Depression Symptome Liste - Ratgeber Depression

Informationen und Tipps für Depressive und Angehörige - Die Depression im Blog - Von Erfahrenen lernen - Eine Seite gegen die Scham für eine Erkrankung, die nichts mit Schwäche zu tun hat - Ein Votum für die gesellschaftliche Akzeptanz einer Krankheit, die längst schon ein Teil der Gesellschaft geworden ist - Ein Versuch, Antworten zu finden auf die Frage: Was ist Depression?

Depression Symptome Liste

Anzeichen Depression erkennenDie Krankheit Depression ist nicht einfach nur mit Serotoninmangel gleichzusetzen oder dem Fehlen von ausreichend Dopamin. Es handelt sich vielmehr um eine sehr komplexe Erkrankung der Psyche eines Menschen, der menschlichen Seele. Leider hat die Depression in unserer Gesellschaft ein schlechtes Image und ist zumeist mit Scham behaftet, weswegen sie viel zu oft unentdeckt und unbehandelt bleibt. Eher trauen sich die Menschen da schon mit einem Burnout zum Arzt, wobei ich glaube, dass dies nichts anderes ist. Der Burnout ist entweder eine Vorstufe der Depression oder ein handfestes Symptom einer Depression, aber gewiss nicht nur, so wie der Burnout gern definiert wird, ein Problem der Lebensbewältigung. Die Depression hat viele Gesichter und so verschieden wie wir Menschen sind, so verschieden ist auch die Ausprägung einzelner Anzeichen und Symptome der Depression. Eine Liste möglicher Anzeichen und Beschwerden findest du am Ende des Beitrages.


Depression - Symptome sind vielfältig


Nicht immer müssen unter der Depression Symptome in der gleichen Anzahl und Kombination auftreten. Dies kann bei jedem depressiven Patienten anders aussehen. Der ICD-10 schreibt nur eine Mindestanzahl bestimmter Symptome der Depression vor. Ich führe hier alle Anzeichen meiner Depression auf, wobei ich einschränkend sagen muss, dass vielleicht nicht alle Merkmale unbedingt direkt den Depressionen zuzuordnen sind, also tatsächlich Symptome der Depression sind. Aber wie soll ich das auch auseinander halten können? Kann man das überhaupt je auseinander halten?Womöglich wird man in einigen Jahren heraus finden, dass es da doch einen Zusammenhang gibt? Ich glaube jedenfalls daran, dass alles mit allem zusammenhängt und deshalb auch alles betrachtet werden sollte. Vielleicht siehst du ja bei dir und deinen Depressionen oder deinem Burnout ähnliche Symptome und ähnliche Zusammenhänge? Deshalb halte ich es für wichtig, hier wirklich einmal all meine Symptome, und seien es auch nur Wehwehchen, aufzuschreiben. Nicht etwa weil ich zeigen will, wie krank ich bin, sondern um dir einen Hinweis zu geben, hier und da einmal etwas anders auf deine "Zipperlein" zu schauen.


Depressive Symptome bei anderen Störungen


Ich selbst kann im Einzelfall nicht beurteilen, ob der Depression Symptome zuzuordnen sind oder nicht und vermutlich wird manch zeitgenössischer Mediziner das auch nicht können. Oftmals ist die Depression auch nur so eine Art Einstiegsdiagnose und weitere Diagnosen kommen womöglich noch dazu, wie Angststörungen oder Persönlichkeitsstörungen, manchmal auch Zwänge oder Wahn. Die Depression ist aufgrund ihrer Symptomatik bei vielen psychischen Störungen mit im Boot. Ich bin mittlerweile auch der Überzeugung, dass es gar keine klassischen körperlichen Krankheiten gibt. Körperliche Krankheiten gelten immer nur solange als somatisch, bis der seelische Zusammenhang gefunden ist. Doch viel zu selten macht man sich in der westlichen Medizin auf die Suche und bleibt lieber dabei, die Symptome zu behandeln, anstatt der Ursache auf den Grund zu gehen. Im Grunde genommen ist manch körperliche Krankheit nämlich auch nur ein Symptom der leidenden Seele, Merkmal und Symptom der Depression. Ergänzend möchte ich noch darauf hinweisen, dass unter meiner Depression Symptome trotz der täglichen Einnahme von Antidepressiva auftreten. Antidepressiva lindern zwar hier und da einzelne Beschwerden, sind aber meiner Erfahrung nach leider nicht in der Lage, depressive Beschwerden ganz verschwinden zu lassen.


Meine Symptome der Depression


Bei mir ist es so, dass ich ständig Anzeichen von depressiver, also gedrückter Stimmung habe. Ich habe regelrecht Angst davor, dass meine Stimmung nach oben geht, weil sie ja danach wieder abstürzen könnte. Und ich habe das bei Depressionen klassische Symptom - den Grübelzwang. Es gibt keinen Moment des Tages, an dem ich nicht über irgend etwas nachdenke, zumeist über Probleme die da sind oder noch kommen könnten.Ich bin eigentlich mehr mit der Zukunft beschäftigt, als mit der Gegenwart. Das ist ein typisches Symptom der Depressiven Episode. Wenn ich etwas tue, bin ich in Gedanken schon damit beschäftigt, was ich als nächstes tun werde. So bin ich selten bei der Sache. Depression, Symptome und alles was damit zusammen hängt, sind allgegenwärtig. Bei handwerklichen Arbeiten verletze ich mich deswegen häufig. Ich schlafe sehr viel, je depressiver meine Stimmung ist, umso größer ist auch mein Schlafbedürfnis. Es ist meine Art Flucht aus der Realität, eine Realität, die mir dann gerade zu viel ist. Auch die Verdauung gehört zu meiner Depression Symptome. Verstopfung und Durchfall wechseln sich hier ab. Durchfall ist meist ein Anzeichen von Angst. Der Volksmund hat dafür markante Redewendungen erschaffen, wie: "Der hat doch die Hosen voll!" oder "Du Schisser!" Das kann Angst vor ganz banalen Dingen, zum Beispiel vor einem wahrzunehmenden Termin sein, einem Telefonat oder dem Öffnen von Post.


Nicht loslassen können


Überhaupt spielen bei der Depression Symptome wie Angst oftmals eine große Rolle. Verstopfung hingegen ist meist ein Zeichen von "nicht los lassen können". Und in der Tat, das ist eine Schwäche von mir. Ich kann zwar los lassen, aber es dauert seine Zeit und geht meist nicht ohne Schmerz. Ich bin eher ein Mensch, der fest hält und bewahrt. Angst und das "Nicht loslassen können" fallen also auch unter die Kategorie Depression - Symptome.. Ich bin leicht reizbar und habe ein geringes Selbstwertgefühl. Ich habe, seit ich mit Depressionen zu tun habe, Angst, Menschen zu begegnen und vermeide solche Situationen, so gut es geht. Im Vermeiden hingegen bin ich ein wahrer Meister. Die Vermeidung ist ebenfalls ein klassisches Symptom des depressiven Charakters. Im folgenden veröffentliche ich hier noch meine komplette persönliche Liste von Beschwerden, Anzeichen und Symptomen für Depressionen mit Angabe der Häufigkeit. Weil die Depression Symptome unterschiedlichster Art haben können und niemand beim Auftreten einzelner Anzeichen unbedingt gleich an eine depressive Episode denkt, habe ich einmal alle Erscheinungsformen meiner Depression aufgelistet.


Symptome Depression Liste


Symptome körperlicher Art


  • Rückenschmerzen im Bereich Lendenwirbelsäule (ständig) 
  • Rückenschmerzen im Nierenbereich (ca. 2 x monatlich) 
  • Muskelschmerzen (täglich)
  • Gelenkschmerzen (täglich) 
  • Krampfanfälle mit Kreislaufschwäche (Proctalgia fugax, ca. 1-2 x monatlich) 
  • Kopfschmerzen (2-4 x wöchentlich und wenn, dann den ganzen Tag, in Krisen ständig) 
  • Migräne (1-2 x monatlich) 
  • Refluxkrankheit, Sodbrennen (ständig) 
  • Bluthochdruck (in Krisen und bei Belastung) 
  • Durchfall/Verstopfung (fast immer, abwechselnd) 
  • Zahnschmerzen, alle Zähne über mehrere Tage, (2-3 x wöchentlich) 
  • schmerzhaft kalte Füße (4-7x wöchentlich, in Krisen ständig) 
  • Bauchschmerzen (in Krisen) 
  • Schwerhörigkeit (monatlich mehrere Tage) 
  • kalte Hände , Füße, Nase (täglich) 
  • Sehschwäche im Nahbereich (ständig, Intensität wechselnd) 
  • Übelkeit nach anfänglicher diffuser Angst (3-4 x wöchentlich) 
  • Schwindelanfälle (3-4 x wöchentlich) 
  • nervöses Augenzucken (täglich) 
  • Ohrgeräusche/Tinnitus, (ständig) 
  • RLS-Syndrom, Erkrankung der ruhelosen Beine (ständig) 
  • Kloßgefühl im Hals 
  • Engegefühl am Hals, das Gefühl gewürgt zu werden 
  • Magendruck 
  • Durchfall oder auch Verstopfung 
  • Übelkeit, Brechreiz, Erbrechen 
  • Blähungen 
  • Magendruck 
  • kalte Hände und Füße 
  • Temperaturempfindlichkeit, mangelnde Fähigkeit, die Körpertemperatur zu regulieren 
  • Unruhe, Kribbeln, Ziehen im Körper 
  • Herzstechen und Herzrasen 
  • Schwindel, Augenflimmern
  • Appetitverlust oder Heißhunger


Symptome seelischer Art




Weitere Anzeichen und Beschwerden bei Depression


Darüber hinaus werden der Depression Symptome zugeordnet, die bislang noch nicht genannt worden, weil sie nicht Symptome meiner Depression sind. Ich gebe deshalb hier ergänzend noch eine Auflistung möglicher depressiver Anzeichen, die ich auf der Suche nach relevanten Symptomen in der Fachliteratur recherchiert habe. Die Aufzählung dieser Symptome und Anzeichen erhebt jedoch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Beschwerden in Zusammenhang mit der depressiven Episode sind also durchaus denkbar.
  • Zittern, kalte Hände oder Hitzewallungen
  • Druckgefühl in der Brust
  • ganzkörperliche Schmerzen
  • Blutdruckschwankungen
  • Störungen beim Einschlafen
  • frühes Erwachen am Morgen
  • Zittern
  • Blutdruckschwankungen
  • Libidoverlust
  • Druck- oder Engegefühl in der Brust
  • schwerer Atem
  • Probleme beim Wasser lassen
  • vermehrter Harndrang
  • nachlassendes Hörvermögen
  • nachlassendes Sehvermögen
  • schwerer gebeugter Gang
  • Verlangsamung des Denkens
  • Verlangsamung des Sprechens
  • Hitzewallungen
  • Kälteschauer
  • Selbstisolierung
  • Selbstabwertung
  • Burnout
  • Nervenzusammenbruch

Fazit zu Symptome und Anzeichen der Depression


Der Depression Symptome können also, wie man hier eindrucksvoll sieht, sehr vielseitig sein. Sie prägen sich auch bei jedem depressiven Menschen anders aus. So müssen keinesfalls alle Anzeichen gleichzeitig auftreten, allerdings lässt das Auftreten einzelner Symptome auch noch nicht ausreichend auf eine Depression schließen. Ob Burnout oder Depression - dauerhafte seelische Niedergeschlagenheit gehört in ärztliche Hände. Wenn du jetzt vielleicht noch in der Lage bist, dir Hilfe zu organisieren und auch Hilfe anzunehmen, kann das in einigen Wochen schon ganz anders aussehen. Eine gesicherte Diagnose der Depression kann natürlich nur ein Facharzt stellen. Das ist in diesem Fall der Facharzt für Psychiatrie, kurz der Psychiater. Aber keine Angst, du bist deswegen nicht verrückt. Du wirst stauen, wie viele Menschen wie du und ich sich täglich beim Psychiater den Hintern platt sitzen. Ich weiß, es gibt Vorurteile, aber Vorurteile sind eben Vor-Urteile. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du eine Psychiatrische Praxis aufsuchen solltest, kannst du dir mit einem kostenlosen Depressionen Test online vorab einen ersten Eindruck verschaffen. Diese Tests ersetzen natürlich keine fachärztliche Diagnose, können aber einen Arztbesuch anraten oder im anderen Fall, wenn keine depressiven Anzeichen vorliegen, Entwarnung geben.

Quellen zu Depression Symptome und Anzeichen
Foto: Matthias Preisinger / pixelio.de











Kommentare:

  1. Ich finde deinen Blog wirklich toll! Du gibst dir hier viel Mühe dich mit dieser komplexen Krankheit auseinanderzusetzen!
    Auch ist hier ein Ort, wo sich Betroffene austauschen können und nicht schief angeschaut werden!
    Ein großes Lob!

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  2. bis jetzt habe ich noch keine ausführlichere und deutlichere Beschreibung des Zustandes gelesen der mir die Lebensqualität nimmt und mich zutiefst verzweifeln lässt.ich habe vor allem angst und denke immer das ich nichts mehr wert bin.

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  3. Ich weiß nicht, ob es dir hilft, aber mir ging es auch einmal so wie dir. Doch bis heute bin ich ein gutes Stück weiter gekommen. Du kannst deine Angst überwinden. Nicht von heute auf morgen, aber es geht. Fang bei dir an. Lerne dich selbst wert zu schätzen. Das ist der Anfang. Hast du dich schon einmal mit deinen Glaubenssätzen beschäftigt? Wenn nicht, dann könnte das hier dir vielleicht weiter helfen: http://www.depressionen-blog-depression.com/2013/05/depression-und-gedanken-was-denke-ich_24.html

    Liebe Grüße Benno

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    1. Hallo,
      danke für die vielen Informationen und Berichte. Es ist eine kleine Erleichterung für mich wenn ich hier lese das es auch andere Menschen gibt mit diesen Leiden.
      Ich selbst (weiblich)habe auf anraten der Krankenkasse, des Arbeitsamte und meines Psychiaters im letzten Juni auch einen Antrag auf EM-Rente gestellt. Nach 37 Jahren im Arbeitsleben (ungelernt) und der Erziehung von 3 Kindern "nebenher", habe ich nach der Diagnose einer Lungenkrankheit auch seit 2,5 Jahren mit Hautkrebs zu tun und es folgen immer wieder Operationen der Haut um verdächtige Muttermale und Basaliome zu entfernen. Inzwischen bin ich arbeitslos geworden.
      Ich habe nur noch Angst. Das grübeln mache ich schon sehr sehr lange, verschlimmert sich aber immer mehr. Inzwischen bin ich völlig zurück gezogen, keine sozialen Kontakte mehr ausser unregelmäßiger Besuche meiner Kinder und ab und zu einer Nachbarin. Und natürlich immer die Arztbesuche. Jedes mal wenn ich mich im Spiegel ansehe bekomme ich Panik vor neu auftretenden Stellen. Bei jeder Untersuchung beim Hautarzt (alle 3 Monate) gibt es wieder irgendwo an mir eine Stelle die entfernt werden muss...
      in wenigen Tagen habe ich nun "endlich" einen Termin bei einem psychiatrischen Gutachter. Habe alle Unterlagen zusammen gepackt, mir den Plan für die Fahrt dorthin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ausgedruckt, und, bin eigentlich bereit dort hinzugehen, denn endlich kommt nach langem warten bewegung in die "Sache", aber ich habe unglaubliche Angst. In den wenigen und kurzen Schlafphasen hab ich Albträume, wache heulend und schweißgebadet auf, kann nichts mehr essen und mache mich völlig verrückt. Innerhalb von 2 Jahren hab ich soviel abgenommen das ich schon Kalorien zähle um wenigstens halbwegs an meinen Kalorienbedarf zu kommen. Seit dem der Brief kam mit dem Termin zur Begutachtung habe ich schon wieder 2 Kilo abgenommen und liege jetzt bei 47 Kilo mit Kleidung. Ich habe Angst vor diesem fremden Psychiater und davor das er mich komplett nieder macht...
      danke Benno für diesen Blog

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    2. Hallo,
      deine Angst kann ich dir leider nicht nehmen. So ein Termin wird wohl immer bedrohlich sein. "Was wird, wenn...?" ist vermutlich die meist gedachte Frage in deinem Kopf zur Zeit. Ich rate dir aber dringend, nicht allein zum Termin zufahren. Vermutlich willst du nur niemandem zur Last fallen, aber es wird Menschen geben, die das gern für dich tun. Du bist ja jetzt schon völlig aus dem Häuschen. Dein ganzer Körper steht unter Stress. Fahr dort nicht allein hin, auch wenn du es dir zutraust. Es wird dir helfen, wenn dich jemand begleitet. Es wird dir gut tun und es ist deine Verantwortung an dieser Stelle für dich zu sorgen. Hinzu kommt noch, dass dir dein Heldenmut nicht gedankt wird. Der Gutachter wird dich fragen, wie du hergekommen bist und seine Schlüsse daraus ziehen, wenn du dazu allein ohne weiteres in der Lage bist. Im Übrigen kann er dich nicht mehr nieder machen, als du selbst es jetzt schon tust. Er kann sich ein Bild von dir machen. Er kann eine Meinung über dich haben. Aber all das hat nichts mit deinem Gefühl zu tun. Dein Gefühl resultiert allein daraus, wie du über die Meinung des Gutachters denkst. So mächtig ist er nämlich gar nicht... er ist nur ein Arzt, der dich nicht kennt und von einer Institution um seine Meinung befragt wird. Alles Gute für dieses Termin und das gesamte Vorhaben! Alles Gutes für dich! Liebe Grüße Benno!

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  4. Hallo!

    Ich habe deinen Blog gefunden weil ich (25 weiblich) auch einen Antrag auf Pension gestellt habe wegen Depressionen und jetzt zittere ich entgegen was dabei raus kommt.

    Bin seit gut 9 Jahren in Behandlung immer wieder nur neue Tabletten und Gesprächstherapie. Zum Kotzen wenn ich mal so sagen darf. Ich kann eigentlich alles was du hier beschreibst nachvollziehen und kenne es nur zu gut. Was mir jeder sagt ist das es schwer werden wird weil ich keinen Berufsabschluss habe aber trotzdem gearbeitet hab. Meine letzte Arbeit war in einer Firma extra für Menschen mit Depressionen oder Behinderungen aller art. Auch dort mussten wir das Dienstverhältniss auflösen weil es wegen der Krankheit nicht mehr ging. Es war jeden Tag eine Qual für mich nach 2 std schlaf zur Arbeit zu gehen. Ich bin ständig Müde, fühle wie meine Kraft von Tag zu Tag schwindet... Irgendwann hat man einfach keine Lust mehr auf das weitere Kämpfen. Wie gehst du in solchen Situationen mit deiner Angst vor Morgen um?

    Danke für deinen Blog

    Lg Lisa

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    1. Hallo Lisa,
      wenn du nicht die Rente verdient hast, wer dann? Ich denke, den Antrag zu stellen, war eine gute Entscheidung. Aber nun zu deiner Angst. Du hast sicher Angst davor, dass man die Rente nicht bewilligt. Wenn du aber sicher bist, dass es keinen besseren Weg für dich gibt, dann wirst du auch die Kraft haben, dafür einzutreten. Falls das passiert, empfehle ich die die Anwälte des VdK. Aber zuvor hast du erstmal eine 50/50-Chance auf Bewilligung. Das ist keine schlechte Wahrscheinlichkeit.
      Wie ich mit meinen Ängsten umgehe? Ich stelle mir das Schlimmste vor, das passieren kann und entwickle dann einen Plan dafür. Wenn es für das Schlimmste einen Plan gibt, dann lässt sich auch für alle anderen Fälle ein Plan finden. Arbeiten kannst du nicht. Also bist du krank oder arbeitslos oder eben Rentner. Wie das Baby heißt, ist nicht so wichtig. wichtig ist, wie gut du damit leben kannst. Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und lass mal wieder von dir hören, wenn es eine Entscheidung gibt! Liebe Grüße Benno

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  5. Hallo,
    ich bekomme inzwischen (seit Ende Januar) EM-Rente.Die wurde rückwirkend ab Reha-Antrag vom April 2013 bis Ende Dez. 2015 bewilligt,und das ohne Gutachter!Nun habe ich aber Angst vor dem Verlängerungsantrag,wenn der nun abgelehnt wird!Ich bin 53 Jahre und bin Krankenschwester.Ich habe echt Panik vor dem nächsten Jahr.Aber Deine Seite hat mir Mut gemacht,jedenfalls den Antrag zu stellen.
    LG
    Marion

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    1. Hallo Marion,
      zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zur erreichten Rente! Da hast Du etwas Großes geschafft und gut für dich gesorgt! Ich kann deine Ängste allerdings auch gut verstehen. Sie stecken tief in dir. Vermutlich bist du auch ein Mensch, der eher bewahrt, der schlecht loslassen kann. Und so stellt sich deine Befürchtung gegen alles, was du verlieren könntest. Ich kann dir diese Angst leider auch nicht nehmen. Das kannst du nur selbst tun, indem du darüber nachdenkst, wie realistisch diese Angst im Einzelnen ist. Normalerweise wird etwa jeder zweite Antrag auf Rente abgelehnt. In der Regel muss jeder Antragsteller vorher zum Gutachter. Das alles ist bei dir nicht passiert. Dennoch hast du die Rente bekommen. Warum wohl? Weil sie dir zusteht! Weil du zu denen gehörst, wo der Fall klar auf der Hand liegt. Warum sollte man dir diese Rente dann ein Jahr später wieder weg nehmen? Dann hätte man sich das Ganze ja gleich sparen können, oder? 100 Prozent Sicherheit gibt es nicht im Leben, aber die Wahrscheinlichkeit, dass deine Rente verlängert wird, halte ich für hoch. Vermutlich wirst du dann zum Gutachter müssen. Das ist aber auch kein Hexenwerk, sondern ein ganz normaler Psychiater, der die Zulassung der Rentenkasse für diese, für ihn zusätzliche, Einnahmequelle hat. Sieh mal, ich bin auch 53 und schon 5 Jahre in Rente. Beim zweiten Gutachtertermin, nach drei Jahren bekam ich die Rente sogar auf Dauer zugesprochen. Vielleicht passiert das ja bei dir auch so? Jetzt aber hast du erst einmal Luft. Bis Ende 2015 ist es noch weit. Genieße die Zeit der Ruhe und tue dir etwas Gutes! Liebe Grüße Benno

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  6. Hallo Benno, ich bin ja überwältigt von der Art, wie du über diese Problematik schreibst, wie du Einblick gibst in das, was soviele von uns mit sich herumschleppen aber für sich alleine ausmachen (wollen). Ich bin wirklich beeindruckt, denn schon lange suche auch ich nach Antworten im Netz und, wie es sicher vielen schon gegangen ist, ich bin müde geworden von den überzähligen Hilfsangeboten, die im Grunde keine Hilfe sind, sondern nur Bla, Bla, Bla....Ich bin seit Februar in Psychotherapie wegen Depression oder was weiß ich. Ich bin also auch schon tief drin in dem Thema. Ich wollte dir hier nur hinterlassen, dass ich es sehr hoch achte, was du hier alles niedergeschrieben hast. Ich habe zwar noch nicht alles gelesen aber ich bleib dran. :-) Kommt mir ja teilweise so vor, als würde jemand über mich schreiben u. was ist schöner, als unbekannte Texte über sich selbst zu lesen. :-D Viele Grüße, Kerstin

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    1. Hallo Kerstin,
      ich freue mich, dass du hier her gefunden hast und etwas von hier für dich mitnehmen kannst. Immer auf der Suche nach Antworten - das bin ich auch, auch nach so vielen Jahren mit der Depression oder vielleicht auch deswegen. Die Suche nach Antworten ist letztlich auch ein Motiv, das mich antreibt, hier zu schreiben. Vielen lieben Dank für deine wertschätzende Rückmeldung! Liebe Grüße Benno

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  7. Hut ab vor soviel Mut
    Ich mache das ganze nun schon einige Jahre mit - aber den Mut offen darüber zu sprechen habe Ich immer noch nicht....

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  8. Hallo, als ich auf deine Seite gestossen bin, war ich total überrascht, positiv überrascht. Ich fühlte mich gleich richtig heimisch. ;) Echt klasse ....
    Hab angefangen meine EM-Anträge auszufüllen. Manche Fragen sind echt mit Vorsicht zu geniessen, d.h. man muss richtig aufpassen, was man schreibt. Schliesslich soll es ja passen. Bin schon etwas überfordert aber ich werds schon schaffen.

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    1. Hallo und Danke für die Blumen ;-)
      Ich bin seinerzeit in die Rentenstelle gegangen und habe meinen Antrag quasi mündlich gestellt, bzw. zur Niederschrift gegeben. Der Antrag wurde auf Anhieb bewilligt. Was ich damit sagen will ist, mach dir nicht allzu viel Gedanken um den Wortlauf im Antrag. Entscheidend sind am Ende die Befunde und die dauer deiner Krankheit. Viel Erfolg! Benno

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  9. Hallo,habe jetzt bald ein Termin beim Gutachter von Sozialgericht.Wie soll ichmich da verhalten.Habe Angst da vor.Wie soll ich mich verhalten. Gruß Frank

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    1. Für diesen Fall gibt es bereits eine eigene Seite. Die Informatioen, die du suchst, findest du hier: http://www.was-ist-depression.net/2013/05/depression-tipps-zum-rente-beantragen.html

      Liebe Grüße Benno

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    2. Hallo Benno,
      Vielen Dank Gruß Frank

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  10. hallo
    am kommenden mittwoch habe ich dienstfähigkeitsuntersuchung, so nennt man das bei uns in Österreich. ich bin seit nov 2013 krank geschrieben und in psychiatrischer Behandlung. seit meiner Jugend leide ich ständig an depr. Major 32.2 ich habe fürchterliche angst vor den Termin, weil ich befürchte dass ich wieder arbeiten gehen muss. ich bin seit 17 jahren in einem Büro tätig und schaffe die Telefonate und Beschimpfungen am Telefon nicht mehr. unsere Einrichtung zahlt insolvenzgeld aus oder auch nicht. daher bekomme ich es immer als erstes ab. Götzzitat ist noch das harmloseste....ich habe insgesamt mit vorzeiten an die 39 jahre gearbeitet trotz 50% Behinderung durch schweres Asthma. aber trotzdem fürchte ich mich vor dem Termin am mittwoch. wie soll ich mich verhalten?
    lg andrea

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  11. Hallo Andrea,
    es tut mir leid, dass ich nicht eher auf dein Anliegen eingehen konnte. Nun ist der Gutachtertermin schon Geschichte. Ängste gehören zu unserer Krankheit, aber auch zum Leben Gesunder. Mir hilft immer die Vorstellung dessen, was im schlimmsten Fall passieren könnte. Wenn ich das dann akzeptieren kann oder Strategien für einen solchen Fall sehe, ist es nur noch halb so schlimmm. Ängste sind oftmals diffuser Art und gerade mit diesen Ängsten, mit der Ungewissheit kommen wir schlecht zurecht. Wird die Angst konkret, finden sich zumeist auch Alternativen.
    Ich wünsche dir alles Gute für dein Rentenbegehren!

    Liebe Grüße Benno

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  12. Ich danke dir für deinen Blog. Ich hab seid langer Zeit eine schlimme Phase und leite zum seid meiner Kindheit an Trichotillomanie. Das ist z.zt. so schlimm. Dein Blog zeigt mir das es auch anderen Menschen so geht wie mir!

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  13. Hallo Benno,

    ich bin auf diese Webseite gestoßen, weil ich mich informieren wollte, welchen Eindruck es macht, wenn ich trotz Rente wegen voller Erwerbsminderung ein Fernstudium anfangen möchte - ob ich das anmelden muss, ob es einer weiteren Bewilligung entgegensteht.

    Ich leide an einer bipolaren Störung und bin daher auch bestens vertraut mit der Krankheit Depression, aber auch dem Gegenstück: der Manie. 3 Zusammenbrüche habe ich schon erlebt und es treibt mir, wieder an die Psychiatrie zu denken und meine Aufenthalte dort, die Tränen in die Augen.

    Es tut gut, von Ihnen zu hören und zu sehen, wie offen Sie mit Ihrer Erkrankung umgehen und wie Sie anderen Mut machen, Ihre Erkrankung anzunehmen und mit ihr zu leben. Es ist schön, dass Sie einen Beitrag dazu leisten, psychisch kranke Menschen von der Stigmatisierung von der aufs funktionieren ausgerichteten Gesellschaft, zu befreien.

    Herzlichen Dank und meinen höchsten Respekt!

    Rodja Kleemann

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  14. Hallo Anonym vom 13.07.14 21:23!

    Dank auch dir für deine Rückmeldung! Es freut mich zu lesen, dass du hier etwas mitnehmen konntest.
    Ich wünsche dir von Herzen gute Besserung!

    Liebe Grüße Benno

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  15. Hallo Rodja,
    und Danke auch für deinen Kommmentar mit der positiven Einschätzung für diesen Blog!
    Ich finde es eine gute Idee, ein Studium zu beginnen. Wir sind psychisch krank. Wir sind nicht mehr so belastbar, wie "normale" Menschen, aber wir sind durchaus auch noch leistungsfähig. Leider fehlt es an adäquaten Angeboten.
    Grünes Licht von der Rentenkasse würde ich mir da schon vorher einholen. Nicht alle Bestimmungen sind immer auch plausibel, habe ich festgestellt. Bei einem Fernstudium dürfte es aber eigentlich kein Problem geben dürfen. Zu diesem Thema hätte ich auch noch folgenden Link für dich: http://www.talkteria.de/forum/topic-180488.html

    Liebe Grüße Benno

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  16. Hallo Benno, ich musste Dir schreiben weil es mir so schlecht geht. Ich habe jetzt seit 15 Jahren mit Depressionen zu tun und jetzt habe ich wieder eine. Und es geht mir nicht besser. Ich fahre am Montag mit meiner Mutter zum VDK wegen Antrag auf erwerbsminderungssrente. Ich will auf keinen Fall in Reha weil es mir nichts bringt und ich schonmal 2010 in Reha war. Muss ich auf jedem Fall in Reha fahren oder kann man diese ablehnen? Vielen Dank

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    1. Hallo,
      eine prinzipielle Ablehnung würde ich mit Vorsicht genießen. Möglicherweise könnte das so gedeutet werden, dass du Maßnahmen zur Wiederherstellung deiner Gesundheit ablehnst. Die Rentenkasse verfährt normalerweise nach dem Grundsatz "Reha vor Rente". Wenn aber die Gefahr besteht, dass sich dein Gesundheitszustand durch eine Reha eher noch verschlimmert, weil du möglicherweise panische Angst davor hast, dann kann es aus ärztlicher Sicht geboten sein, auf eine solche Maßnahme zu verzichten. Den Unterlagen zu deiner Reha werden auch entsprechende Informationen beiliegen. Du hast dann die Möglichkeit, dir von deinem Arzt oder Psychiater ein Attest ausstellen zu lassen, oder aber in einem Vorgespräch in deinem dir zugewiesenen Rehakrankenhaus die Gründe für deine Zurückhaltung darzulegen. Letzteres tat ich seinerzeit auch, worauf die Rentenkasse auf die Durchführung der Reha verzichtete. Viel Erfolg und liebe Grüße Benno

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  17. Hallo Benno,
    danke für diesen Blog. Offene Worte und aufbauende Tipps.
    Ich bin 57, seit 14 Monaten krankgeschrieben und beziehe noch Krankengeld. Ich will einen Antrag auf volle Erwerbsminderung stellen. Weißt du, welche Formblätter ich dafür nutzen muss? Ich will natürlich das Krankengeld ausschöpfen und den mir noch zustehenden Urlaub auch. Was muss ich demzufolge beachten?
    Ich habe Tagebuch geschrieben, wollte es einer Zeitung anbieten. Die sind aber nicht mehr an diesem Thema interessiert. Gibt es da einen Tipp?
    Liebe Grüße

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    1. Wenn du magst, kannst du dein Tagebuch hier im Blog veröffentlichen. Sende mir hierzu einfach das Manuskript zu. Ich schaue es mir dann gerne einmal an.

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  18. Zusatz: in der REHA war ich schon. bin im MOment in psychiatrischer und psychologischer Behandlung.

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    1. Hallo E,
      ich fürchte, da kann ich dir nicht weiter helfen. Meine Intention liegt darin, Menschen zu helfen, die nicht mehr weiter wissen. Ich kann zwar nachvollziehen, dass du deine finanzielle Situation optieren möchtest, dafür bin ich aber nicht der geeignete Ansprechpartner. Da gibt es sicher andere Blogs. Wenn du einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen willst, empfehle ich dir, einen Termin in einer Rentenberatungsstelle zu vereinbaren. Dort erfährst du dann auch,welche Unterlagen du beibringen musst. Das Ausfüllen der nötigen Formblätter übernimmt dann ein Fachmann der Rentenkasse für dich. So habe ich es gemacht und kann es nur empfehlen. Liebe Grüße Benno

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  19. Hallo Benno,
    danke das es diesen Block gibt.
    Bei mir geht das nun schon seit 2010 das ich fast mit der Welt abgeschlossen habe,nachdem mein Mann schwer erkrankt ist. Letztes Jahr ist er verstorben und ich ersuche nun das Leben zu meistern. Er war ein Pflegefall für 4 Jahre und das Leid was ich da erlebt habe hat mich sehr depressiv gemacht,Ich hoffte nach dem Tod meines Mannes wieder besser zurecht zukommen aber leider schaffe ich es nicht.Wie verhalte ich mich denn nun, zumal ich in Spanien lebe und diese Ärzte einen nicht krankschreiben wie in Dl. Akzeptieren die Deutschen Kassen auch die Befunde Spanischer Ärzte.Kannst du da auch einen Tipp geben.
    Liebe Gruesse.

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    1. Ich denke, dass es innerhalb der EU kein Problem sein sollte, die Berichte ausländischer Ärzte berücksichtigen zu lassen. Du müsstest sie natürlich beglaubigt übersetzen lassen. Aber wie das die Rechtslage ist, weiß ich nicht wirklich. Dazu müsstest du dich bei den entsprechenden Stellen in Deutschland erkundigen und deren Anforderungen in Erfahrung bringen.
      Der Verlust eines Menschen ist oftmals nicht leicht zu verarbeiten und kann Jahre dauern. Ich wünsche dir von Herzen, dass du einen Weg aus deiner Trauer heraus und zurück ins Leben findest. Es gibt diesen Weg. Alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

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  20. Hallo Benno,
    danke für deine Worte. Ich bin wieder in mein altes Muster verfallen und stellte nur die Frage die für mich gerade von Bedeutung war. Klingt etwas hart und berechnend. Liegt an der Tatsache, dass ich, außer mit meiner Familie nicht über die eigentliche Krankheit oder deren Auswirkungen spreche.
    Ich lebe seit 14 Monaten mit dieser Krankheit. Sie ist immer mit mir und neben mir und veränderte mein ganzes Leben. Nachdem ich völlig abgestürzt war, mich damit aber nicht abfinden wollte und dachte, es geht schon irgendwie alles so weiter, war aber nicht so. Meine Möglichkeiten waren sehr gering. Mir hat dann Meditation und Joggen geholfen, zumindest wieder einigermaßen alltagstauglich zu sein. Mittlerweile habe ich eine andere Sicht auf die Dinge, auch wenn es mir an vielen Tagen noch mies geht. Ohne die Krankheit hätte ich mein Verhalten nicht geändert. Mein Körper hat eingefordert, was ich ihm jahrelang verwehrt habe: Ruhe, Nachdenken, sich selbst finden. Ich bin auf dem Weg, aber es ist nicht einfach. Es ist eine Chance, mit sich selbst irgendwann ins Reine zu kommen.

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    1. Hallo E, ich freue mich, dass du das noch einmal ein wenig gerade rückst und etwas mehr von dir erzählst. Mir gefällt deine Sicht auf die Krankheit und dass du sie nicht als Monster bekämpfst, sondern als Mahnung nimmst. Bleibe auf diesem Weg! Es ist ein guter Weg. Ich wünsche dir alles Gute hierfür! Liebe Grüße Benno

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    2. Hallo Benno, eine tolle Seite die etwas Mut macht. Ich bin 59 Jahre weiblich 60 % Schwerbehindert Merkzeichen G.Angestellte bei der Behörde immer gearbeitet Vollzeit.Seit 2003 in Pychatricher behandlung Befinde mich seit 3 Wochen in einer Psychosomatischen Reha.Gestern wurde ich zum Oberarzt gerufen was mich sehr erstaunt und verunsichte hat. Dieser sagte es müße ja nach der Reha weitergehen und er sieht mich als 100 Leistungsfähig, ich fragte worauf er das begründet . Er aus den Besprechungen mit dem Team ..Ich erweiderte ja aber man hat mich j nicht gesehen weil ich laut Plan nicht wirklich waas hatte 3 Einzelgespräche , 8 Vorträge 5 X Entspannung . Ja das fiel ihm auch auf und daher bietet er mir eine Verlängerung an...Ich brach zusammen weinte ..Erst 100% erwebsfähig dann verlängerung das ist die falsche Reihenvolge er hatte doch seine Einschätzung schon fertig ohne mich zu kennen. Er sagte Depressionen und Ängste sind heilbar kein Grund für eine Rente. Diese habe ich nie Verlangt ich suche nach Wegen weil es mir sehr schlecht geht..deswegen bin ich hier...Abr auf eine Blitzheilung auf seinen Papier war ich nicht gefasst... Ich bin total fertig und hilflos. Ich ging vereint erschöpft in mein Zimmer wo ich sofort wieder in Tränen ausbrach und auch heute noch weie ich nur. Was soll ich tun er meinte ich kann ja auch sofort Abreisen was ich frech fand...es aber nicht sagte.Ich möchte keine Verlängerung ich habe hier kein gutes Gefühl mehr mein Vertrauen nach dieser Vorgefertigten Aussage 100 Leistungsfähig. Ich hier instabil angeereist aber habe etwas abstand gewonnen von meiner Proplematik nun ist alles wieder zurüch und schlimmer noch ich geweint vorher schon bei jeden Gespräch nun weine ich auch ohne das mich jemand anspricht....Mir ist das etwas zuviel ich habe keine Kraft für solch einen Kampf ich brauch neue Kräftte für meine Gesundheit da bei mir 2 Ops anstehen die ich aber in diesem Zustand nicht machen kann weil die Kraft fehlt... Ich weiß mir keinen Rat weiß aber auch nur weinen bringt nichts ich müßte was tun aber was?? Vielleicht hat ja einer ähnliches erlebt oder weiß einen Rat ich bin noch 2 Wochen hier in der Einrichtung.. Lieben Gruß

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    3. Hallo Anonym vom 19.02.15, 13:29
      Da hat es dich aber ziemlich kalt erwischt, nicht wahr? Das alles zeigt schon deutlich, wie sehr du noch krank bist. Du hast gerade einen Rückfall erlitten. Natürlich kann man Depressionen heilen, aber nicht von heute auf morgen. Ich weiß nicht, was das Team wirklich zu dieser Einschätzung veranlasst hat, aber ich an deiner Stelle würde die mir verbleibende Zeit dazu nutzen, denen deutlich zu machen, wie es dir wirklich geht. Gehe also hin und erzähle! Erzähle es der diensthabenden Schwester, dem Pförtner, dem Koch, deinen Mitpatienten und wenn du Gelegenheit dazu hast, auch den Ärzten, aber danach hört es sich ja irgendwie nicht an. Zeige dich in deiner Verzweiflung und Hilflosigkeit und bring all deine Gefühle dorthin. Keine Tabus! Mache offen deutlich, was gerade ist! Die angebotene Verlängerung würde ich annehmen, aus zwei Gründen: 1. Wenn es dir dadurch am Ende besser geht, dann ist das gut für dich. 2. Wenn es dir am Ende nicht besser geht, dann ist das gut für deine Krankenakte. Und hinterher gehst du am besten gleich wieder zum Psychiater und erzählst ihm, wie schrecklich diese Kur für dich war und das sie im Grunde alles nur verschlimmert hat. Lass dich jetzt nicht zum Opfer der Umstände machen, sondern nutze die Umstände für dich aus, mach das Beste für dich daraus, agiere und behalte die Tatherrschaft über dich! Du kannst das. Es geht um dich und um dein Leben und niemand weiß besser, was für dich gut ist als du selbst. Vertrau dir! Du hast nichts falsch gemacht. Die andere Seite ist zu einer Fehleinschätzung gekommen. Das passiert alle Nase lang. Das sind auch nur Menschen. Gib jetzt nicht auf! Wenn du weißt, was du willst, und du der Überzeugung bist, dass dir das auch zusteht,dann kriegst du auch, was du willst. Da bin ich mir sicher. Alles Gute für dich! Liebe Grüße Benno

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    4. Hallo Benno, danke für die schnell Antwort. Ja ich werde deinen Rat befolgen und meine Gefühle zeigen ich hatte heute eine Sozialberatung diese sagte ich solle eine Wiedereingliederung über den Hausarzt machen . Mein Arbeitgeber hat mich krank gemacht und will mich los sein was für ihn sehr schwer ist da Schwerbehinderung. Ich werde dort nicht mehr hingehen. Ich habe ein Gespräch beim Oberarzt verlangt um ihm mein Gefühl und das was er angerichtet hat mit seinem Gespräch.zu sagen....Ich habe auch den Vdk eingeschaltet der Anwalt ruft mich morgen in der KLinik an...Ich kämpf für meine Gesundheit auch wenn ich sie zur Zeit noch mehr kaputt mache es ist notwendig...Danke noch mals...lg.

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    5. Hallo Benno, ich habe heute meinen letzten Tag hier in der Reha. Habe deinen Rat befolgt ...und zusätzlich noch die Rentenkasse informiert diese hat sich sofort mit der Klinik in verbindung gesetzt. Das hat eingeschlagen wie eine Bombe..2 weitere Gespräche mit dem Oberarzt eins mit dem Chefarzt ...hat mich alles sehr viel Kraft gekostet aber der Erfolg spricht für sich...Haben sich alle entschuldigt und mir eine Leistungsfähigkeit bis max. 3- 6 Stunden bescheinigt..damit kann ich erstmal Leben....Danke nochmals das kämpfrn lohnt sich immer das habe ich hier wieder gelernt.......lg

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    6. Oh, das freut mich aber sehr für dich. Jetzt hat es dich zwar Kraft gekostet, aber auch ein wenig stärker gemacht. Das ist richtig gut! Danke auch, dass du dich noch einmal gemeldet hast. Das gibt mir ein gutes Gefühl für heute. Liebe Grüße Benno und alles Gute für dich weiterhin!

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  21. Hallo Benno, auch ich ( 58 Jahre) war 8 Wochen in der Reha (auf eigenen Antrieb) und seid 4 Wochen wieder zu Hause. Seid Nov. 2014 bin ich nun krankgeschrieben mit der Diagnose Depression. Die Klinik hat mich als arbeitsfähig entlassen wollen und eine Wiedereingliederung vorgeschlagen. Diese habe ich abgelehnt, da ich noch nicht in der Lage bin, meinem Arbeitgeber gegenüber zu treten. Ich bin über 30 Jahre in der Firma, seit meiner Krankschreibung habe ich keinerlei Kontakt zur Firma. Das macht schon sehr traurig. Mein Arzt hat mich weiter als arbeitsunfähig eingestuft. Inzwischen will der MDK eine Erklärung für seine Entscheidung haben. Das macht mir so wahnsinnigen Druck, binich noch krank? oder doch schon arbeitsfähig? Heute habe ich das Gutachten der Klinik erhalten, demnach kann ich wieder arbeiten. Selbst habe ichh mit dem Gedanken gespielt, eine Erwerbsminderungsrente zu beantrage, da ich noch immer völlig kaputt bin, für meine Antriebslosigkeit schäme ich mich und ziehe mich tatsächlich sehr zurück. Ich bin total Überfordert mit den kleinsten Schwierigkeiten. Danke für s zuhören.

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    1. Die Arbeit kann eine wichtige Säule sein, auf der dein Leben ruht. Deshalb wird immer zuerst versucht, diese Säule zu halten. Ob du arbeitsfähig bist oder nicht, weißt an Ende aber nur du selbst. Vertrau mal deinem Gefühl! Selbst wenn man dich zwänge zur Arbeit, was sollte dies bringen? Wenn du es könntest, würdest du es doch tun! Dann gehst du eben einen Tag hin und versuchst es und gehst, wenn es nicht funktioniert erneut zum Arzt. Das schlechte Gefühl sollte auf der anderen Seite liegen, bei deinem Gegenüber und nicht bei dir. Aus meiner Sicht kannst du gerade nicht arbeiten und tust gut daran, über eine längere Pause nachzudenken. So eine Berentung muss ja nicht für immer sein, aber ein paar Jahre böten Zeit, das Leben neu zu ordnen. Ich wünsche dir gute Besserung und viel Kraft für die nächste Zeit. Liebe Grüße Benno

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  22. Hi Benno, vielen Dank für Deine ausführliche Schilderung der möglichen Symptome, die im www seinesgleichen sucht. Endlich finde ich eine Bestätigung dass meine Symptome auf die Depression zurückzuführen ist und nimmt mir etwas die quälende Angst vor einer "nicht entdeckten" körperlichen Krankheit. Was mich am meisten quält ist ein heftiger Schwindel der lange anhält und sich oft abends bessert und nachlässt. Es fühlt sich an als ob sich das Gehirn bewegt, verbunden mit Stand- und Gangunsicherheit und dem Gefühl von unmittelbar bevorstehender Ohnmacht. Vielleicht kennst Du das ja auch?.
    Viele Grüße OB

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    1. Hallo OB,
      ja so Schwindelanfälle kenne ich auch in der einen oder anderen Ausprägung. Manchmal denke ich, dass dabei zum Ausdruck kommt, dass ich mein inneres Gleichgewicht verloren habe, dass sich innerlich gerade alles dreht in mir, dass ich innerlich meinen festen Stand verlor. Und Gangunsicherheit? Steht die nicht geradezu bildhaft für eine jede Depression..?
      Danke für deine anerkennenden Worte, OB und alles Gute für dich! Schön, dass du hier warst. Liebe Grüße Benno

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  23. Hallo Benno,

    Ich finde es interessant dass du von eben auch eher untypischen Symptome sprichst.

    Ich bin eigentlich erstaunt und auch auf eine gewisse Weise erleichtert zu sehen wie viele Leute die selben Symptome haben und dass man damit nicht Alleine ist,
    Aber eben wir sind auch Alle verschieden und einzigartig.

    Was mich und andere in meiner Umgebung am meisten zu schaffen macht sind meine enorme Stimmungsschwankungen die es mir fast unmöglich machen Entscheidungen zu treffen.
    Ok, das mag ja typisch sein aber was eher untyisch ist ist dass Ich meine Meinung und mein Gefühl über Alle und Alles etwa 30 Mal am Tag ändere.

    Es blockiert mich und hemmt mich in meinem Versuch da raus zu kommen. Es dreht sich Alles nur im Kreis.

    Ich habe auch eine Tendenz zur Wut gegen meine Familie oder Freunde oder die die mich am meisten lieben und unterstützen. Ich werde dann extrem gemein und schäme mich hinterher über mein Benehmen.

    Vielleicht kennst du dieses Gefühl ja auch, vielleicht aber auch nicht.

    Auf jeden Fall finde ich deine Seite sehr interessant und hilfreich.

    Liebe Grüsse


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    1. Danke für deine anerkennenden Worte! Mit heftigen Stimmungsschankungen hatte ich auch so mein Tun. Das besserte sich aber mit der Zeit und. Heute bin ich zumeist entscheidungsfähig.
      Wut. Möglicherweise ist da Wut, die nicht sein darf, die du nicht zulassen kannst, die du an dir nicht zulassen kannst. Dann findet sie regelmäßig unkontrolliert Ausdruck. Ich kenne das von mir auch. Hier gilt es herauszufinden, wo die Wut hingehört und sie an der richtigen Stelle zu fühlen. Wer tat dir etwas an, so dass du normalerweise wütend auf ihn/sie sein müsstest? Versuche einmal, deiner eigentlichen Wut zu begegnen... Liebe Grüße Benno

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  24. Hallo, ich bin 55 und habe in ca. 2 wochen einen Termin zur ärztlichen Untersuchung bei einem Gutachter der RV. Ich bin jedoch startk depressiv und leide unter PTBS. Warum muss ich zu einem Arzt und nicht zu einem Psychater ? Ich habe Angst zu einem Arzt zu müssen, der mich nicht versteht !

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    1. Das kann ich leider nicht beantworten. Von so einer Konstellation habe ich bislang noch nicht gehört. Vielleicht liegt ja ein Fehler vor? Hier würde ich direkt bei der Rentenkasse anfragen. Liebe Grüße Benno

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  25. Wie lange hatten sie diese Symptome ?
    Mfg

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  26. Das kann ich so gar nicht beantworten. Ich führe nicht mehr Buch darüber. Ich lebe irgendwie damit. In der einen oder anderen Ausprägung sind sie wohl alle noch vorhanden... Liebe Grüße Benno

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  27. Hallo, habe den Blog gefunden und bin froh dass ich es gelesen habe.
    Schreibe jetzt bissien über mich
    Bin Mänlich und 51 jahre alt, seit oktober 2013 bin krank geschrieben dsh.ausgesteuert und Alg1.und bald Hartz 4 fall.
    Auf grund meiner psychischen belastungen und körperlichen Beschwerden kann nicht mehr arbeiten, kein arzt kann mir helfen , ich war innerhalb von 11 jahren 7mal i die reha und 6 krankenhaus aufenthalte.
    Jetzt fahre ich wieder(29.03.16) in die psychosomatische Reha und die frage an Euch ist: wie soll ich dem Arzt das glaubchaft machen dass ich ständig schmerzen habe , dass das alles macht mich krank.
    Natürlich fahre ich jetzt in die reha mit dem hoffnung dass ich rente bekomme.
    Jetzt habe ich fast alle unterlagen.
    Danke.

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  28. hallo, ich fand deine info sehr hilfreich , ich kann dir sehr nach empfinden .. ich kämpfe auch seit mehr als 3 Jahren mit dieser Krankheit inkl. Krankenhausaufenthalte ect.. meine frage, kann man diesen Antrag stellen wenn man noch im Angestellten Verhältnis ist.. ich brauch meine Arbeit.. nur sie gibt mit kraft.am leben weiter Anteil zu nehmen ..danke im voraus..alles gute..lg

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  29. Hallo Jacky,
    auf welche Art Antrag bezieht sich denn deine Frage?

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  30. Hallo,
    gibt es irgendwo Kommentare, Berichte, Erfahrungen zu Antidepressiva, bzw. sonstigen Medikamenten?

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  31. Hallo Anonym vom 30.03.16, 09:54

    ...ja, gibt es als Überblick unter http://www.was-ist-depression.net/2013/10/antidepressiva-liste-medikamente.html

    oder direkt über das Inhaltsverzeichnis unter "Antidepressiva"... Liebe Grüße Benno

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  32. Hallo Anonym vom 21.03.16, 13:17,
    ja, ich denke auch, es ist Zeit ist für die Rente bei dir. Vielleicht klappt es ja nun. Das würde dir sicher gut tun. Ich drücke dir jedenfalls die Daumen! Alles Liebe für dich! Benno

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  33. Danke für diesen tollen Blog und die aufmunternden Beiträge von Benno . Ich bin weiblich und fast 62 .Nach schweren Schicksalsschlägen und verlust des Arbeitsplatzes bin ich seit 8 Monaten wegen F32.2G Krank geschrieben und jetzt zum MDK einbestellt und habe furchtbare Angst was mich erwartet. Gleichzeitig habe ich endlich die Genehmigung für 25 tiefenpsychologische Sitzungen erhalten. Ich möchte wieder mal lachen und am Leben teilnehmen und mich nicht immer mehr zurück ziehen . Aber es ist zur Zeit unmöglich.
    Danke das ich meinem Herzen bei Gleichgesinnten Luft machen darf. Schön zu wissen, dass man nicht alleine ist.

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  34. Hallo und lieben Dank für deine anerkennenden Worte! Das Lachen wird wiederkommen, wenn du es willst. Soviel kann ich dir schon einmal versprechen. Womöglich wird es eine Zeit dauern. Womöglich wirst du noch so manchem Schmerz in dir begegnen müssen auf dem Weg dorthin. Man kann die Depression vielleicht mit einer Trauerphase vergleichen. Du musst dich einlassen können, musst quasi hindurch gehen. Das braucht Zeit. Du kannst dich weder in die Schnellbahn setzen, noch eine Abkürzung nehmen. Alles Gute für dich auf deiner Reise zu dir selbst! Herzlichst Benno

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  35. Danke Benno für den netten Zuspruch . Tut sooooooooooooooooooooooooooooo gut 👍. Kann mir vielleicht Jemand Hilfestellung oder Tipps für den Termin beim Medizinischen Dienst geben und mir meine Angst nehmen. Habe schon seit Tagen Albträume und Schlafstörungen wegen dem Termin. Obwohl Hausarzt und Psychologin weitere AU diagnostiziert haben.

    Danke und liebe Grüße an alle Betroffenen

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  36. Hallo,
    ach weißt du, der medizinische Dienst ist eine Institution der Krankenkassen und nicht das Jüngste Gericht. Dort versuchen Menschen wie du und ich ihre Arbeit zu machen. Die Begutachtung ist nur ein Baustein deines Weges. Wenn du ein Ziel verfolgst, ist es nicht dramatisch, wenn ein einzelner Baustein einmal misslungen ausfällt. Das geht zu korrigieren. Okay, es verlängert die Bauzeit, macht das Haus aber nicht minder bewohnbar.
    Wenn du dann in Kontakt mit dem Gutachter bist, versuche deine Scham vor der Tür zu lassen und zeige dich ihm, wie du dich dir zeigst, mit deinem Schmerz, mit deinen Selbstzweifeln, mit deiner Kraftlosigkeit, mit deiner Bedürftigkeit. Sei ehrlich zu dir und auch zu ihm und vertraue darauf: Die Wahrheit wird siegen! Wenn du nicht arbeiten kannst, wirst du nicht arbeiten müssen. Wie auch?
    Alles Gute für dich und liebe Grüße Benno!

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  37. Hallo, besten Dank für dieses Forum. Bin seit 2006 in Behandlung beim Neurologen, dazu kommen erhebliche körperliche Beschwerden, z.B. Stimmlippenkrebs schon 5x operiert, Prolaps L 4 und L 5, Fußheberschwäche und taubes Bein seitdem, viele Allergien, seit 2014 krank geschrieben, schon Widerspruch eingelegt und muß bis 14.8.16 Klage einreichen. Keine Ahnung, warum das bis jetzt scheitert. Der Gutachter ist bekannt dafür, die Leute abzuschmettern.
    Bin unsicher, ob der VdK genug tut für mich, habe am 29.7. Termin beim SOVD gemacht.
    Ich habe fünf Ärzte, bei denen ich lange Jahre in Behandlung bin, die schütteln alle den Kopf über die Absage der RV zu meinem EM-Antrag. Nun werde ich weiter kämpfen, allerdings geht mir das Geld aus und ich weiß nicht weiter. Wie gesagt, mein EM-Antrag ist von 2014 Dezember. Widerspruch im März 2015. Zweiter Widerspruch von Januar 2016. Man lässt mich "ausbluten". Wer hat Rat? Jutta, 55 .

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    1. Hallo Jutta, das finde ich schon wirklich krass! So lange kämpfst du schon um eine Rente? Was muss dich das für Kraft gekostet haben? Ja, ich verstehe, dass du nahe dem Verzweifeln bist...
      Nun ist schon wieder geraume Zeit vergangen, seit du hier deinen Kommentar schriebst. Ich kam leider nicht früher dazu, auf deine Zeilen einzugehen. Ist die Rente denn inzwischen bewilligt worden?

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  38. Hallo und vielen lieben Dank für diesen Blog und die Mühe die sie sich machen.
    Ich bin seit 2008 in der EU Rente wegen PTBS. Die Ursache hierfür liegt weit zurück in meiner Kindheit, wurde jedoch durch das Verhalten meines Arbeitgebers "getriggert", wie man mir so schon in der Psychosom. Klinik sagte. Nach der Klinik erfolgten 2 Therapien über ca. 4 Jahre. Leider nicht mit den erhofften Erfolgen. Durch diese Vergangenheitsbewältigung und tiefgründige Gespräche habe ich noch mehr Baustellen als vorher. Mein Partner hat mich über all die Jahre nur am Boden zerstört erlebt und es mit ertragen. Er war meine Lebenstütze. Letzte Jahr starb er urplötzlich und ich habe so große Schuldgefühle. Ich kann nicht ins Detail gehen, da es mir sehr schwer fällt über diese Horronacht zu berichten. Nur so viel, habe ihn bewusstlos aufgefunden, RTW angerufen und mit Telefon. Hilfe vom Notruf ihn versucht zu reanimieren. Notarzt kam und konnte nichts mehr für ihn tun. Die Tatsache und das Wissen, er starb unter meinen Händen hat aus mir ein Wrack gemacht. Dieses Jahr starb meine Mutter und ich musste sie an meinem Geburtstag beisetzen. Ich habe bis heute noch mit niemandem über all das ausführlich geredet auch nicht über mein Gefühlsleben. Schon der Gedanke daran schnürt mir den Hals zu.
    Jetzt muß ich erneut meinen Rentenantrag verlängern lassen und weiß nicht ob es gut ist oder nicht, dies wie oben schriftlich in dem Antrag anzugeben. Es fällt mir so etwas leichter als einem Menschen dies persönlich erzählen zu müssen. Vielleicht haben Sie einen kleinen Rat für mich. Vielen Dank im voraus.

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  39. Hi, wie ist es eigentlich mit den ganzen Medikamenten? Ich habe viele Symptome die Du bei einer Depression beschrieben hast, laufe von einem Arzt zum anderen im Endêffekt bekommt man wieder irgendwelche Pharmapillen die eigentlich mehr Nebenwirkungen haben als sie helfen. Wie hast du das gehändelt Ich vertrag den scheiss einfach nicht und vor allem die Pillen werden von mal zu mal stärker. Teilweisse sass ich manchmal wie ferngesteuert auf der Couch, so dass ich für Frau und Kind unansprechbar war. Ich hab mir echt schon überlegt einfach so tun als ob lg

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  40. Hallo Anonym vom 09.12.16, 21:18,
    wenn die Medikamente mir gut taten, nahm ich sie. Wenn ich Zweifel an der Wirkung hatte, versuchte ich sie abzusetzen oder auf ein anderes Präparat umzusteigen. Mache das aber bitte nicht eigenmächtig, sondern nur unter ärztlicher Aufsicht. Oftmals kann man Psychopharmaka nicht so einfach absetzen, muss sich allmählich aus der Medikation ausschleichen. Wie das gehen kann, erklärt dir dein Arzt. Liebe Grüße Benno

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  41. Hallo Anonym vom 18.11.16, 13:49,
    es tut mir leid, wie dein Leben verlaufen ist in letzter Zeit. Da ist nicht viel Gutes auszumachen gewesen, nicht wahr? Weißt du, manchmal fokussieren wir stark die Dinge, die uns weh tun, die nicht oder nicht gut gelingen. Einen Menschen den wir lieben zu verlieren ist vermutlich nicht zu übertreffen in dem Schmerz, den dieses Ereignis auslöst. Es macht traurig, hilflos, vielleicht auch wütend. Aber all diese Gefühle gehören hier hin. Sie sind dem Depressiven vertraut, aber sie machen ihn nicht aus. Du bist auch in der Lage alle Gefühle am anderen Ende der Skala intensiv wahrzunehmen...
    Ich möchte dich ermuntern, kleine schöne Dinge für dich zu tun, Dinge, die ein Wohlgefühl auslösen. Tue es ganz bewusst, gönne es dir! Das muss nichts Großes sein! Einige Tipps kannst du hier bekommen: http://depression-und-selbsthilfe.blogspot.de/
    In den Rentenantrag würde ich solch wichtige Dinge nicht schreiben. Ich denke, dafür ist so ein Antrag nicht vorgesehen und zu leicht könnte es passieren, dass diese Informationen dann im amtlichen Vorgang untergehen. Sicher wirst du dich im Zuge des Verfahrens wieder einem Gutachter vorstellen müssen. Ich denke, dass hier der richtige Ort für derlei Details ist. Vielleicht schreibst du dir vorher auf, was du gern sagen möchtest, dann kannst du für den Fall, dass es dir wieder den Hals zuschnürt, deine Aussage einfach mit zu den Akten geben. Ich wünsche dir viel Erfolg! Alles Gute für dich! Benno

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  42. hallo leute, es ist schön eure zeilen zu lesen. ich leide seit ca. 4 jahren an depressionen. war lange krank und letztes jahr reha 5 wochen, mit anschließender therapie. habe bereits 30 std. weg. anfangs lief alles ganz gut und ich war auf dem weg der besserung. seit 1.6.16 arbeite ich wieder, habe einen 6std. job gefunden, keine 3schichten mehr aber trotzdem verschlechtert sich mein zustand wieder permanent. alle symtome treten wieder auf, ich falle komplett wieder zurück in den depressiven zustand. meinen arbeitstag bewältige ich nur noch unter panik, kann auch in der freizeit nicht runterfahren. meine psychologin hat mir geraten mal über eine eu-rente nachzudenken. glaub sie hat recht. ich habe einfach keine kraft mehr jeden tag diesen arbeitsberg zu bewältigen und schaffe es nicht ein normales leben zu führen. in den therapien haben wir herausgefunden das ich der täglichen arbeitsbelastung nicht mehr gewachsen bin. lg und alles gute euch allen

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  43. Hallo Anonym vom 28.12.16, 12:47,
    Rückfälle gehören zum Krankheitsbild. Lass dich dadurch bitte nicht entmutigen! Wenn dir auf Dauer alles zu viel wird, halte ich den Rentenantrag für eine gute Idee. Es muss ja nicht auf ewig sein, aber du bekämst erstmal den Rücken frei und könntest dich in Ruhe deiner Bedürfnisse annehmen. Womöglich ist das jetzt einmal dran? Liebe Grüße Benno

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  44. Hallo musste tüchtig weinen wo ich deinen Blog gelesen habe ....es tut gut das es Menschen wie dich gibt,die andere unterstützen und Mut zu sprechen. Ich selbst bin 35Jahre,Mutter 2er Kinder,vor 8Jahren Traum vom Haus erfüllt -reingefallen das Haus war komplett feucht und einfach nicht zu beweisen,keiner der älteren Nachbarn wollte was aussagen.Gewusst haben es alle. Ich habe mich kaputt gemacht um zu kämpfen, um stark zu sein für meine Kinder, meinen Mann um nun festzustellen das alles kaputt gegangen weil ich einfach seit 4Jahren nicht mehr funktioniere.Mein Kind erkrankte in der Zeit an Diabetes u ist viel auf Hilfe angewiesen und mein Rheuma plagt mich eher mehr als weniger. Vom Krankengeld ausgesteuert,Arbeitsamt abgeschoben. ...Reha durchlaufen Depression sei heilbar,alles nicht so tragisch.Auf gut zu raten meiner Therapeutin hab ich mich überwunden einen Antrag zu stellen. Gutachtertermin erfolgt.Sei nicht austherapiert u hätte nicht Akuteinweisung usw in Anspruch genommen. ....ich kann einfach nicht mehr aber ich kann mich auch vor Fremden nicht öffnen. Ich habe Angst vor allem was noch kommt. Darum danke ich dir für diesen tollen Block wo ich mich in fast jedem deiner Worte wieder finde.

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    1. Das war die Idee! All das, was ich erlebte, durchlebte, durchlitt, wollte ich gern in etwas Positives umwandeln. All das Destruktive, das in mir war, sollte als etwas Konstruktives nützlich werden. Mit diesem Blog ist mir das einigermaßen gut gelungen. Nicht nur dass es meiner eigenen Seele gut tut, zum Ausdruck zu bringen, was mich bewegt, es ist auch für andere Menschen gut, sich wiederzufinden, besser: "sich wieder zu finden", wie ich immer wieder erfahren darf. Danke für deine Rückmeldung! Du wirst Zeit brauchen, denke ich. Du wirst den Takt in deinem Leben womöglich etwas herunter nehmen müssen. Du hast viel geleistet in den letzten Jahren und nun bist du müde... Nimm dir die Zeit! Sag Ja, zu dem wie es ist! Die Depression ist nicht dein Feind. Sie wird dir helfen, in Zukunft besser für dich zu sorgen. Verstehe das Gesundwerden als Weg, nicht als Ziel, dann kommst du zeitlich nicht unter Druck... Gute Besserung! Liebe Grüße Benno

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  45. Hallo Benno,ich bin heute morgen auf deinen Block gestossen und bin so froh das ich mich beim Lesen Mal nicht als Exot empfunden habe. Ich fühle mich mit der Problematik Depression ,Arbeiten,Erschöpfung,eine chronische Krankheit nach der anderen usw seit Jahren als Mängelexemplar und stecke zur Zeit in einer riesen Kriese. Funktionieren geht nicht mehr,nach aussen habe ich immer versucht zu lächeln und stark zu sein, sogar gegenüber meiner Therapeutin,merke jetzt wie sehr ich mich dabei selbst verlassen habe und nun geht nichts mehr. Ich bin jetzt 50 und stecke seit einem Jahr fest,befasse mich das erste Mal überhaupt mit dem Thema Eu Rente....Danke für diese hilfreiche Seite bzw.deine Aufforderung den Mut nicht zu verlieren.
    Liebe Grüße von Anja

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    1. Hallo Anja, Willkommen hier im Blog! Schön, dass du hier her gefunden hast und etwas von hier mit in dein Leben nehmen kannst. Rückmeldungen wie deine geben mir immer wieder die Kraft, hier weiter zu machen. Danke dafür! Liebe Grüße und gute Besserung! Benno

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  46. Hallo Benno,ich bin seit Tagen beschäftigt Deine unglaublich vielschichtigen Informationen und Blogs zu lesen und es ist das erste Mal das ich so viele Informationen zusammen auf das Thema Depression mit so viel berücksichtigen Hintergründen finden konnte. Ich danke Dir für diese Bereitstellung so vieler Informationen, beim Lesen einiger Geschichten bin ich so betroffen, deine und andere machen wieder Mut. Ich arbeite seit 26 Jahren im Bereich Hilfen zur Erziehung als Sozialpädagogin im häuslichen Umfeld der Familien,ke als Querulant und mit 18 meine erste sogenannte Neurose,da könnte ich nicht mehr,das System damals hat mich fast meine ganze Kraft gekostet in meinen jungen Jahren.mit 19 bekam ich meine Zwillingstöchter 10 Wochen zu früh ,aber sie lebten,obwohl jeder Arzt mir vorher gesagt hat das sie tot geboren werden. Wir heirateten heimlich da man uns eine Ausweisung btw Trennung angedroht hatte. Nach vier Ehejahren und gleichzeitig Wende, Arbeitslosigkeit meines Mannes bekam er eine Psychose,Schizophrenie,alles was ich bis heute nicht an Diagnosen weiß ,verließ in den nächsten 10 Jahren das Haus kaum,weigerte sich zum Arzt zu gehen oder zum Arbeitsamt,ich würde ungeplant schwanger und bekam eine dritte tolle Tochter.Er ließ sich nicht helfen und so jung wie ich war und voller Glaube ich könnte ihn retten,versuchte ich alles gut allein hin zubekommen. Arbeiten,Vollversorgung für 5 Familienmitglieder,dann müsste ich ein berufsbegleitendes Studium soziale Arbeit,oder Kündigung,annehmen um irgendwie alle durchzubringen. Rückhalt aus der Familie gab es nicht,niemand da. In der Zeit wurde ich immer wieder sehr krank, habe viel funktioniert und gehofft das mein Mann sich wieder fängt und mich unterstützt. Doch es kam anders,er würde immer kranker,uneinsichtiger,ich schaffte kaum noch den Alltag,nur im Galopp,das ganze zehn Jahre,dann machte er von zu Hause aus ein Berg Schulden auf meinen Namen und noch viele andere belastende Dinge,nach zehn Jahren dann trennte ich mich endlich,hatte mit schlimmen Schwindel Attacken zu kämpfen,bekam dann Gebärmutterhals Krebs und endlich die Einsicht das ich so nicht weiter machen könnte,hatte eine schlimme esstörung entwickelt und keine Kraft mehr. Ich,wir erholten uns nach der Trennung und dann nach zwei Jahren lernte ich wieder jemanden kennen,er hatte zwei kleine Töchter und irgendwann waren wir dann zu siebent .Kauften ein Haus und ich sorgte fleißig nun für alle sechs,nur mich hatte ich wieder vergessen. Mein damaliger Partner war zu der Zeit bei der Bundeswehr und nach zwei Jahren bekam ich seine schwere Belastungen alle auch mit,er sollte wegen schwerer psychischer Störungen vorzeitig aus dem Dienst. Und wieder war ich in der gleichen Fälle gelandet,würde körperlich sehr krank,ständig,könnte nach sechs Jahren nicht mehr und trennte mich. Danach kam ich mit mittelschwerer Depression in eine Klinik,ging dann wieder in meinem Beruf arbeiten,und dachte lange Zeit das es so ganz gut geht. Vor 4 Jahren wechselte ich wegen schlimmen Mobbings den Träger,ich konnte trotz Therapie immer sehr schwer für mich kämpfen,für andere ist das für mich viel leichter.als ich beim neuen Träger in einer anderen Stadt war fühlte ich mich erst sehr wohl,nach einem halben Jahr bekam ich starke Rückenschmerzen,immer mehr,danach einen Bandscheibenvorfall,hatte schlimme Zeiten,war dann auf Reha, würde trotz Dauerschmerzen voll arbeitsfähig eingestuft,bin dann auf 25 Stunden in der Woche mit arbeiten runter gegangen,dachte das bringt Besserung, seit insgesamt 5 Jahren fast bin ich in ambulanter Psychotherapie,2 Stunden habe ich noch,dann sind alle Verlängerungen Rum. Nachdem ich von der Reha kam und nur noch 25 Stunden gearbeitet habe erhoffte ich mir mehr Entspannung und Zeit für mich btw mehr Gesundheit. Nach 3 Monaten fühlte ich mich wieder so schlecht und kraftlos das ich sofort zum Arzt gegangen bin. Hausarzt und ganz meinten,ganz klar die Wechseljahre, hat jeder,müssen sie durch. Das letzte Jahr schleppte ich mich so zur Arbeit und wieder nach Hause

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  47. Deine Geschichte macht mich betroffen. Du hast alles gegeben, aber dich selbst völlig verlassen dabei. So oder so ähnlich bilanzieren viele von uns Depressiven irgendwann ihr Leben. Es ist eben zu sehr verlockend, immer wieder auf die alten Muster abzuheben. Möglicherweise haderst du selbst auch immer noch mit der Einschränkung deiner Leistungsfähigkeit und startest sofort wieder voll durch, wenn dir eine neue Liebe einen Energieschub verpasst. Sicher tun die Wechseljahre auch ihr übriges, es aber bei deiner Geschichte allein daran zu hängen, greift zu kurz, finde ich. Vielleicht suchst du dir besser einen anderen Hausarzt? Wenn du keine ambulante Therapie mehr bekommst, aber noch Hilfe benötigst, dann wäre vielleicht eine stationäre oder teilstationäre Psychotherapie etwas für dich. Ich habe seinerzeit beide Formen ausprobiert und fand sie der ambulanten Form deutlich überlegen. Auch die Institutsambulanzen psychiatrischer Krankenhäuser bzw. Stationen könnten dir weiterhelfen. Nicht zu vergessen, der Sozialpsychiatrische Dienst deines Landkreises. Lass dich dort doch einmal über mögliche Hilfen für dich beraten! Du musst da nicht allein durch! Alles Gute für dich und gute Besserung! Liebe Grüße Benno

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  48. Hallo Benno, danke für deine vielen Infos zu diesem Thema. Es hat mir sehr geholfen. Eine Schwerbeschädigung wegen Depressionen zu beantragen wäre mir nie in den Sinn gekommen. Und jetzt? Die Bewilligung erfolgte sehr schnell und es wurden 30%. Wow! Hätte ich nie gedacht. Ich habe zwar auf Drängen der Krankenkasse eine ambulante Reha beantragt, aber meine Psychiaterin und mein Hausarzt sowie auch mein Therapeut haben mir unabhängig voneinander erklärt, dass ich nicht rehafähig bin. Das wird meine Krankenkasse sehr "freuen". Die Sachbearbeiterin dort hat ein sehr "freundliches" Wesen, was mich beim Gespräch mit ihr sehr runterzieht. Meine Psychiaterin versteht auch nicht, warum ich eine bestehende Einzeltherapie, die nach einem Jahr nun endlich kleine Erfolge zeigt, abbrechen soll, um eine intensive Gruppentherapie zu beginnen. Das ergibt in ihren Augen keinen Sinn, da sie mich auch nicht für eine Gruppentherapie geeignet hält. Ich hatte schon einmal eine Gruppentherapie gehabt, die mir in keinster Weise geholfen hatte, weshalb ich in eine Einzeltherapie gewechselt habe. Ich bin verzwiefelt, weil ich immer das Gefühl habe, die Behörden glauben mir nicht, weil ich nach außen eine Stärke wohl zeige, die im Inneren gar nicht mehr vorhanden ist. Ich bin schon immer eine Kämpfernatur gewesen, aber irgendwann geht auch das nicht mehr. Dein Blog hat mir geholfen, zu erkennen, dass ich nicht allein mit Depressionen da stehe und dass es sich lohnt, weiter zu machen und die oftmals aufkommenden Gedanken an Selbstmord als momentan anzunehmen. Zu einer Durchführung eines Selbstmordes sehe ich mich nicht in der Lage, ich habe Angst davor, nicht das gewünschte Ziel den Tod zu erlangen, sondern als Pflegefall zu enden. Mein 40jähriges Arbeitsleben endete im November 2016 auf Grund meiner Depressionen mit einer Kündigung des Arbeitgebers. Ich sehe mich außer Stande wieder eine Arbeit aufzunehmen und hoffe, dass ich nun eine Erwerbsminderungsrente mit Hilfe meiner Ärzte durchbekomme. Nochmals vielen Dank für diesen Blog.

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    1. Dass die Kassen alles versuchen, deine Gesundheit (Arbeitsfähigkeit) wieder herzustellen, liegt wohl in der Natur der Sache. Eigentlich ist daran auch erst einmal nichts Schlechtes. Nur darf man dabei den Menschen als Individuum nicht aus den Augen verlieren, finde ich. Oftmals schießen unsachkundige und zudem sozial unkompetente Sachbearbeiter weit über's Ziel hinaus. Wenn man dich zu einem Schritt drängte, der dich jetzt reut, ist das kein Beinbruch, denke ich. Du kannst deine Entscheidungen jeden Tag neu auf ihre Belastbarkeit hin prüfen und wenn du nun schon seit einiger Zeit der Meinung bist, so eine Reha wäre derzeit nichts für dich, dann kannst du den Antrag auch wieder zurück ziehen. Das ist nicht so ungewöhnlich, wie du vielleicht denkst, und passt durchaus auch ins Krankheitsbild. Schaff aus der Welt, was dich sorgt, indem du deinen Willen klar äußerst! Womöglich ist das auch eine gute Übung für dein weiters Leben... Alles Gute für dich und schön, dass du hier warst! Liebe Grüße Benno

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  49. Sehr hilfreich da ich gerade wieder in einer Psyschosomatische Klinik bin wegen Deppresionen die ich seid meinem 18 Lebensjahr habe bis zum heutigen Tag .Bin 59 Jahre alt und kann einfach nimmer .

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    1. Fein, dass du hier etwas für dich finden konntest und Danke für deine Rückmeldung! Liebe Grüße Benno

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  50. Es ist Gut das ich auf dieser Blog Seite gestoßen bin die mir zwar die Tränen in die Augen kommen lässt aber mir auch ein wenig die Angst nimmt vor meine nächsten Schritte die ich anwenden kann.
    Danke das es dich gibt .

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    1. Ach weißt du, es ist gut, wenn du weinen kannst. Tränen wollen geweint werden und werden doch viel zu oft herunter geschluckt... Alles Gute für dich und gute Besserung! Liebe Grüße Benno

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