Psychosynthese – Behandlung mit inneren Bildern

Psychosynthese und Depression

Psychosynthese – Ein Blick ins Unbewusste

Depressionen haben sich nach Meinung von Karin Barve M. A. (HP Psych.) inzwischen nicht nur in Deutschland zur Volkskrankheit entwickelt. Betroffenen und Angehörigen fiele es oft schwer, ihre Situation zu verstehen und zu bewältigen. Bei ihrer Suche nach Hilfe träfen viele Depressive auf ebenso hilflose Helfer, das heißt ratlose Psychotherapeuten und Ärzte. Zahlreiche Therapieversuche, die nicht den gewünschten Erfolg brächten, bestärkten sie zudem in ihrem Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Ein Kreislauf, der nicht unbedingt Mut macht, beginnt und es gilt unbedingt, ihn zu durchbrechen.


Psychosynthese sucht Ursachen der Depression

Depressionen entstehen durch ein sehr komplexes Wechselspiel innerer und äußerer Faktoren, sagt Karin Barve. Unter welchen Bedingungen ein Mensch depressiv wird, ist deshalb schwer vorhersagbar. Es könne im Prinzip jeden treffen. Die Ursachen für eine Depression müssen behutsam in einem therapeutischen Prozess ermittelt werden. Auf den ersten Blick scheinen oft bestimmte Erlebnisse nicht mit der Depression in Zusammenhang zu stehen, werden also in ihrer Wirkung unterschätzt. Andere Faktoren werden vom Depressiven unbewusst nicht bemerkt, bleiben also aufgrund der eigenen „Blindheit“ unsichtbar und entziehen sich somit  einer verändernden Wirkung.

 

Psychosynthese – Arbeit mit inneren Bildern

Psychosynthese ist die Bezeichnung einer Form der transpersonalen Psychotherapie, die vom italienischen Psychologen Roberto Assagioli entwickelt wurde. (wikipedia) Die Psychosynthese unterstützt Betroffene, die ureigene Botschaft ihrer Depression zu entschlüsseln. Dies geschieht durch die intensive Analyse von inneren Bildern (Imaginationen). Innere Bilder ermöglichen den Dialog mit dem Unbewussten. Dadurch setzt sich ein Prozess seelischer Neuorganisation in Gang – mit nachhaltiger Wirkung. Je informierter der Patient über sich selbst ist, desto größer ist seine Chance, die Depression zu meistern.

Veränderter Bewusstseinszustand

Indem die Psychosynthese in veränderte Bewusstseinszustände führt, macht sie konkret erfahrbar, dass es eine „seelische Wirklichkeit“ jenseits des Intellekts, jenseits aller Vorstellungen und des Wunschdenkens gibt, der Beachtung geschenkt werden sollte. Der Zugang zu dieser Ebene gelingt zum Beispiel über innere Bilder. Sowohl eine genaue Problemdiagnose, als auch eine Lösungsfindung sind auf diese Weise möglich. Die Bilder leisten genau das, was bei rein verbalen Therapien“ unmöglich ist: einen Zugang zu den unbewussten Bereichen der Psyche zu finden. So kann der Depressive an seinen tatsächlichen Konflikten und nicht an konstruierten Pseudo-Konflikten arbeiten.



Depression bewahrt vor Selbstlügen

Durch die Arbeit mit Visualisierungen wird immer wieder deutlich, dass rein intellektuelle Analysen und Interpretationen oft am Kern des Problems vorbei gehen. Eine Depression ist Teil eines komplexen psychischen Selbstregulationssystems und will den Menschen auf einen neuen Lebensweg führen. Die Suche nach den subtilen Ursachen ist meist nicht einfach, aber notwendig und lohnend. Selbstsein bringt die Depression zum Schlafen. Die Depression aber ist wie ein Wachhund, der immer dann aktiv wird, wenn ein Mensch auf der Suche nach Liebe und Anerkennung seinem Innersten Gewalt antut. Damit ist sie ein zutiefst sinnvolles Alarmsystem der Psyche und will vor Lebenslügen bewahren. Wohin die eigene Seele gehen will, was also die Botschaft der Depression ist, kann über die Bildsprache der Psyche herausgefunden werden. Ähnlich wie eine Fremdsprache ist die Sprache der Bilder mit Unterstützung eines erfahrenen Therapeuten erlernbar und zu verstehen.

Quellen zu Psychosynthese
Karin Barve M.A. (HP Psych.);Praxis für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Psychosynthese; EFT; www.synergon-net.de   
Foto: creativeraven / pixelio.de

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