Gedichte Depression - Worte für das Unaussprechbare - Ratgeber Depression

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Gedichte Depression - Worte für das Unaussprechbare

Gedichte und Depressionen Gedichte sind wie Bilder oder Musik. Sie vermögen Gefühle in einer einzigartigen Form zum Ausdruck zu bringen. So sind Gedichte geeignet, Gefühle zu konservieren aber auch weiterzugeben. Mit Gedichten können wir berühren, aber auch berührt werden. Auf dieser Seite soll Raum sein für Gedichte zum Thema Depression. Wenn du ein eigenes Gedicht beisteuern magst, bist du herzlich eingeladen, dies über einen Link am Ende dieser Seite zu tun.


Teil 1



Depression


Grauer Wind bläst um die Ecken,
schont nicht Haus nicht Mensch nicht Baum.
Nebel wallen manche Strecken.
Kälte macht sich breit im Raum.

Langsam scheint das Herz und müde,
langsam auch der Augen Schlag.
Langsam sinken die Gefühle
in des Lebens dunkles Grab.

Alle Lust scheint eingefroren
hinter Mauern dick aus Eis.
Nichts erinnert mehr an Freude,
nur die Sehnsucht atmet leis.

Grauer Wind bläst um die Ecken
bläst mir Trauer ins Gesicht.
Mich verließ mein Glück mit Schrecken
Leere nur und kaum ein Licht.

Doch so sehr ich ich es auch fühle,
dass verlassen nun ich bin,
hab ich mich nur selbst verlassen
auf der Suche nach dem Sinn.

Vielen Göttern ich einst diente:
Fleiß, Erfolg und Eitelkeit...
Nur mich selbst vergaß ich bald
im Meer der Fülle dieser Zeit.

Was ich suchte, fand ich nicht,
denn der Ort war schlecht gewählt.
Draußen ich nicht finden kann,
was in meinem Herzen fehlt.

Nur ich selbst vermag zu geben,
wonach mir das Herz verlangt.
Liebe, Anerkennung, Leben -
alles liegt in meiner Hand.

Es wird Zeit nach Haus zu gehen
zu des Herzens Türe hin,
denn da steht mein Glück schon lange,
nur mein Herz weiß wer ich bin.

Grauer Wind bläst um die Ecken,
schont nicht Haus nicht Mensch nicht Baum.
Nur die Sonne kann ihn necken,
die Sonne und mein Selbstvertrauen.

Benno Blues



Der heutige Tag


Fang den Tag von heute
nicht mit den Scherben
von gestern an!

Der Tag von gestern,
alle Tage und alle Jahre von früher
sind vorbei,
begraben in der Zeit.
An ihnen kannst du nichts mehr ändern!
Hat es Scherben gegeben?
Schlepp sie nicht mit dir herum!
Denn sie verletzen dich
Tag für Tag,
und zum Schluss kannst du nicht mehr leben.

Es gibt Scherben,
die wirst du los,
wenn du sie Gott in die Hände legst.

Es gibt Scherben,
die kannst du heilen,
wenn du ehrlich vergibst.
Und es gibt Scherben,
die du mit aller Liebe nicht heilen kannst.
Du musst sie liegen lassen!

Phil Bosmans





Auf der Suche


Ich suchte, den Menschen zu gefallen.
Ich suchte, zu ihnen zu gehören.
Ich suchte ihre Bestätigung,
aber eigentlich suchte ich die Liebe meines Vaters.


Ich suchte, Höchstleistungen zu erbringen.
Ich suchte, der Beste sein.
Ich suchte nach Anerkennung,
aber eigentlich suchte ich die Liebe meines Vaters.

Ich suchte fast ein Leben lang.
Was ich fand, war die Depression.
Seither suche ich mich selbst.

Benno Blues




Im Nebel


Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

Hermann Hesse




Freudlos


Die geschundene Seele weint die Tränen
der verloren gegangenen Kindes.

Benno Blues





Autobiographie in 5 Kapiteln




1. Kapitel


Ich gehe die Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich falle hinein.
Ich bin verloren... Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos, wieder herauszukommen.



2. Kapitel


Ich gehe dieselbe Strasse entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so, als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es so lange, herauszukommen.



3. Kapitel


Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich sehe es.
Ich falle immer noch hinein...aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Ich weiß, wo ich bin
Es ist MEINE EIGENE SCHULD.
Ich komme sofort heraus.



4. Kapitel


Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe darum herum.



5. Kapitel


Ich gehe eine andere Straße.

Sogyal Rinpoche aus dem tibetischen Buch von Leben und Sterben




Unlogisch


Das Herz ist am schwersten,
wenn es leer ist.

Benno Blues



Ein Berg


Du überwindest ihn mühelos.
Ich grabe mich durch.
Warum können wir ihn nicht gemeinsam umgehen?

Benno Blues




Im Kreis gegangen


Ich habe das Träumen verlernt.
Ich habe verlernt, mich am Spiel der Wolken zu erfreuen.
Ich habe verlernt, den Moment des Daseins zu genießen und bis zur Ewigkeit zu dehnen.

Ich gehe gebeugt unter der Last des Tages,
so kann ich weder Horizont noch Sonne sehen.
Ich bin im Kreis gegangen und habe es nicht bemerkt.

Wie lange schon?
Ich weiß es nicht ...

Benno Blues




Hilflos


Wenn ich eine Blume wäre,
würde ich einfach nur blühen.
Und die Welt hätte Freude an mir.

Benno Blues




Verlaufen


Entkommen mag ich mir in wagen Stunden,
entfliehen möchte ich
all dem, das gierig nach mir greift.
Will hier nicht sein mit mir und all den Wunden,
will hier nicht sein mit mir in dieser Zeit.


Hinfort, hinfort,
das Glück will ich erkunden!
Was hält mich noch, was gibt mir Halt?
Was ist es, das mich lässt gesunden?
Ich such und such
und bin mir selbst entschwunden.
Mein Ruf in leerem Raum verhallt.


Die Seele ließ mich ziehn.
Mit schalem Blick sah sie mir nach.
Was trieb mich fort ins Tal gelebten Lebens?
Was trieb mich fort ins Silberland der Phantasie?
Ich sucht in dir, was ich hab aufgegeben,
des Herzens eigne Melodie.
War es nicht meiner Seele Beben,
wonach mich ließ die Sehnsucht streben?


Was ich auch immer such,
kann nur ich selbst mir geben.
Nun komm ich heim.
Das
will das Leben.


Benno Blues



Mein Misstrauen


Die Angst fast ständig nach Beweisen sucht,
dass sie zurecht das Land vermint,
dass niemand da ist, dem vertrau'n sie kann,
dass niemand da ist, der Vertrau'n verdient.

Sie sucht in dir
und auch in Herzen andrer Leut,
allein in mir
die Such sie scheut.

Und findet's das Gesuchte nicht,
und bleibt erfolglos ihre Jagd,
er-findet sie, wonach sie fragt.
Es ist egal, was man ihr sagt.


Benno Blues




Depression


Unendliche Traurigkeit
Alles gleich
Grau
Alles gleich
Schwer
Jeder Tag
Müde
Jeder Tag
Kraftlos
Jeder Muskel
Eingefroren
Jede Regung
weg...


Anita



Leblos


Du bist tot. 
Ich bin tot.
Wir sind tot, in verschiedenen Welten.

Marleen













Gefangen



Die kleine Welt aus schwarz und weiß.
Ohne Straße, Baum undHaus.
Mit dicken Wänden, kalt aus Eis.
Es führt kein Weg hinaus.

Vom schweren Nebel stets belegt.
ich gar nicht erst zu träumen wag.
Schwärze in mein Herz sich legt.
Schwärze die nicht enden mag.

Die leere Hülle, Kreise dreht.
Kein Schmerz man ihr annimmt.
Die Hülle die mein' Namen trägt,
ist tot und Farbenblind.

Und in der kleinen Welt aus schwarz und weiß.
Ohne Straße, Haus und Baum.
Mit dicken Wänden, kalt aus Eis.
Bleiben Tot und Leben Traum.

Marleen






Die letzte Träne



Und Träne tropft wie kalter Regen.
Lässt keine Stelle weiß.
Will mich in den Schlafe legen
und tötet mich ganz leis'.

Der Schmerz mich gar' zum Lächeln bringt,
entlockt mir keinen Schrei.
Denn wie die letzte Träne singt,
ist auch mein Kampf vorbei.

Marleen

Symphonie

Doch deine Freude nicht gerinnt, wenn Träne, Melodien singt. Ein Liebeslied was dich erfreut. Sterbe dran, nochmal, erneut. Stichst zu, willst sie hören. Tränen die dein Geist betören. Und egal wie oft du stichst, egal wie sehr das Herze bricht. Dir egal die Todesqual, die Melodie ist schön, spielst sie nochmal. Marleen


Stumme Boten



Meine Tränen fließen wie ein Wasserfall.
Manchmal kannst du sie sehen,
manchmal nicht.

Marleen


zu Teil 2 Gedichte Depression


Magst auch du eines deiner Gedichte hier beisteuern, dann sende mir deine Verse gern zu und maile sie einfach an: depriblog@web.de


Quellen zu Gedichte Depression 
Foto: Mikadostäbchen / pixelio.de

Mehr Sinnsprüche und Nachdenkliches zur Depression findest du hier: Zitate und Sprüche zur Depression









Kommentare:

  1. Hallo,
    ich muss wirklich sagen das ich gleichermaßen beeindruckt sowie überrascht bin.
    Das Lesen erfüllt mich auf abstrakte Weise mit dem erahnten Gefühl nicht allein zu sein. So oft gibt es in meinem Leben Situationen wo ich mich nicht ausdrücken, meine Leere und meine Kraftlosigkeit nicht verständlich machen kann. So unverstanden. So einsam in einem Meer aus Menschen. Die gestrandete Nebenwirkung der Unachtsamkeit zweier Menschen.
    Es beeindruckt mich wie gut du deinen schwarzen Wegbegleiter in Worte packen kannst. Danke das du mich daran hast teilnehmen lassen.
    Ich wünsch dir für die Zukunft alles Gute.

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    1. Herzlichen Dank für deine gleichermaßen lobenden wie auch poetischen Worte! Nein, du bist nicht allein, auch wenn du dich oft so fühlst. Vielen Menschen ergeht es so wie dir. Und viele finden dort auch wieder heraus. Das wünsche ich auch dir!

      Liebe Grüße

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  2. Hallo Carla und herzlichen Dank für dein Gedicht und deine Rückmeldung!

    Liebe Grüße Benno

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    1. jesus christ lebt hier noch eienr

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  3. ,auch ich bin ein Mensch der über Jahre mit Depressionen lebt,anfangs habe ich sie gut verdrängen kónnen,aber mit der Zeit war die's leider unmöglich,weil man sich selber einreden tut,man sei nicht krank!!!
    Doch Depressionen sind krankhaft,und kónnen einen die Zukunft zerstóren!!!
    ich habe viel dadurch versäumt,und ich wäre Gott Dankbar für eine zweite Chance,noch einmal da anzufangen,wo ich aufgehört habe zu Leben!!!
    Mittlerweile bin ich bei einer Psychologin über Ihr fande ich heraus das es psychisch zurück zuführen war was meine Kindheit betrifft,u mein derzeitiger Beruf in der Pflege,ich habe viele Menschen sterben sehen,begleitet,und nie wirklich beachtet was mit mir passiert ist in der Zeit...es fing an mit schlechter Laune die schlagartig zur Traurigkeit führte.ok dachte ich,solche Tage gibt es...aber das sich die Depression dahinter immer mehr um mich schlang,dass habe ich nicht geahnt...die Abstände verringerten sich,Schlafstörungen begleiteten mein Alltag,wieder redete ich mir ein,ok sone Tage gibt es...aber meine positive Einstellung zum Leben hat sich unbewusst immer mehr verändert...irgendwann war es dann soweit,dass ich einfach heulend vor einer Patientin zusammen brach,obwohl ich davor noch lachend mit Ihr eine Unterhaltung führte.dann der Tag der alles verändern sollte,ich war auf den Weg zur einer Patientin,auf den Weg dort hin,sah i eine Unfallstelle,als Pflegerin ist es natürlich für mich selbstverständlich anzuhalten,da lag ein alkoholisierter Mann,starke Kopf Verletztung,überall wa Blut,um Ihm herum standen hysterische Passanten,er lag auf den Rücken,mir war die Situation bekannt und so führte ich erste Hilfemaßnahmen durch,er drohte zu ersticken,der Mann hatte Angst große Angst...ich habe den Passanten gebeten die Wolldecke aus mein Auto zu holen,da sie groß genug war für ein Druckverband und gleichzeitig um die Wunde von Umwelteinflüsse zu schützen..keiner traute sich an den Mann heran,sie haben sich regelrecht geekelt vor Ihm.habe seinen Kopf auf meine Beine gelegt und seine Wunde abgedrückt...neben mir kamen absurde Kommentare...,,lass doch den Penner verrecken,selbst Schuld was säuft der auch" usw...ich habe dies überhört,und seine Hand gehalten und ihm irgendwas aufregendes aus mein Leben erzählt,der Mann hatte nur noch mir seine Aufmerksamkeit geschenkt,er atmete ruhiger,dass zittern der Hand ließ langsam nach,und seine Augen verfolgten jede Bewegung meiner Lippe.er wusste das er nicht das ist,was alle anderen riefen,er wusste in diesem Augenblick,dass er als Mensch verstanden wird,versorgt und nicht hängen gelassen wird!!!
    Der Notarzt traf ein und übernahm die ganze Sache...während ich immer noch da saß,meine Hände betrachtete,kam genau der Passant zu mir,der davor sone absurden Kommentare von sich gab,ich lehnte seine Hilfe ab,stattdessen stellte ich ihm nur eine Frage...Warum glaubst Du hat er soviel getrunken???!!!erst dann begann er zur überlegen...und merkte schnell das sein verhalten falsch war!!!
    Das und vieles mehr begleitet alltäglich mein Leben,ob es Leute sind die nur bewusstlos oder betrunken sich eine Wunde ziehen,oder ins Wasser fallen,und ertrunken wären...ich habe trotz meiner zerbrechlichen Seele jeden einzelnen das Leben gerettet...an diesem Tag wurde ich fristlos gekündigt,weil ich den Tag 15min zu spät bei der eigentlichen Patientin hätte sein sollen,eine Patientin die ich hätte nur zur Hilfestellung dienen sollte um sich zu waschen!!!
    Meine Aussage war nicht genug,sagte man mir als Begründung...und ab da,hatte ich richtig schwere Depressionen,kein Job,finanziell ruiniert,ein Kind zu versorgen...trotz all den ganzen Vorkommnisse,ich habe und gebe nicht auf,auch für uns wird irgendwann die Sonne scheinen...und durch die psychologische Behandlung und dem Boxen was ich habe,werde ich die's gewiss im Griff kriegen...aber eins werde ich garantierend nicht noch einmal tun,meine Wünsche und meine Bedürfnisse,mein ich zurück stellen nur um andere glücklich zu machen..

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  4. Ich finde es richtig, was du gemacht hast! Ein Mensch war in Not und du hast geholfen. Das ist etwas anderes. Notfälle sollten immer Vorrang haben. Das heißt nicht, dass du dich grundsätzlich hinten anstellen musst, das hast du Recht.
    Gegen die Kündigung hättest du klagen können. Das was war, ist kein Kündigungsgrund. Aber vermutlich war das auch nicht der wirkliche Grund, sondern nur vorgeschoben. So wie du es beschreibst, liegt dir der Umgang mit Menschen sehr. Ich denke, dein ehemaliger Chef ist ein Idiot, wenn er dich gehen lässt. Dann hat er wohl nie gesehen, was er an dir hatte und vermutlich ist es dann auch besser, dass es vorbei ist. In der Pflege wirst du wieder etwas finden,denke ich. Der Bedarf wächst ja täglich. Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute hierfür und für deine Depressionen auch gute Besserung!

    Liebe Grüße Benno

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  5. Ein Lichtlein brennt im Dunkeln
    und gibt ein wenig Halt,
    doch ist das Lichtlein aus im Dunkeln
    dann ist auch weg der Halt.
    Finsternis aussen und innen
    Kälte macht sich breit,
    so wie Wind weht durch die Bäume,
    fast wie ein Orkan.
    Der Blick sucht neue Lichter
    doch auch der Vollmond ist getarnt.
    Schwer der Körper und die Gedanken
    rennen, heulen wie ein Wolf man möchte
    keine Luft, der Atem der geht schwer.
    Nichts hören, sehen, fühlen, entscheiden mehr
    nur noch fliegen hoch hinaus.
    Ein wenig Wärme, Stärke, Selbstvertrauen man wieder spüren möchte
    doch das Lichtlein das ist aus.

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  6. Schwermut

    Schreiten Streben
    Leben sehnt
    Schauern Stehen
    Blicke suchen
    Sterben wächst
    Das Kommen
    Schreit!
    Tief
    Stummen
    wir.

    August Stramm


    Wenn man als Depressiver eine Geschichte darum strickt, kann es einem aus der Seele sprechen. Ich finde das Gedicht ist so intensiv und aussagekräftig, dass ich es gleich abgespeichert habe.

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    1. Vielen herzlichen dank für diese ausdrucksstarken Zeilen! Ja, hier wird sich manch ein Depressiver wiederfinden.

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  7. Hallo Benno,
    bin ganz zufällig auf diese Seite gestossen und was finde ich...."MEIN Gedicht"...wie für mich gemacht, wie allein für mich geschrieben, es stimmt alles, jede Zeile, jedes Wort. Habe immer versucht die richtigen Worte zu finden um das was mich am meisten bewegt zu beschreiben aber nie so richtig gefunden bis jetzt.....DANKE dafür!!
    Jetzt muss ich aber auch endlich das Gedicht nennen...es ist dein Gedicht "Auf der Suche" und das wird mich jetzt begleiten...
    Danke und lieben Gruß

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    1. Hey, das freut mich, dass du hier etwas für dich finden konntest. Hier kommt auch immer mal wieder etwas dazu. Schau mal wieder rein, wenn du magst. Alles Gute für dich und schön, dass du hier warst! Liebe Grüße Benno

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  8. Das finstere Tal

    Ich wandere durch das finstere Tal,
    sehe keine Blumen, keine Farben und kein Licht.
    Jeden Tag mit Schmerzen und Qual,
    meine Seele an dieser Dunkelheit zerbricht.

    Ich spüre nichts mehr; kein Gefühl,
    Tränen ganz trocken, ohne Freude ich bin.
    Innerlich zerrissen, erstarrt und kühl,
    so macht mein Leben keinen Sinn.

    So wandere ich Tag ein und Tag aus,
    keine Sonne die wärmt und scheint.
    Komme aus der Dunkelheit nicht mehr heraus,
    meine Seele tief innen stark weint.

    Bin ganz alleine und einsam hier,
    ohne Hoffnung das Licht je zu finden.
    Ich bitte Gott: „nimm mich doch zu dir“,
    wann werd ich endlich das Dunkel überwinden.

    So wandere ich weiter durch dies finstere Tal,
    ohne Blumen, ohne Farben und Licht.
    Jeder Tag mit Schmerz und Qual,
    meine Seele weiter an der Dunkelheit zerrbricht.

    Patrick Schindler

    Dieses Gedicht von mir und noch viel mehr über mein Leben mit der Krankheit Depression könnt ihr, wenn ihr möchtet, auf meiner Homepage nachlesen.

    Ganz liebe Grüße aus dem Oberallgäu

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  9. hab noch niemals eine bessere ausdrucksweise gefunden
    mit der ich selbst zu fast 1oo% konform gehe
    vielen dank
    und man merkt, dass wir nicht allein sind mit negativen gedanken
    uns aber manchmal etwas vorzumachen versuchen
    der eben zu verdrängen
    aber irgendwann kommt der punkt
    an dem einfach nichts mehr geht...und man einfach 'fällt'
    wie ich es verabscheue immer nur stark sein zu müssen
    oder ein freundliches gesicht aufzusetzen auch wenn man genau weiß
    wie sehr mman gehasst wird
    mir sagte mal jemand, ich sei die hassperson number 1
    anstatt zu weinen versuchte ich noch freundlicher und liebenswürdiger zu sein.
    zwischendurch 'wutanfälle', die keine wirklichen waren
    und nun liege ich am boden, fühle mich zertrampelt und benutzt
    aber es wird schon wieder werden... nein, es MUSS und ich will es so
    hab ein kind zwar schon erwachsen aber es braucht mich

    liebe grüße

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    1. Wenn du am Boden liegst gerade, dann fühle ruhig den Kontakt. Es ist gut, den Boden spüren zu können. Wenn du am Boden liegst gerade, decke dich zu und ruh dich ein Weile aus. Es ist nicht der schlechteste Ort...
      Danke für deinen Kommentar und gute Besserung!
      Schön, dass du hier warst. Liebe Grüße Benno

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  10. Hallo,

    Die Gedichte finde ich sehr gut. Besonders das obere.
    Seltsamerweise hinterlassen sie mir für einen kurzen augenblick trost..ich fühle mich verstanden, und das unaussprechliche, dass ich nicht in worte fassen kann, und niemand versteht klingt plötzlich so real, als könnte ich diesen Nebel anfassen und einfach zur seite schieben
    Danke für diese tröstenden, traurigen worte..

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  11. Wie schön das ich diese Seite gefunden habe.Ich arbeite seit vielen Jahren, mal mit mal ohne Hilfe, gegen meine Depression und vor allem gegen die Angst. Medikamente brauche ich z. Zt. nicht, doch ich merke, dass ich seit einiger Zeit wieder den Boden und meinen festen Stand zu verlieren drohe. Alles was hier geschrieben steht hilft mir gerade sehr! Ich habe mich auch wieder an mein Gedicht erinnert und es gesendet. Mir ist wieder sehr bewusst geworden wie schlecht es mir damals ging, aber auch das ich es geschafft habe da raus zu kommen! Was ich einmal geschafft habe schaffe ich wieder, dass wurde mir so bewusst, als ich meine eigenen Worte nach all der Zeit wieder las. Ich wünsche mir, ... und hoffe sehr, dass es auch anderen Menschen hilft neuen Mut zu schöpfen. Ihr habt mir grade sehr geholfen, Danke dafür und viel Kraft für jeden hier! Liebe Grüße,
    Reni Arte

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    1. Hallo Reni,
      Danke für deinen liebevollen und Hoffnung stiftenden Kommentar. Du erwähnst ein Gedicht von dir, aber ich konnte es leider nicht finden. Magst du es mir noch einmal zusenden? Liebe Grüße und alles Gute für dich! Benno

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  12. meine Augen sind der Spiegel zur Seele ..aber die Seele ist ne Lüge des Lebens also leb sie
    und beweg deine Füsse doch sowas vergisst du nicht meine lebensmüden Wesenzüge wissen es gibt kein Ich

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