Antrag auf Schwerbehinderung und GdB bei Depression - Ratgeber Depression

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Antrag auf Schwerbehinderung und GdB bei Depression

Gdb Tabelle Depression Die wenigsten Menschen wissen, dass man wegen vieler chronischer Krankheiten tatsächlich auch einen Schwerbehindertenausweis für sich beantragen kann. Das ist nicht nur auf Blinde oder Gehbehinderte beschränkt. Auch die Depression ist eine solche chronische Erkrankung und kann mit bis zu 50% im Grad der Behinderung (GdB) bewertet werden. Aber welche Vorteile bringt so ein Ausweis überhaupt und lohnt sich das auch im Falle der Depression? Wann und wo kann ich so einen Antrag stellen? Informationen rund um das Thema Schwerbehinderung und Depression.


Antrag Schwerbehinderung - Tipps


Eines muss dir klar sein: Ohne die Anerkennung deiner Depression als Schwerbehinderung droht dir der Verlust deines Arbeitsplatzes. Wenn du an einer Depression erkrankt bist und vor hast, deinen Job zu behalten, dann vertraue nicht darauf, dass du mit der Diagnose Depression Verständnis und Unterstützung erwarten kannst. Wenn du Glück hast, dann hast du einen verständnisvollen Chef, einen verständnisvollen Personalchef und einen verständnisvollen Geschäftsführer obendrein und man wird versuchen, dich im Unternehmen zu halten. Aber ehrlich mal: Wer hat schon soviel Glück auf einmal? Jedenfalls bestimmt nicht Menschen mit Depressionen, denn die Depressionen ziehen das Unglück doch geradezu an, oder etwa nicht? Du kannst aber deinem Glück etwas nachhelfen und das rate ich dir auch dringend. Ich habe während meiner zahlreichen Therapien nicht wenig Leute kennen gelernt, die Ihre Kündigung aufgrund psychischer Erkrankung schon beim ersten Klinikaufenthalt direkt bis ans Krankenbett geliefert bekamen. Das ist vielleicht nicht immer rechtens so, aber wer hat in dieser Situation die Kraft, dagegen vor zu gehen? Von jemandem, der schon am Boden liegt, ist in der Regel keine Gegenwehr zu erwarten. Mit einem Nachweis der Schwerbehinderung wäre vermutlich das nicht passiert, weshalb ich zu einem Antrag auf Schwerbehinderung bei Depression rate.
Mach also folgendes, um deinen Arbeitsplatz zu schützen: Beantrage beim zuständigen Versorgungsamt einen Schwerbehindertenausweis! Tue das, bevor du dich in eine Klinik einweisen lässt! Wenn du bislang deine Depressionen geheim halten konntest, weil du ja schließlich nicht zur Offenlegung deiner Diagnosen verpflichtet bist, dann wird es beim Klinikaufenthalt schwierig. Zwar wird auch hier keine Diagnose auf dem Krankenschein übermittelt, aber allein der Name der Klinik reicht meist aus, Rückschlüsse auf eine psychische Erkrankung zu zu lassen und der wird gut lesbar auf jeden Krankenschein aufgestempelt. Und spätestens jetzt wissen es alle - du bist psychisch krank!


Schwerbehindertenausweis Vorteile


Der wesentlichste Vorteil ist wohl der eintretende besondere Kündigungsschutz für Menschen mit einem Schwerbehindertenausweis. Hinzu kommen ein Anspruch auf Sonderurlaub, ein Pauschbetrag bei der Steuererkärung und die Möglichkeit der vorgezogenen Altersrente nach Vollendung des 60. Lebensjahres.  Wird dir im Zuge des Antragsverfahrens auf Schwerbehinderung zusätzlich noch ein Merkzeichen zuerkannt, eventuell wegen anderer noch vorhandender Handicaps, hast du möglicherweise Anspruch auf eine Ermäßigung beim Rundfunkgebührenbeitrag, auf die kostenlose Benutzung von Nahverkehrsmitteln oder die Inanspruchnahme von Behindertenparkplätzen. Nähere Information dazu erhältst du auf der Seite des zuständigen Bundesministeriums.


Grad der Behinderung - GDB  Tabelle Depression


Für meine Depression wurde die Schwerbehinderung problemlos anerkannt und man stellte mir dort einen Ausweis über einen Grad der Behinderung von 50% aus. Das wird bei schweren Depressionen im Regelfall so gemacht. Man hört oder liest auch oft die Abkürzung Gdb, was für Grad der Behinderung steht und nur ein anderes Wort, eine Abkürzung dafür ist. Laut GbB Tabelle Bundesversorgungsgesetz werden für die Depression je nach Schwere und Ausprägung 30-50% vergeben. Hast du den Status der Schwerbehinderung, ist dein Arbeitsplatz erst einmal geschützt. Eine Kündigung ist nicht mehr so einfach möglich, weil zuvor staatliche Stellen mit ins Boot geholt werden müssen. Mit einer Schwerbehinderung wirst du einfach auch besser behandelt, vielleicht schon allein um eine schlechte Presse zu vermeiden.


Schwerbehinderung Gleichstellung 


Manchmal entscheiden sich die Versorgungsämter auch für einen Grad der Behinderung kleiner als fünfzig Prozent. In diesem Fall wird dann kein Schwerbehinderten ausweis ausgestellt. Um dennoch den Schutz des Arbeitsplatzes zu erlangen, kannst du jedoch bei der Agentur für Arbeit eine sogenannte Gleichstellung beantragen. Mit einer Gleichstellung bekommst du grundsätzlich den gleichen Status wie ein Mensch mit erteiltem Ausweis für Schwerbehinderung. Du hast also im wesentlichen dieselben Rechte und Ansprüche. So zu Beispiel hast du Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach dem Schwerbehindertenrecht und du fällst unter den besonderen Kündigungsschutz. 
Ansprüche auf Zusatzurlaub, unentgeltliche Beförderung im öffentlichen Personenverkehr oder
die vorgezogene Altersrente nach Vollendung des 60. Lebensjahres bestehen im Falle der Gleichstellung jedoch leider nicht.


Antrag auf Schwerbehinderung - Kündigungsschutz


Aufgrund von Depression Angst um den Arbeitsplatz zu haben, ist weit verbreitet, aber das müsste aus meiner Sicht nicht so sein. Selbst ich habe heute nach vielen Jahren, in denen ich nicht gearbeitet habe, noch einen gültigen Arbeitsvertrag. Und das alles nur, weil ich rechtzeitig einen Antrag auf Schwerbehinderung wegen Depressionen gestellt hatte. Mein Arbeitsverhältnis ruht zwar, aber ich könnte jederzeit dort wieder ansetzen, wo ich aufgehört habe. Sollte ich irgendwann einmal wieder als arbeitsfähig eingestuft werden, weil sich Gesetze, gesellschaftliche Rahmenbedingungen oder sogar meine Gesundheit ändern, stehe ich nicht vor dem Nichts, sondern kann aufgrund meiner Schwerbehinderung wieder zurück in meine alte Firma. Der Arbeitgeber ist nach dem Schwerbehindertenrecht verpflichtet, mir einen geeigneten Arbeitsplatz anzubieten. Wenn er keinen Arbeitsplatz zur Verfügung hat, der zu mir und meiner Schwerbehinderung passt, ist er verpflichtet, einen solchen Arbeitsplatz einzurichten. Das sind eine Menge Arbeitnehmerrechte, die du dir nicht so einfach entgehen lassen solltest! Sonstige Vorteile hast du von der Anerkennung der Schwerbehinderung allerdings nicht. Die besonders kenntlich gemachten Behindertenparkplätze darfst du jedenfalls nicht benutzen. Diese sind nur für Menschen mit einer Gehbehinderung gedacht. Personen die diese Parkplätze benutzen dürfen, erhalten in ihrem Ausweis für Schwerbehinderung zusätzlich ein Merkmal anerkannt. Bei Depressionen werden solche Merkmale in aller Regel jedoch nicht vergeben.


Schwerbehindertenausweis online beantragen


Wenn du die Diagnose Depression schon hast, solltest du auf jeden Fall sofort einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen. Zuständig sind die Versorgungsämter. Erkundige dich beim Landkreis! Vom Tage der Antragstellung an greift der Schutz sofort als vorläufiger Schutz. Nur im Falle der Nichtanerkennung verfällt er wieder. Davon ist bei chronischen Depressionen aber nicht auszugehen. Du bekommst deinen Behinderungsgrad zuerkannt und damit genießt du Schutz nach dem Schwerbehindertenrecht.


Antrag auf Schwerbehinderung Formular 


Einen Antrag auf Anerkennung der Schwerbehinderung bekommst du auch online. Die Antragsverfahren sind in den einzelnen Bundesländern geregelt. Deshalb gibt es auch kein bundesweit einheitlichen Formular für den Antrag auf Schwerbehinderung. Du kannst das für dich zutreffende Antragsformular auf Schwerbehinderung aber direkt von hier aus online beziehen: Schwerbehindertenausweis beantragen


Broschüre Schwerbehinderung


Eine Broschüre über die Rechte von Menschen mit einer Schwerbehinderung gibt es zudem kostenlos hier: Download zum Thema Schwerbehinderung


Schwerbehinderung Depression und Widerspruch


Nach Prüfung aller vorliegenden Unterlagen wird irgendwann ein Bescheid ausgestellt. Er beziffert die Höhe der festgestellten Schwerbehinderung (GdB-Grad der Behinderung) und die Dauer der Gültigkeit oder attestiert das Nichtvorliegen einer Schwerbehinderung. Die Schwerbehinderung kann befristet oder dauerhaft zuerkannt werden. Im Falle einer Befristung können jedoch Folgeanträge gestellt werden. Aber auch sonst kann im Falle einer Verschlimmerung und neuer Befunde eine erneute Überprüfung beantragt werden. Ab einem Prozentsatz von 50% wird ein Schwerbehindertenausweis ausgestellt. Für den Fall, dass du mit dem ergangenen Bescheid nicht einverstanden bist, hast du die Möglichkeit, bei der ausstellenden Behörde Widerspruch einzulegen. Eine entsprechende Widerspruchsbelehrung ist Bestandteil eines jeden Bescheids. Der Widerspruch ist zu begründen. In der Regel sind die Bescheide jedoch wasserdicht und es wird eher schwer sein, daran etwas zu ändern. Ich empfehle deshalb für so einen Fall die Unterstützung eines Sozialverbandes in Anspruch zu nehmen, wie etwa die des VdK oder SoVd. Manchmal jedoch wurden nicht alle zur Verfügung stehenden Unterlagen zur Bewertung herangezogen, beispielsweise etwa, weil ein Arzt oder Krankenhaus die Daten nicht rechtzeitig zur Verfügung stellen konnte. Es lohnt sich also in jedem Fall zu prüfen, auf Basis welcher Befunde und Gutachten der Schwerbehinderungsbescheid erging und gegebenenfalls die fehlenden Unterlagen selbst zu beschaffen. 


Quellen zu Antrag auf Schwerbehinderung bei Depression
Foto: Thorben Wengert / pixelio.de
Antrag Schwerbehinderung und GdB Tabelle Depression







Kommentare:

  1. hallo,

    der beitrag zu depression und sba verwundert mich jetzt schon sehr. ich habe ms und zusätzlich depressionen, war wegen letzteren auch kurzfristig in einer tagesklinin, wo ich aber festgestellt habe, dass das nichts für mich ist.

    und beides (multiple sklerose und depressionen) habe ich vor zwei jahren beim antrag für einen sba angegeben. bekommen habe ich gerade mal einen gdb 30 und somit eben KEINEN sba.

    schön, wenn das bei anderen versorgungsämtern anders gehandhabt wird, aber man kann es nicht als allgemeingültig darstellen.

    vielleicht hattest du den antrag schon früher gestellt bis 200? hat man auch für die bloße diagnose ms einen sba bekommen. geht heut nicht mehr.

    viele grüße und alles gute

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    1. Hallo, und Danke für deinen Kommentar. Ich finde es gut, wenn die eine oder andere Aussage von mir auch mal relativiert wird. Ich bin natürlich kein Fachmann des Versorgungsamtes. Ich schildere hier, wie es mir erging und ergeht mit meiner Depression und hoffe damit, für den einen oder anderen auch eine Hilfe zu sein.
      Meinen Antrag auf Schwerbehinderung habe ich 2008 gestellt. Seither wird er alle zwei Jahre auf Antrag verlängert. Auch letztes Jahr ist er wieder verlängert worden. Vielleicht liegt es an der Schwere der Depression oder ob es parallel dazu noch andere Diagnosen gibt. Ich weiß es nicht. Du kannst aber jederzeit einen Antrag auf erneute Feststellung abgeben, wenn du der Meinung bist, dass sich dein Gesundheitszustand verschlechtert hat. Grüße

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  2. danke für deine antwort. in wenigen tagen steht eine reha an und ich werde da sicher die gelegenheit haben, auch die sache mit dem sba zu besprechen bzw. anzugehen. meine neurologin hat mich kürzlich erst darauf angesprochen und gefragt, wieso ich keinen sba hätte, dass der mir ihrer meinung nach auf jeden fall zustände etc.

    also ich geh es nochmals an. man hat mir gesagt, zuerst mal bißchen zeit vergehen zu lassen und statt widersprüchen einen verschlechterungsantrag zu stellen, da das meist mehr aussicht auf erfolgt hätte.

    danke und viele grüße

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  3. Hallo,

    bei dem Antrag auf Schwerbehinderung wird die Frage gestellt,"ist ihr Arbeitsplatz aktuell gefährdet"
    was muss ich den da ankreutzen ja oder nein ?
    Danke für eure Hilfe !!

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    1. Nun, wenn dir aktuell nicht zu Ohren gekommen ist, dass man dich entlassen will oder darüber nachdenkt, weil du deine Arbeit nicht mehr ausreichend erledigst, dann kreuze NEIN an. Wenn aber schon gemunkelt wird, oder dir offiziell mitgeteilt wurde, dass man mit dir nicht mehr zufrieden ist, dann kreuze JA an.

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  4. Hallo Benno ,
    danke für die Info.
    Ich habe nur die Befürchtung das es evtl. einen negativen Einfluß hat , wenn ich ja ankreuze oder hast du andere Erfahrungen gemacht/gesammelt ??

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    1. Man wird sich umgehend mit deiner Firma in Verbindung setzen und deine Rechte wahren, wenn du JA ankreuzt, anderenfalls haben die verantwortlichen Stellen keinen Handlungsbedarf. Einen negativen Einfluss würde ich nicht befürchten, kann aber auf derlei Erfahrungen leider oder Gott sei Dank nicht zurück greifen.

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  5. Hallo,
    ich bin seit über 10 jahren in rente wegen chronischen depressionen. war sehr oft in reha und habe ambulante therapien gemacht. aus der klinik ist auch antrag gestellt worden auf schwerbehinderung aber leider habe ich auch nur 30 % bekommen. der antrag wurde schon sehr bald gestellt. aber die sind auf das thema depressionen überhaupt nicht eingegangen. die 30 % habe ich auf meine wirbelsäule bekommen. die depri sind überhaupt nicht berücksichtigt worden. auch wenn ich wieder verlängerung beantragt habe. das letzte mal wo ich die verlängerung beantrag hab sind die 30 % auf dauer eingestellt worden. das war. mir kommt es vor als wenn die depris nicht kennen.
    aber ich werde es weiter versuchen.
    liebe grüße

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  6. Hallo !
    Ich hatte schon bevor ich an depression erkrankt war einen GDB von 20 wegen lws OP !! LOL??
    Nun habe ich auch asthma und Deprssionen angegeben dir haben mir witz(licherweise) einen neuen GDB von 30 anerkannt darauf habe ich Widerspruch geschrieben,mit der begründung warum ich für LWS 20 bekommen hatte(2008) und jetzt schreibt ihr mir Asthma schwere Depressionen und die dauernde LWS schaden (OP war nicht erfolgreich)

    WArum geben die mir nur so wenig weil ich vielleicht 37 jahre alt bin warum ??

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  7. Da habe ich schon sehr widersprüchliche Informationen erhalten, was die Arbeitsweise dieser Institutionen angeht. Ich weiß, auch nicht, ob es sich lohnt, hier Beschwerde einzulegen. Welchen Vorteil erhoffst du von einer höheren Einstufung?

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    1. Hallo Benno!
      Ich erhoffe mir einen GDB von 50 damit ich besseren Kündigungsschutz habe.Wie du gesagt hast will ich auch das mein Arbeitsvertrag bestehen bleibt wenn ich einen eu-rente beantrage und die dauer die da entsteht mit besseren karten da stehe.Es hat ja alles mit schleichender Mobbing angefangen(ich habe es nicht damals als Mobbing wargenommen)nun habe ich so eine Wut auf die Arbeit und die Menschen die Diesem Kapitalistischen System bei stehen es kotzt mich an!=!=!Bin zur Zeit nur am weinen Kraftlos Hilflos ich weiss es nicht gute Freunde die auch Anwälte sind die machen alles für mich.(Ich hatte auch so viel denen geholfen die wollen mir einefach helfen mir bei stehen.

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    2. Gut, dass du Menschen hast. die dich unterstützen und dir beistehen. In der Not trennt sich meist die Spreu vom Weizen. Wut ist besser als Depression. Es ist ein kraftvolles Gefühl. Aber gib auf Dauer nicht anderen die Schuld, sonst bleibst du immer das Opfer und Opfer leiden nun mal. Dinge passieren und auch schlimme Dinge passieren. Villeicht kannst du nach einer gewissen Zeit etwas anders auf die Geschehnisse blicken und dann auch zu anderen Gefühlen kommen. Ich wünsche dir alles Gute für deinen Weg. Bestimmt kommen auch für dich bald wieder bessere Zeiten.

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  8. Hallo mein antrag auf Feststellung einer schwerbehinderung wurde leider abgelehnt . Ich habe die diagnosse F32.2g war auch schon 6 wochen zur reha und warte nun auf das was lange dauert :TErmin für gespräche.
    was soll bzw. kann ich noch machen
    mfg Allina

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    1. Das tut mir sehr leid das heist für mich das sie eine Depressionen mitlerweile nicht mehr als Krankheit ansehen.
      Den bei meinem wiederspruch musste ich zum Orthopeden da hat er mir gesagt das zwar im widespruch etwas von depressionen steht aber das der Betreuende Arzt nicht angefragt worden ist.Komisch.Ich denke die wollen das keiner mehr Krankwerden soll so einfach

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    2. So blöd sich das jetzt anhört, geh wieder hin und berichte von deinen Depressionen. Du selbst weißt am besten, wie es dir geht und ob du arbeiten kannst oder nicht. Lass dich krank schreiben, nutze die möglichen 78 Wochen und stelle dann erneut einen Antrag. In der Zwischenzeit würde ich eine Schwerbehinderung beantragen. Und eines ist noch wichtig: Immer regelmäßig zum Psychiater gehen und nicht denken, ach das geht schon. Was nicht aktenkundig ist, hilft auch nicht bei der Rente.

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  9. hallo zusammen,ich bin nun schon 8 Monate krank wegen Bourn out und rezidivierender Depression F 33.2, meine Therapeutin hat auch schon gesagt ich solle über einen Rentenantrag nachdenken, ich war schon 9 wochen in einer psychosomatik und 6 Wochen in Reha ab dem 10.10. ist ein erneuter Klinikaufenthalt geplant, Antrag auf Schwerbehinderung läuft, ich habe Angst, das das alles abgelehnt wird, morgen Termin beim sozialmedizienischem Dienst, wie verhalte ich mich da am besten, ich kann bald nicht mehr.

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  10. So wie du es beschreibst, scheint die Rente wahrhaft das Beste für dich zu sein. Ein besonderes Verhalten würde ich dir nicht empfehlen. Sei authentisch. Sei ehrlich. Mache deutlich, wo du Schwierigkeiten im Alltag hast. Mache deutlich, weshalb du deine Arbeit nicht mehr schaffst. Lass nicht den Eindruck zu, du wolltest dich vor der Arbeit drücken, sondern erkläre, dass du dich eine Zeit lang um deine Gesundheit kümmern musst. Deshalb der Antrag auf eine befristete Rente. Putz dich nicht heraus für diesen Termin, wenn du dich auch sonst nicht heraus putzt. Zeige dich, wie es dir geht, wenn dich normal keiner sieht.

    Viel Erfolg!

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  11. Hallo, Benno ,, ich bin seit 4 Monaten krank und hab depressionen, und gehe regelmässig zur Psyhater. Mein fall ist wegen Mobbing am Arbeitsplatz.. vor einem Jahr war ich Gerichtlich gegen mein Firma.. von heut auf morgen hatten Sie mein Geld gekürzt.. ich hasse die Leute so.. es ist alles geregelt .. es ist nicht mehr so wie es mal war.. Ich hab überlegt wegen 30% ODER 50 % wie läuft es ab.. ? da vielleicht mein Arbeitsplatz au gefährdet ist. ???

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    1. Einen Schwerbehindertenausweis erhältst du ab zuerkannten 50% Schwerbehinderung. Damit erst zählst du offiziell als schwerbehindert und dein Arbeitsplatz unterliegt einem besonderen Schutz. Hierzu musst du einen Antrag bei der für deinen Wohnort zuständigen Behörde stellen. Das kann von Land zu Land verschieden sein. Am besten du erkundigst dich beim Landkreis.

      Viel Erfolg!

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    2. Danke Benno, werd mich gleich morgen früh erkundigen.
      Dein Blogg ist super und hilfreich. CIAO

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    3. Hallo Benno,
      ich habe Asthma und chronische Depressionen mit Angst.
      Für das Asthma hatte ich bisher 30 %. Bei einem erneuten Antrag für die Depressionen habe ich nach Widerspruch für Beides 40 % bekommen.
      Also die können die Prozente hin und her schieben wie sie wollen. Und die Prozente dürfen ja nicht addiert werden. Ich weiß jetzt nicht wieviel % ich für die Depressionen habe.
      Ich fahre nächstes Jahr wieder zur Kur (oder stationärer Aufenthalt) und werde wieder einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen.
      Vielleicht hast du noch einen guten Tip für mich.

      Danke.
      Beschow
      04.11.2013

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    4. Hallo Beschow,
      mein Tipp wäre: Regelmäßig zum Psychiater, auch außer der Reihe, wenn es dir schlecht geht. Besonders in Krisen in die Praxis, auch ohne Termin. Was nicht aktenkundig ist, fließt auch nicht mit in die Bewertung ein. Wenn du suizidale Tendenzen hast, solltest du das nicht verschweigen. Überhaupt solltest du nichts verschweigen, was deine Psyche angeht. Und dann beantragst du nach ein oder zwei Jahren einfach nochmal neu. So jedenfalls würde ich es machen.

      Grüße

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  12. Habe die Diagnose Psychosomatisches Syndrom mit erheblich depressiver Komponente und warte seit Wochen auf einen Therapieplatz in der einer Psychosomatischen Tagesklinik. Macht es jetzt schon Sinn einen Antrag auf Behindertenprozente zu stellen oder sollte ich die Beahndlung abwarten?? Danke für Hinweise!

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    1. Ich würde den Befund der Tagesklinik abwarten. Das erhöht deine Chancen, weil du dann auf eine aktuelle fachärztliche Diagnose verweisen kannst.

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    2. Vielen Dank für den Hinweis!

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  13. Hallo, ich bin seit fast 2 Jahren in Behandlung wegen depressiver Störung gemischt mit Angsgefühlen. Meine Hausärztin hat mir zu einem Antrag auf Schwerbehinderung geraten. Ich bin seit rund 30 Jahren nicht mehr berufstätig, da "nur" Hausfrau. Da ich noch andere Krankheiten habe, geht meine Hausärztin von mehr als 50% Sbh aus. Hätte ich dann Anspruch auf verkürze Rentenzeit ? Ich werde nächsten Monat 56 Jahre. Danke für eine Antwort.

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  14. Hallo, ich bin so froh diese Seite gefunden zu haben.
    Ich dachte ich hätte die Depression überwunden.
    Die Diagnose wurde 2006 gestellt - Burnout - Depression.
    2 Jahre nahm ich Antidepressiva, nun seit Oktober diesen Jahres nehme ich wieder Tabletten.
    Ich arbeite in Vollzeit und merke, dass es mir immer schwerer fällt.

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    1. Dann wäre es vielleicht eine Idee einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen? Bei teilweiser Erwerbsminderung könntest du noch drei-sechs Stunden täglich arbeiten. Quäl dich nicht weiter herum, denn von allein wird eine Depression leider nicht besser! So ein Antrag dauert nur eine Stunde, kann aber dein ganzes Leben zum Positiven verändert. Ich kann nur dazu raten.

      Liebe Grüße

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  15. Hallo, ihr lieben da draußen.
    ich habe im Okt.2009 gedacht ich sterbe an einem Herzinfarkt direkt auf der Arbeit. Sanitäter, Blutdruckentgleisung etc. Diagnose vom Hausarzt und Psychiater wahrscheinlich Panikattacke. 6 Wochen krank Hölle durchgemacht, wollte nicht mehr, Angst frißt dich auf. Immer wieder Krank! 2011 Frühjahr 8 Wochen Reha Psychosomatisch, Ärztin wollte auf 12 Wochen verlängern, ich mußte heim, 4 Kinder Frau. Antrag 2011 auf sba, nur 20%. Nehme seit 2009 7 Tabletten am Tag, 40mg Citalon, Ramipril, Amlodipin, Ass und Metformin und bei Bedarf 2mal Lexotamil. Jetzt im November nochmal sba gestellt. Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Wie hoch ist die wahrscheinlichkeit für 50%? Gehe auch zur Therapie 25 Sitzungen und Verlängerung. Arbeite voll, allerdings ohne Tabletten wärs die Hölle! Diagnose F32.2 ( schwere Depression ),Panikstörung, Bluthochdruck und Diabetes II
    LG

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    1. Ich glaube, du hast eine gute Chance auf die 50%. Die habe ich schon für weniger bekommen. Allerdings habe ich den Eindruck, dass die Ämter hier sehr unterschiedlich bewerten. Ich drücke dir die Daumen!

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  16. Ich bin seit dem 22.11.2012 krank geschrieben. Habe im vergangenem Jahr eine 5wöchige Reha mitgemacht und wollte danach wieder mit arbeiten anfangen. Vor der Reha habe ich mit dem AG alles abgesprochen, dass ich nach der Reha über eine Wiedereingliederungsmaßnahme mit der Arbeit anfange. Nach der Reha gab es einen GF-Wechsel und der neue wusste von nix. Das war für mich der Rückfall. Der AG hielt mich wochenlang hin. Habe dann einen Anwalt eingeschalten. Auf deren Anraten habe ich einen Antrag beim Versorgungsamt gestellt. Das habe ich getan und habe vor kurzem meinen Feststellungsbescheid bekommen. Hier hat man mir GdB mit 30 zuerkannt. Jetzt muss ich zum Arbeitsamt und einen Gleichstellungsantrag stellen. Ist es ratsam nochmal Widerspruch einzulegen, um die 50 zu bekommen? Ich habe im Netz gelesen, dass die 30 bei Depressionen auch schon einige Vorteile hat, z.B. Kündigungsschutz? Welche Erfahrungen habt ihr? Danke!

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  17. Soweit ich weiß, hast du mit 30% GdB keinerlei Vorteile. Der Schwerbehindertenstatus greift erst mit 50% GdB oder eben mit einer Gleichstellung, die du ja nun beantragt hast. Im Moment hast du also keinen Kündigungsschutz. Einen Widerspruch würde ich persönlich nicht einlegen, es sei denn, es sind offensichtlich Fehler gemacht worden. Warum willst du dir das antun? Das kostet nur deine Nerven. Es gab auch schon Fälle, da kam man nach Überprüfung zu weniger Prozenten. Ich würde es lassen. Mit der Gleichstellung hast du was du willst. Ich an deiner Stelle würde eher darüber nachdenken, die Rente zu beantragen, denn auch mit einem Kündigungsschutz wird der Stress auf der Arbeit nicht geringer, vielleicht sogar noch größer. Du weißt doch, wie Menschen sein können, wenn sie Neid empfinden.

    Liebe Grüße Benno

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  18. Hallo,
    schön das man sich hier so gut austauschen kann, ich habe auch meine Geschichte zu erzählen. Ich werde demnächst 51 Jahre und habe mit 15 Jahren angefangen zu arbeiten, hatte einige Arbeitsstellen aber immer in Grossbetrieben. Nun arbeite ich seit 20 Jahren in einer Grossfirma unter ständigem Zeitdruck. Ich bin schon sehr lange in psychatrischer Behandlung wo ich auch immer meine Antidepressiva bekommen habe u regelmäßig einnehme ( Frisium etc)
    Vor 2 Jahren (2012) bekam ich einen Herzinfakt und war erstmal 7 Monate aus dem Verkehr gezogen, ging dann wieder 4 Monate arbeiten und konnte nicht mehr, war am Ende, ging zu meiner Psychologin die mich wieder aus dem Verkehr gezogen hat. War dann weiter 4 MOnate krank ( Psychosomatische Reha ) hatte ich auch gemacht
    bin dann wieder arbeiten gegangen für 6 Monate und bin nun aktuell wieder krank geschrieben seit 6 Wochen.
    Muss noch dazu sagen, mein Arbeitgeber kam mir entgegen und hat mir ein Homeoffice eingerichtet wo ich jeden Freitag Zuhause arbeiten durfte dann wurden mir eine 4 Tage Woche angeboten, die ich aber ablehnte, dadurch wird mein Arbeitsdruck auch nicht besser- eher höher.
    Nun habe ich vor 7 Wochen eine Erwerbsminderunsrente eingereicht, meine Psychaterin sagte mir, sie steht an meiner Seite und begleitet mich.
    Was ich mir wünsche sind 5h tägliche Arbeit. Ich brauche die Arbeit und bin momentan echt am überlegen, ob ich Montag wieder zur Arbeit gehe
    Ich meine, der Antrag läuft ja und der kann ja nicht abgelehnt werden, wenn man wieder arbeitet, oder?

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    1. ach ja, ich habe vergessen zu erwähnen das ich 30% GDB bekommen habe, auf mein Herzinfakt u Depressionen, habe dann Wiederspruch eingelegt, wurde abgelehnt und nun läuft gerade ein Verschlimmerungsantarg ( wegen Depr)

      Viele Grüße
      Chriatian

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  19. Hallo Christian,
    du musst dir genau überlegen, was du willst. Wenn du die Rente willst, weil du nicht arbeiten kannst, dann wäre es nicht klug, zu demonstrieren, dass du es doch kannst. Da musst du eher mit einer Ablehnung rechnen. Ohnehin werden etwa 50 Prozent aller Rentenanträge abgelehnt. Also, wenn du die Rente willst: Finger weg von der Arbeit! Wenn du eine Rente wegen teilweiser Erwerbminderung willst, und das geht wenn du bis zu sechs Stunden täglich arbeiten kannst, aber keine volle Erwerbsminderungsrente erwartest, dann schadet es nicht, 5 Stunden täglich zu arbeiten. Ich würde dann aber an deiner Stelle einen Gleichstellungsantrag beim Arbeitsamt stellen, damit dir der besondere Schutz deines Arbeitsplatzes zuteil wird, denn dann brauchst du nicht unbedingt die 50 Prozent GdB vom Versorgungsamt.

    Näheres dazu hier: http://www.vdk.de/deutschland/pages/themen/behinderung/21146/gleichstellung_mit_schwerbehinderten_menschen

    Liebe Grüße Benno

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  20. Hallo Benno,

    danke für Deine schnelle Antwort :-)

    Du schreibst:
    "...wenn du die Rente willst: Finger weg von der Arbeit! Wenn du eine Rente wegen teilweiser Erwerbminderung willst, und das geht wenn du bis zu sechs Stunden täglich arbeiten kannst, aber keine volle Erwerbsminderungsrente erwartest, dann schadet es nicht, 5 Stunden täglich zu arbeiten.."
    Ich meine, ich versuche es, wenn es nicht klaptt würde ich über den VDK Einspruch einlegen, aber weisste was mich so kirre macht, täglich auf den Postboten zu warten in der Hoffnung das ein Schreiben von der DRV dabei ist. Wenn man im Internet ein bischen recherchiert und dann liest, dass es Menschen gibt, die seit 1 Jahr auf einen Beschluss warten, macht mich das ganz unruhig, selbst ein halbes Jahr zu warten auf Post ist furchtbar.
    Mein anderes Problem ist: Krankengeld
    Ab Montag zahlt mein Arbeitgeber nichts mehr, ab dann würde mir Krankengeld wieder zustehen, ich habe das ja schon 2x durch, 1x wegen meinem Herzinfakt und das andere mal wegen Depressionen, ich hätte ungefähr noch knapp 1 Jahr Anspruch von den 78 Wochen. Das ganze Prozedere wieder :-( die Anrufe von der Krankenkasse...wie fühlenn sie sich?!...wann glauben sie wieder arbeiten zu können?!....ich habe da keine Lust drauf.
    Dann die Mails von meinem Chef ( der weiss ja von nichts, habe nie erwähnt das ich Rente eingereicht habe) wie gehts Ihnen?!...wann kommen sie wieder?!...

    Ich bin so verunsichert, dass glaubst Du garnicht....:-(

    Aber Du tust mir Gut ;-) Danke! für Deinen Rat

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  21. Hallo Christian,
    ich verstehe deine Unruhe. Ich habe das auch durch. Das macht einen wirklich kirre! Die Ungewissheit ist so ziemlich das Schlimmste, dass man einem Menschen antun kann. Dennoch: Du musst klar sein, indem was du willst. Ich war lange Zeit auch unsicher, was die Rente betraf, sah mich als Sozialschmarotzer und so... Es hat eine Zeit gedauert, bis ich mir sicher war: Ich will die Rente und sie steht mir zu! Meine Frau hat mir damals sehr geholfen, mir klar zu werden. Von da ab war es dann einfacher, denn mir war klar: Ich bekomme, was mir zusteht egal wie steinig der weg ist. Am Ende war er gar nicht steinig, nicht einmal uneben. Konzentriere dich ganz auf dein Ziel. Stell dir vor, wie es sein wird, wenn du den Rentenbescheid in Händen hältst. Und bis dahin ruh dich aus, tue dir etwas Gutes.Und der KK und deinem AG sagst du am besten die Wahrheit: Du kannst noch nicht wieder arbeiten...

    Alles Gute, Christian!

    Benno

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  22. Hallo, ich bin 51 Jahre seit 5 Jahren in Behandlung und habe eine Reha hinter mir. Meine Depressionen werden nicht besser und da soll man noch arbeiten können. Es geht einfach nicht mehr und jetzt einen Rentenantrag stellen mir fehlt die Kraft ???

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    1. Einen Rentenantrag zu stellen, muss nicht viel Kraft kosten. Ich habe mir damals online einen Termin in der Rentenberatungsstelle in Hildesheim gemacht. Von dort wurde ich informiert, welche Nachweise ich mitzubringen hatte. Dann bin ich da hin spaziert und ach einer halben Stunde war alles erledigt. Ich habe nicht ein einziges Formular selbst ausgefüllt. Das können die Profis auch viel besser. Mir meinem Verlängerungsantrag habe ich es genauso gemacht. Einfach super! Diese Vorgehensweise kann ich nur empfehlen. Liebe Grüße Benno

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    2. Hallo Benno,
      ok, das hört sich gut an Termin habe ich vereinbart. Was mach ich wenn das ganze in die Hose geht und mein Chef mich entlässt. Ich hab Kinder im Studium Haus noch nicht bezahlt...

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    3. Du solltest parallel unbedingt einen Antrag auf Schwerbehinderung beim zuständigen Versorgungsamt stellen. Einzelheiten hier: http://www.was-ist-depression.net/2013/04/depression-und-schwerbehinderung-das.html

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    4. Hallo,
      einen Antrag habe ich vor ca. 1 Jahr gestellt, habe heute 20 % bekommen. Besser wie nichts , mein Arzt meint einen Rentenantrag zu stellen seih noch zu früh mir fehlen Krankheitstage und noch ne Kur ...

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    5. Mit einem Rentenantrag hast du doch nichts zu verlieren? Im schlechtesten Fall bleibt alles wie es ist. Aber so ein Antrag macht auch deutlich, wie schlecht du dich fühlst. Ich würde den Antrag stellen. mein Hausarzt damals meinte, ich wäre zu jung für die Rente. Nun, er irrte. Es war eben nur seine Meinung, nichts weiter. Zu entscheiden hat er das nicht. Ich war nie zur Kur und bei Antragstellung 48 Jahre alt. Krankentage allerdings hatte ich reichlich.

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    6. Hi Benno, wär es möglich mit dir zu telefonieren du kannst deine Tel. Nr, mir zumailen. ??? Mail folgt dann.

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    7. Technisch möglich wäre es schon, mit mir zu telefonieren, ich bitte aber davon Abstand zu nehmen. Es stresst mich über die Maßen, telefonieren zu müssen. Ich tue dies nur äußerst selten und wenn, dann auch nur, um mal einen Termin abzustimmen. Ich telefoniere weder mit meiner Frau, noch mit meinen Kindern. Es tut mir einfach nicht gut. Bitte hab Verständnis dafür! Liebe Grüße Benno

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    8. Hallo Benno,
      wäre es möglich das wir mal telefonieren. Du kannst deine Tel Nr. mir zu mailen wenn es für dich ok ist ???

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    9. Hallo Anonym vom 21.04.14 15:46
      Wie oben schon einmal zum Ausdruck gebracht: Technisch möglich wäre es schon, mit mir zu telefonieren, ich bitte aber davon Abstand zu nehmen. Es stresst mich über die Maßen, telefonieren zu müssen. Ich tue dies nur äußerst selten und wenn, dann auch nur, um mal einen Termin abzustimmen. Ich telefoniere weder mit meiner Frau, noch mit meinen Kindern. Es tut mir einfach nicht gut. Bitte hab Verständnis dafür! Liebe Grüße Benno

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  23. Hallo, ich bin 52 Jahre und werde seit knapp einen Jahr auf Arbeit gemobbt. Ende des Jahres ging nichts mehr. Ich war schon 2 Monate wegen HWS, LWS und Kniebeschwerden krankgeschrieben. Meine Beziehung war fast zu Ende, mein Gewicht reduzierte sich auf 48 kg, ich war nur am heulen, überhaupt nicht mehr belastbar, wichtige Dinge wie Haushalt ect. schaffe ich nicht mehr.und mit den Nerven komplett fertig. Ich entschloss mich endlich die wahre Geschichte meiner Hausärztin zu erzählen und Sie antwortete „ ich konnte mir schon so was denken. Überweisung zum Psychologen, Termin bekam ich innerhalb von 4 Wochen. Daraufhin Überweisung zum Psychiater. Nehme jetzt AD`s. Im Dezember stellte ich einen Antrag auf Schwerbehinderung ( LWS, HWS) Im Februar einen Antrag auf erneute Feststellung wegen Depression. Bescheid liegt noch nicht vor, aber Sie wollen es jetzt sehr eilig machen. Vorige Woche bekam ich einen Anruf meiner Firma, dass Sie mich kündigen wollen. Mobbing kann ich nicht nachweisen, da ich kein Tagebuch geführt habe. Gewusst haben es viele Chefs, nur geholfen hat keiner. Der medizinische Dienst hat mir jetzt bescheinigt, dass ich erst Therapie machen soll und dann zur Reha. Was kann ich jetzt tun? Kraft habe ich überhaupt nicht und ich weiß, dass es ein schwieriger Weg wird.

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  24. Hallo, drei Tipps möchte ich dir geben. Sorge für schöne Momente in deinem Leben. Das muss nichts Großes sein. Gönne dir besondere Momente, was immer das für dich bedeutet (siehe auch http://www.depression-selbsthilfe-depressionen.com). Stelle einen Antrag auf Schwerbehinderung beim Versorsorgungsamt und informiere deinen Arbeitgeber darüber. Die Kündigung wird dann um einiges schwerer für ihn. Und drittens kann ich dir nur empfehlen, die Rente zu beantragen. So kämst du endlich aus dem Teufelskreis. Liebe Grüße Benno

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    1. Hallo Benno,

      Danke für Deine schnelle Antwort. Einen Antrag auf Schwerbehinderung habe ich schon im Dezember/13 gestellt. Bescheid steht noch aus. Da ich meine Kündigung in den nächsten Tagen erhalten werden, brauche ich ja meinen AG nicht mehr informieren. Ehrlich gesagt, ich will keinen Kontakt mehr. Wie immer, war meine Nacht sehr kurz. Deine HP ist sehr gut und hilfreich.Werde öfters vorbei schauen.
      LG

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    2. Wenn du die Kündigung so hinnehmen willst, was ich verstehen könnte, musst du nichts weiter unternehmen. Wenn du sie aber verhindern willst, solltest du deinen Arbeitgeber über den Antrag auf Schwerbehinderung informieren, bevor er die Kündigung ausspricht. Ich bin nun schon 5 Jahre Rentner, aber meinen Arbeitsplatz habe ich immer noch sicher. Wer weiß, wozu dies noch einmal gut sein kann? Liebe Grüße und gute Besserung! Benno

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    3. Hallo Benno,

      ich habe soeben Deinen Ratschlag befolgt und beim AG meinen Antrag auf Schwerbeschädigung mitgeteilt. Zuerst wurde die Stimme der zuständigen Kollegin leise, dann Stumm. Ich merkte, wie angespannt Sie auf einmal war. Ich soll jetzt eine Kopie von der Antragstellung zuschicken. Ich habe schon viel im Netz gelesen, aber noch keine Seite war so hilfreich und informativ.

      Danke für Deine Ratschläge und Zeit, die Du für uns Alle aufbringst.

      LG

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  25. Hallo,

    ich leide schon seit Jahren an Depressionen und nehme bestimmt schon 10 Jahre Antidepressiva. War jetzt auch 8 Wochen in einer Tagesklinik. Letzte Woche habe ich einen Antrag auf Schwerbehinderten-Ausweis gestellt. Ab wann muss ich den Arbeitgeber darüber informieren und wie formuliere ich das am Besten?

    Vielen Dank für die Rückmeldung.

    Grüße

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    1. Nach geltender Rechtslage bist du aus meiner Sicht nicht verpflichtet, deinen Arbeitgeber über eine Schwerbehinderung oder einen entsprechenden Antrag zu informieren. Es wird jedoch von den zuständigen Stellen empfohlen. Bei mir stand dieser Hinweis damals mit im Antragsformular und so habe ich meinen Arbeitgeber informiert. Solltest du jedoch am Ende keinen GdB ab 30 zuerkannt bekommen, ist dir der ganze Prozess womöglich eher von Nachteil. Mit heutigem Kenntnisstand würde ich den Feststellungsbescheid abwarten und ggfs. dann erst meinen Arbeitgeber informieren. Sollte es zwischenzeitlich zu einer Kündigung kommen, kannst du bis zu einem Zeitraum von drei Wochen immer noch Einspruch einlegen und die beantragte Schwerbehinderung geltend machen. Beachte aber bitte, dass dies hier nur meine persönliche Meinung ist und keine rechtssichere Beratung darstellen kann. Im Zweifelsfall wende dich bitte an eines der bundesweit tätigen Integrationsämter:

      http://www.integrationsaemter.de/Kontakt/89c66/index.html

      Liebe Grüße Benno

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  26. Hallo Benno,

    vielen Dank für Deine Rückmeldung.

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  27. Hallo Benno, bin durch Zufall auf Deinen Blog gestoßen und bin froh, dass ich nicht alleine das Problem habe. Ich habe seit 2012 einen GdB von 40 % (nur mit anwaltlicher Unterstützung) für 2 x LWS OP, Spinalkanalverengung und somatoformes Schmerzsyndrom. Nun bin ich seit über 2 Jahren in psychotherapeutischer Behandlung mit 3 Wochen Aufenthalt in Psychiatrischer Klinik und Psychotherapeutischer Reha 5 Wochen. Diagnose = mittelgradige rezidierende Depression. Habe einen Verschlechterungsantrag gestellt, der abgelehnt wurde. Habe nun Widerspruch eingereicht, da die mittelgradige Depression nicht berüksichtigt wurde. Wie siehst Du die Sache aus Deiner Perspektive? Ich bin 56 Jahre alt und noch voll berufstätig. Danke für einen Tipp.

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  28. Hallo Anonym vom 23.06.14 15:50

    Ich habe heute schon einmal eine ähnliche Frage beantwortet. Die wichtigste Frage in diesem Zusammenhang ist: Wie denkst du über dich? Hältst du dich für arbeitsfähig? Willst du noch arbeiten? Willst du in die Rente? Durch dein Tun demonstrierst du, dass du arbeiten kannst und das du es auch willst, bewusst oder unbewusst. Was wir tun, ist das was wir wollen.
    Wenn deine Depression nicht berücksichtigt wurde, ist ein Widerspruch in jedem Fall berechtigt. Du hast aber auch die Möglichkeit, beim Arbeitsamt einen Gleichstellungsantrag zu stellen. Das kann man ab 30% GdB und es schützt dann deinen Arbeitsplatz wie ein GdB 50. Aber wie schon gesagt, das ist alles davon abhängig, wohin die Reise gehen soll. Willst du arbeiten? Dann stelle diesen Antrag. Willst du in Rente? Dann stelle einen Rentenantrag! Chancen bestehen immer, solang wir selbst daran und an uns glauben. Ich wünsche dir alles Gute für deine Zukunft! Liebe Grüße Benno

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  29. Hallo, ich war in 2010 1,5 Jahre wegen Depression arbeitsunfähig, habe in dieser Zeit versucht einen Therapieplatz für eine Psychotherapie zu bekommen, hat mangels der langen Wartezeiten bei den Therapeuten nicht geklappt; bin dann wieder mit Depression arbeiten gegangen und habe mich in den drei Jahren durchgeschleppt.Nun bin nach Mobbing seit März 2014 arbeitsunfähig, wegen Depression und Zwänge und bin seit Mai in Psychotherapie und beantrage nun, auf Anraten meiner Hausarztin und Psychotherapeut, eine Rehamaßnahme (Kur)in einer Psychosomatischen Klinik.Da ich angst habe, daß mein Arbeitgeber mich kündigen könnte frage ich an, ob es von Vorteil für mich wäre, einen Schwerbehinderungsausweis zu beantragen; außer den vorgenannten Krankheiten habe ich eine Fehlstellung des linken Auges und HIV.Danke für die Antwort!

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  30. Lieber Leser vom 22.09.14 11:49,
    die Angst vor einer Kündigung im Falle von Depressionen oder überhaupt psychischer Erkrankung halte ich durchaus für gerechtfertigt. Ich kann dir nur dringend anraten, das baldigst umzusetzen, was du dir überlegt hast und die Schwerbehinderung zu beantragen. Mit Abgabe des Antrages hast du meines Wissens nämlich schon einen vorläufigen Schutz vor willfähriger Kündigung.
    Liebe Grüße Benno

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  31. Hallo Benno,
    leider geht es mir seid einiger Zeit auch sehr schlecht.Letzte Woche war ich bei meinem Hausartz und er meinte ich würde unter Depressionen leiden.Mir fällt es noch sehr schwer drüber zu sprechen und habe selbst Angst zum Psychiater zu gehen.Alldinge habe ich mir das jetzt fest vorgenommen.
    Ich leide auch viel(weshalb ich beim Arzt war) unter Schlafstörungen,selbst wenn ich aber 8 Stunden schlafe bin ich immer müde.Dzu kommt das ich total vergesslich werde und mich kaum Konzentrieren kann.Irgendwie geht mein ganzes Leben denn Bach runter.Was mich aber wundert ist das ich noch zum Sport gehe-irgenwie hilft mir das sogar.
    Allerdings habe ich große Angst jetzt durch die Depression meine Arbeit zu verlieren.Sollte ein Psychater wirklich eine Diagnose stellen,sollte ich dann schon sofort einen Antrag stellen auf Schwerbehinderung?Aber was ist wenn ich nur 20 bekomme?dann wäre ich sofort Kündbar.
    Würde mich sehr über Tipps freuen!

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    1. Der Zustand, den du beschreibst, deutet schon sehr auf eine Depression hin und deshalb ist es gut, dass du nun einen Facharzt aufsuchen willst, denn nur er kann eine gesicherte Diagnose stellen. Sobald du die Diagnose hast, solltest du dann auch ruhig einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen. Damit bist du dann nicht mehr so einfach kündbar. Und was ist, wenn du nur 20% bekommst? Das wird sicher dein geringstes Problem sein. So krank wie du bist, kannst du nicht mehr vernünftig arbeiten und das wird auch deinem Arbeitgeber nicht entgehen. Meistens merken Außenstehende noch viel früher als man selbst, dass etwas nicht stimmt. Und dann kommt die Kündigung wahrscheinlich sowieso. Du kannst also nur gewinnen bei der Aktion. Aber nun warte erstmal ab, noch ist ja kein Antrag gestellt, geschweige denn entschieden.
      Das dir der Sport gut tut, glaube ich dir. Sport ist auch Teil einer guten Behandlung von Depressionen und hat mehrfach positiven Einfluss auf die Erkrankung. Bewahre dir dies! Sport stärkt das Wohlbefinden, das Selbstbewusstsein und es ist etwas, dass du unmittelbar selbst tun kannst. Damit entkommst du einer eventuellen Hilflosigkeit oder Ohnmacht. Ich wünsche dir gute Besserung! Liebe Grüße Benno

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  32. Hallo Benno,
    Bin 51 Jahre und seit 31.12.13 wegen Bourn out und Depression Arbeitsunfähig war 11 Wochen in Tagesklinik bin in Psychiatricher Therapie und beim Verhaltenstherapeut eine Reha beantragte ich im März wurde abgelehnt 2 Reha beantragte die Tagesklinik im September abgelehnt Einspruch TK hat Einspruch eingelegt bis heute noch in Arbeit meine Diagnose schwere Depressive Episode brauche nur einen Brief meines Arbeitgebers in die hand zu bekommen dann flenne ich wie einWasserfall bin fertig mit der Welt Leere Angst meinen Arbeitsplatz zu nahe zu kommen Panik bricht in mir aus traurigkeit Panik vor fremden Menschen ich weis nicht mehr weiter bin nicht mehr belastbar habe auch irgend wie angst meine Arbeit für die ich immer alles gab sie mein Herzblut war tut mir leid kann nicht weiter mir laufen schon wieder die Tränen

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    1. Ja, das sind schwere Depressionen. So fühlen die sich an. Man weiß nicht mehr weiter, ist Null belastbar und bei jeder Gelegenheit rollen die Tränen. Aber weißt du, das ist nicht das Ende des Lebens. Das ist eine Krankheit und die kann man behandeln. Ich selbst bin ein Beispiel dafür. Zwar kann ich nicht mehr arbeiten, bin nun Rentner, aber ich lebe wieder gern. Es geht mir gut. Ich bin zufrieden und oft sogar glücklich. Das wirst du auch schaffen. Nicht auf die Schnelle. Das braucht Zeit, aber das wird, glaub mir. Vielleicht solltest du auch die Rente beantragen, bevor du bald ausgesteuert bist? Eine schwere Depression zu heilen kann schon ein paar Jahre dauern. Nimm dir doch diese Zeit! Hast du nicht schon genug gearbeitet in deinem Leben? Wenn es nicht genug gewesen wäre, könntest du jetzt auch noch arbeiten gehen. Aber du hast dein Pensum voll, vermutlich mehr als voll. Die Signale, die dir dein Körper sendet sind eindeutig: Angst und Panik in Bezug auf die Arbeit. Dann ist jetzt die Zeit, zur Ruhe zu kommen. Gönne dir diese Zeit! Ich kann dir dies nur wärmstens empfehlen. Es wird dir gut tun. Liebe Grüße Benno

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  33. Hallo Beno, bin 51 Jahre und seit 7 Jahren wegen mittlerweile starken Depressionen und Angstzustände in Behandlung. 2012,13,14 Burn Out. Reha 2013, Stationärer Klinikaufenthalt 12 Wochen in 21014 jetzt habe ich einen Antrag auf EU Rente gestellt. Bin total am Ende und kann nicht mehr. Haben Sie Erfahrung wie lange so ein Antrag geht und wie meine Chancen sind. Eine kurze Antwort wäre sehr Hilfreich. Dem Rentenantrag habe ich 5 Arztberichte beigefügt aus den hervorgeht das ich Erwerbsunfähig bin.

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    1. Also, die Bearbeitungsdauer liegt etwa bei 4-8 Monaten. Vermutlich wirst du in der Zwischenzeit zum Gutachter geladen und mit ziemlicher Sicherheit wird man dir eine Reha verordnen. Zu den Chancen kann ich leider nur mit statistischen Zahlen dienen: Etwa jeder zweite Rentenantrag wird angenommen. Es kommt immer auf den Einzelfall an und der wird nun geprüft. Liebe Grüße und viel Erfolg! Benno

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    2. Vielen Dank für deine Antwort. Reha hatte ich in 4/2013 danach arbeitete ich wieder bis zum nächsten Burn Out.(bis zum Umfallen 12 Std am Tag)
      Von September bis November 2014 war ich Stationär in einer Fachklinik Psychiatrie.
      Arbeitsunfähig entlassen worden. VdK hat GDB 50 % gestellt, 20% hatte ich in 2013.
      Mein Psychiater meint sogar GDB 60-100% wären angebracht .6 Arztartetest liegen der Renten Kasse vor. Liebe Grüße

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    3. Hallo an Unbekannt, hier ist Coco Rosie. Wichtig ist, dass Du beim VDK gemeldet bist und der Antrag über den VDK abgewickelt wird. Falls Dein Antrag schon abgeschickt ist, geh trotzdem zum VDK. Die helfen Dir auf jeden Fall, such Dir die nächste Stelle, dann solltest Du unbedingt ins Forum kommen, ich denke Du solltest da noch einiges wissen, was die Reihenfolge angeht. Liebe Grüße Coco

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  34. Den VDK kann man voll vergessen habe selbst die erfahrung gemacht.Dort sitzen Damen (Neuss) die reden und reden aber ansonsten hilfe gleich Null.es sieht so aus als wollen sie nur mitglieder um ihre kosten und veranstaltungen zu finazieren

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  35. Ich denke, es steht und fällt immer mit den Menschen, mit denen man zu tun hat. Auch wenn es negative Erfahrungen gibt, gibt es doch auch viele positive Beispiele. Ganz ohne Unterstützung zum Beispiel in einen Widerspruch zu gehen, halte ich jedoch für ziemlich aussichtslos. Deshalb ermutige ich immer dazu den VdK oder SoVD einzuschalten. Liebe Grüße Benno

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  36. Benno, falls ich "nur" einen GdB unter 50 bekomme, werde ich im Widerspruch gehen, meinst Du, dass ich mit der Verdi und Rechtsanwalt gut gerüstet bin, oder sollte ich lieber in einem Sozialverband eintreten?

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    1. Nun, gut gerüstet bist du sicher mit einem guten Anwalt an deiner Seite. Wo der herkommt, ist erstmal nicht so wichtig, denke ich. Vielleicht kommt es ja auch gar nicht soweit und du bekommst einen höheren GdB. Falls er aber auf 30 oder 40% ausfällt, hast du auch die Möglichkeit, beim Arbeitsamt eine Gleichstellung zu beantragen. Das Geld für einen Sozialverband würde ich mir an deiner Stelle erst einmal sparen, denn du bist ja anwaltlich abgesichert. Liebe Grüße Benno

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  37. Hallo Benno, ich leide auch unter Depressionen und habe letzte Woche einen Antrag auf EU-Rente gestellt. Jetzt will mich meine Krankenkasse trotzdem noch zum MDK schicken. Ist das normal und muss ich diesen Termin unbedingt wahrnehmen? LG

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    1. Hallo, ich denke schon, denn noch bist du ja kein Rentner. Ich an deiner Stelle würde den Termin wahrnehmen. Nimm ihn als Chance und Gelegenheit, aktenkundig zu machen, wie es dir geht, was dir dein tägliches Leben schwer macht und wo dir die Teilhabe am öffentlichen Leben besonders eingeschränkt ist. Liebe Grüße Benno

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  38. Hallo Benno ich bin seit Juni 2014 wegen mittelschwerer Depression krankgeschrieben habe gerade eine 6 wöchige Reha hinter mir mit dem Ergebniss arbeitsunfähig für den letzten Arbeitsplatz arbeiten könnte ich aber ohne Zeitdruck, bin Kassierin und 58 Jahre alt.Die Diagnosen der Reha lauten F 48,0 F45,40 F 10,90 ich habe sehr hohen Blutdruck darf lt. Reha nur mäßigen Sport treiben. ich soll jetz einen schwerbehindertenantrag stellen wozu mir meine Ärztin auch rät gleichzeitig sagt sie aber sie müssen bald wieder arbeiten so schwer krank sind sie nicht das man mich noch lange krankschreibt.Ich habe gestern mit einer Psyschotherapie angefangen im Moment weiß ich allerdings nicht wo mir der Kopf steht.l.g.

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    1. Hallo du verzweifelter Mensch! Lass dich nicht beirren von dem, was andere dir sagen. Mein einstiger Hausarzt war auch der Meinung, das sich zu jung für die Rente sei. Ich habe ihn gewechselt. Halte dich nicht mit Leuten auf, die dich nicht in dem unterstützen, was du brauchst. Wenn du fühlst, dass du nicht arbeiten kannst, dann ist es auch so. Und wenn man dich arbeiten schickt und du fühlst dich an jenem Tag nicht dazu in der Lage, dann gehst du auch nicht zur Arbeit, sondern stattdessen schön brav wieder zum Arzt, auch wenn dem das womöglich nicht gefällt. Es geht hierbei nicht um den Arzt, sondern um dich und dein Befinden.Und niemand weiß besser, wie es dir geht, als du selbst. Also vertrau dir und lass dich nicht verunsichern. Jetzt erstmal die Therapie und dann weiter gucken. Geht es dir danach gut genug, wird es vielleicht die Arbeit sein, geht es dir nicht gut genug, wird es der Krankenschein sein. Aber hilflos ausgeliefert bis du dem allem nicht. Du darfst auch jederzeit Nein sagen. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, Erwerbsminderungsrente zu beantragen? Mir hat das sehr geholfen. Liebe Grüße Benno

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  39. Hallo Benno,
    auch hier muss ich sagen Top Beitrag.
    ich leide an Asthma Bronchiale Lungenfunktion 47 Prozent, ADHS ADS gemischt,Depressionen.. Blutdruck viel zu hoch..
    Bin auch befristet für 2 Jahre als 100 Prozent erwerbsunfähig geschrieben und beziehe Rente
    habe einen antrag auf GDB gestellt..bekommen 30 Prozent,dann neuen gestellt mit dem anhang meiner BTMG Abhängigkeit,clean seit 2005. dann habe ich 40 Prozent bekommen.
    Ich bin in Widerspruch gegangen da ich weder weit laufen kann noch alleine das Haus verlassen kann..mittlerweile sogar pflegestufe 0 bekommen..
    Nun geht der Widerspruch seit einem halben Jahr..
    Ist das normal oder wollen die Zeit schinden...
    In deinem anderen Blog hab ich auch geschrieben gehabt...

    LG Frank

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    1. Hallo Frank, vielleicht ist es auch normal, dass sie Zeit schinden wollen? Bei mir lief ein Antrag auf Anerkennung von Haftfolgeschäden einmal über vier Jahre. Es war die gleiche Stelle, die auch den GdB bearbeitet hatte. Da kann einem dann schon die Luft ausgehen irgendwann. Bei mir hat es geholfen, zwischendurch mal nachzufragen. Einmal habe ich gefragt, ob ich denn einen Anwalt bräuchte oder ob nun noch irgendwann der Bescheid kommt. Dann kam er. Es war allerdings eine Ablehnung und mir fehlte dann nach all den Jahren die Kraft, noch einmal von vorne anzufangen. Ich habe es also nicht weiter verfolgt. Ich drücke dir aber die Daumen, dass bald alles zu deinem Vorteil ein Ende findet. Liebe Grüße Benno

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  40. Hallo, ich habe eine mittelschwere Depression und Anststörungen seit 2010. Im Jahr 2012 war ich in einer Tagesklinik (Psychosomatik) mit Medikamenten. Im Jahr 2011 und 2012 war ich viel AU geschrieben. Seit einiger Zeit habe ich wieder vermehrt Probleme. Die AU nimmt wieder zu. Ich bekomme leider nichts mehr auf die Reihe, nehme wieder Tabletten (Venlafaxin). Fühle mich benommen, unkonzentriert und antriebslos. Die Öffentlichkeit meide ich, fühle mich daheim am wohlsten.Ich habe einen Rentenantrag beim Rentenversicherungsträger gestellt - ich warte noch auf den Bescheid. Beim Psychiater war ich nie - habe mich dort nicht hingetraut, kann auch sehr schlecht ein Vertrauensverhältnis aufbauen, dass war früher ganz anders. Die Probleme kommen denke ich von der Arbeit, dort habe ich viel persönlich durchmachen müssen (pers. Angriffe gegen mich). Nun wollte ich euch fragen ob ich einen Antrag stellen könnte oder was könnt ihr mir raten, was sollte ich vor Antragsstellung noch tun? Mein vorrangiges Ziel ist Gesund zu werden und meine Arbeit zu behalten. Ich bin erst 33 Jahre alt.

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    1. Korrektur: Ich meinte ich habe einen REHA-Antrag gestellt. Rente natürlich nicht, will und muss arbeiten.

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    2. Ich nehme an, du fragst hier nach, ob du einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen könntest, weil dies ja das Thema dieses Beitrages ist. Einen Antrag auf Schwerbehinderung zu stellen, würde ich dir auf jeden Fall anraten. Du hast dann einen besseren Kündigungsschutz und auch mehr Urlaub. Vor Antragstellung musst du eigentlich nichst tun, es sei denn es gibt bislang keine Diagnosen, Arztberichte diesbezüglich etc. Dann solltest du natürlich vorher zum Psychiater gehen. Vertrauensverhältnis hin oder her. Das ist der Weg. Wenn etwas vom System willst, musst du die Regeln des Systems akzeptieren. Das ist nicht immer angenehm, ich weiß. Aber ich rate dir dazu. Liebe Grüße Benno

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  41. Hallo Benno,
    nun nach langem hin und her hab ich meinen schwerbehindertenausweiss mit gdb 50 bekommen.
    auf nachfrage hiess es das ich den grünen ausweis bekomme,ohne Buchstaben.
    ich weiss nicht ob ich weiter die Energie habe dort beim Versorgungsamt weiter zu machen,,kann durchs Asthma , lungenfunktionstest 47 % nur aufgestützt einkaufen gehen..nach nur ein paar metern bleibt mir die luft weg..das ist denen bekannt.
    nun ist dazu gekommen das ich kein Auto mehr fahren darf und auch pflegestufe 0 bekomme...
    alleine raus darf ich nicht da ich gefahren nicht erkenne,somit nur mit meiner frau vor die tür kann.
    somit müsste mir doch eigentlich zumindestens ein b für Begleitperson zustehen.
    meines erachtens müsste da noch das g zukommen, da ich keine weiten strecken zurücklegen kann.
    weisst du einen rat für mich?

    Lg Frank

    anderer beitrag hier von mir 25.02.2015 15.49 uhr

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    1. Hallo Frank, ein GdB von 50 ist ja schon mal nicht schlecht. Allerdings halte ich ein Merkzeichen in deinem Fall auch für angebracht. Wenn du auch dieser Überzeugung bist, dann tritt dafür ein, aber hole dir Hilfe hierfür beim VdK oder SoVD. Wenn du das Haus nicht allein verlassen kannst, muss das auch Niederschlag finden, denke ich. Liebe Grüße Benno und viel Erfolg!

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  42. Hallo...Dein Block hier gibt sehr viel Kraft für Kommendes! Wo fange ich an? Habe seit ca. 20 Jahren Rückenprobleme (degenerativ, NPP HWS und LWS). Diagnostiziert vom Facharzt sind auch Depressionen, generalisierte Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen. Letztes Jahr im März die erste Reha (ach ja, Rheuma hab ich auch noch ;) wegen der rheumatoiden Arthritis. Dort wurde festgestellt, das ich in meinem damaligen Job (Altenpflege) nur noch <3 Stunden arbeiten dürfte. Vom Rücken her (was die ja eigentlich nicht bewerten dürfen, wenn das Rheuma der Grund für die Reha war) hieß es damals EU-Rente. OK, da ich arbeitsfähig hingekommen war , durften die mich nicht AU entlassen. Ich erhielt den Tipp, zuhause sofort zum Doc zu gehen und mich AU schreiben zu lassen, was ich auch tat. Da war ich also vom 01.04.2014 bis 07.11.2014 AU.....wieso dann nicht mehr? Weil die Krankenkasse gedrängelt hat und die neue Hausärztin, die ich aufgrund eines Umzugs wählen MUSSTE, sich darauf eingelassen hat. So weit, so gut....es lief ja nebenbei Teilhabe am Arbeitsleben. Habe dann in diesem Jahr im März versucht, an einem Kurs zur Berufsfindung teilzunehmen (für Menschen mit psychischen Diagnosen). Dieser wurde am 3. Tag von den Kursleitern abgebrochen, weil die gemerkt haben, dass ich aufgrund der Depression und der Angststörung nicht in der Lage bin, an dem Kurs teilzunehmen. Sie empfahlen mir den sozialpsychiatrischen Dienst und eine Traumatherapie (da bin ich jetzt dran, dauert halt alles). Die Rentenversicherung hat mir mittlerweile die Teilhabe gestrichen. Habe mir den EU-Rentenantrag ausgedruckt, mal genauer angeschaut und schon wieder dran verzweifelt. Ich glaube, ich brauche da jemanden, der mir hilft. Ach ja, ich habe einen GdB von 20% (Wirbelsäule + Depressionen), welchen ich aber auch neu beantragen werde!
    Ich hoffe, ich habe die Kraft, das jetzt alles durchzustehen. Man muss sich ja immer "rechtfertigen" und erklären, wenn man psych. Diagnosen hat und darauf hab ich echt manchmal keine Lust mehr!!!!
    Liebe Grüße und danke für Eure Geduld!
    Petra

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    1. Hallo Petra,
      so wie ich es sehe, wirst du die Rente nun wohl auch bekommen. Wenn dir die Rentenkasse die Teilhabe gestrichen hat, können sie dir ja wohl kaum die Rente verwehren, oder? Ich sehe das jedenfalls als Indiz hierfür. Die Rentenkasse geht immer zwei getrennte Wege. Zuerst investieren sie in deine Wiederherstellung. Wenn das aber keine Aussicht auf Erfolg hat, sparen sie sich das Geld und zahlen lieber dann lieber die Rente. Mir dem Antrag musst du dich nicht selber Abquälen. Ich habe noch nie einen Rentenantrag ausgefüllt und habe inzwischen die Rente sogar auf Dauer genehmigt bekommen. Mache einfach online einen Termin bei einer Rentenberatungsstelle und gib als Grund den Rentenantrag an. Du erfährst dann, welche Unterlagen und Informationen du beschaffen musst und um den Rest kümmert sich dann jemand, der sich mit solchen Anträgen auskennt. Das dauert in der Regel nicht länger als dreißig Minuten und ist ein Kinderspiel für dich, vertrau mir. Viel Erfolg und liebe Grüße! Benno

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  43. Hallo,
    ich bin zur Zeit krank geschrieben wegen Depression.
    Nun weiß ich, das man "nur" 78 Wochen Krankengeld bekommt. Was passiert danach wenn ich tatsächlich solange krank bin bzw. was muss ich machen?
    Habe noch einen bestehenden Arbeitsvertrag.
    Wie hast Du geschafft, das du nicht in Hartz4 gerutscht bist? Da habe ich Angst vor, dorthin zu kommen.
    Grüße, Andi

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    1. Wenn sich eine Genesung nicht absehen lässt, solltest du einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente noch vor Ablauf des Krankengeldes stellen. In der Regel wirst du dazu aber auch von der Krankenkasse aufgefordert. Solange dann der Rentenantrag läuft zahlt das Arbeitsamt ALG1 zur Überbrückung. Wird die Rente bewilligt, verrechnen Arbeitsamt und Rentenkasse im Nachhinein ihre Leistungen, wird der Antrag abgelehnt, bleibt es beim Bezug des ALG1, soweit ich weiß. Alles Gute für dich und liebe Grüße Benno

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    2. Hallo Benno,

      wie hast du es geschafft, trotz Rente, dass du noch deinen Arbeitsplatz hast?
      LG

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    3. Bevor ich einen Rentenantrag stellte, beantragte ich einen Schwerbehindertenausweis. Ich denke, dass der mich vor einer Kündigung bewahrt hat. Die Erwerbsminderungsrente wird nur solange gezahlt, wie die Gründe bestehen, die zu ihr führten. Mein Arbeitsverhältnis ruht. Sollte ich genesen und wieder arbeitsfähig sein, kann ich an meinen alten Arbeitsplatz zurück. Das ist zwar nicht sonderlich realistisch, verschafft mir aber dennoch regelmäßig ein gutes Gefühl. Liebe Grüße Benno

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  44. Hallo Benno,
    ich habe schon viel in deinem Blog gelesen und finde ihn SUPER ! Ich ( 49 Jahre) bin seit 1 Jahr krankgeschrieben wg. Depressionen, Panikattacken, Zwangsgedanken – ist einfach die Hölle. Bin bei Psychologin und Psychotherapie in Behandlung mit vers. Tabletten etc. Ich habe Schwerbehindertenausweis beantragt und erhielt 40 %. Mein Antrag auf Gleichstellung wurde nun völlig überraschend für mich abgelehnt, da mein Arbeitsplatz (Haushalthilfe) lt. Arbeitsamt bei meiner Behinderung für mich nicht geeignet ist und sich bei Weiterbeschäftigung zu verschlechtern droht. Dies ist völliger Quatsch, da ich im Moment keinen Beruf der Welt ausüben könnte (so wie es mir geht) und sobald es mir wieder besser gehen würde ich diesen Beruf ohne Probleme wieder aufnehmen könnte. Sie schreiben dass mein Arbeitsplatz nicht leidensgerecht ist und ich solle mich wieder melden wenn es mir besser geht und ich wieder arbeiten kann, dann wird neu darüber entschieden. Was ist denn das für ein Quatsch ? Ich habe mir jetzt bzgl. Kündigungsschutz Hilfe erwartet da es mir jetzt schlecht geht. Was würdest du empfehlen ? Ich könnte auch nochmal versuchen einen Verschlechterungsantrag zu stellen, da es mir bzgl. Depressionen immer schlechter geht (inzwischen kann ich alleine nicht mehr aus dem Haus + Schwindel etc.) ? Ich habe auch vergessen meine Knieprobleme (Arthrose, Meniskusrisse ) da mit anzugeben.
    Ich wäre für deine Hilfe und Rat wirklich sehr dankbar
    LG
    Claudi
    P.S. Da ich jetzt bereits 1 Jahr AU geschrieben bin – wann wäre es eigentlich am besten eine Erwerbsminderungsrente zu beantragen ? Muss ich das jetzt schon machen oder kann ich den Ablauf des Krankengelds abwarten ?

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    1. Soweit ich weiß, solltest du dir jetzt einen Termin auf einer Rentenberatungsstelle machen und sie beantragen.
      Grüße, Andi

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    2. Hallo Claudi,
      du kannst auch den Ablauf des Krankengeldes abwarten. Nicht selten wirst du dann sogar irgendwann aufgefordert, den Rentenantrag zu stellen. Während der Bearbeitungszeit erhältst du dann auf Antrag eine Überbrückungsleistung in höhe von ALG1 von Arbeitsamt, die später jedoch mit der bewilligten Rente verrechnet wird...
      Einen Verschlechterungsantrag kannst du zwar wieder stellen, aber ohne neue Befunde wird das wenig Sinn machen, denke ich. Womöglich ist hier an dieser Stelle erstmal nicht mehr zu machen. Ich sehe jedenfalls gerade keine weiteren Möglichkeiten. Liebe Grüße Benno

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  45. Hallo,
    Ich bin seit Januar Krank geschrieben und war seit 2010 immer wieder sehr oft krank. Ich habe schwer Depression, Arthrose in BWS,tägliche Spannungskopfschmerz ,Migräne und eine Posttraumatische Belastungsstörung.Angst und Panik Attacken habe ich auch aber noch nicht erwähnt weil ich mich dafür schäme nicht stark sein zu können. Ich war 2010 in einer Tagesklinik letztes jahr in einer Schmerz klinik und dieses Jahr in einer Psychosomatischen Akutklinik . Eine gruppentherapie habe ich dieses jahr auch gemacht. Zur Zeit Fülle ich gerade den Antrag für die Reha aus. Da wird nach der Beruflichen Zukunft gefragt aber ich weiß nicht was ich da ankreuzen soll . Ich möchte ja schon wieder arbeiten gehen aber weiß jetzt schon das das nach der Reha noch nicht funktionieren wird , weil ich so starke Schmerzen habe das ich selbst meinen Haushalt nicht richtig schaffe und auch Angst habe an der Arbeit zu versagen. Ich bräuchte noch mehr Zeit um mich zu finden und meine Traumatherapie in ruhe anzugehen. Hatte schon über eine Erwerbsminderungsrente nachgedacht um die zeit zu bekommen die ich brauche. Wie bringe ich das in dem Antrag für die Reha und später in der Reha selber am besten rüber ohne das man denkt das ich nur nicht arbeiten will. Was ich ja wieder möchte nur halt erst wenn ich mich wieder stark genug dafür fühle.
    Danke im voraus.

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    1. Ich denke, du bringst es am besten rüber, wenn du es offen ansprichst, eben so wie du es hier geschildert hast, ohne Schnörkel und ohne Bedenken. Es ist nicht von Belang, ob andere Menschen dich für einen Faulpelz halten. Es ist von Belang, ob du selbst nach der Reha arbeiten oder die Rente auf Zeit beantragen willst, um dich besser deiner Genesung widmen zu können. Ich denke, es wäre gut für dich, du würdest dir diese Pause gönnen. Liebe Grüße Benno

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    2. Hallo Benno,
      wie kann ich es schaffen, trotz Antrag und vllt. auch Bewillung von Teil-Erwerbsminderungsrente meine Arbeitssstelle zu erhalten? Wie hast du es geschafft deinen Arbeitsplatz trotz Rente zu erhalten?
      LG

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    3. Ich beantragte einen Schwerbehindertenausweis und erhielt 40% GdB. Weiter musste ich nichts tun. Liebe Grüße Benno

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  46. Hallo,
    ich hoffe auf den GdB mit 50% wegen Depressionen. Habe erst den Antrag beim
    Versorgungsamt gestellt. Bin 59 und musste nach 10 Jahren meine Job als Empfangsmitarbeiter bzw. Wachmann im 3-Schichtbetrieb aufgeben. War viele Monate krank geschrieben, zuletzt 4 Monate durch Neurologin. Seither geht's einige Tage gut, dann kommen wieder die Depressionen mit massiver Antriebslosigkeit und Grübelzwängen. Die Luft ist raus und kann mir Vollzeit arbeiten nicht mehr vorstellen. Nun kämpfe ich für die frühere Rente 12/16 und
    damit wäre mir sehr geholfen....wird zwar noch Monate dauern bis zur ersten Mitteilung des Versorgungsamtes; sehe aber durch die fast chronischen Depris
    keine andere Wahl!

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    1. Ich denke, du hast eine gute Entscheidung getroffen. Glaub an dich und dass es der richtige Weg für dich ist. Ich wünsche dir sehr, dass deinen Anträgen stattgegeben wird. Liebe Grüße Benno

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    2. Hallo Benno,
      Danke erst mal für die Rückmeldung. Bin bis Ende Oktober krank geschrieben, da
      wieder eine "schlechte" Episode aufgetreten ist. Weiß nicht wie ich mit dem Arbeitsamt umgehen soll. Bin in einer 9-wöchigen Maßnahme a 8 Std. täglich. Packe ich einfach nicht. Sol ich den Kontakt mit der Sachbearbeiterin suchen und um Verkürzung der Maßnahme bitten? Mir würden 3 Wochen voll auf genügen....

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    3. Wenn dir die Arbeitsbelastung zu hoch ist, finde ich es eine gute Idee, das zum Thema zu machen. Jedoch würde ich dann nicht um eine Reduzierung der Maßnahmendauer insgesamt, sondern um eine Reduzierung der täglichen Stundenzahl bitten. Liebe Grüße Benno und gute Besserung!

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    4. Hallo Benno,
      Danke für den guten Rat. Die vom Versorgungsamt sind flotter als gedacht.
      Meine Neurologin und Therapeut schicken nun die Berichte dort hin. Es handelt
      sich hauptsächlich um eine "Mischform" aus Angst und Depression. Habe sogar die Chance auf einen Job, aufgrund meiner ersten Bewerbung und mache bald ein paar Probetage. Fühle mich im Moment gut aufgehoben und könnte mir vor-
      stellen, den Job wenigstens 2 Jahre noch zu machen. Ich wäre die Sorge los, dass ich nach Ablauf ALG 1 meine vererbte Wohnung verkaufen müsste, damit ich 18 Monate bis zum früheren Rentenbeginn durchkomme. Bin sehr zuversichtlich für die kommende Zeit! Finde diesen Blogg hier wirklich gut.

      Viele Grüße "Manfredo"

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    5. Hallo Manfredo,
      das klingt doch schon um einiges positiver. Ich freue mich für dich. Bleib mal in diesem Gefühl und erinnere dich, wie du da hinein gekommen bist. Alles Gute für dich und schön, dass du hier warst! Liebe Grüße Benno

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  47. Hallo Benno,

    aktuell bin ich seit März 2015 bis heute aufgrund akuter depressiver Belastung krankgeschrieben und bin seither bei einem Neurologen in Behandlung.
    Mein Mann 45 Dipl. Bau-Ingenieur ist vor Monaten unverhofft gestorben aufgrund Fehldiagnose seines Hausarztes und mit seinem Tod kam es zum seelischen wie auch zum wirtschaftlichen Zusammenbruch für mich und meinen Sohn.
    Meine Kleinunternehmer -Selbständigkeit gab ich im Sommer aufgrund schwerer Depressionen auf. Krank geworden bin ich durch den schmerzhaften Verlust, die Angst ob unser Sohn die Probezeit auf seinem Ausbildungsplatz besteht, der brutalen Bürokratie, zwei Umzügen, Existenzängsten uvm.

    Deine sehr hilfreiche Seite habe ich vor zwei Monaten das erste mal gelesen und sofort Antrag beim Versorgungsamt auf Schwerbehindertenausweis gestellt. Inzwischen habe ich den Grad von nur 40 bekommen und kämpfe nun mit der VdK um die 50 Prozent. Die VdK Beraterin war recht kaltschnäutzig :-( und belächelte mein Ziel aufgrund meines noch relativ jungen Alters.
    Wäre jetzt auch der Zeitpunkt eine Erwerbsminderungsrente zu stellen, diese Frage beschäftigt mich, weil nach allem Unglück, sehe ich mich nicht mehr in der Lage zu arbeiten, zumindest für eine längere Zeit.

    Danke im Voraus für deinen Ratschlag und bis bald. :-)

    Lilly

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    1. Hallo Lilly,
      es tut mir sehr leid, was dir passiert ist. Ich kann gut nachvollziehen dass du mit den Kräften am Ende bist. Wenn du dich aufgrund einer Erkrankung nicht imstande siehst, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, dann halte ich eine Rentenantrag schon für angemessen. Es steht nirgendwo geschrieben, dass man dafür ein Mindestalter erreicht haben muss. Einzelheiten zu den Zugangsvoraussetzungen findest du hier: http://goo.gl/4QMplB Ich empfehle dir allerdings, eine individuelle und umfassende Sozialberatung in Anspruch zu nehmen. Das kann ich hier im Blog nicht leisten.
      Ich wünsche dir viel Kraft, gute Besserung und eine glückliche Hand bei den zu treffenden Entscheidungen! Liebe Grüße Benno

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  48. Hallo Benno,
    habe den Bescheid bekommen mit 30 % wegen Angst und Depressionen. Habe nochmal die Chance auf einen Job im Januar 2016. Ich versuche den wenigsten 2 Jahre durchzuziehen, damit hätte ich das Problem weg, meine Eigentumswohnung die fremdvermietet ist, nicht verkaufen zu müssen. Ich bin mir nun nicht sicher, ob ich den Antrag auf
    Gleichstellung liber lassen sollte, wenn es ein neuer Job ist. Habe nichts vom Orthopäden, aber eine Handgelenksarthrose und rechter Kleinfinger durch Sehnenabriss gebeugt. Noch eine Lumbago Ischialgie dazu. Nun meine Frage; Wäre es sinnvoll das dem Versorgungsamt nachzureichen? Und wie siehst Du das mit der Gleichstellung bei einem neuen Job? Bin überhaupt froh, noch vor Weihnachten eine Chance für nen Job bekommen zu haben!
    Einen Rat von Dir freut mich!!

    Herzliche Grüße Manfredo

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    1. Hallo Manfredo,
      ich würde den Antrag stellen. Was hast du zu verlieren? Wenn die Gleichstellung durchgeht, ist dein Arbeitsplatz sicherer. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob es Sinn macht, die vielen Nebendiagnosen mit einzureichen. Ich habe mich damals nur auf die Depression bezogen. Mache in deinem Antrag deutlich, dass hauptsächlich die Depression die Teilhabe am Leben erschwert. Ich bin aber kein Experte in Sozialfragen. Um rechtlich sicher zu sein, wende dich bitte an einen der Sozialverband und lasse dich dort noch einmal beraten. Und wenn du magst, dann teilst du uns hier das Ergebnis mit, dann haben andere auch etwas davon. Liebe Grüße Benno

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  49. Hallo, habe viel über Depressionen gelesen. Bin auch seit einiger Zeit in Behandlung und möchte gerne wissen, ob ich wegen den Anträgen mit meinem Arzt darüber sprechen muss. Habe Bedenken, dass er es falsch verstehen könnte. Mir vielleicht eine Absicht unterstellen könnte.
    LG Elli

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    1. Hallo Elli,
      du musst das nicht zwingend mit deinem Arzt besprechen. Ich tat das seiner Zeit auch nicht. Im Zuge des Antragsverfahrens werden von dir Ärzte und Kliniken benannt, die sachdienlich sein können. Sie werden dann von Amts wegen zu deinem Ansinnen befragt.
      Was deine sorgen angeht, man könnte dir etwas unterstellen: Sag, was würde denn schlimmsten Falls passieren, wenn dem so wäre...? Liebe Grüße Benno

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  50. Hallo Benno, danke für deine Antwort! Das Schlimmste für mich wäre, wenn ich wieder arbeiten müsste, weil der Arzt nicht genug vertrauen zu mir hat, dass es ist wie es ist! Alle wollen etwas von mir. Die KK ruft ständig an, mein Arbeitgeber will Gespräche mit mir führen.... Muss ich meinem Psychiater um eine Überweisung für einen Phsychologen bitten? Ich brauch jemanden mit dem ich reden kann, es sind so viele Baustellen in mir. Habe das Gefühl er geht nicht so wirklich auf mich ein. Wie lange muss man denn schon schon krank sein bei der Diagnose Depressionen? Ich bin in allem etwas überfordert und verunsichert, dabei hatte ich mich auf den Urlaub im Juli mit meiner Tochter und den Enkelkindern gefreut. Sorry, ich glaub ich habe das Thema verfehlt. Aber trotzdem, danke für's "zuhören"!
    Mit Leben Grüssen Elli

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    1. Hallo Elli,
      wenn du einen Psychologen aufsuchen willst, brauchst du eine Überweisung, ja. Es gibt aber auch Psychiater, die gleichzeitig Psychologen sind. Psychiater sind Ärzte. Bei ihnen musst du keine Überweisung vorlegen soweit ich weiß. Du würdest dann einfach zu ihm wechseln.
      Bevor du mit einer Depression in Rente gehen kannst, musst du sicher schon recht lange daran erkrankt sein. In der regel sind die Patienten ausgesteuert, bevor sie erfolgreich einen Rentenantrag stellen.
      Und Überforderung, ja, die gehört zur Depression. Sie hält dich an, weniger zu tun, inne zu halten, loszulassen, Frieden zu schließen... Liebe Grüße Benno und gute Besserung.

      P.S. Überforderung und Einschränkung der Möglichkeiten zur Teilhabe am Leben - nein, ich denke du hast das Thema nicht verfehlt, Elli...

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  51. Hallo Benno, ich bin in Behandlung beim Psysichater. Er hat auch die Depressionen diagnostiziert, aber auf meine Probleme geht er nicht so wirklich ein um mit mir darüber zu sprechen ( Zeitdruck...???), ich weiß es nicht! Hinzu kommt die Okulomotoriusparese die bei allen Untersuchungen ohne Befund sind. Er kann nichts mehr tun und schreibt mich deshalb auf diese Diagnose und auf Depri bisher immer wieder arbeitsunfähig. Meine Lebensfreude ist weg! Probleme im Beruf, Wohnverhältnisse und auch Privat läuft es nicht. Und deshalb jemanden aufsuchen dem ich mein Herz aus schütten, mir alles von der Seele reden, dass wäre großartig und mein Wunsch!!!
    Ganz liebe Grüsse Elli

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    1. Hallo Elli, ja das kann ich gut verstehen. mit jemandem reden können, der versteht - unbezahlbar! Hast du einmal über ein Selbsthilfgruppe nachgedacht? Oder vielleicht über eine Tagesklinik? Nur mal so als Impuls. Ich hatte beides und zu seiner Zeit war das auch richtig gut für mich. Liebe Grüße Benno

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  52. Hallo,
    Bitte um einen kurzen Tip. Ich bin seit fast einem Jahr wegen BurnOut und Depri krank geschrieben, habe einen gdb von 30 bekommen. Da ich einen Rückfall hatte, wird es sicher noch ein halbes Jahr dauern bis ich wieder anfangen kann. Bisher habe ich nichts Richtung Kündigung etc.
    gehört, aber ich würde mich trotzdem gern absichern. Meine Frage: soll ich den gdb 30 Bescheid meinem AG schicken? Dass das auch schon mal der Schwerbehindertenvertretung gemeldet wird. Die könntensich ja da schon denken, dass ich gegebenenfalls Gleichstellung beantrage. Ich möchte NICHT, dass er erfährt warum ich den gdb habe. Oder gleich die Gleichstellung beantragen? Die bekommt man doch nur, wenn die Stelle gefährdet ist. Der Ag wird das ja wohl nicht zugeben, wenn sie planen einen krankheitsbedingt zu kündigen. Bin da gerade etwas ratlos.
    Viele Gruesse
    Bommel

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  53. Hallo Bommel, ich hatte damals meinen Arbeitgeber bereits bei Antragstellung informiert und würde es wieder so tun. Ich fand das fair. Zudem greift ein eventueller Schutz meines Wissens auch nicht, wenn der Arbeitgeber nicht vor der Kündigung informiert wurde. Aber ich bin da nicht rechtssicher. Es ist schon zu lange her. Liebe Grüße Benno

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  54. Hallo,
    Danke für deine Antwort. Meine Frage ist nur, ob ich JETZT schon die Gleichstellung beantragen soll oder erst, wenn ich irgendwie merke, die wollen mich aufgrund meines Krankenstandes los werden?????????? Werde ich da überhaupt schon gleichgestellt??? Im Formular wird ja gefragt, ob bereits irgendwelche Verdachtsmomente vorliegen (Abmahnungen etc.) Habe ich ja nicht, bin ja im Moment nicht da. Deshalb meine Frage, ob ich da ueberhaupt gleichgestellt werde??? Der AG erfährt ja auch nicht, warum man gdb hat, oder? So meinte das zumindest die Dame vom vdk...
    Viele Grüsse

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  55. Hallo Bommel, nach meiner Erfahrung wirst du nicht unbedingt merken, ob dein Arbeitsplatz in Gefahr ist. Dein Arbeitgeber wird dir unvermittelt kündigen, wenn er das für angebracht hält. Wenn dir also an einer Gleichstellung gelegen ist, dann beantrage sie besser gleich. Die Frage, ob es bereits Anzeichen dafür gebe, dass dein Arbeitsplatz in Gefahr ist, dient womöglich eher der Feststellung einer Dringlichkeit. Liebe Grüße Benno (Hinweis: Dies ist meine persönliche Meinung und keine Rechtsberatung.)

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  56. Hallo

    Leide seit ca. 30 Jahren an einer Bipolaren Depression mit Zwangsgedanken.
    Nehme seit ca. 20 Jahren Antidepressiva.
    Ich bin Jetzt 45 Jahre alt und mir geht von Jahr zu Jahr alles viel schwerer von der Hand wie noch vor 10 Jahren.
    Ich habe schon einige Therapien hinter mir, Seit ca 3 Jahren habe ich alle 2 Wochen ein setting bei einer echt guten Traumaherapeutin aber ich glaube bei mir hat sich die Depression schon chronifiziert.
    Das ich bis 67 durchhalte kann ich mir nicht vorstellen.
    Darum möchte ich mir was ich trotz meiner Depression aufgebaut habe, Industriemeister gemacht, Haus gebaut, und glaubt mir, mir ist es echt beschissen deabei gegangen.
    Aber dass brauche ich des selber depris hat nicht erzaählen.
    Keine Ahnung wie ich dass bis jetzt alles geschafft habe.
    Darum möchte ich die schon von mir Erwirtschafteten Sachen abgesichert wissen.
    Jetzt bin ich gerade dabei mir von meiner Therapeutin und meinen Psychiater den ich schon seit meiner Depressionsanfangszeithabe ein Gutachten austellen zu lassen für eine Schwerbehinderungseinstufung.
    Jetzt meine Frage, soll ich gleich einen Antrag auf Erwerbsminderung eingeben oder soll ich warten bis der Bescheid für die Schwerbehinderteneistufung da ist warten.

    Gruß

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    1. Ja, das verstehe ich gut, dass du das bislang Erreichte schützen magst. Ich denke, es wäre nicht schädlich, den Antrag auf Erwerbsminderung sofort zu stellen. Du kannst dann im Antrag einen Verweis auf die gleichfalls beantragte Schwerbehinderung machen. Aber noch ein anderer Gedanke kommt mir hierzu in den Sinn: Ich bekomme immer wieder einmal so taktische Fragen gestellt und dann denke ich: Wenn du unter taktischen Gesichtpunkten arbeiten kannst, warum kannst du dann ansonsten nicht arbeiten? Ich denke, auf dieser Basis wirst du keinen Erfolg mit deinem Antrag auf Erwerbsminderungsrente haben. Diese Rente ist, soweit ich weiß, für die Leute gedacht, die auf gar keinen Fall mehr arbeiten können. Wenn du arbeiten kannst, aus welchen Beweggründen auch immer, dann kannst du ja arbeiten. Diese Wahrheit wird im Zuge des Antragsverfahrens zu Tage kommen, denke ich. Vielleicht überdenkst du deine Haltung da noch einmal...? Alles gute für dein Vorhaben und liebe Grüße Benno

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  57. Hallo.Ich leide seit fast 20 Jahren an mittelgradigen Depressionen. Nehme täglich Medikamente. Zur Zeit habe ich wieder eine Phase wo es mir nicht gut geht. Bin seit Mai wegen einer Schulter Op krankgeschrieben und weiß nicht wie lange es noch dauern wird.Sollte ich trotzdem zu meinem Neurologen gehen?Habe ich eine Chance auf einen Schwerbehindertenausweiss???Habe Angst einen Antrag zu stellen.Was rätst du mir.

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  58. Hallo,

    als Erstes muss ich sagen, dass ich Deinen Artikel wirklich toll finde.
    Ich hätte gerne einen Rat von Dir.
    Ich bin noch relativ jung (25) und leide schon seit 6 Jahren unter Depressionen. Ich war schon 4-mal in klinischer Behandlung.Ich bin derzeit auch bereits seit einem Jahr krankgeschrieben. 2011 habe ich das Abitur erworben und seitdem fällt es mir sehr schwer in der Arbeitswelt Fuß zu fassen. Ich habe erst versucht zu studieren, dies erwies sich aber als fast unmöglich aufgrund der Krankheit. Letztes Jahr habe ich eine Ausbildung begonnen, wurde aber aufgrund meiner Depression in der Probezeit gekündigt. Nun möchte ich mich wieder für eine neue Ausbildung bewerben, habe aber Sorgen, dass ich wieder "versage" oder, dass ich sogar Schwierigkeiten haben werde, überhaupt eine Stelle zu bekommen, da ich Lücken im Lebenslauf habe und bisher "nur" Abitur als Abschluss habe und dieser ist bereits einige Jahre her.
    Glaubst Du, dass es vorteilhaft ist, wenn ich einen Ausweis beantrage und mich dann bewerbe (mit Angabe einer Behinderung)? Oder stehen meine Chancen dann sogar schlechter?
    Deine Meinung interessiert mich wirklich sehr und ich würde mich freuen, wenn Du mir bald antworten würdest.

    Mit freundlichen Grüßen
    Alena

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  59. Hallo Ich habe seit Jutni 2016 ein Schw.Ausweis beantragt ich habe mehrere Krankheiten LRS Artrose in Gelenke Wirbelseule Arachnoliadzyste im Gehirn u.s. w. Seit 4 monate leide ich ab und zu kann ich immer weinen bin immer traurig.Aber habe Angst um mein Arbeitsplatz.HEUTE ist ein tag das mir s chlecht geht und kann ich nicht Arbeiten.Mein Anrag ist gestellt habe ich schon schon ein kündigungsschutz? Lg

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    1. Der Kündigungsschutz beseht vorläufig mit Antragstellung unter Vorbehalt der Bewilligung. Dies gilt meines Wissens jedoch nur, wenn der Arbeitgeber auch Kenntnis von diesem Antrag hat. Liebe Grüße und gute Besserung! Benno

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  60. Hallo Anonym vom 01.11.16, 07:04,
    mit der Antragstellung hast du einen vorläufigen Kündigungsschutz. Damit der greifen kann, solltest du, falls nicht schon geschehen, deinen Arbeitgeber davon in Kenntnis setzen. Siehe auch hier:

    http://www.anwaelte-arbeitsrecht-berlin.de/Schwerbehinderte-sollten-ihren-Arbeitgeber-grunds%C3%A4tzlich-%C3%BCber-ihre-Schwerbehinderung-informieren

    Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

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  61. Hallo Alena vom 17.10.16, 16:25,
    aus meiner Erfahrung heraus ist es eher schwer, mit der Diagnose Depression in Arbeit zu kommen, solange nicht überzeugend feststeht, dass du sie überwunden hast. Ich würde deshalb bei einer Bewerbung die Depression nicht erwähnen und die Fehlzeiten anders erklären, beispielsweise damit, dass sich herausgestellt hat, dass Studieren nicht dein Dinge war oder du eine Selbstfindungsphase hattest. Viele Junge Menschen nehmen sich dafür ein Jahr Zeit und bereisen die Welt. Das ist nicht ungewöhnlich. Ich denke, du wirst das erklären können. Viel Erfolg bei der Ausbildungsplatzsuche! Ich hoffe, du findest etwas, das dir gefällt. Liebe Grüße Benno

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  62. Hallo,

    brauche dringend Rat. Ich bin (noch) 43 und war rückblickend (aufgrund von Depressionen und fehlender Belastbarkeit) mehr arbeitslos als in Arbeit. Meine erste "richtige" Stelle hatte ich von 2000 bis 2003 (seit 2002 SBA von 50%, unbefristet). Dann wieder Arbeit von 2006 bis Ende 2014, immer nur Teilzeit. Dazu muss ich sagen, beides waren Kleinstbetriebe, die auf mieseste Weise versucht haben, den besonderen Kündigungsschutz zu umgehen. Ich habe somit zwei Arbeitsgerichtsverfahren hinter mir. Seit ich zuhause bin, geht es mir erstaunlich gut (mein Sachbearbeiter der Arge lässt mich auch in Ruhe, meine letzte Bewerbung datiert vom Oktober 2015). Er wollte mich in einer geschützten "unterstützten Beschäftigung" unterbringen. Die DRV hat mir aber vorher eine stationäre Reha bewilligt, die ich in 2 Wochen antrete.
    Meine Frage: Bei der Vorgeschichte, besteht Aussicht auf EU-Rente? Ich WILL einfach nicht mehr, dieser Stress mit Mobbing etc. Kann ich denen das in der Klinik so sagen? Ich will auch nicht in ein sog. BTZ, wo wieder nur rumgelabert wird mit dem einzigen Ziel, die Leute in sinnlose Praktika zu vermitteln.
    Ich danke schon mal im voraus

    Mone

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    1. Hallo Mone, nach meiner Erfahrung besteht eine gute Chance, in Rente zu kommen, wenn du tatsächlich nicht mehr in der Lage bist, einer Arbeit nachzugehen. So ein Rentenantrag ist jetzt nicht unbedingt der aufwändigste behördliche Vorgang, so dass ich dir durchaus dazu raten würde. Es würde sich ja nichts verschlechtern dadurch. Statistisch hast du eine 50% Chance, die Erwerbsminderungsrente bewilligt zu bekommen... Liebe Grüße Benno

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  63. Hallo Benno,bin 58 Jahre alt ,leide seit 2010 an mittelgradiger Depression ,angefangen hat es 2008 mit schwerer Depression ;die ich auch gleich 6 Wochen in einer Tagesklinik behandeln lies habe dann nach der Behandlung wieder mit Hamburger Modell angefangen zu arbeiten es war aber nichts mehr wie vorher habe auch seitdem viele Krankentage hinter mir seit 2016 leide ich nun wieder extrem darunter Vergeßlichkeit Konzentrationsschwäche Antriesbslosigkeit usw.weine auch sehr viel nehme seit 2008 Antidrepsiver 150mg Venlafaxin habe mich jetzt auf 225mg hoch setzen lassen komme sonst nicht mehr klar habe auch keine Kraft mehr muss auch noch 12Tabletten zusätzlich wegen anderer Beschwerden einnehmen was meinst Du würde ich Chancen auf eine Erwerbsunfähigkeitsrente haben bin 40 Prozent schwerbehindert Antrag auf höher wird laufend abgelehnt

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    1. Hallo, nach dem was du schreibst denke ich schon, dass du eine gute Chance auf die Erwerbsminderungsrente hast. Du kannst dich nicht konzentrieren, deine Merkfähigkeit ist deutlich vermindert, du leidest unter Antriebslosigkeit, kurzum, das Leben ist schwer für dich. Du schaffst es aktuell nicht zu arbeiten. Natürlich wird man versuchen, dich wieder in die Arbeitsfähigkeit zurück zu therapieren und wenn dies gelänge, wäre es ja auch gut so. Aber wenn nicht, was bleibt dann? Dann wäre da nur noch die Rente als letzte Instanz. Ein GdB von 40 ist hierfür völlig ausreichend, denke ich. Mit dem Grad der Behinderung steigen nicht unbedingt die Chancen auf eine Erwerbsminderungsrente, es ist wohl eher die Art der Behinderung, die hierfür ausschlaggebend ist.
      Du wirst es wissen, wann der Zeitpunkt für den Rentenantrag gekommen ist. Du wirst dir dann ganz sicher sein. Zu diesem Zeitpunkt, denke ich, wirst du auch die besten Chancen auf Erfolg haben. Liebe Grüße und alles Gute für dich! Benno

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    2. Hallo Benno,vielen Dank für deine Antwort .Ja ich denke irgend wann wird der Zeitpunkt kommen.wo ich mich damit abfinden muss das es nicht mehr geht.Ich bin vor 4 Wochen auf Arbeit verunfallt ,das ist schon wieder ein Beweis wie schwer mir alles fällt.Mach weiter so lieber BENNO ,es tut so gut in diesem Forum zu lesen.Liebe Grüße

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  64. Hallo Benno ,

    bin 56 Jahre alt und leide seit 6 Jahren an mittelschwerer Depression. Mir wurde in der Probezeit wegen meiner Depression gekündigt und befinde mich zur Zeit in einer Klinik zur Behandlung und bekomme AD. Die ersten 4 Jahre wollte ich es nicht wahrhaben , dass ich krank bin. Macht es Sinn in meinem Alter die Erwerbsunfähigkeitsrente einzureichen und soll ich einen Behindertenausweis beantragen ? Ich kann nicht mehr und will nicht mehr arbeiten - ist mir alles Zuviel.
    Danke und Gruß
    Peter

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    1. Hallo Peter, ich war 48 als ich die Erwerbsminderungsrente für mich beantragte. Es geht doch nicht darum, wie alt du bist, sondern ob du arbeitsfähig, belastbar bist. Wenn therapeutische Maßnahmen jedweder Art dich nicht in die Arbeitsfähigkeit zurück bringen können, dann bleibt dir doch nur der Gang zum Sozialamt oder eben die Rente, nicht wahr? Ich finde also, es macht ganz klar Sinn, dass du einen Antrag stellst, wenn du bereits viele Monate krank bist und eine Genesung vor Ablauf der 78 Wochen nicht absehbar ist. Den Schwerbehindertenausweis würde ich an deiner Stelle auch beantragen. Ich denke, er hilft bei der Rente... Liebe Grüße und alles Gute für dich! Benno

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    2. Hallo Benno ,
      ich kann mich erst heute bei Dir bedanken , da ich über das Wochenende nach Hause durfte und nur hier Zugriff aufs Internet habe ; werde so verfahren wie Du es vorgeschlagen hast. Nochmals vielen Dank und liebe Grüße von Peter

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    3. Hallo Benno ,

      vielen Dank für Deine hilfreiche Antworten.

      Liebe Grüße von Peter

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  65. Hallo Benno,
    Ich bin 50 Jahre alt und seit letztem Jahr 14.03.2016 ununterbrochen wegen schwerer depressiven Episoden krank geschrieben.Ich bin im öffentlichen Dienst und auf meinem Arbeitsplatz habe ich es mit einer Kollegin zu tun,die mir nicht gut tut,auch meine Probleme als "Spinnerei"abtut!Hinzu kommt der extrem lange Fahrtweg durch Berlins Mitte,es ist nervenaufreibend und sehr belastbar!!Dann diese Heul-Attacken und durch die lange Auszeit bekomme ich den Tag nicht mehr strukturiert,ich bekomme nichts mehr hin,dann diese ständige Angst!Seit dem 16.01.2117 bin ich ausgesteuert und heute kam mein ALG Antrag zurück,ich hatte vergessen die Steuerindifikationsnummer anzugeben!Zeitgleich mit dem Antrag auf ALG hatte ich einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben gestellt,wo heute die Ablehnung kam!!Ich will in den Widerspruch gehen,weiß noch nicht recht welche begründeten Argumente ich mit rein schreibe.Mein Gedanke bei dieser beruflichen Reha war folgender:Wenn ich die 2 Jahre berufliche Weiterbildung genehmigt bekomme,sehe ich wieder einen Sinn am Leben,da man ja wieder sein Gehirn zum lernen benutzen muß,man seinen Tag wieder strukturiert bekommt,einfach sich selbst testen kann!!Habe ich eine Chance auf Teilhabe am Arbeitsleben?Ich habe GDB 40%,ohne Gleichstellung die ist abgelehnt worden!Ich bin zur Zeit mittellos,das Arbeitsamt will mich,noch vor Bewilligung des ALG's,von einem Amtsarzt untersuchen lassen!Ich bin am verzweifeln!!Danke schonmal vorab!

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  66. Hallo Benno,
    Ich bin 50 Jahre alt und seit letztem Jahr 14.03.2016 ununterbrochen wegen schwerer depressiven Episoden krank geschrieben.Ich bin im öffentlichen Dienst und auf meinem Arbeitsplatz habe ich es mit einer Kollegin zu tun,die mir nicht gut tut,auch meine Probleme als "Spinnerei"abtut!Hinzu kommt der extrem lange Fahrtweg durch Berlins Mitte,es ist nervenaufreibend und sehr belastbar!!Dann diese Heul-Attacken und durch die lange Auszeit bekomme ich den Tag nicht mehr strukturiert,ich bekomme nichts mehr hin,dann diese ständige Angst!Seit dem 16.01.2117 bin ich ausgesteuert und heute kam mein ALG Antrag zurück,ich hatte vergessen die Steuerindifikationsnummer anzugeben!Zeitgleich mit dem Antrag auf ALG hatte ich einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben gestellt,wo heute die Ablehnung kam!!Ich will in den Widerspruch gehen,weiß noch nicht recht welche begründeten Argumente ich mit rein schreibe.Mein Gedanke bei dieser beruflichen Reha war folgender:Wenn ich die 2 Jahre berufliche Weiterbildung genehmigt bekomme,sehe ich wieder einen Sinn am Leben,da man ja wieder sein Gehirn zum lernen benutzen muß,man seinen Tag wieder strukturiert bekommt,einfach sich selbst testen kann!!Habe ich eine Chance auf Teilhabe am Arbeitsleben?Ich habe GDB 40%,ohne Gleichstellung die ist abgelehnt worden!Ich bin zur Zeit mittellos,das Arbeitsamt will mich,noch vor Bewilligung des ALG's,von einem Amtsarzt untersuchen lassen!Ich bin am verzweifeln!!Danke schonmal vorab!

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    1. Ich denke schon, dass du eine Chance auf Teilhabe am Arbeitsleben hast. Dass man dies zum jetzigen Zeitpunkt ablehnt, kann ich aber ebenso nachvollziehen. Teilhabe setzt die Fähigkeit voraus, auch arbeiten zu können. Das sehe ich nach deiner Schilderung momentan nicht bei dir gegeben. Zu einem späteren Zeitpunkt kann das ganz anders aussehen.
      Was ich nicht ganz verstehe: Warum hast du denn eine Gleichstellung beantragt, wenn du doch einen Schwerbehindertenausweis erhalten hast?
      Ich habe den Eindruck, Arbeit ist jetzt für dich nicht dran. Komm erstmal wieder zu Kräften. Das braucht Zeit. Kümmere dich stattdessen lieber um einen guten Therapeuten und finde heraus, was dir dein Leben derzeit so schwer macht. Eines kann ich dir mit Sicherheit sagen: Es ist nicht deine Kollegin. Sie macht nur deutlich, dass du einen großen Konflikt in dir trägst. Du brauchst Hilfe, um ihn aufdecken zu können. Aber es gibt Hilfe. Und dann, irgendwann wenn es dir besser geht, kommt das Thema Arbeit wieder auf den Tisch. So denke ich, könnte es gehen... Liebe Grüße Benno

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  67. Hallo BB und liebe Leidensgenossen,
    dieses Forum hier ist so unglaublich wichtig für alle, die mit dieser unsichtbaren Krankheit leben müssen....
    Meine Depression begleitet mich schon seit Teenagertagen, aber in den achtziger Jahren dachte man sich nichts dabei, wenn ein Kind chronische Verstopfung trotz gesunder Ernährung hat. Da gab´s nur Abführmittel und ein "stell dich nicht so an". So dachte ich irgendwann, es sei normal, dass man niedergeschlagen ist, auch wenn die Sonne scheint....
    Letztendlich brach sich 2009 die Depression richtig Bahn, als ich erfuhr, dass sich mein damaliger Ehemann in meine damalige Freundin (die gleichzeitig meine Chefin war) verliebte. Ich war auf einmal alles los: Mann, Freundin, Arbeit und Haus. Zusätzlich hatte mein Vater ein Jahr vorher einen Schlaganfall erlitten....meine Mutter war bereits seit Jahren depressiv und alkoholkrank mit allen Begleiterscheinungen wie Verkehrsunfälle, Selbstmordversuche, Kaufsucht und Entzugsklinikaufenthalte. Glücklicherweise hatte ich bereits, als ich bemerkte, dass mein Mann sich anderweitig orientiert hat, seit einem Jahr Psychotherapie bei einer für mich genau passenden Therapeutin, welche mich bis 2015 begleitet hat.
    Ich hatte nun immer wieder relativ schnell neue Arbeit gefunden, aber nichts lief mehr so wie vorher. Ich habe seitdem kein Durchhaltevermögen, bzw. keine Kraft mehr und immerwieder depressive Schübe. Sobald ich mich überfordert fühlte, habe ich gekündigt und mir eine neue Stelle gesucht oder der Vertrag wurde in gegenseitigem Einvernehmen mit dem jeweiligen Arbeitgeber aufgelöst. Zur Zeit ist das Szenario wieder das selbe, da mein Vater seit einem Jahr Pflegefall ist und ich in dieser Zeit versuchte, meine damals neue Stelle, seine Pflegebedürftigkeit und mein Privatleben unter einen Hut zu bekommen...bis ich vor sechs Wochen wieder einen Totalausfall hatte und eine Woche nicht aufstehen konnte. Es ist eine ver..... Krankheit, weil jemand, der sie nie hatte, sie nicht nachvollziehen kann. Habe mich sogar bei meinem Arbeitgeber entschuldigt. Mein ursprünglich unbefristeter Vertrag wurde im Sommer dann auf ein Jahr befristet und ich werde, weil ich einfach "meine Leistung nicht bringe" auch spätestens Ende Juni die Firma wieder verlassen müssen. Was mir sehr zu schaffen macht: ich fühle mich manchmal immernoch schuldig, obwohl meine Therapeutin damals sehr darauf hingearbeitet hat, dass ich dieses Gefühl loswerde. Manchmal mag ich nicht mehr und kann nicht mehr, auch trotz meines neuen wunderbaren Partners.

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    1. Ja, vielleicht ist jetzt auch einfach einmal eine längere Pause dran...? Du hast eine Menge durch und das Leben hat seine Spuren hinterlassen. Ich kann auch nicht mehr viel Druck ab. Andere würden das vielleicht nicht einmal als Druck bezeichnen wollen, was mich schon aus der Bahn wirft. Dennoch habe ich wieder ein Leben, ein gutes Leben. Irgendwann beschloss ich für mich, dass ich meine Lebensleistung bereits erbracht habe, eben in kürzerer Zeit als andere. (Hihi, ich war schon immer ein eher ungeduldiger Mensch.) Was deine Arbeitsstellen angeht, wäre es vielleicht von Vorteil, wenn du einen Schwerbehindertenausweis hättest. Du wärst dann nicht so einfach zu kündigen. Vielleicht erkundigst du dich einmal zu diesem Thema. Schön, dass du wieder einen Partner hast, der dich an seiner Seite zu schätzen weiß. Jetzt musst du es nur noch für dich selbst hinbekommen, dich so anzunehmen wie du bist. Ich weiß, dass das keine leichte Aufgabe für Menschen wie uns ist, aber ich kann dir versichern, es ist eine lohnende Aufgabe. Alles Gute für dich, gute Besserung und liebe Grüße! Benno

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  68. Hallo,
    ich habe eine Frage:
    Vor einigen Jahren hatte ich meine erste lange depressive Phase. Währenddessen habe ich auch einen Schwerbehindertenausweis beantragt. Mir wurde ein Grad von 20% zugebilligt. Meine Psychiaterin riet mir Widerspruch einzulegen. Das habe ich nicht geschafft, weil es mir zu schlecht ging. Jetzt bin ich wieder seit Monaten krank geschrieben und habe einen Veränderungsantrag gestellt.Ich habe in den letzten Jahren versucht meine Depression mit Alkohol zu bekämpft ( keine gute Idee). Der Verschlechterungsantrag wurde auf Grund dessen (schädigender Alkoholkonsum)bewilligt. Aber nur auf 30%...kann ich JETZT noch den läppischen 20 % von damals widersprechen? Damit mein "Ausgangswert" höher eingeschätzt wird?
    Danke für deine Ideen!

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    1. Hallo, ich denke, es geht hier nicht um einen Ausgangswert, sondern um eine Neubewertung. Es hätte ebenso sein können, dass man dich noch geringer einstuft, als dies vor Jahren geschah. Ab 30% kannst du, meines Wissens nach, eine Gleichstellung beantragen. Ebenso hast du die Möglichkeit, gegen den aktuellen Bescheid Einspruch einzulegen. Der Sozialpsychiatrische Dienst deines Landkreises berät dich in diesen Dingen. Eventuell ziehst du auch einen Sozialverband wie den Vdk Oder den SoVD hinzu. Insbesondere im Fall eines Widerspruches würde ich das empfehlen. Liebe Grüße! Benno

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    2. Hallo Benno ,

      ich bin seit 1 Jahr wegen einer mittelschweren Depression krankgeschrieben. Heute bekam ich von der AOK ein Schreiben ,
      dass der MDK mich für arbeitsfähig hält. Der MDK hat mich nicht gesehen oder gesprochen sondern nur nach Aktenlage entschieden ( die AOK hat dem MDK einen Bericht geschickt.
      Mein Arzt und mein Nervenarzt sehen mich nicht als arbeitsfähig an und werden mich auch weiter krankschreiben. Die AOK schreibt , dass ich sofort zum Arbeitsamt soll um mich arbeitsfähig zu melden. Ich habe Widerspruch gegen das Schreiben von der AOK eingelegt. Wie bzw. was bekomme ich nun - Krankengeld oder Arbeitslosengeld ; was passiert bis zu dem Zeitpunkt bis über meinen Widerspruch entschieden wird ? wie soll ich mich verhalten ?

      Danke im Voraus und Gruß von
      Werner ( 57 Jahre )

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    3. Hallo Werner,
      für eine sozialrechtliche Beratung empfehle ich dir, Kontakt zu einem der großen Sozialverbände VdK oder SoVD aufzunehmen. Bei mir ist das zu lange her, als dass ich hier guten Gewissens raten könnte. Aber wenn du nicht arbeiten kannst, wirst du es auch nicht müssen. Möglicherweise lagen dem MdK nicht alle relevanten Befunde vor. Das wird sich klären lassen, denke ich. Alles Gute für dich und liebe Grüße! Benno

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    4. Guten Morgen lieber Benno ,

      vielen Dank für Deine Antwort.

      Liebe Grüße von Werner

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  69. Hallo diese Seite ist super ich vor ein paar Tagen auch die Diagnose F32.1G erhalten für mich ist eine Welt zusammen gebrochen als ich das erfuhr.Habe jetzt auch Angst meinen Arbeitsplatz zu verliern.

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    1. Danke für dein Lob! Deine Angst ist leider berechtigt, das heißt aber nicht, dass es so kommen muss. Ich bin schon seit 2009 in Rente und habe meinen Arbeitsplatz noch immer (Das Arbeitsverhältnis ruht.) Ich denke, es wäre gut, wenn auch du einen Schwerbehindertenausweis beantragen würdest... Liebe Grüße Benno

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  70. Hallo, Benno, heute kam das OK für die Gleichstellung. Ich habe gegoogelt, ob ich a) das meinem Arbeitgeber sagen sollte/muss, und b) ob ich das meiner Krankenkasse sagen sollte/muss. Ich habe dabei deine Seite gefunden. Weißt du mehr darüber oder soll ich offizielle Stellen fragen? Merci im Voraus

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    1. Hallo GdB30, fein, dass du die Gleichstellung nun für dich erreicht hast. Die Vorteile daraus kannst du meines Wissens jedoch nur geltend machen, wenn du deinen Arbeitgeber auch entsprechend informiert hast. Eine gesetzliche Verpflichtung besteht hierfür anscheinend nicht. (Siehe dazu auch: https://www.anwaelte-arbeitsrecht-berlin.de/Schwerbehinderte-sollten-ihren-Arbeitgeber-grunds%C3%A4tzlich-%C3%BCber-ihre-Schwerbehinderung-informieren) Warum es jedoch der Krankenkasse gemeldet werden sollte, erschließt sich mir gerade nicht im Moment. Im Übrigen schadet es ganz sicher nicht, bei einer offiziellen Stelle um Rat zu fragen. Vielleicht magst du die erhaltenen Informationen dann ja hier auch anderen Betroffenen zur Verfügung stellen? Weiterhin alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

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  71. Hallo Benno,

    ich hoffe ich kann noch was schreiben und du liest es noch. Ich bin seit 15.5.17 krank geschrieben, Diag.: F31.9 G ; F32.1 G ; F43.2 G. Ich habe einen Schwerbehinderten Ausweis beantragt. Ich habe GdB 30 für seelische Störung, Depression, Migräne bekommen und 10 für Funktionsbehinderung der Wirbelsäule. Insgesammt GdB 30. Mein Neurologe der mich immer krank schreibt, meint die Einstufung sei korrekt. Lohnt es sich einen Widerspruch zu machen?

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    1. Hallo, natürlich kann man zu allem und jedem in Widerstand treten, aber das kostet auch immer viel Energie. Die Frage wird also sein: Lohnt es sich am Ende auch? Was brächte es ein? Und: Hätte so ein Widerspruch auch Aussicht auf Erfolg? Ich würde mich der Meinung deines Neurologen anschließen wollen. Schließlich hast du den Ausweis bekommen. Ein höherer Grad brächte vermutlich keine weiteren Vorteile für dich. Besser fände ich es dann, gegebenenfalls später einen Verschlimmerungsantrag zu stellen. Liebe Grüße Benno

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  72. Hallo,

    ich habe seit ca.2Jahren Depressionen und seitdem in Psychiatrischer Behandlung. War auch schon in einer Klinik für 5 Wochen. Habe zusätzlich seit 2008 60% für verschiedene Beschwerden z.b HWS ,LWS, Knie-Tep, Blutdruck, Nephrolitis usw. Fragen:1. Habe ich Erfolgsaussichten bei Beantragung von Erwerbsunfähigkeitsrente.2.Sollte ich einen Verschlimmerungsantrag stellen aufgrund der Depressionen?Ich habe Angst das ich meinen unbefristeten Ausweis heruntergestuft bekomme.3.Sollte ich zusätzlich zu einem Neurologen gehen.(Wegen der Erfolgsaussichten)

    MfG

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  73. Hallo Benno, deine Seite ist super habe sehr viel gelernt. Bekomme jetzt Übergangsgeld bis der Antrag auf Erwerbsminderungsrente durch ist. Frage muss ich mich jetzt
    Weiter krankschreiben lassen ?

    Liebe Grüße Ines

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    1. Hallo Ines,
      ich gehe davon aus, dass du die 78 Wochen Krankengeld bereits ausgeschöpft hast, also ausgesteuert bist. Für diesen Fall benötigt die Krankenkasse meines Wissens nach keine weitere Krankschreibung von dir. Die Krankschreibung ist nur solange von Bedeutung, wie auch Krankengeld gezahlt wird. Sicherheitshalber solltest du dies aber direkt bei deiner Krankenkasse erfragen. Liebe Grüße Benno

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  74. Lieber Benno, danke das du dich so schnell gemeldet hast. Mach weiter so, solche Leute sollte man ehren. Nicht irgendwelche....

    Danke nochmal
    Iney

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  75. Hallo Benno,
    erst einmal vielen Dank für diese tolle, sehr informative Seite.
    Ich bin seit fast 13 Monaten nach einem Burnout wegen Depression krankgeschrieben. 4 Wochen in der psychiatrischen Klinik, 6 Wochen Reha,. Von dort wurde ein Antrag auf 50% GdB gestellt. Ich hatte noch einen Suizidversuch im März. Es ging mir sehr schlecht, Scham, alles sinnlos, etc... Ständige Angst, wieder arbeiten gehen zu müssen, da ich mental nicht mehr in der Lage bin, dies zu tun.

    Gestern 13.10. bekam ich den Bescheid mit "nur" 30% GdB.
    Es wurde vorher mitgeteilt, dass ich mit 50% (ich bin 58 J., werde im Dezember 59 J.) dann mit 60 oder 61 in Rente gehen kann, und die Zeit mit ALG 1 überbrücken könnte.

    Ich bin wieder komplett verängstigt, schlaf wieder nicht und am Boden.
    Ich bin noch in der Fa. angestellt, bin komplett überfordert und nicht in der Lage, mich zu konzentrieren, etc.. Ein Schlag ins Gesicht, da ich sehr aktiv war.

    Ich werde wohl Widerspruch einlegen. Wie lange dauert das in der Regel?
    Ich weiß auch nicht, wie ich mich dem Arbeitgeber gegenüber verhalten soll, wenn die 78 Wochen rum sind und ich noch keinen Bescheid habe.

    Es ist alles sehr anstrengend, ermüdend. Ich bin beim Psychiater 1 x im Monat und mache eine Psychotherapie.

    Ich weiß nicht weiter und habe Angst, dass die aktuelle Situation mich wieder tief ins Loch zieht.
    Ich habe das Glück, dass mein Ehemann und meine Kinder mich da mental unterstützen und bin sehr dankbar dafür. In diesen schweren Momenten, wie du sicherlich weißt, spielt das keine Rolle, es ist mir alles Egal. Leider...

    Danke im Voraus für Deine Antwort
    Liebe Grüße
    Fiona

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    1. Hallo Fiona,
      auch wenn dir nicht die erwarteten 50% zugesprochen wurden, heißt das nicht, dass du nicht vorzeitig in Rente gehen kannst. Der Weg der Erwerbsminderungsrente steht dir in jedem Fall frei. Wenn du nicht mehr arbeiten kannst, warum auch immer, dann bist du für so einen Fall auch abgesichert, denke ich.
      Im Fall der 30% Schwerbehinderung kannst du bei deinem Arbeitsamt einen Gleichstellungsantrag stellen. Du bist dann einem Menschen mit Schwerbehinderungsausweis nahezu gleichgestellt, was zum Beispiel deinen Kündigungsschutz angeht. Die vorgezogene Altersrente funktioniert so aber leider nicht. (weitere Infos hier: https://www.dgbrechtsschutz.de/recht/sozialrecht/schwerbehinderte/die-gleichstellung-mit-schwerbehinderten-menschen/) Mir jedoch wäre es egal, wie man das Kind nennt - Erwerbsminderungsrente oder vorgezogene Altersrente - Hauptsache, ich bräuchte nicht mehr zur Arbeit...
      Wenn die 78 Wochen Krankengeld abgelaufen sind, du also ausgesteuert bist, springt das Arbeitsamt ein und zahlt dir Arbeitslosengeld zur Überbrückung. Du musst also, damit keine Versorgungslücke entsteht, dort rechtzeitig einen Antrag stellen.
      Ich hoffe, es kann dir bald besser gehen! Liebe Grüße Benno

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