Erwerbsminderungsrente - Rente wegen Depression - Ratgeber Depression

Informationen und Tipps für Depressive und Angehörige - Die Depression im Blog - Von Erfahrenen lernen - Eine Seite gegen die Scham für eine Erkrankung, die nichts mit Schwäche zu tun hat - Ein Votum für die gesellschaftliche Akzeptanz einer Krankheit, die längst schon ein Teil der Gesellschaft geworden ist - Ein Versuch, Antworten zu finden auf die Frage: Was ist Depression?

Erwerbsminderungsrente - Rente wegen Depression

EM-Rente bei DepressionWelche Rente muss ich beantragen, wenn ich Depressionen habe, ausgesteuert bin und mir die Kraft zu arbeiten immer noch fehlt?Erwerbsminderungsrente, Frührente, EM-Rente, EU-Rente, Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit - das sind nur einige Begrifflichkeiten aus dem deutschen Sozialrecht. Was ist eine Wiedereingliederung? Warum muss ich mich arbeitslos melden, obwohl ich doch nur krank bin? Wer zahlt, wenn die 78 Wochen Krankengeld vorüber sind? Wo kann ich die Rente bei Depression beantragen und wie lange dauert die Bearbeitung? Muss ich zum Gutachter? Ist eine Reha zwingend vorgeschrieben oder gibt es auch Ausnahmen? Informationen rund um das Thema Rente und bei Depression.


Rente wegen Depression


Die Rente wegen Depression ist inzwischen trauriger Alltag in Deutschland geworden. Wie die Deutsche Rentenversicherung bekannt gab, sind Psychische Krankheiten heutzutage der Hauptgrund für die Gewährung von Frührente. Genau genommen handelt es sich hierbei gar nicht um eine Frührente. Frührenten werden zum Teil auch durch Arbeitgeber finanziert. Im Kontext der Depression sprechen wir hier von einer EM-Rente (Erwerbsminderungsrente). Im Jahr 2011 wurden etwa 41 Prozent der Anträge auf eine Erwerbsminderungsrente mit Depressionen, Angstzuständen oder ähnlichem begründet, wie in der » Welt am Sonntag « unlängst zu lesen war. In 2000 habe dieser Anteil noch bei 24 Prozent gelegen. Psychische Erkrankungen haben demzufolge die langjährigen Hauptgründe für Erwerbsunfähigkeitsrenten, Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen, überrundet. Ich befinde mich sozusagen in guter Gesellschaft. Vielleicht gründen wir Depressiven bald eine Partei? Bei so viel Zuwachs, da muss sich doch etwas bewegen lassen? Aber Spaß beiseite, die Politik überlasse ich dann doch lieber denen, die davon etwas verstehen oder das zumindest von sich glauben.


Mein Einstieg in die Rente wegen Depression


Es war das Jahr 2007, als ich meinen ersten Zusammenbruch, meinen Burnout hatte. Ich wollte, oder besser, ich konnte nicht mehr weiter leben. Ich wollte all dem ein Ende setzten. Wie du siehst, ist das nicht passiert und das ist auch gut so, denn heute lebe ich wieder gern, zwar eingeschränkt, aber gern. Als das am Abend des 8. Januar 2007 passierte, wies mein Hausarzt mich in das Hildesheimer Landeskrankenhaus ein. Ich kam auf eine geschlossene Station der psychiatrischen Akutverorgung. Hier hatte ich zum ersten Mal bewusst Kontakt zu Menschen mit seelischen Erkrankungen und musste zunächst einmal gründlich mit meinen Vorurteilen aufräumen. Ich durfte erleben, dass es Menschen waren, wie du und ich. Menschen, die nicht etwa verrückt oder blöd daher kamen, sondern schlicht und ergreifend Menschen, die unter der Last ihres Lebens zusammen gebrochen waren. Hier erfuhr ich das erste Mal von meiner Depression und seit jenem Tag nehme ich auch regelmäßig Antidepressiva ein. An eine Rente wegen Depression hat zu dieser Zeit noch niemand gedacht. Es folgten einige Wochen Klinikaufenthalt zur Stabilisierung und im Anschluss eine stationäre Psychotherapie. Die Therapie tat mir gut. Ich habe dort viel gelernt. 16 Wochen war ich insgesamt im Hildesheimer Landeskrankenhaus, dem heutigen Ameos-Klinikum. Mittlerweile war es Mai geworden, die Therapie war zu Ende und ich sollte wieder zur Arbeit gehen.


Wiedereingliederung vor Erwerbsminderungsrente


Mit meinem Hausarzt verhandelte ich eine "Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess". Hierbei fängt man mit einem verordneten geringen Stundensatz an und steigert sich dann wöchentlich bis zur Zielarbeitszeit. Die lag bei mir bei 8,75 Stunden. Ich hatte Ich begann also in der ersten Woche mit einer Stunde pro Tag und steigerte dann wöchentlich zwischen einer und anderthalb Stunden. Während der Wiedereingliederung bleibt man krank geschrieben und erhält keinen Lohn, wohl aber Krankengeld. Der Arbeitgeber hat also keinen Nachteil davon, eher einen Vorteil, denn er bekommt meine Arbeitskraft quasi gratis. Doch stellte sich heraus, dass acht Stunden für mich zuviel waren und ich reduzierte meinen Arbeitsvertrag auf sechs Stunden täglich. Das glaubte ich, gut schaffen zu können. Aber auch das war offenbar noch zuviel für mich. Ich bekam morgens am Firmeneingang Panikattacken, meine Konzentrationsfähigkeit war gleich Null, dafür war mein Erregungspotential am oberen Anschlag. Es dauerte nicht lange und ich ließ mich wieder krank schreiben. Daraufhin bemühte ich mich um eine zweite Psychotherapie, diesmal sollte es eine teilstationäre sein, damit der Umbruch nach Beendigung der Therapie nicht so hart wird.


Soziotherapie hilft bei Entscheidung für Rente


Parallel dazu beantragte ich eine Soziotherapie. Fortan bekam ich wöchentlich einmal Besuch aus Hildesheim von Herrn Z., der mir als Ratgeber und Zuhörer zur Seite stand. Auch die zweite Psychotherapie brachte mich nach vorn. Ich entdeckte meine Kraft wieder, hier und da kamen Aggressionen auf und ich lernte, sie zu zeigen. Ich entkam allmählich der Opferrolle, was mir ziemlich gut tat. Nach der Therapie gab es erneut eine Wiedereingliederung. Aber es hatte sich in den fast zwei Jahren, da ich nun mit Unterbrechungen krank war, so viel im Büro verändert, dass ich damit völlig überfordert war. Ich bat deshalb um eine weitere Reduzierung meiner Stundenzahl auf vier Stunden täglich, was aber letztlich von der Geschäftsführung abgelehnt wurde. Und so wurde ich wieder krank, weil ich den Anforderungen da draußen einfach nicht mehr gewachsen war. Ich wusste schon wieder nicht mehr weiter. Eigentlich wollte ich doch nur schnell wieder gesund werden? Aber das mit dem »schnell« wurde wohl nix! Also stellte ich mich auf eine längere Behandlungsdauer ein. Durch die regelmäßig stattfindenden Gespräche im Zuge der Soziotherapie wurde mir zunehmend klarer, dass ich langsam einmal zu einer Entscheidung kommen muss, wenn ich wirklich will, dass meine Leben eine Wendung nach oben nimmt. Und so öffnete ich mich allmählich dem Gedanken, eine Rente wegen Depression zu beantragen.


Antrag auf Erwerbsminderungsrente wegen Depression


Irgendwie war mir inzwischen auch klar geworden, dass ich mir einmal so richtig Zeit für mich nehmen müsste, ohne den Druck, schnell wieder gesund werden zu müssen, denn das hatte ja nicht funktioniert. Und so beantragte ich im Januar 2009 aufgrund meiner Depression die Rente, genauer gesagt eine Erwerbsunfähigkeitsrente (EU-Rente). Heute heißt das richtigerweise "Erwerbsminderungsrente" (EM-Rente). Andere Begriffe, die in diesem Zusammenhang kursieren und dasselbe meinen, sind: Invalidenrente, EU-Rente bzw. Rente wegen Erwerbsminderung. Solch einen Antrag kann man bei seiner Rentenversicherung stellen, wenn man sich aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sieht, mindestens sechs Stunden täglich zu arbeiten. Früher wurde bei der Rentenversicherung unterschieden zwischen BfA und LVA, also Rentenangelegenheiten für Angestellte und Arbeiter. Das gibt es so heute nicht mehr. BfA und LVA haben sich zur Deutschen Rentenversicherung zusammen geschlossen. Deinen Antrag auf Rente wegen Depressionen nimmt jede Rentenversicherungsstelle in deinem Landkreis an. Schau mal im Internet nach! Ich konnte damals direkt online einen Termin vereinbaren uns so hatte ich in der Filiale der Rentenversicherung keine Wartezeit. Auch wirst du dann informiert, welche Unterlagen du mitzubringen hast. Das Beantragen der Rente war nur eine kleine Formalität und nach 30 Minuten schon wieder vergessen. Ich musste auch keine Formulare für die Rentenkasse selbst ausfüllen, nur einige Informationen bereit halten, besonders die Namen und Anschriften meiner behandelnden Ärzte. Ich hatte mir den Rentenantrag wesentlich komplizierter vorgestellt, aber das war er erfreulicherweise nicht.


Erwerbsminderungsrente - ALG1 überbrückt


Nun war ich schon über zwei Jahre krank und meine Krankenkasse war nicht mehr verpflichtet, mir Krankengeld zu zahlen. Ich war ausgesteuert, wie es heißt. Das ist nach 78 Wochen der Fall. In solch einem Fall springt das Arbeitsamt ein und zahlt Arbeitslosengeld zur Überbrückung. Sollte die Rente wegen Depression bewilligt werden, holt sich das Arbeitsamt seine Geldleistungen bei der Rentenkasse wieder. Wird der Antrag auf Erwerbsminderungsrente nicht bewilligt, gilt es als normales Arbeitslosengeld. Ich musste mich also arbeitssuchend melden, obwohl ich ja eine Arbeit hatte, aber für so Fälle wie meinen gab es offensichtlich nicht einmal passende Formulare. Also meldete ich mich arbeitssuchend und bekam fortan Arbeitslosengeld. Einmal nur musste ich zu einem Gespräch mit einem Mitarbeiter des Arbeitsamtes kommen. Ich glaube, es war ein Psychiater. Das war alles. In der Regel bekommt man die Rente wegen der Depression auch nicht, bevor nicht alle anderen Töpfe der Sozialversicherung angezapft und ausgeschöpft wurden. Die Sozialkassen sind gegenseitig sehr darauf bedacht, so wenig wie möglich Kosten zu haben.


Depression und Erwerbsminderungsrente - Gutachter


Ich war bei Stellung des Rentenantrages 48 Jahre alt und mit achtundvierzig will dich natürlich niemand in Rente gehen lassen. Also gab es erst einmal einen Termin bei einem Gutachter für Rentenangelegenheiten. Das ganze dauerte nur dreißig Minuten und obwohl der begutachtende Psychiater mich weder je zuvor gesehen hatte, noch meine Geschichte kannte, wusste er sofort, dass ich nur mal eine Kur bräuchte und dann wäre alles wieder gut. Das war ein echter Fachmann! Und ich wusste sofort: Ich werde die Rente wegen Depression nicht bekommen. Erwartungsgemäß bekam ich auch wenig später die Einladung zu einer Rehabilitationsmaßnahme (kurz: Reha) in Bad Pyrmont. Dort gibt es eine psychosomatische Klinik, die mit der Deutschen Rentenversicherung zusammen arbeitet. Okay, dachte ich, dort wird man schon sehen, wie es mir geht. Da bin ich ja dann einige Wochen und man hat genügend Zeit, sich ein Bild von mir zu machen. Der Antrag auf vorzeitige Rente wird dann schon durchlaufen. Als aber mein Rehatermin heran rückte, bekam ich immer mehr Druck. Ich hatte plötzlich Angst vor der Reha, Angst, dass meine Freundin mich in dieser Zeit verlassen würde und ich dann am Ende ohne alles da stehen würde. Also besorgte ich mir einen Termin und fuhr nach Bad Pyrmont. Auf dem Anmeldeformular der Rehaklinik hatte man mir bei Bedarf ein Aufklärungsgespräch angeboten. Nun hatte ich diesen Bedarf und machte mich auf den Weg. Ich schilderte dem zuständigen Arzt, wie es mir ging und welche Ängste die bevorstehende Reha bei mir ausgelöst hatte. Wenige Wochen später bekam ich dann Post von der Deutschen Rentenversicherung, dass man die Rehamaßnahme zurück gezogen habe.


Depressionen - Erwerbsminderungsrente bewilligt


Im August 2009 wurde mein Rentenbegehren vom Januar selbigen Jahres dann positiv beschieden. Das entsprach einer Bearbeitungsdauer von circa acht Monaten. Aufgrund meiner Depression erhielt ich Rente wegen vollständiger Erwerbsunfähigkeit oder genauer gesagt, ich erhielt eine Rente wegen voller Erwerbsminderung. Es hätte auch die Möglichkeit gegeben, mich für mehr als drei aber weniger als sechs Stunden arbeitsfähig zu halten. In solch einem Fall hätte ich Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bekommen. Aber das war bei mir nicht der Fall. Ich bekam meine Rente und zwar rückwirkend zum Januar 2009. Der Rentenanspruch war zunächst befristet auf drei Jahre. Das ist aber nicht ungewöhnlich, sondern entspricht der üblichen Praxis bei der Gewährung von Rente wegen Erwerbsminderung.


Rente wegen Depression befristet


Ich ackerte also weiter und wollte gesund werden. Und es gab immer wieder Zusammenbrüche. Anfangs dachte ich noch, das seien Rückfälle und die seien normal. So hatte man uns das jedenfalls erklärt. Später begriff ich: Ich will nicht zurück ins Leben - jedenfalls nicht in jenes, dass ich vor meinem Burnout hatte. Und so fasste ich den Entschluss, ganz aus dem Berufsleben aus zu steigen. Meine Altersversorgung war zwar mickrig im Verhältnis zu dem, was ich früher verdiente, aber dafür hatte ich nun endlich meine Ruhe. Und die war mir inzwischen mehr Wert als Geld. Auch bestand nicht die Gefahr, dass ich der Altersarmut anheim falle. Ich hatte ja meine Rente und als ehemaliger Ossi war ich es gewöhnt, mit wenig aus zu kommen. Das kam mir nun zu Gute. Also entschloss ich mich, einen Verlängerungsantrag für die Rente wegen Depression zu stellen. Da die Rentenversicherung etwa ein halbes Jahr Bearbeitungszeit benötigt, stellte ich meinen Antrag auf Rente acht Monate vor dem Ende meiner Befristung. Es wurde wiederum ein Gutachtertermin anberaumt, diesmal in Soltau, weil ich inzwischen nach Walsrode verzogen war. Dort musste ich diverse Fragebögen ausfüllen und unterzog mich einem intensiven Gespräch, ganz anders als beim ersten Gutachtertermin. Ich war sehr aufgeregt und hatte große Angst davor, wieder arbeiten gehen zu müssen. Doch mit dem Ergebnis war ich dann mehr als zufrieden.


Erwerbsminderungsrente unbefristet


Der Gutachter der Rentenversicherung empfahl seinen Auftraggebern, die befristete Rente in eine Dauerrente umzuwandeln. Normalerweise wird die Befristung dreimal verlängert und geht erst dann in eine Dauerrente über. Hatte ich vorher immer Angst, man würde mir die Rente wieder weg nehmen, weil sie mir ja eigentlich gar nicht zu stünde, so bekam ich jetzt endlich Sicherheit, wofür ich dem Gutachter und der Rentenversicherung sehr dankbar bin. Auf diese Weise ist eine Menge Druck von mir genommen worden. Nun kann ich mich endlich in Ruhe um die wesentlichen Dinge in meinem Leben kümmern - um mich selbst. Vielleicht wird es mir auf diese Weise möglich, irgendwann einmal auch wieder für andere da zu sein? Den Schritt der Beantragung einer Erwerbsminderungsrente wegen Depression habe ich bis heute nicht bereut und ich kann jeden, der darüber nachdenkt, nur ermutigen, diesen Schritt zu tun. Lass die Leute reden, es ist DEIN Leben und Deine Gesundheit und am Ende reden sie vielleicht auch nur aus Neid und Missgunst schlecht über dich. Solche Menschen wird es immer geben. Pfeif drauf! Der Aufwand ist nicht sehr groß, der Gewinn am Ende ist gewaltig. Und wenn die Rente wegen Depression nicht bewilligt wird? Dann hat sich auch nichts für dich verschlechtert. Eigentlich kannst du doch nur gewinnen, oder?


Bin ich nicht zu jung für die Rente?


War das Ganze nicht vielleicht doch ein Fehler? Bin ich nicht viel zu jung für die Rente? Wäre es nicht vielleicht doch gegangen? Andere schaffen es doch auch. Andere gehen doch auch nicht jubelnd und beschwingt zur Arbeit? Habe ich mich durch den Rentenantrag nicht selbst vom Leben abgeschnitten? Vielleicht kommen dir solche Frage in den Sinn. Vielleicht wachsen Zweifel in dir. Heute bin ich Mitte Fünfzig. Mit 48 Jahren wurde ich Rentner. Und noch immer sehe ich es so, dass es eine der besten Entscheidungen meines Lebens war. Zugegeben, leicht fiel mir dieser Entschluss nicht, aber er hat sich als der richtige herausgestellt. Durch meinen Rentnerstatus hatte ich plötzlich den Rücken frei. So viel Druck fiel auf einmal von mir ab! Ich musste jetzt nicht mehr binnen Wochen oder Monaten gesund, leistungsbereit und einsatzfähig werden. Ich konnte mir Zeit lassen, in mich hinein hören, meinen eigenen Rhythmus finden. Zwar habe ich noch immer Depressionen, aber sie verleiden mir mein Leben längst nicht mehr. Heute geht es mir wieder gut. Ich lebe heute anders, bewusster, schone mich mehr, ohne aber aufgehört zu haben, mich zu fordern. Ich möchte nie wieder zurück in mein altes Leben. Ich traf für mich eine gute Entscheidung mit der Rente.

Quellen zu Rente bei Depression
Welt am Sonntag   Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de


Ein weiterer Beitrag zum Thema Depression und Rente: 

Rentenantrag und Gutachter bei Depression
Rentenantrag und Gutachter








Kommentare:

  1. Finde den Artikel sehr gut , hat mir ein wenig Mut gemacht. Ich kämpfe schon seid Jahren für meine Erwerbsminderung wegen Depressionen,zur Zeit läuft eine Klage vorm Sozialgericht, hoffentlich mit Erfolg, drückt mir die Daumen.

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    1. Das mache ich. Alles Gute für dich!

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    2. Ich finde es ganz prima ,das Sie so einen langen Bericht geschrieben haben. Genau diese Erfahrungen habe ich auch gemacht. Bei mir fing es 2007 an mit Schmerzen im Knie,erst jetzt habe ich verstanden ,das mein Körper überarbeitet war ,Jahrelang und ich habe nicht auf ihn geachtet.Nun bin ich seit 1 1/2 Jahren in Behandlung, Gruppengespräche ,Hypnose,Ablenkung, Ruhe ,Entspannung und alles sehr langsam ,es gibt viele Tage da will mein Kopf überhaupt nicht. Laut meinen Arzt wird es erst besser wenn ich im Kopf alle Knöpfe gelöst habe.Und was auch für mich ganz schlimm ist, als arbeitssuchend beim Arbeitsamt gemeldet zu sein. Ich will jetzt kämpfen für eine Stelle, wo Kranke vom Rententräger noch nicht anerkannt, sich hinwenden können und nicht unter dem Druck der Arbeitsuche stehen .Da ich ja immer noch eine Arbeitsstelle habe ,also ungekündigt bin, aber auf Grund meiner Schmerzen nicht mehr arbeiten kann. Laut dem Renten-Träger ist die politisch .Haben Sie eine Adresse an wen ich mich da wenden kann? Nochmals vielen Dank für Ihren Ausführlichen Bericht. Viel mehr Menschen müssten sich schriftlich zu diesem Thema äußern.Dann würde sich vielleicht da ein wenig ändern. Auch sollte jeder einen Bericht über den besuch bei einem Gutachter an die Rentenkasse schicken. Da würde viel Geld gespart ,weil es nur wenige Gutachter gibt die sich Zeit für ein Gespräch nehmen. Und die Gutachter von der Rente gar nicht geprüft werden . Also wer sich nicht gleich beim Gutachter wehrt und alles hinnimmt hat schon verloren .Aber wer weiß schon von dem welche Rechte er ,als Patient hat und was ein guter Gutachter macht? AWMF online unbedingt lesen.

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    3. hallo ich bin in dergleichen lage wie du und kämpfe nun schon seit juli 2011 um den anspruch meiner erwerbsunfähigkeitsrente viele gutachten und befundberichte bestätigen mir und in der zwischenzeit auch dem gericht das ich nur noch unter drei stunden und das auch nur unter ganz besonderen umständen erwerbsfähig bin zwei auch zwei reha;s haben mich nach der entlassung als völlig erwerbsunfähig eingestuft und nun glaube ja nicht das das der rentenversicherung auch nur ein deut interessiert mein rechtsanwalt begleitet mich nun schon zwei einhalb jahre durch diese ich sag es mal einfach frei herraus HÖLLE was für menschen dort in der rentenversicherung sitzen will ich erst garnicht kommentieren gesundheitlich geht es mir eher schlecht denn wenn man mit dem herzen und mit der wirbelsäule und zuguter letzt dann auch noch mit schweren depressionen zu kämpfen hat dann ist das leben nicht mehr lebenswert diese erfahrung machen menschen wie du und ich erst dann wenn es zu spät ist und die hilfe der rentenversicherung die dann eigentlich gesetzlich greifen müsste uns versagt wird oder wir als kranke wie eine sau durchs dorf getrieben werden vieleicht habe ich das glücg eine ganz tolle frau und kinder zu haben die mir sehr hilfreich zur seite stehen denn sonst hätte ich mir schon lange das leben genommen weist du wenn man 60 jahre alt ist und von jeder stelle hörst man kann für mich nichts mehr tun dann ist der schock um so größer wenn dann die rentenversicherungen dich auch noch als letzten abschaum behandeln mal kurz zusammengefasst schwere herzrytmusstörungen beckenschieflage die nicht mehr gerichtet werden kann schwere depressionen behinderungsgrad von 60% zweimal kurz hintereinander rehamaßnahmen und alle gutachten bescheinigen mir völlige erwerbsunfähikeit und nun halte dich bitte fest das alles interessiert der rentenversicherung überhaupt nicht sie weigert sich nach wie vor mir meine gesetzlich anerkannte eu rente zu bezahlen ich weis ich bin kein einzelfall doch würde es mich besonders freuen wenn man menschen findet die auch in dem gleichen dilemma stecken nur diese menschen wissen ganz genau wie es uns geht wie wir als kranke behandelt werden und auch nur wir können anderen mit unserer erfahrung helfen was ich als mensch in den letzten jahren erdulden musste übersteigt bei manchen den horizont und ist fast nicht glaubhaft künftige betroffene sollten darauf vorbereitet werden was sie erwartet wenn sie sich mit dieser behörde( RENTENVERSICHERUNG MITTELDEUTSCHLAND) anlegt hier hilft nur ein guter rechtsanwalt und viel viel glaube an dich selbst. ich würde wirklich gerne einen erfahrungsaustausch mit betroffenen anstreben denn ich glaube fast das man über eine solche odysse einen roman schreiben könnte in der hoffnung einigen menschen denen es genauso geht mit meiner erfahrung geholfen zu haben und bitte gebt nicht auf auch wenn alles noch so aussichtslos erscheint haltet euch immer vor augen das die rentenversicherung alles tun wird um euch eure gesetztlich verankerten ansprüche streitig zu machen ich verbleibe in der hoffnung das dies viele menschen lesen und melde mich wieder wenn ich nach diesem langen kampf nun doch bald meine eu rente bekommen sollte

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  2. Hallo Frank,
    deinen Bloc finde ich sehr gut,desweiteren gibt er sehr anschaulich das wieder, was jedem passieren kann, der an einer Depression erkrankt und was einen erwartet bezüglich der Deutschen RV. Ich selber habe diese Nachweispflicht erbringen müssen und kann nur jedem raten, sich einen guten Arzt zu suchen. Wenn man psychisch erkrankt, hat man genügend mit sich selber zu tun, das würde eigentlich genügen.Die Gutachten und Rehas denen man sich unterziehen muss, üben aber einen zusätzlichen Stress aus , leider.Ich wurde 2008 rückwirkend auf 2006 berentet und habe dieses Jahr den Bescheid für die unbefristete Erwerbsminderungsrente erhalten.Ich bin unendlich dankbar , ein enormer Druck ist von mir abgefallen.Mal schauen , wie es weitergeht.

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  3. Hallo, ich kann dir nur zustimmen! Für eine angeschlagene Seele kommt es einer Tortour gleich, auf den Prüfstand zu müssen. Man fühlt sich schlecht und kraftlos und dann soll man auch noch kämpfen. Mit Depressionen geht das kaum. Es freut mich für dich, dass du diesen Stress nun hinter dir lassen konntest.

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  4. Hallo Frank
    auch mich hat es erwischt, war 1 Jahr krank hatte eine Reha zum großen Teil ohne Erfolg, wollte jetzt die Arbeitsstelle wechseln wovor ich aber zum großen Teil Angst habe was ist wenn ich innerhalb dieser Zeit Krank werde?
    Bernd

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    1. Hallo Bernd, ich kann deine Sorge gut nachvollziehen. Wechseln würde ich auch nur, wenn ich sicher wäre, die wollen mich haben, auch mit meiner Depression. Ich würde also mit offenen Karten spielen, das erspart dann unangenehme Überraschungen auf beiden Seiten. Natürlich schützt dich das noch nicht vor einem Rückfall. Aber vielleicht sind ja die Arbeitsbedingungen dann für dich besser. Ohne Grund wirst du ja nicht wechseln wollen. Ich empfehle dir auf jeden Fall, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Der schützt deinen Arbeitsplatz. Näheres dazu unter: http://www.was-ist-depression.net/2013/04/depression-und-schwerbehinderung-das.html

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  5. Hallo Frank, ich habe gerade deinen Artikel zur Erwerbsminderungsrente gelesen, was mir nun ein wenig die Angst nimmt. Ich bin jetzt 15 Monate wegen Depri krank geschrieben, war letztes Jahr für 6 Wochen zur Reha und Anfang diesen Jahren 13 Wochen teilstationär in Behandlung, trotz Medikamenten-Umstellung geht es mir nicht merklich besser. Im Mai habe auch ich einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente eingereicht und bin mal gespannt,was bei mir heraus kommt. LG

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    1. Das hast du gut gemacht. Mich hat es damals eine Riesenüberwindung gekostet, diesen Schritt zu gehen und die Rente zu beantrage, aber es war die beste Entscheidung meines Lebens. Heute lebe ich so, wie ich es leisten kann und nun geht es mir endlich überwiegend richtig gut.

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  6. Toll... wenn man das hier liest...
    Habe einen Ex-Mann, der auf depressiv macht, keine Lust mehr auf Arbeiten hat, für seine Kinder nur den Mindestunterhalt zahlt und immer nur an sich denkt und kein Bock auf Wiedereingliederung hat und droht mit Erwerbsminderungsrente... Depression ist schlimm... aber noch schlimmer finde ich, dass man sich damit immer und überall raus reden kann und nur weil man keine Lust hat morgens aufzustehen, lässt man lieber andere für sich arbeiten und lebt auf Kosten anderer ... Wisst Ihr was: Manchmal hab ich auch keine Lust, um 5.50 Uhr aufzustehen, die Kinder und den Hund zu versorgen und arbeiten zu gehen.. und das Tag für Tag... Im nächsten Leben nehme ich mir garantiert bestimmt auch eine DEPRESSION ... ist doch bequem

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    1. Ich verstehe deine Frustration. Angehörige tragen in der Regel eine sehr große Last. Nicht selten kommt es deshalb auch zur Trennung. Aber verantwortlich für dein "schlechtes Leben" ist nicht dein kranker Exmann. Du bist frei. Du erschaffst deine Wirklichkeit selbst. Wenn du glaubst, die Welt sei nur ungerecht, dann wirst du sie genau so wahrnehmen. Wenn du daran glaubst, das Leben ist schön, dann wird es schön sein. Gib nicht deinem Ex die Schuld, sondern übernimm selbst die Verantwortung für dein Leben! Ein Depressiver verträgt keinen Druck. Das kann für ihn tödlich enden. Je mehr du ihm Druck machst, um so mehr wird er sich zurück ziehen. Freue dich, dass er den Unterhalt zahlt. Auch der Mindestunterhalt ist eine stattliche Summe. Sieh, was du an Geld zur Verfügung hast und was deinem Ex bleibt. Und glaube mir, niemand kann auf depressiv machen. Es ist eine Krankheit und es gibt hierfür gesicherte Diagnosen. Du kannst ja auch nicht auf Krebs machen. Etwas mehr Respekt füreinander, schon der Kinder wegen, würde euch sicher beiden helfen. Ihr habt euch doch einmal geliebt und im Grunde eures Herzen seid ihr auch noch dieselben Menschen. Und die Idee, selbst eine Depression zu bekommen, finde ich erst recht nicht gut, aber wenn du so weiter machst, schaffst du es womöglich noch in diesem Leben, denn auch für eine Depression sind wir am Ende selbst verantwortlich. Sie entsteht, weil wir zu lange wie blind für uns selbst gelebt haben.
      Ich wünsche dir, dass du den Blick wenden kannst auf das, was gut gelingt in deinem Leben. Du bist ein guter und liebenswerter Mensch! Sei dir dessen jeden Tag bewusst!
      Ach und noch etwas: Auch eine Depression geht irgendwann vorüber, wenn der Depressive es will.

      Liebe Grüße

      Frank

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    2. An Anonym vom 29.07.13

      Es ist nicht einfach, auf diesen Text nichts zu schreiben. Man kann nicht auf " depressiv" machen.
      Da musst du ein extrem guter Schauspieler sein und keiner der gesund ist kommt auf so einen Gedanken. Als ich an meiner Depression erkrankt bin, arbeitete ich seit 15 Jahren, mit Fortbildungen als Krankenschwester in einer Klinik. Ich hatte zu dieser Zeit einen 8 jährigen Sohn und vor meiner Trennung sogar 2 Hunde , die ich vor meinem Frühdienst versorgt habe. Bin übrigens um 4 Uhr aufgestanden. Ich habe meinen Job geliebt und die Depression kam mir gar nicht gelegen, im Gegenteil.
      Ich habe fünf Jahre gebraucht um normal im Alltag zu funktionieren. Mein Sohn musste mit 11 Jahren ins Internat, weil ich krank war. Glaubt mir, dass war keine Freude, im Gegenteil. So , nach der Erkrankung, je nach Schwere, bleibt ein sogenanntes Residualsymptom, du bist zwar nicht mehr depressiv, aber auch nicht mehr belastbar.Da du dich einer Therapie unterziehen solltest, was die deutsche Rentenversicherung auch vorschreibt, du bist verpflichtet, an deiner Genesung mitzuarbeiten,hat hier keiner die Möglichkeit dauerhaft zu simulieren.
      Ich hoffe , dieser kurze Einblick verschafft hier jedem, der Depressive als faul einstuft,den Einstieg zum Denken und Nachdenken.

      CD Krankenschwester und Fachkrankenschwester f. Psychiatrie.

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    3. Liebe CAW C, ich danke Dir erstmal für Deine aufklärenden Worte!!!! ich selber leide seit Jahren an rezidivierenden mittleren-schweren depressiven Episoden und befinde mich momentan in der 1. befristeten Erwerbsminderungsrente... Ich bin 40 und kann es mir weder seelisch noch finanziell vorstellen so bis ans Ende meines Lebens zu sein (lebe auf Hartz4-Niveau und das würde ja wohl mein Leben lang so bleiben)... und schon oft frage ich mich, in stabilen, langen Phasen, wieso ich kaum belastbar bin (auch in positiven Dingen), meine Konzentrationsfähigkeit schlecht ist, bzw ganz schnell schwinden kann uswusf (da gäbs noch mehr bekannte Symptome ...;-) ).... Dein ZITAT :"bleibt ein sogenanntes Residualsymptom" ist das woran ich seit Jahren rumbeisse..... Du kannst keine Ferndiagnose geben, klar ;-)... aber werd ich davon wirklich Reste bis an mein Lebensende behalten???? Ich habe schon sehr gelernt, den Druck rauszunehmen, auch wenn das hier nicht so klingt (hier schreibe ich aber deutlich nur ein paar Fakten)... oder kennst Du /kennt Ihr einige Fälle, die wirklich wieder einigermaßen gesund wurden nach vielen Jahren Kampf.... DANKE für eine evtlle Antwort und allen hier einfach mal liebe Grüße!:-) Lea-M / Übrigens.... gute Seite hier... werd mich die Tage mal einlesen... Danke auch Dir Frank! :-) )

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  7. danke für den sehr schönen Text. Ich habe einen positiven Bescheid bis Ende 2014 erhalten. Als ich den Brief in der Hand hielt liefen mir die Tränen.Ich brauchte mir keine sorgen mehr wie geht es weiter. Wer versichert dich usw. Nun habe ich erstmal Zeit für mich und meine Seele.

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    1. Ich weiß, wie sich das anfühlt. Da freue ich mich für dich! Eine große Last ist erst mal von dir abgefallen. Du kannst nun zur Ruhe kommen und dann etwas für dich tun. Ich wünsche dir, dass du einen guten Therapeuten findest und dir so nach und nach den Weg in die Freiheit bahnst. Alles Gute für dich!

      Frank

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    2. Wenn Kinder und Hund zuviel sind, würd ich den Hund wegtun!
      Und die Aussage ich nehm mir auch eine Depression finde ich zum Kot....!
      Ein Hohn für alle Erkrankten.

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    3. Das stimmt, es scheint ein Hohn zu sein und ich verstehe die erste Reaktion darauf!!! Aber man sollte mindestens zwei Mal lesen, denn der "Frust", der hier zu lesen ist, ist manchmal völlig angemessen. Depressive Menschen vergessen ja so leicht wie SIE selbst sich verhalten, was SIE alles sagen, wie sehr SIE verletzen... immer muss Rücksicht darauf genommen werden, dass sie ja krank sind und nichts dafür können... genauso erwarte ich es aber auch von uns Depressiven! Denn die Angehörigen und Freunde sind oft auch am Ende und können eben auch nichts dafür!!! Auch wenn sie nicht krank sind wie wir, heißt das noch lange nicht, dass sie alles ertragen müssen, ja überhaupt können. Hier auf diesen Seiten zeigt sich wie viel Verständnis wir Depressiven erwarten, ja als selbstverständlich ansehen und wie wenig wir in der Lage sind, das zurückzugeben, ja geschweige denn anzuerkennen. Der Frust ist berechtigt, auch wenn die Wortwahl nicht geschickt war, doch gerade depressive Menschen sollten dafür Verständnis oder Verstehen aufbringen!!! So wie es ihnen ja auch entgegen gebracht werden soll....

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  8. Auch ich habe nach 13 Jahren (!!!) Depressionen, Angst- und Panikattacken, Psychotischen Phasen und entsprechenden wiederholten Krankheitsphasen endlich im Oktober 2011 EU-Rente beantragt. Gewährt wurden mir zunächst 1,5 Jahre!!! Für mich eine Frechheit, als ob nach so langer Krankheit plötzlich alles wieder gut ist. Die Beantragung war easy, bloß diese ganz Formulare, die Ärzte, Therapeuten und Arbeitgeber ausfüllen müssen, alle paar Tage kam irgendwas Neues. Da rennt man dann von Pontius zu Pilatus und zurück, dank der Fristsetzungen. Ich fand das sehr anstrengend und enervierend. Zum Gutachter musste ich mehr als 50 km fahren und vorher dafür einen Stapel Fragebögen und einen Lebenslauf schreiben. Die haben dort alle möglichen Tests gemacht (EEG, Hör- und Sehtest und sowas) und dann habe ich nach einigen Stunden Warten ungefähr 15 Minuten (!) mit dem Arzt gesprochen. Sollte auch erst eine Teilrente kriegen (arbeitsfähig 3 bis unter 6 Stunden), aber mein Arbeitgeber hatte (oder wollte...) keine entsprechende Stelle für mich. Dann habe ich doch eine volle EU-Rente gewährt bekommen. Habe gerade den Verlängerungsantrag gestellt und jetzt schon wieder täglich Angst, dass der Zirkus sich wiederholt. Bisher kam aber nur ein Formular für meine Therapeutin, die mir jedoch gesagt hat, dass sie die Fortsetzung der Rente befürwortet. Die jetzige Gewährung läuft bis Ende November 2013, die Angst, dass ich dann nix mehr krieg und wieder arbeiten müssen würde, ist zwar noch nicht sooo groß, aber sie wächst spürbar...

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    1. Hallo Christine,
      ich kenne diese Angst nur zu gut. Selbst heute, wo ich unbefristet berentet bin, habe ich Angst davor, dass jemand kommt, sieht dass es mir gut geht und mir die Rente wieder weg nimmt. Ich rate dir, all deine Ängste zu Papier zu bringen. Schreib alles auf! Dadurch setzt du dich konstruktiv mit deinen Ängsten auseinander und wirst dir klar darüber, was alles in dir ist. Schreib alles auf, was dir Angst macht, nicht nur die Sache mit der Rente, sondern auch die Angst, die dahinter steht. Schreib auf, was dich hindert, ein freies Leben zu führen. Alle Ängste gehören in diesen Text. Und dann nimmst du ihn mit zur Begutachtung und übergibst ihn dem Psychiater. Auch eine Symptomliste halte ich immer wieder für sinnvoll, denn wenn du beim Gutachter bist, bist du sicher aufgeregt und vergisst die Hälfte. Wenn du dir sicher bist, dass du nicht arbeiten kannst, dann wirst du die Rente auch wieder bekommen. Die erste und wichtigste Hürde hast du ja schon genommen. Hab Vertrauen! Vor allen Dingen vertrau dir selbst und deinen Gefühlen! Ich wünsche dir alles Gute und lass mal von dir hören, wenn du die Verlängerung bekommen hast!

      Liebe Grüße Frank

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  9. Antwort an Lea M.

    Liebe Lea, liebe Christiane,

    ein Residualsyndrom kann Monate bis Jahre dauern. Das kommt auf die schwere der Depression und eben auf die betroffene Person an. Du hast vollkommen Recht, ich kann keine Ferndiagnose stellen, ich kann lediglich aus eigener Erfahrung mit der Erkrankung und aus meiner langjährigen Tätigkeit in der Psych. sprechen.
    Wenn man einmal eine mittelschwere bis schwere Depression hatte, bleibt die Vulnerabilität , will heißen, die Anfälligkeit für diese Erkrankung, bestehen. Die Schulmedizin therapiert das mit Antidepressiva um dich stabil zu halten. Das ist meiner Meinung nach nur eine vorübergehende Lösung. Du solltest auf alle Fälle eine Therapie machen und weitermachen, wenn du sie schon angefangen hast.Eine Depression verlangt von dir, dass du dein Leben umstellst, oft verbirgt sich dahinter eine nicht gelebte Wut, aber auch ein ungeheuer kreatives Potenzial. Ich empfehle hierzu die Bucher von Dr. Rüdiger Dalke ( Depression, Krankheit als Symbol).
    Grundsätzlich kann ich aus eigener Erfahrung nur jedem empfehlen, der neben dieser Erkrankung auch noch zu Gutachten wegen Berentung muß: Sucht euch einen Arzt, möglichst einen Facharzt für Psychiatrie, bei dem ihr euch gut aufgehoben fühlt, denn das ist wichtig!
    Nehmt Euch Zeit zu schauen, was eventuell die psychsomatische Ursache der Erkrankung sein könnte.
    Es gibt Krankheitsverläufe, wie bei Christiane mit psychotischen Phasen, die wird die Schulmedizin mit Medikamenten lindern, aber nicht heilen.
    Das Heilen einer Depression oder einer Psychose ist möglich, aber nicht mit dem schulmedizinischen Ansatz.
    Ich verweise hier noch mal auf R. Dalke.
    In meiner langjährigen Tätigkeit in der Psychiatrie habe ich lediglich gesehen,dass die Patienten durch die Gabe von Psychopharmaka vorübergehend Linderung erfahren haben, dass liegt aber an unserem Gesundheitssystem, das Symptome behandelt und nicht die Ursache der Erkrankung.
    Grundsätzlich schickt dich jede Erkrankung in die Eigenverantwortung, nur man selbst kann ,zu Beginn,mit Hilfe eines Arztes und/oder Therapeuten ,herausfinden wie du dein Leben wieder lebenswert machst. Das ist individuell verschieden und darf in oder nach einer Erkrankung auch von den Erwartungen der Gesellschaft abweichen.
    Also lasst euch Zeit!!! Depression heißt übersetzt: De- weg- Pression-Druck: weg vom Druck!
    Liebe Grüße an Alle.
    Danke an Frank nochmals, für die tolle Seite.
    C.D.

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    1. Hallo Frank,

      ich gehe mal davon aus, dass du meinen Beitrag gemeint hast? Mein Name ist Christina= Caw C.
      Ich habe u.a. Lea und Christine ( sorry, ich schrieb erst Christiane) , auf ihre Kommentare geantwortet.
      L.g. C.D

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    2. Hallo Christina,
      ja, das stimmt, ich meinte deinen Beitrag. Danke für den Hinweis! Nun also nochmal neu und diesmal richtig. ;-)

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    3. Ach liebe Christina.... :-)
      Seh Deinen Beitrag erst jetzt, da ich den unter meinem gesucht hab...

      Ich danke Dir gaaaanz herzlich für Deine umfassenden Worte!!! :-) <3

      Ich bin in in guter psychiatrischer Behandlung und habe noch rund 20 Stunden tiefenpsychologische Therapie (dann erstmal LEIDER 2 Jahre Pause).
      Habe mir in den letzten Jahren therapeutisch schon sehr viel erarbeitet und ja Du hast Recht... Wut ist ein gaaanz wichtiges Thema bei Depressionen!

      Ich seh es auch so, daß jeder Depressive alles in seiner Macht stehende tuen sollte, Dinge die einem die Depression aufzeigt, anzunehmen, daraus zu lernen aber auch zu kämpfen!!!!

      Danke für die Buchtipps.
      Einiges habe ich schon gelesen, aber die Bücher hatte ich noch nicht in Händen.

      und ZITAT: "De- weg- Pression-Druck: weg vom Druck!" nicht immer einfach, aber ich lerne auch hier immer mehr hinzu... ;-)


      Nochmals herzlichen Dank und ja Frank hat Recht!!!! Du schreibst sehr gut und bereicherst diese Seite sehr!
      Ganz liebe Grüße auch an alle hier ;) Lea

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    4. Hallo Lea,
      ich habe gute Nachrichten für dich. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Zweijahresklausel ein Mythos ist, der ist hartnäckig bei den Psychotherapeuten hält. Der einzige Haken ist, dass ein Gutachter zwischengeschaltet werden muss. Du musst dich aber dort nicht vorstellen, der entscheidet nach Aktenlage. Dein Therapeut sollte jetzt schon eine Anschlusstherapie beantragen. Problemloser wird es, wenn du den Therapeuten (eher unwahrscheinlich) oder die Therapieform wechselst, also beispielsweise von einer Tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie zu einer Verhaltenstherapie (so war es bei mir). Grundsätzlich hast du aber ein Recht auf Versorgung, solange Bedarf besteht und Aussicht auf Besserung.

      Siehe auch hier:
      http://f3.webmart.de/f.cfm?id=418380&r=threadview&t=3926491&pg=1
      oder hier:
      http://www.initiative-phoenix.de/antragsabc.html
      oder hier:
      http://280116.forumromanum.com/member/forum/entry.user_280116.2.1104521957.keine_jaehrige_wartezeit_beantragung_einer_neuen_therapie-des_pia_netzwerkes.html

      Liebe Grüße Frank

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    5. Danke Dir sehr lieber Frank!!! :-):-)
      Das ist ja mal ein Tipp, der vielen helfen dürfte!!!!!

      Ich werde trotzdem erstmal Pause machen.... Habe schon viel Therapie hinter mir (1 80er Block, 1x jetzt 100 h und Klinikaufenthalte)... Manches muss und möchte ich nun erstmal selber austüfteln... steht auch einiges an die nächsten 2 Jahre....Wenn ich merke, ich brauche wieder viel Hilfe, werde ich evtl mal VT ambulant machen (Verhaltenstherapie)....

      Viele herzliche Grüße! :-)
      Lea-M

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  10. Hallo Christina und Danke für diesen hervorragenden Beitrag! Er ist eine willkommene und substanzielle Bereicherung für diese Seite. Mir gefallen deine Sichtweise und dein Schreibstil. Ich lade dich deshalb ein, den einen oder anderen Gastbeitrag in meinem Blog zu schreiben. Das Thema unter dem Begriff Depression kannst du frei wählen. So könnten viele Menschen von deinen Erfahrungen und Impulsen profitieren. Hättest du dazu Lust? Liebe Grüße Frank

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  11. Lieber Frank,

    erstmal vielen Dank für dein Vertrauen und deine positive Bewertung meines Beitrags.
    Ja, ich hätte Lust dazu und hoffe, ich kann mit meinen Erfahrungen dazu beitragen,dass andere Menschen mit der Erkrankung und den Folgen im privaten und sozialen Bereich , besser klar kommen.
    Frank, was muss ich denn tun, um einen Gastbeitrag zu schreiben? L.G.

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  12. Hallo Christina, ich freue mich darüber, dass du diesen Blog unterstützen magst. Das einfachste wird sein, du schickst mir deinen Beitrag per Mail und ich bringe ihn dann in das passende Format. Wenn du ein passendes Bild zur Illustration hast, an dem du die Nutzungsrechte besitzt, kannst du es gleich mitliefern. Ansonsten suche ich etwas passendes aus. Es wäre schön, wenn du dich meinen Lesern am Anfang kurz vorstellen könntest. Wenn du lieber anonym bleiben willst, kannst du ja ein Pseudonym verwenden. Ich freue mich auf deine Mitarbeit. Meine Emailadresse findest du im Impressum, ganz unten. Liebe Grüße Frank

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  13. Hallo Frank mit einer Portion Glück im genau richtigem Moment hab ich deinen ehrlichen und ausführlichst genau ge- und beschriebenen Blog gefunden. Ich befinde mich mom. in einer absoluten Gefühlskrise, die ich selbst in keinster Weise deuten kann. Leider werde ich auch von den Ärzten nicht für voll genommen und mehr oder weniger mit einer Ration Tabletten abgespeist und der Bemerkung, "so schlimm ist das gar nicht" oder "das wird schon wieder". Wenn nur einer in mich hineinsehen könnte und mir endlich helfen .....
    Dein Blog mit deiner Leidensgeschichte hat mir ein wenig Mut gemacht, ich bin doch nicht allein und es gibt noch Menschen die mich vllt. verstehen können. Ich danke dir ganz herzlich für deine Veröffentlichung hier und werde sie ganz bestimmt immer wieder gern besuchen um mir wenigstens von dieser Seite hier etwas Kraft, Verständnis und Lebensmut zu holen.
    Ich DANKE dir nochmals ganz herzlich Frank.
    Lieben Gruß Claudia

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  14. Hallo Claudia, schön dass du hier her gefunden hast! Es freut mich auch zu erfahren, dass dir meine Seiten Halt und Orientierung geben können. Mein Tipp: Versuch es doch mal mit der Eigenliebe! Die wirkt glatt Wunder! Näheres findest du hier http://www.depressionen-blog-depression.com/2013/07/liebe-nachstenliebe-und-depression.html

    Liebe Grüße und gute Besserung! Frank

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  15. Hallo Frank - was bin ich dankbar daß ich Deine Seite gefunden habe.Bin seit 40 Jahren im sozialen Bereich tätig und hatte immer wieder mal depressive Episoden und vor 9 Jahren einen Klinikaufenthalt wegen alsoluter Erschöpfungsdepression. Danach wieder funktioniert!Vor fast 2 Jahren hatte ich einen Arbeitsunfall mit WS-Verletzungen und Posttrau-matischer Belastungsreaktion. Mit amb. Therapie habe ich mich einigermassen stabilisiert bis ich im letzten Herbst gerade noch einem Autounfall ausweichen konnte. Ich saß im KFZ,habe mich bzgl meiner Handlungsfähigkeit gelobt und plötzlich fing ich an zu heulen und konnte nicht mehr aufhören.Hatte eine wahnsinnsunruhe, Angstatacken und Suizidgedanken und war einfach nur froh, daß ich akut in der Traumagruppe einer Psychosomatischen Klinik einen Platz bekam. Nach 9 Wochen Therapiearbeit war das aktuelle Trauma integriert, nicht aber die aus meiner Kindheit.Es kam eine tiefe Erschöpfung zum Vorschein und ich wurde mit der Empfehlung entlassen, eine mittelfristige EUR zu beantragen. Nachdem ich mich immer über Leistung definiert habe war es ein großer Schritt, viel Schuld- und Scham - doch ich habe den Antrag gestellt.Seit April bin ich ausgesteuert und weil ich dem AA nicht täglich 3 Std zur Verfügung stehe(lt. Arbeitsamtsarzt und auch aufgrund meiner Symptome)lebe ich jetzt von Hartz IV. Vom ersten Gutachter fühlte ich mich sehr eingeschüchtert und es hieß, ich könnte täglich mehr als 6 Std. wieder als Krankensr. arbeiten. Zu dem Zeitpunkt hatte ich eine 40% ige Behinderung vom Versorgungsamt anerkannt. War dann an dem Punkt, mir vom Neurologen ein Antidepressiva verordnen zu lassen.Dieser hat erstmal die bisherige Therapie(auch in der Klinik)total abgewertet - und es ist kaum zu glauben,er hat mir eine Med. verordnet, das ich die ersten 6 Tage mit dem Küchenmesserchen teilen solle.Im Beipackzettel stand, daß das unbedingt zu unterlassen sei, da es sonst vermehrt zu Krampfanfällen kommen könnte. Habe meine Kraft zusammengenommen, nochmals zu ihm hin und das Thema Vertrauensverhältnis sachlich angesprochen. Er warf mir meinen Skeptizismus vor und meinte, daß ich nie eine befr. EUR bekäme, wenn ich nicht über einen längeren Zeitraum ein Antidepressiva nähme.Der von der RV bestellte 2-Gutachter würde dies genauso sehen,sie würden sich kennen. Ich habe mich dankend verabschiedet und war stolz auf mich. Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, was empfehlt Ihr mir, kann mir ein bestimmter Behandlungsweg vorgeschrieben werden? Liebe Grüße Romi

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    1. Hallo Romi, deine momentane Situation scheint mir ziemlich verfahren. Es kommt mir so vor, als wärst du isoliert und stündest mit dem Rücken zur Wand. Fühlst du dich innerlich aus so? Natürlich kann dir niemand vorschreiben, was du zu tun hast. Das entscheidest du ganz allein. Doch was die Rente angeht, da gibt es Kriterien, die abgeklopft werden. Und dazu gehören wohl auch Antidepressiva und Psychotherapie. Solange noch Aussicht auf Heilung besteht, wird man dich nicht in Rente schicken. Also probier es aus und sieh, was geschieht. Zerkleinern würde ich die Tabletten aber auch nicht. Dann nimm die Dosis so, aber nur jeden zweiten Tag. Dann kommt es auch auf die Hälfte. Mit Ärzten über ein Vertrauensverhältnis zu reden, hat aus meiner Erfahrung wenig Sinn. Zumeist nehmen sie es persönlich und fühlen sich in ihrer Ehre als Fachmann verletzt. Da kannst du dir besser gleich einen anderen Arzt suchen. Nach deiner Schilderung müsstest du eine Rente bekommen, also zeige "Krankeneinsicht" wie es so schön heißt. Ich wünsche dir alles Gute und dass der Spuk bald ein Ende hat!

      Liebe Grüße Frank

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    2. Hallo,
      leider ist es nicht ganz so einfach. Psychopharmaka nur jeden 2. Tag zu nehmen geht bei den meisten Präparaten schief. Der Spiegel schwankt dabei zu stark. Sie können dann ihre optimale Wirkung nicht entfalten und außerdem verstärkt es die Nebenwirkungen aufs übelste.

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  16. Hallo Frank, Du hast es sehr treffend formuliert wie ich mich phasenweise fühle. Bin in amb. Psychotherapie und habe durchaus Krankheitseinsicht.Meine Therapeutin hat mir bis vor kurzem von Antidepressiva abgeraten.Sie ist Ärztin und könnte auch Rezepte ausstellen. Oder muß ich doch einen Psychiater/Neurologen suchen, damit die Kriterien für eine befristete EUR erfüllt sind? Ich will nicht in eine Opferhaltung gehen, doch die beschriebenen Procederes ziehen mir manchmal einfach den Boden weg. Die Löcher sind zwar nicht mehr so unendlich tief wie nach dem Unfall doch es erschöpft mich sehr. Liebe Grüße an alle im selben Boot - Romi

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    1. Hallo Romi, ich würde in jedem Fall einen Psychiater aufsuchen. Denn nur ein Psychiater kann eine Stellungsnahme zu deinem Gesundheitszustand abgeben. Psychologen mögen dich zwar besser kennen, werden aber zum Thema Rente nicht angehört. Mir ist bislang kein Fall bekannt, dass ohne fachärztliche Behandlung die Rente befürwortet wurde. Und wenn er dir Antidepressiva verordnet, dann wehre dich nicht aktiv dagegen. Am Ende des Tages bestimmst doch du, was du einnimmst oder nicht. Ich selbst habe gute Erfahrungen mit Antidepressiva gemacht und rate immer dazu. Wenn es dir irgend wann wieder gut geht, kannst du das Medikament ja wieder ausschleichen. Antidepressiva helfen nachweislich.

      Liebe Grüße Frank

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  17. Guten Tag,

    vor einigen Tagen bin ich durch Zufall auf diesen Blog gestoßen. Zunächst einmal vielen Dank für die vielen Informationen.
    Auch ich stehe jetzt mittlerweile an dem Punkt, wo ich sage: Ich kann nicht mehr.
    Verursacht wurde meine Depression vor einigen Jahren durch ein Ereignis am Arbeitsplatz. Das hat mir total den Boden unter den Füßen weggezogen. Daraufhin war ich ein Jahr arbeitsunfähig, Diagnosen u.a. Depression, Anpassungsstörung, somatoforme Störungen und noch ein paar mehr. Die letzten Jahre habe ich mich mehr schlecht als recht durch das Arbeitsleben gekämpft mit jeweils bis zu viermonatigen Ausfällen pro Jahr. Vor ein paar Monaten fragte mich mein Hausarzt, wann ich endlich den Stecker ziehen will. Nun ist es soweit, es kostet einfach alles zu viel Kraft und ich möchte die EU-Rente beantragen. In den letzten Jahren war ich bei insgesamt vier Neurologen/Psychiatern in Behandlung. Die ersten beiden gingen selbst in den wohlverdienten Ruhestand und seither bin ich auf der Suche nach einem Psychiater meines Vertrauens. Mir wurde nun einer empfohlen, der auch Gutachten für die RV macht, hat aber bis auf Weiteres Aufnahmestopp. Aber ohne Facharzt wird ein Rentenantrag sicherlich schwierig. Nun habe ich mich endlich durchgerungen und komme doch nicht weiter.....

    Viele Grüße
    Madlen


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  18. Hallo Madlen, es tut manchmal Wunder, krank machende Zustände aufzugeben, krank machende Umgebungen zu verlassen. Es ist eigentlich immer das selbe: Es geht um Beziehungen, Beziehungen zu Hause, in der Familie oder am Arbeitsplatz. Ich finde dein Hausarzt hat Recht. Du kannst in einem krank machenden Umfeld nicht genesen. Also ist der Rentenantrag das einzig Richtige für dich. Wenn nun dein erwählter Facharzt Aufnahmestopp hat, dann nimm kurzerhand einen anderen. Sieh es mal so: Psychiater können deine Depression nicht heilen. Das kannst du nur selbst. Aber sie können dich unterstützen mit Krankschreibungen und Verordnungen sowie Antidepressiva. Das Gutachten wird später sowieso von wem anders erstellt. Was ich damit sagen will:"Es ist nicht sooo wichtig, welchen Psychiater du hast. Es es ist wichtig, das du überhaupt einen hast." Ich denke, deine Geschichte birgt genügend Hinweise auf die Sinnhaftigkeit einer EM-Rente. Du solltest den Antrag nun stellen. Alles Gute weiterhin!

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    1. Hallo Frank,
      vielen lieben Dank für deine netten Worte. Mein jetziger Neurologe/Psychiater ist eigentlich Fachmann für MS. Da mein Beschwerdebild auch in diese Richtung passte bin ich dorthin. Weitere Untersuchungen (u.a. auch im Krankenhaus) haben aber den Diagnoseverdacht zum Glück nicht bestätigt. Dieser Psychiater bescheinigt mir zwar eine sehr schwere Depression, unterstützt mich aber nicht mit Krankschreibungen, nur mit Medikamenten. Die Krankschreibungen sind bisher (außer von den ersten beiden Psychiatern) von meinem Hausarzt erfolgt. Ich werde mich dann mal auf die Suche nach einem machen, der mich in einem Rentenverfahren unterstützen würde.

      Schön, dass es diesen Blog gibt. Ich werde weiterhin mitlesen und mich vielleicht auch ab und an mal melden.

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  19. Hallo Frank,

    ich habe mir deinen Beitrag durchgelesen und natürlich auch von allen anderen Beteiligten die an Depression leiden.
    Als erstens möchte ich dir für deinen Beitrag danke sagen, denn so habe ich jetzt für mich erkannt das ich die Notbremse für mich ziehen muss, sonst gehe ich vor die Hunde.
    Ich leide seit Jahren an Depressionen und vor ca. 10 Jahren war es ganz schlimm so das ich fast ein Jahr nicht mehr arbeiten konnte, weil ich massive Ängste bekommen habe die für mich als eine sehr positive und Energie geladen Frau nicht zu erklären waren.
    Angefangen hat es mit Herzrasen bis ich ins Krankenhaus musste und der Arzt mir empfohlen hat einen Psychiater und Neurologen aufzusuchen was ich natürlich auch gemacht habe.
    Es war die schrecklichste Zeit meines Lebens was mich heute noch verfolgt und ich bis heute nicht geheilt bin da ich diese Ängste und den Druck nicht standhalten konnte und kann.
    Nach langen Behandlungen und Medikamenten habe ich versucht mein Leben wieder selber in Griff zu bekommen in dem ich einen neuen Job gesucht habe und dann angefangen habe zu arbeiten.
    Nun hat mich die Krankheit wieder schnell eingeholt und ich sitze wieder im selben Boot wo ich vor einigen Jahren gesessen habe.
    Der massive Druck bei der Firma und der Druck meiner Kollegin und Vorgesetzten ist so stark das ich wieder in Ängsten und Druck lebe und ich an meinem Leben keinen Sinn mehr sehe wie vor ein paar Jahren wo ich 3 mal mir das Leben nehmen wollte und so kurz in der Klinik gelandet bin
    Ich habe so viele Lasten und dann die Arbeit und Kollegin und Vorgesetzte das ich auf dem Weg bin krank zu werden, da ich nie richtig geheilt war.
    Nun habe ich solche Ängste mich krank schreiben zu lassen das ich mich unter Druck setze und das dazu führt das ich mein Leben beenden muss, damit dieser Druck und die Ängste verschwinden.
    Ich bin hilflos und verzweifelt den richtigen Weg für mich zu finden, da ich nicht mehr in der Lage bin in so einem Zustand zu arbeiten schon gar nicht mal Auto zu fahren.

    Bitte helfen Sie mir!!!!!!!

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  20. Hallo, wir mir scheint befindest du dich gerade in einer tiefen Krise und brauchst dringend Entlastung. Ich rate dir, nicht länger zu warten und zum Arzt deines Vertrauens zu gehen. Du brauchst dringend Unterstützung. Nur eine Krankschreibung wird dir nicht viel weiter helfen, da die ganze Zeit die Angst vor der Arbeit bleibt.Ich rate dir zu einem Klinikaufenthalt oder einer Tagesklinik. Dann bist du erst mal ein paar Wochen raus und kannst dir in Ruhe überlegen, wie es weiter gehen soll. Eine stationäre PSychotherapie halte ich ebenfalls für angeraten. Hast du schon mal darüber nach gedacht, die Rente zu beantragen? Bei mir geht es seither nur aufwärts. Ich möchte auch nicht wieder arbeiten gehen. Allerdings wird das ohne fachärztliche Begleitung wohl schwierig werden. Also hole dir Hilfe und zwar möglichst schnell, denn vielleicht fehlt dir schon morgen die Kraft dazu. Alles Gute für dich!

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  21. Hallo an Alle, mein name ist Claudia,
    Ich finde es sehr beeindruckend wie offen hier über das Thema Depression geschrieben wird. Es ist durch aus,immer noch nicht selbstverständlich und viele Menschen haben Angst oder schämen sich.
    Auch ich leide seit 8J. an Depression u. vor mehr als 4j. hat es mich so schlimm erwischt, dass ich in eine Klinik musste. Hier war ich ein halbes Jahr und versuchte zurück ins Leben zu finden. Es war wichtig das ich diesen Aufenthalt in Anspruch nahm, denn hier waren kompetente Leute, welche mir viele Hilfen gaben u. mit mir arbeiteten.Die zeit danach ging es mir aber trotzdem nicht besser. Es folgte ein Rentenantrag welcher abgelehnt wurde. Ich ging dann 8 Wochen auf Reha, doch auch hier fand ich nicht ins Leben zurück. Alles war schwer und drückte mich. Schmerzen begleiten mich jeden Tag und eigentlich hab ich den Sinn und den Mut zum Leben schon lang verloren. Ich zog dann meinen Widerspruch vom Rentenantrag zurück und begab mich in eine Maßnahme von der Rentenversicherung. Nach einem guten halben j. mußte ich die Maßnahme auf Grund meiner Gesundheit u. auf Anraten meiner Ärzte abbrechen. Wieder Rentenantrag, viele Papiere, Arztbesuche und natürlich die Begutachtung. ich hatte so Angst, weinte, zitterte u.mein Wohlbefinden war sehr schlecht. Ca.45 Min dauerte das Ganze u. der Arzt schickte mich wieder weg. Seit 2 Wochen habe ich nun bescheid, meine Rente ist für 2J. genehmigt. Eine Erleichterung, doch kommt diese leider gar nicht bei mir an. Jeder Tag ist ein Kampf, doch wir müssen ihn jeden Tag aufs neue Kämpfen. Depression besiegen, niemals aufgeben ! Dabei danke ich dem Menschen welchen ich über alles Liebe am meisten, jeder Mensch der uns bei diesem schweren Weg begleitet hat allen Respekt und Achtung verloren.

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  22. Das kenne ich auch. Eigentlich müsste ich mich freuen... aber ich kann es nicht fühlen. Das ist die Depression. Aber vielleicht kannst, da der Kampf jetzt ein Ende hat, nun endlich zur Ruhe kommen, zu der Ruhe, die du dringend brauchst, um mit dir selbst und der Welt Frieden schließen zu können. Ich wünsche dir alles Gute hierfür!

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  23. Hallo

    ich suche einen Gutachter in Berlin der ein unabhängiges Gutachten erstellt. Bin im Widerspruchsverfahren und kenne keinen und möchte keinen erneuten Gutachter von der Rentenversicherung oder anderen abhängigen beauftragten
    Gutachter. Bin Depressiv seit Jahren und habe keine Kraft mehr immer wieder das gleiche über mich ergehen zu lassen und als voll erwerbsfähig natürlich mit div. Einschränkungen befunden zu werden.

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    1. Hallo, da kann ich dir leider nicht weiter helfen. Versuchs doch mal auf www.gutefrage.net! Viel Erfolg!

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  24. Hallo,

    woher beziehe ich einen Antrag auf Verlängerung der befristeten EU-Rente ?

    Mit freundl. Grüßen

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    1. Hallo, den Antrag auf Verlängerung deiner erwerbsminderunsrente bekommst du hier: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/SiteGlobals/Forms/Sammelmappe/Sammelmappe_Formular.html?sammelmappe217424=add

      Eine Erläuterung dazu gibt es dann noch hier:
      http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/217424/publicationFile/59310/R0120.pdf

      Liebe Grüße

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  25. Hallo,

    ich beziehe seit 1.9.12 eine befristete EU-Rente bis August 2014 !
    Im Oktober diesen Jahres wird mein Arbeitsverhältnis aufgehoben !
    Nun habe ich den Schwerbeschädigtenausweis beantragt !In wie fern genau nutzt mir dieser ?

    Danke, im vorraus für eine Antwort !

    Herzl.Grüsse

    Jana

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  26. Hallo Jana,
    bei Depressionen nützt dir dieser Ausweis nur in puncto Arbeitsplatz. Dein Arbeitgeber kann dich nicht so einfach entlassen. du genießt einen besonderen Kündigungsschutz. Mein Arbeitsvertrag ist immer noch gültig, obwohl ich schon 5 Jahre Rentner bin. Wer weiß schon, wie die Zukunft aussieht?
    Sonstige Vorteile genießt du ohne zusätzlichen Merkzeichen leider nicht. Das wird bei Depressionen allein aber nicht vergeben.

    Siehe auch http://www.was-ist-depression.net/2013/04/depression-und-schwerbehinderung-das.html

    Liebe Grüße

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    1. Hallo Benno,
      ich habe mal eine Frage zum bestehenden Arbeitsverhältnis. Du bist ja - wenn ich es richtig verstanden habe - unbefristet mittlerweile verrentet. Trotzdem besteht dein Arbeitsverhältnis weiter? Im öffentlichen Dienst ist es z.B. so, dass das Arbeitsverhältnis für die Dauer der Befristung ruht. Sobald die Rente unbefristet gewährt wird, wird der Arbeitsvertrag aufgelöst. Ist das richtig?
      Danke schon mal und einen schönen Sonntagabend
      Viele Grüße
      Madlen

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    2. Hallo Madlen,
      das kann ich mir nicht vorstellen. Denn trotz unbefristeter EM-Rente behält sich die Deutsche Rentenversicherung vor, meinen Gesundheitszustand zu einem gegebenen Zeitpunkt erneut zu überprüfen. So steht es in meinem Rentenbescheid. Und mein Arbeitsverhältnis ruht auch nach wie vor. Um aber eine rechtssichere Auskunft zu erhalten, solltest du vielleicht doch lieber einen Fachanwalt befragen. Es wäre schön, wenn du deine Erkenntnisse dann im Anschluss hier posten könntest und somit auch anderen hilfst.

      Liebe Grüße

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  27. hallo ich bin in dergleichen lage wie du und kämpfe nun schon seit juli 2011 um den anspruch meiner erwerbsunfähigkeitsrente viele gutachten und befundberichte bestätigen mir und in der zwischenzeit auch dem gericht das ich nur noch unter drei stunden und das auch nur unter ganz besonderen umständen erwerbsfähig bin zwei auch zwei reha;s haben mich nach der entlassung als völlig erwerbsunfähig eingestuft und nun glaube ja nicht das das der rentenversicherung auch nur ein deut interessiert mein rechtsanwalt begleitet mich nun schon zwei einhalb jahre durch diese ich sag es mal einfach frei herraus HÖLLE was für menschen dort in der rentenversicherung sitzen will ich erst garnicht kommentieren gesundheitlich geht es mir eher schlecht denn wenn man mit dem herzen und mit der wirbelsäule und zuguter letzt dann auch noch mit schweren depressionen zu kämpfen hat dann ist das leben nicht mehr lebenswert diese erfahrung machen menschen wie du und ich erst dann wenn es zu spät ist und die hilfe der rentenversicherung die dann eigentlich gesetzlich greifen müsste uns versagt wird oder wir als kranke wie eine sau durchs dorf getrieben werden vieleicht habe ich das glücg eine ganz tolle frau und kinder zu haben die mir sehr hilfreich zur seite stehen denn sonst hätte ich mir schon lange das leben genommen weist du wenn man 60 jahre alt ist und von jeder stelle hörst man kann für mich nichts mehr tun dann ist der schock um so größer wenn dann die rentenversicherungen dich auch noch als letzten abschaum behandeln mal kurz zusammengefasst schwere herzrytmusstörungen beckenschieflage die nicht mehr gerichtet werden kann schwere depressionen behinderungsgrad von 60% zweimal kurz hintereinander rehamaßnahmen und alle gutachten bescheinigen mir völlige erwerbsunfähikeit und nun halte dich bitte fest das alles interessiert der rentenversicherung überhaupt nicht sie weigert sich nach wie vor mir meine gesetzlich anerkannte eu rente zu bezahlen ich weis ich bin kein einzelfall doch würde es mich besonders freuen wenn man menschen findet die auch in dem gleichen dilemma stecken nur diese menschen wissen ganz genau wie es uns geht wie wir als kranke behandelt werden und auch nur wir können anderen mit unserer erfahrung helfen was ich als mensch in den letzten jahren erdulden musste übersteigt bei manchen den horizont und ist fast nicht glaubhaft künftige betroffene sollten darauf vorbereitet werden was sie erwartet wenn sie sich mit dieser behörde( RENTENVERSICHERUNG MITTELDEUTSCHLAND) anlegt hier hilft nur ein guter rechtsanwalt und viel viel glaube an dich selbst. ich würde wirklich gerne einen erfahrungsaustausch mit betroffenen anstreben denn ich glaube fast das man über eine solche odysse einen roman schreiben könnte in der hoffnung einigen menschen denen es genauso geht mit meiner erfahrung geholfen zu haben und bitte gebt nicht auf auch wenn alles noch so aussichtslos erscheint haltet euch immer vor augen das die rentenversicherung alles tun wird um euch eure gesetztlich verankerten ansprüche streitig zu machen ich verbleibe in der hoffnung das dies viele menschen lesen und melde mich wieder wenn ich nach diesem langen kampf nun doch bald meine eu rente bekommen sollte

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    1. Hallo,
      es macht mich sehr betroffen, was ich hier lese. Gerade nach Kämpfen ist einem doch bei Depressionen nicht zu Mute, allein schon die Kraft dafür fehlt doch völlig. Ich finde deinen Fall hier auch extrem, kann mir aber auch kein komplettes Bild machen. Meine Erfahrungen mit der Rentenversicherung sind durchweg gut. Aber das will ja nichts heißen. Statistisch wird jeder zweite Rentenantrag abgelehnt. Aber wie dem auch sei, wenn du nicht arbeiten kannst, kannst du nicht arbeiten. Daran kann auch eine Versicherung nichts ändern. Wenn dem so ist müssen sie zahlen.
      Alles Gute für dich und dass der ganze Stress bald ein Ende haben möge!

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    2. Hallo Benno,

      danke für Deine Antwort !
      Ich habe mir das schon so gedacht !
      Aber vielleicht kommt es doch noch einmal zum Arbeitsverhältnis !?
      Ich habe noch andere Diagnosen:

      trockener Alkoholiker seit 7 Jahren
      Bandscheibenvorfall(spinale Stenose)
      Arthrose in beiden Händen
      Fibromyalgie
      Angst.-u.Panikatacken

      Nun ja, jetzt habe ich den Antrag abgeschickt !
      Mal sehen !

      Herzliche Grüsse und einen schönen Wochenanfang wünscht Jana

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  28. Hallo Benno,
    mein Mann ist nun seit fast drei Monaten krankgeschrieben. Depression, Tinnitus. Er hat sich die letzten Jahre auf einem echt miesen Job seelisch runter gewirtschaftet. Auch wir fassen ins Auge, ein Rentenbegehren zu stellen. Derzeit befindet er sich in einem Krankenhaus/Kur-Klinik stationär in Behandlung. Ein Psychologe hat uns den Tipp gegeben, nur ja keiner Verlängerung zuzustimmen, da sonst ein etwaiges Rentenbegehren für die nächsten fünf Jahre keine Chance mehr hätte. Ist da was dran? Wie sollen wir uns verhalten, um uns den Weg in Richtung Rente nicht selbst zu verbauen?

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    1. Hallo,
      davon habe ich noch nicht gehört. Aber im Zweifelsfall würde ich der Empfehlung eures Therapeuten folgen. Die Rente verfolgt ja zuerst das Ziel der Wiederherstellung (Reha), um nicht Rente zahlen zu müssen. Stellt sich heraus, dass Rente gezahlt werden muss, wird sie sich schwer tun, eine Reha zu genehmigen. Entweder - oder! Beides geht zumeist nicht! Das ist meine Erfahrung.

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    2. Ich leide seit Jahren unter Depressionen, und habe bei meiner Letzten Reha einer Verlängerung zugestimmt! Im Entlassungs Bericht stand dann Der
      Patient würde gerne weiter in seinem Beruf Arbeiten.
      Wer gibt schon gerne zu das er am Ende ist !
      Ich habe es danach versucht mein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Leider habe ich es nicht geschaft ! Habe mich dann über meinen Psychiater auf eigenen Wunsch in die Klapsse einweisen lassen . Würde ich heute nicht mehr machen, den es war die Hölle! Nach 4 Wochen habe ich mich selber entlassen ! Ich war ja auf eigenen Wunsch in dieser Einrichtung .Aber es hat geholfen ! Endlich Hatten die Verantwortlichen bei der DRV Verständnis
      für meinen Zustand. Danke auch für die Hilfe vom VDK.Heute habe ich unbefristete EU Rente bis zum
      erreichen der Alters Rente.
      Heute bin ich 60. Und nach der einahme von einer Menge Tabletten auch weiterhin nicht belastbar !
      Aber ich versuche das beste aus meinem Leben zu machen.Wir Depressiven haben es nicht Leicht , Die wenigsten verstehen unsere Gefühle.

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  29. Hallo bin seit über zwei Jahren krank PTBS Depresionen nach Reha unter 3std Arbeits unfähig entlassen worden.EMR beantragen.Renten Info sagt wenn ich heute in volle EMR gehen würde bekäme ichxxxx an Rente.Renten Antrag gestellt,abgelehnt sie haben mich zurück datiert bis zur lohnvorzahlung,und so fehlen mir 14 Monate zu meinen 36 Monaten ...bin total verzweifelt.habe jetzt ein Widerspruch über den VDK gemacht. Mfg M

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  30. Hallo
    Leider muß ich mich auch hier zu den Betroffenen zählen mein Leben war eigentlich soweit OK gut ich hatte es immer Schwerer als meine Kollegen da ich in einen Betrieb gearbeitet habe wo man nur weiter kam wenn man Verwandschaft in der Firma hatte ich sage es einfach wie es ist der Öffentliche Dienst ist schon lange nicht mehr was es war trotz Tarif Vertrag mit 38,5 Stunder Woche, habe ich 90 Stunden gearbeitet.
    Und das war der Firma nicht genug ! Wenn Du nicht mehr konntest haben die die Chefs bei der Halbjährlichen Bewertung Punkte abgezogen
    Irgend wann habe ich mal gesagt das ich eine 38,5 Stunden Woche habe und das Die Disponenten uns nicht Verheizen sollen !
    Das war dann die Zeit wo auf einmal mein Werkzeug Verschwindet ich als Einziger noch länger arbeiten musste,also wenn meine Kollegen Feierabend machten wurde mir noch eins zwei Aufträge gegeben das heißt LKW beladen auf Baustelle fahren oder wenn ich Morgens an meinen Lkw ging war auf einmal das Rücklicht Kaputt das ging soweit das ich eines Tages auf einer Baustelle war und meinen Kran ausfuhr und Plötzlich hat sich der Fordere teil des ausfahrbaren Krans Selbstständig gemacht und hat fast einen Passanten getroffen, es hat sich später in der Werkstatt rausgestellt das jemand den Sicherheitsstift
    entfernt hat.
    Nach dem noch weitere Fälle passiert sind habe ich angefangen nach zu fragen was das ganze soll ich habe als Antwort bekommen das ich mir das ganze nur einbilde kurz darauf bin ich in die Reha gegangen für 3 Wochen, und als wieder Arbeiten ging erlebte ich mein Blaues wunder selbst die Fremd Firmen die für und Arbeiten haben mich jetzt gemieden und mir Klar gezeigt das Sie nicht mit mir Arbeiten wollen das habe ich dann bis Mai 2012 als 3 Monate durch gehalten seit dem bin ich Krank geschrieben und war auch noch mal in Reha also 2 mal in einen Jahr
    da habe ich dann einen Betreuer vom Berufsförderungswerk bekommen der im Auftrag der DRV arbeitet dieser war der Meinung das ich auf keinen Fall mehr auf meine alte Stelle zurück kann und hat mir gesagt das ich mir keine sorgen machen solle ,er macht das schon:
    Nun ist ein Jahr vergangen und ich wurde im Juli 2013 ausgesteuert und meine Firma hat ein Gespräch mit mir im bei sein des Mannes von der DRV abgelehnt also war ich alleine da leider war der Betriebsrat mit dem ich 1 Jahr in Verbindung war,und den ich seit 24 Jahren Vertaue nicht beim Gespräch dabei sondern ein Betriebsrat der auch gleichzeitig mein Meister war und mit dem ich überhaupt nicht kann.
    Wie das ausging kann jeder sich Denken nun kommt der Hammer ich habe eine Woche später die Personalabteilung angerufen und gefragt ob die jetzt eine andere Stelle für mich haben da wurde mir gesagt das Sie ein Gespräch mit dem Mann vom Berufsförderungswerk hatten.und es wurde ausgemacht das ich aus Gesundheitlichen gründen erst einmal in die Erwerbsminderungsrente gehen solle.
    Ich habe sofort bei den Mann vom Berufsförderungswerk angerufen ,und er hat mir das gleiche gesagt und das er einen Brief an die DRV schreibt
    leider wurde zwischen Zeitlich meine Rente abgelehnt und der Mann vom Berufsförderungswerk ist nicht mehr erreichbar ich habe Ihn mehrfach versucht über e-mail zu erreichen ohne erfolg. Dann habe ich seine Chef angerufen dieser sagte mir das er denn Brief an die DRV zurückgehalten habe um was zu ändern abe ihn an die DRV gefaxt habe mit dem Ziel mich in die Erwerbsminderungsrent zu schicken leider verneint die DRV bis heute so einen Brief zu haben und ich glaube auch den Chef von Berufsförderungswerk das er es 3 mal gefaxt hat jetzt habe ich die Rechtsabteilung meiner Gewerkschaft eingeschaltet und Witerspuch eingelegt und die Papiere eingefordert von der DRV leider war da das schreiben vom Berufsförderungswerk auch nicht dabei und der Chef darf mir das schreiben nicht zufaxen weil die mit der DRV zusammen arbeiten leider hat sich auch mein Gesundheitszustand auch verschlechtert bin mal gespannt wie es weiter geht
    Lg Lonesome

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    1. Hi LOnesome.
      Ich habe ein ähnliches Dilemma mitgemacht.

      1.Erst heisst es vom Rehaberater eines BFW: Der Fachausschuss des BFW empfiehlt die EM Rente. ( leider nur mündlich) aufgrund von Belastungsdefiziten nach Hirnstammentzündung über 20 Jahre sich verschlechternd.

      2. Ich bekomme überhaupt keine Rückmeldung wie es nun weitergeht,weder om BFW noch von der DRV.

      3. Über diese Hinhaltetaktik( obwohl die Empfehlung der Berentung ja ausgesprochen wurde) erkranke ich psychisch und lande in der Psychatrie eines Unikrankenhauses, um mich und andere vor Selbstmord,beziehungsweise Umsetzung in Verbindung mit Vergeltung an verantwortlichen Personen zu nehme

      4.Ich werde depressiv und bin hochgradig aggressiv und werde mit Psychopharmaka ruhiggestellt.

      5. Auf Druck der sozialen Dienste der Uniklinik werde ich plötzlich zu einer SM Untersuchung bei der Rentenservicestelle eingeladen.

      6. Dort liegt das 36 seitige Gutachten des BFW vor.
      Als man mir eine Kopie verweigert, bringe ich das GA (überzeugend) in meine Obhut.

      7. Ich bestehe nachdrücklich darauf mit einem Entscheidungsbefugten sofort zu reden, nachdem ich die Empfehlung zur Berentung in Schriftform erstmals in eigenen Händen halte.

      8. Zehn minuten später sitze ich der Leiterin und Entscheidungsbefugten gegenüber.
      IN dem Gespräch wird schnell klar, dass sie sich sehr verwirrt darüber zeigt das ich das Originalgutachten des BFW in Händen halte.

      9. Nachdem ich dieses nicht mehr aus den Händen gebe und sie klipp und klar frage, wohin in welche Hölle man mich noch zu gedenken schickt, ist auf einmal alles klar.

      10. Die Option der poststationären Wiederaufnahme in der Psychiatrie, die ich nur verlassen habe um den Termin SM Untersuchung der DRV wahrzunehmen und das Versprechen gegenüber meinen behandelnden Psychatern " keinen Scheiss zu bauen" haben mich fix und fertig wieder zurück in die Obhut der Psychiatrie gebracht.

      11. Einige Woche später kam dann der Rentenbescheid befristet für 9 Monate.

      12. Die befristung wurde auf weitere zwei Jahre ausgedehnt ( formlos)

      13. Ich befinde mich immer noch in der zweiten Befristung und habe natürlich Angst wie es weitergeht.
      Ohne ambulante Psychotherapie und Medikamente ( Antidepressiva, Schlafmittel) und psychiatrischer Unterstützung läufts schlecht bei mir.

      14. Ich kann es nicht ertragen unfair behandelt zu werden, aber genau so bin ich mir vorgekommen in dem ganzen Prozess. Warum hält die Rente nicht ein was das BFW empfiehlt? Schliesslich ist das alles ein und derselbe Verein (Wortlaut BFW Fachdienst.

      15. Ich stand unter starken Medikamenten als ich zu dieser Untersuchung erschien und wollte vor allem eines.
      Meinem Krankheitsbild entsprechend fair behandelt werden, unter Berücksichtigung der vorliegenden Fakten.

      16. Respekt vor diesem tollem Forum und allen alles Gute.

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  31. Hallo
    Ich arbeite seit 5 Jahren nicht mehr. Ich bin 55 Jahre alt. Jetzt bekomme ich kein Geld, bin bei Arbeitsamt gemeldet / Leistung ohne Bezug/.
    Ob ich kann eine EMrente bekommen, trotzdem das ich nicht set 5 j arbeite.

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  32. Um Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente zu haben, musst du meines Wissens insgesamt mindestens fünf Jahre versichert gewesen sein und in den fünf Jahren mindestens drei Jahre lang Pflichtbeiträge bezahlt haben. Am besten ist es aber, du holst dir einen Beratungstermin bei der Deutschen Rentenversicherung. Dort bekommst du kompetente Auskunft und kannst auch gleich deinen Rentenantrag mündlich zu Papier geben.

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  33. Hallo
    Ich habe mir alles durchgelesen bin zufällig auf die Seite gestoßen.
    Ich bin seit über 10 Jahren Krank. Depressionen und Bipolar. Bin am überlegen Rente zu beantragen .Ich könnte hier ein Buch schreiben. Die Artikel haben mir Mut gemacht das ich wieder besser mit dem Leben zurechtkomme. Bin seid meiner letzten Kündigung im April wieder Krank und habe schon wieder Therapien hinter mir. Ist alles sehr anstrengend und für meine Lebensgefährtin genauso. Bin ziemlich verzweifelt. Na ja ich habe schon manche Krise überwunden , aber mit dem Alter wird es immer schwieriger. Bin jetzt 52 Jahre alt und bin dabei mein Leben aufzuschreiben , was mir vielleicht bei der Beantragung der Rente helfen kann.
    LG Jürgen K.

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  34. 10 Jahre Depression - da hast du dich lange genug gequält, finde ich! Das mit der Rente ist doch eine gute Idee? Dann hast du auch Zeit, ein Buch zu schreiben. Zu schreiben ist wie Therapie, wenn nicht sogar besser. Jedenfalls habe ich für mich selbst diese Erfahrungen machen können. Trauer der Arbeit nicht nach! Mit 52 hast du genug gearbeitet. Jetzt ist es wichtig, dass du wieder auf die Füße kommst, dass dir der Druck genommen wird, dass du dich wieder dem Leben zu orientieren kannst. Ich wünsche dir alles Gute hierfür!

    Liebe Grüße

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  35. Hallo Benno
    Danke für die Rückmeldung. Ich habe mich gefreut das du mir geantwortet hast. Wenn man Krank ist hat niemand ein Interesse dran. Wenn man nicht funktioniert ist es schwer im Leben klar zu kommen. Am Montag habe ich seid langer suche ein erst Gespräch bei einer Psychologin. Mal gespannt ob es auf lange Sicht hilft.
    Auch alles gute für dich.
    LG Jürgen K.

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  36. Hallo,
    Ich habe seit 2010 Depressionen, Panikattacken, PTBS und Agoraphobie, ich war letztes Jahr 7 Wochen in Reha und habe heute, da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann einen EM Antrag gestellt. Nun sagte man mir das ich auch zum Gutachter muss und so meinen Tagesablauf erläutern muss usw, habe ich schon wieder Panik nachdem was man überall so lesen tut. Das der Gutachter einen als Lügner oder Simulant hinstellt usw. Ich habe jetzt schon Angst das ich dort total aufgelöst und heulend raus laufe wie ein Häufchen Elend, was will er denn so wissen? Darf ich jemand mitnehmen? Hat jemand Antworten für mich.
    Lg Michaela

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    1. Hallo Michaela,
      der Gutachter versucht sich, einen persönlichen Eindruck von dir zu verschaffen. Er wird dich u.a. fragen, wie es um deine zwischenmenschlichen Beziehungen bestellt ist und wie du deinen Alltag gestaltest. Er bekommt ja auch all deine Befunde zu Gesicht, aber Papier ist Papier. Wenn du also Panik hast vor dieser Begegnung, dann ist das gut, denn er soll doch sehen, dass du Angst hast und unruhig bist. Wenn du Angst hast, als Lügner dazustehen, kann es helfen, ihm genau von dieser Angst zu erzählen. Ich rate dir, so authentisch wie möglich zu sein. Zeige dich, wie du bist. Zieh dich nicht schöner an, gehe nicht extra zum Frisör, geh aber auch nicht extra nicht zum Frisör. Sei möglichst so, wie du im Alltag bist. Eine Begleitung kannst du natürlich mitbringen. Das wird dir niemand verwehren. Ach und noch etwas: Ein Gutachter ist auch nur ein Mensch. Eigentlich bist du ihm egal. Er macht nur seinen Job. So denke ich jedenfalls darüber.

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  37. Hallo Frank, toller Block ! Leider beschränkt mich das Eingabefeld auf wenige Zeilen. Wie kann ich hier mehr schreiben. Bitte um deine Unterstützung, denn ich würde mich gerne an eurem Austausch beteiligen.

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  38. Entschuldige bitte, ich heiße Sandra und obiger Text ist von mir. Liebe Grüße

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  39. Hallo Sandra,
    es gibt keine Einstellung, mit der ich die Zeilenanzahl vergrößern oder verkleinern könnte. Was passiert, wenn du einfach weiter schreibst, ohne auf das Zeilenende zu achten? Ich kann dein Problem leider nicht nachvollziehen. Versuch es bitte nochmal! Es sollte gehen.

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  40. Guten Abend, 2006 erlitt ich, selbständig, 2 Ki. alleinerz. einen psychischen Zusammenbruch. Akutklinik geschl. 2 Wo., nach Stabilisierung 6 Wo. stat. Therapie. 4 Mon.krank geschr. Anschl. Geschäft aufgelöst u. gleich Vollzeit wieder eingestiegen. Lungenzündung, Job weg. Bis Ende Juli 2010 durchgekämpft. Dann kam der nächste Zusammenbruch. Zu trinken angefangen u. ließ mich erneut einweisen. 12 Wo. Therapie. GDB, BU u. Rentenantrag gestellt. Eine Odyssee an Gutachter begann. GDB mit Klage 40%, BU rückwirkend im Jan. 2012 zuerkannt u. dieses Jahr weiter gewährt bekommen. Nur die RV hat keinen Stein ausgelassen, mir in den Weg zu legen. Antrag abgelehnt, Wiederspruch abgelehnt, Klage eingereicht. Parallel Orthopäde eine Reha befürwortet, da Bandscheibenvorfälle HWS und chronische Schmerzen - Schulter/Arm Syndrom. Spinalkanalstenose u.Knochenmarkkompr. Abgelehnt. Darauf Wiederspruch. 4 Monate nichts passiert. Darauf Untätigkeitsklage. Bekam dann Reha Bescheid in Klinik für Psychsomatik. Beschwerde, da orthopädische Reha beantragt. 1 Jahr Zeit gedauert. Dann 4 Wo.Reha. Ich war psychisch ausgelaugt, zog mich zurück, trank. Mitte Januar 2012, 9 Wo. Tagesklinik, 3 kriseninterventiv. Danach Ergotherapie/PIA bis Ende 2012. Von Ende Juli 2010 -Januar 2013 durchgängig krank geschr. Wg. rez. Depressionen, mittl. u. schweren Grades PTBS, ADHS, Borderine. Jeglicher Druck u. Stress sorgte führte in die Dekompensation einer erneuten Depression. Rechtsstreit Sozialgericht-Arbeitsamt hatte das Arbeitlosengeld eingestellt. Die Monate bei der AfA waren die schlimmsten. Natlosigkeitsregelung wurde verweigert. Gericht entschied 80% zu meinen Gunsten. Jedoch wollte auch dieses die Dez. 2012 zog ich mit Sohn zum Freund nach Österreich. 2 Mon.später ein Desaster. Er zog aus. Da saß ich nun allein mit Kind im neuen Land. 4 Wochen Totalausfall. Hab mich raus geholt, weil mein Sohn litt.Mir gibt die Verantwortung für ihn, Halt u. Kraft. Hier sind viele Umstände mit Ärzten u. Behörden, Krankenkassen so ganz anderst als in Deutschland. Ohne meine private Versicherung hätte sich der Umstand zum Supergau entwickelt. Zum Luft holen hatte ich kaum Gelegenheit. Jetzt endlich, nach 3 Jahren endlich ein Erörterungstermin im Sep. 2013 vor dem Sozialgericht. Reha=Rentenantrag. Klinik nach Wunsch. Rentenversicherung wusste, dass ich ins Krankenhaus am 8. Okt. für 2 Wo. zur konsevativen Schmerztherapie bestellt bin. Es wurde mir in der Verhandlung, bei unpassenden Termin der Rehamassnahme, die Möglk. der Terminverlegung eingeräumt. Nun der Bescheid. Die Rentenversicherung hat die Klinik angewiesen mich bevorzugt aufzunehmen. Terminverl. kann nicht entsprochen werden. Wie ich diese Spielchen hasse ! Seit 19.10. aus dem Krankenhaus raus u. nun in amb. pysiotherapeutischer Weiterbehandlung.Diese nimmt weitere 6 Wo. in Anspruch. Ich rief in der Rehaeinrichtung an u. bat darum meine Aufnahme (wäre bereits in zwei Wo. gewesen) bis ich das über den VDK mit der RV geklärt habe, bis dahin zurück zu stellen. Diese Überrumpelungstaktik macht mich fertig. Ich hätte am Freitag nur noch heulen können. Und der Verein weiß ganz genau, dass man Fr. niemanden mehr erreicht. Meine Gedanken kreisen, wie das jetzt wohl wieder ausgehen wird. Ich habe Angst vor morgen u. einem moglichen Nein, dass geht nicht. Mensch, mein Sohn war erst zwei Wochen allein. Und dann kommt noch dazu, dass über Weihnachten eh nur die light Reha gefahren wird. Und eine Verlängerung will ich dadurch auf keinen Fall auch noch selbst provozieren. Wie sind eure Erfahrungen, wenn der Rehaantrag auch gleich als Rentenantrag gilt? Ich habe solche Angst, dass ich es nach der Reha trotzdem nicht in die EM Rente schaffe....ich kann einfach nicht mehr. Ausserdem tickt die Uhr. Bis April, dann sind die 5 Jahre abgelaufen, in denen ich 3 Jahre lückenlos meine Beiträge gezahlt habe. Warum da auch extrem auf Zeit gespielt wird. Das nimmt anstrebenden EM Rentnern zusätzlichen Handlungsspielraum. Liebe Grüße euch Allen, und Toi Toi Toi, Sandra

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    1. Originalwortlaut eines Versicherungsältesten:
      Klar spielen die ( DRV ) auf Zeit um die Anspruchsvorraussetzungen auszuschalten.
      Viel Kraft für dich

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  41. Nachtrag: Das Gericht entschied zu 80%, weil auch dieses sich nicht wagte an der fehlenden Nahtlosigkeit.
    zu rütteln.
    Sandra

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  42. Hallo Sandra,
    das ist ja eine lange Geschichte! Sie liest sich wie eine Aneinanderreihung von Stress, Stress und nochmal Stress. Mir wurde fast schwindelig beim lesen und das deutet darauf hin, dass der Stresspegel bei dir heute noch recht hoch zu sein scheint. Das hältst du so nicht mehr lange durch, glaube ich. Anscheinend ist niemand außer dir in die Lage, diese Stressspirale zu durchbrechen. Kannst du auch mal etwas laufen lassen? Bist du auch mal mit 80% zufrieden? Weißt du, wenn du so genervt bist von deinem Leben, dann sind es die Leute um dich herum auch. Was du aussendest, kehrt irgendwie wieder zu dir zurück. Versuch doch mal, ein wenig zu verschnaufen, etwas Gelassenheit zu üben, auch mal etwas los zu lassen.
    Was die Rente angeht, ist es eigentlich egal, wie lange sie damit herum eiern. Es ist der Tag der Antragstellung maßgebend und der liegt bei dir in der Fünfjahresfrist.
    Ich wünsche dir viel Erfolg mit der Rente, aber vor allen Dingen, dass du etwas mehr runter kommen kannst. Das was du gerade machst, ist viel zu kräftezehrend.

    Liebe Grüße und alles Gute!

    Benno

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  43. Lieber Benno,
    Danke für dein offen und ehrliches Statement. Ich geb zu, ich musste beim lesen einige Male schlucken. Als Borderlinerin mit affektiven Anteilen ist die Selbstregulation ab einem bestimmten Punkt kaum bis gar nicht mehr möglich. Ich wollte sicher nicht, dass dich meine Nachricht fast erschlägt. Bin so verzweifelt gewesen. Heute gehts wieder besser. Erhoffte mir ein wenig Hilfe. Was ich mir aus deiner Antwort mit nehmen kann, nehme ich gerne an. Ich wünsche euch Allen hier, Alles Gute für die Zukunft und eine sich stabilisierende Gesundheit. Grüsse Sandra

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    1. Hallo Sandra,
      du hast Recht, dafür dass wir uns ja gar nicht kennen, war ich vielleicht etwas zu direkt. Wenn ich dir zu nahe getreten bin, bitte ich um Entschuldigung, aber das war nicht meine Absicht. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass gerade die Wahrheiten, die weh tun, mich weiter bringen. Ein Schmusekurs ist zwar angenehm, hält aber nur den Status quo. Ich meine es wirklich ernst, so wie du dich von innen heraus auf die Welt schaust, so geht die Welt mit dir um. ich sehe es auch so wie du: Du brauchst dringend Hilfe. Ich möchte dich jedoch dazu ermutigen, auf Hilfe zur Selbsthilfe zu setzen. Versuche einmal heraus zu finden, was deine Anteile daran sind, dass dein Leben so schwierig ist. Gib die Macht, die in dir steckt nicht aus der Hand, denn tief in dir bist du stark, du hast dich nur zu sehr verausgabt mit deinen Kräften.

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  44. Lieber Benno,
    du hast recht, Du kennst mich zu wenig. Ich bin mir sicher deine Nachricht wäre humaner ausgefallen. Ich bin mir meiner Stärken sehr wohl bewusst. Es gibt aber auch Zeiten, nach drei Jahren Kampf, herum gereiche bei verschiedensten Gutacher....ectr. pp wo es einem echt mal reicht. Man darf auch mal schwach sein. Und Aussenstehende sollten aufgrund ihrer über längere Zeit erworbene Stabilisierung, ihren Maßstab adequater einbringen. Jeder erlebt seine Situation anders. Deine Berentung liegt schon eine Weile zurück, seither hat sich der Ungang der DRV mit Patienten unverhältnismäßig verschärft. Ich erlaube mir nun auch einmal ein kritisches Statment. Ich weiß wann, was gut für mich ist und wann nicht und veraschiede mich mit Respekt vor Deiner Bemühung anderen mit deinem Blog zu helfen und zu unterstützen. Ich klinke mich hier aus und wünsche allen Betroffenen ein letztes Mal das Beste für ihre Zukunft. Liebe Grüße Sandra

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  45. Hallo Benno,ich habe mit großem Interesse diese Seite gelesen und gedacht.....endlich kann ich auch mal meinen Ärger loslassen. Zu mir .ich bin am 04.11. 41 Jahre alt geworden ,weiblich und habe bereits mehrer Geburtstage wenn man so will.Ende 2011 hatte ich eine Gehinblutung aufgrund eines geplatzten Aneurysmas.Man stellte ziemlich zeitgleich fest,das ich 3 links und 1 rechts im Kopf habe.Ich hatte viel Glück und dennoch geht es mir seither psychisch noch schlechter als vorher. 3 der Aneurysmen sind behandelt operiert worden ,eins noch nicht.Ich habe regelmäßige Kontrolluntersuchungen und reichlich Tabletten damit nichts schlimmeres passiert. Ich habe aber immer wahnsinnige Angst das es noch mal passiert und dann geht es vielleicht nicht so positiv aus. Ich habe einen 9 jährigen Sohn und für Ihn muß ich da sein und vorallem funktionieren.Eine Ärztin sagte mir vor kurzem, ich soll unbedingt eine Reha Stationär und ganz alleine machen.da ich mehrere Traumatas aus Kindertagen habe. Diese wiederum könnten für die entstehung der Aneurysmen zuständig sein.Ich nehme seit Jahren Antidepressivas aber keine Therapie da ich Angst vor dem auseinandersetzen mit meiner Vergangenheit habe.Ich kämpfe nun seit 2 Jahren um eine Rente und habe das Gefühl selbst die Klage wird nichts bewirken.So kann es auch gehen und es übt zusätzlichen Druck auf mich aus da ich nicht weiß wie ich das alles Gesundheiltlich schaffen soll.Ich wollte hier nur einen Anfang finden um meine Probleme auch einmal loszuwerden.Liebe Grüße Sylke

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    1. Hallo Sylke, dafür ist diese Seite da, um Hilfe zu finden, vielleicht etwas Trost, eventuell eine Anregung...
      Ich finde die Idee deiner Ärztin gut. Eine Psychotherapie nutz dir zweifach. Sie kann aufdecken was dich so krank macht. Sie kann dir helfen, neue Wege zu gehen. Und sie hilft dir, die Rente zu bekommen. Ich kenne keinen Fall, der ohne Psychotherapie und ohne Akutaufenthalte verrentet wurde. Wahrscheinlich denken die bei der Rente dann: "Ach, das geht doch noch alles wunderbar!" JA und in der Tat, bei unsereinem geht immer alles bis eben nichts mehr geht, aber das ist ein gefährliches Spiel. Wenn du deinem Jungen etwas Gutes tun willst, dann tu dir etwas Gutes und melde dich zu so einer Therapie an. Wenn du es nicht vollstationär machen willst, gibt es auch eine teilstationäre Variante. Ich hab beide absolviert. Sie unterscheiden sich nicht, nur dass man bei der zweiten Form jeden Tag nach Hause geht. Wenn dein zu Hause in Ordnung ist und dich nicht krank gemacht hat, spricht eigentlich nichts gegen die teilstätionäre Form. Was dort besprochen wird, und wie tief gegraben wird, das bestimmst du selbst. Es passiert nichts gegen deinen Willen, das würde auch nicht funktionieren. Die Psychologen werden versuchen, dir bewusst zu machen, wie du tickst und wo du dir selbst im Weg stehst. Niemand wird dich dort quälen. Auch das Arbeitstempo bestimmst du selbst. Manche brauchen viele Therapien, weil es einfach viel zu bearbeiten gibt. Manche haben soviel Schlimmes in ihrem Leben erleiden müssen, dass 30 Jahre Therapie nicht ausreichen würden, alles zu bearbeiten. Also setzt dich nicht unter Druck, sondern geh wohlwollend und behutsam mit dir um, als währst du dein eigenes Kind. Denn es geht hier vermutlich um Schmerzen, die du als Kind erleiden musstest.

      Liebe Grüße
      Benno

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  46. Hallo Benno,ich muß sagen ......ich habe mich riesig über Deine Rückmeldung gefreut.Ja da hast Du recht,es ging in der Kindheit in der Haptsache um Schmerzen ob Psychisch oder Physisch.Ich habe wahnsinnige ANGST mich damit auseinandersetzen zu müssen,weil das alles unnoremal und irreal war.Ich möchte nicht mehr in meine Vergangenheit und meine immer.......meine körperlichen und seelischen Gebrechen hängen alle mit den großen Operationen der zurückliegenden Gehirnblutung zusammen. Die Ärztin aus der DKD betonte extra ich soll auf jeden Fall für mehrer Wochen Stationär weg nicht Teilstationär,da ich zuhause dann Abends alles nachhole was ich tagsüber liegen ließ und Alltagsprobleme auch nicht einfach in der Zeit verschwinden.Vorallem gerade in der Zeit in der ich mich mit meiner Vergangenheit auseinandersetze brauche ich Ruhe und meine beiden Männer wären mit mir vielleicht auch erst einmal überfordert.Ich habe in meinem jetzigem Leben immer Schmerzen vorallem Kopf und Rückenprobleme (man sagte mir,dort trage ich meine Last ).Aber um irgendwie weiterzumachen und vorallem voran zu kommen,muß ich diese Rehamaßnahme wohl mal für Januar planen :-(
    Deine Zeilen helfen mir mehr zu verstehen und bewirkt das ich nachdenke.Danke !

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    1. Es freut mich, dass mein Blog dir eine Hilfe ist. Danke für deine Rückmeldung! Ich finde, du hast eine gute Entscheidung für dich getroffen mit der Therapie. Ich glaube daran, dass alles was uns im Leben "passiert", unsere Krankheiten und Unfälle eingeschlossen, auch mit unserem Innenleben, unserer Seele, aber vor allem unserem Unbewussten zu tun hat. Ich bin sicher, du wirst von dieser Zeit dort in vielfacher Hinsicht provitieren, so du dich darauf einlassen und dich öffnen kannst. Ich wünsche dir alles Gute hierfür und würde mich freuen, einmal wieder von dir zu lesen.

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  47. hallo ihr lieben.....bin zufällig auf diese seite gestoßen....ich leide seid 4 jahren ununterbrochen an schweren deprssionen ausgelöst durch nicht heilbare rückenschmerzen...ich habe trotz ratschlag all meiner ärzte die meinten ich würde das nicht schaffen 2 jahre dann noch gearbeitet mit starken schmerzmitteln und tabletten gegen die depressionen.aber vor ca 2 jahren bin ich dann 2 mal in der arbeit kolabiert.die ärzte sagten es käme von der überforderung und dass mein körper halt jetzt mal halt schreit.ich kam dann zur stationären therapie für drei monate.mit den tabletten die man mir gab wurde es ein klein bisschen besser.aber dann stellte man ein long qt syndrom bei mir fest welches schon angeboren war.bei dieser erkrankung ist es strengstens untersagt psycho tabletten zu nehemen weil die die qt zeit noch höher machen und es dann zu herzrythmusstöhrungen kommen kann.also wurden alles tabletten sofort abgesetzt...der entzug war heftig....zu allem übel fing mein körper auch noch an auf alle anderen schmerzmittel allergisch zu regieren.somit durfte ich auf einmal gar nichts mehr einnehmen weder für schmerzen noch für die psyche.man riet mir eu rente zu beantragen was ich nach längerem überlegen dann auch gemacht habe.doch die gutachter bei denen ich war entschieden leider gegen mich.ich könne voll arbeiten mit einschränkungen :stehen gehen sitzen im wechsel dass ich es mir selbst einteilen kann.....kein streß....kein zeitdruck....keine veratwortung ...ja wo gibt es diesen beruf und diese arbeit denn????ich habe widerspruch eingelegt.es gab ein neues gutachten und der orthopäde sagte mir zwar im persohnlichen gespräch dass es wenig hoffnung auf heilung gibt weil ich ja auch keine medikamente einnehmen darf ,schrieb aber ins gutachten ich können voll arbeiten.....jetzt im dezember hab ich noch mal einen termin bei einer begutachtung wegen der depressionen....mal sehen....ich bin wirklich arbeitswillig aber ich schaffe es einfach nicht.kleinst anforderungen oder termindruck bringen mich immer sofort dahin zurück dass ich mit extremen selbsmordgedanken reagiere und wieder in eine tiefe depression verfallle.lange habe ich versucht mein altes leben mir wieder zu erkämpfen ich wollte einfach wieder so sein wie früher lustig belastbar arbeiten können...aber das war laut psychologe auch nicht der richige weg.ich solle lernen meine krankeheit anzunehmen und akzeptieren dass es halt so ist und das beste daraus machen.aber wie soll das gehen???wenn die rentenvesicherung sagt ich mussssss arbeiten gehen?????dieser druck ist so schlimm.....wie ich es mache ist es falsch....die depression nicht zu beachten war falsch...führte mich zum zusammenbruch......die depresssion ernst zu nehmen und zu akzeptieren dass das leben nicht mehr so wird wie früher geht auch nicht weil die rentenversicherung sagt nein du musst arbeiten.....kann mir jemand einen ratschlag geben was ich dann noch für möglichkeiten habe????liebe grüße

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    1. Die Depression wie auch alle anderen Symptome deines Körpers und deiner Seele ernst zu nehmen, ist der einzig richtige Weg. Doch wenn du dich immer noch als arbeitswillig ausgibst, trotz der vielen Einschränkungen, dann wundert es mich nicht, dass deine Gutachter das auch so sehen. DU MUSST ES WOLLEN! Und du musst dafür einstehen, dann wird es auch gelingen. Du musst davon überzeugt sein. Geh dort nicht als Bettler hin, sondern sag klar, was du deiner Meinung nach brauchst, um wieder gesund zu werden. Wenn das Ziel ist, eine Pause zu machen, um gesund zu werden, wird sich die Rentenkasse dem nicht verschließen, denke ich. Aber du musst es auch wirklich wollen und überzeugt sein, sonst funktioniert es nicht. Plan B wäre, immer wieder zum Arzt zu gehen, dich immer wieder krank schreiben zu lassen. Wichtig hier auch: Sprich deine Suizidalität an und den Zusammenhang, wie es dazu kommt! Spätestens wenn du ausgesteuert bist, werden Krankenkasse und Arbeitsamt dafür sorgen, dass du in die Rente kommst. Es dauert halt nur seine Zeit...

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    2. danke lieber benno für deine antwort...ich bin schon ausgesteuert seid april diesen jahres.das arbeitsamt will die gutachten und die entscheidung des sozialgerichts abwarten denn da hab ich auch geklagt....aber bei meinem pech habe ich auch noch einen anwalt vom vdk der mir auch nicht wirklich beistehen will er sagte nur egal was der gutachter persöhnlich gesagt hat es zählt nur was er schreibt da kann man nichts machen...meine suizidgedanken sind allen bewußt und meine ärzte schreiben ja arztbriefe ohne ende in denen sie schreiben dass mich der druck der lva noch mehr dahin treibt aber die lva stöhrt das nicht im geringsten....die sagen auch mit diesen einschränkungen kann man arbeiten zb als pförtner...ich bin halt total verzweifelt weil arbeiten und so zu tun als wäre alles sonnenschein war nicht der richtige weg da bin ich kolabiert.....nicht arbeiten zu gehen und nur das zu tun was ich mir momentan zutraue und was ich schaffe das will mich die lva nicht machen lassen.....das dies alles meine hoffnungslosigkeit noch verstärkt und ich noch weniger lebensmut habe ist dann die folge....am 3.12 ist der neue gutachtertermin davor graut mir jetzt schon.ja mein fehler mag schon sein dass ich immer versuche so zu tun als ginge es mir gut das sagt mein psychologe auch aber es fällt mir so unendlich schwer sogar beim psychologen mich zu öffnen weil in dem momentan breche ich in tränen aus und damit komme ich immer noch nicht klar.ich war immer ein total starker mensch der fünf sachen gleichzeitig machen konnte ohne probleme zu haben.nach beginn des rückenproblems habe ich noch mehr gemacht nur um nicht zur ruhe zu kommen weil in ruhe alles hochkam und ich zusammengebrochen bin.darum habe ich lange zeit eine scheinwelt für meine mitmenschen aufrecht erhalten was aber sehr anstrengend war daher dann der zusammenbruch.ach es ist halt alles momentan zu viel für mich....aber danke dass man hier ein wenig von seinen problemen erzählen darf....ich heiße übrigens martina

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    3. Hallo Martina,
      da hast du ja wirklich schon viel durchmachen müssen. Ich weiß nur immer nicht, ob so zu kämpfen der richtige Weg ist. Irgendwie steht es im Widerspruch zur Diagnose. Die LVA zieht daraus womöglich die falsche Schlüsse. Verwende doch diese Energie lieber darauf, dich den Ärzten und Gutachtern zu zeigen, wie du wirklich bist mit all deiner Scham und deiner Verletztheit. Ich weiß, dass das für dich schwerer wird, als zu kämpfen, aber ich glaube, es wird dir am Ende mehr nützen. Wenn du weinen musst beim Gutachter - wunderbar! Dann hat er etwas für seine Akten. Ich habe auch geweint bei meinen Terminen. Das ist so, wenn man depressiv ist. Depressive Menschen sind verletzt und Tränen sind die Blutstropfen der Seele. Zeig ruhig, wie verletzt du bist, dann wird man dir auch helfen. Es wird jedenfalls Zeit, dass dir jemand hilft. Doch bedenke, was ein anderer nicht sehen kann, wird ihn auch nicht zum Handeln bewegen.
      Ich drücke dir die Daumen für den 3. Dezember!

      Liebe Grüße

      Benno

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  48. Hallo,

    ich bin seit Oktober diesen Jahres ausgesteuert worden. Vorausgegangen sind 78 Wochen Krankschreibung wegen Depression und Angstzustände.
    Auf anraten meines Psychiaters begebe ich mich in eine Psychosomatische Klinik. Hier soll meine "Arbeitsfähigkeit" bewertet werden.

    Hier meine Vorgeschichte:
    Ich bin 42 Jahre alt, verheiratet und ein Kind.
    Die Ursache für meine Leiden sind in meiner Kindheit zu finden.
    Man steckt es halt nicht so ohne weiteres weg, wenn man als Kind eines schweren Alkoholikers mit fast täglichen Wutanfällen und jahrelangen Terror traktiert wurde. Ich kann mich noch recht gut an viele schreckliche Dinge erinnern. Eines davon war, wie verzweifelt unsere damalige Mutter doch gewesen sein muss, wie sie mit uns vier kleinen Kindern, des Nachts im Winter herumirren musste, weil sie unser Vater schlug und im Alkoholrausch fertig machte. Dies ist nun mehr als dreißig Jahre her, aber es ist für mich immer noch gegenwärtig. Für meine Mutter hatte dieser Horror bis zu ihrem qualvollen Tode kein Ende gehabt, musste sie doch bis zuletzt Leiden.
    Meine Geschwister mussten diesen Erlebnissen in der Kindheit Tribut zollen. Ein Bruder hat den selben Weg wie mein Vater genommen und ist dem Alkohol bis zu seinem Tode mit 44 Jahren verfallen. Meine anderen Geschwister haben zunächst wie ich auch ein Leben lang gekämpft und versucht unser Leben zu meistern, doch wir alle scheiterten nach und nach.
    Da ich in den Jahren eine große Mauer um mich herum aufgebaut habe und so gut wie niemanden mehr vertraue.










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  49. Hallo Karl,
    das ist eine traurige Geschichte, eine Geschichte, die betroffen macht. Es tut mir leid, dass du so eine miese Kindheit hattest. Das gute ist aber, dass du nun die Gelegenheit hat, das alles zu verarbeiten und dann hinter dir zu lassen. Heute bist du kein Kind mehr und von deinem Vater abhängig. Heute kannst du ihn getrost in die Wüste schicken, denn er war kein Vater für dich. Die Klinik ist ein guter Anfang. Wenn du dich darauf einlassen kannst, wen du willst, dass dein Leben eine Wendung nimmt, dann kannst du dort eine Menge lernen. Noch bist du ein Opfer deiner Zeit und Umstände, aber schon bald wirst du lernen, die Verantwortung für deine Gefühle an dich zu nehmen.
    Danke Karl, für deinen Beitrag und den Mut, hier zu posten. Wie du gesehen hast, sind die Männer in der Regel nicht so offen.

    Alles Gute für dich, Karl!

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  50. Hallo Benno,heute habe ich endlich Post von der VDK bekommen,das ich demnächst einen Termin bei einem Gutachter ( Psychologen ) bekomme.Das ist schon mal ein Teilerfolg wenn man sich überlegt,das ich zuerst nicht mal einen Gutachtertermin bekommen sollte,sondern diesen dann selber für eben 1000-1500 € zahlen müßte.Vielleicht ist das jetzt meine Chance endlich verstanden zu werden. LG Sylke

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    1. Na Gott sei Dank! Das ist ja wenigstens mal ein Lichtblick! Ich drücke dir die Daumen, dass nun alles eine positive Wendung nimmt.

      Liebe Grüße

      Benno

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  51. Hallo Benno,Du ich brauche Deinen Rat.In meinem psychologischem Krankenhausbefund steht: Patientin weicht direktem Blickkontakt aus.Das war mir nicht bewußt und wenn ich nun zum Gutachter muß was mache ich da, ist es besser den Blickkontakt zu erwidern ?

    LG Sylke

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    1. Hallo Sylke,
      auf gar keinen Fall solltest du dich anders verhalten als sonst. Natürlich ist man beim Gutachter immer auch aufgeregt, vielleicht sogar etwas neben der Spur. Umso besser! Er soll ja sehen, wie du bist, wie es dir geht und wo die Schwierigkeiten liegen. Den Blickkontakt nicht zu halten, zeugt von einer unsicheren Persönlichkeit. Psychisch Kranke in Krisen könne nur schwer den Blickkontakt halten. Sie wirken eher abwesend, in sich gekehrt. Wenn du dich bemühst den Blickkontakt zu halten, machst du dem Gutachter etwas vor und das verfälscht nur unnötig das Bild. Liebe Grüße
      Benno

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    2. Da hast Du Recht,ich bin jetzt schon ganz neben der Rolle.Aber zuerst muß ich mal wieder nach einmal Blutgerinsel in der Hauptschlagader gucken lassen,da man im Krankenhaus auf der linken Seite den schwarzen Starr diagnostiziert hat und mein Neurologe heute sagte ,das könnte Vorboten für einen erneuten Schlaganfall sein.Aber Dir danke ich sehr für Deine Ratschläge ,sobald ich Probleme habe denke ich an Deine Seite !

      LG Sylke

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  52. Hallo Frank,
    ich bin seit 5 Jahren krank hatte nach langem Kampf eine befristete Rente für ein Jahr wegen Depression bekommen. Nun ist die Rente abgelaufen und ich habe rechtzeitig (8 Monate vor ablauf) einen Antrag auf Verlängerung gestellt, die Rentenkasse hat den Eingang bestätigt. Nun bekomme ich aber schon 3 Monate kein Geld mehr selbst den Anteil für Krankenkassenbeiträge die die Rentenkasse zahlen sollte zahle ich selbst.
    Was kann ich tun die Rentenkasse lässt sich Zeit.
    LG. Maik

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    1. Hallo Maik, an deiner Stelle würde ich zum Arbeitsamt gehen. Soweit ich weiß zahlen sie dir übergangsweise Arbeitslosengeld oder Hartz4, bis dein Antrag durch ist. Wenn deine Rente dann bewilligt wird, gleichen die Ämter das untereinander aus. Du bekommst dann eben weniger Nachzahlung. Ich würde das baldmöglichst tun, denn dein Anspruch beginnt erst mit Antragstellung.

      Liebe Grüße

      Benno

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    2. Hallo Benno,
      vielen Dank für Deine Information.
      Ein frohes Weihnachtsfest für Dich und Deine Familie.
      LG Maik

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  53. hallo frank,
    tolle idee diese seite!seit ich letztes jahr mit einer mittelschweren depression (burn-out) 10 wochen in einer psychiatrischen tagesklinik war, weiß ich, dass ich schon mit anfang 20 depressionen hatte- ich wußte nur nicht, dass es welche sind......ab 18 hatte ich dann auch erhebliche rückenschmerzen und wurde mit 34 bereits deshalb operiert. ich habe aufgrund des rückens bereits 2 anträge auf erwerbsminderung gestellt, aber beide wurden abgelehnt. jetzt habe ich nach vielen jahren des kämpfens im job u. nach bereits vollzogener umschulung vor, einen neuen antrag zu stellen. ich wurde dieses jahr im märz ausgesteuert u. habe mich danach arbeitslos gemeldet. beziehe jetzt also alg 1-habe mich allerdings schon wieder krank schreiben lassen müssen, da es mir momentan zwar seelisch besser geht,aber der rücken wieder streikt. hast du irgendwelche tipps für mich, wie ich vorgehen soll bei der beantragung. ferner habe ich auf den rücken nur 20% bekommen u. frage mich, ob ich zuerst einen verschlimmerungsantrag bzgl. der prozente stellen soll....bei den letzten ablehnungen haben mir die medizinischen gutachter übrigens gesagt, ich sei zu jung für eine rente......ich frage mich, was meine erkrankungen mit meinem geburtjahr (1968) zu tun haben.....ich habe wirklich angst, dass sie die rente wieder ablehnen, da meine belastbarkeit so gering ist, dass ich mir momentan nicht mal einen 450euro job vorstellen könnte. es ist extrem schwer, sich einzugestehen, dass man nicht mehr erwerbsfähigkeit, finde ich.zumal ich eine umschulung in meinem traumjob bekommen habe. aber auch dieser geht mir so auf die psyche, dass ich ihn nicht mehr ausüben kann. ich merke gerade, dass ich mich schon wieder rechtfertige u. damit wollte ich eigentlich aufhören. lg

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  54. hallo frank- ich nochmal ;-)
    ich wollte den antrag jezt auf die depression beziehen, falls das nicht deutlich wurde. oder soll ich den auf beide sachen stellen? lg

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  55. Hallo Anonym vom 30.05.14 01:28,
    ich habe seinerzeit den Antrag auf EM-Rente ausschließlich auf die Depression gegründet. Das war der Grund, weshalb ich nicht mehr arbeiten konnte. Darauf habe ich mich konzentriert. Parallel zu diesem Antrag beantragte ich die Schwerbehinderung. Ich hatte gleich beim ersten Rentenantrag Erfolg und würde es deshalb wieder so machen. Beim Antrag auf Schwerbehinderung kannst du ja dann alle anderen Beeinträchtigungen auch mit aufführen. Dieser Vorgang wird mit zur Bewertung deines Rentenantrages heran gezogen. Wegen eines Rückenleidens ist es sicher schwerer als erwerbsunfähig eingestuft zu werden. Ein Berufsunfähigkeit ist da vielleicht eher drin. Im Übrigen kenne ich auch jüngere Rentner, also nach 68 geboren. Wenn du nicht arbeiten kannst, kannst du nicht arbeiten und fertig!! Dann gehst du eben solange zum Arzt, dis es auch der letzte Gutachter begriffen hat. Übrigens möchte ich auch kein Gutachter sein. Diese Menschen sollen in 60 Minuten darüber entscheiden, ob du auf Dauer arbeitsunfähig bist oder nicht. Wie soll das gehen? Nicht jeder trägt den Kopf unter dem Arm...
    Viel Erfolg bei deinem Anliegen, gute Besserung für den Rücken und liebe Grüße aus der Ferne! Benno

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  56. Hallo,

    erstmal danke für diese Webseite, bin zufällig drauf gestoßen und muß sagen, daß ich dadurch wieder ein wenig Hoffnung schöpfen kann. Ich bin noch jünger (37), bin aber seit knapp 15 Jahren arbeitsunfähig bzw ohne Arbeit. Habe ein schweres Rheumaleiden, Schmerzpatient, Gehbehinderung usw. (80% Schwerbehinderung) Irgendwann wurde ich dann von einem Sachbearbeier von der Arge "genötigt" einen Rentenantrag zu stellen, weil der meinte dann wird man ja sehen ob ich noch arbeiten könnte.

    Erst kam ich zu einem orthopädischen Gutachter, wo ich mir vorkam wie ein Stück Fleisch, schlußendlich hat er der DRV mitgeteilt dass ich noch (eingeschränkt) arbeitsfähig sei (Telefonjob?).

    Ich leide schon lange unter Schwermut, aber hab mich irgendwie nie getraut das bei Ärzten und auch bei der DRV anzusprechen, doch war ich zu dem Zeitpunkt so am Ende, dass ich den Mut aufbrachte und es der DRV schilderte. Ich bekam ein erneutes, diesmal psychologisches Gutachten, wo ich dann erstmals in der Lage war über meine Probleme zu sprechen und der Gutachter teilte mir noch bei dem Gespräch mit, dass er den Rentenantrag auf jeden Fall befürworten wird.(wg Depressionen in Verbindung mit meinem körperlichen Leiden)

    Ich bekam erstmal 3 Jahre Rente wegen voller Erwerbsminderung, mir ist damals so ein Stein vom Herzen gefallen und ich bekam mein Leben für mich wieder in den Griff, auch wenn ich grad mal 200€ Rente bekomme und der Rest von der Grundsicherung aufgestockt wird, aber ich war einfach zufrieden - bis dann der Zeitpunkt näher rückte, dass die 3 Jahre abliefen. Ich wurde wieder depressiv, stimmungsschwankend ohne Ende, hatte ständig Angst vor Post und Telefon, habe die wenigen Freunde und meine Freundin in der Zeit verloren, weil ich unausstehlich war und mich so stark auf sie fixiert habe, an nichts mehr Spaß hatte.

    Natürlich mußte ich zu einem neuen Gutachten, ich war so nervös und der Gutachter hatte sich kaum Zeit genommen und ließ mich kaum zu Worte kommen, war abwertend, ich hab fast kein Wort rausbekommen (hab eigentlich so die wichtigen Punkte gar nicht angesprochen und kam mir total doof vor), er meinte er hätte Bauchschmerzen wenn er mich einfach so weiter in Rente schicken würde, weil nichts getan wurde in den letzten 3 Jahren und etwas geschen müsste, sodass es voran geht mit mir.

    Ich war in der Zeit nur beim Rheumatologen und Hausarzt in Behandlung, war nie bei einem Psychiater/Psychotherapeuten, welcher mich da untersützen könnte, ich habe mich immer davor gedrückt, weil es mir am besten geht, wenn ich keine Termine habe und keinen Druck, einfach mein Leben in Ruhe leben kann, ein sehr einfaches Leben, aber nur so komme ich zurecht.

    Kurze Zeit später, vor ein paar Tagen kam dann der Brief der DRV, ein Formular zur Teilnahme an einer psychosomatischen Rehamaßnahme, welche meine Erwerbsfähigkeit ja verbessern könnte. Ich kann gar nicht beschreiben wie ich mich seitdem fühle, ich kann kaum klar denken, ich habe Panikattacken und Ängste, Herzrasen und krieg seit Tagen keinen Bissen runter, kann nicht schlafen, bin nur am grübeln und finde keinen einzigen positiven Gedanken. Ich versuche ständig zu verdrängen, aber das funktioniert nicht, ich hab grad auch keine einzige Person, der ich mich anvertrauen könnte.

    Jetzt habe ich aber durch Lesen ihrer Erfahrungen ein wenig Hoffnung geschöpft, ich kann unmöglich für einige Wochen in eine stationäre Rehaklinik, das würde ich nicht aushalten, aus meiner gewohnten Umgebung raus und mit anderen fremden Menschen, in einer fremden Umgebung, habe ziemlich sicher sowas wie eine soziale Phobie, würde nicht einen Moment zur Ruhe kommen, das ist für mich die Hölle.

    Der Reha-Ort wird mir erst mitgeteilt wenn ich den Anmeldebogen ausgefüllt habe, also kann ich da mit keinem telefonieren, ich bin zur Zeit echt am verzweifeln.

    2. Teil kommt sofort

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  57. Ich könnte evtll beim Sozialverband anfragen, ob ich da Hilfe bekomme, kann ich nicht sagen.

    Was würden sie mir empfehlen? An wen wende ich mich und welches sind die richtigen Worte bzw Gründe, sodaß die Rehamaßnahme vielleicht doch noch zurück gezogen wird?
    Soll ich mit der DRV telefonierten und meine Ängste schildern?

    Würde mich wahnsinnig über eine Antwort freuen

    lg Thomas (sorry für den langen text, ich hab schon versucht mich kurz zu halten)

    ps Sollte ich mir vielleicht doch einen Psychotherapeuten suchen, vielleicht allein schon damit ich mich jemandem anvertrauen kann und der mich dann in Zukunft untersützen könnte?

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  58. Hallo Thomas,
    zunächst einmal Danke für dein Vertrauen und dein Interesse an meinem Blog! Ich verstehe gut, wovon du berichtest und weiß ungefähr, wie du dich fühlst. Ich habe ähnliches erlebt. Erst als die Rente unbefristet genehmigt wurde, fand ich wirklich Ruhe. Mein Kopf fand immer tausend vernünftige Gründe, dass ich mich nicht sorgen müsste, aber meine Gefühle schienen eigene Wege zu gehen.
    Eine Reha dauert 4-6 Wochen. Du bist jetzt viele Jahre arbeitsunfähig. Glaubst du im Ernst, so eine Reha kann und will da etwas richten? Aus meiner Sicht hat die Reha eher den Zweck, heraus zu finden, wie es um deine Gesundheit wirklich steht. Für einen Gutachter ist das keine leichte Aufgabe, zumal er dich überhaupt nicht kennt. Während der Reha wird dann interdisziplinär geschaut, wie es um dich steht. Du hast also nichts zu befürchten. Und wenn die Angst einfach nicht weg gehen will? Als ich zur Reha sollte, bin ich, nachdem ich erfahren hatte, wo das sein soll, hin gefahren und habe ihnen meine Ängste geschildert und welchen Druck die anstehende Reha auf mich ausübt. Ich hatte Angst, meine Partnerin zu verlieren, war ziemlich kopflos, so in etwa wie du es jetzt bist. Im Ergebnis dieses Gesprächs wurde die Reha wieder gecancelt und ich bekam den begehrten Rentenbescheid ohne Reha. Die Situation ist also noch nicht aussichtslos für dich. Lass dir einen Termin geben für ein Vorgespräch, wenn du weißt, wohin die Reise gehen soll!
    Parallel rate ich dir dazu, regelmäßig einen Psychiater aufzusuchen. Öffentliche Stellen tun sich umso schwerer, je jünger die Patienten sind. Also sorge dafür, dass sie die Argumente bekommen, die sie brauchen, um eine Entscheidung in deinem Sinne zu treffen. Wenn du dir Unterstützung von einem Psychologen wünscht, dann ist auch das eine gute Idee. Psychologen sind aber meist keine Ärzte und werden demzufolge auch nicht zu ärztlichen Stellungnahmen heran gezogen.
    Ich hoffe, ich kann dir ein wenig weiter helfen! Alles Gute, Thomas! Liebe Grüße Benno

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  59. Hallo Benno, danke für deine Antwort und die aufbauenden Worte. Ich hab mir einen Termin bei einem Psychiater/Psychoterapeuten besorgt, aber das Erstgespräch lief nicht so wirklich zufriedenstellend ab, hatte mich gefragt ob ich Medikamente verschrieben haben möchte und ich meinte bin mir nicht so sicher und dann meinte er wie er mir helfen könnte und ich hab davon gesprochen, etwas selbstbewusster zu werden, was gegen meine Ängste zu tun, Kraft zu tanken und da meinte er dafür müsse eine tiefenpsychologische Therapie her und die könnte er nicht anbieten, weil er dafür keine Kapazitäten mehr hat. Er meinte ich soll weiter versuchen einen Psychotherapeuten zu finden (hab schon einige angerufen, aber nirgends einen Termin bekommen, wenn dann 1 Jahr Wartezeit)

    Wenn ich nicht so unsicher wäre, was ich wirklich brauche bzw was mir wirklich hilft, evtll ist ja eine psychiatrische Behandlung auch sinnvoll, aber mir kam es nicht so vor als wäre das diesem Arzt alles ein wenig zuviel was ich da angesprochen hatte, er hatte auch nicht sonderlich viel Zeit und wirklich wohl gefühlt hatte ich mich erstmal nicht.

    Vielleicht sollte ich es ja nochmal mit diesem Psychiater versuchen, anrufen und um einen neuen Termin bitten, zumindest dass ich irgendeine fachliche Unterstützung habe, die der DRV Auskünfte über meine Krankheit geben kann?

    Ich bin mir so unsicher, würde mich so gern mal jemandem anvertrauen und ein wenig Unterstützung bekommen, vielleicht ja auch mal Antidepressiva oder ähnliches verschreiben lassen.

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  60. Noch was, wenn mich das nächste mal ein Psychiater fragt "Was erwarten sie sich von mir bzw wie kann ich ihnen helfen?", was antworte ich ihm am besten, sodaß ich nicht wieder abgewimmelt werde und er mich nicht in Behandlung nimmt?

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  61. Hallo Thomas,
    Ängste und Unsicherheit gehören dazu. Schließlich geht man nicht mal einfach so zum Psychiater. Vermutlich hat er dich verunsichert mit seinen Fragen. Es war aber richtig diese Fragen zu stellen. Er kann dir nicht helfen, wenn du nicht mitgehst. Darum fragt er so etwas. Hier im Blog kannst du sehr schön beschreiben, was du willst. Du fühlst dich unsicher, weißt nicht wirklich, was gut für dich ist und wünscht dir hier Unterstützung. Du weißt nicht, ob du Antidepressiva nehmen sollst. Und wie wäre es, es auszuprobieren? Wenn dir das Ergebnis nicht gefällt, kannst du die Medikamente doch jederzeit wieder absetzen?
    Wenn die Anspannung vor dem nächsten Besuch wieder so groß ist, dann rate ich dir dazu, dir vorher aufzuschreiben, was du vorbringen willst. So mache ich das immer, wenn ich aufgeregt bin.
    Und was du dir sonst noch von einem Psychiater wünscht? Wolltest du nicht Unterstützung bei deinem Vorhaben, die Rente zu bekommen? Wolltest du nicht, dass in Zukunft besser dokumentiert ist, wie es um dich seelisch steht? All dies sind mögliche Antworten auf die Eingangsfrage deines Psychiaters. Gehe einmal in dich und stelle dir selbst diese Frage. Und dann schreibst du die Antworten am besten auf, ehe sie gleich wieder verschwinden. Liebe Grüße Benno

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  62. Vielen Dank, Benno, ich werd das mal in Angriff nehmen. Ich muß das jetzt endlich mal durchziehen, hab mich zu lang versteckt und vieles verdrängt, weil ich nur meine Ruhe haben wollte. Jetzt muß ich die Rechnung zahlen.

    lieben Gruß, Thomas

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  63. Hallo,

    ich bin durch Zufall auf diese Seite gestossen und bin erstaunt, wie sich die Krankheitsgeschichten gleichen und wie viele Menschen betroffen sind.
    Ich selbst bin 38Jahre alt und habe Angststörungen seit meinem achtzehnten Lebensjahr.
    Ich hatte mit zwei Jahren eine lebensbedrohliche Lungenentzündung und wurde damals, wie in der ehemaligen DDR üblich über drei Wochen im Krankenhaus isoliert und das ohne jeglichen Kontakt zu meinen Eltern. Ich glaube, da fing alles an. Als ich neun Jahre alt war, ließen sich meine Eltern scheiden und mein Vater lief auf der Straße wie ein Fremder einfach an mir vorbei. Ich muss dazu sagen, ich habe noch einen jüngeren Bruder, der bedingt durch seine Krankheit(Asthma) immer bevorzugt wurde. Sofühlte es sich zumindest in meiner Kindheit an. Ich schlug mich so durch und hatte mit achtzehn Jahren meine erste Panikattacke, ohne zu wissen, was eigentlich mit mir passiert. Ich lernte meinen damaligen Mann kennen, bekam meine drei Kinder und konnte durch Vermeidungsverhalten und Strategienmeine Angstattacken gut in Schach halten. Zeitgleich war ich immer wieder in psychologischer Behandlung, das erste Mal mit achtzehn Jahren in einer Tagesklinik, danch immer wieder ambulante Psychotherapie.
    Wie das Leben so spielt, hat meine Ehe nicht gehalten, mein Mann betrog mich mehrfach und so zog ich den Schlussstrich unter meine Ehe.
    Mein Exmann dachte, dass sei nur eine Phase und bedingt durch meine Krankheit, sei ich auf ihn angewiesen. Doch mir war es ernst und so trennte ich mich von ihm. Zum Abschied gab er mir einen Satz mit auf den Weg, der lautete: Die Kinder werde ich Dir wegnehmen, eins nach dem anderen. Das traurige daran ist, aufgrund meiner Krankheit und dem daraus resultierenden Mangel an Kraft, habe ich es nicht geschafft, zwei meiner Kinder leben seit geraumer Zeit bei ihrem Vater. Das war, glaube ich,der I-Punkt, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Nach jahrelangem Streit über Sorge- und Aufenthaltbestimmungsrecht, habe ich aufgegeben und komme mir unendlich schuldig vor, da ich sehe, wie sehr sich meine Kinder seitdem verändert haben und so beeinflusst werden, dass sogut wie kein Kontakt mehr besteht.
    Auf Empfehlung meiner Psychologin habe ich mich im Januar nach viermontiger Krankschreibung in eine Tagesklinik einweisen lassen. Dies hat mir teilweise geholfen, aber wirklich besser geht es mir nicht. Im September läuft nun mein Krankengeld aus und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Hätte ich Chancen auf Bewilligung der EM-Rente? Ich bin fix und fertig, vielleicht hat jemand einen Rat für mich. LG

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  64. Hallo Anonym vom 7.7.14 11:43!

    Das ist eine traurige Geschichte, die du da zu erzählen hast. Ich bin sehr berührt. Sicher zuletzt nicht deshalb, weil ich ähnliches erlebt habe. Wenn eine einvernehmliche Trennung nicht möglich ist und Kinder im Spiel sind, wird derjenige, der guten Willens ist, wohl immer den Kürzeren ziehen. Aus Liebe zu meinem Kind habe ich mich damals zurück gezogen, weil das Zerren und Aufblasen "Ich bin der bessere Vater/die bessere Mutter einfach nicht aufhören wollten. Gut es ist es bis heute nicht, aber zumindest herrscht Ruhe. Zum Krach gehören immer Zwei und da wollte ich raus. Es ging mir wie dir, ich hätte das auch nicht länger geschafft. Seither fühle ich mich schuldig an meiner Tochter. Ich habe mich getrennt. Doch tat ich dies ja nicht aus Jux und Tollerei. Ich war krank. So langsam sollte ich mir das verzeihen können und du dir auch. Was meinst du?
    Ob du eine Chance auf die Rente hast? Das vermag ich nicht einzuschätzen. Eine statistische Chance hast du zumindest. Die liegt bei etwa 50%. Wenn du nicht arbeiten kannst, weil du krank bist, wirst du die Erwerbsminderungsrente auch bekommen, denke ich. Dafür ist sie da. Stelle den Antrag, dann weißt du in einem halben Jahr mehr. Du hast ja nichts zu verlieren dabei, oder? Liebe Grüße Benno

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  65. Ich habe sehr interessiert Eure Informationen gelesen, sie haben mir ein wenig Mut gemacht, daß der Weg weiter geht.
    Bin seit Monaten krank mit Depression, seit 2 Jahren Psychotherapie, seit 1 Jahr Antidepressiva, die massiv erhöht werden mussten, warte auf stationären Therapieplatz und weiß meinen kranken Sohn gut versorgt.Bin al.einerziehend, er ist seit Geburt mehrfach krank, seit 2 Jahren auch depressiv in Behandlung. Ich sehe noch überhaupt keinen Ausweg für Kind und Arbeit Energie zu haben... und spüre nur, daß nur er allein mich unendlich viel Kraft kostet. Das macht micht sehr traurig, weil es niemanden gibt, der ihm andere Erfahrungen vermitteln kann, aus der Kernfamilie sind alle verstorben. Bislang hat mir langfrisitges Nachdenken Sicherheit gegeben und Dein Blog hat mich beruhigt, es gibt Auswege. Vielen Dank für die vielen aufmunternden Kommentare.
    Wünsche jedem hier viel Kraft!

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  66. Hallo Anonym vom 03.08.14 10:43,
    es freut mich zu lesen, dass du hier im Blog Hilfe erfahren kannst. Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht, aber du tust das Richtige, für dich und auch für deinen Sohn. Eine geschwächte Mama kann keine ausreichend gute Mama sein. Jetzt musst du erstmal an dich denken. Darin bist du vermutlich nicht so gut. Die Therapie wird dir gut tun, wenn du dich darauf einlassen kannst. Eine stationäre Therapie ist viel umfassender, als eine ambulante Therapie es sein kann. Mir hat sie damals jedenfalls sehr geholfen. Durch die Therapie gingen doch einige Tüten auf und ich konnte wieder Licht sehen und so etwas wie Hoffnung schöpfen. Ich war damals dreimal bereit, aus dem Leben zu gehen. Einmal hat es meine Exfrau verhindert und zweimal habe ich mich in meiner Verzweiflung zu dusselig angestellt und bin wieder aufgewacht. Heute habe ich seit Jahren keine suizidalen Gedanken mehr. Damals war ich am Ende, heute lebe ich wieder gern und es geht mir gut. Nicht himmelhochjauchzend, aber eben auch nicht zu Tode betrübt. Ich bin zufrieden mit meinem Leben und das zu schaffen, wünsche ich dir auch! Alles Gute und liebe Grüße von Benno!

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  67. hallo
    ich leide schon seid 20 Jahren unter Depressionen.Dein Blog macht mir Mut. Seit 11/2 Jahren ist es ganz schlimm...ständig wieder Einbrüche..Klinik Aufenthalte häufen sich. Mein Krankengeld läuft in ein paar Monaten aus und ich weis nicht ob ich es schaffe wieder als Krankenschwester zu arbeiten . Ich habe große Angst davor....Aber ich habe auch Angst in Rente zu gehen.Mit 48 Jahren steht mir doch kaum etwas zu. Und dann ?? Wo bekomme ich dann noch Unterstützung her? Ich lebe alleine...Es ist wirklich ein schwerer Schritt ..ich grübel und grübel soll ich oder soll ich nicht.Diese Mutlosigkeit ist schlimm....

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  68. Liebe Leserin vom 07.09.14 19:01,
    zwanzig Jahre Depression ist eine lange Zeit. Obwohl ich mich nun schon viele Jahre mit diesem Thema befasse, vermag ich nicht ermessen, was dies im Einzelfall bedeutet. Wenn du Zweifel hast, ob du wieder arbeiten kannst, dann wirst du deine Gründe dafür haben. Vertrau deinem Gefühl! Ich finde, du hast dich jetzt wirklich lange genug gequält! Du musst dich nicht schämen, einen Rentenantrag zu stellen. Du bist schwer krank. SO krank, dass du viele Wochen schon nicht mehr arbeiten konntest. Du hast Klinikaufenthalte hinter dir und stürzt dennoch immer wieder ab. Ich denke, es ist an der Zeit, einmal etwas anderes auszuprobieren. Ich war auch 48, als ich meinen Rentenantrag stellte. Unterstützung bekommst du in diesem Fall direkt in der Rentenstelle. Du kannst hierfür online einen Termin beantragen. Du brauchst den Rentenantrag nicht selbst ausfüllen. Das können die dort viel besser. Wichtig ist nur, dass du die Daten deiner behandelnden Ärzte und Kliniken parat hast und die Zeiträume der Klinikaufenthalte. Und dann geht es los. Nach dreißig Minuten ist schon alles überstanden. Und wenn du nicht weißt, ob du sollst oder nicht, dann schau auf das, was du tust. Schau auf das, was dein Körper dir zeigt. Sieht das danach aus, dass die Arbeit dich gesund machen wird? Geh mal hin und stelle einen Rentenantrag! Wenn du wieder gesund bist, kannst du auch wieder arbeiten gehen. Jetzt ist nicht der Zeitpunkt hierfür. Jetzt brachst du Ruhe und finanziell den Rücken frei. Das alles kann dir nur die Rente bieten. Ich hoffe, du kannst dich hierzu entscheiden. Liebe Grüße und Danke, dass du meinen Blog besucht hast! Benno

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  69. Hallo. Bin jetzt fast 3Jahre mit Depressionen und Panikattacken krank.
    Morgen muss ich nun zum Gutachter wegen meinem Rentenantrag.
    Bin vor lauter Angst nervlich fertig.

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  70. Liebe Karin,
    ich kann dein Herz bis hierher klopfen hören. Ich war damals auch so aufgeregt. Mein Tipp: Schreib dir alles auf, was dir Schwierigkeiten im Leben bereitet, alles was du nicht mehr oder nicht mehr gut kannst, aber früher konntest und nimm den Zettel mit ins Sprechzimmer. In der Aufregung kommt man manchmal falsch herüber. Konzentriere dich darauf, dass du nicht mehr arbeiten kannst, dass das Leben dich überfordert. Ohne Grund bist du nicht drei Jahre krank. Das muss auch ein Gutachter anerkennen. Vielleicht ist es ja auch nur eine Formsache. Ich drücke dir jedenfalls beide Daumen und wünsche dir von Herzen, dass alles so ausgeht, wie du es dir wünscht. Dann wirst du bald Ruhe finden. Liebe Grüße Benno

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  71. Da hat mir einer aber voll aus der Seele gesprochen,mein Antrag läuft schon seit 9 Monaten und noch ist nichts entschieden:doch in allem was du schreibst, hast du Recht.Jeder muss an sich selbst denken, es macht kein anderer.Ich bin 56 und habe seit 6 Jahren Depressinen, mal mehr, mal weniger.aber wie es in mir aussieht, weiss nur ich allen.Dir alles Gute und danke für die Tipps.

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  72. Lieber Leser vom 28.09.14 13:12,
    herzlichen Dank für dein freundliches Feedback! Wenn du schon 9 Monate wartest, wirst du sicher in den nächsten Tagen deinen Bescheid erhalten. Ich drück dir fest die Daumen. Liebe Grüße Benno

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  73. Hallo ich habe mit großem Interesse den Blog gelesen.Ich bin selbst betroffen nur stehe ich noch am Anfang und muß sagen einmal ist mein Rentenantrag schon abgelehnt worden.Habe Berufung eingelegt und warte nun.Momentan verschlimmert mein Zustand sich, da das Arbeitsamt nicht wirklich mit "psychischen Problemen " umgeht.Ich soll eine 5 Monate dauernde Berufspraktische Weiterbildung machen ,als ich dem Sachbearbeiter mitteilte das ich wegen Panikattacken zeitweise kein Auto fahren könnte kam als Antwort:Das ist nicht unser Problem hier sind auch Leute die haben keinen Führerschein und müssen somit auch schauen wie sie hinkommen.Ausserdem müsste ich darüber nachdenken ob ich überhaupt Rente bekommen würde denn wenn sie abgelehnt werden würde was dann.Ich weiß nicht wie ich das schaffen soll,ich geh schon regelmäßig zum Psychologen .Nur die Angst wird jeden Tag größer.Vielleicht hat jemand Erfahrungen gesammelt und kann mir einen Rat geben.GLG

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  74. Lieber anonymer Leser vom 06.10.14 16:16!
    Ich kann gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Alles ist ungewiss und nun behandelt man dich auf dem Amt auch noch ausgesprochen unsensibel! Aber irgendwie hat er Recht. Deine Gesundheit ist nicht sein Job. Sein Job ist, dich in Arbeit zu bringen und das versucht er. Er ist also nicht der rechte Ansprechpartner für deine Probleme. Du solltest zum Arzt damit gehen. Ist dein Psychologe auch Psychiater? Wichtig ist, dass aktenkundig wird, wie es dir geht. Psychologen werden bei späteren Begutachtungen in aller Regel nicht befragt. Ich würde zum Psychiater gehen und ihm diese Ängste schildern. Das halte ich für wichtig. Liebe Grüße Benno

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  75. Danke für die Antwort.Ja er ist auch Psychiater,war heute bei Ihm und hab mit Ihm über das Problem gesprochen und er wird mich krank schreiben.Allerdings meinte er es könnte dann finanziell enger werden ,aber das müßte man abwarten.Aber er wußte auch nicht wie weiter vorgegangen wird wenn die Rente zum 2. Mal abgelehnt wird .Diese Ungewißheit das macht mich noch fertiger ..aber es tut gut hier zu schreiben weil ich mich verstanden fühle ..nochmal danke glg Andrea

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  76. Hallo Andrea,
    gut, dass dich dein Arzt erst einmal raus zieht. Finanziell geht es in etwa so weiter: Maximal 78 Wochen Krankengeld, danach die Rente oder eben Sozialhilfe. Irgendein soziales Netz greift meiner Erfahrung nach immer. Wenn du aber nachweislich nicht arbeiten kannst und Ärzte dir das bestätigen, am besten verschiedene, dann wirst du auch die Rente bekommen. Ich habe damals stationäre Therapien gemacht. All diese Berichte führten dazu, dass eine Rente bewilligt wurde. Es ist wichtig, dass erkennbar wird, dass die Depression dein Leben bestimmt, bzw. beeinträchtigt und es ist wichtig, dass dies aktenkundig ist. Ich habe damals auch einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt. Das kann man mit der Diagnose Depression. Ich würde dir auch hierzu raten. Je mehr Input die Rentenkasse kriegt, umso besser. Gute Besserung, liebe Andrea! Benno

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  77. Danke für die echt guten Ratschläge ,ich werde alles versuchen ,aber jetzt sagte jemand ich soll nur dabei aufpaasen das sie mir die Fahrerlaubnis nicht entziehen würden ,das würde ganz oft durch Erwerbsminderungsrente aus psychischen Gründen in Erwägung gezogen.Das wäre natürlich ganz bitter ,denn ich wohne in einer ländlichen Gegend wo öffentliche Verkehrsmittel rar sind..LG

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  78. Hallo Anonymus vom 10.10.14 19:24,
    mir ist noch nicht zu Ohren gekommen, dass jemandem wegen einer Depression der Führerschein entzogen wurde. Ich denke, dass sieht unsere Gesetzgebung so auch nicht vor. Selbst als ich in der Klinik Medikamente bekam, die die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigten und es mir untersagt war, ein Fahrzeug zu führen oder eine Maschine zu bedienen, oblag es meiner eigenen Verantwortung, das Auto stehen zu lassen. Vielleicht waren in dem von dir geschilderten Fall ja Alkohol oder Drogen im Spiel oder es jemand ist unter Medikamenten, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen doch selbst gefahren? Anders kann ich mir im Moment keinen Reim drauf machen, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Liebe Grüße Benno

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  79. Hallo habe nochal nachgefragt es war wohl Alkohol mit im Spiel.Heute habe ich eine erneute Absage wegen Erwerbsminderungsrente erhalten .-( ,mir bliebe jetzt nur noch der Weg zu klagen ,aber denk das werd ich lassen ,da fehlt mir Mut und Kraft.Ich weiß noch nicht was ich jetzt weiter mache ,werd mich beraten lassen vom VdK und dann mal schauen ..lg

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  80. Hallo Anonymus vom 17.10.14 15:33,
    es tut mir leid,wegen der Ablehnung. Ich kann mir vorstellen, wie du dich jetzt fühlst. Ich denke aber, dass du beim VdK gut aufgehoben bist. Die Leute dort haben eine große Erfahrung in Rentenangelegenheiten und werden dich sicher gut beraten. Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit. Durch solche Aktionen seitens der Ämter wird von unsereinem genau das verlangt, was wir gerade nicht geben können: Kampfgeist, Ausdauer, Motivation, Kraft, Geduld und Zuversicht. Ich hoffe, es wendet sich am Ende doch noch alles zum Guten! Liebe Grüße Benno

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  81. Hallo Anonymus vom 17.10.14 15:33,
    es tut mir leid,wegen der Ablehnung. Ich kann mir vorstellen, wie du dich jetzt fühlst. Ich denke aber, dass du beim VdK gut aufgehoben bist. Die Leute dort haben eine große Erfahrung in Rentenangelegenheiten und werden dich sicher gut beraten. Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit. Durch solche Aktionen seitens der Ämter wird von unsereinem genau das verlangt, was wir gerade nicht geben können: Kampfgeist, Ausdauer, Motivation, Kraft, Geduld und Zuversicht. Ich hoffe, es wendet sich am Ende doch noch alles zum Guten! Liebe Grüße Benno

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  82. Bin gerade durch Zufall auf diese Seite gestossen und finde mich in einigen Kommentaren wieder.Hatte vor ca. 2 Jahren den sogenannten Burn Out-sprich schwere Depressionen-ausgelöst durch Mobbing durch meinen unmittelbaren Vorgesetzten am Arbeitsplatz.Mein Job hat mir richtig Spass gemacht- tolle Arbeit, tolle Kollegen, tolles Arbeitsklima. Dann wurde dieser Mann eingestellt und es ging mit meiner Laune und meiner Leistungsfähigkeit stetig bergab.ich versuchte natürlich, dagegen zu halten, aber es kamen beinahe täglich neue Probleme dazu und das dieser Typ Choleriker ist, machte das Arbeitsleben nicht besser.ich hatte Schmerzen am ganzen Leib Magenprobleme Kopfschmerzen, Übelkeit, Herzrasen usw. usw.Wahrscheinlich würde ich heute noch da hinrennen,meine Frau jedoch nahm mich irgendwann mal zur Seite und sagte mir: Schau Dich mal an, wie Du ausssiehst, Du schläfst nachts vllt. 3 Stunden und redest nur noch von Deiner Arbeit!!! Morgen gehst Du zum Arzt und erzählst dem mal was Du alles hast.Die unmittelbare Diagnode war Burn Out und ich wurde sofort krankgeschrieben.Meine Hausärztin,die mich krankgeschrieben hatte, sagte mir ich muss einen Facharzt aufsuchen, der mich weiter behandelt und auch weiter krankschreibt, da sie es nur für eine bestimmte Dauer dürfte, ich glaube, es waren 8 Wochen.In unserer Kreisstadt hatte gerade eine neue Psychologin ihre Praxis eröffnet und die empfahl sie mir. ich besorgte mir einen Termin und kam auch beizeiten dran.Bis dahin hielt ich Burn Out für eine Modekrankheit der faulen Leute.Dazu muss ich aus heutiger Sicht nichts mehr hinzufügen.Meine neue Psychologin-Frau M.hörte sich meine Aussagen an und diagnostizierte schwere Depressionen mit Aggressionen und Angstzuständen.Ich wurde lange krank und mir ging`s richtig dreckig, ich war noch nie lange krank und noch nie arbeitslos. als ehemaliger Ossi hatte ich immer das Glück, Arbeit zu haben, bis zum 31.05. diesen Jahres. Da kam die Kündigung vom Arbeitgeber wegen dauerhafter Erkrankung.Ich war in einer 10-Wochen Tagesklinik und in einer 5-Wochen Psychosomatischen Klinik.Ich war mit ähnlichen Krankheitsbildern zusammen und wir unterstützten uns gegenseitig,wo es ging- mit einigen stehe ich auch heute noch in engem Kontakt und wir tun uns gegenseitig gut.Da ich Ende November ausgesteuert werde und sich in meiner Situation nichts gebessert hat, habe ich gestern Arbeitslosengeld beantragt und am selben Tag Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt.Ich wurde nämlich ab August letzten Jahres gesund geschrieben und liess mich innerbetrieblich umsetzen, da ich unter meiem ehemaligen Vorgesetzten auf keinen Fall weiterarbeiten wollte.Im neuen Bereich wusste man bereits von meinem Krankheitsbild-woher? Keine Ahnung!Ich wurde wie ein Schwachsinniger behandelt, ich sollte als Schlosser arbeiten, bekam aber kein Werkzeug,ich berichtete es dem Geschäftsführer aber es änderte sich nichts bis ich wieder in die Depression stolperte und auf Grund dessen wieder krank wurde.Heut bekam ich einen Anruf und mir wurde gesagt, das ich noch einige Unterlagen ausfüllen muss und das ich demnächst zum Ärztlichen Dienst muss und davor habe ich richtig Schiss, denn ich fühle mich schon jetzt wie ein Bandit, der das Rentensystem anzapfen will, obwohl er noch lange nicht dran ist.Ich habe gestern und heute Stunden damit verbracht, die ganzen Blätter für das Arbeitsamt und Rentenversicherung, Krankenkasse usw. auszufüllen.Dabei musste ich mich echt zusammen nehmen, weil ich an früher denken musste, da, wo noch alles schön war, wo ich gesund war und ich habe immer diese Zweifel, ob ich eine Chance auf diese Rente habe und natürlich, wie tief der Ärztliche Dienst in meiner Vergangenheit graben wird, um die Ursachen meiner Krankheit an das Tageslicht zu holen.LG Jan

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  83. PS Ich bin 47 Jahre alt und nehme täglich 1x Elontril 150 mg.

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    1. Hallo Jan, deine Geschichte ähnelt der meinen sehr. Ich hatte zwar keinen cholerischen Chef, sondern einen richtig guten, konnte aber aufgrund der Depression trotzdem nicht arbeiten, hatte Angstzustände, konnte mich nicht konzentrieren usw. Ich dachte auch immer, ich müsste schnell wieder gesund werden, aber dieser Druck machte es nur schlimmer. Nach mehreren Krankschreibungen und Wiedereingliederungen und zuletzt nur noch Halbtagsarbeit begriff ich, dass ich mehr Zeit brauchte. Also reichte ich schweren Herzens die Rente ein. Ich hatte auch Zweifel, dass sie mir nicht zustünde, weil ich ja auch erst 48 war. Ich fühlte mich als Schmarotzer. Aber dann kam mir der Gedanke, dass es ja nur eine Rente auf Zeit ist und dass die eben genau für solche Fälle wie mich ins Leben gerufen wurde. Über diese Brücke konnte ich dann gehen. Ich fand dann, dass mir diese Rente durchaus zustünde, weil ich ja nun einmal noch nicht wieder gesund war, die Krankenkasse aber nicht mehr zahlte. Es darf ja nicht unser Problem sein, wie sie Sozialkassen ihre Kosten hin und her schieben, oder?
      Inzwischen hat sich herausgestellt, dass eine Besserung meiner Depressionen unwahrscheinlich ist und meine Rente wurde unbefristet verlängert. Ich würde dem Druck da draußen auch einfach nicht mehr standhalten. Es ist gut, dass es diese Rente gibt. Ich bin dankbar dafür. Weißt du, kein gesunder Mensch wird sich mit Ende vierzig freiwillig das Schild "Psychisch krank" umhängen, um fortan für das halbe Geld sein Leben zu fristen. Ich hatte einen gut bezahlten Job und meine Arbeit hat mir Spaß gemacht, Bestätigung und Anerkennung gegeben. Nein, wer so wie wir die Rente beantragt, hat mit Sicherheit auch allen Grund dazu. Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg und hoffe, dass deinem Antrag auch bald stattgegeben wird. Liebe Grüße Benno

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  84. Moin,
    auch ich habe diesen Blog durch Zufall gefunden und habe mich in vielen Beiträgen wiedergefunden. Manche Sätze erinnern mich so stark an meine Situation, dass mir beim lesen die Tränen aufsteigen. Das ist dann ein Zeichen für mich, dass ich noch lange nicht mit dem klar komme, was sich momentan mein Leben nennt.

    Ich heiße Torsten, bin 55, mit starker Tendenz zu 56 und bin 2011 in den Burn out gestolpert.
    Vorausgegangen war ein jahrelanger Krieg am Arbeitsplatz mit Kollegen und Vorgesetzten und der Vorstellung, dass ich immer der Beste sein muss. Bei diesem täglichen Kampf habe ich über Jahre nicht gemerkt, dass ich mich immer mehr von meiner Außenwelt abgekapselt habe, Freunde verloren habe und nichts schönes mehr empfinden konnte.
    Heute weiß ich, dass ich mich schon in einer Depression befunden habe und der Burn out nur das logische Ergebnis gewesen ist.
    Es folgte damals eine Krankschreiben meines neuen Hausarztes, der sofort erkannt hatte was mit mit los war.
    Während meiner Krankschreibung, ergriffen mein Stellvertreter und einige andere Kollegen die Chance, mich mit aus Job zu drängen. Ich bekam nach 22 Jahren meine Kündigung. Das hat mich damals noch tiefer in das dunkele Loch getreten.
    Ich nahm dann all meine Kraft zusammen und habe gegen diese Entlassung geklagt. Nach endlosen 11/2 Jahren war dieser Prozess endlich gewonnen.

    Aus einer Krankschreibung wurde am Ende eine Langzeiterkrankung, in der ich eine Psychotherapie begann und auch eine Reha absolviert habe.
    In dieser Zeit wurde mir klar, dass ich meinen gelernten Beruf nie wieder ausüben werde.
    Der Sozialdienst in der Reha riet mir zu einer Umschulung und bei einer Ablehnung, zum Rentenantrag.

    Nach dieser Reha kam was kommen musste. Meine Frau kam nicht mehr damit klar, dass ihr "Ritter in leuchtender Rüstung", der früher vor keinem Problem zurückschreckte, heulend in der Ecke saß und keine Kraft mehr hatte.
    Im Januar 2012 durfte ich dann unser Haus verlassen und eine eigene Wohnung beziehen.
    Der Umstand, dass das Ergebnis meiner Arbeit nun auch noch in Trümmern lag, brachte mir nicht unbedingt die ersehnte Besserung.
    Im November 2012 stellte ich dann auf Drängen meiner Frau einen Rentenantrag. In meinen Augen total sinnlos, denn warum sollte ich Rente bekommen?
    Im Dezember musste ich dann zur Begutachtung zum Psychiater. Das war für mich ein fürchterliches Ereignis. Ich war voller Angst und total fertig. Während der Begutachtung sind dann irgendwann bei mir die Tränen gelaufen und ich konnte es auch nicht mehr stoppen. Vielleicht war das ganz gut so......
    Zu meiner Überraschung hielt ich im Februar den Bescheid über eine 100%ige Erwerbsunfähigkeitsrente, befristet für 2 Jahre, in der Hand.
    Ich konnte es gar nicht fassen, konnte mich aber auch nicht freuen. Irgendwie hatte ich darauf gehofft, dass jetzt der Druck von mir weicht. Das passierte aber nicht, denn jetzt war sofort der Gedanke da "Was ist in 2 Jahren?"

    Jetzt sitze ich hier und bin froh diesen Blog gefunden zu haben.
    Froh darüber zu erkennen, dass ich nicht der einzige bin, der Angst vor einer Ablehnung des Verlängerungsantrags hat.
    Ich habe mittlerweile den Weg zu einem Psychiater gefunden denn mein Hausarzt, der wirklich gut ist und mich in der ganzen Zeit unterstütz hat, ist bei der Auswahl der Psychopharmaka nicht der Beste. Außerdem überlege ich, ob es Sinn macht jetzt erneut eine Reha zu beantragen. Dort wird aber bestimmt jemand auf die Idee kommen, meine Arbeitsbelastung zu testen und wenn man den falschen Tag in der falschen Klinik erwischt, kann dort schnell mal eine falsche Beurteilung bekommen.
    Im Moment geht es mir nicht so gut.
    Ich bin mir auch nicht sicher, welches Signal das für den Rententräger darstellt. In zwei bis drei Monaten werde ich den Antrag auf Verlängerung meiner Rente stellen. Vor der Wartezeit auf den Bescheid, graut es mir jetzt schon.....

    Ooh mein Gott........so einen langen Beitrag wollte ich nicht schreiben!
    Ich wünsche allen die hier lesen und schreiben, viel Kraft, Mut und Ausdauer.

    Torsten

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  85. Ein dickes Danke an Benno.....dafür das es diesen Platz hier gibt

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  86. Hallo, was ist bei dir mit der EU-Rente herausgekommen? Ich kämpfe seit 2 Jahren um eine EU-Rente und es ist kein ende in Sicht. Was ist der Mensch eigentlich noch wert, wenn er nicht mehr kann? Mich macht das alles alle, ich weiss nicht ob meine Kraft noch ausreicht um weiter zu kämpfen. Ich hab dieses Leben so satt.

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    1. Ich weiß jetzt nicht, ob du mich meinst oder Torsten, aber bevor dir gar niemand antwortet, tue ich es halt. Meine Rente ist von einer befristeten in eine unbefristete Rente umgewandelt worden. Es gibt also auch Mutmachbeispiele! Und auf deine Frage, was ein kranker Mensch denn noch wert sei, möchte ich dir auch antworten, wenngleich diese Frage sicher nur rhetorisch gemeint war. Das Dumme ist nur, dass sich solche Gedanken in unseren Köpfen festsetzen, wenn wir sie nur oft genug denken. Und wenn du dich selbst als wenig wert betrachtest, dann schadest du dir damit massiv. Andersherum gefragt: Ein Mensch, den du liebst oder der dir etwas bedeutet, wenn der krank würde, wäre er da weniger wert für dich? Liebe Grüße Benno

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  87. Hallo
    Es macht mir Mut, weiter zu Kämpfen, wenn ich das lese.
    Mein Leidesweg fing 2011 durch eine OP an mein Fuss an( lief aber 6 Jahre noch damit rum), Bin dann nach der kleine Auszeit nach 6 Monaten wieder zur arbeitet, bis ich mein ersten Nervenzusammenbruch auf der Arbeite hat.( Kind hat damals problemme gemacht) zwei Tag später noch ein auf der Arbeite bekommen( Oma ist gestoben).Ich bin Trostallem wieder zur arbeite.bis ich im Juni 2012 gesagt habe zum Artz es geht nicht mehr..Mein Körper tat nur weh.( ich dach es lag an meine Fuss OP)Mein Artz fragt mich ob ich Kündigen woll oder ob ich weiter machen möcht.oder Krankmelden. Ich sage ich möchte Kündigen.Da es auf meine Arbeite nur noch Mopping herrscht.Ich habe daruf gekündig( wall ich auch wuste das mein vertrag nicht mehr weiter geht).Getan.
    Bekam auch A1 für ein Jahr.Der druch ist mir erstmal genommen worden.Vom Amt aus sollte ich eine Eingiedungantrag stellen bei der DRK.Tat ich auch.Es ist abgelent worden auch bei zweiten mal.Also gut 6 Wöchen Eingliedung vom Amt gemacht.(Mit Praka) nach den 6 Wochen wahr ich ferdig und hat da wieder einen zusammenbruch.So habe ich im Jahre 13 eine Antag auf ne Reha gestellt.Der wie es anders nicht sein auch abgelegt, wiederspuch einegelgt und auch bekommen.
    Nach den 6 Wochen Kur.Vorher habe ich mich Krankschreiben lassen, dr.(für die Depi)gesucht der mich behandelt.Anlaufstelle für Kranke für Depisson.Und Vorher eine Untersuchen von mein Kopfens, wo klein schatten zusehen sind.Aber es ist ok.
    ( Der das MTT gemacht hat gesehen , das es nicht nur das ist)In der Kur haben sie festgestell das ich an mittel schweren Deprosion leiden mit Sozialschwireikeiten.Bin nicht gesund entlassen worden.
    Endes des Jahres hat mir mein Ortp.gesagt sie brachen nicht mehr arbeiten gehen. Halswirbelverangung und drei Bandscheibenbrüch sollte in der Schmerzklink gehen.Ende Feb. 14 bin ich ausgesteuert worden von der Krankkasse.Habe Anfang Jav.14 Antrag gestell auf Rente. Anfang Feb 14 wahr ich in de NeugieKlink drine und dort haben sie festgestellt das meine Halswirbelverungen den Kanal zum Sauerstof des Gehiern eng ist.Nicht mit arbeiten. In Juni 14 bin in der Schmerzklink gegangen. Um dort rauszubekommen das ich an der ein Artose in der Lws mit Fassentreisung leide.Mein Knochenbau ist nicht mehr so ok
    Das mein laufen schlechter geworden ist in der Zeit. Zählt nicht. In der Zeit habe ich ein Ablenung der Rentenstelle bekommen. Das ich noch 6 Stunden arbeiten gehen kann.seit März bin ich beim AW.Habe die zweite Ablenung garde letzt Woche bekommen. Mit der Beründung ich könnte 6 stunden Arbeiten.Schwerbindunggrad habe ich 30 %, wo ich jetzt ein zweiten gestehlen habe um auf meine anderen leiden auch noch % bekommen möchte. Es haben mir 6 Fachärtzt gesagt ich kann nicht mehr arbeiten..aber die Rente legen sie ab.

    wenn ich alles hier lesen das soviel kämpfen, denke ich doch manchmal.Warum das alles ..wir wohnen in ein Rechtstaat aber wir müssen Kämpfen. Mir selber ist das so das ich z.Z keine Leben führe.Mein gedanke ist nicht auszurasten und mir was anzutun, das ist schon ein Kampf für sich.

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    1. noch ein nachtrag...ich leiden unter Panik und Angstzusende das haben sie diese jahr noch festgestellt.

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    2. Weißt du, ich verstehe das oft auch nicht, was Ämter entscheiden, aber das muss damit zusammenhängen, dass diejenigen, die letztlich die Entscheidung treffen, dies immer nur nach Aktenlage tun. Sie kennen dich nicht. Vermutlich haben sie deinen Vorgang in drei Stunden bearbeitet oder sogar noch schneller. Auch Gutachten sind oft schlampig erstellt, weil es für viele Ärzte eine lästige Aufgabe ist. Lass dir deine Gutachten einmal von der Rentenstelle zuschicken, die für die Ablehnung zugrunde gelegt worden. Darauf hast du ein Recht. Dann kannst du a) sehen, ob da auch kein Quatsch drin steht (passiert manchmal) und b) feststellen, ob überhaupt alle wichtigen Ärzte angefragt wurden. Dass du jetzt einen Anwalt hast ist gut, aber die Energie muss letztlich doch immer von dir kommen, obwohl du die jetzt vermutlich gerade nicht hast.
      Dennoch: Wenn du nicht arbeiten kannst, wird auch irgendwer für dich zahlen. Irgendein Sozialsystem greift. Da musst du, glaube ich, keine Angst haben. Am Ende landet es doch bei der zuständigen Behörde, weil sie alle auf ihre Gelder achten müssen. Aus meiner Sicht solltest du ganz klar die Rente bekommen, aber ich würde sie auch jedem geben, der hier im Blog mit diesem Anliegen zu mir kommt, denn bis es soweit ist, hat er oder sie genug durchgemacht. Nun hoffe ich nur, dass am Ende doch noch alles gut für dich ausgeht, ich denke aber ja. Ich drücke dir jedenfalls fest die Daumen. Du hast dir Ruhe verdient. Liebe Grüße und alles Gute! Benno

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  88. guten morgen, ich bin gerade erst 40 und leide seit meiner Kindheit an Ängsten und Depressionen (ohne zu wissen, dass es wohl welche sein könnten). Ich habe dies alles 'geschickt' durch Wechsel meiner Ärzte und Arbeitsplätzen verbergen können. Leider habe ich viele 'Freunde' und Partner dadurch verloren, vor allem weil ich meist allein sein wollte, damit niemand Ansprüche und Druck auf mich üben kann. Nach außen war ich normal krank oder einfach beschäftigt... nun bin ich offiziell seit ungefähr Mai 2014 mit Depressionen erkannt, weil ich das Schauspiel nicht mehr ertragen kann und ich nie wirklich glücklich sein konnte. Die Angst, nicht für voll genommen zu werden war und ist groß. Die Gesellschaft ist knallhart, wenn es um Depressionen geht, zudem ich wegen einer Psychose ( Mai 2014) in der geschlossenen gelandet bin. Ich beziehe nun seit Juni Krankengeld und die Krankenkasse will mich in die Reha schicken. davor habe ich Angst, genau so habe ich Angst vor dem jetzigen erst Gespräch ( um 10uhr) mit einem Arzt einer Tagesklinik, weswegen ich nicht schlafen kann.... warum ich diesen blog fand: ein alter Freund von mir, der selbst in EU ist, empfahl mir dringend mich zurück zu nehmen und eine EU in Erwägung zu ziehen. nur leider komme ich mit diesem Gedanken schäbig und hilflos vor... ich habe noch ernste Probleme mit Papieren und mich fremden Menschen anzuvertrauen. Ich werde/wurde seit meiner offiziellen Stellungnahme zu meiner Krankheit auch hin und wieder gemobbt. Ich trau mich heute gar nicht zum ErstGespräch der Tagesklinik und habe zudem Angst, dass ich durch Anlehnung einer Reha Nachteile bekommen werde. ich habe leider nur diesen einen Freund, der selbst schwerkrank ist und kaum Ahnung hat. ihm hat damals seine ex Freundin zur seit gestanden. ich bin hier ziemlich allein und 'mein' Psychiater will mich immerzu in eine Klinik einweisen, die Krankenkasse will zudem fast wöchentlich Bericht was nun mit mir ist, weil sie mich ja quasi bezahlt... in fünf Stunden zum Gespräch und ich fürchte, dass ich diesen täglichen Rhythmus zur Tagesklinik zu fahren nicht aushalten werde...

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    1. Hallo,
      ich fand die Tagesklinik eine gute Sache. Es ist, als gängst du zur Arbeit, nur dass du diesmal nicht für andere, sondern für dich selbst arbeitest. Auch musst du dich nicht verstellen. Authentizität ist dort durchaus erwünscht. Dennoch braucht es eine gewisse Grundstabilität für so eine Therapie. Wenn die nicht gegeben ist, dann solltest du dem Rat deines Psychiaters folgen und in eine Klinik gehen, denn genau das tun die dort - sie stabilisieren dich. Wofür auch immer du dich entscheidest, man wird dir helfen. Die einzige Voraussetzung ist, dass du dich für diesen Gedanken öffnen kannst. Das Ja muss von dir selbst kommen. Gegen deinen Willen kann man dir nicht helfen. Vielleicht denkst du auch, dass alles von allein besser wird? Nach meiner Erfahrung ist aber eher das Gegenteil der Fall. Diese Angst, die du spürt ist, völlig normal. Das ist Neuland, unbekanntes Terrain, da bist du erst mal vorsichtig. Aber du wirst sehen, dass dir dort nichts Böses geschieht, ebenso wenig wie in einer Reha. Versuche nicht das ganze Paket unbekannter Zukunft zu analysieren. Fokussiere stattdessen nur den nächsten Schritt. Du gehst jetzt zu einem Vorgespräch. Das dauert vielleicht eine halbe Stunde. Sonst nichts. Dann sehen wir weiter. Alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

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  89. Guten morgen, hier ist erneut der Mensch mit der Tagesklinik (Anonym09.12.14, 05:15).

    ja, ich analysiere viel und richtig, ich habe Angst und trau den guten Absichten nicht wirklich... denn anhand meines äußerliches Erscheinungsbildes war und bin ich schon immer mal wieder auf latente wie auch offene Fremdenfeindlichkeiten gestoßen. egal, ob im Beruf etc. ... solche unnötigen Erlebnisse erschweren natürlich die Unbefangenheit von Menschen, selbst wenn sie im medizinischen Dienst arbeiten... daher habe ich mich privat sehr stark von allen zurück gezogen, 'mehr' gearbeitet als biodeutsche (mehr stunden und teilweise zur Führungskraft etc. hochgearbeitet)... zum Gespräch: tatsächlich wurde mir vom Arzt und Leiter eine vollstationäre Einweisung nahegelegt, wie du es, Benno u.a. gutheißt... nun, da es mir leider mitunter sogar körperlich richtig schlecht geht (rücken, Steißbein) werde ich wohl diesen Schritt wagen...(als ich von ehemaligen Mitarbeitern gedrängt wurde, in eine Klinik zu gehen, wurden mir trotz meiner ausgezeichneten Muttersprache deutsch in Sprache und Schrift natürlich ausländische Mitarbeiter zur Befragung vorgesetzt und in der Klinik selbst vegetierten die meisten insassen vor sich hin und waren den zum teil heftig über forderten PflegerInnen ausgesetzt - ich habe damals gelogen, damit ich da wieder raus konnte, eine chefärztin (vom schlage oberschester "einer flog Übers kuckucksnest" nur "charmanter" - jeder Insasse hatte Angst vor ihr und ich war sehr irritiert als neuer) gab es eh erst im endgespräch und der begleitende assistenzarzt hätte locker mein Enkel sein können, naja jeder muss ja mal lernen)

    wie dem auch sei, es ist wie es ist, ich bedanke mich auf jeden Fall für deine Worte und gute Einschätzung, denn ohne Eltern (die eh keine Rückdeckung wären) und einen kleinen Haufen Freunde, die ich nicht belasten möchte, zudem ohne eigene Wohnung ( lebe in einer Wohnung ohne Waschmaschine, Kühlschrank etc und fühle mich hier auch nicht heimisch) hoffe ich auf idealistische, engagierte, nicht über forderte Pflege und vielleicht sehe ich dort ja auch Ärzte bzw Psychologen, denn eine tiefenPsychologie wurde mit dringend geraten, da ich eh niemanden wirklich mehr richtig traue...

    Eine Frage, Benno (Du kannst mich Andy gern nennen) : Wie hast du die vollstationäre Beherbergung/Behandlung für dich aufgenommen, was hat dir dort besonders gut getan?

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    1. Hi Andy,
      und selbst wenn du ein Ausländer wärst, gäbe es nicht einen Deut weniger, auf den du zu Recht stolz sein könntest. Weißt du, wir Depressive finden immer einen Grund, uns aus der Gesellschaft herauszunehmen. Wenn es nicht die Herkunft ist, dann vielleicht das Aussehen, die Beliebtheit, die körperliche Kraft und Ausdauer, die Auffassungsgabe, etc. Glaub mir, wenn du dich selbst nicht ausreichend wertschätzen kannst,suchst du dir die Beweise für deine Grundhaltung irgendwo da draußen und du wirst sie auch finden. Du würdest aber auch gegenteilige Beweise finden, so du danach suchtest.
      Ich finde es gut, dass du über einen stationären Aufenthalt nachdenkst. Ich weiß jetzt nicht, ob dieser Aufenthalt auf einer Akutstation oder einer Therapiestation stattfinden soll? Wirst du eine stationäre Psychotherapie machen? Das hielte ich für den Königsweg. Wenn du dazu jedoch nicht stabil genug bist, muss es zunächst ein Aufenthalt auf einer Akutstation sein, du kannst die Zeit aber nutzen und dich schon einmal nach stationären Therapiemöglichkeiten in deiner Nähe erkundigen (Internet, Psychiater) und dich dort auch für solch eine Maßnahme anmelden. (Gewöhnlich gibt es hier Wartezeiten.)
      Ich habe meine stationäre Psychotherapie in sehr guter Erinnerung und ich würde sie jederzeit wiederholen, wenn ich die Gelegenheit dazu bekäme. Es hatte so etwas Entlastendes. Ich fühle mich dort sicher und gut aufgehoben. Es war wie in einem Kinderferienlager. Ich fühlte mich beschützt und beschirmt vor der Welt da draußen, die mir doch gerade zu viel war. Ich fühlte mich auf einmal wieder angenommen, ja sogar beliebt. Das waren alles sehr positive Momente für mich. Und ich hatte meinen ersten Kontakt mit einer psychologischen Sicht auf die Menschen und das Leben. Dort begann ich, zu begreifen und seither bin ich auch selbst imstande, an meinen seelischen Baustellen zu arbeiten und mein Leben zu verbessern.
      Man wird dir dort helfen. Vertrau darauf! Das ist die einzige Voraussetzung, die du mitbringen musst. Liebe Grüße Benno

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  90. hi Benno, hier Andy - es ist naheliegend, wie du meine Sicht, bezüglich - wiederum meiner Wahrnehmung - im Punkt alltäglicher (latenter) xenophobie, deutest bzw zu erklären ersuchst - diese Art der Verharmlosung, der leider existierenden und mich (zumindest hier in DE) ewig begleitenden Vorkommnisse, kenne ich nur allzu gut - aber ich verstehe dich. wie auch meine besten Freunde, die weder per Namen noch anderweitig offenkundig "anders" sind, können das nach voll ziehen- ich freue mich für sie - denn wie schon erläutert: es gibt wichtigere Themen und glaube mir, die Thematik wurde mir, besonders auf Arbeit, gerne unter die Augen gerieben - ich habe nie danach gefragt oder gar provoziert..


    offiziell habe ich nie gejammert oder geklagt - die antworten oder Verstimmungen sind mir durch anonyme Umfragen etc schon geläufig genug - aktiv suche ich so eine zusätzliche Belastung mit Sicherheit nicht.

    was das "sich selbst nicht lieben" angeht hat allein was mit meinen "Eltern" zu tun, dessen war ich mir schon sehr schnell bewusst, da kann sonst kein anderer was dafür, leider macht das die obig genannten Erfahrungen nicht minder trauriger..

    leider ist man wohl, wie die anderen armen Wesen
    hier in deinem Portal , einfach sensibler, daher ersparte ich mir eigene such Aktionen geflissentlich, nur holen einen zu viele Mitmenschen ein, mit ihren Äußerungen /Suggestionen etc; klar, es ist nicht böse gemeint, es langweilt nur arg - egal, welche Bildungsschichten man begegnet... die Politik und Medien sind nicht ganz unschuldig..

    ich bitte dich mich nicht falsch zu verstehen; nach außen bin ich ein gern gesehener Kollege/chef etc gewesen - nur wenn man sein leben lang mit den gleichen Sprüchen/Ansichten/Politik etc konfrontiert wird... ermüdend.. unnötig... belastend.. uneinsichtig...


    entschuldige diesen kleinen Ausflug - nun zum Thema:

    gute Frage, es wäre mir sehr gelegen, wenn es diesen Königsweg für mich gäbe - ich habe jedenfalls einen Einweisungsschein in den Händen und möge mich dann in eine bezirksgebundene Klinik begeben - leider würden mir nicht erklärt, wie es zu verstehen ist... ich werde wohl die Klinik befragen, denn ich habe mich zu lange mit anderen Dingen "abgelenkt".

    so wie du es beschreibst, klingt es eher danach, dass man dort ewig verweilen möchte und die "harsche" Außenwelt gern vermisst.. und doch muss man wieder zurück...

    ich habe nochmals reflektiert, ich denke, es wird wohl eine akut Klinik sein, wie ich es verstanden habe - tatsächlich würde ich einer stationären Psychotherapie definitiv eher zu Schätzen wissen, da ich bisher nie über mich und was mich belastet offen geredet habe - auch nicht mit (oder besonders nicht) freunden, denn selbst ich könnte einem klagenden auch nur bis zu einer gewissen Zeit ertragen...

    ich werde wohl die akut Klinik als Wegbereiter nutzen und hoffe, das ich eine stationäre Psychotherapie angehen darf, denn tatsächlich ist es so, dass ich zu stark isoliere, aber die kraft verlässt mich zu oft...

    Benno, danke nochmals für die ermutigenden Worte, ich werde die Klinik befragen was diese stationäre Psychotherapie angeht (wusste nicht, dass es da Unterschiede gibt) weil ich davon ausgegangen bin, dass meine Einweisung dies impliziert aber dank dir lerne ich dazu. (entschuldige meine Fehler aber ich Schreibe nur per Mobilfunkgerät und das korrigieren würde meine Geduld unheimlich über strapazieren)

    erneut danke und gerne halte ich euch, dich, auf dem laufenden. (guten morgen, übrigens)

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    1. Hi Andy,
      es freut mich, wieder von dir zu lesen. Es tut mir leid, wenn du den Eindruck hattest, ich würde deine Ängste verharmlosen wollen. Das ist mitnichten so. Ängste sind da und sie sind mächtig, egal worauf sie sich beziehen. Es ist in so einem Fall nicht meine Intention zu sagen: "Da brauchst du keine Angst zu haben. Das ist doch gar nicht so schlimm!" Es ist schlimm, weil es für dich schlimm ist. Meine Intention war es eher zu sagen, man sollte den Rest der Welt mit der gleichen Intensität wahrzunehmen, den Fokus eben nicht auf die Fremdenfeindlichkeit, die im übrigen kein nur deutsches Phänomen ist, zu legen. Es gibt auch Aktionen gegen Fremdenfeindlichkeit. Es gibt Menschen, die ihre Herzen nicht so eng schnüren, Menschen die freundlich sind und offen, die andere Menschen als Bereicherung erleben. Ausländer sind wir schließlich alle in den meisten Ländern dieser Erde.
      Ich glaube dir, dass dir diese Thematik zu schaffen macht. Ein ehemaliger Freund von mir war indischer Priester und ziemlich dunkelhäutig und obwohl er im allgemeinen sehr beliebt war hier in Deutschland, machten ihm ausländerfeindlicher Tendenzen über die Maßen Angst. Ich glaube, dass man daran nicht viel ändern kann. Betonköpfe gab es schon immer. Das Potential liegt eher in uns selbst. Indem wir uns unseres Selbstwertes bewusster werden, treten solche Erscheinungen in den Hintergrund, verlieren an Bedeutung. Als Beispiel: Wenn ein kleiner Junge dir einen Vogel zeigt, wie sehr verletzt dich das? Du wirst vermutlich darüber schmunzeln können, weil du weißt, dass du nicht dumm bist. Wenn du aber eine Gehbehinderung hast und derselbe kleine Junge deinen hinkenden Gang nachahmt, um dich lächerlich zu machen, dann könnte dir das schon sehr weh tun. Es verletzt uns dort, wo wir etwas von uns selbst nicht annehmen können, wo wir noch etwas zu klären haben. Es verletzt uns, wo wir wunde Stellen haben, die wir noch ausheilen müssen. Der Schlüssel liegt bei uns, nicht bei den Anderen. Zwar ist und bleibt es verwerflich, was sie tun, aber wir können andere Menschen nicht ändern. Wir können nur uns selbst ändern. Und genau dafür ist eine Psychotherapie gut.
      Du kannst das Thema Psychotherapie am besten mit deinem Psychiater besprechen. Er ist auch derjenige, der dir eine Einweisung schreiben wird. Falls du noch keinen Psychiater hast, kannst du dir schon mal einen Termin besorgen. Einen Facharzt in dieser Hinsicht lege ich dir dringend ans Herz, aus verschiedenen Gründen.
      Vielleicht bietet die Klinik, in die du gehen wirst ja auch eine Psychotherapie an? So war es bei mir. Ich war erst vier Wochen auf einer Akutstation und bin dann umgezogen auf eine Therapiestation. Erkundige dich doch vorher schon mal, welche Klinik in deinem Umfeld eine Psychotherapiestation hat und dann lass dich dort auch akut aufnehmen. Liebe Grüße Benno und alles Gute auf deinem Weg!

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  91. Guten Morgen, Benno, hier Andy - danke für deine Antwort- tatsächlich halte ich diese Einweisung vom Psychiater in meinen Händen u werde die Bezirks gebundene Klinik befragen, was die Weiterbehandlung in einer stationären Psychotherapie angeht.

    es ist schade, das wohl diese Krankheit, noch sehr als vermeintliche Ausrede des "sich gehen lassens", "Reiss dich zusammen", "anderen gehts schlechter", "Kopf hoch, du bist stark", "jetzt zieh ma am Finger" - u nd der gleichen, abgetan wird. dies ist nun auch "unsere Aufgabe", solche aussagen mit uns selbst auszumachen bzw zu verarbeiten.

    so lange man den Kopf nicht unterm Arm trägt, ist das Verständnis für diese 'unsichtbare' Krankheit rar.
    ich gebe aber zu, dass ich selbst skeptisch wäre, würde ich diese Krankheit nicht selbst in mir tragen. Ich verstehe daher- gut ist dennoch anders.

    damals wurde auf meine Eltern zugegangen u starke Leistungsschwankungen (Anfang Grundschule) mit Verdacht auf psychische Probleme geäußert. dies wurde als Quatsch abgetan - daheim sei alles in Ordnung. leider war dem nicht so u bald wurde mir klar, dass meine Elternteile selbst unter psychischen Problemen litten. als Kind u jugendlicher war mein angeborenes u durch die elternteile, zusätzlich verursachtes Handicap, nicht zu erkennen. ich war zudem ein angenehmer ZeitGenosse u versteckte meine innere leere u Traurigkeit (ich verstand auch nicht, was mit mir los wahr) - zudem wurde so etwas nie thematisiert u als gaga wollte niemand gelten.

    ich empfinde es als ein stark tabutisiertes u unverstandenes Thema - i deutete ja an, dass meine Krankenkasse mich unter Druck setzt/e - mein Psych. ärgerte sich sehr über dieses vorherigen.
    nunja, die kosten für 'uns' werden ungern übernommen (gesetzl. Krankenkassen-weil diese kosten nur teilweise per risikoausgleich kompensiert  werden, im Vergleich zu anderen "DauerKrankheiten")  - daher ab 'mi denen' an harzIV /Rentenkasse. traurig, aber: Gesundheit ist mir wichtiger.

    als ich meine Krankheit offenbarte- wurde vom allg.Arzt geraten, weiter zu arbeiten damit ich nicht in die Armut abrutsche - dem entgegnete ich, das mir meine geistige Armut wichtiger ist u ich bisher immer gearbeitet habe - aber eben dadurch mich nicht um das wesentliche kümmern konnte: um mich.

    Partnerin habe i durch die Krankheit u.a. auch verloren - es fehlte nicht mehr viel zum aufgeben.

    Benno, du hast ja offenkundig eine richtige Entscheidung getroffen u bist froh diese durchgesetzt zu haben u erwähntest, dass die persönliche Sicht auf diese Krankheit sehr eng sein kann - hast du in diesem Punkt eine Erweiterung erlebt?

    ich geb zu, dass ich in der Öffentlichkeit humorvoll u eloquent bin - damit die Menschen um mich herum - mich angenehm u fröhlich wahrnehmen.
    (Daher erfahre ich ja eben von b.iodeutschen die 'geheimen' Vorurteile a la:  "normalerweise Rede ich nicht mit 'solchen' wie dir - aaaber du bist in Ordnung..." - diese aussagen u ähnliches sind leider keine Seltenheit u lassen eben tief blicken.
    (so ist mein "Ausflug" auf das xenophobe zu erklären u meine Angst -  Menschen mit solchen Gedanken als Kranker ausgeliefert zu sein)

    daher finde ich deine Ratschläge u aufmunterung kostbar, sie machen Mut, denn die Krankheit allein zollt schon täglich Tribut u zehrt an den Kräften. Menschen wie du sind wichtig, damit betroffene, die (u.a) ohne Familie u/oder tatkräftige Freunde, etwas Mut bekommen u sich verstanden fühlen.

    jetzt bin ich dran und wie du schon schriebst: vertrauen.

    ich bleibe euch treu - guten morgen u nochmals danke für deine wertvollen Worte, benno!

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  92. hier nochmal Andy, endlich habe ich meine Angst über wunden , die Klinik angerufen u werde heute zur Aufnahme gehen. die schwerste Arbeit beginnt: mich mit mir beschäftigen u die Scham, falschen stolz etc zu verdrängen. ich habe zwar dennoch enorme Angst (insbesondere vor dem ungewissen) aber die Hoffnung u Wunsch auf Linderung oder gar Heilung obsiegt. es kann nur besser werden, heißt es. was ich vergaß zu erwähnen ist, dass mein Psychiater prophezeite: sie werden entweder nie mehr arbeiten können oder aber zumindest nicht mehr in ihrem alten job. das war hart aber ehrlich. ich kann zur not mit weniger auskommen, die Gesundheit geht vor - das ist mir sehr deutlich geworden. ich möchte nicht mehr leiden, grübeln, resignieren u mich isolieren. mir ist bewusst, dass das dauern wird u das bei meiner ungeduld. die Opferrolle gefällt nicht aber mir fehlt noch die kraft für mehr. wie zuvor über mich / von mir zu lesen, bin ich noch völlig durcheinander. nun folgt der nächste Schritt...

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    1. Hallo Andy,
      das hast du gut gemacht! Das Schwerste liegt nun nicht mehr vor, sondern hinter dir. Es ist der größte und wichtigste Schritt, sich dem Gedanken zu öffnen, psychisch krank zu sein und sich hierfür von Außen Hilfe zu holen. Meinen Glückwunsch zu deiner Entscheidung. Du hast sie nicht nur getroffen, sondern nun auch umgesetzt.
      Was die Leute über dich denken und reden, das tun sie sowieso. Mögen sie dich, reden sie gut über dich, mögen sie dich weniger oder gar nicht, reden sie schlecht über dich. Das alles sagt aber mehr über sie aus, über ihren Charakter, ihre Reflektiertheit, als über dich. Und Äußerungen wie "normalerweise rede ich nicht mit 'solchen' wie dir - aaaber du bist in Ordnung..."gehören in den Mülleimer menschlicher Dummheit/Borniertheit. Halte dich nicht länger mit Menschen auf, die dir nicht gut tun. Lass sie gehen aus deinem Leben. Sie benutzen dich nur für ihre eigenen Probleme. Das Leben ist zu kurz und zu schade, die Aufmerksamkeit auf solche Menschen zu richten.
      Du fragst, ob ich noch immer eine Enge Sicht auf die Depression habe? Die enge Sicht ist meist gekoppelt an mein Befinden. Geht es mir gut, weitet sich mein Blick. Ich bin dann liebevoller, großzügiger, toleranter und friedvoller. Geht es mir schlecht, bin ich aber auf das Negative in meinem Leben und um mich herum fokussiert. Dann bin ich gereizter, ungerechter, hoffnungsloser und intoleranter. Mein Blick ist dann wirklich sehr eng. Im großen und ganzen gibt es aber nur noch wenige solcher Tage. Ich habe mein Leben derart umgestaltet, dass nur wenig Unangenehmes von außen an mich heran kommen kann. Geschieht es doch und ist es im Einzelfall zuviel, dass kann meine Stimmung auch schnell wieder kippen. So ist das mit der Depression. Ich bin ja auch nicht geheilt. Jedoch lebe ich heute sehr gut mit der Erkrankung und sie bereitet mir weder Angst noch Scham. Ich stehe dazu und allein schon dies tut mir gut.
      Und was die Arbeit angeht, wird sich eine Lösung finde, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Die Arbeit wird dich finden, sobald du dazu bereit und in der Lage bist, glaub mir. Nun geht es erst einmal darum, dem Andy wieder auf die Beine zu helfen, zu gucken, was noch alles so da ist von dem alten Andy, was verschüttet und verdrängt wurde, und du wirst nicht schlecht staunen, was es da noch alles zu entdecken gibt. Diese Entdeckungsreise wirst du nun antreten. Manchmal wird es anstrengend sein, aber oft wird sie dir auch richtig Spaß machen. Ich freue mich für dich, Andy! Ich wünsche dir eine gute Zeit und hoffe, bald wieder von dir zu lesen. Liebe Grüße Benno

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  93. Guten TAG. eine Frage : darf das JOBCENTER mich trotz ERWb. minderungsrent noch vermitteln ??? hilfe und DANKE für Antwort

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    1. Hallo,
      für eine verlässliche Rechtsberatung bin ich leider weder ausgebildet, ausreichend informiert, noch autorisiert. Hierzu empfehle ich die kostenpflichtigen Online-Angebote von "Frag einen Anwalt". Meine Laienmeinung dazu ist aber, dass du als Erwerbsminderungsrentner dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst, ergo auch nicht vom Jobcenter vermittelt werden kannst. Liebe Grüße benno

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  94. Hallo Ihr lieben Leute die ihr hier alle geschrieben habt.
    Ich erzähl nix zu meiner Geschichte, weil ich sie so oft erzählen muss ,dass mir auch dazu die Kraft fehlt. Allein mir das zu gestehen ,bereitet mir unsagbare Probleme.Stand der Dinge ist bin seit 03.01.15 ausgesteuert...und bin seit 31.03.14 gekündigt. Habe meinen Antrag auf Alg gestellt....und bis zum heutigen Tag keinen Cent bekommen. Da ich bis auf weiteres erkrankt bleibe...war die rede von Gutachten vom Gesundheitsamt.Antrag auf Schwerbehinderung hatte ich während Tagesklinik im letzten Jahr gestellt....Reha hatte ich danach auch..und nun bin ich auf einen Lenensmittelgutschein vom Arbeitsamt angewiesen gewesen weil die mich einen Antrag auf Alg 2 haben machen lassen...für den nur noch Farbe meiner Socken fehlt..habe unzählige Papiere vorbringen müssen...und mein Antrag auf Alg 1 ist iwie nicht bearbeitet worden...bin alleinerziehend mit Kind (11) und sie ist der einzige Grund nicht Schluss zu machen.Als ich vorgestern aus Verzweiflung meine Lebensmittel einlöste ,brach ich im Laden emotional zusammen. ich habe einfach keine Kraft für mehr Papier und mehr Fragen und mehr Schamgefühl ,es überrennt dich einfach.Und ich habe keine Ahnung was noch kommt...ausser einer Insolvenz,die ich nicht will aber die es geben wird weil da nichts mehr ist...aus dem leben gerissen zu werden ist kein Prozess ,den man lernen kann und ich glaube ich werde ihn verlieren...denn ich bin es müde ...jeder der drin steckt weiß ,es geht schon lange nicht mehr um dich sondern nur um den Amtsschimmel..und reden-wozu..ich kenne meine Probleme,finde aber keine Hilfe die mir meinen Kopf freischaltet ,mich auch um mich zu kümmern.Alle Therapien waren super..nur meine Blockade ,den Schalter konnten sie nicht umlegen.Das was ich an Kraft darin finden konnte ,wenigstens körperlich fitter zu sein..wurde mir durch die Bürokratie,den Schuldendruck und das einfach unerträgliche Schamgefühl darüber wieder genommen. Es fing mit Burn Out an und bleibt dabei ein 2.zu werden ,weil es von außen einfach zu viel ist. Dank Euch für diese Seite und nehmt es mir nicht übel dass ich die positive Kraft nicht nachvollziehen kann,ohne Geld kann man in Deutschland nicht gesund werden das ist Fakt!

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    1. Ohne Geld kann man nicht gesund werden und wird man sogar krank, auch wenn man vorher gesund war. Das wird wohl niemand bestreiten wollen. Ein Minimum zum Leben muss sein und das wäre dann schon Hartz4. Du bist mit deiner Kraft am Ende und brauchst nun tatsächlich auch andere Hilfe, nicht nur Geld. Jemand müsste dich bei den Amtsangelegenheiten unterstützen. Aber wenn man kein Geld hat, wer will einen dann schon unterstützen? Vielleicht kann der Sozialpsychiatrische Dienst helfen? Vielleicht das Jugendamt? Hier müssen Fachleute ran, die wissen, was man wo und wie beantragen kann und wie man sich gegen Fehlverhalten der Behörden angemessen zur Wehr setzt. Für einen seelisch angeschlagenen Menschen ist dies alles zu viel, denke ich. Von einer rechtlichen Betreuung rate ich allerdings ab. Da habe ich keine guten Erfahrungen vorzuweisen. Ich an deiner Stelle würde zu einem Sozialverband (VdK oder SoVD) gehen und mich dort einmal beraten lassen. Ich denke, dort wärst du in guten Händen. Zwar ist die Mitgliedschaft dort auch nicht umsonst, aber sicher wissen die auch, wo man das Geld dafür herbekommt. Das ist doch nun mal ihr Metier. Liebe Grüße Benno

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    2. Danke Dir für Deine Rückmeldung...gestern hat man endlich zugegeben ,das mein Antrag einfach verbaselt wurde...nun kommt eine Nachzahlung mit dem Vermerk, das ich den Lebensmittelgutschein natürlich erstatten muss.Mein Kopf sagt mir ,dass ich eigentlich alle Mahngebühren zusammenrechnen sollte aber das schaffe ich nicht. Statt dessen hat man mir bereits letzte Woche Antrag für EU geschickt. Termine bei sozialpsychatrischem Dienst hatte ich auch, nur fielen alle wegen Krankheit oder Personalmangel aus. Was soll ich sagen, jeder Depressive kennt die Schleife, wenn es einschlägt wirft es dich immer wieder um Lichtjahre zurück. Ich wünsche uns allen von Herzen eine Zukunft und alle Kraft der Welt dies auszuhalten .

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    3. Hallo,
      ich finde es unglaublich, wie man mit dir umgeht. Wenn du magst, dann schreib doch deine Geschichte mal auf und ich veröffentliche sie unter meinen Leserberichten. Vielleicht tut es dir gut, das alles mal loszuwerden? Aber gut ist schon mal, dass du jetzt rückwirkend eine Zahlung erhältst. Nicht gut ist, dass die Schweinebande noch einmal nachtreten musste, die Lebensmittelgutscheine betreffend. Wenn du kannst, sieh es vielleicht so: Das sitzen frustrierte Mitarbeiter, die ihr Mitgefühl morgens an der GArderobe abgeben, falls sie überhaupt welches mitbringen. Sie können nicht anders. Sie wissen nicht, was sie da anrichten. Liebe Grüße Benno

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  95. Jonny

    Hallo erstmal ganz grosses lob für die ganzen Infos auf deiner Webseite...

    Meine Frage:Sollte mann Sich von seinem Arzt vor dem EU Rentenantrag Bestätigen lassen dass mann nicht fähig ist mehr als 3 Stunden zu Arbeiten.

    weil meine Befürchtung sind das die Rentenversicherung mich dann zur Reha schickt und nach meiner Recherche werden dort 90 % wieder mit bis zu 6 Stunden Arbeitsfähig entlassen.

    Vielen Dank im Voraus

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  96. Hallo Jonny,
    ich denke, ein anerkanntes Gutachten in der Tasche zu haben, kann niemals von Nachteil sein. Jedoch ist es gängige Praxis, das Rentenbegehrer zunächst einmal eine Reha verordnet bekommen. Ich glaube allerdings, dass dies eher aus Gründen einer eingehenden Begutachtung erfolgt, denn einer angestrebten Heilung. In ein paar Wochen lässt sich keine schwere Depression vom Tisch fegen. Das ist sicher ein Prozess, der Jahre in Anspruch nimmt.
    Bis zu 6 Stunden finde ich auch gar keine so schlechte Sache. Dir bliebe der Fuß in der Arbeitswelt mit den dazu gehörenden sozialen Kontakten und die Möglichkeit der Rückkehr. Wenn du erst einmal aus dem System raus bist, gibt es kaum mehr einen Weg zurück. Ich wollte damals 4 Stunden arbeiten, aber mein Arbeitgeber unterband dies. Deshalb stellte ich überhaupt erst den Rentenantrag. Es muss also nichts schlechtes bedeuten, nicht voll erwerbsunfähig zu gelten. Erst einmal hast du dann die Rente. Ausbaufähig ist das Ganze dann ja immer noch, egal in welche Richtung, oder? Liebe Grüße Benno

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  97. Scheiße wie so werden hier Kommentare gelöscht???

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    1. Das werden wir wohl nie erfahren. Ich jedenfalls habe hier nichts gelöscht. Sorry, mir ist das auch schon passiert und das ist echt ärgerlich. Am besten du speicherst deinen Text das nächste Mal vorher woanders ab. Liebe Grüße Benno

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  98. Hallo mein Name ist Daniela,ich bin 52 Jahre und seit April diesem Jahr krankgeschrieben.Dh.eigentlich seit Oktober 2014,habe aber wegen Kündigung noch etwas ALG erhalten.
    Ich sitze schon seit Stunden und lese mir hier die meisten Kommentare und Hilfestellungen durch.
    Ich leide auch seit sehr vielen Jahren unter Depressionen,nur richtig bewußt gemacht wurde mir das 2011.
    Seit dieser Zeit nehme ich bis heute viele Antidepr. und Medik.damit ich schlafen kann.
    Im moment fühle ich mich sehr überfordert da ich auch noch körperl.Probleme habe,werde von einem zum anderen Arzt,bzw. Kh geschickt,leider mag sich keiner so richtig verantwortlich fühlen.
    Seit geraumer Zeit habe ich Schmerzen in den Füssen und Beinen,die auch fast immer stark angeschwollen sind.
    Dies beeinträchtigt meinen gesamten Lebensraum,kann nur sehr wenig laufen ohne das ich schmerzen habe,dazu kommt eine plötzliche Gewichtszunahme von über 20 Kilo.
    Ich mag einfach nicht mehr rausgehen,ich schäme mich meiner .
    Kein Arzt konnte bis lang feststellen woran es liegt. Meine Stimmung ist also am Nullpunkt angekommen.
    Ich habe das Glück einen lieben Partner neben mir zu wissen,doch es plagt mich oft das schlechte Gewissen ihm gegenüber,er meint es immer gut mit mir und versucht auch immer mich dazu anzuhalten in den Alltag rauszugehen. Ich mache das dann auch aber sehr ungern,bin dann froh wenn ich wieder in unseren 4 wänden bin.
    Ich muss erwähnen das ich immer sehr viel gearbeitet habe und mir immer Arbeit gesucht habe wo ich körperl.sehr schwer gefordert war.
    Habe 2 OP an der Lws (Bandscheibenprothese und Versteifung),
    Es hinderte mich aber drum nicht, weiter mich körperl.zu misshandeln und hatte bis letztes Jahr (sommer) 3 Arbeitsstellen die ich bewältigte,also war ich von morgens bis spät abens nur malochen.
    Ich wollte somit mein Leben vergessen,viel zuviel habe ich an schlimmen Sachen erlebt,Missbrauch in der Kindheit durch eigenen Bruder,Verlust eines Bruders in der Kindheit,Männer (Partner) denen Alkohol lieber war als alles andere, auch nicht vor Schläge halt machten,usw usw.
    Ich bin nun an einem Punkt angelangt,wo ich dachte das kann ich nicht,ich möchte so nicht mehr weiter machen und auf Grund meiner Einschränkungen körperl.wie psych. EuRente beantragen,aber ich habe schreckliche Angst davor alles falsch zu machen,da ich glaube mich nicht richtig darstellen zukönnen.
    Wie auch viele andere habe ich Angst vor den netten ): Gutachtern.
    Ich habe wirklich viel zu gern gearbeitet,weil ich immer dachte ich könnte nichts anderes.
    Es ist schön für mich hier zuerfahren,man ist nicht allein.Danke dafür

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    1. Hallo Daniela,
      weißt du, Ärzte fühlen sich selten verantwortlich. Sie machen ihren Job, die meisten von ihnen, so gut sie können, aber die Verantwortung für deine Gesundheit kann dir letztlich niemand abnehmen, denke ich. Wenn du dich nicht ausreichend behandelt fühlst, dann frage nach und wenn alles nichts hilft, dann wechsle den Arzt. Jeder hat ein Recht darauf, glücklich und gesund zu sein, auch du. Wenn du die Rente haben willst, kommst du an den Gutachtern leider nicht vorbei. Aber das sind keine Monster. Das sind auch nur Menschen. Sie kennen dich nicht und müssen sich in 1-2 Stunden ein Bild von dir machen, das dann über deine Zukunft entscheidet. In deren Haut möchte ich auch nicht stecken. Doch hast du nichts zu verlieren. Du hast ja die Rente noch nicht. Lass dich darauf ein und zeige dich offen. Zeige deinen Schmerz, deine Scham, deine Schuld. Zeige deine Verletzungen. Spare dir, dich so darzustellen, als würdest du lieber arbeiten jetzt, denn dann wird man dich darin unterstützen. Wenn du die Rente willst, dann stehe auch dazu. Das ist wichtig. Zweigleisig zu fahren, halte ich nicht für zielführend. Ich an deiner Stelle würde den Antrag stellen, aber nur, wenn du auch davon überzeugt bist, dass es a) das Beste für dich ist und dir b) auch zusteht. Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg. Liebe Grüße Benno

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  99. Hallo Benno,

    danke für den wunderbaren Blog! Du hast mir Halt gegeben, als ich-seit 16 Monaten krank mit Depression- nichts klar sehen konnte, verzweifelt in die düstere Zukunft blickte. Nach 11 Wochen Klinik, 6 Wochen Reha, 8 Wochen Tagesklinik unglaublich viel an mir arbeitete und trotz Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Medikamenten, Ergo-und Familientherapie viel gelernt habe über mich, massiv erschöpft war und immer wieder Verschlechterung erfuhr. Da fand ich Deine große Hilfe in:du must selbst überzeugt sein, EU Rente verdient zu haben. Ich habe den Gutachter hinter mir und heute die Bewilligung für 2 Jahre erhalten, ich kanns noch gar nicht glauben... Ich habe in der ganzen Zeit soviel Unterstützung von Ärzten, Therapeuten und Mitpatienten erfahren, ich fühle mich gehalten in schwieriger Zeit, etwas das ich nie kannte. Danke für Deine Bereitschaft, Dein Inneres offen zu legen, teilzuhaben und Menschen wo es geht zu unterstützen. May

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    1. Hallo May,
      ich freue mich sehr für dich. Die Erleichterung kann ich bis hierher spüren und auch in mir macht sich gerade ein gutes Gefühl breit. Schön, dass du zurückgekommen bist, Danke zu sagen. Und schön, dass du dieses gute Gefühl des Getragenseins wahrnehmen konntest. Nun werden sich andere von deinen Worten getragen fühlen. Vielleicht magst du deine Mut machende Geschichte einmal für andere aufschreiben? Ich würde mich freuen, wieder von dir zu lesen. Liebe Grüße Benno

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    2. Lieber Benno, ich würde gern meine Geschichte niederschreiben, wie kann ich sie mit Datenschutz an Dich senden?
      Übrigens habe ich einen GdB von 40 erhalten (inkl. Schmerzerkrankung) und habe eine ganz gute Phase, muss sehr für mich sorgen. Aber das habe ich gelernt:ganz genau hinfühlen, wie es mir geht. Und mir Gutes tun.
      Liebe Grüße May

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    3. Hally May,
      das freut mich für dich, insbesondere, dass du nun eine gute Phase hast. Wenn du magst, schicke mir deine Geschichte per Mail. Ich kopiere den Inhalt dann anonymisiert in einen separaten Post. Wenn dir das zu unsicher ist, kannst du deinen Text aber auch hier direkt als anonymen Kommentar posten. Ich verfahre dann auf dieselbe Weise. Alles Gute für dich May und pass auf dich auf! Liebe Grüße Benno

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  100. Hallo benno,
    bin hier seit 10 monaten auf reha für Sucht und depression. Schreib leider mit Handy. Super Seite.
    Bin 33, Familie 2 Kinder, Diagnose Polytox und depression.
    Bin seit April arbeitsunfähig. Obwohl super Job!
    Wir haben teilhabe am arbeitsleben beantragt. Arzt und Therapeut sagt mit anderer Arbeit in Zukunft voll einsatzfähig. ICH KANN AKT. NICHT arbeiten. Setze seit über 20 Jahren suchtmittel gegen depression und anderen psych. Störungen ein. Weiss nicht mehr weiter. Sozio hier auch nicht. Hast du oder jemand anders einen Tipp? Bin noch 5 Wochen hier auf reha
    DANKE

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    1. Hab was vergessen, mein Ziel ist volle EU Rente
      Danke

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    2. Wir können das System nicht ändern, können nicht bestimmen, wie man mit uns umzugehen gedenkt. Aber wir können bestimmen, was wir tun oder nicht tun und was wir uns gefallen lassen. Wenn du arbeiten kannst, dann arbeite, aber wenn du nicht arbeiten kannst, dann geh erneut zum Arzt und sage, dass du nicht arbeiten kannst und warum nicht. Manchmal braucht es Geduld und Beständigkeit. Doch hab Vertrauen, Wie soll dich jemand zu etwas zwingen können, zudem du nicht imstande bist? Man wird es einsehen, wenn du selbst auch davon fest genug überzeugt bist. Das muss ja nicht heißen, dass du nie wieder arbeiten wirst. Es geht um das Jetzt, um heute. Alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

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    3. Ok danke, ich geh heute zu therapeut

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    4. Der bleibt dabei, nochmal 4 Wochen Verlängerung reha. Einsatz vom Psychopharmaka. Danach reha zur teilhabe am arbeitsleben. Hab 10 mal gesagt ich kann aktuell nicht arbeiten. Ach da wird mit den richtigen Tabletten und Verlängerung um 4 Woche hier schon wieder...

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    5. Dann soll er bei seiner Meinung bleiben, aber lass du dir nicht deine Meinung nehmen, vor allen Dingen, vertrau deinem Gefühl. Was will ein Arzt tun, wenn du wieder in seine Praxis kommst und ihm schilderst, wie sehr du es versucht hast, aber nicht zur Arbeit imstande bist? Er hat dann zwei Möglichkeiten: a) schriebt er dich krank oder b) schickt er dich wieder zur Arbeit. Du hast also nichts zu verlieren. Und wenn er dich wieder wegschickt, versuchst du es eben wieder und und wen es wieder nicht geht, wiederholt sich das Ganze... Möglicherweise ist es auch von Vorteil, einmal den Arzt zu wechseln, wenn die Situation schon zu verfahren ist...?

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  101. Was man so alles durchmachen muss um so eine Rente zu bekommen!
    Darauf hat dann auch nicht jeder noch Bock.

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    1. Das stimmt wohl. Ich glaube, darauf hat niemand Bock! Leider sind die Rahmenbedingungen so...

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  102. Hallo Benno,
    ein großes Dankeschön an dich und auch alle anderen, die hier von ihren Erfahrungen berichten. Allein das alles zu lesen ist schon oft eine Hilfe.
    Ich, Monika, habe seit Jahren und jetzt auch, immer wieder Depressionen, die mir ordentlich zu schaffen machen. Ich habe mehrere Therapien und auch Aufenthalte in psychotherapeutischen Kliniken, stationär und teilstationär hinter mir. Das hat mir dann auch immer für eine Zeit geholfen. Zu den Depressionen kommen eine chronische Schmerzerkrankung und Spondylarthritis mit peripherer Gelenkbeteiligung. Derzeit bin ich in der Situation, dass nach einer jahrelangen Odyssee ein MRT eine Stenose des Spinalkanals und eine fortgeschrittene Arthrose aller Beteiligten Wirbel und Gelenke der LWS zeigt, was mir heftige Schmerzen bereitet und mich in meinem Leben so einschränkt, dass dieses nur noch aus „zur Arbeit gehen“ und an manchen Tagen noch einkaufen (was ja sein muss) besteht. Hierzu bin ich in Gesprächen mit den Ärzten, ob tatsächlich versteift werden muss oder es vielleicht doch noch anders geht.
    Ich bin mit 75% in einem helfenden Beruf tätig und bin dort momentan mit sehr viel Druck von meinem Chef konfrontiert (möchte hier nicht alles berichten, dass würde zu langwierig). Nur soweit, dass ich trotz heftiger Schmerzen immer wieder arbeiten gehe, damit ich nicht ständig krank bin. Dass einem das nicht gedankt wird, wissen wahrscheinlich viele hier. Da wird lieber noch draufgehauen.
    Meine Ärztin sprach dann letzten davon, ob ich nicht für eine Zeit Erwerbsminderungsrente beantragen möchte, um mich erst einmal um meine Gesundung zu kümmern. Zunächst spüre ich bei diesem Gedanken dann ein innerliches Aufatmen, aber dann kommt die Angst: wie soll ich das finanziell schaffen? Ich bin alleinstehend.
    Auch für mich ist Geld nicht alles und ich würde auch später lieber auf etwas Rente verzichte, als mich bis zum Schluss kaputtzumachen.
    Vielleicht kannst du, Benno, und auch ihr anderen mir erzählen, wie ihr das hinkriegt. Ich wäre euch sehr dankbar. Ich könnte ein bisschen Hoffnung und Unterstützung gebrauchen. Danke.

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    1. Hallo Monika,
      die Erwerbsminderungsrente wird geringer ausfallen als die reguläre rente. das ist richtig. Wie hoch die bei dir ausfallen würde, müsstest du deiner letzten Renteninformation entnehmen oder bei der Rentenkasse erfragen.
      Aus meiner Erfahrung ist der Leidensdruck noch nicht groß genug, solange die Frage nach dem Geld gestellt wird. Ich mag deine Sorge nicht schmälern und halte sie durchaus auch für berechtigt, aber wenn du nicht mehr arbeiten kannst, stellt sich die Frage nach dem Geld nicht an erster Stelle. Dann geht es nur noch darum, einen Weg zu finden, weiter leben zu können, ohne restlos kaputt zu gehen, denke ich.
      Vielleicht gehöre ich ja zu den wenigen, die eine ausreichend hohe Rente bekommen und kann jetzt kluge Reden halten, aber ich kenne auch andere Beispiele. Diese Menschen kommen mit Grundsicherung aus, ob sie wollen oder nicht. Und sie würden wieder so entscheiden.
      Du hast allerdings auch immer die Möglichkeit, dir etwas dazu zu verdienen. Bis zu 450 Euro monatlich sind das, ohne dass dir die Rente gekürzt wird. Aber dazu muss man eben auch erst einmal in der Lage sein...
      Vielleicht kannst die Berentung tatsächlich als eine Übergangslösung ansehen, die deiner Genesung dienen soll? Obwohl, ich persönlich kenne niemanden, der es aus der Rente zurück in den Beruf geschafft hat. Vielleicht kannst du mit deinem Chef über weniger Stunden verhandeln und parallel eine teilweise Erwerbsminderung beantragen? Da wäre eine Beschäftigung bis zu 6 Stunden täglich möglich. Auf alle Fälle empfehle ich dir, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Das würde dir einige Vorteile für deinen jetzigen oder künftigen Arbeitsplatz verschaffen. Informationen hierzu findest du auch in diesem Blog. Wie auch immer du dich nun entscheidest, ich wünsche dir eine glückliche Hand hierzu und schreib gern mal wieder. Liebe Grüße und alles Gute - Benno

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  103. Hallo Benno,
    ich bin 59 Jahre und seit Ende Juli 2015 krankgeschrieben wegen leichter Depression mit Anpassungsstörungen, Burn out und Mobbing am Arbeitsplatz. Habe Angst vor dem MdK. Wenn dieser entscheidet, dass ich wieder arbeitsfähig sei, soll ich lt. VdK Widerspruch einlegen und mich am Arbeitsamt melden. Habe gelesen, dass man dann die Rente beantragen muss, da ich in ungekündigter Stellung (Öffentl. Dienst) bin. Werde von meiner Hausärztin krankgeschrieben, bin aber ab und an in psychiatrischer Betreuung. Was ich auf keinen Fall möchte, ist eine Reha-Massnahme. So was würde mich noch weiter runterziehen. Wie kann ich das umgehen? Auch wurde mir von einer Psychologin schon gesagt, dass mir eine psychologische Therapie nicht helfen wird, denn ich muss mein Problem (Konflikte am Arbeitsplatz mit 2 Kolleginnen) selbst lösen. Es wurde schon unsere Vorgesetzte miteinbezogen, diese jedoch äußerte sich so: wir haben hier zu arbeiten und sie kann nicht für jeden ein eigenes Zimmer (wegen Platzmangel) zur Verfügung stellen, aber es kommt immer wieder zu Konflikten. Ich kann und will da nicht mehr arbeiten. Bin jetzt 31 Jahre in dieser Abteilung. Ich hab noch keinen Plan, wie es weitergehen soll. Liebe Grüsse

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  104. Hallo ihr Lieben..
    Ich habe eure Blogs mit grossem Interesse gelesen und bin froh, so viele Gleichgesinnte gefunden zu haben.
    2012 wurden meine Depressionen immer schwerer, so dass ich immer öfter krank geschrieben wurde.
    Leider hat mein damaliger AG keinen Sinn dafür gehabt und mich fast in den Suizid getrieben, nur um mich loszuwerden.
    Es kam wie es kommen musste, ich brach völlig zusammen, hatte nur noch schreikrämpfe, krümmte mich unter den Belastungen und wurde in eine psychologische Klinik stationär eingeliefert.
    Was danach folgte, kann ich nur als Martyrium beschreiben.
    Erst geschlossene Akutabteilung, dann 4 Wochen offen, danach 5 Wochen Reha - eine Leistung der Rentenkasse, aber dort war man mit mir völlig überfordert und die dortige Psychologin hatte überhaupt keinen Zugriff zu mir und versuchte es auch in keinster Weise. Danach war nichts wirklich besser, meine Depressionen und Suizidgedanken waren stärker als zuvor, aber die KK und Rentenkasse hielten mich für Gesund und ich wäre wieder arbeitsfähig.

    Seitdem schlage ich mich durch das Leben und bin immer an der Schwelle abzustürzen und traue mich eigentlich nichts mehr, ausser zu allem und jedem "Amen" zu sagen.

    Meine Psychologin ist auch mittlerweile ratlos und lässt die Sitzungen nur noch auslaufen.

    Meine Frau und ich haben ein Haus und ich würde so gern wieder leben, aber der finanzielle Einbruch würde alles zusammenbrechen lassen.

    So bleibt dann für mich nur noch zu "funktionieren" und mich zu verstecken vor allem und jedem und mir nichts anmerken zu lassen, wie schlecht es mir wirklich geht.

    Jetzt bin ich bei einer Leasingfirma gelandet und werde nur noch hin und hergeschoben, welches eine zusätzliche Belastung für mich ist.

    Am liebsten möchte ich alles hinwerfen, was mich hindert ist die Verantwortung für meine Frau, die mein Halt und meine Stütze ist.
    Dieses "System" macht nur noch müde und ratlos.

    Habt liebe Grüsse

    Andreas

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    1. Hallo Andreas,
      es ein gutes Leben liest sich auch wirklich anders, als du es hier gerade beschreibst. Da kann ich gut verstehen, dass Lebensfreude sich nicht nicht einstellen will. Es klingt alles schwer, nach Last. Vielleicht ist es ja wirklich einfach nur alles zu viel für dich, zu viel Belastung? Vielleicht fehlt dir aber auf der anderen Seite auch nur etwas, das dir Freude bereitet, ein Hobby, eine Leidenschaft...? Wenn dein Therapeut nicht weiter weiß, ist es vielleicht an der Zeit, ihn zu wechseln. Vielleicht ist es aber auch an der Zeit, dass du einmal Impulse in die Therapie einbringst? Wo liegen deine größten Schwierigkeiten im Leben und welche davon möchtest du gern loswerden? Therapeuten können nur fördern, was aus dir kommt. Ich wette, es gebe da eine Menge Entwicklungspotenzial.
      Das System ist nicht gesund, da hast du recht, aber es allein auf das System zu schieben, macht dich zum Opfer und handlungsunfähig. Wo liegen deine Möglichkeiten? Was könntest du selbst konkret ändern, damit es dir besser gehen kann? Ich wünsche dir sehr, dass du hier bald einen Schritt weiter kommst. Liebe Grüße Benno und schön, dass du hier warst.

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  105. Guten Tag,

    mein Name ist Mustafa. Kämpfe seit 4 Jahren mit residivierenden depressiven Störungen. War auch deswegen schon 6 Wochen in der Salus Klinik in Hürth. Ein Jahr lang wurde ich psychologisch betreut. Jetzt bin ich wieder im Keller und bin seit 14 Tagen in der psychiatrie. Ich habe Konzentrationsschwäche, dabei habe ich vor 4 Wochen vom Lungenfacharzt gehört, dass ich COPD habe und im zweiten Stadium bin. Ich musste meine 25 - Jährige Arbeitsstelle aufgrund meiner psychischen Störungen aufgeben und bin seitdem Arbeitslos ohne Einkommen. Hierzu möchte ich noch erläutern, dass ich essentielle Hypertonie und Hypercholesterin habe. Dazu kommen noch Bandscheibenschäden und Meniskusschaden. Habe nun einen Antrag auf Frührente gestellt. Am Mittwoch muss ich zum Gutachter.

    Hätte ich eine Chance für die Erwerbsminderungsrente?

    Liebe Grüße

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  106. Hallo Mustafa,
    es tut mir leid, dass es dir akut so schlecht geht. Jetzt bist du in einer Klinik. Das finde ich gut. Schon diese Hürde zu nehmen, schaffen viele Menschen nicht. Es wird dir bald wieder besser gehen, denke ich. Natürlich wird es keine Heilung geben auf die Schnelle, aber dein Leben wird sich wieder aufhellen.
    Ich denke, du hast eine gute Chance auf die Rente. Immerhin wird etwa jeder zweite Antrag auf Erwerbsminderungsrente angenommen. Ich drücke dir jedenfalls kräftig die Daumen! Danke für deinen Kommentar und schön, dass du hier warst! Liebe Grüße Benno

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  107. Benno ich danke dir für dein Kommentar . Drückt mir alle bitte die Daumen.

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  108. Hallo,
    ich habe eine Frage ?
    Seit eineinhalb Jahren leide ich an schwere Depresionen mit HWS Tinitus und Hyperakusis.
    War auf REha und wurde für neun Monate befristet in Erwerbsminderungsrente geschickt. Habe im Nov 2016 den Antrag auf weitergewährung gestellt und bis heute habe ich kein Bescheid.
    War Anfang März beim Gutachter ,habe alle Fragen beantwortet und das Gespräch mit dem Gutachter geführt.
    Ich habe dem gesagt,dass ich auf Grund meiner Kindheit und Vergangenheit ziemlich viel Gewal tertragen musste,ebenso,daß ich drei Brüder durch Krankheit Unfall und Suizid verloren habe. Das alles hat mich Jahre später eingeholt und bin daran zerbrochen.
    ich habe keine KRAFT mehr keine Ausdauer keine Konzentration kein Selbstwertgefühl usw.
    Stattdessen habe ich Angst und Panikattacken.Kann nicht mehr einkaufen gehen ohne das sich meine Blase unkontrolliert entleert.
    Was denken sie reicht das aus um mir die Weiterbewilligung zu gewähren und was wenn nicht?
    Ich habe die EM nur bekommen damal weil ich auf dem AM nicht vermittelbar bin.

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  109. Achso und vielen Dank für den Beitrag hier,das tut mir gut zu wissen ,das es jemand gibt der sich kümmert :-))

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  110. Hallo Anonym vom 22.03.16, 20:18
    die Bearbeitung eines Rentenantrages durch die Rentenkasse dauert etwa ein halbes Jahr. Du erhältst dann unaufgefordert Bescheid. Ich denke schon, dass die von dir angeführten Gründe für eine Weiterberentung ausreichend sind, denn sie haben ja auch für eine erstmalige Berentung ausgereicht. Wenn sich dein Gesundheitszustand seither nicht verbesserte, sehe ich keine Rechtfertigung für die Einstellung der Leistung.
    Für den Fall, dass dein Antrag aber abgelehnt wird, empfehle ich die Unterstützung durch einen Sozialverband. SoVD oder VdK kämen hier in Frage. Die unterstützen dich dann fachgerecht im Widerspruchsverfahren. Liebe Grüße Benno und alles Gute für dich!

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  111. Vielen lieben Dank Benno,
    Mein Zustand hat sich eher verschlechtert.
    Was die VDK so macht ,mh irgendwie kommen die gar nicht in die Gänge.
    Was mach ich aber wenn kein Bescheid bis nächste Woche kommt,denn da läuft die Rente aus!
    Für eine weitere AW wäre ich dankbar.
    LG

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  112. Hallo Lisbeth,

    so einen Fall hatte ich noch nicht. Ich würde da direkt bei der Rentenkasse nachfragen. Falls die nicht weiter zahlen, musst du wohl Arbeitslosengeld oder Hartz4 beantragen zur Überbrückung... Aber auch hier sollte der VdK sachdienlichen Rat geben können. Liebe Grüße Benno

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  113. Vielen Dank, die Rentenkasse hat mir gesagt ich kann am _Dienstag anrufen,bis dahin ist es entschieden.
    VDK hat immer gesagt:wir liegen noch gut in der Zeit!! Jetzt ist es kurz vor knapp und ich weiß nichts :-(
    Ebenso habe ich darum gebeten mit mir einen Verschlimmerungsantrag zu stellen beim Versorgungsamt,da meinte die VDK auch, bringt ja nichts ,mehr wie 30 GDB bekomme ich nicht. Die sind mir keine Hilfe,genau wie der HNO Arzt.
    Fühle mich komplett unverstanden und alleine gelassen.
    HAb auf das Leben eh keine Lust und muss noch mehr leiden durch all das.
    Einfach traurig ,kann nicht mehr schlafen weil ich nicht weiß,wie oder ob es weiter geht.

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  114. Hallo Benno,
    bin 49 J. alt, aufgewachsen mit 7 Geschwistern bei einer Sucht-Mutter, Messie-Haushalt, kaum Essen, Mutter oft tage- und nächtelang nicht da, mehrere Kinderheim-Aufenthalte. Sie ist mit 53 J. ertrunken. Meine 2 jüngsten Brüder sind 2015 wg. Drogen verstorben (43 + 44 J. alt). Habe seit meiner Kindheit Depressionen, Agoraphobie, Panikattacken, was aber erst rauskam, als ich 2008 eine Panikattacke hatte und zum Psychater bin. Seitdem Antidepressiva (derzeit Citalo 40 mg tgl.). Dazu Allergien, Asthma, COPD, kaputter Ischias (BS-OP). Habe seit Nov. GdB 50 (Psyche 30 %, Lungen 20%, Bewegungsapparat 20%). Wurde seit meiner Kindheit immer wieder gemobbt. Habe meine Leben lang Vollzeit gearbeitet (öfftl. Dienst), "nebenbei" meine Tochter erzogen. 1995 Scheidung vom 1. Mann mit viel Ärger. 2012 Burnout wg. boshaftem unmenschlichem Chef. 2013 in ein neues Team gekommen: aktuell Mobbing durch Koll., weil ich in Reha gehen und Teilerwerb. beantragen wollte. Letzten Mi. krank, Do deshalb v. Koll. attakiert worden, am Fr. Arbeit gings mir immer schlechter (Übelkeit, Herzrasen). Reha wurde abgelehnt (Alk.). Habe nun beschlossen, Rente zu beantragen. Ich kann nicht mehr unter Menschen sein! Schon auf der Autobahn zur Arbeit bekomme ich Herzklopfen, beim Einkaufen muss ich meine Seh- und Höhrsinne ausschalten (sonst Schwindel), jeden Tag diese viele Menschen in meiner Arbeit und die lächerlichen Probleme meiner Koll. und deren Druck, wie sie zu sein! Tu dies, tu das, du darfst nicht, du musst! Immer diese Fremdbestimmung! Ich könnte ausflippen!!! Nur zu Hause im Garten in der Ruhe fühle ich mich wohl. Mein Mann, meine Tochter, mein Enkelkind, meine Katzen und Laufenten sind die einzigen Freuden in meinem Leben. Und Ruhe, Ruhe, Ruhe! Habe 2011 einen Kurs als Aura- und Geistheilerin gemacht. In meinem restlichen Leben möchte ich mich nur noch mit sinnvollen Dingen beschäftigen (heilen, soziales Engagement, Tiere usw.). Welche Chancen siehst Du für mich, Rente zu erhalten? Nachdem ich mich heute intensiv mit Rente beschäftigt habe, bin ich auf diesen Blog gestoßen und finde ihn ganz toll! Menschen, die keine oder diese Krankheit nicht haben, verstehen nämlich andere nicht! LG Bine

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  115. Hallo Bine,

    ich verstehe dich sehr gut. Den Lärm, die Geschäftigkeit, den Druck, die Menschen schlechthin nicht mehr ertragen zu können, so ging es mir auch, viele Jahre sogar. Nun komme ich langsam zurück ins Leben, aber wohl dosiert und mit kleinen Schritten.
    Ich finde es gut, dass du die Rente nun für dich in Erwägung ziehst, denn das will dir dein Körper wohl gerade auch sagen - steig aus aus der Maschinerie und behandle dich in Zukunft nur noch gut!
    Ich empfehle dir, parallel zu deiner Rente auch eine Schwerbehinderung zu beantragen, falls das nicht sowieso schon geschehen ist. Näheres dazu findest du auch in diesem Blog.
    Die Chancen für einen positiven Bescheid liegen statistisch bei etwa 50 %. Ich denke, es steht und fällt mit den Gutachtern und natürlich auch mit deiner inneren Haltung. Wenn du noch Zweifel an der Richtigkeit deines Entschlusses hast, sinken die Chancen. Sei dir sicher in dem was du willst. Sei fest darin! Dann wirst du es auch bekommen. Vermutlich wird man dich erst einmal zur Reha schicken. Verzweifle daran nicht! Sieh es als Chance, die Ärzte davon zu überzeugen, dass du deine Arbeit nicht mehr schaffen kannst. Alles Gute für dich! Herzlichst Benno

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  116. Hallo Lisbeth,
    vielleicht soll es ja gerade auch gar nicht weiter gehen? Vielleicht ist ja gerade tatsächlich erst einmal Pause angesagt und Ausruhen! Niemand kann dich zu etwas zwingen... Ich glaube, du musst nun erst mal wieder zu Kräften kommen. Alles Gute für dich, gute Besserung und liebe Grüße! Benno

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  117. Auch ich leide seit 1996 an depressiven Episoden die sich bis heute durch mein leben ziehe.aus damaliger Sicht war es schwer heraus zu finden was diese Ängste und panischen Attacken auslöste.zahlreiche Therapien folgten Bis es klarer wurde wodurch das entstand. Mir ist heute klar das ich stets angst habe also zuviel Stress sowohl emotional als auch Anstrengung körperlicher Art lösen manchmal Tage nachdem ich Stress hatte diese Attacken aus.nun meine frage.ich habe 4 Kinder erzogen.und erziehungszeiten bekommen ab 1986.dennoch habe ich nur sehr wenig mit Steuerkarte gearbeitet meist war ich Hausfrau. In 2001 lebte ich Mit 3 Kinder allein von Sozialhilfe.bis 2010 zahlte die arge Beiträge zur Rente.von 2006 bekam ich bis 2013 lebensstütze Hartz4.in 2008 begann ich auf 400 Euro zu arbeiten und bin 2010 durch Depressionen wider ausgeschieden.2014 begann ich bis Februar 2016 wieder einen 450 euro job.den ich aus Unwissenheit renten beitragsfrei stellen ließ. Ich habe somit nie wirklich vollzeit und durch gehend gearbeitet.der chronischen Angstzustände und der rezidivierende Depressionen wegen.mein depritonus ist so alle 4 Jahre gerade bin ich wieder medikamentös höher eingestellt venlafaxin 225.die nehme ich seit 4 Jahren. Auch früher schon nahm ich anti depressiv war x mal stationär und auch tagesklinik anhängig zuletzt 2010.ich habe am 3.5.2016 Rente beantragt.nun heisst es warten allerdings muss man ja wohl 5 Jahre am Stück eingezahlt gaben?!.ich habe zur Zeit total angst innere Unruhe das ich zur Arbeit gezwungen werde.ich möchte eigentlich auch ich kann nicht.bescheinigt wurde mir vom mdk Bus zu 5 Std täglich nicht mehr ich arbeitete nur 5std Samstag und Sonntag. Das ist mir inzwischen auch zuviel.ich werde im Sommer 50 bekomme ich Rente oder hab ich gar keine Chance. Vielen Dank für antworten und lieben dank für die tolle Seite. Ich bin durch gehend in psychiatrischer behandlung

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  118. Hallo ich bin die Mimi bin 45 Jahre alt
    Bin zufällig auf der Seite gelandet.Mein Problem ist das ich seid 2015 unter häuslicher Gewalt und Vergewaltigung leide.Ich bin seid her auch in Behandlung bei Psyhiatrie.Mein Ex wo mir das alles verbockt hat ist in gleiche Betrieb.Nun hat er im Ganzen Betrieb verbreitet das ich ihn fertig machen will und deshalb ich Anzeige gegen ihm wegen Vergewaltigung gestellt habe.er Hat alles so verdreht das er in Opferrolle gelandet ist.Ich bin Anwaltlich vertreten und wir haben schon eine Gerichtsverhandlung gehabt.Er hat Freispruch bekommen.Aussage gegen Aussage.Bin in Berufung und warte.Die ganze Sachen hat mir sehr viel Kraft gekostet.nächste Woche hab ich in einem nur für Frauen Trauma Fälle ein Termin.Ich kann mir nicht mehr vorstellen zu arbeiten.Habe Herzattacken ,Schweißausbrüche Angsgefühle,Schlafprobleme,keine Soziale Kontakte,ich könnte mehr aufzählen.Bitte um Rat.was kann ich machen.kann ich auch BU beantragen,letztes Jahr war ich 4 Wochen und jetzt seid 2 Wochen und es sieht nach lange Arbeitsunfähigkeit aus.Der Psyhiatrie Arzt meinte ich solle danach wieder kommen und habe ein Antrag auf Kur bekommen.Bitte dringend um eure Ratschläge.
    Danke voraus und verzeiht mir meiner Rechtschreibung.

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  119. Ich drücke dir die Daumen das alles gut wird und für mich auch heute ist wider ein tag voll geistig/körperlicher Erschöpfung ich bin einfach nur müde.müde zu allem sogar schlafen ist nachts nicht möglich trotz der nedis

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  120. guten abend benno, der rentenantrag wurde abgelehnt.

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    1. Hallo Mustafa, das tut mir leid. Hast du einmal über einen Widerspruch nachgedacht? Lass dich doch mal beraten bei einem der großen Sozialverbände VdK oder SoVD. Liebe Grüße Benno

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  121. Sehr schade Mustafa. Leg Revision ein.ich sehe schon wird schwer etwas zu bekommen das jahrelang gezahlt wurde.hier wird man so langsam über den Tisch gezogen das man die reibungshitze als nestwärme empfinden könnte

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  122. Hallo, dein beitrag hat mir jetzt wieder etwas zuversicht gegeben. Auch ich bin in einer berfristeten rente und weiss genau das ich den berufsalltag nicht mehr schaffen werde. Aber genau wie du, sind da diese zweifel wie....die anderen können es doch auch, du bist noch so jung, stell dich nicht so an.....noch 3 monate und ich muss einen neuen antrag stellen, ich werde es tun und mich nicht mehr für meine krankheit schämen. Danke das du so einen tollen beitrag online gestellt hast. Dein leidensweg ist 1 zu 1 wie meiner, ich werde kämpfen, den wie du schon sagst, was ist geld im gegensatz zum seelenfrieden.
    Ganz liebe grüsse
    Gabi Frank

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  123. Hallo Gabi,
    ich freue mich sehr über deinen Kommentar. Lieben Dank dafür! Ich finde es gut, dass du so für dich einstehst. Wir müssen uns nicht schämen. Da hast du völlig recht. Aber wenn ich ehrlich bin, ein bisschen Scham ist immer geblieben. Ich drücke dir die Daumen, dass es klappt mit der Verlängerung. Alles Gute für dich auch sonst! Liebe Grüße Benno

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  124. wenn ich das höre, wer doch alle der Meinung ist wegen Psyche Rente bekommen- ich habe eine operierte HWS und wegenPsyche damals gar nicht in den Beruf gefunden und keine wartezeiten- eheähnliche Gemeinschaft, der Mann selbstsändig und darf für mich Krankenkasse zahlen- Wir müssen geben, wo andere kassieren und mein Mann kannsich Depressionen gar nicht leisten und sich schonen!
    wenn ich mich trennen würde Grundsicherung und wie leben so Leute und welch Behausungen in dem Rahmen- kürzlich ein Typ auch berentet wegen Depression und Bude siff pur weil schafft es nicht aber was ist wenn Staat sagen würde gibt keine Versporung dann sieht anders aus-
    es sollte nicht soleicht gemacht werden undich kann zusehen,da greift das System nicht und wie fühlt sich das an

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  125. Hallo,

    nächstes Jahr im Mai läuft meine zwei jährigen EM Rente voll aus. Bin Traumatisierte und war mehrmals in Kliniken. Mit der Arbeit packe ich das aus gewissen Gründen nicht. War in der Reha und dort hat der Prof. mir eine volle EM Rente empfohlen. Möchte jetzt die EM Rente verlängern.
    Wie lange dauert die Bearbeitung?
    Falls ich zum Gutachter muss, wie soll ich mich da Verhaltens und was wird da gefragt? Ich habe Angst, das es nicht verlängert wird.
    Falls es abgelehnt wird bekomme ich ALG 1 oder 2?

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  126. Hallo. Danke das du so Mut machst.
    Ich bin im April 14 zusammengebrochen. Hatte immer mal wieder zuvor mit Depressionen zutun. Aber dann kamen noch Panik/Angstattacken dazu. Ich war dann mehrere Wochen in einer Tagesklinik und bekam Psychopharmaka. Stellte einen Rehaantrag. Musste zum Gutachter. Der sagte ich sei zu krank für eine Reha. Die Reha wurde abgelegt. Nach 78 Wochen würde ich ausgesteuert. Danach zum Arbeitsamt. Die rieten mir zum EMAntrag. Okt 15 gestellt. Jan 16 Gutachter ...10 Min. Gespräch. April 16 Reha. Sep 16 befristete (1,5 Jahr) Teilerwerbsminderungsrente bei Berufsunfähigkeit. Jetzt habe ich dagegen erstmal Widerspruch mit dem Vdk eingelegt.
    Und das alles ist nicht gerade hilfreiche bei Depressionen ...mir geht es seit dem Bescheid wieder schlechter. Auch wenn es wenigstens etwas ist(1/2 Rente) Aber leben kann man davon nicht.
    LG

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  127. Hallo Benno,
    ich (55) bin durch Zufall auf deiner Seite gelandet, weil ich mich grad mit dem Gedanken EM-Rente, Rente oder zumindest Behinderung beschäftige. Bin seit vielen Jahren Depressiv mit einer generalisierten Angststörung die sich massiv auch somatisch äußert. Vor 6 Jahren hatte ich einen Burnout. Bin wieder eingegliedert worden auf meine ursprünglichen 6 Std/tgl.(zzgl 2,5 std Fahrzeit) Hab es auch ein Jahr geschafft bis die Anforderungen stiegen und ich nur noch kaputt und müde war. Zwischendurch war ich bei ALG1 und konnte dann für meinen Mann 3 Jahre ein paar stunden arbeiten. Was ging, weil ich ja selber meine Zeit einteilen konnte und wenns nicht ging, dann eben nicht. bin jetzt seit 3 Monaten wieder bei ALG1 und krieg vor jedem Bewerbungsgespräch schlimme Angst/Depressionen. Die Besuche bei der Arge beeiträchtigen mich schon Tage vorher. Ich bin einfach ausgebrannt und jeder Streß haut mich sofort um. Ich hatte viele Therapien. Aber nie eine stationäre nur einmal eine in einer Tagesklinik (1988). Ich möchte nicht in eine Klinik. auf keinen Fall. das hat mit Erfahrungen aus meiner Kindheit zu tun. Weißt du, ob die Rentenkasse drauf besteht? Oder auf Antidepressiva? Ich habs mal damit versucht, krieg das Zeug aber nicht runter oder nur mit Panikattacken, da ich durch eine Allergie gegen bestimmte Medis schon so verängstigt bin, nochmal einen anaphylaktischen Schock zu bekommen.
    Ist es die Mühe wert, den Antrag zu stellen? Ich befürchte, nicht "krank" genug zu sein und dafür eine Menge Stress zu haben?
    Mach weiter so. Dein Blog ist sehr interessant.
    LG Anne

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  128. Hallo Anne,
    für dich einzutreten, finde ich, ist die Mühe immer wert. Denn wenn du es nicht tust, wird es niemand tun und so wird sich auch an deinen Lebensumständen vermutlich nicht viel ändern. Man kann aber immer etwas ändern. Zugegeben, nicht immer fühlt man das als Depressiver auch, aber mit etwas Abstand betrachtet ist es doch die Wahrheit. Um konkret auf deine Frage zu antworten: Wenn du dich nicht in der Lage fühlst, dauerhaft zu arbeiten, dann ist es meines Erachtens die richtige Entscheidung, die Rente zu beantragen. Es macht Mühe, ja, und es ist nicht sicher, dass du sie sofort bekommst. Aber niemand kann dich zu etwas zwingen, was dir unmöglich ist. Auch zu einem stationären Aufenthalt kann dich niemand zwingen, ebenso wenig wie zur Einnahme irgendwelcher Medikamente. Natürlich wird dein Verhalten auch Auswirkungen auf den Umgang mit dir haben, aber das muss es dir dann wert sein. Ich kann nicht beurteilen, wie hoch die Chance auf eine EM-Rente ist bei Verweigerung ärztlicher Anempfehlungen. Möglicherweise verringert das die Wahrscheinlichkeit, möglicherweise erhöht es sie aber auch. Ich denke, du solltest authentisch bleiben und nach außen auch so auftreten, wie es in dir aussieht. Stell mal ruhig den Antrag! Du hast doch eigentlich nichts zu verlieren dabei, oder? Liebe Grüße Benno

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  129. Hallo Anonym vom 29.10.16, 10:46,
    "...leben kann man davon nicht." Nein, von einer halben Rente kann man wohl nicht leben. Aber das Geld wird wohl eher ein untergeordnetes Problem sein, was ein gutes Leben angeht. Auch mit einer vollen oder doppelten Rente würde dein Leben nicht per se besser werden, denke ich. Das braucht Zeit, Geduld und den Willen zu innerer Arbeit und Veränderung. Nimm dir Zeit hierfür. Es lohnt sich. Sicher ist Geld wichtig. Das weiß ich auch. Es muss genug da sein. Darum geht es nicht. Aber weitaus wichtiger scheint mir, dass deine Seele wieder ins Gleichgewicht kommt. Ich hoffe, alles wird sich recht bald zum Guten für dich wenden. Alles was du hierfür brauchst, trägst du bereits in dir, vielleicht vergraben, verschüttet, verdeckt. Aber du hast diesen Schatz in dir, glaube mir. Er wartet geduldig darauf, von dir gehoben zu werden. Liebe Grüße Benno

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  130. Hallo Anonym vom 23.10.16, 20:36,
    die Bearbeitung eines Rentenantrages dauert erfahrungsgemäß etwa sechs Monate. Du solltest deinen Verlängerungsantrag also entsprechend lange vor Ablauf der Befristung stellen, damit keine Lücke entsteht. Ob du ALG1 oder ALG2 bekommen wirst, kann ich von hier aus nicht überblicken. Befrag hierzu bitte dein Arbeitsamt. Vermutlich wirst du dich einer Begutachtung unterziehen müsen, ja. Tipps hierfür findest du auch in diesem Blog unter http://www.was-ist-depression.net/2013/05/depression-rente-beantragen.html

    Liebe Grüße Benno

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