Tiefenentspannung bei Depression - Hypnose oder PMR - Der Blog zur Depression

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Tiefenentspannung bei Depression - Hypnose oder PMR

Entspannen will gelernt sein - Möglichkeiten zur Entspannung


Hypnose und Depression Es gibt ja durchaus verschiedene Möglichkeiten, zur eigenen inneren Ruhe zu finden. Das kann zum Beispiel Meditation sein oder Yoga oder auch Autogenes Training. Auch mit Hilfe bestimmter Anspannungstechniken bist du in der Lage, dich in einen tiefenentspannten Zustand zu versetzen, zum Beispiel mit dem Entspannungsverfahren nach Jakobson, auch bekannt unter der Bezeichnung progressive Muskelrelaxation. Aber durchaus nicht jedes Entspannungsverfahren ist für jeden Menschen geeignet. Heute möchte ich einmal ein vielleicht noch nicht so bekanntes, aber äußerst wirksames Verfahren vorstellen, die Tiefenentspannung durch Hypnose.



Entspannungstechniken im Vergleich


Zu Meditation, Yoga und Autogenem Training kann ich substantiell leider nicht viel beitragen. Da fehlt mir bislang noch die Selbsterfahrung. Hier bin ich also auf deine Erfahrungen angewiesen und hoffe auf deine Mitarbeit im Kommentarteil. Was aber die progressive Muskelrelaxation nach Jakobson angeht und auch die Tiefenentspannung durch Hypnose verfüge ich inzwischen über genügend Selbsterfahrung, dass ich einen Vergleich wagen kann. Ich habe beide Entspannungstechniken getestet und ich muss sagen, dass mir die Entspannung durch Hypnose deutlich mehr zusagt.
Das Prinzip bei der Entspannung nach Jakobson beruht ja darauf, dass wir nacheinander gezielt einzelne Muskelgruppen anspannen und danach wieder entspannen. Durch diesen Wechsel von Anspannung und Entspannung gelangen wir mit der Zeit in einen tiefenentspannten Zustand. Was mir an diesem Verfahren, das ansonsten wirklich zuverlässlich funktioniert, allerdings nicht so gut gefällt ist, dass ich zunächst das Gegenteil von dem tun muss, was ich erreichen will: Ich muss einen Anspannungszustand herstellen. Und dieser Anspannungszustand fühlt sich für mich nicht so gut an. Ganz anders ist dies beim Entspannungsverfahren mittels Hypnose. Dort fühle ich von Beginn an eine langsam immer tiefer werdende Entspannung. Ich fühle, wie sich meine Anspannung nach und nach löst und ich einen Zustand von wohliger Schwere erreiche. Man könnte es auch leichte Schwere oder schwere Leichtigkeit nennen. Nicht selten schlafe ich dabei ein.


Tiefenentspannung bei Stress


Tiefenentspannung ist nach wie vor das beste und wirksamste Mittel gegen Stress, wobei sich der gesamte Organismus erholen und regenerieren kann. Durch Hypnose erreicht man diesen Zustand besonders schnell. Man verliert aber nicht, wie weit verbreitet angenommen, die Kontrolle über seinen Körper und Geist, man erreicht lediglich einen sehr tiefen Entspannungszustand. Es gibt zahlreiche Therapeuten, die sich auf Hypnose spezialisiert haben. Wenn du einen Therapeuten in deiner Nähe suchst, hilft dir Google sicherlich weiter. Die Kosten für ein Hypnose musst du allerdings vermutlich selbst tragen, da die meisten Kassen die Aufwendungen für Hypnosebehandlungen nicht erstatten. Die Preise für eine Sitzung dürften so zwischen 60 und 150 Euro liegen.


Hypnose - Wie funktioniert hier die Entspannung?


Unser Nervensystem besteht unter anderem aus dem für die Anspannung zuständigen Sympathikus und seinem Gegenspieler, dem Parasympathikus, das ist der Teil, der für die Entspannung verantwortlich ist. Weil die Wirkungen von Sympathikus und Parasympathikus auf die verschiedensten Organe grundsätzlich gegensätzlich sind, bezeichnet man sie in diesem Zusammenhang auch als Antagonisten.  Der Sympathikus sorgt dafür, den Körper in einen Anspannungszustand zu versetzen. Die Aufmerksamkeit wird erhöht und Kampf- beziehungsweise Fluchtbereitschaft werden hergestellt. Der Atem wird schneller und der Herzschlag steigt, weil jetzt mehr Sauerstoff über das Blut in die Organe transportiert werden muss. Das System Mensch befindet sich in allerhöchster Leistungsbereitschaft. Der Parasympathikus hingegen drosselt nach dem Vorübergehen der Gefahr diese Funktionen und bringt den Menschen wieder in einen Ruhezustand.
Bei gestressten Menschen ist der Sympathikus ständig in Aktion. Und genau da setzt die Hypnose an. Der Sympathikus wird durch die Entspannung positiv beeinflusst. Während du dich in in einer mittleren Trance befindest, wird dein Nervensystem über dein Unterbewusstsein immer mehr beruhigt. Im Zustand der Trance, ist kann dein Unterbewusstsein besonders gut angesprochen werden. Je länger dieser Zustand aufrechterhalten wird um so mehr regeneriert sich dein angegriffenes "Nervenkostüm" und um so erholter und ausgeglichener fühlst du dich nach der Übung.
Beruhigende Bilder die während der Anwendung noch zusätzlich eingesetzt werden können, fördern und erhöhen die wohltuende Entspannung. Ebenso unterstützend kann eine speziell dafür ausgewählte Musik wirken. Eine gelungene Kombination aus beruhigender Stimme des Therapeuten, geeigneten meditativen Texten und untermalender Musik sowie die Bereitschaft des nach Entspannung Suchenden, sich auf die Hypnose einzulassen, verhelfen zum Erfolg dieser Methode.


Funktioniert Selbsthypnose?


Um die Antwort gleich vorweg zu nehmen - Selbsthypnose funktioniert tatsächlich. Natürlich ist es deutlich leichter, von einem erfahrenen Hypnotherapeuten in einen tiefenentspannten Zustand versetzt zu werden, aber man kann dies auch durchaus allein hinbekommen. Auch ist es so, dass man leichter in Trance kommt, wenn man diesen Zustand schon einmal als positiv für sich erlebt hat. Zumeist gibt es vor dem ersten Mal Vorbehalte und Ängste, die manchmal einer Trance im Wege stehen. Mit jeder erfolgreichen Hypnosesitzung aber wirst du leichter und schneller in Trance kommen und den erwünschten tiefenentspannten Zustand erreichen. 
Wenn du das Entspannungsverfahren mit Hilfe der Hypnose einmal kostenlos ausprobieren möchtest, stelle ich dir nachfolgend ein Übungsbeispiel zur Verfügung. Und nun wünsche ich dir eine tiefe und anhaltende Entspannung und eine positive Erfahrung mit der Tiefenentspannung durch Hypnose.

Quellen zu "Hypnose und Entspannung bei Depression"
Foto: pixabay.com

 







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