über Rente gemacht. Wie Du schon sagst mit über 40 in Rente. Ich doch nicht ich muss doch arbeiten bis ich 67 bin. Doch seit einem Jahr kann ich nicht mehr arbeiten. Ich habe ersteinmal lange gebraucht um überhaupt die Diagnose mittelgradige Deppresion und Burnout zu akzeptieren. Immer dachte ich mir, nein DIR passiert dies nicht. Bis ich gemerkt habe ich habe Jahre lang funktioniert und irgendwann hat mein Körper gesagt jetzt ist schluss. Und nun habe ich alles was man nur kriegen kann. Ich bin Alleinerziehend mit 3 Kindern (23J, 13J, 4J) unterstütze meine Eltern und bin LKW-Fahrerin. Aber ich kann nicht mehr. Deshalb kam ich und auch lt Aussage der Krankenkasse die Rente in Frage. Lt Medizinischem Dienst der Krankenkasse bin ich nicht in der lage zu Arbeiten. Nun gehe ich noch in Reha und werde versuchen die Rente zu beantragen. Ich hoffe ich schaffe es. Vielen dank für deine tolle Seite

  124. Benno Blues sagt:

    Hallo Tino,
    natürlich kannst du eine Reha auch ablehnen. Du bist ein freier Mensch, Tino. Raten würde ich dir dazu aber nicht, wenn du die Rente haben möchtest. "Reha vor Rente" das ist der Grundsatz, nachdem die Rentenkasse verfährt. Wenn du nicht in der Lage bist, eine Reha anzutreten, gibt es andere Möglichkeiten. Du kannst dir dies von einem Arzt attestieren lassen oder du bittest um einen Vorgesprächstermin in der in Frage kommenden Rehaklinik und erklärst dich dort. So habe ich das seinerzeit gemacht und musste die Reha dann nicht antreten, bekam sofort die Rente. Viel Erfolg und gute Besserung! Liebe Grüße Benno

  125. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonym vom 25.02.16, 21:36

    Ich glaube, das passiert immer nur denen, die von sich glauben, ihnen könne das nicht passieren. Aber wenn ich lese, was für ein Pensum du zu bewältigen hast, dann kommt mir schnell die Idee, dass deine Lebensarbeitsleistung womöglich schon erbracht ist, du genug gearbeitet hast. Vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, etwas zu ändern, dich etwas mehr um dich selbst zu kümmern. den Freiraum hattest du bislang wohl eher nicht und da könnte die Rente schon sehr hilfreich sein. Und des Alters wegen, weißt du, es gibt auch Zwanzigjährige, die Rente bekommen. Wir verknüpfen den Begriff immer mit einem bestimmten Alter, das hat mit der Altersrente zu tun. Die aber willst du ja gar nicht haben. Es geht um eine Erwerbsminderungsrente und die ist für Menschen wie dich gedacht. Wenn du die Rente für das richtige hältst, kannst du sie sofort beantragen. In die Reha musst du sowieso. Verliere nicht Zeit… es ist dein Leben! Liebe Grüße Benno

  126. Anonym sagt:

    Guten Abend,
    ich leide seit vielen Jahren u. a. unter einer rezidivierenden Depression und Dysthymie und bin denselben Weg gegangen.
    Nach einer langen Odyssee und vielen Schwierigkeiten befürwortete dann der zweite Gutachter die Rente auf Zeit für zwei Jahre. Möchte dabei nicht den VdK ungenannt lassen, der mir zur Seite stand.
    Nach meinem ersten Verlängerungsantrag, den ich mit Hilfe des VdK gestellt hatte, bekam ich heute Bescheid, dass ich die Rente wegen voller Erwerbsminderung als Dauerrente bekomme.
    Ich hoffe, dass ich jetzt auch ein wenig den Rücken frei bekomme und wieder zu mir finde.
    Und natürlich arbeite ich immer wieder an mir, dass es mir besser geht.
    Ich kann nur allen Betroffenen raten, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und zu kämpfen.
    Liebe Grüße
    Chr.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Chr. und herzlichen Dank für deinen Mut machenden Kommentar! Ich wünsche dir nun auch, dass du zur Ruhe kommen und dich und dein Leben nun noch einmal neu angucken kannst. Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

  127. spandauleon sagt:

    wow…. vielen dank für diesen beitrag. bin gerade mal wieder aus meiner arbeit geflogen wegen meiner depressionen. diese trage ich schon seit 30 jahren mit mir herum. kenne es kaum anders……….. bin ein total verstörter mensch, kann keine sozialen bindungen halten,keine beziehungen führen,mich um nix kümmern(antriebslos),keine ziele,wasche mich nur alle 5 wochen, kein hunger,fühle mich hässlich,trage stets(auch im sommer) mehrere schichten klamotten um kräftiger auszuschauen,kein selbstbewußtsein, ständige todessehnsüchte, kettenraucher geworden, nicht mehr lebensfähig, schiefer rücken(jeden tag schmerzen),künstliche hüfte,probleme beim wasser lassen und mehrere psychosen. war schon in behandlung bei einem therapeuten, der zu mir meinte ich bin nicht mehr komplett heilbar. weil was in 30 jahren alles schiefgegangen ist kann er nicht mehr gerade biegen. habe dem staat schon immer auf der tasche gelegen, wegen dieser erkrankung, die ich seit meinem 8 lebenjahr ca habe. mein kopf macht mich kaputt, diese vielen gedanken die mir jede sek durch meinen kopf schiessen, diese ängste und anderes. weiß seit jahren nicht weiter, und habe mich entschlossen eigentlich ein ende zu setzen. hilfe bekommt man in deutschland nur schwer…. wie z.b. sozial psychiatrischer dienst(spd), therapeuten(halbes jahr wartezeit), seelsorge usw. nirgends akute hilfe bekommen. manchmal ist es kaum auszuhalten und dann muss ich in die erste hilfe, sonst weiß ich was dann passiert. von da wird man dann in die p3 (geschlossene psychiatrie) gebracht und mit medikamenten bearbeitet. MEHR NICHT 🙂 nun hab ich die hoffnung eine tagesklinik besuchen zu dürfen. und ich denke echt darüber nach mit nur 38jahren das mit der rente zu versuchen…… obwohl, wie du es so schön schreibst, sich man dafür schämt. aber was soll ich sonst machen???? kann durch meine jahrelange erkrankung nichts mehr lange durchhalten. 🙁 hoffung ist gestorben, einzige was ich mir vorstellen kann ist auf rente zu gehen um weiter zu leben, damit ich endlich keine ängste mehr haben muss und in ruhe und frieden leben kann…..

    • spandauleon sagt:

      die frage wäre noch , wie hoch ist die rente? was kann man erwarten, lach….500euro? 🙂

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Spandauleon,
      ich finde es gut, dass du über die Rente nachdenkst. Ich glaube, sie wird dir die Entlastung bringen, die du zur Genesung so dringend brauchst.
      Die Höhe deiner Rente ist abhängig davon, wie viel du in den letzten Jahren verdient hast. Bei der Berechnung der EM-Rente wird dann davon ausgegangen, dass du diese Summe bis zum regulären Eintritt ins Rentenalter verdient hättest. Das kann also durchaus eine auskömmliche Rente für dich bedeuten… Liebe Grüße Benno und lass dich nicht unterkriegen!

  128. Anonym sagt:

    Hallo und guten Tag.
    Ich würde gerne so einiges wissen.
    Wie passt das überein, wenn man depressiv ist, dann aber so überlegt und entschieden aufzutreten? Die meisten sind doch eher niedergeschlagen und wissen gar nicht wie sie was sagen sollen und können es auch gar nicht.
    Ich selbst habe seit 11 Jahren die Diagnose LWS mit Chrondrosen und mir wurde damals vom Arzt gesagt, eine Operation (Versteifung)bringt nur max. 3 Jahre eine Erfolg, danach fangen die anderen Wirbel an zu rebellieren und das Spiel geht von vorne los. Und ein OP-Ergebnis muss ja nicht unbedingt erfolgreich verlaufen, es besteht ein hohes Risiko.
    Mir blieb also nichts anderes übrig, als die Zähne zusammen zubeißen und weiter zu arbeiten. Ständig unter Schmerzmitteleinsatz, sonst wäre es nicht möglich gewesen.
    (Ibo 800 – Novalgin – Tramadol sind an der Tagesordnung) Jetzt bin ich zwar arbeitslos, aber ich kann auch nicht mehr mit dem Rücken arbeiten. Dies setzte mich die letzten 7 Monate so zu, dass ich depressiv geworden bin. Ich habe schon viele Tests online gemacht und alle bestätigen eine starke Depression, aber ich bin mir nicht sicher, weil ich ziemlich aufbrausende Reaktionen und Argressivität vorweise.
    Ich suchte einen Neurologen aus, der mir als aller Erstes sagte, Für die Rente sind sie zu jung.
    Ich würde gerne noch viel mehr schreiben, aber das ist nicht der richtige Weg hier.
    Würde gerne mit dem Herausgeber des Artikel "Rente wegen Depression" weiter schreiben, um alles genauer zu erklären.

    Vilen Dank für die Seite.
    Frank

  129. Benno Blues sagt:

    Hallo Frank,
    da hast du völlig Recht. Es passt nicht zusammen, tief depressiv zu sein und selbstbewusst aufzutreten. Aber so einfach lässt es sich nun auch nicht in ein Bild fassen, auch wenn wir dies gern tun mögen. Depressive Menschen sind nicht konstant kraft- und hoffnungslos, traurig oder des Lebens müde. Jedoch kommen sie immer wieder in derartige Zustände. Stimmungsschwankungen prägen ihr Leben. Dazu gehört durchaus auch Aggressivität, so wie du es an dir erlebst. Die Meinung deines Neurologen hinsichtlich der Rente ist sicherlich seine persönliche Meinung. Zu entscheiden haben andere Menschen darüber, nach Prüfung aller vorliegenden Fakten. Hierbei geht es nicht um ein biologisches Alter, eher um ein fühlbares. Hier geht es allein um die Fähigkeit, mindestens drei Stunden täglich arbeiten zu können oder nicht.
    Wenn du einen Dialog mit dem Autor wünscht, hast du zwei Möglichkeiten. Du kannst dies anonym tun über den Menüpunkt Beratung (zu finden unter "Sonstiges" oder du kannst es öffentlich tun unter der Rubrik "Depression im Dialog" (zu finden unter "Inhalt"). Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße Benno!

  130. Anonym sagt:

    Hallo und guten Tag.
    Ich finde diesen Hilfebeitrag echt super und es ist gut zu wissen, dass man nicht allein ist. Vielen Dank dafür.
    Nun ist mir eins noch nicht klar.
    Wenn man depressiv, völlig Antriebslos und niedergeschlagen ist, wie kann man dann so sicher und aufgeklärt die Rente beantragen wollen.
    Jede Krankenkasse, Rentenkasse und jeder Doktor und/oder Psychologe schmeißt einen doch hochkanntig aus seinen Räumlichkeiten raus und ruft noch hinterher, "gehen sie arbeiten, dann wird es ihnen wieder besser!"
    Mir selber geht es ja ähnlich.
    Ich bin 53 Jahre alt und vor 11 Jahren wurde bei mir LWS und Chondrosen festgestellt.
    Nach einem Jahr erfolgloser Behandlung wurde ich zum Abschluss in der Reha, für mindestens 6 Std täglich, in wechselnder Körperhaltung arbeitsfähig geschrieben.
    Ich habe mich damals gefragt, warum ich dann 1 Jahr lang AU geschrieben wurde, wenn ich letztendlich wieder arbeitsfähig geschrieben worden bin, obwohl sich die Schmerzen nicht veringert haben.
    In den folgenden 4 Jahren der Arbeitslosigkeit ging es stark bergab, soweit dass ich an Suizid gedacht habe. Ich habe den Plan aber über den Haufen geworfen, weil ich das meiner Mutter nicht antun wollte. Denn, "Eltern sollten niemals am Grab der eigenen Kinder stehen müssen!" Dies rettete mich.
    Ich verließ das Bundesland um einen Neustart zu versuchen. Dieser gelang mir auch, aber nur unter starken Schmerzen und permanenter Einnahme von 2xtäglich Ibu 800 + 2xtäglich Novalgin und in extremen Situationen zusätzlich 2xtäglich Tramadol.
    Nach 5 Jahren, wurde ich wieder Arbeitslos und jetzt fängt die Psyche wieder an.
    Eine Frage noch, muss ich diese Menge an Schmerzmittel nehmen, damit ich arbeitsfähig bin und trotzdem immer noch Schmerzen verspüre? Eine OP kommt für mich nicht in Frage, die lehne ich aus Risikogründen ab. Auch wurde mir gesagt, dass eine Versteifung nicht zwingend einen Erfolg verspricht, da es sein kann, dass nach etwa 3 Jahren die Wirbel über der Versteifung anfangen würden zu rebellieren.
    Nur um meinem Renteneintrittsalter etwas näher zu kommen, um zu zeigen, dass ich willig bin und damit die Kassen nicht zahlen müssen, sehe ich das als den falschen Weg an.
    Vielen Dank für euer Interesse und freundliche Grüße,
    Frank

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Frank,
      es ist ein schmaler Grad, denke ich. Wenn du Hilfen ablehnst, könnte leicht der eindruck entstehen, du wärst an einer Besserung gar nicht interessiert, es ginge dir nur darum, in Rente zu kommen. das ist natürlich Quatsch, aber die Fachleute reden dann schnell einmal von mangelnder Krankheitseinsicht und Compliance (kooperatives Verhalten im Rahmen der Therapie). Natürlich kann dich niemand zwingen, all diese Mittel auf Dauer zu nehmen, aber wie wäre es für dich? Wechsle einmal den Stuhl und begib dich in die Position des Behandelnden! Wie würde so ein Patient auf dich wirken? Wie würdest du urteilen? Vielleicht gibt es ja einen Mittelweg…? Liebe Grüße Benno

  131. Anonym sagt:

    Habe die Seite mit Interesse gelesen. Habe immer wieder "reaktive Depression" und seit 8 Jahren diagnostizierte ADHS. Meine Eltern waren beide depressiv. Mein Vater hat sich das Leben genommen, meine Mutter ist biploar. Ich bin alleinerziehend und im sozialen Bereich beschäftigt.
    Ich habe gedacht ich könnte es schaffen, wenn ich mich nur anstrenge! In Wahrheit führt alleinerziehend und psychisch Kranke Angehörige zu Stigmatas. Oder die häufigen fachärztl. Meinungen, dass ich auf der anderen Seite stehe waren doch richtig. Erst jetzt erkenne ich, dass ich den Gang drosseln muss und mich in den Mittelpunkt stellen muss. Und eben doch nicht erreiche, wonach ich strebe.
    Jetzt will ich sogar noch mehr arbeiten, um Anerkannung und finanzielle Sicherheit zun bekommen. Meine Mutter wird gerade zum Pflegefall und ich muss sämtliche Finanzen regeln und Hilfe einleiten, die sie dann krankheitsbedingt ablehnt.
    Wäre ich nur für mich verantwortlich könnte ich es schaffen, aber die Last auch noch ständig für andere da zu sein, macht es unmöglich.
    Um arbeiten zu können nehme ich regelmäßig Schlafmittel und weiteres, um zu funktionieren. Habe jetzt die Halbzeit meines Lebens erreicht und kann so nicht mehr weitermachen.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo,
      ich kann gut nachvollziehen, dass du dich am Ende fühlst mit all der Belastung und Verantwortung. Aber es gibt auch Grenzen, denke ich. Es darf nicht auf Kosten deiner Gesundheit sein. Dass du dich über Gebühr um deine kranke Mutter kümmerst, ist ehrenhaft, aber wer kümmert sich um dich? Wäre das nicht tatsächlich deine erste Aufgabe? Hast du mal über eine gesetzliche Betreuung für deine Mutter nachgedacht. Vielleicht sprichst du mal mit ihr darüber. Als deine Mutter wird sie sicher nicht wollen, dass du dich ihretwegen derart verausgabst, dass du an deine Grenzen kommst. Eine Entlastung würde dir sicherlich gut tun. Und du hast Recht! Du kannst nicht mehr beliebig so weitermachen. Du musst etwas ändern, damit es besser werden kann. Ich glaube, Loslassen wäre eine gute Übung für den Anfang… Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

  132. Anonym sagt:

    Hallo Frank,

    dein Zitat:"Jede Krankenkasse, Rentenkasse und jeder Doktor und/oder Psychologe schmeißt einen doch hochkanntig aus seinen Räumlichkeiten raus und ruft noch hinterher, "gehen sie arbeiten, dann wird es ihnen wieder besser!".

    Ich habe mehrfach die Ablehnung der Pflegestufe für meine Mutter hinnehmen müssen. Nach Wechsel des Gutachters und sorgfältige Vorbereitung (Pflegetagebuch, Entlassberichte) ging es! Wenn man nicht behaarlich ist, geht man unter.

    Informationen und die richtigen Menschen an der Seite sind entscheidend! Mein Arzt hat für mich den Antrag auf Schwerbehinderung angeregt. Er kennt mich nun einige Jahre und sieht mein Bemühen. Er war er der erste der mich nicht wegschickte oder direkt stigmatisierte (wegen psychisch kranken Eltern und allein mit ADHS-Kind nicht arbeitsfähig).
    Ich glaube am wichtigsten ist die innere Klarheit, was man sich zumuten kann. Alles weitere kann dann kommen, vielleicht nicht beim ersten Anlauf ; ).

  133. Anonym sagt:

    Hallo @all,

    ich habe eine kurze Frage, vielleicht kann mir jemand helfen.
    Ich bin aus der Reha ( psychosomatische ) als unter drei Stunden leistungsfähig, sowohl für meinen Beruf, als auch für den allgemeinen Arbeitsmarkt entlassen worden. Mein Rehaantrag wird nun automatisch in einen Rentenantrag umgewandelt. Nun meine Frage: Muss ich trotzdem noch zum Gutachter, oder zählt die Reha als Gutachten? Bedanke mich schon jetzt für die Antwort!

    Gruß, Elke

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Elke,
      es ist lange her, dass du deine Frage hier stelltest. Leider bekamst du von hier keine Antwort und ich selbst kam bis heute unerfreulicherweie auch noch nicht dazu, auf deine Frage einzugehen. Inzwischen wird das Leben dir die Antwort gegeben haben. Das tut mir leid. Aber sag, wie ist es dir denn ergangen? Musstest du trotz der Reha dich noch einmal einen Gutachter vorstellen. Liebe Grüße Benno

  134. Anonym sagt:

    Hallo, vielen Dank für die tolle Seite!!
    Ich habe auch einige Probleme!
    Ich bin nach Mobbing, vor einem Jahr beim Psychiater gelandet, der mich bis heute krank schreibt! Es wurde am Anfang der AU gleich ein Reha Antrag gestellt, die Reha habe ich im Januar diesen Jahres angetreten, und war 4 Wochen dort! Da ich 57 Jahre bin, und fast 40 Jahre im OP gearbeitet habe, und Zukunftsangst habe, wurde im April die volle Erwerbsminderungsrente beantragt!
    Mit Entsetzen habe ich im Juli den Rentenbescheid bekommen, für die halbe EmR, rückwirkend von 8. 2015!
    Mir wurde in der Reha Berufsunfähigkeit bescheinigt, da ich noch vor '61 geboren bin, allerdings auf meine orthopädischen Beschwerden!
    Die Depressionen wurden als mittelgradig bewertet!
    Ich habe per Anwalt Widerspruch eingereicht, und muß jetzt, innerhalb einer Frist von 14 Tagen,noch Atteste oder so einreichen, da die Rentenversicherung nur nach dem Reha Entlassungsbericht geht, der sich schwerpunktmäßig nur nach den orthopädischen Beschwerden orientiert, ohne andere Ärzte befragt zu haben!

    Meine Frage: Bringt es was, wenn mein Psychiater noch ein Attest schreibt?
    Wie sieht die Chance für die volle EmR aus?
    Ich bin verzweifelt, da 655€ doch sehr wenig ist, und was soll ich 6 oder mehr Std.auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch arbeiten!?
    VG

    • Benno Blues sagt:

      Auf die Schnelle lässt sich hier vermutlich leider nicht viel regeln. Dennoch denke ich, lohnt es sich für dich, auf dein Gefühl zu hören. Wenn du der Überzeugung bist, nicht arbeiten zu können, dann solltest du auch dafür eintreten. Ohne zusätzliche Arztberichte wird natürlich wieder derselbe Bescheid erteilt werden müssen, da immer nach Aktenlage entschieden wird. Um deine Frage zu beantworten: Ja, zusätzliche Atteste halte ich für eine sinnvolle Maßnahme in diesem Zusammenhang. Alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

  135. Anonym sagt:

    Ich war lange Zeit im Angestelltenverhältnis und habe fleissig in die Rentenversicherung einbezahlt. Jetzt bin ich seit einingen Jahren selbständig und habe nichts mehr einbezahlt, kann ich trotzdem einen Antrag stellen?

    • Benno Blues sagt:

      In dieser Konstellation hast du vermutlich keinen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente, weil du die letzten Jahre nicht versichert warst. Dein Anspruch auf eine Altersrente bleibt hiervon jedoch unberührt…

  136. Anonym sagt:

    Hallo nennt
    Bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen. Zu mir ich bin 51 Jahre alt .Ich habe seit Geburt an mit den Hüften zu tun d.h.ich bin das erste mal mit 18 Monaten an der Hüfte operiert worden. Ich hatte Hüftluxation beidseitig. Dann folgte die hüftdisplasie wobei ich 2012 eine neue Hüfte eingesetzt wurde nach anderthalb Jahren Kampf d.h. konservativer reha sowie physiotherapie. Zum Schluss war die Hüfte mehrmals gebrochen und musste dann operiert werden. Zu diesem Zeitpunkt habe ich dann auch die Erwerbsminderung beantragt die ich letztendlich nicht bekommen habe weil der Gutachter vom Gericht meinte ich dürfe nicht lange stehen,sitzen,laufen über Kopf arbeiten usw wäre aber vielschichtig einsetzbar. Vom Richter aus hätte ich die Rente bei meinen Befunden sofort bekommen ihm wären aber die Hände gebunden somit musste ich dann nach Ablauf der Arbeitslosigkeit auch wieder arbeiten gehen um versichert zu sein. Gottseidank habe ich einen Chef der mir diesbezüglich sehr entgegenkommen ist.Nun habe ich zum 2 Tennis mal die Erwerbsminderung beantragt bin mittlerweile auch im sovd und auch beim Psychiater in Behandlung nachdem ich endlich einen gefunden habe nach langer Wartezeit auf einen Termin. Heute hat mir mein Psychiater gesagt Das er mich in die Klinik schicken möchte um mich Medikamentös ein stellen zu lassen. Da ich starke Schmerzmittel nehme ich unter Schlaflosigkeit und Angstzustände leide und er nicht wüsste was man mir geben kann da auch hilft. Ich muss aber dazu sagen ich habe angst davor in die Klinik zu gehen. Ich habe soviel negatives gelesen und gehört das ich das nicht möchte. Meine Frage ist kann ich dem Psychiater sagen ich möchte nicht dahin?Ohne das ich das negative ausgelegt bekomme ?Wie soll ich mich verhalten habe angst was falsch zu machen. Lg silvia

  137. Anonym sagt:

    Sehr schön hier soviel Gutes zu lesen. Ich war vor langer Zeit schon einmal in physologischer Behandlung. Damals bekam ich das Angebot der Rente. Heute nach meiner Scheidung, den Verlust meines Kindes (Besucherrecht), die neue unterbezahlte Arbeit und das alleine sein kehr alles wieder zurück. Nun habe ich endlich meine Traumfrau gefunden die aber nicht in Deutschland lebt. Mir ging es nach den Besuch deutlich besser. Keine Magenschmerzen mehr, keine Tränen. Doch nun ist alles schlimmer. Ich kann weder schlafen noch essen. Ich will raus hier, zu ihr oder ich gehe hier alle unter. Nun habe ich eine Fragewisse an dich oder euch. Habe ich nach bessere Chancen schneller die Rente zu beantragen auf Grund meiner Vorgeschichte. Und, was ist nach drei Jahre wenn ich im Ausland bleibe? Kann die Rente verlängert werden.
    Gruß Sven

  138. Anonym sagt:

    Hallo
    Hier meine Erfahrung mit der Reha
    Bei mir wurde In der Reha eine mitteschwere Depression festgestellt, ich wäre Arbeitsunfähig wie lange nicht abzusehen.
    Sollte nach Beendigung der Reha in die Tagesklinik, oder mindestens Therapeutische Betreuung.
    Ich musste die Reha dann nach 4 anstatt 5 Wochen abbrechen,da ich unter Lärmbelästigung der Mitpatienten sehr stark litt,
    habe auch noch einen starken Tinitus.
    Jetzt ist der Bericht da bin aufeimal voll Arbeitsfähig und von Tagesklinik ist auch kein Rede mehr schon komisch,anscheinend
    eine Retourkutsche der Klinik, da ich mich beim Rententräger beschwert habe,
    Ist schon traurig, das mann diesen Menschen, die mir ja helfen sollten so machtlos ausgeliefert ist.

    Lieben Gruß
    Sabine M.

  139. Benno Blues sagt:

    Hallo Sabine M.,
    das Gefühl, ausgeliefert zu sein, kennen wir wohl alle. Es ist ein Gefühl, das zur Depression gehört und beileibe kein gutes. Aber weißt du, es ist nur ein Gefühl. Gefühle kommen und gehen und das Beste an ihnen ist, dass wir es wieder lernen können, sie zu steuern. Wenn du der Überzeugung bist, dass du nicht arbeiten kannst – welche Macht der Welt, will dich dann dazu bringen? Maximal wirst du es versuchen und wirst dich erneut krank melden, wenn es nicht geht. Zugegeben, es ist eine Tortour, kein leichter Weg, aber das ist die Depression so oder so nicht. Vertrau dir mal! Es geschieht mit dir nur das, was du auch willst! Du bist nicht ausgeliefert. Nicht in diesem Fall. Es gibt Optionen und du wirst sie finden. Liebe Grüße und alles Gute für dich! Benno

  140. Benno Blues sagt:

    Hallo Sven vom 28.11.16, 04:30,

    ich kann mir schon vorstellen, dass deine Vorgeschichte sich günstig auf einen positiven Rentenbescheid auswirkt. Ob die Rente auf Dauer ins Ausland gezahlt werden kann, solltest du vielleicht besser direkt bei der Rentenkasse erfragen. Da würde ich mich an deiner Stelle nicht auf Aussagen im Internet verlassen, da diese Frage schon sehr schnell existenziell für dich werden kann.
    Deine neue Liebe beflügelt dich. Das ist schön. Sie kann dich jedoch nicht heilen. Bedenke, dass du all dein Seelengepäck mitnehmen würdest, wenn du das Land verlässt. Depressiv zu sein geht oft auch mit einer eingeschränkten Fähigkeit, eine glückliche Beziehung zu führen einher. Ich würde dir deshalb eher dazu raten, dir Hilfe bei der Bewältigung deiner Depression zu organisieren, anstatt vor ihnen zu fliehen. Damit würdest du dir wirklich etwas Gutes tun. Liebe Grüße und alles Gute für dich! Benno

  141. Anonym sagt:

    Guten Morgen,

    immer wieder lande ich hier auf deinem Beitrag.
    Auch bei mir wurde im Jahr 2006 eine mittelgradige depress. Episode diagnostiziert.
    Zuvor war mir aber selbst schon lange Zeit bewusst, dass es mir nicht so gut geht wie es vielleicht anderen Menschen geht.
    Ich bin in einer Generation aufgewachsen in der man nicht über Depressionen sprach und jeder der in die Richtung etwas äußerte gleich als "nicht normal" abgestempelt wurde. Mein Leben lang hörte ich so Kommentare wie "stell dich nicht so an", "du bist immer so mies gelaunt", "schau nicht so böse" und und und. Ich dachte lange Zeit es liege an mir. Heute sage ich, dass ich schon ein Leben lang an Depressionen leide.
    2006 ging dann gar nichts mehr da ich noch überall Schmerzen bekam und so ließ ich mich in eine Akutklinik einweisen. Dort erhielt ich dann gleich am 2. Tag Antidepressiva und die habe ich dann auch artig 5 Jahre geschluckt. Nach der Klinik begann ich dann auch eine Psychotherapie. Man versucht ja wirklich viel. Nach ca. 1 Jahr hatte ich den Mut zu sagen, dass mir das nicht wirklich etwas bringt und nur noch weiteren Streß verursacht. Vollzeit arbeiten, Haushalt und Familie und dann zum Therapeuten rennen der einem vermittelt, dass es das alles gar nicht nachvollziehen kann war für mich nicht der richtige Weg.
    Das Gefühl dass mich keiner versteht habe ich bis heute. Selbst wenn ich zum Arzt gehe muss ich mich immer rechtfertigen obwohl die Diagnose ja bekannt ist. Nach Ausschleichen der AD's habe ich einfach wieder weiter funktioniert. Egal wie es mir damit ging. Hauptsache alle waren mit meiner Leistung zufrieden.
    Nun bin ich aber wieder an einem Punkt an dem gar nichts mehr geht. Wieder die Schmerzen im ganzen Körper.
    Nun überlege ich echt was ich für Möglichkeiten habe.
    Am liebsten würde ich natürlich Rente beantragen (bin jetzt 50) und würde einfach auf Ruhe und keinen Druck mehr hoffen.
    Zum einen traue ich mich das aber gar nicht und zum anderen graut mir vor dem Weg bis vielleicht dahin. Habe ich tatsächlich die Kraft diesen Kampf aufzunehmen?
    Andererseits überlege ich meine Arbeitszeit zu reduzieren. Wäre sicher ein guter Weg um etwas Spannung rauszunehmen.
    Macht das aber wirklich so Sinn? Über 30 Jahre habe ich nun in die Kasse eingezahlt und kann einfach nicht mehr weil es zuviel war und ist.

  142. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonym vom 14.12.16, 08:23,

    das Leben holt uns ein, immer wieder und der Schmerz ungeweinter Tränen bohrt sich zumeist an unpassender Stelle mitten in unsere Tage hinein. Die Zeit heile so manche Wunde, aber ich glaube, die Zeit allein heilt gar nichts. Wenn die Therapie damals nichts für dich war, war es gut, sie zu beenden. Womöglich war aber nur der Therapeut nicht der Richtige für dich? Wirkliche Heilung kann nur aus dir selbst kommen, von innen heraus. Ein guter Therapeut kann dir dabei helfen, einen anderen Blick auf dich und dein Leben zu werfen…
    Die Rente zu beantragen halte ich für eine gute Idee, wenn nichts mehr geht. Sie nähme dir den Druck und wäre schließlich auch ein Bekenntnis zu deinem Seelenzustand. Mit der Annahme dessen was ist, beginnt jedwede Veränderung, glaube ich. Aus meiner Erfahrung muss es kein Kampf sein, die Rente zu beantragen. Es wäre ein Versuch. Es würde sich nichts verschlechtern, würde dein Antrag abgelehnt werden. Aber schon rein statistisch hast du eine 50:50 Chance. Du kannst den Antrag auch mündlich in einer Filiale der Rentenversicherung stellen. So habe ich das derzeit gemacht. Auch die Idee mit der verkürzten Arbeitszeit finde ich hoffnungsvoll. Wenn du es schafftest, noch ein paar Stunden täglich einer Aufgabe nachzugehen, wäre das sogar gut für deine Heilungsprognose. Arbeit ist ein nicht zu unterschätzender stabilisierender Faktor, sofern durch sie nicht ein Zustand der Überforderung begünstigt wird. Vertrau mal und mute dich und deine Wünsche an dein Leben der Welt zu! Womöglich wartet sie schon lange darauf… Liebe Grüße Benno

  143. Anonym sagt:

    Ich mache es ganz kurz und sage einfach nur "Danke"

  144. Anonym sagt:

    ich leide seit 2011 an Depressionen ,habe bereits eine Reha und 2 Tagesklinik aufenthalte sowie mehrere Therapiestunden hinter mir .Die nächste reha steht jetzt bald an .
    Zuletzt habe ich nur noch 4 std gearbeitet und war selbst damit überfordert.
    2 mal habe ich wegen der Depression meine Arbeit verloren wie auch jetzt wieder, bin noch nicht mal über die probezeit gekommen.
    Ich habe wahnsinnige Angst davor als arbeitsfähig aus der Reha entlassen zu werden ,das würde bedeuten ich müsste mich arbeitslos melden und somit wieder unter Druck stehen womit ich gar nicht klar komme .
    Am liebsten würde ich Erwerbsminderungsrente beantragen ich hoffe so sehr das in der Reha erkannt wird das ich es nicht mehr schaffe .
    Bin jetzt 53 ich habe eunfach nicht mehr die Kraft beruflich immer wieder neu anzufangen .Ich wünsche mir einfach nur Ruhe.

    • Benno Blues sagt:

      Ja, das verstehe ich. Du kannst aber durchaus auch die Rente beantragen, ohne dass die Reha dich als arbeitsunfähig entlässt. Entscheidend sollte doch sein, ob du einer Arbeit nachgehen kannst oder nicht. Vielleicht wäre es sogar eine gut Idee, noch vor Antritt der Reha dies zu tun. Es wäre zumindest ein deutliches Signal deinerseits. Liebe Grüße Benno

    • Anonym sagt:

      Hallo Benno
      Nun bin ich aus der Reha zurück und der Erfolg war gleich null. In 4 Wochen ist nicht viel passiert zumal die Osterwoche und der 1. Mai Feiertag dazwischen war 4 Therapiegespräche incl. Erst und abschlussgespräch.Mir geht es schlechter als vor der Reha ,ich soll eine LTA über die RV machen .Bin für 1-2 Ochsen noch AU obwohl was ganz anderes besprochen wurde nämlich das ich AU bleibe bis es mir besser geht laut Depressionsbogen hat mein Zustand sich während der Reha verschlechtert. Was muß eigentlich passieren das ich ernst genommen werde. Ich fühle mich schon wieder unter Druck gesetzt.Auserdem ist es für mich ein echter Vertrauensbruch das nicht das eingehalten wurde wie es besprochen würde.(ich habe generell Schwierigkeiten mit vertrauen )weil ich immer wieder damit konfrontiert worden bin.MeinArtzt Sagt er kann mich nur so lange AU schreiben wie es von der Klinik empfohlen wurde.Ich frage mich ernsthaft wie die da in der Reha nach so kurzer Zeit über meine Belastbarkeit entscheiden können.Ich bin nur noch am weinen keiner nimmt nicht ernst außer mein Mann.Der steht voll hinter mir.
      LG Ina

  145. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich bin seit Ende Juni 2016 krankgeschrieben wegen Depression/Burnout. Zum gleichen Zeitpunkt habe ich wegen betriebsbedingter Kündigung meinen Arbeitsplatz nach 26 Jahren verloren. Der Job war absolut stressig und es gab Mobbing unter Kollegen, die von den Vorgesetzten ignoriert wurden.
    Ich habe 2008 und 2014 jeweils eine Reha absolviert und danach immer wieder gearbeitet und mich verausgabt.
    Jetzt hat mich die Krankenkasse zu einer weiteren Reha aufgefordert, die am 14. Juni starten soll. Man will mich wohl in die Erwerbsminderungsrente schieben.
    Jetzt habe ich ein ernsthaftes Problem: wenn ich mich nicht bis Ende Mai arbeitslos melde verliere ich den Anspruch auf Arbeitslosengeld und das nach 41 Jahren ununterbrochener Vollzeittätigkeit und im Alter von 58 Jahren.
    Ich habe totale Panik, dass die Rente abgelehnt wird und ich dann ohne Zahlung bleibe. Ausgesteuert bei der KK werde ich wohl erst August/September 2017, dann ist der ALG-Anspruch jedoch bereits verfallen.
    Gibt es denn keine Möglichkeit mich rechtzeitig beim Amt zu melden? Lass ich mich gesundschreiben wirkt das einem Rentenantrag doch wohl entgegen.

  146. Anonym sagt:

    Hallo, ich 53 Jahre , (seit 36 Jahren in der Pflege als Fachkraft arbeitend)leide seit Jahren unter immer wiederkehrenden Depressionen, nun bin ich seit 5 Monaten außer Gefecht gesetzt, habe eine Psychosomatische Reha hinter mir, bekomme Einzeltherapie und bin in einer Gruppentherapie, gefördert durch den Rentenversicherungsträger.. Hab in der Reha einen Antrag auf einen Schwerbehinderten Ausweis bekommen..das läuft noch.. Ich weiß aber auch, das ich in absehbarer Zeit nicht wieder arbeiten gehen kann,, leide auch unter Angst und Panik Atacken.. Konzentration gleich null. nun meine Frage, macht es sinn einen Antrag auf eine befristete Rente zu stellen?Ich bin so unsicher mit allem.. Ich weiß auch nicht ob ich hier richtig bin.. würde mich sehr über Tips und Anregungen freuen.. Danke und Gruß Ute

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Ute, ich denke schon, dass es in deinem Fall irgendwann Sinn machen würde, die Rente auf Zeit zu beantragen. Bevor du aber versicherungstechnisch nicht ausgesteuert bist, wird man dem nach meiner Einschätzung eher nicht nachkommen. Ich würde den Antrag deshalb erst einige Zeit vor Ablauf der 78 Wochen stellen. Für den Übergang bekommst du dann Arbeitslosengeld. Es wäre sicher auch gut, wenn du bis dahin schon den Schwerbehindertenausweis hättest. Liebe Grüße Benno

    • Anonym sagt:

      Danke für die Antwort.. dann heißt es erst mal abwarten..

  147. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich bin weiblich 44 Jahre alt und seit März 2015 durchgehend krank geschrieben wegen Erschöpfungssyndrom, depressive mittelgradige Episode . Ich muss lange ausholen anfangs hatte ich massive Probleme mit meinem Ex Mann Unterhaltszahlungen denen er nicht nachkommt , gerichtliche Bannmeile , Stalking durch ihn usw… dies war der reinste Psychoterror . Er lässt uns mittlerweile in Ruhe , allerdings Zahlungsschwierigkeiten halten an . Immer wieder dieses zittern kommt Geld oder nicht , musste zeitweise Harz4 beantragen , dann kommt ein Monat dann wieder nicht , trotz Lohnpfändung und Kto Pfändung , wechselt auch seit 2009 zum 10 mal den Arbeitgeber . Dann kam 2015 hinzu , mein Bruder obdachlos , hat sich bei mir breit gemacht hab Monate gebraucht um ihn wieder los zu werden , nur mit Hilfe meiner Kinder . Seit Feb 2014 pflegte ich meinen Vater mit Lungenkrebs . Februar 2016 erkrankte auch meine Mutter an Lungenkrebs dies starb innerhalb 6 Wochen . Meinem Vater ging es zwischenzeitlich auch viel schlechter Pflegestufe 3 , dieser musste dann Ende Mai 2016 ins KKH , danach kam er in Kurzzeitpflege . Ich fuhr täglich ins KKH oder ins Heim . Trat dann am 21.716 eine psychosomatische Reha an für 6 Wochen . Mein Vater verabschiedete sich am 21.7.16 von mir mit den Worten bis Du wieder kommst lebe ich nicht mehr . Er sollte Recht behalten ich telefonierte täglich mit ihm , das Pflegepersonal berichtete mir das er langsam sich vom Leben verabschiedet . Seine 2 Frau lies ihn alleine im Heim . Ich hielt engen Kontakt mit dem Heim , ließ mich beurlauben in der 2 Woche am WE , ging meinen Vater Samstags gegen 12 Uhr besuchen und stellte fest das er am Sterben lag. Gegen 19 Uhr rief mich das Pflegepersonal an , dass es ihm wesentlich schlechter geht , bin mit meiner Schwester sofort hin , dann verabschiedeten wir uns von ihm und er konnte gehen . Einerseits war ich erleichtert das er starb anderseits fehlt er mir ungemein . Er war der Einzige meiner Familie den ich hatte . Nachdem ich meine Reha beendet hatte , stellte ich einen Antrag LTA bei der Deutschen Rentenversicherung . Jetzt war ich zu einer einwöchigen Arbeitserprobung , diese absolvierte ich sehr schlecht keinerlei Konzentration … Unruhe … Zeitdruck usw Mir wurde bei dieser Erprobung bewusst , dass ich noch ganz unten bin , bin fix und fertig . Ich wollte eine Umschulung als Kauffrau für Büromanagement machen , jetzt will das Assamsment Team eine Empfehlung lediglich nur für den Fachpraktiker für Bürokommunikation ausstellen , dies kann ich nur an einer Schule für behinderte Menschen machen , die keinen Schulabschluss oder einen Förderabschluss haben. Ich habe einen Haupschulabschluss mit einem Durchschnitt mir 2,1 . Jetzt bin ich am Überlegen , da ich ja selber gemerkt habe wie schlecht meine Konzentration ist einen Rentenantrag zu stellen . Hat jemand Erfahrung wenn ein laufendes Verfahren LTA mit der Rentenversicherung läuft zwecks Umwandlung ? Brauche dringend noch meine Ruhe . Wer kann helfen ?
    Liebe Grüße

    • Benno Blues sagt:

      Ich würde dir empfehlen, dich ganz individuell von der Rentenversicherung direkt beraten zu lassen. Das wäre meine erste Adresse. Wenn du dahin kein Vertrauen hast, kannst du auch die Hilfe eines Sozialverbandes in Anspruch nehmen. Das kostet aber Geld. Der VdK Und der SoVd beraten in diesen Dingen. Liebe Grüße Benno

  148. Anonym sagt:

    Vielen dank für diese wiklich helfenden Infomationen,

    Ich habe schon seit meiner kindheit immer wieder depressive episoden duchgamcht und dann 2014 eine Augentrombose im linken Auge bekommen, die auch behandelt wurde und ich noch ca. 30 auf dem linken Auge sehen, kann aber ehr sehr schlacht auch mit Brille ist alles verzerrt und ein halbes Jahr später bekamm ich dann einen schlaganfall mit sprachtörungen und einseitiger Lämung die aber später wieder verschwanden ( nächter Tag auf der stroke Unit)dabei wurde auch festgestellt das ich zucker type 2 habe und muss seit dem tabletten einnehmen.
    I hatte kurz darauf wieder eine Arbeit als Fersehtechniker gefunden, war aber völlig überfordert von dem Stress dort so das ich dann gekündigt wurde als ich krank in phychischer Behandlug war.
    Erst wärend der ersten wochen ist mir aufgefallen das ich seit dem schlaganfall einige Fähigkeiten verloren habe und ich ausserdem noch sehr starke phychische Probleme bekam und die Motivation total auf null gesunken war aud ich zusätlich panick Attacken hatte die mich zu mehreren Krankenhausauftenhalten zwangen.
    da nach war ich fast 11 Monate vom phychologen krankgeschrieben und es wurde eine Reha beantragt.
    Diese besagte Reha war aber garnicht auf Phychische probleme ausgericht sonden auf funktionelle so das ich am ende als Arbeitfähig für 3-6 stunden entlassen wurde.
    In dieser Reha hatte ich insgesammt ganze in Worten ZWEI phychologische gespäche die vom Phychologen der gerade mal 25 Jahre alt war von einer art liste abgelesen wurde um meinen Phychischen zustand zu bewerten.
    Dieser Phychologe hat versucht auf mich einzureden und mir klar zu machen das ich auf jedenfall wieder arbeiten muß und hat mich unter Druck gesetzt.
    Ich haben ihm alle meine Phychischen Probleme Angst depressionen und Traumatischen Erfahrungen aus meiner Kindheit mitgeteilt.
    Ich Fühle mich total leer und bin nicht fäg mich richtig zu konzentrieren seit dem Schlaganfall und die Depression und diese verdammten Angstgefühle sind seither dauerhaft vorhanden.
    Ich soll an einer Eingliederungsmaßname für Behinderte teilnehmen aber ich bin total blockiert innerlich, ich fühle mich überhaupt nicht dazu in der Lage daran teilzunehmen.
    Ausserdem habe ich den gdb 20{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} er wurde von der Klinik aus beantragt, diesen zu erhöhen es ist also noch in Bearbeitung.
    Ich bin erst seit gestern aus der Reha und ich wede auf jeden fall die Rente beatntragen da ich diesen Stress und Angst sonst nicht mehr lose werden kann.
    Ich nehme keien Ati-Depressiva ein da ich wei wie es meiner Schwerst geht die diese einnimmt will ich das einfach nicht und versuche so klar zu kommen.
    Der Cheffartzt der Klink meine zu mir, wenn sie keine Tabletten nehmen haben sie auch nichts, es wurde aber eine Art Borderline bei mir festgestellt und auch schwere depession und Angstzusände, komisch alles.
    Diese klinik hatter der Phycharter für mich beantragt abder sie war eher auf neurologie ausgerichtet so das dann dieses Ergebins dabei heraus kam das mich total unglücklich macht, sie hat mir eher geschadet als geholfen jetzt han ich dauerpfeifen im kopf und bin total verzeifelt.
    Das hatt ich heute auch bei meinem Phychater angesprochen das diese Reha garnicht passend wür mein Beschwerdebild sein und das die garnicht richtig auf meine Phychologischen probleme eingegangen sind die ich ich habe.
    ICH BRAUCHE EINFACH MEINE RUHE.

    Gruß Bracht

  149. Anonym sagt:

    ich bin 50 Jahre alt.

    Sorry ich vergesse immr wieder buchstaben oder schreibe falsch wegen der Erkrankung der Konzentrazion.

    Gruß Brecht

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Brecht, ja, ich glaube auch, dass du deine Ruhe brauchst. Lass dich nicht beirren! Wenn du nicht arbeiten kannst, dann kann dich auch niemand dazu zwingen. Allerdings wird es, denke ich, tatsächlich schwierig, wenn du die Behandlung mit Antidepressiva ablehnst. Man wird dir dann womöglich mangelnde Compliance (Krankheitseinsicht) vorwerfen und dir vielleicht auch unterstellen, dass du an einer Genesung gar nicht interessiert wärst. Vielleicht denkst du darüber nochmal nach und lässt dir doch Antidepressiva verschreiben? Ob du sie dann nachher nimmst, bleibt am Ende doch dir überlassen, aber womöglich helfen sie dir ja sogar. Was würdest du verlieren, wenn du es probierst? Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht. Liebe Grüße und gute Besserung! Benno

  150. Anonym sagt:

    Hallo ihr lieben und Danke für diesen Blog und die Informationen.
    Nach einer langen Vorgeschichte (der Krug geht geht so lange zum Brunnen bis er bricht)….
    Krankes Elternteil, Drogen, Suizid (Elternteil)dann selbst einige Jahre harte Drogen, zich Kliniken,Therapien (nun 20 Jahren clean) hat es mir die Sicherung raus gehauen. ich ging nach bestandener Prüfung einer aufgezwungenen Umschulung nach Hause, schloss die Tür , Rollaeden, ging nicht an die Tür und Telefon, setzte mich auf die couch und starrte an die Wand, 2 Jahre lang.
    Alle 2 Wochen ging ich kurz vor 20 Uhr (Ladenschluss) einkaufen.
    Dann erwischte mich ein Freund von "damals" und ging nicht mehr weg bis ich mit ihm am nächsten tag zum Arzt ging. Ich dachte nicht an eine Krankheit ich wusste nur, ich bin Dreck, niemand soll mich sehen.
    Diagnose, schweres Trauma, Depressionen, direkt fuer 6 Monate in eine Klinik eingewiesen. Kein Medikament schlug an.
    Dann 1 Jahr zu hause, 6 Monate Klinik, 2 Jahre zu hause, 6 Monate Klinik, 3 Jahre zu hause, 5 Monate Klinik, danach als unheilbar in Rente geschickt (da war ich 38)
    Nun seit 10 Jahren in EM Rente (zuerst 3 Jahre,ueberpfuefung, 3 Jahre, ueberpruefung, 2 Jahre, dann wollten sie wieder 3 Jahre und ich erhob mit meiner Ärztin Einspruch. Diese Ungewissheit, ohne Rente wieder das Haus verlassen zu müssen hat mich fertig gemacht. Sie gaben mir statt (nun ist sie unbefristet) und zusammen bin ich nun seit 11 Jahren in EM Rente.

    Nun starb noch meine Mutter und hinterließ mir ein bisschen.
    Achja, Ambulante Therapie seit 3 Jahren zu dem Zeitpunkt.
    Nun ja, die Entscheidung endlich Schluss zu machen war nun fast unaufhaltbar und meine Schwester kam auf mich zu mit der Idee, versuch es doch wo anders und bot mir an, mit mir auf die Philippinen zu fliegen.
    Meine Rente ist 100euro zu hoch fuer Grundsicherung und dadurch habe ich quasi weniger als jemand mit GS und konnte nichts machen (mal in ein cafe gehen (gut wollte ich ja eh nicht),kleider kaufen u.s.w.
    Sie half mir ein Haeusschen zu finden (150 euro/Monat) und blieb 3 Wochen bei mir bis ich ihr versprach es zu versuchen.
    Ich kann hier das Haus verlassen, zum Markt gehen, Dinge die in Deutschland für mich unmöglich waren. Den Leuten hier ist es egal was du hast, wie du aussiehst u.s.w.
    (habe in den ersten 3 Jahren der Depression 60 Kilo zugenommen, habe davor schwer als Gipser gearbeitet und täglich Sport gemacht)
    Die freundlichen Menschen helfen mir einfach.
    Es tut mir leid fuer den langen Text, denke es ist wichtig fuer die Antwort.
    Diagnosen bisher:Trauma, Depressionen, Polytox, copd stufe 3, hep c.
    Nun warum schreibe ich das hier, ich habe unglaubliche Angst mich an meine Rentenanstalt zu wenden, Deutschland weiß nicht das ich seit 1 Jahr hier bin (Philippinen).
    Bevor man mich nun verurteilt, ich lebe hier nicht an einem weißen Strand, sondern in einer kleinen Provinz, zwischen Reisfeldern.
    Meine Angst ist, sage ich Bescheid, kommt sowas wie, ach , aus dem Haus können sie nicht, aber in ein Flugzeug, na kommen sie mal zu einer erneuten Untersuchung (die letzte war glaube ich vor 5 Jahren.
    Aber diese Angst und Ungewissheit, wird immer schlimmer.
    Was würdet ihr mir raten, was kann passieren, wie soll ich vorgehen ?
    lg, ein Überlebender

    • Benno Blues sagt:

      Hallo und Danke für deine Offenheit! Ich kann dich gut verstehen. Und ganz ehrlich: Ich würde da den Ball auch flach halten, der Rentenkasse nichts erzählen was deine finanzielle Absicherung in Gefahr bringen könnte, denn möglicherweise ließe dich eine Rückstufung erneut derbe abstürzen. Es ist ja keine Lüge, nicht alles zu erzählen. Du hast etwas abseits der üblichen Wege gefunden, das dir hilft. Das dürfte eigentlich auch im Interesse einer Sozialversicherung sein. Bewahre es dir! Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

  151. Anonym sagt:

    Hallo, Hatte gestern einen Anruf von meiner Krankenkasse, wie es mir gehe. Ich hab ehrlich geantwortet und sagte es gehe mir weiterhin schlecht , ich überlege einen Rentenantrag zu stellen, habe auch gesagt das ich in Psychotherapeutischer Behandlung bin( Einzel Therapie und Gruppentherapie, IRENA der Rentenversicherung), Heute ein Anruf von meinem Hausarzt: ein Brief vom MDK , ich hab nächste Woche einen Termin bei meinem Hausarzt um den Fragebogen vom MDK auszufüllen.. Nun meine Frage, was hab ich zu erwarten? wird mir das Krankengeld gestrichen? schickt man mich wieder arbeiten? Im Moment habe ich allein schon Schwierigkeiten mit Einkaufen und unter Menschen zu gehen. Bin seid 6 Monaten Krank geschrieben, und habe eine Psychosomatische Reha hinter mir. Danke schon mal Gruß Ute

    • Anonym sagt:

      Hallo, Ute. Ich musste nach ca. 4 oder 5 Monaten Krankschreibung auch zum MdK. Deine Angst davor kann ich verstehen. Ich stand vor Angst und Aufregung neben mir, hatte alle körperlichen Sypmptome, die man sich vorstellen kann. Was mir geholfen hat: ich hab die Liste von Benno (Link von ihm) mit phys. und psych. Symptomen der Erkrankung vorbereitet und dem Doc in die Hand gedrückt. Den Hinweis 'erstellt mit Hilfe von XX' nicht vergessen! Beim MdK musste ich natürlich wieder Fragebögen ausfüllen… Dass ich vieles so aus dem Stehgreif nicht beantworten konnte, ist bestimmt nicht negativ aufgenommen worden. Die Konzentrations- und Merkfähigkeit wird und Stress ja nicht besser. Der Psychiater versuchte mich zunächst, im Laufschritt in sein Zimmer zu führen. Da mir sowieso die Beine zitterten, bin ich ganz langsam hinterher gelaufen. Das Gespräch drehte sich dann um meinen Tagesablauf: Was machen sie über den Tag? Antwort: oft nichts. gar nichts.
      Ich brauche früh schon mal gut eine Stunde, ehe ich Mut und Kraft hab, aufzustehen. Auch Fragen nach Alk, Zigaretten etc. ehrlich beantworten. Ich glaube, dass es in Krisen nicht ungewöhnlich oder arg verwerflich ist, Wein zu trinken….
      Die Ehrlichkeit hab mir geholfen: Meine Ärztin hat mir die Einschätzunhg des Gutachters in Kopie gegeben. Er hatte eingeschätzt, dass ich mind. für ein weiteres halbes Jahr nicht arbeitsfähig sein werde.
      Tja, und nun (siehe meinen Beitrag unten) hab ich Rente beantragt und sogar schon den DRV-Gutachtertermin überstanden. Alles Gute für Dich, Mathilde

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Ute,
      ich verstehe deine Sorge und finde es auch immer wieder gruselig, dass sich gerade seelisch belastete Menschen mit derart hausgemachten zusätzlichen Belastungen herum schlagen müssen. Andererseits wüsste ich aber auch nicht, wie man es vomm Sozialsystem her besser machen könnte. Es erzeugt nun einmal Angst, wenn die Lebensumstände derart in Frage gestellt werden. Aber ich denke mal, dass du nichts Schlimmes zu befürchten hast. Wenn du nicht arbeiten kannst, kannst du nicht arbeiten. Punkt. Ein Gutachter wird am Ende zu keinem anderen Ergebnis kommen. Vertrau mal darauf! Ich denke, dein Hausarzt wird dich in deinen Anliegen bestens unterstützen. Und wenn es doch nicht zu deiner Zufriedenheit ablaufen sollte, dann meldest du halt Widerspruch an. Aber erst einmal gehe ich davon aus, dass alles seinen geregelten Gang geht. Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

  152. Anonym sagt:

    Guten Tag, Benno und alle anderen Mitschreiber und -leser.
    Ich leide seit vielen Jahren an schwerer Depression. Ich hab das versucht, was die Meisten hier kennen: als mir klar war, dass so arg schwarze Wolken über meiner Seele hängen, hab ich Johanniskraut (Laif900, wird sogar auf Kassenrezept verordnet) genommen. Da ich außer Migräne noch hier…hier und hier Schmerzen hatte, war ich in der Schmerzpoliklinik unserer Uni. Dort arbeiten Fachärzte aus verschiedenen Fachrichtungen. Der Psychiater fragte zum Thema Laif900:"Und, haben Sie das Gefühl, dass es Ihnen hilft?" Klare Antwort: nein. Also ein "richtiges" Antidepressivum und seitdem bin ich bei einer Psychiaterin, die wunderbar ist. Für diese Erkenntnis und dafür, Vertrauen zu haben, die Angst vor ihr zu verlieren, hab ich Jahre gebraucht. Dann jahrelang Psychotherapie. Erste psychosomatische Reha. Diese habe ich mit einem schweren Suizidversuch beendet, da ich einfach keinen Grund wußte, warum ich wieder nach Hause zurück kehren sollte, wo alles, was mir nicht gut tut, wieder da ist. So. Weitere Jahre Psychopharmaka und durchhalten (!!!!), die Arxxxbacken zusammenkneifen, die Anderen schaffen doch auch alles: Arbeit, Haushalt, Kinder, Ehe… Klappt natürlich nicht. Gegen jede Vernunft versuchen die Meisten von uns es dennoch, so lange es geht. Unklugerweise habe ich mich in ein völlig neues Arbeitsgebiet umsetzen lassen, dass nur am PC mit Excel statt findet. Lernt man mit 50 Jahren aber mal nicht eben so. Von Kollegen laut auf dem Flur als 'faules Schwein' und ähnlichem tituliert, hab ich mich erst recht versucht, zusammen zu reißen. Die Arbeitsergebnisse wurden davon natürlich nicht besser. Ich fehlte andauernd wegen Migräne… Dann 2. Reha, 7 Wochen. Die Wunden, die dort bearbeitet worden, sind aktuell wie am ersten Tag. Aus dem schwarzen Loch bin ich seit der Reha (2015) gar nicht mehr raus gekommen. Arbeiten bin ich für 6 Monate weiter gegangen, weil ich wieder Anspruch auf Lohnfortzahlung brauchte… Die Arbeit hat meine gesamte Energie aufgefressen. Ich kam nach Hause, hab nur die Tasche hingestellt (ohne gekaufte Lebensmittel auszupacken) und bin ins Bett gegangen. Dann nahm meine Psychiaterin das Wort "Rente" in den Mund. Allein schon der Gedanke an die Begutachtung durch den DRV-Arzt hat mir Herzrasen verursacht. Nachdem ich nun ein Jahr krank geschrieben bin, versucht mein Arbeitgeber, mich loszuwerden. Da ich zu 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} schwerbehindert bin (das habe ich GsD durchgekämft, mit Widerspruch), kommt das Integrationsamt ins Spiel. Ich habe mir einen Fachanwalt für Arbeitsrecht genommen, da ich gar keine Kraft habe, auch noch gegen meinen Arbeitgeber (öff. Dienst) zu kämpfen. Der sagte, dass es nun aber Zeit wird, Rente zu beantragen, da sein Ziel sein wird, dafür zu kämpfen, dass der Arbeitgeber die Füße still hält, bis die Rente entschieden ist. Rente ist nun beantragt. Der Gutachtertermin war letzte Woche. Ich stand völlig neben mir, trotzdem ich Deine Hinweise, Benno (Danke dafür!!) mir alle zu Herzen genommen und auch die Liste (aus dem Link) mit phys. und psych. Beschwerden sorgsam zusammengestellt und mitgenommen hab.
    Der Termin dauerte ca. 45 min. Ich hatte nicht das Gefühl, dass mich die Gutachterin irgendwie reinlegen wollte oder ähnliches. Sie meinte, sie dürfe mir ihre Einschätzung nicht sagen, aber ich solle mir keine Sorgen machen.
    Und nun warte ich auf Post von der DRV.
    Ich berichte weiter. nochmals danke von Mathilde

  153. Anonym sagt:

    Hallo Mathilde, Ich habe nun die telefonische Auskunft meiner Krankenkasse, das ich nächste Woche wieder arbeiten gehen soll. Habe mit meinem Hausarzt gesprochen, er will mit mir einen Wiederspruch einlegen, da ich zur zeit weder körperlich noch geistig in der Lage bin zu arbeiten .Der Mdk hat bei mir nach Aktenlage entschieden. Mein Hausarzt meint, das dieses nicht rechtens ist. Er will auf einen persönlichen Gutachter Termin pochen.. Dieses Ereignis mit meiner Krankenkasse und dem MDK hat mich wieder einmal völlig aus der Bahn geschmissen. Ich, weiß ja noch nicht mal wie ich einen Wiederspruch formulieren soll. Laut Aussage meiner Krankenkasse beruht die Entscheidung aus meinem Reha Bericht, ( 6 std und mehr arbeitsfähig) . Auch hier habe ich einen Termin beim SOVD der mir da beim Wiederspruch gegen den Reha Bericht hilft. Ich habe einfach nur Angst vor dem was kommt.. Lieben Gruß Ute

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Ute, dass du Unterstützung durch den SoVD hast, finde ich gut. Ich würde mich da nicht unter Druck setzen lassen. Ich weiß, das sagt sich so einfach. Der Druck ist ja schon längst da. Weißt, du, dann gehst du halt nächste Woche wieder zur Arbeit und bemerkst auf dem Weg dorthin, wie schlecht es dir auf einmal geht, machst kehrt und begibst dich direkt wieder zu deinem Hausarzt oder Psychiater. Dann hast du es versucht und es wird deutlich, dass es noch nicht geht… Liebe Grüße Benno

  154. Anonym sagt:

    meine Probleme werden klein , meine mama ist heute gestorben..mein gedanke? warum sie? ich wäre dran

  155. Anonym sagt:

    Hallo ich habe schon seit längerer Zeit nach Antworten/Anregungen gesucht, wie man das eine oder andere bei einem Antrag auf z. B. auf nur Teil-Erwerbsminderungsrente angehen/begründen kann/könnte, danke, dass hier alles so plastisch, konkret, real erklärt wird – eine große Hilfe, die einem auch etwas von der Angst nimmt. Momentan kann ich nur auf eine Teil-Erwerbsminderungsrente hoffen, aber ein erster Schritt mit wertvollen Tipps ist nun möglich.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo, fein, dass du hier etwas für dich finden konntest und Danke für deine anerkennenden Worte! Ich finde es gut, dass du auf diese Weise nun für dich sorgst und auch wenn es nur ein erster Schritt sein mag, so fangen doch alle großen Veränderungen im Leben mit diesem ersten Schritt an, mag er auch noch so klein sein. Alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

  156. Anonym sagt:

    habe heute meinen Rentenantrag gestellt, die Dame vom SVD meinte aufgrund des Reha Berichtes wäre erst mal mit einer Ablehnung zu rechnen … Aber ich hab das Gefühl die werden mir helfen… Trotzdem bleiben meine Ängste… Meine Krankenkasse macht auch druck bei meinem Hausarzt… Ich hoffe das sich alles irgendwann zum guten wendet

    • Benno Blues sagt:

      Hallo, ich denke auch, dass du beim SoVD recht gut aufgehoben bist und bislang ist ja noch nicht einmal eine Ablehnung erfolgt. Ich drücke dir die Daumen, dass alles gut wird! Liebe Grüße und schön, dass du hier warst! Benno

  157. Anonym sagt:

    Hallo Benno,

    ich bin seit 28.07.2015 krankgeschrieben musste im April 2016 seitens der Krankenkasse Reha beantragen, welche durch ein Attest über Rehaunfähigkeit abgelehnt wurde. Mir wurde aber empfohlen, eine Krankenhausbehandlung durchzuführen, ich war dann 8 Wochen in einer Psychosomatischen Klinik. Seit Januar 2017 erhalte ich ALG1 (habe noch meinen Arbeitgeber). Ende Januar 2017 habe ich zusammen mit dem VdK EM-Rente eingegeben. Am 01.03.2017 war ich beim Gutachter. Am 21.03.2017 musste ich über die AfA Reha beantragen. Ein Ergebnis über die EM-Rente steht noch aus. Der Antrag auf Reha wurde jetzt abgelehnt. Ich soll weiterhin in regelmäßige ambulante nervenärztliche Behandlung und Psychotherapie oder Entspannungsverfahren.
    Diagnosen: ANGSTSTÖRUNGEN, Anpassungsstörung mit leichter depressiver Symptomatik, generalisierte Angststörung.
    Was wird nun werden. Es heißt ja, Reha vor Rente.

    • Benno Blues sagt:

      Es heißt zwar Reha vor Rente, aber die Vorbedingungen dafür müssen auch gegeben sein. Wenn du nicht rehafähig bist, und das wurde dir ja attestiert, kannst du auch direkt in die Rente entlassen werden. Bei mir war das damals auch so. Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

  158. So gesehen, ist alles ok beim erst Antrag auf Rente.
    Aber wenn es um Verlängerung geht ist es gar nicht mehr so einfach.
    Wenn man einen Psychologen/in erwischt, die auf Deine Probleme gar nicht eingeht o. Sie/Ihn nicht Interessiert. Meine Gutachterin hat sich 10 min. über meinen letzten Job als LKW Fahrer mit mir unter halten u. meine gesundheitlichen Problemen keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt. Immer wenn ich versuchte die Probleme zum Thema zu machen, winkte Sie ab und sagte nur "das hätte Sie in meinen Akten schon gelesen" und kehrte zu Ihren Thema zurück.
    Das ende vom Leid, die Verlängerung u. Wiedersruch (trotz gegen Diagnose meiner behandelden Ärzte) abgelehnt. Nun Klage und warten(bis 2 Jahre) und mit Arbeitsa., Krankenk. rum ärgern weil keiner zahlen will.
    Besten Dank Deutschland, so bringt man kranke Menschen wieder auf die Beine.
    Grüße Volker

    • Benno Blues sagt:

      Ja, Volker, der Gesundung dienen solche Verhaltenweisen gewiss nicht. Ich staune immer wieder, wie sicher sich Gutachter sein können, so lebensgravierende Entscheidungen über Menschen treffen zu können, die sich nicht einmal einen einzigen Tag lang erlebt haben… Ich drücke die Daumen, dass es klappt mit dem Widerspruch!! Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

  159. Anonym sagt:

    Hallo und einen guten Morgen. Ich habe immer größer werdende Probleme im privaten aber auch beruflichen Bereich weil ich seit 1998 unter Panik Attacken leide. Begonnen hatte es als mein Vater ein Jahr zuvor verstarb, also so eine Art Auslöser.

    Ich war von Mai 1998 bis November 1998 AU geschrieben und tingelte von Hausarzt zum Neurologen bis hin zum psychotherapeutischen Psychiater. Andere hinzu kommende Beschwerden wurden untersucht (HNO-Kardiologe-Magen/Darm-Orthopäde etc.).

    Ich bekam im September 1998 eine Reha in der Soziopsychosomatischen Fachklinik Rastede wo ich 8 Wochen verbrachte. Bis 2004 war ich weiter in dauerhafter ambulanter Psychotherapie. Dann kam eine lange Zeit der Beschwerdefreiheit mit ein paar kleinen Ausnahmen wo ich vom Hausarzt behandelt wurde.

    2016 kamen meine Probleme Panik Attacken und Depressionen zurück. Seit November 2016 bin ich wieder in Behandlung bei meinem Psychiater. In den ganzen Jahren war ich im Schnitt 4 bis 6 Wochen im Jahr AU geschrieben wegen den verschiedensten Erkrankungen, ich bin so etwas wie ein Hypochonder und habe große Angst vor Krankheiten.

    Heute mit fast 55 Jahren blicke ich auf zirka 38 Arbeitsjahre zurück (mit Ausbildungszeit). Ich merke immer mehr wie schwer es ist sich zur Arbeit zu schleppen, so viele soziale Ängste die mich plagen, ich habe große Probleme deswegen mit meinem Magen/Darm und bin meist in ständiger Unruhe und Nervosität, habe Stress den ich damit verursache und empfinde es schon seit langer Zeit nicht mehr als Lebenswert.

    Ich bin kaum belastbar was man aber nicht an mir bemerkt weil ich dagegen ankämpfe. Ständig kommen neue Erkrankungen hinzu und allein in diesem Jahr war ich deswegen schon 6 Wochen AU geschrieben. Es ist mir gegenüber meinen Kollegen auch unsagbar peinlich weil ich so oft fehle.

    Ich druckse auch herum bei den Ärzten, auch beim Psychiater gebe ich mich meist stabil aus aber in letzter Zeit hat er wohl auch bemerkt das da noch einiges mehr am Brodeln in mir ist. Neuerdings denke ich viel über eine Rente nach habe aber große Angst vor den Konsequenzen, ich habe einen guten und sicheren Arbeitsplatz den ich verlieren würde.

    Zumal ich wie hier beschrieben erst einmal nur 3 Jahre Rente erhalten würde (wenn überhaupt) und was ist wenn danach nicht mehr, mein Job wäre weg! Und kann man überhaupt Rente beantragen wenn man noch aktiv in der Arbeitswelt integriert ist? Man würde sagen"wieso das, es geht doch wie man sieht".

    Und dann noch einmal eine erneute Reha Maßnahme in einer Psycho Klinik?! Die vielen Fragen beim Gutachter oder der Rentenkassen. Ok, ich habe ja was vorzuweisen im lauf der letzten 19 Jahre aber reicht dies aus? Ich wäre, durch meinen Arbeitgeber, sogar in einer eventuell besseren Lage später, ich habe zusätzlich Anspruch auf Betriebsrente.

    Ich bin mir auch nicht sicher wie ich alles anstellen soll, vielleicht spreche ich mit meinem langjährigen Psychiater über so eine Möglichkeit oder ist dies unangebracht?

    Worauf sollte ich alles acht geben und was wäre ganz wichtig?

    Lieben Gruß von Edmund

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Edmund,
      es ist auch möglich, eine befristete Erwerbsminderungsrente zu beziehen und während dieser Zeit das Arbeitsverhältnis ruhen zu lassen. Sollte die Rente tatsächlich auslaufen, könntest du dann deinen ruhenden Vertrag wieder aktivieren. Allerdings ist mir noch nicht zu Ohren gekommen, dass die Rente tatsächlich wieder gestrichen wurde. Mein Arbeitsverhältnis ruht auf diese Weise nun schon 8 Jahre.
      Sinnvoll wäre in diesem Zusammenhang jedoch, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Als anerkannt schwerbehinderter Mitarbeiter hättest du einen erweiterten Kündigungsschutz. Du findest Informationen dazu auch hier in diesem Blog.
      Besprich dies unbedingt einmal mit deinem Psychiater, denn er sollte wissen, was dich umtreibt. Zum anderen kann er dein Vorhaben auch unterstützen. alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

  160. Anetta sagt:

    Gehe demnächst in die Reha, macht es Sinn , zu äußern, das ich die Erwerbsminderungsrente beantragen möchte, bin seit Januar krank geschrieben, meine Ärztin weiß Bescheid, wir wollen das 1/2 Jahr voll ausschöpfen, schauen wie sich mein Arbeitsgeber verhällt, da ich auf gar keinen Fall selbst kündigen soll. Habe nur Bedenken , da ich 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} Schwehrbehinderung habe, da darf mich glaube der Arbeitgeber nicht kündigen, was dann ?
    Würde mich auf eine Rückantwort freuen.
    LG Anetta

    • Benno Blues sagt:

      In der Regel werden ohnehin alle möglichen Krankheitswochen ausgeschöpft, bevor es zur Rentenbewilligung kommt. Das sind 78 wegen ein und derselben Krankheit. Eine Kündigung ist nicht nötig. Wenn du die Rente bekommst, kann man dein Arbeitsverhältnis derweil ruhen lassen. Liebe Grüße Benno

  161. Anonym sagt:

    Hallo, vielen Dank für diese Seiten.

    Das Jobcenter hatte mich aufgefordert, nach vielen AU-Bescheinigungen durch Ärzte und medizinische Gutachter, die (vorübergehende) EMR zu beantragen. Der Antrag läuft.

    Ist es ungünstig in der Wartezeit eine Therapie bei einem Psychologen zu machen? Mir wurde gesagt, dass die DRV den Antrag dann ablehnen würde, weil ich ja den Versuch unternehme, wieder geheilt zu werden. EMR gibt es dann nicht.

    Könnte es nicht auch anders rum sein? Also dass mich die DRV auffordert, unbedingt eine (weitere) Therapie zu machen, weil alle Möglichkeiten ausgeschöpft sein müssen?

    Ausserdem weiss ich nicht, zu welcher Art Therapeut ich gehen soll. Ich finde Therapeuten sehr eigen-artig..

    Kann ich auf Therapie verzichten?

    Liebe Grüße und Danke für Deine Mühe.

    • Benno Blues sagt:

      Selten kann ich da so spontan und klar antworten wie hier: Eine Therapie ist unverzichtbar. Sie ist das Mittel der Wahl. Wenn du dann irgendwann einmal sehr therapieerfahren bist, wirst du die Einbrüche in deiner Stimmung selbst parieren können, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg, denke ich.
      Aus meiner Sicht spricht mehr dafür als dagegen, während des Antrages auf Erwerbsminderungsrente therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, eine gewisse Grundstabilität vorausgesetzt.
      Für die Behandlung einer Depression bieten sich da Verhaltenstherapie und Psychoanalyse an, ergänzt durch niederschwellige Angebote wie Entspannungs- und/oder Ergotherapie. Wenn du noch nicht weißt, welche Therapieform für dich die richtige ist, probierst du am besten zuerst aus, was dich am meisten anspricht. Für die Behandlung einer Depression muss man sowieso eher in Jahren denken. Da wirst du Gelegenheit haben, die eine oder andere Therapieform für dich zu entdecken. Einen guten Überblick könntest du dir für's Erste in einer Psychiatrischen Tagesklinik verschaffen. Das wäre meine heutige Empfehlung für dich. Liebe Grüße Benno

  162. Anonym sagt:

    Hallo, ich habe da mal eine Frage. Ich habe wegen Depressionen ect, jetzt auch die EMRente beantragt, bzw. ich erwäge sie zu beantragen. Habe auch schon die Formulare, nur mit dem Ausfüllen, da hapert es. Außerdem habe ich ein kravierendes Problem, die wollen von der krankenversicherung was haben, wo ich ab dem 1.1.89 versichert war. Da ich damals noch in der DDr gelebt habe, weiß ich nicht, wie an diese Unterlagen herankommen soll, zumal ich irgendwie das zeug, was ich hatte, verloren habe. ich bin seit damals 7 mal umgezogen, und ich denke, das die Unterlagen, dieser Ausweis von damals verschwunden ist. Was mache ich jetzt, alle anederen Unterlagen und Nachweise habe ich alles da, nur das nicht. Wenn ich das nicht habe, brauch ich ja keinen Antrag stellen, denn ohne den, fehlt ja etwas, was angefordert wurde, und dann wird der Antrag eh abgelehnt. Ach ja, meine Frage,kann ich da irgendwie die Krankenkasse danach fragen,wie man genau an diesen Nachweis noch rankommt? Oder,ich sage das denen. Ich weis echt nicht mehr weiter, dann.
    Auserdem, was Reha vor Rente angeht. Ich habe damals 2006 eine Reha gemacht, wo ich meinen Sohn mitnehmen musste, als Begleitkind. heute ist mein Sohn 15, er wird im März 16, ich bin alleinerziehend und ich kann meinen Sohn ja nicht 4 oder 5 Wochen alleine lassen. Gerade jetzt nicht, wo er sein letztes Schuljahr vor sich hat und dann eine ausbildung macht, ab Sept.18. Wie gesagt, alleinerziehend, und ich mache alles alleine, fast alleine, vom Jugendamt haben wir Hilfe, weil mein Sohn psychisch auch nicht gerade der gesündeste ist. Und eine Reha wäre auch nicht gut, da mein Sohn und ich Beziehungsprobleme haben, das heißt, ich habe probleme mit ihm und er denkt, er hätte welche mit mir. Pupertät eben, aber in einem ganz schlimmen Stil. Deshalb ja auch die Hilfe vom Jugendamt. Mit dieser Hilfe arbeiten wir dran, und Therapeuten haben wir auch. ich bin regelmäßig bei meiner Psychologin und beim Neurologen war ich auch schon.Sorry, das ich so ausschweife, aber ich bin da immer so. Finanziell kann ich mir keine Mitgliedschaft beim VDK leisten, da ich eh schon H4 bin, und ich hatte auch schon etliche Massnahmen am Start, die alle nichts gebracht haben. Meine bearbeiterin vom JC , mit der haben ich auch darüber gesprochen, die meinte, es würde nichts bringen, mich wieder in eine Massnahme zu bringen, die mich am Ende dann wieder ausnockt. Wäre toll, wenn du mir irgendwie antworten könntest. lg aus Nürnberg von Sylvia (48)

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Sylvia,
      das Fehlen einzelner Unterlagen sollte dich nicht davon abhalten, einen Rentenantrag zu stellen, wenn du dies für das Beste hältst. Derlei Belege kann man auch nachreichen. Wenn du dich mit dem Ausfüllen des Antrages überfordert sieht, kannst du deinen Rentenantrag durchaus auch mündlich bei einer Zweigstelle der Rentenversicherung stellen. Die Rentenversicherung vergibt Termine für so etwas und klärt dich vorher auch darüber auf, welche Unterlagen du mitbringen musst.
      Was deine verlorenen gegangen Unterlagen angeht, wäre es vielleicht eine Idee, bei deinem damaligen Hausarzt oder Arbeitgeber nachzufragen. Die können aus ihren Unterlagen ersehen, wo du derzeit versichert warst. Aber selbst wenn du bestimmte Zeiten nicht nachweisen kannst, mindert das gegebenenfalls deine Rente etwas, führt aber nicht generell zur Ablehnung, denke ich. Die Unterlagen könnten ja auch bei einem Hausbrand verloren gegangen sein. Ich denke, für so einen Fall gibt es auch eine Lösung.
      Und was deinen Sohn angeht, um dessen Betreuung du dich sorgst in Bezug auf eine eventuelle Reha, wendest du dich dann am Besten ans Jugendamt und besprichst das Thema dort. Auch hierfür wird sich eine Lösung finden. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen. Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

  163. Anonym sagt:

    Hallo Anonyme,

    ich bin jetzt 60 und hatte mit 33 Jahren eine fast einjährige schwere Depression. Die akute klang danach ab, Ausgebranntsein, Erschöpfung, Neurosen und völlige nervliche Überreizung blieben. Ich bin "Ossi" und habe in der DDR einen leitenden Job im Bildungswesen der Deutschen Reichbahn gehabt. Zufällig(!) zur Wende kam die Depression. Danach musste ich mir einen neuen Job suchen. Ich wurde freier Journalist. Mit all diesen Beschwerden (kein Arzt konnte oder wollte mir helfen) gelang mir auch hier eine
    beachtenswerte Karriere – allerdings mit Arbeitstagen, die oft bis zu 16 Stunden dauerten – eine nicht endende Quälerei, auch an den Wochenenden. Doch jetzt kann ich nicht mehr – weil die Honorare für Presse-Autoren und -Fotografen inzwischen auf durchschnittlich 4 Euro pro Stunde aufzuschlüsseln sind. Nicht die quälenden Beschwerden, die ich seit 27 Jahren habe, sind der Grund dafür, sondern dass ich für mein altes Auto die Steuer und Versicherung nicht mehr bezahlen kann. Dadurch sind außerdem meine Beziehungen und Freundschaften kaputtgegangen. Ich verstehe, ehrlich gesagt, die Skrupel von Euch bezüglich Renten, Krankschreibung oder Kuren nicht. Depressionen, auch atypische (wie bei mir) sind eine schwere Krankheit. Von der Weltgesundheitsorganisation wurden sie als belastendste Krankheit für Menschen überhaupt bezeichnet. Ich selbst brauche Hilfe, da ich jetzt von 250 Euro (plus Miete für eine kleine Wohnung)leben muss – und befürchte in meinem Alter noch ärmer zu werden. Danke Deutschland für nichts! Es ist mir auch scheißegal, ob ich auf Kosten der "Mitte der Gesellschaft" (z. B. ebenfalls selbstständige Handwerker mit horrende Honorarsätzen) leben muss. Eine private BU-Versicherung konnte ich mir nie leisten,
    auch keine andere private Altersabsicherung. Hat jemand irgend 'ne Idee, wie ich noch weitermachen kann – also etwas mehr Geld bekommen, um w i e d e r z u a r b e i t e n ? Ich habe mich für diesen Weg entschieden, keiner muss sich aber so quälen… Treibt Eure Forderungen ein, zur Not mit Anwalt auf Rechtshilfe-"Gutschein"!

  164. Anonym sagt:

    Hi, ich finde es toll das es diese Seite gibt, Sie gibt einem vor allem das Gefühl nicht alleine zu sein. Ich bin 57 J. alt und aktuell seit 2,5 Jahren krank geschrieben. Von der Krankenkasse ausgesteuert seit 01.01.2017.Die Ärztin beim Arbeitsamt, hat mich sofort aufgefordert, einen Antrag auf Reha respektive EU Rente zu stellen. Bin seit ca. 40 Jahren berufstätig. Die letzten 10 Jahre habe ich mit der Pflege meiner Mutter verbracht, die jetzt verstorben ist. Mein Mann ist seit 2010 EU-Rentner und wird mit Morphium behandelt, also bleibt alles an mir hängen. 2015 kam dann noch Mobbing im Job dazu, das wars. Aktuell leide ich unter Angstzuständen, Panikattacken und div. körperl. Beschwerden. Habe 2016 eine psychsom. Reha gemacht -ohne Erfolg, muss jetzt wieder in Reha, wegen EU-Rente, wurde jetzt nur kurzfr. aufgeschoben wegen Tod der Mutter, ich habe panische Angst, das die mich wieder in ein normales Arbeitsverhältnis stecken wollen, weil mich holen immer wieder die Mobbing-Erinnerungen von 2015 ein und dann wird mir richtig schlecht. Ich würde ja vielleicht wieder ein bißchen arbeiten wollen, aber nur so nebenher und unabhängig. Nach der Mobbing Sache war ich fast soweit das ganze zu beenden, das einzige was mich abgehalten hat, war die Verantwortung für meinen Mann und meine Mutter. Ich habe wirklich tierischen Schiss vor der Reha, was sich auch körperlich niederschlägt, und und Zukunftsängste (wenn es denn dann überhaupt eine gibt). Habe 40{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} Schwerbehinderung (Depression, COPD, Schuter-Arm-Syndrom) was soll ich bloß tun wenn die, die Rente nicht gewähren. Angst, einfach nur pure Angst.

    • Benno Blues sagt:

      Ich kann deine Angst gut verstehen. Ich fürchte, ich kann sie dir auch nicht nehmen. Vielleicht sagst du einfach einmal "Ja" zu deiner Angst? Wenn du sie nicht mehr bekämpfst oder versuchst vor ihr zu fliehen, wird sie womöglich von ganz allein kleiner werden.
      Ich hatte auch derlei Ängste, als ich meinen Rentenantrag stellte. Es sind gerade immer die Ängste vor etwas Fiktivem, vor etwas das geschehen könnte, die mich handlungsunfähig machen. Dann spüre ich Ohnmacht. Ohnmacht ist ein Grundgefühl der Depression. In so einem Fall, versuche ich mir klar zu machen, dass es noch keine aktuelle Situation gibt, vor der ich mich fürchten müsste, dass bislang alles nur in meinem Kopf stattfindet und dass für das, was dort stattfindet, ich allein verantwortlich bin. In einer konkreten Bedrohungssituation wusste ich eigentlich immer weiter, fiel mir etwas ein, war ich zu etwas in der Lage. Selbst wenn das was ich tat, manchmal hilflos anmutete, brachte es mich doch zumeist auf den richtigen Weg. Eigentlich kann ich mir vertrauen und ich denke, dass du auch dir vertrauen kannst. Ich bin bis hierher gekommen. Ich habe am Ende immer irgendeine Lösung gefunden. Vielleicht kannst du auch einmal so auf dein Leben schauen? Irgendwie hast du es doch auch immer hin bekommen, oder? Wenn es soweit ist, wirst du wissen, was zu tun ist. Vertrau mal!
      Dass du zwar arbeiten willst, aber nicht mehr unter den alten Bedingungen, würde ich nicht erwähnen, wenn es dir um die Rente geht. Das ist ein Thema, dass in die Rehabilitation gehört. Es wäre gut, wenn du dich vorher für eine Richtung entscheiden würdest. Eine Erwerbsminderungsrente wird nur für den Fall gezahlt, dass du tatsächlich nicht mehr arbeiten kannst, nirgendwo. Liebe Grüße Benno

  165. Daniela sagt:

    Dein Bericht hilft mir/uns sehr. Mein Mann leidet unter Depressionen ( Job, Chronische Schmerzen, Verlust). Ich/wir sehen auch keinen anderen Ausweg als die Erwerbsminderungsrente um endlich ein wenig runter zu kommen. Wir haben zusammen vier Kinder (davon zwei kleine) und haben nun das Schreiben von der Krankenkasse erhalten, für den Antrag zur med. Reha. Mein Mann möchte den Weg aber nicht gehen weil er einfach zu viel Angst um uns hat und uns um sich rum braucht. Meine Frage wäre wie du es geschafft hast diesen Weg zu umgehen oder wie man ihn umgehen kann. Danke!!

  166. Anonym sagt:

    Hallo, bin 36 und durch ein Arbeitsunfall ende 2014 ausgesteuert worden. Mein Arbeitsplatz ruht.Musste durch das Amt Rente beantragen was auch völlig ok ist und ich meine ruhe brauche. Seit dem bin ich wegen akuter Belastungsreaktion krank geschrieben. leide unter Fibromyalgie, Migräne, Depression und habe dafür dieses Jahr einen GdB von 30 bekommen. Ich habe keine Ahnung wie es weiter geht, mir geht es trotz Medikamente schlecht und nun fangen meine Beine auch schon an zu streiken. Habe keine Ahung wie es jetzt weiter gehen soll.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Anonymous,
      es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht und du kein Licht am Ende des Tunnels sehen kannst. Es wäre gut, wenn du sprichwörtlich bald wieder auf die Beine kommen würdest. Medikamente können ein erster Schritt sein, aber Medikamente beseitigen keine Ursachen. Es gibt ein Ungleichgewicht in dir, das dringend nach Ausgleich, nach Annahme, nach Frieden suchst. Ich denke, von allein wird sich dein Problem nicht lösen. Die körperlichen Symptome drängen dich mehr und mehr dazu, jetzt etwas zu unternehmen. Ich empfehle dir unbedingt eine Psychotherapie, dergestalt, dass du mit einer stationären Therapie beginnst und dich aber jetzt schon um eine anschließende ambulante Therapie bemühst. Sollte dir eine stationäre Therapie nicht möglich sein, schau, ob du dich nicht wenigstens für eine teilstationäre Psychotherapie entscheiden kannst. Auf diese Weise kämst du erstmal aus deinem Bannkreis heraus und könntest zu anderen Perspektiven finden. Ich bin mir sicher, dass du in schon während einer stationären Psychotherapie eine Idee bekommen wirst, wie es für dich weitergehen kann. Für stationäre Psychotherapien gibt es meist nicht so lange Wartezeiten, so dass du in 1-3 Monaten schon ein gutes Stück weiter sein könntest. Vielleicht kannst du dich ja dafür und für dich entscheiden und dir somit etwas richtig Gutes tun? Womöglich wird dies die beste Entscheidung deines Lebens sein. Bei mir war es jedenfalls so. Gute Besserung und liebe Grüße! Benno

  167. Unknown sagt:

    hallo,kurze info zu mir,bin 48j.und beziehe bis 30,6,2018 zu 100pro,erwerbmin,,,rente,
    jan.2013 10kg gewicht verloren,ab ins kh u magen +darm spiegelung,befund war,magenschleimhaut stark endzundet u der ganze darm hochgradig entzundet,verdacht morbus crohn,vorher schon durch trennung 2009 u scheidung 2011 ganze existens verloren,rosenkrieg like hollywood,chefartzt meine geschichte erzählt u er sofort für mich ne reha beantragt.im july 2013 reha in bad driburg psychosomatisch klinik,nach 4 wochen entlassen wegen wespen stich da allergisch u zu kritisch,deswegen kh in meiner heimat stadt,bin als arbeitsunfähig vom prof.der psycho.klinik entlassen worden,danach durchweg krankgeschrieben bis july 2014,dann ausgesteuert ,beim a-amt gemeldet,laut meiner kk,weiterhin aber krankgeschrieben vom hausartzt der gleichzeitig renten u schwerbehinderten ausweis beantragt hat,im febr.2015 bescheid von rentenv.zum termin gutachter,war sogar in meiner heimatstadt,die gutachterin war doktor medizin u psychologin,war gute 2,5 std in behandlung ,gespräch u untersuchung,ergebnis war,das sie mir im vertrauen gesagt hat das sie ganz schnell bericht schreibt u ich rente bekomme u dringend in psychologischer behandlung muss,darauf post von rentenv.rückwirkend zum 1,1,2015 zu 100pro.erwerbmind.rente u gleichzeitig post versorgungsamt ,rückwirkend zum okt.2014 schwerb.ausweis mit gdb 50 bis 2018,dazwischen 3 mal nach ablauf der zeit neue rentenaträge gestellt,ohne probleme,bis zum letzten antrag für rente den ich im jan.2018 gestellt habe,rente lief bis ende30,3,2018,dann post von der rentenv.muss zum gutachter nach dortmund,ein mann u im netz keine guten bewertungen,alle unterlagen dabei,und sogar aktuellen antragskopie von meinem hausartzt für eine kur,woalles drin steht ,befunde,was ich habe,4 mal das zeichen für gesicherte diagnose,u vermerk das es mir nicht zuzumuten ist alleine mit öffentl,verk.mitteln zu fahren,mein artzt hat ausdrücklich gesagt das der sich unbedingt meine unterlagen angucken muss,wörtlich,schöne grüsse er soll da unbedingt reingucken,hat der gutachter nicht getan,keine fragen zu meinem krankheitsverlauf usw,fragen gestellt ob meiner eltern noch leben,wievi,, geschwister,was ich koche,wie ich nach dortmund gekommen bin,der hat mich voll kirre gemacht mit diesen fragen,ich wusste gar nicht mehr was ich sagen soll,nach 20min fertig u raus,der nächste,bekam ich noch post im feb.2018 vom versorgungsamt,zu meiner freude,schwerbehinderten ausweis ohne wenn und aber verlängert bis 2020,begründung,mein gesundheit zustand ist unverändert,posive nachricht,gutachter sich das und alle anderen unterlagen nicht ein blick drauf,vergessen zu erwähnen das ich noch im frühjahr 6 wochen in einer tagesklinik war ,psychoso.tisch mit entlassung,weiterbehandlung dringend erforderlich,vor 5 wochen,kurz nach gutachter termin ,reha bzw kur antrag u nochmal zu sicherheit rentenantrag dabei getan,zu rentenver.geschickt,bis heute keine post das ich weiterhin rente bekomme u auch nix zum kur-reha antrag,hab dann selber bei rentenv.angerufen,und sachbearbeiterin teilte mir kurz mit,rentenantrag abgelehnt von ärtztlicher u juristischer seite,begründung wohl,das ich 6 std oder länger arbeiten könnte,aber es würde sich nochmal angeguckt der antrag ,auch über den kur-reha antrag is noch nicht entschieden,war sprachlos wie man so entscheiden kann obwohl zb im antrag für die kur 4 mal eine gesicherte diagnose steht[suizid gedanken,schwere depressionen,schlaflos usw,kann mir jemand sagen was ich getz machen soll oder was zu tun ist,hab morgen schon termin hausartzt,danke u lg

    • Benno Blues sagt:

      Dein Text ist leider nur schwer verständlich für mich zu lesen. Vermutlich wäre es gut, du würdest dir rechtliche Unterstützung bei einem der großen Sozialverbände wie dem VdK oder dem SoVD sichern. Die haben die nötige Erfahrung, dir zu raten, wie am besten in deinem Fall vorzugehen ist. Liebe Grüße und alles Gute für dich! Benno

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