Rente wegen Depression – Ratgeber

Rente wegen Depression

Rente wegen Depression genehmigt

Welche Rente muss ich beantragen, wenn ich psychisch krank und wegen Depression ausgesteuert und doch weiterhin arbeitsunfähig bin? Was ist eine Wiedereingliederung? Warum muss ich mich arbeitslos melden, obwohl ich doch nur krank bin? Wer zahlt, wenn die 78 Wochen Krankengeld vorüber sind? Wo kann ich eine Rente wegen Psyche beantragen und wie lange dauert die Bearbeitung? Muss ich zum Gutachter? Ist eine Reha zwingend vorgeschrieben oder gibt es auch Ausnahmen? 

 


Beitragsüberblick

Die Rente als Ausweg

Manchmal im Leben kommt man an einen Punkt, wo einen alle Kräfte verlassen zu haben scheinen. Selbst eine Krankschreibung vermag dies nicht zu korrigieren. Auch weitere Krankschreibungen erweisen sich als unwirksam. Irgendwann ist man ausgesteuert. Dann kommen auch noch Existenzängste hinzu, Ängste, die alles nur noch schlimmer machen. Man kann eine psychische Störung wie beispielsweise eine rezidivierende Depression (rezidivierend=wiederkehrend) eben nicht mit der Brechstange aus dem Haus treiben. Sie bleibt, solange es nötig ist und legt dich lahm. Sie tut dies, bis du begreifst, dass du etwas in deinem Leben ändern musst.

Eine Rente wegen Depression bleibt da oftmals der einzig sinnvolle Ausweg. Wie gut, dass es in unserem Sozialsystem die Möglichkeit der Beantragung einer Rente wegen Depression gibt.  Genau für derart gelagerte Fälle ist sie ins Leben gerufen worden. Was aber ist alles zu beachten bei der Rente wegen Depression? Gutachter werden hinzugezogen. Wahrscheinlich steht eine Reha an. Wie verhalte ich mich vor Antragstellung und wie bereite ich mich richtig auf die Rente wegen Depression vor? Wie lange dauert die Bearbeitung meines Rentenantrages? Muss ich unbedingt zur Reha? Die wichtigsten Fakten zum Thema Erwerbsminderungsrente wegen Depression und Antworten auf häufig gestellte Fragen. Informationen rund um das Thema Rente bei psychischer Krankheit – Depression ausgesteuert.

 

Erwerbsminderungsrente – Die Fakten

Die Rente wegen psychischer Störungen ist inzwischen trauriger Alltag in Deutschland geworden. Die Menschen werden krank und finden nur schwer den Weg zurück zu seelischer Gesundheit. Immer mehr machen von einem Angebot des Sozialstaates, der Erwerbsminderungsrente Gebrauch, weil sie bereits wegen der Depression ausgesteuert sind. Man gilt als ausgesteuert, wenn man länger als 78 Wochen wegen ein und derselben Diagnose Krankengeld bezogen hat. Nicht wenige sind irgendwann nach langer Krankheit wegen der Depression ausgesteuert und beantragen vorzeitig die Rente. Wie die Deutsche Rentenversicherung bekannt gab, sind Psychische Krankheiten, voran die Depression,  heutzutage der Hauptgrund für die Gewährung von Frührente. Genau genommen handelt es sich hierbei gar nicht um eine Frührente. Frührenten werden zum Teil auch durch Arbeitgeber finanziert. Im Kontext psychischer Störungen sprechen wir hier von einer EM-Rente (Erwerbsminderungsrente).

Im Jahr 2011 wurden etwa einundvierzig Prozent der Anträge auf eine Erwerbsminderungsrente mit Depressionen, Angstzuständen oder ähnlichem begründet, wie in der » Welt am Sonntag « unlängst zu lesen war. In 2000 habe dieser Anteil noch bei vierundzwanzig Prozent gelegen. Psychische Erkrankungen haben demzufolge die langjährigen Hauptgründe für Erwerbsunfähigkeitsrenten, Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen, überrundet. Ich befinde mich sozusagen in guter Gesellschaft. Vielleicht gründen wir Depressiven bald eine Partei? Bei so viel Zuwachs, da muss sich doch etwas bewegen lassen? Aber Spaß beiseite, die Politik überlasse ich dann doch lieber denen, die davon etwas verstehen oder das zumindest von sich glauben.

 

Mein Weg zur Rente – Erfahrungsbericht

Erste Schritte

Es war das Jahr 2007, als ich meinen ersten Zusammenbruch, einen Burnout hatte. Ich wollte, oder besser, ich konnte nicht mehr weiter leben. Ich wollte all dem ein Ende setzen. Wie du siehst, ist das nicht passiert und das ist auch gut so, denn heute lebe ich wieder gern, zwar eingeschränkt, aber gern.

Als das am Abend des 8. Januar 2007 passierte, wies mein Hausarzt mich in das Hildesheimer Landeskrankenhaus ein. Ich kam auf eine geschlossene Station der psychiatrischen Akutverorgung. Hier hatte ich dann auch zum ersten Mal bewusst Kontakt zu Menschen mit seelischen Erkrankungen und musste zunächst einmal gründlich mit meinen Vorurteilen aufräumen. Ich durfte erleben, dass es Menschen waren, wie du und ich. Menschen, die nicht etwa verrückt oder blöd daher kamen, sondern schlicht und ergreifend Menschen, die unter der Last ihres Lebens zusammen gebrochen waren. Hier erfuhr ich das erste Mal von meiner Depression und seit jenem Tag nehme ich auch Antidepressiva ein. An eine Rente wegen Depression hat zu dieser Zeit noch niemand gedacht.

Es folgten einige Wochen Klinikaufenthalt zur Stabilisierung und im Anschluss eine stationäre Psychotherapie. Die Therapie tat mir gut. Ich habe dort viel gelernt. Sechzehn Wochen war ich insgesamt im Hildesheimer Landeskrankenhaus, dem heutigen Ameos-Klinikum. Mittlerweile war es Mai geworden, die Therapie war zu Ende und ich sollte wieder zur Arbeit gehen.

 

Wiedereingliederung vor Erwerbsminderungsrente

Mit meinem Hausarzt verhandelte ich eine „Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess“. Hierbei fängt man mit einem verordneten geringen Stundensatz an und steigert sich dann wöchentlich bis zur Zielarbeitszeit. Die lag bei mir bei 8,75 Stunden. Ich begann also in der ersten Woche mit einer Stunde pro Tag und steigerte dann wöchentlich zwischen einer und anderthalb Stunden. Während der Wiedereingliederung bleibt man krank geschrieben und erhält keinen Lohn, wohl aber Krankengeld. Der Arbeitgeber hat also keinen Nachteil davon, eher einen Vorteil, denn er bekommt diese Arbeitskraft quasi gratis.

Doch stellte sich heraus, dass acht Stunden für mich zuviel waren und ich reduzierte meinen Arbeitsvertrag infolge einvernehmlich auf sechs Stunden täglich. Das glaubte ich, gut schaffen zu können. Aber auch das war offenbar noch zuviel für mich. Ich bekam morgens am Firmeneingang Panikattacken, meine Konzentrationsfähigkeit war gleich Null, dafür war mein Erregungspotential am oberen Anschlag. Es dauerte nicht lange und ich ließ mich wieder krank schreiben. Daraufhin bemühte ich mich um eine zweite Psychotherapie, diesmal sollte es eine teilstationäre sein, damit der Umbruch nach Beendigung der Therapie nicht so hart wird.

 

Soziotherapie hilft bei Entscheidung

Parallel zur ins Auge gefassten Psychotherapie beantragte ich eine Soziotherapie, auch um die zunächst therapiefreie Zeit irgendwie überbrücken zu können. Fortan bekam ich dann wöchentlich einmal Besuch aus Hildesheim von Herrn Z., der mir als Ratgeber und Zuhörer zur Seite stand. Auch die zweite Psychotherapie brachte mich nach vorn. Ich entdeckte meine Kraft wieder, hier und da kamen Aggressionen auf und ich lernte, sie zu zeigen. Ich entkam allmählich der Opferrolle, was mir ziemlich gut tat. Nach der Therapie gab es erneut eine Wiedereingliederung. Aber es hatte sich in den fast zwei Jahren, da ich nun mit Unterbrechungen krank war, so viel im Büro verändert, dass mich damit völlig überfordert sah. Ich bat deshalb um eine weitere Reduzierung meiner Stundenzahl auf vier Stunden täglich, was aber letztlich von der Geschäftsführung abgelehnt wurde. Und so wurde ich wieder krank, weil ich den Anforderungen da draußen einfach nicht mehr gewachsen war.

Ich wusste schon wieder nicht mehr weiter. Eigentlich wollte ich doch nur schnell wieder gesund werden? Aber das mit dem »schnell« wurde wohl nix! Also stellte ich mich auf eine längere Behandlungsdauer ein. Durch die regelmäßig stattfindenden Gespräche im Zuge der Soziotherapie wurde mir zunehmend klarer, dass ich langsam einmal zu einer Entscheidung kommen muss, wenn ich wirklich will, dass mein Leben eine Wendung nach oben nimmt. Und so öffnete ich mich allmählich dem Gedanken, eine Rente wegen Depression zu beantragen.

 

Antrag auf Rente wegen Depression

Irgendwie war mir inzwischen auch klar geworden, dass ich mir einmal so richtig Zeit für mich selbst nehmen müsste. Der Druck, schnell wieder gesund werden zu müssen, erwies sich als kontraproduktiv. Und so beantragte ich im Januar 2009 aufgrund meiner Depression die Erwerbsminderungsrente. Andere Begriffe, die in diesem Zusammenhang kursieren und dasselbe meinen, sind: Invalidenrente, EU-Rente bzw. Rente wegen Erwerbsminderung. Solch einen Antrag kann man bei seiner Rentenversicherung stellen, wenn man sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sieht, mindestens sechs Stunden täglich zu arbeiten. Früher wurde bei der Rentenversicherung unterschieden zwischen BfA und LVA, also Rentenangelegenheiten für Angestellte und Arbeiter. Das gibt es so heute nicht mehr. BfA und LVA haben sich zur Deutschen Rentenversicherung zusammen geschlossen. Deinen Antrag auf Rente wegen Depressionen nimmt deshalb jede Rentenversicherungsstelle in deinem Landkreis an. Schau mal im Internet nach!

Ich konnte damals direkt online einen Termin vereinbaren und so hatte ich in der Filiale der Rentenversicherung keine Wartezeit. Auch wirst du dann informiert, welche Unterlagen du mitzubringen hast. Das Beantragen der Rente war nur eine kleine Formalität und nach 30 Minuten schon wieder vergessen. Ich musste auch keine Formulare für die Rentenkasse selbst ausfüllen, nur einige Informationen bereit halten, besonders die Namen und Anschriften meiner behandelnden Ärzte. Ich hatte mir den Rentenantrag wesentlich komplizierter vorgestellt, aber das war er erfreulicherweise nicht.

 

Depression ausgesteuert – ALG1 zur Überbrückung

Nun war ich schon über zwei Jahre krank und meine Krankenkasse war nicht mehr verpflichtet, mir Krankengeld zu zahlen. Ich war aufgrund der Depression ausgesteuert, wie es hieß. Das ist nach 78 Wochen der Fall. In solch einem Fall springt dann das Arbeitsamt ein und zahlt Arbeitslosengeld zur Überbrückung. Sollte die Rente wegen Depression bewilligt werden, holt sich das Arbeitsamt seine Geldleistungen bei der Rentenkasse später wieder. Wird der Antrag auf Erwerbsminderungsrente nicht bewilligt, gilt es als normales Arbeitslosengeld.

Ich musste mich also arbeitssuchend melden, obwohl ich ja eine Arbeit hatte, aber für so Fälle wie meinen gab es offensichtlich nicht einmal passende Formulare. Also meldete ich mich arbeitssuchend und bekam fortan Arbeitslosengeld. Einmal nur musste ich zu einem Gespräch mit einem Mitarbeiter des Arbeitsamtes kommen. Ich glaube, es war ein Psychiater. Das war alles. In der Regel bekommt man die Rente wegen der Depression auch nicht, bevor nicht alle anderen Töpfe der Sozialversicherung angezapft und ausgeschöpft wurden. Die Sozialkassen sind gegenseitig sehr darauf bedacht, so wenig wie möglich Kosten zu haben.

 

Muss man unbedingt zur Reha?

Ich war bei Stellung des Rentenantrages achtundvierzig Jahre alt und mit Achtundvierzig will dich natürlich niemand in Rente gehen lassen. Also gab es erst einmal einen Termin bei einem Gutachter für Rentenangelegenheiten. Das Ganze dauerte nur dreißig Minuten und obwohl der begutachtende Psychiater mich weder je zuvor gesehen hatte, noch meine Geschichte kannte, wusste er sofort, dass ich nur mal eine Kur bräuchte und dann wäre alles wieder gut. Das war ein echter Fachmann! Und ich wusste sofort: Ich werde die Rente wegen Depression nicht bekommen.

Erwartungsgemäß bekam ich auch wenig später die Einladung zu einer Rehabilitationsmaßnahme (kurz: Reha) in Bad Pyrmont. Dort gibt es eine psychosomatische Klinik, die mit der Deutschen Rentenversicherung zusammen arbeitet. Okay, dachte ich, dort wird man schon sehen, wie es mir geht. Da bin ich ja dann einige Wochen und man hat genügend Zeit, sich ein Bild von mir zu machen. Der Antrag auf vorzeitige Rente wird dann schon durchlaufen.

Als aber mein Rehatermin heran rückte, bekam ich immer mehr Druck. Ich hatte plötzlich Angst vor der Reha, Angst, dass meine Freundin mich in dieser Zeit verlassen würde und ich dann am Ende ohne alles da stehen würde. Also besorgte ich mir einen Termin und fuhr direkt nach Bad Pyrmont. Auf dem Anmeldeformular der Rehaklinik hatte man mir bei Bedarf ein Aufklärungsgespräch angeboten. Nun hatte ich diesen Bedarf und machte mich auf den Weg. Ich schilderte dann dem zuständigen Arzt, wie es mir ging und welche Ängste die bevorstehende Reha bei mir ausgelöst hatte. Wenige Wochen später bekam ich dann Post von der Deutschen Rentenversicherung, dass man die Reha-Maßnahme zurückgezogen habe.

Der Rentenbescheid

Im August 2009 wurde mein Rentenbegehren vom Januar selbigen Jahres dann positiv beschieden. Das entsprach einer Bearbeitungsdauer von circa acht Monaten. Aufgrund meiner Depression erhielt ich Rente wegen vollständiger Erwerbsunfähigkeit oder genauer gesagt, ich erhielt eine Rente wegen voller Erwerbsminderung. Es hätte auch die Möglichkeit gegeben, mich für mehr als drei aber weniger als sechs Stunden arbeitsfähig zu halten. In solch einem Fall hätte ich Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bekommen. Aber das war bei mir nicht der Fall. Ich bekam meine Rente und zwar rückwirkend zum Januar 2009. Der Rentenanspruch war zunächst befristet. Ich bekam die Rente wegen Depression auf Zeit für die Dauer von drei Jahren. Das ist durchaus nicht ungewöhnlich, sondern entspricht der üblichen Praxis bei der Gewährung von Erwerbsminderungsrente.

Rente befristet – Verlängerungsantrag

Ich ackerte also weiter und wollte gesund werden. Und es gab immer wieder Zusammenbrüche. Anfangs dachte ich noch, das seien eben Rückfälle und die seien normal. So hatte man uns das jedenfalls erklärt. Später begriff ich: Ich will gar nicht zurück ins Leben – jedenfalls nicht in jenes, dass ich vor meinem Burnout hatte. Und so fasste ich den Entschluss, ganz aus dem Berufsleben auszusteigen. Meine Altersversorgung war zwar mickrig im Verhältnis zu dem, was ich früher verdiente, aber dafür hätte ich nun endlich meine Ruhe. Und die war mir inzwischen mehr wert als alles Geld der Welt. Auch bestand nicht wirklich die Gefahr, dass ich der Altersarmut anheim fallen würde. Ich hatte ja meine Rente und als ehemaliger Ossi war ich es zudem gewohnt, mit wenig auszukommen. Das kam mir nun zu Gute.

Also entschloss ich mich, einen Verlängerungsantrag für die Rente wegen Depression zu stellen. Da die Rentenversicherung etwa ein halbes Jahr Bearbeitungszeit benötigt, stellte ich meinen Verlängerungsantrag auf Erwerbsminderungsrente acht Monate vor dem Ende meiner Befristung. Es wurde wiederum ein Gutachtertermin anberaumt, diesmal in Soltau, weil ich inzwischen nach Walsrode verzogen war. Dort musste ich diverse Fragebögen ausfüllen und unterzog mich einem intensiven Gespräch, ganz anders als beim ersten Gutachtertermin. Ich war sehr aufgeregt und hatte große Angst davor, wieder arbeiten gehen zu müssen. Doch mit dem Ergebnis war ich dann mehr als zufrieden.

Erwerbsminderungsrente unbefristet

Der Gutachter empfahl seinem Auftraggeber, der Deutschen Rentenversicherung, die befristete Rente in eine Dauerrente umzuwandeln. Normalerweise wird die Befristung dreimal verlängert und geht erst dann in eine Dauerrente über. Hatte ich vorher immer Angst, man würde mir die Rente wieder wegnehmen, weil sie mir, so wie ich glaubte, eigentlich gar nicht zu stünde, so bekam ich jetzt endlich Sicherheit. Dafür bin ich dem Gutachter und der Rentenversicherung noch heute sehr dankbar. Auf diese Weise ist eine Menge Druck von mir genommen worden. Nun konnte ich mich endlich in Ruhe um die wesentlichen Dinge in meinem Leben kümmern – um mich selbst. Vielleicht wird es mir auf diese Weise möglich, irgendwann einmal auch wieder für andere da zu sein?

Den Schritt der Beantragung einer Erwerbsminderungsrente wegen Depression habe ich bis heute nicht bereut und ich kann jeden, der darüber nachdenkt, nur ermutigen, diesen Schritt zu tun. Lass die Leute reden, es ist DEIN Leben und Deine Gesundheit und am Ende reden sie vielleicht auch nur aus Neid und Missgunst schlecht über dich? Solche Menschen wird es immer geben. Pfeif drauf! Der Aufwand ist nicht sehr groß, der Gewinn am Ende ist gewaltig. Und wenn die Rente wegen Depression nicht bewilligt wird? Dann hat sich auch nichts für dich verschlechtert. Eigentlich kannst du doch nur gewinnen, oder?

 

Bin ich nicht zu jung für die Rente?

War das Ganze nicht vielleicht doch ein Fehler? Bin ich nicht viel zu jung für die Rente? Wäre es nicht vielleicht doch auch anders gegangen? Andere schaffen es doch auch? Andere gehen doch auch nicht jubelnd und beschwingt zur Arbeit? Habe ich mich durch den Rentenantrag nicht selbst vom Leben abgeschnitten? Vielleicht kommen auch dir solche Fragen in den Sinn. Vielleicht wachsen Zweifel in dir?

Heute bin ich Ende Fünfzig. Mit 48 Jahren wurde ich Rentner. Und noch immer sehe ich es so, dass es eine der besten Entscheidungen meines Lebens war. Zugegeben, leicht fiel mir dieser Entschluss nicht, aber er hat sich als der richtige herausgestellt. Durch meinen Rentnerstatus hatte ich plötzlich den Rücken frei. So viel Druck fiel auf einmal von mir ab! Ich musste jetzt nicht mehr binnen Wochen oder Monaten gesund, leistungsbereit und einsatzfähig werden. Ich konnte mir Zeit lassen, in mich hinein hören, meinen eigenen Rhythmus finden.

Zwar habe ich noch immer Depressionen, aber sie verleiden mir mein Leben nicht mehr. Heute geht es mir wieder gut. Ich lebe heute anders, bewusster, schone mich mehr, ohne aber aufgehört zu haben, mich zu fordern. In mein altes Leben möchte ich nicht zurückkehren. Ich traf mit der Rente eine gute Entscheidung für mich.

Wie bekomme ich Rente wegen rezidivierender Depression

Da du nun hier auf dieser Seite gelandet bist, gehe ich davon aus, dass du konkret darüber nachdenkst, für dich die Rente wegen Depression zu beantragen. Ich will dir dabei helfen und habe deshalb alles, was ich dazu an hilfreichen Informationen finden konnte, einmal auf einem Blatt Papier zusammen getragen. Ich erinnere mich noch gut an meine eigene Entscheidungsphase in Bezug auf die Rente wegen Depression und wie sehr sie von Unsicherheit und Selbstzweifeln geprägt war. Es hat einige Zeit gebraucht, bis ich sicher wusste, was ich wollte, wie mein Leben weitergehen sollte. Solange du nämlich unsicher bist, ob du die Frührente auch wirklich schon verdient hast, kannst du dir meines Erachtens den Weg in die Rentenberatungsstelle sparen. Alles fängt mit dieser Entscheidung an. Die musst du ganz für dich allein treffen!

Die Entscheidungsphase für eine Frührente

Bei mir hat die Entscheidungsphase seinerzeit etwa ein Jahr gedauert. Es galt, viele Zweifel auszuräumen, vor allem Selbstzweifel. Ich glaubte lange Zeit, die Rente noch nicht verdient zu haben. Andere müssten doch schließlich auch bis 67 arbeiten! Ich befürchtete, von meinen Mitmenschen als Sozialschmarotzer betrachtet zu werden. Ich hatte Angst davor, überhaupt in eine Rentenberatungsstelle zu gehen. Immerhin war ich erst 48 Jahre alt. Was wenn sie den Rentenantrag gar nicht annehmen? Was, wenn sie mich dort schief angucken? Ich denke, das sind alles ganz normale Ängste und Befangenheiten eines depressiven Menschen. Bevor die aber nicht ausgeräumt sind, bevor du nicht selbst davon überzeugt bist, die Frührente zu brauchen, weil es keine andere Alternative gibt, wird dein Antrag vermutlich ins Leere laufen.

Deine Überzeugung

Das was du von dir denkst, steht dir quasi auf der Stirn geschrieben: „Ich verdiene die Rente nicht!“ „Ich will auf Kosten Anderer leben!“ „Ich bin gar nicht so schlimm krank!“ Was erwartest du also? Die Rentenversicherung muss so entscheiden und deinen Antrag ablehnen. Du selbst „willst“ es so. Darum ist es der erste und wichtigste Schritt: Setz dich mit deinen Ängsten und Vorbehalten auseinander und kläre mit dir selbst, was für dich gegen deinen Rentenantrag spricht und was dafür!

 

Scham wegen Rentenantrag

Mir hat damals der Begriff einer Lebensleistung geholfen. Ich ließ das Leben vor meinem geistigen Auge vorüber ziehen und sammelte alles ein: meine beruflichen Tätigkeiten, meine bezahlten und unbezahlten Überstunden, meine Verantwortungen, die ich immer viel zu gern übernahm, meine Ehrenämter, meine Rollen als Sohn, Enkel, Neffe, Bruder, Familienvater und Ehemann, meine Zeit der Verfolgung in der DDR, mein Neuanfang bei Null hier im Westen, meine 16 Semester Fortbildung im Fernstudium, meine demente Oma, die viele Jahre in unserem Haushalt lebte, ein Haus, das ich für meine Familie baute …

Die Lebensleistung

Und so sammelte ich alles ein, was ich im Leben geleistet hatte und am Ende kam ich zu dem Schluss, dass es genug war. Eine durchaus nennenswerte Lebensleistung kam da zusammen. Ich hatte genug getan. Dusseliger Weise hatte ich mich anscheinend zu sehr damit beeilt. Hätte ich mir mit allem mehr Zeit gelassen, hätte ich vermutlich auch bis zum regulären Rentenalter durchgehalten. Hätte ich mir mehr Zeit gelassen, hätte ich einmal öfter auch an mich selbst gedacht, meine eigenen Bedürfnisse mehr in den Fokus gerückt, wäre ich womöglich auch von der Depression verschont geblieben. Aber jetzt war es, wie es war. Und die entscheidende Erkenntnis der Stunde lautete: Ich musste mich nicht schämen, nicht für die Depression und auch nicht für die Rente wegen Depression. Ich hatte genug getan.

 

Steht mir eigentlich Erwerbsminderungsrente zu?

Es wird uns ja seit es die Bundesrepublik Deutschland gibt erzählt, die Renten seien sicher. Die Wahrheit ist aber: Die Rentenkasse lebt von der Hand in den Mund. Alles was du bislang eingezahlt hast, ist längst futsch. Das bedeutet, du bist von dem guten Willen unserer Politiker abhängig, was deine Versorgung im Alter anbetrifft. Erst hieß es, ich könne mit fünfundsechzig Jahren in Rente gehen, jetzt sind es schon siebenundsechzig Jahre, aber wo wird die Eintrittsschwelle 2027 liegen, wenn ich dann endlich 67 bin? Ich vermute einmal, nicht mehr bei 67 und die Höhe der Rente wird auch nicht mehr die sein, die mir ein Leben ermöglicht, wie sie es jetzt noch vermag. Es sind einfache Rechenaufgaben. Demografisch können wir uns als Gesellschaft die Vollversorgung der Pensionäre nicht länger leisten. Siehe hierzu auch meinen Beitrag zum Thema Rentensicherheit in einem anderen Blog, wenn du magst.

Ich bin mir sicher, dass jeder, der heute keinen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellt, das einst bereuen wird. Es wird sich vermutlich irgendwann herausstellen, dass er um seine Lebensleistung und seine eingezahlten Beiträge betrogen wurde. Du musst dich also nicht schämen, einen Antrag auf Frührente zu stellen, du holst dir nur, was dir zusteht. Du holst dir wieder, was du einmal verdient und eingezahlt hast.

 

Was ist der Unterschied zwischen voller und teilweiser Erwerbsminderung?

Volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn ärztlich festgestellt wurde, dass du nur weniger als drei Stunden täglich arbeiten kannst. Eine teilweise Erwerbsminderung hingegen besteht, wenn ärztlich festgestellt wurde, dass du drei oder mehr Stunden am Tag arbeiten kannst, jedoch weniger als sechs Stunden täglich. Wenn du sechs oder mehr Stunden pro Tag arbeiten kannst, giltst du nicht als erwerbsgemindert. Bei voller Erwerbsminderung wird auch die volle Erwerbsminderungsrente gezahlt. Bei teilweiser Erwerbsminderung kommt nur die halbe Erwerbsminderungsrente zum Ansatz.

 

Voraussetzungen für die Erwerbsminderungsrente

Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente hat, wer in den letzten fünf Jahren vor Feststellen der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre lang Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung gezahlt hat. Ferner musst du auch vor Beginn der Erwerbsminderung eine Wartezeit von fünf Beitragsjahren hinter dir haben. Und natürlich muss es medizinische Gründe dafür geben, weshalb du deiner Arbeit nicht mehr in gewohnter Weise nachgehen kannst. Deshalb ist es neben allen formalen Voraussetzungen auch besonders wichtig, dass deine Depression aktenkundig ist.

 

Depression aktenkundig machen

Geh zum Arzt! Quäl dich nicht länger im Verborgenen! Wenn du nicht mehr kannst, geh zum Arzt! Wenn dir deine Arbeit zu schwer fällt, geh zum Arzt! Geh offen mit deinen Beschwerden um und vertrau dich deinem Arzt an. Sorge auf diesem Wege dafür, dass dies immer wieder aktenkundig wird. Das müssen nicht immer nur seelische Beschwerden sein. Auch Bluthochdruck, Schwindel, Rückenschmerzen, Magenprobleme … etc. – egal was es ist, geh zum Arzt und lass es behandeln.

Für deine seelischen Probleme suche am besten einen Psychiater auf! Ich weiß, das kostet Überwindung, aber es ist notwendig. Nur ein Psychiater kann später fachlich relevante Stellungnahmen und Gutachten über deine seelische Verfassung schreiben.

Schweigepflichtsentbindung

Im Zuge deines Rentenantragsverfahrens werden später  all deine behandelnden Ärzte durch dich von ihrer Schweigepflicht entbunden und berichten der Rentenkasse über deinen Gesundheitszustand. Auf der Grundlage der Summe dieser Stellungnahmen entscheidet dann ein externer Gutachter darüber, ob du dein Rentenantrag genehmigt wird oder nicht. Dieser Gutachter wird dich nie persönlich kennenlernen. DIe Entscheidung wird allein nach Aktenlage gefällt. Sorge also dafür, dass es von behandelnder Stelle auch etwas zu berichten gibt. Sprich stets offen über deine Ängste, Sorgen und Schwierigkeiten im Leben mit deinem Psychiater. Schäme dich nicht für deine Krankheit! Du hast nichts falsch gemacht, du bist nicht schuld daran, dass es ist wie es ist und du hast nichts Unrechtes getan. Du bist einfach nur krank geworden und willst nun für deine Gesundheit sorgen.

 

Was für den Antrag auf Erwerbsminderungsrente spricht

Wie eingangs schon erwähnt, hatte ich hatte seinerzeit Schwierigkeiten damit, im Alter von nur 48 Jahren die Frührente zu beantragen. Aber dann habe ich mich mit dem System befasst und herausgefunden, dass es genau für Leute wie mich gemacht war. Es geht hier primär nämlich nicht um eine vorgezogene Altersrente, sondern um die Möglichkeit, in Ruhe eine länger andauernde Krankheit auskurieren zu können. Schwere Depressionen verschwinden gewöhnlich nicht von heute auf morgen, das braucht Zeit. Viel Zeit! Vermutlich hast du zu dieser Erkenntnis auch schon selbst gefunden. Und genau dafür ist die Erwerbsminderungsrente oder Erwerbsunfähigkeitsrente, wie sie zuvor hieß, gedacht.

Ständige Überforderung

Deine Arbeit belastet dich zu sehr? Du bist überfordert? Wenn die Überforderung aber anhält, kannst du auch nicht gesund werden. Was liegt also näher, Ruhe einkehren zu lassen? Du stellst einen Antrag auf eine befristete Erwerbsminderungsrente. Eine Rente wegen Depression ist grundsätzlich immer auf drei Jahre befristet. Drei Jahre ist ein lange Zeit. Da kann viel geschehen. Du kannst die Zeit in Ruhe nutzen, dich zu erholen, dein Leben langsam umzubauen, Therapien zu machen und Probleme, die dich belasten, aus der Welt zu schaffen. Nimm vielleicht erst einmal nur diese drei Jahre ins Visier!
Du beantragst also zunächst eine Auszeit, um gesund zu werden und nicht die Altersrente! Das ist ehrenhaft, wie ich finde. Keinesfalls musst du dich dafür schämen!

 

Schwerbehinderung begünstigt Erwerbsminderungsrente

Als ich damals mit der Entscheidungsfindung zur Rente wegen Depression befasst war, habe ich auch im Internet nach Ratschlägen gesucht. Leider fand ich dazu nicht allzu viel. Das ist verwunderlich, wo doch die Depression der Hauptgrund für den vorzeitigen Renteneintritt ist. Das einzige, was ich in einschlägigen Foren an Ratschlägen dazu fand, war der Hinweis, dass es vorteilhaft wäre, wenn man vor dem Antrag auf Frührente  einen Antrag auf Feststellung der Schwerbehinderung gestellt hätte. Mir ist nicht ganz klar, weshalb, denn ein neues Gutachten wird in jedem Fall erstellt, aber ich bin dem Rat dennoch gefolgt und zumindest hat es mir nicht geschadet.

Mein Rentenantrag lief ohne Probleme durch. Deshalb will ich dir diese Empfehlung hier auch nicht vorenthalten. Aus ganz anderen Gründen halte ich aber so einen Antrag auf Schwerbehinderung ohnehin für sinnvoll. Aber das soll hier heute nicht Thema sein. Bei Interesse findest du die Einzelheiten dazu in dem Beitrag Depression und Vorteile bei Schwerbehinderung.

 

Der Psychiater

Vermutlich wird es dir schwer fallen, dich aufzuraffen und zum Psychiater zu gehen, gerade wenn es dir schlecht geht, aber es muss nun einmal sein. Ohne ärztliche Begleitung wirst du vermutlich nie die Rente bekommen. Wenn du nun zum Psychiater gehst, dann verschwende deine restliche Energie nicht darauf, dich heraus zu putzen, wie man es dich vermutlich schon als Kind gelehrt hat („Zum Arzt geht man anständig angezogen hin.“) Zeig dich dem Psychiater stattdessen so, wie du dich normalerweise kleidest und pflegst. Wenn dir die Körperpflege jetzt zu anstrengend ist, dann mach es auch nicht anders, wenn du zum Arzt gehst.

Dein Erscheinungsbild ist wichtig

Psychiater machen sich immer auch Notizen darüber, wie dein äußeres Erscheinungsbild ist. Wenn du hier mit einem Top-Outfit glänzt, dann gibst du eventuell ein falsches Bild von dir ab. Zeige dich also so, wie du tatsächlich lebst. Sei authentisch! Wenn es Jogginghose und Latschen sind – dann ist es eben so. Wenn du schon lange nicht beim Friseur warst und es unbedingt sein muss, geh nach deinem Arzttermin zum Friseur. Es kommt darauf an, den richtigen Eindruck zu hinterlassen und den Fachleuten nichts vorzumachen. Zeige dich, wie du bist, wie du dich jetzt fühlst, wie es dir jetzt geht. Das ist wichtig.

 

Bearbeitungsdauer und Reha

Es heißt, die Bearbeitung eines Rentenantrages dauere etwa ein halbes Jahr. Ich würde nach meinen Erfahrungen aber eher von einem Dreivierteljahr ausgehen. In diese Zeit fallen dann noch dein Gutachtertermin und die Reha. Die Reha dauert etwa vier bis sechs Wochen und findet in einer Psychiatrischen oder Psychosomatischen Klinik statt. Das sind spezielle Kliniken, die mit dem Rentenversicherungsträger zusammen arbeiten. Du erhältst von dort auch deine Einladung.

Warum eine Reha?

Die Reha ist in der Regel obligatorisch. Dort prüft man dich auf deine Arbeitsfähigkeit und Belastbarkeit hin. Nur in begründeten Ausnahmefällen wirst du dir dies ersparen können. Die Rentenkasse verfährt nämlich nach dem Grundsatz: Reha vor Rente. Und obwohl so eine bevorstehende Reha oftmals auch Angst macht, zumindest ein mulmiges Gefühl bei dem Betroffenen auslöst, kann man das Ganze auch als Chance sehen. Denn die standardmäßige Inaugenscheinnahme beim niedergelassenen Rentengutachter dauert nicht viel mehr als eine Stunde und entscheidet dann über dein weiteres Leben. Ich finde den Ansatz der Rentenkasse, sich den Antragsteller gründlich anzuschauen, deshalb durchaus sinnvoll und nah am Patienten.

 

Der Gutachter

Muss ich zum Gutachter?

So bitter es ist, aber ohne Gutachter geht es leider nicht. In jedem Fall wird ein niedergelassener Gutachter der Rentenversicherung mit in das Entscheidungsverfahren zu deiner Rente wegen Depression hinzugezogen. Aber so schlimm ist es am Ende dann auch wieder nicht. Es sind in der Regel ganz normale Psychiater, die für solche Gutachten mit der Rentenversicherung zusammen arbeiten. Der Gutachter bekommt von der Rentenkasse deine Daten und Befunde. Dann wird er dich zu einem Gutachtertermin einladen. Die Fahrtkosten hierfür übernimmt die Rentenkasse. Auch hier ist es wichtig, dass du offen über deine Beschwerden, Sorgen und Ängste sprichst.

Angst vor dem Gutachter

Wenn du Angst vor diesem Termin hast und aufgeregt bist, dann mach dir vorher einen kleinen Notizzettel und schreibe auf, was du sagen willst. Der Gutachter kennt dich nicht und muss sich während einer Stunde ein Bild über dich machen. Hilf ihm dabei, so gut du kannst. Schreib auf, welche Symptome und Beschwerden du hast und wie oft und reiche dem Gutachter diese Liste zu seinen Akten. Auch körperliche Symptome gehören in so eine Liste. Schreib alles auf, was dir Unbehagen bereitet. Wie so eine eine Symptomliste aussehen kann, siehst du hier: Depression Symptome Liste. Übrigens ist diese Liste meiner Symptome auch einmal aus Anlass eines bevorstehenden Gutachtertermines entstanden. Das Ergebnis des Termins: Meine Rente wegen Depression wurde gleich beim ersten Verlängerungsantrag auf unbegrenzte Zeit verlängert. Ich muss also nicht mehr zittern und wünsche auch dir irgendwann dieses gute Gefühl. Gute Vorbereitung lohnt sich, denke ich. Darum schreibe ich hier.

Vorsicht bei Fangfragen des Gutachters

Als  Laie durchschaut man die gestellten Fragen oftmals nicht und glaubt mitunter, wenn man die eine oder andere Antwort ankreuzt, die das Leiden noch stärker betonen könnte, würde sich die Chance auf eine Frührente vergrößern. Das Gegenteil ist aber vermutlich eher der Fall. Die Fachwelt spricht hier von Aggravation. Damit ist eine übertriebene Darstellung von Leiden gemeint. Sie kann  zu dem Schluss führen, dass der Patient gar nicht in der von ihm geschilderten Weise erkrankt ist, sondern lediglich versucht, sich eine Frührente zu erschleichen. Derlei Testfragen entlarven mit ziemlich hoher Treffsicherheit Simulanten und Übertreiber, was dann höchstwahrscheinlich zu einer Ablehnung des Rentenantrages führen wird. Vorsicht also bei den Fangfragen des Gutachter! Beispielsweise kann es sein, dass du dich zu einem der folgenden Punkte äußern sollst :

Sport und Spaziergänge

Wenn meine Depression zu stark wird,
mache ich lange Spaziergänge oder
Sport, um die Spannung zu vermindern.

Richtig ist, dass Sport und Spaziergänge vorbeugend antidepressiv wirken können. Während einer schweren depressiven Episode wird es dem Betroffen aber vermutlich nicht von selbst gelingen, sich dazu aufzuraffen.

Schlafverhalten

Am besten fühle ich mich morgens nach
einem guten Schlaf, obwohl ich die
meiste Zeit depressiv bin.

Zu den Symptomen der Depression zählen Schlafstörungen, Früherwachen und das sogenannte Morgentief. Wer morgens gut erholt in den Tag starten mag, macht dann wohl eher nicht den Eindruck, schwer depressiv zu sein.

Appetit

Je depressiver ich bin, um so mehr
möchte ich essen.

Depressive leiden zumeist eher unter Appetitlosigkeit und verlieren sogar oftmals während schwerer depressiver Episoden an Gewicht. Ein gesunder Appetit passt eher nicht zur Depression.

Hoffnung

Auch wenn die Situation für mich
schlecht aussieht, hoffe ich weiterhin,
dass die Dinge irgendwann besser
werden.

Depressive Menschen leiden unter Hoffnungslosigkeit. Sie können kaum daran glauben, dass die Dinge irgendwann wieder besser werden sollten.

Freunde und Hobbies

Wenn ich niedergeschlagen bin, können
mich meine Freunde oder Hobbies
und Interessen wieder aufmuntern.

Das trifft wohl eher auf psychisch gesunde Menschen zu. Der Versuch, jemanden der schwer depressiv ist, aufmuntern zu wollen, geht jedoch meistens nach hinten los. Interessen- und Freudlosigkeit zählen ebenfalls zu den Kernsymptomen einer Depression.

 

Fazit zu Gutachter bei Depression

Ich rate dazu, immer gewissenhaft und wahrheitsgemäß zu antworten. Dann läuft man auch nicht Gefahr, in die Simulantenecke gestellt zu werden. Ich denke, wer wirklich unter Depressionen leidet und sich irgendwann dazu durchringt, einen Rentenantrag zu stellen, der hat eine übertriebene Darstellung seiner Leiden auch gar nicht nötig. So ein Mensch leidet wahrlich schon genug.

Im Internet habe ich noch zwei weitere Listen mit Hilfestellungen zum Thema Gutachterbesuch gefunden, die ich hier als Download zur Verfügung stellen möchte:

Häufig gestellte Fragen zum Thema Depression und Frührente

Wenn man sich gedanklich erst einmal auf den Weg gemacht hat, über eine Frühverrentung wegen Depressionen nachzudenken, dann dauert es erfahrungsgemäß nicht lange, dass sich Fragen einstellen werden, viele Fragen. Die am häufigsten gestellten Fragen sollen deshalb an dieser Stelle schon einmal zur Sprache kommen:

Was unterscheidet die Erwerbsminderungsrente von der Erwerbsunfähigkeitsrente (EU Rente) oder Berufsunfähigkeitsrente?

Die Begriffe  Berufsunfähigkeitsrente und Erwerbsunfähigkeitsrente (EU Rente) waren gängige Bezeichnungen für Renten infolge andauernder Arbeitsunfähigkeit bis Ende des Jahres 2000. Ab 2001 gibt es eine Neuregelung dieser Rentenarten und seither spricht man einheitlich von der Erwerbsminderungsrente. Auch heute noch werden Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsrenten (EU Renten) gezahlt, aber jeweils nur an Personen, deren Anspruch auf eine solche Rente bereits vor dem 01.01.2001 bestand. Wenn du jetzt eine Rente wegen andauernder Arbeitsunfähigkeit beantragen willst, handelt es sich also um die Erwerbsminderungsrente.

Wird die Rente auf Dauer oder befristet gewährt?

Ob die Erwerbsminderungsrente, kurz EM-Rente genannt, befristet oder auf Dauer gezahlt wird, hängt, wie so oft, vom Einzelfall ab. In der Regel jedoch wird die EM-Rente befristet bewilligt. Dies geschieht für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren. Vor Ablauf dieses Zeitraumes muss dann von dir ein Antrag auf Verlängerung gestellt werden. In der Regel wird eine erneute Vorstellung beim Gutachter fällig. „Die Befristung kann wiederholt werden. Wenn der Rentenanspruch unabhängig von der jeweiligen Arbeitsmarktlage besteht und es unwahrscheinlich ist, dass die Minderung der Erwerbsfähigkeit behoben werden kann, wird die Rente unbefristet als Dauerrente bewilligt.“ Zeigt sich nach 9 Jahren, dass deine Erwerbsfähigkeit nicht wiederhergestellt werden kann, wird in der Regel fortan eine unbefristete Erwerbsminderungsrente gezahlt.

Kann eine unbefristete Rente wegen Erwerbsminderung wieder entzogen werden?

Im Prinzip ja, ich halte dies jedoch eher für unwahrscheinlich. Zwar räumt die Deutsche Rentenversicherung die jederzeit mögliche erneute Überprüfung mit einem Passus im Rentenbescheid ein, es ist mir aber erst ein Fall bekannt geworden, wo tatsächlich Gebrauch davon gemacht wurde. In dem erwähnten Fall hatte die betroffene Person nach mehrjähriger Renteninanspruchnahme einen Antrag auf Reha gestellt. Im Zuge dieser Reha wurde ihr dann die vollständige Erwerbsminderung abgesprochen und eine teilweise Erwerbsminderung attestiert, was ihren Rentenanspruch leider erheblich minderte.

Ein wenig Sorge unter den Betroffenen bleibt auf diese Weise immer erhalten, jedoch wird die eigentliche Schwierigkeit nach wie vor sein, die Rente überhaupt erst einmal genehmigt zu bekommen. Diese Hürde steckt tatsächlich hoch, zumal sie ja in aller Regel bis zu dreimal immer nur befristet gewährt wird. Wird sie dann irgendwann unbefristet gezahlt, muss man sich, denke ich,  eher weniger Sorgen mehr machen.

Wo kann man die Rente wegen Depression beantragen?

Zuständig für die Beantragung einer Rente wegen Depression ist die Deutsche Rentenversicherung. Du kannst deinen Antrag schriftlich, aber auch mündlich in jeder Zweig- oder Außenstelle Der Deutschen Rentenversicherung einreichen. Ich empfehle die mündliche Form der Antragstellung. Mit einem vorher vereinbarten Termin dauert das Ganze etwa dreißig Minuten und du weißt sofort, dass dein Antrag vollständig und ordnungsgemäß ausgefüllt wurde oder ob und welche Unterlagen oder Angaben noch fehlen.

Welche Unterlagen benötigt man für einen Antrag auf Erwerbsminderung?

Um eine zügige und reibungslose Abwicklung deines Antrages auf Rente wegen Depression zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass du dich umfassend darauf vorbereitest. Stehen zum Antragstermin nicht alle Unterlagen vollständig zur Verfügung, kannst du jedoch einzelne Belege oder Informationen unter Angabe deines Aktenzeichens auch noch nachreichen. Manchmal dauert ja die Beschaffung einzelner Dokumente etwas Zeit. Für deine Rente gilt jedoch: Sie wird frühestens ab Antragstellung gezahlt. Folgende Unterlagen erbittet die Rentenkasse:

  • Urkunden wie z. B. Geburtsurkunde, ggf. Heiratsurkunde
  • Aufrechnungsbescheinigungen
  • Gültiger Personalausweis (bzw. Reisepass)
  • Geburtsurkunden der Kinder
  • Bankdaten, d.h. Internationale Kontonummer IBAN und internationale Bankleitzahl BIC
  • Chipkarte der Krankenkasse
  • Versicherungsnachweise
  • Steueridentifikationsnummer
  • Nachweise über Krankheitszeiten, Ausbildungszeiten und Arbeitslosigkeit
  • Auflistung, welche Gesundheitsstörungen zum Rentenantrag führen
  • Anschriften Ihrer behandelnden Ärzte und vorhandene aktuelle Arztberichte
  • alle ärztlichen Untersuchungen durch öffentliche Stellen wie beispielsweise Krankenkasse, Agentur für Arbeit oder Jobcenter
  • Daten der Krankenhaus- und Reha-Aufenthalte der letzten Jahre
  • chronologische Auflistung der bisherigen Beschäftigungen mit Angabe der Lohn oder Gehaltsgruppe

Weitere Einzelheiten zum Thema Antragstellung kannst du einer kostenlosen Broschüre „Ihr Rentenantrag – so geht’s“ der Rentenversicherung entnehmen, die ich hier zum Download anbiete.

Wie lange dauert die Bearbeitungszeit eines Antrages auf Rente wegen Depression?

Die Angaben im Internet hierzu reichen von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten. Nach meinen Erfahrungen musst du mit einer Bearbeitungszeit von sechs bis neun Monaten rechnen. Dies ist auch wichtig für die Stellung des Folgeantrages. Wenn du bei laufender Erwerbsminderung nämlich später versäumst, rechtzeitig einen Antrag auf Verlängerung der Rente wegen Depression zu stellen, stehst du mitunter ohne Einkommen da. Besonders, wenn noch Gutachten eingeholt werden müssen oder Unterlagen fehlen, kann die Bearbeitung länger als erwartet dauern. Für den Fall also, dass deine Rente befristet genehmigt wird, solltest du gleich im Hinterkopf behalten, ein Dreivierteljahr vor Ablauf der Befristung erneut aktiv zu werden und einen Folgeantrag zu stellen. Am besten, du trägst dir das gleich in deinen Kalender ein.

Wie viel Erwerbsminderungsrente bekommt man eigentlich?

Renten wegen voller Erwerbsminderung berechnen sich wie ganz normale Altersrenten. Jedoch werden dir sogenannte Zurechnungszeiten anerkannt, die deine Rente so aussehen lassen, als hättest du bis zur Vollendung des sechzigsten Lebensjahres eingezahlt. Im Zuge der Rentenreform und der Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 wird auch das Alter für das Ende der Zurechnungszeit schrittweise auf 62 Jahre angehoben.

Wie wird die Erwerbsminderungsrente berechnet?

Renten wegen voller Erwerbsminderung berechnen sich wie ganz normale Altersrenten. Jedoch werden dir sogenannte Zurechnungszeiten anerkannt, die deine Rente so aussehen lassen, als hättest du bis zur Vollendung des sechzigsten Lebensjahres eingezahlt. Im Zuge der Rentenreform und der Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 wird auch das Alter für das Ende der Zurechnungszeit schrittweise auf 62 Jahre angehoben.

Gibt es Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente und wie hoch sind die?

Da es sich bei der EM-Rente um eine vorgezogene Rentenleistung handelt, wird die Rente nur mit Abschlägen gezahlt. Für jeden Monat, den du die EM-Rente vor dem 63. Lebensjahr erhältst, wird ein solcher Abschlag von 0,3 Prozent abgezogen. Gehst du also 12 Monate vor Erreichen der 63 in Rente, beträgt dein Abschlag 12 x 0,3 Prozent, also 3,6 Prozent. Der maximale Abschlag beträgt allerdings 10,8 Prozent und wird bei Rentenbeginn vor dem 60. Lebensjahr erreicht.

Ist Erwerbsminderungsrente steuerpflichtig?

Die Erwerbsminderungsrente ist seit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes sogenanntes Einkommen und wird als solches entsprechend besteuert. Man nennt dies nachgelagerte Besteuerung. Liegen die Zahlungen unterhalb des gültigen Steuerfreibetrages, fallen jedoch keine Steuern an. Die Steuerhöhe wird individuell ermittelt. Sie hängt unter anderem vom Zeitpunkt deines Renteneintritts ab. Der Freibetrag wird seit Inkrafttreten des Alterseinkünftegesetzes jährlich um einen festgelegten Betrag abgesenkt, so dass bis zum Jahr 2040 die gesamte Erwerbsminderungsrente versteuert werden muss. Entscheidend für dich ist also der Zeitpunkt deines Renteneintritts. Der zu jenem Tag festgelegte steuerpflichtige Anteil der Rente wird für die gesamte Dauer des Rentenbezugs festgeschrieben.

Fallen Sozialbeiträge für die Rente wegen Depression an?

Was die wenigsten wissen: Auch auf die Rente wegen Depression fallen Sozialbeiträge an. Deine Rente wird wie Einkommen behandelt und deshalb wirst du zur Zahlung von Beiträgen für alle Sozialversicherungen mit Ausnahme der Renten- und Arbeitslosenversicherung herangezogen. Das heißt, es fallen Beiträge zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung an. Hier zahlst du aber musst du nur den Arbeitnehmeranteil. Den Arbeitgeberanteil übernimmt die Rentenkasse. Ganz anders sieht das aus, wenn du noch zusätzlich eine Betriebsrente erhältst. Hier musst du den gesamten Beitrag aus deiner Tasche zahlen.

Muss ich als EM-Rentner auch Beiträge zur Rentenversicherung zahlen?

Nein, sobald du zum Leistungsfall wirst, also Zahlungen aus der Rentenkasse erhältst, musst du keine Beiträge mehr zur Rentenversicherung abführen.

Bekomme ich von meiner betrieblichen Altersvorsorge auch Erwerbsminderungsrente?

Sobald deine Erwerbsminderungsrente genehmigt wurde, kannst du deinen Rentenbescheid bei deiner betrieblichen Altersvorsorge einreichen. Auch sie zahlt rückwirkend bis zum Tage der Antragstellung zur Erwerbsminderungsrente. Eine gesonderte Gesundheitsüberprüfung ist nicht notwendig. Solange du von deiner Rentenversicherung Erwerbsminderungsrente bekommst, wird in der Regel auch dein betrieblicher Versicherungsträger seiner Zahlungspflicht nachkommen.

Darf ich bei einer Rente wegen Depression noch arbeiten?

Du darfst selbst bei voller Erwerbsminderung noch bis unter drei Stunden täglich einer Arbeit nachgehen, aber nicht 15 Stunden pro Woche oder mehr. Es dürfte allerdings schwierig sein, einen solchen Job zu finden. Bist du nur teilweise erwerbsgemindert, dann darfst du täglich bis unter sechs Stunden arbeiten, insgesamt also weniger als 30 Stunden die Woche. Für diesen Fall erhältst du allerdings auch nur die halbe Erwerbsminderungsrente. Ab einer täglichen Arbeitszeit von sechs 6 Stunden und mehr oder einer wöchentlichen Arbeitszeit von mindestens 30 Stunden giltst du nicht mehr als erwerbsgemindert und dein Anspruch auf Rente wegen Depression entfällt.

Wie viel kann ich zur Erwerbsminderungsrente hinzu verdienen?

Grundsätzlich würde ich diese Frage mit Ja beantworten. Die Berechnung ist allerdings kompliziert und wird individuell vorgenommen. Als grobe Richtung kannst du davon ausgehen, dass du bei voller Erwerbsminderung einen Betrag von 450 Euro brutto monatlich hinzuverdienen kannst, ohne dass dies deine Rente schmälert. Natürlich kannst du auch mehr hinzu verdienen, hier musst du aber mit Abschlägen rechnen. Es wird jedoch so sein, dass du am Ende immer mehr Geld hast als ohne den Hinzuverdienst. Die genauen Zahlen für deinen konkreten Fall erhältst du mit deinem Rentenbescheid. Weitere Informationen zum Hinzuverdienst bei Erwerbsminderung kannst du in einer Broschüre der Rentenversicherung nachlesen, die hier kostenlos zum Download für dich bereit steht.

Wird die Rentenzahlung geringer, wenn die Erwerbsminderungsrente in die normale Altersrente übergeht?

Alle Abschläge sind in deine Erwerbsminderungsrente schon eingepreist. Die Rente wird in gleicher Höhe auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze fortgezahlt. Deine Rentenzahlung wird also nicht geringer. Anpassungen nach oben sind möglich und und üblich und orientieren sich an den allgemeinen Rentenanpassungen infolge der Verdienstentwicklung der Bevölkerung.

Wie hoch sind meine Chancen auf Bewilligung der Erwerbsminderungsrente?

Laut Auskunft der Deutschen Berufsunfähigkeitsversicherung wird etwa jeder zweite Antrag auf eine Erwerbsminderungsrente abgelehnt. Oftmals bleibt dann nur der Klageweg. Ein versierter Anwalt sollte dir in diesem Fall jedoch zur Seite stehen. Zu empfehlen ist auch eine Mitgliedschaft im VdK, dem ehemaligen Reichsbund. Die kennen sich wirklich aus in Rentensachen und die Mitgliedschaft ist erschwinglich.

Wie hoch wird meine Erwerbsminderungsrente ungefähr sein?

Wenn du wissen willst, wie hoch in etwa deine zu erwartende Erwerbsminderungsrente ausfallen wird, kannst du dir unter Zuhilfenahme eines Rentenrechners einen ersten Überblick verschaffen. Den genauen Wert kann dir natürlich nur deine Rentenversicherung mitteilen. In der Renteninformation, die du in der Regel einmal jährlich erhältst, ist dieser Wert auch jedesmal mit ausgewiesen. Zum Rentenrechner geht es hier: Rentenrechner Erwerbsminderungsrente

Wird die Erwerbsminderungsrente auch rückwirkend gezahlt?

Die EM-Rente wird rückwirkend gezahlt bis zum Tag der Antragstellung. Erhieltst du während dieser Zeit allerdings anderweitig Sozialleistungen wie Hartz4, oder AlG1, werden die Zahlungen miteinander verrechnet. Das jedoch regeln die Ämter unter sich. Darum musst du dich nicht kümmern. Du musst nur die korrekten Angaben bei Antragsabgabe machen.

Quellen zu Depression und Rente
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de  Ablehnungsquote EM-Rente: Deutsche Berufsunfähigkeitsversicherung,  Steuern auf EM-Rente: cecu.de, Richtlinien der Rentenversicherung zur EM-Rente: Deutsche Rentenversicherung,  Details zur EM-Rente: Wegweiser Berufsunfähigkeitsversicherung, Unterlagen zur Antragsstellung: Deutsche Rentenversicherung, Welt am Sonntag
Stand: 10/2018

5/5 (13)

Bitte bewerte auch du diesen Beitrag...

544 Antworten

  1. Anonym sagt:

    Hallo, ein wirklich guter Beitrag,dasnke dafür ich bin ebenfals in einer Grenzsituation, ich habe Fibromyalgie, ständig Schmerzen, die im Moment mit starken Medikamenten einigermaßen im Griff sind. Seit über einem Jahr bin ich nun zuhause,krank geschrieben. bemerke zu meinem Entsetzen, wiesehr ich mich verändert habe, aus einer ehemals le benslustigen Frau bin ich auf dem besten Weg in ein seelisches Wrack zu motieren. Ich habe lange gebraucht, aber ich weiß, dass ich den Tatsachen langsam ins Auge sehen muß, ich habe starke Depressionen. Nun habe ich, in einer Art Aufbäumung, beschlossen, eine Wiedereingliederung zu wagen, habe alles Erforderliche in die Wege geleitet, dachte das ist der richtige Weg und nun, zwei Wochen vor Arbeitsbeginn geht es mir so miserabel bei dem Gedanken an den Stress…ich habe Dauerdurchfall, Magenkrämpfe, meine Medikamente wirken nicht mehr richtig, habe Dauerschmerzen, Panikattaken,Angst zu versagen, zu scheitern.Überlege nun doch die Frührente zu beantragen und habe gleichzeitig soviel angst davor, dass ich es tatsächlich in der nächsten Sekunde erwäge einfach mit augen zu wieder arbeiten zu gehen.Ich weiß einfach nicht mehr weiter:-( Fluffi

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Fluffi, ich gehe mal davon aus, dass du das gut kannst: Augen zu und durch! Ich nehme an, das hast du dein ganzes Leben schon so gemacht, wenn es eng wurde. Dass du so krank bist, wie du bist, hat doch Ursachen? Da kann man nicht einfach die Augen zu machen. Damit schadest du dir. Was soll sich dein Körper denn noch alles einfallen lassen, um dich zur Besinnung zu bringen? Sieh es einmal so: Arbeit ist toll, wenn man gesund ist! Jetzt bist du aber krank. Jetzt brauchst du Zeit für dich, um wieder gesund zu werden. Dein Körper zeigt dir das so eindrucksvoll und du willst es buchstäblich nicht sehen, willst die Augen zu machen. Erstmal gehst du jetzt zu deinem Arzt und sagst ihm, wie beschissen es dir geht und dann rufst du deinen Arbeitgeber an und bläst die Wiedereingliederung ab. Dann ist erst mal der große Druck genommen und es sollte dir besser gehen. Bei Fibromyalgie halte ich die Rente für eine gute Entscheidung, bei Depressionen ebenfalls. Mit diesen beiden Diagnosen sollte es kein Problem geben. Und dann hast du erst mal drei Jahre Zeit, dich ausschließlich um dich zu kümmern. Ich denke, du hast da etwas nachzuholen und es wird dir gut tun. Ich wünsche dir gute Besserung und die richtige Entscheidung!

    • Anonym sagt:

      Hallo Frank,
      Sorry dass ich mich solange nicht gemeldet habe,ich hatte lange Zeit einfach keine Nerven für Internet und Co,danke für Deine ausführliche Antwort.Ich habe damals die Wiedereingliederung

      angetreten, langsam mit 2 Std. angefangen und langsam mehr Stunden gearbeitet, bis ich wieder meine 40Std.-Woche absolviert habe. Es fiel mir von Tag zu tag schwerer, die Schmerzen nahmen meinen

      Alttag komplett ein, meine Konzentration war praktisch nicht mehr vorhanden und trotz dass ich viel Urlaub zwischendrin genommmen habe, zum Schluß jeden Mittwoch scheiterte ich letztendlich. Seit

      Januar bin ich nun wieder krank geschrieben und hab endlich eingesehen, dass meine Kraft weder psychisch noch physisch reicht arbeiten zu gehen.
      Im Juni hab ich dann schließlich die Entscheidung gefällt nun doch die Rente einzureichen.Das Ergebniss vorweggenommen: sie wurde abgelehnt mit dem Angebot eine psychosomatischeReha anzutreten.Was

      bedeutet das für mich?Meine letzte Reha war vor 2,5 Jahren.
      Ich habe, wie ich jetzt im Nachhinein weiß große Fehler gemacht, bin also im Prinzip zum großen Teil selbst Schuld. Als ich die Papiere vor mir liegen hatte mußte ich schnell erkennen, dass ich

      nicht alle Fragen verstehe und rief den VDK an, bei dem ich inzwischen Mitglied geworden war. Die Dame am Telefon erklärte mir, das der VDK mir beim ausfüllen der mir unverständlichen Fragen nicht

      helfen könne, aha……Ich verwies sie auf meine Mitgliedschaft und nach langem Hin und Her bekam ich einen Termin, bei dem mir ein Berater über die Papiere schauen soll. Der Berater entpuppte sich

      als Rentenberater, der mir in 15 Minuten den Antrag zur EM-Rente ausfüllte. Er bat mich ihm noch die Selbsteinschätzung zukommen zu lassen und nach Erhalt schickte er den Antrag weg.
      Irgendwann bekam ich Post, in der ich gebeten wurde zwei Gutachter aufzusuchen. Ein psychologe/Neurologe, der sich 2 Std. Zeit nahm und ein Orthopäde, bei dem ich 15 Min war.Bei Beiden konnte ich

      nicht beurteilen, was sie schreiben würden, hatte aber nicht das Gefühl große Fehler gemacht zu haben.Der Psychologe/Neurolog warf mir an den Kopf, dass ich zum Psycharter gehöre und der Orthopäde

      bescheinigte mir die Fibromyalgie, mit 18 von 18 schmerzhaften Triggerpunkten.
      Im Nachhinein wurde mir bewußt, dass der Rentenberater nur nach meinen Hauptdiagnosen gefragt hat und dass er keine Befundberichte meiner behandelnden Ärzte angefordert hat ( Ich ging davon aus,

      dass das Rentenamt diese einfordert).Meine Selbsteinschätzung war sehr ausführlich, 5 Seiten, auf denen ich schilderte, welche Einschränkungen im Beruf,Zuhause und im gesellschaftlichen Leben habe.

      Mein nächster Fehler ist wohl nach meinem heutigen Kenntnisstand, dass ich "nur" bei einer Psychotherapeutin und nicht bei einem Psychiater in Behandlung bin, mir ist allerdings rätselhaft, wie ich

      bei dieser Fachgruppe einen Termin bekommen soll. Heute Abend gehe ich nun zu einem Anwalt, aus lauter Angst noch einen weiteren Fehler zu machn, wenn ich den Widerspruch alleine formuliere, dem

      VDK traue ich nun nicht mehr.Insgesamt fühle ich mich total hilflos und alleine gelassen und habe Angst was die Zukunft bringen wird
      Gruß Konny

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Konny,
      manchmal hält uns die Angst, einen Fehler zu machen, davon ab, das Richtige zu tun. 10 Fehler sind besser, als einmal nichts zu tun, denn aus den Fehlern kannst du Erfahrungen sammeln. Für einen Widerspruch in Rentenfragen hätte ich aber auch einen Anwalt hinzu gezogen. Ich bin zwar selbst nicht Mitglied im VdK, habe aber bislang nur Gutes gehört. Das tut mir leid, dass du so schlechte Erfahrungen machen musstest.
      Dass man dich zu einer Reha schickt, deutet darauf hin, dass der Rentengutachter der Meinung war, man könne deine Gesundheit zeitnah wieder herstellen. Auf der anderen Seite ist so eine reha eine prima Gelegenheit, aktenkundig zu machen, wie es dir wirklich geht. Ein Gutachter sieht dich nur 2 Stunden, aber dort wirst du mehrere Wochen sein. So ein Bericht ist viel aussagekräftiger und bietet dir vielleicht die Chance auf die Bewilligung der Rente. Ich sehe es immer so. Wenn jemand seine Arbeit nicht mehr schafft, weil er Depressionen hat, dann ist es so. Manchmal ist das von außen nicht sofort und nicht von jedem erkennbar. Das ändert aber nichts an den Tatsachen. Also, dran bleiben! Das wird! Liebe Grüße Benno

  2. Anonym sagt:

    Hallo,ich habe von Geburt an nur eine Hand,linke Hand fehlt.Nun leide ich schon über 2 Jahre an Schlafstörungen,da ich mit meiner Einen Hand meine Arbeit nicht mehr ordnungsgemäß ausführen kann.Ich arbeite in einer Kita als Hauswirtschafterin schon nur 4 Stunden.Ich kann mit der einen Hand nicht mehr fest zu greifen und auch nicht lange putzen ohne das mir das Zeug aus den Händen fällt.Ich habe auch Schmerzen im ganzen rechten Arm.Nun habe ich mir auf Arbeit nichts groß anmerken lassen aus Scham,hab mir eben lieber die Anschisse bvon meiner Leiterin gefallen lassen,bis es nicht mehr ging.Bin dann zu meiner Hausärztin und die hat mich Krank geschrieben und zum Psychater Überwiesen,da ich dadurch schon Depressionen bekommen habe und auch zum Orthopäden,der ist der Ansicht der Arm ist total überlastet.Nun habe ich am 3.6.13 einen Antrag auf Erwerbsunfähikeitsrente gestellt,bin seid 11.3.13 krank.Ich muss ja da sicher zu einem Gutachter der RV,ich habe vor dem Termin großen Respekt,da man ja von vielen hört das die Rente eh abgelehnt wird.Ich werde im Oktober 57 Jahre und habe Einen Schwerbehinderungsgrad von 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}.Wie verhalte ich mich richtig,ich will mich eigendlich ganz so geben wie ich eben bin.Ist das der richtige Weg?Würde mich über Antworten freuen.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo und Danke für deinen Beitrag zu diesem Blog und deine Offenheit! Ich finde, du hast eine gute Entscheidung getroffen! Du hast Verantwortung für dich übernommen und willst etwas ändern. Respekt vor einem Gutachtertermin halte ich für normal. Ich hatte sogar einen Riesenschiss davor. Häng das Thema Gutachter aber nicht so hoch! Mein erster Gutachter hielt mich auch für arbeitsfähig, dennoch lief mein Rentenantrag ohne Probleme durch. Mein Tipp für den Gutachtertermin ist: Versuch nicht, ihm etwas vorzumachen, was sonst nicht da ist, aber verbirg auch nichts vor ihm, was sonst da ist. Das wird er merken und dann war es das. Er muss alles von deinen Schwierigkeiten über dich wissen, die du über dich weißt. Also schreib es am besten auf und nimm es mit zum Termin. Entscheidend wird aber am Ende aber sein, wie man dich in der Reha beurteilt. Dort bist du dann etwa 4 Wochen. Also mach dir nicht zu sehr einen Kopf, was den Gutachter anbetrifft. Zeige ihm deine kranke Seite und gut. Ganz wichtig ist noch: Du musst überzeugt davon sein, dass du die Rente wirklich willst und sie dir auch zu steht. Wenn du Zweifel an deinem Vorhaben hast, wird auch der Gutachter an der Notwendigkeit einer Frühverrentung zweifeln. Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg!

  3. Anonym sagt:

    Hallo,vielen Dank für deine Antwort,es hat mich in meinem Vorhaben bestätigt und ich weiß das ich das richtige tu.Hatte heute erst wieder einen Termin bei meiner Psychaterin,Sie ist auch der Meinung das ich den richtigen Weg für mich eingeschlagen habe,in dem ich den Rentenantrag abgegeben habe.Nein ich habe nicht vor dem Gutachter was vorzumachen,ich werde meinen gesundheitlichen Zustand ehrlich schildern ohne zu dramatisieren und aber auch nicht runter zuspielen.Ich Danke Dir noch mal ganz Herzlich.L.G.

  4. Anonym sagt:

    Ich hab da mal noch eine Frage auf den Herzen,falls der Rentenantrag abgehnt wird,wo wende ich mich dann hin um in Wiederspruch zu gehen.Ich weiß das es zum Sozialgericht geht wenn eine Ablehnung kommt,aber wie komm ich da ran?Muss ich mir selbst einen Rechtsanwalt nehmen oder stellen die einen.Könnte das kostspielig werden,denn ich habe zwar eine Rechtschutz,aber nur für Verkehrsrecht.Ach und noch eine Frage,wenn mein Krankengeld endet übernimmt ja die Agentur fürArbeit erst mal die Zahlung Oder liege ich da falsch?Muss ich da meinen Arbeitsvertrag kündigen?Das wär nicht gut denn unsere Kita gehört der Stadt,also würde ich eine 29jährige Beschäftigung im öffendlichen Dienst einfach so aufgeben müssen.Würde mich über Antworten sehr freuen.L.G.

  5. Benno Blues sagt:

    Hallo, wo du den Widerspruch einlegen musst, das steht dann im Bescheid. Ich nehme an, bei der Rentenkasse. Einen Anwalt brauchst du meiner Meinung dazu noch nicht unbedingt. Wird der Widerspruch abgelehnt, hast du die Möglichkeit vor dem Sozialgericht zu klagen. Hierfür benötigst du dann den Anwalt. Wenn dein Einkommen unter einer bestimmten Grenze liegt, kannst du Prozesskostenhilfe beantragen. Eine andere Möglichkeit ist es, in den VdK einzutreten. Das ist der frühere Reichsbund. Die haben Anwälte, die ihre Mitglieder u.a. in rentenrechtlichen Fragen unterstützen.Das kostet auch Geld, wird aber vermutlich nicht so teuer.
    Wenn dein Krankengeld endet, musst du dich beim Arbeitsamt arbeitssuchend melden. Klingt pervers, ist aber so. Du bekommst dann ALG1 bis dein Rentenantrag durch ist. Das Arbeitsamt holt sich das Geld später bei der Rentenkasse wieder. Deinen Arbeitsvertrag solltest du nicht kündigen und musst du auch nicht. Wenn man dich von Arbeitgeberseite dazu drängt, dann handele wenigstens ein Abfindung aus. Bedenke aber, dass dir das womöglich dann als Einkommen angerechnet wird. Ich würde nicht kündigen. Grüße

  6. Anonym sagt:

    Hallo Frank,ich danke Dir für deine guten und wissenswerten Aussagen.Wenn ich später noch Fragen habe werde ich mich noch mal melden und auch wenn ich meinen Termin beim Gutachter weg habe,aber das dauert sicher noch etwas.Erst mal vielen Dank an dich.L.G.

  7. Anonym sagt:

    Muss mich noch mal an Dich wenden,ich habe mich mit meinem Mann noch mal zwecks Spickzettel beim Gutachter unterhalten.Er ist der Meinung das es zu Vorbereitet ausschaut…Ich denke darüber etwas anders,denn er hilft ja einfach nur das man nichts vergißt.Sollte man immer dem Gutachter eine Kopie überreichen,oder lieber nicht.L.G.

    • Benno Blues sagt:

      Wenn du im Gespräch mit dem Gutachter Gelegenheit hast, all die Punkte auf deinem Zettel zur Sprache zu bringen, dann braucht er den Zettel nicht, dann konntest du ihm ja alle Informationen übermitteln. Doch die Fragen stellt der Gutachter. Das Gespräch bestimmt er. Wenn du am Ende der Begutachtung das Gefühl hast, du hättest ihm aber noch mehr mitzuteilen, dann halte ich so einen Zettel für sinnvoll. Und was die Vorbereitung angeht, was spricht dagegen sich vorzubereiten? In ein Bewerbungsgespräch gehst du ja auch nicht unvorbereitet hinein. Dort wirst du auch "begutachtet". Wie auch immer du es machst, du musst dich gut dabei fühlen. Von dem Zettel hängt jetzt nicht das Wohl der Welt ab und auch nicht deines. Viel Erfolg!

  8. Monika sagt:

    Ach was ich noch vergessen habe zu fragen,muss jeder Antragsteller erst mal zu einer Reha?Oder können die auch ohne dieser Maßnahme entscheiden.Ich habe zur Zeit so mit meinen Depressionen zu kämpfen,das ich nicht gern unter Leute gehe,bekomme da leichte Angstzustände.Auch meide ich den Kontakt zu Freunden,da ich mir nicht sicher bin ob sie mich verstehen können,das ich diesen Weg einschlage,muss aber auch dazu sagen ich habe es ihnen auch noch nicht erzählt.Um das zu umgehen meide ich aus Angst den Kontakt.Ach Mensch mir fällt sicher noch so vieles ein was ich dich fragen möchte,aber nun lass ich es erst mal dabei.L.G.

    • Benno Blues sagt:

      In der Regel muss jeder zur Reha. Die Rentenversicherung folgt dem Grundsatz "Reha vor Rente" Es gibt aber auch Ausnahmen. Die Reha ist eine Therapie. Deine Teilnahme setzt voraus, dass du auch therapiefähig bist. Es ist also eine gewisse psychische Stabilität notwendig. Wenn du der Meinung bist, das nicht zu schaffen, kannst du dir das von deinem Psychiater bescheinigen lassen. In seltenen Fällen wird auch von Schreibtisch aus direkt verrentet, beispielsweise wenn die Diagnosen eindeutig sind und keine Aussicht auf Besserung besteht. Im Fall von Depressionen habe ich das allerdings noch nicht erlebt.

  9. Anonym sagt:

    Ich verstehe schon was Du mir damit sagen willst,selbst wenn sie meine Depressionen in Griff bekommen,bleibt ja die Ursache weshalb sie entstanden sind.Meine linke Hand kann mir keiner ersetzen und da ich ja schon seid 40 Jahren arbeite,nur mit Unterbrechung von Schwangerschaften,ist eben mein rechter Arm und Hand total kraftlos geworden,ich kann ja kaum noch meinen eigenen Haushalt selbst in Ordnung halten.Auf deutsch gesagt der rechte Arm ist hinüber,einfach kraftlos.Hatte auch schon mehr mals Physio,aber das hat bis jetzt auch nichts gebracht.Ich bin mir eben nicht sicher und habe Angst,das sie sagen die macht das schon immer mit einer Hand also soll sie weiter arbeiten gehen.Ich wache trotz Antidepressiva und Schlafmittel Nachts schweißgebadet auf und schau erst mal ob der rechte Arm noch da ist,ich werde es einfach nicht los.L.G.Monika

    • Benno Blues sagt:

      Hallo dein Beitrag ist aus Versehen im Spamordner gelandet. Gut, dass du nachgefragt hast. Tut mir leid, aber ohne automatische Spamprüfung werde ich verrückt. Ich müsste sonst jeden Tag hunderte Kommentare durchsehen.
      Du machst dir sehr viel Gedanken um die Zukunft, wie es für eine Depressive auch typisch ist. Aber all diese Gedanken, machen dich nur verrückt. Du kannst die Zukunft nicht vorweg nehmen. Ich lese so heraus, dass du die Rente willst. Vertrau dir! Du wirst sie auch bekommen, egal welche Schritte zu welchem Zeitpunkt nötig sein werden. Wenn du sicher bist, dass du nicht mehr arbeiten willst, dann ist es deine Seele, die dich auf diese Weise beschützen will. Dann ist es jetzt einfach mal gut.

  10. Anonym sagt:

    hallo,ich weiß jetzt nicht,warum mein Beitrag nicht erschienen ist.Ich weiß jetzt eben nicht ob sie mir bei einer Reha meine Kraft im rechten Arm zurück geben können bei einer Reha,denn der Arm und die Hand sind stehts überlastet,das würde ja dann wieder passieren,wenn ich meine Arbeit wieder aufnehmen müsste.Eine linke Hand können die mir dort auch nicht ersetzen.Ich habe schon Schwierigkeiten immer diese Zeilen an Dich zu schreiben,geht nur mit Pausen und muss mich doll auf die Satzbildung konzentrieren.Da in meinen Kopf nur noch der Gedanke vorherscht,warum musste ich gerade so geboren werden,denn meine 2 Geschwister sind gesund auf die Welt gekommen.Warum ich nicht?Früher hatte ich mit meinem Hädikäp keine Probleme habe 3 Kinder erzogen und auch viel alleine gemacht da ja mein Mann beruflich oft unterwegs war.Nur jetzt geht eben nichts mehr,ich habe Angst das ich bald nichts mehr machen kann.L.G.

    • Benno Blues sagt:

      Ich empfehle dir, einen Psychiater aufzusuchen. Lass dir eine Pause verordnen und dich zu einer stationären Psychotherapie überweisen. Da sind die Wartezeiten nicht so lang. Du musst erst mal zur Ruhe kommen. Das wird dir gut tun und für deinen Rentenantrag ist es sicher auch nicht von Nachteil.

  11. Anonym sagt:

    Hallo,ich bin schon bei einer Psychiaterin in Behandlung,sie war es auch die mich dazu veranlasst hat einen Rentenantrag zu stellen.Ich danke Dir erst mal für deine guten Ratschläge und auch lieben Worte.Ich werde mich wieder bei Dir melden wenn mehr entschieden ist.Ich hoffe es ist Dir recht.L.G.

  12. Anonym sagt:

    Hallo,ich habe doch noch eine Frage an Dich.Bei mir auf der Antragsbestätigung steht:Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit:Kann ich damit auch eine volle Rente für Erwerbslosigkeit bekommen,denn ich habe ja schon nur noch 4 Stunden gearbeitet und konnte eben meine Aufgaben nicht mehr zur Zufriedenheit meiner Leiterin erfüllen.Oder verstehe ich den Begriff verminderte Erwerbsunfähigkeit fallsch.L.G.Monika

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Monika, die Erwerbsminderungsrente gibt es bei teilweiser Erwerbsminderung aber auch bei voller Erwerbsminderung. Den Grad der Erwerbsminderung entnimmst du später deinem Bescheid. Wenn du 3-6 Stunden täglich arbeiten kannst, aber nicht mehr, wirst du teilweise erwerbsgemindert. Wenn du nur weniger als 3 Stunden täglich arbeiten kannst, bekommst du die volle Erwerbsminderung zuerkannt.

  13. Anonym sagt:

    Hallo Frank,ich Danke Dir das du immer zum Antworten bereit bist,auch wenn sie manchmal überall zu lesen sind,denn ich habe auch schon so einige Seiten durchforscht,aber war mir eben jetzt so unsicher da ich ja schon nur 4 Stunden arbeite und der Gutachter da eventuell zu dem Schluss kommt,soll die mal schön weiter Arbeiten,hat es bis jetzt auch mit 1 Hand geschafft,aber gerade weil ich mit meinen rechten Arm nicht mehr kann,habe ich ja diese Depressionen.Ich hab einfach Angst das der dann denkt ich spinne und bin nur zu faul zum Arbeiten.Nun ich glaub ich mach dich auch langsam verrückt mit meinen Ängsten,bitte nimm es mir nicht übel,wenn ich so oft schreibe.L.G.Monika

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Monika, ich kenne diese Ängste nur all zu gut und leider kann ich sie dir auch nicht nehmen. Behalte immer dein Ziel im Auge und mach dir klar, dass es richtig ist, was du tust. Wenn du selbst überzeugt bist, kannst du auch andere überzeugen. Ich würde die fehlende Hand beim Gutachter gar nicht groß erwähnen. Das bemerkt er auch so. Die Depressionen machen dir jetzt dein Leben schwer. Erzähl ihm das, was er nicht sehen kann. Berichte wie sich das für dich anfühlt, wie die Depression dir dein Leben schwer macht. Aber das wichtigste ist und bleibt: Sei überzeugt davon, dass du nicht mehr arbeiten kannst. Wenn es da Zweifel gibt, kannst du gleich zu Hause bleiben…
      Hast du einmal eine Entspannungsübung ausprobiert? Kann ich sehr empfehlen! Findest du auch in meinem Blog.

      Liebe Grüße Frank

  14. Anonym sagt:

    Ich habe schon wieder ein Problem,die Aok hat mir ein Schreiben geschickt,zu einem persönlichen Gespräch.Angeblich will sie mich rund ums Krankengeld beraten,aber ich vermute da schon wieder was anderes dahinter.kann es sein das die sich mit der RV kurzgeschlossen haben?war das bei dir auch so das Du zu soeinem Gespräch musstest?Monika

  15. Benno Blues sagt:

    Hallo Monika, nein, ich musste zu keinem Beratungsgespräch der Krankenkasse. Ich finde das aber eine gute Sache. Beraten und aufgeklärt wird viel zu wenig in Deutschland. Ich denke, es geht um das Ende deines Krankengeldes und man wird dir die Beantragung einer Rente nahe legen. Aber das wirst du dann sehen. Ich gehe nicht davon aus, dass der Termin für dich negative Folgen haben wird. Grüße

  16. Anonym sagt:

    Ich bin ja erst seid dem 11.3.13 Krank und bekomme seid 22.5.Krankengeld,also habe ich noch viel Zeit bis zum Ende der Krankengeldzahlung.Ich bekomme ja regelmäßig die Auszahlscheine von der AOK und da muss ja mein Hausarzt darauf bestätigen mit Diagnosen das ich weiter hin Krank bin und ich muss ja auch darauf ausfüllen ob ich noch woanders her Geld beziehe,was ja nicht der Fall ist und auch ankreuzen ob ich Rente beantragt habe und welche was ich ja bestätigt habe.Also wissen die ja das ich schon welche beantragt habe.Nun ich werd versuchen mich nicht Verrückt zu machen und gelassen dahin zu gehen.Werde Dir Berichten,wenn es Dir Recht ist.Viele Grüße Monika

  17. Anonym sagt:

    Finde den Artikel sehr gut , hat mir ein wenig Mut gemacht. Ich kämpfe schon seid Jahren für meine Erwerbsminderung wegen Depressionen,zur Zeit läuft eine Klage vorm Sozialgericht, hoffentlich mit Erfolg, drückt mir die Daumen.

    • Benno Blues sagt:

      Das mache ich. Alles Gute für dich!

    • sonne-wind sagt:

      Ich finde es ganz prima ,das Sie so einen langen Bericht geschrieben haben. Genau diese Erfahrungen habe ich auch gemacht. Bei mir fing es 2007 an mit Schmerzen im Knie,erst jetzt habe ich verstanden ,das mein Körper überarbeitet war ,Jahrelang und ich habe nicht auf ihn geachtet.Nun bin ich seit 1 1/2 Jahren in Behandlung, Gruppengespräche ,Hypnose,Ablenkung, Ruhe ,Entspannung und alles sehr langsam ,es gibt viele Tage da will mein Kopf überhaupt nicht. Laut meinen Arzt wird es erst besser wenn ich im Kopf alle Knöpfe gelöst habe.Und was auch für mich ganz schlimm ist, als arbeitssuchend beim Arbeitsamt gemeldet zu sein. Ich will jetzt kämpfen für eine Stelle, wo Kranke vom Rententräger noch nicht anerkannt, sich hinwenden können und nicht unter dem Druck der Arbeitsuche stehen .Da ich ja immer noch eine Arbeitsstelle habe ,also ungekündigt bin, aber auf Grund meiner Schmerzen nicht mehr arbeiten kann. Laut dem Renten-Träger ist die politisch .Haben Sie eine Adresse an wen ich mich da wenden kann? Nochmals vielen Dank für Ihren Ausführlichen Bericht. Viel mehr Menschen müssten sich schriftlich zu diesem Thema äußern.Dann würde sich vielleicht da ein wenig ändern. Auch sollte jeder einen Bericht über den besuch bei einem Gutachter an die Rentenkasse schicken. Da würde viel Geld gespart ,weil es nur wenige Gutachter gibt die sich Zeit für ein Gespräch nehmen. Und die Gutachter von der Rente gar nicht geprüft werden . Also wer sich nicht gleich beim Gutachter wehrt und alles hinnimmt hat schon verloren .Aber wer weiß schon von dem welche Rechte er ,als Patient hat und was ein guter Gutachter macht? AWMF online unbedingt lesen.

    • Anonym sagt:

      hallo ich bin in dergleichen lage wie du und kämpfe nun schon seit juli 2011 um den anspruch meiner erwerbsunfähigkeitsrente viele gutachten und befundberichte bestätigen mir und in der zwischenzeit auch dem gericht das ich nur noch unter drei stunden und das auch nur unter ganz besonderen umständen erwerbsfähig bin zwei auch zwei reha;s haben mich nach der entlassung als völlig erwerbsunfähig eingestuft und nun glaube ja nicht das das der rentenversicherung auch nur ein deut interessiert mein rechtsanwalt begleitet mich nun schon zwei einhalb jahre durch diese ich sag es mal einfach frei herraus HÖLLE was für menschen dort in der rentenversicherung sitzen will ich erst garnicht kommentieren gesundheitlich geht es mir eher schlecht denn wenn man mit dem herzen und mit der wirbelsäule und zuguter letzt dann auch noch mit schweren depressionen zu kämpfen hat dann ist das leben nicht mehr lebenswert diese erfahrung machen menschen wie du und ich erst dann wenn es zu spät ist und die hilfe der rentenversicherung die dann eigentlich gesetzlich greifen müsste uns versagt wird oder wir als kranke wie eine sau durchs dorf getrieben werden vieleicht habe ich das glücg eine ganz tolle frau und kinder zu haben die mir sehr hilfreich zur seite stehen denn sonst hätte ich mir schon lange das leben genommen weist du wenn man 60 jahre alt ist und von jeder stelle hörst man kann für mich nichts mehr tun dann ist der schock um so größer wenn dann die rentenversicherungen dich auch noch als letzten abschaum behandeln mal kurz zusammengefasst schwere herzrytmusstörungen beckenschieflage die nicht mehr gerichtet werden kann schwere depressionen behinderungsgrad von 60{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} zweimal kurz hintereinander rehamaßnahmen und alle gutachten bescheinigen mir völlige erwerbsunfähikeit und nun halte dich bitte fest das alles interessiert der rentenversicherung überhaupt nicht sie weigert sich nach wie vor mir meine gesetzlich anerkannte eu rente zu bezahlen ich weis ich bin kein einzelfall doch würde es mich besonders freuen wenn man menschen findet die auch in dem gleichen dilemma stecken nur diese menschen wissen ganz genau wie es uns geht wie wir als kranke behandelt werden und auch nur wir können anderen mit unserer erfahrung helfen was ich als mensch in den letzten jahren erdulden musste übersteigt bei manchen den horizont und ist fast nicht glaubhaft künftige betroffene sollten darauf vorbereitet werden was sie erwartet wenn sie sich mit dieser behörde( RENTENVERSICHERUNG MITTELDEUTSCHLAND) anlegt hier hilft nur ein guter rechtsanwalt und viel viel glaube an dich selbst. ich würde wirklich gerne einen erfahrungsaustausch mit betroffenen anstreben denn ich glaube fast das man über eine solche odysse einen roman schreiben könnte in der hoffnung einigen menschen denen es genauso geht mit meiner erfahrung geholfen zu haben und bitte gebt nicht auf auch wenn alles noch so aussichtslos erscheint haltet euch immer vor augen das die rentenversicherung alles tun wird um euch eure gesetztlich verankerten ansprüche streitig zu machen ich verbleibe in der hoffnung das dies viele menschen lesen und melde mich wieder wenn ich nach diesem langen kampf nun doch bald meine eu rente bekommen sollte

    • Gast123 sagt:

      Herzlichen Glückwunsch. Ich kann den Druck gut nachvollziehen, unter dem Sie im Arbeitsleben gestanden haben. Ich leide seit meiner Kindheit an sozialer Phobie, wurde aber immer zur Arbeit gezwungen, da ich nie verständnisvolle Ärzte gefunden habe. Es ist keine einziger Tag vergangen, an dem ich nicht große Angst und Unwohlsein auf der Arbeit verspürt habe. Angst essen Seele auf. Ich bin jetzt 57, arbeite immer noch und bin innerlich kaputt.

    • Anonym sagt:

      Deutscher Rentenkasse wenns um Geld geht bitte nicht Kommen.Wenn ums Geld Geht Kasseieren aber nicht Bezahlen,Da sizsen Leute die Hoffentlich die Depresyon Kranheit erleiden Müssen damit sie verstehen was die leute durch machen müssen.Am Besten müssen die Leute Sterben damir rentenkasser das Geld behalten kann ja nicht zahlen sterben sollt ihr Rente Mit 67 nicht das ich lache wer soll denn so lange gesund sein um das zu überlegen.Das ist Taktik damit leute zahlern un rechzeutig abtreten,Renten Kasse sind schlimmer als zuhalter Sozialstat nicht das ich lache wenn du Krank wirts wird du nicht mehr gesehen wird behandekzt ob du Eine Zombie Bist

  18. Benno Blues sagt:

    Hallo, also nach meiner Erfahrung funktioniert unser Sozialsystem so, dass keiner zahlen will, aber einer zahlen muss. Die AOK will dich in Rente schicken, weil du sie zuviel Krankengeld kostest. Die Rentenkasse will dich noch nicht haben, weil du nun auch noch an den schmalen Topf willst. Das Arbeitsamt sieht dich auch lieber bei der Rente. Die Rentenversicherung argumentiert aber: Solange du deine 78 Wochen nicht ausgeschöpft hast, brauchen wir dich nicht nehmen. Ich denke, dass es darauf hinaus laufen wird. Was aber in Wahrheit passiert, das steht in den Sternen.
    Die Reha denke ich, ist eine gute Sache. Das ist besser als nur ein einstündiger Gutachtertermin. In einer Psychosomatischen Klinik arbeiten Fachleute für seelische Erkrankungen. Dort bist du gut aufgehoben und man wird sich um deine Depression kümmern. Dort ist man auch in der Lage zu entscheiden, ob du erwerbsfähig, teilweise oder vollständig erwerbsgemindert bist. Lass es auf dich zukommen. Es ist ein guter Schritt auf deinem Weg. Ein Schritt in die richtige Richtung.

  19. Anonym sagt:

    Hallo Frank,heute habe ich auch noch von der RV ein Schreiben bekommen,das ich am 19.8.13 zum Gutachter muss,es ist ein Neurologe und Psychiater.Ich weiß nun gar nicht mehr was das ganze soll,eine sagt so und der andere wieder so.Nun ich muß ja vorher noch zu meinem Orthopäden und werde ihn bitten mir einen Arztbericht zu schreiben über meinen Zustand des rechten Armes.Denn ich soll zu dem Gutachter Arztberichte mit bringen,auch von der Hausärztin,das von der Psychiaterin denke ich mal wird er haben,sonst müsste ich nicht zu einem Facharzt der Psychiatrie.Was hällst Du von der ganzenSache?Ich denke die von der KK hat das gestern noch nicht gewußt das ich ein Schreiben für einen Gutachter bekomme.Der Arzt kommt aus Schwarzenberg und ich finde aber im Netzt nichts,ausser wo er seine Praxis hat,er heißt Dr.med.Michael Schäfer,ich komme aus dem Erzgebirge aus Schneeberg deshalb dort der Termin.L.G. Monika

  20. Benno Blues sagt:

    Hallo Monika, wenn du einen Rentenantrag wegen Depressionen stellst, ist es immer ein Psychiater, der dich begutachtet. Auch die Rehaklinik ist in so einem Fall eine Psychiatrische oder Psychosomatische Klinik. Es geht vielleicht alles etwas durcheinander bei dir, aber im Grunde nimmt es den Standardverlauf. Kein Grund also, sich Sorgen zu machen. Du musst diesen Weg gehen, wenn du die rente willst. Ich glaube, das wird alles gut.

  21. Anonym sagt:

    Hallo Frank,viele Dank ich will mal hoffen das es seinen geregelten Gang geht,bin eben sehr unsicher was das ganze betrifft.Aber ich werde nicht aufgeben,ich melde mich wieder wenn ich mehr weiß,erst einmal Danke für deine Geduld mit mir.L.G.Monika

  22. CAW C sagt:

    Hallo Frank,
    deinen Bloc finde ich sehr gut,desweiteren gibt er sehr anschaulich das wieder, was jedem passieren kann, der an einer Depression erkrankt und was einen erwartet bezüglich der Deutschen RV. Ich selber habe diese Nachweispflicht erbringen müssen und kann nur jedem raten, sich einen guten Arzt zu suchen. Wenn man psychisch erkrankt, hat man genügend mit sich selber zu tun, das würde eigentlich genügen.Die Gutachten und Rehas denen man sich unterziehen muss, üben aber einen zusätzlichen Stress aus , leider.Ich wurde 2008 rückwirkend auf 2006 berentet und habe dieses Jahr den Bescheid für die unbefristete Erwerbsminderungsrente erhalten.Ich bin unendlich dankbar , ein enormer Druck ist von mir abgefallen.Mal schauen , wie es weitergeht.

  23. Benno Blues sagt:

    Hallo, ich kann dir nur zustimmen! Für eine angeschlagene Seele kommt es einer Tortour gleich, auf den Prüfstand zu müssen. Man fühlt sich schlecht und kraftlos und dann soll man auch noch kämpfen. Mit Depressionen geht das kaum. Es freut mich für dich, dass du diesen Stress nun hinter dir lassen konntest.

  24. Anonym sagt:

    Hallo Frank
    auch mich hat es erwischt, war 1 Jahr krank hatte eine Reha zum großen Teil ohne Erfolg, wollte jetzt die Arbeitsstelle wechseln wovor ich aber zum großen Teil Angst habe was ist wenn ich innerhalb dieser Zeit Krank werde?
    Bernd

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Bernd, ich kann deine Sorge gut nachvollziehen. Wechseln würde ich auch nur, wenn ich sicher wäre, die wollen mich haben, auch mit meiner Depression. Ich würde also mit offenen Karten spielen, das erspart dann unangenehme Überraschungen auf beiden Seiten. Natürlich schützt dich das noch nicht vor einem Rückfall. Aber vielleicht sind ja die Arbeitsbedingungen dann für dich besser. Ohne Grund wirst du ja nicht wechseln wollen. Ich empfehle dir auf jeden Fall, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Der schützt deinen Arbeitsplatz. Näheres dazu unter: http://www.was-ist-depression.net/2013/04/depression-und-schwerbehinderung-das.html

  25. Anonym sagt:

    Hallo Frank, ich habe gerade deinen Artikel zur Erwerbsminderungsrente gelesen, was mir nun ein wenig die Angst nimmt. Ich bin jetzt 15 Monate wegen Depri krank geschrieben, war letztes Jahr für 6 Wochen zur Reha und Anfang diesen Jahren 13 Wochen teilstationär in Behandlung, trotz Medikamenten-Umstellung geht es mir nicht merklich besser. Im Mai habe auch ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente eingereicht und bin mal gespannt,was bei mir heraus kommt. LG

  26. Anonym sagt:

    Toll… wenn man das hier liest…
    Habe einen Ex-Mann, der auf depressiv macht, keine Lust mehr auf Arbeiten hat, für seine Kinder nur den Mindestunterhalt zahlt und immer nur an sich denkt und kein Bock auf Wiedereingliederung hat und droht mit Erwerbsminderungsrente… Depression ist schlimm… aber noch schlimmer finde ich, dass man sich damit immer und überall raus reden kann und nur weil man keine Lust hat morgens aufzustehen, lässt man lieber andere für sich arbeiten und lebt auf Kosten anderer … Wisst Ihr was: Manchmal hab ich auch keine Lust, um 5.50 Uhr aufzustehen, die Kinder und den Hund zu versorgen und arbeiten zu gehen.. und das Tag für Tag… Im nächsten Leben nehme ich mir garantiert bestimmt auch eine DEPRESSION … ist doch bequem

    • Benno Blues sagt:

      Ich verstehe deine Frustration. Angehörige tragen in der Regel eine sehr große Last. Nicht selten kommt es deshalb auch zur Trennung. Aber verantwortlich für dein "schlechtes Leben" ist nicht dein kranker Exmann. Du bist frei. Du erschaffst deine Wirklichkeit selbst. Wenn du glaubst, die Welt sei nur ungerecht, dann wirst du sie genau so wahrnehmen. Wenn du daran glaubst, das Leben ist schön, dann wird es schön sein. Gib nicht deinem Ex die Schuld, sondern übernimm selbst die Verantwortung für dein Leben! Ein Depressiver verträgt keinen Druck. Das kann für ihn tödlich enden. Je mehr du ihm Druck machst, um so mehr wird er sich zurück ziehen. Freue dich, dass er den Unterhalt zahlt. Auch der Mindestunterhalt ist eine stattliche Summe. Sieh, was du an Geld zur Verfügung hast und was deinem Ex bleibt. Und glaube mir, niemand kann auf depressiv machen. Es ist eine Krankheit und es gibt hierfür gesicherte Diagnosen. Du kannst ja auch nicht auf Krebs machen. Etwas mehr Respekt füreinander, schon der Kinder wegen, würde euch sicher beiden helfen. Ihr habt euch doch einmal geliebt und im Grunde eures Herzen seid ihr auch noch dieselben Menschen. Und die Idee, selbst eine Depression zu bekommen, finde ich erst recht nicht gut, aber wenn du so weiter machst, schaffst du es womöglich noch in diesem Leben, denn auch für eine Depression sind wir am Ende selbst verantwortlich. Sie entsteht, weil wir zu lange wie blind für uns selbst gelebt haben.
      Ich wünsche dir, dass du den Blick wenden kannst auf das, was gut gelingt in deinem Leben. Du bist ein guter und liebenswerter Mensch! Sei dir dessen jeden Tag bewusst!
      Ach und noch etwas: Auch eine Depression geht irgendwann vorüber, wenn der Depressive es will.

      Liebe Grüße

      Frank

    • CAW C sagt:

      An Anonym vom 29.07.13

      Es ist nicht einfach, auf diesen Text nichts zu schreiben. Man kann nicht auf " depressiv" machen.
      Da musst du ein extrem guter Schauspieler sein und keiner der gesund ist kommt auf so einen Gedanken. Als ich an meiner Depression erkrankt bin, arbeitete ich seit 15 Jahren, mit Fortbildungen als Krankenschwester in einer Klinik. Ich hatte zu dieser Zeit einen 8 jährigen Sohn und vor meiner Trennung sogar 2 Hunde , die ich vor meinem Frühdienst versorgt habe. Bin übrigens um 4 Uhr aufgestanden. Ich habe meinen Job geliebt und die Depression kam mir gar nicht gelegen, im Gegenteil.
      Ich habe fünf Jahre gebraucht um normal im Alltag zu funktionieren. Mein Sohn musste mit 11 Jahren ins Internat, weil ich krank war. Glaubt mir, dass war keine Freude, im Gegenteil. So , nach der Erkrankung, je nach Schwere, bleibt ein sogenanntes Residualsymptom, du bist zwar nicht mehr depressiv, aber auch nicht mehr belastbar.Da du dich einer Therapie unterziehen solltest, was die deutsche Rentenversicherung auch vorschreibt, du bist verpflichtet, an deiner Genesung mitzuarbeiten,hat hier keiner die Möglichkeit dauerhaft zu simulieren.
      Ich hoffe , dieser kurze Einblick verschafft hier jedem, der Depressive als faul einstuft,den Einstieg zum Denken und Nachdenken.

      CD Krankenschwester und Fachkrankenschwester f. Psychiatrie.

    • Lea-M sagt:

      Liebe CAW C, ich danke Dir erstmal für Deine aufklärenden Worte!!!! ich selber leide seit Jahren an rezidivierenden mittleren-schweren depressiven Episoden und befinde mich momentan in der 1. befristeten Erwerbsminderungsrente… Ich bin 40 und kann es mir weder seelisch noch finanziell vorstellen so bis ans Ende meines Lebens zu sein (lebe auf Hartz4-Niveau und das würde ja wohl mein Leben lang so bleiben)… und schon oft frage ich mich, in stabilen, langen Phasen, wieso ich kaum belastbar bin (auch in positiven Dingen), meine Konzentrationsfähigkeit schlecht ist, bzw ganz schnell schwinden kann uswusf (da gäbs noch mehr bekannte Symptome …;-) )…. Dein ZITAT :"bleibt ein sogenanntes Residualsymptom" ist das woran ich seit Jahren rumbeisse….. Du kannst keine Ferndiagnose geben, klar ;-)… aber werd ich davon wirklich Reste bis an mein Lebensende behalten???? Ich habe schon sehr gelernt, den Druck rauszunehmen, auch wenn das hier nicht so klingt (hier schreibe ich aber deutlich nur ein paar Fakten)… oder kennst Du /kennt Ihr einige Fälle, die wirklich wieder einigermaßen gesund wurden nach vielen Jahren Kampf…. DANKE für eine evtlle Antwort und allen hier einfach mal liebe Grüße!:-) Lea-M / Übrigens…. gute Seite hier… werd mich die Tage mal einlesen… Danke auch Dir Frank! 🙂 )

    • Anonym sagt:

      Danke für diesen Artikel!
      Ich hatte noch nie – trotz mehrerer ambulanter Psychotherapien sowie Reha – von "Residualsymptom" gehört und gerade im Zusammenhang damit von "Disthymia" auf einer anderen Seite gelesen. Es scheint mir genau das zu sein, womit ich seit über 15 Jahren kämpfe, dachte aber immer, dass mein "Gegner" meine zu geringe Belastbarkeit wäre. Letztlich ist eine bessere Belastbarkeit ja auch ein Zeichen von Gesundung, aber inzwischen bin ich der Überzeugung, dass nicht alles, was belastet werden KANN, auch belastet werden MUSS.
      Das Problem ist aber immer der Teufelskreis des Drucks durch die Notwendigkeit, Geld zu verdienen, da das Leben am Existenzminimum eine so große psychische Belastung ist, dass man nicht einfach sagen kann: "Ich entscheide mich, um gut für mich selbst zu sorgen, gegen den Druck durch die Überforderung in der Arbeitswelt." Wie ich es drehe und wende, ich fühle mich immer als Versager und als "selbst schuld" an meinem ganzen Debakel.
      Lea-M, dein Kommentar ist schon über drei Jahre her, aber ich lese heraus, dass deine Problematik meiner ganz ähnlich ist. Oder war? Vielleicht hast du ja inzwischen einen Weg heraus aus dieser Lage gefunden und es würde mich sehr interessieren, was du dafür tun konntest und ob du Antworten auf die in deinem Kommentar gestellten Fragen finden konntest. Vielleicht hast du Lust, dich mit mir darüber auszutauschen? Falls ja, müssen wir mal gucken, auf welchem Weg das gehen kann.
      Tja, ich bin jetzt am Punkt: EM-Rente mit 46? Das als Lebensweg-Vorbild für meine 20-jährige Tochter? Oder wieder weiter Zähne zusammenbeißen, weil das summasummarum die Alternative mit dem besseren Ergebnis ist?
      In der Hoffnung, dass hier aktuell noch gelesen wird: Liebe Grüße!

    • Benno Blues sagt:

      Nicht mehr soviel Druck abzukönnen, ist nicht dein Versagen. Es ist wie es ist. Manche Menschen können mehr Druck ab, manche weniger, manche sind offen und freundlich und manche sind nörglerisch und zynisch, manche können schön singen, andere laufen 100 m unter 10 Sekunden. Es ist kein Versagen, etwas nicht zu können, was andere können. Es ist wie es ist. Jeder Mensch ist einzigartig mit seinen Begabungen und auch mit seinen Schwächen und ganz oft ist es so, dass die Schwächen die eigentlichen Stärken sind, die Anteile sind, wofür er geliebt wird. Natürlich ist es doof, wenn das Geld nicht zum Leben reicht. Das verstehe ich gut. Doch glaube ich, lässt sich hier mit noch mehr Druck nichts richten. Ich hoffe, du findest einen Weg, findest deinen Weg. Danke für deinen Kommentar, alles Gute für dich und gute Besserung! Liebe Grüße! Benno

    • Anonym sagt:

      Ist Schei….. Wenn man Keine Lust zum Arbeiten Hat und geht in Rente und Arbeitet Dann Voll woanders Da müsste Der Gesetz Geber Sagen Gehst Du vor deinem 65.in Rente Keinen Schob neben Her.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Anonym vom 27.03.2017,
      …"wenn man keine Lust zu arbeiten hat", geht man ganz sicher nicht woanders voll arbeiten. Gewiss gibt es Menschen, die keine Lust haben, zu arbeiten, nur geht es in diesem Blog hier nicht um jene, die nicht wollen, sondern um die, die nicht können. Aus Respekt vor ihnen und ihrer Erkrankung bitte ich deshalb darum, sich diesem Thema mit Mitgefühl anstatt mit Verurteilung zu nähern. Benno Blues

  27. Anonym sagt:

    danke für den sehr schönen Text. Ich habe einen positiven Bescheid bis Ende 2014 erhalten. Als ich den Brief in der Hand hielt liefen mir die Tränen.Ich brauchte mir keine sorgen mehr wie geht es weiter. Wer versichert dich usw. Nun habe ich erstmal Zeit für mich und meine Seele.

    • Benno Blues sagt:

      Ich weiß, wie sich das anfühlt. Da freue ich mich für dich! Eine große Last ist erst mal von dir abgefallen. Du kannst nun zur Ruhe kommen und dann etwas für dich tun. Ich wünsche dir, dass du einen guten Therapeuten findest und dir so nach und nach den Weg in die Freiheit bahnst. Alles Gute für dich!

      Frank

    • Anonym sagt:

      Wenn Kinder und Hund zuviel sind, würd ich den Hund wegtun!
      Und die Aussage ich nehm mir auch eine Depression finde ich zum Kot….!
      Ein Hohn für alle Erkrankten.

    • Anonym sagt:

      Das stimmt, es scheint ein Hohn zu sein und ich verstehe die erste Reaktion darauf!!! Aber man sollte mindestens zwei Mal lesen, denn der "Frust", der hier zu lesen ist, ist manchmal völlig angemessen. Depressive Menschen vergessen ja so leicht wie SIE selbst sich verhalten, was SIE alles sagen, wie sehr SIE verletzen… immer muss Rücksicht darauf genommen werden, dass sie ja krank sind und nichts dafür können… genauso erwarte ich es aber auch von uns Depressiven! Denn die Angehörigen und Freunde sind oft auch am Ende und können eben auch nichts dafür!!! Auch wenn sie nicht krank sind wie wir, heißt das noch lange nicht, dass sie alles ertragen müssen, ja überhaupt können. Hier auf diesen Seiten zeigt sich wie viel Verständnis wir Depressiven erwarten, ja als selbstverständlich ansehen und wie wenig wir in der Lage sind, das zurückzugeben, ja geschweige denn anzuerkennen. Der Frust ist berechtigt, auch wenn die Wortwahl nicht geschickt war, doch gerade depressive Menschen sollten dafür Verständnis oder Verstehen aufbringen!!! So wie es ihnen ja auch entgegen gebracht werden soll….

    • Anonym sagt:

      was für ein *.

      mag sein dass es ein paar Depressive gibt, welche "ihre Depression an ihrem Umfeld raus lassen" -allerdings fällt es nicht gerade leicht es ab einem gewissen "Punkt" alles für sich zu behalten. Dies hat jedoch nichts mit RÜCKSICHT zutun, denn soweit ich Depressive und mich selbst kenne sind besonders jene eher empfindlich mit dem was sie zeigen/tun/raus lassen in/bei ihrem Umfeld und sonst wo. Wie in so gut wie allem mag es da Ausnahmen geben. Aber bitte verpackt doch nicht immer ALLES in irgendwelche Ordner?!
      davon ab, wird man auch depressiv eben weil man mehr an andere(&das Umfeld) denkt anstatt an sich selbst.

      klar muss ich auch sagen, RESPEKT an denjenigen der eine Depression SPIELEN kann. mir käme aber nicht in den Sinn wie & weshalb man das tun sollte.
      DANKE an den Mister Herr Blog hier 😀 soweit ich verstanden habe ist dies Herr Frank Bütow? -sehr gute Reaktion auf den Beitrag der Ex.Dame die GERN Depressiv im nächsten Leben wäre. ein Kommentar zu -Zitat "Auch eine Depression geht irgendwann vorüber,wenn der Depressive es will."
      🙁 ich kann dem einfach nicht zustimmen. beide meine Großmütter waren depressiv, ihr leben lang bis zum Tode, jene welche mir nahe stand versuchte so viele Freuden wie möglich im Leben zu haben, aber erst im Tod fand sie ihren Frieden ja die schöne Ruhe. Sie lächelte im Moment ihres Ablebens. 🙂 ♥
      Hinzu kommt eine lange Familien Freundin welche mir in einem meiner schlimmsten Zeiten zu Herzen legte "deine Seele wird eine Depression niemals vergessen, du lernst damit zu leben." tatsächlich hat mir der Satz sehr geholfen, es nimmt dem ganzen etwas Druck.zumindest für mich, da ich immer wieder GESUND WERDEN höre/lese.
      ich wünschte ich könnte hier all mein Wissen schreiben, um (selbst nur) VIELLEICHT jemand Anderem irgendwie zu Helfen&Verstehen…

      zu mir selbst ich bin 26 und seit meinem 11./12. Lebensjahr depressiv…ja, das mag für manche bescheuert klingen, vielleicht denkt sich Jemand "ach das ist nur die Pubertät die angefangen hat" -nein. ich habe mir meinen Tod ersehnt und jeden Morgen bin ich mit dem Gedanken aufgewacht "ich möchte sterben".
      seither versuche ich im Leben Fuß zu fassen -bisher ohne Erfolg(im Sinne von HEY ICH BIN BEREIT FÜR DICH WELT GANZ EGAL WAS DU MIR AN DEN KOPF WIRFST!). es ist nicht gerade leichter durch den ganzen Druck von allen Seiten. und (um zu dem oben erwähnten zurück zu kommen) nicht toll dem Umfeld /& der Familie dann doch zu zeigen was mit einem los ist. mir wurde sogar ans Herz gelegt es zu zeigen & zu sagen, damit ich auch "die Wahrheit" für mich selbst ausleben kann akzeptieren kann, sodass ich soweit es geht auch das Leben annehmen kann (anstatt alles zu schlucken und es sogar schlimmer zu machen).

      mein Partner♥ akzeptiert mich mit meiner manischen Depression & versucht mir so gut es geht die Last & vor allem die Angst um meine Existenz (durch Ämter die z.b. plötzlich willkürlich die Hilfe entziehen oder sogar KINDERGELD zurückverlangen, obwohl man alles brav vom JobCenter Geld abgezogen hat -sodass man nun in noch mehr Scheiße steckt …) HILFT.
      der Austausch zwischen dem Umfeld & einem Depressiven ist GEWISS NICHT von/für BEIDEN SEITEN leicht!
      ich wollte eigentlich nur sagen 😀 ich bin mir sicher dass der RESPEKT & die RÜCKSICHT oder Verständnis auf beiden Seiten so gut es geht gewährt wird. manche sind nunmal schwächer als andere, das ist & sollte nie eine Schande sein!
      mir tut es sehr leid um all den Frust den es in Anderen erzeugt. für mich persönlich tut es (krankerweise) so leid für meine Familie und meine einzige Freundin, dass ich einfach "abhaue". immer & immer wieder, das erzeugt dass sie sich sorgen -dabei möchte ich keine Last sein. es ist schrecklich, gar fast wie ein Teufelskreis. 🙁
      ich hoffe ich spreche für viele indem ich an euch "Außenstehende" sage:
      wir sehen und hören euch!
      danke!
      und es tut uns leid.

      ♥ Liebste Grüße und knuddel an euch alle dort draußen!

      C.V.P.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo C.V.P.,
      lieben Dank für dein Statement zu diesem Blog und deinen Gedanken über dich, dein Leben und die Depression. Ich freue mich sehr, dass dieser Blog zu einem Ort der Begegnung und des Austausches werden konnte und Beiträge wie deiner hier, tragen maßgeblich dazu bei. Herzlichen Dank dafür, alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

  28. Auch ich habe nach 13 Jahren (!!!) Depressionen, Angst- und Panikattacken, Psychotischen Phasen und entsprechenden wiederholten Krankheitsphasen endlich im Oktober 2011 EU-Rente beantragt. Gewährt wurden mir zunächst 1,5 Jahre!!! Für mich eine Frechheit, als ob nach so langer Krankheit plötzlich alles wieder gut ist. Die Beantragung war easy, bloß diese ganz Formulare, die Ärzte, Therapeuten und Arbeitgeber ausfüllen müssen, alle paar Tage kam irgendwas Neues. Da rennt man dann von Pontius zu Pilatus und zurück, dank der Fristsetzungen. Ich fand das sehr anstrengend und enervierend. Zum Gutachter musste ich mehr als 50 km fahren und vorher dafür einen Stapel Fragebögen und einen Lebenslauf schreiben. Die haben dort alle möglichen Tests gemacht (EEG, Hör- und Sehtest und sowas) und dann habe ich nach einigen Stunden Warten ungefähr 15 Minuten (!) mit dem Arzt gesprochen. Sollte auch erst eine Teilrente kriegen (arbeitsfähig 3 bis unter 6 Stunden), aber mein Arbeitgeber hatte (oder wollte…) keine entsprechende Stelle für mich. Dann habe ich doch eine volle EU-Rente gewährt bekommen. Habe gerade den Verlängerungsantrag gestellt und jetzt schon wieder täglich Angst, dass der Zirkus sich wiederholt. Bisher kam aber nur ein Formular für meine Therapeutin, die mir jedoch gesagt hat, dass sie die Fortsetzung der Rente befürwortet. Die jetzige Gewährung läuft bis Ende November 2013, die Angst, dass ich dann nix mehr krieg und wieder arbeiten müssen würde, ist zwar noch nicht sooo groß, aber sie wächst spürbar…

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Christine,
      ich kenne diese Angst nur zu gut. Selbst heute, wo ich unbefristet berentet bin, habe ich Angst davor, dass jemand kommt, sieht dass es mir gut geht und mir die Rente wieder weg nimmt. Ich rate dir, all deine Ängste zu Papier zu bringen. Schreib alles auf! Dadurch setzt du dich konstruktiv mit deinen Ängsten auseinander und wirst dir klar darüber, was alles in dir ist. Schreib alles auf, was dir Angst macht, nicht nur die Sache mit der Rente, sondern auch die Angst, die dahinter steht. Schreib auf, was dich hindert, ein freies Leben zu führen. Alle Ängste gehören in diesen Text. Und dann nimmst du ihn mit zur Begutachtung und übergibst ihn dem Psychiater. Auch eine Symptomliste halte ich immer wieder für sinnvoll, denn wenn du beim Gutachter bist, bist du sicher aufgeregt und vergisst die Hälfte. Wenn du dir sicher bist, dass du nicht arbeiten kannst, dann wirst du die Rente auch wieder bekommen. Die erste und wichtigste Hürde hast du ja schon genommen. Hab Vertrauen! Vor allen Dingen vertrau dir selbst und deinen Gefühlen! Ich wünsche dir alles Gute und lass mal von dir hören, wenn du die Verlängerung bekommen hast!

      Liebe Grüße Frank

  29. Anonym sagt:

    Hallo Frank,nun habe ich einen Ablehnunsbescheid für meine Reha bekommen,mit der Begründung das ich die Vorraussetzungen ,nach §10 des sechsten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB IV) praktisch nicht erfüllt sind.Ich weiß jetzt nicht soll ich in Wiederspruch gehen oder nicht,ich bin fast der Ansicht die denken sich einfach ne Hand können sie auch nicht ersetzen.Aber das mir gerade das seelische Schwierigkeiten bereitet sehen die nicht.L.G.Monika

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Moni,
      das tut mir leid für dich! Ich hatte so gehofft, dass es klappt. Aber es ist, wie es ist und manchmal klappt es eben nicht auf Anhieb. Fakt ist aber, dass du nicht arbeiten kannst. Also gehst du wieder zum Arzt und teilst ihm das mit. Lass deine Hand außen vor und konzentriere dich auf die Depressionen, denn die sind es, die dir das Leben jetzt schwer machen. Spätestens, nach 78 Wochen Krankheit wegen derselben Diagnose innerhalb von drei Jahren steht das Thema Rente wieder auf der Tagesordnung. Wenn du aber der Meinung bist, es ist nicht mit rechten Dingen zugegangen, kannst du dich auch anwaltlich beraten lassen. Der VdK (früher Reichsbund) leistet hier kostengünstigen Beistand.
      Trotzdem alles Gute für dich, Monika!
      Liebe Grüße Frank

  30. CAW C sagt:

    Antwort an Lea M.

    Liebe Lea, liebe Christiane,

    ein Residualsyndrom kann Monate bis Jahre dauern. Das kommt auf die schwere der Depression und eben auf die betroffene Person an. Du hast vollkommen Recht, ich kann keine Ferndiagnose stellen, ich kann lediglich aus eigener Erfahrung mit der Erkrankung und aus meiner langjährigen Tätigkeit in der Psych. sprechen.
    Wenn man einmal eine mittelschwere bis schwere Depression hatte, bleibt die Vulnerabilität , will heißen, die Anfälligkeit für diese Erkrankung, bestehen. Die Schulmedizin therapiert das mit Antidepressiva um dich stabil zu halten. Das ist meiner Meinung nach nur eine vorübergehende Lösung. Du solltest auf alle Fälle eine Therapie machen und weitermachen, wenn du sie schon angefangen hast.Eine Depression verlangt von dir, dass du dein Leben umstellst, oft verbirgt sich dahinter eine nicht gelebte Wut, aber auch ein ungeheuer kreatives Potenzial. Ich empfehle hierzu die Bucher von Dr. Rüdiger Dalke ( Depression, Krankheit als Symbol).
    Grundsätzlich kann ich aus eigener Erfahrung nur jedem empfehlen, der neben dieser Erkrankung auch noch zu Gutachten wegen Berentung muß: Sucht euch einen Arzt, möglichst einen Facharzt für Psychiatrie, bei dem ihr euch gut aufgehoben fühlt, denn das ist wichtig!
    Nehmt Euch Zeit zu schauen, was eventuell die psychsomatische Ursache der Erkrankung sein könnte.
    Es gibt Krankheitsverläufe, wie bei Christiane mit psychotischen Phasen, die wird die Schulmedizin mit Medikamenten lindern, aber nicht heilen.
    Das Heilen einer Depression oder einer Psychose ist möglich, aber nicht mit dem schulmedizinischen Ansatz.
    Ich verweise hier noch mal auf R. Dalke.
    In meiner langjährigen Tätigkeit in der Psychiatrie habe ich lediglich gesehen,dass die Patienten durch die Gabe von Psychopharmaka vorübergehend Linderung erfahren haben, dass liegt aber an unserem Gesundheitssystem, das Symptome behandelt und nicht die Ursache der Erkrankung.
    Grundsätzlich schickt dich jede Erkrankung in die Eigenverantwortung, nur man selbst kann ,zu Beginn,mit Hilfe eines Arztes und/oder Therapeuten ,herausfinden wie du dein Leben wieder lebenswert machst. Das ist individuell verschieden und darf in oder nach einer Erkrankung auch von den Erwartungen der Gesellschaft abweichen.
    Also lasst euch Zeit!!! Depression heißt übersetzt: De- weg- Pression-Druck: weg vom Druck!
    Liebe Grüße an Alle.
    Danke an Frank nochmals, für die tolle Seite.
    C.D.

    • CAW C sagt:

      Hallo Frank,

      ich gehe mal davon aus, dass du meinen Beitrag gemeint hast? Mein Name ist Christina= Caw C.
      Ich habe u.a. Lea und Christine ( sorry, ich schrieb erst Christiane) , auf ihre Kommentare geantwortet.
      L.g. C.D

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Christina,
      ja, das stimmt, ich meinte deinen Beitrag. Danke für den Hinweis! Nun also nochmal neu und diesmal richtig. 😉

    • Lea-M sagt:

      Ach liebe Christina…. 🙂
      Seh Deinen Beitrag erst jetzt, da ich den unter meinem gesucht hab…

      Ich danke Dir gaaaanz herzlich für Deine umfassenden Worte!!! 🙂 <3

      Ich bin in in guter psychiatrischer Behandlung und habe noch rund 20 Stunden tiefenpsychologische Therapie (dann erstmal LEIDER 2 Jahre Pause).
      Habe mir in den letzten Jahren therapeutisch schon sehr viel erarbeitet und ja Du hast Recht… Wut ist ein gaaanz wichtiges Thema bei Depressionen!

      Ich seh es auch so, daß jeder Depressive alles in seiner Macht stehende tuen sollte, Dinge die einem die Depression aufzeigt, anzunehmen, daraus zu lernen aber auch zu kämpfen!!!!

      Danke für die Buchtipps.
      Einiges habe ich schon gelesen, aber die Bücher hatte ich noch nicht in Händen.

      und ZITAT: "De- weg- Pression-Druck: weg vom Druck!" nicht immer einfach, aber ich lerne auch hier immer mehr hinzu… 😉

      Nochmals herzlichen Dank und ja Frank hat Recht!!!! Du schreibst sehr gut und bereicherst diese Seite sehr!
      Ganz liebe Grüße auch an alle hier 😉 Lea

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Lea,
      ich habe gute Nachrichten für dich. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Zweijahresklausel ein Mythos ist, der ist hartnäckig bei den Psychotherapeuten hält. Der einzige Haken ist, dass ein Gutachter zwischengeschaltet werden muss. Du musst dich aber dort nicht vorstellen, der entscheidet nach Aktenlage. Dein Therapeut sollte jetzt schon eine Anschlusstherapie beantragen. Problemloser wird es, wenn du den Therapeuten (eher unwahrscheinlich) oder die Therapieform wechselst, also beispielsweise von einer Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie zu einer Verhaltenstherapie (so war es bei mir). Grundsätzlich hast du aber ein Recht auf Versorgung, solange Bedarf besteht und Aussicht auf Besserung.

      Siehe auch hier:
      http://f3.webmart.de/f.cfm?id=418380&r=threadview&t=3926491&pg=1
      oder hier:
      http://www.initiative-phoenix.de/antragsabc.html
      oder hier:
      http://280116.forumromanum.com/member/forum/entry.user_280116.2.1104521957.keine_jaehrige_wartezeit_beantragung_einer_neuen_therapie-des_pia_netzwerkes.html

      Liebe Grüße Frank

    • Lea-M sagt:

      Danke Dir sehr lieber Frank!!! :-):-)
      Das ist ja mal ein Tipp, der vielen helfen dürfte!!!!!

      Ich werde trotzdem erstmal Pause machen…. Habe schon viel Therapie hinter mir (1 80er Block, 1x jetzt 100 h und Klinikaufenthalte)… Manches muss und möchte ich nun erstmal selber austüfteln… steht auch einiges an die nächsten 2 Jahre….Wenn ich merke, ich brauche wieder viel Hilfe, werde ich evtl mal VT ambulant machen (Verhaltenstherapie)….

      Viele herzliche Grüße! 🙂
      Lea-M

    • M.E. sagt:

      Hallo CAE C.D.,
      ich schiebe meinen Antrag auf volle Erwerbsminderungsrente seit Monaten vor mir her. Ich schaffe es einfach nicht, den Lebenslauf auszufüllen, bekomme Panik und Herzrasen.
      Nun stieß ich auf diesen Blog, hilfreich, mitmachend und dennoch fühle ich mich überfordert und hilflos. Ich bin seit 2007 in Psychotherapie, hatte 2012 einen Klinikaufenthalt und 2015 eine Reha.
      In deinem Kommentar schriebst du: „Grundsätzlich kann ich aus eigener Erfahrung nur jedem empfehlen, der neben dieser Erkrankung auch noch zu Gutachten wegen Berentung muß: Sucht euch einen Arzt, möglichst einen Facharzt für Psychiatrie, bei dem ihr euch gut aufgehoben fühlt, denn das ist wichtig!“
      Meine Frage dazu: Meine Psychologin ist ganz gut. Trotzdem bin ich unsicher. Welchen Facharzt meinst du? Den Psychologen oder einen zusätzlichen Facharzt, gleichzeitig zu meiner Psychologeim?
      Ich hoffe, dass du meine Frage nach über 5 Jahren noch liest.
      Ich wünsche dir und allen anderen Kommentatoren ein friedliches Leben, möglichst im Einklang mit sich selbst ❣️
      Herzliche Grüße
      M. E.

      • Benno Blues sagt:

        Hallo M.E.,
        Psychologen haben Psychologie studiert und deshalb nicht zwingend einen medizinischen Abschluss. Es gibt zwar auch Ärzte, die Psychotherapeuten sind, aber eigentlich sind das zwei Berufe. Psychologen dürfen keine Diagnosen stellen und schreiben auch keine Gutachten. Für die rentenmedizinische Begutachtung bedarf es aber eben solcher und möglichst vieler ärztlicher Zeugnisse, die den Entscheider am Ende zu dem Schluss kommen lassen: Dieser Mensch kann nicht mehr arbeiten. Nun weiß ich nicht, was deine Psychologin für eine Ausbildung hat, aber ich gehe einmal davon aus, dass sie Diplompsychologin ist oder einen Master of Psychology hat. Um also konkret auf deine Frage zu antworten: Du brauchst aus meiner Sicht einen Facharzt für Psychiatrie. Liebe Grüße und alles Gute für dich! Benno

  31. Benno Blues sagt:

    Hallo Christina und Danke für diesen hervorragenden Beitrag! Er ist eine willkommene und substanzielle Bereicherung für diese Seite. Mir gefallen deine Sichtweise und dein Schreibstil. Ich lade dich deshalb ein, den einen oder anderen Gastbeitrag in meinem Blog zu schreiben. Das Thema unter dem Begriff Depression kannst du frei wählen. So könnten viele Menschen von deinen Erfahrungen und Impulsen profitieren. Hättest du dazu Lust? Liebe Grüße Frank

  32. CAW C sagt:

    Lieber Frank,

    erstmal vielen Dank für dein Vertrauen und deine positive Bewertung meines Beitrags.
    Ja, ich hätte Lust dazu und hoffe, ich kann mit meinen Erfahrungen dazu beitragen,dass andere Menschen mit der Erkrankung und den Folgen im privaten und sozialen Bereich , besser klar kommen.
    Frank, was muss ich denn tun, um einen Gastbeitrag zu schreiben? L.G.

  33. Benno Blues sagt:

    Hallo Christina, ich freue mich darüber, dass du diesen Blog unterstützen magst. Das einfachste wird sein, du schickst mir deinen Beitrag per Mail und ich bringe ihn dann in das passende Format. Wenn du ein passendes Bild zur Illustration hast, an dem du die Nutzungsrechte besitzt, kannst du es gleich mitliefern. Ansonsten suche ich etwas passendes aus. Es wäre schön, wenn du dich meinen Lesern am Anfang kurz vorstellen könntest. Wenn du lieber anonym bleiben willst, kannst du ja ein Pseudonym verwenden. Ich freue mich auf deine Mitarbeit. Meine Emailadresse findest du im Impressum, ganz unten. Liebe Grüße Frank

  34. Anonym sagt:

    Hallo Frank,ja ich habe mich schon mit dem Vdk in verbindung gesetzt,ich hoffe die können mich da gut beraten,denn selbst kennt man sich ja nicht so aus in dem Paragraphen Dschungel.Meine Hausärztin ist erst nächste Woche wahrscheinlich wieder da,sie ist selbst krank zur Zeit.Nun ich habe ja am 19.08.den Termin beim Gutachter,mal schauen was der so mit mir veranstaltet,es ist ein Arzt für Neurologie und Psychiatrie.Ich kann nur hoffen das er erkennt was mit mir los ist.Warst du damals auch bei so einem Gutachter?Auf was für Untersuchungen muss ich mich da einstellen? ich hoffe Du kannst mir da helfen.L.G. Monika

  35. Anonym sagt:

    Frank was ich noch vergessen habe,als Hinweis,schreiben sie nochSie halten eine Krankenbehandlung im Rhamen der Krankenversicherung für ausreichend. Es besteht auch aus anderen Gründen kein Rehabilitationsbedarf nach den Vorschriften des Neunten Buchs Sozialgesetzbuch(SGB IX) aber da steht eben kein Paragraphf dabei vielleicht kannst Du mir etwas weiter helfen was das zu bedeuten hat.L.G.Monika

  36. Benno Blues sagt:

    Hallo Monika,
    wenn es um Depressionen geht, führt immer ein Psychiater die Begutachtung durch. Der Kern dieser Untersuchung wird das Gespräch mit dem Psychiater sein. Möglicherweise gibt es auch eine körperliche Untersuchung mit ein paar neurologischen Tests (Finger auf die Nase, auf einem Bein stehen und so etwas). Vielleicht musst du ein paar Fragebögen ausfüllen, vielleicht auch nicht und manchmal wird auch ein EEG geschrieben. Das Wichtigste wird jedoch das Gespräch sein. Hier kannst du dem Arzt deine Schwierigkeiten schildern.
    Die Sache mit der Reha deute ich so: Eine Reha würde deine Arbeitsfähigkeit nicht verbessern. In so einem Fall wird eine Reha immer abgelehnt.

    Liebe Grüße Frank

  37. Anonym sagt:

    Hallo Frank,ich bedanke mich erst mal bei Dir,ich habe am Dienstag einen Termin beim vdk mal sehen was die zur ganzen Angelegenheit sagen.Denn die KK möchte das ich in Wiederspruch gehe wegen der Reha.Nun so ungefähr habe ich mir die Untersuchung beim Neurologenschon vorgestellt,ich danke Dir aber für deine Info.Ich hoffe das Du recht hast in Beziehung auf die Reha.Ich melde mich wieder bei Dir wenn ich mehr weiß.Ich bin froh das ich dich als Zuhörer gefunden habe.L.G.Monika

  38. Anonym sagt:

    Hallo Frank,habe heute von der KK erfahren das der MD von dehnen meine Erwerbsbsfähigkeit als gefährdet ansieht.Die Dame konnte gar nicht verstehen das mir die RV die Reha nicht genehmigt.Ich bin am Freitag bei der Rentenversicherung und werde einen Wiederspruch gegen den Bescheid einlegen.Was meinst Du ob die etwas von der Beurteilung der KK wissen,ob mir der ganze Wiederspruch wegen der Reha was bringt und die mir diese doch noch genemigen.L.G.Monika

  39. Anonym sagt:

    So ich war heute bei der Dame von der DRV und sie hat mir vom Wiederspruch abgeraten und meinte ich solle erst mal den Gutachtertermin wahrnehmen,dann könnte immer noch darüber entschieden ob Reha oder Rente,Wenn 2 Anträge gleichzeitig laufen wäre es nicht gut für die Bearbeitung.Ich habe ja am 19.8. auch noch einen Termin beim VDK und werde es mit denen noch mal besprechen,denn ich habe ja bis zum 27.8 . ja noch Zeit den Wiederspruch zu formulieren,falls die mir doch dazu Raten.Was sagst Du ich habe ja erst mal der KK genüge getan in dem ich den Rehaantrag gestellt habe,zu einem Wiederspruch können die mich ja nicht ZwingenWas sagst Du zu der ganzen Sache?L.G.Monika

    • Benno Blues sagt:

      Ich sehe die Sache so, dass du selbst nicht richtig weißt, was du willst. Du versuchst es allen Recht zu machen, aber was ist mit dir? Da wirst du am Ende irgend etwas bekommen oder auch nichts. Es wird ja nicht deutlich, was DU willst. Willst du nun eine Reha? Dann gehe in Widerspruch. Willst du die Rente? Weshalb hast du dann die Reha beantragt? Werde dir klar darüber, Moni, was du wirklich willst und dann verfolge dieses eine Ziel! Zwingen kann dich niemand zu etwas, was dich betrifft. Du triffst deine Entscheidungen, sonst keiner! Liebe Grüße Frank

  40. Anonym sagt:

    Hallo Frank,ja ich habe mich etwas Verunsichern lasseen durch die KK.Ich bin mir ganz sicher das ich die Rente möchte,die haben mich eben sehr verunsichert mit dem Spruch Reha vor Rente.Vielleicht sollte ich mich von der KK nicht so verunsichern lassen.Jedenfalls machen sie mir jetzt noch ein Schreiben fertig für den Gutachter von der RV.Das schreiben beinhaltet das der MDK der KK mich für erheblich Erwerbsgemindert hält.Soll ich dieses Schreiben dem Gutachter geben,was meinst du?Meine Hausärztin ist zur Zeit für nicht absehbare Zeit selber krank,mit ihr kann ich nicht darüber sprechen.Bei meiner Psychiaterin bin ich erst am 28.8. wiederbestellt,sie ist im Urlaub.Ich bin total fertig mit mir und meiner Welt.L.G.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Monika, gut dass du jetzt wieder weißt, was du willst. Wenn du die Rente willst, musst du keine Reha beantragen. Die Reha ist ohnehin Teil des Rentenbeantragungsprozederes. Das Gutachten des MdK würde ich dem Rentengutachter vorlegen. Was spricht sich für deine Rente aus und das kann nur gut sein. Ich denke auch, dass du die Rente kriegen wirst, aber bis dahin wird es dich wohl noch einige Nerven kosten. Ich wünsche dir viel Kraft hierfür! Alles Liebe! Frank

  41. Anonym sagt:

    Hallo Frank mit einer Portion Glück im genau richtigem Moment hab ich deinen ehrlichen und ausführlichst genau ge- und beschriebenen Blog gefunden. Ich befinde mich mom. in einer absoluten Gefühlskrise, die ich selbst in keinster Weise deuten kann. Leider werde ich auch von den Ärzten nicht für voll genommen und mehr oder weniger mit einer Ration Tabletten abgespeist und der Bemerkung, "so schlimm ist das gar nicht" oder "das wird schon wieder". Wenn nur einer in mich hineinsehen könnte und mir endlich helfen …..
    Dein Blog mit deiner Leidensgeschichte hat mir ein wenig Mut gemacht, ich bin doch nicht allein und es gibt noch Menschen die mich vllt. verstehen können. Ich danke dir ganz herzlich für deine Veröffentlichung hier und werde sie ganz bestimmt immer wieder gern besuchen um mir wenigstens von dieser Seite hier etwas Kraft, Verständnis und Lebensmut zu holen.
    Ich DANKE dir nochmals ganz herzlich Frank.
    Lieben Gruß Claudia

  42. Benno Blues sagt:

    Hallo Claudia, schön dass du hier her gefunden hast! Es freut mich auch zu erfahren, dass dir meine Seiten Halt und Orientierung geben können. Mein Tipp: Versuch es doch mal mit der Eigenliebe! Die wirkt glatt Wunder! Näheres findest du hier http://www.depressionen-blog-depression.com/2013/07/liebe-nachstenliebe-und-depression.html

    Liebe Grüße und gute Besserung! Frank

  43. Romi sagt:

    Hallo Frank – was bin ich dankbar daß ich Deine Seite gefunden habe.Bin seit 40 Jahren im sozialen Bereich tätig und hatte immer wieder mal depressive Episoden und vor 9 Jahren einen Klinikaufenthalt wegen alsoluter Erschöpfungsdepression. Danach wieder funktioniert!Vor fast 2 Jahren hatte ich einen Arbeitsunfall mit WS-Verletzungen und Posttrau-matischer Belastungsreaktion. Mit amb. Therapie habe ich mich einigermassen stabilisiert bis ich im letzten Herbst gerade noch einem Autounfall ausweichen konnte. Ich saß im KFZ,habe mich bzgl meiner Handlungsfähigkeit gelobt und plötzlich fing ich an zu heulen und konnte nicht mehr aufhören.Hatte eine wahnsinnsunruhe, Angstatacken und Suizidgedanken und war einfach nur froh, daß ich akut in der Traumagruppe einer Psychosomatischen Klinik einen Platz bekam. Nach 9 Wochen Therapiearbeit war das aktuelle Trauma integriert, nicht aber die aus meiner Kindheit.Es kam eine tiefe Erschöpfung zum Vorschein und ich wurde mit der Empfehlung entlassen, eine mittelfristige EUR zu beantragen. Nachdem ich mich immer über Leistung definiert habe war es ein großer Schritt, viel Schuld- und Scham – doch ich habe den Antrag gestellt.Seit April bin ich ausgesteuert und weil ich dem AA nicht täglich 3 Std zur Verfügung stehe(lt. Arbeitsamtsarzt und auch aufgrund meiner Symptome)lebe ich jetzt von Hartz IV. Vom ersten Gutachter fühlte ich mich sehr eingeschüchtert und es hieß, ich könnte täglich mehr als 6 Std. wieder als Krankensr. arbeiten. Zu dem Zeitpunkt hatte ich eine 40{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} ige Behinderung vom Versorgungsamt anerkannt. War dann an dem Punkt, mir vom Neurologen ein Antidepressiva verordnen zu lassen.Dieser hat erstmal die bisherige Therapie(auch in der Klinik)total abgewertet – und es ist kaum zu glauben,er hat mir eine Med. verordnet, das ich die ersten 6 Tage mit dem Küchenmesserchen teilen solle.Im Beipackzettel stand, daß das unbedingt zu unterlassen sei, da es sonst vermehrt zu Krampfanfällen kommen könnte. Habe meine Kraft zusammengenommen, nochmals zu ihm hin und das Thema Vertrauensverhältnis sachlich angesprochen. Er warf mir meinen Skeptizismus vor und meinte, daß ich nie eine befr. EUR bekäme, wenn ich nicht über einen längeren Zeitraum ein Antidepressiva nähme.Der von der RV bestellte 2-Gutachter würde dies genauso sehen,sie würden sich kennen. Ich habe mich dankend verabschiedet und war stolz auf mich. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, was empfehlt Ihr mir, kann mir ein bestimmter Behandlungsweg vorgeschrieben werden? Liebe Grüße Romi

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Romi, deine momentane Situation scheint mir ziemlich verfahren. Es kommt mir so vor, als wärst du isoliert und stündest mit dem Rücken zur Wand. Fühlst du dich innerlich aus so? Natürlich kann dir niemand vorschreiben, was du zu tun hast. Das entscheidest du ganz allein. Doch was die Rente angeht, da gibt es Kriterien, die abgeklopft werden. Und dazu gehören wohl auch Antidepressiva und Psychotherapie. Solange noch Aussicht auf Heilung besteht, wird man dich nicht in Rente schicken. Also probier es aus und sieh, was geschieht. Zerkleinern würde ich die Tabletten aber auch nicht. Dann nimm die Dosis so, aber nur jeden zweiten Tag. Dann kommt es auch auf die Hälfte. Mit Ärzten über ein Vertrauensverhältnis zu reden, hat aus meiner Erfahrung wenig Sinn. Zumeist nehmen sie es persönlich und fühlen sich in ihrer Ehre als Fachmann verletzt. Da kannst du dir besser gleich einen anderen Arzt suchen. Nach deiner Schilderung müsstest du eine Rente bekommen, also zeige "Krankeneinsicht" wie es so schön heißt. Ich wünsche dir alles Gute und dass der Spuk bald ein Ende hat!

      Liebe Grüße Frank

    • Frank Ro sagt:

      Hallo,
      leider ist es nicht ganz so einfach. Psychopharmaka nur jeden 2. Tag zu nehmen geht bei den meisten Präparaten schief. Der Spiegel schwankt dabei zu stark. Sie können dann ihre optimale Wirkung nicht entfalten und außerdem verstärkt es die Nebenwirkungen aufs übelste.

    • Anonym sagt:

      hallo frank! ich befinde mich in einer ähnlichen lage wie manche hier. ich hatte 2003 einen hinterwandinfarkt,darauf hin bekam ich Diabetes,bin seitdem in psychologischer und psychiatrischer Behandlung habe schwere Depressionen und einige weitere psychische Erkrankungen.ferner habe ich Arthrose in allen ebenen der Wirbelsäule und bandscheibenschäden. schmerzsyndrome Fibromyalgie,polineuropathie,karpaltunnelsyndrom und einiges mehr. am schlimmsten aber sind meine panikattacken. seit dem Infarkt kann ich nichts mehr alleine machen. ich war nicht mehr in Urlaub ,kann weder s-bahn noch U-Bahn oder bahn fahren.und ich bin noch in vielem mehr gehändicapt.ich nehme schwehre Beruhigungsmittel und komme auf 12 Tabletten täglich.mit Schmerzmittel 14. ferner habe ich mit psychischen und seelischen zuständen zu kämpfen da mein sohn einen fast tödlichen Unfall hatte und zudem 4 hirninfarkte erlitten hat. 2012 hat mein ex Partner mich verlassen weil er mit meinen Krankheiten nicht klarkam. da ich leider nicht verheiratet war gehört alles ihm ,,,,,Geschäft usw,,,,.ich habe bis jetzt 2 mal rente beantragt und jetzt das zweite mal mit dem jobcenter eine Überprüfung.nachdem ich das zweite mal schon 1,5 jahre krankgeschrieben bin wird überprüft ob ich noch vermittelbar bin. die vorherigen anträge wurden alle abgelehnt und ich bin noch 6 std. arbeitsfähig. mindestens.jetzt muß ich wieder zu einem Gutachter der rentenkasse in münchen.ich kann jetzt bald nicht mehr. meine Ärzte schreiben sich die finger wund und auch meine Psychologin tut ihr bestes. ich bin verzweifelt. das versorgungamt hat mir vor jahren 30,,,,,dann nach neuem antrag 40 punkte zugesagt. jetzt läuft erneut über VDK verschlimmerungsantrag. tja ich versteh nichts mehr. ich zahle auch noch rente bis heute ,denn ich übernehme die pflege meines Lebensgefährten.ich habe mein leben lang einbezahlt. ohne pause. ich bin übrigens 58 jahre alt.
      lieben gruß

  44. Anonym sagt:

    VIELEN Dank für deine Unterstützung,ich weiß jetzt 100{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} das ich die Rente will,hab mich nur kurz von der KK ablenken lassen.Ich werde Dir am Montag nach dem ich beim Gutachter war mal berichten wie ich das Gespräch dann empfunden habe.L.G.

  45. Romi sagt:

    Hallo Frank, Du hast es sehr treffend formuliert wie ich mich phasenweise fühle. Bin in amb. Psychotherapie und habe durchaus Krankheitseinsicht.Meine Therapeutin hat mir bis vor kurzem von Antidepressiva abgeraten.Sie ist Ärztin und könnte auch Rezepte ausstellen. Oder muß ich doch einen Psychiater/Neurologen suchen, damit die Kriterien für eine befristete EUR erfüllt sind? Ich will nicht in eine Opferhaltung gehen, doch die beschriebenen Procederes ziehen mir manchmal einfach den Boden weg. Die Löcher sind zwar nicht mehr so unendlich tief wie nach dem Unfall doch es erschöpft mich sehr. Liebe Grüße an alle im selben Boot – Romi

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Romi, ich würde in jedem Fall einen Psychiater aufsuchen. Denn nur ein Psychiater kann eine Stellungsnahme zu deinem Gesundheitszustand abgeben. Psychologen mögen dich zwar besser kennen, werden aber zum Thema Rente nicht angehört. Mir ist bislang kein Fall bekannt, dass ohne fachärztliche Behandlung die Rente befürwortet wurde. Und wenn er dir Antidepressiva verordnet, dann wehre dich nicht aktiv dagegen. Am Ende des Tages bestimmst doch du, was du einnimmst oder nicht. Ich selbst habe gute Erfahrungen mit Antidepressiva gemacht und rate immer dazu. Wenn es dir irgend wann wieder gut geht, kannst du das Medikament ja wieder ausschleichen. Antidepressiva helfen nachweislich.

      Liebe Grüße Frank

  46. Anonym sagt:

    Hallo Frank,nun war ich heute bei dem Gutachter für Psychiatrie und Neurologie.Er hat mich 1 Stunde reden lassen und dann noch einige Bögen ausfüllen lassen.Er ist der Meinung er wird der DRV empfehlen mich zu einem Orthopädischen Gutachter zu schicken,da dort meine Ursache für meine Verstimmungen liegt.Nun war ich heute beim VDK und habe mich beraten lassen wegen der abgelehnten Reha,sie haben mir gesagt ich soll die Absage ignorieren,da ich ja von der KK dazu aufgefordert wurde und eben die DRV ees abgelehnt hat.Da ich ja schon vorher den RA gestellt hatte,bräuchte die DRV den Rehaantrag nicht mehr in einen RA umwandeln.Solle nun den Termin für den Orthopädischen Gutachter abwarten,da ich da eher Erwerbsgemindert eingestuft werde,da ich ja mit meiner einen Hand nicht mehr arbeiten kann.Dies wird der besser Beurteilen können.Was macht so ein Gutachter nun mit mir,kann ja nicht längerals eine halbe Stunde was tun,dann fällt mir alles aus der Hand.Die Damme vom VDK meinte auch ich soll nur an dem Tema Rente dranbleiben ,was ich ja auch nur will.Hab ihr gesagt das ich in Rente möchte und keine Reha.Darum wollen sie jetzt mit mir Kämpfen,falls ich nach dem nächsten Gutachten eine Absage bekomme.L.G.

  47. Madlen sagt:

    Guten Tag,

    vor einigen Tagen bin ich durch Zufall auf diesen Blog gestoßen. Zunächst einmal vielen Dank für die vielen Informationen.
    Auch ich stehe jetzt mittlerweile an dem Punkt, wo ich sage: Ich kann nicht mehr.
    Verursacht wurde meine Depression vor einigen Jahren durch ein Ereignis am Arbeitsplatz. Das hat mir total den Boden unter den Füßen weggezogen. Daraufhin war ich ein Jahr arbeitsunfähig, Diagnosen u.a. Depression, Anpassungsstörung, somatoforme Störungen und noch ein paar mehr. Die letzten Jahre habe ich mich mehr schlecht als recht durch das Arbeitsleben gekämpft mit jeweils bis zu viermonatigen Ausfällen pro Jahr. Vor ein paar Monaten fragte mich mein Hausarzt, wann ich endlich den Stecker ziehen will. Nun ist es soweit, es kostet einfach alles zu viel Kraft und ich möchte die EU-Rente beantragen. In den letzten Jahren war ich bei insgesamt vier Neurologen/Psychiatern in Behandlung. Die ersten beiden gingen selbst in den wohlverdienten Ruhestand und seither bin ich auf der Suche nach einem Psychiater meines Vertrauens. Mir wurde nun einer empfohlen, der auch Gutachten für die RV macht, hat aber bis auf Weiteres Aufnahmestopp. Aber ohne Facharzt wird ein Rentenantrag sicherlich schwierig. Nun habe ich mich endlich durchgerungen und komme doch nicht weiter…..

    Viele Grüße
    Madlen

  48. Benno Blues sagt:

    Hallo Monika, da kommt ja Richtig Bewegung in deine Sache. Ich drück dir die Daumen, dass alles einen guten Ausgang findet. Bislang stehen die Chancen ja nicht schlecht. Alles Gute weiterhin!

  49. Benno Blues sagt:

    Hallo Madlen, es tut manchmal Wunder, krank machende Zustände aufzugeben, krank machende Umgebungen zu verlassen. Es ist eigentlich immer das selbe: Es geht um Beziehungen, Beziehungen zu Hause, in der Familie oder am Arbeitsplatz. Ich finde dein Hausarzt hat Recht. Du kannst in einem krank machenden Umfeld nicht genesen. Also ist der Rentenantrag das einzig Richtige für dich. Wenn nun dein erwählter Facharzt Aufnahmestopp hat, dann nimm kurzerhand einen anderen. Sieh es mal so: Psychiater können deine Depression nicht heilen. Das kannst du nur selbst. Aber sie können dich unterstützen mit Krankschreibungen und Verordnungen sowie Antidepressiva. Das Gutachten wird später sowieso von wem anders erstellt. Was ich damit sagen will:"Es ist nicht sooo wichtig, welchen Psychiater du hast. Es es ist wichtig, das du überhaupt einen hast." Ich denke, deine Geschichte birgt genügend Hinweise auf die Sinnhaftigkeit einer EM-Rente. Du solltest den Antrag nun stellen. Alles Gute weiterhin!

    • Madlen sagt:

      Hallo Frank,
      vielen lieben Dank für deine netten Worte. Mein jetziger Neurologe/Psychiater ist eigentlich Fachmann für MS. Da mein Beschwerdebild auch in diese Richtung passte bin ich dorthin. Weitere Untersuchungen (u.a. auch im Krankenhaus) haben aber den Diagnoseverdacht zum Glück nicht bestätigt. Dieser Psychiater bescheinigt mir zwar eine sehr schwere Depression, unterstützt mich aber nicht mit Krankschreibungen, nur mit Medikamenten. Die Krankschreibungen sind bisher (außer von den ersten beiden Psychiatern) von meinem Hausarzt erfolgt. Ich werde mich dann mal auf die Suche nach einem machen, der mich in einem Rentenverfahren unterstützen würde.

      Schön, dass es diesen Blog gibt. Ich werde weiterhin mitlesen und mich vielleicht auch ab und an mal melden.

  50. Anonym sagt:

    Danke,ich werde weiter Berichten,wenn es was neues gibt.L.G.

  51. Anonym sagt:

    War ja nun vor 1 Woche beim Gutachter,er hat mich verschiedene Tests machen lassen und mich bis in meine Kindheit ausgefragt,dann noch kurz Untersucht.Nun er meinte er kann sich nicht für eine Rente aussprechen,da meine Ursache für die Depressionen im Opthopädischen Bereich sind.Also wird er der DRV empfehlen das ich noch zum orthopädischen Gutachter geladen werden soll.Nun frag ich mich will er mich nur zu einem Anderen abschieben um nicht die Entscheidung treffen zu müssen.Ich will mal hoffen das mich der Orthopäde nicht auch wieder weiterschickt.Nun warte ich noch auf das Schreiben von der DRV.Was sagst Du dazu?

  52. Benno Blues sagt:

    Hallo Monika,
    er will dich nicht abschieben, um keine Entscheidung treffen zu müssen, sondern um dir noch eine Chance auf die Rente zu geben. Er hat sich bereits entschieden. Er hält dich für psychisch gesund und kann deshalb die Rente nicht befürworten. Bleibt nun abzuwarten, was der andere Gutachter über dich denkt.
    Liebe Grüße

  53. Anonym sagt:

    Hallo Frank,

    ich habe mir deinen Beitrag durchgelesen und natürlich auch von allen anderen Beteiligten die an Depression leiden.
    Als erstens möchte ich dir für deinen Beitrag danke sagen, denn so habe ich jetzt für mich erkannt das ich die Notbremse für mich ziehen muss, sonst gehe ich vor die Hunde.
    Ich leide seit Jahren an Depressionen und vor ca. 10 Jahren war es ganz schlimm so das ich fast ein Jahr nicht mehr arbeiten konnte, weil ich massive Ängste bekommen habe die für mich als eine sehr positive und Energie geladen Frau nicht zu erklären waren.
    Angefangen hat es mit Herzrasen bis ich ins Krankenhaus musste und der Arzt mir empfohlen hat einen Psychiater und Neurologen aufzusuchen was ich natürlich auch gemacht habe.
    Es war die schrecklichste Zeit meines Lebens was mich heute noch verfolgt und ich bis heute nicht geheilt bin da ich diese Ängste und den Druck nicht standhalten konnte und kann.
    Nach langen Behandlungen und Medikamenten habe ich versucht mein Leben wieder selber in Griff zu bekommen in dem ich einen neuen Job gesucht habe und dann angefangen habe zu arbeiten.
    Nun hat mich die Krankheit wieder schnell eingeholt und ich sitze wieder im selben Boot wo ich vor einigen Jahren gesessen habe.
    Der massive Druck bei der Firma und der Druck meiner Kollegin und Vorgesetzten ist so stark das ich wieder in Ängsten und Druck lebe und ich an meinem Leben keinen Sinn mehr sehe wie vor ein paar Jahren wo ich 3 mal mir das Leben nehmen wollte und so kurz in der Klinik gelandet bin
    Ich habe so viele Lasten und dann die Arbeit und Kollegin und Vorgesetzte das ich auf dem Weg bin krank zu werden, da ich nie richtig geheilt war.
    Nun habe ich solche Ängste mich krank schreiben zu lassen das ich mich unter Druck setze und das dazu führt das ich mein Leben beenden muss, damit dieser Druck und die Ängste verschwinden.
    Ich bin hilflos und verzweifelt den richtigen Weg für mich zu finden, da ich nicht mehr in der Lage bin in so einem Zustand zu arbeiten schon gar nicht mal Auto zu fahren.

    Bitte helfen Sie mir!!!!!!!

  54. Benno Blues sagt:

    Hallo, wir mir scheint befindest du dich gerade in einer tiefen Krise und brauchst dringend Entlastung. Ich rate dir, nicht länger zu warten und zum Arzt deines Vertrauens zu gehen. Du brauchst dringend Unterstützung. Nur eine Krankschreibung wird dir nicht viel weiter helfen, da die ganze Zeit die Angst vor der Arbeit bleibt.Ich rate dir zu einem Klinikaufenthalt oder einer Tagesklinik. Dann bist du erst mal ein paar Wochen raus und kannst dir in Ruhe überlegen, wie es weiter gehen soll. Eine stationäre PSychotherapie halte ich ebenfalls für angeraten. Hast du schon mal darüber nach gedacht, die Rente zu beantragen? Bei mir geht es seither nur aufwärts. Ich möchte auch nicht wieder arbeiten gehen. Allerdings wird das ohne fachärztliche Begleitung wohl schwierig werden. Also hole dir Hilfe und zwar möglichst schnell, denn vielleicht fehlt dir schon morgen die Kraft dazu. Alles Gute für dich!

  55. Anonym sagt:

    Hallo Frank,nun habe ich heute den Ablehnungsbescheid der DRV bekommen,sie haben einfach den Vorschlag das ich zum Orthopäden noch gehen soll ignoriert.Habe mich gleich mit dem VDK in Verbindung gesetzt,das sie das Psychiatrische Gutachten anfordern und dann den Wiederspruch formolieren.Ich hoffe die können mir weiter helfen.Nun bin ich zwar etwas platt,aber die lehnen wahrscheinlich immer erst mal ab.Sicher müsste ich meine Hand noch extra mitbringen,bis die eine Rente gewähren.L.G.Monika

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Monika, das tut mir leid, dass deine Bemühungen noch nicht von Erfolg gekrönt wurden. Aber laut Statistik wird jeder zweite Rentenantrag abgelehnt. Das du dich an den VdK hältst, finde ich richtig. Viel Erfolg und herzliche Grüße!

  56. Anonym sagt:

    Hallo an Alle, mein name ist Claudia,
    Ich finde es sehr beeindruckend wie offen hier über das Thema Depression geschrieben wird. Es ist durch aus,immer noch nicht selbstverständlich und viele Menschen haben Angst oder schämen sich.
    Auch ich leide seit 8J. an Depression u. vor mehr als 4j. hat es mich so schlimm erwischt, dass ich in eine Klinik musste. Hier war ich ein halbes Jahr und versuchte zurück ins Leben zu finden. Es war wichtig das ich diesen Aufenthalt in Anspruch nahm, denn hier waren kompetente Leute, welche mir viele Hilfen gaben u. mit mir arbeiteten.Die zeit danach ging es mir aber trotzdem nicht besser. Es folgte ein Rentenantrag welcher abgelehnt wurde. Ich ging dann 8 Wochen auf Reha, doch auch hier fand ich nicht ins Leben zurück. Alles war schwer und drückte mich. Schmerzen begleiten mich jeden Tag und eigentlich hab ich den Sinn und den Mut zum Leben schon lang verloren. Ich zog dann meinen Widerspruch vom Rentenantrag zurück und begab mich in eine Maßnahme von der Rentenversicherung. Nach einem guten halben j. mußte ich die Maßnahme auf Grund meiner Gesundheit u. auf Anraten meiner Ärzte abbrechen. Wieder Rentenantrag, viele Papiere, Arztbesuche und natürlich die Begutachtung. ich hatte so Angst, weinte, zitterte u.mein Wohlbefinden war sehr schlecht. Ca.45 Min dauerte das Ganze u. der Arzt schickte mich wieder weg. Seit 2 Wochen habe ich nun bescheid, meine Rente ist für 2J. genehmigt. Eine Erleichterung, doch kommt diese leider gar nicht bei mir an. Jeder Tag ist ein Kampf, doch wir müssen ihn jeden Tag aufs neue Kämpfen. Depression besiegen, niemals aufgeben ! Dabei danke ich dem Menschen welchen ich über alles Liebe am meisten, jeder Mensch der uns bei diesem schweren Weg begleitet hat allen Respekt und Achtung verloren.

  57. Benno Blues sagt:

    Das kenne ich auch. Eigentlich müsste ich mich freuen… aber ich kann es nicht fühlen. Das ist die Depression. Aber vielleicht kannst, da der Kampf jetzt ein Ende hat, nun endlich zur Ruhe kommen, zu der Ruhe, die du dringend brauchst, um mit dir selbst und der Welt Frieden schließen zu können. Ich wünsche dir alles Gute hierfür!

  58. Anonym sagt:

    Hallo

    ich suche einen Gutachter in Berlin der ein unabhängiges Gutachten erstellt. Bin im Widerspruchsverfahren und kenne keinen und möchte keinen erneuten Gutachter von der Rentenversicherung oder anderen abhängigen beauftragten
    Gutachter. Bin Depressiv seit Jahren und habe keine Kraft mehr immer wieder das gleiche über mich ergehen zu lassen und als voll erwerbsfähig natürlich mit div. Einschränkungen befunden zu werden.

  59. Anonym sagt:

    Hallo Frank,ich habe nun mit dem VDK Widerspruch eingelegt,hatte Akteneinsicht bei der DRV da war nichts weiter drin ausser das Gutachten,die hatten von meinen Ärzten nichts angefordert.Das Gutachten habe ich mir in Kopie aushändigen lassen,denn wir brauchten ja das Gutachten zum Widerspruch.Ich habe auch von meinen Fachärzten neue Atteste schreiben lassen,damit wir aktuelle Sachen dazu legen können.Ich hatte ja auchan den Pettitionsausschuß des Deutschen Bundestages geschrieben und Ihnen meine Situation geschildert,wie unsauber die DRv arbeitet bei uns.Habe nun Antwort bekommen von Berlin,das sie sich darum kümmern werden.Nun bin ich mal gespannt wie die DRV darauf reagiert.So das war das neuste von mir,ich kämpfe also immer noch,nur wer nicht kämpft hat schon verloren.L.G.Monika

  60. Anonym sagt:

    Das war eine gute Idee mit dem VdK. Und du hast recht: Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Im Moment hört sich das alles sehr hoffnungsvolle für dich an. Also weiterhin alles Gute!

    Liebe Grüße

  61. Anonym sagt:

    Hallo,

    woher beziehe ich einen Antrag auf Verlängerung der befristeten EU-Rente ?

    Mit freundl. Grüßen

  62. Anonym sagt:

    Hallo,

    ich beziehe seit 1.9.12 eine befristete EU-Rente bis August 2014 !
    Im Oktober diesen Jahres wird mein Arbeitsverhältnis aufgehoben !
    Nun habe ich den Schwerbeschädigtenausweis beantragt !In wie fern genau nutzt mir dieser ?

    Danke, im vorraus für eine Antwort !

    Herzl.Grüsse

    Jana

  63. Benno Blues sagt:

    Hallo Jana,
    bei Depressionen nützt dir dieser Ausweis nur in puncto Arbeitsplatz. Dein Arbeitgeber kann dich nicht so einfach entlassen. du genießt einen besonderen Kündigungsschutz. Mein Arbeitsvertrag ist immer noch gültig, obwohl ich schon 5 Jahre Rentner bin. Wer weiß schon, wie die Zukunft aussieht?
    Sonstige Vorteile genießt du ohne zusätzlichen Merkzeichen leider nicht. Das wird bei Depressionen allein aber nicht vergeben.

    Siehe auch http://www.was-ist-depression.net/2013/04/depression-und-schwerbehinderung-das.html

    Liebe Grüße

    • Anonym sagt:

      Hallo Benno,
      ich habe mal eine Frage zum bestehenden Arbeitsverhältnis. Du bist ja – wenn ich es richtig verstanden habe – unbefristet mittlerweile verrentet. Trotzdem besteht dein Arbeitsverhältnis weiter? Im öffentlichen Dienst ist es z.B. so, dass das Arbeitsverhältnis für die Dauer der Befristung ruht. Sobald die Rente unbefristet gewährt wird, wird der Arbeitsvertrag aufgelöst. Ist das richtig?
      Danke schon mal und einen schönen Sonntagabend
      Viele Grüße
      Madlen

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Madlen,
      das kann ich mir nicht vorstellen. Denn trotz unbefristeter EM-Rente behält sich die Deutsche Rentenversicherung vor, meinen Gesundheitszustand zu einem gegebenen Zeitpunkt erneut zu überprüfen. So steht es in meinem Rentenbescheid. Und mein Arbeitsverhältnis ruht auch nach wie vor. Um aber eine rechtssichere Auskunft zu erhalten, solltest du vielleicht doch lieber einen Fachanwalt befragen. Es wäre schön, wenn du deine Erkenntnisse dann im Anschluss hier posten könntest und somit auch anderen hilfst.

      Liebe Grüße

  64. Anonym sagt:

    hallo ich bin in dergleichen lage wie du und kämpfe nun schon seit juli 2011 um den anspruch meiner erwerbsunfähigkeitsrente viele gutachten und befundberichte bestätigen mir und in der zwischenzeit auch dem gericht das ich nur noch unter drei stunden und das auch nur unter ganz besonderen umständen erwerbsfähig bin zwei auch zwei reha;s haben mich nach der entlassung als völlig erwerbsunfähig eingestuft und nun glaube ja nicht das das der rentenversicherung auch nur ein deut interessiert mein rechtsanwalt begleitet mich nun schon zwei einhalb jahre durch diese ich sag es mal einfach frei herraus HÖLLE was für menschen dort in der rentenversicherung sitzen will ich erst garnicht kommentieren gesundheitlich geht es mir eher schlecht denn wenn man mit dem herzen und mit der wirbelsäule und zuguter letzt dann auch noch mit schweren depressionen zu kämpfen hat dann ist das leben nicht mehr lebenswert diese erfahrung machen menschen wie du und ich erst dann wenn es zu spät ist und die hilfe der rentenversicherung die dann eigentlich gesetzlich greifen müsste uns versagt wird oder wir als kranke wie eine sau durchs dorf getrieben werden vieleicht habe ich das glücg eine ganz tolle frau und kinder zu haben die mir sehr hilfreich zur seite stehen denn sonst hätte ich mir schon lange das leben genommen weist du wenn man 60 jahre alt ist und von jeder stelle hörst man kann für mich nichts mehr tun dann ist der schock um so größer wenn dann die rentenversicherungen dich auch noch als letzten abschaum behandeln mal kurz zusammengefasst schwere herzrytmusstörungen beckenschieflage die nicht mehr gerichtet werden kann schwere depressionen behinderungsgrad von 60{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} zweimal kurz hintereinander rehamaßnahmen und alle gutachten bescheinigen mir völlige erwerbsunfähikeit und nun halte dich bitte fest das alles interessiert der rentenversicherung überhaupt nicht sie weigert sich nach wie vor mir meine gesetzlich anerkannte eu rente zu bezahlen ich weis ich bin kein einzelfall doch würde es mich besonders freuen wenn man menschen findet die auch in dem gleichen dilemma stecken nur diese menschen wissen ganz genau wie es uns geht wie wir als kranke behandelt werden und auch nur wir können anderen mit unserer erfahrung helfen was ich als mensch in den letzten jahren erdulden musste übersteigt bei manchen den horizont und ist fast nicht glaubhaft künftige betroffene sollten darauf vorbereitet werden was sie erwartet wenn sie sich mit dieser behörde( RENTENVERSICHERUNG MITTELDEUTSCHLAND) anlegt hier hilft nur ein guter rechtsanwalt und viel viel glaube an dich selbst. ich würde wirklich gerne einen erfahrungsaustausch mit betroffenen anstreben denn ich glaube fast das man über eine solche odysse einen roman schreiben könnte in der hoffnung einigen menschen denen es genauso geht mit meiner erfahrung geholfen zu haben und bitte gebt nicht auf auch wenn alles noch so aussichtslos erscheint haltet euch immer vor augen das die rentenversicherung alles tun wird um euch eure gesetztlich verankerten ansprüche streitig zu machen ich verbleibe in der hoffnung das dies viele menschen lesen und melde mich wieder wenn ich nach diesem langen kampf nun doch bald meine eu rente bekommen sollte

    • Benno Blues sagt:

      Hallo,
      es macht mich sehr betroffen, was ich hier lese. Gerade nach Kämpfen ist einem doch bei Depressionen nicht zu Mute, allein schon die Kraft dafür fehlt doch völlig. Ich finde deinen Fall hier auch extrem, kann mir aber auch kein komplettes Bild machen. Meine Erfahrungen mit der Rentenversicherung sind durchweg gut. Aber das will ja nichts heißen. Statistisch wird jeder zweite Rentenantrag abgelehnt. Aber wie dem auch sei, wenn du nicht arbeiten kannst, kannst du nicht arbeiten. Daran kann auch eine Versicherung nichts ändern. Wenn dem so ist müssen sie zahlen.
      Alles Gute für dich und dass der ganze Stress bald ein Ende haben möge!

    • Anonym sagt:

      Hallo Benno,

      danke für Deine Antwort !
      Ich habe mir das schon so gedacht !
      Aber vielleicht kommt es doch noch einmal zum Arbeitsverhältnis !?
      Ich habe noch andere Diagnosen:

      trockener Alkoholiker seit 7 Jahren
      Bandscheibenvorfall(spinale Stenose)
      Arthrose in beiden Händen
      Fibromyalgie
      Angst.-u.Panikatacken

      Nun ja, jetzt habe ich den Antrag abgeschickt !
      Mal sehen !

      Herzliche Grüsse und einen schönen Wochenanfang wünscht Jana

  65. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    mein Mann ist nun seit fast drei Monaten krankgeschrieben. Depression, Tinnitus. Er hat sich die letzten Jahre auf einem echt miesen Job seelisch runter gewirtschaftet. Auch wir fassen ins Auge, ein Rentenbegehren zu stellen. Derzeit befindet er sich in einem Krankenhaus/Kur-Klinik stationär in Behandlung. Ein Psychologe hat uns den Tipp gegeben, nur ja keiner Verlängerung zuzustimmen, da sonst ein etwaiges Rentenbegehren für die nächsten fünf Jahre keine Chance mehr hätte. Ist da was dran? Wie sollen wir uns verhalten, um uns den Weg in Richtung Rente nicht selbst zu verbauen?

    • Benno Blues sagt:

      Hallo,
      davon habe ich noch nicht gehört. Aber im Zweifelsfall würde ich der Empfehlung eures Therapeuten folgen. Die Rente verfolgt ja zuerst das Ziel der Wiederherstellung (Reha), um nicht Rente zahlen zu müssen. Stellt sich heraus, dass Rente gezahlt werden muss, wird sie sich schwer tun, eine Reha zu genehmigen. Entweder – oder! Beides geht zumeist nicht! Das ist meine Erfahrung.

    • Anonym sagt:

      Ich leide seit Jahren unter Depressionen, und habe bei meiner Letzten Reha einer Verlängerung zugestimmt! Im Entlassungs Bericht stand dann Der
      Patient würde gerne weiter in seinem Beruf Arbeiten.
      Wer gibt schon gerne zu das er am Ende ist !
      Ich habe es danach versucht mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Leider habe ich es nicht geschaft ! Habe mich dann über meinen Psychiater auf eigenen Wunsch in die Klapsse einweisen lassen . Würde ich heute nicht mehr machen, den es war die Hölle! Nach 4 Wochen habe ich mich selber entlassen ! Ich war ja auf eigenen Wunsch in dieser Einrichtung .Aber es hat geholfen ! Endlich Hatten die Verantwortlichen bei der DRV Verständnis
      für meinen Zustand. Danke auch für die Hilfe vom VDK.Heute habe ich unbefristete EU Rente bis zum
      erreichen der Alters Rente.
      Heute bin ich 60. Und nach der einahme von einer Menge Tabletten auch weiterhin nicht belastbar !
      Aber ich versuche das beste aus meinem Leben zu machen.Wir Depressiven haben es nicht Leicht , Die wenigsten verstehen unsere Gefühle.

  66. Anonym sagt:

    HALLO Frank,habe nun mit dem Vdk meinen Widerspruch eingelegt und gleichzeitig neue Arztberichte vom Orthopäden und von der Psychiaterin .Denn sie sind beide der Ansicht,das ich erwerbsbemindert bin und bitten beide darum mich einem Gutachter vorzustellen,der sich in beiden Gebieten auskenn,da meine Krankheit im Zusammen hang begutachtet werden müsse.Bin nun ja gespannt wie sie auf meinen Widerspruch reagieren,natürlich weiß ich ja nun nicht wie sie auf meine Petittion reagieren werden,denn die ist von Berlin nach Dresden an den Landtag verschickt worden und die sollten es weiter bearbeiten und ihre Meinung der DRV kundtun.Denn die dürfen ja nichts anordnen,sondern nur Empfehlungen geben,wie die Sache abgeschlossen werden soll.L.G.Monika

  67. Anonym sagt:

    Hallo bin seit über zwei Jahren krank PTBS Depresionen nach Reha unter 3std Arbeits unfähig entlassen worden.EMR beantragen.Renten Info sagt wenn ich heute in volle EMR gehen würde bekäme ichxxxx an Rente.Renten Antrag gestellt,abgelehnt sie haben mich zurück datiert bis zur lohnvorzahlung,und so fehlen mir 14 Monate zu meinen 36 Monaten …bin total verzweifelt.habe jetzt ein Widerspruch über den VDK gemacht. Mfg M

  68. Anonym sagt:

    Hallo
    Leider muß ich mich auch hier zu den Betroffenen zählen mein Leben war eigentlich soweit OK gut ich hatte es immer Schwerer als meine Kollegen da ich in einen Betrieb gearbeitet habe wo man nur weiter kam wenn man Verwandschaft in der Firma hatte ich sage es einfach wie es ist der Öffentliche Dienst ist schon lange nicht mehr was es war trotz Tarif Vertrag mit 38,5 Stunder Woche, habe ich 90 Stunden gearbeitet.
    Und das war der Firma nicht genug ! Wenn Du nicht mehr konntest haben die die Chefs bei der Halbjährlichen Bewertung Punkte abgezogen
    Irgend wann habe ich mal gesagt das ich eine 38,5 Stunden Woche habe und das Die Disponenten uns nicht Verheizen sollen !
    Das war dann die Zeit wo auf einmal mein Werkzeug Verschwindet ich als Einziger noch länger arbeiten musste,also wenn meine Kollegen Feierabend machten wurde mir noch eins zwei Aufträge gegeben das heißt LKW beladen auf Baustelle fahren oder wenn ich Morgens an meinen Lkw ging war auf einmal das Rücklicht Kaputt das ging soweit das ich eines Tages auf einer Baustelle war und meinen Kran ausfuhr und Plötzlich hat sich der Fordere teil des ausfahrbaren Krans Selbstständig gemacht und hat fast einen Passanten getroffen, es hat sich später in der Werkstatt rausgestellt das jemand den Sicherheitsstift
    entfernt hat.
    Nach dem noch weitere Fälle passiert sind habe ich angefangen nach zu fragen was das ganze soll ich habe als Antwort bekommen das ich mir das ganze nur einbilde kurz darauf bin ich in die Reha gegangen für 3 Wochen, und als wieder Arbeiten ging erlebte ich mein Blaues wunder selbst die Fremd Firmen die für und Arbeiten haben mich jetzt gemieden und mir Klar gezeigt das Sie nicht mit mir Arbeiten wollen das habe ich dann bis Mai 2012 als 3 Monate durch gehalten seit dem bin ich Krank geschrieben und war auch noch mal in Reha also 2 mal in einen Jahr
    da habe ich dann einen Betreuer vom Berufsförderungswerk bekommen der im Auftrag der DRV arbeitet dieser war der Meinung das ich auf keinen Fall mehr auf meine alte Stelle zurück kann und hat mir gesagt das ich mir keine sorgen machen solle ,er macht das schon:
    Nun ist ein Jahr vergangen und ich wurde im Juli 2013 ausgesteuert und meine Firma hat ein Gespräch mit mir im bei sein des Mannes von der DRV abgelehnt also war ich alleine da leider war der Betriebsrat mit dem ich 1 Jahr in Verbindung war,und den ich seit 24 Jahren Vertaue nicht beim Gespräch dabei sondern ein Betriebsrat der auch gleichzeitig mein Meister war und mit dem ich überhaupt nicht kann.
    Wie das ausging kann jeder sich Denken nun kommt der Hammer ich habe eine Woche später die Personalabteilung angerufen und gefragt ob die jetzt eine andere Stelle für mich haben da wurde mir gesagt das Sie ein Gespräch mit dem Mann vom Berufsförderungswerk hatten.und es wurde ausgemacht das ich aus Gesundheitlichen gründen erst einmal in die Erwerbsminderungsrente gehen solle.
    Ich habe sofort bei den Mann vom Berufsförderungswerk angerufen ,und er hat mir das gleiche gesagt und das er einen Brief an die DRV schreibt
    leider wurde zwischen Zeitlich meine Rente abgelehnt und der Mann vom Berufsförderungswerk ist nicht mehr erreichbar ich habe Ihn mehrfach versucht über e-mail zu erreichen ohne erfolg. Dann habe ich seine Chef angerufen dieser sagte mir das er denn Brief an die DRV zurückgehalten habe um was zu ändern abe ihn an die DRV gefaxt habe mit dem Ziel mich in die Erwerbsminderungsrent zu schicken leider verneint die DRV bis heute so einen Brief zu haben und ich glaube auch den Chef von Berufsförderungswerk das er es 3 mal gefaxt hat jetzt habe ich die Rechtsabteilung meiner Gewerkschaft eingeschaltet und Witerspuch eingelegt und die Papiere eingefordert von der DRV leider war da das schreiben vom Berufsförderungswerk auch nicht dabei und der Chef darf mir das schreiben nicht zufaxen weil die mit der DRV zusammen arbeiten leider hat sich auch mein Gesundheitszustand auch verschlechtert bin mal gespannt wie es weiter geht
    Lg Lonesome

    • FRankman sagt:

      Hi LOnesome.
      Ich habe ein ähnliches Dilemma mitgemacht.

      1.Erst heisst es vom Rehaberater eines BFW: Der Fachausschuss des BFW empfiehlt die EM Rente. ( leider nur mündlich) aufgrund von Belastungsdefiziten nach Hirnstammentzündung über 20 Jahre sich verschlechternd.

      2. Ich bekomme überhaupt keine Rückmeldung wie es nun weitergeht,weder om BFW noch von der DRV.

      3. Über diese Hinhaltetaktik( obwohl die Empfehlung der Berentung ja ausgesprochen wurde) erkranke ich psychisch und lande in der Psychatrie eines Unikrankenhauses, um mich und andere vor Selbstmord,beziehungsweise Umsetzung in Verbindung mit Vergeltung an verantwortlichen Personen zu nehme

      4.Ich werde depressiv und bin hochgradig aggressiv und werde mit Psychopharmaka ruhiggestellt.

      5. Auf Druck der sozialen Dienste der Uniklinik werde ich plötzlich zu einer SM Untersuchung bei der Rentenservicestelle eingeladen.

      6. Dort liegt das 36 seitige Gutachten des BFW vor.
      Als man mir eine Kopie verweigert, bringe ich das GA (überzeugend) in meine Obhut.

      7. Ich bestehe nachdrücklich darauf mit einem Entscheidungsbefugten sofort zu reden, nachdem ich die Empfehlung zur Berentung in Schriftform erstmals in eigenen Händen halte.

      8. Zehn minuten später sitze ich der Leiterin und Entscheidungsbefugten gegenüber.
      IN dem Gespräch wird schnell klar, dass sie sich sehr verwirrt darüber zeigt das ich das Originalgutachten des BFW in Händen halte.

      9. Nachdem ich dieses nicht mehr aus den Händen gebe und sie klipp und klar frage, wohin in welche Hölle man mich noch zu gedenken schickt, ist auf einmal alles klar.

      10. Die Option der poststationären Wiederaufnahme in der Psychiatrie, die ich nur verlassen habe um den Termin SM Untersuchung der DRV wahrzunehmen und das Versprechen gegenüber meinen behandelnden Psychatern " keinen Scheiss zu bauen" haben mich fix und fertig wieder zurück in die Obhut der Psychiatrie gebracht.

      11. Einige Woche später kam dann der Rentenbescheid befristet für 9 Monate.

      12. Die befristung wurde auf weitere zwei Jahre ausgedehnt ( formlos)

      13. Ich befinde mich immer noch in der zweiten Befristung und habe natürlich Angst wie es weitergeht.
      Ohne ambulante Psychotherapie und Medikamente ( Antidepressiva, Schlafmittel) und psychiatrischer Unterstützung läufts schlecht bei mir.

      14. Ich kann es nicht ertragen unfair behandelt zu werden, aber genau so bin ich mir vorgekommen in dem ganzen Prozess. Warum hält die Rente nicht ein was das BFW empfiehlt? Schliesslich ist das alles ein und derselbe Verein (Wortlaut BFW Fachdienst.

      15. Ich stand unter starken Medikamenten als ich zu dieser Untersuchung erschien und wollte vor allem eines.
      Meinem Krankheitsbild entsprechend fair behandelt werden, unter Berücksichtigung der vorliegenden Fakten.

      16. Respekt vor diesem tollem Forum und allen alles Gute.

  69. Anonym sagt:

    Hallo
    Ich arbeite seit 5 Jahren nicht mehr. Ich bin 55 Jahre alt. Jetzt bekomme ich kein Geld, bin bei Arbeitsamt gemeldet / Leistung ohne Bezug/.
    Ob ich kann eine EMrente bekommen, trotzdem das ich nicht set 5 j arbeite.

  70. Benno Blues sagt:

    Um Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente zu haben, musst du meines Wissens insgesamt mindestens fünf Jahre versichert gewesen sein und in den fünf Jahren mindestens drei Jahre lang Pflichtbeiträge bezahlt haben. Am besten ist es aber, du holst dir einen Beratungstermin bei der Deutschen Rentenversicherung. Dort bekommst du kompetente Auskunft und kannst auch gleich deinen Rentenantrag mündlich zu Papier geben.

  71. Anonym sagt:

    Hallo
    Ich habe mir alles durchgelesen bin zufällig auf die Seite gestoßen.
    Ich bin seit über 10 Jahren Krank. Depressionen und Bipolar. Bin am überlegen Rente zu beantragen .Ich könnte hier ein Buch schreiben. Die Artikel haben mir Mut gemacht das ich wieder besser mit dem Leben zurechtkomme. Bin seid meiner letzten Kündigung im April wieder Krank und habe schon wieder Therapien hinter mir. Ist alles sehr anstrengend und für meine Lebensgefährtin genauso. Bin ziemlich verzweifelt. Na ja ich habe schon manche Krise überwunden , aber mit dem Alter wird es immer schwieriger. Bin jetzt 52 Jahre alt und bin dabei mein Leben aufzuschreiben , was mir vielleicht bei der Beantragung der Rente helfen kann.
    LG Jürgen K.

  72. Benno Blues sagt:

    10 Jahre Depression – da hast du dich lange genug gequält, finde ich! Das mit der Rente ist doch eine gute Idee? Dann hast du auch Zeit, ein Buch zu schreiben. Zu schreiben ist wie Therapie, wenn nicht sogar besser. Jedenfalls habe ich für mich selbst diese Erfahrungen machen können. Trauer der Arbeit nicht nach! Mit 52 hast du genug gearbeitet. Jetzt ist es wichtig, dass du wieder auf die Füße kommst, dass dir der Druck genommen wird, dass du dich wieder dem Leben zu orientieren kannst. Ich wünsche dir alles Gute hierfür!

    Liebe Grüße

  73. Anonym sagt:

    Hallo Benno
    Danke für die Rückmeldung. Ich habe mich gefreut das du mir geantwortet hast. Wenn man Krank ist hat niemand ein Interesse dran. Wenn man nicht funktioniert ist es schwer im Leben klar zu kommen. Am Montag habe ich seid langer suche ein erst Gespräch bei einer Psychologin. Mal gespannt ob es auf lange Sicht hilft.
    Auch alles gute für dich.
    LG Jürgen K.

  74. Anonym sagt:

    Habe eu rente eingereicht bin im Widerspruch Klage ist beim Sozialgericht eingereicht. Musste auch schon zum Gutachter der vom Gericht bestellt worden ist er hält mich für 8 std voll arbeitsfähig. Meine Ärzte bescheinigen mir nur halbschichtige Leistungsfähigkeit selbst aus der Kur bin ich nur als halbschichtig arbeitsfähig entlassen worden. Habe chronische Schmerzen der Gutachter mein mit 50 wär ich ja noch nicht so alt ich solle mich mehr bewegen. Was soll ich nur tun das Gericht fragt ob ich die Klage zurücknehme weil ich keine Aussichten auf Erfolg hätte. Nur dieser eine Gutachter zählt alle anderen Berichte werden ignoriert sogar von der Kurklinik. Ich bin total verzweifelt habe bald keine Kraft mehr zu kämpfen.

    • Anonym sagt:

      Hast du einen guten Anwalt, der auch mit der Materie vertraut ist? Ich kann dir die Anwälte des VdK empfehlen. Die kennen sich mit Problemen um die Rente aus. Wenn deine Ärzte der Meinung sind, du könntest nicht arbeiten und du auch dieser Meinung bist, dann wird sich auch ein Gutachter finden, der dies so bescheinigt. Ich würde ein weiteres Gutachten beantragen.

    • Anonym sagt:

      Hallo
      Ich habe einen Anwalt der Gewerkschaft aber man nimmt sich nicht die Zeit mit mir das Gutachten mal durchzugehen und nach Unstimmigkeiten zu suchen. So habe ich selbst die Arbeit gemacht und habe z.B. festgestellt das bei der Widergabe des Wortlauts durch den Gutachter aus Berichten meiner Ärzte Sätze wo ganz klar von einer halbschichtigen Leistungsfähigkeit die Rede ist diese einfach weggelassen wurden. Mein Anwalt sagt mir das die Klage wohl scheitern wird, ich könnte dann gegen das Urteil Berufung einlegen und in der Berufung ein Privatgutachten vorlegen. Auf die Frage warum meine Befundberichte von 5 Ärzten die alle eine halbschichtige Leistungsfähigkeit attestieren ignoriert werden, darauf bekomme ich nur die Antwort das dies als Gefälligkeit meiner Ärzte interpretiert wird das wäre immer so. Dieses Privatgutachten jetzt zu machen davon hat der Anwalt mir abgeraten. Er rät mir das Gutachten mit meinen Ärzten zu besprechen nur die sagen das wäre zu aufwendig das würde den Rahmen der Sprechstunde sprengen wenn ich dies wollte müsste ich einen längeren Privattermin gegen Bezahlung vereinbaren, der Arzt rät mir ich soll erst mal alles so laufen lassen. Das Sozialgericht würde sich melden wenn eine Stellungnahme gebraucht würde. Wenn ich etwas in Gutachten zu beanstanden hatte habe ich dies selbst geschrieben und der Anwalt hat es weitergeleitet. Es wird alles nur per Telefon besprochen.

      LG

    • Anonym sagt:

      Ich denke, du wirst icht gut genug vertreten von deinem Anwalt. Er setzt sich nicht ein für dich, hat keine Ideen und zeigt keine Initiative. Er nimmt ja alles, wie es kommt. Da braucht man keinen teuren Anwalt. Er soll doch für dich KÄMPFEN! Das tut er offensichtlich nicht. Vielleicht wendest du dich doch besser an einen geeigneten Anwalt. Man kann doch nicht einfach die Fachmeinung von 5 Ärzten in den Wind schießen. das darf auch ein Gericht nicht tun. Ich würde den Anwalt feuern…

    • Anonym sagt:

      Das Problem ist ich habe keine Rechtsschutzversicherung und ein freier Anwalt ist teuer. Und das Sozialgericht schreibt nach jedem Einwand von mir den Gutachter erneut an und fordert eine neue Stellungnahme und ob er seine Meinung ändert. Nur der Gutachter meint er wäre wohl Herr Gott und schreibt das es keine Änderung gibt und er auch keine Veranlassung sieht das ein weiteres Gutachten gemacht werden muss. Ich kämpfe jetzt seit 2 jahren jetzt ist seit 7 Monaten Klage eingereicht und das Gericht hat nur diesen einen Gutachter bestellt. Ich glaube ich kann auch nicht den Anwalt von der Gewerkschaft wechseln die geben mir bestimmt keinen anderen.

    • Anonym sagt:

      Die Gewerkschaft ist bestimmt geeignet, die Rechte von Arbeitnehmern durchzusetzen. das ist ihre Stärke und das ist ihr Profil. Hier geht es um deine Rente. Da ist der VdK Experte. Der VdK funktioniert ähnlich wie eine Rechtsschutzversicherung. Es gibt aber keine Wartezeiten und es ist auch nicht so teuer. Guck es dir doch einfach mal an. Ich komme mir hier schon fast vor wie ein Werber. Deshalb an dieser Stelle genug zum Thema Vdk. Es ist ja auch nur ein Tipp…

  75. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich bin 52 und konnte mich endlich aufraffen, zu eine Arzt zu gehen.
    Erst war ich beim Kreisgesundheitsamt, das hat mich an den Hausarzt weitergeleitet.
    Beide sind zu dem Ergebnis "schwere Depression" gekommen.
    Der Arzt hat mir Tabletten verschrieben – abwarten, ob die wirklich helfen.
    Des weiteren soll ich zu einem Psychiater gehen, eine Überweisung habe ich bekommen.

    Nun denke ich daran, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen.
    Das hatte ich vor 2 Jahren wegen anderer Gesundheitsprobleme schon einmal gemacht, der Antrag wurde aber abgelehnt (max. 20{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}).

    Kann ich mit der ärztlichen Diagnose "Depression" einen neuen Antrag stellen oder ist es besser, das Urteil von dem Psychiater abzuwarten?

    Wie ist es mit Erwerbsminderungsrente?
    Ich habe gelesen, dass man dazu stationär in eine Klinik müsste – das will ich auf keinen Fall.

    Gruß, der Anonyme

    • Anonym sagt:

      Besser ist es zu warten, bis du beim Psychiater warst. Wenn du es eilig mit deinem Schwerbehindertenausweis hast, kannst du Im Grunde aber auch schon jetzt den Antrag schon stellen. Es ist richtig, dass das Urteil eines Facharztes mehr wiegt als das deines Hausarztes. Im Zuge des Antrages musst du deine Ärzte dann von der Schweigepflicht entbinden. Hier müsstest du dann den Psychiater nennen, zu dem du gehen willst.
      Für die Feststellung der Arbeitsfähigkeit wird man dir eine Reha anbieten. Es gilt der Grundsatz Reha vor Rente. Das ist immer so. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Wenn dir ein Facharzt bescheinigt, dass du nicht Reha-fähig bist, dann bleibt dir das erspart. Ich selbst habe die Rente auch ohne Reha bekommen.

      Liebe Grüße

  76. Anonym sagt:

    Hallo,
    Ich habe seit 2010 Depressionen, Panikattacken, PTBS und Agoraphobie, ich war letztes Jahr 7 Wochen in Reha und habe heute, da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann einen EM Antrag gestellt. Nun sagte man mir das ich auch zum Gutachter muss und so meinen Tagesablauf erläutern muss usw, habe ich schon wieder Panik nachdem was man überall so lesen tut. Das der Gutachter einen als Lügner oder Simulant hinstellt usw. Ich habe jetzt schon Angst das ich dort total aufgelöst und heulend raus laufe wie ein Häufchen Elend, was will er denn so wissen? Darf ich jemand mitnehmen? Hat jemand Antworten für mich.
    Lg Michaela

    • Anonym sagt:

      Hallo Michaela,
      der Gutachter versucht sich, einen persönlichen Eindruck von dir zu verschaffen. Er wird dich u.a. fragen, wie es um deine zwischenmenschlichen Beziehungen bestellt ist und wie du deinen Alltag gestaltest. Er bekommt ja auch all deine Befunde zu Gesicht, aber Papier ist Papier. Wenn du also Panik hast vor dieser Begegnung, dann ist das gut, denn er soll doch sehen, dass du Angst hast und unruhig bist. Wenn du Angst hast, als Lügner dazustehen, kann es helfen, ihm genau von dieser Angst zu erzählen. Ich rate dir, so authentisch wie möglich zu sein. Zeige dich, wie du bist. Zieh dich nicht schöner an, gehe nicht extra zum Frisör, geh aber auch nicht extra nicht zum Frisör. Sei möglichst so, wie du im Alltag bist. Eine Begleitung kannst du natürlich mitbringen. Das wird dir niemand verwehren. Ach und noch etwas: Ein Gutachter ist auch nur ein Mensch. Eigentlich bist du ihm egal. Er macht nur seinen Job. So denke ich jedenfalls darüber.

  77. Anonym sagt:

    Hallo Frank, toller Block ! Leider beschränkt mich das Eingabefeld auf wenige Zeilen. Wie kann ich hier mehr schreiben. Bitte um deine Unterstützung, denn ich würde mich gerne an eurem Austausch beteiligen.

  78. Anonym sagt:

    Entschuldige bitte, ich heiße Sandra und obiger Text ist von mir. Liebe Grüße

  79. Anonym sagt:

    Hallo Sandra,
    es gibt keine Einstellung, mit der ich die Zeilenanzahl vergrößern oder verkleinern könnte. Was passiert, wenn du einfach weiter schreibst, ohne auf das Zeilenende zu achten? Ich kann dein Problem leider nicht nachvollziehen. Versuch es bitte nochmal! Es sollte gehen.

  80. Anonym sagt:

    Guten Abend, 2006 erlitt ich, selbständig, 2 Ki. alleinerz. einen psychischen Zusammenbruch. Akutklinik geschl. 2 Wo., nach Stabilisierung 6 Wo. stat. Therapie. 4 Mon.krank geschr. Anschl. Geschäft aufgelöst u. gleich Vollzeit wieder eingestiegen. Lungenzündung, Job weg. Bis Ende Juli 2010 durchgekämpft. Dann kam der nächste Zusammenbruch. Zu trinken angefangen u. ließ mich erneut einweisen. 12 Wo. Therapie. GDB, BU u. Rentenantrag gestellt. Eine Odyssee an Gutachter begann. GDB mit Klage 40{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}, BU rückwirkend im Jan. 2012 zuerkannt u. dieses Jahr weiter gewährt bekommen. Nur die RV hat keinen Stein ausgelassen, mir in den Weg zu legen. Antrag abgelehnt, Wiederspruch abgelehnt, Klage eingereicht. Parallel Orthopäde eine Reha befürwortet, da Bandscheibenvorfälle HWS und chronische Schmerzen – Schulter/Arm Syndrom. Spinalkanalstenose u.Knochenmarkkompr. Abgelehnt. Darauf Wiederspruch. 4 Monate nichts passiert. Darauf Untätigkeitsklage. Bekam dann Reha Bescheid in Klinik für Psychsomatik. Beschwerde, da orthopädische Reha beantragt. 1 Jahr Zeit gedauert. Dann 4 Wo.Reha. Ich war psychisch ausgelaugt, zog mich zurück, trank. Mitte Januar 2012, 9 Wo. Tagesklinik, 3 kriseninterventiv. Danach Ergotherapie/PIA bis Ende 2012. Von Ende Juli 2010 -Januar 2013 durchgängig krank geschr. Wg. rez. Depressionen, mittl. u. schweren Grades PTBS, ADHS, Borderine. Jeglicher Druck u. Stress sorgte führte in die Dekompensation einer erneuten Depression. Rechtsstreit Sozialgericht-Arbeitsamt hatte das Arbeitlosengeld eingestellt. Die Monate bei der AfA waren die schlimmsten. Natlosigkeitsregelung wurde verweigert. Gericht entschied 80{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} zu meinen Gunsten. Jedoch wollte auch dieses die Dez. 2012 zog ich mit Sohn zum Freund nach Österreich. 2 Mon.später ein Desaster. Er zog aus. Da saß ich nun allein mit Kind im neuen Land. 4 Wochen Totalausfall. Hab mich raus geholt, weil mein Sohn litt.Mir gibt die Verantwortung für ihn, Halt u. Kraft. Hier sind viele Umstände mit Ärzten u. Behörden, Krankenkassen so ganz anderst als in Deutschland. Ohne meine private Versicherung hätte sich der Umstand zum Supergau entwickelt. Zum Luft holen hatte ich kaum Gelegenheit. Jetzt endlich, nach 3 Jahren endlich ein Erörterungstermin im Sep. 2013 vor dem Sozialgericht. Reha=Rentenantrag. Klinik nach Wunsch. Rentenversicherung wusste, dass ich ins Krankenhaus am 8. Okt. für 2 Wo. zur konsevativen Schmerztherapie bestellt bin. Es wurde mir in der Verhandlung, bei unpassenden Termin der Rehamassnahme, die Möglk. der Terminverlegung eingeräumt. Nun der Bescheid. Die Rentenversicherung hat die Klinik angewiesen mich bevorzugt aufzunehmen. Terminverl. kann nicht entsprochen werden. Wie ich diese Spielchen hasse ! Seit 19.10. aus dem Krankenhaus raus u. nun in amb. pysiotherapeutischer Weiterbehandlung.Diese nimmt weitere 6 Wo. in Anspruch. Ich rief in der Rehaeinrichtung an u. bat darum meine Aufnahme (wäre bereits in zwei Wo. gewesen) bis ich das über den VDK mit der RV geklärt habe, bis dahin zurück zu stellen. Diese Überrumpelungstaktik macht mich fertig. Ich hätte am Freitag nur noch heulen können. Und der Verein weiß ganz genau, dass man Fr. niemanden mehr erreicht. Meine Gedanken kreisen, wie das jetzt wohl wieder ausgehen wird. Ich habe Angst vor morgen u. einem moglichen Nein, dass geht nicht. Mensch, mein Sohn war erst zwei Wochen allein. Und dann kommt noch dazu, dass über Weihnachten eh nur die light Reha gefahren wird. Und eine Verlängerung will ich dadurch auf keinen Fall auch noch selbst provozieren. Wie sind eure Erfahrungen, wenn der Rehaantrag auch gleich als Rentenantrag gilt? Ich habe solche Angst, dass ich es nach der Reha trotzdem nicht in die EM Rente schaffe….ich kann einfach nicht mehr. Ausserdem tickt die Uhr. Bis April, dann sind die 5 Jahre abgelaufen, in denen ich 3 Jahre lückenlos meine Beiträge gezahlt habe. Warum da auch extrem auf Zeit gespielt wird. Das nimmt anstrebenden EM Rentnern zusätzlichen Handlungsspielraum. Liebe Grüße euch Allen, und Toi Toi Toi, Sandra

    • FRankman sagt:

      Originalwortlaut eines Versicherungsältesten:
      Klar spielen die ( DRV ) auf Zeit um die Anspruchsvorraussetzungen auszuschalten.
      Viel Kraft für dich

  81. Anonym sagt:

    Nachtrag: Das Gericht entschied zu 80{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}, weil auch dieses sich nicht wagte an der fehlenden Nahtlosigkeit.
    zu rütteln.
    Sandra

  82. Benno Blues sagt:

    Hallo Sandra,
    das ist ja eine lange Geschichte! Sie liest sich wie eine Aneinanderreihung von Stress, Stress und nochmal Stress. Mir wurde fast schwindelig beim lesen und das deutet darauf hin, dass der Stresspegel bei dir heute noch recht hoch zu sein scheint. Das hältst du so nicht mehr lange durch, glaube ich. Anscheinend ist niemand außer dir in die Lage, diese Stressspirale zu durchbrechen. Kannst du auch mal etwas laufen lassen? Bist du auch mal mit 80{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} zufrieden? Weißt du, wenn du so genervt bist von deinem Leben, dann sind es die Leute um dich herum auch. Was du aussendest, kehrt irgendwie wieder zu dir zurück. Versuch doch mal, ein wenig zu verschnaufen, etwas Gelassenheit zu üben, auch mal etwas los zu lassen.
    Was die Rente angeht, ist es eigentlich egal, wie lange sie damit herum eiern. Es ist der Tag der Antragstellung maßgebend und der liegt bei dir in der Fünfjahresfrist.
    Ich wünsche dir viel Erfolg mit der Rente, aber vor allen Dingen, dass du etwas mehr runter kommen kannst. Das was du gerade machst, ist viel zu kräftezehrend.

    Liebe Grüße und alles Gute!

    Benno

  83. Anonym sagt:

    Lieber Benno,
    Danke für dein offen und ehrliches Statement. Ich geb zu, ich musste beim lesen einige Male schlucken. Als Borderlinerin mit affektiven Anteilen ist die Selbstregulation ab einem bestimmten Punkt kaum bis gar nicht mehr möglich. Ich wollte sicher nicht, dass dich meine Nachricht fast erschlägt. Bin so verzweifelt gewesen. Heute gehts wieder besser. Erhoffte mir ein wenig Hilfe. Was ich mir aus deiner Antwort mit nehmen kann, nehme ich gerne an. Ich wünsche euch Allen hier, Alles Gute für die Zukunft und eine sich stabilisierende Gesundheit. Grüsse Sandra

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Sandra,
      du hast Recht, dafür dass wir uns ja gar nicht kennen, war ich vielleicht etwas zu direkt. Wenn ich dir zu nahe getreten bin, bitte ich um Entschuldigung, aber das war nicht meine Absicht. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass gerade die Wahrheiten, die weh tun, mich weiter bringen. Ein Schmusekurs ist zwar angenehm, hält aber nur den Status quo. Ich meine es wirklich ernst, so wie du dich von innen heraus auf die Welt schaust, so geht die Welt mit dir um. ich sehe es auch so wie du: Du brauchst dringend Hilfe. Ich möchte dich jedoch dazu ermutigen, auf Hilfe zur Selbsthilfe zu setzen. Versuche einmal heraus zu finden, was deine Anteile daran sind, dass dein Leben so schwierig ist. Gib die Macht, die in dir steckt nicht aus der Hand, denn tief in dir bist du stark, du hast dich nur zu sehr verausgabt mit deinen Kräften.

  84. Anonym sagt:

    Lieber Benno,
    du hast recht, Du kennst mich zu wenig. Ich bin mir sicher deine Nachricht wäre humaner ausgefallen. Ich bin mir meiner Stärken sehr wohl bewusst. Es gibt aber auch Zeiten, nach drei Jahren Kampf, herum gereiche bei verschiedensten Gutacher….ectr. pp wo es einem echt mal reicht. Man darf auch mal schwach sein. Und Aussenstehende sollten aufgrund ihrer über längere Zeit erworbene Stabilisierung, ihren Maßstab adequater einbringen. Jeder erlebt seine Situation anders. Deine Berentung liegt schon eine Weile zurück, seither hat sich der Ungang der DRV mit Patienten unverhältnismäßig verschärft. Ich erlaube mir nun auch einmal ein kritisches Statment. Ich weiß wann, was gut für mich ist und wann nicht und veraschiede mich mit Respekt vor Deiner Bemühung anderen mit deinem Blog zu helfen und zu unterstützen. Ich klinke mich hier aus und wünsche allen Betroffenen ein letztes Mal das Beste für ihre Zukunft. Liebe Grüße Sandra

  85. Anonym sagt:

    Hallo
    Ich bin Elisabeth und bin 58 Jahre alt.
    Ich bin hier ganz zufällig auf deine Seite gestoßen, da ich in Kürze einen Gutachtertermin beim Neurologen habe und ich unbedingt wissen möchte, wie ich mich verhalten soll. du hast mir mit deinen Seiten schon ein ganzes Stück weiter geholfen. Da ich seid 2011 einen Antrag auf Erwerbsunfähigkeitsrente gestellt habe, sie zwei mal abgelehnt wurde und ich nun beim Sozialgericht klage, habe ich Angst, das ich auch da scheitern werde, so wie es aussieht habe ich wenig Chancen den Prozess zu gewinnen. Ich leide unter mittelschwerer Depression, habe Tinnitus beidseitig, linkes mehr als rechts, links ein pulsierender Tinnitus. Bin auf beiden Ohren zu 60-70 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} Schwerhörig. mit Drehschwindel, Morbus Meniere. Habe Herzrhythmusstörung, Bandscheibenvorfall 5und 6 Halswirbel, wurde daran operiert, aber habe wenig Verbesserung dadurch bekommen, die Schmerzen sind noch da. Leide unter ständiger Hals und Nackenverspannung, ist schon Chronisch, ich kann mich nicht lange konzentrieren und werde schnell müde. Besitze einen Schwerbehindertenausweiß von 70 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}. Ich kann schon lange keine richtige Arbeit mehr nachgehen, von Arbeitsamt bekomme ich keine Leistungen. Bin im den Sinne auch nicht Krankenversichert. Nun habe ich seid ein paar Monaten eine kleine Arbeit als Haushaltshilfe angenommen, das sind zwei bis drei Stunden in der Woche, die ich kaum noch schaffe, da mir der Antrieb und die Kraft dazu fehlt, hinzu kommt, das mir immer bei Anstrengung und Angst, es nicht zu schaffen schwindlig wird. Aber ich musste es machen, damit ich bei der Krankenkasse versichert bin. Ich lebe bei meinen Freund, der schon für alles weitere aufkommt, damit kann ich ihn nicht auch noch belasten. Ich habe schon drei Gutachter durch und alle waren sie der Meinung ich könnte noch sechs Stunden und mehr arbeiten gehen. Ich neige dazu alles immer zu verschönern, und schäme mich für meine Krankheit und das ich nicht mehr belastbar bin. Ich war auch vor jedem Gutachten so aufgeregt das ich oft nicht wusste was ich gesagt habe. Ich war einfach nicht richtig darauf vorbereitet gewesen. Meine Frage ist, was muss ich tun und wie verhalte ich mich in meiner Situation richtig, denn ich habe große Angst davor und kann jetzt schon nicht mehr schlafen. Liebe grüße von mir

  86. Anonym sagt:

    Hallo Elisabeth,
    mit deiner Scham stehst du nicht allein da. Durch meinen Blog erlebe ich, wie viele Menschen unter Depressionen leiden, aber wie wenig imstande sind, offensiv damit umzugehen. Wenn du dich aber versteckst mit deinen Symptomen und Beschwerden, dann ist es nur folgerichtig, dass dich deine Mitmenschen nicht adäquat behandeln. Sie können nur auf das reagieren, was du ihnen zeigst, auch deine Ärzte. Besonders wichtig ist es, dass deine Ärzte erfahren, wenn es dir schlecht geht. Alles was du durchmachst, aber nicht aktenkundig gemacht wird, kann auch nicht mit in irgend welche Bewertungen einfließen.
    Wenn du aufgeregt bist, weil du zum Arzt musst, und befürchtest, die Hälfte zu vergessen, dann schreib dir doch alles vorher auf, was du mitzuteilen hast. Ich bin, als es mir noch richtig schlecht ging, immer mit einem Spickzettel in die Sprechstunde gegangen. Das ging gar nicht anders. Wenn du ohne Hilfsmittel in die Sprechstunde gehst, hinterlässt das am Ende womöglich den Eindruck, dass du alles im Griff hast, dich bestens konzentrieren kannst und nicht vergesslich bist. Bei der Diagnose Depression ist aber gerade dies ein wichtiges Symptom.
    Als ich zum Gutachter musste, habe ich ihm eine ausgearbeitete Symptomliste übergeben, die er dann mit in die Beurteilung einfließen ließ. Du kannst dir diese Liste beispielhaft einmal ansehen. Du findest sie hier: http://www.was-ist-depression.net/2013/01/symptome-anzeichen-und-beschwerden-der.html

    Alles Gute für Dich!

    Benno

  87. Anonym sagt:

    Hallo Benno
    Danke für deine Zeilen, ja ich weis das ich durch meiner Scham, ein falsches Bild von mir gezeigt habe, bei dem letzten Gutachter, bei dem ich war( ein Orthopäde, wo ich fehl am Platz war, ) hatte ich mir auch schon einen Spickzettel mit genommen, er wollte den überhaupt nicht haben, ich habe dann immer wenn ich eine Frage nicht genau wusste oder beantworten konnte, auf meinem Zettel gesehen, das hat ihn irgendwie gestört. Ich war am Ende nervlich so fertig, hab nur noch geweint und er meinte, was ich bei ihm zu suchen hätte, ich hätte zu einem Neurologen geschickt werden müssen, da ich Psychisch belastet bin. Das wollte er auch in seinem Gutachten berücksichtigen, aber das hat er dann doch nicht getan und hat statt dessen geschrieben, eine weiteres Gutachten müsste nicht gestellt werden, ich könnte noch mehr als sechs Stunden arbeiten. Ich habe dann meinen Rechtsanwalt beauftragt ein weiteres Gutachten beim Sozialgericht anzufordern, da warte ich jetzt drauf, genehmigt wurde es schon, leider sollte ich mich bei dem Gutachter vorstellen bei dem ich schon mal in Behandlung war, bei diesen Neurologen habe ich die Behandlung im letzten Jahr abgebrochen, er hat mich nie für voll genommen, immer gesagt, ich müsste mit dieser Behinderung leben. Nun soll ich bei ihm ein Gutachten machen lassen…… das habe ich sofort abgelehnt.
    Auf alle Fälle werde ich deinen Rat befolgen und mir eine Liste anfertigen.
    ich danke dir
    LG Elisabeth

  88. Anonym sagt:

    Hallo Benno,ich habe mit großem Interesse diese Seite gelesen und gedacht…..endlich kann ich auch mal meinen Ärger loslassen. Zu mir .ich bin am 04.11. 41 Jahre alt geworden ,weiblich und habe bereits mehrer Geburtstage wenn man so will.Ende 2011 hatte ich eine Gehinblutung aufgrund eines geplatzten Aneurysmas.Man stellte ziemlich zeitgleich fest,das ich 3 links und 1 rechts im Kopf habe.Ich hatte viel Glück und dennoch geht es mir seither psychisch noch schlechter als vorher. 3 der Aneurysmen sind behandelt operiert worden ,eins noch nicht.Ich habe regelmäßige Kontrolluntersuchungen und reichlich Tabletten damit nichts schlimmeres passiert. Ich habe aber immer wahnsinnige Angst das es noch mal passiert und dann geht es vielleicht nicht so positiv aus. Ich habe einen 9 jährigen Sohn und für Ihn muß ich da sein und vorallem funktionieren.Eine Ärztin sagte mir vor kurzem, ich soll unbedingt eine Reha Stationär und ganz alleine machen.da ich mehrere Traumatas aus Kindertagen habe. Diese wiederum könnten für die entstehung der Aneurysmen zuständig sein.Ich nehme seit Jahren Antidepressivas aber keine Therapie da ich Angst vor dem auseinandersetzen mit meiner Vergangenheit habe.Ich kämpfe nun seit 2 Jahren um eine Rente und habe das Gefühl selbst die Klage wird nichts bewirken.So kann es auch gehen und es übt zusätzlichen Druck auf mich aus da ich nicht weiß wie ich das alles Gesundheiltlich schaffen soll.Ich wollte hier nur einen Anfang finden um meine Probleme auch einmal loszuwerden.Liebe Grüße Sylke

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Sylke, dafür ist diese Seite da, um Hilfe zu finden, vielleicht etwas Trost, eventuell eine Anregung…
      Ich finde die Idee deiner Ärztin gut. Eine Psychotherapie nutz dir zweifach. Sie kann aufdecken was dich so krank macht. Sie kann dir helfen, neue Wege zu gehen. Und sie hilft dir, die Rente zu bekommen. Ich kenne keinen Fall, der ohne Psychotherapie und ohne Akutaufenthalte verrentet wurde. Wahrscheinlich denken die bei der Rente dann: "Ach, das geht doch noch alles wunderbar!" JA und in der Tat, bei unsereinem geht immer alles bis eben nichts mehr geht, aber das ist ein gefährliches Spiel. Wenn du deinem Jungen etwas Gutes tun willst, dann tu dir etwas Gutes und melde dich zu so einer Therapie an. Wenn du es nicht vollstationär machen willst, gibt es auch eine teilstationäre Variante. Ich hab beide absolviert. Sie unterscheiden sich nicht, nur dass man bei der zweiten Form jeden Tag nach Hause geht. Wenn dein zu Hause in Ordnung ist und dich nicht krank gemacht hat, spricht eigentlich nichts gegen die teilstätionäre Form. Was dort besprochen wird, und wie tief gegraben wird, das bestimmst du selbst. Es passiert nichts gegen deinen Willen, das würde auch nicht funktionieren. Die Psychologen werden versuchen, dir bewusst zu machen, wie du tickst und wo du dir selbst im Weg stehst. Niemand wird dich dort quälen. Auch das Arbeitstempo bestimmst du selbst. Manche brauchen viele Therapien, weil es einfach viel zu bearbeiten gibt. Manche haben soviel Schlimmes in ihrem Leben erleiden müssen, dass 30 Jahre Therapie nicht ausreichen würden, alles zu bearbeiten. Also setzt dich nicht unter Druck, sondern geh wohlwollend und behutsam mit dir um, als währst du dein eigenes Kind. Denn es geht hier vermutlich um Schmerzen, die du als Kind erleiden musstest.

      Liebe Grüße
      Benno

  89. Sylke sagt:

    Hallo Benno,ich muß sagen ……ich habe mich riesig über Deine Rückmeldung gefreut.Ja da hast Du recht,es ging in der Kindheit in der Haptsache um Schmerzen ob Psychisch oder Physisch.Ich habe wahnsinnige ANGST mich damit auseinandersetzen zu müssen,weil das alles unnoremal und irreal war.Ich möchte nicht mehr in meine Vergangenheit und meine immer…….meine körperlichen und seelischen Gebrechen hängen alle mit den großen Operationen der zurückliegenden Gehirnblutung zusammen. Die Ärztin aus der DKD betonte extra ich soll auf jeden Fall für mehrer Wochen Stationär weg nicht Teilstationär,da ich zuhause dann Abends alles nachhole was ich tagsüber liegen ließ und Alltagsprobleme auch nicht einfach in der Zeit verschwinden.Vorallem gerade in der Zeit in der ich mich mit meiner Vergangenheit auseinandersetze brauche ich Ruhe und meine beiden Männer wären mit mir vielleicht auch erst einmal überfordert.Ich habe in meinem jetzigem Leben immer Schmerzen vorallem Kopf und Rückenprobleme (man sagte mir,dort trage ich meine Last ).Aber um irgendwie weiterzumachen und vorallem voran zu kommen,muß ich diese Rehamaßnahme wohl mal für Januar planen 🙁
    Deine Zeilen helfen mir mehr zu verstehen und bewirkt das ich nachdenke.Danke !

    • Anonym sagt:

      Es freut mich, dass mein Blog dir eine Hilfe ist. Danke für deine Rückmeldung! Ich finde, du hast eine gute Entscheidung für dich getroffen mit der Therapie. Ich glaube daran, dass alles was uns im Leben "passiert", unsere Krankheiten und Unfälle eingeschlossen, auch mit unserem Innenleben, unserer Seele, aber vor allem unserem Unbewussten zu tun hat. Ich bin sicher, du wirst von dieser Zeit dort in vielfacher Hinsicht provitieren, so du dich darauf einlassen und dich öffnen kannst. Ich wünsche dir alles Gute hierfür und würde mich freuen, einmal wieder von dir zu lesen.

  90. Anonym sagt:

    Hallo habe zum Glück eure Seite Gefunden. Ich bin 55 Jahre männlich verh. und habe drei Kinder.
    Über Jahre habe ich versucht mit meinen Ängsten, Krankheiten u. Depression alleine fertig zu werden bis vor 4 Wochen da hatte ich einen
    Schlaganfall auf der Autobahn beim fahren. Hatte an einem Tag alle meine Schutzengel abgerufen.
    Das volle Programm Intensiv u. 3 Wochen Krankenhaus hatte verdammtes Glück bis auf einwenig Lippen schief u. Strom im Arm
    nichts bisher zurück geblieben, natürlich die Angst so etwas könnte noch mal kommen.
    Im Krankenhaus habe ich eingesehen so geht das nicht weiter.

    Auf Empfehlung der Klinik hatte ich ein Konsilgespräch in einer Psychosomatik Klink leider bekomme ich erst in 8 Wochen
    einen Stationären oder in 3 Monaten einen ambulanten Termin. Eigentlich geht das finanziell gar nicht.
    Da ich dem Stress aber nicht mehr gewachsen bin denke ich an Rente.

    Hier haben die Beiträge von Frank mir aus meiner Seele gesprochen. So kann u. darf das nicht weiter gehen.
    Meine erste Frage an euch ich war bis 2012 fünf Jahre im Harz 4 Bezug habe aber immer noch einen Minishop gehabt.
    Seit Januar 2012 bin ich selbstständig u. arbeite dazu 2 x die Woche 8 Stunden sozialversichert.
    Mein Frage bei Antragstellung auf Erwerbslosenrente werden die letzten fünf Jahre Beitrag herangezogen,
    reichen da die Jobcenterbeiträge u. mein Minishop oder hab ich da Probleme?
    Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    Gruß friedrich 55

    • Anonym sagt:

      Aus den Richtlinien der Deutschen Rentenversicherung konnte ich folgendes ermitteln:

      Versicherungsrechtliche Voraussetzungen
      Neben den medizinischen sind außerdem folgende ver­
      sicherungsrechtliche Voraussetzungen erforderlich:
      > Sie müssen mindestens fünf Jahre versichert sein
      (sogenannte allgemeine Wartezeit).
      > In den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbs­
      minderung müssen drei Jahre mit Pflichtbeiträgen
      für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit
      belegt sein (besondere versicherungsrechtliche
      Voraussetzung).
      ­
      Für die Wartezeit zählen mit:
      > Beitragszeiten (Pflichtbeitragszeiten, unter bestimm­
      ten Voraussetzungen zum Beispiel auch Zeiten des
      Bezuges von Krankengeld, Arbeitslosengeld, Arbeits­
      losengeld II – vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezember
      2010 – oder Übergangsgeld, Zeiten der Kindererzie­
      hung, Zeiten der nicht erwerbsmäßigen häuslichen
      Pflege, freiwillige Beitragszeiten),
      > Ersatzzeiten (zum Beispiel Zeiten der politischen
      Verfolgung in der DDR),
      > Zeiten aus einem Versorgungsausgleich bei Schei­
      dung,
      > Zeiten aus Zuschlägen für eine geringfügige Beschäf­
      tigung (vor 2013 versicherungsfreier 400­Euro­
      Job, ab 2013 von der Versicherungspflicht befreiter
      450­Euro­Job),
      > Zeiten aus einem Rentensplitting.

      Um es aber genau zu erfahren, würde ich an deiner Stelle einen Beratungstermin bei der Rentenversicherung vereinbaren. Dort wird man kompetent über alle Sachverhalte in Kenntnis gesetzt.

  91. Anonym sagt:

    Hallo. Ich lebe auch mit einer Depression, bin gerade deswegen krank geschrieben. Heute musste ich zum MDK, der hat mich wieder arbeitsfähig geschrieben.Der Arzt meinte, jeder hat Probleme mit Belastungs- und Prüfungssituationen und Stress sowieso. Ich weinte, ich konnte nicht anders. Er fragte mich nach meinen Symptomen, ich konnte kaum was sagen, ich war irgendwie wie abwesend. Hintergrund meiner Erkrankung ist meine Kindheit. Ich habe eine gewalttätig autoritär Erziehung genießen dürfen. Unter ständiger Angst gelebt und emotional vernachlässigt worden. Ich kannte das nicht, das Eltern Ihre Kinder in den Arm nehmen. Ich bin auch so jemand, Augen zu und durch, du schaffst das, was willst du sonst machen – ich habe halt immer Verantwortung für mich übernommen, gekämpft und überlebt – ich habe jetzt aber keine Energie mehr. Dieses Jahr, als ich nach zweijähriger Anstellung als Assi der GF gearbeitet habe und Stress, Stress Stress, Kritik und wechselnde Regeln meinen Alltag bestimmt haben –> Burnout. Ich wollte eigentlich nur noch tot sein, um dem ganzen zu entkommen. Ich komme mit Veränderungen nicht klar, komme mit Autoritätspersonen nicht klar, Habe ständig und vor allem Angst, ich verstehe bestimmte Verhaltensweisen nicht, kann kaum Entscheidungen treffen und meine psychologischen Test deuten auch auf große psychische Probleme hin. War dieses Jahr stationär auf einer Psychosomatischen – das tat gut. Endlich Menschen um mich, die nicht anders sind als ich. Denen es auch so geht. Die mit dem täglichen Leben und Druck nicht zurecht kommen. Ich komme mit Druck nicht klar. Wenn man als Kind nicht diese Liebe und Sicherheit erhalten hat, wie soll man diese als Erwachsenen spüren? Ich arbeite daran seid ich nicht mehr bei den Eltern lebe, zu denen habe ich keinen Kontakt. Heute geht es mir nicht gut. Nicht gut. Ich habe versagt, ich konnte den Arzt nicht von meinem Leidensdrucks überzeugen. Ich habe versagt, wie immer.

    Jetzt habe ich überlegt, ob ich eine solche Rente und einen Schwerbehindenausweis beantrage, um endlich mehr Ruhe zu haben. Weil ich schaffe das alles nicht mehr, dieses Hamsterrad. Das macht mich kaputt. gestern ging es mir noch einigermaßen und heute geht es mir schlecht. Ich bin halt nicht so stabil. Mal so, mal so. ich kann das aber nicht in 5 Minuten zusammenfassen und schon gar nicht vor einem FREMDEN. Ich dachte, es geht aufwärts, da grätschen die mir da rein…

    Augen zu und durch.

  92. Benno Blues sagt:

    Hallo du,
    ich möchte dich einladen, dein Motto "Augen zu und durch" an den Nagel zu hängen. Damit schädigst du dich selbst. Auf diese Weise werden deine Probleme nur größer. Deine Geschichte kommt mir sehr vertraut vor. Die könnte ich auch geschrieben haben. Wie ähnlich sich doch depressive Menschen oft sind? Ich finde die Idee gut, die Erwerbsminderungsrente zu beantragen. Du kommst doch so nicht zur Ruhe. Selbst eine Therapie wäre vermutlich jetzt zu anstrengend für dich. Und ich rate dir, zum Psychiater zu gehen, wenn du dich schlecht fühlst. Wenn du dich dreimal in der Woche so mies fühlst wie, als du deinen Kommentar hier schriebst, dann gehst du eben dreimal in der Woche dorthin. Eben nicht mehr alles aushalten nach dem Motto "Wird schon wieder!" Eben nicht mehr mehr alles mit dir allein abmachen. Hol dir Hilfe! Sag, dass du nicht mehr kannst! Niemand wird kommen und dir Hilfe anbieten. Das gibt unser System leider nicht her. Bei psychischen Beschwerden wäre dies aus meiner Sicht aber eine notwendige Unterstützung. Die gute Nachricht ist jedoch: Ich war auch mehrmals an diesem Punkt, wo du jetzt stehst – es geht vorbei, wenn du dich auf die Depression einlassen kannst, aber nicht nach dem Motto "Augen zu und durch!"

    Alles Gute für dich!

    Benno

  93. Anonym sagt:

    hallo ihr lieben…..bin zufällig auf diese seite gestoßen….ich leide seid 4 jahren ununterbrochen an schweren deprssionen ausgelöst durch nicht heilbare rückenschmerzen…ich habe trotz ratschlag all meiner ärzte die meinten ich würde das nicht schaffen 2 jahre dann noch gearbeitet mit starken schmerzmitteln und tabletten gegen die depressionen.aber vor ca 2 jahren bin ich dann 2 mal in der arbeit kolabiert.die ärzte sagten es käme von der überforderung und dass mein körper halt jetzt mal halt schreit.ich kam dann zur stationären therapie für drei monate.mit den tabletten die man mir gab wurde es ein klein bisschen besser.aber dann stellte man ein long qt syndrom bei mir fest welches schon angeboren war.bei dieser erkrankung ist es strengstens untersagt psycho tabletten zu nehemen weil die die qt zeit noch höher machen und es dann zu herzrythmusstöhrungen kommen kann.also wurden alles tabletten sofort abgesetzt…der entzug war heftig….zu allem übel fing mein körper auch noch an auf alle anderen schmerzmittel allergisch zu regieren.somit durfte ich auf einmal gar nichts mehr einnehmen weder für schmerzen noch für die psyche.man riet mir eu rente zu beantragen was ich nach längerem überlegen dann auch gemacht habe.doch die gutachter bei denen ich war entschieden leider gegen mich.ich könne voll arbeiten mit einschränkungen :stehen gehen sitzen im wechsel dass ich es mir selbst einteilen kann…..kein streß….kein zeitdruck….keine veratwortung …ja wo gibt es diesen beruf und diese arbeit denn????ich habe widerspruch eingelegt.es gab ein neues gutachten und der orthopäde sagte mir zwar im persohnlichen gespräch dass es wenig hoffnung auf heilung gibt weil ich ja auch keine medikamente einnehmen darf ,schrieb aber ins gutachten ich können voll arbeiten…..jetzt im dezember hab ich noch mal einen termin bei einer begutachtung wegen der depressionen….mal sehen….ich bin wirklich arbeitswillig aber ich schaffe es einfach nicht.kleinst anforderungen oder termindruck bringen mich immer sofort dahin zurück dass ich mit extremen selbsmordgedanken reagiere und wieder in eine tiefe depression verfallle.lange habe ich versucht mein altes leben mir wieder zu erkämpfen ich wollte einfach wieder so sein wie früher lustig belastbar arbeiten können…aber das war laut psychologe auch nicht der richige weg.ich solle lernen meine krankeheit anzunehmen und akzeptieren dass es halt so ist und das beste daraus machen.aber wie soll das gehen???wenn die rentenvesicherung sagt ich mussssss arbeiten gehen?????dieser druck ist so schlimm…..wie ich es mache ist es falsch….die depression nicht zu beachten war falsch…führte mich zum zusammenbruch……die depresssion ernst zu nehmen und zu akzeptieren dass das leben nicht mehr so wird wie früher geht auch nicht weil die rentenversicherung sagt nein du musst arbeiten…..kann mir jemand einen ratschlag geben was ich dann noch für möglichkeiten habe????liebe grüße

    • Benno Blues sagt:

      Die Depression wie auch alle anderen Symptome deines Körpers und deiner Seele ernst zu nehmen, ist der einzig richtige Weg. Doch wenn du dich immer noch als arbeitswillig ausgibst, trotz der vielen Einschränkungen, dann wundert es mich nicht, dass deine Gutachter das auch so sehen. DU MUSST ES WOLLEN! Und du musst dafür einstehen, dann wird es auch gelingen. Du musst davon überzeugt sein. Geh dort nicht als Bettler hin, sondern sag klar, was du deiner Meinung nach brauchst, um wieder gesund zu werden. Wenn das Ziel ist, eine Pause zu machen, um gesund zu werden, wird sich die Rentenkasse dem nicht verschließen, denke ich. Aber du musst es auch wirklich wollen und überzeugt sein, sonst funktioniert es nicht. Plan B wäre, immer wieder zum Arzt zu gehen, dich immer wieder krank schreiben zu lassen. Wichtig hier auch: Sprich deine Suizidalität an und den Zusammenhang, wie es dazu kommt! Spätestens wenn du ausgesteuert bist, werden Krankenkasse und Arbeitsamt dafür sorgen, dass du in die Rente kommst. Es dauert halt nur seine Zeit…

    • Anonym sagt:

      danke lieber benno für deine antwort…ich bin schon ausgesteuert seid april diesen jahres.das arbeitsamt will die gutachten und die entscheidung des sozialgerichts abwarten denn da hab ich auch geklagt….aber bei meinem pech habe ich auch noch einen anwalt vom vdk der mir auch nicht wirklich beistehen will er sagte nur egal was der gutachter persöhnlich gesagt hat es zählt nur was er schreibt da kann man nichts machen…meine suizidgedanken sind allen bewußt und meine ärzte schreiben ja arztbriefe ohne ende in denen sie schreiben dass mich der druck der lva noch mehr dahin treibt aber die lva stöhrt das nicht im geringsten….die sagen auch mit diesen einschränkungen kann man arbeiten zb als pförtner…ich bin halt total verzweifelt weil arbeiten und so zu tun als wäre alles sonnenschein war nicht der richtige weg da bin ich kolabiert…..nicht arbeiten zu gehen und nur das zu tun was ich mir momentan zutraue und was ich schaffe das will mich die lva nicht machen lassen…..das dies alles meine hoffnungslosigkeit noch verstärkt und ich noch weniger lebensmut habe ist dann die folge….am 3.12 ist der neue gutachtertermin davor graut mir jetzt schon.ja mein fehler mag schon sein dass ich immer versuche so zu tun als ginge es mir gut das sagt mein psychologe auch aber es fällt mir so unendlich schwer sogar beim psychologen mich zu öffnen weil in dem momentan breche ich in tränen aus und damit komme ich immer noch nicht klar.ich war immer ein total starker mensch der fünf sachen gleichzeitig machen konnte ohne probleme zu haben.nach beginn des rückenproblems habe ich noch mehr gemacht nur um nicht zur ruhe zu kommen weil in ruhe alles hochkam und ich zusammengebrochen bin.darum habe ich lange zeit eine scheinwelt für meine mitmenschen aufrecht erhalten was aber sehr anstrengend war daher dann der zusammenbruch.ach es ist halt alles momentan zu viel für mich….aber danke dass man hier ein wenig von seinen problemen erzählen darf….ich heiße übrigens martina

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Martina,
      da hast du ja wirklich schon viel durchmachen müssen. Ich weiß nur immer nicht, ob so zu kämpfen der richtige Weg ist. Irgendwie steht es im Widerspruch zur Diagnose. Die LVA zieht daraus womöglich die falsche Schlüsse. Verwende doch diese Energie lieber darauf, dich den Ärzten und Gutachtern zu zeigen, wie du wirklich bist mit all deiner Scham und deiner Verletztheit. Ich weiß, dass das für dich schwerer wird, als zu kämpfen, aber ich glaube, es wird dir am Ende mehr nützen. Wenn du weinen musst beim Gutachter – wunderbar! Dann hat er etwas für seine Akten. Ich habe auch geweint bei meinen Terminen. Das ist so, wenn man depressiv ist. Depressive Menschen sind verletzt und Tränen sind die Blutstropfen der Seele. Zeig ruhig, wie verletzt du bist, dann wird man dir auch helfen. Es wird jedenfalls Zeit, dass dir jemand hilft. Doch bedenke, was ein anderer nicht sehen kann, wird ihn auch nicht zum Handeln bewegen.
      Ich drücke dir die Daumen für den 3. Dezember!

      Liebe Grüße

      Benno

  94. Karl sagt:

    Hallo,

    ich bin seit Oktober diesen Jahres ausgesteuert worden. Vorausgegangen sind 78 Wochen Krankschreibung wegen Depression und Angstzustände.
    Auf anraten meines Psychiaters begebe ich mich in eine Psychosomatische Klinik. Hier soll meine "Arbeitsfähigkeit" bewertet werden.

    Hier meine Vorgeschichte:
    Ich bin 42 Jahre alt, verheiratet und ein Kind.
    Die Ursache für meine Leiden sind in meiner Kindheit zu finden.
    Man steckt es halt nicht so ohne weiteres weg, wenn man als Kind eines schweren Alkoholikers mit fast täglichen Wutanfällen und jahrelangen Terror traktiert wurde. Ich kann mich noch recht gut an viele schreckliche Dinge erinnern. Eines davon war, wie verzweifelt unsere damalige Mutter doch gewesen sein muss, wie sie mit uns vier kleinen Kindern, des Nachts im Winter herumirren musste, weil sie unser Vater schlug und im Alkoholrausch fertig machte. Dies ist nun mehr als dreißig Jahre her, aber es ist für mich immer noch gegenwärtig. Für meine Mutter hatte dieser Horror bis zu ihrem qualvollen Tode kein Ende gehabt, musste sie doch bis zuletzt Leiden.
    Meine Geschwister mussten diesen Erlebnissen in der Kindheit Tribut zollen. Ein Bruder hat den selben Weg wie mein Vater genommen und ist dem Alkohol bis zu seinem Tode mit 44 Jahren verfallen. Meine anderen Geschwister haben zunächst wie ich auch ein Leben lang gekämpft und versucht unser Leben zu meistern, doch wir alle scheiterten nach und nach.
    Da ich in den Jahren eine große Mauer um mich herum aufgebaut habe und so gut wie niemanden mehr vertraue.

  95. Anonym sagt:

    Hallo Karl,
    das ist eine traurige Geschichte, eine Geschichte, die betroffen macht. Es tut mir leid, dass du so eine miese Kindheit hattest. Das gute ist aber, dass du nun die Gelegenheit hat, das alles zu verarbeiten und dann hinter dir zu lassen. Heute bist du kein Kind mehr und von deinem Vater abhängig. Heute kannst du ihn getrost in die Wüste schicken, denn er war kein Vater für dich. Die Klinik ist ein guter Anfang. Wenn du dich darauf einlassen kannst, wen du willst, dass dein Leben eine Wendung nimmt, dann kannst du dort eine Menge lernen. Noch bist du ein Opfer deiner Zeit und Umstände, aber schon bald wirst du lernen, die Verantwortung für deine Gefühle an dich zu nehmen.
    Danke Karl, für deinen Beitrag und den Mut, hier zu posten. Wie du gesehen hast, sind die Männer in der Regel nicht so offen.

    Alles Gute für dich, Karl!

  96. Sylke sagt:

    Hallo Benno,heute habe ich endlich Post von der VDK bekommen,das ich demnächst einen Termin bei einem Gutachter ( Psychologen ) bekomme.Das ist schon mal ein Teilerfolg wenn man sich überlegt,das ich zuerst nicht mal einen Gutachtertermin bekommen sollte,sondern diesen dann selber für eben 1000-1500 € zahlen müßte.Vielleicht ist das jetzt meine Chance endlich verstanden zu werden. LG Sylke

    • Anonym sagt:

      Na Gott sei Dank! Das ist ja wenigstens mal ein Lichtblick! Ich drücke dir die Daumen, dass nun alles eine positive Wendung nimmt.

      Liebe Grüße

      Benno

  97. Sylke sagt:

    Hallo Benno,Du ich brauche Deinen Rat.In meinem psychologischem Krankenhausbefund steht: Patientin weicht direktem Blickkontakt aus.Das war mir nicht bewußt und wenn ich nun zum Gutachter muß was mache ich da, ist es besser den Blickkontakt zu erwidern ?

    LG Sylke

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Sylke,
      auf gar keinen Fall solltest du dich anders verhalten als sonst. Natürlich ist man beim Gutachter immer auch aufgeregt, vielleicht sogar etwas neben der Spur. Umso besser! Er soll ja sehen, wie du bist, wie es dir geht und wo die Schwierigkeiten liegen. Den Blickkontakt nicht zu halten, zeugt von einer unsicheren Persönlichkeit. Psychisch Kranke in Krisen könne nur schwer den Blickkontakt halten. Sie wirken eher abwesend, in sich gekehrt. Wenn du dich bemühst den Blickkontakt zu halten, machst du dem Gutachter etwas vor und das verfälscht nur unnötig das Bild. Liebe Grüße
      Benno

    • Sylke sagt:

      Da hast Du Recht,ich bin jetzt schon ganz neben der Rolle.Aber zuerst muß ich mal wieder nach einmal Blutgerinsel in der Hauptschlagader gucken lassen,da man im Krankenhaus auf der linken Seite den schwarzen Starr diagnostiziert hat und mein Neurologe heute sagte ,das könnte Vorboten für einen erneuten Schlaganfall sein.Aber Dir danke ich sehr für Deine Ratschläge ,sobald ich Probleme habe denke ich an Deine Seite !

      LG Sylke

  98. Anonym sagt:

    Hallo Frank,
    ich bin seit 5 Jahren krank hatte nach langem Kampf eine befristete Rente für ein Jahr wegen Depression bekommen. Nun ist die Rente abgelaufen und ich habe rechtzeitig (8 Monate vor ablauf) einen Antrag auf Verlängerung gestellt, die Rentenkasse hat den Eingang bestätigt. Nun bekomme ich aber schon 3 Monate kein Geld mehr selbst den Anteil für Krankenkassenbeiträge die die Rentenkasse zahlen sollte zahle ich selbst.
    Was kann ich tun die Rentenkasse lässt sich Zeit.
    LG. Maik

    • Anonym sagt:

      Hallo Maik, an deiner Stelle würde ich zum Arbeitsamt gehen. Soweit ich weiß zahlen sie dir übergangsweise Arbeitslosengeld oder Hartz4, bis dein Antrag durch ist. Wenn deine Rente dann bewilligt wird, gleichen die Ämter das untereinander aus. Du bekommst dann eben weniger Nachzahlung. Ich würde das baldmöglichst tun, denn dein Anspruch beginnt erst mit Antragstellung.

      Liebe Grüße

      Benno

    • Anonym sagt:

      Hallo Benno,
      vielen Dank für Deine Information.
      Ein frohes Weihnachtsfest für Dich und Deine Familie.
      LG Maik

  99. Anonym sagt:

    Es gibt sachen

  100. Anonym sagt:

    Hallo Frank,

    ich war 2007 zwei Jahre lang an Burn Out erkrankt und lies mich dann auch Scheiden
    ( war auch gut so ). Stieg dann 2009 von 0 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} sofort 100 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} wieder in mein Job ein in einer neuen Firma ein. Lief auch alles Bestens. Ok ich kam von Zeit zur Zeit schon an meine Grenzen ganz besonders Ende 2010 und zog mich dann so 2011 durch. Wechselte dann auch Ende 2011 meinen Job da ich am Anschlag war. 2012 erkrankte ich erneut wegen Erschöpfungszuständen und der Diagnose " Posttraummatische Belastungsstörung". Ich geh im April 5 Wochen in eine Psychosomytische Reha.
    Seit 2007 bin ich ein Mal in der Woche in psychologischer Behandlung und nehe Psychopharmika das ich über die Runden komm. Lebensfreude und Lebensenergie hab ich nur sehr wenig aber meine Frau und meine zwei Kinder halten mich am Leben und geben mir die Kraft nicht aufzugeben. Mein Arbeitgeber hat mir meine leitende Stellung im Betrieb wegen einer krankheitsbedinkten Kündigung rausgeschmissen. Er hat sogar vor Gericht recht bekommen das hat mich zusätzlich total fertig gemacht.
    Was bringt mir die Reha ???
    Wie geht es finanziell weiter ??? Aktuell bekomme ich von Arbeitsamt noch bis November Geld dann nicht mehr. Das macht mich jetzt schon fertig.
    Wenn ich in der Reha bin und sage wie sieht es mit Erwerbsminderungsrente aus dann könnte man ja meinen ich habe es nur auf die Rente abgesehen, das wäre ein falscher Eindruck. Ich brauch aber das Geld um über die Runden zu kommen als Familie.
    Ich wäre froh ich könnte in meiner leitenenden Tätigkeit weiter schaffen, dass können Sie mir glauben.
    Wie soll ich mich in er Reha verhalten und was soll ich tun damit ich Rente bekomme???? Das macht mir einfach Angst………………………….

    • Benno Blues sagt:

      Ich kann deine Sorgen gut nachvollziehen. Was passiert, wenn das Arbeitslosengeld ausläuft? Dann wirst du auf Hartz4 gesetzt. Eine Vermittlung in einen neuen Job bei dieser Vorgeschichte halte ich für unwahrscheinlich. Deshalb ist der Weg in die Rente aus meiner Sicht der beste Weg. Dann bist du finanziell erstmal für drei Jahre abgesichert und kannst in dieser Zeit schauen, wohin die Reise gehen soll.
      Sieh also zu, dass man bei der Reha auf "Rente" entscheiden wird. Das ist deine beste Chance. Wie sollst du dich verhalten? Zeig, dass du erschöpft bist. Zeig, dass du Angst vor der Zukunft hast. Zeig, dass du dich schämst, die Rente zu beantragen, sie dir aber doch sehnlichst wünscht.
      Wichtig ist, dass du dir klar wirst, was du willst und auch dafür eintrittst. Wenn es ein falscher Eindruck ist, dass du die Rente willst, was wäre dann der Eindruck, den du hinterlassen magst? Etwa, dass du die Rente nicht willst und lieber arbeiten würdest? Was glaubst du, wie man dann entscheiden wird? Oft gehen die Menschen in so eine Situation und hoffen, dass die Gegenseite schon sehen wird, was angebracht ist und dann auch das beste tun wird, auch gegen ihren vermeintlichen Willen. Das ist aber eine fatale Fehleinschätzung und oftmals nur falsche Bescheidenheit, die zu nichts führt. Wenn du die Rente willst und auch davon überzeugt bist, dass du sie haben solltest, dann bekommst du sie auch. Wenn du zweifelst, wird der Gutachter auch zweifeln und im Zweifelsfall wird er wohl eher zugunsten seines Auftraggebers entscheiden. Ist das so nachvollziehbar?

      Liebe Grüße Benno

  101. Anonym sagt:

    Hab noch vergessen dass ich 2007 und 2008 schon mal in einer psychosomatischen Kur war wegen meinem Burn Out. Hatte damals nicht so die Verantwortung wie heute mit einer Frau und zwei Kindern.
    Hab einfach Angst dass die mir die erwerbsminderungsrente nicht geben wollen obwohl ich sehr Krank bin mit der PTBS.

    Vielen Dank
    Helmut S.

  102. Anonym sagt:

    Hallo,

    ich leide seit Jahren unter chronischen Depressionen.
    Habe verschiedene Therapien hinter mir und schließlich 2011 einen sechswöchigen Klinikaufenthalt in einer psychosomatischen Klinik für Verhaltenstherapie. Ich leide unter Angst- und Panikattacken wenn ich bei der Arbeit unter Stress komme und nehme Antidepressiva seit 2006 mit Unterbrechung.
    Musste deshalb bereits 2 Jobs aufgeben weil ich es nicht mehr gepackt hatte und war knapp 2 Jahre arbeitslos. Ich wollte eigentlich keine Führungsposition mehr, aber mit 57 Jahren war ich froh, dass ich diesen Job als Abteilungsleiter bekommen habe.
    Die Arbeit machte mir Spaß und ich hatte ein gutes Team an meiner Seite. Nach einem Meeting, bei dem ich persönlich angegriffen wurde war dann alles wieder wie vorher. Keine Chance zur Gegenwehr, Herzrasen, Panik und der Wunsch nichts wie raus hier. Ich bin wieder ganz unten und krank geschrieben – jetzt reicht's mir ! Ich hab es noch einmal versucht aber mich bekommen keine 10 Pferde mehr an diesen Arbeitsplatz zurück. Das andere Problem wird wohl sein, dass ich im Fall einer Kündigung kein Arbeitslosengeld erhalte, weil ich bis November 2012 welches bezogen hatte. 2013 hatte ich dann nur 450er Jobs.
    Welche Vorgehensweise ist jetzt am besten um Erwerbsminderungsrente zu beantragen?

    Grüße
    Richi

  103. Benno Blues sagt:

    Hallo Richi,
    es tut mir leid, wie es dir erging. Diese Erfahrung hättest du nun wirklich nicht mehr gebraucht. Ich rate dir, schnellstens die Schwerbehinderung zu beantragen. Du musst deinen Arbeitgeber hiervon unterrichten. Das ist wie ein vorläufiger Kündigungsschutz, natürlich nur so lange, wie dem Antrag am Ende auch entsprochen wird. Wenn es für dich aber eh kein zurück gibt, wie du schreibst, kannst du eigentlich nur gewinnen. Ja und dann würde ich dir einen Rentenantrag empfehlen. Bei mir hat das Arbeitsamt seinerzeit Überbrückungszahlungen geleistet, bis die Rente genehmigt war. Ich wünsche dir, dass du einen für dich guten Weg findest! Liebe Grüße Benno

  104. Anonym sagt:

    Die Liste der Beschwerden ist nicht mehr aufrufbar. Schade, könnten Sie diese wieder online stellen?
    Danke

  105. Anonym sagt:

    hallo ,
    ich leide auch ständig unter panikattacken und Depressionen ,ich war 17 jahre lang alkohohlkrank habe es geschafft nicht mehr zu trinken, ich bin jetzt 47 jahre alt würde auch gerne die erwerbsminderungsrente einreichen ,aber ich wohne nicht mehr in Deutschland und bin auch nicht mehr dort krankenversichert meine frage kann ich denn trotzdem einen antrag ausfüllen?

  106. Benno Blues sagt:

    Ich glaube nicht, dass ich zu deinem Fall verlässliche und hinreichende Aussagen machen kann, weil ich a) zu wenig über dich weiß und b) der Fall kompliziert scheint. Grundsätzlich können Erwerbsminderungsrenten auch ins Ausland gezahlt werden, wenn die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. In Ländern der EU ist das problemlos möglich. In Ländern außerhalb der EU gibt es möglicherweise Einschränkungen. Bitte wende dich mit deinem Anliegen direkt an eine Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung.

    Liebe Grüße Benno

  107. Anonym sagt:

    Hallo,

    ich habe seit 1996 Depressionen mit einer Angststörung. 2 Klinikaufenthalte und seit 2001 bis 2013 hatte ich eine Psychotherapie. Ich habe 2013 eine Verlängerung beantragt, aber von der Krankenkasse abgelehnt, weil meine Kontigent erschöft war. Jetzt klage ich vor dem Sozialgericht. Zusätzlich waren Zwangsgedanken hinzugekommen. Die Gutachter der Krankenkasse sehen kein Erfolg mehr, aber mein Therapeut aber. Ich war seit 2001 arbeiten und nicht weiter krank geschrieben auf meine Krankheit. Jetzt bin ich seit Januar krank und letztes Jahr seit Juli immer mit Unterbrechung. Ich bin zu 40{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} Behindert und auch gleichgestellt. Ich bin krank weil ich aus einem Büro mit einer Person in ein Büro mit 5 weiteren Personen umziehen musste und ich mit der ständigen Anwesendheit der Personen nicht klar komme. Auf ein Attest meiner Neurologin hat mein Arbeitgeber nicht reagieren wollen. Er hätte mich nur in ein kleines anderes Büro umsetzen brauchen, dann wäre ich vielleicht mit dieser Umstellung irgendwie klar gekommen. Das Büro war auch vorhanden, man hätte halt nur die Kollegen umsetzen brauchen. Aber man wollte wohl nicht. Ich hatte mich seit Jahren stark für den Betriebsrat gemacht (war also Betriebsratsmitglied). Jetzt bin ich seit Januar krank und in ein paar Tagen gehe ich zur Reha. Ich hatte mich an eine Beraterin vom Gesundheitsamt /Psychatrischer Dienst gewandt. Ich sagte der Beraterin das ich nicht mehr weiter weiss und nicht mehr weiss wie ich wieder arbeiten gehen soll und das den ganzen Tag. Sie hat daraufhin die Reha betrangt und ist auch sofort genehmigt worden. Ich möchte nicht mehr den ganzen Tag arbeiten und irgendwie dort durchhalten. Die Beraterin meinte, dass in der Reha geschaut wird, ob ich überhaupt erwerbsfähig bin.
    Eigentlich möchte ich arbeiten, aber ich will aber auch nicht mehr jeden Tag Angst haben auf den Weg zur Arbeit und was dort wieder geschehen ist. Ich weiss auch nicht ob weniger arbeiten die Lösung ist.
    Frage: sollte man dort sagen, dass man eigentlich arbeiten möchte, oder eher nicht? Ich möchte eine Erwerbsminderungsrente beantragen, weil ich einfach den Anforderungen nicht mehr gewachsen bin. Ganz erwerbsunfähig zu sein, kann ich mir nicht vorstellen, dass man mir das gibt. Ich war einfach so blöd mich immer hinzuschleppen und zu überwinden. Das man sicher denkt es ging doch alle die Jahre. Also sollte man sagen, dass man arbeiten möchte oder eher nicht?
    Vielen Dank. Anne

  108. Anonym sagt:

    danke ,für die schnelle Beantwortung ,ich glaube auch das es sehr kompliziert werden kann ,ich wohne in der türkei ,und habe hier auch leider keine ärztliche unterlagen, aber ich werde mal mit dem Beratungsteam sprechen.lieben dank,

  109. Anonym sagt:

    Hallo, ich bin Meggie,
    ich bin 52 Jahre alt und habe schon mehrere auch schwere Depressionen hinter mir. Zur Zeit arbeite ich 62 Stunden im Monat. Habe einen epileptischen Anfall gehabt, die ich unter Antidepressiva bekommen, da mein Lamotrigin Spiegel nicht ausreichen war. Nun bin ich überhaupt nicht mehr belastbar. Wenn ich mich erwerbsunfähig melden will, wie ist es dann mir der Mitversicherung unseres Kindes? Er ist 14 Jahre und noch bei mir mitversichert, da mein Mann selbstständig ist und unter der Beitragsgrenze liegt, da er nicht so viel verdient.
    Wäre das Kind dann noch bei mir mitversichert?

  110. Anonym sagt:

    Noch mal Meggie,
    ich habe meine Erwerbsminderungsrente ausgerechnet, sie würde bei 628 € liegen, ohne Sozialabgaben…

  111. Benno Blues sagt:

    Hallo Meggie,
    aus meiner Sicht, kann dein Sohn bei dir versichert bleiben. In der Regel wird das Kind immer beim einkommensstärksten Elternteil versichert. Wenn du das bist, bleibt also vermutlich alles beim Alten. Die Voraussetzungen für eine Familienversicherung bei Rentenerhalt kannst du hier nochmal nachlesen:

    http://rentenberatung-aktuell.de/krankenversicherung/beratungsbereiche-krankenversicherung/228-familienversicherung.html

    Wenn du es aber genau wissen willst, solltest du noch einmal bei deiner Krankenkasse nachfragen.

    Liebe Grüße Benno

  112. Anonym sagt:

    hallo frank
    hats du meine E-Mail erhalten? habe dir heute geschrieben aber noch keine antwort bekommen.
    lg
    andrea

  113. Anonym sagt:

    Sorry, hab leider keine Mail erhalten 🙁

    frank

  114. Anonym sagt:

    hallo.. ich habe die berichte hier mit intresse verfolgt…ich bin seit einem
    jahre wegen depression krank geschrieben…hätte mir wahrscheinlich schon
    vorher hilfe holen sollen… kurz geschrieben suzid von ehemann ist war schon 23 jahre her,damals 2 kleine kinder 2 und 6 ,tod vater 1 jahr später
    dann 21 ehe und scheidung , oktober 2012 od der mutter und umug der firma und ich fühle mich da nicht mehr wohl…habe da nur u hören bekommen ich schaffe nicht genug und wurde auch gemeiden.ich arbeie 40 jahre in dieser klinikund bin nun 58,im mai 2013 bin ich zusammen gebrochen und hae auch nur noch ein gewich von 47 kg bei 171 cm..bin seid dem krankgeschrieben und ab sep.in psy.behandlung … bisher 5 x gruppentherapie und 22 x einzel therapie..ich war nach ablehnung durch die rv nun 7 wochen zur einer reha in einer psy.klinik.von den 7 wochen war ich 6 tage in einem normalen krankenhaus da ich aus unerklärten
    grnden umgefallen bin und bewußtlos (was mir shon öfters vor der reha und nach der reha passiert ist) ich soll je noch ins mrt weil sie am herzen qwas gefunden haben.bei der reha habe ich mich gu aufgehoben geflüllt,alle haen da ja probleme mi der psyche und keiner ha mich für
    arbeistfaul gehalten.ich wurde als krank dort entlassen da der arzt meinte ich bin zu einer eingleiderung von 2 std.noch nich geeignet bin..
    bekomme auch psychopharmaka und schlaftabletten..nein arzt will mich demnächst wieder eingliedern….ich schaffe das aber nicht und möche auch die rente einreichen.. antrag wg.schwerbehinderung habe ich schon gestellt.nach der reha habe ich wieder viele rückschritte gemacht und traue mich nich zu sagen das ich die rente beanragen möche und keine eingleiderung haben möchte …die denken dann wieder ich bin faul …ich bin total verzeifelt und weiß nicht wie ich das hin bekomme… fr eine anwort währe ich wirklich dankbar

  115. Anonym sagt:

    hallo frank,
    tolle idee diese seite!seit ich letztes jahr mit einer mittelschweren depression (burn-out) 10 wochen in einer psychiatrischen tagesklinik war, weiß ich, dass ich schon mit anfang 20 depressionen hatte- ich wußte nur nicht, dass es welche sind……ab 18 hatte ich dann auch erhebliche rückenschmerzen und wurde mit 34 bereits deshalb operiert. ich habe aufgrund des rückens bereits 2 anträge auf erwerbsminderung gestellt, aber beide wurden abgelehnt. jetzt habe ich nach vielen jahren des kämpfens im job u. nach bereits vollzogener umschulung vor, einen neuen antrag zu stellen. ich wurde dieses jahr im märz ausgesteuert u. habe mich danach arbeitslos gemeldet. beziehe jetzt also alg 1-habe mich allerdings schon wieder krank schreiben lassen müssen, da es mir momentan zwar seelisch besser geht,aber der rücken wieder streikt. hast du irgendwelche tipps für mich, wie ich vorgehen soll bei der beantragung. ferner habe ich auf den rücken nur 20{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} bekommen u. frage mich, ob ich zuerst einen verschlimmerungsantrag bzgl. der prozente stellen soll….bei den letzten ablehnungen haben mir die medizinischen gutachter übrigens gesagt, ich sei zu jung für eine rente……ich frage mich, was meine erkrankungen mit meinem geburtjahr (1968) zu tun haben…..ich habe wirklich angst, dass sie die rente wieder ablehnen, da meine belastbarkeit so gering ist, dass ich mir momentan nicht mal einen 450euro job vorstellen könnte. es ist extrem schwer, sich einzugestehen, dass man nicht mehr erwerbsfähigkeit, finde ich.zumal ich eine umschulung in meinem traumjob bekommen habe. aber auch dieser geht mir so auf die psyche, dass ich ihn nicht mehr ausüben kann. ich merke gerade, dass ich mich schon wieder rechtfertige u. damit wollte ich eigentlich aufhören. lg

  116. Anonym sagt:

    hallo frank- ich nochmal 😉
    ich wollte den antrag jezt auf die depression beziehen, falls das nicht deutlich wurde. oder soll ich den auf beide sachen stellen? lg

  117. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonym vom 30.05.14 01:28,
    ich habe seinerzeit den Antrag auf EM-Rente ausschließlich auf die Depression gegründet. Das war der Grund, weshalb ich nicht mehr arbeiten konnte. Darauf habe ich mich konzentriert. Parallel zu diesem Antrag beantragte ich die Schwerbehinderung. Ich hatte gleich beim ersten Rentenantrag Erfolg und würde es deshalb wieder so machen. Beim Antrag auf Schwerbehinderung kannst du ja dann alle anderen Beeinträchtigungen auch mit aufführen. Dieser Vorgang wird mit zur Bewertung deines Rentenantrages heran gezogen. Wegen eines Rückenleidens ist es sicher schwerer als erwerbsunfähig eingestuft zu werden. Ein Berufsunfähigkeit ist da vielleicht eher drin. Im Übrigen kenne ich auch jüngere Rentner, also nach 68 geboren. Wenn du nicht arbeiten kannst, kannst du nicht arbeiten und fertig!! Dann gehst du eben solange zum Arzt, dis es auch der letzte Gutachter begriffen hat. Übrigens möchte ich auch kein Gutachter sein. Diese Menschen sollen in 60 Minuten darüber entscheiden, ob du auf Dauer arbeitsunfähig bist oder nicht. Wie soll das gehen? Nicht jeder trägt den Kopf unter dem Arm…
    Viel Erfolg bei deinem Anliegen, gute Besserung für den Rücken und liebe Grüße aus der Ferne! Benno

  118. Benno Blues sagt:

    Hallo anonym vom 12.05.14 20.55,
    ich kann gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Ich fühlte einst auch so wie du, glaubte, die Rente nicht verdient zu haben. Ich fühlte mich als Schmarotzer und Sozialbetrüger. Aber all diese Gedanken sind uns nur eingeimpft worden. Die Wahrheit ist: Könnten wir arbeiten, würden wir es tun, herzlich gern.
    Ich glaube nicht, dass du in der Lage bist, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Dein Körper zeigte es dir auf eindrucksvolle Weise immer wieder: Du bist einfach umgefallen. Gönne dir diese Pause, nach der deine Seele schreit und beantrage die Rente. Du tust es für dich und du tust dir etwas Gutes damit. (Aus meiner Sicht – das einzig Richtige!) Was Andere über dich denken, sollte ihr Problem sein und nicht deines. Zudem sagt das, was Andere über dich reden, mehr über sie selbst aus, als über dich. Also lass sie reden. Sorge du für dich und kümmere dich nicht um die Sorgen deiner Mitbürger! Dazu möchte ich dich ermuten.

    Liebe Grüße Benno

  119. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    gut, dass ich Deine Seite hier entdeckt habe. Meine gesundheitlichen Probleme sind orthopädisch/neurologisch/psychisch. Und zwar: zwei operierte Bandscheibenvorfälle und Wirbelgleiten an der Halswirbelsäule von C3 zu C4 und von C4 zu C5. Versteift und Implantate. Op war Anfang 2012, seitdem bin ich mit dem Kopf und Hals sehr bewegungseingeschränkt. Habe mich dennoch knapp 3 Monate nach der Op wieder zur Arbeit geschleppt, arbeite nur halbtags – aber immer unter Schmerzen … nach der Op wurden die Probleme im Hals-Nacken-Schulterbereich immer schlimmer. Habe nun Bandscheibenvorfälle im Segment unterm operierten Bereich von C5 zu C6 und von C6 zu C7. Weitere Op mit Risiken verbunden und ohne Garantie, dass meine mittlerweile schon chronischen Schmerzen verschwinden. Ferner schwere Cervikalbrachialgien (von HWS bedingte Arm- überwiegend Unterarmschmerzen) mit sensomotorischen Ausfällen, ständige
    Kopfschmerzen (Cervikocephalgien), Verdacht auf Schmerzstörung. Neurologisch/psych: multiple Ängste, depressiver Erschöpfungssymptomatik, Panikzustände, ausgeprägte fortschreitende Agoraphobie.
    Krankgeschrieben bin ich seit Januar d. J. – ausgesteuert von der Krankenkasse werde ich Anfang März 15, weil meine ganzen Krankschreibungen wegen der HWS-Problematik abgezogen werden.
    Werde nun Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen. Was sollte ich bei der Angabe meiner Krankheiten beachten? Wie hoch schätzt Du meine Chancen ein? Ach so, bin 51 Jahre alt.Achso! Fast vergessen: War kürzlich für 13 Tage in einer ambulanten orthopädischen Reha. Musste zwei Tage vorher mit ärztlichem Einverständnis beendet werden, weil meine Schmerzen sich dort verschlimmert haben. Gegen den ärztlichen Entlassungsbericht habe ich mittlerweile Widerspruch eingelegt. Ging als arbeitsunfähig in die Reha – wurde auch als arbeitsunfähig entlassen: "
    Bei anhaltender bzw. im Reha-Verlauf zunehmender Schmerzsymptomatik besteht weiterhin eine deutlich herabgesetzte Belastbarkeit. Momentan ist eine berufliche Einsetzbarkeit nicht gegeben. Die Entlasung erfolgt unverändert arbeitsunfähig. Dabei sehen wir die Einschränkungen zum Teil aufgrund der orthop. Diagnosen begründet, zum anderen besteht der Verdacht auf eine chronische Schmerzstörung mit ebenfalls deutlicher Einschränkung der beruflichen Leistungsfähigkeit. Aus orthop. Sicht gehen wir im weiteren Verlauf von einer vollschichtigen Leistungsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bürokraft sowie für andere leichte bis mittelschwere körperliche Arbeiten aus…"
    So was Widersprüchliches …. Reha hat nicht geholfen … eher verschlimmert … und was soll ich nach Meinung des Reha-Arztes nun wohl noch tun, um seine Prognose erfüllen zu können? Seine Antwort auf meinen Widerspruch erhielt gestern sowohl die DRV als auch ich:
    er hält seine sozialmedizinische Beurteilung aufrecht, zumal ich in langen (na ja?!?) Arztgesprächen mehrfach gesagt habe, wieder als Bürokraft arbeiten zu wollen….. tatsächlich habe ich gesagt, dass ich das anstrebe (man möchte ja auch nicht als Faulenzer und Pessimist da stehen) …. de facto geht es aber nicht mehr. Habe nun vom Schreiben (und das ist mein Beruf) unerträgliche Schmerzen, die ich im übrigen auch nachts habe – habe schon Angst vor dem Schlafengehen.
    Viele Grüße und allen hier viel Kraft
    Alina

  120. Thomas sagt:

    Hallo,

    erstmal danke für diese Webseite, bin zufällig drauf gestoßen und muß sagen, daß ich dadurch wieder ein wenig Hoffnung schöpfen kann. Ich bin noch jünger (37), bin aber seit knapp 15 Jahren arbeitsunfähig bzw ohne Arbeit. Habe ein schweres Rheumaleiden, Schmerzpatient, Gehbehinderung usw. (80{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} Schwerbehinderung) Irgendwann wurde ich dann von einem Sachbearbeier von der Arge "genötigt" einen Rentenantrag zu stellen, weil der meinte dann wird man ja sehen ob ich noch arbeiten könnte.

    Erst kam ich zu einem orthopädischen Gutachter, wo ich mir vorkam wie ein Stück Fleisch, schlußendlich hat er der DRV mitgeteilt dass ich noch (eingeschränkt) arbeitsfähig sei (Telefonjob?).

    Ich leide schon lange unter Schwermut, aber hab mich irgendwie nie getraut das bei Ärzten und auch bei der DRV anzusprechen, doch war ich zu dem Zeitpunkt so am Ende, dass ich den Mut aufbrachte und es der DRV schilderte. Ich bekam ein erneutes, diesmal psychologisches Gutachten, wo ich dann erstmals in der Lage war über meine Probleme zu sprechen und der Gutachter teilte mir noch bei dem Gespräch mit, dass er den Rentenantrag auf jeden Fall befürworten wird.(wg Depressionen in Verbindung mit meinem körperlichen Leiden)

    Ich bekam erstmal 3 Jahre Rente wegen voller Erwerbsminderung, mir ist damals so ein Stein vom Herzen gefallen und ich bekam mein Leben für mich wieder in den Griff, auch wenn ich grad mal 200€ Rente bekomme und der Rest von der Grundsicherung aufgestockt wird, aber ich war einfach zufrieden – bis dann der Zeitpunkt näher rückte, dass die 3 Jahre abliefen. Ich wurde wieder depressiv, stimmungsschwankend ohne Ende, hatte ständig Angst vor Post und Telefon, habe die wenigen Freunde und meine Freundin in der Zeit verloren, weil ich unausstehlich war und mich so stark auf sie fixiert habe, an nichts mehr Spaß hatte.

    Natürlich mußte ich zu einem neuen Gutachten, ich war so nervös und der Gutachter hatte sich kaum Zeit genommen und ließ mich kaum zu Worte kommen, war abwertend, ich hab fast kein Wort rausbekommen (hab eigentlich so die wichtigen Punkte gar nicht angesprochen und kam mir total doof vor), er meinte er hätte Bauchschmerzen wenn er mich einfach so weiter in Rente schicken würde, weil nichts getan wurde in den letzten 3 Jahren und etwas geschen müsste, sodass es voran geht mit mir.

    Ich war in der Zeit nur beim Rheumatologen und Hausarzt in Behandlung, war nie bei einem Psychiater/Psychotherapeuten, welcher mich da untersützen könnte, ich habe mich immer davor gedrückt, weil es mir am besten geht, wenn ich keine Termine habe und keinen Druck, einfach mein Leben in Ruhe leben kann, ein sehr einfaches Leben, aber nur so komme ich zurecht.

    Kurze Zeit später, vor ein paar Tagen kam dann der Brief der DRV, ein Formular zur Teilnahme an einer psychosomatischen Rehamaßnahme, welche meine Erwerbsfähigkeit ja verbessern könnte. Ich kann gar nicht beschreiben wie ich mich seitdem fühle, ich kann kaum klar denken, ich habe Panikattacken und Ängste, Herzrasen und krieg seit Tagen keinen Bissen runter, kann nicht schlafen, bin nur am grübeln und finde keinen einzigen positiven Gedanken. Ich versuche ständig zu verdrängen, aber das funktioniert nicht, ich hab grad auch keine einzige Person, der ich mich anvertrauen könnte.

    Jetzt habe ich aber durch Lesen ihrer Erfahrungen ein wenig Hoffnung geschöpft, ich kann unmöglich für einige Wochen in eine stationäre Rehaklinik, das würde ich nicht aushalten, aus meiner gewohnten Umgebung raus und mit anderen fremden Menschen, in einer fremden Umgebung, habe ziemlich sicher sowas wie eine soziale Phobie, würde nicht einen Moment zur Ruhe kommen, das ist für mich die Hölle.

    Der Reha-Ort wird mir erst mitgeteilt wenn ich den Anmeldebogen ausgefüllt habe, also kann ich da mit keinem telefonieren, ich bin zur Zeit echt am verzweifeln.

    2. Teil kommt sofort

  121. Thomas sagt:

    Ich könnte evtll beim Sozialverband anfragen, ob ich da Hilfe bekomme, kann ich nicht sagen.

    Was würden sie mir empfehlen? An wen wende ich mich und welches sind die richtigen Worte bzw Gründe, sodaß die Rehamaßnahme vielleicht doch noch zurück gezogen wird?
    Soll ich mit der DRV telefonierten und meine Ängste schildern?

    Würde mich wahnsinnig über eine Antwort freuen

    lg Thomas (sorry für den langen text, ich hab schon versucht mich kurz zu halten)

    ps Sollte ich mir vielleicht doch einen Psychotherapeuten suchen, vielleicht allein schon damit ich mich jemandem anvertrauen kann und der mich dann in Zukunft untersützen könnte?

  122. Benno Blues sagt:

    Hallo Alina,
    das hört sich alles nicht so an, als ob du je wieder arbeiten könntest? Ich finde es daher richtig, konsequent und gut, dass du die Erwerbsunfähigkeitsrente beantragen willst. Ich denke auch, dass deine Chancen nicht schlecht stehen. Entscheidend wird sein, was in den Arztberichten steht, denn die Personen, die am Ende über dein Begehren entscheiden, kennen dich nicht. Sie entscheiden nach Aktenlage. Darum halte ich es für wichtig, dass du authentisch bist. Wenn du die Rente willst, dann steh auch dazu! Verniedliche es nicht! Verschleiere es nicht, indem du nicht als "Faulenzer" da stehen willst! Wie sollen sich die Ärzte verhalten, wenn du ihnen verbal und nonverbal zu verstehen gibst, dass du dich schämst, die Rente zu beantragen? Sollen sie dir zu etwas raten, was du innerlich ablehnst? Das wird nur in Ausnahmefällen passieren, wenn du gleichsam den Kopf schon unter dem Arm trägst. Gehe noch einmal tief in dich und überlege dir, was du wirklich willst! Und wenn es die Rente ist, dann gönne sie dir auch! Steh dazu und sag, dass du nicht mehr kannst, dass du die Rente brauchst, um gesund zu werden! Symptome hast du ja reichlich, die dir eines deutlich zeigen: So wie bisher kann es nicht mehr weiter gehen. Mir hat die Rente sehr geholfen, mein Leben neu zu ordnen und wie du in meinen Blogs lesen kannst, bin ich immer noch dabei. Ich bin der Überzeugung, dass du die Rente bekommst, wenn du selbst zweifelsfrei davon überzeugt bist, dass sie dir auch zusteht. Sorge in Zukunft für Arztkontakte, während denen dies deutlich wird. Ebenfalls rate ich dir dazu, einen Antrag auf Schwerbehinderung zu stellen. Mit diesem Antrag machst du einmal mehr deutlich, dass du dich nur noch für sehr eingeschränkt arbeitsfähig hältst. Viel Glück für dein Vorhaben! Liebe Grüße Benno

  123. Benno Blues sagt:

    Hallo Thomas,
    zunächst einmal Danke für dein Vertrauen und dein Interesse an meinem Blog! Ich verstehe gut, wovon du berichtest und weiß ungefähr, wie du dich fühlst. Ich habe ähnliches erlebt. Erst als die Rente unbefristet genehmigt wurde, fand ich wirklich Ruhe. Mein Kopf fand immer tausend vernünftige Gründe, dass ich mich nicht sorgen müsste, aber meine Gefühle schienen eigene Wege zu gehen.
    Eine Reha dauert 4-6 Wochen. Du bist jetzt viele Jahre arbeitsunfähig. Glaubst du im Ernst, so eine Reha kann und will da etwas richten? Aus meiner Sicht hat die Reha eher den Zweck, heraus zu finden, wie es um deine Gesundheit wirklich steht. Für einen Gutachter ist das keine leichte Aufgabe, zumal er dich überhaupt nicht kennt. Während der Reha wird dann interdisziplinär geschaut, wie es um dich steht. Du hast also nichts zu befürchten. Und wenn die Angst einfach nicht weg gehen will? Als ich zur Reha sollte, bin ich, nachdem ich erfahren hatte, wo das sein soll, hin gefahren und habe ihnen meine Ängste geschildert und welchen Druck die anstehende Reha auf mich ausübt. Ich hatte Angst, meine Partnerin zu verlieren, war ziemlich kopflos, so in etwa wie du es jetzt bist. Im Ergebnis dieses Gesprächs wurde die Reha wieder gecancelt und ich bekam den begehrten Rentenbescheid ohne Reha. Die Situation ist also noch nicht aussichtslos für dich. Lass dir einen Termin geben für ein Vorgespräch, wenn du weißt, wohin die Reise gehen soll!
    Parallel rate ich dir dazu, regelmäßig einen Psychiater aufzusuchen. Öffentliche Stellen tun sich umso schwerer, je jünger die Patienten sind. Also sorge dafür, dass sie die Argumente bekommen, die sie brauchen, um eine Entscheidung in deinem Sinne zu treffen. Wenn du dir Unterstützung von einem Psychologen wünscht, dann ist auch das eine gute Idee. Psychologen sind aber meist keine Ärzte und werden demzufolge auch nicht zu ärztlichen Stellungnahmen heran gezogen.
    Ich hoffe, ich kann dir ein wenig weiter helfen! Alles Gute, Thomas! Liebe Grüße Benno

  124. Thomas sagt:

    Hallo Benno, danke für deine Antwort und die aufbauenden Worte. Ich hab mir einen Termin bei einem Psychiater/Psychoterapeuten besorgt, aber das Erstgespräch lief nicht so wirklich zufriedenstellend ab, hatte mich gefragt ob ich Medikamente verschrieben haben möchte und ich meinte bin mir nicht so sicher und dann meinte er wie er mir helfen könnte und ich hab davon gesprochen, etwas selbstbewusster zu werden, was gegen meine Ängste zu tun, Kraft zu tanken und da meinte er dafür müsse eine tiefenpsychologische Therapie her und die könnte er nicht anbieten, weil er dafür keine Kapazitäten mehr hat. Er meinte ich soll weiter versuchen einen Psychotherapeuten zu finden (hab schon einige angerufen, aber nirgends einen Termin bekommen, wenn dann 1 Jahr Wartezeit)

    Wenn ich nicht so unsicher wäre, was ich wirklich brauche bzw was mir wirklich hilft, evtll ist ja eine psychiatrische Behandlung auch sinnvoll, aber mir kam es nicht so vor als wäre das diesem Arzt alles ein wenig zuviel was ich da angesprochen hatte, er hatte auch nicht sonderlich viel Zeit und wirklich wohl gefühlt hatte ich mich erstmal nicht.

    Vielleicht sollte ich es ja nochmal mit diesem Psychiater versuchen, anrufen und um einen neuen Termin bitten, zumindest dass ich irgendeine fachliche Unterstützung habe, die der DRV Auskünfte über meine Krankheit geben kann?

    Ich bin mir so unsicher, würde mich so gern mal jemandem anvertrauen und ein wenig Unterstützung bekommen, vielleicht ja auch mal Antidepressiva oder ähnliches verschreiben lassen.

  125. Thomas sagt:

    Noch was, wenn mich das nächste mal ein Psychiater fragt "Was erwarten sie sich von mir bzw wie kann ich ihnen helfen?", was antworte ich ihm am besten, sodaß ich nicht wieder abgewimmelt werde und er mich nicht in Behandlung nimmt?

  126. Benno Blues sagt:

    Hallo Thomas,
    Ängste und Unsicherheit gehören dazu. Schließlich geht man nicht mal einfach so zum Psychiater. Vermutlich hat er dich verunsichert mit seinen Fragen. Es war aber richtig diese Fragen zu stellen. Er kann dir nicht helfen, wenn du nicht mitgehst. Darum fragt er so etwas. Hier im Blog kannst du sehr schön beschreiben, was du willst. Du fühlst dich unsicher, weißt nicht wirklich, was gut für dich ist und wünscht dir hier Unterstützung. Du weißt nicht, ob du Antidepressiva nehmen sollst. Und wie wäre es, es auszuprobieren? Wenn dir das Ergebnis nicht gefällt, kannst du die Medikamente doch jederzeit wieder absetzen?
    Wenn die Anspannung vor dem nächsten Besuch wieder so groß ist, dann rate ich dir dazu, dir vorher aufzuschreiben, was du vorbringen willst. So mache ich das immer, wenn ich aufgeregt bin.
    Und was du dir sonst noch von einem Psychiater wünscht? Wolltest du nicht Unterstützung bei deinem Vorhaben, die Rente zu bekommen? Wolltest du nicht, dass in Zukunft besser dokumentiert ist, wie es um dich seelisch steht? All dies sind mögliche Antworten auf die Eingangsfrage deines Psychiaters. Gehe einmal in dich und stelle dir selbst diese Frage. Und dann schreibst du die Antworten am besten auf, ehe sie gleich wieder verschwinden. Liebe Grüße Benno

  127. Thomas sagt:

    Vielen Dank, Benno, ich werd das mal in Angriff nehmen. Ich muß das jetzt endlich mal durchziehen, hab mich zu lang versteckt und vieles verdrängt, weil ich nur meine Ruhe haben wollte. Jetzt muß ich die Rechnung zahlen.

    lieben Gruß, Thomas

  128. Anonym sagt:

    Hallo,

    ich bin durch Zufall auf diese Seite gestossen und bin erstaunt, wie sich die Krankheitsgeschichten gleichen und wie viele Menschen betroffen sind.
    Ich selbst bin 38Jahre alt und habe Angststörungen seit meinem achtzehnten Lebensjahr.
    Ich hatte mit zwei Jahren eine lebensbedrohliche Lungenentzündung und wurde damals, wie in der ehemaligen DDR üblich über drei Wochen im Krankenhaus isoliert und das ohne jeglichen Kontakt zu meinen Eltern. Ich glaube, da fing alles an. Als ich neun Jahre alt war, ließen sich meine Eltern scheiden und mein Vater lief auf der Straße wie ein Fremder einfach an mir vorbei. Ich muss dazu sagen, ich habe noch einen jüngeren Bruder, der bedingt durch seine Krankheit(Asthma) immer bevorzugt wurde. Sofühlte es sich zumindest in meiner Kindheit an. Ich schlug mich so durch und hatte mit achtzehn Jahren meine erste Panikattacke, ohne zu wissen, was eigentlich mit mir passiert. Ich lernte meinen damaligen Mann kennen, bekam meine drei Kinder und konnte durch Vermeidungsverhalten und Strategienmeine Angstattacken gut in Schach halten. Zeitgleich war ich immer wieder in psychologischer Behandlung, das erste Mal mit achtzehn Jahren in einer Tagesklinik, danch immer wieder ambulante Psychotherapie.
    Wie das Leben so spielt, hat meine Ehe nicht gehalten, mein Mann betrog mich mehrfach und so zog ich den Schlussstrich unter meine Ehe.
    Mein Exmann dachte, dass sei nur eine Phase und bedingt durch meine Krankheit, sei ich auf ihn angewiesen. Doch mir war es ernst und so trennte ich mich von ihm. Zum Abschied gab er mir einen Satz mit auf den Weg, der lautete: Die Kinder werde ich Dir wegnehmen, eins nach dem anderen. Das traurige daran ist, aufgrund meiner Krankheit und dem daraus resultierenden Mangel an Kraft, habe ich es nicht geschafft, zwei meiner Kinder leben seit geraumer Zeit bei ihrem Vater. Das war, glaube ich,der I-Punkt, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Nach jahrelangem Streit über Sorge- und Aufenthaltbestimmungsrecht, habe ich aufgegeben und komme mir unendlich schuldig vor, da ich sehe, wie sehr sich meine Kinder seitdem verändert haben und so beeinflusst werden, dass sogut wie kein Kontakt mehr besteht.
    Auf Empfehlung meiner Psychologin habe ich mich im Januar nach viermontiger Krankschreibung in eine Tagesklinik einweisen lassen. Dies hat mir teilweise geholfen, aber wirklich besser geht es mir nicht. Im September läuft nun mein Krankengeld aus und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Hätte ich Chancen auf Bewilligung der EM-Rente? Ich bin fix und fertig, vielleicht hat jemand einen Rat für mich. LG

  129. Anonym sagt:

    Hallo,
    habe mir gerade alles mit sehr viel Interesse durchgelesen und muss sagen das ich mich in vielen Situationen gefunden habe.Bin 50 Jahre alt,seit 2,5 Monaten krank geschrieben wegen mittelschwerer Depressionen.Außerdem habe ich chronische LWS Syndrom.Arbeite seit 24 Jahren schwer körperlich unter ständigem Druck,Stress und fühle mich nur noch ausgenutzt und leer.Vor 2 Jahren hatte ich schon mal das gleiche Problem,war letztes Jahr in der psychosomatischen REHA aber trotz meiner seelischer Beschwerden bin ich weiterhin schön brav auf die Arbeit gegangen,weil keine Leute da waren und ich natürlich nicht wegen bißchen Depressionen zu Hause bleiben wollte.In der REHA habe ich wenigstens erreichen können das sie mir ein A-Test ausgestellt haben das ich keine Überstunden mehr machen darf,aber das hat meine Chefin überhaupt nicht interessiert.Darauf habe ich die Filiale gewechselt(gleiche Firma,nur anderes Ort)da hat es auch keinen interessiert so das ich anstatt meiner 24 Std.wöchentlich bis zu 35-38 Std die Woche gemacht habe.Da ich sehr schwer nein sagen kann und immer da war für die FIRMA,bin ich jetzt sehr wahrscheinlich da wo ich jetzt bin,total ausgelaugt,leer,schlaflos…alles erscheint mir sinnlos.Habe alles vernachlässigt,meine Freunde,Hobbys…hocke nur noch zu Hause und hasse mich selber dafür.
    Das mit der Rente ist mir noch gar nicht so in den Sinn gekommen,aber
    ich kann es mir einfach nicht vorstellen wieder in diese Firma zurück zu gegen.
    Was soll machen,wo soll ich hin,alles hat kein Sinn mehr!!

  130. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonym vom 7.7.14 11:43!

    Das ist eine traurige Geschichte, die du da zu erzählen hast. Ich bin sehr berührt. Sicher zuletzt nicht deshalb, weil ich ähnliches erlebt habe. Wenn eine einvernehmliche Trennung nicht möglich ist und Kinder im Spiel sind, wird derjenige, der guten Willens ist, wohl immer den Kürzeren ziehen. Aus Liebe zu meinem Kind habe ich mich damals zurück gezogen, weil das Zerren und Aufblasen "Ich bin der bessere Vater/die bessere Mutter einfach nicht aufhören wollten. Gut es ist es bis heute nicht, aber zumindest herrscht Ruhe. Zum Krach gehören immer Zwei und da wollte ich raus. Es ging mir wie dir, ich hätte das auch nicht länger geschafft. Seither fühle ich mich schuldig an meiner Tochter. Ich habe mich getrennt. Doch tat ich dies ja nicht aus Jux und Tollerei. Ich war krank. So langsam sollte ich mir das verzeihen können und du dir auch. Was meinst du?
    Ob du eine Chance auf die Rente hast? Das vermag ich nicht einzuschätzen. Eine statistische Chance hast du zumindest. Die liegt bei etwa 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}. Wenn du nicht arbeiten kannst, weil du krank bist, wirst du die Erwerbsminderungsrente auch bekommen, denke ich. Dafür ist sie da. Stelle den Antrag, dann weißt du in einem halben Jahr mehr. Du hast ja nichts zu verlieren dabei, oder? Liebe Grüße Benno

  131. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonym vom 10.07.14 19:54
    So wie dir geht es vielen Betroffenen. Sie sehen keinen Ausweg mehr, weil die Welt so ist wie sie ist. Ich bin jedoch zu der Erkenntnis gekommen, dass es immer einen Ausweg gibt, immer ein Morgen. Es kostet vielleicht die Aufgabe einiger liebgewordener Umstände und gerade dies hindert uns oft, eine für uns richtige Entscheidung zu treffen. Wenn ich deinen Kommentar lese, fällt mir sofort auf, dass du sehr klar benennen kannst, was dich krank werden lässt. Diese Erkenntnis ist der erste und wichtigste Schritt. Von hier aus kannst du anfangen, etwas zu verändern in deinem Leben. Doch zunächst werden dir die Kräfte dafür fehlen. Zunächst musst du dich ausruhen. Lass dich krank schreiben und ruh dich aus. Dies ist bis zu 78 Wochen möglich. Wenn es dir bis dahin nicht besser geht, kannst du immer noch über die Rente nachdenken. Nur löst die auch nicht alle Probleme, denn zumeist fällt die eher gering aus. Gönne dir also erstmal Ruhe und trage einmal zusammen, was du dir alles vom Leben wünscht. Schreib es am besten auf und dann sieh, ob dir das gefällt. Es gibt immer ein Morgen. Das Leben ist voller Chancen und auch die Depression ist so eine. Es ist die Chance, ein paar wichtige Entscheidungen zu treffen. Alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

  132. Anonym sagt:

    Ich habe sehr interessiert Eure Informationen gelesen, sie haben mir ein wenig Mut gemacht, daß der Weg weiter geht.
    Bin seit Monaten krank mit Depression, seit 2 Jahren Psychotherapie, seit 1 Jahr Antidepressiva, die massiv erhöht werden mussten, warte auf stationären Therapieplatz und weiß meinen kranken Sohn gut versorgt.Bin al.einerziehend, er ist seit Geburt mehrfach krank, seit 2 Jahren auch depressiv in Behandlung. Ich sehe noch überhaupt keinen Ausweg für Kind und Arbeit Energie zu haben… und spüre nur, daß nur er allein mich unendlich viel Kraft kostet. Das macht micht sehr traurig, weil es niemanden gibt, der ihm andere Erfahrungen vermitteln kann, aus der Kernfamilie sind alle verstorben. Bislang hat mir langfrisitges Nachdenken Sicherheit gegeben und Dein Blog hat mich beruhigt, es gibt Auswege. Vielen Dank für die vielen aufmunternden Kommentare.
    Wünsche jedem hier viel Kraft!

  133. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonym vom 03.08.14 10:43,
    es freut mich zu lesen, dass du hier im Blog Hilfe erfahren kannst. Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht, aber du tust das Richtige, für dich und auch für deinen Sohn. Eine geschwächte Mama kann keine ausreichend gute Mama sein. Jetzt musst du erstmal an dich denken. Darin bist du vermutlich nicht so gut. Die Therapie wird dir gut tun, wenn du dich darauf einlassen kannst. Eine stationäre Therapie ist viel umfassender, als eine ambulante Therapie es sein kann. Mir hat sie damals jedenfalls sehr geholfen. Durch die Therapie gingen doch einige Tüten auf und ich konnte wieder Licht sehen und so etwas wie Hoffnung schöpfen. Ich war damals dreimal bereit, aus dem Leben zu gehen. Einmal hat es meine Exfrau verhindert und zweimal habe ich mich in meiner Verzweiflung zu dusselig angestellt und bin wieder aufgewacht. Heute habe ich seit Jahren keine suizidalen Gedanken mehr. Damals war ich am Ende, heute lebe ich wieder gern und es geht mir gut. Nicht himmelhochjauchzend, aber eben auch nicht zu Tode betrübt. Ich bin zufrieden mit meinem Leben und das zu schaffen, wünsche ich dir auch! Alles Gute und liebe Grüße von Benno!

  134. Anonym sagt:

    hallo
    ich leide schon seid 20 Jahren unter Depressionen.Dein Blog macht mir Mut. Seit 11/2 Jahren ist es ganz schlimm…ständig wieder Einbrüche..Klinik Aufenthalte häufen sich. Mein Krankengeld läuft in ein paar Monaten aus und ich weis nicht ob ich es schaffe wieder als Krankenschwester zu arbeiten . Ich habe große Angst davor….Aber ich habe auch Angst in Rente zu gehen.Mit 48 Jahren steht mir doch kaum etwas zu. Und dann ?? Wo bekomme ich dann noch Unterstützung her? Ich lebe alleine…Es ist wirklich ein schwerer Schritt ..ich grübel und grübel soll ich oder soll ich nicht.Diese Mutlosigkeit ist schlimm….

  135. Benno Blues sagt:

    Liebe Leserin vom 07.09.14 19:01,
    zwanzig Jahre Depression ist eine lange Zeit. Obwohl ich mich nun schon viele Jahre mit diesem Thema befasse, vermag ich nicht ermessen, was dies im Einzelfall bedeutet. Wenn du Zweifel hast, ob du wieder arbeiten kannst, dann wirst du deine Gründe dafür haben. Vertrau deinem Gefühl! Ich finde, du hast dich jetzt wirklich lange genug gequält! Du musst dich nicht schämen, einen Rentenantrag zu stellen. Du bist schwer krank. SO krank, dass du viele Wochen schon nicht mehr arbeiten konntest. Du hast Klinikaufenthalte hinter dir und stürzt dennoch immer wieder ab. Ich denke, es ist an der Zeit, einmal etwas anderes auszuprobieren. Ich war auch 48, als ich meinen Rentenantrag stellte. Unterstützung bekommst du in diesem Fall direkt in der Rentenstelle. Du kannst hierfür online einen Termin beantragen. Du brauchst den Rentenantrag nicht selbst ausfüllen. Das können die dort viel besser. Wichtig ist nur, dass du die Daten deiner behandelnden Ärzte und Kliniken parat hast und die Zeiträume der Klinikaufenthalte. Und dann geht es los. Nach dreißig Minuten ist schon alles überstanden. Und wenn du nicht weißt, ob du sollst oder nicht, dann schau auf das, was du tust. Schau auf das, was dein Körper dir zeigt. Sieht das danach aus, dass die Arbeit dich gesund machen wird? Geh mal hin und stelle einen Rentenantrag! Wenn du wieder gesund bist, kannst du auch wieder arbeiten gehen. Jetzt ist nicht der Zeitpunkt hierfür. Jetzt brachst du Ruhe und finanziell den Rücken frei. Das alles kann dir nur die Rente bieten. Ich hoffe, du kannst dich hierzu entscheiden. Liebe Grüße und Danke, dass du meinen Blog besucht hast! Benno

  136. Karin sagt:

    Hallo. Bin jetzt fast 3Jahre mit Depressionen und Panikattacken krank.
    Morgen muss ich nun zum Gutachter wegen meinem Rentenantrag.
    Bin vor lauter Angst nervlich fertig.

  137. Benno Blues sagt:

    Liebe Karin,
    ich kann dein Herz bis hierher klopfen hören. Ich war damals auch so aufgeregt. Mein Tipp: Schreib dir alles auf, was dir Schwierigkeiten im Leben bereitet, alles was du nicht mehr oder nicht mehr gut kannst, aber früher konntest und nimm den Zettel mit ins Sprechzimmer. In der Aufregung kommt man manchmal falsch herüber. Konzentriere dich darauf, dass du nicht mehr arbeiten kannst, dass das Leben dich überfordert. Ohne Grund bist du nicht drei Jahre krank. Das muss auch ein Gutachter anerkennen. Vielleicht ist es ja auch nur eine Formsache. Ich drücke dir jedenfalls beide Daumen und wünsche dir von Herzen, dass alles so ausgeht, wie du es dir wünscht. Dann wirst du bald Ruhe finden. Liebe Grüße Benno

  138. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich wollte gerne fragen, ob Du eine Erfahrung oder zumindest eine Ahnung hast, wie man in Deutschland einen ER Antrag aus dem Ausland behandelt? Ich lebe in Tschechien (bin aber Deutsche, eingebürgert, in Deutschland lang genug gearbeitet usw.). Den Antrag habe ich diese Woche abgeschickt. Wird man mich nach Deutschland in Reha Klinik einladen wollen? Ich bin sicher, dass ich so etwas nicht schaffe, es geht mir gar nicht gut (Gründe will ich nicht auszählen, aber es gibt sie… zu viele…). Meine Ärzte hier wollen mich voll unterstützen, damit ich an die ER gelange. Wir wissen aber überhaupt nicht, wie so etwas in Richtung Ausland abläuft. Danke in Voraus für Deine Zeit,
    Dana

  139. Benno Blues sagt:

    Hallo Dana,
    und Danke, dass du meinen Blog besucht hast! Ich habe leider auch keine Erfahrung mit der Beantragung der Rente aus dem Ausland. Soweit ich weiß, ist der Bezug einer Erwerbsminderungsrente aber auch aus dem Ausland möglich. Da du darüber hinaus auch noch innerhalb der EU wohnst, sollte das also kein Problem sein. Natürlich wird man versuchen, dich zur Reha zu schicken, denn es gilt der Grundsatz: Reha vor Rente. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Ich selbst habe nie eine Reha besucht, wurde aber trotzdem ohne Probleme sofort verrentet. Lass dir von deinem Psychiater bescheinigen, dass du nicht imstande bist, an solch einer Maßnahme teilzunehmen, wenn es soweit ist. Das sollte genügen.
    Nun noch etwas in eigener Sache. Dieser Blog hier hilft Tausenden Menschen, als Betroffenen oder Angehörigen, mit der Depression zurecht zu kommen. Sicher gibt es noch mehr Leute in deiner Situation. Ich würde dich daher bitten, uns über deine Situation auf dem Laufenden zu halten und deine Erfahrungen mit der EM-Rente aus dem Ausland hier mitzuteilen. Du kannst dazu diese Kommentarfunktion hier nutzen oder die Rubrik "Leserberichte", zu erreichen über die Menüleiste oben unter "Inhalt".
    Ich wünsche dir von Herzen, dass dein Antrag bewilligt wird und du nicht an einer Reha teilnehmen muss. Allerdings gehe ich hiervon mittlerweile aus. Da sitzen ja keine Unmenschen. Meistens erwarten wir, dass sie uns an der Nasenspitze ansehen, wie es uns geht. Wenn wir mitteilen was ist, haben wir meines Erachtens deutlich bessere Chancen. Alles Gute für Dich, liebe Dana! Herzlichst Benno

  140. Anonym sagt:

    Da hat mir einer aber voll aus der Seele gesprochen,mein Antrag läuft schon seit 9 Monaten und noch ist nichts entschieden:doch in allem was du schreibst, hast du Recht.Jeder muss an sich selbst denken, es macht kein anderer.Ich bin 56 und habe seit 6 Jahren Depressinen, mal mehr, mal weniger.aber wie es in mir aussieht, weiss nur ich allen.Dir alles Gute und danke für die Tipps.

  141. Benno Blues sagt:

    Lieber Leser vom 28.09.14 13:12,
    herzlichen Dank für dein freundliches Feedback! Wenn du schon 9 Monate wartest, wirst du sicher in den nächsten Tagen deinen Bescheid erhalten. Ich drück dir fest die Daumen. Liebe Grüße Benno

  142. Anonym sagt:

    Lieber Beno,

    danke für deine Antwort. Selbstverständlich werde ich gerne meine Erfahnug mit Euch allen teilen – sobald es welche gibt.
    Trotzdem noch eine Frage – du schreibst wörtlich "ich wurde aber trotzdem ohne Probleme sofort verrentet". Was hiesst SOFORT in deinem Fall? Wie lange hast du gewartet, bis sich irgendetwas getan hat und wie lange, bis dir die Rente abgesegnet wurde?
    Mir ist nämlich unklar die sg. Wartezeit, die überaus erwähnt wird (2 Jahre, 5 Jahre…usw.?). Das wäre für mich zu spät, ich bin 60 und mit 65 habe ich sowieso die normale Altersrente…

    Ich danke dir noch einmal, dass du mir so schnell geantwortet hast,

    LG,
    Dana

  143. Benno Blues sagt:

    Hallo Dana,
    fein, dass du auch von deiner Seite Informationen zur Verfügung stellen willst! Mit "sofort" verrentet meinte ich, dass schon meinem ersten Antrag stattgegeben wurde. Ich brauchte also keinen Widerspruch einlegen und auch nicht klagen. Die Bearbeitungsdauer betrug etwa 8 Monate bei mir vom Antrag bis zur Bewilligung. Der Begriff "Wartezeit" ist hier ein Terminus aus dem Rentenrecht und bedeutet, dass du 5 Jahre Mitglied in der Rentenversicherung gewesen sein und mindestens die letzten drei Jahre auch Beiträge gezahlt haben musst. Siehe hierzu auch: http://goo.gl/YI0Zrm
    Ich denke, das wird bei dir kein Problem sein, oder? Liebe Grüße Benno

  144. Anonym sagt:

    Hallo ich habe mit großem Interesse den Blog gelesen.Ich bin selbst betroffen nur stehe ich noch am Anfang und muß sagen einmal ist mein Rentenantrag schon abgelehnt worden.Habe Berufung eingelegt und warte nun.Momentan verschlimmert mein Zustand sich, da das Arbeitsamt nicht wirklich mit "psychischen Problemen " umgeht.Ich soll eine 5 Monate dauernde Berufspraktische Weiterbildung machen ,als ich dem Sachbearbeiter mitteilte das ich wegen Panikattacken zeitweise kein Auto fahren könnte kam als Antwort:Das ist nicht unser Problem hier sind auch Leute die haben keinen Führerschein und müssen somit auch schauen wie sie hinkommen.Ausserdem müsste ich darüber nachdenken ob ich überhaupt Rente bekommen würde denn wenn sie abgelehnt werden würde was dann.Ich weiß nicht wie ich das schaffen soll,ich geh schon regelmäßig zum Psychologen .Nur die Angst wird jeden Tag größer.Vielleicht hat jemand Erfahrungen gesammelt und kann mir einen Rat geben.GLG

  145. Benno Blues sagt:

    Lieber anonymer Leser vom 06.10.14 16:16!
    Ich kann gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Alles ist ungewiss und nun behandelt man dich auf dem Amt auch noch ausgesprochen unsensibel! Aber irgendwie hat er Recht. Deine Gesundheit ist nicht sein Job. Sein Job ist, dich in Arbeit zu bringen und das versucht er. Er ist also nicht der rechte Ansprechpartner für deine Probleme. Du solltest zum Arzt damit gehen. Ist dein Psychologe auch Psychiater? Wichtig ist, dass aktenkundig wird, wie es dir geht. Psychologen werden bei späteren Begutachtungen in aller Regel nicht befragt. Ich würde zum Psychiater gehen und ihm diese Ängste schildern. Das halte ich für wichtig. Liebe Grüße Benno

  146. Anonym sagt:

    Danke für die Antwort.Ja er ist auch Psychiater,war heute bei Ihm und hab mit Ihm über das Problem gesprochen und er wird mich krank schreiben.Allerdings meinte er es könnte dann finanziell enger werden ,aber das müßte man abwarten.Aber er wußte auch nicht wie weiter vorgegangen wird wenn die Rente zum 2. Mal abgelehnt wird .Diese Ungewißheit das macht mich noch fertiger ..aber es tut gut hier zu schreiben weil ich mich verstanden fühle ..nochmal danke glg Andrea

  147. Benno Blues sagt:

    Hallo Andrea,
    gut, dass dich dein Arzt erst einmal raus zieht. Finanziell geht es in etwa so weiter: Maximal 78 Wochen Krankengeld, danach die Rente oder eben Sozialhilfe. Irgendein soziales Netz greift meiner Erfahrung nach immer. Wenn du aber nachweislich nicht arbeiten kannst und Ärzte dir das bestätigen, am besten verschiedene, dann wirst du auch die Rente bekommen. Ich habe damals stationäre Therapien gemacht. All diese Berichte führten dazu, dass eine Rente bewilligt wurde. Es ist wichtig, dass erkennbar wird, dass die Depression dein Leben bestimmt, bzw. beeinträchtigt und es ist wichtig, dass dies aktenkundig ist. Ich habe damals auch einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt. Das kann man mit der Diagnose Depression. Ich würde dir auch hierzu raten. Je mehr Input die Rentenkasse kriegt, umso besser. Gute Besserung, liebe Andrea! Benno

  148. Anonym sagt:

    Danke für die echt guten Ratschläge ,ich werde alles versuchen ,aber jetzt sagte jemand ich soll nur dabei aufpaasen das sie mir die Fahrerlaubnis nicht entziehen würden ,das würde ganz oft durch Erwerbsminderungsrente aus psychischen Gründen in Erwägung gezogen.Das wäre natürlich ganz bitter ,denn ich wohne in einer ländlichen Gegend wo öffentliche Verkehrsmittel rar sind..LG

  149. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonymus vom 10.10.14 19:24,
    mir ist noch nicht zu Ohren gekommen, dass jemandem wegen einer Depression der Führerschein entzogen wurde. Ich denke, dass sieht unsere Gesetzgebung so auch nicht vor. Selbst als ich in der Klinik Medikamente bekam, die die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigten und es mir untersagt war, ein Fahrzeug zu führen oder eine Maschine zu bedienen, oblag es meiner eigenen Verantwortung, das Auto stehen zu lassen. Vielleicht waren in dem von dir geschilderten Fall ja Alkohol oder Drogen im Spiel oder es jemand ist unter Medikamenten, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen doch selbst gefahren? Anders kann ich mir im Moment keinen Reim drauf machen, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Liebe Grüße Benno

  150. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich leide seit über einem Jahr an einer Somatisierungsstörung mit Deppressiven Episoden. Darauf hin hat die Rentenversicherung eine psyschosomatische Reha eingeleitet in der ich mich 6 Wochen befand und arbeitsunfähig mit Wiedereingliederung entlassen wurde. Ich habe dort den Fehler gemacht meine Depressionen herunterzuspielen und den Fokus auf meine körperlichen Beschwerden gelegt. Die Wiedereingliederung musste ich erfolglos abbrechen und seitdem haben sich meine Beschwerden verschlimmert und vor allem meine Depression. Da jetzt mein Krankengeld ausläuft, habe ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt, welcher nach meinem Rehaabschlußbericht beurteilt und somit abgelehnt wurde. Wahrscheinlich habe ich mir selbst keinen gefallen getan, der Wiedereingliederung zuzustimmen und meine Depressionen herunterzuspielen, weil ich ja wieder arbeiten gehen wollte. Habe ich damit überhaupt noch eine Chance zumindest eine Teilrente zu bekommen?

    MfG Kai

  151. Benno Blues sagt:

    Hallo Kai,
    eine Chance auf die Erwerbsminderungsrente hast du aus meiner Sicht in jedem Fall. Du wolltest sie bislang nicht, du wolltest arbeiten gehen und das hast du auch erreicht. Jetzt willst du die Rente und auch die kannst du erreichen. Du musst eben deinen Fokus darauf legen und nach außen transportieren, warum du nicht mehr arbeiten kannst. Die Entscheidungsträger bei der Rentenkasse bemühen sich um Objektivität. Sie kennen dich nicht und stützen sich allein auf Gutachten und Arztberichte. Das heißt, du musst dafür Sorge tragen, dass dort auch das richtige drin steht. Wenn es dir also schlecht geht, geh zum Arzt und mache die Sache aktenkundig, immer wieder. Wenn du nicht arbeiten kannst, lass dich krank schreiben. Mache das solange, bis du ausgesteuert bist. Dann stellst du erneut einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente mit Bezug auf eine Verschlimmerung. Die Zwischenzeit kannst du nutzen, dir eine Therapie verordnen zu lassen und die Schwerbehinderung zu beantragen. Es ist so: Wenn du nicht arbeiten kannst, wirst du die Rente auch bekommen. Du hast bislang nur nicht die passenden Belege dafür liefern können und das wird sich jetzt ändern. Ich wünsche dir alles Gute für dein Vorhaben und viel Erfolg! Du musst an dich glauben und vor allem daran, dass dir diese Rente auch zusteht! Das hakte ich für wichtig. Bei mir hat es jedenfalls geholfen. Liebe Grüße Benno

  152. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    vielen Dank für deine Antwort. Ich habe bereits bei der Rentenversicherung nachgefragt, wie ich mich verhalten soll, da eine Verschlechterung bereits eingetreten ist und ich deswegen noch eine stationäre Therapie antrete. Es wurde mir gesagt, mich darauf berufen zu können und sie würden es mit bewerten wenn ich Widerspruch gegen diesen Bescheid einlege. Ich bin ja bald bei der Krankenkasse ausgesteuert und eine neuer Antrag würde sich wieder hinziehen. Ich meine, was ware sinnvoller? Einen neuen Antag stellen, oder in Widerspruch gehen?

    Lg Kai

  153. Benno Blues sagt:

    Hallo Kai,
    in diesem Fall würde ich persönlich auch Widerspruch einlegen unter Bezugnahme auf die Verschlechterung. Ob das aber schlau ist oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich empfehle dir deshalb dich von unabhängiger Stelle (nicht von der Rentenkasse) beraten zu lassen, beispielsweise beim VdK oder dem SoVD. Beide Verbände unterstützen dich auch beim Widerspruch und bei einer eventuell notwendigen Klage. Liebe Grüße Benno

  154. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    ich habe mit einem Anwalt gesprochen und er hat mir zum Widerspruch geraten, da sonst die Sache durch ist und ich dann komplett von neuem anfangen müsste. Ich habe am Montag das Vorgespräch in der Klinik, dann weiß ich auch wann ich dort aufgenommen werde und kann es so in den Widerspruch mit einbeziehen.
    LG Kai

  155. Benno Blues sagt:

    Gut Kai,
    dann mach es am besten so. Ich wünsche dir,dass es dir bald besser geht und natürlich dass du die Rente bekommst. Das allein wird dir schon eine Menge Druck nehmen. Liebe Grüße Benno

  156. Anonym sagt:

    Danke Benno,
    zur Zeit geht bei mir fast nichts und der Druck durch die Rente ist wirklich enorm, da ich mir über alles viele Gedanken mache. Ich hoffe es wird nicht zu anstrengend für mich und irgenwann wird es wieder besser.
    LG Kai

  157. Anonym sagt:

    Hallo habe nochal nachgefragt es war wohl Alkohol mit im Spiel.Heute habe ich eine erneute Absage wegen Erwerbsminderungsrente erhalten .-( ,mir bliebe jetzt nur noch der Weg zu klagen ,aber denk das werd ich lassen ,da fehlt mir Mut und Kraft.Ich weiß noch nicht was ich jetzt weiter mache ,werd mich beraten lassen vom VdK und dann mal schauen ..lg

  158. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonymus vom 17.10.14 15:33,
    es tut mir leid,wegen der Ablehnung. Ich kann mir vorstellen, wie du dich jetzt fühlst. Ich denke aber, dass du beim VdK gut aufgehoben bist. Die Leute dort haben eine große Erfahrung in Rentenangelegenheiten und werden dich sicher gut beraten. Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit. Durch solche Aktionen seitens der Ämter wird von unsereinem genau das verlangt, was wir gerade nicht geben können: Kampfgeist, Ausdauer, Motivation, Kraft, Geduld und Zuversicht. Ich hoffe, es wendet sich am Ende doch noch alles zum Guten! Liebe Grüße Benno

  159. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonymus vom 17.10.14 15:33,
    es tut mir leid,wegen der Ablehnung. Ich kann mir vorstellen, wie du dich jetzt fühlst. Ich denke aber, dass du beim VdK gut aufgehoben bist. Die Leute dort haben eine große Erfahrung in Rentenangelegenheiten und werden dich sicher gut beraten. Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit. Durch solche Aktionen seitens der Ämter wird von unsereinem genau das verlangt, was wir gerade nicht geben können: Kampfgeist, Ausdauer, Motivation, Kraft, Geduld und Zuversicht. Ich hoffe, es wendet sich am Ende doch noch alles zum Guten! Liebe Grüße Benno

  160. Jan sagt:

    Bin gerade durch Zufall auf diese Seite gestossen und finde mich in einigen Kommentaren wieder.Hatte vor ca. 2 Jahren den sogenannten Burn Out-sprich schwere Depressionen-ausgelöst durch Mobbing durch meinen unmittelbaren Vorgesetzten am Arbeitsplatz.Mein Job hat mir richtig Spass gemacht- tolle Arbeit, tolle Kollegen, tolles Arbeitsklima. Dann wurde dieser Mann eingestellt und es ging mit meiner Laune und meiner Leistungsfähigkeit stetig bergab.ich versuchte natürlich, dagegen zu halten, aber es kamen beinahe täglich neue Probleme dazu und das dieser Typ Choleriker ist, machte das Arbeitsleben nicht besser.ich hatte Schmerzen am ganzen Leib Magenprobleme Kopfschmerzen, Übelkeit, Herzrasen usw. usw.Wahrscheinlich würde ich heute noch da hinrennen,meine Frau jedoch nahm mich irgendwann mal zur Seite und sagte mir: Schau Dich mal an, wie Du ausssiehst, Du schläfst nachts vllt. 3 Stunden und redest nur noch von Deiner Arbeit!!! Morgen gehst Du zum Arzt und erzählst dem mal was Du alles hast.Die unmittelbare Diagnode war Burn Out und ich wurde sofort krankgeschrieben.Meine Hausärztin,die mich krankgeschrieben hatte, sagte mir ich muss einen Facharzt aufsuchen, der mich weiter behandelt und auch weiter krankschreibt, da sie es nur für eine bestimmte Dauer dürfte, ich glaube, es waren 8 Wochen.In unserer Kreisstadt hatte gerade eine neue Psychologin ihre Praxis eröffnet und die empfahl sie mir. ich besorgte mir einen Termin und kam auch beizeiten dran.Bis dahin hielt ich Burn Out für eine Modekrankheit der faulen Leute.Dazu muss ich aus heutiger Sicht nichts mehr hinzufügen.Meine neue Psychologin-Frau M.hörte sich meine Aussagen an und diagnostizierte schwere Depressionen mit Aggressionen und Angstzuständen.Ich wurde lange krank und mir ging`s richtig dreckig, ich war noch nie lange krank und noch nie arbeitslos. als ehemaliger Ossi hatte ich immer das Glück, Arbeit zu haben, bis zum 31.05. diesen Jahres. Da kam die Kündigung vom Arbeitgeber wegen dauerhafter Erkrankung.Ich war in einer 10-Wochen Tagesklinik und in einer 5-Wochen Psychosomatischen Klinik.Ich war mit ähnlichen Krankheitsbildern zusammen und wir unterstützten uns gegenseitig,wo es ging- mit einigen stehe ich auch heute noch in engem Kontakt und wir tun uns gegenseitig gut.Da ich Ende November ausgesteuert werde und sich in meiner Situation nichts gebessert hat, habe ich gestern Arbeitslosengeld beantragt und am selben Tag Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt.Ich wurde nämlich ab August letzten Jahres gesund geschrieben und liess mich innerbetrieblich umsetzen, da ich unter meiem ehemaligen Vorgesetzten auf keinen Fall weiterarbeiten wollte.Im neuen Bereich wusste man bereits von meinem Krankheitsbild-woher? Keine Ahnung!Ich wurde wie ein Schwachsinniger behandelt, ich sollte als Schlosser arbeiten, bekam aber kein Werkzeug,ich berichtete es dem Geschäftsführer aber es änderte sich nichts bis ich wieder in die Depression stolperte und auf Grund dessen wieder krank wurde.Heut bekam ich einen Anruf und mir wurde gesagt, das ich noch einige Unterlagen ausfüllen muss und das ich demnächst zum Ärztlichen Dienst muss und davor habe ich richtig Schiss, denn ich fühle mich schon jetzt wie ein Bandit, der das Rentensystem anzapfen will, obwohl er noch lange nicht dran ist.Ich habe gestern und heute Stunden damit verbracht, die ganzen Blätter für das Arbeitsamt und Rentenversicherung, Krankenkasse usw. auszufüllen.Dabei musste ich mich echt zusammen nehmen, weil ich an früher denken musste, da, wo noch alles schön war, wo ich gesund war und ich habe immer diese Zweifel, ob ich eine Chance auf diese Rente habe und natürlich, wie tief der Ärztliche Dienst in meiner Vergangenheit graben wird, um die Ursachen meiner Krankheit an das Tageslicht zu holen.LG Jan

  161. Jan sagt:

    PS Ich bin 47 Jahre alt und nehme täglich 1x Elontril 150 mg.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Jan, deine Geschichte ähnelt der meinen sehr. Ich hatte zwar keinen cholerischen Chef, sondern einen richtig guten, konnte aber aufgrund der Depression trotzdem nicht arbeiten, hatte Angstzustände, konnte mich nicht konzentrieren usw. Ich dachte auch immer, ich müsste schnell wieder gesund werden, aber dieser Druck machte es nur schlimmer. Nach mehreren Krankschreibungen und Wiedereingliederungen und zuletzt nur noch Halbtagsarbeit begriff ich, dass ich mehr Zeit brauchte. Also reichte ich schweren Herzens die Rente ein. Ich hatte auch Zweifel, dass sie mir nicht zustünde, weil ich ja auch erst 48 war. Ich fühlte mich als Schmarotzer. Aber dann kam mir der Gedanke, dass es ja nur eine Rente auf Zeit ist und dass die eben genau für solche Fälle wie mich ins Leben gerufen wurde. Über diese Brücke konnte ich dann gehen. Ich fand dann, dass mir diese Rente durchaus zustünde, weil ich ja nun einmal noch nicht wieder gesund war, die Krankenkasse aber nicht mehr zahlte. Es darf ja nicht unser Problem sein, wie sie Sozialkassen ihre Kosten hin und her schieben, oder?
      Inzwischen hat sich herausgestellt, dass eine Besserung meiner Depressionen unwahrscheinlich ist und meine Rente wurde unbefristet verlängert. Ich würde dem Druck da draußen auch einfach nicht mehr standhalten. Es ist gut, dass es diese Rente gibt. Ich bin dankbar dafür. Weißt du, kein gesunder Mensch wird sich mit Ende vierzig freiwillig das Schild "Psychisch krank" umhängen, um fortan für das halbe Geld sein Leben zu fristen. Ich hatte einen gut bezahlten Job und meine Arbeit hat mir Spaß gemacht, Bestätigung und Anerkennung gegeben. Nein, wer so wie wir die Rente beantragt, hat mit Sicherheit auch allen Grund dazu. Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg und hoffe, dass deinem Antrag auch bald stattgegeben wird. Liebe Grüße Benno

  162. Torsten sagt:

    Moin,
    auch ich habe diesen Blog durch Zufall gefunden und habe mich in vielen Beiträgen wiedergefunden. Manche Sätze erinnern mich so stark an meine Situation, dass mir beim lesen die Tränen aufsteigen. Das ist dann ein Zeichen für mich, dass ich noch lange nicht mit dem klar komme, was sich momentan mein Leben nennt.

    Ich heiße Torsten, bin 55, mit starker Tendenz zu 56 und bin 2011 in den Burn out gestolpert.
    Vorausgegangen war ein jahrelanger Krieg am Arbeitsplatz mit Kollegen und Vorgesetzten und der Vorstellung, dass ich immer der Beste sein muss. Bei diesem täglichen Kampf habe ich über Jahre nicht gemerkt, dass ich mich immer mehr von meiner Außenwelt abgekapselt habe, Freunde verloren habe und nichts schönes mehr empfinden konnte.
    Heute weiß ich, dass ich mich schon in einer Depression befunden habe und der Burn out nur das logische Ergebnis gewesen ist.
    Es folgte damals eine Krankschreiben meines neuen Hausarztes, der sofort erkannt hatte was mit mit los war.
    Während meiner Krankschreibung, ergriffen mein Stellvertreter und einige andere Kollegen die Chance, mich mit aus Job zu drängen. Ich bekam nach 22 Jahren meine Kündigung. Das hat mich damals noch tiefer in das dunkele Loch getreten.
    Ich nahm dann all meine Kraft zusammen und habe gegen diese Entlassung geklagt. Nach endlosen 11/2 Jahren war dieser Prozess endlich gewonnen.

    Aus einer Krankschreibung wurde am Ende eine Langzeiterkrankung, in der ich eine Psychotherapie begann und auch eine Reha absolviert habe.
    In dieser Zeit wurde mir klar, dass ich meinen gelernten Beruf nie wieder ausüben werde.
    Der Sozialdienst in der Reha riet mir zu einer Umschulung und bei einer Ablehnung, zum Rentenantrag.

    Nach dieser Reha kam was kommen musste. Meine Frau kam nicht mehr damit klar, dass ihr "Ritter in leuchtender Rüstung", der früher vor keinem Problem zurückschreckte, heulend in der Ecke saß und keine Kraft mehr hatte.
    Im Januar 2012 durfte ich dann unser Haus verlassen und eine eigene Wohnung beziehen.
    Der Umstand, dass das Ergebnis meiner Arbeit nun auch noch in Trümmern lag, brachte mir nicht unbedingt die ersehnte Besserung.
    Im November 2012 stellte ich dann auf Drängen meiner Frau einen Rentenantrag. In meinen Augen total sinnlos, denn warum sollte ich Rente bekommen?
    Im Dezember musste ich dann zur Begutachtung zum Psychiater. Das war für mich ein fürchterliches Ereignis. Ich war voller Angst und total fertig. Während der Begutachtung sind dann irgendwann bei mir die Tränen gelaufen und ich konnte es auch nicht mehr stoppen. Vielleicht war das ganz gut so……
    Zu meiner Überraschung hielt ich im Februar den Bescheid über eine 100{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}ige Erwerbsunfähigkeitsrente, befristet für 2 Jahre, in der Hand.
    Ich konnte es gar nicht fassen, konnte mich aber auch nicht freuen. Irgendwie hatte ich darauf gehofft, dass jetzt der Druck von mir weicht. Das passierte aber nicht, denn jetzt war sofort der Gedanke da "Was ist in 2 Jahren?"

    Jetzt sitze ich hier und bin froh diesen Blog gefunden zu haben.
    Froh darüber zu erkennen, dass ich nicht der einzige bin, der Angst vor einer Ablehnung des Verlängerungsantrags hat.
    Ich habe mittlerweile den Weg zu einem Psychiater gefunden denn mein Hausarzt, der wirklich gut ist und mich in der ganzen Zeit unterstütz hat, ist bei der Auswahl der Psychopharmaka nicht der Beste. Außerdem überlege ich, ob es Sinn macht jetzt erneut eine Reha zu beantragen. Dort wird aber bestimmt jemand auf die Idee kommen, meine Arbeitsbelastung zu testen und wenn man den falschen Tag in der falschen Klinik erwischt, kann dort schnell mal eine falsche Beurteilung bekommen.
    Im Moment geht es mir nicht so gut.
    Ich bin mir auch nicht sicher, welches Signal das für den Rententräger darstellt. In zwei bis drei Monaten werde ich den Antrag auf Verlängerung meiner Rente stellen. Vor der Wartezeit auf den Bescheid, graut es mir jetzt schon…..

    Ooh mein Gott……..so einen langen Beitrag wollte ich nicht schreiben!
    Ich wünsche allen die hier lesen und schreiben, viel Kraft, Mut und Ausdauer.

    Torsten

  163. Torsten sagt:

    Ein dickes Danke an Benno…..dafür das es diesen Platz hier gibt

  164. Anonym sagt:

    Hallo an den tollen Bolg-Verfasser,
    endlich mal Informationen die ich nachvollziehen kann.

    Leider hab ich schon wieder einiges vergessen, aber möchte trotzdem etwas los werden bzw. einige Fragen stellen.

    Meine Diagnosen: Fibro und fast alle Symptome in schwerer Form liegen bei mir vor, so wie schwere Depressionen. Schwer Form von Allergie, Asthma….

    Also ich weiß wirklich nicht mehr weiter, ich finde einfach keinen Arzt der mir helfen kann oder will.

    meine Rheumatologin sogt zwar „es ist nicht mehr zu übersehen das ich nicht mehr arbeiten kann“ will aber keine Krankschreibung ausstellen, weigert sich somit. Sie hat auch von Termin zu Termin eine Wartezeit von 6-8 Monaten, das ist auch nicht sonderlich hilfreich.
    Neurologen haben keine Lust mir zu helfen so wie Psychiater. Das heißt ich bin immer noch am suchen.

    Seit zweieinhalb Jahren bin ich zu dem Entschluss gekommen das ich nicht mehr arbeitsfähig bin. Habe das dem Arbeitsamt mitgeteilt und Rente beantragt, diese wurde erst mal abgelehnt und befinde mich nun in (per Anwalt) Widerspruch.

    Ein Gutachter, nur Orthopäde (lächerlich), begutachtete mich gerade mal 20 Minuten. Das Ganze war sehr Wortkarg und ich war völlig überfordert und wusste mich nicht zu wehren. Nur ein Gutachter, mehr nicht!

    Komme gerade von einer REHA die dazu gedacht war meine Arbeits(un)fähigkeit zu beurteilen. Ging völlig nach hinten los, ich bin rausgeschmissen worden da man mir Leitungsverweigerung unterstelle statt mal sich mit mir auseinander zusetzten und zu hinterfragen warum ich nicht in der Lage bin Termine nach zu gehen. Ich hatte keine Chance mich zu erklären, der Arzt war von Anfang an der absoluten Meinung ich hätte die Termine nicht aus gesundheitlichen Gründen war genommen sondern aus Faulheit, mit den Worten „meine Vergangenheit und mein Erlebtes spiele hier in der „psychosomatischen“ REHA keine Rolle!“ Der Oberarzt hat mich also sozusagen in Gefahr gebracht, ich bin nach dem Rausschmiss dann gegangen und hab meine Koffer gepackt und war mit dem Zug von 12 Uhr Mittages bis 19:30 Uhr unterwegs in dem ich mich fast vor dem Zug geschmissen hätte. Ich befand mich ich einem absoluten schweren Ausnahmezustand. Für mich steht hier schwere Körperverletzung im Raum, wenn nicht sogar mehr. Ich musste mich sogar auf den Boden des Zuges setzten da keine Sitzplätze da waren und ich auch keine Zeit hatte mich richtig um eine Zugverbindung zu kümmern, und ich auch noch Gehbehindert bin, das ist wirklich das allerletzte gewesen, zumal hat das meine schmerzen am ganzen Körper nur noch sehr stark verschlimmert bis hin zur Migräne die ich dann Abends bekam.

    Aufgrund der Haltung der Ärzte komme ich weder mit meinem Schwerbehinderten Ausweis (nur 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} UND ohne G) noch mit meiner Rente weiter. Krank schreiben will mich auch keiner außer für nur ein paar Tage, ich benötige jedoch eine dauerhafte Krankmeldung. Ich hab ja bis heute keinen Facharzt finden können bei dem ich dauerhaft in Behandlung sein kann. Ich suche immer noch einen Neurologen und einen Psychiater.

    Ich habe Angst das die Rente wiederholt im Widerspruch verfahren nun endgültig abgelehnt wird und ich auch noch wegen angeblicher Verweigerung eine Sanktion vom Arbeitsamt bekomme.

    In meiner Stadt haben die Ärzte reihenweise grotten schlechte Bewertungen, diese ich nur zu gut aus eigener Erfahrung selbst bestätigen kann. Da ich auch kein Geld habe mich außerhalb meiner Stadt zu bewegen finde ich einfach keinen fähigen Arzt.

    Ich weiß wirklich nicht mehr was ich noch tun kann ich bin so dermaßen erschöpft und tot müde das ich am liebsten alles hinschmeißen möchte, aber das geht nicht dann würde ich Obdachlosigkeit riskieren. :-(((((

    Familie hatte ich noch nie gehabt und freunde hab ich schon lange nicht mehr, steh völlig alleine da.

    Daher meine Frage: Was kann ich „noch“ machen???

    Also REHA auch Tagesklinik kommt für mich nicht in frage da ich mit den Terminen und den regelmäsigkeiten völlig überfordert bin.

    LG
    DieVerzweiflung

  165. Anonym sagt:

    Ich möchte nur noch schreien… Was und wieviel kann ich noch aushalten?
    Habe ich mit einer Autoimmunkrankheit, fehlender Schilddrüse, einer Lungen-OP und mehrerer Fehlgeburten nicht schon genug? Nein, im letzten Jahr wurde mir ein Hirntumor entfernt.
    Nun warte ich täglich auf das nächste "Ereignis".
    Mein Neurologe empfahl mir einen Antrag zur Erwerbsminderung zu stellen. Das habe ich dann auch getan.
    Daraufhin hat mir die DRV diverse Formulare zugeschickt, u.a. Zwei "Befundberichte…" Der Neurologe hat ihn ausgefüllt und hingeschickt (den Inhalt kenne ich nicht). Die Psychologin hat mir vorgestern nach 8 Wochen (entlich) eine Kopie ihres Berichtes ausgehändigt, das Original ist schon per Post an die DRV unterwegs. Die Frage bzgl. Leistungseinschränkungen hat sie nicht beantwortet. Ihr Kommentar dazu war: Bei den vielen Krankheiten ist doch klar, dass sie nicht mehr arbeiten können." Sie ist zu keinen weiteren Erklärungen bereit.
    Sorry wegen der langen Vorgeschichte…
    Nun meine Frage: Habe ich überhaupt eine Chance die Rente bewilligt zu bekommen? Gibt man mir die Möglichkeit einem Gutachter meine Sorgen, Angst, Verzweiflung und auch immer die Frage "Warum schon wieder ich?" zu stellen? Was kann / sollte ich unternehmen?

  166. Anonym sagt:

    Danke, dass es diese Platform gibt und damit Menschen, die ehrlich helfen und unterstützen wollen.

  167. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonym vom 06.11.14 08:30!
    Du scheinst ja das Unglück regelrecht anzuziehen? Es tut mir leid, dass dir all dies passiert ist. Wie wäre es aber, wenn du aufhörst damit, auf den nächsten Schicksalsschlag zu warten und dir stattdessen in dieser Zeit etwas Gutes tust? Wenn du dir selbst etwas Gutes tust, dann passiert es wenigstens auch in deinem Leben. Hoffe nicht länger darauf, dass es von außen kommt! Aber nun zu deiner Frage. Mir ist noch nicht bekannt geworden, dass jemals eine Rente ohne einen von der Rentenversicherung bestellten Gutachter bewilligt wurde. Darauf kannst du also rechnen. Mit ziemlicher Sicherheit wird man dich überdies zu einer mehrwöchigen Reha einladen. Auch dort wird man deine Arbeitsfähigkeit bewerten. Eine Chance auf Bewilligung hast du allemal. Jeder der einen Antrag stellt, hat diese Chance. Statistisch gesehen werden etwa 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} der Anträge auf Erwerbsminderungsrente befürwortet. Wenn du selbst fühlst, dass du nicht mehr arbeiten kannst, dann ist die Frage nicht "Ob deine Rente bewilligt wird?" sondern eher "Wann?". Verlass dich auf dich und dein Gefühl! Niemand kennt dich so wie du. Manchmal muss man die Ämter eben erst überzeugen. Was aber soll passieren? Wenn du nicht arbeiten kannst, dann gehst du zum Arzt und lässt dich krank schreiben. Wenn dies lange und oft genug geschieht, kommt es unweigerlich zur Rente. Das ist meine Erfahrung. Parallel dazu empfehle ich dir, einen Antrag auf Schwerbehinderung zu stellen. Du findest Hinweise dazu auch hier im Blog unter der Rubrik "Depressionen Schwerbehinderung und Rente". Liebe Grüße Benno

  168. Anonym sagt:

    Lieber Benno,
    lieben Dank für Deine schnelle Antwort.
    Ich weiß, dass es mir nicht gut tut immer auf den nächsten Schicksal-Schlag zu warten. Die Realität zeigt mir jedoch etwas anderes. Sobald es mir besser geht, wartet das nächste Ereignis und schlägt brachial zu.
    Darf ich bitte noch ein paar Fragen stellen?
    Zuvor: Nach einer 4-wöchigen Widereingliederung (ich arbeite sowieso nur noch 5Std weil ich mehr nicht schaffe) habe ich 77Wochen Tumor-Blockfrist ausgeschöpft
    Da ich meinen Urlaub aus 2013 2014 noch nicht genommen habe, wurde ich ab Mitte Juli 2014 bis Ende Oktober 2014 beurlaubt. Seitdem bin ich bis 31.01.2015 freigestellt. Zu dieser Freistellung kam es auf Grund einer Vereinbarung mit dem Integrationsamt (habe 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} G). Danach bin ich arbeitslos.
    – Sollte es zu einer Reha kommen, wer zahlt dann Geld an mich – Krankenkasse, Arbeitsamt oder Rentenversicherung?
    – Sollte ich mich mit dem Hirn-Tumor bis zur 78. Woche weiter krankschreiben lassen und dann eine neue Krankschreibung, mit einer der vielen anderen Krankheiten die ich habe, erwägen?
    Nerve ich schon oder sind diese Fragen normal?
    Ich wünsche Dir und allen anderen im Blog, ein gutes WE und hoffe für mich…

    • Benno Blues sagt:

      Es tut mir leid, dass du jetzt so lange auf eine Antwort warten musstest. Dein Kommentar ist im automatischen Spamfilter gelandet, warum auch immer, und den sehe ich nicht sooft durch. Zum Glück aber ist nichts verloren gegangen. Aber nun zu deinen Fragen. Ich fürchte, dass ich dir hier nicht weiter helfen kann. Dein Fall scheint mir sehr speziell zu sein und ich denke, dass hier eine Sozialberatung vom Profi sinnvoll ist. Die bekommst du beim Sozialamt, dem VdK oder dem SoVD. Bei mir war es so, dass ich nach meiner 78. Woche mich arbeitslos melden musste (obwohl ich in ungekündigter Stellung war). Ich bekam dann ALG1 zur Überbrückung bis die Rente bewilligt wurde. Ich weiß gar nicht, ob man überhaupt länger als 78 Wochen Krankengeld bekommt. Ich hoffe, es findet sich eine gute Lösung für dich. Und nein, du nervst nicht. Dieser Blog soll ja auch dem Austausch dienen und ich freue mich über jeden, der dieses Angebot wahrnimmt. Liebe Grüße Benno

  169. Anonym sagt:

    Hallo, was ist bei dir mit der EU-Rente herausgekommen? Ich kämpfe seit 2 Jahren um eine EU-Rente und es ist kein ende in Sicht. Was ist der Mensch eigentlich noch wert, wenn er nicht mehr kann? Mich macht das alles alle, ich weiss nicht ob meine Kraft noch ausreicht um weiter zu kämpfen. Ich hab dieses Leben so satt.

    • Benno Blues sagt:

      Ich weiß jetzt nicht, ob du mich meinst oder Torsten, aber bevor dir gar niemand antwortet, tue ich es halt. Meine Rente ist von einer befristeten in eine unbefristete Rente umgewandelt worden. Es gibt also auch Mutmachbeispiele! Und auf deine Frage, was ein kranker Mensch denn noch wert sei, möchte ich dir auch antworten, wenngleich diese Frage sicher nur rhetorisch gemeint war. Das Dumme ist nur, dass sich solche Gedanken in unseren Köpfen festsetzen, wenn wir sie nur oft genug denken. Und wenn du dich selbst als wenig wert betrachtest, dann schadest du dir damit massiv. Andersherum gefragt: Ein Mensch, den du liebst oder der dir etwas bedeutet, wenn der krank würde, wäre er da weniger wert für dich? Liebe Grüße Benno

  170. Anonym sagt:

    Hallo
    Es macht mir Mut, weiter zu Kämpfen, wenn ich das lese.
    Mein Leidesweg fing 2011 durch eine OP an mein Fuss an( lief aber 6 Jahre noch damit rum), Bin dann nach der kleine Auszeit nach 6 Monaten wieder zur arbeitet, bis ich mein ersten Nervenzusammenbruch auf der Arbeite hat.( Kind hat damals problemme gemacht) zwei Tag später noch ein auf der Arbeite bekommen( Oma ist gestoben).Ich bin Trostallem wieder zur arbeite.bis ich im Juni 2012 gesagt habe zum Artz es geht nicht mehr..Mein Körper tat nur weh.( ich dach es lag an meine Fuss OP)Mein Artz fragt mich ob ich Kündigen woll oder ob ich weiter machen möcht.oder Krankmelden. Ich sage ich möchte Kündigen.Da es auf meine Arbeite nur noch Mopping herrscht.Ich habe daruf gekündig( wall ich auch wuste das mein vertrag nicht mehr weiter geht).Getan.
    Bekam auch A1 für ein Jahr.Der druch ist mir erstmal genommen worden.Vom Amt aus sollte ich eine Eingiedungantrag stellen bei der DRK.Tat ich auch.Es ist abgelent worden auch bei zweiten mal.Also gut 6 Wöchen Eingliedung vom Amt gemacht.(Mit Praka) nach den 6 Wochen wahr ich ferdig und hat da wieder einen zusammenbruch.So habe ich im Jahre 13 eine Antag auf ne Reha gestellt.Der wie es anders nicht sein auch abgelegt, wiederspuch einegelgt und auch bekommen.
    Nach den 6 Wochen Kur.Vorher habe ich mich Krankschreiben lassen, dr.(für die Depi)gesucht der mich behandelt.Anlaufstelle für Kranke für Depisson.Und Vorher eine Untersuchen von mein Kopfens, wo klein schatten zusehen sind.Aber es ist ok.
    ( Der das MTT gemacht hat gesehen , das es nicht nur das ist)In der Kur haben sie festgestell das ich an mittel schweren Deprosion leiden mit Sozialschwireikeiten.Bin nicht gesund entlassen worden.
    Endes des Jahres hat mir mein Ortp.gesagt sie brachen nicht mehr arbeiten gehen. Halswirbelverangung und drei Bandscheibenbrüch sollte in der Schmerzklink gehen.Ende Feb. 14 bin ich ausgesteuert worden von der Krankkasse.Habe Anfang Jav.14 Antrag gestell auf Rente. Anfang Feb 14 wahr ich in de NeugieKlink drine und dort haben sie festgestellt das meine Halswirbelverungen den Kanal zum Sauerstof des Gehiern eng ist.Nicht mit arbeiten. In Juni 14 bin in der Schmerzklink gegangen. Um dort rauszubekommen das ich an der ein Artose in der Lws mit Fassentreisung leide.Mein Knochenbau ist nicht mehr so ok
    Das mein laufen schlechter geworden ist in der Zeit. Zählt nicht. In der Zeit habe ich ein Ablenung der Rentenstelle bekommen. Das ich noch 6 Stunden arbeiten gehen kann.seit März bin ich beim AW.Habe die zweite Ablenung garde letzt Woche bekommen. Mit der Beründung ich könnte 6 stunden Arbeiten.Schwerbindunggrad habe ich 30 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}, wo ich jetzt ein zweiten gestehlen habe um auf meine anderen leiden auch noch {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} bekommen möchte. Es haben mir 6 Fachärtzt gesagt ich kann nicht mehr arbeiten..aber die Rente legen sie ab.

    wenn ich alles hier lesen das soviel kämpfen, denke ich doch manchmal.Warum das alles ..wir wohnen in ein Rechtstaat aber wir müssen Kämpfen. Mir selber ist das so das ich z.Z keine Leben führe.Mein gedanke ist nicht auszurasten und mir was anzutun, das ist schon ein Kampf für sich.

    • Anonym sagt:

      noch ein nachtrag…ich leiden unter Panik und Angstzusende das haben sie diese jahr noch festgestellt.

    • Benno Blues sagt:

      Weißt du, ich verstehe das oft auch nicht, was Ämter entscheiden, aber das muss damit zusammenhängen, dass diejenigen, die letztlich die Entscheidung treffen, dies immer nur nach Aktenlage tun. Sie kennen dich nicht. Vermutlich haben sie deinen Vorgang in drei Stunden bearbeitet oder sogar noch schneller. Auch Gutachten sind oft schlampig erstellt, weil es für viele Ärzte eine lästige Aufgabe ist. Lass dir deine Gutachten einmal von der Rentenstelle zuschicken, die für die Ablehnung zugrunde gelegt worden. Darauf hast du ein Recht. Dann kannst du a) sehen, ob da auch kein Quatsch drin steht (passiert manchmal) und b) feststellen, ob überhaupt alle wichtigen Ärzte angefragt wurden. Dass du jetzt einen Anwalt hast ist gut, aber die Energie muss letztlich doch immer von dir kommen, obwohl du die jetzt vermutlich gerade nicht hast.
      Dennoch: Wenn du nicht arbeiten kannst, wird auch irgendwer für dich zahlen. Irgendein Sozialsystem greift. Da musst du, glaube ich, keine Angst haben. Am Ende landet es doch bei der zuständigen Behörde, weil sie alle auf ihre Gelder achten müssen. Aus meiner Sicht solltest du ganz klar die Rente bekommen, aber ich würde sie auch jedem geben, der hier im Blog mit diesem Anliegen zu mir kommt, denn bis es soweit ist, hat er oder sie genug durchgemacht. Nun hoffe ich nur, dass am Ende doch noch alles gut für dich ausgeht, ich denke aber ja. Ich drücke dir jedenfalls fest die Daumen. Du hast dir Ruhe verdient. Liebe Grüße und alles Gute! Benno

  171. Anonym sagt:

    Ich habe kürzlich eine Rente genehmigt bekommen wegen voller Erwerbsminderung (Mobbing). Problem – ich bin in einem laufenden Arbeitsverhältnis, das ich auch beibehalten möchte (21 Std. wöchentlich, also Teilzeit). Der Arbeitgeber (Versicherung) möchte mich nun zwingen, die Arbeit aufzugeben. Er nennt es freistellen. Ich bin aber fast 30 Jahre tätig in der Firma und möchte teilzeit weiterarbeiten. Bin 61 Jahre. Die Erwerbsminderungsrente wird vermutlich aufgrund von erhöhter Einkünfte im Vorjahr nur zu 3 Viertel festgestellt, d.h. die Entgeltpunkte wurden bei der Berechung der Rente nur zu 75 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} berücksichtigt. In den einzelnen Monaten wurde die Rente geleistet je nach dem Hinzuverdienst.
    Meine Frage: Kann mich der AG zwingen, meine Teilzeitarbeit aufzugeben nur weil ich einen Anspruch habe auf volle Erwerbsminderungsrente? Kann ich die Bewilligung der Rente ablehnen? Ich wäre sehr dankbar, wenn ich bald eine Antwort bekommen würde. Vielen herzlichen Dank.

    • Benno Blues sagt:

      Soweit ich weiß, hast du einen gesetzlichen Anspruch auf einen Teilzeitarbeitsplatz. Lass dich hierzu aber unbedingt von einem Fachanwalt beraten. Auf der anderen Seite wird hier aber deutlich, dass dein Arbeitgeber dich nicht länger bei sich haben will. Und nach meiner Erfahrung wird er Mittel und Wege finden, dir das Leben schwer zu machen. Die Frage ist, ob du das durchziehen willst? Das ist schon für psychisch Gesunde enorm belastend. Vielleicht solltest du stattdessen lieber einen Deal aushandeln, solange die Erde noch nicht verbrannt ist. Auf jeden Fall aber solltest du dir anwaltliche Unterstützung sichern. Liebe Grüße Benno und halte mich bitte auf dem Laufenden!

  172. Anonym sagt:

    guten morgen, ich bin gerade erst 40 und leide seit meiner Kindheit an Ängsten und Depressionen (ohne zu wissen, dass es wohl welche sein könnten). Ich habe dies alles 'geschickt' durch Wechsel meiner Ärzte und Arbeitsplätzen verbergen können. Leider habe ich viele 'Freunde' und Partner dadurch verloren, vor allem weil ich meist allein sein wollte, damit niemand Ansprüche und Druck auf mich üben kann. Nach außen war ich normal krank oder einfach beschäftigt… nun bin ich offiziell seit ungefähr Mai 2014 mit Depressionen erkannt, weil ich das Schauspiel nicht mehr ertragen kann und ich nie wirklich glücklich sein konnte. Die Angst, nicht für voll genommen zu werden war und ist groß. Die Gesellschaft ist knallhart, wenn es um Depressionen geht, zudem ich wegen einer Psychose ( Mai 2014) in der geschlossenen gelandet bin. Ich beziehe nun seit Juni Krankengeld und die Krankenkasse will mich in die Reha schicken. davor habe ich Angst, genau so habe ich Angst vor dem jetzigen erst Gespräch ( um 10uhr) mit einem Arzt einer Tagesklinik, weswegen ich nicht schlafen kann…. warum ich diesen blog fand: ein alter Freund von mir, der selbst in EU ist, empfahl mir dringend mich zurück zu nehmen und eine EU in Erwägung zu ziehen. nur leider komme ich mit diesem Gedanken schäbig und hilflos vor… ich habe noch ernste Probleme mit Papieren und mich fremden Menschen anzuvertrauen. Ich werde/wurde seit meiner offiziellen Stellungnahme zu meiner Krankheit auch hin und wieder gemobbt. Ich trau mich heute gar nicht zum ErstGespräch der Tagesklinik und habe zudem Angst, dass ich durch Anlehnung einer Reha Nachteile bekommen werde. ich habe leider nur diesen einen Freund, der selbst schwerkrank ist und kaum Ahnung hat. ihm hat damals seine ex Freundin zur seit gestanden. ich bin hier ziemlich allein und 'mein' Psychiater will mich immerzu in eine Klinik einweisen, die Krankenkasse will zudem fast wöchentlich Bericht was nun mit mir ist, weil sie mich ja quasi bezahlt… in fünf Stunden zum Gespräch und ich fürchte, dass ich diesen täglichen Rhythmus zur Tagesklinik zu fahren nicht aushalten werde…

    • Benno Blues sagt:

      Hallo,
      ich fand die Tagesklinik eine gute Sache. Es ist, als gängst du zur Arbeit, nur dass du diesmal nicht für andere, sondern für dich selbst arbeitest. Auch musst du dich nicht verstellen. Authentizität ist dort durchaus erwünscht. Dennoch braucht es eine gewisse Grundstabilität für so eine Therapie. Wenn die nicht gegeben ist, dann solltest du dem Rat deines Psychiaters folgen und in eine Klinik gehen, denn genau das tun die dort – sie stabilisieren dich. Wofür auch immer du dich entscheidest, man wird dir helfen. Die einzige Voraussetzung ist, dass du dich für diesen Gedanken öffnen kannst. Das Ja muss von dir selbst kommen. Gegen deinen Willen kann man dir nicht helfen. Vielleicht denkst du auch, dass alles von allein besser wird? Nach meiner Erfahrung ist aber eher das Gegenteil der Fall. Diese Angst, die du spürt ist, völlig normal. Das ist Neuland, unbekanntes Terrain, da bist du erst mal vorsichtig. Aber du wirst sehen, dass dir dort nichts Böses geschieht, ebenso wenig wie in einer Reha. Versuche nicht das ganze Paket unbekannter Zukunft zu analysieren. Fokussiere stattdessen nur den nächsten Schritt. Du gehst jetzt zu einem Vorgespräch. Das dauert vielleicht eine halbe Stunde. Sonst nichts. Dann sehen wir weiter. Alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

  173. Anonym sagt:

    Guten morgen, hier ist erneut der Mensch mit der Tagesklinik (Anonym09.12.14, 05:15).

    ja, ich analysiere viel und richtig, ich habe Angst und trau den guten Absichten nicht wirklich… denn anhand meines äußerliches Erscheinungsbildes war und bin ich schon immer mal wieder auf latente wie auch offene Fremdenfeindlichkeiten gestoßen. egal, ob im Beruf etc. … solche unnötigen Erlebnisse erschweren natürlich die Unbefangenheit von Menschen, selbst wenn sie im medizinischen Dienst arbeiten… daher habe ich mich privat sehr stark von allen zurück gezogen, 'mehr' gearbeitet als biodeutsche (mehr stunden und teilweise zur Führungskraft etc. hochgearbeitet)… zum Gespräch: tatsächlich wurde mir vom Arzt und Leiter eine vollstationäre Einweisung nahegelegt, wie du es, Benno u.a. gutheißt… nun, da es mir leider mitunter sogar körperlich richtig schlecht geht (rücken, Steißbein) werde ich wohl diesen Schritt wagen…(als ich von ehemaligen Mitarbeitern gedrängt wurde, in eine Klinik zu gehen, wurden mir trotz meiner ausgezeichneten Muttersprache deutsch in Sprache und Schrift natürlich ausländische Mitarbeiter zur Befragung vorgesetzt und in der Klinik selbst vegetierten die meisten insassen vor sich hin und waren den zum teil heftig über forderten PflegerInnen ausgesetzt – ich habe damals gelogen, damit ich da wieder raus konnte, eine chefärztin (vom schlage oberschester "einer flog Übers kuckucksnest" nur "charmanter" – jeder Insasse hatte Angst vor ihr und ich war sehr irritiert als neuer) gab es eh erst im endgespräch und der begleitende assistenzarzt hätte locker mein Enkel sein können, naja jeder muss ja mal lernen)

    wie dem auch sei, es ist wie es ist, ich bedanke mich auf jeden Fall für deine Worte und gute Einschätzung, denn ohne Eltern (die eh keine Rückdeckung wären) und einen kleinen Haufen Freunde, die ich nicht belasten möchte, zudem ohne eigene Wohnung ( lebe in einer Wohnung ohne Waschmaschine, Kühlschrank etc und fühle mich hier auch nicht heimisch) hoffe ich auf idealistische, engagierte, nicht über forderte Pflege und vielleicht sehe ich dort ja auch Ärzte bzw Psychologen, denn eine tiefenPsychologie wurde mit dringend geraten, da ich eh niemanden wirklich mehr richtig traue…

    Eine Frage, Benno (Du kannst mich Andy gern nennen) : Wie hast du die vollstationäre Beherbergung/Behandlung für dich aufgenommen, was hat dir dort besonders gut getan?

    • Benno Blues sagt:

      Hi Andy,
      und selbst wenn du ein Ausländer wärst, gäbe es nicht einen Deut weniger, auf den du zu Recht stolz sein könntest. Weißt du, wir Depressive finden immer einen Grund, uns aus der Gesellschaft herauszunehmen. Wenn es nicht die Herkunft ist, dann vielleicht das Aussehen, die Beliebtheit, die körperliche Kraft und Ausdauer, die Auffassungsgabe, etc. Glaub mir, wenn du dich selbst nicht ausreichend wertschätzen kannst,suchst du dir die Beweise für deine Grundhaltung irgendwo da draußen und du wirst sie auch finden. Du würdest aber auch gegenteilige Beweise finden, so du danach suchtest.
      Ich finde es gut, dass du über einen stationären Aufenthalt nachdenkst. Ich weiß jetzt nicht, ob dieser Aufenthalt auf einer Akutstation oder einer Therapiestation stattfinden soll? Wirst du eine stationäre Psychotherapie machen? Das hielte ich für den Königsweg. Wenn du dazu jedoch nicht stabil genug bist, muss es zunächst ein Aufenthalt auf einer Akutstation sein, du kannst die Zeit aber nutzen und dich schon einmal nach stationären Therapiemöglichkeiten in deiner Nähe erkundigen (Internet, Psychiater) und dich dort auch für solch eine Maßnahme anmelden. (Gewöhnlich gibt es hier Wartezeiten.)
      Ich habe meine stationäre Psychotherapie in sehr guter Erinnerung und ich würde sie jederzeit wiederholen, wenn ich die Gelegenheit dazu bekäme. Es hatte so etwas Entlastendes. Ich fühle mich dort sicher und gut aufgehoben. Es war wie in einem Kinderferienlager. Ich fühlte mich beschützt und beschirmt vor der Welt da draußen, die mir doch gerade zu viel war. Ich fühlte mich auf einmal wieder angenommen, ja sogar beliebt. Das waren alles sehr positive Momente für mich. Und ich hatte meinen ersten Kontakt mit einer psychologischen Sicht auf die Menschen und das Leben. Dort begann ich, zu begreifen und seither bin ich auch selbst imstande, an meinen seelischen Baustellen zu arbeiten und mein Leben zu verbessern.
      Man wird dir dort helfen. Vertrau darauf! Das ist die einzige Voraussetzung, die du mitbringen musst. Liebe Grüße Benno

  174. Anonym sagt:

    hi Benno, hier Andy – es ist naheliegend, wie du meine Sicht, bezüglich – wiederum meiner Wahrnehmung – im Punkt alltäglicher (latenter) xenophobie, deutest bzw zu erklären ersuchst – diese Art der Verharmlosung, der leider existierenden und mich (zumindest hier in DE) ewig begleitenden Vorkommnisse, kenne ich nur allzu gut – aber ich verstehe dich. wie auch meine besten Freunde, die weder per Namen noch anderweitig offenkundig "anders" sind, können das nach voll ziehen- ich freue mich für sie – denn wie schon erläutert: es gibt wichtigere Themen und glaube mir, die Thematik wurde mir, besonders auf Arbeit, gerne unter die Augen gerieben – ich habe nie danach gefragt oder gar provoziert..

    offiziell habe ich nie gejammert oder geklagt – die antworten oder Verstimmungen sind mir durch anonyme Umfragen etc schon geläufig genug – aktiv suche ich so eine zusätzliche Belastung mit Sicherheit nicht.

    was das "sich selbst nicht lieben" angeht hat allein was mit meinen "Eltern" zu tun, dessen war ich mir schon sehr schnell bewusst, da kann sonst kein anderer was dafür, leider macht das die obig genannten Erfahrungen nicht minder trauriger..

    leider ist man wohl, wie die anderen armen Wesen
    hier in deinem Portal , einfach sensibler, daher ersparte ich mir eigene such Aktionen geflissentlich, nur holen einen zu viele Mitmenschen ein, mit ihren Äußerungen /Suggestionen etc; klar, es ist nicht böse gemeint, es langweilt nur arg – egal, welche Bildungsschichten man begegnet… die Politik und Medien sind nicht ganz unschuldig..

    ich bitte dich mich nicht falsch zu verstehen; nach außen bin ich ein gern gesehener Kollege/chef etc gewesen – nur wenn man sein leben lang mit den gleichen Sprüchen/Ansichten/Politik etc konfrontiert wird… ermüdend.. unnötig… belastend.. uneinsichtig…

    entschuldige diesen kleinen Ausflug – nun zum Thema:

    gute Frage, es wäre mir sehr gelegen, wenn es diesen Königsweg für mich gäbe – ich habe jedenfalls einen Einweisungsschein in den Händen und möge mich dann in eine bezirksgebundene Klinik begeben – leider würden mir nicht erklärt, wie es zu verstehen ist… ich werde wohl die Klinik befragen, denn ich habe mich zu lange mit anderen Dingen "abgelenkt".

    so wie du es beschreibst, klingt es eher danach, dass man dort ewig verweilen möchte und die "harsche" Außenwelt gern vermisst.. und doch muss man wieder zurück…

    ich habe nochmals reflektiert, ich denke, es wird wohl eine akut Klinik sein, wie ich es verstanden habe – tatsächlich würde ich einer stationären Psychotherapie definitiv eher zu Schätzen wissen, da ich bisher nie über mich und was mich belastet offen geredet habe – auch nicht mit (oder besonders nicht) freunden, denn selbst ich könnte einem klagenden auch nur bis zu einer gewissen Zeit ertragen…

    ich werde wohl die akut Klinik als Wegbereiter nutzen und hoffe, das ich eine stationäre Psychotherapie angehen darf, denn tatsächlich ist es so, dass ich zu stark isoliere, aber die kraft verlässt mich zu oft…

    Benno, danke nochmals für die ermutigenden Worte, ich werde die Klinik befragen was diese stationäre Psychotherapie angeht (wusste nicht, dass es da Unterschiede gibt) weil ich davon ausgegangen bin, dass meine Einweisung dies impliziert aber dank dir lerne ich dazu. (entschuldige meine Fehler aber ich Schreibe nur per Mobilfunkgerät und das korrigieren würde meine Geduld unheimlich über strapazieren)

    erneut danke und gerne halte ich euch, dich, auf dem laufenden. (guten morgen, übrigens)

    • Benno Blues sagt:

      Hi Andy,
      es freut mich, wieder von dir zu lesen. Es tut mir leid, wenn du den Eindruck hattest, ich würde deine Ängste verharmlosen wollen. Das ist mitnichten so. Ängste sind da und sie sind mächtig, egal worauf sie sich beziehen. Es ist in so einem Fall nicht meine Intention zu sagen: "Da brauchst du keine Angst zu haben. Das ist doch gar nicht so schlimm!" Es ist schlimm, weil es für dich schlimm ist. Meine Intention war es eher zu sagen, man sollte den Rest der Welt mit der gleichen Intensität wahrzunehmen, den Fokus eben nicht auf die Fremdenfeindlichkeit, die im übrigen kein nur deutsches Phänomen ist, zu legen. Es gibt auch Aktionen gegen Fremdenfeindlichkeit. Es gibt Menschen, die ihre Herzen nicht so eng schnüren, Menschen die freundlich sind und offen, die andere Menschen als Bereicherung erleben. Ausländer sind wir schließlich alle in den meisten Ländern dieser Erde.
      Ich glaube dir, dass dir diese Thematik zu schaffen macht. Ein ehemaliger Freund von mir war indischer Priester und ziemlich dunkelhäutig und obwohl er im allgemeinen sehr beliebt war hier in Deutschland, machten ihm ausländerfeindlicher Tendenzen über die Maßen Angst. Ich glaube, dass man daran nicht viel ändern kann. Betonköpfe gab es schon immer. Das Potential liegt eher in uns selbst. Indem wir uns unseres Selbstwertes bewusster werden, treten solche Erscheinungen in den Hintergrund, verlieren an Bedeutung. Als Beispiel: Wenn ein kleiner Junge dir einen Vogel zeigt, wie sehr verletzt dich das? Du wirst vermutlich darüber schmunzeln können, weil du weißt, dass du nicht dumm bist. Wenn du aber eine Gehbehinderung hast und derselbe kleine Junge deinen hinkenden Gang nachahmt, um dich lächerlich zu machen, dann könnte dir das schon sehr weh tun. Es verletzt uns dort, wo wir etwas von uns selbst nicht annehmen können, wo wir noch etwas zu klären haben. Es verletzt uns, wo wir wunde Stellen haben, die wir noch ausheilen müssen. Der Schlüssel liegt bei uns, nicht bei den Anderen. Zwar ist und bleibt es verwerflich, was sie tun, aber wir können andere Menschen nicht ändern. Wir können nur uns selbst ändern. Und genau dafür ist eine Psychotherapie gut.
      Du kannst das Thema Psychotherapie am besten mit deinem Psychiater besprechen. Er ist auch derjenige, der dir eine Einweisung schreiben wird. Falls du noch keinen Psychiater hast, kannst du dir schon mal einen Termin besorgen. Einen Facharzt in dieser Hinsicht lege ich dir dringend ans Herz, aus verschiedenen Gründen.
      Vielleicht bietet die Klinik, in die du gehen wirst ja auch eine Psychotherapie an? So war es bei mir. Ich war erst vier Wochen auf einer Akutstation und bin dann umgezogen auf eine Therapiestation. Erkundige dich doch vorher schon mal, welche Klinik in deinem Umfeld eine Psychotherapiestation hat und dann lass dich dort auch akut aufnehmen. Liebe Grüße Benno und alles Gute auf deinem Weg!

  175. Anonym sagt:

    Guten Morgen, Benno, hier Andy – danke für deine Antwort- tatsächlich halte ich diese Einweisung vom Psychiater in meinen Händen u werde die Bezirks gebundene Klinik befragen, was die Weiterbehandlung in einer stationären Psychotherapie angeht.

    es ist schade, das wohl diese Krankheit, noch sehr als vermeintliche Ausrede des "sich gehen lassens", "Reiss dich zusammen", "anderen gehts schlechter", "Kopf hoch, du bist stark", "jetzt zieh ma am Finger" – u nd der gleichen, abgetan wird. dies ist nun auch "unsere Aufgabe", solche aussagen mit uns selbst auszumachen bzw zu verarbeiten.

    so lange man den Kopf nicht unterm Arm trägt, ist das Verständnis für diese 'unsichtbare' Krankheit rar.
    ich gebe aber zu, dass ich selbst skeptisch wäre, würde ich diese Krankheit nicht selbst in mir tragen. Ich verstehe daher- gut ist dennoch anders.

    damals wurde auf meine Eltern zugegangen u starke Leistungsschwankungen (Anfang Grundschule) mit Verdacht auf psychische Probleme geäußert. dies wurde als Quatsch abgetan – daheim sei alles in Ordnung. leider war dem nicht so u bald wurde mir klar, dass meine Elternteile selbst unter psychischen Problemen litten. als Kind u jugendlicher war mein angeborenes u durch die elternteile, zusätzlich verursachtes Handicap, nicht zu erkennen. ich war zudem ein angenehmer ZeitGenosse u versteckte meine innere leere u Traurigkeit (ich verstand auch nicht, was mit mir los wahr) – zudem wurde so etwas nie thematisiert u als gaga wollte niemand gelten.

    ich empfinde es als ein stark tabutisiertes u unverstandenes Thema – i deutete ja an, dass meine Krankenkasse mich unter Druck setzt/e – mein Psych. ärgerte sich sehr über dieses vorherigen.
    nunja, die kosten für 'uns' werden ungern übernommen (gesetzl. Krankenkassen-weil diese kosten nur teilweise per risikoausgleich kompensiert  werden, im Vergleich zu anderen "DauerKrankheiten")  – daher ab 'mi denen' an harzIV /Rentenkasse. traurig, aber: Gesundheit ist mir wichtiger.

    als ich meine Krankheit offenbarte- wurde vom allg.Arzt geraten, weiter zu arbeiten damit ich nicht in die Armut abrutsche – dem entgegnete ich, das mir meine geistige Armut wichtiger ist u ich bisher immer gearbeitet habe – aber eben dadurch mich nicht um das wesentliche kümmern konnte: um mich.

    Partnerin habe i durch die Krankheit u.a. auch verloren – es fehlte nicht mehr viel zum aufgeben.

    Benno, du hast ja offenkundig eine richtige Entscheidung getroffen u bist froh diese durchgesetzt zu haben u erwähntest, dass die persönliche Sicht auf diese Krankheit sehr eng sein kann – hast du in diesem Punkt eine Erweiterung erlebt?

    ich geb zu, dass ich in der Öffentlichkeit humorvoll u eloquent bin – damit die Menschen um mich herum – mich angenehm u fröhlich wahrnehmen.
    (Daher erfahre ich ja eben von b.iodeutschen die 'geheimen' Vorurteile a la:  "normalerweise Rede ich nicht mit 'solchen' wie dir – aaaber du bist in Ordnung…" – diese aussagen u ähnliches sind leider keine Seltenheit u lassen eben tief blicken.
    (so ist mein "Ausflug" auf das xenophobe zu erklären u meine Angst –  Menschen mit solchen Gedanken als Kranker ausgeliefert zu sein)

    daher finde ich deine Ratschläge u aufmunterung kostbar, sie machen Mut, denn die Krankheit allein zollt schon täglich Tribut u zehrt an den Kräften. Menschen wie du sind wichtig, damit betroffene, die (u.a) ohne Familie u/oder tatkräftige Freunde, etwas Mut bekommen u sich verstanden fühlen.

    jetzt bin ich dran und wie du schon schriebst: vertrauen.

    ich bleibe euch treu – guten morgen u nochmals danke für deine wertvollen Worte, benno!

  176. Anonym sagt:

    hier nochmal Andy, endlich habe ich meine Angst über wunden , die Klinik angerufen u werde heute zur Aufnahme gehen. die schwerste Arbeit beginnt: mich mit mir beschäftigen u die Scham, falschen stolz etc zu verdrängen. ich habe zwar dennoch enorme Angst (insbesondere vor dem ungewissen) aber die Hoffnung u Wunsch auf Linderung oder gar Heilung obsiegt. es kann nur besser werden, heißt es. was ich vergaß zu erwähnen ist, dass mein Psychiater prophezeite: sie werden entweder nie mehr arbeiten können oder aber zumindest nicht mehr in ihrem alten job. das war hart aber ehrlich. ich kann zur not mit weniger auskommen, die Gesundheit geht vor – das ist mir sehr deutlich geworden. ich möchte nicht mehr leiden, grübeln, resignieren u mich isolieren. mir ist bewusst, dass das dauern wird u das bei meiner ungeduld. die Opferrolle gefällt nicht aber mir fehlt noch die kraft für mehr. wie zuvor über mich / von mir zu lesen, bin ich noch völlig durcheinander. nun folgt der nächste Schritt…

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Andy,
      das hast du gut gemacht! Das Schwerste liegt nun nicht mehr vor, sondern hinter dir. Es ist der größte und wichtigste Schritt, sich dem Gedanken zu öffnen, psychisch krank zu sein und sich hierfür von Außen Hilfe zu holen. Meinen Glückwunsch zu deiner Entscheidung. Du hast sie nicht nur getroffen, sondern nun auch umgesetzt.
      Was die Leute über dich denken und reden, das tun sie sowieso. Mögen sie dich, reden sie gut über dich, mögen sie dich weniger oder gar nicht, reden sie schlecht über dich. Das alles sagt aber mehr über sie aus, über ihren Charakter, ihre Reflektiertheit, als über dich. Und Äußerungen wie "normalerweise rede ich nicht mit 'solchen' wie dir – aaaber du bist in Ordnung…"gehören in den Mülleimer menschlicher Dummheit/Borniertheit. Halte dich nicht länger mit Menschen auf, die dir nicht gut tun. Lass sie gehen aus deinem Leben. Sie benutzen dich nur für ihre eigenen Probleme. Das Leben ist zu kurz und zu schade, die Aufmerksamkeit auf solche Menschen zu richten.
      Du fragst, ob ich noch immer eine Enge Sicht auf die Depression habe? Die enge Sicht ist meist gekoppelt an mein Befinden. Geht es mir gut, weitet sich mein Blick. Ich bin dann liebevoller, großzügiger, toleranter und friedvoller. Geht es mir schlecht, bin ich aber auf das Negative in meinem Leben und um mich herum fokussiert. Dann bin ich gereizter, ungerechter, hoffnungsloser und intoleranter. Mein Blick ist dann wirklich sehr eng. Im großen und ganzen gibt es aber nur noch wenige solcher Tage. Ich habe mein Leben derart umgestaltet, dass nur wenig Unangenehmes von außen an mich heran kommen kann. Geschieht es doch und ist es im Einzelfall zuviel, dass kann meine Stimmung auch schnell wieder kippen. So ist das mit der Depression. Ich bin ja auch nicht geheilt. Jedoch lebe ich heute sehr gut mit der Erkrankung und sie bereitet mir weder Angst noch Scham. Ich stehe dazu und allein schon dies tut mir gut.
      Und was die Arbeit angeht, wird sich eine Lösung finde, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Die Arbeit wird dich finden, sobald du dazu bereit und in der Lage bist, glaub mir. Nun geht es erst einmal darum, dem Andy wieder auf die Beine zu helfen, zu gucken, was noch alles so da ist von dem alten Andy, was verschüttet und verdrängt wurde, und du wirst nicht schlecht staunen, was es da noch alles zu entdecken gibt. Diese Entdeckungsreise wirst du nun antreten. Manchmal wird es anstrengend sein, aber oft wird sie dir auch richtig Spaß machen. Ich freue mich für dich, Andy! Ich wünsche dir eine gute Zeit und hoffe, bald wieder von dir zu lesen. Liebe Grüße Benno

  177. Anonym sagt:

    Hallo, ich überlege auch, eine Erwebsminderungsrente zu beatragen.
    Ich habe bereits einen Antrag auf Feststellung einer Behinderung,
    gestellt.Ich war bereits von 2010 bis ende 2011 wegen mittelgradiger-schwerer
    Depression, Angst-und Panikattacken, Zwänge, Somatoforme Störungen,
    ausserdem habe ich Angst, ohne meinen Partner, also allein, in die
    Öffentlichkeit zu gehen.Eine Reha wurde mir durch die Rentenversicherung
    bewilligt, allerdings habe ich diese, aufgrund meiner Gruppenangst, abgebrochen.Aktuell bin ich seit anfang 2014 arbeizsunfähig, den Rehabbruch war anfang diesen Monats.

    • Benno Blues sagt:

      Die Rentenversicherung mag mich verfluchen, aber ich kann dir nur raten, bei einer chronischen Depression, wie sie bei dir vorliegt, eine Erwerbsminderungsrente zu beantragen, so du selbst merkst, dass du deine Arbeit nicht mehr wie früher schaffst. Das wird von allein leider nicht besser und selbst in 78 Wochen heilt eine chronische Depression meiner Ansicht nach eher nicht aus. Es ist nur ein Antrag, kostet dich eine halbe Stunde Zeit in der Rentenstelle und dann siehst du weiter. Du kannst eigentlich nur gewinnen dabei. Liebe Grüße Benno!

  178. Anonym sagt:

    Hallo Benno!
    Ich hoffe jetzt, dass mir ein Schwerbehindertenausweis anerkannt wird, oder zumindest ein Grad von 30 oder 40 GdB dann für die Beantragung einer Gleichstellung.
    Wenn ich das durchhabe, werde ich wahrscheinlich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen; weisst Du vielleicht, ob mein Arbeitgeber bei Bewilligung dieser Rente, meinen Arbeitsplatz freihalten muss?Ich bin Angestellter, aber nicht im öffentlichen Dienst.
    Was meinst Du, wie hoch der GdB bei folgendem Krankheitsbild ausfallen könnte…mittelschwere bis schwere Depression, Angst-und Panikattacken, Zwangshandlungen, ohne meinen Partner ist es mir nicht möglich das haus zu verlassen, er muss mich überallhin begleiten, sei es zum Arzt oder zur Psychotherapie, ich habe einen Sehfehler am linken Auge, d.h., dass ich nur auf dem rechten Auge richtig sehen kann, die linke Pupille starrt nur nach links, praktisch nutzlos.Habe eine HIV-Infektion.
    Schon mal danke dür die Antwort!

    • Benno Blues sagt:

      Also, ich denke, dass du dafür mindestens 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} kriegen müsstest. Aber die Einstufungen der Behörden sind eher uneinheitlich. Man kann es nicht vorhersagen, nur vermuten. Wenn du verrentet wirst, erfolgt die Verrentung wegen Erwerbsminderung ja befristet bis zu drei Jahren. Während dieser Zeit ruht dann dein Arbeitsverhältnis. Ich bin schon seit 2009 Rentner und immer noch in ungekündigter Stellung, auch nicht im ÖD. Wenn ich irgendwann aus der Rente entlassen werden sollte, kann ich an meinen alten Arbeitsplatz zurückkehren. Natürlich hoffe ich, dass dies nie geschieht, aber es gibt mir doch irgendwo ein gutes Gefühl der Sicherheit. Liebe Grüße Benno

  179. Anonym sagt:

    Ach ja, der letzte Artikel vom 18.12.,16:14 Uhr was auch von mir, damit Du dir ein Bild über meinen Krankheitsverlauf machen kannst.

  180. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    auf der Suche nach Info kam ich zu dir. Ich hoffe sehr du kannst mir helfen. 2012 krebs 70 Behinderung und 2 1/2 em rente die im jan 2015 endet. Aug 2014 Verlängerung beantragt, okt. Gutachter termin bei einer Psychiaterin bisher noch kein bescheid. Auf anfrage akte beim arzt der drv. Ich fragte wie die zahlung aussieht bis zum entscheid, sie meinten sie zahlen bis zum entscheid auch über den zeitpunkt hinaus. Stimmt das? Wie du dir vorstellen kannst war die diagnose krebs ein riesen schock für mich. Volles programm bekommen. Meine psycho ist seit dem im keller. Bin nicht mehr belastbar und bekomme meinen tag oft nicht mehr geregelt. Angst u depressionen sind nun mein begleiter. Ich hatte vor der diagnose auch depressionen ca. mit 28/29 jahren. Meine frage was mach ich wenn sie mir den antrag nicht weiter gewähren? ich frage deshalb weil die Psychiaterin mich so blöde behandelt und mir gesagt hat ich sei noch zu jung für rente u ich hätte es ja auch immer wieder geschafft. Das mag auch sein aber diesmal ist das eine ganz andere sache. Habe meine mutter an krebs vor 6 jahren verloren und ich hab nun immer angst. Bei jeder kleinigkeit bilde ich mir das schlimmste ein. Psychotherapie mache ich. Lg und Dankeschön

    • Benno Blues sagt:

      Hab Vertrauen! Wenn du nicht arbeiten kannst, musst du es auch nicht. Unser Sozialsystem wird dich auffangen. Es ist vielfach besser als sein Ruf. Den Spruch, du seist noch zu jung für eine Rente, siehe eher als Bedauern. Sie mag dich nicht auf ein Abstellgleis schieben, sie sieht dich lieber im Leben. Einmal Rentner immer Rentner. Wer wird dich einstellen, wenn du erst einmal wegen Depressionen in Rente bist? Aber das ist eben nur die Sicht dieser Frau. Ich hörte damals auch so einen Spruch von meinem Hausarzt und ging aus Angst, er wolle mich nicht bei der Rente unterstützen, nicht mehr hin. Aber heute denke ich, er hat es anders gemeint. Es gibt Dreißigjährige, die EM-Rente bekommen. Wie das rechtlich ist mit der Fortzahlung nach Ablauf weiß ich nicht, finde es aber eine interessante Fragestellung. Ich bin mir jedoch sicher, dass irgendein Netz greift. Wenn die Rentenstelle nicht zahlt, wird es das Arbeitsamt sein oder die das Sozialamt. Frag dort auch am besten nach oder in einer Sprechstunde der Rentenstelle. Wenn du weißt, wie es gemacht wird, wäre ich dir für eine Rückmeldung sehr dankbar, denn dieses Thema ist sicher auch für andere von Interesse. Ich verstehe deine Ängste und ich verstehe deine Depressionen. Wo die Ursachen liegen, dass musst du jetzt herausfinden. Die Psychotherapie wird dir dabei helfen. Letztlich sind alle Krankheiten doch nur Botschaften unseres Daseins, auch dein Krebs. Etwas zerfrisst dich von innen heraus, sagt man. Finde heraus, was es ist und schließe Frieden damit. Vergebung für andere, vor allem aber für dich selbst kann sehr heilsam sein. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute auf deinem Weg in ein neues, besseres Leben und Danke, dass du meinen Blog besucht hast! Liebe Grüße Benno

  181. Anonym sagt:

    Guten TAG. eine Frage : darf das JOBCENTER mich trotz ERWb. minderungsrent noch vermitteln ??? hilfe und DANKE für Antwort

    • Benno Blues sagt:

      Hallo,
      für eine verlässliche Rechtsberatung bin ich leider weder ausgebildet, ausreichend informiert, noch autorisiert. Hierzu empfehle ich die kostenpflichtigen Online-Angebote von "Frag einen Anwalt". Meine Laienmeinung dazu ist aber, dass du als Erwerbsminderungsrentner dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst, ergo auch nicht vom Jobcenter vermittelt werden kannst. Liebe Grüße benno

  182. Anonym sagt:

    Hallo,
    danke für diesen Super Beitrag.
    Mir hat er die Entscheidung abgenommen und ich habe die Rente gestellt und auch ohne Schwierigkeiten bekommen.
    Erst mal 2 Jahre befristet…bin mir noch sehr unsicher was ich dann wie wo machen muss…
    Aber warten wir mal ab evtl kann mir ja wer einen Tip geben dazu ( frank020977@yahoo.de )
    Liebe Grüße Frank

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Frank und meine Glückwunsch zur Rente! Da ist dir sicher ein Stein vom Herzen gefallen. Tipps zur Verlängerung habe ich nicht wirklich. Nur so viel: Geh weiter regelmäßig zum Arzt, damit immer aktenkundig ist, wie es dir geht. Arbeite an deiner Genesung! Bemüh dich um eine Therapie! Vielleicht legst du dir ein Stimmungstagebuch an, wo du dokumentieren kannst wie es dir geht? Ansonsten solltest du erstmal durchatmen und den Umstand genießen, für's erste zwei Jahre versorgt zu sein. Das ist schon eine lange Zeit. Liebe Grüße Benno

  183. Anonym sagt:

    durch zufall bin ich auf diese seite gestossen – und muss sagen:
    vielen dank!
    momentan weiss ich nicht, wie es bei mir weitergeht, doch es
    wurden viele meine fragen hier beantwortet und haben mich
    darin bestärkt, die erwerbsminderungsrente einzureichen!
    und zwar ohne schlechtes gewissen!
    kurz zu meiner Situation:
    ich bin 53 jahre alt, weiblich, geschieden, keine kinder.
    ich bin in meinem beruf als Bankkauffrau seit insgesamt 37 jahren
    tätig (ohne einen tag arbeitslos zu sein).
    seit 2010 leide ich immer wieder an Depressionen.
    2012 wurde Hautkrebs bei mir festgestellt.
    seit Januar 2014 bin ich nun krankgeschrieben aufgrund gelenk-
    schmerzen in beiden füssen. mittlerweile wurde fibromyalgie
    diagnostiziert. im Oktober/November 2014 war ich 6 Wochen zur
    Reha (arbeitsunfähig entlassen) und bin seitdem auf Depressionen
    krankgeschrieben.
    ich kann aufgrund meiner Gelenkschmerzen (hws, lws, beide knie,
    hüfte, beide füsse) nicht länger als 2 stunden am stück gehen, sitzen
    oder liegen – die schmerzen begleiten mich 24 stunden am tag.
    nun habe ich mich (auch aufgrund dieses Blogs hier) dazu durch-
    gerungen, die rente einzureichen.
    was mich noch beschäftigt, ist, muss ich meinem Arbeitgeber
    bescheid sagen, dass ich rente einreiche? der rentenberater meinte
    nur, es wäre fair dem Arbeitgeber gegenüber…. dann gehe ich
    davon aus, dass ich eine Kündigung bekomme. doch was passiert,
    wenn die rente abgelehnt wird? dann bin ich quasi automatisch
    arbeitslos?
    vielen dank für eine antwort,
    lg bine

    • Benno Blues sagt:

      Hallo bine,
      soweit ich informiert bin, bist du dazu nicht verpflichtet. Wenn dem so wäre, hätte dich die Rentenversicherung sicherlich schriftlich darauf hingewiesen. Ich persönlich würde wohl eher mit offenen Karten spielen, denn eine Kündigung aufgrund eines gestellten Rentenantrages ist wohl nicht besonders wahrscheinlich und juristisch auch kaum durchsetzbar. Eine Kündigung aufgrund fortdauernder Krankheit ist da schon eher realistisch, aber wenn ich mich in die Position eines Arbeitgebers versetze, dann würde ich, wenn ich von einem Rentenantrag weiß, mir eine Kündigung und mögliche rechtliche Konsequenzen ersparen und einfach abwarten. Du kannst sicher auch eher Verständnis und Entgegenkommen erwarten, wenn du mit offenen Karten spielst. Womöglich würde das dir selbst den Druck auch etwas nehmen. Aber juristisch ist das nicht abgesichert, deshalb solltest du eventuell nochmal einen Anwalt dazu befragen. Liebe Grüße Benno

  184. Anonym sagt:

    Hallo alle,
    zu mir:
    männlich, 46 Jahre alt
    arbeite im öffentlichen Dienst
    Behindertenstatus: 60{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}
    Davon 40{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} wegen Hörschwäche und Tinnitus und 20{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} wegen Depression
    Ich leide seit meinem 26 Lebensjahr an immer wiederkehrenden Depressive Schüben. War schon 4 mal in Psychosomatischen Kliniken (insgesamt über 1 Jahr meines Lebens) und habe einige Verhaltenstherapien hinter mir.
    Bin im Moment wieder krank geschrieben und bin kurz davor den Antrag für Erwerbsminderung Rente einzureichen.
    Meine Frage / Problem:
    Ich sehe viel jünger aus als ich wirklich bin, und ich bin körperlich sehr fit (schlank / muskulös). Das kommt daher, weil Sport das einzige Mittel ist, was mir hilft halbwegs normal zu funktionieren. Ohne Sport wäre ich schon längst tot.
    Wenn ich jetzt den Antrag einreiche und zum Gutachter gehe, lachen die mich dann aus? Bzw. nehmen die mich überhaupt ernst?
    Ich leide sehr unter der Depression und dem Tinnitus, nur man sieht es mir halt nicht an….soll ich mich jetzt vorher fett fressen, saufen und rauchen, damit ich richtig schlecht aussehe wenn ich zum Gutachter / Reha muss?
    LG aus Wiesbaden
    Peter

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Peter,
      ich denke dass Gutachter genug Fachmann sind, zu erkennen, ob jemand infolge seiner seelischen Verfassung in der Lage ist, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen oder nicht. Allerdings sind es auch nur Menschen und der erste, unbewusste Eindruck ist einflussreicher, als man glauben möchte. Du musst ja an jenem Tag nicht unbedingt so auftreten, als könntest du Bäume ausreißen, auch wenn du körperlich dazu in der Lage wärst. Depressive erkennt man auch an ihrer Körperhaltung, ihrem Gesichtsausdruck, ihrem Tonfall usw., vor allem doch wohl an einer eindeutigen Körpersprache. Wenn deine Fitness das überdeckt, dann musst du sie ja dann nicht unbedingt zur Schau stellen. Kleide dich entsprechend mit nicht eng anliegenden Sachen und komm nicht unbedingt sportlich daher. Fett fressen musst du dich sicher nicht, denn Fettleibigkeit ist nicht unbedingt ein Kriterium für eine Depression. Verlass dich einfach auf dich und dein Gefühl. Wenn du nicht arbeiten kannst und davon auch überzeugt bist, dann wirst du dies auch vermitteln können. Wichtig ist wohl, dass du dir selbst ganz sicher bist, dass du die Rente haben willst und auch verdient hast. Liebe Grüße und viel Erfolg! Benno

    • Anonym sagt:

      Danke für die schnelle Antwort Benno,
      ich merke wie es mir von Tag zu Tag schlechter geht und bin am überlegen ob ich wieder in eine Psychosomatische Klinik gehe weil ich einfach nicht mehr kann. Dann denk ich aber wieder, wenn ich in die Klinik gehe, "peppeln" die mich wieder auf entlassen mich dann nach 8 Wochen als "gesund" dann hab ich aber keine Chancen mehr auf die Erwerbsminderungsrente?
      LG Peter

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Peter,
      das halte ich für unwahrscheinlich, dass man dich nach acht Wochen als geheilt entlässt. So ein Klinikaufenthalt wird deinem Rentenbegehren wohl eher förderlich sein, denke ich. Wenn du den Impuls verspürst, dorthin zugehen, dann tue es auch. Es ist immer gut, wenn auch etwas in deiner Krankenakte steht.
      Dann muss es dir ja auch wirklich schlecht gehen. Wer geht sonst freiwillig in die Klinik? Ich rate dir dazu und wünsche dir baldige Besserung! Liebe Grüße Benno

  185. Anonym sagt:

    Hallo Ihr lieben Leute die ihr hier alle geschrieben habt.
    Ich erzähl nix zu meiner Geschichte, weil ich sie so oft erzählen muss ,dass mir auch dazu die Kraft fehlt. Allein mir das zu gestehen ,bereitet mir unsagbare Probleme.Stand der Dinge ist bin seit 03.01.15 ausgesteuert…und bin seit 31.03.14 gekündigt. Habe meinen Antrag auf Alg gestellt….und bis zum heutigen Tag keinen Cent bekommen. Da ich bis auf weiteres erkrankt bleibe…war die rede von Gutachten vom Gesundheitsamt.Antrag auf Schwerbehinderung hatte ich während Tagesklinik im letzten Jahr gestellt….Reha hatte ich danach auch..und nun bin ich auf einen Lenensmittelgutschein vom Arbeitsamt angewiesen gewesen weil die mich einen Antrag auf Alg 2 haben machen lassen…für den nur noch Farbe meiner Socken fehlt..habe unzählige Papiere vorbringen müssen…und mein Antrag auf Alg 1 ist iwie nicht bearbeitet worden…bin alleinerziehend mit Kind (11) und sie ist der einzige Grund nicht Schluss zu machen.Als ich vorgestern aus Verzweiflung meine Lebensmittel einlöste ,brach ich im Laden emotional zusammen. ich habe einfach keine Kraft für mehr Papier und mehr Fragen und mehr Schamgefühl ,es überrennt dich einfach.Und ich habe keine Ahnung was noch kommt…ausser einer Insolvenz,die ich nicht will aber die es geben wird weil da nichts mehr ist…aus dem leben gerissen zu werden ist kein Prozess ,den man lernen kann und ich glaube ich werde ihn verlieren…denn ich bin es müde …jeder der drin steckt weiß ,es geht schon lange nicht mehr um dich sondern nur um den Amtsschimmel..und reden-wozu..ich kenne meine Probleme,finde aber keine Hilfe die mir meinen Kopf freischaltet ,mich auch um mich zu kümmern.Alle Therapien waren super..nur meine Blockade ,den Schalter konnten sie nicht umlegen.Das was ich an Kraft darin finden konnte ,wenigstens körperlich fitter zu sein..wurde mir durch die Bürokratie,den Schuldendruck und das einfach unerträgliche Schamgefühl darüber wieder genommen. Es fing mit Burn Out an und bleibt dabei ein 2.zu werden ,weil es von außen einfach zu viel ist. Dank Euch für diese Seite und nehmt es mir nicht übel dass ich die positive Kraft nicht nachvollziehen kann,ohne Geld kann man in Deutschland nicht gesund werden das ist Fakt!

    • Benno Blues sagt:

      Ohne Geld kann man nicht gesund werden und wird man sogar krank, auch wenn man vorher gesund war. Das wird wohl niemand bestreiten wollen. Ein Minimum zum Leben muss sein und das wäre dann schon Hartz4. Du bist mit deiner Kraft am Ende und brauchst nun tatsächlich auch andere Hilfe, nicht nur Geld. Jemand müsste dich bei den Amtsangelegenheiten unterstützen. Aber wenn man kein Geld hat, wer will einen dann schon unterstützen? Vielleicht kann der Sozialpsychiatrische Dienst helfen? Vielleicht das Jugendamt? Hier müssen Fachleute ran, die wissen, was man wo und wie beantragen kann und wie man sich gegen Fehlverhalten der Behörden angemessen zur Wehr setzt. Für einen seelisch angeschlagenen Menschen ist dies alles zu viel, denke ich. Von einer rechtlichen Betreuung rate ich allerdings ab. Da habe ich keine guten Erfahrungen vorzuweisen. Ich an deiner Stelle würde zu einem Sozialverband (VdK oder SoVD) gehen und mich dort einmal beraten lassen. Ich denke, dort wärst du in guten Händen. Zwar ist die Mitgliedschaft dort auch nicht umsonst, aber sicher wissen die auch, wo man das Geld dafür herbekommt. Das ist doch nun mal ihr Metier. Liebe Grüße Benno

    • Anonym sagt:

      Danke Dir für Deine Rückmeldung…gestern hat man endlich zugegeben ,das mein Antrag einfach verbaselt wurde…nun kommt eine Nachzahlung mit dem Vermerk, das ich den Lebensmittelgutschein natürlich erstatten muss.Mein Kopf sagt mir ,dass ich eigentlich alle Mahngebühren zusammenrechnen sollte aber das schaffe ich nicht. Statt dessen hat man mir bereits letzte Woche Antrag für EU geschickt. Termine bei sozialpsychatrischem Dienst hatte ich auch, nur fielen alle wegen Krankheit oder Personalmangel aus. Was soll ich sagen, jeder Depressive kennt die Schleife, wenn es einschlägt wirft es dich immer wieder um Lichtjahre zurück. Ich wünsche uns allen von Herzen eine Zukunft und alle Kraft der Welt dies auszuhalten .

    • Benno Blues sagt:

      Hallo,
      ich finde es unglaublich, wie man mit dir umgeht. Wenn du magst, dann schreib doch deine Geschichte mal auf und ich veröffentliche sie unter meinen Leserberichten. Vielleicht tut es dir gut, das alles mal loszuwerden? Aber gut ist schon mal, dass du jetzt rückwirkend eine Zahlung erhältst. Nicht gut ist, dass die Schweinebande noch einmal nachtreten musste, die Lebensmittelgutscheine betreffend. Wenn du kannst, sieh es vielleicht so: Das sitzen frustrierte Mitarbeiter, die ihr Mitgefühl morgens an der GArderobe abgeben, falls sie überhaupt welches mitbringen. Sie können nicht anders. Sie wissen nicht, was sie da anrichten. Liebe Grüße Benno

  186. Anonym sagt:

    Hallo und Danke für deinen Beitrag in diesem Blog und deine Offenheit.Ich habe burnout und Depressionen und wurde wegen chronischer krankheit gekündigt super…………..

  187. Anonym sagt:

    Hallo Beno, ich leide seit Oktober 2013 an einer Depression und nehme Antidepressiva und habe eine Therapie begonnen. Ich war letztes Jahr 5 Monate krank geschrieben und bin dem Trugschluß verfallen gewesen ich könnte wieder Arbeiten. Trotz der Wahrnung meiner Therapeutin bin ich voll Durchgestartet und habe jetzt die Erkenntnis, dass ich durch hohen Arbeitsdruck und Mobbingangriffe einer Kollegin mich nicht mehr in der Lage fühle zu Arbeiten. ich denke jetzt auch an die rente

    • Benno Blues sagt:

      Es muss vielleicht nicht immer gleich die Rente sein? Ein Zurück gibt es dann kaum noch. Manchmal gelingt es auch, die Belastung zu verringern, beispielsweise über eine Teilzeitbeschäftigung. Hast du schon einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt? Dieser Status würde dir sicher helfen, deine Belastung etwas nach unten zu korrigieren. Wenn du aber fühlst, dass es die Rente sein soll, dann verlass dich auf dein Gefühl. Dann ist es jetzt soweit. Ich kam irgendwann an diesen Punkt und habe bis heute diese Entscheidung nicht bereut. Liebe Grüße Benno

  188. Anonym sagt:

    Hallo,
    erstmal tolle HP.
    Habe auch Depression bin seit Dezember 2014 krankgeschrieben.
    Beziehe Krankengeld für 39 Wochen bin im öffentlichen Dienst beschäftigt. Ich stelle mir auch die Frage wann soll ich die EM-Rente beantragen. Jetzt meine Fragen:
    Wenn ich jetzt die EM-Rente beantrage was ist mit dem Krankengeld? Bekomme ich diese weiter bezahlt? Ich vermute man bekommt es dann weiter!!! Wenn das Krankengeld ausläuft nach 39 Wochen was ist dann Sozilhilfe,Arbeitsamt ich bin ja noch beschäftigt?
    Was ist mit den Renten-Gutachter kam man die ablehnen und zum z.B. das Gutachten im Krankenhaus machen lassen? Ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen. Danke Thomas

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Thomas,
      meines Wissens bekommst du solange Krankengeld, bis die Rente bewilligt ist, längstens bis du ausgesteuert bist. Danach bekommst du Arbeitslosengeld zur Überbrückung. So war es bei mir. Ob du einen Gutachter ablehnen kannst, weiß ich nicht. Aber ich denke schon, wenn du berechtigte Gründe dafür hast. Es ist sicher kein Problem, um einem anderen zugelassenen Gutachter zu bitten. Das ist aber eine Frage, die du besser deiner Rentenversicherung stellen solltest. Liebe Grüße und alles Gute für dich! Benno

    • Anonym sagt:

      Hallo Benno,

      ich habe noch mal eine Frage mein Hausarzt hat mir eine Überweisung für Psychotherapie gegen jetzt nach langen suchen habe ich einen Termin bekommen war das so richt oder?

      Danke

      Thomas

    • Benno Blues sagt:

      Eine Psychotherapie ist eine gute Sache und kann dich weiter bringen. Ja, ich denke, das war richtig so. Alles Gute für dich, Thomas, und viele gute Erkenntnisse während der Therapie! Liebe Grüße Benno

  189. Anonym sagt:

    Hallo Frank,

    schön das ich Dich und Deine Seite gefunden habe.
    Ich (weibl./47J) bin seit 1,5 Jahren w. Depression, PTBS, Panikstörungen etc. arbeitsunfähig.
    Mit meinem Arbeitgeber habe ich das Arbeitsverhältnis beendet und beziehe aktuell Krankentagegeld über die private Krankenversicherung.

    Die schicken mich in der Regel alle 6-8 Wo. zum Gutachter und zuletzt wurde ein Klinikaufenthalt "vorgeschrieben". Hier wurde ich auch arbeitsunfähig entlassen und im Entlassungsbericht steht das ein weiterer klinischer Aufenthalt angezeigt ist. Vermutlich geht das Spiel jetzt so weiter. Nur halte ich den Stress und Druck den mit die PKV macht einfach nicht mehr aus.

    In der Klinik ist mir bewusst geworden das ich mal eben schnell nicht gesund werden kann.

    Von daher habe ich mich mit dem Thema der EM-Rente, zunächst befristet angefreundet.

    Kannst Du mir einen Tipp geben wie es sich mit der privaten KK verhält. Sollte ich warten bis mir der Gutachter oder die KK auferlegen die Rente zu beantragen oder dem zuvorkommen. Kann ich dem zuvorkommen? Sollte ich die PKV um Rat fragen?

    Meinen ersten Burnout hatte ich in 2009 und war auch zurvor schon mehrfach arbeitsunfähig. Hinzukommen Herz-Kreislaufkrankheiten und musküläre Probleme und zahlreiche chronische körperliche und seelische Beschwerden.

    Ach ja, ich bin natürlich auch in psychiatrischer Behandlung und medikamentös eingestellt

    Ich bin für jede Hilfestellung dankbar.

    Liebe Grüße
    Anna

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Anna,
      ich glaube, dass es egal ist, ob du mit deinem Rentenantrag wartest bis du dazu aufgefordert wirst oder es gleich tust. Ich an deiner Stelle würde diese Entscheidung aus dem Bauch heraus treffen und nicht taktische Erwägungen ins Feld führen. Das machte alles nur komplizierter und dass du dazu jetzt die Kraft hast, bezweifle ich schlichtweg einmal. Letztlich ist es doch so, dass die Sozialkassen sich die Kosten gegenseitig zuschieben und das kann uns auch egal sein. Wenn also die Rentenkasse meint, die Krankenkasse könne noch zahlen, werden sie deinen Antrag vermutlich etwas länger bearbeiten. Ich denke, egal wie du es entscheidest, es wird das Richtige sein.
      Ich glaube, ich an deiner Stelle würde den Antrag stellen – mir wäre das alles auch zu stressig, laufend zum Gutachter zu müssen. Aber ob das tatsächlich von Vor- oder Nachteil sein kann, vermag ich leider auch nicht zu sagen. Liebe Grüße Benno

  190. Anonym sagt:

    Jonny

    Hallo erstmal ganz grosses lob für die ganzen Infos auf deiner Webseite…

    Meine Frage:Sollte mann Sich von seinem Arzt vor dem EU Rentenantrag Bestätigen lassen dass mann nicht fähig ist mehr als 3 Stunden zu Arbeiten.

    weil meine Befürchtung sind das die Rentenversicherung mich dann zur Reha schickt und nach meiner Recherche werden dort 90 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} wieder mit bis zu 6 Stunden Arbeitsfähig entlassen.

    Vielen Dank im Voraus

  191. Benno Blues sagt:

    Hallo Jonny,
    ich denke, ein anerkanntes Gutachten in der Tasche zu haben, kann niemals von Nachteil sein. Jedoch ist es gängige Praxis, das Rentenbegehrer zunächst einmal eine Reha verordnet bekommen. Ich glaube allerdings, dass dies eher aus Gründen einer eingehenden Begutachtung erfolgt, denn einer angestrebten Heilung. In ein paar Wochen lässt sich keine schwere Depression vom Tisch fegen. Das ist sicher ein Prozess, der Jahre in Anspruch nimmt.
    Bis zu 6 Stunden finde ich auch gar keine so schlechte Sache. Dir bliebe der Fuß in der Arbeitswelt mit den dazu gehörenden sozialen Kontakten und die Möglichkeit der Rückkehr. Wenn du erst einmal aus dem System raus bist, gibt es kaum mehr einen Weg zurück. Ich wollte damals 4 Stunden arbeiten, aber mein Arbeitgeber unterband dies. Deshalb stellte ich überhaupt erst den Rentenantrag. Es muss also nichts schlechtes bedeuten, nicht voll erwerbsunfähig zu gelten. Erst einmal hast du dann die Rente. Ausbaufähig ist das Ganze dann ja immer noch, egal in welche Richtung, oder? Liebe Grüße Benno

  192. Anonym sagt:

    Schade das ich keine Antwort bekomme, aber okay. Meine Anfrage war, wenn auch am 1.4. gestellt, kein Aprilscherz. Ich habe die ltz. Tage zunächst meinen Antrag auf Feststellung eines GdB gestellt. Ich war mir sehr unsicher ob ich dies tun soll, aber ich denke es kann mir auf keinen Fall schaden.
    Heute habe ich nun auch meinen Termin für meinen Rentenantrag. Meine Unterlagen habe ich vollständig und komplett hier und bin gespannt wie es sich entwickelt.

    LG; Anna

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Anna,
      es tut mir leid, dass ich nicht immer sofort antworten kann, aber manchmal sind es einfach zu viele Zuschriften, die ich bekomme. Du wirst aber noch eine Antwort auf deinen Kommentar vom 1.4. erhalten. Liebe Grüße Benno
      P.S.: Gut, dass du dich nochmal gemeldet hast, denn über deinen Kommentar vom 1.4. hat das Blogssystem mich nicht informiert. Eine Antwort hierauf erhältst du nun in Kürze.

  193. Anonym sagt:

    Hallo Benno,

    danke für Deine Zwischeninfo. Ich habe ja zwischenzeitl. den Rentenantrag gestellt und am Freitag steht von meiner privaten Krankenkasse der nächste Gutachtertermin an. Ohne Worte, die nerven ohne Ende. Wenn ich jetzt wieder nach einem evtl. Rentenantrag gefragt werde und ob ich mich als berufsunfähig ansehe muss ich das ja wohl wahrheitsgemäß beantworten. Dann vermute wird die PKV auch das Krankentagegeld einstellen. Obwohl seitens der Klinik im März im Entlassungsbericht steht das mittelfristig ein weiterer stationärer Aufenthalt erfolgen muss. Das ganze macht mich völlig fertig.

    LG; Anna

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Anna,
      ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die Aussage über dein Befinden allein schon die Einstellung des Krankentagegeldes seitens der PKV rechtfertigt. Dann müsste ja im Gegenzug so eine Aussage allein auch schon zum Bezug desselben führen können. Befürchtungen eignen sich wunderbar, noch tiefer in die Abwärtsspirale einzusteigen. Willst du das? Dann lass dir auch nichts einreden von deinem inneren Denker. Wenn Fakten da sind, kannst du reagieren. Bis dahin gilt der Grundsatz: Immer zu deinen Gunsten denken 🙂
      Liebe Grüße Benno

  194. Anonym sagt:

    Hallo Leute!
    Bin seit 2 Jahren berentet (volle Erwerbminderungsrente),nachdem ich vor 3 Jahren in einer Psychosomatischen Klinik (Münchwies,verbrachte dort 6 Wochen) als arbeitsunfähig begutachtet wurde.(wegen Depressionen,Angstzustände,Onlinespielsucht..) Allerdings mußte ich diese Erwerbminderungsrente jedes Jahr verlängern,so auch im Oktober letzen Jahres..- Im Februar kan dann ein Schreiben von der Deutschen Rentenversicherung das eine Reha zur wesentlichen Besserung oder Wiederherstellung erfolgversprechend seien.Ich solle mich innerhalb von 6 Wochen in der Psychosomatischen Klinik Heiligenfeld melden,sonst werde meine Rente gestrichen..- Nun bin ich seit 2 Wochen von meiner 5 wöchigen Aufenthalts aus Heiligenfeld zurück und ich bin vom Therapeuten erwartungsgemäß für 3-4 als arbeitsfähig eingestuft worden.(Zitate des Therapeuten: Wir werden vom Rententräger dafür bezahlt um sie ins Berufsleben zurückzuführen und nicht das sie eine Erfahrungsgruppe oder eine Sinnsuche des Lebens zu machen..Klar sind durch diese Aussagen meine Depressionen und Existenzängste und das Vertrauen zu Heiligenfeld nicht besser geworden..-Nun bin ich wieder daheim und warte auf das Antwortschreiben der Rentenversicherung pendelnd zwischen Depressionen und Angstzuständen…-Wird mich die Rentenversicherung wieder in die Harz 4 Welt zurückschmeisen und wie gehe ich weiter vor? Ein Tip wäre im VDK einzutreten,aber die vertreten mich nur vor Gericht, wenn ich 2 Jahre Mitgliedschaft nachzahle und noch für das nächste Jahr mich noch verpflichte..
    LG
    Gordon

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Gordon,
      hab mal Vertrauen in dein Leben. Vielleicht klappt das ja mit der Arbeit ganz gut und stellt sogar eine Bereicherung für dich dar? Und wenn es dir zuviel wird, steht dir doch der Weg zum Arzt jederzeit wieder offen. Bei 3-4 Stunden wirst du ja auch nicht auf Hartz4 gesetzt, sondern bleibst in der Rente. Es ist flexibel, aber eben in beide Richtungen und ich finde das gar nicht so verkehrt. Gönne dir einfach mal diesen Versuch. Du hast doch nichts zu verlieren. Entweder du packst es und gehst mit Gewinn aus der Sache hervor oder du kehrst zurück zu den alten Verhältnissen. Ich finde, einen Versuch ist das Wert. Die Fachleute trauen dir das zu. Das ist ein gutes Zeichen, finde ich. Du hast Fortschritte gemacht, was deine Erkrankung angeht. Ich würde es versuchen an deiner Stelle. Alles Gute hierfür! Liebe Grüße Benno

    • Anonym sagt:

      Danke Benno für deine aufmurtenden Worte!
      Du hast recht gechabt,ich hätte mehr Vertrauen in das Leben haben müssen!-Vor 3 Tagen habe ich Nachricht von der Rentenversicherungsanstalt erhalten und die meinte ,das aufgrund der arbeitsbedingten Entscheidung meine Rente auf weitere 3 Jahre verlängert wird.(Mit 3-6 Stunden Arbeitsfähigheit kriege ich in dieser Arbeitswelt sowieso keine Arbeit mehr und sie möchten mich nicht wieder in die Arbeitslosigkeit zurückversetzen..) -Es gibt doch nette und Verständnislose Menschen..-Da bessert sich meine Laune gleich wieder und ich plane auch schon eine ehrenamtliche Arbeit oder ähnliches zu übernehmen.. Liebe Grüße
      Gordon

    • Anonym sagt:

      P.S. :nicht verständnislose Menschen,sonder verständnisvolle Menschen!
      MfG Gordon

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Gordon, wie es scheint, wurden dein Gebete erhört 🙂 Das freut mich sehr für dich. Ich habe dich bis nach Bülkau aufatmen hören. Nun hast du erstmal wieder den Rücken frei, dich voll und ganz deiner Genesung zu widmen. Eine ehrenamtliche Tätigkeit finde ich eine Super-Idee in diesem Zusammenhang. Berichte gern einmal über deine Erfahrungen damit in einem Leserbeitrag, wenn du magst. Liebe Grüße uns alles Gute! Benno

  195. Anonym sagt:

    Hallo,
    irgendwie hat das Kommentar-Absenden eben einfach nicht geklappt. Habe wieder was verkehrt gemacht (hatte auf Google und Vorschau geklickt und alles war weg). Schreibe also noch einmal.

    Vorab: Das hier ist eine tolle Seite, vielen Dank dafür.
    Zu mir: Habe nach über 30 Jahren meine Arbeit im Dienstleistungssektor gekündigt, weil ich den Dauerdruck nicht mehr ausgehalten habe. Früher war die Arbeit mein Leben. War in der ganzen Zeit ein einziges Mal krank wegen Krebs. Als ich wieder anfing zu arbeiten, ging das mobbing gleich los. Von den Chefs und von den Kollegen, vielfach auch von den Kunden. Ich habe noch ein paar Jahre weiter geackert; kannte ja nichts Anderes. Irgendwann hatte ich Todessehnsüchte und habe in einem wachen Moment gekündigt. Meine Hausärztin – die mich kaum kannte, weil ich ja nie da war – hat mir aufgrund der körperlichen Symptome und meiner Vorgeschichte eine mittelschwere depressive Episode attestiert und mir Citalopram verordnet. Das nehme ich jetzt ein paar Monate (bin noch krankgeschrieben); einige Symptome haben sich auch etwas verbessert. Jetzt war ich noch bei einem Psychiater und bei einer Psychologin. Auf Weisung des Psychiaters wurde erst mal die Dosis Citalopram erhöht. Beide waren aber nach einem Gespräch bereits der Meinung, dass es mir gar nicht so schlecht geht und haben der Hausärztin was von Dysthymie geschrieben. Ich solle nicht rumsitzen, sondern aktiv werden. Das kann ich aber nicht. An manchen Tagen geht trotz der Pillen gar nichts. Jetzt muss ich demnächst wieder zu den beiden und bin jetzt schon fix und fertig.
    Ich bin 51 Jahre alt und noch zu 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} schwerbehindert und habe zwischenzeitlich mal überlegt, ob ich den Grad aufstocken lassen kann – aber mit dieser Diagnose? Sowas wie Erwerbsunfähigkeit (und ich fühle mich erwerbsunfähig!) kann ich dann ja wohl erst recht vergessen. Ich will auch keine Kur – schon gar nicht mit Depressiven oder Krebspatienten. Ich will nur noch meine Ruhe. Vielleicht habe ich mich dem Psychiater und der Psychologin gegenüber (obwohl ich dauernd weinen musste) viel zu sehr zusammengerissen; das war ja auch jahrzehntelang mein Beruf.

    Was soll ich bloß machen?

    Sabine

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Sabine, ich kann dich so gut verstehen. Gerade in Zeiten, wo kaum noch etwas geht, fühlt man sich gezwungen noch mehr zu tun, wohlwissend, dass man dazu gar nicht mehr in der Lage ist. Ich möchte dir den Druck da etwas nehmen. Wenn du nicht arbeiten kannst – kannst du nicht arbeiten. Punkt. Niemand kann und wird dich dazu zwingen. Wenn du nicht arbeiten wolltest, wäre dies etwas anderes. Aber darüber reden wir ja nicht. Du kannst nicht mehr. Also gehst du zu deinem Arzt und erzählst ihm genau dies. Auch deinem Psychiater und deinem Psychologen musst du mitteilen, wie du dich fühlst. Du musst dich zeigen. Wenn du dich nicht auf eine Kur einlassen kannst, dann teile auch dies mit. Sage aber nicht einfach dass du nicht willst, sondern erkläre, dass es dir gerade zuviel ist. Eine Kur ist eine probate Heilmaßnahme. Wenn du die Mitarbeit einfach verweigerst, ohne es zu begründen, könnte es schwieirig für die Rente werden. Es geht ja im Grunde auch nicht um ein Wollen oder Nichtwollen. Es geht doch darum, dass du gerade nicht kannst, dass dir gerade alles zuviel ist. Du brauchst deine Ruhe, sagst du. Dann sag auch dies deinen Behandlern. Ich glaube dir. Gehe immer wieder hin und gib dein Befinden an. Das ist wichtig.
      Nicht herum zu sitzen, kann schon auch gut sein, aber du brauchst es jetzt gerade, Ruhe zu haben. Tritt dafür ein! Wenn die Zeit für Bewegung reif ist, ist Bewegung sicherlich gut. Aber verlass dich ruhig auf deine Gefühl. Mir hat irgendwann das Joggen geholfen. Ich trieb früher nie Sport, kann aber heute bestätigen, dass Sport sehr gut helfen kann bei Depressionen.
      Ja, das mit dem Zusammenreißen kenne ich auch. Das aber solltest du jetzt sein lassen. Lerne es, in dich hinein zu fühlen und diesem Gefühl zu vertrauen. Es ist das einzig Verlässliche auf dieser Welt. Liebe Grüße Benno

  196. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    Deine Antwort hat mir gut getan, ich danke Dir. Was die Bewegung anbelangt:_ Ich war noch nie sportlich, aber ich kann es ja mal probieren, wenn ich mich dazu in der Lage fühle. Wie Du es sagst, scheint es mir im Moment aber noch nicht die Zeit dafür zu sein.
    Eine Sache liegt mir auch noch furchtbar im Magen: Der Psychiater hat mir gedroht, mich "einzuweisen", wenn ich weiterhin so "durchhänge" und keine Pläne mache. Kann er das überhaupt so einfach? Oder wollte er mich nur mal – symbolisch gesehen – durchrütteln? Ich habe jedenfalls jetzt auch deshalb Angst vor dem nächsten Termin bei ihm……
    Lieben Dank für Deine Antwort
    Sabine

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Sabine,
      dass mit der Einweisung wäre wohl eher als dringender Rat zu sehen. Zwangseinweisungen sind nach deutschen Recht zwar grundsätzlich nicht ausgeschlossen, sind aber streng limitiert und auf einen Bereich begrenzt, wo du eine Gefahr für dein eigenes oder das Leben anderer darstelltest. Du müsstest also schon deutlich machen, dass du dir das Leben nehmen wolltest…
      Ich denke, davon kann hier nicht die Rede sein. Grundsätzlich gilt, dass dir nichts gegen deinen Willen geschehen darf. Du darfst selbst mit über den Weg deiner Genesung entscheiden. Du bestimmst selbst, ob du Tabletten nimmst oder nicht, ob du arbeiten gehst oder nicht…usw. Du bestimmst selbst über dein Leben und trägst auch die Verantwortung, natürlich auch für die Konsequenzen deines Handelns. Manchmal sind wir versucht, diese Verantwortung an "Fachleute" abzugeben, aber ich glaube, mehr als Ratgeber sollten sie uns nicht sein auf unserem Weg… Liebe grüße Benno

  197. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    noch mal vielen lieben Dank für Deine umgehende Antwort. Ein Problem ist, dass ich seit langer Zeit sehr schnell weinen muss, so auch kürzlich beim Psychiater. Ich hätte allerdings nie gedacht, dass das ausreichend sein könnte für dieses "Ich lasse Sie einweisen". Zumal er von einer reaktiven Depression sprach. Bin ich wegen des Weinens denn schon eine Gefahr für mich selbst und meine Umwelt? Dass ich meiner Umwelt und mir selbst auf die Nerven gehe, das kann sein. Aber deshalb eine Einweisung? Mir geht es einfach schlecht. Aber ich bringe mich nicht um.
    Vielleicht sollte ich besser den Arzt wechseln.

    Abgesehen davon werde ich versuchen, eine Aufstockung meiner Schwerbehinderung zu erreichen. Oder was meinst Du?

    Lieben Gruß
    Sabine

    • Benno Blues sagt:

      Also ich kann mir nicht vorstellen, dass dein Weinen ausreichend Anlass für deinen Arzt war, eine Einweisung in Erwägung zu ziehen. Ich habe in manchen Zeiten auch sehr oft geweint. Es wird schon eher der Gesamteindruck gewesen sein, den du hinterlassen hast. Auch würde ich an deiner Stelle die angedachte Einweisung nicht als "Maßnahme" gegen dich verstehen, sondern eher als Hilfsangebot. Manchmal hilft es, den Ort zu wechseln, die Situation zu verlassen, auf andere Menschen zu treffen… Die Bezeichnung Einweisung ist der Begriff für den formalen Vorgang, weiter nichts. Wenn du ein Magengeschwür hättest, bräuchtest du auch eine Einweisung. Dein Arzt meint es gut mit dir, denke ich. Wenn du aus eigener Kraft die Kurve nicht kriegst, kann ein Krankenhausaufenthalt tatsächlich ein guter Impuls sein. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.
      Eine Aufstockung deines Schwerbehinderungsgrades kannst du beantragen. Die Frage, die ich mir hierbei stelle ist, ob du jetzt die Energie dafür hast und wenn ja, ob es lohnend wäre, sie dafür einzusetzen? Entscheidend ist doch der Status "Schwerbehindert". Es erwachsen dir keinerlei Vorteile aus einem höheren Grad, denke ich. Das kannst du auch irgendwann einmal machen, wenn es dir besser geht… Kannst es aber natürlich auch jetzt machen, wenn du magst. Du allein entscheidest das.
      Vielleicht sagst du deinem Psychiater einfach mal, dass du dich von niemandem einweisen lässt, aber man mit dir über eine Behandlung reden könne…? Dann hast du das Ruder wieder in der Hand und der Satz deines Arztes kann aus deinem Kopf verschwinden. Liebe Grüße Benno

  198. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich bin seit2013 AU wegen Depressionen , habe eine Reha mitgemacht und ca 1/2 Jahr später die Erwerbsmiderungsrente beantragt , bin vor 1961 geboren , Der Antrag und widerspruch wurde abgelehnt -weil sich angebl nichts geändert hat ,ich voll arbeitsfähig bin ,auch nicht berufsunfähig da es mir nicht viel besser geht ,erfolgt jetzt die Klage .Zwischenzeitl war ich in einer Tagesklinik ,werde jetzt nochmal in eine Klinik gehen . Beim Psych.GA hatte ich wohl einiges falsch gemacht ,wenn ich so jetzt die Ratschläge lese. Traurig ,daß es so ausgelegt wird…. Habe einen Anwalt zur Hilfe genommen . Was kannst du mir noch raten ? Liebe Grüße

    • Benno Blues sagt:

      Spezielle Tipps kann ich dir leider nicht geben, ohne mehr über dich zu wissen und das würde diesen Rahmen hier dann wohl auch sprengen. Aber im Blog findest du eine Reihe von Ratschlägen für deine Situation. Versuche vor allen Dingen authentisch zu sein, auch zu zeigen, wie es wirklich in dir aussieht. Ich weiß, das ist schwer für dich, sonst wärst du ja jetzt auch nicht in dieser Situation. Aber sieh: Was du nicht von dir zeigst, kann auch niemand wissen… Alles Gute für dich! Benno

    • Anonym sagt:

      Danke Benno,
      das trifft den Nagel auf den Kopf , sich so zu zeigen ,wie man ist
      das habe ich verlernt , nichts preisgeben ,immer die Maske auf, ja ,der Anfang ist gemacht bei Arzt und Psychologen .

  199. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    ich habe hier schon viel gelesen…. Mich quält seit langen die Frage, ob man es mir negativ auslegen kann, wenn ich keine Tabletten für die Psyche nehmen will. Ich bin seit über 7 Monaten krank (Depressionen, Trauer, Burn-Out, PSBS) und muß jetzt in die Reha. Ich bin seit vielen Jahren eigentlich krank, war schon 3x in Kliniken, habe früher auch Tabletten genommen. Ich wünschte mir sehr die "Rente" damit der Druck endlich abfällt und ich überhaupt noch eine Chance habe – vielleicht mein Leben irgendwie in den Griff zu bekommen. Hast Du Erfahrungen mit Tablettenverweigerung ? Vielen Dank für eine Antwort.
    Grüße G.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo G.
      Erfahrungen? Das wäre wohl zu hoch gegriffen. Obschon ich habe ein Gefühl dazu. Ich weiß allerdings nicht, wie die Rentengutachter es bewerten, wenn du Psychopharmaka verweigerst. Womöglich sehen sie es als eine Verweigerung zur Genesung, eine Ablehnung von Unterstützung und womöglich schließen sie daraus, dass du noch stark genug bist, für dich selbst zu sorgen? Menschen, die ganz untern sind, greifen nach jedem Strohhalm aus meiner Erfahrung…
      Ich kenne jemanden, dem wurde der GdB seiner Schwerbehinderung entzogen, nachdem er keine Medikamente mehr einnahm, obwohl sich an seinen Diagnosen nichts geändert hatte. Ich weiß allerdings nicht, ob der Zusammenhang nur zeitlich oder tatsächlich auch kausal war. Aber ich denke mal, er war kausal. Psychiater wollen verschreiben. Sie sind Ärzte, traditionell ausgebildet. Das ist das was sie gelernt haben. Wenn du Tabletten verweigerst, können sie nichts für dich tun, glauben sie. Ich kann dir also nicht wirklich eine Hilfe sein. Du musst dich auf dein Gefühl verlassen. Es führt dich zu der für den jetzigen Zeitpunkt richtigen Entscheidung. Vertraue dir! Liebe Grüße und gute Besserung – Benno.

    • Anonym sagt:

      Hallo Benno,
      danke für Deine schnelle Antwort….
      Ich nehme an, daß ich gezwungenermaßen Tabletten nehmen muß. Das ändert mein Leben allerdings auch nicht. Aber egal…
      Dann gehe ich jetzt wieder mal in Reha und ich kann mir denken, daß sie versuchen werden, mich als Gesund und Arbeitsfähig zu entlassen. Ich werde sehen…
      Tschüß G.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo G,
      so eng würde ich das mit den rosa Pillen nun auch wieder nicht sehen, denn was du dir in den Mund steckst oder nicht, das entscheidest immer noch du…es muss ja nicht jeder wissen…
      Und gut wäre auch, du würdest davon ausgehen, dass sie erkennen, dass du nicht arbeitsfähig bist. Gut wäre, du könntest davon überzeugt sein, dass du nicht arbeitsfähig bist, könntest deinem Gefühl vertrauen…denn am Ende wird vermutlich geschehen, woran du fest glaubst, so oder so… Liebe Grüße Benno

  200. Anne-Luisa sagt:

    Hallo Benno, ich hab da mal eine Frage: Wenn man die EU-Rente bezieht und Post von der RV bekommt in Sachen Verlängerung.. Was schreibt man oder wie formuliert man das am besten? Danke und schöne Grüße

    • Benno Blues sagt:

      Am besten, du bleibst unumwunden bei dem was du willst und vor allem bei der Wahrheit. Wenn du nicht weißt, was du in den Antrag schreiben sollst, kannst du dein Verlängerungsanliegen auch mündlich in einer Filiale der Rentenversicherung vortragen. So habe ich das seinerzeit getan und der Antrag wurde bewilligt. Liebe Grüße Benno

  201. Anonym sagt:

    Hallo ich melde mich auch mal wieder.Nun sind 1 1/2 Jahre vergangen seit ich einen Rentenantrag gestellt habe ,hatte schon geschrieben das 2x eine Ablehnung erfolgte und ich daraufhin mit dem SovD zusammen Klage bei dem Sozialgericht eingereicht habe.Ich wurde zu einem psychologischen Gutachten geschickt.Dieses habe ich heute erhalten und muß sagen es ist einfach nur die Hölle.Obwohl Depressionen und Angst diagnostiziert sind und auch erwähnt wird das ich meinen Haushalt nur mit Hilfe meiner Tochter schaffe ,ich mich immer mehr zurückziehe und mein Freundeskreis kleiner wird und ich wegen Panikattacken Probleme beim Auto fahren habe, kann ich laut Gutachterin noch 6 Stunden täglich arbeiten .Das Sozialgericht schrieb mir das Sie empfehlen die Klage zurückzu nehmen .Ja das wars dann wohl ,ich habe keine Ahnung was ich jetzt machen soll .Ich habe auch jetzt keine Hoffnung mehr und vor allem keine Kraft mehr .Falls noch jemand einen Rat hat dafür wäre ich dankbar.LG Andrea

    • Benno Blues sagt:

      Ach weißt du, Gutachter sind auch nur Menschen. Wenn sich dessen Einschätzung nicht mit deiner deckt, dann stimmt sie nicht. Verlass dich auf dein Gefühl! Die Klage würde ich nicht zurück ziehen, wenn du der Meinung bist, dass du nicht arbeiten kannst, denn für genau diesen Fall muss die Rente einspringen. Notfalls muss es ein neues Gutachten geben. Was sagt denn dein Anwalt vom SovD dazu?

  202. Anonym sagt:

    Ich bin völlig "durch den Wind" und hab Panik !!!! Denn nach den Infos hier im Blog habe ich echt überlegt die Erwerbsminderungsrente bald zu beantragen. Jetzt habe ich zufällig einen Brief von Rentenanstalt bekommen und hier steht nur info-halber dass ich noch keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente habe !!!! Man muss in den letzten 3 Jahren Pflichtversichert gewesen sein als Voraussetzung und das war ich noch nicht. Erst im November 2015 sind es 3 Jahre Pflichtversicherung (mein Krankgeldanspruch läuft im Januar 2016 ab).
    Mir dreht sich gerade nur noch alles im Kopf !! Ich weiss grad echt nicht mehr weiter da es mir sowieso zur Zeit psychisch (Depressionen, Panikattacken, Zwangsgedanken/handlungen etc.) sehr schlecht geht.

    Kann mir bitte jemand sagen wann bei ihm der "Eintritt Erwerbsminderung" gewesen ist – also welcher Zeitpunkt dafür von der Rentenanstalt genommen wurde ??

    Es kann ja nicht sein dass dies z.B. der erste Tag AU ist , oder ? Denn zu dem Zeitpunkt wusste ja noch keiner wie schlimm es ist bzw. wird.

    Ich wäre euch für Hilfe echt dankbar

    LG
    Claudi

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Claudi,
      ich denke in diesem Punkt kannst du dich erstmal etwas entspannen. Üblicherweise wird der Rentenantrag erst gestellt, wenn die Zeiten möglicher Krankschreibung ausgeschöpft sind. Der Renteneintritt zählt dann jeweils rückwirkend ab Antragstellung. Du kannst das ganze also beruhigt aussitzen, bis du einen Anspruch erworben hast, denke ich. Ich empfehle dir allerdings, hierfür einmal einen Beratungstermin bei einem Rentenberater in deiner Nähe zu vereinbaren. Ich bin zu solch einer Beratung nicht autorisiert und schließlich geht es ja auch um eine Lebensentscheidung und da solltest du auf alle Fälle gut beraten sein. Liebe Grüße und gute Besserung einstweilen! Benno

  203. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    erstmal vielen Dank für diese Seite hier und Deine Mühen.
    Ich bin dabei den Antrag für Erwerbminderungsrente auszufüllen, was mir offen gestanden nicht so leicht fällt, und bin mir bei dem Punkt 8( Begründung des Rentenantrags) sehr unsicher. Da soll ich einmal den Antrag begründen und auch einschätzen, welche Arbeiten ich nach meiner Einschätzung noch verrichten kann ! Damit bin ich echt überfordert, weil ich jetzt schon seit 1,5 Jahren ohne Job bin und davor einen Teilzeitjob von 15h die Woche hatte.
    Kannst Du mir da einen Tipp geben ?
    liebe Grüße

    • Benno Blues sagt:

      Wenn du glaubst, gar keine Arbeit mehr verrichten zu können, schreib das da hin. Wenn du glaubst, leichte Büroarbeiten verrichten zu können, dann schreib das hin. Ich schätzte mich damals so ein, dass ich noch einfache Tätigkeiten hätte ausführen können, Tätigkeiten ohne Verantwortung. Es ist wichtig, dass du authentisch bist und bei der Wahrheit bleibst. Versuche nicht ein Bild zu zeichnen, wie man es eventuell von dir erwarten könnte. Es ist egal, was andere jetzt über dich denken. Es ist wichtig, dass du bekommst, was du brauchst. Und wenn das die Rente ist, dann ist es die Rente. Viel Erfolg! Benno

  204. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    ich danke dir recht herzlich für deine Info über den Beginn des "Eintritts der Erwerbsminderungsrente". Ich habe inzwischen einige Infos dazu gefunden und es kursieren scheinbar verschiedene Daten und die Rentenversicherung dreht sich den Termin angeblich so wie er für eine Ablehnung am besten ist. Ich weiß nicht wie es am besten ist – soll man jetzt erstmal sagen dass es einem besser geht (obwohl es eigentlich gar nicht stimmt) und evtl sogar versuchen zu arbeiten (keine Ahnung wie das gehen soll – aber ich könnte es ja versuchen) um irgendwie auf die Anzahl der Pflichtmonate zu kommen ?
    Ich wäre dir für jeden Rat dankbar
    LG
    Claudi

    • Benno Blues sagt:

      Wenn es um rentenrechtliche Fragen geht, solltest du dir besser professionellen Rat einholen. Das kann ich hier nicht leisten. Es tut mir leid, dass ich dir da nicht weiterhelfen kann. Liebe Grüße Benno

  205. Anonym sagt:

    Hallo Benno, ich bin 50 Jahre alt und bekomme seit drei Jahren,auf Grund des psychologischen Gutachtens eines Psychologen, der mir von der Rentenkasse zugewiesen wurde ,Rente wegen voller Erwerbsminderung. Mein Problem ist u.a. dass ich morgens Startschwierigkeiten habe und nicht alleine zu Termine fahren kann,weil ich in öffentlichen Verkehrsmittel und im Straßenverkehr Panikattacken und Angstzustände bekomme. Nun hatte ich einen Termin zu einer ärztlichen Untersuchung direkt bei der Rentenkasse bekommen, der mich so in Panik versetzt hat,dass es mir hundeelend geht.Der Termin sollte früh morgens um 8.00 sein,ich habe keine Begleitung finden können,aber leider auch keine Flat mehr gehabt um die Rentenkasse anzurufen. Zwei Tage später habe ich dies nachgeholt,mich entschuldigt und der Dame erklärt,dass ich nicht dazu in der Lage bin so früh morgens und ohne Begleitung einen Termin wahrzunehmen,zumal ich gerade auch noch einen Schub habe. Sie sagte sehr barsch und unfreundlich,dass bereits ein neuer Termin unterwegs wäre ,auch für 8.00 und ich diesen aber " antreten" müsste , sonst würde mir sofort die Rente gesperrt. Ich geriet immer mehr in Panik,bekam Atemnot und fing an zu weinen,meine Gefühle vermischten sich mit Verzweiflung und Hysterie und zum Schluss habe ich nur noch weinend geschrien,dass ich krank bin und erst ab 10.00 Uhr eine Begleitung zur Verfügung habe,die mich mit dem PKW bringen kann. Die Dame war nicht bereit dazu mir einen späteren Termin zu geben und meinte nur,dann haben Sie eben Pech gehabt und hat einfach aufgelegt. So gestern 18.7. 2015 ist nun der Termin für den 28.7.2015 um 8.00 Uhr gekommen. Ich bin fertig mit den Nerven und es geht mir schlechter denn je. Meine Frage :Darf die Rentenkasse mir einfach die Rente streichen,obwohl sie das Gutachten vor liegen hat und ich es erklärt habe ? Ich beziehe eine kleine Rente und werde vom Sozialamt mit 15 Euro und Miete aufgestockt. Ich werde auch diesen Termin nicht wahr nehmen können,ohne auf dem Weg dorthin zusammen zu brechen und ohnmächtig zu werden. Was kann ich tun ? Da ich nervlich nicht kann,hat eine liebe Nachbarin für mich im Netz gesucht und ist dabei auf deinen Block gestoßen. Sie hat für mich auch geschrieben. ich hoffe,dass du mir noch früh genug antworten kannst. lg melanie

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Melanie,
      ich kenne mich nicht hundertprozentig aus in der Rechtssprechung in Rentenfragen, aber ich denke, dass die Rentenkasse Gutachtertermine so ansetzen kann, wie sie es für richtig hält. Womöglich wäre es auch gar nicht zum Eklat gekommen, wenn du dich vorher um ein klärendes Gespräch bemüht hättest. Wie soll so ein Apparat funktionieren, der ja letztlich auch für deinen Unterhalt sorgt, wenn die Betroffenen nicht mitarbeiten? Wenn du selbst nicht in der Lage bist, für dich zu sorgen in solchen Dingen, musst du dir im Einzelfall Hilfe organisieren. Wenn dich auch dies überfordert, dann gibt es die Möglichkeit der gesetzlichen Betreuung. Hiervon würde ich aber eher abraten, da du doch einer Menge an Persönlichkeitsrechten damit an eine andere, zumeist fremde und unbeteiligte Person abtreten würdest.
      Möglicherweise kann dein Arzt dir einen Transportschein für solche Fahrten ausstellen? Besprich das am besten mal mit ihm und frage dort um Rat, wie du dich das nächste Mal in so einer Situation besser verhalten kannst. Auf Konfrontation zur Rentenkasse würde ich an deiner Stelle jedoch nicht gehen. Das kostet nur unnötig deine Kraft, die mir hierfür viel zu kostbar erscheint. Es gibt für alles eine Lösung. Man muss nur drüber reden. Alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

  206. Anonym sagt:

    Hallo an alle Mit-Leidenden,
    ich habe auch eine Frage. Es ist so, dass ich (58J) nach langer Zeit, großen familiären Herausforderungen (nach der Scheidung alleinerziehend mit 5 Söhnen, kein Unterhalt, Unfall des ältesten Sohnes seit dem schwer Behindert, dann die Diagnose einer unheilbare degenerative Erkrankung der beiden jüngsten Söhne) und sehr stressiger beruflicher Situation (arbeitslos, selbstständig um dem zu entkommen, dann ein Arbeitsplatz mit viel Stress, viel Verantwortung, viele unbezahlte Überstunden und wenig Gehalt) quasi einen Zusammenbruch hatte und nicht wieder auf die Beine kam. 2 Wiedereingliederungsversuche scheiterten. Vor etwas über einen Jahr eine EURente beantragt habe.
    Ein Gutachter in der Reha sagte zu mir: Er könne mir keine Rente zugestehen nur weil ich ein schweres Leben gehabt hätte und warum ich mir nicht einen Mann suchen würde der mich unterstützt. ????
    Der 2. Gutachter, ein Psychiater hat eine realistische Einschätzung meiner Leistungsfähigkeit abgegeben, aber die RV hat nicht anerkannt dass ich als Informatikkauffrau kein "einfachen Büroarbeiten" zu verrichten habe.
    Der Gutachter der im Widerspruchsverfahren die orthopädische Symptomatik einschätzen sollte, hat die in einer Klinik diagnostizierte Fibromyalgie als nicht vorhanden hingestellt, nur weil ich zu dem Zeitpunkt gerade relativ schmerzfrei war. Ich bin also ein Simulant. Entsprechend wieder eine Ablehnung.
    Jetzt aber meine Frage: Da ich bei der Krankenkasse schon ausgesteuert bin, werde ich vom AA finanziell gestützt. Soll ich mich ans Sozialgericht wenden? Muss oder darf ich mich vorher an meinen Arbeitgeber wenden um nach einer anderen Einsatzmöglichkeit zu fragen? Wenn ich daran denke mich in diese Tretmühle zu begeben, dann könnte ich schon wieder heulen. Leider ist mein behandelnder Psychiater zur Zeit in USA und ihn kann ich daher nicht fragen.

    Sorry dass ich soviel geschrieben habe. 🙁
    Liebe Grüße
    Zorra

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Zorra, ich empfehle dir, einen Berater des VdK oder SoVd aufzusuchen. Das sind die Fachleute in diesen Fragen. Wenn du schon im Widerspruchsverfahren bist, dann bleibt ja nur noch die Klage, davon würde ich dir aber ohne anwaltliche Unterstützung dringend abraten. Die Kraft hast du jetzt gar nicht und falls doch, führst du dein Anliegen auf diese Weise ad absurdum. Lass dir helfen!
      Natürlich darfst du dich jederzeit auch an deinen Arbeitgeber wenden und gemeinsam mit ihm nach einer Lösung suchen, aber das musst du nicht, soweit ich weiß.
      Hast du schon einmal darüber nachgedacht, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen? Der könnte dir nützlich sein bei der Lösungsfindung in deiner Firma und auch in punkto Rentenantrag.
      Alles Gute für dich und schön, dass du hier warst! Liebe Grüße Benno

  207. Anonym sagt:

    Liebe Leute ihr müsst Euch endlich wehren, seht es ein die Gutachter, die Psychiater die Amtsärzte das sind nicht die, die auf Eurer Seite stehen es sind
    Kapitalisten die nur ihr eigenes Wohl im Auge haben wie viel, verdienen die, wie viel Ihr?!
    Wenn ich mir manche Beiträge durchlese ist davon auszugehen das diese
    ganzen Behörden nur ihre macht missbrauchen und das System stützen!
    Stellt Euch vor es gäbe ein Grundeinkommen diese Typen wären selbst von heute auf morgen arbeitslos, es sind Büttel eines untergehenden Systems!
    Konfrontiert sie damit! Mancher dieser Gutachter steht einem Josef Mengele
    in nichts nach! Die denken wie zu Zeiten des Ditten Reiches!

  208. Anonym sagt:

    sorry meinte natürlich dritten Reiches!

  209. Anonym sagt:

    Scheiße wie so werden hier Kommentare gelöscht???

    • Benno Blues sagt:

      Das werden wir wohl nie erfahren. Ich jedenfalls habe hier nichts gelöscht. Sorry, mir ist das auch schon passiert und das ist echt ärgerlich. Am besten du speicherst deinen Text das nächste Mal vorher woanders ab. Liebe Grüße Benno

  210. Daniela sagt:

    Hallo mein Name ist Daniela,ich bin 52 Jahre und seit April diesem Jahr krankgeschrieben.Dh.eigentlich seit Oktober 2014,habe aber wegen Kündigung noch etwas ALG erhalten.
    Ich sitze schon seit Stunden und lese mir hier die meisten Kommentare und Hilfestellungen durch.
    Ich leide auch seit sehr vielen Jahren unter Depressionen,nur richtig bewußt gemacht wurde mir das 2011.
    Seit dieser Zeit nehme ich bis heute viele Antidepr. und Medik.damit ich schlafen kann.
    Im moment fühle ich mich sehr überfordert da ich auch noch körperl.Probleme habe,werde von einem zum anderen Arzt,bzw. Kh geschickt,leider mag sich keiner so richtig verantwortlich fühlen.
    Seit geraumer Zeit habe ich Schmerzen in den Füssen und Beinen,die auch fast immer stark angeschwollen sind.
    Dies beeinträchtigt meinen gesamten Lebensraum,kann nur sehr wenig laufen ohne das ich schmerzen habe,dazu kommt eine plötzliche Gewichtszunahme von über 20 Kilo.
    Ich mag einfach nicht mehr rausgehen,ich schäme mich meiner .
    Kein Arzt konnte bis lang feststellen woran es liegt. Meine Stimmung ist also am Nullpunkt angekommen.
    Ich habe das Glück einen lieben Partner neben mir zu wissen,doch es plagt mich oft das schlechte Gewissen ihm gegenüber,er meint es immer gut mit mir und versucht auch immer mich dazu anzuhalten in den Alltag rauszugehen. Ich mache das dann auch aber sehr ungern,bin dann froh wenn ich wieder in unseren 4 wänden bin.
    Ich muss erwähnen das ich immer sehr viel gearbeitet habe und mir immer Arbeit gesucht habe wo ich körperl.sehr schwer gefordert war.
    Habe 2 OP an der Lws (Bandscheibenprothese und Versteifung),
    Es hinderte mich aber drum nicht, weiter mich körperl.zu misshandeln und hatte bis letztes Jahr (sommer) 3 Arbeitsstellen die ich bewältigte,also war ich von morgens bis spät abens nur malochen.
    Ich wollte somit mein Leben vergessen,viel zuviel habe ich an schlimmen Sachen erlebt,Missbrauch in der Kindheit durch eigenen Bruder,Verlust eines Bruders in der Kindheit,Männer (Partner) denen Alkohol lieber war als alles andere, auch nicht vor Schläge halt machten,usw usw.
    Ich bin nun an einem Punkt angelangt,wo ich dachte das kann ich nicht,ich möchte so nicht mehr weiter machen und auf Grund meiner Einschränkungen körperl.wie psych. EuRente beantragen,aber ich habe schreckliche Angst davor alles falsch zu machen,da ich glaube mich nicht richtig darstellen zukönnen.
    Wie auch viele andere habe ich Angst vor den netten ): Gutachtern.
    Ich habe wirklich viel zu gern gearbeitet,weil ich immer dachte ich könnte nichts anderes.
    Es ist schön für mich hier zuerfahren,man ist nicht allein.Danke dafür

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Daniela,
      weißt du, Ärzte fühlen sich selten verantwortlich. Sie machen ihren Job, die meisten von ihnen, so gut sie können, aber die Verantwortung für deine Gesundheit kann dir letztlich niemand abnehmen, denke ich. Wenn du dich nicht ausreichend behandelt fühlst, dann frage nach und wenn alles nichts hilft, dann wechsle den Arzt. Jeder hat ein Recht darauf, glücklich und gesund zu sein, auch du. Wenn du die Rente haben willst, kommst du an den Gutachtern leider nicht vorbei. Aber das sind keine Monster. Das sind auch nur Menschen. Sie kennen dich nicht und müssen sich in 1-2 Stunden ein Bild von dir machen, das dann über deine Zukunft entscheidet. In deren Haut möchte ich auch nicht stecken. Doch hast du nichts zu verlieren. Du hast ja die Rente noch nicht. Lass dich darauf ein und zeige dich offen. Zeige deinen Schmerz, deine Scham, deine Schuld. Zeige deine Verletzungen. Spare dir, dich so darzustellen, als würdest du lieber arbeiten jetzt, denn dann wird man dich darin unterstützen. Wenn du die Rente willst, dann stehe auch dazu. Das ist wichtig. Zweigleisig zu fahren, halte ich nicht für zielführend. Ich an deiner Stelle würde den Antrag stellen, aber nur, wenn du auch davon überzeugt bist, dass es a) das Beste für dich ist und dir b) auch zusteht. Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg. Liebe Grüße Benno

  211. Anonym sagt:

    Hallo Benno,

    danke für den wunderbaren Blog! Du hast mir Halt gegeben, als ich-seit 16 Monaten krank mit Depression- nichts klar sehen konnte, verzweifelt in die düstere Zukunft blickte. Nach 11 Wochen Klinik, 6 Wochen Reha, 8 Wochen Tagesklinik unglaublich viel an mir arbeitete und trotz Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Medikamenten, Ergo-und Familientherapie viel gelernt habe über mich, massiv erschöpft war und immer wieder Verschlechterung erfuhr. Da fand ich Deine große Hilfe in:du must selbst überzeugt sein, EU Rente verdient zu haben. Ich habe den Gutachter hinter mir und heute die Bewilligung für 2 Jahre erhalten, ich kanns noch gar nicht glauben… Ich habe in der ganzen Zeit soviel Unterstützung von Ärzten, Therapeuten und Mitpatienten erfahren, ich fühle mich gehalten in schwieriger Zeit, etwas das ich nie kannte. Danke für Deine Bereitschaft, Dein Inneres offen zu legen, teilzuhaben und Menschen wo es geht zu unterstützen. May

    • Benno Blues sagt:

      Hallo May,
      ich freue mich sehr für dich. Die Erleichterung kann ich bis hierher spüren und auch in mir macht sich gerade ein gutes Gefühl breit. Schön, dass du zurückgekommen bist, Danke zu sagen. Und schön, dass du dieses gute Gefühl des Getragenseins wahrnehmen konntest. Nun werden sich andere von deinen Worten getragen fühlen. Vielleicht magst du deine Mut machende Geschichte einmal für andere aufschreiben? Ich würde mich freuen, wieder von dir zu lesen. Liebe Grüße Benno

    • Anonym sagt:

      Lieber Benno, ich würde gern meine Geschichte niederschreiben, wie kann ich sie mit Datenschutz an Dich senden?
      Übrigens habe ich einen GdB von 40 erhalten (inkl. Schmerzerkrankung) und habe eine ganz gute Phase, muss sehr für mich sorgen. Aber das habe ich gelernt:ganz genau hinfühlen, wie es mir geht. Und mir Gutes tun.
      Liebe Grüße May

    • Benno Blues sagt:

      Hally May,
      das freut mich für dich, insbesondere, dass du nun eine gute Phase hast. Wenn du magst, schicke mir deine Geschichte per Mail. Ich kopiere den Inhalt dann anonymisiert in einen separaten Post. Wenn dir das zu unsicher ist, kannst du deinen Text aber auch hier direkt als anonymen Kommentar posten. Ich verfahre dann auf dieselbe Weise. Alles Gute für dich May und pass auf dich auf! Liebe Grüße Benno

  212. Anonym sagt:

    Hallo Benno,

    ich war gerade in einer psychosomatischen Reha. Wurde entlassen mit der Empfehlung an die Rentenkasse, dass ich nur noch 3 bis unter 6 Stunden täglich in meinem und in allen Berufen tätig sein kann. Ich muß jetzt den Antrag bei der Retenkasse auf Teilerwerbsminderungsrente stellen. Soll ich mir trotzdem noch von einem Rentenberater helfen lassen, oder kann ich das wohl auch alleine machen? Ich habe Bedenken, dass ich vielleicht etwas schreibe, was mir negativ ausgelegt wird.
    Recht herzlichen Dank im Voraus

    :-))

    • Benno Blues sagt:

      Wenn du nicht selbst Fachmann in Rentenfragen bist, empfehle ich dir, ruhig Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das vereinfacht die Sache für dich ungemein und vermeidet Verzögerungen wegen eventuell fehlender Angaben. Ich hab's so gemacht und es nicht bereut. Liebe Grüße Benno

  213. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich bin gerade stark beeindruckt von deinem tollen Artikel.

    In vielen finde ich mich wieder…. nur leider nicht "in Rente bekommen"

    Ich kämpfe seit Jahren für eine Rente, in fünf Jahren hat sich mein Krankheitsbild immer mehr verschlechtert. Aber alles wird abgelehnt. Reha… nur nach Widerspruch, Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben.. die med. Reha hier kein Problem, aber trotz Empfehlung der Reha Gutachter wieder ein nein. Jetzt habe ich erneut eine Rente eingereicht… und schon wieder geht alles von vorne los. Die ersten Gutachter winken schon wieder mit Terminen. Ich habe alles dokumentiert. Alle Arzt und Gutachterberichte mit eingereicht… aber. Ich habe durch die schweren Herzerkrankungen schon seit Jahren Depressionen, die aber vom DRV Bund nicht anerkannt werden. Hinzu kommen Schulter-Op´s, Diabetes TypII mit Insulinbehandlung, Bandscheibenvorfälle auf 4 Ebenen die wegen der Herzerkrankung nicht operiert werden können. Ich habe einen Schwerbehindertenausweis über 60{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} und dem Merkzeichen G. Ich wünschte bei mir würde es auch so einfach sein, aber ich gebe die Hoffnung langsam auf. Das ganze Gehabe tut mir gar nicht gut. Ich bin in einer so tiefen Depression, das ich mich

    • Benno Blues sagt:

      Es kann täuschen, aber ich habe immer wieder den Eindruck: Je mehr Krankheiten die Antragsteller in die Waagschale werfen umso mehr versinkt die Depression in der Bedeutungslosigkeit. Vielleicht, weil wir ihr selbst nicht die Bedeutung zukommen lassen, die sie tatsächlich in unserem Leben hat? Womöglich fällt es uns leichter, körperliche Diagnosen ins Feld zu führen, weil diese gesellschaftlich eher als akzeptiert gelten? Ich weiß es nicht, aber dieses Gefühl beschleicht mich immer wieder und ich habe inzwischen viele Berichte wie deinen hier gelesen. Es tut mir wahrhaft leid und ich fühle mit dir. Ich fühle deine Ohnmacht und Verzweiflung. Vielleicht kann es eine Hilfe sein, vom Hoffen auf eine Rente zu einem Glauben an eine Rente überzugehen? Wie sehr glaubst du daran, dass dir eine Rente aufgrund von Depressionen zusteht? Wenn du dieses Gefühl verinnerlichen kannst, dann halte es fest und geh deinen Weg! Niemand kann dich zur Arbeit zwingen, wenn du dazu nicht auch in der Lage bist. Man wird an dir zweifeln und deinen Aussagen, man wird dir die Rente nicht so einfach geben wollen, aber letztlich wird man sie dir geben müssen, wenn es keine brauchbaren Alternativen gibt. Ich wünsche dir alles Gute hierfür, die nötige Kraft und Geduld und vor allem die innere Sicherheit, dass du das Richtige für dich tust. Liebe Grüße Benno

  214. Anonym sagt:

    Hallo, meine Mutter ist 60 Jahre und hat seit 2 Jahren schwere depressionen. War deswegen auch in Behandlung und nimmt noch immer Medikamente. Sie war davor aber nur Hausfrau und hat 4 Kinder groß gezogen. Kann Sie Erwerbsminderungsrente beantragen? Wo bekommt man am besten Hilfe? Oder einfach nur Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen? Wie muss man die Depressionen nachweisen?
    Gruß Jay

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Jay, wenn deine Mutter nicht sozialversichert beschäftigt war, wird sie leider auch keinen Anspruch auf eine Rente haben. Vereinbare bezüglich Hilfen bei der Depression bitte einen Beratungstermin beim Sozialpsychiatrischen Dienst deines Landkreises. Dort wird man dir mit Informationen weiterhelfen können. Liebe Grüße Benno

  215. Anonym sagt:

    Hallo, 2013 wurde bei mir Deppresionen festgestellt. Ich hab einen Schwerbehindertenausweiss mit 50 GdB. Nach fast einem Jahr wurde ich wiedereingeliedert. Doch jetzt geht es mir wieder viel schlechter. Ich gerate immer mit einem Vorgesetzten aneinander. Laut meinem Chef bin ich immer schuld. Ich würde so gerne alles hinschmeissen, aber ich hab riesige Angst Arbeitslos zu werden und ohne Geld dazustehenn (3 Monatssperre). Ich hab Angst Verrentet zu werden. Ich weiß nicht wo ich mich gut beraten lassen kann, wer hilft durch den Dschungel. Was bekommt man. Ich komm ja schon mit dem Verdienten nicht klar.

    • Benno Blues sagt:

      Die Rente müsste ja nicht auf Dauer sein. Sie ist in der Regel ohnehin befristet. Nach meiner Erfahrung sinkt der Druck erst, wenn die Überforderung nicht mehr jeden Tag im Raum steht. Und deine Arbeit scheint dich sehr zu überfordern gerade. Zu allen sozialrechtlichen Fragen in diesem Zusammenhang empfehle ich dir, den VdK oder den SoVD zu kontaktieren. Eine Mitgliedschaft dort ist erschwinglich und bietet ggfs. auch Rechtsbeistand. Liebe Grüße Benno

    • Anonym sagt:

      Danke für die Antwort. Ich werd mich an den SoVD wenden.

  216. Anonym sagt:

    Hallo benno,
    bin hier seit 10 monaten auf reha für Sucht und depression. Schreib leider mit Handy. Super Seite.
    Bin 33, Familie 2 Kinder, Diagnose Polytox und depression.
    Bin seit April arbeitsunfähig. Obwohl super Job!
    Wir haben teilhabe am arbeitsleben beantragt. Arzt und Therapeut sagt mit anderer Arbeit in Zukunft voll einsatzfähig. ICH KANN AKT. NICHT arbeiten. Setze seit über 20 Jahren suchtmittel gegen depression und anderen psych. Störungen ein. Weiss nicht mehr weiter. Sozio hier auch nicht. Hast du oder jemand anders einen Tipp? Bin noch 5 Wochen hier auf reha
    DANKE

    • Anonym sagt:

      Hab was vergessen, mein Ziel ist volle EU Rente
      Danke

    • Benno Blues sagt:

      Wir können das System nicht ändern, können nicht bestimmen, wie man mit uns umzugehen gedenkt. Aber wir können bestimmen, was wir tun oder nicht tun und was wir uns gefallen lassen. Wenn du arbeiten kannst, dann arbeite, aber wenn du nicht arbeiten kannst, dann geh erneut zum Arzt und sage, dass du nicht arbeiten kannst und warum nicht. Manchmal braucht es Geduld und Beständigkeit. Doch hab Vertrauen, Wie soll dich jemand zu etwas zwingen können, zudem du nicht imstande bist? Man wird es einsehen, wenn du selbst auch davon fest genug überzeugt bist. Das muss ja nicht heißen, dass du nie wieder arbeiten wirst. Es geht um das Jetzt, um heute. Alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

    • Anonym sagt:

      Ok danke, ich geh heute zu therapeut

    • Anonym sagt:

      Der bleibt dabei, nochmal 4 Wochen Verlängerung reha. Einsatz vom Psychopharmaka. Danach reha zur teilhabe am arbeitsleben. Hab 10 mal gesagt ich kann aktuell nicht arbeiten. Ach da wird mit den richtigen Tabletten und Verlängerung um 4 Woche hier schon wieder…

    • Benno Blues sagt:

      Dann soll er bei seiner Meinung bleiben, aber lass du dir nicht deine Meinung nehmen, vor allen Dingen, vertrau deinem Gefühl. Was will ein Arzt tun, wenn du wieder in seine Praxis kommst und ihm schilderst, wie sehr du es versucht hast, aber nicht zur Arbeit imstande bist? Er hat dann zwei Möglichkeiten: a) schriebt er dich krank oder b) schickt er dich wieder zur Arbeit. Du hast also nichts zu verlieren. Und wenn er dich wieder wegschickt, versuchst du es eben wieder und und wen es wieder nicht geht, wiederholt sich das Ganze… Möglicherweise ist es auch von Vorteil, einmal den Arzt zu wechseln, wenn die Situation schon zu verfahren ist…?

  217. Anonym sagt:

    Was man so alles durchmachen muss um so eine Rente zu bekommen!
    Darauf hat dann auch nicht jeder noch Bock.

  218. Anonym sagt:

    Hallo ich 51 J. weiblich muss am 01.12. zum Gutachter, welcher vom Sozialgericht bestellt wurde. Bei meinem ersten Gutachten von der RV bin ich so menschen unwürdig behandelt worden, so dass ich große Angst habe! Ich bin seit 2008 aufgrund großer beruflicher Belastung seit 20 Jahren, krank. Jetzt schon zum 2. Mal ausgesteuert. Ich musste 4 Jahre auf eine Reha warten. Habe von drei unterschiedlichen Ärzten den Befund, dass ich keine 2 Stunden mehr täglich arbeiten kann. Reha erfolgte dann Ende 2012. Was mache ich, wenn der Gutachter wieder so unmöglich ist???? lg M.B.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo,
      ich verstehe deine Ängste. So ein bevorstehender Gutachtertermin löst allgemein immer wieder unangenehme Gefühle aus. Wir fühlen uns ihnen ausgeliefert und manche von ihnen scheinen eben genau dies zu genießen. Also gib ihm die Show nicht. Bleib ganz bei dir und deinen Zielen. Ob der Gutachter seelische Probleme hat und glaub mir, die hat er sicher, soll dich an diesem Tag nicht interessieren. Bring die Informationen an den Mann, die dir wichtig sind. Bereite dich vor. Schreib am besten einen Zettel als Gedankenstütze. Schreib dort alles auf, was du über dich aktenkundig machen willst und was sich günstig auf die Entscheidung der Rentenkasse auswirken könnte. Gib diesen Zettel dann am Ende mit zu den Akten des Gutachters. Er kann sich benehmen, wie er will. Es geht nicht um ihn an diesem Tag. Es geht um dich und deine Zukunft. Gib sie nicht aus der Hand! Alles Gute für dich und schön, dass du hier warst! Liebe Grüße Benno

  219. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    ein großes Dankeschön an dich und auch alle anderen, die hier von ihren Erfahrungen berichten. Allein das alles zu lesen ist schon oft eine Hilfe.
    Ich, Monika, habe seit Jahren und jetzt auch, immer wieder Depressionen, die mir ordentlich zu schaffen machen. Ich habe mehrere Therapien und auch Aufenthalte in psychotherapeutischen Kliniken, stationär und teilstationär hinter mir. Das hat mir dann auch immer für eine Zeit geholfen. Zu den Depressionen kommen eine chronische Schmerzerkrankung und Spondylarthritis mit peripherer Gelenkbeteiligung. Derzeit bin ich in der Situation, dass nach einer jahrelangen Odyssee ein MRT eine Stenose des Spinalkanals und eine fortgeschrittene Arthrose aller Beteiligten Wirbel und Gelenke der LWS zeigt, was mir heftige Schmerzen bereitet und mich in meinem Leben so einschränkt, dass dieses nur noch aus „zur Arbeit gehen“ und an manchen Tagen noch einkaufen (was ja sein muss) besteht. Hierzu bin ich in Gesprächen mit den Ärzten, ob tatsächlich versteift werden muss oder es vielleicht doch noch anders geht.
    Ich bin mit 75{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} in einem helfenden Beruf tätig und bin dort momentan mit sehr viel Druck von meinem Chef konfrontiert (möchte hier nicht alles berichten, dass würde zu langwierig). Nur soweit, dass ich trotz heftiger Schmerzen immer wieder arbeiten gehe, damit ich nicht ständig krank bin. Dass einem das nicht gedankt wird, wissen wahrscheinlich viele hier. Da wird lieber noch draufgehauen.
    Meine Ärztin sprach dann letzten davon, ob ich nicht für eine Zeit Erwerbsminderungsrente beantragen möchte, um mich erst einmal um meine Gesundung zu kümmern. Zunächst spüre ich bei diesem Gedanken dann ein innerliches Aufatmen, aber dann kommt die Angst: wie soll ich das finanziell schaffen? Ich bin alleinstehend.
    Auch für mich ist Geld nicht alles und ich würde auch später lieber auf etwas Rente verzichte, als mich bis zum Schluss kaputtzumachen.
    Vielleicht kannst du, Benno, und auch ihr anderen mir erzählen, wie ihr das hinkriegt. Ich wäre euch sehr dankbar. Ich könnte ein bisschen Hoffnung und Unterstützung gebrauchen. Danke.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Monika,
      die Erwerbsminderungsrente wird geringer ausfallen als die reguläre rente. das ist richtig. Wie hoch die bei dir ausfallen würde, müsstest du deiner letzten Renteninformation entnehmen oder bei der Rentenkasse erfragen.
      Aus meiner Erfahrung ist der Leidensdruck noch nicht groß genug, solange die Frage nach dem Geld gestellt wird. Ich mag deine Sorge nicht schmälern und halte sie durchaus auch für berechtigt, aber wenn du nicht mehr arbeiten kannst, stellt sich die Frage nach dem Geld nicht an erster Stelle. Dann geht es nur noch darum, einen Weg zu finden, weiter leben zu können, ohne restlos kaputt zu gehen, denke ich.
      Vielleicht gehöre ich ja zu den wenigen, die eine ausreichend hohe Rente bekommen und kann jetzt kluge Reden halten, aber ich kenne auch andere Beispiele. Diese Menschen kommen mit Grundsicherung aus, ob sie wollen oder nicht. Und sie würden wieder so entscheiden.
      Du hast allerdings auch immer die Möglichkeit, dir etwas dazu zu verdienen. Bis zu 450 Euro monatlich sind das, ohne dass dir die Rente gekürzt wird. Aber dazu muss man eben auch erst einmal in der Lage sein…
      Vielleicht kannst die Berentung tatsächlich als eine Übergangslösung ansehen, die deiner Genesung dienen soll? Obwohl, ich persönlich kenne niemanden, der es aus der Rente zurück in den Beruf geschafft hat. Vielleicht kannst du mit deinem Chef über weniger Stunden verhandeln und parallel eine teilweise Erwerbsminderung beantragen? Da wäre eine Beschäftigung bis zu 6 Stunden täglich möglich. Auf alle Fälle empfehle ich dir, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Das würde dir einige Vorteile für deinen jetzigen oder künftigen Arbeitsplatz verschaffen. Informationen hierzu findest du auch in diesem Blog. Wie auch immer du dich nun entscheidest, ich wünsche dir eine glückliche Hand hierzu und schreib gern mal wieder. Liebe Grüße und alles Gute – Benno

  220. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    ich bin 59 Jahre und seit Ende Juli 2015 krankgeschrieben wegen leichter Depression mit Anpassungsstörungen, Burn out und Mobbing am Arbeitsplatz. Habe Angst vor dem MdK. Wenn dieser entscheidet, dass ich wieder arbeitsfähig sei, soll ich lt. VdK Widerspruch einlegen und mich am Arbeitsamt melden. Habe gelesen, dass man dann die Rente beantragen muss, da ich in ungekündigter Stellung (Öffentl. Dienst) bin. Werde von meiner Hausärztin krankgeschrieben, bin aber ab und an in psychiatrischer Betreuung. Was ich auf keinen Fall möchte, ist eine Reha-Massnahme. So was würde mich noch weiter runterziehen. Wie kann ich das umgehen? Auch wurde mir von einer Psychologin schon gesagt, dass mir eine psychologische Therapie nicht helfen wird, denn ich muss mein Problem (Konflikte am Arbeitsplatz mit 2 Kolleginnen) selbst lösen. Es wurde schon unsere Vorgesetzte miteinbezogen, diese jedoch äußerte sich so: wir haben hier zu arbeiten und sie kann nicht für jeden ein eigenes Zimmer (wegen Platzmangel) zur Verfügung stellen, aber es kommt immer wieder zu Konflikten. Ich kann und will da nicht mehr arbeiten. Bin jetzt 31 Jahre in dieser Abteilung. Ich hab noch keinen Plan, wie es weitergehen soll. Liebe Grüsse

  221. Anonym sagt:

    Hallo, ich habe die Seite schon oft aufgerufen, aber noch nie den Fragen und Antwortenteil gelesen.Bin hier auch eher immer gelandet weil ich die Fragestellung in bestimmter Weise stellte. Nun…es geht um die volle Erwerbsminderungsrente. Die teilweise erhalte ich bereits schon seit 2007. Mir war auch lange nicht klar, dass ich ein Problem habe. Nun bin ich aber mehrfach rückfällig geworden und habe aus Scham und Angst selber eine stationäre Reha beantragt die auch für den Zeitraum von 8 Wochen genehmigt wurde. Vor gut einem Jahr machte ich bereits eine ambulante Reha aus der ich AV entlassen wurde. Nach 16 Wochen voll wieder rein. Ich habe Borderliner mit Alkohol und Drogensucht, gepaart mit Depressionen. Nun werde ich ausgesteuert, hab mich auch schon arbeitslos gemeldet. Meine Arbeit habe ich nach 30 Jahren immer noch. Ich kann aber nicht mehr und will auch nicht mehr. Ich habe ein schwerbehindertes Kind, Allein erziehend, GdB 50. Will aber jetzt die Reha nicht antreten, obwohl man alles tat, dass ich wenigstens meine beiden Hunde mitnehmen darf. Ich hab es einfach satt das Therapiekarusell. Zunächst schrieb mich meine Ärztin Rehaunfähig, aber jetzt hab ich neuen Termin. Ich will einfach meine Ruhe, die volle ErwerbsRente und mal Luft holen. Soll ich mir die Reha doch mal geben und hoffen das man dort sieht, dass ich echt nicht mehr kann oder verweigern und den Antrag auf die v. Rente stellen ?
    LG

    • Benno Blues sagt:

      Es muss nicht dies oder das sein. Du könntest auch beides haben. Du könntest die Reha antreten und sehen, ob sie dir gut tut. Wenn es dir zuviel wird, kannst du sie immer noch jederzeit abbrechen. Einen Rentenantrag kannst du dennoch stellen. Das würde ich an deiner Stelle auch machen. Es ist nicht zu erwarten, dass eine Reha dich heil macht. Bestenfalls wird sie dir gut tun. Wenn aber die Reha wie ein Berg vor dir steht und dich bedroht, dir also wirklich zuviel ist, dann ist es womöglich besser, dich nicht damit zu belasten, denn es könnte schnell zu einer Überforderung und damit zur Verstärkung deiner depressiven Symptome führen. Wie auch immer du dich entscheidest – vertrau deinem Gefühl! Liebe Grüße Benno

  222. Anonym sagt:

    HALLO,ich habe einen Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung am 01.09.2014 gestellt.ich leide seit Jahren unter Depression und Angstzustände und gehe seit 10 Jahren
    kontinuierlich zum psychiater.ich war 2004 im krankenhaus und danach in Tagesklink.
    meine Xfrau hat sich wegen meine Krankheit scheidenlassen.und sie hat auch damit
    begrundet,dass ich unter Depression leide und ich nehme regelmässig medikament.
    seit jahren bin ich Arbeitslos.und seit 2 jahren (unterstützt von förden und wohnen und bezahlt von Sozialamt) mache ich ambulante sozialpsychiatrisch…
    ich war vor 2 monaten bei einem Gutachter.und seit einer Woche habe ich einen Brief
    von deutsche Rentenversiherung bekommen.sie haben mir mitgeteilt,dass mein Antrag
    nicht medizinische Voraussetzungen erfüllt….und steht in der Begründung:(nicht eindeutig
    zuzuordnender depressiv getönter Erschöpfungs- und Veragenzustand.Sie sind in der lage .mittelschwere Arbeiten in der Tages-Früh- und Spätschicht unter Vermeidung eines besonderen Stressaufkommens und regelmäßigem Kundenverkehr zu verrichten…)
    ich kann gegen diesen Bescheid innerhalb eines Monat schriftlich Widerspruch erheben.
    ich weiss nicht,was ich machen soll?ich bin total verzweifelt.fur mich jeden Tag ist pure
    Kampf in meinem Geist und meiner seele…was kann ich dagegen machen?und welche
    Möglchkeiten gibt es noch für mich?und was passiert,wenn ich widerspruch erhebe?
    ich werde so dankbar sein,wenn Sie mir mit Ihr Antwort behilflich sein…bedanke mich herzlich.,,,

    • Benno Blues sagt:

      Hallo,
      dass so ein Rentenantrag abgelehnt wird, ist naturgemäß nicht die Ausnahme. Etwa jeder zweite Antrag wird zurück gewiesen. Das muss aber noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Ich weiß zu wenig über dich, dass ich dir konkret raten könnte und das würde auch meine Kompetenzen und Intentionen hier im Blog übersteigen. Aber ich rate dir dringend, deinem Gefühl zu vertrauen. Und wenn dein Gefühl dir sagt, dass du nicht arbeiten kannst, dann steh dafür ein! Hol dir Unterstützung! Es gibt Fachleute für diese Fragen Du findest sie beim VdK oder auch beim SoVD. Einfach mal googeln. Dort wird man dir gegen ein kleines Geld weiterhelfen. Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

    • Anonym sagt:

      ich bedanke mich hertzlich für deinen netten Antwort.ich bin dankbar, es gibt immer noch gute Menschen wie du.ich bin müde,sehr sehr müde.ich versuche mich irgendwie zu motivieren.ich möchte zum ersten Mal in meinem Leben kämpfen.ich habe noch eine Frage.
      ich möchte Wiederspruch nach der Ablehnung von meinem Antrag auf Rente erheben.meine
      Frage lautet,ob ich den Widerspruch ohne einen Anwalt mache?oder wenn ich meine zweite
      Ablenung von deutsche Rentenversicherung bekomme?ich werde dazwischen versuchen,Mitglied bei VDK zu werden….die allerbesten wünsche für dich.

    • Benno Blues sagt:

      Ich denke, du kannst den Widerspruch formal auch erstmal ohne Anwalt einlegen. Das würde ich aber nicht tun. Hol dir mal Hilfe! Ein anwaltliches Schreiben bringt eher zum Ausdruck, dass du auf der einen Seite nicht so einfach aufgeben wirst, auf der anderen Seite aber jetzt nicht die Kraft hast, dich mit einem Giganten anzulegen. Einfach mal einen Termin bei einem der erwähnten Sozialdienste machen dann nimmt die Sache ihren Lauf, denke ich. Das halte ich für den besten Weg. Liebe Grüße Benno

  223. Anonym sagt:

    Hallo ,
    ich möchte hier schreiben ,dass es mir aus der Seele spricht Dein Beitrag.Diese Schuldgefühle , über sowas überhaupt nachzudenken ,an Rente mit Ende 40 aus psychischen Gründen- was ist das für ein Schmarotzer , der hat ja keine Lust zum arbeiten.Was sagt die Familie , Du wirst gedisst.
    Sehr guter Beitrag.Nun zu mir , ich bin 46 Jahre alt , habe von den 30 Jahren ca. 25 Jahre gearbeitet , in den letzten Jahren hatte ich 4 Jobs.Zweimal wurde mir bereits nach der Probezeit gekündigt.Voriges Jahr hatte ich eine ganz schlimme Zeit ,es ging eine Beziehung zu Ende, die Frau sagte sich aber – er soll noch leiden.Dann kam eine Gerichtsverhandlung nach der anderen , es hat mich ca. 5000 Euro gekostet alles .
    In dieser Zeit , aber auch schon davor habe ich einen Psychiater aufgesucht wegen Depressionen.Sie verschrieb mir ein Mittel , aber ich habe es nur genommen , wenn es gepasst hat mit der Arbeit.(Bereitschaft , Fahren usw.)
    Letztes Jahr habe ich zum schlafen auch eins gebraucht und habe es über ein Jahr genommen..
    Insgesamt gesehen stehe ich auf einer Klippe und frage mich , gehe ich darüber oder habe ich die Kraft dazu.Ich habe Kontakt aufgenommen mit einer sozialpsychiatrischen Kontakt und Beratungsstelle , dort ist eine sehr angenehme Frau.
    Es tut mir gut dort, Du wirst einfach so genommen wie Du bist.Es sind 90 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} dort in einer Rente oder haben einen rechtlichen Betreuer . Das schreckt einen erstmal ab, da ich auch schon mitbekommen habe , was die Betreuer für einen Einfluss haben.Ausserdem kann man sich auch gut unterhalten mit den anderen dort.Wie spielen Skat dort und man fühlt sich angenommen.
    Mit der Arbeit , baut sich bei mir immer so ein Druck innerlich auf , diesen kann ich nicht richtig kompensieren.
    Ich weiß noch nicht , wo mein Weg mich hinführt , ich wünsche mir die Kraft eine Entscheidung zu treffen und diese auch durchzuziehen.
    Also super Beitrag!
    Mit freundlichen Grüßen
    Uwe Beier

  224. Hallo Benno ,
    wenn ich in mich hineinhöre , möchte ich Ruhe und klare Regeln.Es belastet mich darüber nachzudenken , welche Arbeit ich eventuell bekomme.
    Was Du durchgemacht hast finde ich beachtlich und ich habe diese Selbstzweifel mit diesen Gedanken jeden Tag.
    So ungefähr Du bist ein Schmarotzer ,die anderen gehen arbeiten,Du sitzt zuhause .Meine Familie würde mich dissen.
    Was würdest Du mir raten?
    Mit freundlichen Grüßen
    Uwe Beier

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Uwe, mir hat es damals geholfen, einmal anerkennend auf meine Lebensleistung zu schauen und in Gedanken all die Arbeit zusammen zu tragen, die ich bislang geleistet hatte. Da sah ich, dass das bereits sehr viel war. Mir kam damals das Wort Lebensarbeitsleistung in den Sinn. Manche menschen stehen bis an ihr Lebensende in einem Arbeitsverhältnis, ohne sonderlich viel geleistet zu haben. Allein die Jahre sind es nicht. Das war der eine Punkt. Der andere Punkt, der mir half, war zu realisieren, dass meine Rente aus meinen eigenen Beiträgen gezahlt würde und erst einmal viel Zeit vergehen müsste, bis ich tatsächlich eine Leistung erhielte, die andere erwirtschaftet hätten. Aber selbst hier griffe ja nur das Prinzip "Versicherung", im übrigen eine Versicherung um dessen Mitgliedschaft ich nie befragt wurde. Schmarotzer sind die, die nicht arbeiten wollen, obwohl sie es könnten. Aber glaube mir, Schmarotzer würden sich nicht solche Gedanken manchen, wie du. Sie hätten kein schlechtes Gewissen… Liebe Grüße Benno

    • Anonym sagt:

      sorry eine antwort hab ich nicht aber sehr große probleme. war 2004 in voller eu rente. verlängerung wurde von rv abgelehnt. seit dem quäle ich mich mit schmerzen rum und depressionen und angst/panik kamen dazu. habe dann 2012 erneut beantragt auf grund des psychiaters der sagte das wird nix mehr. bin seit 4 jahren krankgeschrieben und existiere von aufstockung alg2. mein mann arbeitet. 2013 wurde vor gericht verhandelt gegen rv. musste dann klage zurückziehen sonst hätte ich keine reha bekommen. die war dann ambulant angesetzt in einer einrichtung wo ich schon mal war – allerdings stationär- und welche die hölle für mich war.obwohl ich vor gericht erwähnte ich bin zu einer reha bereit aber nicht dort. hatte keine kraft mehr und wurde durch VDK vertreten der widerspruch einlegte und dann bekam ich eine stationäre Reha wo anders. Ich hab mir dort die größte mühe gegeben, aber leider trat keine besserung meines zustandes ein (schmerzen überall, große angts und panik und depression) starke angst vor menschen und rauszugehen)wurde als arbeitunfähig entlassen mit dem hinweis ich brauch nicht zu tun das geht an rv als neuantrag und die rente muss bewilligt werden. nachdem ein halbes jahr vergangen war wand ich mich wieder an den vdK der seit dem mit der rv im schriftwechsel und streit steht. nun ist es wieder vor gericht gelandet und ich muss zum gutachter. hatte schon zwei vorher die immer sagten ich kann noch. mitlerweile gehts mir so schlecht, dass ich nicht mehr kann und hab große angst vor dem gutachter. ich weis es sind auch nur menschen aber meine schlechte erfahrung und dass ich immer dann völlig aufgelöst bin und nicht mehr herr meine sinne lässt mich verzweifeln. ich hab leider vom psychiater nicht große hilfe hab alle medikamente ausprobiert nehme jetzt noch 2 gegen panik und angst und eins für die nacht damit ich überhaupt schlafen kann. mein man fährt mich zum gutachter der ist auserhalb und ich wüsste nicht wie ich sonst da hin kommen sollte, da ich ja auch große angst habe

    • Benno Blues sagt:

      Ja, das ist wirklich schlimm alles und es scheint, als gebe es keine Lösung, als wende sich das Leben immer wieder gegen dich. Das macht dich dann vermutlich noch hilfloser und ängstlicher. Aber wie du schon schreibst, es sind nur Menschen und Menschen können sich irren. Ich denke, wenn du arbeiten könntest, würdest du es auch tun. Also verlass dich auf dich. Wir können leider das System nicht ändern. Wir können nur versuchen, das beste daraus zu machen. Wenn man dich für arbeitsfähig hält, dann musst du eben erneut dafür einstehen. Wenn es nicht geht, gehst wieder zum Arzt, lässt dich wieder krank schreiben. Unser System drängt leider sehr viele Menschen an den Rand der Gesellschaft und viele auch darüber hinaus. Es muss sich etwas ändern, das denke ich auch. Aber ändern kann sich nur etwas, wenn Menschen wie du und ich immer wieder für sich einstehen und sagen: "Das schaffe ich nicht!"
      Aber auch einen zweiten Aspekt möchte ich noch ein wenig beleuchten. Du hast einen Mann, der dich unterstützt und der zu dir steht. Das ist so viel wert!! Viele, sehr viele Menschen in deiner Situation haben das nicht. Ich freue mich sehr für dich, dass dies bei dir nicht so ist. Vielleicht kannst du auch einmal so auf deine Situation gucken, kannst sehen, was alles gut läuft in deinem Leben? Das Wichtigste sind doch intakte Beziehungen! Beziehungen lassen uns krank werden und lassen uns heilen. Ich wünsche dir sehr, dass man dir die Rente diesmal bewilligt, aber viel mehr wünsche ich dir, dass du auch weiterhin jemanden an deiner Seite hast, auf den du zählen kannst. Liebe Grüße Benno und alles Gute für dich!

  225. Anonym sagt:

    Hallo ihr Lieben..
    Ich habe eure Blogs mit grossem Interesse gelesen und bin froh, so viele Gleichgesinnte gefunden zu haben.
    2012 wurden meine Depressionen immer schwerer, so dass ich immer öfter krank geschrieben wurde.
    Leider hat mein damaliger AG keinen Sinn dafür gehabt und mich fast in den Suizid getrieben, nur um mich loszuwerden.
    Es kam wie es kommen musste, ich brach völlig zusammen, hatte nur noch schreikrämpfe, krümmte mich unter den Belastungen und wurde in eine psychologische Klinik stationär eingeliefert.
    Was danach folgte, kann ich nur als Martyrium beschreiben.
    Erst geschlossene Akutabteilung, dann 4 Wochen offen, danach 5 Wochen Reha – eine Leistung der Rentenkasse, aber dort war man mit mir völlig überfordert und die dortige Psychologin hatte überhaupt keinen Zugriff zu mir und versuchte es auch in keinster Weise. Danach war nichts wirklich besser, meine Depressionen und Suizidgedanken waren stärker als zuvor, aber die KK und Rentenkasse hielten mich für Gesund und ich wäre wieder arbeitsfähig.

    Seitdem schlage ich mich durch das Leben und bin immer an der Schwelle abzustürzen und traue mich eigentlich nichts mehr, ausser zu allem und jedem "Amen" zu sagen.

    Meine Psychologin ist auch mittlerweile ratlos und lässt die Sitzungen nur noch auslaufen.

    Meine Frau und ich haben ein Haus und ich würde so gern wieder leben, aber der finanzielle Einbruch würde alles zusammenbrechen lassen.

    So bleibt dann für mich nur noch zu "funktionieren" und mich zu verstecken vor allem und jedem und mir nichts anmerken zu lassen, wie schlecht es mir wirklich geht.

    Jetzt bin ich bei einer Leasingfirma gelandet und werde nur noch hin und hergeschoben, welches eine zusätzliche Belastung für mich ist.

    Am liebsten möchte ich alles hinwerfen, was mich hindert ist die Verantwortung für meine Frau, die mein Halt und meine Stütze ist.
    Dieses "System" macht nur noch müde und ratlos.

    Habt liebe Grüsse

    Andreas

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Andreas,
      es ein gutes Leben liest sich auch wirklich anders, als du es hier gerade beschreibst. Da kann ich gut verstehen, dass Lebensfreude sich nicht nicht einstellen will. Es klingt alles schwer, nach Last. Vielleicht ist es ja wirklich einfach nur alles zu viel für dich, zu viel Belastung? Vielleicht fehlt dir aber auf der anderen Seite auch nur etwas, das dir Freude bereitet, ein Hobby, eine Leidenschaft…? Wenn dein Therapeut nicht weiter weiß, ist es vielleicht an der Zeit, ihn zu wechseln. Vielleicht ist es aber auch an der Zeit, dass du einmal Impulse in die Therapie einbringst? Wo liegen deine größten Schwierigkeiten im Leben und welche davon möchtest du gern loswerden? Therapeuten können nur fördern, was aus dir kommt. Ich wette, es gebe da eine Menge Entwicklungspotenzial.
      Das System ist nicht gesund, da hast du recht, aber es allein auf das System zu schieben, macht dich zum Opfer und handlungsunfähig. Wo liegen deine Möglichkeiten? Was könntest du selbst konkret ändern, damit es dir besser gehen kann? Ich wünsche dir sehr, dass du hier bald einen Schritt weiter kommst. Liebe Grüße Benno und schön, dass du hier warst.

  226. Anonym sagt:

    Hallo.

    Vielen Dank für diese supertolle Seite hier. Habe durch Zufall hierher gefunden.
    Hier zu meiner Geschichte und was mit mir los ist. Anfang 2015 wurde bei das psychvegetative Erschöpfungssyndrom und Depression festgestellt. Das etwas mit mir nicht stimmte war mir schon vorher klar, doch die Diagnose hat mich umgehauen. Denn es heisst doch: Du hast versagt. Andere kommen mit den Dingen klar, aber du nicht. Zwei Bandscheibenvorfälle, Tinnitus und ständiger Kopfschmerz in Verbindung mit absoluten Schlafproblemen machen mit zu schaffen. Dazu kommt Paruresis und soziale Phobie. 29 Jahre arbeite ich bereits in der Firma. Ich war dann 7 Monate AU. Im Juli letzten Jahres machte ich eine stationäre Reha. Diese hat mir sehr gut getan und ich habe mich nach dieser langen AU Reha wieder fit für die Arbeit gefunden. Wurde dann zwar AU entlassen, habe aber aus eigenem Willen die Wiedereingliederung begonnen. Jetzt nach 4 Monaten bin ich wieder am Ende. Ich hatte in der ganzen Zeit keinen geeigneten Therapeuten gefunden. In der Reha war der Therapeut wirklich sehr gut und es ging mir besser. Dennoch wurde bei mir soviel aufgearbeitet, dass mich dieser "Berg" noch mehr belastet. Es ist mir jetzt bewusst, in welchen Lebensbereichen ich nicht klar komme und woher das kommt. Bisher war ich noch nie bei einem Psychiater/Neurologen. Ich weiss nur selbst, dass es so nicht gehen kann. Der Gedanke an eine EU-Rente wird immer größer. Jedoch denke ich, die Vorrasusetzungen sind bei mir sehr schlecht. Kein Psychiater und aus der Reha arbeitsfähig, aber noch AU entlassen. Ich traue mir den langen Weg einfach nicht zu. Es fällt mir schon sehr schwer beim Hausarzt mein Leid zu klagen. Frage: Wäre es von Vorteil wenn man schon "Grad der Behinderung" hätte? Auch dafür habe ich nie die Kraft gehabt zu beantragen. Was würdet ihr mir raten? Habe mir heute wieder freigenommen, weil ich es nicht schaffe zur Arbeit.
    Lieben Gruß
    Andreas K.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Andreas,
      ich denke, es wäre auf jeden Fall für dich gut, einen Schwerbehindertenstatus in der Tasche zu haben. Das würde dir womöglich deinen Arbeitsplatz sichern, selbst über eine zeitweise Berentung hinaus. Mein Arbeitsverhältnis besteht noch immer. Es ruht nur. Sollte eines Tages jemand auf die Idee kommen, ich könne wieder arbeiten, dann könnte ich tatsächlich an meinen alten Arbeitsplatz zurück kehren. Aber auch beim Rentenantrag selbst ist eine Schwerbehinderung ein Argument zur Befürwortung, denke ich.
      Der Aufwand hierfür hält sich in Grenzen. Du füllst einmal einen Antrag aus und entbindest dort deine dich behandelnden Ärzte von ihrer Schweigepflicht. Das Amt holt sich dann selbstständig alle Befunde, die es braucht und entscheidet am Ende nach Aktenlage. Bei einigen Versorgungsämtern kann man die Schwerbehinderung heute sogar schon online beantragen, zumindest die Antragsunterlagen downloaden.
      Vielleicht wäre das nun ein erster Schritt für dich – du besorgst dir den Antrag. Du musst ihn ja nicht sofort ausfüllen…
      Liebe Grüße und danke für deinen Kommentar! Benno

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Andreas,
      so groß wäre der Aufwand für einen Rentenantrag gar nicht, wenn du dich denn dafür entschlössest. Was du beschreibst, wie du dich fühlst, die Scham über den Leistungsverlust, das Ankämpfen gegen die Erschöpfung… das alles kenne ich sehr gut. Aber schau mal von außen drauf! Was kann dabei herauskommen, wenn du gegen eine Erschöpfung ankämpfst…? Ich denke, du solltest die Rente beantragen. Ein Schwerbehindertenausweis wird hierbei ganz sicher nicht von Schaden sein. Ja, ich würde dir unbedingt dazu raten, die Schwerbehinderung vorher zu beantragen. Liebe Grüße Benno und alles Gute für dich!

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Andreas,
      ob ein Schwerbehindertenausweis bei der Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente von Vorteil ist, ist statistisch meines Wissens nach nicht belegt. Mein Gefühl sagt mir jedoch, dass es eigentlich nur von Nutzen sein kann. Je mehr aktenkundliche Belege auf eine deutliche Beeinträchtigung deiner Möglichkeiten zur Lebensbewältigung hinweisen, umso so besser für den Entscheidungsprozess, denke ich. Allein schon deshalb halte ich es für wichtig, vorhandene Hilfsangebote auch umfassend wahrzunehmen, d.h. zum Arzt zu gehen, eine Therapie zu machen, usw… Die Rente bedeutet zwar auch nicht die Erlösung aus der Depression, aber sie kann eine Menge Druck nehmen. Die vorhandene Kraft kann dann besser zur Genesung eingesetzt werden. Ich habe jetzt zehn Jahre mit der Depression zu tun. Ich war ganz unten. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es kein leichter Weg ist, da wieder heraus zu kommen, aber dass es machbar ist. Heute überlege ich, wieder in die Berufstätigkeit zurück zu kehren, sicher nicht per 40-Stunden-Woche, aber ein wenig Arbeit zu haben, male ich mir inzwischen schon wieder schön aus. Ich habe mich deshalb für eine Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie entschieden. Vor fünf Jahren noch hielt ich so einen Schritt für völlig abstrus… Liebe Grüße und gute Besserung! Benno

  227. Anonym sagt:

    Hallo,
    Ich habe 50{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} wegen depressionen bekommen.
    Jetzt will die DrV mich zu einer Reha schicken , Teilhabe am Arbeitsleben.
    Kann ich das ablehnen , da ich mich dazu überhaupt nicht in der Lage Gesundheitlich fühle.
    oder können die mir dadurch einen Strick drehen ?
    Bin 15 Mon. krank war in Reha und TK , ohne Erfolg.
    Einen EU-Rentenantrag werde ich in Kürze stellen .

    Liebe Grüße

    Tino

  228. Anonym sagt:

    Hallo,ich habe deine Seite gelesen und habe mir zum ersten mal Gedanken über Rente gemacht. Wie Du schon sagst mit über 40 in Rente. Ich doch nicht ich muss doch arbeiten bis ich 67 bin. Doch seit einem Jahr kann ich nicht mehr arbeiten. Ich habe ersteinmal lange gebraucht um überhaupt die Diagnose mittelgradige Deppresion und Burnout zu akzeptieren. Immer dachte ich mir, nein DIR passiert dies nicht. Bis ich gemerkt habe ich habe Jahre lang funktioniert und irgendwann hat mein Körper gesagt jetzt ist schluss. Und nun habe ich alles was man nur kriegen kann. Ich bin Alleinerziehend mit 3 Kindern (23J, 13J, 4J) unterstütze meine Eltern und bin LKW-Fahrerin. Aber ich kann nicht mehr. Deshalb kam ich und auch lt Aussage der Krankenkasse die Rente in Frage. Lt Medizinischem Dienst der Krankenkasse bin ich nicht in der lage zu Arbeiten. Nun gehe ich noch in Reha und werde versuchen die Rente zu beantragen. Ich hoffe ich schaffe es. Vielen dank für deine tolle Seite

  229. Benno Blues sagt:

    Hallo Tino,
    natürlich kannst du eine Reha auch ablehnen. Du bist ein freier Mensch, Tino. Raten würde ich dir dazu aber nicht, wenn du die Rente haben möchtest. "Reha vor Rente" das ist der Grundsatz, nachdem die Rentenkasse verfährt. Wenn du nicht in der Lage bist, eine Reha anzutreten, gibt es andere Möglichkeiten. Du kannst dir dies von einem Arzt attestieren lassen oder du bittest um einen Vorgesprächstermin in der in Frage kommenden Rehaklinik und erklärst dich dort. So habe ich das seinerzeit gemacht und musste die Reha dann nicht antreten, bekam sofort die Rente. Viel Erfolg und gute Besserung! Liebe Grüße Benno

  230. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonym vom 25.02.16, 21:36

    Ich glaube, das passiert immer nur denen, die von sich glauben, ihnen könne das nicht passieren. Aber wenn ich lese, was für ein Pensum du zu bewältigen hast, dann kommt mir schnell die Idee, dass deine Lebensarbeitsleistung womöglich schon erbracht ist, du genug gearbeitet hast. Vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, etwas zu ändern, dich etwas mehr um dich selbst zu kümmern. den Freiraum hattest du bislang wohl eher nicht und da könnte die Rente schon sehr hilfreich sein. Und des Alters wegen, weißt du, es gibt auch Zwanzigjährige, die Rente bekommen. Wir verknüpfen den Begriff immer mit einem bestimmten Alter, das hat mit der Altersrente zu tun. Die aber willst du ja gar nicht haben. Es geht um eine Erwerbsminderungsrente und die ist für Menschen wie dich gedacht. Wenn du die Rente für das richtige hältst, kannst du sie sofort beantragen. In die Reha musst du sowieso. Verliere nicht Zeit… es ist dein Leben! Liebe Grüße Benno

  231. Anonym sagt:

    Guten Tag,

    mein Name ist Mustafa. Kämpfe seit 4 Jahren mit residivierenden depressiven Störungen. War auch deswegen schon 6 Wochen in der Salus Klinik in Hürth. Ein Jahr lang wurde ich psychologisch betreut. Jetzt bin ich wieder im Keller und bin seit 14 Tagen in der psychiatrie. Ich habe Konzentrationsschwäche, dabei habe ich vor 4 Wochen vom Lungenfacharzt gehört, dass ich COPD habe und im zweiten Stadium bin. Ich musste meine 25 – Jährige Arbeitsstelle aufgrund meiner psychischen Störungen aufgeben und bin seitdem Arbeitslos ohne Einkommen. Hierzu möchte ich noch erläutern, dass ich essentielle Hypertonie und Hypercholesterin habe. Dazu kommen noch Bandscheibenschäden und Meniskusschaden. Habe nun einen Antrag auf Frührente gestellt. Am Mittwoch muss ich zum Gutachter.

    Hätte ich eine Chance für die Erwerbsminderungsrente?

    Liebe Grüße

  232. Benno Blues sagt:

    Hallo Mustafa,
    es tut mir leid, dass es dir akut so schlecht geht. Jetzt bist du in einer Klinik. Das finde ich gut. Schon diese Hürde zu nehmen, schaffen viele Menschen nicht. Es wird dir bald wieder besser gehen, denke ich. Natürlich wird es keine Heilung geben auf die Schnelle, aber dein Leben wird sich wieder aufhellen.
    Ich denke, du hast eine gute Chance auf die Rente. Immerhin wird etwa jeder zweite Antrag auf Erwerbsminderungsrente angenommen. Ich drücke dir jedenfalls kräftig die Daumen! Danke für deinen Kommentar und schön, dass du hier warst! Liebe Grüße Benno

  233. Anonym sagt:

    Benno ich danke dir für dein Kommentar . Drückt mir alle bitte die Daumen.

  234. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich habe eine Frage ?
    Seit eineinhalb Jahren leide ich an schwere Depresionen mit HWS Tinitus und Hyperakusis.
    War auf REha und wurde für neun Monate befristet in Erwerbsminderungsrente geschickt. Habe im Nov 2016 den Antrag auf weitergewährung gestellt und bis heute habe ich kein Bescheid.
    War Anfang März beim Gutachter ,habe alle Fragen beantwortet und das Gespräch mit dem Gutachter geführt.
    Ich habe dem gesagt,dass ich auf Grund meiner Kindheit und Vergangenheit ziemlich viel Gewal tertragen musste,ebenso,daß ich drei Brüder durch Krankheit Unfall und Suizid verloren habe. Das alles hat mich Jahre später eingeholt und bin daran zerbrochen.
    ich habe keine KRAFT mehr keine Ausdauer keine Konzentration kein Selbstwertgefühl usw.
    Stattdessen habe ich Angst und Panikattacken.Kann nicht mehr einkaufen gehen ohne das sich meine Blase unkontrolliert entleert.
    Was denken sie reicht das aus um mir die Weiterbewilligung zu gewähren und was wenn nicht?
    Ich habe die EM nur bekommen damal weil ich auf dem AM nicht vermittelbar bin.

  235. Anonym sagt:

    Achso und vielen Dank für den Beitrag hier,das tut mir gut zu wissen ,das es jemand gibt der sich kümmert :-))

  236. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonym vom 22.03.16, 20:18
    die Bearbeitung eines Rentenantrages durch die Rentenkasse dauert etwa ein halbes Jahr. Du erhältst dann unaufgefordert Bescheid. Ich denke schon, dass die von dir angeführten Gründe für eine Weiterberentung ausreichend sind, denn sie haben ja auch für eine erstmalige Berentung ausgereicht. Wenn sich dein Gesundheitszustand seither nicht verbesserte, sehe ich keine Rechtfertigung für die Einstellung der Leistung.
    Für den Fall, dass dein Antrag aber abgelehnt wird, empfehle ich die Unterstützung durch einen Sozialverband. SoVD oder VdK kämen hier in Frage. Die unterstützen dich dann fachgerecht im Widerspruchsverfahren. Liebe Grüße Benno und alles Gute für dich!

  237. lisbeth sagt:

    Vielen lieben Dank Benno,
    Mein Zustand hat sich eher verschlechtert.
    Was die VDK so macht ,mh irgendwie kommen die gar nicht in die Gänge.
    Was mach ich aber wenn kein Bescheid bis nächste Woche kommt,denn da läuft die Rente aus!
    Für eine weitere AW wäre ich dankbar.
    LG

  238. Benno Blues sagt:

    Hallo Lisbeth,

    so einen Fall hatte ich noch nicht. Ich würde da direkt bei der Rentenkasse nachfragen. Falls die nicht weiter zahlen, musst du wohl Arbeitslosengeld oder Hartz4 beantragen zur Überbrückung… Aber auch hier sollte der VdK sachdienlichen Rat geben können. Liebe Grüße Benno

  239. lisbeth sagt:

    Vielen Dank, die Rentenkasse hat mir gesagt ich kann am _Dienstag anrufen,bis dahin ist es entschieden.
    VDK hat immer gesagt:wir liegen noch gut in der Zeit!! Jetzt ist es kurz vor knapp und ich weiß nichts 🙁
    Ebenso habe ich darum gebeten mit mir einen Verschlimmerungsantrag zu stellen beim Versorgungsamt,da meinte die VDK auch, bringt ja nichts ,mehr wie 30 GDB bekomme ich nicht. Die sind mir keine Hilfe,genau wie der HNO Arzt.
    Fühle mich komplett unverstanden und alleine gelassen.
    HAb auf das Leben eh keine Lust und muss noch mehr leiden durch all das.
    Einfach traurig ,kann nicht mehr schlafen weil ich nicht weiß,wie oder ob es weiter geht.

  240. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    bin 49 J. alt, aufgewachsen mit 7 Geschwistern bei einer Sucht-Mutter, Messie-Haushalt, kaum Essen, Mutter oft tage- und nächtelang nicht da, mehrere Kinderheim-Aufenthalte. Sie ist mit 53 J. ertrunken. Meine 2 jüngsten Brüder sind 2015 wg. Drogen verstorben (43 44 J. alt). Habe seit meiner Kindheit Depressionen, Agoraphobie, Panikattacken, was aber erst rauskam, als ich 2008 eine Panikattacke hatte und zum Psychater bin. Seitdem Antidepressiva (derzeit Citalo 40 mg tgl.). Dazu Allergien, Asthma, COPD, kaputter Ischias (BS-OP). Habe seit Nov. GdB 50 (Psyche 30 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}, Lungen 20{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}, Bewegungsapparat 20{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}). Wurde seit meiner Kindheit immer wieder gemobbt. Habe meine Leben lang Vollzeit gearbeitet (öfftl. Dienst), "nebenbei" meine Tochter erzogen. 1995 Scheidung vom 1. Mann mit viel Ärger. 2012 Burnout wg. boshaftem unmenschlichem Chef. 2013 in ein neues Team gekommen: aktuell Mobbing durch Koll., weil ich in Reha gehen und Teilerwerb. beantragen wollte. Letzten Mi. krank, Do deshalb v. Koll. attakiert worden, am Fr. Arbeit gings mir immer schlechter (Übelkeit, Herzrasen). Reha wurde abgelehnt (Alk.). Habe nun beschlossen, Rente zu beantragen. Ich kann nicht mehr unter Menschen sein! Schon auf der Autobahn zur Arbeit bekomme ich Herzklopfen, beim Einkaufen muss ich meine Seh- und Höhrsinne ausschalten (sonst Schwindel), jeden Tag diese viele Menschen in meiner Arbeit und die lächerlichen Probleme meiner Koll. und deren Druck, wie sie zu sein! Tu dies, tu das, du darfst nicht, du musst! Immer diese Fremdbestimmung! Ich könnte ausflippen!!! Nur zu Hause im Garten in der Ruhe fühle ich mich wohl. Mein Mann, meine Tochter, mein Enkelkind, meine Katzen und Laufenten sind die einzigen Freuden in meinem Leben. Und Ruhe, Ruhe, Ruhe! Habe 2011 einen Kurs als Aura- und Geistheilerin gemacht. In meinem restlichen Leben möchte ich mich nur noch mit sinnvollen Dingen beschäftigen (heilen, soziales Engagement, Tiere usw.). Welche Chancen siehst Du für mich, Rente zu erhalten? Nachdem ich mich heute intensiv mit Rente beschäftigt habe, bin ich auf diesen Blog gestoßen und finde ihn ganz toll! Menschen, die keine oder diese Krankheit nicht haben, verstehen nämlich andere nicht! LG Bine

  241. Benno Blues sagt:

    Hallo Bine,

    ich verstehe dich sehr gut. Den Lärm, die Geschäftigkeit, den Druck, die Menschen schlechthin nicht mehr ertragen zu können, so ging es mir auch, viele Jahre sogar. Nun komme ich langsam zurück ins Leben, aber wohl dosiert und mit kleinen Schritten.
    Ich finde es gut, dass du die Rente nun für dich in Erwägung ziehst, denn das will dir dein Körper wohl gerade auch sagen – steig aus aus der Maschinerie und behandle dich in Zukunft nur noch gut!
    Ich empfehle dir, parallel zu deiner Rente auch eine Schwerbehinderung zu beantragen, falls das nicht sowieso schon geschehen ist. Näheres dazu findest du auch in diesem Blog.
    Die Chancen für einen positiven Bescheid liegen statistisch bei etwa 50 {e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e}. Ich denke, es steht und fällt mit den Gutachtern und natürlich auch mit deiner inneren Haltung. Wenn du noch Zweifel an der Richtigkeit deines Entschlusses hast, sinken die Chancen. Sei dir sicher in dem was du willst. Sei fest darin! Dann wirst du es auch bekommen. Vermutlich wird man dich erst einmal zur Reha schicken. Verzweifle daran nicht! Sieh es als Chance, die Ärzte davon zu überzeugen, dass du deine Arbeit nicht mehr schaffen kannst. Alles Gute für dich! Herzlichst Benno

  242. Benno Blues sagt:

    Hallo Lisbeth,
    vielleicht soll es ja gerade auch gar nicht weiter gehen? Vielleicht ist ja gerade tatsächlich erst einmal Pause angesagt und Ausruhen! Niemand kann dich zu etwas zwingen… Ich glaube, du musst nun erst mal wieder zu Kräften kommen. Alles Gute für dich, gute Besserung und liebe Grüße! Benno

  243. Anonym sagt:

    Auch ich leide seit 1996 an depressiven Episoden die sich bis heute durch mein leben ziehe.aus damaliger Sicht war es schwer heraus zu finden was diese Ängste und panischen Attacken auslöste.zahlreiche Therapien folgten Bis es klarer wurde wodurch das entstand. Mir ist heute klar das ich stets angst habe also zuviel Stress sowohl emotional als auch Anstrengung körperlicher Art lösen manchmal Tage nachdem ich Stress hatte diese Attacken aus.nun meine frage.ich habe 4 Kinder erzogen.und erziehungszeiten bekommen ab 1986.dennoch habe ich nur sehr wenig mit Steuerkarte gearbeitet meist war ich Hausfrau. In 2001 lebte ich Mit 3 Kinder allein von Sozialhilfe.bis 2010 zahlte die arge Beiträge zur Rente.von 2006 bekam ich bis 2013 lebensstütze Hartz4.in 2008 begann ich auf 400 Euro zu arbeiten und bin 2010 durch Depressionen wider ausgeschieden.2014 begann ich bis Februar 2016 wieder einen 450 euro job.den ich aus Unwissenheit renten beitragsfrei stellen ließ. Ich habe somit nie wirklich vollzeit und durch gehend gearbeitet.der chronischen Angstzustände und der rezidivierende Depressionen wegen.mein depritonus ist so alle 4 Jahre gerade bin ich wieder medikamentös höher eingestellt venlafaxin 225.die nehme ich seit 4 Jahren. Auch früher schon nahm ich anti depressiv war x mal stationär und auch tagesklinik anhängig zuletzt 2010.ich habe am 3.5.2016 Rente beantragt.nun heisst es warten allerdings muss man ja wohl 5 Jahre am Stück eingezahlt gaben?!.ich habe zur Zeit total angst innere Unruhe das ich zur Arbeit gezwungen werde.ich möchte eigentlich auch ich kann nicht.bescheinigt wurde mir vom mdk Bus zu 5 Std täglich nicht mehr ich arbeitete nur 5std Samstag und Sonntag. Das ist mir inzwischen auch zuviel.ich werde im Sommer 50 bekomme ich Rente oder hab ich gar keine Chance. Vielen Dank für antworten und lieben dank für die tolle Seite. Ich bin durch gehend in psychiatrischer behandlung

    • Benno Blues sagt:

      Hallo, es tut mir leid, so wie es aussieht, erfüllst du nicht die Voraussetzungen für den Bezug einer Erwerbsminderungsrente. Das bedeutet jedoch nicht, dass man dich zur Arbeit zwingen kann. Wir haben ein gutes Sozialsystem, das zwar oft in der Kritik steht, dennoch weltweit zu einem der besten zählt, denke ich. Wenn du aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kannst, wirst du auch nicht arbeiten müssen. Und wenn die Deutsche Rentenversicherung nicht für deinen Lebensunterhalt aufkommen kann, wird sicher eine eine andere Sozialkasse dies übernehmen… Liebe Grüße Benno

  244. Anonym sagt:

    Hallo ich bin die Mimi bin 45 Jahre alt
    Bin zufällig auf der Seite gelandet.Mein Problem ist das ich seid 2015 unter häuslicher Gewalt und Vergewaltigung leide.Ich bin seid her auch in Behandlung bei Psyhiatrie.Mein Ex wo mir das alles verbockt hat ist in gleiche Betrieb.Nun hat er im Ganzen Betrieb verbreitet das ich ihn fertig machen will und deshalb ich Anzeige gegen ihm wegen Vergewaltigung gestellt habe.er Hat alles so verdreht das er in Opferrolle gelandet ist.Ich bin Anwaltlich vertreten und wir haben schon eine Gerichtsverhandlung gehabt.Er hat Freispruch bekommen.Aussage gegen Aussage.Bin in Berufung und warte.Die ganze Sachen hat mir sehr viel Kraft gekostet.nächste Woche hab ich in einem nur für Frauen Trauma Fälle ein Termin.Ich kann mir nicht mehr vorstellen zu arbeiten.Habe Herzattacken ,Schweißausbrüche Angsgefühle,Schlafprobleme,keine Soziale Kontakte,ich könnte mehr aufzählen.Bitte um Rat.was kann ich machen.kann ich auch BU beantragen,letztes Jahr war ich 4 Wochen und jetzt seid 2 Wochen und es sieht nach lange Arbeitsunfähigkeit aus.Der Psyhiatrie Arzt meinte ich solle danach wieder kommen und habe ein Antrag auf Kur bekommen.Bitte dringend um eure Ratschläge.
    Danke voraus und verzeiht mir meiner Rechtschreibung.

  245. Ich drücke dir die Daumen das alles gut wird und für mich auch heute ist wider ein tag voll geistig/körperlicher Erschöpfung ich bin einfach nur müde.müde zu allem sogar schlafen ist nachts nicht möglich trotz der nedis

  246. guten abend benno, der rentenantrag wurde abgelehnt.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Mustafa, das tut mir leid. Hast du einmal über einen Widerspruch nachgedacht? Lass dich doch mal beraten bei einem der großen Sozialverbände VdK oder SoVD. Liebe Grüße Benno

  247. Sehr schade Mustafa. Leg Revision ein.ich sehe schon wird schwer etwas zu bekommen das jahrelang gezahlt wurde.hier wird man so langsam über den Tisch gezogen das man die reibungshitze als nestwärme empfinden könnte

  248. Anonym sagt:

    Guten Abend,
    ich leide seit vielen Jahren u. a. unter einer rezidivierenden Depression und Dysthymie und bin denselben Weg gegangen.
    Nach einer langen Odyssee und vielen Schwierigkeiten befürwortete dann der zweite Gutachter die Rente auf Zeit für zwei Jahre. Möchte dabei nicht den VdK ungenannt lassen, der mir zur Seite stand.
    Nach meinem ersten Verlängerungsantrag, den ich mit Hilfe des VdK gestellt hatte, bekam ich heute Bescheid, dass ich die Rente wegen voller Erwerbsminderung als Dauerrente bekomme.
    Ich hoffe, dass ich jetzt auch ein wenig den Rücken frei bekomme und wieder zu mir finde.
    Und natürlich arbeite ich immer wieder an mir, dass es mir besser geht.
    Ich kann nur allen Betroffenen raten, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und zu kämpfen.
    Liebe Grüße
    Chr.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Chr. und herzlichen Dank für deinen Mut machenden Kommentar! Ich wünsche dir nun auch, dass du zur Ruhe kommen und dich und dein Leben nun noch einmal neu angucken kannst. Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

  249. spandauleon sagt:

    wow…. vielen dank für diesen beitrag. bin gerade mal wieder aus meiner arbeit geflogen wegen meiner depressionen. diese trage ich schon seit 30 jahren mit mir herum. kenne es kaum anders……….. bin ein total verstörter mensch, kann keine sozialen bindungen halten,keine beziehungen führen,mich um nix kümmern(antriebslos),keine ziele,wasche mich nur alle 5 wochen, kein hunger,fühle mich hässlich,trage stets(auch im sommer) mehrere schichten klamotten um kräftiger auszuschauen,kein selbstbewußtsein, ständige todessehnsüchte, kettenraucher geworden, nicht mehr lebensfähig, schiefer rücken(jeden tag schmerzen),künstliche hüfte,probleme beim wasser lassen und mehrere psychosen. war schon in behandlung bei einem therapeuten, der zu mir meinte ich bin nicht mehr komplett heilbar. weil was in 30 jahren alles schiefgegangen ist kann er nicht mehr gerade biegen. habe dem staat schon immer auf der tasche gelegen, wegen dieser erkrankung, die ich seit meinem 8 lebenjahr ca habe. mein kopf macht mich kaputt, diese vielen gedanken die mir jede sek durch meinen kopf schiessen, diese ängste und anderes. weiß seit jahren nicht weiter, und habe mich entschlossen eigentlich ein ende zu setzen. hilfe bekommt man in deutschland nur schwer…. wie z.b. sozial psychiatrischer dienst(spd), therapeuten(halbes jahr wartezeit), seelsorge usw. nirgends akute hilfe bekommen. manchmal ist es kaum auszuhalten und dann muss ich in die erste hilfe, sonst weiß ich was dann passiert. von da wird man dann in die p3 (geschlossene psychiatrie) gebracht und mit medikamenten bearbeitet. MEHR NICHT 🙂 nun hab ich die hoffnung eine tagesklinik besuchen zu dürfen. und ich denke echt darüber nach mit nur 38jahren das mit der rente zu versuchen…… obwohl, wie du es so schön schreibst, sich man dafür schämt. aber was soll ich sonst machen???? kann durch meine jahrelange erkrankung nichts mehr lange durchhalten. 🙁 hoffung ist gestorben, einzige was ich mir vorstellen kann ist auf rente zu gehen um weiter zu leben, damit ich endlich keine ängste mehr haben muss und in ruhe und frieden leben kann…..

    • spandauleon sagt:

      die frage wäre noch , wie hoch ist die rente? was kann man erwarten, lach….500euro? 🙂

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Spandauleon,
      ich finde es gut, dass du über die Rente nachdenkst. Ich glaube, sie wird dir die Entlastung bringen, die du zur Genesung so dringend brauchst.
      Die Höhe deiner Rente ist abhängig davon, wie viel du in den letzten Jahren verdient hast. Bei der Berechnung der EM-Rente wird dann davon ausgegangen, dass du diese Summe bis zum regulären Eintritt ins Rentenalter verdient hättest. Das kann also durchaus eine auskömmliche Rente für dich bedeuten… Liebe Grüße Benno und lass dich nicht unterkriegen!

  250. Anonym sagt:

    Hallo, dein beitrag hat mir jetzt wieder etwas zuversicht gegeben. Auch ich bin in einer berfristeten rente und weiss genau das ich den berufsalltag nicht mehr schaffen werde. Aber genau wie du, sind da diese zweifel wie….die anderen können es doch auch, du bist noch so jung, stell dich nicht so an…..noch 3 monate und ich muss einen neuen antrag stellen, ich werde es tun und mich nicht mehr für meine krankheit schämen. Danke das du so einen tollen beitrag online gestellt hast. Dein leidensweg ist 1 zu 1 wie meiner, ich werde kämpfen, den wie du schon sagst, was ist geld im gegensatz zum seelenfrieden.
    Ganz liebe grüsse
    Gabi Frank

  251. Benno Blues sagt:

    Hallo Gabi,
    ich freue mich sehr über deinen Kommentar. Lieben Dank dafür! Ich finde es gut, dass du so für dich einstehst. Wir müssen uns nicht schämen. Da hast du völlig recht. Aber wenn ich ehrlich bin, ein bisschen Scham ist immer geblieben. Ich drücke dir die Daumen, dass es klappt mit der Verlängerung. Alles Gute für dich auch sonst! Liebe Grüße Benno

  252. Anonym sagt:

    Hallo und guten Tag.
    Ich würde gerne so einiges wissen.
    Wie passt das überein, wenn man depressiv ist, dann aber so überlegt und entschieden aufzutreten? Die meisten sind doch eher niedergeschlagen und wissen gar nicht wie sie was sagen sollen und können es auch gar nicht.
    Ich selbst habe seit 11 Jahren die Diagnose LWS mit Chrondrosen und mir wurde damals vom Arzt gesagt, eine Operation (Versteifung)bringt nur max. 3 Jahre eine Erfolg, danach fangen die anderen Wirbel an zu rebellieren und das Spiel geht von vorne los. Und ein OP-Ergebnis muss ja nicht unbedingt erfolgreich verlaufen, es besteht ein hohes Risiko.
    Mir blieb also nichts anderes übrig, als die Zähne zusammen zubeißen und weiter zu arbeiten. Ständig unter Schmerzmitteleinsatz, sonst wäre es nicht möglich gewesen.
    (Ibo 800 – Novalgin – Tramadol sind an der Tagesordnung) Jetzt bin ich zwar arbeitslos, aber ich kann auch nicht mehr mit dem Rücken arbeiten. Dies setzte mich die letzten 7 Monate so zu, dass ich depressiv geworden bin. Ich habe schon viele Tests online gemacht und alle bestätigen eine starke Depression, aber ich bin mir nicht sicher, weil ich ziemlich aufbrausende Reaktionen und Argressivität vorweise.
    Ich suchte einen Neurologen aus, der mir als aller Erstes sagte, Für die Rente sind sie zu jung.
    Ich würde gerne noch viel mehr schreiben, aber das ist nicht der richtige Weg hier.
    Würde gerne mit dem Herausgeber des Artikel "Rente wegen Depression" weiter schreiben, um alles genauer zu erklären.

    Vilen Dank für die Seite.
    Frank

  253. Benno Blues sagt:

    Hallo Frank,
    da hast du völlig Recht. Es passt nicht zusammen, tief depressiv zu sein und selbstbewusst aufzutreten. Aber so einfach lässt es sich nun auch nicht in ein Bild fassen, auch wenn wir dies gern tun mögen. Depressive Menschen sind nicht konstant kraft- und hoffnungslos, traurig oder des Lebens müde. Jedoch kommen sie immer wieder in derartige Zustände. Stimmungsschwankungen prägen ihr Leben. Dazu gehört durchaus auch Aggressivität, so wie du es an dir erlebst. Die Meinung deines Neurologen hinsichtlich der Rente ist sicherlich seine persönliche Meinung. Zu entscheiden haben andere Menschen darüber, nach Prüfung aller vorliegenden Fakten. Hierbei geht es nicht um ein biologisches Alter, eher um ein fühlbares. Hier geht es allein um die Fähigkeit, mindestens drei Stunden täglich arbeiten zu können oder nicht.
    Wenn du einen Dialog mit dem Autor wünscht, hast du zwei Möglichkeiten. Du kannst dies anonym tun über den Menüpunkt Beratung (zu finden unter "Sonstiges" oder du kannst es öffentlich tun unter der Rubrik "Depression im Dialog" (zu finden unter "Inhalt"). Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße Benno!

  254. Anonym sagt:

    Hallo und guten Tag.
    Ich finde diesen Hilfebeitrag echt super und es ist gut zu wissen, dass man nicht allein ist. Vielen Dank dafür.
    Nun ist mir eins noch nicht klar.
    Wenn man depressiv, völlig Antriebslos und niedergeschlagen ist, wie kann man dann so sicher und aufgeklärt die Rente beantragen wollen.
    Jede Krankenkasse, Rentenkasse und jeder Doktor und/oder Psychologe schmeißt einen doch hochkanntig aus seinen Räumlichkeiten raus und ruft noch hinterher, "gehen sie arbeiten, dann wird es ihnen wieder besser!"
    Mir selber geht es ja ähnlich.
    Ich bin 53 Jahre alt und vor 11 Jahren wurde bei mir LWS und Chondrosen festgestellt.
    Nach einem Jahr erfolgloser Behandlung wurde ich zum Abschluss in der Reha, für mindestens 6 Std täglich, in wechselnder Körperhaltung arbeitsfähig geschrieben.
    Ich habe mich damals gefragt, warum ich dann 1 Jahr lang AU geschrieben wurde, wenn ich letztendlich wieder arbeitsfähig geschrieben worden bin, obwohl sich die Schmerzen nicht veringert haben.
    In den folgenden 4 Jahren der Arbeitslosigkeit ging es stark bergab, soweit dass ich an Suizid gedacht habe. Ich habe den Plan aber über den Haufen geworfen, weil ich das meiner Mutter nicht antun wollte. Denn, "Eltern sollten niemals am Grab der eigenen Kinder stehen müssen!" Dies rettete mich.
    Ich verließ das Bundesland um einen Neustart zu versuchen. Dieser gelang mir auch, aber nur unter starken Schmerzen und permanenter Einnahme von 2xtäglich Ibu 800 2xtäglich Novalgin und in extremen Situationen zusätzlich 2xtäglich Tramadol.
    Nach 5 Jahren, wurde ich wieder Arbeitslos und jetzt fängt die Psyche wieder an.
    Eine Frage noch, muss ich diese Menge an Schmerzmittel nehmen, damit ich arbeitsfähig bin und trotzdem immer noch Schmerzen verspüre? Eine OP kommt für mich nicht in Frage, die lehne ich aus Risikogründen ab. Auch wurde mir gesagt, dass eine Versteifung nicht zwingend einen Erfolg verspricht, da es sein kann, dass nach etwa 3 Jahren die Wirbel über der Versteifung anfangen würden zu rebellieren.
    Nur um meinem Renteneintrittsalter etwas näher zu kommen, um zu zeigen, dass ich willig bin und damit die Kassen nicht zahlen müssen, sehe ich das als den falschen Weg an.
    Vielen Dank für euer Interesse und freundliche Grüße,
    Frank

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Frank,
      es ist ein schmaler Grad, denke ich. Wenn du Hilfen ablehnst, könnte leicht der eindruck entstehen, du wärst an einer Besserung gar nicht interessiert, es ginge dir nur darum, in Rente zu kommen. das ist natürlich Quatsch, aber die Fachleute reden dann schnell einmal von mangelnder Krankheitseinsicht und Compliance (kooperatives Verhalten im Rahmen der Therapie). Natürlich kann dich niemand zwingen, all diese Mittel auf Dauer zu nehmen, aber wie wäre es für dich? Wechsle einmal den Stuhl und begib dich in die Position des Behandelnden! Wie würde so ein Patient auf dich wirken? Wie würdest du urteilen? Vielleicht gibt es ja einen Mittelweg…? Liebe Grüße Benno

  255. Anonym sagt:

    Habe die Seite mit Interesse gelesen. Habe immer wieder "reaktive Depression" und seit 8 Jahren diagnostizierte ADHS. Meine Eltern waren beide depressiv. Mein Vater hat sich das Leben genommen, meine Mutter ist biploar. Ich bin alleinerziehend und im sozialen Bereich beschäftigt.
    Ich habe gedacht ich könnte es schaffen, wenn ich mich nur anstrenge! In Wahrheit führt alleinerziehend und psychisch Kranke Angehörige zu Stigmatas. Oder die häufigen fachärztl. Meinungen, dass ich auf der anderen Seite stehe waren doch richtig. Erst jetzt erkenne ich, dass ich den Gang drosseln muss und mich in den Mittelpunkt stellen muss. Und eben doch nicht erreiche, wonach ich strebe.
    Jetzt will ich sogar noch mehr arbeiten, um Anerkannung und finanzielle Sicherheit zun bekommen. Meine Mutter wird gerade zum Pflegefall und ich muss sämtliche Finanzen regeln und Hilfe einleiten, die sie dann krankheitsbedingt ablehnt.
    Wäre ich nur für mich verantwortlich könnte ich es schaffen, aber die Last auch noch ständig für andere da zu sein, macht es unmöglich.
    Um arbeiten zu können nehme ich regelmäßig Schlafmittel und weiteres, um zu funktionieren. Habe jetzt die Halbzeit meines Lebens erreicht und kann so nicht mehr weitermachen.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo,
      ich kann gut nachvollziehen, dass du dich am Ende fühlst mit all der Belastung und Verantwortung. Aber es gibt auch Grenzen, denke ich. Es darf nicht auf Kosten deiner Gesundheit sein. Dass du dich über Gebühr um deine kranke Mutter kümmerst, ist ehrenhaft, aber wer kümmert sich um dich? Wäre das nicht tatsächlich deine erste Aufgabe? Hast du mal über eine gesetzliche Betreuung für deine Mutter nachgedacht. Vielleicht sprichst du mal mit ihr darüber. Als deine Mutter wird sie sicher nicht wollen, dass du dich ihretwegen derart verausgabst, dass du an deine Grenzen kommst. Eine Entlastung würde dir sicherlich gut tun. Und du hast Recht! Du kannst nicht mehr beliebig so weitermachen. Du musst etwas ändern, damit es besser werden kann. Ich glaube, Loslassen wäre eine gute Übung für den Anfang… Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

  256. Anonym sagt:

    Hallo Frank,

    dein Zitat:"Jede Krankenkasse, Rentenkasse und jeder Doktor und/oder Psychologe schmeißt einen doch hochkanntig aus seinen Räumlichkeiten raus und ruft noch hinterher, "gehen sie arbeiten, dann wird es ihnen wieder besser!".

    Ich habe mehrfach die Ablehnung der Pflegestufe für meine Mutter hinnehmen müssen. Nach Wechsel des Gutachters und sorgfältige Vorbereitung (Pflegetagebuch, Entlassberichte) ging es! Wenn man nicht behaarlich ist, geht man unter.

    Informationen und die richtigen Menschen an der Seite sind entscheidend! Mein Arzt hat für mich den Antrag auf Schwerbehinderung angeregt. Er kennt mich nun einige Jahre und sieht mein Bemühen. Er war er der erste der mich nicht wegschickte oder direkt stigmatisierte (wegen psychisch kranken Eltern und allein mit ADHS-Kind nicht arbeitsfähig).
    Ich glaube am wichtigsten ist die innere Klarheit, was man sich zumuten kann. Alles weitere kann dann kommen, vielleicht nicht beim ersten Anlauf ; ).

  257. Anonym sagt:

    Hallo @all,

    ich habe eine kurze Frage, vielleicht kann mir jemand helfen.
    Ich bin aus der Reha ( psychosomatische ) als unter drei Stunden leistungsfähig, sowohl für meinen Beruf, als auch für den allgemeinen Arbeitsmarkt entlassen worden. Mein Rehaantrag wird nun automatisch in einen Rentenantrag umgewandelt. Nun meine Frage: Muss ich trotzdem noch zum Gutachter, oder zählt die Reha als Gutachten? Bedanke mich schon jetzt für die Antwort!

    Gruß, Elke

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Elke,
      es ist lange her, dass du deine Frage hier stelltest. Leider bekamst du von hier keine Antwort und ich selbst kam bis heute unerfreulicherweie auch noch nicht dazu, auf deine Frage einzugehen. Inzwischen wird das Leben dir die Antwort gegeben haben. Das tut mir leid. Aber sag, wie ist es dir denn ergangen? Musstest du trotz der Reha dich noch einmal einen Gutachter vorstellen. Liebe Grüße Benno

  258. Anonym sagt:

    wenn ich das höre, wer doch alle der Meinung ist wegen Psyche Rente bekommen- ich habe eine operierte HWS und wegenPsyche damals gar nicht in den Beruf gefunden und keine wartezeiten- eheähnliche Gemeinschaft, der Mann selbstsändig und darf für mich Krankenkasse zahlen- Wir müssen geben, wo andere kassieren und mein Mann kannsich Depressionen gar nicht leisten und sich schonen!
    wenn ich mich trennen würde Grundsicherung und wie leben so Leute und welch Behausungen in dem Rahmen- kürzlich ein Typ auch berentet wegen Depression und Bude siff pur weil schafft es nicht aber was ist wenn Staat sagen würde gibt keine Versporung dann sieht anders aus-
    es sollte nicht soleicht gemacht werden undich kann zusehen,da greift das System nicht und wie fühlt sich das an

    • Benno Blues sagt:

      …du bist frustriert über deine Situation. Das verstehe ich. Das aber an anderen Bedürftigen abarbeiten zu wollen, halte ich für einen Irrweg. Neid und Missgunst sind keine Wege zur Genesung. Das System, das wir haben, mag Fehler und Lücken aufweisen und möglicherweise an einigen Stellen auch nicht ausreichend greifen. Dennoch ist es ein gutes System, denn es ermöglich vielen Menschen ein Leben ohne Druck. Niemand geht gern und freiwillig wegen einer Depression in Rente. Das kannst du mir glauben…

  259. Anonym sagt:

    Hallo, vielen Dank für die tolle Seite!!
    Ich habe auch einige Probleme!
    Ich bin nach Mobbing, vor einem Jahr beim Psychiater gelandet, der mich bis heute krank schreibt! Es wurde am Anfang der AU gleich ein Reha Antrag gestellt, die Reha habe ich im Januar diesen Jahres angetreten, und war 4 Wochen dort! Da ich 57 Jahre bin, und fast 40 Jahre im OP gearbeitet habe, und Zukunftsangst habe, wurde im April die volle Erwerbsminderungsrente beantragt!
    Mit Entsetzen habe ich im Juli den Rentenbescheid bekommen, für die halbe EmR, rückwirkend von 8. 2015!
    Mir wurde in der Reha Berufsunfähigkeit bescheinigt, da ich noch vor '61 geboren bin, allerdings auf meine orthopädischen Beschwerden!
    Die Depressionen wurden als mittelgradig bewertet!
    Ich habe per Anwalt Widerspruch eingereicht, und muß jetzt, innerhalb einer Frist von 14 Tagen,noch Atteste oder so einreichen, da die Rentenversicherung nur nach dem Reha Entlassungsbericht geht, der sich schwerpunktmäßig nur nach den orthopädischen Beschwerden orientiert, ohne andere Ärzte befragt zu haben!

    Meine Frage: Bringt es was, wenn mein Psychiater noch ein Attest schreibt?
    Wie sieht die Chance für die volle EmR aus?
    Ich bin verzweifelt, da 655€ doch sehr wenig ist, und was soll ich 6 oder mehr Std.auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch arbeiten!?
    VG

    • Benno Blues sagt:

      Auf die Schnelle lässt sich hier vermutlich leider nicht viel regeln. Dennoch denke ich, lohnt es sich für dich, auf dein Gefühl zu hören. Wenn du der Überzeugung bist, nicht arbeiten zu können, dann solltest du auch dafür eintreten. Ohne zusätzliche Arztberichte wird natürlich wieder derselbe Bescheid erteilt werden müssen, da immer nach Aktenlage entschieden wird. Um deine Frage zu beantworten: Ja, zusätzliche Atteste halte ich für eine sinnvolle Maßnahme in diesem Zusammenhang. Alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

  260. Anonym sagt:

    Ich war lange Zeit im Angestelltenverhältnis und habe fleissig in die Rentenversicherung einbezahlt. Jetzt bin ich seit einingen Jahren selbständig und habe nichts mehr einbezahlt, kann ich trotzdem einen Antrag stellen?

    • Benno Blues sagt:

      In dieser Konstellation hast du vermutlich keinen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente, weil du die letzten Jahre nicht versichert warst. Dein Anspruch auf eine Altersrente bleibt hiervon jedoch unberührt…

  261. Anonym sagt:

    Hallo nennt
    Bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen. Zu mir ich bin 51 Jahre alt .Ich habe seit Geburt an mit den Hüften zu tun d.h.ich bin das erste mal mit 18 Monaten an der Hüfte operiert worden. Ich hatte Hüftluxation beidseitig. Dann folgte die hüftdisplasie wobei ich 2012 eine neue Hüfte eingesetzt wurde nach anderthalb Jahren Kampf d.h. konservativer reha sowie physiotherapie. Zum Schluss war die Hüfte mehrmals gebrochen und musste dann operiert werden. Zu diesem Zeitpunkt habe ich dann auch die Erwerbsminderung beantragt die ich letztendlich nicht bekommen habe weil der Gutachter vom Gericht meinte ich dürfe nicht lange stehen,sitzen,laufen über Kopf arbeiten usw wäre aber vielschichtig einsetzbar. Vom Richter aus hätte ich die Rente bei meinen Befunden sofort bekommen ihm wären aber die Hände gebunden somit musste ich dann nach Ablauf der Arbeitslosigkeit auch wieder arbeiten gehen um versichert zu sein. Gottseidank habe ich einen Chef der mir diesbezüglich sehr entgegenkommen ist.Nun habe ich zum 2 Tennis mal die Erwerbsminderung beantragt bin mittlerweile auch im sovd und auch beim Psychiater in Behandlung nachdem ich endlich einen gefunden habe nach langer Wartezeit auf einen Termin. Heute hat mir mein Psychiater gesagt Das er mich in die Klinik schicken möchte um mich Medikamentös ein stellen zu lassen. Da ich starke Schmerzmittel nehme ich unter Schlaflosigkeit und Angstzustände leide und er nicht wüsste was man mir geben kann da auch hilft. Ich muss aber dazu sagen ich habe angst davor in die Klinik zu gehen. Ich habe soviel negatives gelesen und gehört das ich das nicht möchte. Meine Frage ist kann ich dem Psychiater sagen ich möchte nicht dahin?Ohne das ich das negative ausgelegt bekomme ?Wie soll ich mich verhalten habe angst was falsch zu machen. Lg silvia

  262. Anonym sagt:

    Hallo,

    nächstes Jahr im Mai läuft meine zwei jährigen EM Rente voll aus. Bin Traumatisierte und war mehrmals in Kliniken. Mit der Arbeit packe ich das aus gewissen Gründen nicht. War in der Reha und dort hat der Prof. mir eine volle EM Rente empfohlen. Möchte jetzt die EM Rente verlängern.
    Wie lange dauert die Bearbeitung?
    Falls ich zum Gutachter muss, wie soll ich mich da Verhaltens und was wird da gefragt? Ich habe Angst, das es nicht verlängert wird.
    Falls es abgelehnt wird bekomme ich ALG 1 oder 2?

  263. Anonym sagt:

    Hallo. Danke das du so Mut machst.
    Ich bin im April 14 zusammengebrochen. Hatte immer mal wieder zuvor mit Depressionen zutun. Aber dann kamen noch Panik/Angstattacken dazu. Ich war dann mehrere Wochen in einer Tagesklinik und bekam Psychopharmaka. Stellte einen Rehaantrag. Musste zum Gutachter. Der sagte ich sei zu krank für eine Reha. Die Reha wurde abgelegt. Nach 78 Wochen würde ich ausgesteuert. Danach zum Arbeitsamt. Die rieten mir zum EMAntrag. Okt 15 gestellt. Jan 16 Gutachter …10 Min. Gespräch. April 16 Reha. Sep 16 befristete (1,5 Jahr) Teilerwerbsminderungsrente bei Berufsunfähigkeit. Jetzt habe ich dagegen erstmal Widerspruch mit dem Vdk eingelegt.
    Und das alles ist nicht gerade hilfreiche bei Depressionen …mir geht es seit dem Bescheid wieder schlechter. Auch wenn es wenigstens etwas ist(1/2 Rente) Aber leben kann man davon nicht.
    LG

  264. Anonym sagt:

    Hallo Benno,
    ich (55) bin durch Zufall auf deiner Seite gelandet, weil ich mich grad mit dem Gedanken EM-Rente, Rente oder zumindest Behinderung beschäftige. Bin seit vielen Jahren Depressiv mit einer generalisierten Angststörung die sich massiv auch somatisch äußert. Vor 6 Jahren hatte ich einen Burnout. Bin wieder eingegliedert worden auf meine ursprünglichen 6 Std/tgl.(zzgl 2,5 std Fahrzeit) Hab es auch ein Jahr geschafft bis die Anforderungen stiegen und ich nur noch kaputt und müde war. Zwischendurch war ich bei ALG1 und konnte dann für meinen Mann 3 Jahre ein paar stunden arbeiten. Was ging, weil ich ja selber meine Zeit einteilen konnte und wenns nicht ging, dann eben nicht. bin jetzt seit 3 Monaten wieder bei ALG1 und krieg vor jedem Bewerbungsgespräch schlimme Angst/Depressionen. Die Besuche bei der Arge beeiträchtigen mich schon Tage vorher. Ich bin einfach ausgebrannt und jeder Streß haut mich sofort um. Ich hatte viele Therapien. Aber nie eine stationäre nur einmal eine in einer Tagesklinik (1988). Ich möchte nicht in eine Klinik. auf keinen Fall. das hat mit Erfahrungen aus meiner Kindheit zu tun. Weißt du, ob die Rentenkasse drauf besteht? Oder auf Antidepressiva? Ich habs mal damit versucht, krieg das Zeug aber nicht runter oder nur mit Panikattacken, da ich durch eine Allergie gegen bestimmte Medis schon so verängstigt bin, nochmal einen anaphylaktischen Schock zu bekommen.
    Ist es die Mühe wert, den Antrag zu stellen? Ich befürchte, nicht "krank" genug zu sein und dafür eine Menge Stress zu haben?
    Mach weiter so. Dein Blog ist sehr interessant.
    LG Anne

  265. Anonym sagt:

    Sehr schön hier soviel Gutes zu lesen. Ich war vor langer Zeit schon einmal in physologischer Behandlung. Damals bekam ich das Angebot der Rente. Heute nach meiner Scheidung, den Verlust meines Kindes (Besucherrecht), die neue unterbezahlte Arbeit und das alleine sein kehr alles wieder zurück. Nun habe ich endlich meine Traumfrau gefunden die aber nicht in Deutschland lebt. Mir ging es nach den Besuch deutlich besser. Keine Magenschmerzen mehr, keine Tränen. Doch nun ist alles schlimmer. Ich kann weder schlafen noch essen. Ich will raus hier, zu ihr oder ich gehe hier alle unter. Nun habe ich eine Fragewisse an dich oder euch. Habe ich nach bessere Chancen schneller die Rente zu beantragen auf Grund meiner Vorgeschichte. Und, was ist nach drei Jahre wenn ich im Ausland bleibe? Kann die Rente verlängert werden.
    Gruß Sven

  266. Anonym sagt:

    Hallo
    Hier meine Erfahrung mit der Reha
    Bei mir wurde In der Reha eine mitteschwere Depression festgestellt, ich wäre Arbeitsunfähig wie lange nicht abzusehen.
    Sollte nach Beendigung der Reha in die Tagesklinik, oder mindestens Therapeutische Betreuung.
    Ich musste die Reha dann nach 4 anstatt 5 Wochen abbrechen,da ich unter Lärmbelästigung der Mitpatienten sehr stark litt,
    habe auch noch einen starken Tinitus.
    Jetzt ist der Bericht da bin aufeimal voll Arbeitsfähig und von Tagesklinik ist auch kein Rede mehr schon komisch,anscheinend
    eine Retourkutsche der Klinik, da ich mich beim Rententräger beschwert habe,
    Ist schon traurig, das mann diesen Menschen, die mir ja helfen sollten so machtlos ausgeliefert ist.

    Lieben Gruß
    Sabine M.

  267. Benno Blues sagt:

    Hallo Sabine M.,
    das Gefühl, ausgeliefert zu sein, kennen wir wohl alle. Es ist ein Gefühl, das zur Depression gehört und beileibe kein gutes. Aber weißt du, es ist nur ein Gefühl. Gefühle kommen und gehen und das Beste an ihnen ist, dass wir es wieder lernen können, sie zu steuern. Wenn du der Überzeugung bist, dass du nicht arbeiten kannst – welche Macht der Welt, will dich dann dazu bringen? Maximal wirst du es versuchen und wirst dich erneut krank melden, wenn es nicht geht. Zugegeben, es ist eine Tortour, kein leichter Weg, aber das ist die Depression so oder so nicht. Vertrau dir mal! Es geschieht mit dir nur das, was du auch willst! Du bist nicht ausgeliefert. Nicht in diesem Fall. Es gibt Optionen und du wirst sie finden. Liebe Grüße und alles Gute für dich! Benno

  268. Benno Blues sagt:

    Hallo Sven vom 28.11.16, 04:30,

    ich kann mir schon vorstellen, dass deine Vorgeschichte sich günstig auf einen positiven Rentenbescheid auswirkt. Ob die Rente auf Dauer ins Ausland gezahlt werden kann, solltest du vielleicht besser direkt bei der Rentenkasse erfragen. Da würde ich mich an deiner Stelle nicht auf Aussagen im Internet verlassen, da diese Frage schon sehr schnell existenziell für dich werden kann.
    Deine neue Liebe beflügelt dich. Das ist schön. Sie kann dich jedoch nicht heilen. Bedenke, dass du all dein Seelengepäck mitnehmen würdest, wenn du das Land verlässt. Depressiv zu sein geht oft auch mit einer eingeschränkten Fähigkeit, eine glückliche Beziehung zu führen einher. Ich würde dir deshalb eher dazu raten, dir Hilfe bei der Bewältigung deiner Depression zu organisieren, anstatt vor ihnen zu fliehen. Damit würdest du dir wirklich etwas Gutes tun. Liebe Grüße und alles Gute für dich! Benno

  269. Anonym sagt:

    Guten Morgen,

    immer wieder lande ich hier auf deinem Beitrag.
    Auch bei mir wurde im Jahr 2006 eine mittelgradige depress. Episode diagnostiziert.
    Zuvor war mir aber selbst schon lange Zeit bewusst, dass es mir nicht so gut geht wie es vielleicht anderen Menschen geht.
    Ich bin in einer Generation aufgewachsen in der man nicht über Depressionen sprach und jeder der in die Richtung etwas äußerte gleich als "nicht normal" abgestempelt wurde. Mein Leben lang hörte ich so Kommentare wie "stell dich nicht so an", "du bist immer so mies gelaunt", "schau nicht so böse" und und und. Ich dachte lange Zeit es liege an mir. Heute sage ich, dass ich schon ein Leben lang an Depressionen leide.
    2006 ging dann gar nichts mehr da ich noch überall Schmerzen bekam und so ließ ich mich in eine Akutklinik einweisen. Dort erhielt ich dann gleich am 2. Tag Antidepressiva und die habe ich dann auch artig 5 Jahre geschluckt. Nach der Klinik begann ich dann auch eine Psychotherapie. Man versucht ja wirklich viel. Nach ca. 1 Jahr hatte ich den Mut zu sagen, dass mir das nicht wirklich etwas bringt und nur noch weiteren Streß verursacht. Vollzeit arbeiten, Haushalt und Familie und dann zum Therapeuten rennen der einem vermittelt, dass es das alles gar nicht nachvollziehen kann war für mich nicht der richtige Weg.
    Das Gefühl dass mich keiner versteht habe ich bis heute. Selbst wenn ich zum Arzt gehe muss ich mich immer rechtfertigen obwohl die Diagnose ja bekannt ist. Nach Ausschleichen der AD's habe ich einfach wieder weiter funktioniert. Egal wie es mir damit ging. Hauptsache alle waren mit meiner Leistung zufrieden.
    Nun bin ich aber wieder an einem Punkt an dem gar nichts mehr geht. Wieder die Schmerzen im ganzen Körper.
    Nun überlege ich echt was ich für Möglichkeiten habe.
    Am liebsten würde ich natürlich Rente beantragen (bin jetzt 50) und würde einfach auf Ruhe und keinen Druck mehr hoffen.
    Zum einen traue ich mich das aber gar nicht und zum anderen graut mir vor dem Weg bis vielleicht dahin. Habe ich tatsächlich die Kraft diesen Kampf aufzunehmen?
    Andererseits überlege ich meine Arbeitszeit zu reduzieren. Wäre sicher ein guter Weg um etwas Spannung rauszunehmen.
    Macht das aber wirklich so Sinn? Über 30 Jahre habe ich nun in die Kasse eingezahlt und kann einfach nicht mehr weil es zuviel war und ist.

  270. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonym vom 14.12.16, 08:23,

    das Leben holt uns ein, immer wieder und der Schmerz ungeweinter Tränen bohrt sich zumeist an unpassender Stelle mitten in unsere Tage hinein. Die Zeit heile so manche Wunde, aber ich glaube, die Zeit allein heilt gar nichts. Wenn die Therapie damals nichts für dich war, war es gut, sie zu beenden. Womöglich war aber nur der Therapeut nicht der Richtige für dich? Wirkliche Heilung kann nur aus dir selbst kommen, von innen heraus. Ein guter Therapeut kann dir dabei helfen, einen anderen Blick auf dich und dein Leben zu werfen…
    Die Rente zu beantragen halte ich für eine gute Idee, wenn nichts mehr geht. Sie nähme dir den Druck und wäre schließlich auch ein Bekenntnis zu deinem Seelenzustand. Mit der Annahme dessen was ist, beginnt jedwede Veränderung, glaube ich. Aus meiner Erfahrung muss es kein Kampf sein, die Rente zu beantragen. Es wäre ein Versuch. Es würde sich nichts verschlechtern, würde dein Antrag abgelehnt werden. Aber schon rein statistisch hast du eine 50:50 Chance. Du kannst den Antrag auch mündlich in einer Filiale der Rentenversicherung stellen. So habe ich das derzeit gemacht. Auch die Idee mit der verkürzten Arbeitszeit finde ich hoffnungsvoll. Wenn du es schafftest, noch ein paar Stunden täglich einer Aufgabe nachzugehen, wäre das sogar gut für deine Heilungsprognose. Arbeit ist ein nicht zu unterschätzender stabilisierender Faktor, sofern durch sie nicht ein Zustand der Überforderung begünstigt wird. Vertrau mal und mute dich und deine Wünsche an dein Leben der Welt zu! Womöglich wartet sie schon lange darauf… Liebe Grüße Benno

  271. Benno Blues sagt:

    Hallo Anne,
    für dich einzutreten, finde ich, ist die Mühe immer wert. Denn wenn du es nicht tust, wird es niemand tun und so wird sich auch an deinen Lebensumständen vermutlich nicht viel ändern. Man kann aber immer etwas ändern. Zugegeben, nicht immer fühlt man das als Depressiver auch, aber mit etwas Abstand betrachtet ist es doch die Wahrheit. Um konkret auf deine Frage zu antworten: Wenn du dich nicht in der Lage fühlst, dauerhaft zu arbeiten, dann ist es meines Erachtens die richtige Entscheidung, die Rente zu beantragen. Es macht Mühe, ja, und es ist nicht sicher, dass du sie sofort bekommst. Aber niemand kann dich zu etwas zwingen, was dir unmöglich ist. Auch zu einem stationären Aufenthalt kann dich niemand zwingen, ebenso wenig wie zur Einnahme irgendwelcher Medikamente. Natürlich wird dein Verhalten auch Auswirkungen auf den Umgang mit dir haben, aber das muss es dir dann wert sein. Ich kann nicht beurteilen, wie hoch die Chance auf eine EM-Rente ist bei Verweigerung ärztlicher Anempfehlungen. Möglicherweise verringert das die Wahrscheinlichkeit, möglicherweise erhöht es sie aber auch. Ich denke, du solltest authentisch bleiben und nach außen auch so auftreten, wie es in dir aussieht. Stell mal ruhig den Antrag! Du hast doch eigentlich nichts zu verlieren dabei, oder? Liebe Grüße Benno

    • Anonym sagt:

      Hallo, danke für deinen ausführlichen Beitrag.
      Mein Antrag läuft seit dem 11.2015 und es zerrt an mir immer wieder Widerspruch einzulegen und zu wissen in wenigen Wochen gibt es wieder Post. Zu diesen Zeitpunkten werden meine Depressionen und Panikattacken durch den ganzen Druck noch stärker. Derzeit bekomme ich keine finanzielle Unterstützung so dass mein Partner meine KV zahlt. Das macht es für mich noch schlimmer nicht nur das ich versagte sondern auch das ich sein leben erschwere. Irgendwie wird alles nur noch schlimmer je öffter ich von der RV Post bekomme. Es ist wohl niemand stolz darauf so etwas zu beantragen ich persönlich schäme mich sogar ein bisschen. Letzte Tage erhielt ich die Forderung eine Klinik zu besuchen, an sich ein guter Vorschlag wäre bei mir nicht seit meinem letzten Klinkaufenthalt alles schlimmer geworden. Dieses müsste der RV auch bekannt sein. Ich weiss nicht mehr weiter und hoffe für diesen Kampf genug kraft zu haben.

      LG Anne

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Anne, nein, es ist niemand stolz darauf, die Rente vor Erreichen des regulären Rentenalters einreichen zu müssen. Ich verstehe, dass dich das ewige hin und her unter Druck setzt und es dir nicht gut gehen kann damit. Dass jedoch dein Mann die Krankenversicherung für dich bezahlt, sollte dich nicht beunruhigen. Das ist doch etwas Schönes. Er sorgt für dich, dort wo du es jetzt gerade nicht kannst. Er ist für dich da. Das würdest du für ihn doch ganz genauso tun. Anstatt dies mit Sorge zu betrachten, könnte es auch Anlass zu Freude und Dankbarkeit sein. Allein wie wir die Dinge betrachten, entscheidet darüber, wie wir uns mit ihnen fühlen. Die Dinge allein haben nicht diese Macht. DU schreibst von einem Kampf und so kann man das ganz sicher auch sehen. Aber Kämpfe kosten Kraft. Kämpfe machen auch Angst. Wie wäre es, wenn du dies alles nicht mehr als Kampf, sondern als Weg betrachten würdest, den du zu gehen bereit bist? Ein Kampf macht dich abhängig vom Verhalten deines Gegners. Ein Weg führt dich an dein Ziel. Manchmal ist der Weg weit. Manchmal müssen wir Bögen schlagen, manchmal Rast einlegen, aber eines wird während des gesamten Weges nicht in Frage gestellt, nämlich die Tatsache, dass wir unser Ziel erreichen werden. Liebe Grüße Benno

  272. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonym vom 29.10.16, 10:46,
    "…leben kann man davon nicht." Nein, von einer halben Rente kann man wohl nicht leben. Aber das Geld wird wohl eher ein untergeordnetes Problem sein, was ein gutes Leben angeht. Auch mit einer vollen oder doppelten Rente würde dein Leben nicht per se besser werden, denke ich. Das braucht Zeit, Geduld und den Willen zu innerer Arbeit und Veränderung. Nimm dir Zeit hierfür. Es lohnt sich. Sicher ist Geld wichtig. Das weiß ich auch. Es muss genug da sein. Darum geht es nicht. Aber weitaus wichtiger scheint mir, dass deine Seele wieder ins Gleichgewicht kommt. Ich hoffe, alles wird sich recht bald zum Guten für dich wenden. Alles was du hierfür brauchst, trägst du bereits in dir, vielleicht vergraben, verschüttet, verdeckt. Aber du hast diesen Schatz in dir, glaube mir. Er wartet geduldig darauf, von dir gehoben zu werden. Liebe Grüße Benno

  273. Benno Blues sagt:

    Hallo Anonym vom 23.10.16, 20:36,
    die Bearbeitung eines Rentenantrages dauert erfahrungsgemäß etwa sechs Monate. Du solltest deinen Verlängerungsantrag also entsprechend lange vor Ablauf der Befristung stellen, damit keine Lücke entsteht. Ob du ALG1 oder ALG2 bekommen wirst, kann ich von hier aus nicht überblicken. Befrag hierzu bitte dein Arbeitsamt. Vermutlich wirst du dich einer Begutachtung unterziehen müsen, ja. Tipps hierfür findest du auch in diesem Blog unter http://www.was-ist-depression.net/2013/05/depression-rente-beantragen.html

    Liebe Grüße Benno

  274. Benno Blues sagt:

    Hallo Mimi vom 15.05.16, 19:12
    entschuldige bitte, dass ich solange mit einer Antwort auf mich warten ließ. Inzwischen wird das, was ich hier jetzt schreibe wohl schon wieder von der Zeit überholt sein. Eine Rente zu bekommen nach einigen Wochen Krankschreibung scheint mir nicht realistisch. In der Regel passiert dies erst nach vielen Wochen Krankheit, eben dann wenn diverse Genesungsmaßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führten. Ich glaube dir, dass es dir schlecht geht und dass du nicht arbeiten kannst, aber ich fürchte, du musst den Weg gehen, den alle gegangen sind… Liebe Grüße Benno

  275. Anonym sagt:

    Ich mache es ganz kurz und sage einfach nur "Danke"

  276. Anonym sagt:

    ich leide seit 2011 an Depressionen ,habe bereits eine Reha und 2 Tagesklinik aufenthalte sowie mehrere Therapiestunden hinter mir .Die nächste reha steht jetzt bald an .
    Zuletzt habe ich nur noch 4 std gearbeitet und war selbst damit überfordert.
    2 mal habe ich wegen der Depression meine Arbeit verloren wie auch jetzt wieder, bin noch nicht mal über die probezeit gekommen.
    Ich habe wahnsinnige Angst davor als arbeitsfähig aus der Reha entlassen zu werden ,das würde bedeuten ich müsste mich arbeitslos melden und somit wieder unter Druck stehen womit ich gar nicht klar komme .
    Am liebsten würde ich Erwerbsminderungsrente beantragen ich hoffe so sehr das in der Reha erkannt wird das ich es nicht mehr schaffe .
    Bin jetzt 53 ich habe eunfach nicht mehr die Kraft beruflich immer wieder neu anzufangen .Ich wünsche mir einfach nur Ruhe.

    • Benno Blues sagt:

      Ja, das verstehe ich. Du kannst aber durchaus auch die Rente beantragen, ohne dass die Reha dich als arbeitsunfähig entlässt. Entscheidend sollte doch sein, ob du einer Arbeit nachgehen kannst oder nicht. Vielleicht wäre es sogar eine gut Idee, noch vor Antritt der Reha dies zu tun. Es wäre zumindest ein deutliches Signal deinerseits. Liebe Grüße Benno

    • Anonym sagt:

      Hallo Benno
      Nun bin ich aus der Reha zurück und der Erfolg war gleich null. In 4 Wochen ist nicht viel passiert zumal die Osterwoche und der 1. Mai Feiertag dazwischen war 4 Therapiegespräche incl. Erst und abschlussgespräch.Mir geht es schlechter als vor der Reha ,ich soll eine LTA über die RV machen .Bin für 1-2 Ochsen noch AU obwohl was ganz anderes besprochen wurde nämlich das ich AU bleibe bis es mir besser geht laut Depressionsbogen hat mein Zustand sich während der Reha verschlechtert. Was muß eigentlich passieren das ich ernst genommen werde. Ich fühle mich schon wieder unter Druck gesetzt.Auserdem ist es für mich ein echter Vertrauensbruch das nicht das eingehalten wurde wie es besprochen würde.(ich habe generell Schwierigkeiten mit vertrauen )weil ich immer wieder damit konfrontiert worden bin.MeinArtzt Sagt er kann mich nur so lange AU schreiben wie es von der Klinik empfohlen wurde.Ich frage mich ernsthaft wie die da in der Reha nach so kurzer Zeit über meine Belastbarkeit entscheiden können.Ich bin nur noch am weinen keiner nimmt nicht ernst außer mein Mann.Der steht voll hinter mir.
      LG Ina

  277. Anonym sagt:

    Lieber Benno,
    ich verfolge seit geraumer Zeit deinen Blog und finde es gut dass es hier so viele Anregungen, Erfahrungen und Tipps gibt.-

    Zu mir: ich bin seit fast 15 Monaten ununterbrochen AU aufgrund schwerer depressiven Episode krank geschrieben. Von 12/2015 bis 02/2016 war ich stationär in einer Psychosomatischen Klinik. Ich wurde mit dieser Diagnose auch wieder AU entlassen und weiterhin von meiner HÄ krank geschrieben. Ich bewarb mich auf einen Therapieplatz für eine Analyse. Diesen bekam ich auch. Relativ bald stellte sich Ernücherung ein. Für eine Analyse war ich nicht stark genug . Ebenso war es an die Bedingung geknüpft Struktur zu haben, sprich, wieder arbeiten zu gehen. Da die Arbeit eine erhebliche Ursache meiner Erkrankung darstellt schied dies also aus. Ich war nicht in der Lage ein Ziel zu definieren. Ich tat mich schwer damit eine Entscheidung zu treffen wie es weiter gehen soll. Ein Symptom der Depression wie ich jetzt weiß. Im Sommer letzten Jahres erhielt ich Post von der Krankenkasse. Der MDK kam zum Schluss, dass ich meine Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet wäre jedoch eine Teilhabe sprich Reha diese Situation verbessern könnte. Ich rang in dieser Zeit mit mir und stellte schliesslich diesen Antrag, da mir mit Einstellung des Krankengeldes gedrohnt wurde. Überzeugt war ich von dem Rehaantrag nicht. Irgendwann kam ich dann zum Entschluss, dass die EM-Rente für mich die einzige Alternative darstellt und mich ausschliesslich auf meine Gesundung zu konzentrieren. Nun war der Rehaantrag aber schon gestellt und getreu dem Motto "Reha vor Rente" dachte ich müsste ich diese ja ohnehin beantragen. Einige Wochen darauf erhielt ich Post von der RV. Ein Sozialgutachten des Neurologen wurde verlangt. Dieses wurde auch beigebracht und stützte sich im Wesentlichen auf den Entlassungsbrief des Krankenhauses in dem ich meinen stationären Aufenthalt hatte. (Dieser wurde mir übrigens niemals gezeigt!)
    Dann erhielt ich erneut Post von der RV. Diesmal wurde verlangt ich solle ein Formular an die Klinik weiterleiten, in dem der Schweregrad meiner Depression angegeben wird. Da ich über Monate die Diagnose "schwere depressive Episode" (ab wann ist sowas eigentlich chronisch?)hatte, wäre dies erforderlich, da man mit der "schweren Depression" nicht rehafähig wäre. Auch dieses Formlar leitete ich zeitnah an das Krankenhaus weiter. Kurz vor Weihnachten erhielt ich erneut Post von der RV. Das Formular wäre noch nicht zurückgekommen und man unterstellte mir mangelnde Mitwirkung. Ich rief darauf hin bei der Rentenversicherung an und erklärte, dass ich das Formular sehr wohl abgegeben hätte. Ich teilte der Mitarbeiterin mit, dass ich im Januar meinen nächsten Termin bei dem behandelnen Arzt der Klinik hätte und ich dann konkret klären könnte was mit dem Formular ist. Ich bekam einen Aufschub gewährt (Datum, Uhrzeit und Name der Mitarbeiterin habe ich vermerkt) und sollte mich nach diesem Termin nochmal melden. Dann rief ich im Krankenhaus an. Das Sekretariat konnte sehen, dass das Formular schon vor Wochen vom Assistenzarzt (mein behandelnder Arzt dort)ausgefüllt war und noch die Unterschrift des Facharztes nötig gewesen wäre. Ich teilte der Sekretärin mit, dass ich von der RV einen Aufschub bekommen hätte und verwies auf den Januartermin zur Klärung des Vorgangs.
    Meine Hausärztin hatte meine Diagnose von Schwer auf zunächst leicht und dann auf mittelgradige depressive Episode geändert. Begründung: ich möchte Ihnen mit der Reha nicht im Wege stehen.

  278. Anonym sagt:

    Fortsetzung von obigem Post:

    Nun war der Termin im Krankenhaus. Mein Arzt dort wollte etwas über meine Pläne wissen. Ich teilte ihm mit, dass ich nun fest entschlossen wäre die EM-Rente zu beantragen und dass ich grosse Angst vor der Reha hätte. Er verschrieb mir ein neues Antidepressivum, gab mir einen neuen Termin für Februar und schlug mir vor mich dann auf die Warteliste für die Tagesklinik setzen zu lassen. Das Formular für die RV hatte anscheinend Füsse bekommen. Ich könne wenn ich wolle der RV mitteilen, dass die Klinik das Formular verschlampt hätte. Als Diagnose hätte ich durchgehend dort eine mittelgradige depressive Episode gehabt. Ich war seit Entlassung aus der Klinik ganze drei Mal dort gewesen. (Quartalsbesuche für neue Rezepte)

    Mein Eindruck: meine Erwerbsunfähigkeit ist absehbar und ich werde jetzt einfach hin und her geschoben. Mein Krankengeld läuft im April aus und ich müsste dann wohl Arbeitslosengeld beantragen wenn ich ausgesteuert werde obwohl ich auch in einem ungekündigten Beschäftigungsverhältnis stehe und eine Gleichstellung habe, die ich zum Glück kurz vor dem stationären Aufenthalt auf den Weg bringen konnte. Mein Arbeitgeber hat die Anfrage seinerzeit überhaupt nicht beantwortet und ich wurde daraufhin gleichgestellt. Gestern erhielt ich von meinem Arbeitgeber die Einladung zu einem BEM-Gespräch. Das würde ich nun auch auf jeden Fall ablehnen wollen da dieses auch die Offenlegung meiner Diagnosen beinhaltet und eine mögliche Kündigung aufgrund der Negativprognose vereinfachen würde.

    Nun zu meinen Fragen: Kann ich jetzt einen Rentenantrag stellen, obwohl ich den Rehaantrag gestellt habe? Kann ich mich in Erwartung einer möglichen Reha auf die Liste für die Tagesklinik setzen lassen? Wozu würdest du mir jetzt raten?

    Lieben Gruß
    Shagodu

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Shagodu,
      und Danke für deine anerkennenden Worte zu Beginn!
      Es ist schon grotesk, was Ämter von einem depressiven Menschen manchmal so alles verlangen, sollten sie doch wissen, dass er dazu oft gar nicht in der Lage ist. Von verantwortlicher Stelle bei einer schweren Depression mangelnde Mitwirkung zu unterstellen, halte ich nahezu für grotesk.
      Deine Entscheidung für die Rente finde ich gut. Ich denke, du hast jetzt lange genug gekämpft. Die Kraft reicht nicht beliebig lang. Ich an deiner Stelle würde den Rentenantrag sofort stellen. Dies ist dein heutiger Stand. Die Reha zu beantragen war gestern, ist durch das Leben und die aktuelle Entwicklung überholt worden. Wenn es für die Rentenkasse ein Problem ist, dass du dich nicht länger für arbeitsfähig hältst, sollen sie deinen Rehaantrag halt stornieren. Die eventuelle Behandlung in einer Tagesklinik hat nichts mit deinem Rehaantrag zu tun. Du kannst dich also getrost dort anmelden. Auch dies würde ich zeitnah tun. Absagen oder verschieben kannst du dann immer noch, wenn dir der Termin nicht passt. Liebe Grüße und gute Besserung! Benno

  279. Anonym sagt:

    Hallo Benno
    <ich bin Ina leide seit 2011 wissendlich an Depressionen habe bereits 1 reha 2 Tagesklinik aufendhalte und ca 30 Therapiestunden hinter mir .
    Ich jetzt aktuell seit mai AU habe bereits zum 3. mal wegen der depression meine Arbeit verloren zuletzt habe ich nur noch 4 stunden gearbeitet habe nicht mal das geschafft.Meine 2. Reha steht jetzt bald an und ich hoffe so sehr das ich es schaffe EU rente zu bekommen.Ich habe keine Kraft mehr wieder neu beruflich anzufangen in bin 53 Jahre ,habe ein sehr gestortes Vertrauen zu den Menschen meine Konzentration ist gleich 0 manchmal laufe ich rum wie falschgeld habe im nächsten moment schonwieder vergessen was ich machen wollte.Ich möchte einfach nur Ruhe.
    Ina

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Ina,
      das verstehe ich gut. Mein Leben war auch einmal so. Durch die Erwerbsminderungsrente bekam ich schließlich den Rücken frei, mich neu zu orientieren, bekam den Druck genommen, ständig leisten zu müssen. Das tat mir sehr gut und mein Zustand besserte sich zunehmend, so dass ich mich heute unter den bestehenden Bedingungen als relativ stabil erachte, wieder gern lebe und auch wieder Freude an anderen Menschen habe. Das war lange Zeit nicht so. Ich drücke dir beide Daumen für dein Vorhaben und wünsche dir, dass es dir bald besser geht! Herzlichst Benno!

    • Anonym sagt:

      Hallo Benno,
      und immer wieder lande ich auf deiner Seite .
      Ich bin nun aus der reha zurück und es alles was nur schieflaufen könnte ist auch schiefgelaufen.
      ich hatte nur 4 wochen reha RV Braunschweig Hannover trotz der ostertage (wegen Bettenmangel) keine verlängerung möglich .Meine Bezugsartz habe ich 2 mal gesehen davon einmal kurz 5 Minuten und im Abschlußgespräch.Therapiestunden 4 mal inc. erts und abschlußgespräch nie länger als 20 min.
      ich sollte AU entlassen werden und dann LTA über die RV machen,ok für mich (da ich in meinem Beruf auf der geringen belastbarkeit als unter 3 std. eingestuft würde.Die Realität sah allerdings ganz anders aus ,IM vorläufigen Entlasungsbericht stand dann… 1-2 Wochen AU zur Häuslichen stabilisierung dann LTA (würde in der erst beantragt)Da ich auf grund der Depression ja mal wieder meinen Arbeitsplatz verloren hatte müsste ich mich dann Arbeitslos melden,also wieder Druck diesmal vomArbeitsamt .NUn warte ich bescheid von der RV wegen der LTA .Ich bin völlig neben der Spur weil ich nicht weiß wie es weitergeht.
      lg Ina

    • Anonym sagt:

      Hallo Benno,
      nun habe ich meine LTA genehmigt bekommen ich werde in einem internat des BFW eine Berufsfindung mit belastungserprobung machen ,bin ja gespannt ob ich das schaffe , hat jemand erfahrung damit ?
      lg Ina

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Ina,
      ich freue mich, dass man die die LTA (Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) genehmigt hat. Ich denke, es ist ein guter Weg, egal wie es ausgeht. Wenn du arbeiten kannst, kann dies stabilisierend auf dich wirken und wenn nicht, wird es eine andere Lösung für dich geben. Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

    • Unknown sagt:

      Hallo Benno,
      ich musste meine LTA wegen meiner geringen belastung abbrechen.nun soll ich eine RPK über die RV machen habe demnächst dort ein gespräch .
      Ich wünsche mir so sehr das dort endlich erkannt wird das ich nicht mehr kann,
      Außerdem werde ich in den SOVD eintreten und mich dort informieren bzw beraten lassen ,in der LTA wurde mir ans Herz gelegt einen einen Antrag auf Behinderung zu stellen.
      lg Ina

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Ina, dass mit der Schwerbehinderung finde ich auch eine gute Idee. Und vertrau mal, wenn du nicht mehr kannst und dein Leistungsvermögen durch geeignete Therapiemaßnahmen nicht wiederherstellbar ist, dann wird man dir die Rente auch genehmigen. Liebe Grüße Benno

    • Ina Olber sagt:

      Hallo Benno,
      ende dez.2017 hatte ich meinen rentenantrag gestellt habe nun eine ablehnung bekommen.Mein Therapeut meint die berufen sich auf den letzten rehabericht nach dem ich ja 6 stunden und mehr arbeiten kann.Er meint meine chnacen sind shlecht .ich werde auf jedenfall in berufung gehen habe den SOVD im Boot.Ich war anfang januar 6 wochen in einer Tagesklinik allerdings nur bis Mittags weil mir ganztags zu viel war.Mehr hätte ich auch nicht geschafft.Ich war so schon oft überfordert und nicht konzentratioinsfähig.Außerdem meinet mein Therapeut da ich ja regelmäßig sport mache (was mein Anker ist)und das in den berichten der reha ect. immer wieder vermerkt ist wird man mir hierdraus einen strick drehen.Ich habe meinem Therapeuten vertraut (bis Jetzt)warumhat er mirnicht schon vorher was gesagt?zum glück bin mit meinen therapiestunden bei im bald durch und es wird keinen neuen geben da er keine langzeittherapie mehr machen will, sonst hätte ich das ganze auch beendet.ich weiß nicht wie es weitergehen soll ich fühlemich nicht ernst genommenhabe wahnsinninge angst das der wiederspruch auch abgelehnt wird ich frage mich was muss passieren damit ich ernst genommen werde ?Übrigens wurde nur von meinem Phychater Infos von seiten der rentenversicherung angefordert.ich weiss ja das meistens erstmal eine ablehnung kommt aber das gespräch mit meinem therapeuten hat mich so runtergezogen und mutlos gemacht.eine freundin meinte ich sollte einen selbstmordversuch vortäuschen (zum Thema ernstgenommen werden und was muss erst passieren )
      lg ina

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Ina,
      ein Widerspruch ist zunächst einmal ein Widerspruch und wird nicht automatisch abgelehnt, sondern noch einmal gründlich von anderer Stelle geprüft. Gut wäre es, wenn du nachweisen könntest, dass nicht alle zur Verfügung stehenden Befunde Eingang in die Entscheidung gefunden hatten und du diese Befunde nun zugänglich machen könntest. Was der Rentenversicherung nicht vorliegt, können sie auch nicht berücksichtigen.
      Dass man dir aus deinen sportlichen Aktivitäten ein Strick drehen wird, sehe ich nicht so. Sport gehört zu deinem Therapieprogramm und spricht für eine gute Compliance deinerseits.
      Und wenn alle Stränge reißen und du die Rente nicht bekommst, dir aber die Kraft fehlt, zu arbeiten, wirst du halt wieder krank geschrieben. Es ist ja nicht so, dass du nicht wolltest. Du tust, was du kannst und übernimmst Verantwortung für dich. Für die Menschen, die aber nicht arbeiten können in unserem Land ist zum Glück gesorgt. Wir haben ein gutes soziales Netz. Vertrau mal! Liebe Grüße Benno

  280. lydia wolfgramm sagt:

    ich habe mir alles durchgelesen, wegen Frührente . am anfang machte mich alles stark , und jetzt am Ende des Berichtes mußte ich weinen … ich habe noch einen langen weg vor mir .. am dienstag werde ich die rente einreichen, habe aber große probleme , irgendwo hinzufahren, Panik überall .. auto, zug .. usw.

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Lydia, du schaffst das. Mache es in deinem Tempo! Wenn möglich, lass dich begleiten von einem Menschen, der es gut mit dir meint. Wenn es gar nicht geht, kannst du die Rente auch von Zuhause aus beantragen, aber das empfehle ich nicht. Amtliche Formulare verwenden zumeist ihre eigene Sprache. Da gibt es womöglich einige Fallstricke. Ich wünsche dir viel Kraft für Dienstag und dass dir die Panikattacken an diesem Tag erspart bleiben. Du tust dir etwas Gutes. Und ganz sicher wird es Zeit, damit zu beginnen… Liebe Grüße Benno

  281. Anonym sagt:

    Hallo, danke für deinen ausführlichen Beitrag.
    Mein Antrag läuft seit dem 11.2015 und es zerrt an mir immer wieder Widerspruch einzulegen und zu wissen in wenigen Wochen gibt es wieder Post. Zu diesen Zeitpunkten werden meine Depressionen und Panikattacken durch den ganzen Druck noch stärker. Derzeit bekomme ich keine finanzielle Unterstützung so dass mein Partner meine KV zahlt. Das macht es für mich noch schlimmer nicht nur das ich versagte sondern auch das ich sein leben erschwere. Irgendwie wird alles nur noch schlimmer je öffter ich von der RV Post bekomme. Es ist wohl niemand stolz darauf so etwas zu beantragen ich persönlich schäme mich sogar ein bisschen. Letzte Tage erhielt ich die Forderung eine Klinik zu besuchen, an sich ein guter Vorschlag wäre bei mir nicht seit meinem letzten Klinkaufenthalt alles schlimmer geworden. Dieses müsste der RV auch bekannt sein. Ich weiss nicht mehr weiter und hoffe für diesen Kampf genug kraft zu haben.

    LG Anne

  282. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich bin seit Ende Juni 2016 krankgeschrieben wegen Depression/Burnout. Zum gleichen Zeitpunkt habe ich wegen betriebsbedingter Kündigung meinen Arbeitsplatz nach 26 Jahren verloren. Der Job war absolut stressig und es gab Mobbing unter Kollegen, die von den Vorgesetzten ignoriert wurden.
    Ich habe 2008 und 2014 jeweils eine Reha absolviert und danach immer wieder gearbeitet und mich verausgabt.
    Jetzt hat mich die Krankenkasse zu einer weiteren Reha aufgefordert, die am 14. Juni starten soll. Man will mich wohl in die Erwerbsminderungsrente schieben.
    Jetzt habe ich ein ernsthaftes Problem: wenn ich mich nicht bis Ende Mai arbeitslos melde verliere ich den Anspruch auf Arbeitslosengeld und das nach 41 Jahren ununterbrochener Vollzeittätigkeit und im Alter von 58 Jahren.
    Ich habe totale Panik, dass die Rente abgelehnt wird und ich dann ohne Zahlung bleibe. Ausgesteuert bei der KK werde ich wohl erst August/September 2017, dann ist der ALG-Anspruch jedoch bereits verfallen.
    Gibt es denn keine Möglichkeit mich rechtzeitig beim Amt zu melden? Lass ich mich gesundschreiben wirkt das einem Rentenantrag doch wohl entgegen.

  283. Anonym sagt:

    Lieber Benno,
    ich bin deiner Empfehlung nachgekommen und habe den Antrag auf EM-Rente gestellt. Der Eingang meines Antrags wurde bestätigt und ich habe einen Vordruck erhalten, den ich an meinen AG weitergeleitet habe da dieser mittels dieses Schreibens Angaben über meine berufliche Tätigkeit machen soll. Diese Woche nun habe ich ebenfalls meine Einladung zur beantragten Reha erhalten, die ich nach Aufforderung der Krankenkasse gestellt habe. Der Aufnahmetermin ist in ca. 5 Wochen. Im Internet las ich Rezensionen zur Klinik die teils positiv und teils negativ ausfielen. Ein Rezensent schrieb etwa dass der Oberarzt ihm gesagt hätte dass Rente mit 46 mit ihm nicht machbar wäre. Im Verlauf meiner ambulanten Therapie erarbeitete ich mit meiner Therapeutin ein Ziel. Dieses Ziel war letztlich die Beantragung der Rente, da ich fest davon überzeugt bin dass ich noch weiter Zeit benötige festzustellen was mir gut bzw. nicht gut tut. Die Entscheidung habe ich mir weiss Gott nicht leicht gemacht und ich war lange Zeit der Meinung eine solche "Auszeit" nicht wert zu sein. Erst durch die Therapie und das Lesen der Beiträge in deinen Blogs fühlte ich, dass die Beantragung der EM-Rente der richtige Schritt wäre. Nun allerdings habe ich fürchterlich Angst vor der Reha bzw. dem was mich dort erwartet. Ich denke dass mein Rentenwunsch den Rehazielen die von den Ärzten der RV formuliert werden entgegensteht und es schwierig wenn gar unmöglich scheint mir ein positives Bild zu vermitteln. Es sind 5 Wochen in denen ich als Mensch mit meinen Erfahrungen der letzten Jahre beurteilt und "geheilt" werden soll. Dieser Druck ist für mich bereits jetzt schon kaum auszuhalten. Ich bräuchte dringend Hilfe weiss aber nicht woher. Von der Institutsambulanz fühle ich mich fallen gelassen. Mein viertes Antidepressivum in den letzten 16 Monaten wurde nun bereits nach 2 Wochen abgesetzt mit den Worten: Bei Ihnen scheinen die Antidepressiva eh nicht zu helfen. Ausserdem solle ich mir einen niedergelassenen Psychiater suchen. Dies versuche ich seit letztem Sommer seit dem feststeht, dass ich in der PIA keinen festen Psychiater bekommen werde. Meine Psychologin ist bis Mai im Mutterschutz und die Vertretung kenne ich nicht. Ich habe einem Therapeuten bei dem ich 5 Probesitzungen hatte auf den AB gesprochen. Leider hat er sich nicht zurück gemeldet. Ich weiss nicht wie ich mich jetzt verhalten soll. Hast du eine Empfehlung für mich?

    Lieben Gruss, Shagodu

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Shagodu,
      lass dich mal nicht verrückt machen von so einzelnen Aussagen. Du warst nicht dabei. Du weißt nicht, weshalb der Oberarzt sich derart äußerte oder ob er es überhaupt tat. Mache dir dein eigenes Bild zu gegebener Zeit. Jeder Fall ist anders und hier geht es nicht um irgendjemanden. Hier geht es um dich. Es gibt Dreißigjährige, die Erwerbsminderungsrente bekommen. In den Zugangsvoraussetzungen ist nicht die Rede davon, dass das Alter ein Kriterium für die Bewilligung einer Rente ist. Hier geht es einzig darum, ob du arbeitsfähig bist oder nicht und ob die Arbeitsfähigkeit realistischerweise wieder hergestellt werden kann. Dass du Angst vor der Reha hast, kann ich verstehen. Aber realistisch betrachtet ist dies keine bedrohliche Situation für dich. Hier will man dir helfen. Ich denke, es würde dir gut tun, wenn du dich da auf eine andere Sichtweise einlassen könntest. Liebe Grüße Benno

  284. Anonym sagt:

    Hallo, ich 53 Jahre , (seit 36 Jahren in der Pflege als Fachkraft arbeitend)leide seit Jahren unter immer wiederkehrenden Depressionen, nun bin ich seit 5 Monaten außer Gefecht gesetzt, habe eine Psychosomatische Reha hinter mir, bekomme Einzeltherapie und bin in einer Gruppentherapie, gefördert durch den Rentenversicherungsträger.. Hab in der Reha einen Antrag auf einen Schwerbehinderten Ausweis bekommen..das läuft noch.. Ich weiß aber auch, das ich in absehbarer Zeit nicht wieder arbeiten gehen kann,, leide auch unter Angst und Panik Atacken.. Konzentration gleich null. nun meine Frage, macht es sinn einen Antrag auf eine befristete Rente zu stellen?Ich bin so unsicher mit allem.. Ich weiß auch nicht ob ich hier richtig bin.. würde mich sehr über Tips und Anregungen freuen.. Danke und Gruß Ute

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Ute, ich denke schon, dass es in deinem Fall irgendwann Sinn machen würde, die Rente auf Zeit zu beantragen. Bevor du aber versicherungstechnisch nicht ausgesteuert bist, wird man dem nach meiner Einschätzung eher nicht nachkommen. Ich würde den Antrag deshalb erst einige Zeit vor Ablauf der 78 Wochen stellen. Für den Übergang bekommst du dann Arbeitslosengeld. Es wäre sicher auch gut, wenn du bis dahin schon den Schwerbehindertenausweis hättest. Liebe Grüße Benno

    • Anonym sagt:

      Danke für die Antwort.. dann heißt es erst mal abwarten..

  285. Anonym sagt:

    Hallo,
    ich bin weiblich 44 Jahre alt und seit März 2015 durchgehend krank geschrieben wegen Erschöpfungssyndrom, depressive mittelgradige Episode . Ich muss lange ausholen anfangs hatte ich massive Probleme mit meinem Ex Mann Unterhaltszahlungen denen er nicht nachkommt , gerichtliche Bannmeile , Stalking durch ihn usw… dies war der reinste Psychoterror . Er lässt uns mittlerweile in Ruhe , allerdings Zahlungsschwierigkeiten halten an . Immer wieder dieses zittern kommt Geld oder nicht , musste zeitweise Harz4 beantragen , dann kommt ein Monat dann wieder nicht , trotz Lohnpfändung und Kto Pfändung , wechselt auch seit 2009 zum 10 mal den Arbeitgeber . Dann kam 2015 hinzu , mein Bruder obdachlos , hat sich bei mir breit gemacht hab Monate gebraucht um ihn wieder los zu werden , nur mit Hilfe meiner Kinder . Seit Feb 2014 pflegte ich meinen Vater mit Lungenkrebs . Februar 2016 erkrankte auch meine Mutter an Lungenkrebs dies starb innerhalb 6 Wochen . Meinem Vater ging es zwischenzeitlich auch viel schlechter Pflegestufe 3 , dieser musste dann Ende Mai 2016 ins KKH , danach kam er in Kurzzeitpflege . Ich fuhr täglich ins KKH oder ins Heim . Trat dann am 21.716 eine psychosomatische Reha an für 6 Wochen . Mein Vater verabschiedete sich am 21.7.16 von mir mit den Worten bis Du wieder kommst lebe ich nicht mehr . Er sollte Recht behalten ich telefonierte täglich mit ihm , das Pflegepersonal berichtete mir das er langsam sich vom Leben verabschiedet . Seine 2 Frau lies ihn alleine im Heim . Ich hielt engen Kontakt mit dem Heim , ließ mich beurlauben in der 2 Woche am WE , ging meinen Vater Samstags gegen 12 Uhr besuchen und stellte fest das er am Sterben lag. Gegen 19 Uhr rief mich das Pflegepersonal an , dass es ihm wesentlich schlechter geht , bin mit meiner Schwester sofort hin , dann verabschiedeten wir uns von ihm und er konnte gehen . Einerseits war ich erleichtert das er starb anderseits fehlt er mir ungemein . Er war der Einzige meiner Familie den ich hatte . Nachdem ich meine Reha beendet hatte , stellte ich einen Antrag LTA bei der Deutschen Rentenversicherung . Jetzt war ich zu einer einwöchigen Arbeitserprobung , diese absolvierte ich sehr schlecht keinerlei Konzentration … Unruhe … Zeitdruck usw Mir wurde bei dieser Erprobung bewusst , dass ich noch ganz unten bin , bin fix und fertig . Ich wollte eine Umschulung als Kauffrau für Büromanagement machen , jetzt will das Assamsment Team eine Empfehlung lediglich nur für den Fachpraktiker für Bürokommunikation ausstellen , dies kann ich nur an einer Schule für behinderte Menschen machen , die keinen Schulabschluss oder einen Förderabschluss haben. Ich habe einen Haupschulabschluss mit einem Durchschnitt mir 2,1 . Jetzt bin ich am Überlegen , da ich ja selber gemerkt habe wie schlecht meine Konzentration ist einen Rentenantrag zu stellen . Hat jemand Erfahrung wenn ein laufendes Verfahren LTA mit der Rentenversicherung läuft zwecks Umwandlung ? Brauche dringend noch meine Ruhe . Wer kann helfen ?
    Liebe Grüße

    • Benno Blues sagt:

      Ich würde dir empfehlen, dich ganz individuell von der Rentenversicherung direkt beraten zu lassen. Das wäre meine erste Adresse. Wenn du dahin kein Vertrauen hast, kannst du auch die Hilfe eines Sozialverbandes in Anspruch nehmen. Das kostet aber Geld. Der VdK Und der SoVd beraten in diesen Dingen. Liebe Grüße Benno

  286. Anonym sagt:

    Vielen dank für diese wiklich helfenden Infomationen,

    Ich habe schon seit meiner kindheit immer wieder depressive episoden duchgamcht und dann 2014 eine Augentrombose im linken Auge bekommen, die auch behandelt wurde und ich noch ca. 30 auf dem linken Auge sehen, kann aber ehr sehr schlacht auch mit Brille ist alles verzerrt und ein halbes Jahr später bekamm ich dann einen schlaganfall mit sprachtörungen und einseitiger Lämung die aber später wieder verschwanden ( nächter Tag auf der stroke Unit)dabei wurde auch festgestellt das ich zucker type 2 habe und muss seit dem tabletten einnehmen.
    I hatte kurz darauf wieder eine Arbeit als Fersehtechniker gefunden, war aber völlig überfordert von dem Stress dort so das ich dann gekündigt wurde als ich krank in phychischer Behandlug war.
    Erst wärend der ersten wochen ist mir aufgefallen das ich seit dem schlaganfall einige Fähigkeiten verloren habe und ich ausserdem noch sehr starke phychische Probleme bekam und die Motivation total auf null gesunken war aud ich zusätlich panick Attacken hatte die mich zu mehreren Krankenhausauftenhalten zwangen.
    da nach war ich fast 11 Monate vom phychologen krankgeschrieben und es wurde eine Reha beantragt.
    Diese besagte Reha war aber garnicht auf Phychische probleme ausgericht sonden auf funktionelle so das ich am ende als Arbeitfähig für 3-6 stunden entlassen wurde.
    In dieser Reha hatte ich insgesammt ganze in Worten ZWEI phychologische gespäche die vom Phychologen der gerade mal 25 Jahre alt war von einer art liste abgelesen wurde um meinen Phychischen zustand zu bewerten.
    Dieser Phychologe hat versucht auf mich einzureden und mir klar zu machen das ich auf jedenfall wieder arbeiten muß und hat mich unter Druck gesetzt.
    Ich haben ihm alle meine Phychischen Probleme Angst depressionen und Traumatischen Erfahrungen aus meiner Kindheit mitgeteilt.
    Ich Fühle mich total leer und bin nicht fäg mich richtig zu konzentrieren seit dem Schlaganfall und die Depression und diese verdammten Angstgefühle sind seither dauerhaft vorhanden.
    Ich soll an einer Eingliederungsmaßname für Behinderte teilnehmen aber ich bin total blockiert innerlich, ich fühle mich überhaupt nicht dazu in der Lage daran teilzunehmen.
    Ausserdem habe ich den gdb 20{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} er wurde von der Klinik aus beantragt, diesen zu erhöhen es ist also noch in Bearbeitung.
    Ich bin erst seit gestern aus der Reha und ich wede auf jeden fall die Rente beatntragen da ich diesen Stress und Angst sonst nicht mehr lose werden kann.
    Ich nehme keien Ati-Depressiva ein da ich wei wie es meiner Schwerst geht die diese einnimmt will ich das einfach nicht und versuche so klar zu kommen.
    Der Cheffartzt der Klink meine zu mir, wenn sie keine Tabletten nehmen haben sie auch nichts, es wurde aber eine Art Borderline bei mir festgestellt und auch schwere depession und Angstzusände, komisch alles.
    Diese klinik hatter der Phycharter für mich beantragt abder sie war eher auf neurologie ausgerichtet so das dann dieses Ergebins dabei heraus kam das mich total unglücklich macht, sie hat mir eher geschadet als geholfen jetzt han ich dauerpfeifen im kopf und bin total verzeifelt.
    Das hatt ich heute auch bei meinem Phychater angesprochen das diese Reha garnicht passend wür mein Beschwerdebild sein und das die garnicht richtig auf meine Phychologischen probleme eingegangen sind die ich ich habe.
    ICH BRAUCHE EINFACH MEINE RUHE.

    Gruß Bracht

  287. Anonym sagt:

    ich bin 50 Jahre alt.

    Sorry ich vergesse immr wieder buchstaben oder schreibe falsch wegen der Erkrankung der Konzentrazion.

    Gruß Brecht

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Brecht, ja, ich glaube auch, dass du deine Ruhe brauchst. Lass dich nicht beirren! Wenn du nicht arbeiten kannst, dann kann dich auch niemand dazu zwingen. Allerdings wird es, denke ich, tatsächlich schwierig, wenn du die Behandlung mit Antidepressiva ablehnst. Man wird dir dann womöglich mangelnde Compliance (Krankheitseinsicht) vorwerfen und dir vielleicht auch unterstellen, dass du an einer Genesung gar nicht interessiert wärst. Vielleicht denkst du darüber nochmal nach und lässt dir doch Antidepressiva verschreiben? Ob du sie dann nachher nimmst, bleibt am Ende doch dir überlassen, aber womöglich helfen sie dir ja sogar. Was würdest du verlieren, wenn du es probierst? Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht. Liebe Grüße und gute Besserung! Benno

  288. Anonym sagt:

    Hallo ihr lieben und Danke für diesen Blog und die Informationen.
    Nach einer langen Vorgeschichte (der Krug geht geht so lange zum Brunnen bis er bricht)….
    Krankes Elternteil, Drogen, Suizid (Elternteil)dann selbst einige Jahre harte Drogen, zich Kliniken,Therapien (nun 20 Jahren clean) hat es mir die Sicherung raus gehauen. ich ging nach bestandener Prüfung einer aufgezwungenen Umschulung nach Hause, schloss die Tür , Rollaeden, ging nicht an die Tür und Telefon, setzte mich auf die couch und starrte an die Wand, 2 Jahre lang.
    Alle 2 Wochen ging ich kurz vor 20 Uhr (Ladenschluss) einkaufen.
    Dann erwischte mich ein Freund von "damals" und ging nicht mehr weg bis ich mit ihm am nächsten tag zum Arzt ging. Ich dachte nicht an eine Krankheit ich wusste nur, ich bin Dreck, niemand soll mich sehen.
    Diagnose, schweres Trauma, Depressionen, direkt fuer 6 Monate in eine Klinik eingewiesen. Kein Medikament schlug an.
    Dann 1 Jahr zu hause, 6 Monate Klinik, 2 Jahre zu hause, 6 Monate Klinik, 3 Jahre zu hause, 5 Monate Klinik, danach als unheilbar in Rente geschickt (da war ich 38)
    Nun seit 10 Jahren in EM Rente (zuerst 3 Jahre,ueberpfuefung, 3 Jahre, ueberpruefung, 2 Jahre, dann wollten sie wieder 3 Jahre und ich erhob mit meiner Ärztin Einspruch. Diese Ungewissheit, ohne Rente wieder das Haus verlassen zu müssen hat mich fertig gemacht. Sie gaben mir statt (nun ist sie unbefristet) und zusammen bin ich nun seit 11 Jahren in EM Rente.

    Nun starb noch meine Mutter und hinterließ mir ein bisschen.
    Achja, Ambulante Therapie seit 3 Jahren zu dem Zeitpunkt.
    Nun ja, die Entscheidung endlich Schluss zu machen war nun fast unaufhaltbar und meine Schwester kam auf mich zu mit der Idee, versuch es doch wo anders und bot mir an, mit mir auf die Philippinen zu fliegen.
    Meine Rente ist 100euro zu hoch fuer Grundsicherung und dadurch habe ich quasi weniger als jemand mit GS und konnte nichts machen (mal in ein cafe gehen (gut wollte ich ja eh nicht),kleider kaufen u.s.w.
    Sie half mir ein Haeusschen zu finden (150 euro/Monat) und blieb 3 Wochen bei mir bis ich ihr versprach es zu versuchen.
    Ich kann hier das Haus verlassen, zum Markt gehen, Dinge die in Deutschland für mich unmöglich waren. Den Leuten hier ist es egal was du hast, wie du aussiehst u.s.w.
    (habe in den ersten 3 Jahren der Depression 60 Kilo zugenommen, habe davor schwer als Gipser gearbeitet und täglich Sport gemacht)
    Die freundlichen Menschen helfen mir einfach.
    Es tut mir leid fuer den langen Text, denke es ist wichtig fuer die Antwort.
    Diagnosen bisher:Trauma, Depressionen, Polytox, copd stufe 3, hep c.
    Nun warum schreibe ich das hier, ich habe unglaubliche Angst mich an meine Rentenanstalt zu wenden, Deutschland weiß nicht das ich seit 1 Jahr hier bin (Philippinen).
    Bevor man mich nun verurteilt, ich lebe hier nicht an einem weißen Strand, sondern in einer kleinen Provinz, zwischen Reisfeldern.
    Meine Angst ist, sage ich Bescheid, kommt sowas wie, ach , aus dem Haus können sie nicht, aber in ein Flugzeug, na kommen sie mal zu einer erneuten Untersuchung (die letzte war glaube ich vor 5 Jahren.
    Aber diese Angst und Ungewissheit, wird immer schlimmer.
    Was würdet ihr mir raten, was kann passieren, wie soll ich vorgehen ?
    lg, ein Überlebender

    • Benno Blues sagt:

      Hallo und Danke für deine Offenheit! Ich kann dich gut verstehen. Und ganz ehrlich: Ich würde da den Ball auch flach halten, der Rentenkasse nichts erzählen was deine finanzielle Absicherung in Gefahr bringen könnte, denn möglicherweise ließe dich eine Rückstufung erneut derbe abstürzen. Es ist ja keine Lüge, nicht alles zu erzählen. Du hast etwas abseits der üblichen Wege gefunden, das dir hilft. Das dürfte eigentlich auch im Interesse einer Sozialversicherung sein. Bewahre es dir! Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

  289. Anonym sagt:

    Hallo, Hatte gestern einen Anruf von meiner Krankenkasse, wie es mir gehe. Ich hab ehrlich geantwortet und sagte es gehe mir weiterhin schlecht , ich überlege einen Rentenantrag zu stellen, habe auch gesagt das ich in Psychotherapeutischer Behandlung bin( Einzel Therapie und Gruppentherapie, IRENA der Rentenversicherung), Heute ein Anruf von meinem Hausarzt: ein Brief vom MDK , ich hab nächste Woche einen Termin bei meinem Hausarzt um den Fragebogen vom MDK auszufüllen.. Nun meine Frage, was hab ich zu erwarten? wird mir das Krankengeld gestrichen? schickt man mich wieder arbeiten? Im Moment habe ich allein schon Schwierigkeiten mit Einkaufen und unter Menschen zu gehen. Bin seid 6 Monaten Krank geschrieben, und habe eine Psychosomatische Reha hinter mir. Danke schon mal Gruß Ute

    • Anonym sagt:

      Hallo, Ute. Ich musste nach ca. 4 oder 5 Monaten Krankschreibung auch zum MdK. Deine Angst davor kann ich verstehen. Ich stand vor Angst und Aufregung neben mir, hatte alle körperlichen Sypmptome, die man sich vorstellen kann. Was mir geholfen hat: ich hab die Liste von Benno (Link von ihm) mit phys. und psych. Symptomen der Erkrankung vorbereitet und dem Doc in die Hand gedrückt. Den Hinweis 'erstellt mit Hilfe von XX' nicht vergessen! Beim MdK musste ich natürlich wieder Fragebögen ausfüllen… Dass ich vieles so aus dem Stehgreif nicht beantworten konnte, ist bestimmt nicht negativ aufgenommen worden. Die Konzentrations- und Merkfähigkeit wird und Stress ja nicht besser. Der Psychiater versuchte mich zunächst, im Laufschritt in sein Zimmer zu führen. Da mir sowieso die Beine zitterten, bin ich ganz langsam hinterher gelaufen. Das Gespräch drehte sich dann um meinen Tagesablauf: Was machen sie über den Tag? Antwort: oft nichts. gar nichts.
      Ich brauche früh schon mal gut eine Stunde, ehe ich Mut und Kraft hab, aufzustehen. Auch Fragen nach Alk, Zigaretten etc. ehrlich beantworten. Ich glaube, dass es in Krisen nicht ungewöhnlich oder arg verwerflich ist, Wein zu trinken….
      Die Ehrlichkeit hab mir geholfen: Meine Ärztin hat mir die Einschätzunhg des Gutachters in Kopie gegeben. Er hatte eingeschätzt, dass ich mind. für ein weiteres halbes Jahr nicht arbeitsfähig sein werde.
      Tja, und nun (siehe meinen Beitrag unten) hab ich Rente beantragt und sogar schon den DRV-Gutachtertermin überstanden. Alles Gute für Dich, Mathilde

    • Benno Blues sagt:

      Hallo Ute,
      ich verstehe deine Sorge und finde es auch immer wieder gruselig, dass sich gerade seelisch belastete Menschen mit derart hausgemachten zusätzlichen Belastungen herum schlagen müssen. Andererseits wüsste ich aber auch nicht, wie man es vomm Sozialsystem her besser machen könnte. Es erzeugt nun einmal Angst, wenn die Lebensumstände derart in Frage gestellt werden. Aber ich denke mal, dass du nichts Schlimmes zu befürchten hast. Wenn du nicht arbeiten kannst, kannst du nicht arbeiten. Punkt. Ein Gutachter wird am Ende zu keinem anderen Ergebnis kommen. Vertrau mal darauf! Ich denke, dein Hausarzt wird dich in deinen Anliegen bestens unterstützen. Und wenn es doch nicht zu deiner Zufriedenheit ablaufen sollte, dann meldest du halt Widerspruch an. Aber erst einmal gehe ich davon aus, dass alles seinen geregelten Gang geht. Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

  290. Anonym sagt:

    Lieber Benno,

    vielen Dank, dass du so ausführlich deinen "Leidensweg" vom ersten Antrag bis zur endgültigen Erwerbsminderungsrente beschrieben hast.

    Ich stehe momentan auch vor dieser Entscheidung. Bin ich mit 52 nicht noch zu jung für die Rente? Vielleicht kann ich doch irgendwann wieder arbeiten gehen?

    Seit Mai 2016 bin ich krank. Letztes Jahr vier Krankenhausbesuche wegen chronischem Schmerzsyndrom. Ab November 2016 kam dann eine schwere Depression dazu. Ein Ende ist nicht in Sicht und mir geht langsam die Luft aus. Ich bin erst Mitte März aus dem Krankenhaus entlassen worden und eine Besserung ist nicht wirklich in Sicht.

    Durch deinen Blogg hast du mir Mut gemacht. Deine Gedanken, deine Sorgen und Ängste, konnte ich gut nachvollziehen. Danke, dass du deinen "Leidensweg" so gut geschildert hast. Das war mir eine große Hilfe!

    Ich werde den Rentenantrag stellen und abwarten, was passiert.

    Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und dass es dir "den Umständen" entsprechend gut geht.

    Lieber Gruß von Marion aus Nürnberg