Depression verständlich erklärt - Ratgeber Depression

Informationen und Tipps für Depressive und Angehörige - Die Depression im Blog - Von Erfahrenen lernen - Eine Seite gegen die Scham für eine Erkrankung, die nichts mit Schwäche zu tun hat - Ein Votum für die gesellschaftliche Akzeptanz einer Krankheit, die längst schon ein Teil der Gesellschaft geworden ist - Ein Versuch, Antworten zu finden auf die Frage: Was ist Depression?

Depression verständlich erklärt

Depression im Blog Wenn man das erste Mal in seinem Leben der Depression begegnet, stellt sich oftmals ein Unvermögen ein, zu verstehen, was da gerade geschieht, ganz egal ob man selbst betroffen ist oder eine nahe stehende Person. Die Depression wirft Fragen auf, viele Fragen. Der Blog "Was ist Depression" geht diesen Fragen nach. Der Autor Benno Blues kennt beide Perspektiven. Er war sowohl selbst betroffen, als auch lange Zeit Angehöriger. Behutsam und ehrlich nähert er sich hier einem sensiblen Thema, das viel zu oft noch tot geschwiegen wird...



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1 Kommentar:

  1. Zu den SSRI kann ich eigene Erfahrungen beisteuern:
    - Sie wirken nicht bei jedem und auch nicht sofort, sondern brauchen meist so 3-4 Wochen, bis man die positive Wirkung merkt
    - Sie müssen seeeeehr behutsam ein- und wieder ausgeschlichen werden (evtl. unter Zuhilfenahme von Beruhigungsmitteln), was oft leider nicht adäquat geschieht, da oft von Ärzten verordnet, die den Pharmavertretern gern glauben schenken, dass Antidepressiva in jedem Fall prima verträglich sind und keinesfalls abhängig machen. Sie haben ja meist selber noch nie so etwas eingenommen haben und wissen daher auch nicht, wie es sich anfühlt...
    - bei zu langer Einnahme (was zu lang ist, ist individuell sicher unterschiedlich) folgt eine Gewöhnung des Körpers("Downregulation"), von der man nur sehr schwer wieder runterkommt. Vereinfacht verursacht das SSRI-Medikament während der Einnahme durch die Wiederaufnahmehemmung im Synapsenspalt einen künstlich hohen Serontoninspiegel, was ja zunächst mal beabsichtigt ist, führt aber den Körper damit in die Irre, der seine Serotonin-Produktion reduziert --> Beim Absetzen "rauscht" dann der Serotoninspiegel im Körper logischerweise "in den Keller", weil der Körper die Produktion zurückgefahren hat, was dann zu Zuständen führt, die man von sich vorher gar nicht kannte (heftige Aggressionen, Selbstmordgedanken, massive Schlafstörungen, extre Unruhe, Verfolgungswahn, schlimmere Depression als je zuvor, Panikattacken, rabenschwarze Brille, ...)
    - In den USA, wo es die Medikamente schon länger gibt, ist das Netz voll von Internetseiten, wo Betroffene verzweifelt versuchen, sich gegenseitig zu helfen, nach Langzeiteinnahme (teilweise von bis zu 10-15 Jahren oder mehr) von den SSRI wieder loszukommen, da diese irgendwann nicht mehr ganzu so positiv wirken und nach längerer Einnahme Diabetes, Gerinnungsstörungen, Herzrhythmusstörungen, erhöhter Augeninnendruck, Übergewicht und vieles mehr auslösen können, weil Serotonin an vielen Stellen im Körper eine tragende Rolle spielt und der veänderte Spiegel sich entsprechend auswirkt. SSRI haben auch eine ganze Menge Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Außerdem ist eine Schwangerschaft während der Einnahme nicht wirklich ratsam und man kann sich denken in welches Dilemma das Frauen bringen kann, die es nicht schaffen, die Tabletten wieder abzusetzen.
    - Persönliches Fazit: Für die Überbrückung eines schwierigen Zeitraums können die Medikamente ein Segen sein, ABER sie sind definitiv keine harmlose "Psychoaspirin" und man sollte sie IMHO keinesfalls länger als ca. 2 Jahre lang einnehmen, so dass der Körper die Umstellung zurück noch schafft.


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