Ich will sterben - 14 Gründe es nicht zu tun - Ratgeber Depression

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Ich will sterben - 14 Gründe es nicht zu tun

Ich will nicht mehr lebenWarum lebe ich? Oder anders gefragt: Warum sollte ich nicht sterben wollen? Diese Frage unterscheidet uns Menschen von den übrigen Lebenwesen. Wir nehmen die Dinge nicht immer so hin, wie sie sind. Wir stellen Fragen. Insbesondere in Krisenzeiten stellen wir eine Frage immer wieder, die Frage nach dem Sinn des Lebens. Wir stellen diese Frage nicht nach dem Sinn des Lebens schlechthin, sondern nach dem Sinn des eigenen Lebens, ganz speziell. Gerade wenn es den Menschen schlecht geht, wenn ihre Kraft aufgebraucht zu sein scheint, drängt sich ihnen diese Frage auf. Es ist eine der wichtigsten Fragen. Nicht selten entscheidet sie über Wohl oder Wehe, über Glück und Unglück, über Leben und Tod. Und es ist eine hilflose Frage, eine Frage, die wie keine andere eine Antwort verdient. Auch wenn dies nicht wünschenswert ist, so kann es doch jedem einmal passieren, dass er an einen Punkt in seinem Leben kommt, wo sich ihm diese eine Frage aufdrängt - es geht um das Sterbenwollen.


Warum ich nicht mehr leben will


Normalerweise wollen Menschen leben. Das wohnt uns inne. "Ich will nicht mehr leben" heißt übersetzt oft: "Ich will so nicht weiter leben". Der Selbsterhaltungstrieb ist einer der am stärksten ausgeprägten Triebe des Menschen. Das ist unser Programm und ob wir wollen oder nicht, diesem inneren Programm folgen wir, selbst wenn wir dafür töten müssten. Die Rechtssprechung nennt das dann Notwehr und stützt damit unseren Drang, Leben zu wollen. Ich kenne nur zwei Lebenssituationen, in denen dieser Wunsch zu leben, sich in einen Wunsch zu Sterben umkehrt. Einmal sind es sehr alte Menschen, die des Lebens einfach müde geworden sind und sich nun ihre wohlverdiente ewige Ruhe wünschen. Zum anderen sind es todsterbenskranke Menschen, die ihrer Qual ein vorzeitiges Ende bereiten wollen. In diese zweite Gruppe gehören oftmals auch unter Depressionen leidende Menschen, auch wenn das die Umwelt vielfach anders wahr nimmt. Etwa jede Zehnte Depressive beugt sich dem Druck seiner Krankheit und wählt schließlich den Freitod als Erlösung. Die Depression ist leider tatsächlich eine tödliche Krankheit. Menschen, die unter ihrer Depression suizidal werden, also über ihren Tod nachdenken, sich ihren Tod vorstellen, wünschen oder sogar ihren Tod vorbereiten, sind aber oftmals gar nicht wirklich an dem Punkt, dass sie nicht mehr leben wollen. Sie wollen nur so nicht mehr leben. Sie wollen so wie bislang nicht mehr weiter leben. Das ist die eigentliche Botschaft der Suizidalität psychisch Kranker! Ebenso ist es die eigentliche Botschaft der Depression. "Ich möchte so nicht mehr weiter leben!" Depressive interpretieren das oft so, indem sie formulieren: "Ich möchte, dass sich etwas ändert!" Wenn es nun gelingt, diese Botschaft in die Aussage: "Ich möchte etwas ändern!" umzuformen, dann ist der Schlüsselsatz für die Genesung ausgesprochen.


Weshalb ich noch nicht sterben sollte


In einem Forum wurde einmal die Frage gestellt, ob jemand zehn gute Gründe nennen könne, um denn weiter leben zu wollen. Zunächst ging ich zu dieser Frage auf Distanz, dann aber erinnerte ich mich daran, dass es auch mir einst an Lebenssinn fehlte. Ich erinnerte mich, wie auch ich einst krampfhaft nach einem Strohhalm suchte, an den ich mich hätte klammern können, einen Grund, für den es sich lohnte, diese Quälerei weiterhin auszuhalten. Wenn Menschen verzweifelt sind, fehlt ihnen der Weitblick. Ihre Wahrnehmung ist stark eingeschränkt. Sie sehen keine andere Möglichkeit mehr für sich, als all dem auf radikale Art ein Ende zu bereiten. Ich habe damals einen solchen Grund gefunden, allerdings auch nicht aus mir heraus, sondern mit Hilfe von außen. Nun wie du hier eindrucksvoll sehen kannst, bin ich noch immer am Leben. Heute lebe ich sogar wieder gern und von Suizidalität ist keine Rede mehr. Ich habe aber inzwischen Verständnis für die Menschen, die gerade keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen und nicht wissen, wofür zu leben es sich lohnen könnte. All jenen Menschen sei dieser Beitrag hier gewidmet. Einige Gründe, nicht zu sterben, habe ich auf dieser Seite zusammen getragen. Es sind mehr als zehn geworden und andere Menschen finden sicher auch noch andere Gründe. Wenn du jetzt in einer Situation bist, in der dir solche Gründe ausgegangen sind, dann findest du hier vielleicht eine geeignete Inspiration, weiter zu machen oder zumindest noch einmal in Ruhe über dich und dein Leben nachzudenken.


1. Deine Kinder brauchen dich


Falls du Vater oder Mutter bist, wird dies der stärkste Grund für dich sein, am Leben zu bleiben. Jedenfalls war das für mich so. Anfangs dachte ich, meine Kinder seien schon groß und bräuchten mich nicht mehr. Aber so ist das nicht. Kinder brauchen ihre Eltern ein Leben lang. Sie identifizieren sich mit ihnen und suchen hin und wieder auch Orientierung. Eltern sind wie Wurzeln. Kinder brauchen Wurzeln. Kinder wollen sich gemeinsam mit ihren Eltern an ihre Kindheit erinnern. Kinder lieben ihre Eltern. Für Kinder bedeutet es einen großen Verlust, wenn ein Elternteil stirbt. Sie leiden unermesslich, weil ihnen klar wird, dass dieser Verlust unwiederbringbar ist. Aller Schutz, alles Wohlwollen, alle Liebe erlischt mit einem Mal. Für Kinder ist es, als entzöge man ihnen den Boden unter den Füßen. Sie werden sich selbst die Schuld geben an deinem Tod und sehr darunter leiden. Vielleicht werden sie nun selbst depressiv werden, denn der Verlust eines nahe stehenden Menschen kann dies auslösen. Zumindest werden sie sehr traurig sein und damit hast du dein Leid an sie weiter gereicht. Willst du das wirklich? Möchtest du nicht viel lieber Vertrauen, Liebe, Nähe und Sicherheit an sie weiter geben?


2. Dein Partner braucht dich


Auch wenn du das jetzt womöglich nicht fühlen kannst, aber dein Partner braucht dich. Er oder sie liebt dich und vermisst dich gerade in diesen Tagen und Stunden besonders. Wenn dem nicht so wäre, dann hätte er sich bereits aus dem Staub gemacht. Aber er ist noch da und hält zu dir. Es ist dem Partner eines depressiven Menschen leider nicht vergönnt, dorthin zu gehen, wohin Depressive abwandern, in ihre eigene Welt aus Ängsten, Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht. Wie gern würden sie ihren geliebten Menschen begleiten, würden begreifen wollen, was ein Außenstehender nicht begreifen kann, würden helfen wollen, würden etwas vom Leid des Partners abnehmen wollen. Doch all dies dürfen sie nicht. Sie sind dazu verdonnert, ein Zaungast der Depression zu sein. Sie sind dazu verdammt, mit zu leiden, die Ohnmacht zu spüren, nicht helfen zu können. Dein Partner vermisst dich und wünscht sich sehnlichst, du könntest ihm nahe sein. Dein Partner hält all dies aus, weil er sich an die eine Hoffnung klammert: Dass du wieder gesund wirst und emotional zu ihm zurück kehrst. Er glaubt an dich! Wenn du jetzt gehst, wird er sich die Schuld daran geben. Er wird glauben, nicht genug für dich getan zu haben. Er wird glauben, dass dein Leben wegen ihm unaushaltbar für dich war. Sicher weißt du das besser, aber du weist ja auch, wie das funktioniert mit den destruktiven Gedanken. Später wird niemand mehr da sein, der deinem Partner diese Last von den Schultern nehmen kann, denn es gibt nur eine Person, die es besser wissen und ihm glaubhaft versichern kann und das bist du.


3. Gönne deinen Gegnern diesen Triumph nicht


Heute geht es dir schlecht. Vermutlich geht es dir heute sogar noch schlechter als sonst. Hättest du dich anderenfalls auf dieser Seite hier verirrt? Ich denke, du fühlst dich so richtig mies. Du denkst über den Tod nach. Eine schwere Last drückt dich nieder. Sie nimmt dir den Atem zum Leben. Sie beugt dich so sehr, dass du weder Horizont noch Sonne sehen kannst. Welche Lasten trägst du mit dir herum? Wer hat dir all dies aufgebürdet? Nichts passiert ohne Grund. Es gibt immer Ursache und Wirkung. Und auch dafür, dass es dir heute so schlecht geht, gibt es Gründe. Auch wenn dir diese Gründe im Moment vielleicht nicht klar sind, so existieren sie doch. Nicht immer waren Mensche gut zu dir in deinem Leben. Vielleicht gab es sogar welche, die sich deinen Tod wünschten. Sollen sie am Ende doch gewinnen? Sollen die Recht behalten, die dir ein glückliches, zufriedenes Leben missgönnen? Es sind Typen wie diese, die dich immer wieder klein gemacht haben und heute ist dein Ego so winzig, dass du dich außerstande siehst, weiter zu machen. Alles was dich krank gemacht hat, trägst du in dir, aber glaube mir, du trägst auch all dies in dir, was nötig ist, wieder gesund zu werden. Wir bekommen Infektionen, aber wir haben auch Abwehrkräfte, wir fühlen uns ohnmächtig, aber wir haben jede Menge Ressourcen. Gemeinsam mit einem Therapeuten, lassen sich deine Stärken wieder ans Tageslicht bringen und womöglich sind da sogar einige Talente enthalten, von denen du heute noch gar nichts weißt.


4. Das Leben hält noch soviel Schönes für dich bereit


Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, das nehmen wir wahr. So funktioniert unser Gehirn. Wenn wir alles bewusst verarbeiten wollten, was allein ein Spaziergang an Reizen für uns bereit hält, würde uns der Kopf rauchen, von einer Autofahrt ganz zu schweigen. Wir blenden aus und das ist auch gut so. Im Falle der Depression blenden wir so ziemlich alles aus. Wir sind einzig mit unserem Leid beschäftigt. Das fokussieren wir. Hier liegt unsere ganze Aufmerksamkeit. Unsere letzte Kraft geben wir dafür her. Es gilt jetzt, dieses Leid zu verarbeiten und in unseren Lebenslauf zu integrieren. Deshalb hast du nun den Eindruck, dein Leben würde nur aus Leid bestehen und dem wollest du deshalb ein für allemal ein Ende machen. Dem ist aber in Wirklichkeit nicht so, denn wenn die Verarbeitungsphase abgeschlossen ist, in der du dich jetzt befindest, dann bist du auch wieder in der Lage, die schönen Dinge des Lebens wahrzunehmen: die Liebe dir nahe stehender Menschen, die Wärme der Sonne, das Wolkenspiel am Himmel, ein Urlaub am Strand, ein gutes Buch, ein Spaziergang in der Natur, ein Abend mit Freunden, ein frisch gezapftes Bier, der Duft von frischem Brot, das Lachen eines Kindes... Die Depression gibt dir die Möglichkeit, noch einmal von vorn anzufangen. Wenn du bislang hauptsächlich das getan hast, was Andere von dir erwarteten, dann hast du nun die Möglichkeit das zu tun, was du willst. Es ist nie zu spät, mit dem eigenen Leben zu beginnen, es sei denn du beendest es vorzeitig. Übrigens bist du in guter Gesellschaft. Die meisten Menschen leben zunächst ein Leben, dass sie kaum glücklich macht. Sie sind unzufrieden und ständig auf der Suche nach der Erfüllung, bis sie irgend wann durch einen Schicksalsschlag innehalten können und damit beginnen, die richtigen Fragen zu stellen...


5. Du suchst nach Gründen


Auch wenn dir das womöglich entgangen ist: Du willst leben! Wäre dem nicht so, würdest du dich nicht mit dem Sinn des Lebens, mit dem Sinn deines Lebens befassen. Du bist auf der Suche nach Gründen, weiter zu machen, weil sie dir gerade ausgegangen zu sein scheinen. Und hier kannst du dich auf dich verlassen: Du willst leben! Nicht einmal ein Prozent all unserer Hirnfunktionen laufen bewusst ab und alle wichtigsten, denke ich funktionieren eh unbewusst. Mach dir also keine Gedanken darum, warum du nicht immer alles weißt über dich. Das ist normal. Dein kleines Bewusstsein, dass sich in der Großhirnrinde befindet, wäre schlicht und ergreifend einfach überfordert damit, sich alle Vorgänge in deinem Körper und deiner Seele bewusst zu machen. Statt dessen funktioniert sehr viel ohne dein Zutun. Und nun suchst du nach Gründen. Die Suche nach diesen Gründen kommt nur deshalb in dein Bewusstsein, weil es einen Konflikt in dir gibt. Es gibt einen Teil in dir, der sehr verletzt ist. Dieser Teil bist du selbst, als du noch ein Kind warst, denn soweit liegt die erste Verletzung zurück. Dieses Kind in dir fühlt sich verlassen, unverstanden und ungeliebt, vielleicht zu Unrecht behandelt oder gar misshandelt. Dieses Kind in dir schreit vor seelischem Schmerz laut auf und möchte eigentlich nur, dass die Qual aufhört. Dieses Kind in dir wünscht sich Trost. Es wünscht sich, von dir in den Arm genommen zu werden. Du allein kannst dieses Kind beruhigen, indem du dich ihm mit Liebe zuwendest. Auch dieses Kind will leben, darum schreit es ja! Es weiß nur nicht wie. Aber da kannst du helfen...


6. Entscheidungen können falsch sein


Menschen treffen täglich Entscheidungen, gute und weniger gute, richtige und falsche. Mittels unserer Entscheidungen navigieren wir durch unser Leben, bestimmen wie es verlaufen soll. Wir entscheiden uns für einen Beruf, für einen Partner, für einen Freund. Wir entscheiden uns für einen Wohnort, einen Arbeitgeber und vielleicht für eigene Kinder. Wir entscheiden uns für eine Weltanschauung und eine politische Grundhaltung, für ein Hobby und wohin die nächste Urlaubsreise gehen soll. Ohne Entscheidungen wäre unser Leben ein Chaos. Jetzt gerade befindest du dich womöglich in so einem Chaos, jedenfalls fühlt es sich so an. Du stehst vor der Entscheidung, weiter zu machen, einer Entscheidung, der sich gesunde Menschen zum Glück nicht stellen müssen. Bedenke aber, dass jetzt kein geeigneter Zeitpunkt ist, eine solche Entscheidung zu treffen! Gestehe dir ein, dass du zur Zeit mit jeglichen Entscheidungen überfordert bist und nur deshalb aus dem Leben gehen willst, um der ständigen Überforderung ein Ende zu setzen. Was aber, wenn deine Entscheidung falsch ist? Was, wenn es bessere Lösungen gibt? Im Großen und Ganzen kannst du jeweils jede deiner Entscheidungen auch wieder korrigieren. Das ist nichts Schlimmes. So geht das Leben! Trial and Error, Versuch und Irrtum, heißt diese Methode. Wenn du dich für den Tod entscheidest, könnte die letzte Entscheidung deines Lebens eine schlechte, eine falsche sein. Dein Tod hat nicht nur für dich eine Bedeutung, sondern für viele Menschen in deinem Umfeld. So eine Entscheidung aber wäre endgültig und leider nie wieder zu korrigieren.


7. Viele Menschen überleben die Depression


Wenn auch gerade alles vermutlich ziemlich hoffnungslos um dich herum aussieht (Fachleute sprechen hier vom sogenannten Tunnelblick), für dich scheint es folgerichtig, logisch und gut zu sein - die beste und einzige Möglichkeit scheint die zu sein, dein Leben zu beenden. In Wahrheit ist es aber so, das 90 Prozent aller Depressiven ihre Erkrankung überleben. 90 Prozent! Und hätten die übrigen zehn Prozent rechtzeitig die richtige Hilfe gehabt, könnten auch sie noch leben. Es sind oftmals die Menschen, die sich allein gelassen fühlen, die keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen. In Wirklichkeit bist du aber nicht allein. Wenn du dich zum Beispiel zu einer Gruppentherapie entschließen kannst, wirst du dies sofort eindrucksvoll erleben. Auch eine Selbsthilfegruppe kann dir dieses Gefühl geben. Mir hat seinerzeit die Gruppentherapie sehr gut getan und Teil einer Selbsthilfegruppe bin ich noch heute. Wenn nun 90 Prozent aller Depressiven nicht sterben mussten, dann kann der freiwillige Tod doch nicht die einzig adäquate Lösung sein, oder? Ich habe mir auch einst das Leben nehmen wollen, hatte mich aber, weil ich so verzweifelt war, ungeschickt angestellt. Heute bin ich froh, dass es nicht geklappt hat! Jeder Mensch, der so aus dem Leben geht, ist einer zu viel! Es gibt so viele Optionen! Die kannst du aber erst sehen, wenn du auch bereit bist, weiter zu leben.


8. Sollen deine Enkel ohne Oma/Opa aufwachsen?


Weißt du noch, wie schön es war, wenn du früher bei Oma und Opa warst, wie sie dich verwöhnten und scheinbar unendlich viel Zeit und Verständnis für dich hatten? Kinder brauchen eine funktionierende Familie, wenn sie später selbst einmal eine funktionierende Familie haben sollen. Sie lernen über Vorbilder. Sollen deine Enkel einmal ohne dich aufwachsen müssen? Du hast soviel Liebe in dir, die du ihnen schenken könntest und die sie zum Leben bräuchten. Enkel können ein Lebenssinn, eine Lebensaufgabe werden. Lass dir diese schöne Aufgabe nicht entgehen, denn du wärst eine super Oma bzw. ein toller Opa!


9. Du könntest die Liebe deines Lebens treffen


Vielleicht fühlst du dich vom Leben bestraft, weil du die Liebe deines Lebens noch nicht getroffen hast? Vielleicht hast du gerade eine Trennung hinter dir? Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass es für jeden Menschen einen passenden Partner gibt. Womöglich liegt es nur an deinem mangelnden Selbstwertgefühl? Daran kann man arbeiten. Womöglich hast du nicht viel Gelegenheit, jemanden kennen zu lernen? Auch dagegen lässt sich etwas tun. Womöglich hältst du dich selbst nicht für liebenswert und leitest davon ab, dass auch andere Menschen dich nicht mögen können? Dann dreh es doch um und schau dir mal all das an, was du gut an dir findest, was du vielleicht gut kannst! Ich bin überzeugt, da gäbe es viel aufzuzählen. Wenn du dich selbst annehmen kannst, dann können es auch andere Menschen. Wenn du dich selbst lieben kannst und es gut mit dir meinst, dann werden es dir Andere gleich tun und es auch gut mit dir meinen. Die Liebe ist das stärkste Gefühl. Liebe vermag alles zu ändern. Du kannst lieben. Fang doch einmal bei jemanden an, der sich mit Sicherheit nicht zurückweisen wird - bei dir selbst. Ich bin mir sicher, wenn du mit dir selbst wieder im Reinen bist und aufgeschlossen für eine Beziehung, wird sie dir über den Weg laufen, die Liebe deines Lebens.
10. Ein Grund nicht zu sterben - Tot bist du noch lange genug
Wenn du einmal die Zeit, die dir zu leben geschenkt ist, ins Verhältnis setzt zu der Zeit, die du tot sein wirst, dann verhält sich das in etwa so wie ein Tropfen Wasser zur Wassermenge aller Ozeane, wie ein Atemzug zur Lebenslänge aller Menschen, die je gelebt haben, aufeinander addiert. Die Zeit deines Lebens ist so unheimlich kostbar, weil einmalig. Nie zuvor hat die Welt einen Menschen wie dich erlebt. Die Bühne gehört jetzt dir! Du hast nur diesen einen Auftritt! Sterben kannst du auch später noch, und tot bist dann auch noch früh und lange genug. Leben aber kannst du nur heute.


11. Du bist nur krank - Dagegen kann man etwas tun


Viele Menschen sind krank. Eigentlich sind alle Menschen krank. Jeder hat irgend etwas, was nicht so ganz optimal läuft in seinem Körper oder seiner Seele. Es ist eine Frage der Definition. Deine Krankheit heißt Depression. Die Depression hat zwar einen schlechten Ruf, meint es aber besser mit dir als Krebs, HIV, Tuberkolose, Ebola, Wundstarrkrampf, Malaria, Hepatitis, Meningitis, Cholera, Lungenentzündung, Typhus oder Kinderlähmung. Ein Symptom der Depression ist zwar die Hoffnungslosigkeit, dies aber völlig zu unrecht. Denn Depressionen sind gut behandelbar. Wenn du dir helfen lässt, wirst du eines Tages ein zufriedenes und glückliches Leben führen können. Es gibt gut wirkende Antidepressiva, die deinen Hirnstoffwechsel auszugleichen vermögen und es gibt gut ausgebildete Psychologen, die mit dir gemeinsam heraus finden werden, warum dein Leben für dich am Ende so unaushaltbar schwer wurde. Im Gegensatz zu allen anderen tödlich verlaufenden Krankheiten hast du als Depressiver eine durchaus realistische Chance auf ein glückliches Leben danach. Manchmal fehlt nur ein Botenstoff im Gehirn oder ist nicht ausreichend da? Das kann man korrigieren. Ich selbst nehme seit vielen Jahren Antidepressiva und bin von ihrer Wirkung überzeugt.


12. Frag die Überlebenden


Jeder ehemals suizidale Mensch, der diese Phase seines Lebens überstanden hat, ist ein lebendiges Zeugnis dafür, das selbst der Todeswunsch eines Menschen nicht das Ende seines Lebens sein muss. Ich bin heute wieder verheiratet, habe mir ein Haus an der See gekauft und mich vor einigen Wochen sogar selbstständig gemacht. Ich habe noch so viele Wünsche und lebe wieder gern! Neben mir gibt es Tausende Menschen, die einen Suizidversuch überlebt haben und heute froh darüber sind. Sie alle haben auch einmal so gefühlt wie du jetzt. Sie alle sind der lebende Beweis dafür, dass diese Phase deines Lebens auch wieder vorüber geht, nicht zwangsläufig die letzte sein muss. Es ist eine Krankheit, die heilbar ist und nicht das Ende aller Hoffnung.


13. Alles hat seine Zeit


Alles im Leben hat seine Zeit. So steht es schon in der Bibel. "Es gibt eine Zeit zum Gebären  und eine Zeit zum Sterben,  eine Zeit zum Pflanzen  und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen, eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen, eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen, eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz, eine Zeit zum Steine werfen und eine Zeit zum Steine sammeln, eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen, eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren, eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen, eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen, eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden, eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen, eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden." Es gibt eine Zeit zu Leben und es gibt eine Zeit zu sterben. Deine Zeit zu sterben ist noch nicht gekommen! Du wirst noch gebraucht auf dieser Erde! Es gibt noch Aufgaben, die auf dich warten. Wenn deine Zeit zu sterben gekommen ist, wirst du es merken. Es wird sich anders anfühlen als jetzt. Wenn dein Leben erfüllt war und du voller Liebe zurück blicken kannst, dann ist deine Zeit gekommen, zu sterben. Wenn es soweit ist, wirst du es fühlen, wirst du es wissen. Jetzt ist diese Zeit noch nicht gekommen. Du bist nur erschöpft und brauchst etwas Ruhe. Du brauchst Zuwendung und Pflege, Aufmerksamkeit und Liebe. Jetzt ist die Zeit der Ruhe und des Genesens. Deine Zeit zu sterben kommt erst später.


14. Du hast noch viel zu geben


Auch wenn du dich momentan schwach und kaum leistungsfähig fühlst, das war nicht immer so. Denke einmal zurück an die Zeit, als du für andere Menschen da sein konntest, du ihnen wichtig warst. Denk einmal an die Zeit, als die Menschen gern deine Hilfe in form von Rat und Tat in Anspruch nahmen und dir dankbar dafür waren. Du hast Spuren hinterlassen im Leben vieler Menschen. Du hast Spuren hinterlassen auf diesem Planeten. Es ist gut, von Zeit zu Zeit eine Pause zu machen und jetzt ist eben mal Pause. Aber du hast noch viel zu geben! Die Tage werden kommen und das wissen besonders diejenigen, die auch einmal an einem seelischen Tiefpunkt waren, die Tag werden kommen, da du wieder gebraucht wirst. Das kann womöglich noch ein wenig dauern, das kann aber auch schon bald sein. Die Welt braucht dich und deine Fähigkeiten, denn niemand hat sie in dieser einzigartigen Kombination wie du. Als du geboren wurdest, warst du reich damit beschenkt, auf dass du den Menschen und der Welt etwas zu geben hast. Warum all diesen Reichtum vergeuden? Weshalb wegwerfen, was andere noch gebrauchen können? Es kommt der Tag, da wirst du wieder mit Freude geben und mit Freude empfangen können. Alles was du jetzt brauchst, ist noch ein wenig Ruhe und etwas Geduld.


Jeder Mensch braucht eine Motivation


Exemplarisch 14 Gründe, nicht sterben zu wollen - bestimmt lassen sich bei genauerem Hinsehen auch noch weitere Gründe finden. Für mich hat damals ein Grund gereicht, mich überleben zu lassen. Ich wollte kein Leid über meine Kinder bringen. Das hat mich hoch gehalten. Ein Grund - mehr war nicht nötig. Ein Grund ließ mich Abstand nehmen vom Sterben wollen. Hier hast du nun 13 weitere Gründe zur Auswahl. Wenn du magst, schreib gern etwas über dich in die Kommentare und erzähle deine Geschichte. Ich werde dir zuhören...

Quellen zu "Ich will sterben - Ich kann nicht mehr"
Foto: Christoph Konitzer / pixelio.de






Kommentare:

  1. Mir fällt noch ein weiterer Grund ein: Ich habe der Welt noch VIEL zu geben !!!

    Mein Favorit deiner Gründe ist die 10. :-)

    Auch ich bin heute an einem Punkt, den ich mir vor 2 Jahren nicht mal vorstellen konnte. Mein Rat ist, man sollte jederzeit mit einer Überraschung rechnen. Durch deinen gut beschriebenen fehlenden Weitblick beraubt man sich selbst of jeder Chance, man sieht sie einfach nicht.

    LG
    Andrea

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  2. Hi
    Bin12 und ritze mich.
    Ich denke fast jeden Tag an selbstmord und keiner hört mir zu.
    Ich bin DER Außenseiter der Klasse...kein einziger Freund

    Was soll ich nur machen?

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    1. Unbedingt jemandem anvertrauen !!!

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  3. Ach Herrjeh, du bist ja noch ein Kind! Und es geht dir schon so schlecht? Das macht mich sehr betroffen. Ich finde, eine gute Entscheidung hast du schon getroffen: Behalte es nicht für dich! Erzähl von deinen Sorgen und Ängsten, wo immer du dich dazu in der Lage siehst. Wenn dir in deiner Klasse niemand zu hört, liegt es vielleicht daran, dass du ihnen Angst machst. Versuche doch einmal Gleichgesinnte zu finden, Menschen in deinem Alter, denen es eben so geht. Auf GuteFrage.Net begegne ich täglich Jugendlichen und Kindern mit großen Nöten. Vielleicht kannst du dort ein paar Kontakte herstellen. Glaub mir, du bist nicht allein und es gibt auch Hilfe für dich. Warst du schon einmal in der Kinder-u. Jugendpsychiatrie? Dort findest du Menschen, die gut mit Menschen und ihren Problemen umgehen können. Allein da durch zu gehen, halte ich für zu schwer. Wissen denn deine Eltern davon?

    Liebe Grüße

    Benno

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    1. Das mit gutefrage.net kann ich ja gleich mal ausprobieren...
      Bei mir ist vieleicht auch das Problem, das meine Eltern nicht ganz unschuld an der Sache sind...
      Meine Oma z.B. sucht immer nach Kleinigkeiten, an denen sie etwas auszusetzen hat.
      Oft fängt das schon in der Tür an.
      Und weil sie immer wissen wollen was ich mache, wo ich bin oder wie lange ich es mache(fimden quch immer wege das zu kontrollieren) habe ich eigentlich keine Chance zum Phsychologen zu kommen.
      Alles sagt sich immer so einfach....Der Standartspruch:"such dir einen Freund und hol dir Hilfe."
      Die realität ist leider anders...

      Daniel

      Ps: evt. rechtschreibfehler liegen an dem kaputten touchdispllay von meinem tablet pc.

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    2. Hallo Daniel,
      ich bin jetzt ein paar Tage verreist. Wundere dich also nicht, wenn ich nicht wieder gleich antworte. Das hat nichts mit dir zu tun. Es ist oft so, dass die Eltern nicht ganz unschuldig sind. Zumeist aber handeln sie da unbewusst. Sie wissen es nicht besser. Vielleicht gibt es auch ein Forum für Jugendliche mit Depressionen? Und wenn nicht, machen wir eins auf. Ich habe ja neu ein Forum auf meiner Seite. Sei du doch der erste Teilnehmer? Vielleicht trauen sich dann auch andere...
      Krampfhaft einen Freund zu finden, halte ich auch für unrealistisch. Man kann es ja nicht erzwingen. Man kann nur offen dafür sein.
      Weißt du, ich wollte auch immer wissen, was meine Kinder machen und so, aber nicht weil ich sie kontrollieren wollte, sondern weil ich verantwortlich für sie war und natürlich auch, weil es mich interessiert hat.

      Liebe Grüße

      Benno

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  4. Sorry, aber das mit den Kindern und den Oma und Opa werden etc. hat mich jetzt noch trauriger gemacht... Als ob jeder Kinder oder einen Partner hat ...

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    1. Geht mir genauso! Ganz größer Blödsinn diese "Gründe" und gefährlich!

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    2. Fand ich jetzt auch richtig schlimm das zu lesen. Genau das sind mit die vielen Gründe, NICHT leben zu wollen. Für wen denn wenn man sich selbst nicht genug ist? Ganz toll, dass ich hier daran erinnert werde.....

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  5. Oh, das tut mir leid.Das war natürlich nicht meine Absicht. Für mich waren meine Kinder immer ein Halt. Aber auch erst, nachdem mir jemand deutlich gemacht hat, dass sie mich auch noch lebendig brauchen, wenn sie schon erwachsen sind. Welches ist denn dein Grund weiter zu machen?

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  6. Diese Punkte überzeugen mich nicht gerade.
    Bin jetzt 16, mit 7 fing es an.
    Habe zwar keine Pläne mehr vorbereitet, weil ich meine Eltern nicht ins Chaos stürzen
    möchte, indem ich einfach fortgehe, aber nur weil man lebt, heißt es ja nicht, dass man nicht sterben möchte.
    Und in diesem Falle wohl wirklich sterben wollen und nicht "anders leben" wollen.
    Mir ist, als könnte kommen, was wolle, nichts könnte meinen Wunsch zu sterben
    nehmen. Ich hörte schon von Leuten, die es immer wieder überleben, weil man sie davon abhält... aber es auch immer wieder versuchen. Und in meinem Umfeld ist auch schon wer "abhanden"gekommen.
    Selbst obwohl ich nun Freunde habe und meine Eltern nicht mehr schlimm sind und auch das Mobbing für's Erste vorüber ist: nachts träumt man dann doch davon.
    Endlich gehen und frei sein. Aber das geht ja nicht. Man will ja niemanden verletzen. Also leidet man still am Leben weiter. Psychologen konnten auch nicht helfen. Weder Freunde noch Eltern oder sonst wer. Zwar machen sie es erträglicher, aber irgendwann hat man keine Kraft mehr, überhaupt noch zu atmen und einen Schritt vor den andern zu setzen.

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    1. Mir ist auch klar, dass das hier eher ein hilfloser Versuch ist, jemanden der nicht mehr lebe will, vom Gegenteil zu überzeugen. Dennoch wolltet ich es nicht unversucht lassen. Wenn auch nur ein Mensch hier den sprichwörtlichen Strohhalm findet, dann hat sich mein Aufwand tausendfach gelohnt...
      Ich kenne viele Menschen mit Depressionen, Menschen in akuten Phasen und auch chronisch Kranke. Nach meiner Erfahrung leidet aber niemand dauerhaft und durchgängig so viele Jahre wie du. Die Depression ist besser behandelbar, als es bei dir geschieht. Womöglich solltest du das mit deinem Arzt besprechen oder ihn wechseln. Man kann auch mit Depressionen ein einigermaßen gutes Leben führen. Suizidalität kenne ich auch, auch über längere Zeiträume, aber auch die muss vorbei gehen. Ich möchte dich ermutigen, noch mal einen Anlauf zu wagen und etwas für dein Wohlbefinden zu tun. Es lohnt sich. Ich bin mir sicher, du wirst es nicht bereuen. Liebe Grüße Benno

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  7. Hallo ich bin 18 Jahre alt und bräuchte einen zum reden ich bin einfach nur fertig mit meinem leben kann ich sie in irgend einer weise kontaktieren...?

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  8. Hallo Du,
    Reden ist eine gute Idee :-) Ich kann dir da z.B. das Sorgentelefon empfehlen. Ich selbst habe so meine Schwierigkeiten mit dem Telefonieren. Es macht mir Angst, warum auch immer. Du kannst mir aber gern jederzeit schreiben, hier in den Kommentaren, im Forum oder per Mail. Ich werde dir zuhören und dir auch antworten. Die Nummer für das Sorgentelefon und noch weitere Hilfsangebote findest du hier:

    http://www.was-ist-depression.net/2013/01/depression-und-hilfe-erste-schritte.html

    Ich wünsche dir von Herzen gute Besserung! Liebe Grüße Benno

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    1. Ich würde gerne per Email mit ihnen reden wenn es in Ordnung für sie ist...würde sie mir ihre Email zum schreiben geben ? vom persönlichen reden/Telefon bin ich auch kein Fan rede um ehrlich zu seinen am tag kaum bis gar nicht...

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  9. Ist Suizid wirklich der letzte Ausweg ? :'(

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  10. Antworten
    1. Das findest du wohl sehr lustig.

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    2. Um diesem Thema vielleicht einmal die Schieflage zu nehmen: Ich finde auch, dass ein Suizid der wirklich letzte Ausweg ist. Allerdings ein Ausweg mit ungewissem Ausgang. Zwar besteht vielfach die Hoffnung auf ein Ende der Qualen, aber was mit uns wirklich passiert, nachdem wir gestorben sind, weiß niemand. Die Religionen versuchen, Antworten zu geben, doch ist bislang noch niemand von dort zurück gekommen, nicht einmal Jesus. Ja, es ist der letzte Ausweg, was aber nicht gleichbedeutend heißen muss, dass es der beste ist. Der größte Nachteil am Suizid ist meiner Meinung nach, dass er sich nicht korrigieren lässt. Alles andere, was wir versuchen, können wir nachbessern, anpassen, entwickeln. Der Suizid ist leider endgültig. Mit dem müssen wir dann (leben) - vor allem aber die Menschen, die uns lieben...

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  11. ✗ Naja anscheinend wollen sie nicht Reden/schreiben dann mal Bye (Y) ✗

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  12. hallo
    ich bereite mich seit Wochen auf meinen tot vor ich habe den Sinn meines Hierseins verloren und ich möchte nicht mehr 20stunden am Tag nachdenken müssen

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  13. Hallo!
    Es fühlt sich schwer an, was ich hier lese. Und obwohl ich dieses Gefühl, am Abgrund zu stehen und nur noch auf den geeigneten Zeitpunkt des Absprungs zu warten, selbst sehr gut kenne, löst es doch immer wieder Ohnmacht und Sprachlosigkeit bei mir aus. Was soll ich reden, wenn du doch nichts fühlen kannst? Was soll ich argumentieren wenn doch deine Sinne dafür gerade verschlossen sind? Wenn ich könnte, würde ich dich jetzt in den Arm nehmen. Weiter nichts. Ich würde dir nicht sagen, dass alles wieder gut wird. Ich würde würde dir keine Hoffnung machen wollen. Ich würde einfach nur da sein.
    Den Sinn des Lebens kannst du nur in dir selbst entdecken. Es ist ist nicht die Frage, ob du einen solchen Sinn hast oder nicht - du hast ihn! Nur leider kannst du ihn jetzt gerade nicht wahr nehmen, so wie ein betäubter Mensch seinen Schmerz nicht fühlt, der Schmerz aber da ist. Was z.B. für dein Leben spricht, ist der Umstand, dass du mir hier schreibst. Und das weiß ich zu schätzen. Es gibt etwas in dir, das sich mitteilen will, das teilhaben will. Sich mitteilen wollen, teilhaben wollen - das ist leben wollen.
    Ich verstehe, dass du nicht länger darüber nachdenken willst. Du bist müde. Darum ruh dich doch endlich mal aus. Du wünscht dir die Ruhe so sehr. Und du hast sie verdient. Nimm sie dir! Tue dir etwas Gutes und ruhe dich einfach nur aus. Nichts wollen und nichts müssen. Jetzt bist nur noch du wichtig. Wenn du dir Menschen in deiner Nähe wünschst, aber niemand da ist, kannst du dich auch in eine psychiatrische Klinik einweisen lassen. Dort wirst du Menschen finden, die dich verstehen. Die Einweisung kann der Hausarzt vornehmen oder auch der ärztliche Notdienst (rund um die Uhr). Wenn es ganz dringend ist und du nicht mehr weiter weist, dass wähle einfach 112 und dir wird geholfen werden.
    Ich wünsche dir, dass du deinen Weg findest. Es gibt immer (mindestens) einen Weg. Alles Gute für dich und Liebe Grüße Benno!

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  14. Ein Thema, das verschwiegen wird. Ein Thema, das in dieser Gesellschaft keinen Platz findet. Suizid - ist es wirklich der letzte Ausweg? Wenn ja; jeder ist Schuld daran. Es fängt schon im Kindesalter an; Es wird weggesehen, Kinder werden ausgegrenzt, ausgelacht - ignoriert. Als kleines Kind weiß man nicht weiter, es folgen Schmerzen - innere Schmerzen. Die Trauer, man fühlt nichts. Man fällt in die Depression. Erst bemerkt man es nicht & weiß nicht, was es ist. Man fühlt sich einfach ausgeschlossen & nicht verstanden. Man verletzt sich & es tut weh, aber irgendwie tut es gut. Man erfährt etwas über den Schmerz. Andere Schneiden. - Schneiden?! Genau das ist es. Alle bahaupten es ist ein sinnloser Weg, aber du siehst es nicht. Für dich ist das schneiden der richtige. Der richtige Weg, genau. Alles scheint hoffnungslos. Für dich gibt es keinen anderen Ausweg. Du hast Angst vor dem Reden & somit erreichst du auch niemanden, der dir helfen könnte. Jedes Umfeld reagiert aggressiv. In der Schule wird sich darüber lustig gemacht; "Haha, diese Person schneidet" Ritzen.. genau! & Emo.. genau! Das bist du, ein Emo, so wirst du bezeichnet. Ausgeschlossen von den anderen. Deine Eltern, deine Familie, wohlmöglich sieht die da weg oder versucht gar nicht erst mit dir darüber zu reden. Es wird ignoriert - so ein riesiger Fehler. Jeder stempelt es ab als "Hilflosigkeit". Hilflosigkeit? Hey, wenn ein Mensch schneidet ist dieser Hilflos & nicht die anderen, die reden sollen! Du denkst alle sehen weg & keinen interessiert es. Für dich ist dies die schlimmste Qual. Warum interessiert es keinen, wie ich mich fühle? Warum? warum?! Wieso ist keiner hier, der auf mich aufpasst? Niemand, wirklich niemand ist für mich da. Was bringt das Leben noch? Wieso? Was hab ich verbrochen, dass ich so eine Qual leiden muss? Hab ich andere belogen, betrogen?! Bitte, wieso hilft mir denn niemand? Die anderen reagieren agrressiv auf dich. Und im endeffekt wünschst du dir nur eins.
    Ein stiller, schneller Tod.

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  15. zu "Ein Thema, das verschwiegen wird..." (12.05.14 15:36)

    Ich glaube wirklich, dass die meisten Menschen mit der Depression überfordert sind. Als Betroffener bist du ja selbst damit übertroffen, wie sollte es Außenstehenden da anders gehen? Dennoch gibt das niemandem das Recht, depressive Menschen herablassend oder ausgrenzend zu behandeln. Sie sind krank und brauchen Unterstützung und nicht Diskriminierung. Aber Nichtdepressive haben es damit oft schwer. Ich habe gute Erfahrungen mit einer Selbsthilfegruppe gemacht. Dort wirst du verstanden. Dort darfst du sein. Für mich war es ein guter Anfang heraus aus der Isolation.
    Liebe Grüße Benno

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    1. Ich fühle mich nicht krank. Ich will das alles nur nicht mehr. Ich weiß, dass ich noch viel zu geben hätte, aber ich will und kann nicht mehr. 2 Gründe gibt es, das Mutter sein und dass ich nicht weiß, wie es schnell und schmerzlos geht. Aber krank? Nein. Krank ist alles um mich herum.

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    2. Wenn es dir so schlecht geht, dass du nicht mehr leben willst, dann fühlt sich das alles andere als gesund an. Hast du schon einmal mit einem Arzt drüber gesprochen?

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  16. Eine Methode, um sich besser zu fühlen

    Darf ich Euch eine (von vielen) Methode zeigen, mit der Ihr Euch besser fühlen könnt?
    Ich kenne viele Bewusstseinstechniken, mit denen man seine Gefühle selbst kontrollieren kann. Klar, ich bin hier nur ein Gast, der einen Kommentar schreibt. Aber ich habe auch viel Zeit damit verbracht solche Bewusstseinstechniken anderen Menschen zu vermitteln. Natürlich habe ich vorher auch lange gebraucht, um zu lernen, wie so was funktioniert. Für mich war das eine ganz persönliche Abenteuerreise durch Wissensgebiete, bei denen es eine Menge zu entdecken gibt.
    Aber: Alles wird leichter, wenn man weiß wie es geht! Ihr könnt also sofort mit der Umsetzung anfangen, weil ich direkt erkläre, wie es klappt.
    Also:
    Die meisten Menschen lassen ihre Gedanken völlig ungehindert durch den Kopf strömen. Das wäre kein Problem, wenn die Gedanken glücklich, angenehm und schön wären. Nur leider gibt es auch eine Menge Gedanken, die auf Angst begründet sind. Diese Gedanken erzeugen dann ein emotionales Chaos.
    Seid Ihr mit dieser Aussage einverstanden?
    Klar, die Gedanken haben irgendeinen Ursprung, einen Grund. Unser Verstand sucht also nach Möglichkeiten, um Situationen aus dem Weg zu gehen, die uns Angst machen. Leider kostet es eine Menge Kraft, wenn der Verstand uns die ganze Zeit mit unseren Problemen konfrontiert. Und diese Kraft fehlt uns dann, wenn es wirklich darauf ankommt. Du kannst Probleme nämlich viel schneller und besser lösen, wenn du gut gelaunt und ausgeruht bist. Du bist dann quasi im Vollbesitz Deiner Kräfte.
    Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt?
    Ich meine, dass man nicht über ein Problem nachdenken sollte, bis es Zeit wird zu handeln. Du kannst nämlich nicht genau vorher wissen, was zu tun ist. Probleme lassen sich immer nur in der Gegenwart lösen. Vorher braucht man einfach nicht darüber nachzudenken.
    Das klingt hoffentlich logisch?
    Es gibt hier übrigens nichts Neues, was wir erst mühsam erlernen müssten. Wir alle sind bereits Experten darin, unsere Aufmerksamkeit auf etwas Bestimmtes auszurichten. Wir machen es immer wieder: Wir können unsere Aufmerksamkeit mühelos auf unsere Fehler, Schwächen und Probleme ausrichten. Wir hören genau zu, wenn uns etwas interessiert. Wir können uns in ein Buch oder in einen Film vertiefen und dabei alles um uns herum ausblenden. Die Frage ist daher nicht, ob wir unsere Aufmerksamkeit auf etwas Bestimmtes ausrichten können.
    Die Frage ist, auf was wir uns konzentrieren. Dann nehmen wir die Sache jetzt in Angriff. Es ist total einfach. Die Lösung wurde übrigens 1967 vom US-Gesundheitsinstitut entdeckt und blieb dann jahrelang unbeachtet: Man konnte beweisen, dass sich der menschliche Verstand nicht gleichzeitig auf zwei Sinnesreize konzentrieren und über etwas nachdenken kann.
    Da haben wir die Lösung.
    Wir brauchen also nur zwei Sinnesreize und der Verstand hört auf zu grübeln. Ganz einfach: Hört euch einen wunderschönen Song an und konzentriert euch auf den Text. Oder: Schaut Euch den Sonnenuntergang an und konzentriert Euch gleichzeitig auf den Wind in Eurem Gesicht.
    Im Grunde geht es darum, sich bewusst dafür zu entscheiden, sich solange eine angenehme Zeit zu machen, bis der Stress wieder losgeht. Nur hat man dann viel mehr Kraft, um damit umzugehen. Ich hoffe Ihr probiert diese Möglichkeit mal aus. Ihr könnt damit experimentieren und einige richtig tolle Erfahrungen machen.
    Jetzt könnt Ihr natürlich sagen:
    „Ich möchte aber lieber über meine Sorgen und Probleme nachdenken.“ So eigenartig das klingen mag: Einige Menschen tun das.
    Sie erkennen ihre Probleme und identifizierten sich damit. Sie haben gelernt, ihre Probleme zu analysieren und zu beschreiben. Sie werden zu Menschen mit einem bestimmten Problem und können stundenlang darüber reden. Gerade so, als ob sie stolz darauf wären, ein bestimmtes Fachwissen im Bezug auf ein bestimmtes Problem zu haben. Dabei wäre es viel einfacher, zu fragen:
    „Wer bin ich ohne dieses Problem?“ Klar, Probleme gibt es immer wider, nur bis dahin macht Euch eine angenehme Zeit.

    Mario Karsznia

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  17. @Eine Methode, um sich besser zu fühlen

    Ich habe diese Methode in der Psychotherapie kennen gelernt. Man nannte es Achtsamkeit. Es ist eine Konzentrations- und Entspannungsübung gleichermaßen und funktioniert tatsächlich. Allerdings braucht es meiner Meinung nach etwas Übung. Danke für den informativen Kommentar!

    Liebe Grüße Benno

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  18. nu ja ...

    1) meine fünf Kinder haben aber nichts von einer chronisch kranken schmerzgeplagten 40-jährigen Mutter, die sich mal nicht mehr selbst versorgen kann.
    (deg, Spondylarthrose, Polyarthritis, Schübe in kurzen Intervallen), die nie mehr arbeiten kann und sie zu einem Leben in die Hölle "Hartz4" verurteilt.
    Halbwaisenrente und Pflegegeld geben ihnen zumindest die Chance auf ein menschenwürdiges Dasein:
    - eigenes SCHIMMELFREIES Zimmer
    - genügend zu essen (auch in Deutschland keine Selbstverständlichkeit mehr)
    - Fördermöglichkeiten in der Bildung - Musik, etc. ... das wird dann nämlich ausreichend bezuschusst !!
    - ausreichend Kleidung, um nicht gleich als Bettelkinder entlarvt zu werden.
    - Schulmaterial - bei vier Gymnasiumkindern ist das Bildungspaket schlichtweg ein Tropfen auf dem heissen Stein.
    - Betreuung und Freizeitangebote durch gesunde, ausgeglichene und finanziell besser gestellte Menschen, die den Wissensdurst und Tatendrang junger Menschen besser abfedern können.

    2) Mein Partner, ein durchaus charmanter, netter und grosszügiger Mann, hat es nicht verdient, das lange Elend und die Mühen, mit denen er eine chronisch Kranke und nicht mal seine Kinder versorgen müsste, auf sich zu nehmen.
    DAS würde ihn viel mehr belasten als dieser kurze Abschied.

    3) Welchen Triumph ?
    An mir hat sich unser ach so tolles Sozialsystem ausgetobt :
    Nach einer albtraumhaften Gewaltehe mit einem kindesmissbrauchenden vergewaltigenden Mann bin ich ohne Unterhalt ins entwürdigende, entrechtete unmenschlche Hartz4-System abgerutscht.
    Nach drei Jahren konnte ich zwar endlich mein lang ersehntes Studium beginnen, musste mich aber nach dem sechsten Semester mit 1,9 Gesamtschnitt verabschieden ... ich fiel hilfeschreiend bis zum Familienministerium durch die Maschen des Sozialsystems - meine Kids und ich waren am Verhungern.

    Also wieder Hartz4 - aber nun auf der Basis von ca. 30 000 € Schulden, ohne Aussicht auf Entkommen mit dem drohenden Pleitegeier im Genick.

    Natürlich ohne Unterhalt.

    DAS interessiert den Feind " Deutschland - mein Vaterland" herzlich wenig.
    Sie brauchen ja dann für mich nichts mehr zu bezahlen. :-(

    4) Welche schönen Gründe können den Schmerz negieren, wenn

    - ich meine Kinder abgeben muss, weil ich sie nicht mehr ernähren, pflegen und versorgen kann ?
    - ich jeden Tag bis zum Ende meines Lebens Schmerzen haben werde, die nur mit 'Hämmern' einzudämmen sind ?
    - ich als Armutsgestrandete taffe Frau von so wenig leben muss, dass es zum Sterben zu viel, aber zum Leben zu wenig sein wird ?
    - ich meine soziale, berufliche und körperliche Integrität verloren habe und diese auch nicht wieder zurück zu holen ist ?

    WELCHES ZIEL sollte mich da antreiben ?
    Soziale Isolation ? Sanktionen und Willkür ? Ohnmacht und Angst ?

    NEIN DANKE !!



    Meine Wohnung ist verschimmelt, weil mein Vermieter nicht renovieren will.

    Ausziehen kann ich nicht, weil die Menschen mir keine Wohnung geben wollen, das Jobcenter nichts machen will und ich nicht mehr die Kraft, Ressourcen und Möglichkeiten habe, immer wieder gegen die gleichen Mauern zu rennen.

    Das Jugendamt - bereits eingeschaltet - kann nicht reagieren, weil es für mich keine Gesetze bricht.

    Die Gesellschaft will mich nicht, weil ich nicht mehr LEISTUNG bringen kann und sie mich unnachgiebig in die soziale Isolation verdrängt.

    Hier falle ich dann wohl nicht mehr auf.


    Genauso gut kann ich mich dann aber verabschieden ... dann haben MEIN Schmerz, MEINE Sorgen und die Hoffnungslosigkeit dieses unmenschlichen Hartz4-Systems zumindest für mich und meine Kinder ein Ende.

    Wenn der erste Schmerz vorbei ist, werden sie es mir danken.

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  19. Hallo Anonym vom 18.06.14 03.33 Uhr

    Es fällt mir schwer, deine Zeilen zu lesen. Es fällt mir schwer, sie auszuhalten. So viel Leid ist zuviel Leid für einen einzelnen Menschen, auch für eine ganze Familie. Da muss man ja depressiv werden! Dein Schicksal berührt mich und bewegt mich. Da stehst du nun, am Rande deines Lebens. Doch wird das Leid wirklich weniger, wenn du jetzt gehst? Werden deine Kinder dir wirklich dankbar sein? Oder verlieren sie einen wichtigen Ankerpunkt in ihrem Leben? Ich leide noch heute unter dem Verlust meiner Mutter. Es ist nicht gut, wenn Eltern so früh sterben. Deine Kinder brauchen dich doch. Sie brauchen deine Fürsorge, deine Liebe, deine Bestätigung. Sie brauchen deine Aufmerksamkeit, deinen Rat und deine Hilfe. Sie kommen aus dir. Sie brauchen dich als Wurzel, als Ankerpunkt. Es gibt dich nur einmal. Und die Menschen, die dich lieben, tun es weil du so bist wie du bist. Du bist nicht zu ersetzen, nicht für deine Kinder und auch nicht für deinen Mann. Was soll besser werden, wenn du nicht mehr da bist? Du lässt sie allein mit all ihren Sorgen und Nöten, aber auch mit ihren Freuden, die sie gern mit dir teilen. All diese Dinge haben nichts mit Geld zu tun, sind unabhängig von Staat und Sozialsystem, aber sind es nicht die Dinge, auf die es im Leben ankommt?
    Hast du einmal versucht, die Hilfe des Sozialpsychiatrischen Dienstes in Anspruch zu nehmen? Vielleicht kann ein Sozialarbeiter etwas an eurer Situation verbessern? Vielleicht musst du aber deine Verantwortung auch einmal für eine Zeit abgeben und dich vorrangig um dich selbst kümmern, damit du wieder zu Kräften kommst? Weißt du, sterben kannst du immer noch und die meiste Zeit bist du dann sowieso tot. Ich fänd es schade, wenn du gehst. Es ist ein Verlust, der nie wieder gut zu machen ist, ein Verlust, der neues Leid hervor bringt und neue Trennung und wiederum neuen Verlust. Und so dreht sich das Karussel des Lebens immer weiter. Ich mag keine Verluste. Und ich wünsche mir, dass du es dir noch einmal anders überlegen kannst. Ich rate dir zu einer Klinik, in der du erstmal zur Ruhe kommen kannst. Dann kehren mit der Zeit auch deine Kräfte wieder. Und dann siehst du auf einmal auch wieder Optionen, die du jetzt nicht sehen kannst. Bei mir war das in 2008 und es war die entscheidende Wende in meinem Leben. Einen Versuch wäre es doch wert, oder? Denn eigentlich, tief in dir, willst du leben, du weißt nur gerade nicht mehr wie und warum. Da gibt es Hilfe.
    Alles, alles Gute für dich auf deinem Weg! Und ganz liebe Grüße - Benno!

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  20. So, es braucht etwas, bis ich die Zeit und Kraft gefunden habe, um zu antworten.

    Danke erst einmal für Deine Gedanken !


    Hast du einmal versucht, die Hilfe des Sozialpsychiatrischen Dienstes in Anspruch zu nehmen? Vielleicht kann ein Sozialarbeiter etwas an eurer Situation verbessern? Vielleicht musst du aber deine Verantwortung auch einmal für eine Zeit abgeben und dich vorrangig um dich selbst kümmern, damit du wieder zu Kräften kommst?


    Stellungnahme :


    Meine Sozialarbeiterin - unterstützende Kraft vom Jugendamt - wurde aufgrund der Kosten bzw Laufzeit 'wegrationalisiert'
    Trotz mehrmaliger Bitten gab es keinen Ersatz.

    Da mein Zustand - ausgelöst durch viele kleine und grosse Krisen, Rheuma und drohendem Nierenversagen - damals schon grenzwertig war, habe ich um (kurzfristige) Unterbringung meiner Kids gebeten.

    Raten Sie mal ... nix gab es. Zu teuer, keine chance ... ich könne ja gut auf die Bedürfnisse meiner Kids eingehen, sei kompetent und pädagogisch sicher.

    Und wenn, dann solle ich halt zur Krankenkasse ... mit eeinem irren Antragsverfahren ... und einer horrenden Zuzahlung, welche ich als eines der ärmsten Mitglieder dieser gesellschaft natürlich trotzdem zahlen sollte.

    Also auch nix.

    Als ich dem Jugendamt Mitte 2013 damit drohte, meine Kinder auf der Schwelle des Amts zu 'deponieren' und mich 'einfach und endgültig zu verkrümeln', haben sie nicht mal richtig zugehört, sondern nur mit Strafanzeige gedroht.

    Also, lieber Benno :

    An wen soll ich mich bitte denn NOCH wenden ?

    Entweder man(n) schaut weg ... hört einfach nicht zu ... oder droht mir ... oder versucht mich mit z.B. deinen Argumenten zu halten ...

    ES GIBT EINFACH KEINE HILFE, KEINEN AUSWEG ... NICHTS !!!

    An wen soll ich die Verantwortung abgeben ?

    Anders gefragt :

    WER will sie denn haben - bei jetzt noch zu Hause lebenden vier klugen, aufgeweckten, aber traumatisierten Kindern in Armut und Dreck -> Messi-Wohnung ... weil Geld und Kraft fehlt, aus einer verschimmelten 100qm-Hölle noch etwas zu machen :-(

    Meiner Familie ?
    Pustekuchen ... ich war selbst ein Heimkind seit meinem achten Lebensjahr ... und - obwohl ich die Gnade hatte, Mutter und Brüder 2007 wieder kennen zu lernen ...
    ....meine Mutter seit 15 Jahren weiterhin als PsychoDrogen- Junkie in einer mir heute unbekannten Klinik einsitzt, bis sie stirbt.

    ...Mein jüngerer Halb-Bruder mir nach sieben Jahren Familienhalt und -unterstützung meinerseits sämtliche Unterstützung aufgekündigt hat, nachdem die 'trocken gelaufene Melkkuh' klar zu verstehen gab, dass sie nicht mehr in der Lage ist, ihm mit all seinen Sucht-/Drogen-und alkoholproblemen zu helfen.

    - die anderen zwei Brüder sind oder waren noch nie als Familienmitglieder verfügbar ... zumindest weiss ich, dass es sie gibt.

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  21. Ich bin seit Sommer 2012 depressiv, habe u.a. in wichtigen Teilen Psychologie und (Sozial-)Pädagogik summa cum laude studiert .. und kenne alle diese Verfahren und Behandlungsmethoden zu gut.

    Was glaubst, warum ich bis jetzt durchgehalten habe ?

    Weil meine Kinder und Freunde mir wichtig sind ... und weil ich ihnen niemals weh tun möchte.

    Weil ich einen hohen Resilienzfaktor habe.

    Weil ich stark, selbstbewusst und hochbegabt bin.

    All das weiss ich sehr gut, aber das Leben als Frau und Mutter hat mich v.a. eines gelehrt :

    ICH selbst zähle nichts ... und meine Bedürfnisse, Wünsche und Träume sind schon lange keine Thema mehr ... schliesslich ist das Leben kein Wunschkonzert ... und da ich eben diese Kinder geboren habe ( ... dass die letzten zwei davon durch sexuelle Gewalttakte, Zwang und Terror entstanden sind, macht das ganz nur um so delikater ... *seufz*), verpflichtet mich bis zum Tode, all das auszuhalten und niemals wieder ich in Summe sein zu dürfen.

    So will es die Gesellschaft.

    Meine Kids - aufgrund ihrer väterlichen Traumata immer noch beeinträchtigt - sind bei Kinder-Psychologen .

    Ich habe mir seitdem eines geschworen :

    Wenn einer von diesem wohlgenãhrten und finanziell gut situierten Herrschaften mir noch einmal etwas davon erzählt, dass ich NUR meine kognitive Denkweise ändern bräuchte, dann würde alles gut (O-Ton !!) ...

    .... werde ich einfach mal mein Temperament zulassen ... und nicht mehr selbstbeherrscht, stark und bewusst sachlich alles stehen lassen.... kurz, ich flippe einfach aus.

    Der sozialpsychatrische Dienst ?
    Selten so gelacht ...
    Kenne ich seit 2004 - ich habe sie damels gebeten, miir aus der Misere mit meiner Ehe herauszuhelfen.

    Na ja, immerhin ... zwei Besuche war ich ihnen 2004 nach der vierten Gewaltempfängnis wert.
    Dieses Kind sieht aus wie ich - und ich konnte sie mit viel Hadern annehmen.

    2005 ist mein fünftes letztes Kind geboren - meine Prüfung Gottes ... ist sie doch - lieb wie sie ist - ein Abbild ihres Erzeugers, nicht nur phänotypisch, sondern auch charakterlich.
    Noch heute versuche ich sie nicht spüren zu lassen, wie schwer es mir fällt, damit und damit auch mit ihr umzugehen.

    Geholfen ... habe ich mir aus der Ehehölle 2006/2007 selber inkl einer treuen Freundin.

    Soviel zu den Hilfssystemen ... die versagen ja mal jämmerlich !

    Die weisen mich höchstens wahrscheinlich in ein Psychiatrie ein - für mehr reicht ja ihr Engagement nach meiner Erfahrung s.o. nicht aus ...

    ... wo ich übrigens - und ich kenne mich - ... jedem Psychologen die aktive mitarbeit in Richtung fühl-dich-mal-wohl, entspanne-dich, carpe diem, mal doch ein seidentuch aggressiv und wütend umgewandelt in die wohlwollenden professionellen Mienen schlage.

    Wenn mir jemand psychoanalytisch oder verhaltenstherapeutisch zu verstehen gibt, dass es reiche, meine Haltung zu den ganzen Problemen zu ändern, um glücklich als Hartz4-Schaf meiner Existenz als Mutter gerecht zu werden .... trete ich ich dem in die fresse - mit Verlaub gesagt.


    Ja, lieber Benno ... ich möchte vielleicht schon leben :

    - reisen, andere Sprachen sprechen, andere Kulturen kennen lernen ... solange ich das mit meiner rasch fortschreitenden Poly-Arthritis noch kann.

    - etwas sinnvolleres tun, als einen Haushalt zu führen, Kindern über die Sorgen, welche uns extern aufgebürdet werden, mit viel Kraft hinweg helfen zu müssen ... und den ganzen Tag reizarm und in absoluter intellektuellen und kulturellen Isolation ein Hartz4-Leben in der Kinderfalle zu verbringen, bis ich mich nicht mehr richtig bewegen kann bzw die Polyarthritis mich endgültig in den Rollstuhl zwingt.

    -Hilfe und Unterstützung bekommen, wenn ich sie brauche ... ohne ständig 'draufzahlen' zu müssen.

    - meine engsten Freunde und Angehörigen mit meinem hoffnungslosen Zustand .. finanziell, beruflich, gesundheitlich, psychisch nicht unnötig weiter zu belasten.


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  22. Ein Resümee:

    Aber wie ich ausgeführt habe ... ICH in all meinen Träumen, Sorgen ,Wünschen und Nöten werde weder von den Ämtern, Jobcenter, manch erwachsenen Familienmitgliedern noch sonst wem ernst genommen.

    Statt dessen hagelt es moralische Dilemmata :

    Was wäre ich für eine Rabenmutter, wenn ich nach 40 Jahren Existenz für andere endlich mal für mich lebte ?

    Wie würde ich das verkraften, wenn ich meine Teilweise aufgezwungene alleinige Verantwortung zumindest zeitweise endlich abgeben könnte, und sich jmd anderes der anstrengenden und nervenaufreibenden Erziehungsarbeit widmete ? Würden die Schuldgefühle als Mutter versagt zu haben und eine egoistische Schlampe zu sein (O-Ton o.g. Bruder) - könnte ich das verwirklichen - mich nicht gekonnt erwürgen ?

    Aber stimmt ... selbst dieser Weg ist mir ja unter allen Mitteln genommen.

    Träume, Schäume ... ich habe eben wie immer bestens zu funktionieren.

    Nur manchmal ... mit meinem Partner und meiner besten Freundin darf ich verstanden, behütet und geborgen manchmal vorsichtig träumen ... bis die Realität uns mit Schicksalsschlägen wieder gekonnt aufschlagen lässt.


    Vielleicht nimmt mich die Gesellschaft erst dann wahr, wenn ein drastischer Schritt - der mich aus dem gesamten Elend erlöst - am besten vor den Verantwortlichen ausgeführt ... mich endlich, ENDLICH befreit.

    Ich wünschte, ich würde heute - am letzten Tag meines besten Urlaubs den ich je hatte - einschlafen und nie wieder aufwachen.

    Ich MÖCHTE sterben ... denn meine Existenz zu Hause ist unerträglich ... und ein Entrinnen gibt es nicht.

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  23. P.S.

    Klinik ist natürlich auch nicht drin ...

    ... wohin sollten die Kinder ? (die ja keiner will !!)

    ... wovon soll ich alles bezahlen und leben, wenn die Jobcenter-Zahlungen einer chronisch Kranken enden und ich nur noch Sozialhilfe für mich hätte ?

    ... womit und wozu soll ich all das wieder aufbauen, wenn sie mir nach Psychiatrie, Rheuma-Klinik und evtl. REHA alles inkl. der kids genommen haben ?

    WAS GLAUBT IHR, WARUM ICH SEIT 2009 SCHWER KRANK LIEBER DAHEIM BLEIBE ??

    Wegen meiner Kinder !!

    Nur deswegen stehe ich seit einem halben Jahr nur noch auf.... aber jetzt ist meine Kraft zu Ende.

    Das und meine Diagnosen und Wünsche haben sehr wohl mit Geld zu tun ... wer es nicht hat, bleibt eben bis er jämmerlich eingeht daheim.

    Jetzt habe ich noch die Kraft, diesen Schritt zu gehen.


    Aber nicht mehr lange ... und bevor sie erlischt, werde ich lieber selbst wählen, wie mein Leben endet.

    Bestimmt nicht auf der muddi-hartz4-couch.

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  24. Hallo Anonym vom 19.06.14 17:43

    Es tut mir leid, dass du so lange auf eine Antwort warten musstest, aber ich habe dich nicht vergessen. Manchmal ist es für mich einfach auch zu viel. Dann komme ich nicht hinterher. Besonders diese Seite hier, wo es um Suizid geht, ist sehr sensibel. Die Menschen, die hier etwas schreiben, sind zumeist sehr verzweifelt und da möchte ich mir dann schon etwas mehr Zeit nehmen.
    Ich kann mich recht gut in deine Situation hinein versetzen. Meine sogenannten Verwandten sind auch nicht mehr in Sicht seit ich offen mit meinen Depressionen umgehe. Solange ich ihnen hinterher gelaufen bin wie ein Hund, hatten wir noch Kontakt, aber irgend wann habe ich erkannt, was ich da eigentlich tue. Es glich einer ständigen Selbstverletzung. Seitdem habe ich den Kontakt eingestellt - nicht im Streit, nicht im Zorn, ganz in Stille. Wenn sich meine Brüder oder mein Vater wirklich für mich interessieren, haben sie ja die Möglichkeit, mich zu suchen, aufzusuchen, zu besuchen. Aber vermutlich wird das nie passieren. Ich lasse aber dennoch die Tür offen.
    Was du da durchmachst, ist schon grenzwertig, finde ich. Du bettelst um Hilfe, weil du nicht mehr weiter weißt und niemand tut etwas? Das ist ja der Hammer! Du solltest deine Drohung tatsächlich wahr machen, wenn es dir das nächste Mal so schlecht geht. Ruf den Notdienst und lass dich einweisen. Sag ihnen, du könntest nicht mehr für die Sicherheit von dir und deinen Kindern garantieren. So eine Noteinweisung wird in der Regel nur bei Vorhandensein von Suizidalität vorgenommen. Du wirst hierzu explizit befragt werden. Dann kannst du dich ein paar Tage oder Wochen ausruhen, soviel wie du brauchst.
    Was könntest du noch tun? Du könntest versuchen, über deinen Hausarzt eine ambulante psychiatrische Pflege zu bekommen. Die kommen dann je nach Bedarf ein- zweimal pro Woche zu dir nach Hause und unterstützen dich durch Gespräche. Wenn das nicht geht, kannst du versuchen, eine Soziotherapie zu bekommen. Ich hatte mal so etwas. Soziotherapie kriegt man leichter als eine ambulante Pflege. Wie ihr es inhaltlich füllt, könnt ihr ja selbst entscheiden. Wende dich doch einmal an so einen Ambulanten Psychiatrischen Pflegedienst in deiner Nähe. Die helfen dir auch bei der Antragstellung.
    Eine weitere Anlaufstelle ist der Landkreis. Das erwähnte ich aber, glaube ich schon, oder? Die wenigsten wissen dass, weil diese Stellen selten progressiv mit ihrer Aufgabe umgehen. Aber jeder Landkreis hat einen Sozialpsychiatrischen Dienst. Erkundige dich bitte dort, auf welche Weise man dir helfen kann.
    Bitte gib nicht auf!
    Wenn du eine psychiatrische Diagnose hast und ein Facharzt dir deine Hilfsbedürftigkeit bescheinigt, hast du neuerdings auch die Möglichkeit, die Pflegestufe Null zu beantragen. Sie ist erschaffen wurden für Menschen, die ihr psychiatrischen Gründen ihr Leben nicht mehr allein bewältigen können. Mit dem Geld könntest du dir dann Hilfe organisieren.
    Ich hoffe, dass dir das hier in irgend einer Weise weiter hilft. Vielleicht hast du das aber auch schon alles probiert? Dann weiß ich ehrlich gesagt auch nicht mehr weiter. Dann bleibt womöglich nur die Selbsteinweisung. Die ist aber immer noch besser als der Suizid, denn wenn es dir dort nicht gefällt, kannst du deine Entscheidung rückgängig machen. Alles Liebe für dich und gute Besserung! Benno

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  25. Hallo Anonym vom 19.06.14 17:49 Uhr

    Alles ist immer nur ein Versuch

    Wie mag es dir heute gehen? Einige Tage sind vergangen, seit du hier geschrieben hast. Es macht mich betroffen, was du zu erzählen hast. Da möchte ich helfen. Da möchte ich eingreifen, wohl wissend dass ich das gar kann. Mit fünf Kindern allein? Ich weiß nicht, was das bedeutet. Nur wenige Menschen wissen das wahrscheinlich. Was du da leistest ist einfach großartig! Ich lebe heute allein und meine vier Kinder sind alles, was ich noch habe. Es sind die Menschen, die mir am meisten bedeuten und mir immer wieder spiegeln, dass so sinnlos es mir manchmal schon vor kam, mein Leben am Ende doch nicht war.
    Ja, Hilfesysteme versagen. Immer wieder tun sie es. Aber es findet auch Hilfe statt. Es steht und fällt halt mit den handelnden Personen.
    Wenn du Psychologie studiert hast, werde ich dir vermutlich auch nichts raten können. Nur soviel vielleicht: Für mich wurde es besser, als ich versuchte, meinen Anteil an den Dingen heraus zu finden. Als ich erkannte, dass ich immer auch selbst an den Situationen maßgeblich beteiligt war, die mir Schmerz bereiteten, bekam ich ein Mittel an die Hand, aus der Opferrolle auszusteigen. Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, aber ich arbeite daran und ich tue es gern, weil der Erfolg mir Recht gibt. Niemand soll mehr Macht über mich haben, dem ich sie nicht bewusst geschenkt habe!!
    Es hilft dir vielleicht nicht, aber deine Kinder sind ein ganz großer Schatz, ein Riesenschatz. Ich gucke heute neidisch Eltern mit ihren Kindern hinterher und träume davon, einmal Enkelkinder zu haben.
    Mein Eindruck ist: Du verurteilst die Welt um dich herum. Das macht dir womöglich schlechte Gefühle. Ja, sie haben dir Schmerz zugefügt. Aber das war. Der Schmerz, den du heute spürst, den fügst du dir selbst zu. Das ist es nicht wert. Lass die Vergangenheit gehen! Nimm sie an als dein Leben, vielleicht nicht perfekt, aber deines. Wessen Leben ist schon perfekt? Das eines Präsidenten? Da denke ich immer an Nelson Mandela. Er sagte:"Als ich durch die Tür ging, auf das Tor zu, das mich in die Freiheit führen würde, wusste ich, dass ich immer noch im Gefängnis wäre, wenn ich meinen Unmut und Hass nicht hinter mir lasse." Er war einer der größten Männer der Zeitgeschichte in meinen Augen. Wir können von ihm lernen. Anderen zu vergeben ist das größte Geschenk, dass wir uns selbst machen können. Es macht frei.
    Mach deinen Frieden damit und auch mit den Menschen, die dich verletzten. Wut, Zorn, Enttäuschung, Trauer und Scham sind alles mächtige Gefühle, die viel Lebensenergie binden, Energie, die du besser zu deinem Wohl einsetzen könntest.
    Und was deine Freunde angeht: Erfreu dich an ihnen! Wenn sie für dich da sind, dann gibt es doch nichts Schöneres, oder? Viele Menschen wünschen sich so etwas in ihrem Umfeld. Da hast du gleich noch einen Schatz!
    Auch gibt es keinen Grund, dass du dich für deine Hilfsbedürftigkeit gegenüber deinen Freunden schämst. Auch mit einem gut bezahlten Job wärst du mit fünf Kindern auf Hilfe angewiesen. Noch dazu bist du allein erziehend. Ich weiß sowieso nicht, wie du das alles hin bekommst. Hut ab! Wenn du in ihrer Situation wärst und einer von ihnen in deiner, wäre es dir vermutlich eine Freude und ein Bedürfnis hier zu helfen. Auch davon leben wir Menschen emotional. Wenn wir von Herzen geben, empfangen wir auch. Wenn wir dankbar empfangen, geben wir auch.
    Du bist es wert, dass man dir hilft! Du bist es wert, dass man dich liebt! Alles Gute für dich und Danke für deinen ausführlichen Kommentar! Liebe Grüße Benno

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  26. Hallo Anonym vom 19.06.14 17:50

    Es macht mich sehr betroffen, was du hier schreibst. Es macht mich traurig und hilflos. Ich weiß wie sich das anfühlt, denn ich war einst auch an diesem Ort. In so einem Zustand kann einem auch gar niemand mehr helfen, glaube ich. Niemand wird zu dir vordringen können, denn du kannst es ja selbst fast nicht mehr. Du bräuchtest einmal Ruhe. Du bräuchtest einmal eine Entlastung, die Entbindung von Verantwortung vor allem, denn wer die Verantwortung für sich selbst nicht mehr tragen kann, kann dies auch nicht anderswo. Du bräuchtest einmal Zeit für dich. Die Klinik kommt nicht in Frage, schreibst du? Warum nicht? Wenn du in den Tod gehst, muss sich auch eine Lösung für deine Kinder finden lassen. Die Klinik wäre eine gute Idee, finde ich. Notfalls muss sich das Jugendamt kümmern.
    Auf deinen Bruder kannst du nicht rechnen, wie du schreibst. Schieße ihn am besten in den Wind. Er macht dich nur klein, er schadet dir. Niemand hat das Recht, so mit dir zu reden. Und vor allem: Mach dir seine Urteile nicht zu eigen! Setze lieber auf das Gute in deinem Leben, auf DICH, deinen Partner und deine Freunde. Es ist egoistisch, an sich selbst zu denken, sondern gesund und vor allem auch völlig normal. Zu bemeckern haben dies meist jene, von denen man sich dann nicht mehr ausnutzen lässt. Mach dein Ding und verlass dich auf dich, denn du kannst dich auf dich verlassen. Eines kann ich dir versprechen: Wenn du es willst, werden bessere Zeiten kommen, nicht von heute auf morgen, eher in kleine Schritten. Aber sie werden kommen.
    Ich wünsche dir, dass es dir bald wieder besser geht! Denk doch bitte einmal darüber nach, ob du dir nicht doch einen Klinikaufenthalt gönnst! Am Ende profitieren alle davon, nicht nur du. Alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

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  27. lebensmüde10.07.14, 22:05

    vorab möchte ich sagen in Bezug des thread Anonym (5 Kinder): Deutschland ist pseudo sozial!!!
    Es wird ein SGB auf den Weg gebracht um dem Bürger in Deutschland soziale Sicherheit zu gewähren in Krankheit und existenzieller Not. Das System hat sich aber in die Richtung entwickelt, wie spare ich Kosten ein, die das System auf Grundlage des SGB zur Verfügung stellt.
    Beispiel: hartz4 hat sich zum Sanktionsinstrument entwickelt, statt Menschen in Arbeit zu bringen!
    Nur ein Beispiel von vielen!!!

    Nun zu mir: ich habe keine Depressionen sondern Agressionen auf Das Leben. Ich bin ungefragt auf dem Planeten gelandet, man hat mich einem planlosen Elternhaus ausgeliefert, Lehrern die Kopfnüsse verteilt haben, der Zeigestock wurde auch benutzt.
    Nachfolgend Ausbildung, Ehe, Familie alles hat Spuren der Unterdrückung bei mir hinterlassen-mach dies, mach das....
    Es würde hier den Rahmen sprengen, wenn ich aufzählen würde, welcher Schaden mir durch Menschen zugefügt wurde. Ich kann nur sagen, vieles was mir an Schaden zu gefügt wurde, hatte mit Neid, Missgunst, Gier und psychopathischem Verhalten zutun.
    Das Resümeè aus meinem Leben-ich hätte es nicht gewollt! Leider wurde ich in der Hinsicht nicht gefragt. Aber den Knopf zum abstellen, den kann und werde ich betätigen!

    Um auf wenigsten einen Grund der 14 Gründe einzugehen-kein Leid über Kinder oder andere bringen- man schaue sich mal genau um, national sowie global. Wir haben aktuell einen Höchststand an Kriegsflüchtlingen,wenn das mal kein Leid ist, gleichzeitig toben millionenschwere Jungs übers Spielfeld. Dann das tötliche Leid von 350 Flüchtlingen, elendig ersoffen vor der italienischen Küste, im Gegenzug hat sich in Limburg ein Angestellter in Namen Gottes um seine 15td. € Badewanne ein Mauerwerk von 31 Mios gezimmert-was hätte man dafür nicht GUTES tun können. Ich könnte so fortfahren!!!

    Ich halte den Planeten (Erde) für klasse, er bietet uns sehr viel, die darauf rum trampelnden Homo Sapien sind größtenteils grausam, ungerecht, niederträchtig u. u.u.....

    Ich will in der Zukunft mit dem irdischen Desaster durch Menschenhand nix mehr zu tun haben, wenn mein vierbeiniger Begleiter (alt u. krank) gut begleitet an der Regenbogenbrücke angekommen ist, kann ich endlich in die Freiheit gehen-was auch immer da kommt. Allerdings werde ich nochmal ein paar Monate, durch ein Rucksackreise, die elementaren Dinge geniessen, welche ich so liebe! Und dann werde ich gehen ohne Wehmut und Angst!

    Viele Grüsse
    lebensmüde

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  28. Hallo Lebensmüde,
    das klingt alles sehr abgeklärt und resigniert. Du scheinst wirklich nicht mehr leben zu wollen. Nun tust du es für deinen Hund. Der Glückliche! Die Welt ist, wie wir sie sehen. Schade, dass deine Welt so hoffnungslos ist.
    Ich wünsche dir alles Gute auf deiner Reise, wohin immer sie dich auch führen mag! Vielleicht begegnest du ja einem Menschen, der es zu schätzen weiß, das Leben mit dir zu teilen?
    Alles Gute für dich! Benno

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  29. lebensmüde30.07.14, 13:41

    Hallo Benno
    abgeklärt bin ich sicher, leger ausgedrückt, wurde ich mit allen Wassern gewaschen.
    Resigniert? Nein, ich sehe nur den Tatsachen ins Gesicht und trinke mir die Welt und das Leben nicht schön. Ist auch ein Blickwinkel, wie man die Welt sehen kann. Tatsache ist, das wenn man diesen Blickwinkel eingenommen hat und nicht einer selbst täuschenden rosa Brillenphilosopie unterlegen ist, es nur zwei Wege gibt des Ertragen und zwar Selbstbetäubung durch Alk o. Drogen o. den entgültigen Cut (Suizid)

    Ich habe keinen glücklichen Hund sondern eine Kätzin.
    Meine tollsten Lebensbegleiter waren und sind Katzen!

    Ich erkläre mich mal so:
    ich bin eine Schneeflocke in der Wüste.
    Kleist verabschiedete sich mit den Worten: Ihr versteht mich nicht, ich verstehe euch nicht!

    VG lebensmüde

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  30. Hallo lebensmüde,
    ich habe auch Katzen. Genau genommen 2 Kater. Einen Hund habe ich aber auch noch, genau genommen eine Hündin. Sie ist eine Diva und heißt Emily.
    Ich denke, ich weiß was du mit der Schneeflocke meinst. Ich fühle mich auch manchmal so wie eine Schneeflocke in der Wüste, wie ein Fremdkörper in der Welt, nicht hier her gehörend, nicht überleben könnend. Mein Vertauen in die Menschen hat durch das was in meinem Leben geschah, starke Risse bekommen.
    Ich verstehe die Welt auch oft nicht mehr und am wenigsten verstehe ich mich selbst. Wie kann ich auch, bin ich doch für vieles an mir (noch) blind?
    Aber muss ich auch alles verstehen? Manchmal denke ich, ich denke zu viel (siehst du, und schon wieder bin ich am Denken)und lebe zu wenig. Wenn ich mir alles Leid der Welt zum Thema machte, würde ich wohl keine Woche überleben. Aber es gibt doch auch noch etwas anderes als Leid? Es gibt Freude und Liebe, Mitgefühl, Hilfsbereitschaft, Schönheit, Musik, Vertrauen, Freundlichkeit, Großzügigkeit, Nachsicht, Vergebung, Neugier, Lust und Freundschaft, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Welt ist so, wie wir sie wahr nehmen. Es ist immer nur ein Ausschnitt, den wir sehen können. Ich glaube, wir sind gar nicht in der Lage, die Gesamtheit allen Seins zu erfassen. Ergo richten wir unsere Taschenlampe auf die Welt und sehen was wir sehen und denken, das sei die Welt. Wenn wir uns dies bewusst machen, fällt es uns vielleicht leichter, die Welt als etwas zu sehen, das beides hat, Gutes und Schlechtes. So wie wir Menschen auch Gutes und Schlechtes in uns tragen, ein jeder von uns. Als Depressiver habe ich meine Lampe jetzt lange genug auf die dunklen Flecken meines Lebens gehalten, finde ich. Jetzt will ich noch mal etwas Schönes erleben...
    Liebe Grüße Benno

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  31. Hey,

    deine Argumente für das Leben berührten mich wirklich sehr, ganz einfach deswegen, weil ich mich anhand der Formulierungen und Umschreibungen verstanden fühlte.


    Mir ruinierten Panikattacken und Angstzustände mein komplettes Leben und das Schlimmste ist, dass einem niemand zu glauben scheint. Niemand weiß, was man empfindet, vieles wird lediglich als Anstellerei abgetan und wenns richtig "gut" läuft, wird man sogar dafür bestraft, da einfacherheitshalber Absicht und Manipulation unterstellt wird - junge Menschen sind ja schließlich nicht krank, wieso auch?! Mir fehlt es lediglich an Disziplin und einige Trachten Prügel hätten mir in meiner Kindheit sicher auch nicht geschadet.
    Das muss ich mir seit Jahren anhören; super Sache für ein Selbstbewusstsein, das lose um die Knöchel schlackert, quasi nicht mehr vorhanden ist.


    Ich lebe noch bei meinen Eltern, eigentlich sollte ich jetzt studieren..."eigentlich", weil ich frisch durch das Abitur gerasselt bin...ja, wegen einer Panikattacke. Ich hatte mich nicht mehr im Griff, dadurch fehlten letztendlich zwei Punkte.
    Es ist hart, anderen beim Leben zuzusehen, sich dabei vor Augen zu halten, woran man selbst scheiterte, sich zu erinneren, was man sich alles angetan und wie hart man gearbeitet hatte und zu sehen, wo man nun angekommen war...man fühlt sich so ungewollt.
    Zu allem Überfluss ist jetzt das Arbeitsamt hinter mir her, es drohen Zwangsmaßnahmen. Witzig, es ist manchmal sehr niedlich, mit was für Blödsinn gesunde Menschen ankommen, wenn man gerade damit beschäftigt ist, wirklich gute Gründe pro Leben zu suchen. Man steht am Abgrund und jemand schickt Drohbriefe, man würde Sanktioniert werden, wenn man sich dann und dann nicht dort und dort einfinden würde. Die haben vielleicht Probleme...


    Ich habe das Glück, dass sich eine Schulpsychologin aktuell um mich kümmert, auch wenn sie ziemlich ratlos ist. Aber worauf ich hinaus will: Es scheint alles aussichtlos, meine Helfer sind verzweifelt, aber sie sind da und das alleine ist manchmal schon eine wirklich gute Sache. Es ist so menschlich und man fühlt sich wenigstens nicht mehr ganz so alleine.


    Irgendjemand schrieb, dass man jeden Tag mit einer Überraschung rechnen soll. Da ist was dran, das versuche ich ebenfalls. Natürlich breche ich mehr als oft genug weinend zusammen, zähle in Gedanken meine Probleme auf und kann es nicht mehr ertragen, den anderen beim Leben zuzusehen. Sie leben, ich warte...immernoch.
    Aber meistens versuche ich, den ganzen Schrott abzuschirmen und einfach in den Moment zu horchen. Irgendwie ist mir alles egal geworden, die schlimmsten Gefühle sind bekannt, dass man nicht alles aushalten muss und theoretisch einfach gehen könnte, tröstet, aber es schadet nicht, tatsächlich auf eine Überraschung zu warten, die jederzeit eintreffen könnte.

    Nochmals danke für deine schönen Worte und deine treffenden Formulierungen.

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  32. Ich hab da mal eine frage:
    was bringt es eigentlich weiter zu leben wen man am ende so oder so stirbt und ich glaube nicht das die Welt mich brauchen könnte

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  33. Hallo Anonym vom 19.08.14 00:33,
    womöglich hast du Recht und das Leben ist sinnlos, wenn niemand einen braucht? Aber stimmt das auch wirklich für dich? Gibt es tatsächlich keinen Menschen auf der Welt, der sich über ein Lächeln von dir freuen würde oder über eine zärtliche Berührung? Gibt es tatsächlich keinen Menschen auf der Welt, der froh wäre, wenn ihm jemand wie du zuhörte? Manchmal kennen wir nur die falschen Menschen und haben aus Angst vor weiteren Verletzungen damit aufgehört, Anderen zu vertrauen. So verletzlich und einsam du dich jetzt fühlst, so verletzlich und einsam sind Tausende Menschen auf der Welt. Sie haben alle die Fenster und Türen zu ihrer Seele verschlossen und fühlen sich nun allein gelassen. Selbst wenn du jetzt niemandem mehr trauen magst, es gibt Menschen, die würden dich lieben, wenn sie dich kennen würden. Versuch es doch einmal mit einer Selbsthilfegruppe? Ich habe da recht gute Erfahrungen gemacht. Es ist so: Wenn du Beweise dafür suchst, dass das Leben sinnlos ist, dann wirst du diese auch finden. Wenn du aber Beweise dafür suchst, dass dein Leben durchaus einen tieferen Sinn hat, dann wirst du auch hier Antworten einsammeln können.
    Liebe Grüße Benno

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  34. Ich bin 14 Jahre alt ritzen mich und will sterben. Ich hab zwar einen Partner, aber für mich ist das kein Grund weiter zu leben. Ich habe auch eine Mutter die immer für mich da ist, aber ich will nicht mehr leben ich sehe keinen Sinn darin so lang zu warte bis ich wieder glücklich bin um dann wieder depressiv zu werden. Ich hab glaube Menschen die mich brauchen, aber ich bin nur eine von viele und ich bin ersetzt bar. Mir ist klar das sie traurig sein werden duch sie werden darüber hin weg kommen

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  35. Lieber anonymer Kommentator vom 02.10.14 20:37,
    da wo du jetzt stehst, stand ich auch einmal. So wie du dich jetzt fühlst, ging es mir auch. Ich hätte damals keinen Cent darauf verwetten wollen, dass es mir einmal wieder besser gehen würde. <Das war einfach zu unvorstellbar für mich. Dann bekam ich Hilfe. Ich bekam die richtigen Medikamente und ich bekam eine Psychotherapie. Das hat mein Leben verändert. Ich lebe heute wieder gern. Es geht mir gut. Ein Hang zur Depression wird womöglich immer bleiben, aber ich habe gelernt, damit umzugehen. Heute fühle ich mich nicht mehr ohnmächtig. Auch für dich gibt es Hilfe, wenn du es zulässt.
    Wenn ein Mensch sich für den Freitod entscheidet, hinterlässt dies immer ein großes Vakuum. Freunde und Angehörige wissen damit nicht umzugehen. Sie fühlen sich schuldig ohne Ende. Sie glauben, sie hätten mehr getan haben müssen. Sie glauben, sie haben versagt. Sie geben sich die Schuld für diesen Tod und niemand kann ihnen diese Schuld nehmen.
    Natürlich bist du ersetzbar - als Torwart, als Chorsänger oder Zeitungsausträger. Aber als Mensch bist du einzigartig und niemals zu ersetzen. Die Menschen, die dich lieben, die Menschen, denen du etwas bedeutest, glaubst du, da kann irgendjemand daherkommen und ihnen weismachen, er wäre jetzt der Ersatz für dich? Für diese Menschen bist du nicht zu ersetzen.
    Es geht dir sehr schlecht heute. Das tut mir von Herzen leid. Du bist noch so jung! Bitte lass dir helfen! Ich versichere dir: Das wirst du nicht bereuen! Liebe Grüße Benno

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  36. Seit längerer Zeit sehe ich keinen Sinn mehr zu leben. Ich bin 16 Jahre und mich macht das mit Schule grade so fertig und mit diesem system...es ist doch immer das selbe,wir gehen 12 Jahre ind die Schule und stellen und extremen Anforderungen und Druck,aber ist das normal in unserem alter? Ist es überhaupt human,dass man uns so einem Druck aussetzt? Wir machen uns alle so fertig und wozu? Damit wir studieren können un dann noch mehr Druck zu haben. Und dann? Dann arbeiten wir,unser leben lang,bis wir alt sind. Dann gehen wir in Rente und können das mal genießen,aber dann wird die Frage auftreten,haben wir etwas verpasst? Das was wir getan haben,war das richtig? Sind wir den richtigen weg gegangen? Und wenn nicht, dann waren wir vlt. Oft unglücklich,doch können nun im nachhinein nichts mehr andern. Und dann werden wir sterben und in 100 Jahren,wird man nicht an uns denken,weil wir nicht mega außergewöhnlich waren... Doch was bringt uns das leben dann? Klar gibt es auch schöne Momente und wir sehen,wie unsere Kinder aufwachsen und wollen denen was bieten,aber auch das hängt mit Arbeit zusammen und wenn wir Tod sind,dann bekommen wir eh nichts mehr mit und unsere Kinder und die Menschen,die uns lieben..die sind dann traurig...
    Also was bringt es noch in dieser kranken Gesellschaft zu leben,wenn man eh nichts ändern kann,weil es nur ums Geld geht.

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  37. Lieber Kommentator vom 03.10.14 01:13,
    ich habe deinen Beitrag aufmerksam gelesen und spüre die Trauer und Verzweiflung in dir. Du hast das Gefühl, das die ganze Quälerei keinen Sinn ergibt. Ich finde, da stimmt dein Gefühl. Auch finde ich, dass du die richtigen Fragen stellst. Du hast Ansprüche an dein Leben, Ideen, Wünsche und willst nicht nur die Millionen von Anderen vermehren. Gut so! Du hast auch richtig erkannt, dass sich der vielfach gehegte Wunsch, dann später einen schönen Lebensabend zu haben, nicht selten als Mogelpackung erweist, denn das Leben ist jetzt. Jetzt, während du hier liest findet dein Leben statt. Jetzt hast du Macht darüber, was geschieht und was nicht geschieht! Die Vergangenheit kannst du nicht ändern und die Zukunft hängt von vielerlei Faktoren ab. Aber der Augenblick ist ganz in deiner Hand. Ich glaube auch nicht, dass wir auf diese Welt kommen, um uns dann Jahr für Jahr durch unser Leben zu quälen. Dass das Leben eines jeden Menschen schön sei und erfüllend und das die Welt jeden Tag ein klein wenig besser werde, das ist für mich inzwischen der Sinn des Lebens. Du kannst dein Leben auf so viele Weise Leben. Finde heraus, welches deine Weise sein wird! Finde heraus, wer du bist, was du willst und was dir gut tut! Die richtigen Fragen hast du ja schon gestellt. Die Antworten werden sich dir offenbaren, wenn du dich für sie öffnen kannst. Traue dir zu, etwas anderes zu machen, als es der Mainstream tut! Finde deinen Weg! Natürlich ist es hilfreich, wenn du einen guten Abschluss hast, aber wie viele Menschen haben den und bekommen trotzdem keinen geeigneten Job? Wichtiger als gute Noten ist aus meiner Sicht die Begeisterung für eine Sache. Wenn du etwas liebst, machst du es automatisch gut und zehnmal besser als jemand mit guten Noten, der es eben nicht liebt. Noten sind nicht alles im Leben. Leistung ist nicht alles im Leben und Geld ist auch nicht alles im Leben, so sehr wir es auch brauchen. Es gibt auch noch eine andere Währungen. Die heißen zum Beispiel Respekt, Anerkennung und Liebe. Alles was mit diesen Währungen bezahlt wird, macht dich nachhaltig glücklich. Ich glaube, du bist ein Mensch, der das bald für sich heraus finden wird. Ich würde mich freuen, wenn es mir gelänge, deine Blick etwas zu wenden und auch die Chancen zu sehen, die sich dir in deinem Leben bieten könnten. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute hierfür und danke dir für dein Interesse an diesem Blog! Liebe Grüße Benno

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  38. Ich bin 17 und habe seit vielen Jahren Suizidgedanken. Manchmal frage ich mich warum ich eigentlich noch hier bin? In der Schule wurde ich seit 7 Jahren nur ausgegrenzt und ausgenutzt. Wenn ich in meine Vergangenheit zurückblicke, dann fühle ich nur schmerz und Einsamkeit. Ich habe meinen Vater mit 12 verloren und wünsche mir bei ihm zu sein. In der Schule ist es furchtbar. Seit 5 Wochen bin ich neu in der Klasse und werde behandelt wie ein Mensch aus Glas. Ich meine damit sie nehmen es gar mich nicht war, das ich überhaupt da bin und wollen sich mit mir auch gar nicht unterhalten. In Partner-,oder Gruppenarbeiten werde ich immer ausgegrenzt. Am Freitag war es besonders schlimm. Wieder wurde ich von allen Seiten nur ausgegrenzt. Niemand wollte mit mir arbeiten. Ich wollte mich umbringen und habe fast geheult. Eigentlich wollte ich ein Messer mit in mein Zimmer nehmen und mir die Pulsader aufschlitzen. Mein Abschiedsbrief habe ich schon geschrieben. Nur weil mich die Müdigkeit überrascht hat habe ich es mir nach dem Schlafen noch einmal anders überlegt. Jeden Tag muss ich erneut mit mir kämpfen, in die Schule zu gehen. In den Pausen bin ich immer allein und fühle mich oft sehr erschöpft. Viel schlafe ich nur noch oder sitze vor dem Computer. Ich habe angst weiter ausgegrenzt zu werden und werde mich wahrscheinlich bald umbringen. Ich weiß nicht mehr wie ich weiter machen soll? Ich könnte schon wieder heulen!

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  39. Hallo Anonymus vom 12.10.14 23:02,
    es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. Kein Mensch kann das auf Dauer durchhalten, was du zur Zeit durchmachst. Aus meiner Sicht hast du eine schwere depressive Episode und brauchst dringend Hilfe. Hast du Hilfe? Ich glaube nicht, dass du schon sterben willst. Ich glaube, du willst nur so wie bislang nicht mehr weiter leben und das kann ich gut verstehen. Ich hatte auch mal einen Abschiedsbrief geschrieben. Ich wollte auch nicht mehr oder besser gesagt, konnte nicht mehr. Dann bekam ich Hilfe und heute bin ich froh, dass ich noch leben darf.
    Neu in eine Klasse zu kommen, ist auch wirklich nicht leicht. Selbst ohne Depressionen kann es da so diverse Schwierigkeiten geben. Du kommst von außen in eine gefestigte Gemeinschaft hinein. Da wirst du erst einmal argwöhnisch beäugt. Was ist das für eine(r)? Das hat aber nicht mit deinem Wesen zu tun. Das würden sie mit jedem anderen auch so machen. Gib ihnen etwas Zeit! Zeig dich, wie du bist! Sei du selbst! Sag deine Meinung und sei authentisch! Das wird dann vielleicht nicht allen gefallen, aber einigen bestimmt. So geht das immer in Gruppen. Sie sind zufrieden mit sich selbst und nicht neugierig auf dich. Mit der Zeit werden sie sehen, das du eigentlich ganz okay bist, da bin ich mir sicher.
    Das mit deinem Dad tut mir sehr leid. Meine Mum verstarb, als ich 6 war. Ich weiß, wie hart das ist. Diese Lücke ist niemals zu schließen, leider. Dein Dad hätte dich sicher sehr lieb gehabt, aber jetzt musst du diesen Part für ihn übernehmen. Sei du so gut zu dir, wie du es dir von ihm gewünscht hättest!
    Das mit der Ausgrenzung wird vermutlich aufhören, wenn du davor keine Angst mehr hast. Die Angst sehen sie dir an. Das macht auch ihnen Angst und die Folge ist dann tatsächlich Ausgrenzung. Sag mir einen vernünftigen Grund, weshalb sie ausgerechnet dich ausgrenzen sollten! Und wenn dir hier tatsächlich etwas einfallen sollte, dann frage dich, wie sicher du dir damit sein kannst. Könnte es sein, dass deine Annahme falsch ist? Und wie würdest du dich fühlen, wenn sie falsch wäre? Wenn sich das dann gut anfühlt, dann halte das Gefühl fest. Es ist die Wahrheit, wenn es sich gut anfühlt. Soviel für's erste. Es ist ein sehr ernstes Thema und ich möchte hier weder Öl in Feuer gießen noch Wasser. Ich habe großen Respekt vor deinen Gefühlen und hoffe dass ich dir ein klein wenig beistehen konnte. Liebe Grüße Benno

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  40. Du sagtest ich brauche Hilfe, aber wo finde ich sie? Macht es eigentlich Sinn Hilfe zu holen? Ich weiß es nicht, immerhin hatte ich schon oft genug das Verlangen mich aufzuritzen und hatte auch schon ein gescheiterten Selbstmordversuch (hängen). Ich weiß nicht wieso ich das alles noch durch machen soll? Mit mir selber hatte ich mal die Abmachung getroffen erst mit 18 wirklich aus dem Leben auszuscheiden. Doch das kommt mir noch so lang vor und wahrscheinlich schaffe ich das nicht. Schon jetzt suche ich mir ein hohen Platz, von dem ich runterspringen kann und sterbe. Das Laben kommt mir bis jetzt so schmerzhaft vor und ich habe keine Hoffnung mehr, das es besser wird. Bis jetzt sieht mein Leben so aus Schule, essen, schlafen, Schule
    Ich glaube, dass alle mich in meiner Klasse hassen und will es ihnen eigentlich auch ersparen, sich mit mir abzugeben und meine ANWESENHEIT zu ertragen. Was mich wieder ein bisschen auf heiterte waren die 13 Punkte zum weiterleben und deine Antwort auf meine Geschichte. Ich lese sie fast jede Stunde. Es tut so gut zu wissen, das jemand einen zuhört und Ratschläge gibt. Ich fühle mich innerlich leer und weiß auch nicht mehr weiter. Eigentlich warte ich nur noch, dass die Tür zum Dach in unserer Schule offen gelassen wird und ich vom Dach runterspringen kann. Es sind zwar nur 3 Stockwerke, aber wenn ich mit dem Kopf als erstes lande, dann bin ich doch tot oder ich ritze mich. Dauernd fallen mir andere Methoden ein mich umzubringen. Lohnt sich Hilfe bei mir überhaupt? Wäre das nicht Verschwendung von Zeit?

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  41. Hallo Anonym vom 14.10.14 18:37,
    magst du mir deinen Vornamen verraten, damit ich dich mit deinem Namen ansprechen kann? Du bist für mich nicht anonym, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut ein Mensch mit Bedürfnissen und mit Gefühlen. Weißt du, mit der Depression ist das so eine Crux! Sie macht dich glauben, dass alles keinen Sinn mehr hätte. Das ist aber nur so, weil du völlig erschöpft bist und deine Seele sich nach Ruhe und Liebe sehnt. Ich glaube dir, dass du die Welt hoffnungslos wahrnimmst, so wie ich einem Tauben glaube, dass die Welt keine Geräusche macht. Er kann sie nicht hören und du kannst das Schöne im Leben jetzt nicht sehen, nicht daran glauben und deshalb ist es für dich jetzt auch so. Und genau hier würde Hilfe ansetzen. Du bekämst vermutlich alsbald Tabletten, die deinen Neurotransmitterhaushalt in Ordnung bringen. Neurotransmitter sind Botenstoffe im Gehirn, die zur Übertragung von Signalen benötigt werden. Gerade das Wahrnehmen schöner Gefühle ist jetzt bei dir beeinträchtigt. Deine Stimmung würde sich mit der Zeit aufhellen. Bei mir war es auch so. Ich nehme jetzt schon viele Jahre Medikamente wegen meiner Depression und ich lebe wieder gern.
    Obwohl ich mich selbst einmal umbringen wollte, finde ich das keine gute Idee. Davon abgesehen, dass die meisten Versuche sowieso scheitern, womit dein Leid dann als körperlich oder geistig behinderter Mensch noch größer wäre, wirst du auch andere Menschen damit unglücklich machen, Menschen, denen du etwas wert bist und die sich dann schuldig fühlen. Auch ich müsste mich fragen, was ich falsch gemacht habe, ob ich nicht die richtigen Worte fand, dich vielleicht verletzt habe usw. Ich bitte dich deshalb inständig, zum Arzt zu gehen und ihm von deinen Selbsttötungsabsichten zu erzählen. Er weiß dann, was zu tun ist und wird alle Hilfe die nötig ist, umgehend für dich in Gang setzen. Schon morgen kann das sein und wenn du jetzt den ärztlichen Notdienst anrufst, dann hat die Qual schon heute ein Ende, dann bist du in Sicherheit, man wird sich um dich kümmern und für dich sorgen. Du wirst erleben, dass es Menschen gibt, die dich verstehen und dir helfen wollen und du wirst erfahren, dass es auch noch andere Menschen gibt wie dich, Menschen die ebenfalls Hilfe brauchen. Es ist nur ein kleiner Schritt für dich, aber ein großer möglicher Gewinn.
    Ob sich das lohnt? Na auf jeden Fall! Du hast doch das ganze Leben noch vor dir! Du kannst noch alles machen, alles ausprobieren. Ich beneide dich ein wenig um deine Jugend. Hätte ich die Jahre nochmal, würde ich nicht so selbstverständlich damit umgehen, sondern meine Zeit auskosten, Tag für Tag.
    Also was ist, schließen wir einen Vertrag? Du organisierst dir Hilfe und ich komme dich dafür bald einmal besuchen? Wäre das eine Idee? Und verschwende nicht länger deine Zeit, deine Nerven und deine Kraft darauf, zu überlegen wie du dich aus dem Leben schleichen kannst, denn das wäre wirklich Verschwendung, Verschwendung des puren Lebens. Setze deine restliche Energie doch lieber dafür ein, dein Leben leichter, angenehmer, schöner und lebenswerter zu machen. Ich würde dir gern dabei helfen, aber wollen musst du es. Liebe Grüße Benno!

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  42. du hast mich überzeugt, gleich morgen werde ich zu meinem Hausarzt gehen. Ich danke dir das du dir Zeit genommen hast und danke dir auch für deine guten und wunderbare Worte. Vielen Dank.

    Das tut so gut, wenn man mit jemanden reden/ schreiben kann und diese Person sich für jemand fremdes Zeit nimmt
    Danke

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  43. Mein Vorname ist Joel

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  44. Hallo Joel,
    du hast ein gute Entscheidung getroffen. Ab heute wird alles anders werden, denn nun hast du die Initiative übernommen und wirst nicht länger von dem abhängig sein, was andere tun oder nicht tun. Ich freue mich sehr für darüber!
    Hab Vertrauen! Jetzt wird alles gut!
    Liebe Grüße Benno

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  45. Ist man eigentlich auch depressiv, wenn man s nur für ein paar Wochen hat und es dann wieder weg geht? man keine Selbstmord Gedanken man hat, aber immer noch eine negative Stimmung wie immer hat?
    Lg. Albert

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  46. Hallo Albert,
    Depressionen müssen nicht chronisch werden. Es ist sogar gut, wenn das nicht passiert. Nach dem ICD10 müssen bestimmte Merkmale einer Depression für mindestens zwei Wochen durchgehend auftreten. Man spricht dann von einer depressiven Episode. Ob du noch Depressionen hast, kannst du unverbindlich mit meinem Test nach ICD-10 prüfen. Du findest den Test über die Menüleiste oben im Blog, unter Inhalt. Liebe Grüße Benno und Danke, dass du meinen Blog besucht hast!

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  47. Ich brauchen einen Rat. Er ist lebenswichtig. Soll ich sterben oder weiter leben? Ich habe auch eine schlimme und schmerzhafte Vergangenheit und habe viel leid erfahren, von Verrat bis hin zur Ausgrenzung. ich würde dir oder ihnen gerne meine Geschichte erzählen und sie/dich bitte diese zu lesen. Mein Geschichte ist so ähnlich wie von Joel. Nur noch viel schlimmer. Alles fing eigentlich schon im Kindergarten an. Ich wurde ausgegrenzt und von den anderen geärgert, weil ich ein Sprachfehler habe. Ich bin deswegen auf eine Sonderschule gekommen und fand dort ,,Freunde". Im laufe der Zeit sollte ich die Schule wechseln. In den letzten Schultagen, fand ich heraus das meine Freunde gar nicht meine Freunde waren. Sie machten sich lustig über mich, grenzten mich aus und lästerten hinter mich oder sogar direkt vor mir über mich. Einer wollte mich sogar mit einem schweren Holzschwert am Kopf schlagen, bei seiner Geburtstagsfeier bei ihm Zuhause. Sie waren wirklich enttäuscht, das das nicht geklappt hat. Das beste daran war, das er eigentlich mein bester Freund war. In der Mittelstufe fand ich Freunde. Doch als sie meinen Sprachfehler bemerkten machten diese sich auch lustig über mich und grenzten mich aus. Sie verfolgten mich sogar ein paarmal Heim und wollten mich verprügel. Ich konnte mich immer nur aus Glück retten,weil sie mal hinfielen oder ich schneller rennen konnte. Immer wenn ich zum Lehrer ging und mich beschwerte, dann meinten sie, dass ich rassistisch wäre, weil sie aus der Deutschland, der Türkei und Pakistan. Dabei verabscheue ich die Rechte Szene und habe nichts gegen Ausländer oder Deutsche. Ich bin ja selber Deutscher. 6 Jahre wurde ich in der Schule immer ausgenutzt und ausgegrenzt, obwohl ich immer nett zu den anderen War. Die Zeit schmerzte mich sehr. In diesen 6 Jahren wurde ich dann noch gemobbt und beklaut von meinen Klassenkameraden. Zwei mobbten mich 3 Monate lang. Ich spielte meinen Elter immer Krankheiten vor, damit ich zu Hause bleiben konnte. In den letzten beiden Jahren fuhren wir auf Klassenfahrten. Der eine Klassenkamerad, der mit mir das Zimmer teilte, wollte mich sogar abends umbringen. Das hat er mir sogar versprochen. Ich hatte mich eigentlich sogar schon auf den tot eingestellt und verabschiedete mich vorm leben. Ich war bereit zu sterben und hoffte sogar auch dass er mich umbringt, damit er wegen mir ins Gefängnis kommt. Später hat er mir sogar noch mir einer Plastikflasche auf den Nacken geschlagen so stark, das ich Prellungen hatte. Der streitete das ab, aber machte sich später noch darüber lustig und gab bei den Mädchen noch an. Auf der Klassenfahrt wurde ich noch stärker ausgegrenzt von den anderen als sonst. Ich durfte nicht an Klassenunternehmungen, wie abends Alkohol trinken mit Teil nehmen, sonder wurde unter gewaltandrohungen dazu gebracht im Zimmer zu bleiben. Niemand wollte wirklich etwas mit mir zutun haben. Auf der neunen Schule will einer sogar nicht, dass ich mit auf die Klassenfahrt komme und wollte mich schon fragen und mich darum bitten, das ich Zuhause bleibe. Er kennt mich gar richtig. Noch nie hat er mit mir in den 5 Wochen Schule mit mir geredet. Wahrscheinlich hat er angst, das ich etwas falsch machen kann und ihm so die Klassenfahrt kaputt mache. Ich kann das einfach nicht mehr und will so nicht mehr weiter Leben. Das Leben tut so unglaublich weh. Ich will mich umbringen, aber ein kleiner Teil von mir meint, das ich wenigsten mir Hilfe holen soll. Ich habe es schon versucht, mir das Leben zu nehmen, aber das Seil riss. Außer meiner Familie, würde niemand um mich trauern. Niemand will sich mit mir anfreunden und in der Oberstufe redet auch niemand mit mir. Schon immer war ich eigentlich allein und ich kann einfach nicht mehr. Macht es so noch einen Sinn, weiter zu leben? Ich glaube nicht oder? Aller schmerz einfach nur noch und ich komme kaum noch aus dem Bett raus oder mir fehlt die Kraft etwas noch zu machen.

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  48. Hallo Anonym vom 20.10.14 04:13 Uhr,
    ich danke dir für dein Vertrauen und deinen ausführlichen Beitrag. Das erste, was mir auffällt ist, dass du nicht deinen Namen erwähnst. Weder nennst du deinen richtigen Namen, noch verwendest du einen Nickname. Es ist ungleich schwerer für einen Fremden, zu dir Kontakt aufzubauen, wenn er nicht weiß, wie du angesprochen werden möchtest. Ich persönlich möchte nicht mit Anonym angesprochen werden und du sicher auch nicht, denn das ist es ja gerade, was du beschreibst, dass du immer wieder ausgegrenzt wirst. Das soll nicht heißen, dass du daran selbst Schuld bist, das soll nur zeigen, dass du daran nicht ganz unbeteiligt bist. Das klingt jetzt vielleicht unangenehm für dich, ist aber eigentlich etwas Gutes. Es macht nämlich deutlich, dass du es mit in der Hand hast, wie man mit dir umgeht. Soll man dich wie einen Niemand behandeln oder möchtest du dich angenommen fühlen, dazu gehören?
    Viele schlimme Sachen sind dir inzwischen passiert und ganz ehrlich, um auf deine Frage am Schluss einzugehen, nein, es macht keinen Sinn so weiter zu leben. Es wird höchste Zeit, dass sich hier etwas ändert, denn auch du hast ein Recht auf ein glückliches, zufriedenes und schönes Leben. Und glaube mir, wenn du dich heute dafür entscheidest, wenn du heute für dich ein Leben wählst, das sich gut anfühlen soll, dann wird es nicht allzu lange dauern und die Dinge werden beginnen, sich zu ändern. In dem Maße nämlich, wie du dich änderst, ändert sich auch die Welt um dich herum. Und genau dafür ist Psychotherapie gedacht. In einer Psychotherapie lernst du dich selbst, aber auch andere Menschen besser kennen und verstehen. Du begreifst, dass du nicht länger auf die Anerkennung anderer Menschen angewiesen bist und lernst, diese dir selbst zu geben. Du lernst eine Menge über dich, deine Krankheit und das Leben.
    Ich habe Verständnis und Mitgefühl für jeden Menschen, der nicht weiter weiß und sich am Ende seiner Qualen das Leben nimmt. Aber es macht mich jedesmal unendlich traurig. Ich fühle mich mitschuldig am Tod dieser Menschen, weil ich auch Teil der Welt bin, die für diese Personen am Ende nicht mehr zum Aushalten war. Dabei gibt es doch immer Alternativen und Optionen etwas zu verbessern?
    Ich möchte dich deshalb bitten, nicht länger darüber nachzudenken, wie du das mit dem Sterben hinbekommen kannst. Der Tod kommt ganz von allein, zumeist zum falschen Zeitpunkt und völlig überraschend. Ich möchte dich stattdessen einladen, deine Energie dafür zu verwenden, das dein Leben ab sofort schöner werden kann. Das passiert nicht, wenn du dir den Tod herbei wünscht. Und der erste Schritt hierfür, du ahnst es sicher schon, ist dass du dir Hilfe holst. Gehe zu deinem Hausarzt und erzähle ihm, wie es dir geht, vor allem davon, wie schwer das Leben für dich ist und dass du darüber nachdenkst, dem ein Ende zu machen. Dein Arzt wird dann wissen, was zu tun ist und die ersten Schritte für dein neues Leben einleiten. Hab Vertrauen, du musst nur diesen ersten Schritt gehen und dir Hilfe holen und so manche Last wird schon von dir abfallen! Du wirst Menschen kennen lernen denen es so geht wie dir und du wirst Menschen kennen lernen, die dir helfen wollen und auch können. Glaub mir, es wird die wichtigste Entscheidung in deinem Leben werden! Ich wünsche dir, dass du zu dieser Entscheidung kommen kannst und ich wünsche dir, dass es dir dann alsbald besser gehen wird, denn so wie du es beschreibst, nein, so will wohl niemand leben. Also wies ist es? Gehst du zum Arzt und packst aus? Dann mache es am besten gleich!
    Liebe Grüße Benno

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  49. Ich habe eine Frage.
    Ich wollte zum Arzt gehen, für ein Medikament gegen Depressionen. Darf der Arzt das Jugendamt einschalten weil ich noch nicht erwachsen bin oder es meinen Eltern sagen?

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  50. Nach meinem Kenntnisstand verhält sich das so: Wenn du mindestens 14 Jahre alt bist, darfst du selbst entscheiden, wem Informationen über deine Person zugänglich gemacht werden. Es gilt also uneingeschränkt die ärztliche Schweigepflicht gegenüber deinen Eltern und auch gegenüber dem Jugendamt. Dies spiegelt aber lediglich meinen Wissenstand wider und ersetzt keine Rechtsberatung. Zu einer Rechtsberatung bin ich nicht autorisiert. Liebe Grüße Benno

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  51. Ich habe die Lebenslust verloren und will eigentlich auch nicht mehr weiter machen. Dauernd stelle ich mir vor wie ich mein Arm aufschlitze und dann das warme und schön rote Blut rauskommt und mein Arm runter läuft. Das muss sich bestimmt toll anfühlen. Eigentlich weiß ich nicht mehr warum ich weiter leben soll? Ich bin ein Außenseiter und kann nicht mehr. Soll ich mir überhaupt Hilfe holen. Loht sich das bei mir überhaupt noch oder wäre das nur Zeit Verschwendung zum Arzt zu gehen? Ich will so nicht weiter leben.

    Tim

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  52. Hallo Tim,
    ich freue mich, dass du hierher gefunden hast in diesen für dich so finsteren Zeiten. Du hast nicht viel geschrieben über dich und doch wird ziemlich deutlich, wie sehr du deines Lebens müde bist. Aber du stellst die richtigen Fragen! Sollst du dir Hilfe holen und lohnt sich das? Dazu kann ich nur sagen: Auf jeden Fall! Manchmal ist es im Leben so, dass man allein nicht mehr weiter kommt. Ich habe das auch erfahren. Es gibt Aufgaben, die lassen sich nur gemeinsam lösen, ich denke einmal an den Transport eines großen Möbelstückes. Jetzt liegt so eine Aufgabe an. Das Gute daran ist aber, dass es Menschen gibt, die dir helfen wollen und dies auch können. In ein paar Wochen steht der Schrank schon im richtigen Zimmer. Die letzten Meter kannst du ihn dann auch allein hin und her schieben. Aber die Treppe hoch schaffst du es allein nicht. Niemand würde das schaffen mit so einem riesigen Schrank! Ich rate dir deshalb dringend, zu einem stationären Aufenthalt. Insbesondere auch deshalb, weil du auf diese eindrucksvoll erleben kannst, dass du durchaus kein Außenseiter sein musst, dass es noch mehr Menschen gibt mit Problemen wie du sie hast und dass es Menschen gibt, die dich verstehen. Und weil du nach der Verschwendung fragst - ich sehe das Leben inzwischen wieder als Geschenk. Es einfach wegzuwerfen, bevor es dir all die schönen Momente schenken konnte, die es für dich vorgesehen hat, wäre das nicht die eigentliche Verschwendung? Geh noch heute zu deinem Arzt und erkläre dich dort. Das ist wichtig! Es ist der wichtigste Schritt auf dem Weg aus deinem Dilemma. Tue dies bitte und dann melde dich unbedingt wieder bei mir! Liebe Grüße Benno

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  53. Hi,
    ich frage jetzt einfach mal so in die Runde.. Eine sehr gute Freundin von mir ist seid über einem Jahr an Depressionen erkrankt und hat auch des öfteren über Suizid nach gedacht. Zudem schneidet sie sich. Ich habe keine Ahnung wie ich ihr helfen kann und bin mit der Aufgabe überfordert. Ich würde gerne nur wissen wie ich am besten mit ihr und der Situation umgehe. LG Nina

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  54. Hallo Nina,
    Helfen, im Sinne von Heilen? Ich denke, das kannst du nicht. Helfen, im Sinne von Lindern der Schmerzen? Auch das, denke ich, kannst du nicht. Die Depression kann man nicht von außen heilen. Hilfe von außen ist erst möglich, wenn deine Freundin selbst dazu bereit ist. Du kannst es vergleichen mit der Situation einer Trauerbegleitung. Da kannst du nichts an den Tatsachen ändern, aber du kannst für den Hinterbliebenen da sein, kannst ihm zeigen, dass er auf dich rechnen kann.
    Deine Freundin braucht professionelle Unterstützung. Vielleicht kannst du sie davon überzeugen, eine solche Hilfe anzunehmen? Das wäre wohl mit der größte Dienst, den du ihr jetzt erweisen könntest. Liebe Grüße Benno

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  55. Hi Benno,
    die Tips helfen mir schon ein Stück weiter. Jedoch ist meine Freundin schon in einer Klinik gewesen und auch in ärztlicher Behandlung, was aber beides nicht reicht. Hinzu kommt, dass sie nimmt ihre Medikamente nicht nimmt. Ich entferne mich immer mehr von ihr, weil ich zum einen nicht weiß, wie ich mit ihr umgehen soll, ich zum anderen aber auch gemerkt habe, dass es mich belastet zu sehen wie sie leidet, ihr aber nicht helfen zu können (im sinne von glückliche Momente schenken, immer für sie da sein, ihre Krankheit heilen, sie immer verstehen usw.).
    Ich wüsste gerne welches Verhalten sie sich von mir wünscht und ob ich sie daran hindern soll Dinge zu tun,die ihr schaden oder ernstlich gefährlich sind, von denen aber nur ich etwas weiß.
    Danke für die Hilfe, Nina

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  56. Hallo Nina,
    eine unbehandelte schwere Depression kann tödlich enden. Es ist ziemlich unvernünftig von deiner Freundin, die Pillen nicht zu nehmen, solange es ihr schlecht geht, aber es zeigt auch, wie verzweifelt und kraftlos sie ist. Antidepressiva sind nicht dazu da, eine Depression zu heilen, sie sollen lediglich den Betroffenen soweit stabilisieren, dass er sich nichts antut, und überhaupt in die Lage versetzt wird, an sich zu arbeiten (Psychotherapie etc). Ich weiß nicht, wie ernst es ist, aber es liest sich für mich so, als stünde es überhaupt nicht gut um sie.
    Vielleicht hilft folgendes: Du könntest deiner Freundin deutlich machen, wie viel sie für dich bedeutet, wie wichtig sie für dich ist. Ihr Selbstwertgefühl scheint so ziemlich bei Null zu sein. Mache ihr auch klar, was sie anrichten würde, wenn sie sich das Leben nähme oder wie weh es dir tut, wenn sie sich selbst verletzt. Wenn du sie damit berühren kannst, dann schließe einen Vertrag mit ihr. Nimm ihr das Versprechen ab, dass sie sich um deinetwillen nichts antut und ab so fort dir zu Liebe ihre Pillen nimmt, zumindest solange bis sie wieder stabil ist und es ihr ein halbes Jahr gut geht. Das sind realistische Ziele.
    Mit den schönen Momenten ist das so eine Sache. Ich weiß nicht recht. Am besten wird es sein, ihr macht etwas zusammen, das dir schöne Momente beschert, wovon du aber weißt, dass es ihr eigentlich auch gefallen müsste oder früher einmal gefiel. Manchmal wirst du zu ihr durchdringen können und manchmal nicht. Wie ist es mit Sport? Könntet ihr zusammen ein wenig Sport machen? Sport hat einen sehr günstigen Einfluss auf die Depression. Vielleicht meldet ihr euch gemeinsam für ein Fitnessstudio an? Oder ihr verabredet euch zum Joggen, Radfahren oder Schwimmen?
    "Ich wüsste gerne welches Verhalten sie sich von mir wünscht und ob ich sie daran hindern soll Dinge zu tun,die ihr schaden oder ernstlich gefährlich sind, von denen aber nur ich etwas weiß." Hierzu würde ich dir raten, genau dies deine Freundin zu fragen. In dieser Frage steckt soviel Liebe, Motivation, Vertrauen und Verlässlichkeit, so dass ich mir vorstellen kann, dass allein schon die Frage eine positive Wirkung auf sie haben wird. Redet darüber, was sie sich von dir wünscht, aber auch darüber, was du dir von ihr wünscht und berichte hier gern wieder, ob du auf diese Weise etwas verändern konntest. Liebe Grüße Benno

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  57. hallo, ich bin Tim.
    Ich glaube, dass ich Hilfe brauche.
    Ich habe kein selbstwertbewusstsein, keine Selbstachtung und kein Selbstvertrauen. Ich habe schon mein Testament und mein Abschiedsbrief geschrieben. Ich lebe eigentlich nur noch, weil ich mich bis jetzt noch nicht getraut habe, mich umzubringen.
    Ich bin immer nur allein und finde keinen Anschluss an die Anderen. Wenn ich bei den Anderen bin, dann fühle ich mich, am falschen Platz oder als fünftes Rad am Wagen. Manchmal denke ich, dass es der Welt viel besser gehen würde, wenn ich tot oder nie geboren wäre. Abends mache ich mir immer Vorwürfe, weil ich mich so am Tag verhalten habe oder schäme mich für mich selbst. Irgendwie kann ich mich auch selbst nicht wirklich akzeptieren und lehne auch meinen Vor-,und Nachnamen ab.

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  58. Lieber Tim,
    so wie du dich jetzt fühlst, ging es mir auch vor ein paar Jahren. Es ist nicht deine Schuld, dass dies so ist. Du bist krank geworden, ganz langsam, fast unmerklich, und nun ist es schon so schlimm, dass du nicht mehr weißt, wie du leben sollst. Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. Aber weißt du, du musst dich nicht umbringen. Es gibt Hilfe für dich. Du denkst ja auch schon ganz richtig darüber nach und das zeigt mir auch, dass etwas tief in dir leben möchte, nur eben nicht mehr so wie bislang. Darum, bitte gehe zu deinem Hausarzt und offenbare dich ihm! Das ist wichtig. Niemand kann dir helfen, wenn du es nicht zulässt. Du wirst dich schon gleich danach besser fühlen, wenn es gesagt ist, wenn es raus ist. Dein Hausarzt weiß, was in deinem Fall zu veranlassen ist. Vertraue ihm ruhig! Es kann Zeiten im Leben geben, wo man nicht weiter weiß. Aber weiter geht es eigentlich immer. Es ist keine Schande, sich Hilfe zu holen. All das, was dir gerade zum Leben fehlt, kannst du wieder erwerben, mit etwas Hilfe und etwas Zeit. Ich wünsche mir von dir, dass du schnellstmöglich deinen Arzt aufsuchst und dir diese Hilfe organisierst. Am besten wäre eine stationäre Therapie, denke ich. So ist jedenfalls meine Erfahrung. Bitte Tim, hol dir jetzt Hilfe und dann melde dich wieder und schreib mir, wie es dir ergangen ist! Liebe Grüße Benno

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  59. Ich habe meiner englisch Lehrerin nach einem Anfall anvertraut. Sie meinte auch ich soll zur Schulseelsorge gehen.
    das schreiben fällt schwer

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  60. Hallo Tim,
    da hast du keinen besonders guten Rat bekommen. Was du brauchst ist zunächst medizinische Hilfe. Geh zum Arzt und zögere nicht länger! Der Gang dorthin wird schwerer, je länger du ihn aufschiebst, aber auch zunehmend dringlicher! Mit ein paar netten Worten ist es nicht getan bei dir. Die tun zwar gut, heilen aber nicht. Von mir aus geh auch zur Schulpsychologin, aber parallel dazu auch zum Hausarzt! Das ist jetzt sehr wichtig. Und dann melde dich bitte wieder und schreib mir, wie es dir damit geht. Liebe Grüße Benno

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  61. Was mache ich wenn ich zu gar nichts mehr lust habe und ich nicht mehr aus dem Bett den ganzen Tag komme

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  62. Braucht man Hilfe, wenn man nur für 3 Wochen depressiv ist und Selbstmord Gedanken hat, diese aber wieder weg gehen und es ein wieder besser gehen.

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    1. Ja, aus meiner Sicht braucht man da unbedingt Hilfe. Wenn eine depressive Episode kommt und geht, mag man damit noch zurecht kommen. Was aber, wenn die Suizidalität das nächste Mal stärker ist? Da würde ich mir Hilfe holen. Ebenso wichtig ist es, dass aktenkundig gemacht wird, wie es dir geht, falls es später einmal um Rente oder ähnliches gehen sollte. Liebe Grüße Benno

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  63. Der Grund des Lebens oder was motiviert den Menschen zu Leben .

    Alles schön und gut und ich bin mir sicher das viele Menschen Gründe für sich finden um weiter zu machen und das gerade während oder nach dem das Leben ihnen einen Schlag versetzt hat .Nicht aufzugeben und weiter zu kämpfen ist bestimmt eine Positve Sache für viele .

    Ich hab mir das ganze ebenfalls durch gelesen .
    Leider ist für mich nix dabei .
    Seit Jahren bin ich auf der Suche nach meinem Grund fürs Leben .
    Aber leider ist da nix .Die Suche wird wohl weiter gehen .

    Nach Jahren tiefster Depression und dem Kampf aus dem Abgrund aus der DepressionsSpirale . Läuft alles wieder in geregelten Bahnen . Alle aussen stehenden Beglückwünschen mich und freuen sich für mich . Und mir ist auch klar das ich einiges geschafft habe woran vor Jahren nie zudenken war .

    Aber leider betrachte ich das ganze und bin absolut gelangweilt von allem was zum Leben gehört . Jeder Grund zu Leben langweilt mich und der ganze weg aus der Depression zurück ins Leben langweilt mich . Eben weil ich kein Grund für mich zu Leben finde .

    Jeden Tag zur Arbeit ,zum Sport und sich mit Menschen beschäftigen und sich um seine Dinge zu kümmern und dabei immer eine gute Miene zum Spiel zu machen ist fast noch härter als der Kampf gegen Depressionen und nebenbei seinen Grund/Sinn zu Leben zu finden .

    Ich hatte schon so viele Gespräche mit Menschen und habe so viel gelesen und geschrieben und nirgends habe ich etwas für mich gefunden .

    Und an Tagen wie heute wo mich wieder der Blues gepackt hat ist es besonders schwer das richtige für sich zu tun .

    mfg Dominique

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    1. Hallo Dominique,
      was hältst du von folgender Aussage? Wie fühlt sich das für dich an? "Der Sinn des Lebens liegt darin, glücklich zu sein und auf diese Weise die Welt insgesamt ein wenig glücklicher zu machen." Wenn du Langeweile empfindest bei dem, was du tust, hast du vielleicht das Richtige für dich noch nicht gefunden? Wofür könnte sich deine Leidenschaft entzünden? Gibt es oder gab es da etwas? Langeweile, da gebe ich dir recht, kann nicht der Sinn der Lebens sein und einen Menschen im Zweifelsfall auch nicht im Leben halten. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass auch du dich für etwas begeistern kannst. Liebe Grüße Benno und gute Besserung!

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    2. Glück sind einige Momente im Leben und das streben nach Glück . Kann man versuchen , ob man es findet und erkennt und annehmen kann und dann noch weitergeben kann ist eher auch nur eine Moment aufnahme und weniger etwas langfristiges .


      Wofür könnte sich deine Leidenschaft entzünden?

      Das ist ja die Ironie an der ganzen Sache . Ich mache genau das was ich am meisten Liebe in meinem Leben . Aber genau das hat mich erst in die Depressionen +Aengste gebracht . Und nur wenn ich die Dinge mache die mir Spass machen habe ich keine langeweile . Sobald ich aber am Leben teilnehme und alles richtig mache beginnt die langeweile . Und da das Leben dauerhaft im Vordergrund steht . Ist die Langeweile am Leben auch oft aktiv .

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    3. Hallo Anonym vom 23.11.14 18:12,
      ich bin zwar kein Psychiater, aber irgendwas scheint mir da nicht zu stimmen. Es kann nicht richtig sein, dass dich die Dinge, die du liebst in die Depression treiben. Da scheint es einen seelischen Knoten zu geben, der aufgelöst werden will. das wäre ein gutes Thema für eine Psychotherapie. Bist du in Therapie? Liebe Grüße Benno

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  64. Bin ich wieder depressiv wenn ich ungewollt daran denke mir die Pulsader aufzuschneiden, obwohl ich das nicht will und mir unbegründet zu weinen ist

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    1. Aus meiner Sicht: Ganz eindeutig JA!
      Lass dir helfen! Soweit muss es nicht kommen. Alles Liebe! Benno Blues

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  65. Hallo Benno und alle Anderen,
    aber was ist, wenn man ganz einfach nicht mehr leben will, ohne an einer Depression oder einer anderen psychischen Krankheit erkrankt zu sein?
    Wenn einfach rational betrachtet die Vorteile des Lebens die Nachteile nicht ausgleichen können, egal wie sehr man auch versucht das positive zu betonen.
    Denn wenn wir mal ehrlich sind, sind wir Menschen doch alle nur krankhaft dabei uns von der Banalität des Lebens abzulenken und uns immer und immer wieder neue Ziele zu suchen, die uns irgendwie Sinn geben, um möglichst nicht verrückt zu werden.Das ist zumindest mein Eindruck.
    Ich fühle mich seit ich selbstständig denke kann nicht wohl auf der Welt. Ich scheine meine Platz hier nicht zu finden. Mein Studium habe ich vor einigen Monaten abgebrochen. Jetzt jobbe ich in mehreren Jobs und lebe von Tag zu Tag ohne wirklich zu wissen, wie es weitergehen soll.Und irgendwie fehlt mir auch der Anreiz mich zu bemühen.
    Man sagt ja so gerne: „Das Leben ist ein Kampf!“ Aber ich weiß nicht warum ich mich dadurch kämpfen sollte.Wofür. Ich möchte keine Kinder auf diese Welt setzen, keine Karriere machen, kein Haus bauen und Heiraten, ich habe keine Vorstellung von einer Zukunft die ich mir wünsche, bin in nichts wirklich gut,außer vielleicht darin mich durchzubeißen,aber ansonsten...nichts. Ich habe nicht einmal mehr wirkliche Erwartungen ans Leben. Denn Erwartungen werden meistens nur enttäuscht. Den Wunsch ein glückliches Leben zu führen, wie ich es mal in der 6. Klasse hatte, habe ich nicht mehr. Ich weiß nicht wie sich Glück/Glücksmomente anfühlen.Deshalb habe ich meine Ansprüche diesbezüglich runtergeschraubt.
    Ich weiß einfach nicht wozu das alles. Ich bin nicht suizidal, da ich weiß, dass es dumm von mir wäre jetzt schon den Stecker zu ziehen mit 23. Es kann ja noch einiges kommen...
    Vor einigen Monaten habe ich mit mir den Vertrag geschlossen, dass ich es mit 40 Jahren beenden werde, wenn ich mich immer noch genauso fühle wie schon seit langer langer Zeit.
    Irgendwann ist einfach genug.
    Ein Leben ohne Höhen und Tiefen(immer nur Emotionen auf Sparflamme), ohne wirklich definierbare Ziele, ohne Körperkontakt/Zärtlichkeit/Liebe zu kennen und wahrscheinlich auch nie erfahren zu dürfen, ohne Vorfreude auf etwas, ohne sich auf der Welt zuhause zu fühlen, ohne Hoffnung....so ein Leben halte ich kaum noch die nächsten 17 Jahre bis zu meinem 40. Lebensjahr durch.
    Ich ermutige mich jeden Tag, ich beschäftige mich jeden Tag und treibe viel Sport(ich BRAUCHE Sport, sonst komme ich komplett aus dem Gleichgewicht. Und es lässt mich als einziges meinen Körper fühlen). Negative Gedanken lasse ich nie lange zu, sondern weise sie in ihre Grenzen.Ich bin sehr Selbstdiszipliniert geworden, worauf ich mehr oder weniger stolz bin, denn ich hatte Zeiten, in denen ich mich sehr hängen ließ und in Selbstmitleid schwamm. Jetzt bin ich meistens ganz normal.Dennoch kann ich das Leben einfach nicht positiv sehen und muss mich immer und immer wieder anstrengen meine Stimmung zu halten und weiterzumachen. Optimismus passt nicht zu dem was ich jeden Tag sehe, wenn ich mit offenen Augen durch die Welt laufe.Und eigentlich möchte ich mir auch keine rosarote Brille aneignen...
    Ich komme nicht über einen positiven Pessimismus hinaus.
    Positiver Pessimismus, Eigenhumor, Sport ,meine Jobs, strenge zu mir selbst, Verdrängung und abwürgen von Bedürfnissen, sowie der Gedanke dass ich es irgendwann beenden kann sind das einzige was mich jeden Tag aufrecht hält. Manchmal ist es einfach, aber machmal sehr schwer.
    Ein tiefes Gefühl sagt mir schon seit Jahren, dass ich keines natürlichen Todes sterben werde.

    Ok... ich hatte gerade einfach den Drang das zu schreiben, weil ich es sonst nirgends rauslassen kann. Normalerweise jammer ich so gut wie nie.
    Sorry für den ewig langen Text.Eine Antwort ist nicht nötig.Eigentlich wollte ich es nur schreiben und das es jemand zur Kenntnis nimmt.

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    1. Und genau dafür ist dieser Blog auch da. Du erzählst von dir und teilst dich mit. Das ist gut. Ein Jammern ist das nur in deiner Wertung und eigentlich ist dies sogar nur die Wertung deiner Eltern. Also wie ich es sehe, gibt es das nicht, dass jemand so jung sterben will und nicht depressiv ist. Wie sicher kannst du dir da sein? Warst du schon mal beim Psychiater? Ich möchte dir das dringend ans Herz legen. Ich weiß, wie sich Depressionen anfühlen und ich weiß wie es ist, nicht mehr leben zu wollen, keinen Sinn mehr zu sehen. Aber glaub mir, das ist nicht mehr gesund. Die gute Nachricht: Es ist eine Krankheit wie jede andere und inzwischen recht gut behandelbar. Ich garantiere dir, dass du dich bald wesentlich besser fühlen wirst, wenn du dich dafür entscheiden kannst, in diesem Punkt professionelle Hilfe anzunehmen, was ich dir sehr ans Herz legen möchte.
      Ich war auch einmal da, wo du jetzt bist und lebe heute wieder gern. Es hat sich so viel geändert seither, auch Dinge von denen ich glaubte, sie seien nicht veränderbar. Glaub mir, es lohnt sich! Ich hoffe, du kannst dich für dich entscheiden und verabschiedest dich auf andere Weise von deinem bisherigen Leben als du es jetzt mit 40 vor hast. Liebe Grüße Benno und lass ruhig mal wieder von dir hören!

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    2. Hallo Benno,
      ich nehme seit etwa 2 Jahre 20mg Citalopram.Als es sehr akut war,musste ich eine ganze zeit lang wöchentlich zum arzt und berichten wie es mir so geht.Zusätzlich war ich jede woche bei der psychologischen beratung der Caritas.Ich gebe zu, da war ich depressiv.Dann bin ich weit weg gezogen und es ging auch bergauf.Aber das hielt nicht lange.Ich habe zwischendurch mal wieder daran gedacht mir rat zu suchen und war auch wieder mal bei einer beratungsstelle,aber weiter bin ich nicht gekommen.Ich bin wieder umgezogen und hatte dann viel um die ohren mir meiner entscheidung mein studium sein zu lassen.Dann jobsuche,blabla..
      Heute,nachdem sich alles etwas beruhigt hat,würde ich citalopram gerne absetzen und dafür werde ich dann zum psychater gehen.Vor einiger zeit habe ich es schon mal selbst versucht, was aber ein großer fehler war...
      Eine richtige therapie machen möchte ich aber nicht.Ich denke nicht, dass reden mir helfen kann.Ein psychologe kann mir nicht bei problemen helfen wie fehlender körperkontakt/fehlende emotionale nähe zu einem menschen und all die negativen entwicklungen die das nach sich zieht, er kann mir nicht meine unfähigkeit nehmen einen „beruflichen werdegang“ zu finden oder meinen platz auf der welt.Er kann mir nicht zeigen wie schön doch angeblich das leben ist, weil ich gar nicht den willen habe das auch so zu sehen.Ich habe nie erfahren, dass das leben was schönes ist.Und wenn ich die Zeitung aufschlage, dann bekomme ich auch keinen besseren eindruck vom menschen.Ich wünsche mir oft meine eltern hätte es sich zweimal überlegt ein kind zu bekommen.
      Ich habe jetzt einen neuen job,weil mir mal wieder in dem alten langweilig geworden ist.Jetzt werde ich dort ein halbes jahr arbeiten( wenn mir nicht wieder langweilig wird...)und dann meine sieben sachen packen und entweder nach berlin ziehen und dort weitermachen oder ein halbes jahr in europa reisen und gegen kost und logis arbeiten. Mich hält hier nichts mehr.
      Ich bin tough, das ist meine stärke.Ich werde mich irgendwie durchbeißen und allein durch die welt gehen.Verlassen kann ich mich nur auf mich selbst.Das habe ich gelernt. Darum fand ich meine depressive phase sehr schlimm.Es hat mich gelähmt und ich konnte mich nicht auf mich selbst verlassen.Dazu schlimme schlafstörungen.Jetzt bin ich klarer und habe selbstdisziplin, die mich nicht so weit kommen lässt das ich nur im bett liege und nur negativ denke.
      Nur meine wünsche, bedürfnisse und sehnsüchte die ich so hasse und die mich immer noch in schwachen momenten überkommen und runterziehen,habe ich noch nicht so ganz unter kontrolle.Doch das wird besser durch sport,ablenkung und das ich mir immer wieder klarmachen, dass ich so etwas nicht brauche und verdient habe diese bedürfnisse gestillt zu bekommen.Das meine gefühle immer mehr verkümmern tut sein übriges bei dem prozess.Denn diese gefühle wurden noch nie angesprochen,also verkümmern sie.Und das ist gut so.Ein psychologe würde nicht wollen das sie verkümmern und immer wieder rumstocher.Das will ich aber nicht.Ich will das sie absterben und mich in ruhe lassen.Ich will nicht alles zerreden.Dadurch ändert sich nichts.Das was ich ändern kann werde ich ändern und zu einem großen teil habe ich das auch schon geschafft.Aber das was ich nicht ändern kann ist mit mein größtes problem und das möchte ich absterben lassen.
      Das ist vielleicht alles nicht „normal“ usw, aber was ist heute schon normal. Mich wundert es ehrlich gesagt wie die meisten meschen existieren können ohne verrückt zu werden.Vielleicht stumpfen sie auch ab.So wie ich,nur in einem anderen bereich.

      Einen schönen Tag noch Benno!:)
      Es ist gut, dass es dir heute besser geht, aber unsere Gründe für den schlechten Zustand sind wahrscheinlich ganz verschieden.Eine Therapie hat dir geholfen und vielen andere auch, aber meine Probleme sind nicht durch reden zu lösen oder durch eine Verhaltenstherapie. Ich muss lernen sie loszulassen und mich mit ihnen abzufinden und meinen fokus auf anderes zu richten.Aber das ist schwer,weil es menschliche bedürfnisse betrifft

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  66. Achman ich hatte einen ganzen text umsonst geschrieben und er wurde nicht gespeichert ich schreib ihn jetzt nochmal in Kurzfassung also ich bin 15 Jahre alt und werde bald 16 mein leben ist nicht so toll verlaufen 2013 war mein erster suizid versuch ich hatte 1jahr und 8monate eine Freundin am 19.10.2014 hat sie mich für jemand anderes verlassen ich war sehr traurig und wollte mich umbringen Doch diese woche passierte was wirklich wunderschönes ich sah mir bei YouTube ein video an " was Mädchen falsch machen" ein Mädchen ist bei mir schnell ne bitch also zum Beispiel so schminke = bitch und als ich die kommentare durchgeblättert hab viel mir jemand auf unzwar ein Mädchen hab sie direkt angeschrieben und mich erstmal gefreut das sie so denkt wie ich und wir haben uns ein wenig übereinander erzählt ich war sofort richtig verliebt in sie *-* und als ich sie dann gesehen hab da Dachte ich direkt die is es meine traumfrau *-* wunderschön und ein Charakter aus glod noch nie war jemand so nett zu mir wie sie . Sie war richtig liebevoll ich habe ihrheute gesagt ich liebe dich sie war nicht sauer ganz im Gegenteil sie War sehr erstaunt und konnte es nicht nachvollziehen der vater ist strenger Moslem und sie ist deutsch arabisch sie ist 17 und heisst lamia ^-^ <3 und das Problem ihr vater hat sie so manipuliert das sie keine liebe mehr spüren kann :'( er hat sogar schon ausgesucht wenn sie mal heiraten soll obwohl sie das gar nicht will ! Sie will auch kein Moslem sein doch ihr wisst ja wie der vater reagieren würde sie kann kaum irgendwelche Gefühle fühlen oder wahrnehmen ich hab ihr gesagt komm mit 18 zu mir ich beschütz dich doch er hat sie so stark manipuliert das sie sich damit schon längst abgefunden hat :'( und fühle tief in ihr das sie traurig ist deswegen durch sie vergesse ich meine Krankheit sozusagen sie ist die beste Medizin auf erden ^-^ doch ich brauche eure hilfe ich will ihr denn wegg zur luebe zeigen ich luebe sie wirklich ich wollte mich heute umbringen doch aufeinmal hab ich wirklich ihr herz gespürt ich hab das messer fallen lassen ich hab gemerkt das sie ein Grund zum leben ist ich hab gemerkt ich will nicht sterben ich will nur so nicht weiter leben ich brauche eure hilfe dabei ihr zu zeigen was liebe ist um ihr zu zeigen wie es sich richtig anfühlt um ihr zu zeigen das es eine bessere welt als diese zwangs ehe gibt sie kann frei sein doch ich brauch eure hilfe sie zu überreden das sie mir auch richtig vertraut bitte ich liebe sie wirklich durch sie geht es mir richtig gut *-* und nein ich bin nicht nur deswegen hier ich hab auch andere Probleme ich hab auch keine freunde und weine fast tag täglich doch sie ist der Schlüssel sie und ich wir passen perfekt zusammen*-* bitte helft mir bitte....

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  67. Ich hoffe ich krieg schnell ne Antwort ich will ihr einfach ein wahres leben zeigen besonders da es mich auch richtig glücklich macht sie ist der sinn meines lebens ich habe sehr viele Probleme doch schreibe das jetzt hier weil ich ja einen anderen Ausweg als sterben gefunden habe der ausweg heisst lamia doch ich brauche eure hilfe dabei dringend bitte :)

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  68. Hallo du Frischverliebter,
    ja so eine Liebe kann Einen alles andere vergessen lassen. Ich freue mich für dich, dass es dir jetzt besser geht, aber ich mache mir auch Sorgen. Was passiert, wenn die Beziehung wieder zerbricht? Zu wieviel Prozent liegt das in deiner Hand? Ich habe Sorge, dass der Absturz dann umso tiefer wird. Es ist zwar nichts daran auszusetzen, sich zu verlieben, das Leben ist für die Liebe da, ich warne aber davor, alle Hoffnung auf Besserung deines Seelenzustandes auf einen anderen Menschen zu setzen. Besser wäre, du begännst an dir selbst zu arbeiten, an deiner Liebe zu dir selbst. Besser wäre, du würdest an deinem Selbstbewusstsein arbeiten. Dass kann man lernen, dafür gibt es Therapien. Menschen, die ihr Lebensglück im Anderen suchen, haben selbst kein Lebensglück. Wie sollen sie dann auf Dauer einen Partner glücklich machen können? Das wird nicht funktionieren, denke ich. Also hole dir Hilfe, Hilfe von Profis. Du bist nicht stabil genug. Der nächste Rückschlag wird kommen und du bist gut beraten, darauf vorbereitet zu sein. Mich hat meine Depression zwei Beziehungen gekostet. Ich weiß, wovon ich rede. Geliebt habe ich meine Frauen immer, an mangelnder Liebe zu ihnen hat es also nicht gelegen. Aber ich selbst war unsicher, mochte mich nicht, war leicht verletzbar, reizbar und dann schnell aggressiv. Auf Dauer konnte das nicht gut gehen.
    Aber nun zu deiner eigentlichen Frage. Wie kannst du deinem Mädchen den Weg zur Liebe zeigen? Ganz einfach: Liebe sie! Man kann Liebe nicht erzwingen. Sie wird dir geschenkt oder eben nicht. Und wenn du dieses Mädchen wirklich liebst, dann lässt du ihr auch diesen Freiraum. Ich verstehe zwar, dass du dir wünscht, dass deine Liebe erwidert wird, aber so einfach ist das eben nicht. Ich denke, dass Lamia durchaus auch Liebe empfinden kann, aber eben nicht auf Knopfdruck. Gib ihr etwas Zeit und zeige ihr, dass es dir ernst ist. Vor allem überlege dir, ob es dir bei der Sache mehr um dich selbst oder mehr um Lamia geht. Sei ehrlich zu dir! Und im ersten Fall lass lieber die Finger davon. Lamia kann dich nicht therapieren. Das wäre eine ungeheure Überforderung für sie und wenn du sie liebst, wirst du ihr das nicht aufbürden. Das gehört in die Hände von Profis.
    Das war jetzt bestimmt nicht das, was du hören wolltest, aber es ist mein ehrlicher Rat und entspricht meiner Lebenserfahrung. Ich wünsche dir und euch, dass ihr einen guten Weg findet! Aber vor allem: Tue etwas für dich und lass dir helfen! Liebe Grüße Benno

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  69. Ich bin 43 Jahre und habe seit meinem 15. Lebensjahr schmerzen.
    Wurde als kind im Heim und zuhause von meiner Mutter geschlagen. Bin seit 4 Jahren rentner bin schizophren und nur noch nutzlos. Die vielen punkte ziehen mich nur runter. Habe ich alles nicht.

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    1. Du magst dir nutzlos vorkommen, das Gefühl kenne ich auch, aber du bist es nicht. Die Welt hungert nach deiner Liebe. Das kannst du dir noch heute selbst beweisen. Gehe hinaus und verschenke ein Lächeln, halte jemandem eine Tür auf oder gib einem Bettler einen Euro! Öffne die Augen und handle, wo du Gutes tun kannst, getreu dem Motto der Pfadfinder: "Jeden Tag eine gute Tat!". Alles was du an Liebe in die Welt sendest, macht sie ein wenig besser und hilft mit, dass in Zukunft nicht mehr sooft solch grausame Dinge geschehen, wie sie dir widerfahren sind. Das Leben will von uns gelebt werden. Nutzlos fühlen wir uns schnell, wenn wir das vergessen haben. Heute bist du nicht mehr im Heim und deine Mutter kann dich nicht mehr schlagen. Heute entscheidest du selbst, was mit dir geschieht. Und wenn du dich für das Gute entscheiden kannst, wird es fortan auch dein Leben bestimmen. Liebe Grüße Benno

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    2. Ich suche jeden Tag einen grund weiter zu machen.
      Ich helfe bei uns im Block schon jedem der hilfe braucht und annimmt.
      Ich habe 3 Jahre auf der Straße geschlafen und möchte nicht das es anderen so geht wie es mir gegangen ist. Ich habe mit meinen 43 Jahren einfach zuviel sch... erlebt, um positiv in die Zukunft zu blicken. Auch habe ich panikattacken was auch nicht lustig ist. Zwar habe ich einen alten BW-Kameraden den ich seit 22 Jahren kenne und der mich mit raus nimmt. Aber langsam werde ich müde.

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  70. So gut wieder Mensch erlebt auch Scheiße in seinem Leben. Wie es aussieht, hast du dein Pensum diesbezüglich schon erfüllt? Es kann also eigentlich nur besser werden, oder? Jedenfalls wünsche ich dir das und würde diese Hoffnung gern mit dir teilen. Denn es ist so: Was du tief in dir vom Leben erwartest, das wirst du auch bekommen. Und ich finde, du hast jetzt endlich einmal ein schönes Leben verdient, oder? Liebe Grüße Benno

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  71. ich glaube ich bin abschaum. niemand will wirklich etwas mit mir zu tun haben und immer sind alle genervt von mir der wollen mit mir nichts zu tun haben

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  72. Das bin Ich
    ekelhaft, dick, hässlich, dumm, bescheuert, albern, behindert, Abschaum

    Mittelstufe
    Mobbing, Antifront gegen mich, Körperverletzung, ausgeschlossen, keine
    Freunde, immer allein, verfolgt und fast als Prügelopfer geendet, verlangen nach Tod oder ritzen, Morddrohungen auf Klassenfahrt, ausgenutzt, gehasst, kein Hungergefühl mehr, nur noch essen aus muss/ teilweise ekel überhaupt noch zu essen, ungewolltes anfassen bei Genitalien zwei mal, wollte Schlaftabletten besorgen für Selbstmord

    Oberstufe
    immer allein, allein bei Partner-,Gruppenarbeiten, ausgegrenzt, Depressionen, zwang nach ritzen, vor allem Blut raus, wusch vor Gleisen werfen, antriebslos Wochenende nur noch im Bett, den ganzen Tag, fragen warum machst du noch so weiter, laut Mitschüler keine Teilnahme auf Klassenfahrt, Gefühl Klasse hasst mich, schaffe kaum noch Weg zur Schule, kaum noch Lust am Leben, lache dauernd um nicht weinen zu müssen, heul Anfall in Schule

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    1. Wie sind wir wirklich? Wer weiß das schon? Ja, manchmal sind wir dumm, hässlich oder bescheuert. Manchmal sind wir albern oder ekelhaft. Aber ein anderes Mal sind wir lustig, charmant oder hilfsbereit. Wir sind weise, großzügig und liebenswert. Wir sind nicht nur diese oder jene Eigenschaft. Auch du nicht. Aber wenn der Blick eng wird, so wie es etwa bei Depressionen ist, dann können wir nur noch sehen, was uns ins Bild passt. Das es dir schlecht geht und du dich so fühlst, wie du dich fühlst ist nicht Sache deiner Mitschüler. Sie wissen vermutlich nicht einmal etwas davon, wie es dir geht. Das spielt sich alles in dir ab. Das Gute daran ist, dass du so auch nicht auf ihr Wohlverhalten dir gegenüber angewiesen bist. Es ist in dir, also kannst du es auch ändern. Und man kann das ändern. Lass dir helfen, bitte! Du musst so ein Leben nicht führen! Niemand sollte so ein Leben führen müssen. Lass dir helfen und du wirst erleben, wie es dir schon bald besser gehen wird. Ich wünsche mir, dass du zu einem Arzt deines Vertrauens gehst und dich ihm offenbarst. Er wird wissen, was zu tun ist. Du hast nichts falsch gemacht. Du bist auch nicht schlecht oder unnormal. Du bist krank und brauchst ärztliche Hilfe. Das ist jetzt wichtig! Schule und all das andere Krams kann warten. Aber dies ist jetzt wichtig. Tue dies bitte und berichte mir dann, wie es dir ergangen ist. Liebe Grüße Benno

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  73. Auf mich trifft keiner dieser Punkte zu.Ganz im Gegenteil.Es depremiert mich nur noch mehr.
    Ich gehe auf die 50 zu und habe aufgegeben. Meine letzten Jahre werde ich auch noch schaffen und dann ist es hoffentlich schnell vorbei.Es war ein unnötiges Leben.

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    1. Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. Es tut mir leid, dass du das Leben als unnütz empfindest, denn auch du hast schon Menschen zum Lächeln gebracht. Was soll ich jemandem sagen, der mit seinem Leben abgeschlossen hat? Ich fühle mich so ohnmächtig, möchte dich in den Arm nehmen...

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  74. ich will mich umbringen
    jeden tag in der schule kommen phantasien hoch, wie ich mir die pulsader aufscheide. ich bin im moment viel in selbstmord forums unterwegs und rde mit den leuten dort. ich werde nur noch höchstens 6 monate leben und dann will ich mich spätesten umbringen. ich habe keine lust mehr zu leben. bin 17 jahre alt und bin in der 11.
    werde total ausgegrenz und hocke immer in gruppen und patnerarbeiten alleine. niemand will etwas mit mir zu tun haben und es schmerzt immer. nach solchen arbeiten will ich mir sofort die pulsader aufschneiden.
    ich wollte die schulpyschologin kontaktieren habe es aber nicht geschafft. ich komme morgens kaum aus dem bett und am wochenende komme ich erst nach 6 stunden aus mein bett, 6 stunden schaffe ich es teils nicht aus dem bett. an diesem wochenende war es wieder besser. ich mache mir nur den ganzen tag vorwürfe und schäme mich für mich selbst. außerdem bin ich immer schlecht gelaunt und schaue immer auf den boden. ich ziehe mich auch sehr zurück und es fällt mir schwer mich mit anderen zu unterhalten. gestern habe ich jemanden vor dem selbstmord abgehalten. ich will mich trotzdem umbringen. ich habe keine lust mehr und mir ist jeden morgen übel. ich muss aber nicht brechen. für einfache hausaufgaben brauche ich statt früher 20 minuten jetzt 2 stunden und schaffe es kaum noch mich zu konzentrieren. ich schleife auch nur noch meine beine durch die gegend. nach der schule lege ich mich sofort in mein bett und habe keine kraft und kein willen mehr etwas zu tun. ich fühle mich leer. ich glaube dass ich krank bin und schüttel dauernd meinen kopf und knefe die augen zu um schmerzende erinnerungen oder das geschehen vom tag zu vergessen. heute habe ich fast 2 minuten nur mein kopf geschüttelt. ich kann nicht mehr und will auch nicht mehr. ich fühlemich im inneren unruhig und schaffe kaum noch den tag. andernseit rennt der tag mir auch vorbei und ich realizire, merke dass schon gar nicht mehr. es kann so nicht mehr weiter gehen. muss ich zum arzt

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    1. Ich kann deine Verzweiflung spüren und ich verstehe dich. Wenn einen niemand mag, kann das Leben nicht schön sein.
      Was würdest du tun, wenn du eine ansteckende Krankheit hättest und dich deine Mitschüler deshalb meiden würden? Sicher würdest du nicht auf sie sauer sein, sondern zum Arzt gehen und dich behandeln lassen. Die Reaktion deiner Mitschüler wäre zwar nicht angenehm für dich, du könntest sie aber nachvollziehen. Nun, was soll ich sagen? Du hast eine ansteckende Krankheit. Die Depression ist ansteckend. Nicht wirklich, das wissen wir beide, aber die Auswirkungen dieser Erkrankung sind es auf jeden Fall. Wenn jemand depressiv ist, dann zieht er alle um sich herum auf sein Niveau herab. Seine Schwermut steckt an und macht hilflos. Davor haben die Menschen Angst. Niemand ist gern mit jemandem zusammen, der nicht gut drauf ist, ich auch nicht. Das Problem sind also nicht deine Mitschüler. Sie verhalten sich normal. Du bist krank und solltest dir helfen lassen. Geh zum Arzt und offenbare dich dort. Foren sind okay, aber als Ergänzung. Wenn du eine ansteckende Krankheit hättest, würdest du auch nicht nur in ein Forum gehen. Es wäre ganz selbstverständlich für dich, einen Arzt aufzusuchen. Und genau darum bitte ich dich nun. Geh zum Arzt! Das kann für's erste der Hausarzt sein und erzähl ihm von deinen Selbsttötungsgedanken. Das wäre der erste Schritt. Den musst du selber gehen. Danach kommt die Hilfe. Es gibt Hilfe, glaub mir. Ich habe das alles hinter mir. Geh zum Arzt und dann melde dich hier wieder und berichte, wie es dir ergangen ist. Liebe Grüße Benno

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  75. ich gehe am freitag dann zum hausarzt, davor hat er keine offenen sprechstunden mehr
    was sage ich dem hausarzt
    und ist er der richtige arzt

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    1. Ich freue mich über deine Entscheidung. Von Herzen freue ich mich darüber! Das hast du gut gemacht! Du musst für deinen Hausarzt keine Rede vorbereiten, aber wenn dir etwas wichtig ist, ihm mitzuteilen, dann kann es von Nutzen sein, wenn du dir das vorher auf einen Zettel schreibst. eine Zeit lang musste ich das immer so machen, sonst wäre ich sprachlos gewesen. Wichtig ist nur, dass du ihm von deinen Selbsttötungsabsichten erzählst. Dann weiß er, was zu tun ist und wird das Richtige für dich in die Wege leiten. Ich habe es auch so gemacht und habe es niemals bereut. Guten Gewissens kann ich dir das ans Herz legen.
      Aber was heißt "Offene Sprechstunde"? Du bist ein Notfall! Du kannst jederzeit in die Sprechstunde gehen, auch ohne Termin. Du könntest sogar jetzt den ärztlichen Notdienst anrufen und jeder hätte Verständnis dafür und würde dir helfen, damit es dir alsbald wieder besser gehen kann. Die Nummer erährst du von deinem Hausarzt, meist haben die dafür eine Ansage auf dem AB. Liebe Grüße Benno

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  76. ich war beim hausarzt
    bekomme tabletten zur aufmunterung und für die innere unruhe
    und werde zum pyschologen gehen

    danke dass du mir so oft zugehört hast und mir geschrieben hast
    vielen dank

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    1. Jederzeit wieder gern. Ich freue mich, dass du dir Hilfe geholt hat und bin stolz auf dich. Das hast du richtig gut gemacht. Bestimmt war das nicht so einfach für dich. Ich wünsche dir alles Gute, baldige Besserung und jetzt schon mal schöne Weihnachten! Liebe Grüße Benno

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    2. ich weiß nicht ob ich mich trotzdem umbringen soll gester meinte meine nichte dass ich sterben soll. auch wenn sie es nur so gesagt hat, schmerzt es doch ziemlich
      ich sollte wieder tabletten nehmen

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    3. Wenn du verletzt bist und ohne Kraft, dann schmerzt schon der leiseste Hauch. Du musst zu Ruhe kommen innerlich, aber du findest keine Ruhe. Manchmal können Tabletten da hilfreich sein.

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  77. Hallo, Benno !

    Ich melde mich zurück ... hier konnte man von mir im Juni 2014 lesen ( die fünffache Mutter).

    Ich lebe - noch.
    Hinter mir liegen fast ein halbes Jahr Krankenhaus, der Verlust meiner Kinder in Pflegefamilien und ein Umzug ins Ausland, nachdem ich endgültig von Deutschland und seinen ach so sozialen Hilfesystemen die Nase voll hatte.

    In der Klinik hörte keiner zu ... erst war ich wochenlang auf der "geschlossenen"wegen Suizidgefährdung, dann wurde ich auf eine offenen Station verlegt.
    Zwei Stunden Arztgespräch pro Woche ... und sehr, sehr viele Medikamente später wurde ich wohnungs- und kinderlos entlassen und kam bei meiner Freundin unter.
    Mein Partner nahm mich auf und wir heirateten schließlich .... aus Liebe, aber auch zu meiner Absicherung ... der deutsche Staat hätte mich wahrscheinlich lieber sterben sehen.
    Im Moment reduziere ich Schritt für Schritt wieder die Tabletten a la "hirnweichklopfer" ... um überhaupt etwas spüren zu dürfen.

    Ich lebe weiter ... schon meinem Mann und meiner Kinder zuliebe, aber eine rechte Freude mag sich irgendwie nicht einstellen.

    trotzdem danke für deine Zeilen, wenigstens hat irgendjemand mal zugehört.

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    1. Ich freue mich, dass du lebst und einen Weg für dich gefunden hast, wenngleich sich immer noch alles schwer anfühlt. Es gab auch für mich lange Zeiten, wo mich nur andere Menschen im Leben halten konnten, meine Partnerin und meine Kinder. Gut, dass es nun Menschen gibt, die zu dir halten. Die Liebe heilt besser denn jede Arznei, denn im Grunde geht es immer wieder darum, um das ungeliebte Kind in uns. Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg aus der Depression und würde mich freuen, wieder einmal von dir zu lesen. Liebe Grüße einstweilen! Benno

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    2. Schön, dass du lebst :-)

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  78. Hallo Benno,
    ich habe eine Frage an dich.
    Meine Oma ist 88 und liegt im Krankenhaus. Sie hat etwas am Herzen und ist schon im Krankenhaus seit Dienstag. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll, wenn sie auf einmal stirbt.

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    1. Hallo,
      ich fühle mit dir. Ich weiß, wie es ist, sich Sorgen um einen geliebten Menschen zu machen. Du möchtest deine Oma nicht verlieren, nicht wahr? Gleichwohl ist unser Leben begrenzt, auch deines und meines und eines Tages treten wir hier ab und niemand weiß, wo wir wieder auftauchen. Deine Oma wird, auch wenn sie stirbt, nicht wirklich weg sein. Sie lebt in deinen Erinnerungen. Sie lebt in dir und in allen Menschen weiter, die sie lieben. Sie lebt in jeder Zelle deines Körpers und wird immer auch ein Teil von dir sein. Wenn du eine gute Oma hattest, darfst du stolz daruaf sein und dankbar, dass es so war. Nicht jedem Menschen ist das beschieden. Sie würde nicht wollen, dass du ihretwegen leidest. Natürlich darfst du traurig sein. Das gehört dazu. Aber am Ende muss etwas Gutes übrig bleiben, etwas das auch deine Oma stolz macht, wenn sie auf dich herab sieht. Ich bin mir sicher, dass sie dies tun wird. Ich bin mir sicher, sie wird immer in deiner Nähe blieben. Auch meine Oma starb, aber ich wenn ich an sie denke, muss ich nicht weinen, sondern empfinde Freude und Dankbarkeit darüber, dass ich so eine liebe Oma hatte. Ohne sie wäre ich nicht der Mensch, der ich heute bin. Alles Gute für dich und Danke, dass du meinen Blog besucht hast! Liebe Grüße Benno

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  79. Hallo,
    anders leben wollen, das wäre natürlich ein Traum...aber was, wenn man sich nicht imstande fühlt, etwas zu ändern?

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    1. Hallo Stephanie,
      solche Zeiten gibt es einfach im Leben eines depressiven Menschen. Das ist Teil der Krankheit. Die gute Nachricht aber ist, dass auch eine Depression irgendwann wieder verschwindet, nämlich dann, wenn sie ihre Arbeit getan hat. Als ersten Schritt reicht es deshalb völlig, wenn du dir vorstellst, wie du gern anders leben würdest. Denke in Bildern und male dir aus, wie dein Leben schön wäre. Noch besser, du schreibst es auf oder poste es gern hier im Blog. Wenn du dir etwas vorstellen kannst, dann kannst du es auch erreichen...
      Liebe Grüße Benno

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    2. Hallo Benno,

      ich habe von Zeit zu Zeit Gedanken mir ein langes Messer ins Herz zu stechen.

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    3. Vermutlich steckt da schon lange ein Messer fest und bereitet dir Schmerzen. Wenn wir nicht mehr leben wollen, dann doch nicht, weil wir kein Glück empfinden können, sondern weil wir es schon lange Zeit nicht mehr konnten, weil wir mit unseren Kräften einfach am Ende sind. Guck dir doch einmal ganz in Ruhe an, was dir solche Schmerzen bereitet. Wenn es Schuld ist, dann vergib sie dir, so wie du sie auch anderen Menschen vergeben würdest. Wenn dich jemand sehr verletzt hat, dann gib ihm das Messer zurück. Er kann es behalten. Wenn du trauerst, lass los. Das Leben hält noch so viel Schönes für dich bereit und wartet darauf, dass du wieder zurück in die Gegenwart kommst. Lass die Vergangenheit gehen als das was sie ist, vergangen, gelebtes Leben. Öffne dich dem Gedanken, dass auch du ein glückliches Leben verdient hast und haben wirst. Und lächle mal wieder! Ein Lächeln ist wie Balsam für deine Seele. Liebe Grüße Benno

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  80. Hallo hallo,
    ich frage mich regelmäßig warum meine Eltern nur unbedingt ein Kind in diese Welt setzen mussten. Ich bin 48 und schon immer einsam und allein.Deine Liste ist an sich eine schöne Sache.Traurig nur, wenn einem diese Dinge wie Partner,Familie,Kinder,etc fehlen. Ich z.B hatte noch nie einen Partner. Kraft schöpfen und Gründe zum leben finden konnte ich immer nur aus mir allein heraus. Auf andere konnte ich mich nie stützen. Und langsam geht mir die Kraf aus. Immer nur allein.Tag ein tag aus.Die letzte Umarmung,Jahre her.
    Dieses Leben tut mir einfach nur weh.

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    1. Kraft aus dir selbst schöpfen zu können, das ist eine große Gabe. Da hast du eine sehr nützliche und heilende Fähigkeit, auf die du stolz sein kannst. Wie wäre es denn, wenn du dich ein wenig unter's Volk mischt? Vielleicht ein Volkshochschulkurs oder so? Soziale Kontakte werden leider nicht frei Haus geliefert. Aber wenn du dich dem Gedanken öffnest, wieder auf Menschen zuzugehen, wird es sie geben, auch in deinem Leben. Und wenn du dich nach einer Berührung sehnst, dann empfehle ich dir für's erste eine Massage. Die ist sehr wohltuend für Körper und Seele. Ich hatte vor Tagen erst eine, das war ein Weihnachstgeschenk meiner Kinder und fragte mich dann am Ende, weshalb ich mir nicht selber öfter mal so etwas schönes gönne....
      Liebe Grüße Benno und fühl dich jetzt einfach mal von mir umarmt :-)

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    2. Danke für die Antwort!
      Ich habe mich wahrscheinlich falsch ausgedrückt.Ich habe durchaus Freunde.Wirklich richtig enge freunde wohnen leider nicht mehr bei mir in der stadt.Ich unternehme sehr viel.Mache Kurse,gehe klettern.Bin im DAV.Gehe mit Freunden essen,etc.Probiere neue Dinge aus.Treibe Sport.Darauf bin ich auch in gewissermaßen stolz.Das muss ich auch: Mich selbst beschäftigen.Selbstdisziplin.Sonst gehe ich kaputt.
      ABER,ich bin fast 50.Meine Freunde auch.Sie führen ihr eigenes Leben mit Partner und Familie.Da ist oft keine Zeit für meine Sorgen.Oder die sorgen die ich habe,sind ganz anderer natur als die meiner freunde.Und das macht mich einsam und unverstanden,nicht ernstgenommen.
      Und Freunde können eine eigene Familie oder Partnerschaft nicht ersetzen.
      Es macht mich krank das ich diesen menschlichen Aspekt mit hoher wahrscheinlichkeit niemals kennenlernen werde.Niemals kuscheln,küssen,Sex,lieben und geliebt werden.Händchenhalten.Niemals sich mal am Partner anlehnen können.Aufgaben aufteilen.Zusammen Zukunft planen.
      Dieses permanente beschäftigen...machmal lässt es mich am sinn zweifeln.Ich lenke mich immer nur ab,um in kein loch zu fallen.Bzw,um ein großes loch in meinem leben einigermaßen zu schließen.Aber ich komme nie wirklich zur ruhe.Ich bin nie wirklich glücklich.Ich weiß nichtmal wie sich glück anfühlt.Ja,meine Hobbies machen mir Spaß,aber irgendwann reicht es nicht mehr.
      Ach,auch egal.
      Massagen,ja,die tun gut.Leider kann ich sie mir nur selten leisten.Und oftmals fühle ich mich nach einigen Stunden danach schlecht,weil ich für so banale Dinge wie eine Massage bezahlen muss.
      Sauna und generell Wasser hilft mir auch.Es hilft mir meinen Körper einigermaßen zu spüren.Durch die jahrelangen fehlenden Berührungen bin ich,was meinen Körper spüren angeht,abgestumpft.Darum treibe ich viel Sport.Es hilft.Wenigstens ein bisschen.

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    3. Das klingt ja diesmal schon wesentlich hoffnungsvoller. Das klingt nach einem eigenen Leben und das ist auch Voraussetzung für eine tragfähige Partnerschaft. Nun glaubst du aber, dass du niemals in den Genuss einer solchen kommen wirst. Wieso glaubst du das? Wie sicher kannst du dir sein, dass dieser Gedanke wahr ist? Dir geschehe, wie du glaubst, ist so ein Satz, der mir in diesem Zusammenhang sofort ins Bewusstsein schießt. Die Welt ist so, wie wir sie sehen. Wenn du davon überzeugt bist, keine Partnerin zu bekommen, was glaubst du, was passieren wird? Wie wäre es denn, wenn du deine Überzeugung noch einmal überdenkst und dich dazu entschließt, einen neuen Glaubenssatz zu formulieren? Vielleicht so: Ich glaube, dass ich nur noch nicht die rechte Frau getroffen habe, aber das jeden Tag passieren kann. Wie würde sich so eine Überzeugung für dich anfühlen? Mach dich bereit für die Liebe! Wenn du keine Frau in der Öffentlichkeit ansprechen magst, dann schreibe dich in eine Partnervermittlung ein. Die gibt es auch kostenlos im Internet. Glaub an dich und deine Wünsche und das Universum wird dich hören. Setze dich für dich ein und öffne dich dem Gedanken, dass es auch für dich eine passende Frau gibt. Die Welt ist voller nach Liebe hungernder Seelen, die alle dasselbe glauben wie du und deshalb allein bleiben. Aber das muss nicht so sein. Was du wirklich willst, kannst du auch bekommen. Vertraue dir und dem Leben und sag ja zu deinen Möglichkeiten, vor allem aber sag ja zu dir selbst...
      Liebe Grüße Benno

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  81. Hallo Benno,
    ich bin übrigens eine Frau:).
    Ja,hoffen... Das ist eine feine Sache.An Sich ist Hoffnung wichtig.Es kann Kraft geben und abspornen.Aber es kann auch zerstören.Bei mir war es irgendwann soweit,dass hoffen für mich ein destruktives Gefühl wurde.Es hat mich kaputt gemacht.Und irgendwann war dieses Gefühl dann plötzlich weg.Und es hat sich gut angefühlt.Ich möchte nicht mehr hoffen.Ich möchte nicht das der Gedanke an eine Beziehung mein Leben vermiest.All die Jahrzehnte ist beziehungstechnisch nichts passiert,warum sollte sich das plötzlich ändern.Natürlich könnte es passieren,aber seien wir doch mal realistisch!
    Selbst mein Therapeut(ich war mal eine ganze Zeit lang in Therapie)hat mit gesagt, dass es okay ist irgendwann nicht mehr zu hoffen und loszulassen.Es zu akzeptieren.Und das es für mch sehr sehr schwer werden wird jemanden zu finden.
    Was ich mir wünsche ist, dass ich mein leben einigermaßen zufrieden leben kann ohne Partner.Das ist jetzt mein Ziel.Nur ist es schwer.
    Für menschen mit einer normalen Entwicklung und beziehungsleben ist es schwer vorstellbar, dass es menschen gibt die niemals eine partnerschaft führen werden.Aber das gibt es.Es gibt nicht für jeden den passenden Deckel.Es gibt kein Menschenrecht auf Liebe.Das ist eine Illusion.Wenn man Liebe findet,dann herzlichen Glückwunsch, aber wenn es nicht passiert,ja dann hat man halt pech gehabt.
    Versuch dich mal in mich hineinzuversetzen.Stell dir vor mit knapp 49 niemals in einer Partnerschaft gewesen zu sein.Und jetzt versuch dir vorzustellen menschen sagen dir, dass alles gut werden wird.Das in all den Jahrzenten einfach nur noch nicht "der richtige" gekommen ist.Das jeder Liebe findet und man nur daran glauben muss. Diese Phrasen werden dich einfach nur noch müde machen.Irgendwann willst du nur noch deine Ruhe haben vor diesen Beziehungsgedanken und dich nicht mehr rumquälen.Du willst nicht mehr.
    Ich hatte so lange Hoffnung und habe positiv gedacht.Habe verschiedenes ausprobiert und mich immer wieder ermutigt.Aber jetzt bin ich müde.
    Und wahrscheinlich nach all den Jahren des alleinlebens auch schon viel zu verkorkst um eine Beziehung führen zu können.

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  82. Zunächst einmal bitte ich um Verzeihung, dich für einen Mann gehalten zu haben. Ich hoffe, das hat dich nicht verletzt.
    Ich sehe zwei herausragende Aspekte in deiner Schilderung, die ich dir gern zurückmelden würde. Zum ersten nehme ich war, dass du immer noch auf der Suche nach einem Partner bist, aber aus Angst, keinen zu bekommen, das Ende für dich vorweg nimmst und dir suggerierst, du hättest mit dem Thema abgeschlossen. Nun, wenn dem so wäre, würden wir beide uns jetzt nicht hier unterhalten, denke ich. Die Energie, die du hier einsetzt, ist jedoch in den Wind geschossen, bzw. nur destruktiv genutzt. Entweder du entschließt dich tatsächlich freien Herzens zum Alleinsein, was ja nicht zwangsläufig Einsamkeit bedeuten muss, und machst deinen Frieden damit oder du gönnst dir den Wunsch nach einem Partner und öffnest dich den Möglichkeiten wieder, die das Leben dir zu bieten bereit ist. So wie es jetzt ist, hast du noch verdeckt den Wunsch, gönnst ihn dir aber nicht, verdrängst und kannst deine Energie deshalb auch nicht konstruktiv kanalisieren. Das ist schade, denn auch du hast Potential, das sich entfalten will.
    Zweitens lebt der Mensch von der Hoffnung. Sich selbst der Hoffnung zu berauben, ist gleichbedeutend, sich den Lebenssaft zu entziehen. Nicht die Hoffnung verursacht deinen Schmerz, sondern die Enttäuschung. Hoffnung ist ein freudiges, lebensbejahendes Gefühl. Hoffnung ist etwas, das uns anzutreiben vermag. Enttäuschungen hingegen sind kein Schicksal, wie oft geglaubt wird. Enttäuschungen kannst du jeden Tag zigfach erzeugen, wenn du magst. Erwarte einfach etwas, dass sich (noch) nicht erfüllen lässt und tue dies immer wieder. Enttäuschungen haben immer etwas mit Erwartungen zu tun, nicht aber mit Wünschen. Wenn du einen Wunsch hast, hoffst du auf seine Erfüllung, aber weißt auch, dass dies nicht geschehen muss. Es ist dennoch ein schöner Gedanke für dich, etwas an dem du dich aufrichten kannst.
    Zwei Dinge passieren nun in deinem Leben, die sich zu einem schlechten Gefühl potenzieren: Du versagst dir die Hoffnung und du versagst dir deine Wünsche. Hier liegen deine Optionen. Hier ist etwas nicht klar in deinem Leben. Willst du nun eine Partnerschaft oder willst du nicht oder willst du nicht mehr, weil du glaubst, nicht bekommen zu können, aber eigentlich würdest du schon gern wollen? So kompliziert wie dieser Satz ist, muss dann wohl auch dein Gefühlsleben aussehen. Über die Klarheit und eine Entscheidung könntest du zu innerem Frieden gelangen, egal wofür du dich entscheidest. Etwas zu verdrängen hilft meist nur bis zum nächsten Tag. Sei es dir wert, glücklich zu sein! Es ist ein Menschenrecht, auch deines. Liebe Grüße Benno

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    1. Lieber Benno,du hilfst vielen mit deinem Blog, danke dafür. ich weiss auch nicht weiter. Ich liebe meinen Partner, aber er hat mich betrogen, ich kann ihm nicht mehr vertrauen und sehe kein Licht mehr am Horizont, mir kommt es vor wie eine Wahl zwischen Pest (bleiben ohne Vertrauen) und Cholera (gehen trotz Liebe).
      GlG

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    2. Vertrauen ist etwas sehr Kostbares. Entgegen der landläufigen Meinung, dass man sich Vertrauen verdienen müsse, glaube ich, dass man dies nicht kann. Man kann es nur rechtfertigen oder verlieren. Aber Vertrauen ist und bleibt ein Geschenk, ein Vorschuss und kein Verdienst. Wenn Vertrauen zerstört wurde, ist es kaum wieder herstellbar, denke ich. Es ist wie ein leck geschlagener Tank, vielleicht mühsam abgedichtet, aber doch nicht mehr recht dicht...
      Vertraue deinem Gefühl und deinem Herzen. Wenn du meinst, es ist Zeit zu gehen, dann ist es auch so. Der Kopf mag 1000 Gründe dagegen finden - dein Herz irrt sich nie. Es spricht auch nichts dagegen, finde ich, sich zu trennen, wenn noch Liebe da ist, die Beziehung aber dennoch nachhaltig beeinträchtigt. Meiner Meinung nach wird viel zu lange etwas ausgehalten. Es kommt aber immer, wie es kommen muss, nur dass dann Trennungen nicht mehr wohlwollend stattfinden können,was ich sehr schade für alle Beteiligten finde. Liebe Grüße Benno

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  83. Wollte mich nur Bedanken für die Arbeit die du hier reinsteckst.
    Ich fand die Liste wirklich hilfreich, mich hat zwar nur Punkt 2 angesproche, aber ein Grund ist schon besser als keiner denk ich.

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    1. Das finde ich lieb von dir! Danke für deine Rückmeldung. Man braucht nur einen Grund, um weiter zu machen, wenn man sich am Ende fühlt. Ich freue mich sehr, dass du so einen Grund für dich spüren kannst. Ich wünsche dir von Herzen, dass es dir bald wieder besser gehen möge. Denke bitte immer daran: Gefühle sind keine Zustände - sie kommen und gehen. So wird es auch diesmal sein. Alles Liebe für dich! Benno

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  84. Lieber Benno,

    ich möchte mich von ganzem Herzen bei dir bedanken, für deine Seite und auch deine unermüdlichen Rückmeldungen. Mir hat deine Liste heute Abend zumindest einen Teil meines Tunnelblicks genommen und mich wieder etwas offener für positive Dinge gestimmt. Vielen Dank, dass du dir die Zeit dafür nimmst und diese Welt ein wenig wärmer machst.

    Im Augenblick stecke ich in einer Phase, wo meine Depression noch immer sehr stark und auch durch Therapie aufgewühlt ist. Immer wieder steigt ein Gefühl des Kämpfen-müssens in mir hoch, dem ich versuche nachzugeben, bis ich wieder scheitere, wenn meine Kampfkraft erschöpft ist. Dann folgt eine kurze Zeit der Ruhe, in der ich versuche, anzunehmen, was gerade passiert. Wenn ich traurig bin, traurig zu sein, wenn ich verzweifelt bin, verzweifelt zu sein, wenn ich Schmerzen habe, auch diese fließen zu lassen - nicht hinnehmen im Sinne von klein beigeben und aufgeben, sondern durch akzeptieren und mir gesunde Kleinigkeiten zu gönnen. Bewusst genießen.
    Dennoch bleibt gerade das Akzeptieren das Allerschwerste. Ich neige dazu, immer wieder mehr leisten zu wollen, als ich gerade kann. Gesünder oder fitter sein zu wollen, als ich bin. Ich kämpfe ums Leben, aber genaugenommen kämpfe ich gegen mein Leben, indem ich mein seelisches oder körperliches Leid wegzu-denken/reden/machen versuche. Der Leistungsdruck unserer Gesellschaft, mit all seinen Schönheitsidealen obendrauf, macht es umso schwerer, sich auch einfach mal "schlecht fühlen zu dürfen". Im Grunde ist mir vieles davon schon lange bewusst. Aber mein Verstand will mir nach wie vor meine Gefühle verbieten. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf ... Aber: es darf!

    Daher möchte ich an dieser Stelle allen Betroffenen raten, es sich einmal bewusst zu machen, dass wir auch leiden DÜRFEN. Natürlich sollte dies kein Dauerzustand sein, aber mir hat der ein oder andere bewusst-traurige Abend oft mehr Ressourcen zurückgegeben, als wenn ich verbissen darum gekämpft habe, mich unbedingt besser fühlen zu wollen. Das geht einfach nicht immer. Wenn mir Schei*** passiert, dann darf ich mich auch schei*** fühlen!

    Auch die Absicht auf einen Schlag ein anderer Mensch zu werden, ein anderes Leben zu führen, kann nur zum Scheitern verurteilt sein. Immer wieder falle ich darauf herein, wünsche mir, es mögen morgen tausend neue Jahre anfangen und ich jemand anderes sein. Ohne Schmerzen, ohne Rückfälle. Eine Illusion. Es gibt nur kleine Bewegungen, nur wenig Fortschritt, der hart erkämpft sein will. Und nur, wenn ich die kleinen Schritte würdige, kann irgendwann eine größere Summe daraus werden.
    Jemand, den ich sehr schätze, hat es mal so gesagt:


    "Es gibt kein endgültiges Ankommen, es gibt nur ein fortwährendes Ankommen - in jedem Moment." (Samarpan)


    Ich wünsche euch allen das Stück Sanftmut, was mir selbst oft fehlt, eure Gefühle anzunehmen. Die Behutsamkeit, liebevoll zu euch selbst zu sein, egal, was alle anderen darüber denken und sagen mögen.


    Einen lieben Gruß an dieser Stelle auch an die fünffache Mutter - falls du noch mitliest -, deine Geschichte hat mich sehr bewegt und ich habe mit Sorge immer weiter runtergescrollt, in der Hoffnung, noch eine weitere Nachricht von dir zu lesen. Schön, dass du dich nicht aufgegeben hast.


    Und, liebe Benno, dir wünsche ich alle Kraft, die du brauchst, um weiterhin Menschen zu helfen, ohne dich selbst dabei zu verlieren. Vielen, lieben Dank noch mal.

    J.

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    1. Hallo J.
      ich finde das sehr weise, was du hier so schreibst, was du für dich und dein Leben herausgefunden hast. Ich habe ein gutes Gefühl, was deine Genesung angeht. Natürlich geht uns das immer viel zu langsam und wir kämpfen an, glauben aber auch immer wieder, ankämpfen zu müssen. Die wirklich heilsamen Phasen werden aber wohl eher die der liebevollen Annahme sein, wie mir scheint, denn da haben wir den größten Bedarf.Therapie ist immer harte Arbeit, ist anstrengend und lässt alte Verletzungen oftmals wieder aufleben. Ich glaube dir gern, dass sich das nicht unbedingt nach Besserung anfühlt, aber es ist Teil eines komplexen Prozesses. Die Seele geht zu Fuß. Lass ihr die Zeit...
      Vielen Dank auch für deine anerkennenden Worte! Es tut mir gut, hin und wieder so eine schöne Rückmeldung zu bekommen. Nicht immer fließt es aus mir heraus, nicht immer kann ich gleichermaßen gut für andere da sein, insbesondere dann nicht, wenn es mir selbst grad nicht so gut geht. Aber durch die Arbeit in meinen Blogs gelingt es mir auch einmal mehr, der Depression etwas Positives abzugewinnen. Sie bringt mich wieder in Verbindung zu Menschen und oftmals berühren sich dann völlig Unbekannte auf eine angenehm tiefe Weise.
      Ich wünsche dir viel Kraft und Geduld für deinen Weg und möchte dich zum Schluss noch einladen, einmal etwas mehr über dich zu erzählen. Deine Art zu Schreiben gefällt mir. Du kannst Menschen Mut machen mit dem, was du zu sagen hast. Wenn du magst, dann schicke mir einmal einen eigenen Beitrag. Zum Formular gelangst du oben über das Menü. Liebe Grüße Benno

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    2. Hey Benno,

      lange ist es schon her (für mich gefühlt gar nicht mal so lange, da so viel passierte). Ich hatte das Bedürfnis, dir noch einmal zu schreiben, für deine schöne Antwort und auch generell. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich (zumindest einen Teil) meines Lebens aufschreiben und mitteilen möchte, konnte mich aber bis heute noch nicht dazu durchringen. Ich schreibe sehr viel ... aber öffentlich ist eine andere Geschichte ... Es ist sehr viel passiert, seit ich hier schrieb - nahezu ausschließlich Positives. Ich habe eine Therapie begonnnen, mit dem - für mich mich gesprochen - perfekten Therapeuten - jemand, der mir beibringt, zu angeln, und nicht etwa, die Fische selbst aus dem Wasser holt. Aber ich musste auch viele, viele Jahre danach suchen, denn leider-Gottes ist es oft so, dass Menschen meinen, anderen helfen zu können, aber die Weitsicht, die Erfahrung dafür gar nicht haben. Ich habe zur Zeit Glück - unbeschreibliches Glück. Es ist der Therapeut, von dem ich glaube, dass er mir die Mischung aus Rückmeldung/Lob und Anspruch an eigene Leistungen bieten kann. Er fordert nicht - aber er beschönigt auch nichts.
      Dir, lieber Benno, kann ich nicht versprechen, dass ich jemals in der Lage sein werde, einen sinnvollen, allgemeinverständlichen Text zu verfassen - für mich selbst, oder für deine Webseite. Aber ich möchte dich wissen lassen, dass ich es nicht aufgegeben und verworfen habe, sondern immer noch darüber nachdenke (ich bin manchmal eine Schnecke in Sachen "Entwicklung" ... und an anderen Tagen - wie heute - überfaällt es mich aus heiterem Himmel ... Der Boderliner in mir vielleicht ...). Es mag ein Tag kommen, wo es mich anspornt und ich schreibe, aber genauso gut mag es sein, dass alles in der Versenkung des Lebens verschwindet. Ich kann es einfach nicht sagen und ich nehme es, wie es kommte. Ich wollte dich, Benno, nur wissen lassen, dass mich deine Worte bez. der 10 Gründe noch immer bewegen - selbst, wenn es schon eine Weile her ist, in der andere diese wichtigen Momente vergessen hätten.
      Ich hoffe, ich -wünsche- mir die Kraft, nach Jahren mal wieder konstruktiv im Internet zu sein, meine Gedanken zu teilen, meine Ansichten ... aber ich will auch so ehrlich sein zu sagen, dass ich es mir nicht zutraue, dass es "nur" eine "glückliche Phase" sein könnte. Wichtig ist mir lediglich, dass die Menschen um mich herum wissen, dass es nicht einfach ein Spleen war, eine Marottte, der ich "mal eben" gefolgt bin, sondern dass es einen Sinn ergab (und noch ergibt), eine Hoffnung, eine Änderung, ein erster Schritt. Und dafür ... kann ich auch dir, Benno, selbst nach Monaten, noch immer wieder nur aufs Neue danken. Danke, dass du und deine Webseite da sind. Dass ihr tut und lebt und fühlt - selbst, wenn manch einer von uns sich zu ohmächtigt fühlt, um auch nur ein einziges "Danke" zu äußern. Ich bitte euch: Wagt es!

      In diesem Sinne:

      "Danke!" - für alle die, die es sagen wollen, aber vielleicht noch nicht können.

      "Danke!" - für euch, die ihr diese Worte nur denkt, hört oder lest.

      "Danke!" - an alle, die sich ein paar wenige Minuten ihres Lebens Zeit genommen haben, diese Zeilen von Benno zu lesen. Danke. Macht weiter! Never surrender!

      Hang tought! Never give up!

      Beste Grüße, lieber Benno,

      Jule

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    3. Hallo Jule,
      ich habe mich sehr gefreut über deinen Kommentar, insbesondere darüber, dass es soviel positive Entwicklung gab inzwischen. Das Angebot, hier etwas zu schreiben, soll dir aber keinesfalls Druck machen. Ich erwarte also nichts dergleichen. Alles ist gut wie es ist. Danke, dass du nochmal hier warst, Jule! Liebe Grüße Benno

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  85. Ist es normal nach einer Depressionen Phase ca 2-3 Monate dauernd an die Zeit der Depression zu denken oder ist es sogar ein Anzeichen daran, dass die Depression wieder zurück kommt.

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    1. Ja, ich halte es für normal, wenn du andauernd an eine Zeit denkst, die dein Leben gravierend verändert hat. Aus meiner Erfahrung wird die Depression nie wieder ganz aus deinem Leben verschwinden. Es ist, als würdest du jetzt plötzlich eine Fremdsprache verstehen. Früher konntest du das Gemurmel einfach ausblenden, aber nun hörst du jedesmal hin. Du kannst nicht anders. Du bist durch diese Tür gegangen und kannst nicht mehr zurück. Die Depression hilft dir, dein Leben zu ändern. Nimm sie als Wächter, als Beschützer und wachse an ihr... Liebe Grüße Benno

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  86. ich will mich umbingen, weis aber noch nicht wie

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    1. Hallo, möglicherweise willst du dich wirklich umbringen. Möglicherweise fühlst du dich aber einfach auch am Ende deiner Kräfte und hast keine Hoffnung mehr. Möglicherweise hast du deine Optionen nicht mehr vor Augen und suchst nur noch einen schnellen Ausweg. Dein Leben zu beenden, wirst du wohl keine Hilfe finden. Aber wenn es darum geht, wieder Lebendigkeit, Kraft, Liebe und Hoffnung in dein Leben zu holen, gäbe es diverse Hilfsangebote. Jetzt fühlst du dich ausgelaugt und willst nur noch, dass es vorbei ist. Aber erinnere dich einmal! Das war nicht immer so. Es gab auch schöne Momente in deinem Leben. Geh in deinen Gedanken dahin zurück und spüre nach...Nimm dir Zeit hierfür und du wirst Antworten finden auf die Fragen, um die es vermutlich eigentlich geht...

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    2. weist du so wie du es erzählst klingt das alles so wundervoll
      schöne Momente, hatte ich nie im Leben

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    3. Meist sind es gar nicht die großen Dinge, die uns Glück bescheren. Eine liebevolle Berührung, eine herzliche Umarmung, ein Lächeln, das uns geschenkt wird, ein Erlebnis in der Stille der Natur, ein schönes Essen vielleicht oder ein entspannendes Bad...womöglich liegt dein Augenmerk derzeit auf den Dingen in deinem Leben, die nicht gut waren, aber da wo wir hinsehen, geht auch unsere Energie hin...guck mal, ob hier nicht etwas für dich dabei ist: http://depression-und-selbsthilfe.blogspot.de/ Liebe Grüße Benno

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    4. ich renne und dennoch kann ich nicht aus meiner vergangenheit entfliehen jeder schmerz, jedes leid und jede tränen zerstören mich innerlich, wie soll es den nur so weiter gehen

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    5. Ein treffendes Bild hast du da gefunden, zu beschreiben, wie es dir geht. du rennst, aber kannst deinen Gefühlen nicht entfliehen. Wie auch? Du nimmst sie ja jedesmal mit...
      Gerade unangenehmen Gefühle wie Angst, Scham, Ärger, Wut und anderen versuchen wir immer wieder zu entfliehen. Wir wollen uns gut fühlen. Nur geht wohl das eine ohne das andere nicht. Wir Menschen brauchen den Kontrast. Wenn wir das Unangenehme nicht durchleben, werden wir das Angenehme nicht in seiner Tiefe wahrnehmen können. Ich versuche seit einiger Zeit, mich meinen Gefühlen zu stellen und mir immer wieder bewusst zu machen, was das jetzt gerade für ein Gefühl ist. Zumeist ist es die Angst bei mir. Also sage ich: Gut, ich habe Angst. Jetzt nehme ich mir Zeit, meine Angst zu fühlen. Und dann schaue ich mir nahezu neugierig meine Angst an. Ich beginne sie zu beleuchten und von allen Seiten anzuschauen. Ich mache mir klar, dass ich selbst dieses Gefühl gerade in mir erschaffen habe, weil ich dieses oder jenes dachte. Je länger ich mich dem jeweiligen Gefühl stellen kann, desto kleiner wird es alsbald, denn eigentlich will es nur eins: gefühlt werden. Manche Gefühle schleppen wir schon ein halbes Leben mit uns herum und wissen gar nicht mehr recht, was eigentlich der Auslöser dafür war. Wir glauben, dass er in der Gegenwart liegt und geben dann diesem oder jenem die Schuld. In Wahrheit aber hat niemand Schuld an unseren Gefühlen. Es geht nicht um Schuld, sondern einzig um Wahrnehmung. Um also in deinem Bild zu bleiben: Renne nicht weg! Bleib stehen, setz dich hin und fühle, was es zu fühlen gibt. Begegne dir selbst und sag ja zu dem, was du finden wirst, dann wird der Schmerz sich deinen Tränen lösen und du wirst aus deinem Leid Kraft und Stärke ziehen... Liebe Grüße Benno

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  87. Vielen Dank das ich dir mal mein Herz ausschütten konnte.
    3 Monte nach der Depression, ist sie wieder zurück gekehrt und mein Ziel, zu warten, das ich 18 werde, ist langsam erreicht. In Tagen bring ich mich um. Der Abschiedsbrief ist schon verfasst und muss nur noch ausgedruckt werden. Das Testerment konnte ich am Mittwoch fertig stellen. Nur noch das Buch an dem ich arbeite ist noch nicht fertig. Aber egal, dass soll jemand glücklicheres als ich fertig schreiben, Morgen besaufe ich mich richtig voll und den nächsten Samstag bring ich mich um. Lebe wohl du Welt

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  88. ich wollte dir oder ihnen nur mitteilen,dass ich es nicht gemacht habe
    langsam geht es wieder hoch mit der stimmung und es geht mir wieder gut

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    1. Willkommen zurück :-)
      Wie heißt du?

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  89. Sagen wir ich heiße Tim. Das ist zwar nicht mein richtiger Name, aber so wollte ich schon immer heißen.

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  90. Hallo Tim, ich freue mich, dass du wieder da bist...

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  91. Überschrift: 10 Gründe.
    Text: 14 Gründe.
    Nach dem Lesen fand ich für mich vielleicht 1 Grund. Und Grund 5 ist Blödsinn. Ich will nicht leben, ich will nur keinen Suizid begehen aus rein konfessionellen Gründen.

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    1. Solange du nur weißt, was du nicht willst, kann nicht geschehen, was du wirklich brauchst. Guck mal, wonach dir verlangt, was du dir aber ein Leben lang schon verwehrst...es wäre womöglich an der Zeit, nun einmal an dich selbst zu denken...

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    2. danke für die Antwort. Es war aber immer so. Schon als Kind war es für meine Eltern eine ungemein große Herausforderung herauszufinden, was sie mir zu Weihnachten oder zum Geburtstag schenken könnten. Wonach begehre ich, was hätte ich gern, was brauche ich, wofür interessiere ich mich und was macht mir Spaß? All diese Fragen konnte ich nie und kann ich noch immer kaum beantworten. Ich weiß es einfach nicht. Dinge müssen praktisch sein, einen Sinn haben, sonst ist es für mich weitestgehend nutzlos. Und da ich keinen Sinn für mich gefunden habe, naja - klar, oder? Ich glaube, zu erwähnen, dass ich mit 5 Jahren auf dem Schoße meiner Mutter saß und ihr sagte, ich wolle nicht mehr leben, verdeutlicht, dass dieses Gefühl nicht erst seit gestern besteht.
      Zur Zuordnung des Kommentars zu meiner Person unterzeichne ich mit RR.

      RR

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    3. Ja, das verdeutlicht es. Und es macht mich genauso hilflos, wie dich auch...

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  92. Wenn ich das alles so lese, dann habe ich keinen Grund. Aber wahrscheinlich gerade darum den einzig wirklichen. Es geht mir gut, ich bin nicht krank. Aber keine Kraft und keinen Willen. Niemand würde es verstehen. Und ich könnte es nicht erklären.

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    1. Wenn du keinen Willen hast und keine Kraft, wie kann es dir da gut gehen? Wie kannst du da gut für dich sorgen? Ich glaube nicht, dass du gesund bist. Warst du schon mal bei einem Arzt deswegen? Liebe Grüße Benno

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  93. 14 Gründe, bei 2 hab ich kurz nachgedacht. Ich werde meinen Kindern und Enkeln schreiben. Sie sind gewohnt, das ich nicht da bin und vor Allem, sie kennen mein Leben und werden mich verstehen.
    Ich will mir von NIEMAND mehr weh tun lassen.
    Ich will mich nicht mehr be- und ausnutzen lassen.
    Ich will nicht mehr lachen müssen, wenn ich weinen möchte

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    1. Ich kann gut verstehen, was du da beschreibst. Ich kann verstehen, was du willst und nicht mehr willst. Aber all dies kannst du auch haben, ohne dein Leben vorzeitig zu beenden. Ob dir jemand weh tun darf oder nicht, liegt allein in deiner Hand oder könnte ich dir etwa auch weh tun? Könnte ich dich ausnutzen? Du entscheidest, was mit dir ist - niemand anders. Liebe Grüße Benno

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  94. Hallo zusammen.

    Erst einmal vielen Dank für die tolle Seite.

    Ich erlebe es nun zum 3. Mal in meinem Leben, dass ich einfach aufhören möchte. Aber ich hab einwenig von früher gelernt. Zwar habe ich die Gedanken, dass es endlich mal aufhört nun permanent in mir. Sie verfolgen mit fast Tag und Nacht. Ich stelle mir auch vor wie es wäre, wenn man den Freitod wählt. Aber: Ich kann es einfach nicht übers Herz bringen so etwas finales durchzuziehen.

    Es kamen so viele Dinge auf einmal, dass der Zustand nicht verwunderlich ist.
    ADHS, Zwangsgedanken, Burnout, Migrationshintergrund, Vater jahrelang todkrank, keine Hobbies in der Kindheit (keine Identitätsbildung), Gemobbt in der Schule, .... (so, genug geschrieben, will ja nicht das ihr einschlaft).

    Schon seit mehreren Wochen, ja gar Monate, suche ich vergebens (kein Wunder) nach möglichen Jobs und Chancen weiterzumachen. Ich weiss, im Internet nach allmöglichen Lösungen zu suchen ist zwar nachvollziehbar aber nicht wirklich förderlich.

    Schönstes Wetter heute, bin krankgeschrieben, aber anstatt es zu geniessen und was aus dem Tag zu machen surfe ich stundenlang rum. Die Zwangsgedanken lassen mich nicht los. Ein Teufelskreis.

    Morgen notfallmässig zum Psychiater, weiss nicht ob ich mich nicht einweisen lassen sollte. Ich krieg den Kopf nicht abgestellt.

    Danke vielmals und viel Kraft für alle Betroffenen.

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    1. Hey, irgendwie ist mir dein Kommentar durchgegangen. Sag, wie ist es dir ergangen inzwischen? Geht es dir besser nun? Liebe Grüße Benno

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  95. Ich bin über fünfzig, völlig allein und möchte in Ruhe sterben und darf nicht, warum?
    Darum passieren so viele aggressive Suizide, weil man nicht in Ruhe sterben darf.
    Warum soll ich mir dieses dumme Gelabere von Psychologen anhören und Rattengift (=Antidepressiva) schlucken?

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    1. Wenn du wirklich sterben möchtest, wirst du sterben. Es wird dir aber niemand dabei helfen. Aber womöglich möchtest du nur so wie bislang nicht weiterleben? Wenn dies der Fall ist, dann werden sich auch Menschen finden, die dir helfen können und dies auch wollen. Aber Hilfe nützt nur, wenn du sie auch willst. Solange es Rattengift und Gelabere für dich ist, lass die Finger davon! Dann ist es tatsächlich auch wirkungslos... Wie geht es dir heute? Schreib mal, wenn du magst. Liebe Grüße Benno

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  96. Hallo,
    Ich bin zwölf und ritze mich wieder. Ich hatte es schon einmal getan, niemand hat es bemerkt. Ich habe damals mit Absicht T-shirts getragen und habe nicht über die Wunde getan, niemand hat es interessiert. Dann habe ich mich abgelenkt und hörte auch anuf. Aber abends denke ich darüber nach oft. Ich bin innerlich kaputt und niedergetrampelt worden. Ich bringe gute Noten nach Hause, mehr interessiert meine Eltern nicht! Sie hören nicht zu wenn ich ihnen erzähle was mit mir in der schule passiert! Ich habe wieder angefangen mich zu ritzen, und bin nur noch dann glücklich wenn der Schmerz eintritt. Obwohl ich selbst dann nicht 'richtig glücklich' bin. Ich kann der Welt nichts geben, ich hab es probiert. Ich kann nicht mal richtig helfen. Ich esse mal wochen lang fast gar nichts und dann ganz viel. Ich kann nicht schlafen und habe ständig Angst, niemand hört mir zu. Und wenn ich Mal lauter werde soll ich aufhören zu reden und in mein Zimmer gehen. Es ist so leer und kalt! Diese Welt ist schrecklich! Ich habe es versucht! Ich habe alles getan was ich konnte, hoffte wenn ich nett zu Leuten bin dann sind sie nett zu mir! Aner so funktioniert die Welt nicht! Es stimmt, man ÜBERLEBT! die Depressionsphasen. Aber man LEBT nicht mehr. Ich will nicht leben, ich will einen grund leben zu wollen! Ich will leben wollen! Wenn ich wüsste wie ich mich schmerzos umbringen kann würde ich es tun! Entschuldigung, dass ich euch mit meinem Problem nerve...

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    1. Es tut mir leid, dass du unter solchen Bedingungen leben musst. So wie du es schilderst, kann ich gut nachvollziehen, wie es dir geht und dass du so nicht leben magst.
      Wenn dein Leben Zuhause nicht schön ist, vielleicht kannst du dir ja außerhalb Orte schaffen, wo es dir gut gehen kann, in einem Verein, mit Freunden oder Verwandten? Gibt es solche Orte für dich oder kannst du dir vorstellen, sie einzurichten?
      Deine Eltern scheinen so sehr mit sich selbst beschäftigt zu sein, dass sie deine Not gar nicht wahrnehmen. Vermutlich bist du auch ein angepasstes, "pflegeleichtes" Kind. Du musst mit ihnen reden. Du musst ihnen sagen, wie schlecht es dir geht. Wenn so ein Gespräch nicht zustande kommen will, dann schreibe ihnen einen Brief. Es gibt Hilfsangebote für Jugendliche in deiner Situation. Du musst damit nicht allein sein. Es gibt Menschen, die dich verstehen. Lass dir bitte helfen! Informiere deine Eltern und schreib mir gern wieder... Alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

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  97. Ich lese hier seit ein paar Tagen immer wieder mal was. Ich bewundere wie Sie auf fast alles so individuell und persönlich eingehen. Und ich bin natürlich nicht zufällig hier gelandet..
    Ich bin 22 Jahre alt und studiere Soziale Arbeit. Ich habe mit 12 Jahren angefangen mich selbst zu verletzen. Mit 13 habe ich zum ersten Mal an Suizid gedacht. Ich habe jeden Tag gebetet, dass ein Auto mich erwischt oder sonst was. Mit 14 habe ich einen kläglichen Versuch mit einer Packung Schmerzmitteln unternommen. Es ist nichts passiert, aber ich dachte damals wirklich ich würde sterben. Mit 16 habe ich eine Therapie wegen Depressionen und selbstverletzendem Verhalten gemacht. Mir persönlich hat diese Therapie nichts gebracht, außer dass ich einmal die Woche den Unterricht eher verlassen durfte. Meine Eltern und Schwestern denken, dass es mir gut geht seit die Therapie beendet wurde. Ich tue aber auch alles, damit sie dies glauben. Lediglich zwei Freundinnen wissen, dass ich mich noch selbstverletze. Von den Suizidgedanken weiß niemand. Von der zurzeit sehr schlimmen depressiven Phase weiß nur ein Sozialarbeiter aus meinem letzten Praktikum, der mir riet mir Hilfe zu suchen. Meine Gedanken kreisen immer wieder um dieselben Themen. Ich schaffe es kaum noch meine Aufgaben zu bewältigen und manchmal ist es so schlimm, dass ich denke ich muss mein Studium, zu dessen erfolgreichem Abschluss mir nur noch die Bachelorarbeit fehlt, beenden. Ich werde es nicht schaffen. Ich kann nichts tun. Und ich merke wie ich mich immer mehr aus dem Leben zurückziehe. Ich fühle mich nicht wie eine 22 Jährige. Es fühlt sich an als wäre meine Leben gelebt. Es geht nicht weiter. Und ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch weiter will.
    Manchmal denke ich, dass ich wirklich Hilfe brauche. Ich erinnere mich nicht mehr wirklich daran, ob ich mich jemals anders gefühlt habe als ich es jetzt tue. Vielleicht war ich schon immer so. Vielleicht ist es in mir drin und man kann mir gar nicht helfen.
    Ich kenne mich sehr gut. Ich weiß, welche Gründe mein selbstverletzendes Verhalten haben. Ich weiß um die Dynamik meiner Familie, und wieso ich mit niemandem über meine Probleme spreche, sondern lieber so tue als wäre nichts. Mein Studium hat mich sehr viel über mich selbst gelehrt, so dass ich jetzt das Gefühl habe, wenn ich Hilfe suche, würde ich die Therapiemaßnahmen einfach durchschauen und als wüsste ich sowieso schon alles über mich und mein Leben. Ich fürchte ich wäre resistent. Ich weiß um die Maßnahmen, die helfen können aus einer Depression herauszukommen. Ich will in keine Klinik. Ich will keine Medikamente nehmen. Ich will später keine Probleme mit der Versicherung. Ich weiß nicht mal ob ich bereit bin, aufzuhören mich zu verletzen. Und ich will nicht inkompetent und schwach wirken. Ich will niemandem Sorgen bereiten. Was wenn man mir nicht helfen kann? Wenn ich für so viel Wirbel sorge und es ist umsonst? Und alles was bleibt, bin ich, krank und gebrochen und inkompetent. Manchmal fühlt es sich so an, als hätte ich gar keine Wahl. Man kann nicht jeden retten. Dass haben wir ganz am Anfang des Studiums gelernt. Aber kann ich es einfach aussitzen? Wird es von alleine verschwinden?
    Ich weiß nicht mal warum ich Ihnen schreibe. Es ist eine sinnlose Geschichte. Und Sie werden mir wahrscheinlich auch nicht helfen können. Trotzdem danke ich Ihnen, falls Sie sich auch hier die Zeit genommen haben den Kommentar zu lesen. Ich habe Ihre Antworten gerne gelesen.

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    1. Hallo,
      das klingt nach einem sehr anstrengenden Leben. Du hast hart gearbeitet und tust es noch immer täglich. Ständig verbergen zu müssen, wie es einem wirklich geht, ist mehr als anstrengend. Das treibt dich zwangsläufig in den Rückzug, denn nur dort erlaubst du dir zu sein, wie du bist.
      Ob es Hilfe gibt, Hoffnung? Ja, ganz sicher gibt es die. Ich weiß es aus eigenem Erleben. Ich versuchte viermal mir das Leben zu nehmen. Ich war auch an der Stelle, wo du warst.
      Im Gegensatz zu dir ließ ich mir helfen. Ich wollte, dass man mir hilft und glaubte auch daran, dass man das könne. Ich denke, das war der wichtigste Teil, das Wollen und das Gauben. Ob die Depression wieder von allein verschwindet, vermag ich nicht zu sagen, aber ich denke, ja. Sie ist ja für etwas gut. Sie zwingt dich, dein Leben zu ändern. Leider können wir uns zumeist nicht wirklich darauf einlassen, können die Depression nicht annehmen als etwas, das uns auf einen besseren Weg führt und nehmen sofort den Kampf gegen diese "Krankheit" auf. Das kostet uns dann den letzten Rest unserer noch verbliebenen Kraft und am Ende glauben wir, das sowieso nichts hilft. Das ist dann der Punkt, wo wir uns arrangieren, das erste leise Ja zur Depression. Von hier an kann es aufwärts gehen. Die Depression zu bekämpfen, halte ich für falsch. Sie ist nicht unser Feind. Es gilt nichts Krankes wegzumachen, sondern es gilt etwas hinzuzufügen, dass für ein glückliches Leben fehlt: Selbstannahme, Selbstbewusstsein, Selbstliebe. Es geht darum, dir selbst zu begegnen, mit Liebe zu begegnen. Durch Zufall traf ich auf eine sehr begabte Autorin, die mich immer wieder mit ihren Ansichten und Weisheiten zu inspirieren vermochte. Sie hat eine Reihe Bücher veröffentlicht zum Thema Selbstfindung. Ich möchte sie dir gern anempfehlen.
      Sei es dir wert, dass man dir hilft! Deine Geschichte ist keineswegs sinnlos. Oft begreifen wir den Sinn aber erst aus der Retrospektive. Ich glaube fest daran, dass es dir schon in einem Jahr deutlich besser gehen wird, wenn du beginnst, dich selbst wertzuschätzen, dich zu lieben, dich in den Fokus zu nehmen. Hier nochmal der Link zu meinem Buchtipp: http://goo.gl/HcO7Ba
      Liebe Grüße, gute Besserung und schön, dass du hier warst! Benno

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  98. die meisten punkte die hier angesprochen werden sind für mich als betroffener der größte bullshit den ich je gelesen habe. eindeutig kann sich der/die autor*in nicht mit einer tatsächlichen depression auseinandersetzen, und bringt wie oft erlebt nur floskeln die keinerlei menschliche relevanz haben

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    1. Hallo Mr. oder Mrs. Relevanz, wie wäre es zur Abwechslung einmal mit konstruktiver Kritik? Ich lade dich herzlich ein, hier deine Sicht auf eine tatsächliche Depression darzulegen und bin gespannt auf deinen Leserbeitrag. Liebe Grüße Benno

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  99. ich habe nicht alles gelesen, weil es mich so wütend macht, geradezu rasend. Gleich bei den ersten zwei Punkten mit Kinder und Partner anzufangen zieht die, die beides nicht haben, nur noch mehr runter und die beides haben denken sicher ständig daran, was sie denen antun würden. Also völlig unnötig und unangebracht. Und dann 4! Auch wenn das Leben nicht nur aus Leid zu bestehen scheint, kann man es beenden wollen. Schon mal was von Bilanzsuizid gehört? Die Wärme der Sonne wird nicht die Jahre zurückholen, die man verloren hat oder einen dazu bringen sich selbst akzeptieren zu wollen. Ich gönne meinen Gegner den Triumph, denn mein größter Gegner bin ich selbst. Und viele Depressive werden nicht an die "Liebe des Lebens" glauben. Depression ist nämlich ein Zustand in der Naivität minimiert ist. Bei 5. auch noch Verletzung in der Kindheit zu unterstellen ist wohl eher von sich selbst bezogen. Spätestens beim Bibelzitat ist für mich der Punkt gekommen, keine Zeile hier mehr ernst zu nehmen. Vielleicht bin ich zu arrogant, dass mir das hier zu kleingeistig ist, obwohl das nicht meine Art ist, aber ich finde diesen Text fahrlässig.

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    1. Du willst nicht leben und dennoch bist du hier auf der Suche. Und auch wenn kein Punkt meiner Ausführungen, dich im Leben zu halten vermögen, wie es scheint, macht dich das Gelesene doch zumindest wütend. Wut ist ein starkes Gefühl, ein lebensbejahendes Gefühl. Und wenn ich dich wütend machen konnte mit meinen Zeilen, dann haben sie auf diese Weise auch irgendwie ihr Ziel erreicht. Sicher nicht so, wie es meine Intention war, aber ganz ehrlich, bin ich auch ich hilflos, wenn es um das Thema Suizid geht. Ich kenne beide Seiten, wollte selbst schon sterben und hatte durch einen Suizid auch schon fast einmal einen lieben Menschen verloren. Ich glaube, dieses Thema macht uns alle hilflos und darum gibt es wohl auch so wenig Hilfe für Menschen an diesem Punkt ihres Lebens.
      Jetzt bist du wütend. Du nimmst dich wahr. Du spürst dich. Du fühlst. Du denkst. Du kommunizierst. Das alles liegt ein ganzes Stück neben der Depression. Und darüber freue ich mich. Willkommen im Leben...
      Sag mal, was hält dich eigentlich noch im Leben? Welchen Rat kannst du Menschen geben, die sich am Abgrund sehen?

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  100. Ich bin für den Tod meines besten Freundes verantwortlich. Ich fühle mich schuldig und will mein Leben beenden. Sein Selbstmord hat mich in ein tiefes Loch gezogen und ich komme da nicht mehr raus. Die Therapie ist auch nicht hilfreich. Seit Monaten geht das schon so und eine Besserung kann ich nicht feststellen. Ich will dass endlich vorbei ist, mittlerweile bin ich soweit dass sich meine Suizidpläne konkretisieren. Ich kann meinen Schmerz nicht in Worte fassen.

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    1. Hallo,
      bist du für den Tod deines Freundes verantwortlich oder machst du dich verantwortlich? Hast du ihn umgebracht? Wie kommst du zu solchen Gedanken? So ein Verlust ist erschütternd, ja... ein tiefes Loch! Ich glaube nicht, dass du schuld bist. Aber ich glaube, dass dies nicht dein erster Verlust ist und es dich deshalb auch besonders nach unten zieht und dort hält. Wenn die Therapie nicht hilft, ist es vielleicht kein geeigneter Therapeut? Gute Psychotherapie ist eine hohe Kunst und bei weitem nicht jeder ausgebildete Therapeut hat auch wirklich das Zeug dazu. Sich das Leben zu nehmen scheint verlockend, wenn Schmerz und Müdigkeit vorherrschen, aber ist es auch wirklich eine Lösung? Was wird danach sein? Nach meiner Erfahrung können wir nicht vor unseren Problemen davon laufen. Wir nehmen sie immer mit. Nicht dein Körper hat hier ein Problem, deine Seele leidet und ich befürchte, dass dein vorzeitiger Tod dies nicht ändern kann. Hast du einmal über den Besuch einer Selbsthilfegruppe nachgedacht, so für den Anfang? Das möchte ich dir empfehlen. DU könntest etwas Trost empfangen dort und auch anderen Trost spenden aufgrund deiner Erfahrungen... Ich wünsche dir, dass es dir bald besser geht. Versuche doch mal, wieder ins Handeln zu kommen mit kleinen, wirklich kleinen Schritten. Alles Gute für dich und liebe Grüße Benno!

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  101. Ich weiss nicht wo ich Hilfe finden kann.
    Mein Vertrauen zu anderen existiert nicht mehr.
    bis ich 10 Jahre alt war, war noch alles normal
    ich hatte viele Freunde denen ich sehr vertraute.
    Wir haben viel zusammen unternommen. Sie waren wirklich Nett zu mir dies beruhte auf Gegenseitigkeit. Allerdings als wir in die vierte Klasse gekommen waren änderte sich alles. In den Ferien vor dem Anfang des vierten Schuljahres freute ich mich das die meisten aus meiner alten Klasse in die selbe mittelstufenhalbklasse eingeteilt wurden. Meine Klasse bestand aber auch zur hälfte aus 6 Klässlern.
    Nach den Sommerferien bei meinem 1. Schultag von Anfang an suchten sich die 6. mich als ihr Opfer aus,
    und mit der Zeit machten auch ein paar die ich schon seit der 1. Klasse kannte mit. Bald sogar meine besten Freunde die ich noch aus dem Sandkasten kannte alle schlossen sich den "coolen 6 Klässlern" an. Irgendwann gab es nur noch meinen Nachbarn der 1 Jahr jünger war als die anderen 4. Klässlern und ein Schuljahr übersprungen hat
    und ein Mädchen aus meiner Klasse die zu mir hielten. Als das Mädchen einmal bei mir zuhause war, sagte sie mir auf einmal das sie sich in mich verliebt hat. In diesem Moment habe ich den grössten Fehler meines Lebens gemacht.
    Als sie meine Reaktion abwartete zögerte ich zunächst,
    nach ein paar Sekunden sagte ich ihr, dass ich nicht auf sie stehen würde. Ich hasse mich dafür und ich werde mein altes ich für immer dafür hassen. Schon am nächsten Tag fing sie an mich zu ignorieren.
    So blieb mir nur noch mein Bester Freund. Seine Eltern verbieten es das er sich mit mir trifft sie sagen ich hätte schlechten Einfluss auf ihn und oder Spiel lieber mit einem anderen. Mittlerweile wohnt er nicht mehr hier, und ich war alleine im Herbst der fünften Klasse wurde ich 11 Jahre alt und habe ich mich entschlossen nicht mehr in die Schule zu gehen.
    Zuhause fing ich an Computer Spiele zu spielen um mich von der Wirklichkeit abzulenken. Meine Schwestern mochten mich auch nicht, sie ignorierten mich genauso wie meine Eltern. Mein Selbstwertgefühl war beim 0 Punkt es war mir alles egal. Ich putzte mir nicht einmal mehr die Zähne was der 2. grösste Fehler meines Lebens war.
    Im nächsten Frühling musste ich in eine Privatschule.
    Ich hatte dort nur noch Angst als ich das 1. mal reinkam fiel mir sofort der 9 Jährige kleine Junge auf der mit einem Messer die ganze Zeit über im Kreis rannte
    in der 1. Stunde ging der Lehrer nur kurz raus und schon gab es eine Schlägerei, mich liessen sie zum Glück in ruhe.
    Dort bin ich nun seid 3 Jahren. Habe dort auch wieder Freunde gefunden. Die mich dann aber auch nur wieder verraten haben als so ein neuer gekommen war der sich nicht im griff hatte und auf mich sowie andere gegangen war.
    Gleiches Phänomen, meine "Freunde" ignorierten mich und trafen sich nicht mehr mit mir sondern lachten und lästerten nur noch mit ihm über mich.
    Ab da an vertraute ich niemandem mehr und lernte dass ich mich auf niemanden verlassen kann.
    Ich hab angefangen zu trainieren und die dinge selbst in die Hand zu nehmen, mein Selbstvertrauen wuchs ich wurde Stärker und fing an mich zu wehren.
    Seit her lassen sie mich in ruhe aber glücklich machte mich das nicht sie haben Angst vor mir und gehen mir deshalb aus dem weg.
    Ich habe keine Hobbies ausser Computerspiele spielen
    die eh keiner ausser mir spielt. Wer sollte dann etwas mit mir zu tun haben wollen?
    Heute bin ich immer noch in der Privatschule in der 8. Klasse werde weiter ignoriert aber nicht mehr geschlagen
    im März dieses Jahres gehe ich an die öffentliche Oberstufe wo ich alle meine Verräter aus der Kindheit wieder sehen werde.
    Ich werde mich nicht mehr schlagen lassen.
    Aber ich werde auch nie Freunde haben oder Menschen die mich Lieben.


    Momentan weiss ich nicht was ich tun soll.


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    1. die Fähigkeit, zu vertrauen wächst mit dem Selbstvertrauen. Darum finde ih es gut, dass du Sport machst und dich heute notfalls auch wehrst, wenn man dich angreift. Vielleicht vermutest du ja aufgrund deiner Erfahrungen, dass andere Menschen erst einmal nicht gut sind. aber jeder Mensch hat Gutes und Böses in sich. Zumeist rufen wir das im Anderen hervor, was wir von ihm erwarten. Denken wir schlecht über ihn, wird er uns vermutlich auch schlecht behandeln. Denken wir gut über ihn, kann er uns auch im Guten begegnen. Probier es einmal aus, wenn du magst...
      Wie reagierst du auf Menschen, die dir misstrauisch gegenüber stehen? Es geht fast nicht anders, außer man macht sich die Zusammenhänge bewusst. Ich wünsche dir, dass du bald andere Erfahrungen machen kannst. Liebe Grüße Benno

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  102. Warum darf man denn nicht einfach müde sein? Warum muss man den immer am die anderen denken? Ist es sinnvoll, für andere zu leben? Nur zu bleiben,weil man sonst dem Kindern, dem Partner wehtut? Ist das wirklich klug?

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  103. Hallo, mir geht es so schlecht, ich muss immer wieder an den Tod denken, aber ich will nicht sterben, nur ich habe so ein starkes Druckgefühl , Anspannungsgefühl in der Nähe vom Herz, und dadurch muss ich als ans sterben denken, dieses Gefühl, kommt immer wieder , weil ich ja auch psychisch krank bin ich habe den Atypischen Autismus und Borderline. Und deshalb habe ich 25 Symptome, ich mache auch ganz oft Körperverletzung, ich haue kratze und beiße mich , ich haue meinen Kopf immer wieder, und habe den Kopf auch schon gegen die Wand geschlagen bis mir schlecht wurde. Ich habe mit so gut wie allem ein Problem, ich habe vor fast allem Angst, ich mag bei den meisten keine Nähe, ich will nicht Berührt werden und ich will nicht eingeengt werden, auch habe ich Wahrnehmungsstörungen, und ich hasse Lärm, Licht und Gerüche , ich mag nur gute Düfte , ich muss immer wieder auf den Tod denken ,aber ich liebe die Krankenschwester Anke über alles und für Anke würde ich immer am Leben bleiben. Ich muss immer an den Tod denken, aber ich will nicht sterben, nur dieses Druckgefühl in mir dieses Anspannungsgefühl in mir lässt mich immer wieder den Tod wünschen, aber für Anke will ich doch leben, was soll ich nur tun. ? Ich sehe einen Film , und sehe , dass der Film ein Anfang und ein Ende hat und dann frage ich mich immer wann kommt mein Ende. ? Mein Seelischer Leidensdruck ist so groß wie noch nie zuvor. Ich muss immer weinen mich mag doch sowieso niemand, Experten sagen ,dass es mit der Zeit immer schlimmer werden wird , wenn ich nicht mehr bin dann muss sich keiner mehr ärgern, alle hassen mich, und ich bin sowieso nur jedem im Weg, wofür gibt es mich .? Ich bin ein sinnloses Stück nichts.

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  104. Hallo Anonym vom 10.03.16, 06:55

    Natürlich darf man müde sein. Man darf auch sterben wollen, finde ich. Es geht nicht um Ge- oder Verbote. Es geht darum, dass sich hinter dem Wunsch zu sterben manchmal ein ganz anderer Wunsch versteckt und der kann dann leider nicht mehr erfüllt werden. Unser Leben lang treffen wir Entscheidungen von von geringerer oder größerer Bedeutung. Manchmal tun uns unsere Entscheidungen gut, ein andermal nicht. Aber egal, wie wir uns entschieden, wir haben jeden Tag die Möglichkeit der Korrektur. Der Tod ist endgültig.
    Ich kenne einige Menschen, die sterben wollten und nicht nur einfach so dahin gesagt, nein, Menschen, die versuchten, sich das Leben zu nehmen, aber irgendwie doch überlebten. Die sind heute froh, dass es damals nicht geklappt hatte.

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  105. Hallo Anonym vom 10.03.16, 22:57
    es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. Es ist gut, dass du für jemanden Liebe empfinden kannst. Ganz oft ist es so, dass Menschen in der Depression dazu nicht mehr in der Lage sind. Aber aus Liebe für einen anderen zu leben, ist zu dünn als Grundlage. Damit machst du dich abhängig von dieser Person und bürdest ihr gleichzeitig eine Verantwortung auf, die sie zu tragen nicht imstande ist. Überlege dir mal, was du an dir magst. Schaue einmal liebevoll auf deine Person und finde heraus, worauf du stolz bist, was du schön findest, was dir an dir gefällt. Wenn du dich selbst lieben kannst, dann musst du dir auch nicht mehr weh tun. Damit machst du dann automatisch auch den Menschen ein großes Geschenk, die dich gern haben. Das dich vermeintlich niemand mag, das glaubst du nur, weil du dich selbst nicht leiden magst. Es ist der logische Schluss daraus. Hinzu kommt, dass es für Außenstehende tatsächlich ungleich schwerer ist, einem Menschen gut zu sein, der sich selbst überhaupt nicht mag. Es macht sie hilflos. DU BIST KEIN NICHTS! Du bist genauso besonders und liebenswert wie jeder andere Mensch unter der Sonne auch. Aber das Leben, dein Leben, es wird sich danach richten, was du von dir glaubst...

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  106. Ich versuche den Sinn im Leben zu finden, doch scheitere daran. Das mit dem Druck auf dem Herzen kenne ich ebenfalls, doch scheinbar bin ich weitestgehend gesund was dies anbelangt....

    Und was die Psyche angeht: Naja, die war wohl noch nie wirklich richtig intakt. Immerhin konnte ich bereits als kleines Kind mit Fremden nicht wirklich reden und Nähe konnte ich auch nie wirklich an mich heran lassen. Das Resultat daraus war, dass ich in der Schule immer Luft war... was will man auch mit einer, die nicht redet? Es konnte ja niemand wissen, dass es eine innerliche Blockade ist, die mich daran hindert und nicht fehlende Intelligenz schuldig dafür ist. Faktum war ich auch nicht immer nur Luft, sondern wurde auch von einigen gemobbt.
    Auf der Berufsschule wurde es später besser (wenn auch nicht viel). Auch lernte ich mit der Zeit mich hin und wieder zum sprechen zu zwingen, sonst wäre ich wohl nicht durch die Schulzeit gekommen und die Ausbildung hätte ich mit Pauken und Trompeten vermaselt. Wenn man es genau nimmt habe ich mich um 180 gedreht, da ich sogar bei meiner Familie eine Zeit lang geschwiegen habe. Ich habe einfach niemanden über den Weg getraut, empfand andere Menschen oftmals als unheimlich. Wenn ich unter zu vielen Menschen war, hatte ich sogar das Gefühl ihre Emotionen mitzufühlen und konnte mich auf das Wesentliche gar nicht konzentrieren. Zu viel hat mich abgelenkt, geängstigt und gehemmt. Ich könnte stolz darauf sein, dass ich mittlerweile sowohl mein Fachabitur, als auch zwei Ausbildungen überstanden habe, aber bin es nur minder. Das alles habe ich als Kampf wahrgenommen, der mich innerlich ausgebrannt hat. Schließlich im Abi führte dies dann dazu, dass ich mich auf schwierigere Dinge nicht mehr konzentrieren konnte. Fächer und Themen, die mich interessierten gaben mir noch keine großen Probleme. Vor anderen Fächern wie Mathe saß ich allerdings und verstand kein Wort. Mein Geist war wie versperrt. Auch verlor ich immer mehr den Sinn für die Schule und fehlte immer häufiger. Mal mit, mal ohne Atest. Zwischendurch war es mir einfach egal. Dann wiederum gab es Tage, an denen ich mir an den Kopf packte und mich fragte, was ich da mache, doch die Energie in mir fand ich nicht wieder. Kurz vor meinem Abschluss wurde mir schließlich mitgeteilt, dass ich eine 6 in Mathe bekommen würde und schließlich lediglich wiederholen könnte. Aber ich konnte einfach nicht mehr... Wieder zig Schüler, um mich herum... den Lärm, die Ablenkung, das "sich-zum-Sprechen-zwingen-müssen" und doch als "Seltsame Stille" wahrgenommen zu werden. Doch auch sonst fällt es mir schwer lange Zeit mit Menschen (die mir nicht nahestehen) zu verbringen und habe dementsprechend auch nicht viele Freunde.

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  107. ich durfte leider nicht mehr schreiben, daher hier die Fortsetzung:

    Mittlerweile bin ich seit 2 Jahren arbeitslos und finde auch niemanden, der mir eine Chance gibt. Einerseits macht mich das traurig, da ich eigentlich weiß, dass ich nicht dumm bin und was schaffen kann (wenn ich denn nicht gerade so ausgelaugt bin wie ich es damals im Abi war). Andererseits bin ich jedoch froh darüber, da ich mich einfach nirgendwo wirklich wohl fühle und schon der Gedanke 8 Stunden täglich mit iwelchen Menschen zu verbringen ohne fliehen zu können mich quält. Selbst Praktika bringen mich ja schon zum Rande der Verzweiflung, weil ich mich einfach wie gefangen dann fühle. Ich kann es einfach nicht besser erklären. Lehrer und auch Ausbilder bezeichneten mich reihenweise als schwierig. Ich sei zwar kreativ und schlau, aber zu eigensinnig und würde mir auch manchmal nichts sagen lassen - was allerdings nur bedingt stimmt. Manche Aufgaben kann ich einfach nicht wie gewollt ausführen, weil es mich psychisch an Grenzen stößt... Naja, ich habe wohl mittlerweile auch ein kleines oder größeres Autoritätsproblem. Mit meinem Gemüt ist es ein stetiges auf und ab, doch mittlerweile bin ich einfach nur noch fertig. Ich weiß, dass es so nicht weiter gehen kann, wenn ich keinen Job oder eine weitere, neue Ausbildung finde. Doch andererseit fühle ich mich zu ausgelaugt um was Neues anzufangen und zweifle, ob ich es schaffen könnte. Und dann zudem der Druck von Kollegen und Arbeitgebern, die immer mehr fordern und ruhige, in sich gekehrte Leute kaum akzeptieren. Heute muss man eben eine große Klappe haben und die habe ich nicht. Ich höre immer nur wieder wie still ich doch bin... und kann kaum was dagegen machen. Dass ich allerdings gar nicht mehr komplett schweigsam bin und damit viel erreicht habe interessiert keinen. Alles litt bisher an meiner Schweigsamkeit. Arbeitswelt, Noten, Freunde... alles. Ich habe mich geändert und doch ist es zu wenig. Jetzt stehe ich auf der Stelle und es heißt von allen Seiten nur: Zwing dich weiter! Mach dies, jenes... Doch fehlt mir die Motivation und die Kraft dazu.
    Aktivitäten wie Feiern oder dergleichen, an denen viele Leute zusammen kommen machen mir auch nie wirklich Freude. Ich bin lieber alleine, was dennoch nicht heißt, dass ich gerne IMMER alleine sein will. Ich reagiere da einfach sehr sensibel und von einer auf die andere Sekunde ertrage ich einfach niemanden um mich herum. Momentan habe ich kaum noch Freunde - die Kontakte sind einfach gebrochen... vermutlich, weil ich so anstrengend bin. Schließlich bin ich nun nicht mehr diejenige, die zwischenzeitlich eine Stütze ist und sich die Probleme anderer anhört, sondern tanze selber aus der Reihe und "funktioniere" nicht mehr richtig.
    Ich habe das Gefühl die Welt gar nicht mehr zu verstehen und verschanze mich lieber in Bücherwelten oder RPGs/Schreiben fiktionaler Geschichten. Vielleicht ist der Ausmaß, in dem ich diesen Aktivitäten nachgehe auch nicht ganz "normal", aber es ist das Einzige, was mich momentan noch etwas ablenkt.
    Ich denke auch oft über die Zukunft nach. Klar, ich würde gerne reisen... vlt. eine Familie haben... aber andererseits will ich die Nähe nicht zulassen, die nötig ist, um eine Familie zu gründen. Manchmal habe ich daher Angst alleine und einsam zu sterben - einfach weil ich bin wie ich bin.

    Ich will nicht sterben, aber weiß einfach nicht wie ICH in diese Gesellschaft hinein passen soll. Für mich wirkt alles so falsch...

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  108. Hallo, ich würde dich gerne kennenlernen um mit dir zu schreiben oder befreundet zu sein. Ich verstehe dich sehr gut, auch ich habe nicht mehr viele Freunde, Spiele RPG s oder schreibe Bücher. Ich denke, wir könnten Freunde werden. Ja ich möchte sogar mit dir befreundet sein. Weißt du, ich glaube "wir" nehmen diese Welt anders wahr. Wir möchten Leben, aber eben nicht so wie es uns vorgeschrieben wird. Wir sind vermutlich ganz tolle Menschen, die einfach nicht in das System passen. Völlig gleich, ob wir Depressionen haben oder schlecht behandelt wurden, Schicksal Schläge erlitten haben oder einfach nur traurig sind. Wir sind Menschen! Und verdammt nochmal gute Menschen :) Denn Böse Menschen sehnen sich vielleicht gar nicht den Tod, sondern sehenen sich nur nach Macht und Gier, wie es Propagandiert wird in der Welt aus Plastik 2.0 . Ich glaube, dass wir sehr viel Liebe in uns tragen und dass wir diese Liebe ausdrücken müssen. Ich male gerne Bilder und schenke sie Menschen, denen es schlecht geht. Weil ich weiß, dass mein ultimatives Lebensziel die Verbesserung der Erde ist. Und zwar in dem Sinne, den Menschen liebe und Glück zu bringen, selbstlos zu sein und die Hoffnung in jedem zu wecken. Das möchte ich. Und ich möchte es nicht nur, sondern werde es. Schreibt miteinander und redety schreibt, malt, macht Musik. Die Kraftlosigkeit beginnt zu Verschwinden sobald du Dinge tust, die du liebst. Und vergesse eines nie, selbst wenn du keine Kraft mehr hast, da draußen sind noch mehr Menschen ohne Kraft. Und immer dann, wenn zwei solche Menschen zusammenkommen oder sich begegnen, wird die Kraft beider Menschen stärker, weil man weiß, nicht alleine zu sein. Niemand von euch ist alleine. Wir müssen uns aber finden! Auch mal raus gehen oder im Internet suchen. So wie hier, ich habe euch gefunden und diese wirklich bewegenden Kommentare gelesen. Ich glaube, jeder Kommentar hat seine Berechtigung und ich glaube, dass jeder von uns an etwas glauben sollte. Selbst wenn du das nicht mehr tust, ich glaube an dich :) ich vertraue dir und ich möchte dir Kraft geben :) ins uns Steckt so viel Liebe, wir wünschen uns ein schönes Leben. Und wir werden eines eines Tages die Möglichkeit haben, dieses schöne Leben zu führen. Man darf nur nie aufgeben. Halt dich an mir fest, ich halte dich. Ich ziehe dich hoch, wenn du fällst. Liebe und beginne mehr zu Lieben.
    Diese Welt ist mancherorts kein liebenswerter Planet - aber wir können ihn dazu machen. Selbst wenn wir nichts besitzen, wir haben immer noch unser Leben - und das ist das wichtigste. Denn nur so haben wir die Chance, es zu verändern, um diese Welt zu einem Besseren Ort zu machen. Durch uns selbst! Lasst die anderen Reden, ihr liebt einfach ab jetzt alles auf dieser Welt. Jedes Grashalm, jeden Stein, jeden Menschen dem ihr begegnet, auch wenn es nicht auf Gegenliebe basiert. Ihr seid der Schlüssel zum Leben. Du bist der Schlüssel! Du bist der Mensch, der dein Leben und damit die gesamte Welt verändern kann, zu einem Platz. An dem mehr Liebe sein wird, als je zuvor.

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  109. Hallo,

    erst einmal möchte ich Danke sagen für diesen Blog, bin eben drauf gestoßen und einiges von dem hier geschriebenen gibt mir tatsächlich einiges an Hoffnung.

    Ich bin 22, bin momentan Student und habe seit nunmehr vier Semestern auch das Fach gefunden das zu mir passt, was zu Beginn der Uni Zeit erstmal nicht der Fall war.

    Was mich, wie heute, immer mal wieder wirklich in ein tiefes Loch fallen lässt, ist die Tatsache dass ich mich unglaublich einsam fühle. Ich habe zwar einige Freunde, aber irgendwie kommt es mir immer vor als sei ich anders, nicht ein ganzer Mensch, sondern in irgendeiner Form beschädigt.

    Der Hauptgrund für meine depressiven Gedanken liegt vor allem darin, dass ich inzwischen der tiefen Überzeugung bin, dass ich niemals Liebe finden werde, da das bisher mit einer Beziehung noch nicht geklappt hat. In Behandlung bin ich zwar seit knapp vier Jahren und es geht mir auch besser als damals, aber zwischendurch kommt wieder und wieder bei mir die Frage auf wie lange das Ganze noch dauert und ob das nicht ein Leben lang so weitergeht, denn das will ich nicht.

    Was wirklich zermürbend ist ist für mich, dass kein Mensch den ich kenne, auch die die davon wissen wies mir geht und dass ich in Behandlung bin, mir wirklich glauben will, dass es mir schlecht geht und ich will meistens auch niemanden damit unnötig belasten, wie du oben ja auch geschrieben hast hat ja jeder Mensch sein Päckchen in der ein oder anderen Form zu tragen. Ich engagiere mich politisch und das ist für mich auch wirklich erfüllend, die Leute mit denen ich in diesem Rahmen zu tun habe sind die Ersten, bei denen ich tatsächlich das Gefühl habe, dass sie mich als Mensch so akzeptieren und auch wertschätzen wie ich bin. Hauptproblem hierbei ist nur, dass in meiner Altersgruppe sowas als wenig erstrebenswert oder vorzeigbar gilt womit sich der Teufelskreis aus nicht akzeptiert fühlen, teils was Freundschaften, aber vor allem auch was potenzielle Partnerinnen angeht, wieder schließt. Ich werde das Gefühl nie los, dass auch wenn ich mich für Sachen begeistere, diese Dinge als "falsch" oder "langweilig" von anderen Leuten angesehen werden und ich deshalb kaum engere Beziehungen zu Anderen habe, aber ich kann nunmal auch nicht ändern was mir Spaß macht und was nicht und ob ich nun damit im Trend liege oder nicht.

    Abschließend nochmal Vielen Dank für das Erstellen und Pflegen dieser Seite und Herzliche Grüße!

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  110. Hallo Anonym vom 20.04.16, 16:15,
    zunächst einmal finde ich es gut, dass du etwas für dich gefunden hast, das dir Erfüllung beschert, einen Ort, an dem du dich angenommen und gesehen fühlen kannst. Wir Menschen brauchen alle so einen Ort. Das Menschen in deinem Alter das vielleicht nicht so toll finden, sei ihnen zugestanden. Wichtig ist doch, dass es dir gefällt. Andere müssen das nicht toll finden. Es geht hier zunächst einmal um dich. Möglicherweise versuchst du dein ganzes Leben lang schon, anderen zu gefallen, aber gefällst dir selbst überhaupt nicht in dieser Rolle. Sag, wenn du dir selbst nicht gefällst, wie sollst du dann für irgendjemanden auf der Welt attraktiv sein können? Du fühlst dich als Opfer und Opfer können nicht attraktiv sein. Maximal sind sie in der Lage, Mitleid bei anderen Menschen hervor zu rufen. aber darum geht es dir ganz sicher nicht, oder?
    Also, nicht über die Anderen führt der Weg zu den Anderen - er führt mitten durch dein Herz. Lerne dich selbst zu lieben und wertzuschätzen. Behandle dich gut und sei stolz auf dich, auf das was du kannst, auf das, was du bist und auf das, was dich von anderen unterscheidet! Nach meiner Erfahrung erreicht man die Dinge nicht, denen man krampfhaft nachläuft. Wenn du in das Gefühl der Liebe kommen kannst, wird sich Gelassenheit und Frieden in dir ausbreiten und das was du dir wünscht, wird in dein Leben treten, wie von allein. Alles Gute für dich ! Liebe Grüße und Danke für deinen Kommentar! Benno

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  111. Hallo Anonym vom 06.04.16, 15:59,
    was für eine enthusiastischer Kommentar! Kaum zu glauben, dass sich so etwas in einem Blog über Depressionen wiederfindet?! Danke für deine Worte, deinen Glauben an das Gute und die Menschen und deinen Willen, die Erde zu einem besseren Ort zu machen! Ich finde das einen guten Ansatz. Auch den Vorschlag, in die Kreativität zu gelangen, Dinge mit Liebe zu tun, finde ich sehr hilfreich. Danke für deine Zeilen und Danke dass du hier warst! Liebe Grüße Benno

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  112. Hallo Anonym vom 15.03.16, 22:55,

    ich glaube dass der Sinn des Lebens darin besteht, glücklich zu sein und etwas Gutes in die Welt zu bringen. Einmal las ich folgenden Spruch dazu: "Finde heraus, was deine Begabung ist und beginne damit, sie zu verschenken!" Dein Schicksal ist das, woran du glaubst. Wenn du der Meinung bist, niemand mag dich, du passt nicht in die Welt usw., dann muss sich deine Annahme auch so erfüllen, weil du selbst davon erfüllt bist. Trau dem Leben ruhig einmal etwas Gutes zu und vor allem, traue dir selbst viel Gutes zu! Mit der Liebe zu dir selbst, da beginnt auch dein Leben. Danke für deinen Kommentar und alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

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  113. Hallo... bei mir ist es auch mies. .. Ich bin erst 16 Jahre alt .. Und leide schon seid ich 11 Jahre alt bin an Depression ... Ich habe schon 28 Selbstmord versuche hinter mir .. Habe 3 Psychiatrien besucht aber geholfen werden konnte mir keiner .. Ich sehe keinen Sinn mehr in meinem leben ..

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  114. Ich weiß es nicht, ich bin ja schon so viel älter als du, aber sich mit Sechzehn so zu fühlen, denke ich, ist noch viel schlimmer. Ich war auch einmal ganz unten, wollte aus dem Leben gehen. Damals konnte ich mir absolut nicht vorstellen, dass ich jemals wieder gerne auf der Welt sein würde und mein Leben und die einzelnen Tage darin, die Begegnungen mit anderen Menschen, die sogenannten Zufälle, all das mit Wohlwollen und innerer Zufriedenheit erleben kann. Gib nicht auf, bitte! Keine Depression ist ohne Grund da. Es gibt immer einen Grund. Finde ihn heraus und ändere etwas in deinem Leben! Die Depression will dir zeigen, dass du noch nicht so lebst, wie du es verdient hast. Alles Gute für dich und schön, dass du hier warst! Benno

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  115. Hallo, bin froh auf dieser Seite "gelandet" zu sein.

    Bin um Moment ganz schön weit unten, so richtig. Ich habe nach Gründen, für und gegen das Leben gesucht und eine Liste gemacht. Die "gegen das Leben Liste" war voll auf der "für das Leben Liste" null Punkte.
    Habe durch diese Seite immerhin einen Grund gefunden der für das Leben spricht.

    51J, erwerbsunföhig wegen Depresionen, 4 Kinder, getrennt lebend
    Ich habe seit Jahren, 2003 Verluß der Arbeit, 2005 Tot vom Vater, Depressionen und immer wieder auch Suizidgedanken.

    2009 ging es mir dann relativ gut und habe wieder zur Lebenfreude zurückgefunden.

    2010 vollstes Vertrauen ins Leben, bin ich nach langer Zeit wieder eine Partnerschaft eingegangen.
    Nachdem wir zusammen gezogen sind,geheiratet haben, erlebte ich, in dieser Partnerschaft die Hölle,
    tägliche Demütigungen und brutalste Gewalt ........ schlimmeres kann man sich nicht vorstellen. Meine jüngste Tochter hat mich 2014 dort rausgeholt.
    Bis heute bin ich damit noch nicht fertig geworden weil ich keine notwenidige Hilfe finde. Antidepressiva helfen ja nun auch nicht wirklich das zu verarbeiten und ich nehme keine mehr. Das Hilfeangebot an Therapeuten ist total begrenzt und auf dem Lande so gut wie aussichtlos.
    Mein Tief im Moment ............ die Scheidung steht, er will sich nicht scheiden lassen und ich muß den ganze Scheiß der passsiert ist noch mal aufwühlen.
    Ich habe es auch bis heute nicht verstanden warum meine Anwältin 2014 nicht bei Gericht den Antrag auf Härtefallscheidung gestellt hat ...... nach ihrer Ausage, kommt man da so gut wir nie mit durch.

    Meine Zukunft sieht nicht gerade rosig aus und ich hinterfrage den Sinn meines Lebens andauernd, schlaflose Nächte, Grübeln ohne Ende .......... einfach abschalten können für eine Weile.

    Na nun nehme ich mal den einen Strohhalm (Grund) weiter zumachen.

    Lieben Gruss

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  116. So wie du dich jetzt fühlst, fühlte ich auch einst. Ich wollte die Scheidung, aber meine Frau spielte auf Zeit, wollte offenbar grundsätzlich das Gegenteil, von dem was ich wollte, ungeachtet, ob ihr das zum Vorteil gereichen würde oder nicht. Es war einfach nur ein blödes Machtspiel, denke ich. Als dann irgendwann der Scheidungstermin doch stand, glaubte ich, alles sei nun überstanden und ich könne zur Ruhe kommen. Aber das erwies sich als Trugschluss. Eine Trennung muss innerlich stattfinden und das braucht Zeit. Äußere Konstrukte, wie eine gerichtliche Scheidung können dabei helfen, müssen es aber nicht. Auf der einen Seite liest sich das jetzt vielleicht nieder schmetternd, ich sehe aber eine Chance in diesem Umstand. Die Chance nämlich, dass du nicht auf den Akt der Scheidung angewiesen bist. Je mehr du dich selbst innerlich trennen und in deine Mitte zurück finden kannst, umso unbedeutender wird dieser formal Akt für dich werden. Es ist nur ein Stück Papier und es bedeutet nichts. Allein was du fühlst, ist von Bedeutung. Du musst nicht auf seinen guten Willen warten. Lass ihn ziehen. Akzeptiere die Dinge wie sie sind und finde deinen Weg. Du brauchst deinen Partner dazu nicht.

    Liebe Grüße und alles Gute für dich! Benno

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  117. ich hab seit einem jahr anfälle von ätzender lebensfeindlicher Stimmung, aber seit ca. 5 Wochen geht die post richtig ab. die luft ist so dick dass sie kaum durch den hals passt und das tägliche funktionieren k...zt mich dermaßen an dass mir schon früh übel wird, auch wenn ich mal ein oder 2 stunden sowas wie schlaf finde.
    gründe.- K.A. ich war schon immer etwas stolzer als die meisten anderen und meine ziele waren für viele nicht darstellbar. ich hab erreicht was ich wollte- und wenn nicht dann soviel davon wie ich konnte.
    vielleicht hat der gedanke daran dass offensichtlich schwache und weichliche Leute an den hebeln meiner welt sitzen dafür gesorgt dass ich nur noch aussteigen will.
    ich denke geschätzte 90% des tages daran wann ich endlich abtreten kann.
    ich bin 50. gut erhalten. man nennt es hier denke ich etabliert wenn man sich um Finanzen keine sorgen macht-mir haben diese bunten herrscherschnipsel noch nie was bedeutet. ich hab 15 Kilo abgenommen. das war gut im üblen, und ich versuch durch Sport ein paar Muskeln an den Kadaver zu bringen. schwierig ohne essen. mir wird übel wenn ich essen sehe. aber ich will auch tot gut aussehen , meine letzte Chance mal was nur für mich zu tun. ich werde noch einen sommer leben. ich will noch einmal, nur einmal noch fühlen und leben - wenn ich es finden kann. echtes meine ich, nicht den überall zelebrierten moralisch-technischen Schwachsinn.
    keiner unserer weisskittel wird noch sein Werkzeug bei mir ansetzten, nicht physisch und auch nicht psychisch. ich kenne zuviele von denen, und wenn ich sie existieren sehe find ich sollten sie mit mir kommen auf meinem weg...
    wenn meine stunde kommt in der kalten zeit werd ich nur wenige freunde und Familie haben. man wird mich mgl. wenig lieben. um die anderen werd ich mich nicht sorgen, das ist etwas- nur für mich. ich hab mein leben damit verschwendet verkrachten idioten ein klasse leben zu bescheren. und jetzt reicht es einfach. kein Strom mehr. und ich will auch keine ,,hilfe,, mehr.
    ich will nocheinmal leben spüren und dann werd ich mit lachenden augen dorthin gehen wo ich noch nie war. ich bin gespannt wie der Moment sich anfühlt. und zum schluß- ich kann nicht jeden verstehen der geht, aber ich kann einige vertstehen und würde es wohl genau so tun.




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  118. Worte,nur Worte!

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  119. Hallo, ja, es hilft gerade das zu Lesen. Stimmt, es zeigt das ich Lösungen suche. Auch wenn ich für manche Sachen Gegenargumente finde. Aber was ist wenn man immerwieder an den selbsen Punkt kommt, es zwar besser geht, aber ich genau weis es kommt wieder. Gefühlt mit jedem Mal stärker. Ich kann mir das alles logisch erklären. Aber ich kann nichts machen das es nicht wieder anfängt. Ich kann nicht einfach so hinnehmen das es so bleibt. Ich bin nicht zimperlich, und ich hab einiges geschafft. Aber mich überrennt immer wieder ein bestimmtes Gefühl und der Wunsch lieber tot zu sein als das weiter zu machen.

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    1. ...manchmal ist es so, dass genau das eintrifft, was wir erwarten. Hinter dem Wunsch tot zu sein, steht eigentlich der Wunsch, so nicht weiterleben zu wollen, anders leben zu wollen. Du allein kannst bestimmen, wie dein Leben aussehen soll. Und manchmal fängt alles mit einem kleinen NEIN an...

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  120. Diese Gründe helfen mir nicht wirklich, im Gegenteil:

    1. Deine Kinder brauchen dich
    Habe keine Kinder die mich brauchen und glaube auch nicht, dass ich noch welche bekomme.

    2. Dein Partner braucht dich
    Ich hatte nie einen, habe keinen und glaube daher auch nicht, dass ich noch einen bekomme.

    3. Gönne deinen Gegnern diesen Triumph nicht
    Darum geht es nun ja mal überhaupt nicht.

    4. Das Leben hält noch soviel Schönes für dich bereit
    Ich empfinde nichts, deine Beispiele lassen mich noch mehr trauern oder viel mehr hassen.

    5. Du suchst nach Gründen
    Ja ich will leben, aber nur um den überlebenden als Toter nicht zur Last zu fallen.

    8. Sollen deine Enkel ohne Oma/Opa aufwachsen?
    Keine Kinder = Keine Enkel

    9. Du könntest die Liebe deines Lebens treffen
    Ja sicher... Ich wäre ja schon froh, wenn ich jemanden treffen würde der mich als Mann wahr nimmt und auch nur etwas für mich empfindet.
    Aber nein, ich bin "zwar ein netter und lieber Kerl, aber...".

    11. Du bist nur krank - Dagegen kann man etwas tun
    Versuch mal einen Therapieplatz zu finden, viel Glück! Das habe ich aufgegeben.

    13. Alles hat seine Zeit
    Hör mir doch mit der Bibel auf. Für mich existiert Gott nicht oder ist ein A.

    14. Du hast noch viel zu geben
    Zu geben hätte ich in der Tat, nur will das niemand haben.

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    1. ...und dennoch bist du hier. Du bist auf der Suche nach einem Grund. Wenn ich ihn nun nicht für dich listen konnte, wird er halt woanders zu finden sein. Er wird zu finden sein, sonst wärst du nicht auf der Suche... Ich wünsche dir alles Gute hierfür und dass du deinen Weg finden mögest! Liebe Grüße Benno

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  121. Ja,ich habe Kinder sogar Enkelkinder und einen guten Partner.Trotzdem ich bin nicht mehr ich,empfinde keine Freude sehe keinen Sinn warum ich noch am Leben festhalten muss.Richtig ist ich möchte keinen traurig machen aber ich bin doch jetzt nur eine Last!Meine Angst meine Panik meine Albträume meine Unsicherheit mein Kampf....klar sie kommen aus der Kindheit und durch Menschen die der Meinung waren mich zu zerstören.
    Ich habe keine Zukunft mehr ich bin Leer ohne Kraft ohne Mut und mag keine Sonne kein Licht keine Menschen.Ich bin in der psychologischen Behandlung und bekomme jetzt bald andere Medikamente,aber warum !? Der Text der geschrieben wurde ja mit manchen kann ich mich identifizieren. Aber Glaube und Hoffnung und Selbsterhalt sind trotzdem bei Null angekommen.Ich bin müde traurig und fühle mich allein(auch wenn ich es nicht bin).

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  122. Ich habe mit meiner schlimmen misshandelten Vergangenheit abgeschlossen.Hatte ein neues Leben angefangen mit all den dingen die mir persönlich gut tun und womit ich glücklich bin.Seit 3 Jahren versuchen mich Leute aus der Vergangenheit mich aufzusuchen und mir meine Vergangenheit unter die Nase zu halten und mich dadurch wieder zu zerstören.sie wollen mir vorschreiben wie man zu sein hat! Und das brachte mich wieder zu fall zurück in eine Depression.Jetzt ziehe ich aus diesem ort wo auch leider meine Vergangenheit klebt weg.Und hoffe einen Ort zu finden wo ich sein kann wie ich mich glücklich fühle! Ich habe mir ihre Texte durchgelesen ... dabei hab ich nur eine Frage: Was macht es für einen Unterschied, jetzt zu sterben oder in 100 Jahren? Sterben muss man sowieso!Und was ist wenn man wirklich nicht mehr WILL? Ich finde jeder sollte selbst darüber entscheiden wann man sein Leben beendet!Sie reden über Enkel etc. wenn man für das alles sowieso keinen bock hat? Ich finde genauso wie es Menschen gibt die leben wollen sollte man auch die Meinung der Menschen akzeptieren die es nicht wollen! Ich vergleiche es wie solche Fragen: möchtest du ein Eis oder nicht? Derceine sagt ja der andere Nein! Ist das dann eine Depression? Ich habe die Menschen aussortiert die mir nicht gut tun! Mich bevormunden mich aussaugen mich auslaugen mich benutzen und diese die Neidisch und boshaft sind! Ich habe ihnen ganz klar gesagt: ich wünsche keinen Kontakt!Ich bin zudem sehr gerne für mich und mit meiner Familie.Ich bekomme den Halt und die Kraft durch meine kleine Familie.Wären da nicht diese fremden störenfriede!Sie können es nicht sein lassen immer und immer wieder Vergangenheit! Ich habe keine schöne Kindheit musste immer meinen Mund halten.Während mein Erzeuger meineErzeugerin täglich 10 jahre misshandelte.und auch mich! Nach außen hin immer ein lachen.zu hause sah das anders aus.er war und ist ein psychopath und habe Gott sei dank keinen Kontakt.an dem tag wo sich meine Erzeugerin von ihm trennte.war unser aller 2ter Geburtstag! Wie alle waren froh als er weg war.dann kam der suizid meiner Erzeugerin.ich als kind saß allein da.alle haben sich abgewabdt bis ich in ein heim kam! Ich möchte mit meinen verwandten weder zu früher jeinen Kontakt! Esvtut mir nicht gut! Eine ganze zeitnging es gut...bis vor 3 jahren die belästigungen anfingen! Ich bleibe so wie ich glücklich bin und achte nicht mehr darauf was andere Menschen die mir nichts bedeuten wollen! Das ist jetzt endlich mein leben! Und ich hasse meinen erzeuger seine frau und meine extante die nicht kapiert das diese für mich nicht mehr existieren! Ich fange neu an und bleib wie ich bin! Und das rate ich jedem kämpft um euer fucking leben.und wenn es sein muss geht dafür über leichen bevor ihr eine seid!

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  123. Wenn man gelernt hat diese Personen sprichwörtlich zu töten zu lähmen still zu legen ...dann hat man keine Probleme mehr! Es gibt Leute die reicher sind und ständig auf ärmere oder normalos herum hacken.anstatt zu akzeptieren das jeder Mensch anders ist! Ich bin zufrieden mit meinem Leben und hatte nie den Drang nach mehr! Ich bin glücklich und das ist für diese anderen komisch.Nicht mehr zu wollen.Ist es falsch mit dem was man hat zufrieden zusein?und ist es der Neid der anderen weil diese nicht die Kunst beherrschen zufrieden zusein?Ich habe kein verlangen nach mehr.Ich möchte einfach in ruhe gelassen werden!Ich bin glücklich und zufrieden!Wären da nicht diese fremden und Vergangenheit Menschen!Und wenn man etwas nicht Will dann Will man nicht!Ich finde Deutschland extrem ekelhaft! Und das sag ich als Deutsche! Ich fühle mich in südländischen Ländern viel wohler und authentischer und FREI!Ich würde gerne auswandern aber dafür reicht das Geld nicht! Und trotzdem kämpfe ich weiter und Menschen müssen lernen zu akzeptieren wenn man sagt NEIN! AUCH DIESER ANALOHABET VON PSYCHO EX ONKEL.KAPIERT ES DAS IHR FÜR MICH NICHT EXISTIERT!

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  124. Um so mehr sie einen gängeln, zwingen bis zum erbrechen...wo man nur noch kotzen möchte , weil es einen so runter zieht.Das man am liebsten sein leben beenden möchte.Ein Nein zu akzeptieren auch wenn sie es nicht begreifen!Leben und leben lassen! NEIN BEDEUTET NEIN!

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  125. Dann der zwang arbeiten zu gehen, schule , Ausbildung mit Mitte 30.Das Will ICH NICHT!Ja wünschst du dir nichts was du dir gerne leisten würdest? Ja bestimmt! Aber trotzdem bin ich zufrieden mit meinem leben und bin Hausfrau! Das reicht mir voll und ganz und bin dabei glücklich! Ich möchte zu nichts mehr gezwungen werden was ich nicht WILL!Wünsche sind unendlich aber für mich zählt einfach mit dem zufrieden und zurecht kommen mit dem was man hat! Und mich solche Menschen in frieden lassen!

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  126. Dann zum Thema Schule.irgendwann kam mal ein sehr netter Polizist in die Schule er lehrte uns der Polizei zu vertrauen! Wenn man Probleme hat kann man jedezeit zur Polizei gehen! Ich war wegen einem Fall bei der Polizeibes geht um eine Verwandte zu der ich keinen Kontakt haben möchte!Sie schickt ständig leute auf mich ...die reden mich einfach an.ich will das nicht.werde dann beleidigt weil ich den kontakt nicht will!Und ich rede mit demjenigen mit dem ich reden will! Sie ist asozial und versucht ständig wie ein kleber...ich habe sie angezeigt! Polizei rief heute zurück und sagt wir können ihnen nicht helfen! Für was ist die Polizei da?Einmal bei der zu schellen Personalien aufnehmen und der beamte sagt ihr sie dürfen diese person nicht mehr belästigen! Der beamte heute hat mir gar nicht richtig zugehört wurde auch sehr laut!Wenn ich paris hilton heißen würde wäre er dem fall nach gegangen? Due die welt gehört den reichen.Aber es gab da einen spruch: David gegen Goliath.Ich gebe erst auf wenn ich tot bin! Ich lasse es nicht zu!und wenn es sein muss hsu ich detjenigen eine rein!Das Belästigung nicht strafbar ist?Was ist das für eine Welt?

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  127. Auch ich habe mich an der Liste abgearbeitet: niemand wird mich vermissen, es gibt keine Feinde, es wird nicht besser, und selbst wenn, wird es danach mit der selben Gewissheit auch wieder schlechter,...

    die Sache mit dem kleinen verletzten, weinenden Kind in uns hat in mir 'was aufgerissen; das, das in den Arm genommen werden will, einfach nur ohne Bedingungen geliebt

    ich hab' geheult, garnicht viel, aber 's hat irgendwelche Dämme eingerissen, die verdammt viel Druck aufgestaut hatten

    dieser post am Anfang der Seite, von dem Jungen, der sich allen Ernstes für seine Rechtschreibfehler entschuldigt!.. so klang ich auch, in 'nem Brief, den ich damals 'nem Sozialarbeiter schrieb und meinte, ich bräuchte ihn nicht - ich hatte überhaupt nicht geRAFFT, dass ich das Opfer in der ganzen Geschichte bin..

    ich weiss nicht, ob ich jetzt den Mut habe, mir Hilfe zu suchen, aber die Idee, das kleine Kind weinen zu lassen und es dann einfach nur in den Arm zu nehmen, fühlt sich erstmal verdammt gut an

    Vielen Dank!

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  128. Ich habe mich das erste mal geschnitten als ich 11 war, von 14-16 war es besonders schlimm doch danach hab ich (bis auf einige seltene rückfälle) es aus eigener Kraft hinbekommen damit aufzuhören. Damals war ich auch sehr suizidal aber war im Nachhinein übertrieben froh es nicht getan zu haben.
    Jetzt bin ich 24 und meine Oma ist letztes Jahr gestorben, der beste Mensch auf der ganzen Welt, danach ist alles zusammengebrochen. Fremde Stadt, Freunde in der Heimat, alleine, Beziehung aus und jetzt eine neue, keine Wohnung und dann bei dem neuen freund am wohnen, zweites Studium läuft scheiße und ich hab mich die letzten Monate wieder ab und zu geschnitten, bekomme die Suizidgedanken nicht aus meinem Kopf.
    Ich weiß dass ich froh war mich nicht umgebracht zu haben, weil ich noch so viel schönes erlebt hab aber im Moment weiß ich nicht Recht ob das stimmt, denn egal wieviel Mühe man sich gibt und wie gut die Sachen laufen im Endeffekt ist man allein und es wird alles wieder furchtbar sein. Klar das Leben ist ein auf und ab, aber ist es das wirklich wert es immer und immer wieder durchzustehen nur um am Ende ein bisschen glücklich zu sein?
    So langsam habe ich keine Antwort mehr auf die Frage nach dem warum und ich denke oft dass es einfacher wäre nicht mehr zu existieren, einen großen Unterschied zu jetzt würde es auch nicht machen. Klar gäbe es da 4-5 Leute die einen vermissen würden, aber die werden mit der Zeit auch wieder damit klar kommen und es wird nicht einen endgültigen Einfluss auf ihr Leben haben ob ich jetzt da bin oder nicht.

    Die Gründe in deiner Liste kenne ich zur genüge aber ich weiß nicht ob alles nicht einfach sinnlos ist.

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    1. ...das mit deiner Oma tut mir leid. Ich verlor vor einigen Jahren auch meine Oma und stürzte in eine tiefe Krise. Mir hat irgendwann die Vorstellung geholfen, dass es meine Oma sehr traurig gemacht hätte, hätte ich mir deshalb irgendwann das Leben genommen. Sie hätte sich schuldig fühlen müssen dafür, dass sie ging, aber dafür konnte sie doch gar nicht? Ganz sicher würde sie mich auf diese Weise nicht wiedersehen wollen.
      Die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt sich nach meiner Beobachtung immer dann vermehrt, wenn es gerade besonders schwer ist. Wenn es dir gut geht, fragst du nicht nach dem Sinn. Du bist einfach. Meine Idee wäre, einmal zu schauen, was dir dein Leben momentan erleichtern könnte. Was könnte dir Hilfe sein? Du musst nicht alles allein wuppen... Was ist zuviel und will weggelassen oder eingeschränkt werden? Wovon gibt es zuwenig? Wenn du drei Wünsche aus dem Bereich des Möglichen frei hättest, was konkret würdest du damit anfangen? Liebe Grüße Benno

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  129. Was ist denn eigentlich so schlimm daran zu gehen?
    Es gibt bei mir keine Kinder, keine Partnerin, Wünsche, Hoffnungen...
    Wenn der Leidensdruck noch grösser wird, werd ich es können.. hoffe ich! Momentan bin ich noch zu feige, ängstlich, dumm... weiss nicht vielleicht auch nur die Angsterkrankung die mich lähmt. Medikamente und Verhaltenstherapie.. ja nützt sicher- hat genützt.. aber plötzlich diese Einsicht das es nie richtig schön werden wird, lebenslang gefährdet und nicht richtig leistungsfähig. Dazu kommt noch dieses Stigma der psychischen Krankheiten. Es geht um Schuld. Es geht um Kraft, Willen, Mut, Durchhaltewillen, Verzicht, gute Entscheidungen, Bildung, Intelligenz, Fortpflanzung, Glücksuche, Sinnsuche.
    Nun da sind wir gescheitert, finden keinen Mut mehr, wollen nicht mehr kämpfen, haben die Feinde schon längst vergessen, sind dumm geworden, werden immer dümmer ab 35. Für die Gesellschaft ist man nichts mehr wert mit 70? Ja das gilt! aber nur wenn man die Gelegenheit nicht ausliess sich fortzupflanzen. Sonst ist es leider schon mit 40. Ich bin der Patient, der Bedürftige, das Opfer der Krankheit- komplett zufällig- niemand hat schuld
    Da kann man heulen- das beruhigt sagt die Wissenschaft. Man kann sich auch Schmerzen zuführen oder anderen oder irgendwelche Substanzen nehmen. Vielleicht nützt es ja und dann behaltet man es für sich. Wenn es nichts nützt und schlimmer wird.. naja dann behält man es besser auch für sich. Aber wenns rauskommt, dann seit so schlau und sagt ihr seid krank, die Justiz ist dann etwas gnädiger. Also im Falle man hat so richtig schei§§e gebaut!
    Wieso schreibe ich da eigentlich? Ich bin ja so negativ. Ja! Natürlich! Ich bin ja auch gerade so tief, dass ich knapp noch etwas schreiben kann. Vielleicht kommt es wieder etwas höher.. aber auch wieder tiefer.. Wir sind eben tiefgründig! Melancholiker. Behinderte wäre ehrlich! Depression = Krankheit = ev. chronisch = Benachteiligt gesunden Menschen gegenüber = Behinderung. Aber ich bekomme keinen Respekt für meine Leistung trotzdem zu leben wie ein Rollstuhlfahrer oder Blinder. Misstrauen bekomme ich und Auflagen und Medikamente und kühle Empathie. Ja gebt euch nicht mit Depressiven ab, die sind anstrengend. Würd ich auch, jeder kämpft ja irgendwie.

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    1. Und doch ist da immer wieder der Impuls, das kleine verletzte Kind auf den Schoß zu nehmen, es an sich zu drücken und sanft zu Herzen. Liebe. Es geht immer um Liebe. Es geht um zu wenig Liebe, nie um zu viel. Wenn ein Mensch nicht mehr leben will, wenn er keine Kraft und keinen Willen mehr hierfür spürt, dann ist ihm ganz sicher die Liebe entzogen worden oder sie wurde ihm nie zuteil. Sind wir jetzt am Ende? Was ist mit der vielen Liebe, die du in dir trägst? Was ist mit deiner Sanftheit, deinem Verständnis für die Dinge, deiner Empathie? Wie wäre es, wenn du dich mit all dem Guten, das du in dir trägst, diesem verletzten inneren Kind zuwenden würdest? Die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Sie ist noch nicht zu Ende, weil sie noch nicht gut ist. Du bist noch gefordert, bist gefordert, ihr ein gutes Ende zu bereiten. Ein Suizid kann das nicht sein. Wer weiß, wo er dich hinbringt? Wir glauben, er wäre das Ende. Aber wie sicher können wir da sein? Der Wert eines Menschen und seine Daseinsberechtigung nähren sich nicht aus seinen Leistungen oder einer biologischen Fortpflanzung. Der Wert ist immer da. Es ist pure Liebe... Beende den Kampf und finde die Liebe in dir! Allein sie vermag zu heilen, was verwundet ist. Benno Blues

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  130. Hallo, ich finde es sehr schön zu hören das Menschen die bereit sind weiter zu machen so toll geholfen wird. Auf diese Seite bin ich ursprünglich gekommen um eigentlich rauszufinden wie es am besten funktioniert, doch dein Text hat mir doch schon sehr gefallen und noch vor ein paar Monaten hätte es mir wahrscheinlich auch geholfen. Aber mein Grund für den Ausstieg ist etwas anders. Ich bin 33 und habe es noch nicht geschafft mein Glück halten zu können. Habe sowohl Freunde als auch Familie immer die kalte Schulter gezeigt (großes Ego). Ich hatte vor fünf Jahren noch eine Freundin, ...Freundin ? Nein eine Seelenverwandte ich war ein Mensch der soo furchtbar dumm war. Denn ich habe jeden weggeschickt letztendlich auch meine große Liebe. Damit lebe ich schon nun seit fünf Jahren, in dieser Zeit habe ich es auch geschafft die letzten echten Freunde zu verlieren! Aber vor fünf Jahren hatte ich mir eigentlich vor genommen mir die Zeit zu nehmen an mir zu arbeiten um am Ende meine große Liebe zu retten und endlich glücklich zu werden. Aber vor einer Woche hat sich dieser Mensch bei mir gemeldet und mir unmissverständlich klar gemacht das ich viel zu spät bin, viel zu spät der Mensch den ich durch meine persönliche Kriese zurückgelassen habe ist nun Tot! wegen mir, ich habe das Kind mit dem ich mich so gut verstanden habe mit meinen eigenen Händen getötet, wer tut so etwas? Sie hat mich doch angefleht endlich mit mener zerstörerischen Art auf zuhören, aber es konnte mich einfach keiner aufhalten. Der ein oder andere wird vielleicht denken das es nicht so schlimm ist, aber sie war alles an was ich noch geglaubt habe. Nun bin ich lehr und habe keinen Grund mehr warum ich noch weiter machen sollte :( Bzw. wie soll man weiter machen wenn man seinem einzigen wahren Freund das Glück genommen hat, hat man denn überhaupt noch ein recht auf leben? Ich glaube nicht, denn ich würde mich nur noch mehr hassen!
    Trotzdem finde ich toll was Ihr hier macht, Lebensretter :)

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    1. ... es gibt im Deutschen nur ein Wort für Glück und doch müssen wir unterscheiden. Glück als Glücksgefühl ist nie von Dauer. Kein Gefühl dieser Welt ist von Dauer und das ist auch gut so. Du könntest dein Glück womöglich nicht empfinden, wenn es von Dauer wäre. Dann gibt es aber noch so etwas wie Glück als Zustand. Hier ist dann eher eine grundsätzliche Lebenshaltung gemeint, ein innerer Frieden. Zu diesem Frieden kannst auch du kommen. Zunächst einmal bedarf es dazu nur der Annahme dessen, was ist. Auch das scheinbar Negative will angenommen werden. Das klingt zwar paradox, aber genau hier liegt die Chance zum Wandel. Wenn du Ja sagen kannst zu deiner Situation, wenn du in liebevoller Weise Ja sagen kannst, musst du deine Lebensenergie nicht mehr endlos dazu verbrauchen, einen nie enden wollenden Kampf zu führen. Wenn du deine Haltung ändern kannst, wird sich auch deine Situation ändern. Vertrau mal! Wichtig ist nur, dass die Annahme liebevoll geschieht und nicht etwa als Akt der Resignation. Etwa so, wie du dich um einen Verletzten kümmern würdest, solltest du in deiner inneren Haltung auch zu dir selbst stehen. Es geht um Annahme, um Liebe, um Hilfe, es geht darum, dir selbst gut zu sein, Gutes zu tun... Du kannst das! Du hast womöglich nur lange Zeit geglaubt, anderes sei wichtiger... Liebe Grüße Benno

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  131. ich bin 16 und ritze mich seit 2jahren ich habe kein bock mehr auf dieses beschissene leben ich habe so vielen menschen weh getan und habe angst noch ehr fehler zu machen

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