Hund als Therapiebegleiter bei Depression

Hund hilft bei Depression

Hund hilft bei Depression

Der Hund ist des Menschen treuester Begleiter, heißt es. Er zählt zu den interessantesten Haustieren und erfreut sich seit Tausenden von Jahren konstant hoher Beliebtheit. Es gibt inzwischen 339 vom FCI (Fédération Cynologique Internationale) anerkannte Rassen und natürlich jede Menge Mischlingsformen unterschiedlichster Art. Der Hund gilt als treu, gelehrig und anpassungsfähig. Als Diensthund wird er für vielfältige Aufgaben ausgebildet, zum Beispiel zur Drogensuche, für den Schutzdienst oder als Brandursachenermittler. Auch als Blindenhund, Wachhund oder Schäferhund ist er geeignet. Kein anderes Haustier ist so vielseitig einsetzbar wie der Hund. Auch zu therapeutischen Zwecken können Hunde mit herangezogen werden. Sie erfüllen zahlreiche Aufgaben in der Pflege und Therapie von hilfsbedürftigen Menschen.


Der Therapiehund – Ein Multitalent

So unterstützen sie hier nicht nur Blinde, sondern helfen auch autistischen Kindern oder dementen Personen. In einer Studie muntern sie jetzt sogar Depressive auf und wirken so den Folgen von Depressionen entgegen. Gerade für allein lebende Menschen ist der Hund ein guter Kamerad und Begleiter. Er ersetzt zumindest teilweise, die Gesellschaft anderer Menschen. Und er bedeutet Verantwortung. Depressive schaffen es bekanntlich oft nicht, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, hingegen fällt es ihnen ein leichter, dies für andere zu tun. Der Druck von außen ist stärker und damit auch die Motivation. Hunde helfen ihrem depressiven Besitzer durch ihre alleinige Anwesenheit, morgens aufzustehen und vor die Tür zu gehen. Sie verschaffen ihm Bewegung an der frischen Luft und somit auch Kontakt zur Außenwelt.



 

Mit der Hundetherapie gegen Seelenqual

So titelte unlängst Focus Online zu diesem Thema. Eine Studie hat die psychischen Auswirkungen auf Menschen mit depressiven Störungen untersucht. Andreas Sobottka, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und leitender Oberarzt im Zentrum für Seelische Gesundheit der Klinik Marienheide, und Mareike Doll-Degenhardt, staatlich geprüfte Hundetrainerin, leiteten demnach das Projekt.

Der psychische Zustand einiger Patienten sei zu Anfang der Studie äußerst kritisch gewesen. Manche hätten sogar schon versucht, sich das Leben zu nehmen. Während der Studie wurden regelmäßig Therapieeinheiten mit geeigneten Hunden in den Therapieplan depressiver Patienten eingefügt. Die Auswertung ergab später, dass der Kontakt mit den Hunden die Intensität des Todeswunsches der Patienten deutlich abfallen ließ.

 

Hund motiviert bei Depression

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Anschaffung eines Hundes eine gute Investition in die Gesundheit ist und zusätzlich auch noch das Wohlbefinden verbessert. So ein junger Hund ist voller Tatendrang und Lebensfreude und etwas von dieser Lebensfreude überträgt sich jedes mal auch auf mich, wenn ich ihn durch die Wiesen und Felder hüpfen sehe. Der kleine Kerl hat soviel Freude am Spielen oder spazieren gehen und fordert das auch regelmäßig auf äußerst charmante Weise bei mir ein, so dass ich nicht umhin komme, täglich einen großen Spaziergang mit ihm zu unternehmen und zwischendurch auch das eine oder andere Spielchen mit ihm zu machen.

Er ist sehr anhänglich – das gefällt mir – und so springt mir jedes mal auf den Schoß, wenn ich mich mit einer Tasse Kaffee ans Fenster setze. Er ist einfach ein lieber Kerl, der mein Leben etwas schöner macht und das jeden Tag auf’s Neue. Auch bringe ich ihm das eine oder andere „Kunststück“ bei und er hat große Freude, etwas zu lernen und auch vorzuführen (natürlich immer gegen Belohnung).



 

Mein Fazit zum Thema Hund und Depression

Ja, ein Hund kann mit Sicherheit, die Lebensqualität eines depressiven Menschen deutlich verbessern – natürlich nur, wenn er sich darauf einlassen kann und auch in der Lage ist, eine Beziehung zu dem Tier aufzubauen. Ich kann jedem nur dazu raten, es einmal zu versuchen. Man muss sich ja nicht sofort einen Hund kaufen. Warum probierst du es nicht einfach einmal aus und leihst dir einen Hund? Die Tierheime sind voll und Hunde und Pfleger freuen sich, wenn die Vierbeiner hin und wieder einmal ausgeführt werden…

Quellen zu Hund bei Depression

Focus Online (Artikel inzwischen nicht mehr online)

Daniel Stricker / pixelio.de

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