Lithium Depression und Stimmungsschwankungen – Erfahrungen mit Phasenprophylaktika

Phasenprophylaxe mit Lithium

LIthium ist ein altbewährter medizinischer Wirkstoff

Lithium Medikament bei Depressionen. Es gibt mittlerweile ziemlich viele Antidepressiva. Da wären unter anderem die Trizyklischen Antidepressiva (NSMRI), die Selektiven-Wiederaufnahme-Hemmer (SRI), oder die Monoaminooxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) zu nennen. Lithium gehört zu keiner dieser Arzneimittelgruppen. Eigentlich ist Lithium kein klassisches Antidepressivum, wird aber dennoch erfolgreich zur Behandlung von Depressionen eingesetzt. Wie wirkt es, welche Nebenwirkungen können auftreten und bei welcher Art von Depression kann es überhaupt zur Anwendung kommen? Erfahrungen mit einem sehr alten Wirkstoff…


Das Medikament

Lithium wurde 1817 in Gesteinen entdeckt und erhielt aufgrund dessen seinen Namen (griech. lithos = Stein. Es wird bereits seit Mitte des letzten Jahrhunderts in der Psychiatrie eingesetzt und ist deshalb in seiner Anwendung auch recht gut erforscht, was Wirkung und Nebenwirkungen angeht.

Alte Medizin

Bereits im 5. Jahrhundert nach Christus war bekannt, dass lithiumhaltige Mineralwässer die Stimmung auszugleichen vermögen. 1949 entdeckte dann der australische Forscher John F. Cade, dass Lithium einen leicht dämpfenden Effekt auf Patienten mit übersteigerter Hochstimmung hat. Einige Jahre danach bestätigte der dänische Wissenschaftler Mogens Schou diese Wirkung und führte infolgedessen in Europa Lithium als Medikament ein. Bis zu jener Zeit war Lithiumcitrat sogar Inhaltsstoff des Erfrischungsgetränkes 7 Up, das von PepsiCo vertrieben wurde.



Erfahrungen mit Phasenmedikamenten

Jahrelang wusste ich nicht viel von diesem Wirkstoff, aber mein neuer Psychiater war der Meinung, dass er mein Wohlbefinden noch ein wenig zu verbessern in der Lage sei. Er sprach in diesem Zusammenhang von sogenannten Phasenmedikamenten, wozu Lithium gerechnet wird. Er war der Überzeugung, meine häufig auftretenden Gefühlsschwankungen dadurch etwas moderater ausfallen zu lassen. Aus diesem Grund nehme ich jetzt auch seit einigen Monaten Lithium zusätzlich zu meinem Antidepressivum. Ich kann mittlerweile bestätigen, dass diese Maßnahme tatsächlich eine ausgleichende Wirkung auf meine Gefühlsschwankungen hat. Auch meine Stimmung hat sich deutlich verbessert, was wohl dem verstärkenden Effekt auf Antidepressiva zu zu schreiben ist.

Lithiumcarbonat

Vielleicht ist es auch noch zu früh, über die Wirksamkeit von Phasenmedikamenten zu urteilen, aber bis heute sind das meine Erfahrungen und die möchte ich an dieser Stelle nicht vorenthalten. Nebenwirkungen habe ich bislang keine bemerkt. Ich nehme täglich abends 900 mg Lithiumcarbonat zusammen mit Cymbalta oder wie es auch gehandelt wird, Xeristar ein. Das Medikament heißt Quilonum retard. Nach meiner Einschätzung hat Lithium einen sehr positiven Einfluss auf meine Depressionen. Ich werde später noch einmal einen Erfahrungsbericht dazu abgeben, wenn noch etwas mehr Zeit vergangen ist.

 

Wirkung von Lithium

Lithium gehört zu den Leichtmetallen und wird therapeutisch in Form verschiedener Lithiumsalze verabreicht. Im arzneilichen Einsatz sind zum Beispiel Lithiumcarbonat, Lithiumorotat, Lithiumacetat, Lithiumsulfat und Lithiumcitrat. Lithium wirkt im Gehirn auf eine Vielzahl biochemischer Prozesse ein. Welcher dieser Effekte sich jedoch im einzelnen antidepressiv auswirkt, ist den Forschern bis heute noch nicht klar. Man vermutet, dass sich bei manisch depressiven Patienten durch Lithium die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls verringert, indem es während der Hochphasen den Noradrenalinüberschuss senkt und in depressiven Phasen den Serotoninspiegel hebt. Bei Gesunden ruft Lithium keine Wirkung auf die Psyche hervor. Hauptsächlich werden Lithiumsalze deshalb in der Langzeittherapie von Patienten mit Bipolarer Störung als sogenannte Phasenprophylaxe verordnet.

Einsatz bei unipolarer Depression

Hin und wieder verschreiben Psychiater Lithium aber auch bei unipolarer Depression (also normaler, nicht bipolarer Depression), um die Wirkung von Antidepressiva zu verstärken. Diese Form der zusätzlichen Verabreichung nennt man Augmentation (von lat. augmentare = verstärken).
Dabei wird der Effekt genutzt, dass das Element in Kombination mit herkömmlichen Antidepressiva dazu führt, dass eine neue depressive Episode unwahrscheinlicher wird. Bei affektiven Störungen, wozu die Bipolare Störung ebenso zählt wie die Depression, ist die Lithiumtherapie bislang sogar die einzige medikamentöse Behandlung, die nachgewiesenermaßen eine suizidverhütende Wirkung hat. Lithium wirkt nach einigen Wochen günstig auf die Manie. Die stabilisierende Wirkung auf die depressive Phase kann bis zu einem Jahr auf sich warten lassen.

EInsatz bei Schizophrenie

Bei therapieresistenter Schizophrenie kann das Leichtmetall in Kombination mit Neuroleptika ebenfalls einen günstigen, verstärkenden Einfluss auf die Therapie haben, ähnlich wie es bei Depressionen der Fall ist. Weiterhin kommt Lithium bei der Behandlung von Cluster-Kopfschmerz zum Einsatz. Hier ist es allerdings nur das Mittel zweiter Wahl und wird erst dann verwendet, wenn Medikamente wie etwa Verapamil oder Kortikoide nicht die gewünschte Wirkung zeigen. Lithium ist unter den Handelsnamen Hypnorex, Lithiophor, Neurolepsin, Quilonum, Quilonum retard und Quilonorm auf Rezept in der Apotheke erhältlich.



Lithium – Nebenwirkungen

Das Medikament Lithium hat leider nur eine äußerst geringe therapeutische Breite. Das heißt, das Dosierungsfenster, bei dem der Medikamentenspiegel im Blut hoch genug ist, um wirksam zu sein, aber nicht so hoch, dass gefährliche Nebenwirkungen entstehen, ist vergleichsweise klein. Anders ausgedrückt ist es von der Wirkungslosigkeit bis zur Vergiftung nur ein schmaler Grat. Lithium sollte deshalb unbedingt nur gemäß ärztlicher Verordnung eingenommen werden. Aus diesem Grund wird während der Lithiumtherapie auch regelmäßig die Wirkstoffkonzentration im Blut überprüft. Lithiumsalze machen nicht körperlich abhängig. Unter der Einnahme von Lithium als Medikament kann es jedoch zu einer Reihe anderer Nebenwirkungen kommen.

 

Häufigste Nebenwirkungen von Lithium

Zittern, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit, Durchfall, Konzentrationsstörungen, Gewichts­zunahme, Schilddrüsen­vergrößerung, Schilddrüsenunterfunktion, erhöhter Harndrang, vermehrte Zahl der weißen Blutkörperchen, sexuelle Funktionsstörungen und Hautveränderungen.

Gefährliche Nebenwirkungen von Lithium

Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Kreislaufversagen, Krampfanfälle, Ohnmachtsanfälle, Nierenfunktionsstörungen, Gesichtsfeldausfälle, Herzmuskelerkrankungen, Blutzuckerschwankungen, Koordinationsstörungen und Psychosen.

Lithiumvergiftung

Bei einer Lithiumvergiftung kann es zu vermehrtem Durst, gesteigerter Urinausscheidung, Muskelzucken, Schwindel, Krämpfen, Erbrechen, Durchfall, Zittern, Koordinationsstörungen und Bewusstseinstrübung kommen. In so einem Fall wird dringend geraten, viel Wasser zu trinken und sofort einen Arzt auf zu suchen.

Mein Fazit zu den Nebenwirkungen von Lithium

Mit Lithium als Medikament ist nicht zu spaßen. Eine regelmäßige Einnahme ist ebenso wichtig wie eine regelmäßige Überprüfung der Blutwerte. Weitere Details aus den Herstellerangaben zu meinem Präparat, dem Quilonum Retard findest du hier: Beipackzettel

Lithium in Nahrungsmitteln

Lithium zählt zu den Spurenelementen der menschlichen Ernährung. In unserem Körper ist es mit etwa sieben Milligramm enthalten. Die größten Depots finden sich in den Lymphknoten, in der Lunge und Leber, aber auch im Gehirn, dem Skelett, den Zähnen und anderen Organen ist dieses Spurenelement enthalten. Unsere Nahrung liefert uns bis zu 2,5 Milligramm Lithium täglich. Eine Überdosierung durch normale Ernährung ist deshalb ausgeschlossen, denn Gaben von bis zu zehn Milligramm gelten als unbedenklich. Die wichtigsten Quellen für Lithium sind Eier, Milch, Fisch und Fleisch. Aber auch in Kartoffeln, Gemüse, Getreide und Trink- oder Mineralwasser ist Lithium enthalten.

Lithium wirkt lebensverlängernd

Die regelmäßige Aufnahme des Spurenelements kann die Lebenserwartung nachweislich verlängern. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Ernährungswissenschaftlern der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. In Zusammenarbeit mit japanischen Forschern haben die Experten die Todesrate in 18 japanischen Gemeinden untersucht. Dabei habe sich gezeigt, dass die Sterberate in den Gemeinden deutlich geringer ausfällt, in denen sich mehr Lithium im Leitungswasser befindet. Möglicherweise könne man eines Tages Lithium als Nahrungsergänzungsmittel anbieten und so die Lebenserwartung der Menschen erhöhen. Dazu seien aber noch weitere Untersuchungen nötig.



Nachtrag zu Phasenprophylaktika – Meine Erfahrungen

Lithium als Quilonum Retard oder auch Quilonorm nehme ich jetzt etwa ein Jahr lang ein. Innerhalb der therapeutischen Breite liege ich unter der Einnahme von täglich 2 Stück Quilonum Retard eher am unteren Rand, also etwas über 0,5 mmol/Liter. Das ist mir aber auch recht so, ist auf diese Weise der Abstand zum toxischen Bereich doch doppelt so groß wie im oberen Bereich der therapeutischen Breite. Ich bemerke außer einer leichten Gewichtszunahme keinerlei Nebenwirkungen. Die Gewichtszunahme kann aber durchaus auch andere Ursachen haben. Jedoch fiel mir auf, dass ich mehr trinke, seit ich Lithium einnehme, auch nachts muss ich jetzt immer etwas griffbereit haben. Das Medikament wirkt gut. Ich habe nicht mehr diese heftigen Stimmungsschwankungen. Zwar sind mir meine Stimmungshochs auf diese Weise leider auch verloren gegangen, aber sei es drum. Das ist es mir wert.

Schwankungen des Lithiumspiegels

Bei den regelmäßigen Blutuntersuchen fiel auf, dass der Lithiumspiegel in meinem Blut ständig schwankt, obwohl ich das Lithium  regelmäßig einnehme. Nachdem einmal der Wert sogar auf 0,25 mmol/l abfiel, war mein Psychiater war schon drauf und dran, die Dosis zu erhöhen. Er ordnete einen nochmaligen Lithiumtest an und ich verordnete mir eine Suche nach den Ursachen. Bei dieser Recherche stieß ich dann auf den Begriff der Halbwertzeit und so kam ich darauf, dass mein Spiegel zwangsläufig ein anderer sein muss, wenn ich das Lithium nicht immer zur gleichen Tageszeit einnehme. Und das tat ich bislang nicht. Ich nahm es immer abends ein. An trüben Tagen war das manchmal schon um Fünf, an anderen Tagen erst vor dem Schlafen gehen. Und auch dieser Zeitpunkt kann schwanken.

Regelmäßige Einnahme

So habe ich diesmal am Tag vor der Blutkontrolle das Lithium erst abends gegen 22.00 Uhr eingenommen. Die Blutentnahme erfolgte am kommenden Tag gegen 9.00 Uhr. Uns siehe da, mein Wert war wieder da, wo er sein sollte und wir sind alle zufrieden. Es ist also wichtig, zumindest am Tag vor der Blutentnahme das Lithium zu einer festen Zeit einzunehmen, um sich unnötige Irritationen zu ersparen. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass es auch sonst für den Körper gut ist, eine feste Zeit für die Einnahme zu haben.



Einnahme  als Medikament

Die therapeutische Dosis

Die therapeutische Dosis ist jeweils individuell und von der Plasmamenge im Körper abhängig. Große und schwere Menschen werden daher vermutlich etwas höher dosiert werden müssen als kleine, leichte Personen. Hierzu wird regelmäßig der Wirkstoffspiegel überwacht. Empfohlen wird eine solche Überprüfung alle 1-2 Monate. Ich lasse meine Lithiumwerte alle 100 Tage ermitteln. Das ist der Zeitraum, für den eine Packung N3 Quilonorm Retard ausreicht. Dann muss ich sowieso wieder in die Praxis wegen eines neues Rezeptes. Dort findet dann auch gleich die Blutentnahme für den Lithiumtest statt. Die therapeutische Dosis für eine Langzeittherapie der Depression liegt zwischen 0,5 und 1,0 mmol/l. Jedoch bereits ab 1,5 mmol/l wirkt das Medikament toxisch. Ab dieser Konzentration kann es zur oben beschriebenen Lithiumvergiftung kommen.

Die Halbwertzeit

Lithium wird relativ schnell im Körper wieder abgebaut. Man spricht von der Halbwertzeit. Das ist die Zeit, in der der Wirkstoffspiegel vom Maximum auf die Hälfte zurück geht. Bis ein Medikament völlig aus dem Körper verschwunden ist, vergehen etwa vier bis fünf solcher Halbwertszeiten. Die Halbwertzeitangaben der Pharmahersteller sind allerdings nur ungenaue Werte, da sie unter anderem auch vom Alter, dem Geschlecht und der Konstitution des Patienten abhängig sind. Bei bestimmten Vorerkrankungen oder bei Kombination mit anderen Medikamenten kann die Halbwertszeit deutlich verlängert sein. Je geringer die Halbwertszeit ist, umso kürzer hält die Wirkung des Medikaments an und je länger die Halbwertszeit ist, umso länger wirkt das Präparat. Man geht im Mittel von einer Halbwertzeit von 24 Stunden aus. Die Herstellerangaben und entsprechende Hinweise in der Literatur zeigen hierbei einen möglichen Bereich von 12-36 Stunden an.

Quellen zu Lithium Medikament bei Depression
Focus   Wikipedia  Ärztezeitung  Navigator-Medizin  Der Standard  Foto: Benno Blues  

Beitrag
Lithium bei Depression - Erfahrungen mit Phasenprophylaktika
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Lithium bei Depression - Erfahrungen mit Phasenprophylaktika
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Lithium - Medikament bei Depressionen und Manie - Wie wirkt dieses Antidepressivum und muss man Nebenwirkungen befürchten? Hier meine Erfahrungen...
Benno Blues
Benno Blues
Frank Bütow Online Medien
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Anonym
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Anonym

Mir hilft Lithium nicht. ich nehme es seit über einem Jahr und habe immer noch schlimme Depressionen, was aber auch an der 3er Kombination Lithium, Xeristar und Seroquel liegen kann (sediert alles). Jetzt habe ich eine massive Schilddrüsenunterfunktion (Wahrscheinlichkeit von 30{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} bei Lithium), vor Lithium war die Schilddrüse ganz gesund. Ich werde Lithium absetzen, weil es mir nicht hilft (Studien sprechen von 20{e49a96430d494b8fbb20778a9ac6906bf0f3b15cb7fb04aa64effc167ef0f66e} der Patienten, denen es nicht hilft) und weil meine Schilddrüse wohl hinüber ist.
Ich kann nur sagen Finger weg davon. WEiß eh keiner, wie es genau funktioniert.

Anonym
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Anonym

Hallo bin Anonym v. 16.2. Habe Lithium abgesetzt, mit ausdrücklicher Genehmigung des Endokrinologen, denn ich habe Hashimoto, eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, und Lithium beeinflusst an mehreren Stellen In der Schilddrüsenzelle den Stoffwechsel. Man hat eher Glück, wenn die Schilddrüse nichts abkriegt (rein biochemisch betrachtet).Auf Psychiater höre ich nicht mehr. Die haben mir zu viel Müll erzählt. Lithium ist Gift. Punkt. Mir geht es besser seit es raus ist und ich L-Thyroxin bekomme.Im übrigen macht Hashimoto in der schweren Form, wie ich es habe, was den Psychiatern in 9 Monaten Psychiatrie aber gar nicht aufgefallen ist!!!, die gleichen Symptome wie eine… Weiterlesen »

Anonym
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Anonym

Also ich nehme Quilonorm retard seit oktober 2013 und habe ziemlich schnell eine stabilisierung der stimmung bemerkt, da ich davor eine depressive phase hatte wo es mir gar nicht gut gegangen ist. In kombination mit den antidepressiva Welbutrin und Ixel bin ich relativ stabil von der stimmung her. ich nehme morgens 224 mg und abends 450mg und habe das gefühl das es mir gut tut. nebenwirkungen dürfte lithium auch nicht bei mir verursachen.

Anonym
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Anonym

Ich habe glücklicherweise keine Depressionen, konnte aber während Monaten schlecht schlafen. Ich wollte keine Schlafmitttel nehmen und andere Mittel wie Melatonin etc. wirkten nur unbefriediegend.
Da bin ich auf Lithium Orotate gestossen. Mit nur 5mg/tg, jeweils am Morgen kann ich nun bis 8 Std. schlafen.
Ich befürchte KEINE Nebenwirkungen.

Anonym
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Anonym

Ich nehme ca 13 Jahren Lithium, es tut mir sehr gut, nur habe ich schwere Nebenwirkungen die nach und nach gekommen sind: starke Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, bin immer müde und fühle mich immer k.o.
wer kennt das auch? LG

Anonym
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Anonym

Ich habe es schon mit meinem Arzt besprochen, jetzt wird noch geklärt, welche anderen Ursachen das haben könnte. Absetzen will ich es nicht, weil es mir jetzt seit jahrelangem Kampf endlich wieder gut geht. Wie lange nimmst du es schon?

Anonym
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Anonym

Hallo! Ich nehme seit August'15 Lithium, weil ich wieder in der Klinik war wegen Depri udn Suizidgefahr. Ich dachte es hilft – aber es war wohl nur der Faktor "Gruppe" wegen meiner Einsmkeitsproblemen. Zuhause gingen dann die Bauchschmerzen los ; tägölich früh ud die Konzentrationsprobleme, starke Müdikkeit und LethargieBin jetzt arbeitslos und Antrag auf EU-Rente gestellt.Ich wäre aber gern wieder Tätig !! Hab si viele Ideen und Wünsche – kann aber tagsüber nichts umsetzten – außer TVMein Pschiater rät ab – ich will es aber jetzt trotzdem absetzten: Die Suizidgedanken früh am Morgen sind immer noch da – schlimmer kanns… Weiterlesen »

Anonym
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Anonym

Ich leide seit 8 Jahren an Depressionen. Kein Medikament hat geholfen. Seit 7 Monaten nehme ich Lithium (1g/tag). Es geht mir so gut wie schon lange nicht mehr. Alle anderen Medikamente konnte ich absetzen (Trevilor 350mg/Lyrica 225mg/Mirtazapin 45mg). Gruss Joachim

zicklein
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Hallo, ich nehme quilonum abends 450 mg und morgens 120 mg venlafaxin. Diese Kombination gefällt mir aber nicht, ich bin unheimlich müde und schlafe am liebsten immer, aber mindestens 10 stunden. Das finde ich nicht normal, ausserdem bin ich sehr antriebslos und kraftlos.
wer kann mir etwas zu meiner derzeitigen medikation sagen ?

Anonym
Gast
Anonym

Hallo, habe folgendes Problem. Mein Freund hatte vor ca.10 Jahren ein Burnout und hat schon die verschiedensten Therapien hinter sich.Nach einem neuerlichen Rückschlag im letzten Jahr,Seit besucht er einen Psychologen,der ihm ebenfalls schon die verschiedensten Medikamente verschrieben hat. Im September letzten Jahres erklärte man uns, daß er an einer bipolaren Störung leidet. Man überwies ihn in das Therapiecenter in Lans auf Kur. Dort wäre man davon überzeugt gewesen, dass er besser mit Lithium zu behandeln wäre. Da dies aber sein Psychologe nicht befürwortete wurde ihm dies nicht verabreicht – sehr zum Leidwesen von ihm. Er hat immer noch diese ganz… Weiterlesen »

Anonym
Gast
Anonym

Hallo Benno und Alle, ich kämpfe seit vielen Jahren mit Angstzuständen und Depressionen. Erstaunlicherweise hat mir Lyrica gut getan, aber keine ADs wie Trevilor. Aber Lyrica macht auf Dauer echt müde und schwammig im Kopf. jetzt will mir meine Neurologin Lithium verschrieben, ich habe aber Schiss davor. wie schnell wirkt es bei Depressionen? Ich neige zu.übertriebenen Gefühlen, bipolar, und habe bei Deprssionen einfach keine Kontrolle über mich. Es gibt ja viele Übungen , Affirmationen etc, um in der Spur zu bleiben, aber irgendwann geht's dann wieder in den Keller. Könnt ihr mir meinen Schiss nehmen? LG Anna

anna menge
Gast

Hallo Benno, ich danke dir für deine Nachricht. Ich nehme jetzt 1,5 Quilonium u ne ich fühle mich bisschen stumpf,, Gefühlsmäsig. IAber ich denke, das geht vorbei.Ich habe keine bipolare "Störung", nur immer wiederkehrende Depressionen, die mich echt fertig machen. Hast du mal von Lithium Orotat gehört? Das soll weniger Nebenwirkungen haben, aber hilft es? Liebe Grüße Anna

anna menge
Gast

Sorry Benno, erst sag ich, ich bin bipolar, dann wieder nicht. Meine Neurologin hat mich zu einem ADHS Test geschickt, die Verhaltensweisen sind sehr ähnlich. Darf ich fragen, ob du das Cymbalta noch nimmst oder konntest du es wegen Lithium ausschleichen? Liebe Grüße Anna

Marie
Gast

Guten Abend.. seit 5 jahren habe ich immer wieder depressionen, angstzustände und dann wieder diese Höhepunkte. Meine Stimmung wird nur gut wenn ich etwas trinke, was mich aufpuscht. ich weiß selber nicht was mit mir los ist, ich dachte bisher immer es ist eine depression, aber mittlerweile denke ich, dass mehr dahinter steckt. ich habe ca. 4 termine bei einem psychologen gehabt, der keine medikamente verschreibt, weil er dagegen ist. ich dachte psychologen sind psychologen, weil sie hinter die fassade des menschen sehen können und wissen was mit einem los ist. mein psychologe gibt mir das gefühl mich nicht ernst… Weiterlesen »

Anonym
Gast
Anonym

Hallo bin Neu hier und habe so einige Fragen: ich nehme seit drei Jahren Lithium und komme soweit damit gut klar. Als Zusatz nehme ich noch Cypralex. Beides nehme ich immer morgens. Wegen einer Schilddrüsenunterfunktion habe ich seit vier Monaten noch eine neue Tablette dazubekommen. Ich fühle mich nun nicht mehr depressiv, aber meine Gefühle sind auf dem Nullpunkt… Ich kann nicht mehr weinen, meine Empathie ist eingeschränkt und mit Liebe (Sex) ist nichts mehr zu machen.
.. Wer hat auch diese Probleme und möchte sich mit mir darüber austauschen? Lg

Anonym
Gast
Anonym

Ich bin schockiert über die positiven Erfahrungen mit Lithium. Ich habe es gerade einmal 10 Tage genommen und wurde richtig suizidal und krank davon. Richtig suizidal, mit Plan und Ausführungsabsichten!! Mein Wesen hat sich verändert…Mir war dauerübel, Appetitlosigkeit, Schwindel…Für mich ist es das größte Gift. Ich bin aber jetzt einfach nur froh, daß ich am Leben bin trotz Lithiumexperiment….Schade, aber Sertralin und Carbabeta tun es dann auch 🙂
Ich hoffe, der letzte Rest vom Dreck ist bald aus dem Körper….Würde Lithium niemals empfehlen….

Anonym
Gast
Anonym

2 Jahre nahm ich verschiendenste Antidepressiva, ohne Erfolg. Ich war so verzweifelt, wußte schon wo ich sterben wollte und auch konkret wie. Nur meine 2 kleinen Kinder hielten mich gedanklich noch zurück. Meldete mich mit letzter Kraft in der Psychatrie und bat um Aufnahme. Nach 2 Wochen dort, sagte der Chefarzt bei der Visite zu mir gewand: "Und der Herr K…. bekommt ab heute Abend Lithium".Es kam so, wie er es mir an dem Abend noch sagte: Es wird ihnen kurzzeitig besser gehen, dann erst mal 3-4 Wochen wieder nicht, aber dann geht es jede Woche besser"! Den nächsten Tag… Weiterlesen »

Neues Glück?
Gast

Hallo alle miteinander,
Ich habe seit 5 Jahren Depressionen und das letzte Jahr über starke Stimmungsschwankungen gehabt.
Nehme seit 4 Tagen Lithium (900mg) , da bei mir die Behandlung mit Antidepressiva nur bedingt geholfen hat. Ich nehme zusätzlich noch Duloxetin. Es ist noch zu früh um über Lithtium zu urteilen, dennoch muss ich sagen, dass ich mich ziemlich benebelt fühle und sehr müde bin. Ich weiß von anderen Medikamenten, dass die Nebenwirkungen meist gerade am Anfang der Einnahme stark sind und hoffe sie werden noch etwas schwächer

Neues Glück?
Gast

Hallo Benno, habe gerade nochmal nachgelesen und in der Packungsbeilage steht schon Schläfrigkeit und Benommenheit als Nebenwirkung, zusätzlich hab ich Kopfschmerzen und Übelkeit. Hatte große Hoffnungen in Quilonorm gesetzt, doch der Zustand ist es mir nicht wert. Werde es nun wieder absetzen, aber gut wenn es dir und auch anderen das Leben erleichtert hat;)

Anonym
Gast
Anonym

Hallo, der letzte Beitrag ist ja nun schon etwas her. Aber ich habe heute eher unerwartet, weil neuer Psychiater nach Umzug Lithium verordnet bekommen. Außer auf Trevilor soll ich auf all meine liebgewordenen Retter verzichten, die da waren Bromazepam, Zolpidem und Opipramol. Lithium erweckt bei mir sofort Angst vor dem Superfett werden und Nierenschäden und nun auch noch Haarausfall und Akne. Ich bin mittlerweile zweifache Oma und die Depressionen begleiten mich seit der Pubertät. Seit 2003 nehme ich ständig wechselnde Medis und fühle mich mies, da die ganzen Sachen nach Jahren einfach kaum noch wirken. Schon nach meinem Therapiebeginn mit… Weiterlesen »

Benno Blues
Gast

Hallo Anonym, es tut mir leid, dass ich erst heute auf deinen Kommentar reagiere. Aus mir unerklärlichen Gründen, habe ich keine Nachricht über deinen Kommentar vom System erhalten. Nur weil ein aufmerksamer Leser nun nachfragte, ist das überhaupt aufgefallen. Und es tut mir leid, dass du zwei Menschen an die Depression verloren hast. Also, es gibt antriebssteigernde Antidepressiva, nach deren Einnahme, bei Vorbestehen einer Suizidaliät, die Gefahr eines Suizides erhöht sein kann. Nicht die Suizidalität an sich steigt hierdurch an, sondern die Entschluss- und Tatkraft. Von Lithium ist mir derlei jedoch nicht bekannt. Lithium ist ein Stimmungsstabilisierer, ein sogenanntes Phasenprophylaktikum,… Weiterlesen »